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Nico Schulz
Geburtsdatum 01.04.1993
Alter 33
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,80m
Vertrag bis -
Position Linker Verteidiger
Fuß links
Akt. Verein Vereinslos

Leistungsdaten:

Nico Schulz [14]

21.05.2019 - 10:37 Uhr
Nico Schulz [14] |#2771
01.02.2023 - 23:21 Uhr
Bin gerade aus Versehen auf Seite 1 dieses Threads gekommen. Mit dem Wissen von heute völlig absurd, was hier zum größten Teil auf den ersten Seiten geschrieben wurde. grins
Nico Schulz [14] |#2772
01.02.2023 - 23:41 Uhr
Zitat von Herzog10

...
Hoffe seine Freundin bekommt für sein Vergehen da ordentlich Kohle von ihm.
...


Man sollte sich doch bitte vor einer Vorverurteilung zurück halten ... oder weißt du mehr als wir?

Das ist unfair dem Menschen Nico Schulz gegenüber. Es existiert eine Strafanzeige vom August 2022, jedoch weder ein Anklage der Staatsanwaltschaft, noch eine Strafverfolgung.

Man hüte sich doch bitte davor, hier irgendetwas konstruieren zu wollen um einen ungeliebten Spieler zu diskreditieren.

Bitte bewahrt Moral, Anstand und Sportlichkeit.

•     •     •

"Narren vermehren sich, wenn die Klugen schweigen" (Nelson Mandela)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von SvenDotCom am 01.02.2023 um 23:43 Uhr bearbeitet
Nico Schulz [14] |#2773
02.02.2023 - 06:07 Uhr
Zitat von erdalkeser

Das Schauspiel vom Dienstag gab es in Dortmund nicht zum ersten Mal zu bestaunen. Bereits in den vergangenen Transferperioden hatte sich der BVB jeweils eine Trennung von Schulz erhofft, der sportlich keine Rolle mehr in den Planungen von Trainer Edin Terzic spielt. Jeweils ohne Erfolg. Erst im Sommer 2023 gibt es nun die nächste Wechselchance, bis dahin bezieht der frühere Nationalspieler weiterhin sein hohes Gehalt, obwohl er nicht mehr eingesetzt wird. Geholfen ist damit weder dem BVB, der sich diese Kosten gerne gespart hätte, noch Schulz, für den es immer schwieriger werden dürfte, noch einmal auf hohem Niveau Fuß zu fassen.
Wie kann Dersch so etwas schreiben? Natürlich ist Schulz (und Wittmann) damit geholfen, dass es keinen Wechsel gibt. Denn so regnet es in den nächsten anderthalb Jahren noch knapp 10 Mio. € auf das Schulz-Konto. Schulz ist doch gar nicht in der Lage, "noch einmal auf hohem Niveau Fuß zu fassen"! Wie sollte das gehen? Es gibt und gab kein Wechselinteresse. Also vielleicht schon theoretisch: zu einem Erstligaverein, der genau so viel Kohle zahlen würde wie wir. Nur in welchem Universum gibt es einen solchen Verein?


Dir ist schon bewusst dass der Artikel sich dabei darauf bezieht sollte Schulz noch irgendwo eine gewisse Ambition besitzen noch einmal wirklich aktiv als Fußballer ein Comeback zu bekommen ist ihm mit seinem Verhalten und dem wiederholten male eines nicht zustande gekommen Wechsels gar nicht geholfen?
Anstatt auf den Autor einzuhauen erst einmal in Ruhe lesen und drüber nachdenken was da steht.
In erster Linie erwähnt Dersch das Schulz ein hohes Gehalt bezieht deswegen merkt er es ja auch an, was sich dem BVB gegenüber negativ auswirkt, hohe Kosten stehen einer nicht erbrachten Leistung gegenüber.
Seine Wertung Schulz gegenüber gilt ausschließlich dem sportlichen Aspekt, selbst wenn er bei Bochum kicken würde ist das immer noch ein höheres Niveau als wie aktuell und schon seit längerem gar keine Rolle mehr zu spielen.
Das Problem mit dem Finanziellen hat sich nun einmal ob es einem gefällt oder nicht, der BVB zu Schulden kommen lassen und nicht Schulz.
Das Schulz sich mit seinem Verhalten selbst kein gefallen tut sollte dabei klar sein. Bis auf den Finanziellen Aspekt hat er nichts Positives davon und nichts anderes sagt der Artikel aus.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chapi1909 am 02.02.2023 um 06:15 Uhr bearbeitet
Nico Schulz [14] |#2774
02.02.2023 - 07:36 Uhr
Zitat von Silverstar
Zitat von Micki_aus_Jerewan

