Pressethread (Hinrunde 07/08)
19.06.2007 - 15:22 Uhr
25.08.2007 - 10:02 Uhr
Zumas böse Erfahrung mit britischer Härte
Kaiserslauterner Halfar auf der Wunschliste als Alternative für nicht erreichbaren Hawar
Bielefeld (rk). "Jetzt geht es in die heiße Phase", sagt Reinhard Saftig und meint damit die vielen Wechselgeschäfte, die bis zum Stichtag 31. August noch abzuschließen sind. Der Sport-Geschäftsführer des DSC Arminia scheint sich auf die sich anbahnende Mehrarbeit zu freuen, was daran liegt, dass Saftig die Bielefelder "in einer guten Position" wähnt.
Die Ausgangslage: Arminia würde zwei Spielern, Abdelaziz Ahanfouf und Marcio Borges, "keine Steine in den Weg legen" (Saftig), wenn sich ein Abnehmer fände. Es soll Bewegung in die Sache gekommen sein, doch "offizielle Anfragen liegen uns nach wie vor nicht vor", erklärt Saftig. An Stürmer Ahanfouf ist neuerdings neben dem SC Paderborn der französische Zweitligist AC Ajaccio interessiert, Verteidiger Marcio Borges steht angeblich mit dem Regionalliga-Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in Verbindung.
Seit ein paar Tagen zeichnet sich ab, das als dritter Profi Sibusiso Zuma seinen Abschied nehmen könnte. Die Möglichkeit, sich beim Länderspiel Schottland – Südafrika (1:0) einer größeren, interessierten, britischen Öffentlichkeit zu präsentieren, vermochte der Stürmer nicht optimal zu nutzen. Nach einem üblen Tritt in die Kniekehle schied Zuma, dessen Einsatz für das Hertha-Spiel fraglich ist, vorzeitig aus.
Chefcoach Ernst Middendorp bleibt dennoch "bis zum 31.August in Hab-Acht-Stellung", da er "weiß, wie wichtig gutes Sturmpotenzial ist". Konkrete "Fährten aufzunehmen" war Middendorp in Aberdeen also nicht möglich. Als Alternative blieb die Kontaktaufnahme zu Südafrikas Nationalcoach Carlos Alberto Parreira, der den beiden anderen eingesetzten Arminen, Rowen Fernandez und Siyabonga Nkosi, bescheinigte, gute Leistungen gebracht zu haben und damit Stammplatzkandidaten für die anstehenden Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup zu sein.
Den Brasilianer Parreira in Schottland vor Ort zu sprechen, war einfach. Den Iraker Mohammed Hawar zu kontaktieren, ist umso schwieriger. "Minimum zehn Mal", hat Saftig in den letzten zwei Wochen mit Hawars Berater gesprochen, ohne bezüglich eines Wechsels auch nur einen Schritt weitergekommen zu sein. "Wenn von Seiten des Spielers wirklich Interesse bestünde, würde mehr kommen", meint der Sportchef, der Hawar fast abgeschrieben hat und somit "Plan B" heranzuziehen gedenkt.
"Nicht dementieren" möchte Saftig Vermutungen, wonach es sich dabei um das Lauterer Talent Daniel Halfar handelt. Der 19-Jährige hat acht U-19-Länderspiele bestritten, ist aber beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern derzeit vom Profikader suspendiert und in die Oberligamannschaft abkommandiert worden.
+ + +
Kauf übt sich in Geduld
Der dienstälteste Feldspieler kehrt in den Trainingsalltag zurück
Bielefeld (tzi). "Bei Rübe dauert’s vielleicht ein bisschen kürzer als bei anderen." Respekt schwingt in diesen Worten des Sport-Geschäftsführers mit. Reinhard Saftig hat Rüdiger Kauf eben genau so kennengelernt wie der Rest der DSC-Familie: Als Profi, der nie auch nur ein Prozent Einsatzbereitschaft missen lässt.
Das gilt für Kauf auch, wenn er sich nach einer Verletzung wieder zur Bundesligareife quält. Derzeit geht es dabei gut voran. Der 32-Jährige hat am Dienstag zum ersten Mal drei Viertel einer Einheit mit der Mannschaft absolviert und nur auf die Torschüsse verzichtet. Gestern das gleiche Programm – wieder ohne Probleme.
Das Comeback des seit der Ausmusterung von Marcio Borges dienstältesten Arminen-Feldspielers (sechs Jahre) nach seinem Muskelriss in der Hüfte, erlitten bei einem Zusammenprall im Vorbereitungsspiel gegen Blackburn, rückt näher. Das Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag, 15.30 Uhr, kommt noch zu früh. Und Duisburg, eine Woche später? "Ich schaue wirklich nur von Tag zu Tag und hüte mich vor Prognosen", sagt Kauf, "momentan ist da noch die Sorge vor einem Rückschlag".
Dass der ehrgeizige Kauf so behutsam vorgeht, wird den Arminen-Trainerstab beruhigen. Gerade er brauche "Geduld, Geduld, Geduld", sagt Ernst Middendorp. Und Kauf hält sich brav an das Programm, das ihm Co-Trainer Frank Geideck und Physiotherapeut Thomas Horstkötter vorgeben. Auch die Tatsache, dass sich Radim Kucera auf seiner Position voll akklimatisiert hat, macht ihn nicht nervös: "Erst muss ich fit werden, dann ist es sowieso nicht meine Entscheidung, ob ich spiele und wo ich spiele."
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Kaiserslauterner Halfar auf der Wunschliste als Alternative für nicht erreichbaren Hawar
Bielefeld (rk). "Jetzt geht es in die heiße Phase", sagt Reinhard Saftig und meint damit die vielen Wechselgeschäfte, die bis zum Stichtag 31. August noch abzuschließen sind. Der Sport-Geschäftsführer des DSC Arminia scheint sich auf die sich anbahnende Mehrarbeit zu freuen, was daran liegt, dass Saftig die Bielefelder "in einer guten Position" wähnt.
Die Ausgangslage: Arminia würde zwei Spielern, Abdelaziz Ahanfouf und Marcio Borges, "keine Steine in den Weg legen" (Saftig), wenn sich ein Abnehmer fände. Es soll Bewegung in die Sache gekommen sein, doch "offizielle Anfragen liegen uns nach wie vor nicht vor", erklärt Saftig. An Stürmer Ahanfouf ist neuerdings neben dem SC Paderborn der französische Zweitligist AC Ajaccio interessiert, Verteidiger Marcio Borges steht angeblich mit dem Regionalliga-Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in Verbindung.
Seit ein paar Tagen zeichnet sich ab, das als dritter Profi Sibusiso Zuma seinen Abschied nehmen könnte. Die Möglichkeit, sich beim Länderspiel Schottland – Südafrika (1:0) einer größeren, interessierten, britischen Öffentlichkeit zu präsentieren, vermochte der Stürmer nicht optimal zu nutzen. Nach einem üblen Tritt in die Kniekehle schied Zuma, dessen Einsatz für das Hertha-Spiel fraglich ist, vorzeitig aus.
Chefcoach Ernst Middendorp bleibt dennoch "bis zum 31.August in Hab-Acht-Stellung", da er "weiß, wie wichtig gutes Sturmpotenzial ist". Konkrete "Fährten aufzunehmen" war Middendorp in Aberdeen also nicht möglich. Als Alternative blieb die Kontaktaufnahme zu Südafrikas Nationalcoach Carlos Alberto Parreira, der den beiden anderen eingesetzten Arminen, Rowen Fernandez und Siyabonga Nkosi, bescheinigte, gute Leistungen gebracht zu haben und damit Stammplatzkandidaten für die anstehenden Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup zu sein.
Den Brasilianer Parreira in Schottland vor Ort zu sprechen, war einfach. Den Iraker Mohammed Hawar zu kontaktieren, ist umso schwieriger. "Minimum zehn Mal", hat Saftig in den letzten zwei Wochen mit Hawars Berater gesprochen, ohne bezüglich eines Wechsels auch nur einen Schritt weitergekommen zu sein. "Wenn von Seiten des Spielers wirklich Interesse bestünde, würde mehr kommen", meint der Sportchef, der Hawar fast abgeschrieben hat und somit "Plan B" heranzuziehen gedenkt.
"Nicht dementieren" möchte Saftig Vermutungen, wonach es sich dabei um das Lauterer Talent Daniel Halfar handelt. Der 19-Jährige hat acht U-19-Länderspiele bestritten, ist aber beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern derzeit vom Profikader suspendiert und in die Oberligamannschaft abkommandiert worden.
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Kauf übt sich in Geduld
Der dienstälteste Feldspieler kehrt in den Trainingsalltag zurück
Bielefeld (tzi). "Bei Rübe dauert’s vielleicht ein bisschen kürzer als bei anderen." Respekt schwingt in diesen Worten des Sport-Geschäftsführers mit. Reinhard Saftig hat Rüdiger Kauf eben genau so kennengelernt wie der Rest der DSC-Familie: Als Profi, der nie auch nur ein Prozent Einsatzbereitschaft missen lässt.
Das gilt für Kauf auch, wenn er sich nach einer Verletzung wieder zur Bundesligareife quält. Derzeit geht es dabei gut voran. Der 32-Jährige hat am Dienstag zum ersten Mal drei Viertel einer Einheit mit der Mannschaft absolviert und nur auf die Torschüsse verzichtet. Gestern das gleiche Programm – wieder ohne Probleme.
Das Comeback des seit der Ausmusterung von Marcio Borges dienstältesten Arminen-Feldspielers (sechs Jahre) nach seinem Muskelriss in der Hüfte, erlitten bei einem Zusammenprall im Vorbereitungsspiel gegen Blackburn, rückt näher. Das Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag, 15.30 Uhr, kommt noch zu früh. Und Duisburg, eine Woche später? "Ich schaue wirklich nur von Tag zu Tag und hüte mich vor Prognosen", sagt Kauf, "momentan ist da noch die Sorge vor einem Rückschlag".
Dass der ehrgeizige Kauf so behutsam vorgeht, wird den Arminen-Trainerstab beruhigen. Gerade er brauche "Geduld, Geduld, Geduld", sagt Ernst Middendorp. Und Kauf hält sich brav an das Programm, das ihm Co-Trainer Frank Geideck und Physiotherapeut Thomas Horstkötter vorgeben. Auch die Tatsache, dass sich Radim Kucera auf seiner Position voll akklimatisiert hat, macht ihn nicht nervös: "Erst muss ich fit werden, dann ist es sowieso nicht meine Entscheidung, ob ich spiele und wo ich spiele."
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
25.08.2007 - 15:36 Uhr
Die Unberechenbaren
Böhme meldet sich fit für das Duell mit Hertha
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Ernst Middendorp referierte über die "Unberechenbarkeit" des Gegners. Hertha sei dafür typisch. "Im Spiel und von Spiel zu Spiel", präzisierte der Arminen-Trainer, unterliege das Team unvorhersehbaren Schwankungen. Gegen den VfB Stuttgart wirkten die Hauptstädter am vorigen Samstag lange Zeit total überfordert, um den Meister am Ende 3:1 zu schlagen.
Eigentlich müsste Middendorp diese Ausgangslage ja lieben. Verriet er der Wolfsburger Stadionzeitung kürzlich doch: "Ich hasse es, berechenbar zu sein." Das Auf und Ab betrachtet Middendorp folgerichtig bei einer Mannschaft, die wie Hertha in großen Teilen neu zusammengesetzt ist, als gefährlich, aber "durchaus normal".
Da arbeitet es sich als DSC-Trainer etwas leichter. Middendorp hat mit Hain, Kucera, Tesche, Böhme, Wichniarek, Eigler und Kamper ein Gerüst stabiler Säulen aus dem furiosen Schlussspurt der Vorsaison in guter Verfassung zur Verfügung.
