Pressethread (Hinrunde 07/08)
19.06.2007 - 15:22 Uhr
09.08.2007 - 06:51 Uhr
Eine Frage des Geldes
Ndjengs Wechsel nach Gladbach zeichnet sich immer deutlicher ab
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Marcel Ndjeng war gestern für diese Zeitung telefonisch nicht zu erreichen. Selbst sein Berater Gerd vom Bruch hatte sich nach eigener Aussage mehrmals vergeblich um eine Kontaktaufnahme bemüht. Möglicherweise nutzte Arminias Mittelfeldspieler, wie von seinem Trainer geheißen, den Tag, um in sich zu gehen und eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen.
"Ich gehe davon aus, dass er mir beim Training sagt, wohin die Richtung geht. Wenn er hier spielen, trainieren und arbeiten will, ist das für mich okay", sagt Ernst Middendorp. Der möchte den Fall "nicht dramatisieren", ist das Thema aber spürbar leid. Sollte sich Ndjeng gegen Arminia entscheiden, kann Middendorp damit auch leben: "Dann muss man sehen, ob sich die Vereine einigen können."
Eben dies scheint der Knackpunkt an der Geschichte. Nach Informationen dieser Zeitung soll Gerd vom Bruch bereits die Bedingungen für einen Dreijahresvertrag seines Schützlings mit den Gladbachern ausgehandelt haben. Ndjeng sei ins Grübeln gekommen, nachdem Middendorp ihn am vergangenen Freitag mit Ahanfouf trainieren ließ und nicht mit nach Seligenporten genommen hatte.
Ein Wechsel scheint nun lediglich davon abzuhängen, ob die von Ndjengs Ziehvater Jos Luhukay trainierten Gladbacher eine für Arminia befriedigende Ablösesumme zahlen. Umsonst werden die Borussen den 25-Jährigen nicht bekommen, so Reinhard Saftig. Arminias Sport-Geschäftsführer bestätigte Gespräche mit Klubvertretern aus Gladbach am Rande der Ligaverbands-Tagung in Berlin.
Nach Informationen dieser Zeitung hat Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers ein Angebot abgegeben. "Es ist aber noch nichts entschieden", sagte Reinhard Saftig.
Ndjeng ist ein junger Offensivspieler und besitzt in Bielefeld noch einen Vertrag bis 2009. Eine für Arminia akzeptable Ablösesumme dürfte zwischen 750.000 bis eine Million Euro liegen.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Ndjengs Wechsel nach Gladbach zeichnet sich immer deutlicher ab
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Marcel Ndjeng war gestern für diese Zeitung telefonisch nicht zu erreichen. Selbst sein Berater Gerd vom Bruch hatte sich nach eigener Aussage mehrmals vergeblich um eine Kontaktaufnahme bemüht. Möglicherweise nutzte Arminias Mittelfeldspieler, wie von seinem Trainer geheißen, den Tag, um in sich zu gehen und eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen.
"Ich gehe davon aus, dass er mir beim Training sagt, wohin die Richtung geht. Wenn er hier spielen, trainieren und arbeiten will, ist das für mich okay", sagt Ernst Middendorp. Der möchte den Fall "nicht dramatisieren", ist das Thema aber spürbar leid. Sollte sich Ndjeng gegen Arminia entscheiden, kann Middendorp damit auch leben: "Dann muss man sehen, ob sich die Vereine einigen können."
Eben dies scheint der Knackpunkt an der Geschichte. Nach Informationen dieser Zeitung soll Gerd vom Bruch bereits die Bedingungen für einen Dreijahresvertrag seines Schützlings mit den Gladbachern ausgehandelt haben. Ndjeng sei ins Grübeln gekommen, nachdem Middendorp ihn am vergangenen Freitag mit Ahanfouf trainieren ließ und nicht mit nach Seligenporten genommen hatte.
Ein Wechsel scheint nun lediglich davon abzuhängen, ob die von Ndjengs Ziehvater Jos Luhukay trainierten Gladbacher eine für Arminia befriedigende Ablösesumme zahlen. Umsonst werden die Borussen den 25-Jährigen nicht bekommen, so Reinhard Saftig. Arminias Sport-Geschäftsführer bestätigte Gespräche mit Klubvertretern aus Gladbach am Rande der Ligaverbands-Tagung in Berlin.
Nach Informationen dieser Zeitung hat Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers ein Angebot abgegeben. "Es ist aber noch nichts entschieden", sagte Reinhard Saftig.