Ein Vertragsauflösung mit Schulz könnte sich für den BVB durchaus lohnen.

Vorausgesetzt man zahlt ihm das Gehalt nicht als Arbeitsentgelt (mangels angebotener Arbeitsleistung für die Restlaufzeit durchaus denkbar) sondern als Schadensersatz im Rahmen einer Vergleichsverhandlung. Und zwar dabei auch nur das Nettogehalt.

Macht also:

5,00 Mio brutto (sollten es mehr sein, noch besser)
= 2,75 Mio netto (beachte 45% Spitzensteuersatz incl. Reichensteuer)

= 2,25 Mio für den AN - Anteil gespart
+ 2,25 Mio zusätzlich für den AG - Anteil gespart

macht zusammen 4,5 Mio insgesamt für ein ganzes Jahr gespart
Kleinere Steuerabzüge für Soli und Sozialabgaben lasse ich hier mal aussen vor.


Wenn man Schulz Vertrag auflöst wäre das aber eher eine Abfindung, welche man ihm zahlt. Und Abfindungen sind voll zu versteuern. Wieso sollte Schulz also seinen Netto-Verdienst als Abfindung akzeptieren und versteuern, wenn er auch sein Brutto-Gehalt weiter beziehen kann?

Das Konstrukt Schadenersatz und Vergleichsverhandlung auf Basis nicht angebotener Arbeitsleistung ist da doch recht erdacht. Schulz leistet ja weiterhin seine Arbeit. Ob der Verein dann auf seine Dienste zurückgreift oder nicht, bleibt ja diesem überlassen.


Nach einer Vertragsauflösung bietet er seine Dienste nicht mehr an.

Der Rest ist eine Frage der Gestaltung des Aufhebungsvertrages. Da greift dann Deine Vermutung dass er diese Zahlung voll versteuern muss, eher nicht.

Aber Du hast natürlich insoweit recht, dass eine Abfindung voll versteuert werden müsste.

•     •     •


Nico Schulz [14] |#2775
02.02.2023 - 09:15 Uhr
Quelle: Wittmann
In dem Buch wird demnach weiter berichtet, dass Wolf-Berater Roger Wittmann einst sagte: „Den Vertrag in Dortmund darfst du nie aufgeben. Damit finanzierst du dein ganzes Leben.“ Der Agent selbst streitet allerdings ab, die Aussage je getätigt zu haben.


Es darf einen halt nicht überraschen, dass bei ein Wittmann Klient so etwas passiert. Schulz wird nie wieder verdienen können, was beim BVB noch aussteht und Wittmann ist nicht dafür bekannt, dass er seinen Spielern rät auch auf nur einen Cent zu verzichten. Dafür geht es von Anfang an zu sehr um das schnelle Geld und weniger darum, wie man langfristig die meiste Kohle rausholt, durch sportlich richtige Entscheidungen. Dafür gab es in den letzten Jahren zu viele Fälle in seiner Agentur, die danach wirkten, als ginge es nicht um die sportlich beste Entscheidung, sondern um die finanziell lukrativste. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er unterbezahlt wird, steht der Wechsel im Grunde unmittelbar bevor. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er überbezahlt wird, wird am Vertrag festgehalten, sofern nicht andernorts doch noch jemand gefunden wird, der genauso überbezahlen möchte. Dabei muss man Wittmann auch lassen, dass er es versteht, wie er Preise treiben kann und vor allem Nerven hat auf das beste Angebot zu warten, für das er ein gutes Gespür hat, was maximal drin ist.