Die Unberechenbarkeit seines Geschäftes ereilte Middendorp auf andere Art. "Der Spieler Zuma" falle "bestimmt fünf, sechs Wochen aus", berichtete der 48-Jährige. Der südafrikanische Stürmer war beim Länderspiel gegen Schottland am Mittwoch böse getreten worden. Ein Foul mit doppelt gravierenden Folgen: Erstens erlitt Zuma einen Muskelbündelriss in der Wade, der ihn zu einer etwa dreiwöchigen Trainingspause zwingt, zweitens hat er damit seinen "Lebenstraum" von einem schnellen Wechsel in die englische Premier League abzuhaken.
"Kein Klub wird einen Spieler verpflichten, den er vielleicht erst im Oktober wieder zur Verfügung hat", bestätigt Middendorp.
Statt eine Million Euro Ablöse oder mehr für den geschmeidigen Angreifer Zuma einstreichen zu können, unternehmen die Arminen nun einen neuen Versuch, ihn zur Vertragsverlängerung zu bewegen. Dessen Berater Rob Moore hatte dieses Arminen-Begehren Anfang Mai abgelehnt, Südafrika-Experte Middendorp betont dennoch, "dass wir uns sehr wohl perspektivisch mit Zuma beschäftigen, weilich sicher bin, dass er die Wertigkeit für uns haben wird".
Durch den Ausfall von Zuma und Leonidas (Trainingsrückstand) ist Arminia gegen Hertha in den Offensivmöglichkeiten eingeschränkt. Für die gesetzten Artur Wichniarek und Christian Eigler stünden als Alternativen nur Ioannis Masmanidis und Jonas Kamper bereit. Vor diesem Hintergrund machte sich im DSC-Tross Erleichterung breit, als Jörg Böhme (Rückenbeschwerden) im Abschlusstraining Einsatzbereitschaft nachwies. "Im Augenblick sieht es so aus, dass er spielen kann – wenn der Trainer ihn aufstellt", bestätigte Physiotherapeut Thomas Horstkötter.
Daran besteht nach Böhmes Leistungen in Wolfsburg und gegen Frankfurt kaum ein Zweifel. In beiden Partien gefiel der 33-Jährige als Torvorbereiter, ist deshalb in halbwegs gesunder Verfassung unverzichtbar. Nicht allein wegen der auch ihm nachgesagten Unberechenbarkeit. Böhmes derzeitige Verletzungsanfälligkeit spricht allerdings dafür, dass der DSC seine Bemühungen um einen "echten Linksfuß" (Middendorp) intensiviert. "Daran werden wir in den nächsten Tagen zu arbeiten haben", sagt Middendorp. Bekanntlich steht der Lauterer Daniel Halfar (19) auf Arminias Liste.
Voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz (Kirch), Mijatovic, Langkamp, Schuler - Tesche, Kucera, Nkosi, Böhme - Wichniarek, Eigler.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=5046144595dc31409d98c5f79c9951bc&cnt=1786657
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Online-Shop in neuem Gewand
Wer sich die Zeit bis zum mit Spannung erwarteten DSC-Homepage-Relaunch vertreiben und obendrein bereits einen ungefähren Eindruck bekommen will, was ihn ab kommendem Mittwoch erwartet, sollte einen Abstecher in den Online-Shop der Blauen unternehmen.
Visuell renoviert und noch benutzerfreundlicher konzipiert, kann die Homepage nun locker mit dem starken Merchandising-Angebot des Planet Arminia mithalten. Viel Spaß beim Stöbern und Shoppen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6007
Böhme meldet sich fit für das Duell mit Hertha
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Ernst Middendorp referierte über die "Unberechenbarkeit" des Gegners. Hertha sei dafür typisch. "Im Spiel und von Spiel zu Spiel", präzisierte der Arminen-Trainer, unterliege das Team unvorhersehbaren Schwankungen. Gegen den VfB Stuttgart wirkten die Hauptstädter am vorigen Samstag lange Zeit total überfordert, um den Meister am Ende 3:1 zu schlagen.
Eigentlich müsste Middendorp diese Ausgangslage ja lieben. Verriet er der Wolfsburger Stadionzeitung kürzlich doch: "Ich hasse es, berechenbar zu sein." Das Auf und Ab betrachtet Middendorp folgerichtig bei einer Mannschaft, die wie Hertha in großen Teilen neu zusammengesetzt ist, als gefährlich, aber "durchaus normal".
Da arbeitet es sich als DSC-Trainer etwas leichter. Middendorp hat mit Hain, Kucera, Tesche, Böhme, Wichniarek, Eigler und Kamper ein Gerüst stabiler Säulen aus dem furiosen Schlussspurt der Vorsaison in guter Verfassung zur Verfügung.
Die Unberechenbarkeit seines Geschäftes ereilte Middendorp auf andere Art. "Der Spieler Zuma" falle "bestimmt fünf, sechs Wochen aus", berichtete der 48-Jährige. Der südafrikanische Stürmer war beim Länderspiel gegen Schottland am Mittwoch böse getreten worden. Ein Foul mit doppelt gravierenden Folgen: Erstens erlitt Zuma einen Muskelbündelriss in der Wade, der ihn zu einer etwa dreiwöchigen Trainingspause zwingt, zweitens hat er damit seinen "Lebenstraum" von einem schnellen Wechsel in die englische Premier League abzuhaken.
"Kein Klub wird einen Spieler verpflichten, den er vielleicht erst im Oktober wieder zur Verfügung hat", bestätigt Middendorp.
Statt eine Million Euro Ablöse oder mehr für den geschmeidigen Angreifer Zuma einstreichen zu können, unternehmen die Arminen nun einen neuen Versuch, ihn zur Vertragsverlängerung zu bewegen. Dessen Berater Rob Moore hatte dieses Arminen-Begehren Anfang Mai abgelehnt, Südafrika-Experte Middendorp betont dennoch, "dass wir uns sehr wohl perspektivisch mit Zuma beschäftigen, weilich sicher bin, dass er die Wertigkeit für uns haben wird".
Durch den Ausfall von Zuma und Leonidas (Trainingsrückstand) ist Arminia gegen Hertha in den Offensivmöglichkeiten eingeschränkt. Für die gesetzten Artur Wichniarek und Christian Eigler stünden als Alternativen nur Ioannis Masmanidis und Jonas Kamper bereit. Vor diesem Hintergrund machte sich im DSC-Tross Erleichterung breit, als Jörg Böhme (Rückenbeschwerden) im Abschlusstraining Einsatzbereitschaft nachwies. "Im Augenblick sieht es so aus, dass er spielen kann – wenn der Trainer ihn aufstellt", bestätigte Physiotherapeut Thomas Horstkötter.
Daran besteht nach Böhmes Leistungen in Wolfsburg und gegen Frankfurt kaum ein Zweifel. In beiden Partien gefiel der 33-Jährige als Torvorbereiter, ist deshalb in halbwegs gesunder Verfassung unverzichtbar. Nicht allein wegen der auch ihm nachgesagten Unberechenbarkeit. Böhmes derzeitige Verletzungsanfälligkeit spricht allerdings dafür, dass der DSC seine Bemühungen um einen "echten Linksfuß" (Middendorp) intensiviert. "Daran werden wir in den nächsten Tagen zu arbeiten haben", sagt Middendorp. Bekanntlich steht der Lauterer Daniel Halfar (19) auf Arminias Liste.
Voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz (Kirch), Mijatovic, Langkamp, Schuler - Tesche, Kucera, Nkosi, Böhme - Wichniarek, Eigler.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=5046144595dc31409d98c5f79c9951bc&cnt=1786657
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Online-Shop in neuem Gewand
Wer sich die Zeit bis zum mit Spannung erwarteten DSC-Homepage-Relaunch vertreiben und obendrein bereits einen ungefähren Eindruck bekommen will, was ihn ab kommendem Mittwoch erwartet, sollte einen Abstecher in den Online-Shop der Blauen unternehmen.
Visuell renoviert und noch benutzerfreundlicher konzipiert, kann die Homepage nun locker mit dem starken Merchandising-Angebot des Planet Arminia mithalten. Viel Spaß beim Stöbern und Shoppen.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6007
25.08.2007 - 20:48 Uhr
2:0! Arminia ringt Hertha nieder
Arminia Bielefeld besiegt Hertha BSC Berlin in einer spannenden Partie mit 2:0. Zwei kuriose Tore durch Ioannis Masmanidis und Artur Wichniarek brachten die Entscheidung.
Vorspiel
Nach dem 3:1 über den deutschen Meister aus Stuttgart reisten die Berliner mit viel Selbstbewusstsein nach Bielefeld. Aber auch die Blauen hatten trotz der letzten drei Minuten gegen Frankfurt keinen Grund, an ihren Qualitäten zu zweifeln und nervös in die Partie zu gehen.
Personal
Hertha-Trainer Lucien Favre musste auf Kapitän Arne Friedrich und Torjäger Marko Pantelic verzichten. Verteidiger Steve van Bergen und Angreifer Tobias Grahn feierten ihr Debüt in der Bundesliga. Beim DSC fehlte neben den Rekonvaleszenten Rüdiger Kauf, Tobias Rau, Leonidas Kampantais, Stefan Aigner und Umut Kocin auch Sibusiso Zuma, der sich im Länderspiel unter der Woche einen Muskelbündelriss zugezogen hatte. Auf der Position rechts in der Viererkette erhielt Oliver Kirch heute den Vorzug vor Markus Bollmann.
Spielverlauf 1. HZ
Den ersten Schuss der Partie gab Patrick Ebert ab, sein Versuch aus spitzem Winkel stellte für Mathias Hain aber kein Problem dar. Den ersten gelungenen Angriff der Blauen erlebten die Zuschauer in der 8. Minute, als Artur Wichniarek sich schön auf links durchsetzte und Christian Eigler in der Mitte bediente, dessen Schuss aber an einem Verteidiger hängen blieb. Kurz darauf war es erneut Ebert, der mit einem Freistoß für Gefahr sorgte, der knapp über die Latte strich. Auf der anderen Seite zielte Eigler bei einer Direktabnahme nach Flanke von Jörg Böhme nicht genau genug, der Ball ging am langen Pfosten vorbei.
Für Siyabongi Nkosi war das Spiel schon nach 35 Minuten vorbei. Ioannis Masmanidis kam für den glücklos agierenden Südafrikaner in die Partie. Die erste gelbe Karte des Spiels sah Tobias Grahn, der im Arminia-Strafraum Gleichgewichtsstörungen bekam (39.). Das war auch schon die letzte Aktion in einer an Höhepunkten armen Begegnung.
Spielverlauf 2. HZ
Die zweite Hälfte erlebte Grahn nicht mehr, für ihn kam Gilberto. Die Gäste brachten zudem eine Menge Schwung mit aus der Kabine und die DSC-Abwehr ein wenig ins Schwimmen. Zum Glück konnten die Berliner kein Kapital aus der unübersichtlichen Situation schlagen.
Hektik dann auch auf der Gegenseite: Nach einer Ecke bekam Hertha-Keeper Jaroslav Drobny den Ball nur dank eines Rückpasses unter Kontrolle. Indirekter Freistoß für Arminia und Masmanidis jagt das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen. Nur eine Minute später hätte Ioannis fast nachgelegt: Sein Schuss aus gut 20 Metern ging denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei. Für die Berliner hatte danach Okoronkwo den Ausgleich auf dem Fuß, doch Hain konnte glänzend parieren.
