Pressethread (Hinrunde 07/08)
19.06.2007 - 15:22 Uhr
14.09.2007 - 08:15 Uhr
Spielerische Organisation der Hierarchie
Im Trainingslager impft Trainer Middendorp seinem Team Respekt vor Hansa Rostock ein
VON RAINER KLUSMEYER
Herzlake. "Kindheitserinnerungen" heißt das Bild, auf das jeder guckt, der sich im Kaminzimmer des Hotels Aselager Mühle an kühlen Abenden von lodernden Holzscheiten wärmen lässt. Treffender als auf dem Werk von Darek Woicik lässt sich die niedersächsische Einsamkeit kaum beschreiben: Neun Kilometer sind es laut Woicik bis zum Kino, 16 Kilometer gar bis zur nächsten Bar – fast so wie in Herzlake, "völlig abgeschieden" eben, mit "der Ruhe, die ich haben will", wie Ernst Middendorp seine speziellen Wünsche für das Arminia-Trainingslager vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock (Samstag, 15.30 Uhr) formuliert.
Kindheitserinnerungen sind es auch für Middendorp. "23, 24 Kilometer" entfernt in Freren ist der DSC-Chefcoach aufgewachsen, hat die besten Zeiten des VfL Herzlake in der Oberliga mitbekommen, er kennt das Hasetal-Stadion – das übrigens nicht so heißt, weil sich hier Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern durch den Ort die Hase fließt – und er weiß aus diversen Gastspielen, dass die Aselager Mühle ihre "gute Reputation" dank des "heutzutage ganz seltenen Angebots", einen Platz direkt am Hotel anbieten zu können, verdient hat.
Also hat Middendorp, "ein bisschen auch Gewohnheitstier", seine Mannschaft mal wieder für vier Tage ins Emsland geholt. Dort, wo es ihm gelingen soll, die Spieler einzuschwören auf die "Riesenchance, die sich ihnen und damit dem ganzen Verein" bietet, sich durch einen Sieg über Rostock "für einen längeren Zeitraum in einem Tabellenbereich festzusetzen, mit dem wir uns selbst überraschen würden".
Eine Gelegenheit, mit der man "nicht rumdaddeln" dürfe, mit der man sich aber vertraut machen müsse. Und zwar gerade wegen der vielen störenden Stimmen im Umfeld, die einen Heimsieg über Hansa als erste Arminia-Pflicht bezeichnen. Die Hinweise, der Gegner habe keinen Punkt, sei Tabellenletzter, zudem gerade erst aufgestiegen und somit so etwas wie Kanonenfutter hat die Bielefelder zur Abschottung veranlasst.
Nur so, meint Middendorp, könne er mit seinem Trainerstab kompakt-konzentriert verdeutlichen, dass die Rostocker gefälligst eher an ihrer "sehr guten Mannschaftsleistung" beim 0:1 gegen Dortmund zu beurteilen seien. Durch das enge Zusammenrücken, am besten auf dem Trainingsgelände zu sehen beim von viel Gelächter begleiteten Huckepackspiel, könne intensiver an den eigenen Stärken gearbeitet werden.
Ob Ernährung, medizinische Betreuung, "hundertprozentiges Beschäftigen" mit dem Team oder, vor allem, interne, "sich selbst organisierende" Kommunikation und Hierarchie – Herzlake bietet Middendorp "sehr, sehr viele Vorteile".
Neben den Übungen auf dem Platz spielt das menschliche Miteinander die wichtigste Rolle bei der Klausurtagung. "Ein paar Dinge" haben Middendorp zuletzt nicht gefallen, beispielsweise die Körpersprache eines Führungsspielers wie Jörg Böhme gegenüber Nebenleuten wie Siyabonga Nkosi. "Ich erwarte eine positivere Stimmung", verlangt der Trainer. Eine Wiederholung des Konfliktes wird es am Samstag in der Schüco-Arena nicht geben können: Nkosi erhält wegen seiner doppelten Länderspielbelastung eine Ruhepause.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Im Trainingslager impft Trainer Middendorp seinem Team Respekt vor Hansa Rostock ein
VON RAINER KLUSMEYER
Herzlake. "Kindheitserinnerungen" heißt das Bild, auf das jeder guckt, der sich im Kaminzimmer des Hotels Aselager Mühle an kühlen Abenden von lodernden Holzscheiten wärmen lässt. Treffender als auf dem Werk von Darek Woicik lässt sich die niedersächsische Einsamkeit kaum beschreiben: Neun Kilometer sind es laut Woicik bis zum Kino, 16 Kilometer gar bis zur nächsten Bar – fast so wie in Herzlake, "völlig abgeschieden" eben, mit "der Ruhe, die ich haben will", wie Ernst Middendorp seine speziellen Wünsche für das Arminia-Trainingslager vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock (Samstag, 15.30 Uhr) formuliert.
Kindheitserinnerungen sind es auch für Middendorp. "23, 24 Kilometer" entfernt in Freren ist der DSC-Chefcoach aufgewachsen, hat die besten Zeiten des VfL Herzlake in der Oberliga mitbekommen, er kennt das Hasetal-Stadion – das übrigens nicht so heißt, weil sich hier Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern durch den Ort die Hase fließt – und er weiß aus diversen Gastspielen, dass die Aselager Mühle ihre "gute Reputation" dank des "heutzutage ganz seltenen Angebots", einen Platz direkt am Hotel anbieten zu können, verdient hat.
Also hat Middendorp, "ein bisschen auch Gewohnheitstier", seine Mannschaft mal wieder für vier Tage ins Emsland geholt. Dort, wo es ihm gelingen soll, die Spieler einzuschwören auf die "Riesenchance, die sich ihnen und damit dem ganzen Verein" bietet, sich durch einen Sieg über Rostock "für einen längeren Zeitraum in einem Tabellenbereich festzusetzen, mit dem wir uns selbst überraschen würden".
Eine Gelegenheit, mit der man "nicht rumdaddeln" dürfe, mit der man sich aber vertraut machen müsse. Und zwar gerade wegen der vielen störenden Stimmen im Umfeld, die einen Heimsieg über Hansa als erste Arminia-Pflicht bezeichnen. Die Hinweise, der Gegner habe keinen Punkt, sei Tabellenletzter, zudem gerade erst aufgestiegen und somit so etwas wie Kanonenfutter hat die Bielefelder zur Abschottung veranlasst.
Nur so, meint Middendorp, könne er mit seinem Trainerstab kompakt-konzentriert verdeutlichen, dass die Rostocker gefälligst eher an ihrer "sehr guten Mannschaftsleistung" beim 0:1 gegen Dortmund zu beurteilen seien. Durch das enge Zusammenrücken, am besten auf dem Trainingsgelände zu sehen beim von viel Gelächter begleiteten Huckepackspiel, könne intensiver an den eigenen Stärken gearbeitet werden.
Ob Ernährung, medizinische Betreuung, "hundertprozentiges Beschäftigen" mit dem Team oder, vor allem, interne, "sich selbst organisierende" Kommunikation und Hierarchie – Herzlake bietet Middendorp "sehr, sehr viele Vorteile".
Neben den Übungen auf dem Platz spielt das menschliche Miteinander die wichtigste Rolle bei der Klausurtagung. "Ein paar Dinge" haben Middendorp zuletzt nicht gefallen, beispielsweise die Körpersprache eines Führungsspielers wie Jörg Böhme gegenüber Nebenleuten wie Siyabonga Nkosi. "Ich erwarte eine positivere Stimmung", verlangt der Trainer. Eine Wiederholung des Konfliktes wird es am Samstag in der Schüco-Arena nicht geben können: Nkosi erhält wegen seiner doppelten Länderspielbelastung eine Ruhepause.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jaysus am 14.09.2007 um 08:16 Uhr bearbeitet
14.09.2007 - 08:17 Uhr
Spot an für Arminia
Gelungener Lichttest am Abend / Erste Sitzschalen auf der Osttribüne
VON STEFFEN PORALLA
Bielefeld. 300 Sitze schafft Robert Kröger während seiner Schicht, für einen benötigt er eine knappe halbe Minute. Kröger arbeitet auf der neuen Osttribüne der Schüco-Arena und montiert dort die Klappsitze auf den unteren Rängen. Auf Klappsitzen und Sitzkissen werden schon morgen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock 1.800 Zuschauer Platz finden. Auch das Flutlicht ist nach einem Test am Mittwochabend einsatzbereit, die vorgeschriebenen Luxzahlen wurden eingehalten.