Als Klient wird man sich dieses Strategie daher nicht ganz zufällig aussuchen, weswegen auch bei Schulz letztendlich keine Überraschung vorliegt, dass das Interesse an ihm mal wieder so etwas, wie ein Köder war - um nicht Nebelkerze zu sagen. Den Namen hochhalten, am besten in Verbindung mit Vereinen, deren Qualitätsniveau er nicht entspricht und dann mal schauen, was passiert. Vielleicht findet sich jemand, der anbeißt und wenn nicht, dann auch nicht schlimm, weil der übertrieben hoch dotierte Vertrag ja noch Laufzeit hat und etwaige Gehaltseinbußen, durch eine sportlich schwache Rolle, werden im Zweifel eben wieder über das Handgeld für einen ablösefreien Spieler kompensiert. Wittmann steht daher nicht für die sportlich beste Entscheidung, sondern für die finanziell beste Entscheidung und so mancher Verein ist daraus in den letzten Jahren durchaus klug geworden, indem sie sich von ihm fernzuhalten versuchen, weil man mit dem sportlich interessantesten Angebot selten in der Pole liegt, außer es ist gleichzeitig auch noch das finanziell interessanteste Angebot.

Solange das in Schulz Fall immer noch lautet, dass er ins letzte Vertragsjahr beim BVB geht, wird das so sein. Ich rechne da auch nicht mehr damit, dass man ihn vorzeitig abgeben kann, um noch viel einzusparen. Bestenfalls löst man im Sommer den Vertrag auf und zahlt die Differenz zu seinem nächsten Vertrag, den er parallel zur Vertragsauflösung mit einem anderen Verein aushandeln muss. Das wäre zumindest typisch für einen Wittmann Klienten. Der Spareffekt wird dadurch minimal ausfallen, aber immerhin wäre man damit eine Sorge los und hat hoffentlich daraus gelernt ...
Nico Schulz [14] |#2776
02.02.2023 - 12:14 Uhr
Zitat von BVBBC
Quelle: Wittmann
In dem Buch wird demnach weiter berichtet, dass Wolf-Berater Roger Wittmann einst sagte: „Den Vertrag in Dortmund darfst du nie aufgeben. Damit finanzierst du dein ganzes Leben.“ Der Agent selbst streitet allerdings ab, die Aussage je getätigt zu haben.


Es darf einen halt nicht überraschen, dass bei ein Wittmann Klient so etwas passiert. Schulz wird nie wieder verdienen können, was beim BVB noch aussteht und Wittmann ist nicht dafür bekannt, dass er seinen Spielern rät auch auf nur einen Cent zu verzichten. Dafür geht es von Anfang an zu sehr um das schnelle Geld und weniger darum, wie man langfristig die meiste Kohle rausholt, durch sportlich richtige Entscheidungen. Dafür gab es in den letzten Jahren zu viele Fälle in seiner Agentur, die danach wirkten, als ginge es nicht um die sportlich beste Entscheidung, sondern um die finanziell lukrativste. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er unterbezahlt wird, steht der Wechsel im Grunde unmittelbar bevor. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er überbezahlt wird, wird am Vertrag festgehalten, sofern nicht andernorts doch noch jemand gefunden wird, der genauso überbezahlen möchte. Dabei muss man Wittmann auch lassen, dass er es versteht, wie er Preise treiben kann und vor allem Nerven hat auf das beste Angebot zu warten, für das er ein gutes Gespür hat, was maximal drin ist.

Als Klient wird man sich dieses Strategie daher nicht ganz zufällig aussuchen, weswegen auch bei Schulz letztendlich keine Überraschung vorliegt, dass das Interesse an ihm mal wieder so etwas, wie ein Köder war - um nicht Nebelkerze zu sagen. Den Namen hochhalten, am besten in Verbindung mit Vereinen, deren Qualitätsniveau er nicht entspricht und dann mal schauen, was passiert. Vielleicht findet sich jemand, der anbeißt und wenn nicht, dann auch nicht schlimm, weil der übertrieben hoch dotierte Vertrag ja noch Laufzeit hat und etwaige Gehaltseinbußen, durch eine sportlich schwache Rolle, werden im Zweifel eben wieder über das Handgeld für einen ablösefreien Spieler kompensiert. Wittmann steht daher nicht für die sportlich beste Entscheidung, sondern für die finanziell beste Entscheidung und so mancher Verein ist daraus in den letzten Jahren durchaus klug geworden, indem sie sich von ihm fernzuhalten versuchen, weil man mit dem sportlich interessantesten Angebot selten in der Pole liegt, außer es ist gleichzeitig auch noch das finanziell interessanteste Angebot.

