Trainerkarussell 3.0
27.04.2016 - 14:41 Uhr
03.05.2016 - 10:46 Uhr
Zitat von Saturas
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Zitat von Unadept
Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Zitat von FuNKy88
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller

Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Stärken auf Schalke bündeln ist ein wahres Wort. Das wiederum kann kein Fan, kann keine Bildzeitung oder ein netter Sky-Reporter beeinflussen.
Das ist die Aufgabe der Führung des Bereiches Sport und Kommunikation. Hier vermisse ich seit Jahren eine klare Linie, wofür unser Verein steht. Bis auf die extrem tolle Jugendarbeit und Einbindung, fehlt mir eine klare Ausrichtung wofür unser Fußball überhaupt stehen soll.
Ich glaube den meisten Fans fehlen nicht unbedingt die Titel, wir sind ja ohnehin schon der geilste Club der Welt. Den meisten fehlt doch wirklich eine klare Idendität des Fußballs auf Schalke und damit einher eine nicht stattfindende Entwicklung. Das belegt ja auch die Trainerauswahl, die nicht für eine klare Ausrichtung spricht. Damit hat man viel Zeit für eine Entwicklung verplempert.
Und da habe ich nun die Hoffnung, das Heidel hier das fehlende Rädchen war und seine Trainer auf Schalke für eine (sehr ähnliche) Philosophie stehen. Habe persönlich wenig Lust, jedes Jahr einen Umbruch und Neustart zu feiern.
03.05.2016 - 11:02 Uhr
Zitat von Holzkiste
Stärken auf Schalke bündeln ist ein wahres Wort. Das wiederum kann kein Fan, kann keine Bildzeitung oder ein netter Sky-Reporter beeinflussen.
Das ist die Aufgabe der Führung des Bereiches Sport und Kommunikation. Hier vermisse ich seit Jahren eine klare Linie, wofür unser Verein steht. Bis auf die extrem tolle Jugendarbeit und Einbindung, fehlt mir eine klare Ausrichtung wofür unser Fußball überhaupt stehen soll.
Ich glaube den meisten Fans fehlen nicht unbedingt die Titel, wir sind ja ohnehin schon der geilste Club der Welt. Den meisten fehlt doch wirklich eine klare Idendität des Fußballs auf Schalke und damit einher eine nicht stattfindende Entwicklung. Das belegt ja auch die Trainerauswahl, die nicht für eine klare Ausrichtung spricht. Damit hat man viel Zeit für eine Entwicklung verplempert.
Und da habe ich nun die Hoffnung, das Heidel hier das fehlende Rädchen war und seine Trainer auf Schalke für eine (sehr ähnliche) Philosophie stehen. Habe persönlich wenig Lust, jedes Jahr einen Umbruch und Neustart zu feiern.
Zitat von Saturas
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Zitat von Unadept
Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Zitat von FuNKy88
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller

Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Stärken auf Schalke bündeln ist ein wahres Wort. Das wiederum kann kein Fan, kann keine Bildzeitung oder ein netter Sky-Reporter beeinflussen.
Das ist die Aufgabe der Führung des Bereiches Sport und Kommunikation. Hier vermisse ich seit Jahren eine klare Linie, wofür unser Verein steht. Bis auf die extrem tolle Jugendarbeit und Einbindung, fehlt mir eine klare Ausrichtung wofür unser Fußball überhaupt stehen soll.
Ich glaube den meisten Fans fehlen nicht unbedingt die Titel, wir sind ja ohnehin schon der geilste Club der Welt. Den meisten fehlt doch wirklich eine klare Idendität des Fußballs auf Schalke und damit einher eine nicht stattfindende Entwicklung. Das belegt ja auch die Trainerauswahl, die nicht für eine klare Ausrichtung spricht. Damit hat man viel Zeit für eine Entwicklung verplempert.
Und da habe ich nun die Hoffnung, das Heidel hier das fehlende Rädchen war und seine Trainer auf Schalke für eine (sehr ähnliche) Philosophie stehen. Habe persönlich wenig Lust, jedes Jahr einen Umbruch und Neustart zu feiern.
Wenn überhaupt, dann ist Heidel ein Teil des ganzen, aber da fehlen auch ander Rädchen.