Das Spiel wurde jetzt zunehmend unterhaltsamer, zunächst Eigler und dann Wichnairek hätten erhöhen können, doch auch die Gäste tauchten immer wieder gefährlich im DSC-Strafraum auf, u.a. verfehlte Pal Dardai per Kopf nur um Haaresbreite. Lucien Favre brachte Lukasz Piszczek für Andreas Schmidt, später Mineiro für Dardai. Bei den Blauen kam Korzynietz für Tesche und in der 80. schließlich Jonas Kamper für Jörg Böhme.
In der Schlussphase setzten die Gäste die Blauen fast permanent unter Druck, die Arminen kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Völlig unverhofft fiel das erlösende 2:0: Malik Fathi überraschte mit einem Rückpass seinen ihm entgegenstürmenden Keeper, Wichniarek war frei durch und brauchte nur noch einzuschieben. Für König Artur war es das erste Tor gegen seinen Ex-Club. Ein kurioses Ende einer aufregenden Partie.
Nachspiel
Die weiterhin ungeschlagenen Blauen feiern ihren zweiten Sieg und freuen sich über einen mit sieben Punkten aus drei Spielen überaus gelungenen Start in die Saison. Als nächstes stehen die beiden Aufsteiger aus Duisburg und Rostock auf dem Programm.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6009
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Bielefelder bauen auf Böhme
Von Hans Peter Tipp
Bielefeld (WB). 84, 87, 89 - das sind nicht die allwöchentlichen Bingo-Glückszahlen, und auch kein neuer Refrain der Sportfreunde Stiller: Es ist die Minutenstatistik der Last-Minute-Tore, die der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld in dieser Saison schon kassiert hat.
Zwei Spiele. Drei Gegentreffer. Alle kurz vor Toresschluss: Gegen Hertha BSC Berlin soll an diesem Samstag (15.30 Uhr/Premiere live) Schluss sein mit diesem Zahlensalat. Keine späten Geschenke, am liebsten sogar gar kein Gegentreffer in diesem Heimspiel, in dem die Ostwestfalen einen guten Saisonstart veredeln können: Das wünscht sich Trainer Ernst Middendorp von seiner Elf, die dieses Mal anders aussehen wird als in den Wochen zuvor.
Einer soll aber auf gar keinen Fall fehlen: Jörg Böhme, zweimal zwei Torvorlagen in den bisherigen Begegnungen der X-Faktor im Bielefelder Spiel, kämpft nach heftigen Rückenbeschwerden um seine Einsatzchance. Und alle kämpfen mit: Trainer, Co-Trainer, Physiotherapeuten und Betreuer geben bis zum Anpfiff alles, damit der 33 Jahre alte Mannschaftssenior auflaufen kann.
»Noch schätze ich die Chancen 50:50 ein. Das Fragezeichen ist aber nach wie vor da«, sagte Middendorp am Freitag. Da Böhme anschließend das Abschlusstraining anstandslos überstand, sollte er auflaufen können.
Den letzten Kick für den Heilungsprozess gibt der Name des Gegners: Denn gegen »die alte Dame Hertha« trifft »der alte Böhme« besonders gern. Drei Tore gegen Berlin stehen schon auf seinem Konto, alle freilich für den FC Schalke 04. Einer, der auch schon zwei Mal gegen Hertha traf - einmal sogar sehenswert nach einem 70 Meter-Solo -, ist bestimmt nicht dabei. Sibusiso Zuma hat sich im Länderspiel am Mittwoch einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen und wird voraussichtlich fünf Wochen fehlen. Für den Trainer haben sich damit die Wechselambitionen des Südafrika-Stars erledigt: »Das Thema ist durch.«
Zudem stellte Middendorp fest, dass sich die Wege von Zuma und Arminia nicht zwangsläufig Ende dieser Saison trennen müssten: »Wir haben durchaus Interesse, mit ihm über die Saison hinaus in Bielefeld zu verlängern.« Ein erster Vorstoß war vor Wochen bereits im Sande verlaufen: Eine Verlängerung bis zum WM-Jahr 2010 zu Arminias Vorstellungen lehnten Zuma und sein Berater Rob Moore ab. »Manchmal ändern sich die Dinge eben«, bemerkte Sportdirektor Reinhard Saftig.
Andere Arminia-Umstellungen sind jedoch geplant. Bedarf ist auf der rechten Seite, die gegen Frankfurt ein Schwachpunkt war. Middendorp betonte zwar, dass Markus Bollmann sich gegen einen starken Albert Streit nach Kräften gewehrt habe, sagte aber auch: »Wir wissen, dass seine Zukunft in der Innenverteidigung liegt.« Oliver Kirch und Bernd Korzynietz dürfen sich Chancen ausrechnen. Im Mittelfeld ist das Rennen zwischen Siyabonga Nkosi und Ioannis Masmanidis offen.
Ob all das zu mehr Stabilität in den letzten Minuten führt? Sicher kann man sich da nie sein, aber die Bielefelder sind überzeugt, alles getan zu haben, damit sich der späte Spuk an diesem Samstag nicht wiederholt. Middendorp sieht kein Kraftproblem, hat fehlende Konzentration und Abstimmungsprobleme als Ursache ausgemacht. Der Trainer: »Wir dürfen nicht vergessen, dass da mit Langkamp, Mijatovic und Kucera in neuer Rolle eine neue Dreierformation vor Hain spielt.« Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10387&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=baa3f491276e45c61fe36c090aeb734b
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Halfar ein Kandidat für Arminia
Sören Halfar
Bielefeld (WB/tip). Das Bielefelder Werben um den Iraker Hawar Mulla Mohammed Taher scheint im Wüstensand des Emirats Dubai zu verlaufen. »Mehr als wir getan haben, kann man nicht tun - außer Stahlhelm auf und ab in den Irak«, sagte Arminia-Sportdirektor Reinhard Saftig, der deshalb ungefährlichere Wege einschlägt, einen zusätzlichen Spieler für die beim Bielefelder Fußball-Bundesligisten nur von Jörg Böhme besetzte linke Seite zu finden.
Ins Auge gefasst hat er inzwischen das 19 Jahre alte Talent Daniel Halfar vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Der achtfache U-19-Nationalspieler hat in seiner kurzen Laufbahn schon viel erlebt. Aus der Jugend in die 1. Liga katapultiert, startete er teuflisch gut. Sogar Bayern München und Werder Bremen schauten hin. Dann die 2. Liga, und alles wurde schlecht: monatelange Rückenprobleme, operiert, wieder fit, aber suspendiert und zu den Oberliga-Amateuren abgeschoben. »Vor zwei Jahren wäre er für uns gar nicht möglich gewesen«, sagte Saftig gestern über seinen Plan-B-Spieler: »Inzwischen ist er das aber.«
Nächsten Freitag endet die Transferfrist. Bis dahin, so Saftig, werde sich bestimmt etwas tun - auch in Sachen Abdelaziz Ahanfouf: »In der letzten Woche nehmen die Dinge erfahrungsgemäß Fahrt auf.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10386&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=baa3f491276e45c61fe36c090aeb734b
Arminia Bielefeld besiegt Hertha BSC Berlin in einer spannenden Partie mit 2:0. Zwei kuriose Tore durch Ioannis Masmanidis und Artur Wichniarek brachten die Entscheidung.
Vorspiel
Nach dem 3:1 über den deutschen Meister aus Stuttgart reisten die Berliner mit viel Selbstbewusstsein nach Bielefeld. Aber auch die Blauen hatten trotz der letzten drei Minuten gegen Frankfurt keinen Grund, an ihren Qualitäten zu zweifeln und nervös in die Partie zu gehen.
Personal
Hertha-Trainer Lucien Favre musste auf Kapitän Arne Friedrich und Torjäger Marko Pantelic verzichten. Verteidiger Steve van Bergen und Angreifer Tobias Grahn feierten ihr Debüt in der Bundesliga. Beim DSC fehlte neben den Rekonvaleszenten Rüdiger Kauf, Tobias Rau, Leonidas Kampantais, Stefan Aigner und Umut Kocin auch Sibusiso Zuma, der sich im Länderspiel unter der Woche einen Muskelbündelriss zugezogen hatte. Auf der Position rechts in der Viererkette erhielt Oliver Kirch heute den Vorzug vor Markus Bollmann.
Spielverlauf 1. HZ
Den ersten Schuss der Partie gab Patrick Ebert ab, sein Versuch aus spitzem Winkel stellte für Mathias Hain aber kein Problem dar. Den ersten gelungenen Angriff der Blauen erlebten die Zuschauer in der 8. Minute, als Artur Wichniarek sich schön auf links durchsetzte und Christian Eigler in der Mitte bediente, dessen Schuss aber an einem Verteidiger hängen blieb. Kurz darauf war es erneut Ebert, der mit einem Freistoß für Gefahr sorgte, der knapp über die Latte strich. Auf der anderen Seite zielte Eigler bei einer Direktabnahme nach Flanke von Jörg Böhme nicht genau genug, der Ball ging am langen Pfosten vorbei.
Für Siyabongi Nkosi war das Spiel schon nach 35 Minuten vorbei. Ioannis Masmanidis kam für den glücklos agierenden Südafrikaner in die Partie. Die erste gelbe Karte des Spiels sah Tobias Grahn, der im Arminia-Strafraum Gleichgewichtsstörungen bekam (39.). Das war auch schon die letzte Aktion in einer an Höhepunkten armen Begegnung.
Spielverlauf 2. HZ
Die zweite Hälfte erlebte Grahn nicht mehr, für ihn kam Gilberto. Die Gäste brachten zudem eine Menge Schwung mit aus der Kabine und die DSC-Abwehr ein wenig ins Schwimmen. Zum Glück konnten die Berliner kein Kapital aus der unübersichtlichen Situation schlagen.
Hektik dann auch auf der Gegenseite: Nach einer Ecke bekam Hertha-Keeper Jaroslav Drobny den Ball nur dank eines Rückpasses unter Kontrolle. Indirekter Freistoß für Arminia und Masmanidis jagt das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen. Nur eine Minute später hätte Ioannis fast nachgelegt: Sein Schuss aus gut 20 Metern ging denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei. Für die Berliner hatte danach Okoronkwo den Ausgleich auf dem Fuß, doch Hain konnte glänzend parieren.
Das Spiel wurde jetzt zunehmend unterhaltsamer, zunächst Eigler und dann Wichnairek hätten erhöhen können, doch auch die Gäste tauchten immer wieder gefährlich im DSC-Strafraum auf, u.a. verfehlte Pal Dardai per Kopf nur um Haaresbreite. Lucien Favre brachte Lukasz Piszczek für Andreas Schmidt, später Mineiro für Dardai. Bei den Blauen kam Korzynietz für Tesche und in der 80. schließlich Jonas Kamper für Jörg Böhme.
In der Schlussphase setzten die Gäste die Blauen fast permanent unter Druck, die Arminen kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Völlig unverhofft fiel das erlösende 2:0: Malik Fathi überraschte mit einem Rückpass seinen ihm entgegenstürmenden Keeper, Wichniarek war frei durch und brauchte nur noch einzuschieben. Für König Artur war es das erste Tor gegen seinen Ex-Club. Ein kurioses Ende einer aufregenden Partie.
Nachspiel
Die weiterhin ungeschlagenen Blauen feiern ihren zweiten Sieg und freuen sich über einen mit sieben Punkten aus drei Spielen überaus gelungenen Start in die Saison. Als nächstes stehen die beiden Aufsteiger aus Duisburg und Rostock auf dem Programm.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6009
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Bielefelder bauen auf Böhme
Von Hans Peter Tipp
Bielefeld (WB). 84, 87, 89 - das sind nicht die allwöchentlichen Bingo-Glückszahlen, und auch kein neuer Refrain der Sportfreunde Stiller: Es ist die Minutenstatistik der Last-Minute-Tore, die der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld in dieser Saison schon kassiert hat.