Solange das in Schulz Fall immer noch lautet, dass er ins letzte Vertragsjahr beim BVB geht, wird das so sein. Ich rechne da auch nicht mehr damit, dass man ihn vorzeitig abgeben kann, um noch viel einzusparen. Bestenfalls löst man im Sommer den Vertrag auf und zahlt die Differenz zu seinem nächsten Vertrag, den er parallel zur Vertragsauflösung mit einem anderen Verein aushandeln muss. Das wäre zumindest typisch für einen Wittmann Klienten. Der Spareffekt wird dadurch minimal ausfallen, aber immerhin wäre man damit eine Sorge los und hat hoffentlich daraus gelernt ...


In Italien hatte ich schon etwas Hoffnung wegen der Steuerregel für aus dem Ausland kommende Fachkräfte. In Dortmund bekommt er jetzt noch knapp vier Mio. netto. Über ein 2,5 Jahresvertrag, wo der BVB etwas übernimmt, hätte man das gut darstellen können. Sogar mit einer kleinen Ablösesumme/-nbeteiligung, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass Schulz in einem Schienensystem nochmal einen Wert bekommt.

Von außen betrachtet ist Schulz zwar durch's Raster gefallen, aber nicht so dramatisch, wie ggü. den BVB Anhängern. Ein paar hundert Minuten Spielzeit, keine Verletzungsprobleme, Rose hat ihn letztes Jahr immerhin ca. 10 Mal als Start-LV ins Rennen geschickt--ohne desaströs zu sein. Unsere enttäuschten Erwartungen sind ja nicht das Problem des neuen Vereins.

Sich freiwillig Wittmann ins Haus zu holen, verstehe ich allerdings auch nicht. Bzw. schon, da er immer wieder Hochkaräter als Klienten haben könnte, die man nicht wegen Prinzipien in einem anderen Deal verpassen möchte (könnte mir vorstellen, dass der mehrfach gescheiterte Firmino Deal bei Schulz und Wolf in den Köpfen war--Wolf ist immerhin in sein Gehalt gewachsen).
Nico Schulz [14] |#2777
02.02.2023 - 13:01 Uhr
Zitat von Micki_aus_Jerewan
Zitat von Silverstar

Zitat von Micki_aus_Jerewan

Ein Vertragsauflösung mit Schulz könnte sich für den BVB durchaus lohnen.

Vorausgesetzt man zahlt ihm das Gehalt nicht als Arbeitsentgelt (mangels angebotener Arbeitsleistung für die Restlaufzeit durchaus denkbar) sondern als Schadensersatz im Rahmen einer Vergleichsverhandlung. Und zwar dabei auch nur das Nettogehalt.

Macht also:

5,00 Mio brutto (sollten es mehr sein, noch besser)
= 2,75 Mio netto (beachte 45% Spitzensteuersatz incl. Reichensteuer)

= 2,25 Mio für den AN - Anteil gespart
+ 2,25 Mio zusätzlich für den AG - Anteil gespart

macht zusammen 4,5 Mio insgesamt für ein ganzes Jahr gespart
Kleinere Steuerabzüge für Soli und Sozialabgaben lasse ich hier mal aussen vor.


Wenn man Schulz Vertrag auflöst wäre das aber eher eine Abfindung, welche man ihm zahlt. Und Abfindungen sind voll zu versteuern. Wieso sollte Schulz also seinen Netto-Verdienst als Abfindung akzeptieren und versteuern, wenn er auch sein Brutto-Gehalt weiter beziehen kann?

Das Konstrukt Schadenersatz und Vergleichsverhandlung auf Basis nicht angebotener Arbeitsleistung ist da doch recht erdacht. Schulz leistet ja weiterhin seine Arbeit. Ob der Verein dann auf seine Dienste zurückgreift oder nicht, bleibt ja diesem überlassen.