Und natürlich können die Fans das beeinflussen. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ist eine Sache, aber dieses eklatante schießen auf jeden Verantwortlichen und die Spieler... Sowas fängt bei einem Neustädter an, der im Trainingslager vor der Saison quasi angezählt wird. Und auch das Trainer usw. Angezählt werden, dass machten meistens die Fans. Ich bin da auch oftmals Sauer wenn ich aus dem Stadion komme, aber sollten wir nicht diese Geduld und Ruhe Vorleben, die wir Fordern?
03.05.2016 - 11:33 Uhr
Zitat von Saturas
Wenn überhaupt, dann ist Heidel ein Teil des ganzen, aber da fehlen auch ander Rädchen.
Und natürlich können die Fans das beeinflussen. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ist eine Sache, aber dieses eklatante schießen auf jeden Verantwortlichen und die Spieler... Sowas fängt bei einem Neustädter an, der im Trainingslager vor der Saison quasi angezählt wird. Und auch das Trainer usw. Angezählt werden, dass machten meistens die Fans. Ich bin da auch oftmals Sauer wenn ich aus dem Stadion komme, aber sollten wir nicht diese Geduld und Ruhe Vorleben, die wir Fordern?
Zitat von Holzkiste
Stärken auf Schalke bündeln ist ein wahres Wort. Das wiederum kann kein Fan, kann keine Bildzeitung oder ein netter Sky-Reporter beeinflussen.
Das ist die Aufgabe der Führung des Bereiches Sport und Kommunikation. Hier vermisse ich seit Jahren eine klare Linie, wofür unser Verein steht. Bis auf die extrem tolle Jugendarbeit und Einbindung, fehlt mir eine klare Ausrichtung wofür unser Fußball überhaupt stehen soll.
Ich glaube den meisten Fans fehlen nicht unbedingt die Titel, wir sind ja ohnehin schon der geilste Club der Welt. Den meisten fehlt doch wirklich eine klare Idendität des Fußballs auf Schalke und damit einher eine nicht stattfindende Entwicklung. Das belegt ja auch die Trainerauswahl, die nicht für eine klare Ausrichtung spricht. Damit hat man viel Zeit für eine Entwicklung verplempert.
Und da habe ich nun die Hoffnung, das Heidel hier das fehlende Rädchen war und seine Trainer auf Schalke für eine (sehr ähnliche) Philosophie stehen. Habe persönlich wenig Lust, jedes Jahr einen Umbruch und Neustart zu feiern.
Zitat von Saturas
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Zitat von Unadept
Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Zitat von FuNKy88
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller
Zunächst danke ich dir für deinen umfangreichen Beitrag. Man kann erkennen, dass du dir genau überlegt hast was du schreibst und das du dir damit Mühe gemacht hast. Ich hoffe ich kann einigermaßen gleichwertig darauf antworten.
Du hast Recht, dass das Jahr 2001 eine Zäsur darstellt. Nicht nur, dass es eine unvergleichliche Meisterschaftsentscheidung in der Bundesligageschichte darstellte über die man vermutlich auch in 50 Jahren noch reden wird, sondern vor allem was die Erwartungshaltung der Schalker Fans aber auch das Ansehen der Schalker innerhalb der Bundesliga verändert hat.
Ich, der ich im Jahr 1988 in Schalkestrampler geboren wurde, habe die Zweitligazeiten der 80er Jahre nicht bewusst miterlebt. In den 90er Jahren konnte man sich durch vergleichsweise Personalentscheidungen ( Assauer zurückgeholt, Berger und Stevens als Trainer) und auch diverser Transfervolltreffer (Thon zurückgeholt, Büskens, Latal, Nemec und wie sie alle hießen) im Mittelfeld der Bundesliga etablieren.
Im Gegensatz zu Fans der älteren Generation konnte ich in meiner dritten Schalkesaison die ich verfolgte bereits den sensationellen UEFA-Cup Sieg 1997 bestaunen. Von der Tragik des Bundesligaskandals, der mehrfachen Abstiege ( Anfang der 80er beinahe in die Drittklassigkeit !) und den Jahren in der zweiten Liga habe ich nur vom Hörensagen erfahren.