Zwei Spiele. Drei Gegentreffer. Alle kurz vor Toresschluss: Gegen Hertha BSC Berlin soll an diesem Samstag (15.30 Uhr/Premiere live) Schluss sein mit diesem Zahlensalat. Keine späten Geschenke, am liebsten sogar gar kein Gegentreffer in diesem Heimspiel, in dem die Ostwestfalen einen guten Saisonstart veredeln können: Das wünscht sich Trainer Ernst Middendorp von seiner Elf, die dieses Mal anders aussehen wird als in den Wochen zuvor.
Einer soll aber auf gar keinen Fall fehlen: Jörg Böhme, zweimal zwei Torvorlagen in den bisherigen Begegnungen der X-Faktor im Bielefelder Spiel, kämpft nach heftigen Rückenbeschwerden um seine Einsatzchance. Und alle kämpfen mit: Trainer, Co-Trainer, Physiotherapeuten und Betreuer geben bis zum Anpfiff alles, damit der 33 Jahre alte Mannschaftssenior auflaufen kann.
»Noch schätze ich die Chancen 50:50 ein. Das Fragezeichen ist aber nach wie vor da«, sagte Middendorp am Freitag. Da Böhme anschließend das Abschlusstraining anstandslos überstand, sollte er auflaufen können.
Den letzten Kick für den Heilungsprozess gibt der Name des Gegners: Denn gegen »die alte Dame Hertha« trifft »der alte Böhme« besonders gern. Drei Tore gegen Berlin stehen schon auf seinem Konto, alle freilich für den FC Schalke 04. Einer, der auch schon zwei Mal gegen Hertha traf - einmal sogar sehenswert nach einem 70 Meter-Solo -, ist bestimmt nicht dabei. Sibusiso Zuma hat sich im Länderspiel am Mittwoch einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen und wird voraussichtlich fünf Wochen fehlen. Für den Trainer haben sich damit die Wechselambitionen des Südafrika-Stars erledigt: »Das Thema ist durch.«
Zudem stellte Middendorp fest, dass sich die Wege von Zuma und Arminia nicht zwangsläufig Ende dieser Saison trennen müssten: »Wir haben durchaus Interesse, mit ihm über die Saison hinaus in Bielefeld zu verlängern.« Ein erster Vorstoß war vor Wochen bereits im Sande verlaufen: Eine Verlängerung bis zum WM-Jahr 2010 zu Arminias Vorstellungen lehnten Zuma und sein Berater Rob Moore ab. »Manchmal ändern sich die Dinge eben«, bemerkte Sportdirektor Reinhard Saftig.
Andere Arminia-Umstellungen sind jedoch geplant. Bedarf ist auf der rechten Seite, die gegen Frankfurt ein Schwachpunkt war. Middendorp betonte zwar, dass Markus Bollmann sich gegen einen starken Albert Streit nach Kräften gewehrt habe, sagte aber auch: »Wir wissen, dass seine Zukunft in der Innenverteidigung liegt.« Oliver Kirch und Bernd Korzynietz dürfen sich Chancen ausrechnen. Im Mittelfeld ist das Rennen zwischen Siyabonga Nkosi und Ioannis Masmanidis offen.
Ob all das zu mehr Stabilität in den letzten Minuten führt? Sicher kann man sich da nie sein, aber die Bielefelder sind überzeugt, alles getan zu haben, damit sich der späte Spuk an diesem Samstag nicht wiederholt. Middendorp sieht kein Kraftproblem, hat fehlende Konzentration und Abstimmungsprobleme als Ursache ausgemacht. Der Trainer: »Wir dürfen nicht vergessen, dass da mit Langkamp, Mijatovic und Kucera in neuer Rolle eine neue Dreierformation vor Hain spielt.« Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10387&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=baa3f491276e45c61fe36c090aeb734b
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Halfar ein Kandidat für Arminia
Sören Halfar
Bielefeld (WB/tip). Das Bielefelder Werben um den Iraker Hawar Mulla Mohammed Taher scheint im Wüstensand des Emirats Dubai zu verlaufen. »Mehr als wir getan haben, kann man nicht tun - außer Stahlhelm auf und ab in den Irak«, sagte Arminia-Sportdirektor Reinhard Saftig, der deshalb ungefährlichere Wege einschlägt, einen zusätzlichen Spieler für die beim Bielefelder Fußball-Bundesligisten nur von Jörg Böhme besetzte linke Seite zu finden.
Ins Auge gefasst hat er inzwischen das 19 Jahre alte Talent Daniel Halfar vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Der achtfache U-19-Nationalspieler hat in seiner kurzen Laufbahn schon viel erlebt. Aus der Jugend in die 1. Liga katapultiert, startete er teuflisch gut. Sogar Bayern München und Werder Bremen schauten hin. Dann die 2. Liga, und alles wurde schlecht: monatelange Rückenprobleme, operiert, wieder fit, aber suspendiert und zu den Oberliga-Amateuren abgeschoben. »Vor zwei Jahren wäre er für uns gar nicht möglich gewesen«, sagte Saftig gestern über seinen Plan-B-Spieler: »Inzwischen ist er das aber.«
Nächsten Freitag endet die Transferfrist. Bis dahin, so Saftig, werde sich bestimmt etwas tun - auch in Sachen Abdelaziz Ahanfouf: »In der letzten Woche nehmen die Dinge erfahrungsgemäß Fahrt auf.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10386&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=baa3f491276e45c61fe36c090aeb734b
26.08.2007 - 18:27 Uhr
Backstage Hertha
Nicht nur die 90 Minuten gegen Hertha BSC waren ereignisreich, auch hinter den Kulissen passierte in der SchücoArena wieder allerlei.
Logenplätze gewonnen
Als Ehrengäste der Arminis durften neun Gewinner eines Theaterwettbewerbs die Partie aus einer Loge verfolgen. Bei solch angehender Bühnenprominenz ließ es sich Lohmann natürlich nicht nehmen, seine Gäste vor dem Stadion persönlich abzuholen und an ihre Plätze zu geleiten. Wir können davon ausgehen, dass die Nachwuchsmimen ihre Freude über das Ergebnis sicherlich nicht spielen mussten.
We want to grow weiter
Gleich eine doppelte Ehrung stand vor dem Spiel an. Stilecht war es eine aus Roland Kentsch und Hans-Hermann Schwick bestehende DSC-Doppelspitze, die Volker Mühlenweg und Michael Winter als neue Mitglieder willkommen hieß. Während Mühlenweg die „Schnapszahl“ 8.888 geschossen hatte, verhalf Winter zum Sprung auf die Neun an erster Stelle. Auch der ASC vermeldete mit Elke van Deursen, die allerdings nicht im Stadion dabei sein konnte, sein mittlerweile 4.000 Mitglied und stellt damit einen großen Anteil der insgesamt 9.400 Arminen, die sich inzwischen per Mitgliedsausweis zu ihrem Club bekennen. Sobald die magische Zahl „10.000“ erreicht ist, verlost der DSC unter allen Mitgliedern attraktive Preise (u.a. ein KIA Picanto im Wert von 11.500 Euro; nähere Infos gibt's im Mitgliederbereich). „We have to fight weiter“ heißt Jonas Kampers Appell auf dem neueste Motiv aus Arminias Image- und Mitgliederkampagne und erinnert auch daran, dass sich Arminia nicht nur als Fussballmannschaft, sondern auch als ein Team aus vielen Tausend Menschen versteht. Oder wie Jonas in diesem Fall hinzufügen würde: „We want to grow weiter“.
Der Besuch des Abwehrchefs
Beim Krombacher Fan-Fest unter der Südtribüne freuten sich Moderator Thomas „Schmitti“ Milse und die feiernden Arminen nach dem Spiel über Besuch von Innenverteidiger Andre Mijatovic, der zuvor eine gutes Match bestritten hatte und wie bereits im aktuellen HALBVIER-Porträt als sehr sympathischer Gesprächspartner auftrat. Nach den aufregenden 90 Minuten gab es zudem auf der Leinwand wie immer „Alle Spiele, alle Tore“ der anderen Bundesligaschauplätze zu begutachten.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6012
Nicht nur die 90 Minuten gegen Hertha BSC waren ereignisreich, auch hinter den Kulissen passierte in der SchücoArena wieder allerlei.
Logenplätze gewonnen
Als Ehrengäste der Arminis durften neun Gewinner eines Theaterwettbewerbs die Partie aus einer Loge verfolgen. Bei solch angehender Bühnenprominenz ließ es sich Lohmann natürlich nicht nehmen, seine Gäste vor dem Stadion persönlich abzuholen und an ihre Plätze zu geleiten. Wir können davon ausgehen, dass die Nachwuchsmimen ihre Freude über das Ergebnis sicherlich nicht spielen mussten.
We want to grow weiter
Gleich eine doppelte Ehrung stand vor dem Spiel an. Stilecht war es eine aus Roland Kentsch und Hans-Hermann Schwick bestehende DSC-Doppelspitze, die Volker Mühlenweg und Michael Winter als neue Mitglieder willkommen hieß. Während Mühlenweg die „Schnapszahl“ 8.888 geschossen hatte, verhalf Winter zum Sprung auf die Neun an erster Stelle. Auch der ASC vermeldete mit Elke van Deursen, die allerdings nicht im Stadion dabei sein konnte, sein mittlerweile 4.000 Mitglied und stellt damit einen großen Anteil der insgesamt 9.400 Arminen, die sich inzwischen per Mitgliedsausweis zu ihrem Club bekennen. Sobald die magische Zahl „10.000“ erreicht ist, verlost der DSC unter allen Mitgliedern attraktive Preise (u.a. ein KIA Picanto im Wert von 11.500 Euro; nähere Infos gibt's im Mitgliederbereich). „We have to fight weiter“ heißt Jonas Kampers Appell auf dem neueste Motiv aus Arminias Image- und Mitgliederkampagne und erinnert auch daran, dass sich Arminia nicht nur als Fussballmannschaft, sondern auch als ein Team aus vielen Tausend Menschen versteht. Oder wie Jonas in diesem Fall hinzufügen würde: „We want to grow weiter“.
Der Besuch des Abwehrchefs
Beim Krombacher Fan-Fest unter der Südtribüne freuten sich Moderator Thomas „Schmitti“ Milse und die feiernden Arminen nach dem Spiel über Besuch von Innenverteidiger Andre Mijatovic, der zuvor eine gutes Match bestritten hatte und wie bereits im aktuellen HALBVIER-Porträt als sehr sympathischer Gesprächspartner auftrat. Nach den aufregenden 90 Minuten gab es zudem auf der Leinwand wie immer „Alle Spiele, alle Tore“ der anderen Bundesligaschauplätze zu begutachten.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6012
27.08.2007 - 06:14 Uhr
Kapitän Hain bringt das Boot an Land
Der Torwart-Routinier hält seinen Vorderleuten in der zweiten Halbzeit den Rücken frei
VON UWE KLEINSCHMIDT
Bielefeld. Seit 1992 gibt es in der Bundesliga die Rückpassregel – seit Samstag nun auch bei Hertha BSC Berlin. Ohne den im DFB-Deutsch erfreulich einfach "Zuspielbestimmung" genannten Erlass hätte Arminia Bielefeld wohl kaum 2:0 gegen die Hauptstädter gewonnen. Zwei Versuche, den Ball Torhüter Jaroslav Drobny zuzuschanzen, hatten für die Herthaner zwei Gegentore zur Folge. Die Arminen nahmen dankbar an. Damit war eine spielerisch dürftige Vorstellung glänzend kaschiert.
Zuspiel 1: Berlins Josip Simunic schaufelt den Ball im Liegen zu Drobny, der ihn mit den Händen aufnimmt. Den indirekten Freistoß aus gut fünf Metern versenkt Ioannis Masmanidis mit Herz und Wucht zum 1:0 (51.).