Ndjeng ist ein junger Offensivspieler und besitzt in Bielefeld noch einen Vertrag bis 2009. Eine für Arminia akzeptable Ablösesumme dürfte zwischen 750.000 bis eine Million Euro liegen.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
09.08.2007 - 10:45 Uhr
Ndjeng wird heute ein Borusse
Marcel Ndjengs nächste Unterschrift kommt unter den Vertrag mit Mönchengladbach. Sein klares Bekenntnis zu Arminia blieb auch gestern aus. Kein Wunder: Fußballprofi Marcel Ndjeng steht unmittelbar vor dem Wechsel zu Zweitligist Borussia Mönchengladbach. »Es sieht ganz so aus, als würde er uns verlassen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Ndjeng wird heute bei der Borussia einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
Über die Höhe der Ablöse, die Arminia kassiert, machte Finanzgeschäftsführer Kentsch keine Angaben. Es soll sich um eine Summe im niedrigen siebenstelligen Bereich handeln. Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig, der den Spieler 2006 für zirka 600 000 Euro vom SC Paderborn zum DSC holte, sagte nur: »Bei Arminia ist niemand unverkäuflich.«
Bis 2009 läuft in Bielefeld der Vertrag des 25 Jahre alten Mittelfeldspielers, der in den meisten seiner zehn Erstligaeinsätze (zwei Tore, eine Vorlage) in der vergangenen Saison Qualität bewies. Seine Vorgabe, »bis zum Wochenende eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen«, hat Ndjeng nun erfüllt. Seine Teilnahme am gestrigen Nachmittagstraining ist damit als Abschiedsbesuch bei seinen Arminia-Kollegen zu bewerten, auch wenn nach der Vormittagseinheit DSC-Coach Ernst Middendorp noch anders gedacht hatte. »Marcel war hier, damit hat er mir ein klares Zeichen gegeben«, äußerte der Trainer, davon ausgehend, dass Ndjeng bleibt.
Es ist nicht das erste Missverständnis zwischen Middendorp und Ndjeng. Denn von dem Ultimatum, das der Trainer ihm stellte, damit sich Ndjeng zu Arminia bekenne, will der Spieler nichts wissen: »Mir hat persönlich niemand gesagt, dass es eins gibt.«
Mit Ndjengs Abschied zur Borussia ist eine Voraussetzung erfüllt, um den irakischen Linksaußen Hawar Mulla Mohammed Taher (Apollon Limassol) unter Vertrag nehmen zu können. Denn wiederholt hatte Roland Kentsch betont: »Es muss erst ein Spieler abgegeben werden, ehe wir einen weiteren Neuen verpflichten.« Hawar ist der Wunschkandidat. »Ich habe die Verbindung hergestellt, die Verhandlungen sind jetzt Sache der Geschäftsführung«, sagte Ernst Middendorp gestern.
Reinhard Saftig hatte auch prompt Kontakt zu Najim Mohamad, »der kein Berater des Spielers, sondern eher ein Vermittler ist«, wie Saftig betonte. »Hawar ist seit Tagen aber weder für mich noch für den Vermittler erreichbar.« Für ein Treffen mit Hawar, der in Jordanien lebt und über einen Diplomatenpass verfügt, sei nach Angaben Saftigs noch kein Termin vereinbart worden.
http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Marcel Ndjengs nächste Unterschrift kommt unter den Vertrag mit Mönchengladbach. Sein klares Bekenntnis zu Arminia blieb auch gestern aus. Kein Wunder: Fußballprofi Marcel Ndjeng steht unmittelbar vor dem Wechsel zu Zweitligist Borussia Mönchengladbach. »Es sieht ganz so aus, als würde er uns verlassen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Ndjeng wird heute bei der Borussia einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
Über die Höhe der Ablöse, die Arminia kassiert, machte Finanzgeschäftsführer Kentsch keine Angaben. Es soll sich um eine Summe im niedrigen siebenstelligen Bereich handeln. Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig, der den Spieler 2006 für zirka 600 000 Euro vom SC Paderborn zum DSC holte, sagte nur: »Bei Arminia ist niemand unverkäuflich.«
Bis 2009 läuft in Bielefeld der Vertrag des 25 Jahre alten Mittelfeldspielers, der in den meisten seiner zehn Erstligaeinsätze (zwei Tore, eine Vorlage) in der vergangenen Saison Qualität bewies. Seine Vorgabe, »bis zum Wochenende eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen«, hat Ndjeng nun erfüllt. Seine Teilnahme am gestrigen Nachmittagstraining ist damit als Abschiedsbesuch bei seinen Arminia-Kollegen zu bewerten, auch wenn nach der Vormittagseinheit DSC-Coach Ernst Middendorp noch anders gedacht hatte. »Marcel war hier, damit hat er mir ein klares Zeichen gegeben«, äußerte der Trainer, davon ausgehend, dass Ndjeng bleibt.