Nach einer Vertragsauflösung bietet er seine Dienste nicht mehr an.

Der Rest ist eine Frage der Gestaltung des Aufhebungsvertrages. Da greift dann Deine Vermutung dass er diese Zahlung voll versteuern muss, eher nicht.

Aber Du hast natürlich insoweit recht, dass eine Abfindung voll versteuert werden müsste.


Gab es denn dieses Konstrukt so schon einmal im Profifussball? Also Vertragsauflösung zum Nulltarif und dann Schadenersatz anstatt Abfindung? Mir ist da ehrlich gesagt nichts bekannt und Vergleichsverhandlungen plus Schadenersatz hört sich für mich nach gerichtlichen Verhandlungen an. Das kann ja weder in Schulz noch in Vereinsinteresse sein.
Nico Schulz [14] |#2778
02.02.2023 - 13:28 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von BVBBC

Quelle: Wittmann
In dem Buch wird demnach weiter berichtet, dass Wolf-Berater Roger Wittmann einst sagte: „Den Vertrag in Dortmund darfst du nie aufgeben. Damit finanzierst du dein ganzes Leben.“ Der Agent selbst streitet allerdings ab, die Aussage je getätigt zu haben.


Es darf einen halt nicht überraschen, dass bei ein Wittmann Klient so etwas passiert. Schulz wird nie wieder verdienen können, was beim BVB noch aussteht und Wittmann ist nicht dafür bekannt, dass er seinen Spielern rät auch auf nur einen Cent zu verzichten. Dafür geht es von Anfang an zu sehr um das schnelle Geld und weniger darum, wie man langfristig die meiste Kohle rausholt, durch sportlich richtige Entscheidungen. Dafür gab es in den letzten Jahren zu viele Fälle in seiner Agentur, die danach wirkten, als ginge es nicht um die sportlich beste Entscheidung, sondern um die finanziell lukrativste. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er unterbezahlt wird, steht der Wechsel im Grunde unmittelbar bevor. Bringt ein Spieler Leistungen, durch die er überbezahlt wird, wird am Vertrag festgehalten, sofern nicht andernorts doch noch jemand gefunden wird, der genauso überbezahlen möchte. Dabei muss man Wittmann auch lassen, dass er es versteht, wie er Preise treiben kann und vor allem Nerven hat auf das beste Angebot zu warten, für das er ein gutes Gespür hat, was maximal drin ist.

Als Klient wird man sich dieses Strategie daher nicht ganz zufällig aussuchen, weswegen auch bei Schulz letztendlich keine Überraschung vorliegt, dass das Interesse an ihm mal wieder so etwas, wie ein Köder war - um nicht Nebelkerze zu sagen. Den Namen hochhalten, am besten in Verbindung mit Vereinen, deren Qualitätsniveau er nicht entspricht und dann mal schauen, was passiert. Vielleicht findet sich jemand, der anbeißt und wenn nicht, dann auch nicht schlimm, weil der übertrieben hoch dotierte Vertrag ja noch Laufzeit hat und etwaige Gehaltseinbußen, durch eine sportlich schwache Rolle, werden im Zweifel eben wieder über das Handgeld für einen ablösefreien Spieler kompensiert. Wittmann steht daher nicht für die sportlich beste Entscheidung, sondern für die finanziell beste Entscheidung und so mancher Verein ist daraus in den letzten Jahren durchaus klug geworden, indem sie sich von ihm fernzuhalten versuchen, weil man mit dem sportlich interessantesten Angebot selten in der Pole liegt, außer es ist gleichzeitig auch noch das finanziell interessanteste Angebot.

Solange das in Schulz Fall immer noch lautet, dass er ins letzte Vertragsjahr beim BVB geht, wird das so sein. Ich rechne da auch nicht mehr damit, dass man ihn vorzeitig abgeben kann, um noch viel einzusparen. Bestenfalls löst man im Sommer den Vertrag auf und zahlt die Differenz zu seinem nächsten Vertrag, den er parallel zur Vertragsauflösung mit einem anderen Verein aushandeln muss. Das wäre zumindest typisch für einen Wittmann Klienten. Der Spareffekt wird dadurch minimal ausfallen, aber immerhin wäre man damit eine Sorge los und hat hoffentlich daraus gelernt ...