Zuspiel 2: Herthas Jungnationalspieler Malik Fathi hat immerhin begriffen, dass Torhüter Drobny den Ball durchaus fangen darf, wenn er, Fathi, ihn mit dem Kopf serviert. Leider steht Drobny am völlig falschen Platz und Artur Wichniarek schiebt den Richtung Tor hüpfenden Ball final ins Netz (90.). Abpfiff.
"Das war ein Missverständnis", sagte Fathi nach seinem Fauxpas wenig überraschend, sein Trainer Lucien Favre sprach logischerweise von "zwei dummen Gegentoren."
Ernst Middendorp durfte das alles egal sein. Bielefelds Coach klärte erst nach dem Berlin-Spiel, dass das 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der Woche zuvor sein Team härter getroffen habe, als es nach außen den Anschein nahm: "Die Spieler haben das als Niederlage empfunden." Die zwei Gegentreffer in den letzten drei Minuten hätten sein Team "sehr verunsichert", es habe in der Woche "äußerst nervös" trainiert. Gegen Hertha habe es nun gegolten, Sicherheit zu gewinnen.
Middendorp: "Das war heute die Bewältigung des Resultates der letzten Woche. Dafür haben heute alle Spieler alles gegeben. Zum Schluss sind auch die Spitzen Wichniarek und Eigler zur Unterstützung nach hinten gekommen, um den Gegner zu doppeln. Die Bedenken, dass wieder ein später Ausgleich fällt, waren schon da. Aber heute waren wir sehr konzentriert. Auch wenn wir wissen, dass wir spielerisch bessere Möglichkeiten haben."
Das war eine freundliche Umschreibung dessen, was die Arminen in der ersten Halbzeit geliefert hatten. Die Andeutung einer Chance nach einem Konter über Jörg Böhme, der präzise auf Christian Eigler flankt (23.), der erste Eckball in der 42. Minute – das war’s. Arminias Schwächster war Siyabonga Nkosi hinter den Spitzen.
Schon nach 30 Minuten lief sich Nachfolger Masmanidis an der Seitenlinie warm, in der 34. Minute kam es zum unvermeidbaren Wechsel. Bis um halb fünf war das Kreuzworträtsel im Stadionheft Halbvier eine willkommene Alternative zum uninspirierten Treiben auf dem Platz. Lösungswort: Winkel. Die Hertha meldete sich nur durch drei Distanzschüsse von Patrick Ebert anwesend.
Nach dem Wechsel nahm die Partie Fahrt auf, was in erster Linie an den Gästen lag. Erst der Simunic-Drobny-Patzer brachte die Arminen auf den bis dahin unverhofften Sieg-Kurs. Dann war es am Kapitän, das schlingernde Arminen-Boot mit Ach und Krach in den heimischen Hafen zu führen. Torwart Mathias Hain rief sein ganzes Können ab, um gegen Gilberto (56.), Solomon Okoronkwo (57., 61.) und Lucio (64.) die Führung zu sichern. Zwei Lattenschüsse von Lucio (47.) und Ebert (84.) komplettierten Herthas lange Drangphase. "Ich freue mich, dass ich meinen Teil beitragen konnte", sagte der 34-jährige Schlussmann gewohnt bescheiden.
Mit Wichniareks Erlösung, die den Arminen erfreulicherweise die Nachspielzeit ersparte, hatten die knapp 20.000 Arminen-Fans unter den 20.300 das Zustandekommen der Punkte fünf, sechs und sieben längst vergessen. Die Arminen sind nun Bayern-Jäger und bekamen frei bis Dienstag. Middendorp: "Das ist die Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit. Ich gebe erst zum zweiten mal seit dem 25. Juni zwei Tage am Stück frei."
Arminia Bielefeld - Hertha BSC Berlin 2:0 (0:0)
Bielefeld: Hain - Kirch, Langkamp, Mijatovic, Schuler - Kucera - Tesche (66. Korzynietz), Böhme (81. Kamper) - Nkosi (34. Masmanidis) - Wichniarek, Eigler
Berlin: Drobny - Chahed (76. Mineiro), Simunic, von Bergen, Fathi - Andreas Schmidt (66. Piszczek), Dardai - Ebert, Lucio - Grahn (46. Gilberto), Okoronkwo
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Landshut)
Tore: 1:0 Masmanidis (51.), 2:0 Wichniarek (90.)
Zuschauer: 20.300
Beste Spieler: Kucera, Masmanidis - Lucio Souza
Gelbe Karten: Eigler - Grahn, Drobny
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Der Torwart-Routinier hält seinen Vorderleuten in der zweiten Halbzeit den Rücken frei
VON UWE KLEINSCHMIDT
Bielefeld. Seit 1992 gibt es in der Bundesliga die Rückpassregel – seit Samstag nun auch bei Hertha BSC Berlin. Ohne den im DFB-Deutsch erfreulich einfach "Zuspielbestimmung" genannten Erlass hätte Arminia Bielefeld wohl kaum 2:0 gegen die Hauptstädter gewonnen. Zwei Versuche, den Ball Torhüter Jaroslav Drobny zuzuschanzen, hatten für die Herthaner zwei Gegentore zur Folge. Die Arminen nahmen dankbar an. Damit war eine spielerisch dürftige Vorstellung glänzend kaschiert.
Zuspiel 1: Berlins Josip Simunic schaufelt den Ball im Liegen zu Drobny, der ihn mit den Händen aufnimmt. Den indirekten Freistoß aus gut fünf Metern versenkt Ioannis Masmanidis mit Herz und Wucht zum 1:0 (51.).
Zuspiel 2: Herthas Jungnationalspieler Malik Fathi hat immerhin begriffen, dass Torhüter Drobny den Ball durchaus fangen darf, wenn er, Fathi, ihn mit dem Kopf serviert. Leider steht Drobny am völlig falschen Platz und Artur Wichniarek schiebt den Richtung Tor hüpfenden Ball final ins Netz (90.). Abpfiff.
"Das war ein Missverständnis", sagte Fathi nach seinem Fauxpas wenig überraschend, sein Trainer Lucien Favre sprach logischerweise von "zwei dummen Gegentoren."
Ernst Middendorp durfte das alles egal sein. Bielefelds Coach klärte erst nach dem Berlin-Spiel, dass das 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der Woche zuvor sein Team härter getroffen habe, als es nach außen den Anschein nahm: "Die Spieler haben das als Niederlage empfunden." Die zwei Gegentreffer in den letzten drei Minuten hätten sein Team "sehr verunsichert", es habe in der Woche "äußerst nervös" trainiert. Gegen Hertha habe es nun gegolten, Sicherheit zu gewinnen.
Middendorp: "Das war heute die Bewältigung des Resultates der letzten Woche. Dafür haben heute alle Spieler alles gegeben. Zum Schluss sind auch die Spitzen Wichniarek und Eigler zur Unterstützung nach hinten gekommen, um den Gegner zu doppeln. Die Bedenken, dass wieder ein später Ausgleich fällt, waren schon da. Aber heute waren wir sehr konzentriert. Auch wenn wir wissen, dass wir spielerisch bessere Möglichkeiten haben."
Das war eine freundliche Umschreibung dessen, was die Arminen in der ersten Halbzeit geliefert hatten. Die Andeutung einer Chance nach einem Konter über Jörg Böhme, der präzise auf Christian Eigler flankt (23.), der erste Eckball in der 42. Minute – das war’s. Arminias Schwächster war Siyabonga Nkosi hinter den Spitzen.
Schon nach 30 Minuten lief sich Nachfolger Masmanidis an der Seitenlinie warm, in der 34. Minute kam es zum unvermeidbaren Wechsel. Bis um halb fünf war das Kreuzworträtsel im Stadionheft Halbvier eine willkommene Alternative zum uninspirierten Treiben auf dem Platz. Lösungswort: Winkel. Die Hertha meldete sich nur durch drei Distanzschüsse von Patrick Ebert anwesend.
Nach dem Wechsel nahm die Partie Fahrt auf, was in erster Linie an den Gästen lag. Erst der Simunic-Drobny-Patzer brachte die Arminen auf den bis dahin unverhofften Sieg-Kurs. Dann war es am Kapitän, das schlingernde Arminen-Boot mit Ach und Krach in den heimischen Hafen zu führen. Torwart Mathias Hain rief sein ganzes Können ab, um gegen Gilberto (56.), Solomon Okoronkwo (57., 61.) und Lucio (64.) die Führung zu sichern. Zwei Lattenschüsse von Lucio (47.) und Ebert (84.) komplettierten Herthas lange Drangphase. "Ich freue mich, dass ich meinen Teil beitragen konnte", sagte der 34-jährige Schlussmann gewohnt bescheiden.
Mit Wichniareks Erlösung, die den Arminen erfreulicherweise die Nachspielzeit ersparte, hatten die knapp 20.000 Arminen-Fans unter den 20.300 das Zustandekommen der Punkte fünf, sechs und sieben längst vergessen. Die Arminen sind nun Bayern-Jäger und bekamen frei bis Dienstag. Middendorp: "Das ist die Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit. Ich gebe erst zum zweiten mal seit dem 25. Juni zwei Tage am Stück frei."
Arminia Bielefeld - Hertha BSC Berlin 2:0 (0:0)
Bielefeld: Hain - Kirch, Langkamp, Mijatovic, Schuler - Kucera - Tesche (66. Korzynietz), Böhme (81. Kamper) - Nkosi (34. Masmanidis) - Wichniarek, Eigler
Berlin: Drobny - Chahed (76. Mineiro), Simunic, von Bergen, Fathi - Andreas Schmidt (66. Piszczek), Dardai - Ebert, Lucio - Grahn (46. Gilberto), Okoronkwo
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Landshut)
Tore: 1:0 Masmanidis (51.), 2:0 Wichniarek (90.)
Zuschauer: 20.300
Beste Spieler: Kucera, Masmanidis - Lucio Souza
Gelbe Karten: Eigler - Grahn, Drobny
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
27.08.2007 - 22:17 Uhr
Hertha schenkt Bielefeld den Sieg
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB).
Wir können auch anders: Das beweist Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld schon seit Beginn dieser Saison. Und auch Trainer Ernst Middendorp griff vor dem 2:0-(0:0) gegen Hertha BSC zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Er führte sein Team auf die sanfte Tour zum Erfolg.
»Dieser Sieg war eine Bewältigung des Ergebnisses der letzten Woche«, stellte der Bielefelder Trainer fest. Dann gab er zu, dass er und seine Spieler an dem Drei-Minuten-Blackout gegen Frankfurt (2:2) mehr zu knabbern hatten als sie vorher zugegeben hatten: »Das war wie eine Niederlage, und die Mannschaft wirkte während der Woche unruhig und unsicher. Da war behutsames Arbeiten angesagt.«
Streicheln statt strafen, loben statt laufen: Middendorp und sein Stab zogen alle Register, rückten im Training den Spaß am Zusammensein in den Vordergrund, sprachen aber auch direkt über die Fehler, die gegen Frankfurt den Sieg gekostet hatten. Obwohl alle anderswo genug zu hören bekamen. »Jeder Spieler wird doch in der Bäckerei darauf angesprochen - jeden Tag«, sagte der Trainer, um die Anspannung zu verdeutlichen, in der die Vorbereitung auf das Berlin-Spiel ablief.
Trotz aller Psycho-Therapie war die Ungewissheit nicht gewichen, als der Schiedsrichter anpfiff. Middendorp: »Die Bedenken waren schon da - wie groß, kann ich nicht in Liter oder Kilogramm sagen.« Kleiner wurden die Sorgen zunächst nicht. Eine Halbzeit lang entwickelte sich ein absurd ununterhaltsames Spiel, das wahlweise als »zäh« (Arminia-Anfangsdebütant Oliver Kirch), »von der Taktik geprägt (Kapitän Mathias Hain) oder auch als »schwach« (Sportdirektor Reinhard Saftig) bezeichnet werden konnte.