Guido Möhlmann, als Arminias Baukoordinator für die Organisation der Riesenbaustelle an der Melanchthonstraße verantwortlich, ist permanent im Stress: Sein Handy meldet sich alle fünf Minuten mit einem DSC-Fanlied als Klingelton, ständig treten Mitarbeiter mit Fragen an ihn heran. "Das geht den ganzen Tag so", sagt er grinsend.
Doch der Stress auf der Baustelle scheint sich auszuzahlen. "Wir sind erfreulich weit und liegen sehr gut im Zeitplan. Bisher hat uns nichts Gravierendes zurückgeworfen", sagt er und deutet auf die Osttribüne.
Dort beginnt bereits der Ausbau des Innenraums: "Die Fundamente sind da, jetzt fängt der Rohbau für Toiletten, Gastronomie und Lagerräume an." Auch die hinteren Stützen für die oberen Ränge sind schon fertig. Auf den unteren Rängen sollen Robert Kröger und sein Kollege Mathias Stüber bis morgen Nachmittag 1.150 Klappsitze angeschraubt haben. "Ergänzt werden die dann durch 650 Kissen, sodass insgesamt 1.800 Zuschauer auf der Osttribüne sitzen können", erklärt Möhlmann. Bei Anpfiff am Samstag hat somit auch für Robert Kröger das Leiden ein Ende: "Das Schrauben geht auf den Rücken, und Blasen habe ich auch schon." Dennoch freut sich der Arminia-Fan, dass er auf der Stadionbaustelle arbeiten kann: "Ich war auch bei der Demontage der Südtribüne dabei, da ist die Arbeit heute konstruktiver."
Eine eigenwillige Konstruktion haben sich die Stadionplaner für das Flutlicht ausgedacht: Da die Masten abgebaut sind und die neue Tribüne noch kein Dach hat, steht nun ein großer mobiler Kran hinter der Osttribüne. An ihm sind die Flutlampen, Halogenleuchten für 190 Euro pro Stück, angeschlossen. Thomas Mahrt ist als Techniker für die Elektronik der Schüco-Arena verantwortlich. Er schätzt, dass etwa 95 dieser "Halogenbrenner" in der Schüco-Arena benutzt werden: " Die meisten von ihnen stehen auf dem Tribünendach in 22 Metern Höhe."
Die je 1.800 Watt starken Flutlampen sorgen für optimales und gleichmäßiges Licht auf dem Feld, wie ein Test am Mittwochabend bewiesen hat. "Mit den gemessenen Luxzahlen haben wir allen Anforderungen der Bundesliga entsprochen", sagt Guido Möhlmann. Dann klingelt sein Handy.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Gelungener Lichttest am Abend / Erste Sitzschalen auf der Osttribüne
VON STEFFEN PORALLA
Bielefeld. 300 Sitze schafft Robert Kröger während seiner Schicht, für einen benötigt er eine knappe halbe Minute. Kröger arbeitet auf der neuen Osttribüne der Schüco-Arena und montiert dort die Klappsitze auf den unteren Rängen. Auf Klappsitzen und Sitzkissen werden schon morgen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock 1.800 Zuschauer Platz finden. Auch das Flutlicht ist nach einem Test am Mittwochabend einsatzbereit, die vorgeschriebenen Luxzahlen wurden eingehalten.
Guido Möhlmann, als Arminias Baukoordinator für die Organisation der Riesenbaustelle an der Melanchthonstraße verantwortlich, ist permanent im Stress: Sein Handy meldet sich alle fünf Minuten mit einem DSC-Fanlied als Klingelton, ständig treten Mitarbeiter mit Fragen an ihn heran. "Das geht den ganzen Tag so", sagt er grinsend.
Doch der Stress auf der Baustelle scheint sich auszuzahlen. "Wir sind erfreulich weit und liegen sehr gut im Zeitplan. Bisher hat uns nichts Gravierendes zurückgeworfen", sagt er und deutet auf die Osttribüne.
Dort beginnt bereits der Ausbau des Innenraums: "Die Fundamente sind da, jetzt fängt der Rohbau für Toiletten, Gastronomie und Lagerräume an." Auch die hinteren Stützen für die oberen Ränge sind schon fertig. Auf den unteren Rängen sollen Robert Kröger und sein Kollege Mathias Stüber bis morgen Nachmittag 1.150 Klappsitze angeschraubt haben. "Ergänzt werden die dann durch 650 Kissen, sodass insgesamt 1.800 Zuschauer auf der Osttribüne sitzen können", erklärt Möhlmann. Bei Anpfiff am Samstag hat somit auch für Robert Kröger das Leiden ein Ende: "Das Schrauben geht auf den Rücken, und Blasen habe ich auch schon." Dennoch freut sich der Arminia-Fan, dass er auf der Stadionbaustelle arbeiten kann: "Ich war auch bei der Demontage der Südtribüne dabei, da ist die Arbeit heute konstruktiver."
Eine eigenwillige Konstruktion haben sich die Stadionplaner für das Flutlicht ausgedacht: Da die Masten abgebaut sind und die neue Tribüne noch kein Dach hat, steht nun ein großer mobiler Kran hinter der Osttribüne. An ihm sind die Flutlampen, Halogenleuchten für 190 Euro pro Stück, angeschlossen. Thomas Mahrt ist als Techniker für die Elektronik der Schüco-Arena verantwortlich. Er schätzt, dass etwa 95 dieser "Halogenbrenner" in der Schüco-Arena benutzt werden: " Die meisten von ihnen stehen auf dem Tribünendach in 22 Metern Höhe."
Die je 1.800 Watt starken Flutlampen sorgen für optimales und gleichmäßiges Licht auf dem Feld, wie ein Test am Mittwochabend bewiesen hat. "Mit den gemessenen Luxzahlen haben wir allen Anforderungen der Bundesliga entsprochen", sagt Guido Möhlmann. Dann klingelt sein Handy.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
14.09.2007 - 08:23 Uhr
Radim Kucera behält seine tragende Rolle
Von Dirk Schuster
Herzlake (WB). »Die Diskussion um Rüdiger Kauf«, sagt Ernst Middendorp, »habe ich nicht angeschoben.« Verwundert, gar ein wenig genervt reagierte Arminias Trainer auf die Frage nach einer Systemumstellung, die dem defensiven Mittelfeldmann das Comeback in der Elf des Fußball-Bundesligisten ermöglichen würde.
An eine Doppel-Sechs, also Radim Kucera und Rüdiger Kauf Seite an Seite spielen zu lassen, sagt Middendorp, ist im Heimspiel am Samstag gegen Rostock (15.30 Uhr) nicht gedacht. Seit zwei Wochen trainiert Rüdiger Kauf nach auskurierter schwerer Hüftverletzung wieder mit der Mannschaft. Da es an seinen Leistungen in den Übungseinheiten laut Middendorp nichts auszusetzen gebe, dürfte an Kaufs Nominierung für den 18er-Kader kein Zweifel bestehen. Doch mehr als ein Platz auf der Reservebank ist offenbar nicht drin. Denn: »Ich bin mit Kucera absolut zufrieden«, sagt Middendorp. Und: »Ich will nicht wieder zum System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern zurückkehren.«
Middendorp bevorzugt die Raute. »Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern«, sagt der Coach. Und legt Wert auf die Feststellung, dass das »nichts mit einer Geringschätzung der Leistung des Rüdiger Kauf« zu tun habe. »Der Spieler steht nach einer Verletzungspause einfach vor der unglücklichen Situation, dass ein guter Mann auf seiner Position spielt. Ich kann verstehen, dass sich Rüdiger auf diese Situation erstmal einstellen muss.«
Kucera statt Kauf also. Kucera und Kauf - diese Option hätte Middendorp nur dann gezogen, wenn sich Innenverteidiger Matthias Langkamp nicht rechtzeitig von seiner Gehirnerschütterung erholt hätte. Wer außer Radim Kucera und Langkamp noch gegen Hansa spielen wird, teilt der Trainer seinen Spielern wie üblich erst drei Stunden vor dem Anpfiff mit. »Jeder soll sich darauf vorbereiten zu spielen«, verlangt der Coach von allen Akteuren eine zu jeder Sekunde wettkampforientierte Einstellung.