In Italien hatte ich schon etwas Hoffnung wegen der Steuerregel für aus dem Ausland kommende Fachkräfte. In Dortmund bekommt er jetzt noch knapp vier Mio. netto. Über ein 2,5 Jahresvertrag, wo der BVB etwas übernimmt, hätte man das gut darstellen können. Sogar mit einer kleinen Ablösesumme/-nbeteiligung, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass Schulz in einem Schienensystem nochmal einen Wert bekommt.

Von außen betrachtet ist Schulz zwar durch's Raster gefallen, aber nicht so dramatisch, wie ggü. den BVB Anhängern. Ein paar hundert Minuten Spielzeit, keine Verletzungsprobleme, Rose hat ihn letztes Jahr immerhin ca. 10 Mal als Start-LV ins Rennen geschickt--ohne desaströs zu sein. Unsere enttäuschten Erwartungen sind ja nicht das Problem des neuen Vereins.



Ich denke nicht, dass es am BVB gescheitert ist. Bei deiner Rechnung läge die Abfindung im Bereich 1,6 Mio. netto, also rund 3 Mio. brutto. Selbst wenn man das nicht als Ablöse vom aufnehmenden Verein verlangt hätte, wäre das immer noch ein ordentlicher Spareffekt von rund 5 Mio. für 1,5 Jahre gewesen, den der BVB sicherlich gerne mitgenommen hätte. Selbst wenn der Spareffekt geringer ausgefallen wäre, hätte man die Kröte wohl geschluckt, um den Kader zu bereinigen, außer bilanzielle Themen spielten eine Rolle, wobei es dabei meines Erachtens mehr Vorteile gehabt hätte, wenn man Schulz noch in diesem Geschäftsjahr abgegeben hätte (6,6 Mio. zusätzlicher Verlustbeitrag (Abfindung + Abschreibung nächste Saison) dieses GJ vs. Abfindung, die auch dann deutlich unter 6 Mio. liegen würde, nächstes Geschäftsjahr). Wie gesagt, es wird kaum am BVB gescheitert sein, weswegen stark anzunehmen ist, dass es nie ein Angebot für Schulz gab, sondern Wittmann hat entweder versucht Schulz guten Willen gegenüber den BVB Fans in den Vordergrund zu symbolisieren oder nochmal medial die Trommel zu rühren, was offenbar nicht geklappt hat. Wahrscheinlich beides. Dementsprechend wäre ich mir nicht so sicher, ob Schulz Markt derzeit nicht sogar non-existent ist. Das muss noch nicht einmal auf seine sportlichen Leistungen zurückzuführen sein, auch wenn die sicherlich ein Faktor sind.



Sich freiwillig Wittmann ins Haus zu holen, verstehe ich allerdings auch nicht. Bzw. schon, da er immer wieder Hochkaräter als Klienten haben könnte, die man nicht wegen Prinzipien in einem anderen Deal verpassen möchte (könnte mir vorstellen, dass der mehrfach gescheiterte Firmino Deal bei Schulz und Wolf in den Köpfen war--Wolf ist immerhin in sein Gehalt gewachsen).


Möglich, wenn auch nicht zu hoffen ...
Nico Schulz [14] |#2779
02.02.2023 - 13:47 Uhr
Zitat von Silverstar
Zitat von Micki_aus_Jerewan

Zitat von Silverstar

Zitat von Micki_aus_Jerewan

Ein Vertragsauflösung mit Schulz könnte sich für den BVB durchaus lohnen.

Vorausgesetzt man zahlt ihm das Gehalt nicht als Arbeitsentgelt (mangels angebotener Arbeitsleistung für die Restlaufzeit durchaus denkbar) sondern als Schadensersatz im Rahmen einer Vergleichsverhandlung. Und zwar dabei auch nur das Nettogehalt.