Arminia produzierte einen Fehler nach dem anderen, Hertha aber auch. Torchancen kamen deshalb nicht vor. Zum Seitenwechsel pfiffen die Zuschauer, und »eine Woche danach« durften die Hausherren erneut froh sein, nicht in Rückstand geraten zu sein. Als aber Berlin mithalf, zeigten die revitalisierenden Maßnahmen schnell Erfolg.
Nachdem der Schiedsrichter »regelkonform« (Middendorp) nach einem Rückpass des Berliner Abwehrspielers Josip Simunic zu Torwart Jaroslav Drobny auf indirekten Freistoß am Fünf-Meter-Raum entschied, nutzten die Gastgeber dieses Geschenk. Allerdings war das 1:0 schlau gemacht: Radim Kucera und Jörg Böhme täuschten einen Schuss Böhmes an, doch der Tscheche legte den Ball mit der Sohle auf den eingewechselten Ioannis Masmanidis zurück. Der fand die Lücke in der Hertha-Mauer. Der Torschütze schilderte diesen Glücksmoment so: »Wir sind mit mehreren hingegangen, damit die Berliner nicht wissen, wer schießt. Dann habe ich Kuce zugerufen, dass er den Ball zurück legen soll, und mit Jörg Blickkontakt gehabt.«
Weil Hertha dann drängte, begann das große Zittern, spätestens als zum zweiten Mal nach einem Freistoß Patrick Eberts (84.) ein Berliner Ball die Latte berührte. »Heute haben wir uns aber gesagt: Nicht schon wieder«, erklärte Oliver Kirch, und die anderen Arminen dachten ebenso. Wichtiger noch: Sie taten etwas dafür. Selbst die Stürmer ließen sich am eigenen Strafraum blicken. »Da war eine ganze andere Spannung in der Mannschaft als gegen Frankfurt«, beobachtete der Trainer, dass alle ihre Lektion gelernt hatten.
Und so wurde tatsächlich alles gut. Als Hertha das zweite Bielefelder Tor (90.) spendierte, war Artur Wichniarek schon wieder nach vorn geeilt. Dort verhinderte er schnellen Schrittes ein sich abzeichnendes Eigentor Malik Fathi und schob den Ball lieber selbst über die Linie.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10423&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=4469e56fe2721018fd3d210864194581
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB).
Wir können auch anders: Das beweist Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld schon seit Beginn dieser Saison. Und auch Trainer Ernst Middendorp griff vor dem 2:0-(0:0) gegen Hertha BSC zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Er führte sein Team auf die sanfte Tour zum Erfolg.
»Dieser Sieg war eine Bewältigung des Ergebnisses der letzten Woche«, stellte der Bielefelder Trainer fest. Dann gab er zu, dass er und seine Spieler an dem Drei-Minuten-Blackout gegen Frankfurt (2:2) mehr zu knabbern hatten als sie vorher zugegeben hatten: »Das war wie eine Niederlage, und die Mannschaft wirkte während der Woche unruhig und unsicher. Da war behutsames Arbeiten angesagt.«
Streicheln statt strafen, loben statt laufen: Middendorp und sein Stab zogen alle Register, rückten im Training den Spaß am Zusammensein in den Vordergrund, sprachen aber auch direkt über die Fehler, die gegen Frankfurt den Sieg gekostet hatten. Obwohl alle anderswo genug zu hören bekamen. »Jeder Spieler wird doch in der Bäckerei darauf angesprochen - jeden Tag«, sagte der Trainer, um die Anspannung zu verdeutlichen, in der die Vorbereitung auf das Berlin-Spiel ablief.
Trotz aller Psycho-Therapie war die Ungewissheit nicht gewichen, als der Schiedsrichter anpfiff. Middendorp: »Die Bedenken waren schon da - wie groß, kann ich nicht in Liter oder Kilogramm sagen.« Kleiner wurden die Sorgen zunächst nicht. Eine Halbzeit lang entwickelte sich ein absurd ununterhaltsames Spiel, das wahlweise als »zäh« (Arminia-Anfangsdebütant Oliver Kirch), »von der Taktik geprägt (Kapitän Mathias Hain) oder auch als »schwach« (Sportdirektor Reinhard Saftig) bezeichnet werden konnte.
Arminia produzierte einen Fehler nach dem anderen, Hertha aber auch. Torchancen kamen deshalb nicht vor. Zum Seitenwechsel pfiffen die Zuschauer, und »eine Woche danach« durften die Hausherren erneut froh sein, nicht in Rückstand geraten zu sein. Als aber Berlin mithalf, zeigten die revitalisierenden Maßnahmen schnell Erfolg.
Nachdem der Schiedsrichter »regelkonform« (Middendorp) nach einem Rückpass des Berliner Abwehrspielers Josip Simunic zu Torwart Jaroslav Drobny auf indirekten Freistoß am Fünf-Meter-Raum entschied, nutzten die Gastgeber dieses Geschenk. Allerdings war das 1:0 schlau gemacht: Radim Kucera und Jörg Böhme täuschten einen Schuss Böhmes an, doch der Tscheche legte den Ball mit der Sohle auf den eingewechselten Ioannis Masmanidis zurück. Der fand die Lücke in der Hertha-Mauer. Der Torschütze schilderte diesen Glücksmoment so: »Wir sind mit mehreren hingegangen, damit die Berliner nicht wissen, wer schießt. Dann habe ich Kuce zugerufen, dass er den Ball zurück legen soll, und mit Jörg Blickkontakt gehabt.«
Weil Hertha dann drängte, begann das große Zittern, spätestens als zum zweiten Mal nach einem Freistoß Patrick Eberts (84.) ein Berliner Ball die Latte berührte. »Heute haben wir uns aber gesagt: Nicht schon wieder«, erklärte Oliver Kirch, und die anderen Arminen dachten ebenso. Wichtiger noch: Sie taten etwas dafür. Selbst die Stürmer ließen sich am eigenen Strafraum blicken. »Da war eine ganze andere Spannung in der Mannschaft als gegen Frankfurt«, beobachtete der Trainer, dass alle ihre Lektion gelernt hatten.
Und so wurde tatsächlich alles gut. Als Hertha das zweite Bielefelder Tor (90.) spendierte, war Artur Wichniarek schon wieder nach vorn geeilt. Dort verhinderte er schnellen Schrittes ein sich abzeichnendes Eigentor Malik Fathi und schob den Ball lieber selbst über die Linie.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10423&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=4469e56fe2721018fd3d210864194581
28.08.2007 - 07:18 Uhr
Halfar besteht Medizin-Check
Lauterer Linksfuß schon in Bielefeld
Bielefeld (tzi). Wenn schon der mit Festlegungen in der Öffentlichkeit stets überaus defensiv agierende Sport-Geschäftsführer nach dem Sieg gegen Hertha von "ziemlich guten Kontakten zu DanielHalfar" spricht und die mit dem 1. FC Kaiserslautern zu verhandelnde Ablöse als "nicht unüberwindbar" bezeichnet, sollte der Zugang so gut wie feststehen. Reinhard Saftig, der manchen wegen seiner Vorsicht als Vater der Bielefelder Porzellankiste gilt, schränkte zwar am Sonntag erwartungsgemäß ein, es seien "noch viele Dinge zu klären", dennoch spricht alles dafür, dass Arminia den lange gesuchten offensiven Linksfuß an Land gezogen hat.
Schon am vergangenen Freitag war Halfar zur sportärztlichen Untersuchung in Bielefeld. "Was das betrifft, gibt es keine Fragezeichen mehr", bestätigt Middendorp, "wenn die Finanzseite mit Kaiserslautern geklärt ist, werden wir den Spieler am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag offiziell präsentieren können." Dass der 19-Jährige sein Wunschspieler ist, daran lässt der DSC-Coach keinen Zweifel: "Ich bin froh, wenn wir ihn kriegen. Ich erwarte am Montag eine Entscheidung." Saftig dazu: "Ich weiß nicht, ob es am Montag oder Dienstag sein wird."
Halfar debütierte bereits mit 17 für die Pfälzer in der Ersten Liga und machte Großklubs wie Bayern und Bremen auf sich aufmerksam. Der in Millionenhöhen geschossene Kurs des U-19-Nationalspielers fiel infolge zahlreicher Verletzungen (Rücken, Knie) rasant. Zuletzt schickten ihn die Lauterer auch aus disziplinarischen Gründen - er soll bei einer Feier über die Stränge geschlagen haben - in ihr Oberligateam. So dürfte das Talent Halfar inzwischen für rund 500.000 Euro zu haben sein.
Er soll auf der linken Seite als Alternative zu Jörg Böhme aufgebaut werden. Der 33 Jahre alte Ex-Schalker plagt sich in der Startphase der Saison mit Rückenbeschwerden und scheint sich momentan nur von Spiel zu Spiel zu schleppen.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=52e46ce0259b35b110e9bfaa50f488c2&cnt=1789023
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Masmanidis hat eine gute Idee
Deutsch-Grieche kommt für Nkosi, trifft zum 1:0 und spürt Genugtuung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Erst die Mannschaft, dann das persönliche Vergnügen - Ioannis Masmanidis, der auf dem Platz die Finten und die Tricks eines Alleinunterhalters beherrscht, hat dieses Arminen-Gesetz längst begriffen. "Ich freue mich für die Mannschaft, aber auch persönlich", diktierte der frühere U-21-Nationalspieler in die zahlreich gezückten Notizblöcke.
Als Matchwinner hätte er sich feiern lassen können. Jener wenig gescheite Rückpass von Josip Simunic auf seinen Torwart Jaroslav Drobny gab ihm per Freistoß aus gut fünf Metern die Chance, Arminia auf die Siegerstraße zu schießen. Obwohl Trainer Ernst Middendorp Andre Mijatovic, Jörg Böhme und Radim Kucera als Freistoß-Chefs im zentralen Bereich bezeichnete, rief Masmanidis dem Tschechen seine gute Idee zu: "Wir müssen mehr Spieler in Ballnähe haben, damit sie nicht wissen, wer schießt." Sprach’s und positionierte sich hinter Kucera.
Der täuschte einmal Richtung Böhme an, rollte das Spielgerät jedoch rückwärts und Masmanidis drosch es zum 1:0 in die Maschen.
Bei aller Freude darüber,die Grundlage für den kollektiven Erfolg gelegt zu haben, räumte der Deutsch-Grieche durchaus ein, "Genugtuung" empfunden zu haben. "Es war schon bitter für mich", sagte der 24-Jährige in Anspielung auf seinen Saisonstart.
Middendorp hatte in Wolfsburg und gegen Frankfurt Zugang Siyabonga Nkosi vorgezogen und das damit begründet, dass der Südafrikaner "besser nach hinten arbeitet, während Masmanidis offensiv seine Vorteile hat".
Auch gegen Hertha BSC saß "Janni" zunächst draußen. Doch Nkosi stand diesmal total neben den Schuhen, was Middendorp mit dessen Länderspieleinsatz vom Mittwoch in Schottland erklärte. "Er wird den Wert für uns haben und vielleicht schon in Duisburg wieder anspielen", sagte er.