Das Ziel für die Partie gegen die punktlosen Rostocker: »Ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Alles andere ist nebensächlich.« Dieser Meinung sind auch Sportchef Reinhard Saftig, Assistenzcoach Frank Eulberg und Ersatztorwart Rowen Fernandez, die alle gestern im Romantikhotel Aselager Mühle eincheckten. Saftig sah am Mittwoch in Köln noch das Länderspiel Deutschland gegen Rumänien. Eulberg trainierte in Bielefeld mit daheim gebliebenen Spielern wie Daniel Halfar. Fernandez kehrte von der Länderspielreise aus Südafrika zurück und zählt zum 18er-Kader für das Spiel gegen Hansa Rostock.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11180&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=615f01e9143a2a5a9d6c3f94ea9ce5d3
Von Dirk Schuster
Herzlake (WB). »Die Diskussion um Rüdiger Kauf«, sagt Ernst Middendorp, »habe ich nicht angeschoben.« Verwundert, gar ein wenig genervt reagierte Arminias Trainer auf die Frage nach einer Systemumstellung, die dem defensiven Mittelfeldmann das Comeback in der Elf des Fußball-Bundesligisten ermöglichen würde.
An eine Doppel-Sechs, also Radim Kucera und Rüdiger Kauf Seite an Seite spielen zu lassen, sagt Middendorp, ist im Heimspiel am Samstag gegen Rostock (15.30 Uhr) nicht gedacht. Seit zwei Wochen trainiert Rüdiger Kauf nach auskurierter schwerer Hüftverletzung wieder mit der Mannschaft. Da es an seinen Leistungen in den Übungseinheiten laut Middendorp nichts auszusetzen gebe, dürfte an Kaufs Nominierung für den 18er-Kader kein Zweifel bestehen. Doch mehr als ein Platz auf der Reservebank ist offenbar nicht drin. Denn: »Ich bin mit Kucera absolut zufrieden«, sagt Middendorp. Und: »Ich will nicht wieder zum System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern zurückkehren.«
Middendorp bevorzugt die Raute. »Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern«, sagt der Coach. Und legt Wert auf die Feststellung, dass das »nichts mit einer Geringschätzung der Leistung des Rüdiger Kauf« zu tun habe. »Der Spieler steht nach einer Verletzungspause einfach vor der unglücklichen Situation, dass ein guter Mann auf seiner Position spielt. Ich kann verstehen, dass sich Rüdiger auf diese Situation erstmal einstellen muss.«
Kucera statt Kauf also. Kucera und Kauf - diese Option hätte Middendorp nur dann gezogen, wenn sich Innenverteidiger Matthias Langkamp nicht rechtzeitig von seiner Gehirnerschütterung erholt hätte. Wer außer Radim Kucera und Langkamp noch gegen Hansa spielen wird, teilt der Trainer seinen Spielern wie üblich erst drei Stunden vor dem Anpfiff mit. »Jeder soll sich darauf vorbereiten zu spielen«, verlangt der Coach von allen Akteuren eine zu jeder Sekunde wettkampforientierte Einstellung.
Das Ziel für die Partie gegen die punktlosen Rostocker: »Ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Alles andere ist nebensächlich.« Dieser Meinung sind auch Sportchef Reinhard Saftig, Assistenzcoach Frank Eulberg und Ersatztorwart Rowen Fernandez, die alle gestern im Romantikhotel Aselager Mühle eincheckten. Saftig sah am Mittwoch in Köln noch das Länderspiel Deutschland gegen Rumänien. Eulberg trainierte in Bielefeld mit daheim gebliebenen Spielern wie Daniel Halfar. Fernandez kehrte von der Länderspielreise aus Südafrika zurück und zählt zum 18er-Kader für das Spiel gegen Hansa Rostock.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11180&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=615f01e9143a2a5a9d6c3f94ea9ce5d3
15.09.2007 - 08:01 Uhr
Strecken für die Startelf
Middendorp steht vor schwerer Wahl
VON PETER BURKAMP
Herzlake. Wo sonst die Vögel zwitschern und allenfalls mal ein Trecker tuckert, durchbrachen gestern heftige Flüche die Gegend rund um die "Aselager Mühle" bei Herzlake. Auf dem Trainingsplatz des DSC Arminia ging es zur Sache – verbal und körperlich. "Alle Spieler können sich Hoffnungen machen, zum Aufgebot für das Spiel gegen Rostock zu gehören", sagt Ernst Middendorp.
Alle sind in der Verlosung, aber nicht alle können dabei sein. Deshalb achtet Arminias Trainer im Finale der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hansa, Samstag, 15.30 Uhr, in der Schüco-Arena, besonders darauf, "wer scharf genug ist".
Möglicherweise nimmt Middendorp wie schon gegen Ende der vergangenen Saison bis auf die Verletzten den kompletten Kader mit ins Hotel nach Melle. "Ich möchte alle Spieler in Spannung halten", sagt der Coach. Deshalb werde er die Namen für die Anfangsformation erst Stunden vor Anpfiff bekanntgeben.
Im Gegensatz zum Kollegen Frank Pagelsdorf, der in Bielefeld auf Mittelfeldregisseur Stefan Beinlich und Stürmer Djordjije Cetkovic verzichten muss, bieten sich dem DSC-Trainer nach der Rückkehr einiger angeschlagener Spieler (Langkamp, Wichniarek) zahlreiche Varianten.
Eben jene in Ruhe und Abgeschiedenheit mit der nötigen Konzentration durchzuspielen, war eins der Ziele des Kurztrainingslagers von Herzlake. "Ich habe verschiedene personelle Optionen getestet und mit manchen Abläufen war ich zufrieden", sagt Middendorp. Mehr verrät er nicht. Möglicherweise werde er am Samstagvormittag auch "aus dem Bauch heraus entscheiden, wer in diesem Spiel am besten zusammenpasst".
Leicht wird Middendorp die Entscheidung nicht fallen, betont er doch selbst immer wieder die Bedeutung der Partie: "Wir können uns für die nächsten Wochen eine Riesenposition verschaffen." Vorausgesetzt ist ein Sieg über den Liganeuling.
Und der sei keine Selbstverständlichkeit, wie Middendorp klarstellt: "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass der Tabellenletzte leicht zu schlagen sein wird. Solche Partien sind oft die schwersten." Mit der Unterstützung der Fans und hochmotivierten Spielern könne man jedoch die "harte Nuss" Rostock knacken. Nimmt man das Training am Donnerstag zum Maßstab, dürfte dies nicht an der Einstellung der DSC-Profis scheitern.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Middendorp steht vor schwerer Wahl
VON PETER BURKAMP
Herzlake. Wo sonst die Vögel zwitschern und allenfalls mal ein Trecker tuckert, durchbrachen gestern heftige Flüche die Gegend rund um die "Aselager Mühle" bei Herzlake. Auf dem Trainingsplatz des DSC Arminia ging es zur Sache – verbal und körperlich. "Alle Spieler können sich Hoffnungen machen, zum Aufgebot für das Spiel gegen Rostock zu gehören", sagt Ernst Middendorp.
Alle sind in der Verlosung, aber nicht alle können dabei sein. Deshalb achtet Arminias Trainer im Finale der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hansa, Samstag, 15.30 Uhr, in der Schüco-Arena, besonders darauf, "wer scharf genug ist".
Möglicherweise nimmt Middendorp wie schon gegen Ende der vergangenen Saison bis auf die Verletzten den kompletten Kader mit ins Hotel nach Melle. "Ich möchte alle Spieler in Spannung halten", sagt der Coach. Deshalb werde er die Namen für die Anfangsformation erst Stunden vor Anpfiff bekanntgeben.
Im Gegensatz zum Kollegen Frank Pagelsdorf, der in Bielefeld auf Mittelfeldregisseur Stefan Beinlich und Stürmer Djordjije Cetkovic verzichten muss, bieten sich dem DSC-Trainer nach der Rückkehr einiger angeschlagener Spieler (Langkamp, Wichniarek) zahlreiche Varianten.
Eben jene in Ruhe und Abgeschiedenheit mit der nötigen Konzentration durchzuspielen, war eins der Ziele des Kurztrainingslagers von Herzlake. "Ich habe verschiedene personelle Optionen getestet und mit manchen Abläufen war ich zufrieden", sagt Middendorp. Mehr verrät er nicht. Möglicherweise werde er am Samstagvormittag auch "aus dem Bauch heraus entscheiden, wer in diesem Spiel am besten zusammenpasst".