Es ist nicht das erste Missverständnis zwischen Middendorp und Ndjeng. Denn von dem Ultimatum, das der Trainer ihm stellte, damit sich Ndjeng zu Arminia bekenne, will der Spieler nichts wissen: »Mir hat persönlich niemand gesagt, dass es eins gibt.«
Mit Ndjengs Abschied zur Borussia ist eine Voraussetzung erfüllt, um den irakischen Linksaußen Hawar Mulla Mohammed Taher (Apollon Limassol) unter Vertrag nehmen zu können. Denn wiederholt hatte Roland Kentsch betont: »Es muss erst ein Spieler abgegeben werden, ehe wir einen weiteren Neuen verpflichten.« Hawar ist der Wunschkandidat. »Ich habe die Verbindung hergestellt, die Verhandlungen sind jetzt Sache der Geschäftsführung«, sagte Ernst Middendorp gestern.
Reinhard Saftig hatte auch prompt Kontakt zu Najim Mohamad, »der kein Berater des Spielers, sondern eher ein Vermittler ist«, wie Saftig betonte. »Hawar ist seit Tagen aber weder für mich noch für den Vermittler erreichbar.« Für ein Treffen mit Hawar, der in Jordanien lebt und über einen Diplomatenpass verfügt, sei nach Angaben Saftigs noch kein Termin vereinbart worden.
http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
09.08.2007 - 10:46 Uhr
Ndjeng wird heute ein Borusse
Marcel Ndjengs nächste Unterschrift kommt unter den Vertrag mit Mönchengladbach. Sein klares Bekenntnis zu Arminia blieb auch gestern aus. Kein Wunder: Fußballprofi Marcel Ndjeng steht unmittelbar vor dem Wechsel zu Zweitligist Borussia Mönchengladbach. »Es sieht ganz so aus, als würde er uns verlassen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Ndjeng wird heute bei der Borussia einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
Über die Höhe der Ablöse, die Arminia kassiert, machte Finanzgeschäftsführer Kentsch keine Angaben. Es soll sich um eine Summe im niedrigen siebenstelligen Bereich handeln. Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig, der den Spieler 2006 für zirka 600 000 Euro vom SC Paderborn zum DSC holte, sagte nur: »Bei Arminia ist niemand unverkäuflich.«
Bis 2009 läuft in Bielefeld der Vertrag des 25 Jahre alten Mittelfeldspielers, der in den meisten seiner zehn Erstligaeinsätze (zwei Tore, eine Vorlage) in der vergangenen Saison Qualität bewies. Seine Vorgabe, »bis zum Wochenende eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen«, hat Ndjeng nun erfüllt. Seine Teilnahme am gestrigen Nachmittagstraining ist damit als Abschiedsbesuch bei seinen Arminia-Kollegen zu bewerten, auch wenn nach der Vormittagseinheit DSC-Coach Ernst Middendorp noch anders gedacht hatte. »Marcel war hier, damit hat er mir ein klares Zeichen gegeben«, äußerte der Trainer, davon ausgehend, dass Ndjeng bleibt.
Es ist nicht das erste Missverständnis zwischen Middendorp und Ndjeng. Denn von dem Ultimatum, das der Trainer ihm stellte, damit sich Ndjeng zu Arminia bekenne, will der Spieler nichts wissen: »Mir hat persönlich niemand gesagt, dass es eins gibt.«
Mit Ndjengs Abschied zur Borussia ist eine Voraussetzung erfüllt, um den irakischen Linksaußen Hawar Mulla Mohammed Taher (Apollon Limassol) unter Vertrag nehmen zu können. Denn wiederholt hatte Roland Kentsch betont: »Es muss erst ein Spieler abgegeben werden, ehe wir einen weiteren Neuen verpflichten.« Hawar ist der Wunschkandidat. »Ich habe die Verbindung hergestellt, die Verhandlungen sind jetzt Sache der Geschäftsführung«, sagte Ernst Middendorp gestern.
Reinhard Saftig hatte auch prompt Kontakt zu Najim Mohamad, »der kein Berater des Spielers, sondern eher ein Vermittler ist«, wie Saftig betonte. »Hawar ist seit Tagen aber weder für mich noch für den Vermittler erreichbar.« Für ein Treffen mit Hawar, der in Jordanien lebt und über einen Diplomatenpass verfügt, sei nach Angaben Saftigs noch kein Termin vereinbart worden.