Ich hielt Schalke also zunächst für einen potentiell erfolgreichen Verein, was im Jahr nach dem UEFA-Cup Sieg auch zum Teil bestätigt wurde (5. Platz, erneutes Viertelfinale gegen Inter). Das meine Schalker jedoch ernsthaft einmal um den Titel mitspielen sollten und vor den großen Bayern/Dortmundern landen können war auch nach diesen Teilerfolgen pure Utopie.
Dann kam das Jahr 2001. Mit einer tollen Offensivabteilung um Möller, Böhne, Mpenza und Sand spielte man vom Start Weg einen tollen Fußball und schoss -vor allem Auswärts- jede Menge Hütten. Das Spiel meiner Schalker, von denen Ich bisher pro Saison cs. 35-40 Tore gewohnt war, schlugen Bayern 3-2, gewannen das Revierderby in Dortmund 4-0 und mit gleichem Ergebnis beim damaligen Tabellenführer Hertha BSC.
Die Tolle Hinrunde gipfelte in der Herbstmeisterschaft, an die Meisterschaft selbst, dachten zu diesem Zeitpunkt wohl aber nur die optimistischsten Blauen ( vergleichbar mit Leicester ).
Trotz kurzzeitigem Einbruch in der Rückrunde, fand man sich nach dem 32. Spieltag auf Platz 1 wieder. Man konnte tatsächlich Deutscher Meister werden!! Durch 2 unglaubliche Nachspielzeiten an den letzten beiden Spieltagen, jeweils zu Gunsten der Bayern wurden unsere Träume auf die bestialischste Weise zerstört die man sich vorstellen kann. Ich für meinen Teil bin in der Tat noch heute traumatisiert von diesem Erlebnis, dass ich als 13-jähriger Bub zusammen mit meinem Vater in der Nordkurve verfolgen durfte/musste?
Wie du bereits beschrieben hast, war es spätestens ab diesem Zeitpunkt vorbei mit der Beschaulichkeit und Bescheidenheit auf Schalke. Die Gier nach Genugtuung für dieses Trauma konnte von diesem Zeitpunkt an nur durch die Meisterschaft gestillt werden. Wäre man zuvor mit einem 5. Platz mehr als glücklich gewesen, war von diesem Zeitpunkt für den durchschnittlichen Schalker nur der Titel von Bedeutung. Die Pokalsiege 01/02 waren zwar etwas Balsam für die Seele, konnten aber an dem Stigma vom 19.05.01 nichts ändern.
Ganz Schalke war plötzlich geil auf diese Meisterschaft, koste es was es wolle. In Verbindung mit dem neuen Stadion musste dieses Ziel erreicht werden, um jeden Preis. Um dies zu erreichen wurde nun nicht mehr in Holland/Tschechien/Belgien geshoppt, sondern hat man sich massiv verschuldet um Spieler wie Ailton/Krstajic/Kuranyi/Bordon etc. nach Gelsenkirchen zu holen um Deutscher Meister zu werden.
2005 hatte man im März den Bayern mit einem 1:0 Sieg die Tabellenführung gemaust. Die Meisterschalen wurden wieder aus dem Schrank geholt. Ende vom Lied: Bayern gewinnt die letzten 10 Spiele, wir können froh sein, Vize zu werden.
Wie du bereits sagtest wurden auch danach allerlei Ablösen gezahlt und Personal verschlissen, den großen Traum Meister zu werden konnte man sich allerdings nicht erfüllen. Im Jahr 2007 erreichte man dabei den Tiefpunkt. Auch hier war man im Hinterkopf eigentlich schon Meister, verspielte aber wieder in einem Auswärtsspiel mit Köttel in der Buchse am 33. Spieltag den grossen Traum. Leider musste das ausgerechnet in Dortmund sein.
Nimmt man 2010 raus ( Tabellenführung 27. Spieltag, bisher die letzte), war es das vorerst mit dem realistischen Kampf um die Meisterschaft. Mit Sicherheit ist dieser Hunger noch in den Köpfen der Fans und des Umfelds vorhanden, die letzten 6 Jahre haben die Leistungen von Bayern/Dortmund aber auch wohl den optimistischsten Fans den Meisterschaftstraum ausradiert.