Leicht wird Middendorp die Entscheidung nicht fallen, betont er doch selbst immer wieder die Bedeutung der Partie: "Wir können uns für die nächsten Wochen eine Riesenposition verschaffen." Vorausgesetzt ist ein Sieg über den Liganeuling.
Und der sei keine Selbstverständlichkeit, wie Middendorp klarstellt: "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass der Tabellenletzte leicht zu schlagen sein wird. Solche Partien sind oft die schwersten." Mit der Unterstützung der Fans und hochmotivierten Spielern könne man jedoch die "harte Nuss" Rostock knacken. Nimmt man das Training am Donnerstag zum Maßstab, dürfte dies nicht an der Einstellung der DSC-Profis scheitern.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
16.09.2007 - 10:28 Uhr
Tesche im Auf und Ab
Gegen Rostock wieder in der engen Wahl
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Immer noch verlassen sich viele deutsche Klubs lieber auf routinierte Profis aus den Nachbarländern als auf den eigenen Nachwuchs. Da ist es für junge Spieler nicht einfach, sich den Traum von der Fußball-Bundesliga zu erfüllen. Und wenn dann mal wieder ein Talent die Hürde genommen hat, ist es fast noch schwerer, das Niveau zu halten. Robert Tesche erlebt dieser Tage, wie hart es ist, seinen Ruf als Arminia Bielefelds Entdeckung des vergangenen Saisonfinales zu bestätigen.
Tesche musste zuletzt Kritik einstecken, kassierte mit Ausnahme des Spiels in Wolfsburg schlechte Noten für seine Vorstellungen auf Arminias rechtem Flügel. Jener Seite also, deren Besetzung zum Auftakt einige Probleme offenbarte. Robert Tesche weiß, dass er nicht in Topform ist. "Da spielt man plötzlich Pässe, die sonst immer ankommen. Meine Leistung hat einfach nicht gepasst", gibt der 20-Jährige zu. Seine Unpässlichkeit hat er wohl registriert, eine Begründung dafür nicht parat: "Wenn ich wüsste, woran es liegt, hätte ich es abgestellt."
Trainer Ernst Middendorp hat Geduld mit seiner Entdeckung. "Robert hat die erste professionelle Vorbereitung hinter sich. Man muss einfach akzeptieren, dass es bei jungen Spielern ein Auf und Ab gibt. Es ist normal, wenn mal einer wegfällt."
Arminias Eigengewächs reagiert gelassen auf die Kritik an seiner Leistung. "Das gehört zum Profigeschäft dazu. Im Spiel muss ich es einfach ausblenden und versuchen, mein Bestes zu geben", sagt Tesche, der sich weniger von der öffentlichen Meinung als vielmehr von der Einschätzung seines Trainers leiten lässt. Der möchte die Angelegenheit nicht überbewerten und geht davon aus, dass sein Schützling sich nicht aus der Ruhe bringen lassen wird. Tesche erfreue sich "innerhalb der Mannschaft einer hohen Wertschätzung. Das gibt ihm Sicherheit", sagte Middendorp. Während Tesche in Herzlake mit Eifer daran arbeitete, die "Fehler abzustellen und wieder zu alter Form zu finden", wurden er und die übrigen potentiellen Kandidaten für die rechte Seite von Middendorp und seinem Trainerteam genau beobachtet.
Nachdem der DSC-Coach schon beim Testspiel in Enger und anschließend im Trainingslager viel probiert hat, scheint es wahrscheinlich, dass Tesche am Samstag im Heimspiel gegen Hansa Rostock, Anstoß 15.30 Uhr, in der Schüco-Arena wieder im Mittelfeld anspielt – womöglich erstmals in dieser Saison vor Verteidiger Bernd Korzynietz.
# Die voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz, Mijatovic, Langkamp, Schuler - Kucera - Tesche, Masmanidis, Böhme - Eigler, Wichniarek.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Gegen Rostock wieder in der engen Wahl
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Immer noch verlassen sich viele deutsche Klubs lieber auf routinierte Profis aus den Nachbarländern als auf den eigenen Nachwuchs. Da ist es für junge Spieler nicht einfach, sich den Traum von der Fußball-Bundesliga zu erfüllen. Und wenn dann mal wieder ein Talent die Hürde genommen hat, ist es fast noch schwerer, das Niveau zu halten. Robert Tesche erlebt dieser Tage, wie hart es ist, seinen Ruf als Arminia Bielefelds Entdeckung des vergangenen Saisonfinales zu bestätigen.
Tesche musste zuletzt Kritik einstecken, kassierte mit Ausnahme des Spiels in Wolfsburg schlechte Noten für seine Vorstellungen auf Arminias rechtem Flügel. Jener Seite also, deren Besetzung zum Auftakt einige Probleme offenbarte. Robert Tesche weiß, dass er nicht in Topform ist. "Da spielt man plötzlich Pässe, die sonst immer ankommen. Meine Leistung hat einfach nicht gepasst", gibt der 20-Jährige zu. Seine Unpässlichkeit hat er wohl registriert, eine Begründung dafür nicht parat: "Wenn ich wüsste, woran es liegt, hätte ich es abgestellt."
Trainer Ernst Middendorp hat Geduld mit seiner Entdeckung. "Robert hat die erste professionelle Vorbereitung hinter sich. Man muss einfach akzeptieren, dass es bei jungen Spielern ein Auf und Ab gibt. Es ist normal, wenn mal einer wegfällt."
Arminias Eigengewächs reagiert gelassen auf die Kritik an seiner Leistung. "Das gehört zum Profigeschäft dazu. Im Spiel muss ich es einfach ausblenden und versuchen, mein Bestes zu geben", sagt Tesche, der sich weniger von der öffentlichen Meinung als vielmehr von der Einschätzung seines Trainers leiten lässt. Der möchte die Angelegenheit nicht überbewerten und geht davon aus, dass sein Schützling sich nicht aus der Ruhe bringen lassen wird. Tesche erfreue sich "innerhalb der Mannschaft einer hohen Wertschätzung. Das gibt ihm Sicherheit", sagte Middendorp. Während Tesche in Herzlake mit Eifer daran arbeitete, die "Fehler abzustellen und wieder zu alter Form zu finden", wurden er und die übrigen potentiellen Kandidaten für die rechte Seite von Middendorp und seinem Trainerteam genau beobachtet.
Nachdem der DSC-Coach schon beim Testspiel in Enger und anschließend im Trainingslager viel probiert hat, scheint es wahrscheinlich, dass Tesche am Samstag im Heimspiel gegen Hansa Rostock, Anstoß 15.30 Uhr, in der Schüco-Arena wieder im Mittelfeld anspielt – womöglich erstmals in dieser Saison vor Verteidiger Bernd Korzynietz.
# Die voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz, Mijatovic, Langkamp, Schuler - Kucera - Tesche, Masmanidis, Böhme - Eigler, Wichniarek.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
16.09.2007 - 10:29 Uhr
DSC stürmt auf Platz zwei
Arminia Bielefeld - Hansa Rostock 4:2 (1:0)
Bielefeld (nw). Arminia Bielefeld setzt seinen Traumstart in die Fußball-Bundesliga fort. Das Team von Trainer Ernst Middendorp ist nach dem fünften Spieltag auf den zweiten Tabellen-Platz gestürmt. Die Arminia feierte beim 4:2 (1:0) gegen Aufsteiger Hansa Rostock den dritten Saisonsieg und liegt mit zehn Zählern nun direkt im Windschatten der Bayern.
Dagegen kassierten die Mecklenburger im fünften Spiel die fünfte Niederlage. Eine genauso schlechte Ausbeute zum Saisonstart hatte in den letzte 16 Jahren nur ein einziges Team aufzuweisen: Der FSV Mainz 05, der in der Saison 2005/06 aber am sechsten Spieltag gewann, schließlich sogar den Klassenerhalt schaffte.
Mann des Tages war Arminias Christian Eigler. Der frühere U21-Nationalstürmer erzielte zwei Treffer selbst (15., 55.) und bereitete einen weiteren Treffer von Sturmpartner Artur Wichniarek mustergültig vor (59.). Rostocks Victor Agali hatte die Arminia mit einem Eigentor in der 31. Minute in Führung gebracht. Enrico Kern mit einem sehenswerten Fallrückzieher (47.) und Kai Bülow (63.) trafen für Hansa ins richtige Tor.