http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Marcel Ndjengs nächste Unterschrift kommt unter den Vertrag mit Mönchengladbach. Sein klares Bekenntnis zu Arminia blieb auch gestern aus. Kein Wunder: Fußballprofi Marcel Ndjeng steht unmittelbar vor dem Wechsel zu Zweitligist Borussia Mönchengladbach. »Es sieht ganz so aus, als würde er uns verlassen«, sagte Finanzchef Roland Kentsch. Ndjeng wird heute bei der Borussia einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
Über die Höhe der Ablöse, die Arminia kassiert, machte Finanzgeschäftsführer Kentsch keine Angaben. Es soll sich um eine Summe im niedrigen siebenstelligen Bereich handeln. Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig, der den Spieler 2006 für zirka 600 000 Euro vom SC Paderborn zum DSC holte, sagte nur: »Bei Arminia ist niemand unverkäuflich.«
Bis 2009 läuft in Bielefeld der Vertrag des 25 Jahre alten Mittelfeldspielers, der in den meisten seiner zehn Erstligaeinsätze (zwei Tore, eine Vorlage) in der vergangenen Saison Qualität bewies. Seine Vorgabe, »bis zum Wochenende eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen«, hat Ndjeng nun erfüllt. Seine Teilnahme am gestrigen Nachmittagstraining ist damit als Abschiedsbesuch bei seinen Arminia-Kollegen zu bewerten, auch wenn nach der Vormittagseinheit DSC-Coach Ernst Middendorp noch anders gedacht hatte. »Marcel war hier, damit hat er mir ein klares Zeichen gegeben«, äußerte der Trainer, davon ausgehend, dass Ndjeng bleibt.
Es ist nicht das erste Missverständnis zwischen Middendorp und Ndjeng. Denn von dem Ultimatum, das der Trainer ihm stellte, damit sich Ndjeng zu Arminia bekenne, will der Spieler nichts wissen: »Mir hat persönlich niemand gesagt, dass es eins gibt.«
Mit Ndjengs Abschied zur Borussia ist eine Voraussetzung erfüllt, um den irakischen Linksaußen Hawar Mulla Mohammed Taher (Apollon Limassol) unter Vertrag nehmen zu können. Denn wiederholt hatte Roland Kentsch betont: »Es muss erst ein Spieler abgegeben werden, ehe wir einen weiteren Neuen verpflichten.« Hawar ist der Wunschkandidat. »Ich habe die Verbindung hergestellt, die Verhandlungen sind jetzt Sache der Geschäftsführung«, sagte Ernst Middendorp gestern.
Reinhard Saftig hatte auch prompt Kontakt zu Najim Mohamad, »der kein Berater des Spielers, sondern eher ein Vermittler ist«, wie Saftig betonte. »Hawar ist seit Tagen aber weder für mich noch für den Vermittler erreichbar.« Für ein Treffen mit Hawar, der in Jordanien lebt und über einen Diplomatenpass verfügt, sei nach Angaben Saftigs noch kein Termin vereinbart worden.
http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
11.08.2007 - 16:31 Uhr
Middendorp enttarnt Spion
Trainer stellt ungebetenen Gast aus Wolfsburg zur Rede
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. "Die Spannung steigt", sagt Ernst Middendorp. Samstag, 15.30 Uhr: Auf diesen Termin fixieren sich alle. Spieler fallen für den Bundesligastart in Wolfsburg aus, andere melden sich fit.
Nichts wird dem Zufall überlassen, weshalb der DSC-Tross die 200 Kilometer in die Autostadt heute per Bahn zurücklegt. "Um die Stau-Strecke auf der A 2 zu umfahren", erklärt Middendorp, dessen konzentriertes Mienenspiel sich nur einmal löst. Der 48 Jahre alte Fußballlehrer berichtet voller Heiterkeit von der Enttarnung eines Wolfsburger Spions, der am Vormittag "mit Kicker-Sonderheft, Kamera und Regenschirm" auf dem Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße umherschlich.
Der Mann "mit typischem Hamburger Dialekt" soll verdattert gewesen sein, als ihn Middendorp frontal anging und "schöne Grüße an den Felix" ausrichtete. "Ich habe ihn gefragt, ob ich einen Zettel mit der Aufstellung mitgeben soll", schilderte Middendorp - und je länger er über den kleinen Zwischenfall nachdachte, desto mehr amüsierte er sich. Ob er keine Spione zum Gegner schicke, wurde Middendorp gefragt. "Doch", antwortete der Trainer, "das gehört zum Geschäft. Aber meine Leute müssen schon in der Lage sein, die Spieler zu erkennen, ohne sie erst zu fotografieren und dann übers Mannschaftsfoto zu identifizieren."
Informationen über die durch den Langzeitausfall Ricardo Costa (Kreuzbandriss) in der Innenverteidigung geschwächten Wölfe lassen sich allerdings auch weniger aufwändig besorgen. Das meiste steht ohnehin in den Zeitungen. Dass der Brasilianer Marcelinho sehr selbstbewusst "mindestens drei" Wolfsburger Tore ankündigt, findet Middendorp beispielsweise "phantastisch". Natürlich hofft er, dass die Werkskicker im Gefühl dieser Überlegenheit eben nicht laufen und laufen und laufen.