Klopp hatte 2 Jahre zuvor die Dortmunder übernommen und Schwarz-Gelb machte uns 2011 vor, wie man die Meisterschaft holt. Allerdings hinkt der von dir angesprochene Vergleich. Dortmund hatte das selbe Spielchen durch wie wir und stand 2005? kurz vor dem Bankrott. Obwohl man froh sein konnte, am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu dürfen, hatte man selbstverständlich auch in Dortmund die Gier wieder ganz nach oben zu kommen. Und ganz so geduldig wie du es darstellst, war man auch hier nicht. Vor der Ära Klopp, hat man im "Schalke-Style" Trainer wie Röber und Doll verschlissen, weil es nicht funktionierte. Weil man nicht schnell genug wieder nach oben kam.
Klopp jedoch hat den Dortmundern gar nicht groß die Chance gegeben ungeduldig zu sein! Nach dem Klassenerhalt 07 wäre man vermutlich schon mit dem 10. Platz zufrieden gewesen, von der Meisterschaft, geschweige denn von Europa sprach bei unserem Nachbarn wohl kaum jemand. Es ging aber 2 Jahre steil bergauf, anschließend wurden zwei Meisterschaften geholt. Da konnten Sie ihn dann auch nicht mehr rauswerfen.
Ähnlich verhält es sich bei deinem Gladbacher Beispiel:
Favre hatte die undankbare Aufgabe, Gladbach im Winter als Tabellen 18 zu übernehmen und irgendwie die Hoffnung auf den Klassenerhalt so lang wie möglich am leben zu erhalten. Er konnte im Prinzip gar nicht verlieren. Favre schaffte das Unmögliche, übertraf alle Erwartungen, wurde 16. gewann die Relegationsspiele gegen Bochum und wurde bereits im Jahr darauf 4. in der Bundesliga. Wie könnte man diesem Trainer , der in 1.5 Jahren die Mannschaft um 180° dreht kein Vertrauen entgegenbringen? Betrachtet man die Jahre zuvor, wurden auch in Gladbach die Trainer häufiger gewechselt als einem lieb ist.
Ich gebe dir Recht, dass die Ansprüche auf Schalke nach wie vor gigantisch sind und glaube auch, dass hier evtl. eher mal gemeckert wird als bei manch anderem Klub. Wir befinden uns in etwa in einer Riege mit Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg.
Auch Wolfsburg und Leverkusen beanspruchen seit Jahren das Recht zu den großen drei in Deutschland gehören zu wollen. Übrigens durften sich auch an diesen Plätzen schon der ein oder andere Trainer versuchen (bevor Leverkusen seine glorreiche Serie startete war RS auch stark in der Kritik als man drohte die Ziele zu verpassen).
Im Großen und Ganzen sind wir einer der größten 20 Vereine Europas, nicht zwangsläufig was die sportliche Klasse, wohl aber was das Umfeld, das mediale Interesse und die Marke betrifft. Entsprechende Erwartungshaltungen sind deswegen angemessen. Nur, wie sehen die aus?
Ich denke wie gesagt, dass die "Jagd auf die Schale" schon seit ein paar Jahren vorbei ist. Man hat erkannt, welche Fehler gemacht wurden und hat die aus der Gier resultierenden Schulden schon um einen Großteil gesenkt. Mit Sicherheit geistert die Meisterschaft noch in irgendwo ganz hinten in den Köpfen der Leute, aber Ziel vor der Saison war: "attraktiven und begeisternden Fußball spielen, der die vergangene Saison vergessen lässt". Deutlich bescheidener als noch 10 Jahre zuvor !
Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen daran messen lassen und werden zu Recht kritisiert wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es mag jetzt wie ein Witz klingen, aber für Schalker Verhältnisse war das schon nahezu eine ruhige Saison!
Dennoch wird Heldt nach der Saison abgelöst, Heidel übernimmt. Ihm traue ich es wirklich zu ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Zu diesem Zwecke gehe ich davon aus, dass er seinen eigenen Trainer mitbringt. Ob das nun MW/LF oder Don Quichotte ist, ist zunächst egal.
Es ist, wie du sagst, der gefühlte 100. Umbruch der uns bevor steht. Ob wir in der EL, oder sogar in der Championsleague starten - wir wissen es nicht. Nein, wir wissen ja nicht mal wer am 01.07. unser Trainer ist. Oder unser Mittelstürmer, oder unser Zeugwart. Wir werden schon irgendeinen finden der's macht.