20.600 Zuschauer sahen eine nahezu unerträglich schlechte erste und eine ereignisreiche zweite Halbzeit. Im ersten Spielabschnitt prägten Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten das Geschehen, keines der beiden Teams hatte eine herausgespielte Torgelegenheit zu verzeichnen. Bezeichnenderweise fiel das einzige Tor durch ein Missgeschick, als Agali in seinem zweiten Spiel seit der Rückkehr nach Rostock einen scharfen Freistoß von Jörg Böhme mit dem Bauch ins eigene Netz verlängerte.
Nach dem Wechsel überschlugen sich dann plötzlich die Ereignisse. Kerns Fallrückzieher war der Startschuss für insgesamt fünf Treffer in nur 17 Minuten. Dabei wurde klar, wieso Hansa in den ersten Spielen ohne Punkt geblieben war. Mit zahlreichen Stellungsfehlern und katastrophalen Fehlpässen lud die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze der Arminia, die Bielefelder regelrecht zum Toreschießen ein.
Arminia Bielefeld - Hansa Rostock 4:2 (1:0)
Bielefeld: Hain - Schuler, Mijatovic, Langkamp (87. Bollmann), Rau - Kucera - Tesche (46. Kauf), Böhme (76. Kamper) - Masmanidis - Wichniarek, Eigler.
Rostock: Wächter - Lense, Sebastian, Orestes, Pearce - Bülow, Rathgeb (75. Menga) - Shapourzadeh (46. Rydlewicz), Kern, Rahn (46. Hähnge) - Agali.
Tore: 1:0 Agali (31., Eigentor), 1:1 Kern (47.), 2:1 Eigler (50.), 3:1 Eigler (55.), 4:1 Wichniarek (59.), 4:2 Bülow (62.)
Zuschauer: 20.600
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Gelbe Karte: Agali
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Arminia Bielefeld - Hansa Rostock 4:2 (1:0)
Bielefeld (nw). Arminia Bielefeld setzt seinen Traumstart in die Fußball-Bundesliga fort. Das Team von Trainer Ernst Middendorp ist nach dem fünften Spieltag auf den zweiten Tabellen-Platz gestürmt. Die Arminia feierte beim 4:2 (1:0) gegen Aufsteiger Hansa Rostock den dritten Saisonsieg und liegt mit zehn Zählern nun direkt im Windschatten der Bayern.
Dagegen kassierten die Mecklenburger im fünften Spiel die fünfte Niederlage. Eine genauso schlechte Ausbeute zum Saisonstart hatte in den letzte 16 Jahren nur ein einziges Team aufzuweisen: Der FSV Mainz 05, der in der Saison 2005/06 aber am sechsten Spieltag gewann, schließlich sogar den Klassenerhalt schaffte.
Mann des Tages war Arminias Christian Eigler. Der frühere U21-Nationalstürmer erzielte zwei Treffer selbst (15., 55.) und bereitete einen weiteren Treffer von Sturmpartner Artur Wichniarek mustergültig vor (59.). Rostocks Victor Agali hatte die Arminia mit einem Eigentor in der 31. Minute in Führung gebracht. Enrico Kern mit einem sehenswerten Fallrückzieher (47.) und Kai Bülow (63.) trafen für Hansa ins richtige Tor.
20.600 Zuschauer sahen eine nahezu unerträglich schlechte erste und eine ereignisreiche zweite Halbzeit. Im ersten Spielabschnitt prägten Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten das Geschehen, keines der beiden Teams hatte eine herausgespielte Torgelegenheit zu verzeichnen. Bezeichnenderweise fiel das einzige Tor durch ein Missgeschick, als Agali in seinem zweiten Spiel seit der Rückkehr nach Rostock einen scharfen Freistoß von Jörg Böhme mit dem Bauch ins eigene Netz verlängerte.
Nach dem Wechsel überschlugen sich dann plötzlich die Ereignisse. Kerns Fallrückzieher war der Startschuss für insgesamt fünf Treffer in nur 17 Minuten. Dabei wurde klar, wieso Hansa in den ersten Spielen ohne Punkt geblieben war. Mit zahlreichen Stellungsfehlern und katastrophalen Fehlpässen lud die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze der Arminia, die Bielefelder regelrecht zum Toreschießen ein.
Arminia Bielefeld - Hansa Rostock 4:2 (1:0)
Bielefeld: Hain - Schuler, Mijatovic, Langkamp (87. Bollmann), Rau - Kucera - Tesche (46. Kauf), Böhme (76. Kamper) - Masmanidis - Wichniarek, Eigler.
Rostock: Wächter - Lense, Sebastian, Orestes, Pearce - Bülow, Rathgeb (75. Menga) - Shapourzadeh (46. Rydlewicz), Kern, Rahn (46. Hähnge) - Agali.
Tore: 1:0 Agali (31., Eigentor), 1:1 Kern (47.), 2:1 Eigler (50.), 3:1 Eigler (55.), 4:1 Wichniarek (59.), 4:2 Bülow (62.)
Zuschauer: 20.600
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Gelbe Karte: Agali
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
17.09.2007 - 09:34 Uhr
Auf Tuchfühlung zu den Bayern
Zufriedene Arminen / Abheben verboten
Bielefeld (dpa). Bayern-Jäger Nummer eins statt graue Maus, Top- Position statt Abstiegskampf - Arminia Bielefeld versetzt die Fußball-Bundesliga in Erstaunen. "Es ist so", stimmte Manager Reinhard Saftig stolz zu, als er vom Prädikat "Mannschaft der Stunde" vernahm, das den Ostwestfalen nach dem 4:2 (1:0) gegen Aufsteiger Hansa Rostock von einem ZDF-Reporter verliehen wurde.
Zehn Punkte, Tabellenplatz zwei hinter Bayern München, eine zweistellige Tor- Ausbeute nach fünf Spielen - Bielefeld präsentiert sich als bärenstarke Truppe mit frechen Stürmern.
Das Musterbeispiel ist Christian Eigler. Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack in der 50. und 55. Minute zum 2:1 und 3:1 ebnete der 23-Jährige seiner Mannschaft den Weg zum Erfolg. Und glänzte obendrein mit coolen Sprüchen. "Dafür ist man doch Stürmer geworden. Man muss die Dinger reinmachen." Oder: "Man konzentriert sich auf das Spiel und macht sein Ding." In seinem zweiten Jahr bei der Arminia lebt Eigler vor, was Trainer Ernst Middendorp aus seinem Team herauskitzeln will: Leidenschaft, Kaltschnäuzigkeit, Cleverness, das Ausnützen gegnerischer Schwächen wie beim 4:1 durch Artur Wichniarek (59.).
Doch in Bielefeld sind sich alle einig: Abheben ist verboten. "Wir wollen 42 Punkte, das ist das Maß der Dinge", lautet Middendorps Rechnung. Und doch will er, dass sich etwas entwickelt: "Man muss nicht träumen oder Visionen aufstellen. Aber es muss auch nicht sein, dass es immer nur Platz 15 sein darf." Middendorp, in der schwierigsten Phase der vergangenen Saison als erfolgreicher Retter geholt, hat einen Prozess in Gang gesetzt, der sich gut anlässt. Dennoch wissen die Ostwestfalen, "dass es zehn Punkte gegen den Abstieg sind. Ich glaube nicht, dass jemand abhebt", sagte Finanz- Geschäftsführer Roland Kentsch.
In Ruhe nach Schalke
Dafür ist die Leistung noch zu instabil, die ersten 45 Minuten gegen Rostock waren armselig. Aber die Mannschaft beißt sich durch. "Wir glauben an uns und unsere Stärken", brachte es Eigler auf den Punkt. Und jetzt kommt es zum Härtetest: "Schön. Da kann man mit Ruhe nach Schalke fahren", hielt Vereinspräsident Hans-Hermann Schwick vor der Auswärts-Aufgabe in Gelsenkirchen fest. Saftig bemühte sich unterdessen, jeglichen Ansatz von Euphorie zu unterbinden: "Das ist doch nur eine Momentaufnahme. Es wäre vermessen zu sagen, wir wollen jetzt die Bayern jagen."
In Rostock ist die Lage schon jetzt kritisch. Die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf präsentierte sich kaum bundesliga-tauglich.
"Natürlich ist der Saisonstart absolut nicht zufriedenstellend. Wir müssen Konsequenzen ziehen", kündigte der frühere Arminia-Torjäger an. Als wichtigste Aufgabe hat er sich das Ziel gesetzt, "die Abwehr zu stabilisieren".