3:2 in der vergangenen Saison brachte die Wende
Beim letzten Besuch in Wolfsburg waren es doch tatsächlich die Bielefelder, die drei Treffer erzielten und mit dem 3:2-Sieg die Wende im Abstiegskampf herbeiführten, und Middendorp hofft, "dass wir genau mit derselben Leidenschaft agieren".
Diesmal wird jedoch Tobias Rau, dem damals ein Neuanfang glückte, nicht mitwirken. Wie Leonidas Kampantais ist Rau nach seiner Verletzung erst ab Montag wieder voll belastbar. Zu den Langzeitausfällen Rüdiger Kauf und Umut Kocin gesellte sich auch der Zugang vom Beinahe-Bayern-Bezwinger Burghausen, Stefan Aigner. Beim Spiel in der Oberliga erlitt der 19-Jährige am Mittwoch einen Meniskuseinriss im linken Knie. Jörg Böhme steht dagegen nach einwöchiger Pause wieder zur Verfügung.
Gegen seine sonstige Gewohnheit benannte Middendorp schon gestern den 18er-Kader. Bernd Korzynietz und David Kobylik sind nicht dabei. Dagegen sei der Südafrikaner Siyabonga Nkosi durchaus "eine 50:50-Option" für die Startelf. Viel mehr Offenheit durften die Wolfsburger allerdings nicht von ihm erwarten. Dass Andre Mijatovic trotz seiner kaum überzeugenden Leistung gegen Seligenporten spielen werde, sei "Fakt", der Rest geheim, oder wie es Middendorp mit einem süffisanten Gruß nach Wolfsburg sagt: "Interessant, selbst für mich."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=0d7204dcac99079ba3c1041b43c63cdc&cnt=1757762
----------------------
Maulwurf im Wolfspelz enttarnt
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB).
Der Mann war auffällig unauffällig: Baseballkappe tief im Gesicht, die Kamera locker in der Hand. Doch das »Kicker«-Sonderheft verriet den Spion aus Wolfsburg.
Zwei Tage vor dem ersten Fußball-Bundesligaspiel beim VfL Wolfsburg (morgen 15.30 Uhr/Premiere live) hatte sich gestern ein »Maulwurf« auf dem Übungsgelände von Arminia Bielefeld eingeschlichen. Doch Ernst Middendorp ließ sich nicht täuschen und stellte den »Spürhund« des Trainerkollegen Felix Magath forsch zur Rede.
»Hast du alles, was du brauchst? Sonst schreibe ich es dir auf!«, rief der Bielefelder Coach dem völlig verdutzten Wolfsburger zu, dem die Erwiderung auf diese direkte Ansprache im Halse stecken blieb. Ob auch er Übungseinheiten der Gegner beobachten lasse, ließ Middendorp offen - aber er stellte fest: »Meine Leute müssen in der Lage sein, Spieler ohne Fotoapparat und Kicker-Heft zu identifizieren.« Sein lakonisches Urteil über den ungebetenen Gast: »Ich denke, der hatte in den letzten Jahren keine Bundesliga-Gesichter gesehen.« Auch wegen dieser Anekdote machte der Fußball-Lehrer kein Geheimnis um seinen 18er-Spielkader, den er bereits gestern bekannt gab. Überraschend fehlte neben David Kobylik auch Bernd Korzynietz. »Ich habe mich für Markus Bollmann entschieden, weil er kopfballstärker und vielseitiger ist«, erklärte Middendorp.
Dem Bielefelder Trainer fehlen die verletzten Kauf, Kampantais, Rau und Aigner. Der Ex-Burghausener zog sich im Oberligaspiel der zweiten Mannschaft einen Meniskusschaden zu. Er muss operiert werden und fällt längerfristig aus.
Keine Rolle mehr spielt Marcel Ndjeng bei Arminia. Der 25-Jährige hatte gestern Bielefeld bereits verlassen und stellte sich gestern zur sportärztlichen Untersuchung bei Borussia Mönchengladbach vor. Derweil handelte Sportdirektor Reinhard Saftig die letzten Details aus: Nun erhält Arminia etwa 740 000 Euro, dafür darf der Angreifer aus dem noch zwei Jahre laufenden Vertrag heraus zu seinem Lieblingstrainer Jos Luhukay wechseln, mit dem er bereits beim SC Paderborn 07 zusammengearbeitet hatte. Ndjengs neuer Vertrag in Gladbach läuft bis 2010.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=9796&TB_iframe=true&width=500&height=450
Trainer stellt ungebetenen Gast aus Wolfsburg zur Rede
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. "Die Spannung steigt", sagt Ernst Middendorp. Samstag, 15.30 Uhr: Auf diesen Termin fixieren sich alle. Spieler fallen für den Bundesligastart in Wolfsburg aus, andere melden sich fit.