Das hofft Masmanidis nicht, zumindest solange nicht, wie es auf seine Kosten geht. "Alle haben mir eine gute Vorbereitung bescheinigt, wenn du dann plötzlich draußen bist, ist das nicht einfach." Der frühere Karlsruher will den Blick aber nur nach vorn richten und traut sich zu, auch defensiv zu bestehen: "So schwierig ist es ja nicht, die Räume zuzustellen." Wenn ihm das gelingt und er vorne gefährlich bleibt, wird vielleicht doch noch eine Saison daraus, die seinen Erwartungen entspricht.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=52e46ce0259b35b110e9bfaa50f488c2&cnt=1789021
Lauterer Linksfuß schon in Bielefeld
Bielefeld (tzi). Wenn schon der mit Festlegungen in der Öffentlichkeit stets überaus defensiv agierende Sport-Geschäftsführer nach dem Sieg gegen Hertha von "ziemlich guten Kontakten zu DanielHalfar" spricht und die mit dem 1. FC Kaiserslautern zu verhandelnde Ablöse als "nicht unüberwindbar" bezeichnet, sollte der Zugang so gut wie feststehen. Reinhard Saftig, der manchen wegen seiner Vorsicht als Vater der Bielefelder Porzellankiste gilt, schränkte zwar am Sonntag erwartungsgemäß ein, es seien "noch viele Dinge zu klären", dennoch spricht alles dafür, dass Arminia den lange gesuchten offensiven Linksfuß an Land gezogen hat.
Schon am vergangenen Freitag war Halfar zur sportärztlichen Untersuchung in Bielefeld. "Was das betrifft, gibt es keine Fragezeichen mehr", bestätigt Middendorp, "wenn die Finanzseite mit Kaiserslautern geklärt ist, werden wir den Spieler am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag offiziell präsentieren können." Dass der 19-Jährige sein Wunschspieler ist, daran lässt der DSC-Coach keinen Zweifel: "Ich bin froh, wenn wir ihn kriegen. Ich erwarte am Montag eine Entscheidung." Saftig dazu: "Ich weiß nicht, ob es am Montag oder Dienstag sein wird."
Halfar debütierte bereits mit 17 für die Pfälzer in der Ersten Liga und machte Großklubs wie Bayern und Bremen auf sich aufmerksam. Der in Millionenhöhen geschossene Kurs des U-19-Nationalspielers fiel infolge zahlreicher Verletzungen (Rücken, Knie) rasant. Zuletzt schickten ihn die Lauterer auch aus disziplinarischen Gründen - er soll bei einer Feier über die Stränge geschlagen haben - in ihr Oberligateam. So dürfte das Talent Halfar inzwischen für rund 500.000 Euro zu haben sein.
Er soll auf der linken Seite als Alternative zu Jörg Böhme aufgebaut werden. Der 33 Jahre alte Ex-Schalker plagt sich in der Startphase der Saison mit Rückenbeschwerden und scheint sich momentan nur von Spiel zu Spiel zu schleppen.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=52e46ce0259b35b110e9bfaa50f488c2&cnt=1789023
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Masmanidis hat eine gute Idee
Deutsch-Grieche kommt für Nkosi, trifft zum 1:0 und spürt Genugtuung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Erst die Mannschaft, dann das persönliche Vergnügen - Ioannis Masmanidis, der auf dem Platz die Finten und die Tricks eines Alleinunterhalters beherrscht, hat dieses Arminen-Gesetz längst begriffen. "Ich freue mich für die Mannschaft, aber auch persönlich", diktierte der frühere U-21-Nationalspieler in die zahlreich gezückten Notizblöcke.
Als Matchwinner hätte er sich feiern lassen können. Jener wenig gescheite Rückpass von Josip Simunic auf seinen Torwart Jaroslav Drobny gab ihm per Freistoß aus gut fünf Metern die Chance, Arminia auf die Siegerstraße zu schießen. Obwohl Trainer Ernst Middendorp Andre Mijatovic, Jörg Böhme und Radim Kucera als Freistoß-Chefs im zentralen Bereich bezeichnete, rief Masmanidis dem Tschechen seine gute Idee zu: "Wir müssen mehr Spieler in Ballnähe haben, damit sie nicht wissen, wer schießt." Sprach’s und positionierte sich hinter Kucera.
Der täuschte einmal Richtung Böhme an, rollte das Spielgerät jedoch rückwärts und Masmanidis drosch es zum 1:0 in die Maschen.
Bei aller Freude darüber,die Grundlage für den kollektiven Erfolg gelegt zu haben, räumte der Deutsch-Grieche durchaus ein, "Genugtuung" empfunden zu haben. "Es war schon bitter für mich", sagte der 24-Jährige in Anspielung auf seinen Saisonstart.
Middendorp hatte in Wolfsburg und gegen Frankfurt Zugang Siyabonga Nkosi vorgezogen und das damit begründet, dass der Südafrikaner "besser nach hinten arbeitet, während Masmanidis offensiv seine Vorteile hat".
Auch gegen Hertha BSC saß "Janni" zunächst draußen. Doch Nkosi stand diesmal total neben den Schuhen, was Middendorp mit dessen Länderspieleinsatz vom Mittwoch in Schottland erklärte. "Er wird den Wert für uns haben und vielleicht schon in Duisburg wieder anspielen", sagte er.
Das hofft Masmanidis nicht, zumindest solange nicht, wie es auf seine Kosten geht. "Alle haben mir eine gute Vorbereitung bescheinigt, wenn du dann plötzlich draußen bist, ist das nicht einfach." Der frühere Karlsruher will den Blick aber nur nach vorn richten und traut sich zu, auch defensiv zu bestehen: "So schwierig ist es ja nicht, die Räume zuzustellen." Wenn ihm das gelingt und er vorne gefährlich bleibt, wird vielleicht doch noch eine Saison daraus, die seinen Erwartungen entspricht.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=52e46ce0259b35b110e9bfaa50f488c2&cnt=1789021
28.08.2007 - 22:07 Uhr
Das nächste »Pop-Idol«
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB). Der Sportplatz Ostwestfalen-Lippe wird schriller - jedenfalls, wenn Arminia Bielefeld heute oder morgen die schon fast perfekte Verpflichtung des 19 Jahre alten Daniel Halfar bekannt gibt.
Nach Handball-Weltmeister Michael Kraus (TBV Lemgo), der die jungen Mädchen scharenweise anlockt, kommt dann der nächste Teenieschwarm in die Region.
Daniel Halfar, blond, fesche Frisur - er war in Kaiserslautern der »Rote Teufel«, den der Nachwuchs angehimmelt hat. Ein Kicker mit eigenem Fan-Club. »Er hatte bei den Teenagern den Status eines Popstars«, hieß es gestern bei der »Rheinpfalz«, der größten Tageszeitung der Stadt. Doch der 19-Jährige hat nicht nur die Haare schön, er galt und gilt trotz langwieriger Rückenbeschwerden als eine der ganz großen Begabungen des deutschen Fußballs.
Dass der Linksfuß sein Talent bald in Bielefeld beweisen darf, stößt rund um den Betzenberg auf völliges Unverständnis. Gebetsmühlenartig hatten Trainer Ketil André Rekdal und Sportdirektor Michael Schjönberg betont, beim Neuaufbau auf junge Kräfte aus den eigenen Reihen zu setzen. Halfar, der bei Phoenix Mannheim begann und seit der E-Jugend ein Betze-Bub ist, schickten sie aber kürzlich zu den Amateuren. Dabei hatte sich der Linksaußen nach monatelangen Rückenschmerzen und einer Operation, bei der ein Nerv verödet worden war, gerade wieder fit gemeldet.
Jetzt darf er gegen eine Ablösesumme in mittlerer sechsstelliger Höhe gehen - vorgeblich, weil der Verein, der seit dem Abstieg aus der 1. Liga im Sommer 2006 hinter den Erwartungen geblieben ist und auch jetzt noch ohne Sieg fehlgestartet ist, auf das Geld angewiesen ist. Doch ein wenig scheint es, als verhökerten die Roten Teufel ihr Tafelsilber. Arminia soll es Recht sein.
Noch ist der Transfer jedoch nicht in trockenen Tüchern. »Wir rechnen aber damit, dass wir am Dienstag oder Mittwoch soweit sind«, sagte Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig gestern. Mit dem Spieler und dem Verein sei man sich weitgehend einig. Was noch der Diagnose bedarf, ist die Krankenakte des jungen Mannes, der mit 17 direkt aus der Jugend in die Bundesliga durchgestartet war. 18 Einsätze, drei Tore, drei Torvorlagen - so die eindrucksvolle Bilanz, mit der er das Abstiegsjahr der Lauterer abschloss und damit sogar ein paar große Vereine auf sich aufmerksam machte.
In der vergangenen Saison stand er hingegen nur noch ein Mal für volle 90 Minuten auf dem Platz. »Ich wäre froh, wenn wir ihn kriegen«, sagte Trainer Ernst Middendorp und freut sich auf die zusätzliche Linksvariante. Nicht, weil er Jörg Böhme diese Seite entziehen möchte, sondern weil mit Halfar perspektivisch ein Nachfolger aufgebaut werden könnte. Wenn er gesund bleibt.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB). Der Sportplatz Ostwestfalen-Lippe wird schriller - jedenfalls, wenn Arminia Bielefeld heute oder morgen die schon fast perfekte Verpflichtung des 19 Jahre alten Daniel Halfar bekannt gibt.
Nach Handball-Weltmeister Michael Kraus (TBV Lemgo), der die jungen Mädchen scharenweise anlockt, kommt dann der nächste Teenieschwarm in die Region.
Daniel Halfar, blond, fesche Frisur - er war in Kaiserslautern der »Rote Teufel«, den der Nachwuchs angehimmelt hat. Ein Kicker mit eigenem Fan-Club. »Er hatte bei den Teenagern den Status eines Popstars«, hieß es gestern bei der »Rheinpfalz«, der größten Tageszeitung der Stadt. Doch der 19-Jährige hat nicht nur die Haare schön, er galt und gilt trotz langwieriger Rückenbeschwerden als eine der ganz großen Begabungen des deutschen Fußballs.
Dass der Linksfuß sein Talent bald in Bielefeld beweisen darf, stößt rund um den Betzenberg auf völliges Unverständnis. Gebetsmühlenartig hatten Trainer Ketil André Rekdal und Sportdirektor Michael Schjönberg betont, beim Neuaufbau auf junge Kräfte aus den eigenen Reihen zu setzen. Halfar, der bei Phoenix Mannheim begann und seit der E-Jugend ein Betze-Bub ist, schickten sie aber kürzlich zu den Amateuren. Dabei hatte sich der Linksaußen nach monatelangen Rückenschmerzen und einer Operation, bei der ein Nerv verödet worden war, gerade wieder fit gemeldet.
Jetzt darf er gegen eine Ablösesumme in mittlerer sechsstelliger Höhe gehen - vorgeblich, weil der Verein, der seit dem Abstieg aus der 1. Liga im Sommer 2006 hinter den Erwartungen geblieben ist und auch jetzt noch ohne Sieg fehlgestartet ist, auf das Geld angewiesen ist. Doch ein wenig scheint es, als verhökerten die Roten Teufel ihr Tafelsilber. Arminia soll es Recht sein.
Noch ist der Transfer jedoch nicht in trockenen Tüchern. »Wir rechnen aber damit, dass wir am Dienstag oder Mittwoch soweit sind«, sagte Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig gestern. Mit dem Spieler und dem Verein sei man sich weitgehend einig. Was noch der Diagnose bedarf, ist die Krankenakte des jungen Mannes, der mit 17 direkt aus der Jugend in die Bundesliga durchgestartet war. 18 Einsätze, drei Tore, drei Torvorlagen - so die eindrucksvolle Bilanz, mit der er das Abstiegsjahr der Lauterer abschloss und damit sogar ein paar große Vereine auf sich aufmerksam machte.