Wenigstens gelangen Enrico Kern mit einem Fallrückzieher zum 1:1 (47.) und Kai Bülow zum 2:4 (63.) die ersten Auswärtstreffer. "Das ist positiv", urteilte Pagelsdorf. Es war das einzige Plus eines Rostocker Nachmittags, an dem die Hansa-Defensive laut Pagelsdorf "ziemlich katastrophal" war und Torjäger Victor Agali zudem mit einem Eigentor das 1:0 für Bielefeld (31.) erzielte.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Zufriedene Arminen / Abheben verboten
Bielefeld (dpa). Bayern-Jäger Nummer eins statt graue Maus, Top- Position statt Abstiegskampf - Arminia Bielefeld versetzt die Fußball-Bundesliga in Erstaunen. "Es ist so", stimmte Manager Reinhard Saftig stolz zu, als er vom Prädikat "Mannschaft der Stunde" vernahm, das den Ostwestfalen nach dem 4:2 (1:0) gegen Aufsteiger Hansa Rostock von einem ZDF-Reporter verliehen wurde.
Zehn Punkte, Tabellenplatz zwei hinter Bayern München, eine zweistellige Tor- Ausbeute nach fünf Spielen - Bielefeld präsentiert sich als bärenstarke Truppe mit frechen Stürmern.
Das Musterbeispiel ist Christian Eigler. Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack in der 50. und 55. Minute zum 2:1 und 3:1 ebnete der 23-Jährige seiner Mannschaft den Weg zum Erfolg. Und glänzte obendrein mit coolen Sprüchen. "Dafür ist man doch Stürmer geworden. Man muss die Dinger reinmachen." Oder: "Man konzentriert sich auf das Spiel und macht sein Ding." In seinem zweiten Jahr bei der Arminia lebt Eigler vor, was Trainer Ernst Middendorp aus seinem Team herauskitzeln will: Leidenschaft, Kaltschnäuzigkeit, Cleverness, das Ausnützen gegnerischer Schwächen wie beim 4:1 durch Artur Wichniarek (59.).
Doch in Bielefeld sind sich alle einig: Abheben ist verboten. "Wir wollen 42 Punkte, das ist das Maß der Dinge", lautet Middendorps Rechnung. Und doch will er, dass sich etwas entwickelt: "Man muss nicht träumen oder Visionen aufstellen. Aber es muss auch nicht sein, dass es immer nur Platz 15 sein darf." Middendorp, in der schwierigsten Phase der vergangenen Saison als erfolgreicher Retter geholt, hat einen Prozess in Gang gesetzt, der sich gut anlässt. Dennoch wissen die Ostwestfalen, "dass es zehn Punkte gegen den Abstieg sind. Ich glaube nicht, dass jemand abhebt", sagte Finanz- Geschäftsführer Roland Kentsch.
In Ruhe nach Schalke
Dafür ist die Leistung noch zu instabil, die ersten 45 Minuten gegen Rostock waren armselig. Aber die Mannschaft beißt sich durch. "Wir glauben an uns und unsere Stärken", brachte es Eigler auf den Punkt. Und jetzt kommt es zum Härtetest: "Schön. Da kann man mit Ruhe nach Schalke fahren", hielt Vereinspräsident Hans-Hermann Schwick vor der Auswärts-Aufgabe in Gelsenkirchen fest. Saftig bemühte sich unterdessen, jeglichen Ansatz von Euphorie zu unterbinden: "Das ist doch nur eine Momentaufnahme. Es wäre vermessen zu sagen, wir wollen jetzt die Bayern jagen."
In Rostock ist die Lage schon jetzt kritisch. Die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf präsentierte sich kaum bundesliga-tauglich.
"Natürlich ist der Saisonstart absolut nicht zufriedenstellend. Wir müssen Konsequenzen ziehen", kündigte der frühere Arminia-Torjäger an. Als wichtigste Aufgabe hat er sich das Ziel gesetzt, "die Abwehr zu stabilisieren".
Wenigstens gelangen Enrico Kern mit einem Fallrückzieher zum 1:1 (47.) und Kai Bülow zum 2:4 (63.) die ersten Auswärtstreffer. "Das ist positiv", urteilte Pagelsdorf. Es war das einzige Plus eines Rostocker Nachmittags, an dem die Hansa-Defensive laut Pagelsdorf "ziemlich katastrophal" war und Torjäger Victor Agali zudem mit einem Eigentor das 1:0 für Bielefeld (31.) erzielte.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
17.09.2007 - 09:36 Uhr
Pagelsdorf hat Zeit für Arminia-Fans
Von Michaela Bodeck
Bielefeld (WB). Null Punkte nach fünf Spielen - Höchststrafe für einen Trainer, dem man sein Unglück auch ansah. Den Besuch in Bielefeld hatte sich Frank Pagelsdorf anders vorgestellt.
Um so mehr freute sich Hansa Rostocks Trainer nach dem 2:4 beim DSC Arminia über eine nette Überraschung, die ihm zwei Bielefelder bereiteten. Wilhelm und Bernd Panhorst, von Arminia begeisterter Vater und Sohn, hatten ein 25 Jahre altes Original-DSC-Trikot mit der Rückennummer 8 dabei, das Pagelsdorf in seinen legendären Bielefelder Zeiten getragen hatte. Nach all dem Ärger auf dem Platz, der Sorge um seinen Arbeitsplatz, der mit der Niederlage nicht sicherer geworden ist, nahm sich Frank Pagelsdorf Zeit, auf dem Trikot zu unterschreiben und mit den beiden Fans über alte Zeiten zu sprechen.
Ob er noch Kontakt zu den alten Kollegen wie Pasi Rautiainen oder Helmut Schröder habe, wollte Wilhelm Panhorst wissen, der schon seit 42 Jahren den DSC unterstützt. »Leider nein«, musste Pagelsdorf passen, der damals, 1982/1983, als das Trikot seinen Besitzer wechselte, in Bielefeld die Saison seines Lebens spielte. Auch Panhorst Senior hatte vollen Einsatz gezeigt, um das dunkelblaue Seidensticker-Baumwoll-Shirt im Nadelstreifen-Look für seinen Sohn zu ergattern. »Der Verein hat hin und wieder als Dank an die Fans Trikots ins Publikum werfen lassen. Und beim Gerangel um das Shirt auf Block fünf habe ich mich an der Hand verletzt«, erinnert sich der 56-Jährige an diesen letzten Spieltag am 16. Mai 1983.
Sohn Bernd, erst neun Jahre alt, aber schon Armine, durfte damals nicht mit. »Ich musste zum Kindergeburtstag und als ich abends nach Hause kam, hing das Trikot da«, erinnert sich Bernd Panhorst. »Wie ein Heiligtum«, habe er das Shirt behandelt. »Ich habe es kaum getragen und überlegt, es für die Ausstellung 100 Jahre Leidenschaft zur Verfügung zu stellen, aber das war mir zu unsicher.« Jetzt wurde für den 34-Jährigen mit Pagelsdorfs Unterschrift ein Traum war. »Mein Puls ist ganz schön nach oben gegangen, aber so hatte ich ihn auch eingeschätzt, dass er trotz Nasen-OP und der Niederlage mit uns sprechen würde«, freute sich Bernd Panhorst. Vater Wilhelm will dem Ex-Arminen jetzt für seinen schweren Job beim Aufsteiger die Daumen drücken. »Gegen Duisburg wird es schon klappen.« Wenn sich Frank Pagelsdorf da nur genau so sicher sein könnte.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11279&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=40f8bc56d8ef86d0782656a3e8073acb
Von Michaela Bodeck
Bielefeld (WB). Null Punkte nach fünf Spielen - Höchststrafe für einen Trainer, dem man sein Unglück auch ansah. Den Besuch in Bielefeld hatte sich Frank Pagelsdorf anders vorgestellt.
Um so mehr freute sich Hansa Rostocks Trainer nach dem 2:4 beim DSC Arminia über eine nette Überraschung, die ihm zwei Bielefelder bereiteten. Wilhelm und Bernd Panhorst, von Arminia begeisterter Vater und Sohn, hatten ein 25 Jahre altes Original-DSC-Trikot mit der Rückennummer 8 dabei, das Pagelsdorf in seinen legendären Bielefelder Zeiten getragen hatte. Nach all dem Ärger auf dem Platz, der Sorge um seinen Arbeitsplatz, der mit der Niederlage nicht sicherer geworden ist, nahm sich Frank Pagelsdorf Zeit, auf dem Trikot zu unterschreiben und mit den beiden Fans über alte Zeiten zu sprechen.