Nichts wird dem Zufall überlassen, weshalb der DSC-Tross die 200 Kilometer in die Autostadt heute per Bahn zurücklegt. "Um die Stau-Strecke auf der A 2 zu umfahren", erklärt Middendorp, dessen konzentriertes Mienenspiel sich nur einmal löst. Der 48 Jahre alte Fußballlehrer berichtet voller Heiterkeit von der Enttarnung eines Wolfsburger Spions, der am Vormittag "mit Kicker-Sonderheft, Kamera und Regenschirm" auf dem Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße umherschlich.
Der Mann "mit typischem Hamburger Dialekt" soll verdattert gewesen sein, als ihn Middendorp frontal anging und "schöne Grüße an den Felix" ausrichtete. "Ich habe ihn gefragt, ob ich einen Zettel mit der Aufstellung mitgeben soll", schilderte Middendorp - und je länger er über den kleinen Zwischenfall nachdachte, desto mehr amüsierte er sich. Ob er keine Spione zum Gegner schicke, wurde Middendorp gefragt. "Doch", antwortete der Trainer, "das gehört zum Geschäft. Aber meine Leute müssen schon in der Lage sein, die Spieler zu erkennen, ohne sie erst zu fotografieren und dann übers Mannschaftsfoto zu identifizieren."
Informationen über die durch den Langzeitausfall Ricardo Costa (Kreuzbandriss) in der Innenverteidigung geschwächten Wölfe lassen sich allerdings auch weniger aufwändig besorgen. Das meiste steht ohnehin in den Zeitungen. Dass der Brasilianer Marcelinho sehr selbstbewusst "mindestens drei" Wolfsburger Tore ankündigt, findet Middendorp beispielsweise "phantastisch". Natürlich hofft er, dass die Werkskicker im Gefühl dieser Überlegenheit eben nicht laufen und laufen und laufen.
3:2 in der vergangenen Saison brachte die Wende
Beim letzten Besuch in Wolfsburg waren es doch tatsächlich die Bielefelder, die drei Treffer erzielten und mit dem 3:2-Sieg die Wende im Abstiegskampf herbeiführten, und Middendorp hofft, "dass wir genau mit derselben Leidenschaft agieren".
Diesmal wird jedoch Tobias Rau, dem damals ein Neuanfang glückte, nicht mitwirken. Wie Leonidas Kampantais ist Rau nach seiner Verletzung erst ab Montag wieder voll belastbar. Zu den Langzeitausfällen Rüdiger Kauf und Umut Kocin gesellte sich auch der Zugang vom Beinahe-Bayern-Bezwinger Burghausen, Stefan Aigner. Beim Spiel in der Oberliga erlitt der 19-Jährige am Mittwoch einen Meniskuseinriss im linken Knie. Jörg Böhme steht dagegen nach einwöchiger Pause wieder zur Verfügung.
Gegen seine sonstige Gewohnheit benannte Middendorp schon gestern den 18er-Kader. Bernd Korzynietz und David Kobylik sind nicht dabei. Dagegen sei der Südafrikaner Siyabonga Nkosi durchaus "eine 50:50-Option" für die Startelf. Viel mehr Offenheit durften die Wolfsburger allerdings nicht von ihm erwarten. Dass Andre Mijatovic trotz seiner kaum überzeugenden Leistung gegen Seligenporten spielen werde, sei "Fakt", der Rest geheim, oder wie es Middendorp mit einem süffisanten Gruß nach Wolfsburg sagt: "Interessant, selbst für mich."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=0d7204dcac99079ba3c1041b43c63cdc&cnt=1757762
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Maulwurf im Wolfspelz enttarnt
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB).
Der Mann war auffällig unauffällig: Baseballkappe tief im Gesicht, die Kamera locker in der Hand. Doch das »Kicker«-Sonderheft verriet den Spion aus Wolfsburg.
Zwei Tage vor dem ersten Fußball-Bundesligaspiel beim VfL Wolfsburg (morgen 15.30 Uhr/Premiere live) hatte sich gestern ein »Maulwurf« auf dem Übungsgelände von Arminia Bielefeld eingeschlichen. Doch Ernst Middendorp ließ sich nicht täuschen und stellte den »Spürhund« des Trainerkollegen Felix Magath forsch zur Rede.
»Hast du alles, was du brauchst? Sonst schreibe ich es dir auf!«, rief der Bielefelder Coach dem völlig verdutzten Wolfsburger zu, dem die Erwiderung auf diese direkte Ansprache im Halse stecken blieb. Ob auch er Übungseinheiten der Gegner beobachten lasse, ließ Middendorp offen - aber er stellte fest: »Meine Leute müssen in der Lage sein, Spieler ohne Fotoapparat und Kicker-Heft zu identifizieren.« Sein lakonisches Urteil über den ungebetenen Gast: »Ich denke, der hatte in den letzten Jahren keine Bundesliga-Gesichter gesehen.« Auch wegen dieser Anekdote machte der Fußball-Lehrer kein Geheimnis um seinen 18er-Spielkader, den er bereits gestern bekannt gab. Überraschend fehlte neben David Kobylik auch Bernd Korzynietz. »Ich habe mich für Markus Bollmann entschieden, weil er kopfballstärker und vielseitiger ist«, erklärte Middendorp.