In der vergangenen Saison stand er hingegen nur noch ein Mal für volle 90 Minuten auf dem Platz. »Ich wäre froh, wenn wir ihn kriegen«, sagte Trainer Ernst Middendorp und freut sich auf die zusätzliche Linksvariante. Nicht, weil er Jörg Böhme diese Seite entziehen möchte, sondern weil mit Halfar perspektivisch ein Nachfolger aufgebaut werden könnte. Wenn er gesund bleibt.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
28.08.2007 - 22:39 Uhr
200 Stücke Nostalgie pur!
Letzte Gelegenheit: Noch einmal bietet sich ab Mittwoch, 29. August, den DSC-Fans die Chance auf ein kleines, nostalgisch wertvolles Stück aus der alten Osttribüne.
Wegen der unglaublich großen Nachfrage wurden weitere 200 Originalsteine aus der "Abrissmasse" der Osttribüne auf blauem Samt drapiert und einzeln verpackt. Man kann sie in der Geschäftsstelle des DSC zum Preis von 5,00 Euro erwerben.
Arminia möchte damit nicht nur 200 Fans eine Freude machen, sondern aus Altem auch wieder Neues entstehen lassen. Von jedem verkauften Stein gehen 2,50 Euro an Arminias Kooperationspartner Deutsche Welthungerhilfe, der damit Straßen- und Waisenkindern in der ghanaischen Hauptstadt Accra unterstützt. Nähere Infos gibt es HIER (http://www.welthungerhilfe.de/ghana-hilfsprojekt-strassenkinder.html ).
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6025
Letzte Gelegenheit: Noch einmal bietet sich ab Mittwoch, 29. August, den DSC-Fans die Chance auf ein kleines, nostalgisch wertvolles Stück aus der alten Osttribüne.
Wegen der unglaublich großen Nachfrage wurden weitere 200 Originalsteine aus der "Abrissmasse" der Osttribüne auf blauem Samt drapiert und einzeln verpackt. Man kann sie in der Geschäftsstelle des DSC zum Preis von 5,00 Euro erwerben.
Arminia möchte damit nicht nur 200 Fans eine Freude machen, sondern aus Altem auch wieder Neues entstehen lassen. Von jedem verkauften Stein gehen 2,50 Euro an Arminias Kooperationspartner Deutsche Welthungerhilfe, der damit Straßen- und Waisenkindern in der ghanaischen Hauptstadt Accra unterstützt. Nähere Infos gibt es HIER (http://www.welthungerhilfe.de/ghana-hilfsprojekt-strassenkinder.html ).
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6025
29.08.2007 - 07:11 Uhr
Gleich ins kalte Wasser geworfen
Neuzugang Halfar debütiert beim 4:0 im Testspiel gegen Hatta Dubai
VON TORSTEN ZIEGLER
Marienfeld. Daniel Halfar spricht von einem "neuen Lebensabschnitt". Das ist sicher nicht zu hoch gegriffen, wenn ein 19-Jähriger flügge wird und die Pfalz gegen den Teutoburger Wald eintauscht. Um fünf Uhr in der Frühe hatte er sich in Mannheim ins Auto gesetzt. Um die Mittagszeit meldete Arminia Bielefeld die Verpflichtung des Offensiv-Talents für drei Jahre. Wenig später lag schon die Gastspielgenehmigung für den Einsatz gegen Hatta Dubai vor, und um 17 Uhr hatte Halfar für die rund 250 Zuschauer in Marienfeld gut sichtbar das Kapitel Kaiserslautern hinter sich gelassen.
DSC-Trainer Ernst Middendorp wollte "keine Zeit vertun" und Halfar "so schnell wie möglich an die Mannschaft und unsere Abläufe ranbringen", also wechselte er den Linksfuß für die zweite Halbzeit ein. Noch trug er die Nummer 40 – notgedrungen, da seine 24 auf Arminias Trikots mit dem Namen des nach Gladbach gewechselten Marcel Ndjeng verziert ist.
Zum 4:0 (1:0)-Sieg des Bundesligisten leistete Halfar noch keinen entscheidenden Beitrag. In drei, vier Szenen gefiel er mit enger Ballführung und zeitgerechtem Abspiel. Einmal tauchte er frei vor dem Torwart auf, entschied sich jedoch falsch: Statt sofort zu schießen, wollte er den Gegner umkurven und blieb hängen. Fehlende Spielpraxis mag hierfür ein Grund gewesen sein. Halfar hat in dieser Saison erst zwei Halbzeiten für die Lauterer Amateure bestritten, wahrscheinlich braucht er bis zur absoluten Fitness auch noch etwas Zeit.
"Man darf nicht vergessen, dass er erst Anfang Juli am Rücken operiert wurde", sagte Reinhard Saftig. Der Sport-Geschäftsführer des DSC hatte vor der Vertragsunterschrift noch Vergangenheitsbewältigung bei Halfar betrieben. Dem U-19-Nationalspieler eilte der Ruf voraus, es mit Reha-Maßnahmen nicht sehr ernst genommen zu haben. Außerdem soll er ein Mal zu lange gefeiert haben. Insgesamt trug dieses Verhalten dem Teenager-Idol die Verbannung zu den Lauterer Amateuren ein. Als "Missverständnisse" stuft er selbst die Probleme ein. Saftig mochte im Dialog mit Halfar aber gar nicht in Details wühlen. "Der eine sagt so, der andere so. Mich interessiert das nicht. Wichtig ist, dass er jetzt bei uns über alles Bescheid weiß."
Die rein sportlichen Erwartungen an Halfar sind dagegen von Geduld geprägt. Es ist nicht so, dass er die Erstliga-Abwehrreihen ab sofort schwindelig spielen soll. Glücklicherweise hatte der zuletzt unter Rückenproblemen leidende Jörg Böhme morgens beim Training 100 Minuten voll mitgepowert, so dass Middendorp abends zufrieden über Halfar sagen konnte: "Wir stehen nicht so unter Druck, ihn am Samstag gegen Duisburg unbedingt mitnehmen zu müssen." Das gilt auch für Rüdiger Kauf und Leonidas, die beide nach ihren Verletzungen in der ersten Halbzeit eingesetzt wurden. Zum jetzigen Zeitpunkt wolle er nichts ausschließen, betonte Middendorp, "aber eigentlich kommt Duisburg für Halfar, Kauf und Leonidas zu früh".
Auffälligste Akteure beim Sieg über das Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten waren Abdelaziz Ahanfouf und der Nachwuchsmann Thilo Versick, die das 1:0 von Haeder (45. Minute) gemeinschaftlich auf 4:0 ausbauten. Erst traf der Marokkaner zweimal nach präziser Vorarbeit von Versick (50. und 56.), dann revanchierte sich Ahanfouf uneigennützig (75.). Vor den Augen einiger Scouts (Uwe Fuchs, Ansgar Brinkmann) und des Ex-Trainers Benno Möhlmann, jetzt Eintracht Braunschweig, dokumentierte der bei Middendorp auf der Verkaufsliste stehende Ahanfouf damit seine Abschlussqualität. Möhlmann dürfte eher einen Blick auf Marcio Borges geworfen haben, um seiner stets in der Schlussphase verwundbaren Abwehr mehr Halt zu geben. Der Regionalliga-Coach bestätigte sein grundsätzliches Interesse an DSC-Spielern, schränkte aber ein: "Ich weiß nicht, ob das zu realisieren ist."
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Neuzugang Halfar debütiert beim 4:0 im Testspiel gegen Hatta Dubai
VON TORSTEN ZIEGLER
Marienfeld. Daniel Halfar spricht von einem "neuen Lebensabschnitt". Das ist sicher nicht zu hoch gegriffen, wenn ein 19-Jähriger flügge wird und die Pfalz gegen den Teutoburger Wald eintauscht. Um fünf Uhr in der Frühe hatte er sich in Mannheim ins Auto gesetzt. Um die Mittagszeit meldete Arminia Bielefeld die Verpflichtung des Offensiv-Talents für drei Jahre. Wenig später lag schon die Gastspielgenehmigung für den Einsatz gegen Hatta Dubai vor, und um 17 Uhr hatte Halfar für die rund 250 Zuschauer in Marienfeld gut sichtbar das Kapitel Kaiserslautern hinter sich gelassen.
DSC-Trainer Ernst Middendorp wollte "keine Zeit vertun" und Halfar "so schnell wie möglich an die Mannschaft und unsere Abläufe ranbringen", also wechselte er den Linksfuß für die zweite Halbzeit ein. Noch trug er die Nummer 40 – notgedrungen, da seine 24 auf Arminias Trikots mit dem Namen des nach Gladbach gewechselten Marcel Ndjeng verziert ist.
Zum 4:0 (1:0)-Sieg des Bundesligisten leistete Halfar noch keinen entscheidenden Beitrag. In drei, vier Szenen gefiel er mit enger Ballführung und zeitgerechtem Abspiel. Einmal tauchte er frei vor dem Torwart auf, entschied sich jedoch falsch: Statt sofort zu schießen, wollte er den Gegner umkurven und blieb hängen. Fehlende Spielpraxis mag hierfür ein Grund gewesen sein. Halfar hat in dieser Saison erst zwei Halbzeiten für die Lauterer Amateure bestritten, wahrscheinlich braucht er bis zur absoluten Fitness auch noch etwas Zeit.
"Man darf nicht vergessen, dass er erst Anfang Juli am Rücken operiert wurde", sagte Reinhard Saftig. Der Sport-Geschäftsführer des DSC hatte vor der Vertragsunterschrift noch Vergangenheitsbewältigung bei Halfar betrieben. Dem U-19-Nationalspieler eilte der Ruf voraus, es mit Reha-Maßnahmen nicht sehr ernst genommen zu haben. Außerdem soll er ein Mal zu lange gefeiert haben. Insgesamt trug dieses Verhalten dem Teenager-Idol die Verbannung zu den Lauterer Amateuren ein. Als "Missverständnisse" stuft er selbst die Probleme ein. Saftig mochte im Dialog mit Halfar aber gar nicht in Details wühlen. "Der eine sagt so, der andere so. Mich interessiert das nicht. Wichtig ist, dass er jetzt bei uns über alles Bescheid weiß."
Die rein sportlichen Erwartungen an Halfar sind dagegen von Geduld geprägt. Es ist nicht so, dass er die Erstliga-Abwehrreihen ab sofort schwindelig spielen soll. Glücklicherweise hatte der zuletzt unter Rückenproblemen leidende Jörg Böhme morgens beim Training 100 Minuten voll mitgepowert, so dass Middendorp abends zufrieden über Halfar sagen konnte: "Wir stehen nicht so unter Druck, ihn am Samstag gegen Duisburg unbedingt mitnehmen zu müssen." Das gilt auch für Rüdiger Kauf und Leonidas, die beide nach ihren Verletzungen in der ersten Halbzeit eingesetzt wurden. Zum jetzigen Zeitpunkt wolle er nichts ausschließen, betonte Middendorp, "aber eigentlich kommt Duisburg für Halfar, Kauf und Leonidas zu früh".
Auffälligste Akteure beim Sieg über das Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten waren Abdelaziz Ahanfouf und der Nachwuchsmann Thilo Versick, die das 1:0 von Haeder (45. Minute) gemeinschaftlich auf 4:0 ausbauten. Erst traf der Marokkaner zweimal nach präziser Vorarbeit von Versick (50. und 56.), dann revanchierte sich Ahanfouf uneigennützig (75.). Vor den Augen einiger Scouts (Uwe Fuchs, Ansgar Brinkmann) und des Ex-Trainers Benno Möhlmann, jetzt Eintracht Braunschweig, dokumentierte der bei Middendorp auf der Verkaufsliste stehende Ahanfouf damit seine Abschlussqualität. Möhlmann dürfte eher einen Blick auf Marcio Borges geworfen haben, um seiner stets in der Schlussphase verwundbaren Abwehr mehr Halt zu geben. Der Regionalliga-Coach bestätigte sein grundsätzliches Interesse an DSC-Spielern, schränkte aber ein: "Ich weiß nicht, ob das zu realisieren ist."
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
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