Ob er noch Kontakt zu den alten Kollegen wie Pasi Rautiainen oder Helmut Schröder habe, wollte Wilhelm Panhorst wissen, der schon seit 42 Jahren den DSC unterstützt. »Leider nein«, musste Pagelsdorf passen, der damals, 1982/1983, als das Trikot seinen Besitzer wechselte, in Bielefeld die Saison seines Lebens spielte. Auch Panhorst Senior hatte vollen Einsatz gezeigt, um das dunkelblaue Seidensticker-Baumwoll-Shirt im Nadelstreifen-Look für seinen Sohn zu ergattern. »Der Verein hat hin und wieder als Dank an die Fans Trikots ins Publikum werfen lassen. Und beim Gerangel um das Shirt auf Block fünf habe ich mich an der Hand verletzt«, erinnert sich der 56-Jährige an diesen letzten Spieltag am 16. Mai 1983.
Sohn Bernd, erst neun Jahre alt, aber schon Armine, durfte damals nicht mit. »Ich musste zum Kindergeburtstag und als ich abends nach Hause kam, hing das Trikot da«, erinnert sich Bernd Panhorst. »Wie ein Heiligtum«, habe er das Shirt behandelt. »Ich habe es kaum getragen und überlegt, es für die Ausstellung 100 Jahre Leidenschaft zur Verfügung zu stellen, aber das war mir zu unsicher.« Jetzt wurde für den 34-Jährigen mit Pagelsdorfs Unterschrift ein Traum war. »Mein Puls ist ganz schön nach oben gegangen, aber so hatte ich ihn auch eingeschätzt, dass er trotz Nasen-OP und der Niederlage mit uns sprechen würde«, freute sich Bernd Panhorst. Vater Wilhelm will dem Ex-Arminen jetzt für seinen schweren Job beim Aufsteiger die Daumen drücken. »Gegen Duisburg wird es schon klappen.« Wenn sich Frank Pagelsdorf da nur genau so sicher sein könnte.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11279&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=40f8bc56d8ef86d0782656a3e8073acb
17.09.2007 - 09:37 Uhr
Arminia erobert Platz zwei im Sturm zurück
Von Dirk Schuster
Bielefeld (WB). Zum Glück hatten sich trotz des schönen Wetters die meisten Zuschauer einen Schal mitgebracht. Denn das Erkältungsrisiko in der Schüco-Arena, es war am Samstag hoch. Die Arminen Christian Eigler und Artur Wichniarek nutzen beim 4:2 über Hansa Rostock ihre Chancen nämlich so eiskalt aus, dass es sogar die eigenen Fans fröstelte.
Gänsehaut pur bei allen drei Treffern des erfolgreichsten Sturmduos der Fußball-Bundesliga. Genau wie die Bayern-Bomber Toni und Klose haben auch Wichniarek (30) und Eigler (23) zusammen schon sieben Mal getroffen. Kein Wunder, dass DSC-Trainer Middendorp mit ernster Miene sagte: »Die Beiden gehören zum Führenden in der Liga.« Gemessen am millionenschweren Bayern-Angriff sind die Arminen allerdings zwei Schnäppchen-Stürmer. Eine Million Euro blätterten die Ostwestfalen - was für ihre Verhältnisse viel Geld ist - im Sommer 2006 für den Fürther Zweitligatorschützenkönig Eigler auf den Tisch. Und dass Wichniarek bereits zu den Besserverdienern bei Bielefeld zählte, bevor er unlängst seinen Vertrag verlängerte, war Finanzchef Roland Kentsch kürzlich so rausgerutscht.
Während Wichniarek gegen Rostock seinen vierten Saisontreffer feierte, ballerte sich Eigler bis auf ein Tor an seinen Sturmpartner heran. Und hätte gegen Hansa Schiedsrichter Dr. Brych bei Eiglers erstem Treffer das Handspiel des Arminen übersehen, lägen die beiden Bielefelder jetzt sogar gleichauf an der Spitze der Torjägerliste. »Es war zwar kein absichtliches Handspiel, aber der Schiri hat richtig entschieden«, sagte Eigler über die Szene in der 19. Minute. Für ihr Führungstor nahmen die Arminen wenig später die Hilfe eines Rostockers an, der eigentlich gekauft wurde, um Hansa endlich aus dem Keller zu schießen. Nach Böhmes Freistoß war Victor Agali noch mit der Brust am Ball und fälschte ihn ins eigene Tor ab (31.). Ein unschöner Treffer, der zur schwachen ersten Halbzeit passte.
Während Rostock mit Ausnahme des Fallrückziehertores von Enrico Kern (47.) nach der Pause stabil auf unterem Niveau weiterkickte, fühlte sich der Gastgeber endlich herausgefordert, mehr zu investieren. So sank von 16.20 Uhr an die gefühlte Temperatur im Stadion im Fünf-Minuten-Takt auf unter Null, als Eigler (50., 55.) und Wichniarek (60.) Arminia 4:1 in Führung schossen. Drei Treffer, bei denen es den Zuschauern eiskalt den Rücken runterlief. Höhepunkt war Wichniareks Beinschuss gegen Stefan Wächter, den der bemitleidenswerte, weil bei allen Toren chancenlose Keeper nicht verdient hatte. Eine Erklärung für die Kaltschnäuzigkeit der Arminia-Angreifer hatte Christian Eigler zwar nicht. Wohl aber eine für den Bielefelder Höhenflug zurück auf Ligaplatz zwei, von dessen Schein er sich nicht trügen lässt: »Wenn man so will, waren das bisher drei Pflichterfolge von uns. Wir brauchen noch 30 Punkte, um sicher drin zu bleiben. Das sind zehn Siege. Ein hartes Stück Arbeit.« Und ein Job, der einen trefflichen Angriff ebenso braucht wie eine stabile Abwehr. Deshalb sagte Middendorp: »Wir sprechen immer über die Stürmer. Auch unsere Innenverteidigung mit Langkamp und Mijatovic war stark.«
Dass nur Mijatovic durchspielte, lag daran, dass Langkamp zum zweiten Mal binnen 14 Tagen wegen einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste. In Duisburg hatte Lamey den DSC-Verteidiger niedergestreckt. Gegen Rostock schied der Armine wegen eines Checks von Agali aus. »Der Ellenbogen war im Spiel. Aber ich will ihm keine Absicht unterstellen«, sagte Langkamp. Anders als in Duisburg trug der 23-Jährige diesmal keine Gehirnerschütterung davon. Einem Einsatz am Samstag auf Schalke steht nichts im Weg. Dort will Langkamp endlich wieder durchspielen.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11276&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=40f8bc56d8ef86d0782656a3e8073acb
Von Dirk Schuster
Bielefeld (WB). Zum Glück hatten sich trotz des schönen Wetters die meisten Zuschauer einen Schal mitgebracht. Denn das Erkältungsrisiko in der Schüco-Arena, es war am Samstag hoch. Die Arminen Christian Eigler und Artur Wichniarek nutzen beim 4:2 über Hansa Rostock ihre Chancen nämlich so eiskalt aus, dass es sogar die eigenen Fans fröstelte.
Gänsehaut pur bei allen drei Treffern des erfolgreichsten Sturmduos der Fußball-Bundesliga. Genau wie die Bayern-Bomber Toni und Klose haben auch Wichniarek (30) und Eigler (23) zusammen schon sieben Mal getroffen. Kein Wunder, dass DSC-Trainer Middendorp mit ernster Miene sagte: »Die Beiden gehören zum Führenden in der Liga.« Gemessen am millionenschweren Bayern-Angriff sind die Arminen allerdings zwei Schnäppchen-Stürmer. Eine Million Euro blätterten die Ostwestfalen - was für ihre Verhältnisse viel Geld ist - im Sommer 2006 für den Fürther Zweitligatorschützenkönig Eigler auf den Tisch. Und dass Wichniarek bereits zu den Besserverdienern bei Bielefeld zählte, bevor er unlängst seinen Vertrag verlängerte, war Finanzchef Roland Kentsch kürzlich so rausgerutscht.