Erstmal die Saison am besten mit 6 Punkten beenden und uns in Schalker Manier einfach überraschen lassen was danach passiert.
Ich für meinen Teil hole schonmal die Papp-Meisterschale aus dem Keller

Ein wahnsinnig guter Kommentar... Die "Wir-sind-jetzt-auch-mal-dran"-Einstellung nach 2001 wirkt auch 15 Jahre später nach. Man kann sagen was man will, dieses Saisonfinale damals war das bitterste was jemals in der Bundesliga passiert ist.
Beim Sieg über Bayern 2005 (Lincoln per Freistoß) war ich live im Stadion und habe die Tabellenführung gefeiert, die eine Woche später nach einer Niederlage in Mainz schon wieder futsch war.
2007 war die Meisterschaft eigentlich schon durch. Zeitweise 6 Punkte Vorsprung und Bremen die ganze Saison im Nacken. Am 26. Spieltag der Sieg gegen Stuttgart die danach grandios 8 Spiele in Folge und letztlich die Meisterschaft gewinnen, unter anderem das Spiel gegen Bochum nach zwei Rückständen in Folge gegen die Mannschaft die zwei Wochen zuvor Schalke schlagen konnte. Über das Spiel in Dortmund will ich garnicht reden...
Hinzu kommt natürlich noch die Saison 2010, in dem man zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit Bayern auf Platz zwei steht, am 28. Spieltag sogar mit zwei Punkte Vorsprung auf Bayern erster ist.
Seit 2011 ist nichts mehr wie es war. Die Meisterschaften vom Nachbarn mit denen keiner gerechnet hat, danach das Bayern Triple und jetzt die Ära Guardiola mit dem gleichbedeutenden Aufstieg Münchens in neue Sphären.
Eine Zufalls-Meisterschaft wie in England diese Saison? Unwahrscheinlich. Ein plötzliches Ende der Dominanz von München und Dortmund in Sicht? Nein. Natürlich kann das alles in 10 Jahren ganz anders aussehen, aber auch das ist mehr Wunschdenken als alles andere. Das einzige was helfen kann ist konstante Arbeit im Bereich Finanzen die vielleicht eines Tages zur Schuldenfreiheit für Schalke führt. Die infrastrukturellen und anhängertechnischen Gegebenheiten sind auf Schalke vorhanden um eine größere Rolle zu Spielen. Allerdings im Moment und leider auch mittelfristig nur theoretisch. Ein Trainerwechsel allein führt auf keinen Fall zu neuen Machtverhältnissen...
Ein Trainerwechsel wird sowas wie die Meisterschaft nicht bringen. Da spielen unendlich viele Faktoren zusammen. Dafür muss auch die Konkurrenz schwächer sein. Siehe Leicester, die auch unheimlich davon profitieren, dass Chelsea und City diese Saison sehr schlecht performen.
Wichtig ist, dass wir auch wieder gut Arbeiten und unseren Weg wiederfinden.
Wir haben so viele Stärken, wie unsere tolle Jugendarbeit, ein modernes Stadion, bald ein ganz neues Trainingsgelände und diesen GEilen Support unserer Fans. Es wird Zeit, dass wir wirklich mal Zusammenhalten und nicht untereinander irgendwelche Grabenkämpfe um Einfluss im Verein ausfechten und dann die anderen Stärken nutzen um wieder CL Spielen und dann in einigen Jahren vielleicht da zu seien, wenn Doofmund oder auch die Bayern mal ein schlechtes Jahr haben.
Stärken auf Schalke bündeln ist ein wahres Wort. Das wiederum kann kein Fan, kann keine Bildzeitung oder ein netter Sky-Reporter beeinflussen.
Das ist die Aufgabe der Führung des Bereiches Sport und Kommunikation. Hier vermisse ich seit Jahren eine klare Linie, wofür unser Verein steht. Bis auf die extrem tolle Jugendarbeit und Einbindung, fehlt mir eine klare Ausrichtung wofür unser Fußball überhaupt stehen soll.
Ich glaube den meisten Fans fehlen nicht unbedingt die Titel, wir sind ja ohnehin schon der geilste Club der Welt. Den meisten fehlt doch wirklich eine klare Idendität des Fußballs auf Schalke und damit einher eine nicht stattfindende Entwicklung. Das belegt ja auch die Trainerauswahl, die nicht für eine klare Ausrichtung spricht. Damit hat man viel Zeit für eine Entwicklung verplempert.