Dem Bielefelder Trainer fehlen die verletzten Kauf, Kampantais, Rau und Aigner. Der Ex-Burghausener zog sich im Oberligaspiel der zweiten Mannschaft einen Meniskusschaden zu. Er muss operiert werden und fällt längerfristig aus.
Keine Rolle mehr spielt Marcel Ndjeng bei Arminia. Der 25-Jährige hatte gestern Bielefeld bereits verlassen und stellte sich gestern zur sportärztlichen Untersuchung bei Borussia Mönchengladbach vor. Derweil handelte Sportdirektor Reinhard Saftig die letzten Details aus: Nun erhält Arminia etwa 740 000 Euro, dafür darf der Angreifer aus dem noch zwei Jahre laufenden Vertrag heraus zu seinem Lieblingstrainer Jos Luhukay wechseln, mit dem er bereits beim SC Paderborn 07 zusammengearbeitet hatte. Ndjengs neuer Vertrag in Gladbach läuft bis 2010.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=9796&TB_iframe=true&width=500&height=450
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 11.08.2007 um 16:35 Uhr bearbeitet
13.08.2007 - 07:21 Uhr
Der Schuss Bodenhaftung
Finanz-Chef Kentsch nach 3:1-Sieg gar nicht unglücklich über knapp verpasste Tabellenführung
Wolfsburg. Fußballer sind abergläubisch. Das gilt auch für Funktionäre dieser Sportart, Arminen inbegriffen. Roland Kentsch hatte deshalb sofort den Vorteil im Nachteil des einzigen Wolfsburger Treffers beim 3:1 (1:0)-Auftaktsieg entdeckt. "Als Tabellenführer ins zweite Spiel zu gehen, wäre ein schlechtes Omen gewesen", sagte der Finanz-Geschäftsführer.
"Spitzenreiter, Spitzenreiter", wie die 2.500 DSC-Fans fröhlich in der Volkswagen-Arena brüllten, waren die Ostwestfalen im ungleichen Fernduell mit der Münchner Millionen-Elf gleich zweimal gewesen - nach Christian Eiglers 2:0 (51.) und Oliver Kirchs 3:0 (80.). Erst die Ergebniskosmetik des Wolfsburgers Sergiu Radu (84.) stürzte die Arminen zur Erleichterung von Kentsch vom Thron. Hochzufrieden über "den phantastischen Start unserer sehr kompakt wirkenden Mannschaft", erinnerte sich Kentsch an das Spieljahr 2002/03, als der DSC nach dem 3:0 gegen Werder von den Bayern mit 6:2 eingenordet wurde und später abstieg. Damals waren sogar T-Shirts mit dem Aufdruck "Der Spitzenreiter gibt sich die Ehre" angefertigt worden. "Auch Transparente dieser Art wurden schnell wieder eingerollt", sagte Kentsch.
Schon damals hatte dem nüchternen Analytiker der Übermut nicht sonderlich gefallen. Fünf Jahre später ist es ihm deshalb wichtig, dass Arminia die Bodenhaftung behält. "Die Mannschaft weiß, dass sie mithalten kann und nimmt Schwung mit für das Heimspiel gegen Frankfurt. Das ist wichtig", erklärt der 50 Jahre alte frühere Banker. Was zählt da schon die Rangliste nach dem ersten Spieltag?
Den Bielefelder Profis inklusive Trainerstab hinsichtlich ihres Realitätssinns ins Gewissen reden zu wollen, wäre allerdings etwa so als wolle man den VW Golf nach Wolfsburg tragen. "So schlecht werden wir die nicht mehr erleben", befand Torwart Mathias Hain. Und auch Ernst Middendorp wies auf den siegbringenden Unterschied zum Gegner hin: "Wir haben nur mit zwei Neuen angefangen und eine recht eingespielte Truppe. Matze Langkamp zähle ich nicht, weil er das Umfeld kennt. Wenn sich der Gegner erst noch finden muss, ist das unser Vorteil, auch strategisch."