Während Wichniarek gegen Rostock seinen vierten Saisontreffer feierte, ballerte sich Eigler bis auf ein Tor an seinen Sturmpartner heran. Und hätte gegen Hansa Schiedsrichter Dr. Brych bei Eiglers erstem Treffer das Handspiel des Arminen übersehen, lägen die beiden Bielefelder jetzt sogar gleichauf an der Spitze der Torjägerliste. »Es war zwar kein absichtliches Handspiel, aber der Schiri hat richtig entschieden«, sagte Eigler über die Szene in der 19. Minute. Für ihr Führungstor nahmen die Arminen wenig später die Hilfe eines Rostockers an, der eigentlich gekauft wurde, um Hansa endlich aus dem Keller zu schießen. Nach Böhmes Freistoß war Victor Agali noch mit der Brust am Ball und fälschte ihn ins eigene Tor ab (31.). Ein unschöner Treffer, der zur schwachen ersten Halbzeit passte.
Während Rostock mit Ausnahme des Fallrückziehertores von Enrico Kern (47.) nach der Pause stabil auf unterem Niveau weiterkickte, fühlte sich der Gastgeber endlich herausgefordert, mehr zu investieren. So sank von 16.20 Uhr an die gefühlte Temperatur im Stadion im Fünf-Minuten-Takt auf unter Null, als Eigler (50., 55.) und Wichniarek (60.) Arminia 4:1 in Führung schossen. Drei Treffer, bei denen es den Zuschauern eiskalt den Rücken runterlief. Höhepunkt war Wichniareks Beinschuss gegen Stefan Wächter, den der bemitleidenswerte, weil bei allen Toren chancenlose Keeper nicht verdient hatte. Eine Erklärung für die Kaltschnäuzigkeit der Arminia-Angreifer hatte Christian Eigler zwar nicht. Wohl aber eine für den Bielefelder Höhenflug zurück auf Ligaplatz zwei, von dessen Schein er sich nicht trügen lässt: »Wenn man so will, waren das bisher drei Pflichterfolge von uns. Wir brauchen noch 30 Punkte, um sicher drin zu bleiben. Das sind zehn Siege. Ein hartes Stück Arbeit.« Und ein Job, der einen trefflichen Angriff ebenso braucht wie eine stabile Abwehr. Deshalb sagte Middendorp: »Wir sprechen immer über die Stürmer. Auch unsere Innenverteidigung mit Langkamp und Mijatovic war stark.«
Dass nur Mijatovic durchspielte, lag daran, dass Langkamp zum zweiten Mal binnen 14 Tagen wegen einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste. In Duisburg hatte Lamey den DSC-Verteidiger niedergestreckt. Gegen Rostock schied der Armine wegen eines Checks von Agali aus. »Der Ellenbogen war im Spiel. Aber ich will ihm keine Absicht unterstellen«, sagte Langkamp. Anders als in Duisburg trug der 23-Jährige diesmal keine Gehirnerschütterung davon. Einem Einsatz am Samstag auf Schalke steht nichts im Weg. Dort will Langkamp endlich wieder durchspielen.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=11276&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=40f8bc56d8ef86d0782656a3e8073acb
17.09.2007 - 10:57 Uhr
Wenig Kohle und viele Deutsche – so mischen Frankfurt und Bielefeld die Liga auf
Hier lachen die neuen Bayern-Jäger
Von LEIF SUNDERMANN, RAINER HOFFMANN und FELIX SEIDEL
Letzte Saison spielten sie noch gegen den Abstieg.
Jetzt hängen Bielefeld und Frankfurt den großen Bayern im Nacken – mit nur einem Punkt Rückstand! Fast sensationell, mit welchen Mitteln sie das geschafft haben.
Bundesliga verrückt!
• Gehälter:
Arminias Christian Eigler und der Frankurter Alexander Meier schossen am Wochenende beide zwei Tore. Sie verdienen rund 500000 Euro im Jahr.
Bayern-Superstar Luca Toni kassiert rund zehn Mio Euro.
• Etat:
Für den Profifußball gibt Bayern 60 Mio Euro aus. Bielefeld 15 Mio, Frankfurt 20.
• Neuzugänge:
Rund 70 Mio haben die Bayern in große Namen investiert. Bielefeld hat vier Neue (Mijatovic, Nkosi, Halfar, Langkamp) für 2 Mio Euro eingekauft. Und für vier Mio Spieler verkauft.
Frankfurt war auch sparsam.
Inamoto, Mahdavikia und Galindo kamen ablösefrei.
Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen (BILD taufte ihn „Vater aller Schnäppchen“) sagt: „In diesem Geschäft werden Summen aufgerufen, bei denen wir einfach aussteigen müssen. Es muss auch anders gehen.“
• Deutsche Spieler:
Bei Bielefeld standen gegen Rostock acht Deutsche auf dem Platz.
Bei der Eintracht waren es sechs (Bayern hatte fünf).
Das freut auch Bundestrainer Jogi Löw.
• Motivation:
Arminen-Trainer Ernst Middendorp hat einen Leitsatz: „Meine Jungs dürfen sich nie sicher fühlen.“
Heißt: Spontan ging‘s vorm Rostock-Sieg vier Tage ins Trainingslager.
Ab und an wird „Ekel-Ernst“ auch ganz sanft.
Statt Training gab‘s mal ein Sektfrühstück für Spieler und Fans.
Auch Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel ist immer für eine Überraschung gut.
Nach Dauerzoff mit Ioannis Amanatidis (weil er auf die Bank musste) machte er den Griechen zu seinem Kapitän.
Gegen den HSV holte Funkel plötzlich Markus Weissenberger vom Abstellgleis.
Der kleine Ösi dankte es ihm mit einer starken Leistung (BILD-Note 2).
Bielefeld und Frankfurt – hier lachen die neuen Bayern-Jäger. Schön, wenn zwei Klubs mit so bescheidenen Mitteln mithalten können!
Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bundesliga/2007/09/17/bayern-jaeger/bielefeld-frankfurt,geo=2504090.html
Hier lachen die neuen Bayern-Jäger
Von LEIF SUNDERMANN, RAINER HOFFMANN und FELIX SEIDEL
Letzte Saison spielten sie noch gegen den Abstieg.
Jetzt hängen Bielefeld und Frankfurt den großen Bayern im Nacken – mit nur einem Punkt Rückstand! Fast sensationell, mit welchen Mitteln sie das geschafft haben.
Bundesliga verrückt!
• Gehälter:
Arminias Christian Eigler und der Frankurter Alexander Meier schossen am Wochenende beide zwei Tore. Sie verdienen rund 500000 Euro im Jahr.
Bayern-Superstar Luca Toni kassiert rund zehn Mio Euro.
• Etat:
Für den Profifußball gibt Bayern 60 Mio Euro aus. Bielefeld 15 Mio, Frankfurt 20.
• Neuzugänge:
Rund 70 Mio haben die Bayern in große Namen investiert. Bielefeld hat vier Neue (Mijatovic, Nkosi, Halfar, Langkamp) für 2 Mio Euro eingekauft. Und für vier Mio Spieler verkauft.
Frankfurt war auch sparsam.
Inamoto, Mahdavikia und Galindo kamen ablösefrei.
Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen (BILD taufte ihn „Vater aller Schnäppchen“) sagt: „In diesem Geschäft werden Summen aufgerufen, bei denen wir einfach aussteigen müssen. Es muss auch anders gehen.“
• Deutsche Spieler:
Bei Bielefeld standen gegen Rostock acht Deutsche auf dem Platz.
Bei der Eintracht waren es sechs (Bayern hatte fünf).
Das freut auch Bundestrainer Jogi Löw.
• Motivation:
Arminen-Trainer Ernst Middendorp hat einen Leitsatz: „Meine Jungs dürfen sich nie sicher fühlen.“
Heißt: Spontan ging‘s vorm Rostock-Sieg vier Tage ins Trainingslager.
Ab und an wird „Ekel-Ernst“ auch ganz sanft.
Statt Training gab‘s mal ein Sektfrühstück für Spieler und Fans.
Auch Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel ist immer für eine Überraschung gut.
Nach Dauerzoff mit Ioannis Amanatidis (weil er auf die Bank musste) machte er den Griechen zu seinem Kapitän.
Gegen den HSV holte Funkel plötzlich Markus Weissenberger vom Abstellgleis.
Der kleine Ösi dankte es ihm mit einer starken Leistung (BILD-Note 2).
Bielefeld und Frankfurt – hier lachen die neuen Bayern-Jäger. Schön, wenn zwei Klubs mit so bescheidenen Mitteln mithalten können!
Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bundesliga/2007/09/17/bayern-jaeger/bielefeld-frankfurt,geo=2504090.html
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