Und da habe ich nun die Hoffnung, das Heidel hier das fehlende Rädchen war und seine Trainer auf Schalke für eine (sehr ähnliche) Philosophie stehen. Habe persönlich wenig Lust, jedes Jahr einen Umbruch und Neustart zu feiern.
Wenn überhaupt, dann ist Heidel ein Teil des ganzen, aber da fehlen auch ander Rädchen.
Und natürlich können die Fans das beeinflussen. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ist eine Sache, aber dieses eklatante schießen auf jeden Verantwortlichen und die Spieler... Sowas fängt bei einem Neustädter an, der im Trainingslager vor der Saison quasi angezählt wird. Und auch das Trainer usw. Angezählt werden, dass machten meistens die Fans. Ich bin da auch oftmals Sauer wenn ich aus dem Stadion komme, aber sollten wir nicht diese Geduld und Ruhe Vorleben, die wir Fordern?
Das ist die Sehnsucht nach einfachen Lösungen. Man wirft Person X raus und schon wird alles gut und der Erfolg stellt sich ein. Dass das nicht funktioniert sieht man jedes Jahr bei diversen Mannschaften.
03.05.2016 - 11:39 Uhr
Zitat von Saturas
Wenn überhaupt, dann ist Heidel ein Teil des ganzen, aber da fehlen auch ander Rädchen.
Und natürlich können die Fans das beeinflussen. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ist eine Sache, aber dieses eklatante schießen auf jeden Verantwortlichen und die Spieler... Sowas fängt bei einem Neustädter an, der im Trainingslager vor der Saison quasi angezählt wird. Und auch das Trainer usw. Angezählt werden, dass machten meistens die Fans. Ich bin da auch oftmals Sauer wenn ich aus dem Stadion komme, aber sollten wir nicht diese Geduld und Ruhe Vorleben, die wir Fordern?
Wenn überhaupt, dann ist Heidel ein Teil des ganzen, aber da fehlen auch ander Rädchen.
Und natürlich können die Fans das beeinflussen. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ist eine Sache, aber dieses eklatante schießen auf jeden Verantwortlichen und die Spieler... Sowas fängt bei einem Neustädter an, der im Trainingslager vor der Saison quasi angezählt wird. Und auch das Trainer usw. Angezählt werden, dass machten meistens die Fans. Ich bin da auch oftmals Sauer wenn ich aus dem Stadion komme, aber sollten wir nicht diese Geduld und Ruhe Vorleben, die wir Fordern?
Das ständige schießen auf Verantwortliche und Spieler ist doch en vogue heutzutage. Das ist doch alles Teil dieser anonymen Internetgesellschaft und nicht nur Teil des Sports geschweigedenn nur von Schalke.
Letztlich ist meiner Meinung nach auch das Trainerteam dafür verantwortlich, einen durch die eigenen Fans angefeindeten Spieler aus der Schussbahn zu nehmen. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum man nicht einfach Neustädter rausgenommen hat und einen jungen Spieler rein. Spielt dieser dann besser: Super Sache. Spielt er schlechter: Argument gegen die Fans welches vielleicht dazu führt, dass man einen Spieler weniger anfeindet.
Es ist doch logisch, dass man in Leverkusen und Wolgsburg ruhiger arbeiten kann. Da juckt es ja auch niemanden wenn mal eine Durststrecke kommt (siehe Wolfsburg die in der Rückrundentabelle auf Platz 17 stehen). Aber an der Hinrunde unseres Reviernachbarns letzte Saison kann man sehen wie schnell alles gehen kann. Klopp und diverse Spieler waren doch alle angezählt. Eine Niederlage mehr am Anfang der Rückrunde und es wäre ziemlich sicher explodiert.