Macht also:

5,00 Mio brutto (sollten es mehr sein, noch besser)
= 2,75 Mio netto (beachte 45% Spitzensteuersatz incl. Reichensteuer)

= 2,25 Mio für den AN - Anteil gespart
+ 2,25 Mio zusätzlich für den AG - Anteil gespart

macht zusammen 4,5 Mio insgesamt für ein ganzes Jahr gespart
Kleinere Steuerabzüge für Soli und Sozialabgaben lasse ich hier mal aussen vor.


Wenn man Schulz Vertrag auflöst wäre das aber eher eine Abfindung, welche man ihm zahlt. Und Abfindungen sind voll zu versteuern. Wieso sollte Schulz also seinen Netto-Verdienst als Abfindung akzeptieren und versteuern, wenn er auch sein Brutto-Gehalt weiter beziehen kann?

Das Konstrukt Schadenersatz und Vergleichsverhandlung auf Basis nicht angebotener Arbeitsleistung ist da doch recht erdacht. Schulz leistet ja weiterhin seine Arbeit. Ob der Verein dann auf seine Dienste zurückgreift oder nicht, bleibt ja diesem überlassen.


Nach einer Vertragsauflösung bietet er seine Dienste nicht mehr an.

Der Rest ist eine Frage der Gestaltung des Aufhebungsvertrages. Da greift dann Deine Vermutung dass er diese Zahlung voll versteuern muss, eher nicht.

Aber Du hast natürlich insoweit recht, dass eine Abfindung voll versteuert werden müsste.


Gab es denn dieses Konstrukt so schon einmal im Profifussball? Also Vertragsauflösung zum Nulltarif und dann Schadenersatz anstatt Abfindung? Mir ist da ehrlich gesagt nichts bekannt und Vergleichsverhandlungen plus Schadenersatz hört sich für mich nach gerichtlichen Verhandlungen an. Das kann ja weder in Schulz noch in Vereinsinteresse sein.


Ich habe tatsächlich keine Ahnung, ob es dieses Konstrukt bisher gab. Allerdings würde ich stark vermuten, dass die Medien bei einer Vertragsauflösung nicht zwischen einer Abfindung im arbeitrechtlichen Sinne und einer (aussergerichtlichen) Vergleichslösung unterscheiden.

Da steht im Zweifel einmal ganz groß Vertragsauflösung und dann wird da oft von Auszahlung der ausstehenden Gehälter oder Abfindung gesprochen, ohne dass die (Sport-)Reporter auch nur im geringsten die feinen juristischen Unterschiede kennen (und natürlich auch recherchieren). Da wird häufig geraten und erfunden, um die Zeilen zu füllen.

Hänge Dich auch nicht an dem Begriff Schadensersatz auf! Es war eine Lösungsmöglichkeit, eine rechtlich sichere Zahlung zu leisten, die nicht versteuert werden muss.

Auch mit einem Schürrle wurde der Vertrag aufgelöst. Bist Dir sicher, dass eine (arbeitsrechtliche) Abfindung gezahlt wurde? Vor allem in höhe der noch ausstehenden Gehälter? Ich nicht. Denn ich kenne den Aufhebungsvertrag nicht. Daher würde ich mir auch in diesem Fall keine Meinung erlauben.

•     •     •


Nico Schulz [14] |#2780
02.02.2023 - 16:10 Uhr
Zitat von Micki_aus_Jerewan
Zitat von Silverstar

Zitat von Micki_aus_Jerewan

Zitat von Silverstar

Zitat von Micki_aus_Jerewan

Ein Vertragsauflösung mit Schulz könnte sich für den BVB durchaus lohnen.

Vorausgesetzt man zahlt ihm das Gehalt nicht als Arbeitsentgelt (mangels angebotener Arbeitsleistung für die Restlaufzeit durchaus denkbar) sondern als Schadensersatz im Rahmen einer Vergleichsverhandlung. Und zwar dabei auch nur das Nettogehalt.