In der aktuellen Situation sehe ich im Moment keinen Fortschritt der Mannschaft. Man weiß was man kann, ist aber nicht in der Lage das zu konservieren. Eine so gute Halbzeit wie die erste gegen Leverkusen habe ich lange nicht mehr gesehen, gleichzeitig ist der Einbruch in der zweiten dann beispiellos. Ich mag Breitenreiter, allerdings gibt es da einige Unstimmigkeiten die mich stutzig machen (Stichwort Ingame Coaching, Wunschtransfers, immergleiche Phrasen). Das öffentliche Anprangern oder Witze auf Kosten von Spielern, sowas kann man machen wenn es gut läuft, wirkt aber fast schon mitleidig in einer Situation in der wir sind. Gleichzeitg muss man sagen, dass hier auf hohem Niveau gemeckert wird. Sogar Platz 4 ist ja noch in Sicht...
Mit Heidel kommt jetzt ein Manager dem ich voll und ganz vertraue. Wenn er der Meinung ist, dass Breite der richtige Mann ist dann sehe ich das auch so. Wenn ein neuer Trainer kommt dann sei es so. Ab nächster Saison sollten wirklich alle versuchen an einem Strang zu ziehen wie schon lange nicht mehr....
06.05.2016 - 01:12 Uhr
Quelle: www.bild.de
Nach BILD-Informationen baggert Gladbach im Schatten des Schalke-Interesses heimlich an Weinzierl. Manager Max Eberl (42) will seinen alten Kumpel als Nachfolger für André Schubert (44) holen!
Der Gladbach-Trainer ist intern umstritten – selbst wenn er Platz vier (Champions-League-Quali) erreicht.
Weinzierl zu Gladbach statt nach Schalke? Dazu passt, was inzwischen aus der Chef-Etage von Königsblau zu hören ist. Bald-Manager Christian Heidel (52) soll mit drei Trainer-Kandidaten verhandeln. Ein Schalke-Insider: „Wir haben nicht nur ein Eisen im Feuer.“
Weinzierl entscheidet sich erst, wenn Augsburg gerettet ist. Vergangenen Sommer sagte er Schalke ab. Jetzt zum zweiten Mal?
Fakt ist: Als Ex-Trainer Lucien Favre am Saisonanfang hingeschmissen hatte, war Weinzierl schon einmal Top-Favorit bei Borussia.
Laut Bild ist Weinzierl nun auch bei Gladbach heiß im Rennen. Wir wiederum sollen mit 3 Trainer auf einmal verhandeln, und nicht (nur?) mit Weinzierl. Der Gladbach-Trainer ist intern umstritten – selbst wenn er Platz vier (Champions-League-Quali) erreicht.
Weinzierl zu Gladbach statt nach Schalke? Dazu passt, was inzwischen aus der Chef-Etage von Königsblau zu hören ist. Bald-Manager Christian Heidel (52) soll mit drei Trainer-Kandidaten verhandeln. Ein Schalke-Insider: „Wir haben nicht nur ein Eisen im Feuer.“
Weinzierl entscheidet sich erst, wenn Augsburg gerettet ist. Vergangenen Sommer sagte er Schalke ab. Jetzt zum zweiten Mal?
Fakt ist: Als Ex-Trainer Lucien Favre am Saisonanfang hingeschmissen hatte, war Weinzierl schon einmal Top-Favorit bei Borussia.
Wenn es nicht Weinzierl wird, erhöht das m.E. dramatisch die Wahrscheinlichkeit, dass Breite bleibt. Mir fallen echt quasi keine Trainer ein, die hier insgesamt besser hinpassen als der Augsburger. Wird also spannend. Vielleicht erfahren wir ja am Samstag mehr, wenn das "große Ding" (laut Hassan) durch den AR ist.
06.05.2016 - 01:24 Uhr
Zitat von S04addict
Wenn es nicht Weinzierl wird, erhöht das m.E. dramatisch die Wahrscheinlichkeit, dass Breite bleibt. Mir fallen echt quasi keine Trainer ein, die hier insgesamt besser hinpassen als der Augsburger. Wird also spannend. Vielleicht erfahren wir ja am Samstag mehr, wenn das "große Ding" (laut Hassan) durch den AR ist.
Quelle: www.bild.de
Nach BILD-Informationen baggert Gladbach im Schatten des Schalke-Interesses heimlich an Weinzierl. Manager Max Eberl (42) will seinen alten Kumpel als Nachfolger für André Schubert (44) holen!
Der Gladbach-Trainer ist intern umstritten – selbst wenn er Platz vier (Champions-League-Quali) erreicht.