Macht also:

5,00 Mio brutto (sollten es mehr sein, noch besser)
= 2,75 Mio netto (beachte 45% Spitzensteuersatz incl. Reichensteuer)

= 2,25 Mio für den AN - Anteil gespart
+ 2,25 Mio zusätzlich für den AG - Anteil gespart

macht zusammen 4,5 Mio insgesamt für ein ganzes Jahr gespart
Kleinere Steuerabzüge für Soli und Sozialabgaben lasse ich hier mal aussen vor.


Wenn man Schulz Vertrag auflöst wäre das aber eher eine Abfindung, welche man ihm zahlt. Und Abfindungen sind voll zu versteuern. Wieso sollte Schulz also seinen Netto-Verdienst als Abfindung akzeptieren und versteuern, wenn er auch sein Brutto-Gehalt weiter beziehen kann?

Das Konstrukt Schadenersatz und Vergleichsverhandlung auf Basis nicht angebotener Arbeitsleistung ist da doch recht erdacht. Schulz leistet ja weiterhin seine Arbeit. Ob der Verein dann auf seine Dienste zurückgreift oder nicht, bleibt ja diesem überlassen.


Nach einer Vertragsauflösung bietet er seine Dienste nicht mehr an.

Der Rest ist eine Frage der Gestaltung des Aufhebungsvertrages. Da greift dann Deine Vermutung dass er diese Zahlung voll versteuern muss, eher nicht.

Aber Du hast natürlich insoweit recht, dass eine Abfindung voll versteuert werden müsste.


Gab es denn dieses Konstrukt so schon einmal im Profifussball? Also Vertragsauflösung zum Nulltarif und dann Schadenersatz anstatt Abfindung? Mir ist da ehrlich gesagt nichts bekannt und Vergleichsverhandlungen plus Schadenersatz hört sich für mich nach gerichtlichen Verhandlungen an. Das kann ja weder in Schulz noch in Vereinsinteresse sein.


Ich habe tatsächlich keine Ahnung, ob es dieses Konstrukt bisher gab. Allerdings würde ich stark vermuten, dass die Medien bei einer Vertragsauflösung nicht zwischen einer Abfindung im arbeitrechtlichen Sinne und einer (aussergerichtlichen) Vergleichslösung unterscheiden.

Da steht im Zweifel einmal ganz groß Vertragsauflösung und dann wird da oft von Auszahlung der ausstehenden Gehälter oder Abfindung gesprochen, ohne dass die (Sport-)Reporter auch nur im geringsten die feinen juristischen Unterschiede kennen (und natürlich auch recherchieren). Da wird häufig geraten und erfunden, um die Zeilen zu füllen.

Hänge Dich auch nicht an dem Begriff Schadensersatz auf! Es war eine Lösungsmöglichkeit, eine rechtlich sichere Zahlung zu leisten, die nicht versteuert werden muss.

Auch mit einem Schürrle wurde der Vertrag aufgelöst. Bist Dir sicher, dass eine (arbeitsrechtliche) Abfindung gezahlt wurde? Vor allem in höhe der noch ausstehenden Gehälter? Ich nicht. Denn ich kenne den Aufhebungsvertrag nicht. Daher würde ich mir auch in diesem Fall keine Meinung erlauben.


Alles gut. Natürlich kenne ich die Hintergründe und Zahlungsmodalitäten bei bisherigen Vertragsauflösungen nicht. Ich bin da aber immer von normalen Abfindungen ausgegangen, wie man sie sonst auch aus der Arbeitswelt kennt. Die sind dann eben ja normal zu versteuern. Rein logisch für mich auch ein Grund, warum Spieler dann entweder ihren gut dotierten Vertrag absitzen oder eben horrend hohe Abfindungen Richtung Vertragsende verlangen. Aber genaue Details der Aufhebungsverträge kennt man natürlich nicht.

Unterm Strich gehe ich bei Schulz von einem Abgang im Sommer aus. Je nachdem auch ablösefrei oder eben tatsächlich nach Auflösung des Vertrages. Immerhin hätte die Auflösung des Vertrages ja für Schulz den Vorteil, dass der neue Arbeitgeber keine Ablöse zahlen muss und er für sich noch Handgeld rausschlagen kann. Je nachdem kann das auch höher ausfallen als das entgangene Gehalt (auch wenn ich es in seinem Fall bezweifel). Warten wir es ab.
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