Weinzierl zu Gladbach statt nach Schalke? Dazu passt, was inzwischen aus der Chef-Etage von Königsblau zu hören ist. Bald-Manager Christian Heidel (52) soll mit drei Trainer-Kandidaten verhandeln. Ein Schalke-Insider: „Wir haben nicht nur ein Eisen im Feuer.“
Weinzierl entscheidet sich erst, wenn Augsburg gerettet ist. Vergangenen Sommer sagte er Schalke ab. Jetzt zum zweiten Mal?
Fakt ist: Als Ex-Trainer Lucien Favre am Saisonanfang hingeschmissen hatte, war Weinzierl schon einmal Top-Favorit bei Borussia.
Laut Bild ist Weinzierl nun auch bei Gladbach heiß im Rennen. Wir wiederum sollen mit 3 Trainer auf einmal verhandeln, und nicht (nur?) mit Weinzierl. Der Gladbach-Trainer ist intern umstritten – selbst wenn er Platz vier (Champions-League-Quali) erreicht.
Weinzierl zu Gladbach statt nach Schalke? Dazu passt, was inzwischen aus der Chef-Etage von Königsblau zu hören ist. Bald-Manager Christian Heidel (52) soll mit drei Trainer-Kandidaten verhandeln. Ein Schalke-Insider: „Wir haben nicht nur ein Eisen im Feuer.“
Weinzierl entscheidet sich erst, wenn Augsburg gerettet ist. Vergangenen Sommer sagte er Schalke ab. Jetzt zum zweiten Mal?
Fakt ist: Als Ex-Trainer Lucien Favre am Saisonanfang hingeschmissen hatte, war Weinzierl schon einmal Top-Favorit bei Borussia.
Wenn es nicht Weinzierl wird, erhöht das m.E. dramatisch die Wahrscheinlichkeit, dass Breite bleibt. Mir fallen echt quasi keine Trainer ein, die hier insgesamt besser hinpassen als der Augsburger. Wird also spannend. Vielleicht erfahren wir ja am Samstag mehr, wenn das "große Ding" (laut Hassan) durch den AR ist.
Gute Frage, wer bleibt über? Favre? Jemand aus dem Ausland? Das kann ja was geben in den nächsten Wochen
Von welchem grossen Ding sprichst du? Erwartet uns etwas? Fragen über Fragen...
06.05.2016 - 01:37 Uhr
https://mobile.twitter.com/hassanscorner/status/725750243925565441
Davon. Soll am Samstag vor dem Spiel verkündet werden, wenn es durch den AR ist. Der Hashtag "Moneymaker" deutet allerdings nicht auf einen Trainer hin.
06.05.2016 - 01:51 Uhr
Der Artikel zeigt doch, dass die Presse seit Wochen (wieder) nur im Nebel stochert. Erst ist Weinzierl ganz sicher auf Schalke, dann der Top Favorit und jetzt mit einem Fuß bei Gladbach. Die wissen wieder gar nichts und hauen nur Spekulationen raus, damit sie ihr wöchentliches Pensum an Artikeln voll bekommen. Der obligatorische Insider-mit-Standard-Phrase darf auch nicht fehlen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Videobeweis am 06.05.2016 um 01:52 Uhr bearbeitet
06.05.2016 - 01:53 Uhr
Zitat von S04addict
https://mobile.twitter.com/hassanscorner/status/725750243925565441
Davon. Soll am Samstag vor dem Spiel verkündet werden, wenn es durch den AR ist. Der Hashtag "Moneymaker" deutet allerdings nicht auf einen Trainer hin.
https://mobile.twitter.com/hassanscorner/status/725750243925565441
Davon. Soll am Samstag vor dem Spiel verkündet werden, wenn es durch den AR ist. Der Hashtag "Moneymaker" deutet allerdings nicht auf einen Trainer hin.
Danke! Klingt nach nem neuen Sponsor/Ausrüster. Vielleicht zahlt China aber auch 50 Mio. für Klaas
06.05.2016 - 02:39 Uhr
Neuste Info von meiner Quelle: Favre wird in der Woche nach dem letzten Buli-Spiel präsentiert. Es wird eine PK mit Tönnies, Heidel und Favre geben, also zwischen 16.05 und 20.05. :schal:
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