Die Elf, die Middendorp nominierte, bestätigte den positiven Eindruck des Schlussspurtes vor drei, vier Monaten jedoch in einer Weise, als hätte es die Sommerpause nicht gegeben. Obwohl Markus Bollmann in der Viererkette gegenüber der Middendorpschen Rettungstat das einzige vertraute Gesicht war, blieben Markus Schuler, Andre Mijatovic und Matthias Langkamp in Verbindung mit dem Tschechen Radim Kucera auf der defensiven Mittelfeldposition für unstrukturiert anrennende Wolfsburger fast unüberwindbar. Das einzige Gegentor resultierte schon aus nachlassender Konzentration im Gefühl eines ungefährdeten Sieges.
In den vorderen Reihen kombinierten Jörg Böhme, Artur Wichniarek, Christian Eigler und Robert Tesche mit dem sicheren Gespür für den Laufweg der Kollegen. "Wir können nur als Kollektiv bestehen, das hat bei uns jeder begriffen", lobte Böhme den Teamgeist. Dass jeder Erfolg für Arminia nur bei ausnahmslos harter Arbeit möglich ist, dafür stand der Ex-Gladbacher als auffälligstes Beispiel. Schon früh verlangte er bei jeder Spielunterbrechung keuchend nach erfrischenden Getränken. Wenns nicht schnell genug ging, bediente er sich eben bei den Wolfsburgern. "Ich hatte das Gefühl, einen Stein in der Lunge zu haben", erklärte Böhme. Doch der geniale Vorbereiter von 1:0 (Artur Wichniarek, 38.) und 2:0 - jeweils per Außenristpass - hielt durch.
Übrigens: Auch Fußball-Torhüter sind abergläubisch. Dennoch wäre DSC-Keeper Mathias Hain lieber als mit den Bayern punktgleicher Spitzenreiter nach Hause gefahren. "Ich kann nicht zufrieden sein", verblüffte Hain mitten in den Siegerkommentaren. Das Wolfsburger Tor sei überflüsig gewesen. "Sowas nervt", sagt Hain.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=3bfc0485e6f8dc9ed0dfcf54182cf926&cnt=1762293
Finanz-Chef Kentsch nach 3:1-Sieg gar nicht unglücklich über knapp verpasste Tabellenführung
Wolfsburg. Fußballer sind abergläubisch. Das gilt auch für Funktionäre dieser Sportart, Arminen inbegriffen. Roland Kentsch hatte deshalb sofort den Vorteil im Nachteil des einzigen Wolfsburger Treffers beim 3:1 (1:0)-Auftaktsieg entdeckt. "Als Tabellenführer ins zweite Spiel zu gehen, wäre ein schlechtes Omen gewesen", sagte der Finanz-Geschäftsführer.
"Spitzenreiter, Spitzenreiter", wie die 2.500 DSC-Fans fröhlich in der Volkswagen-Arena brüllten, waren die Ostwestfalen im ungleichen Fernduell mit der Münchner Millionen-Elf gleich zweimal gewesen - nach Christian Eiglers 2:0 (51.) und Oliver Kirchs 3:0 (80.). Erst die Ergebniskosmetik des Wolfsburgers Sergiu Radu (84.) stürzte die Arminen zur Erleichterung von Kentsch vom Thron. Hochzufrieden über "den phantastischen Start unserer sehr kompakt wirkenden Mannschaft", erinnerte sich Kentsch an das Spieljahr 2002/03, als der DSC nach dem 3:0 gegen Werder von den Bayern mit 6:2 eingenordet wurde und später abstieg. Damals waren sogar T-Shirts mit dem Aufdruck "Der Spitzenreiter gibt sich die Ehre" angefertigt worden. "Auch Transparente dieser Art wurden schnell wieder eingerollt", sagte Kentsch.
Schon damals hatte dem nüchternen Analytiker der Übermut nicht sonderlich gefallen. Fünf Jahre später ist es ihm deshalb wichtig, dass Arminia die Bodenhaftung behält. "Die Mannschaft weiß, dass sie mithalten kann und nimmt Schwung mit für das Heimspiel gegen Frankfurt. Das ist wichtig", erklärt der 50 Jahre alte frühere Banker. Was zählt da schon die Rangliste nach dem ersten Spieltag?
Den Bielefelder Profis inklusive Trainerstab hinsichtlich ihres Realitätssinns ins Gewissen reden zu wollen, wäre allerdings etwa so als wolle man den VW Golf nach Wolfsburg tragen. "So schlecht werden wir die nicht mehr erleben", befand Torwart Mathias Hain. Und auch Ernst Middendorp wies auf den siegbringenden Unterschied zum Gegner hin: "Wir haben nur mit zwei Neuen angefangen und eine recht eingespielte Truppe. Matze Langkamp zähle ich nicht, weil er das Umfeld kennt. Wenn sich der Gegner erst noch finden muss, ist das unser Vorteil, auch strategisch."
Die Elf, die Middendorp nominierte, bestätigte den positiven Eindruck des Schlussspurtes vor drei, vier Monaten jedoch in einer Weise, als hätte es die Sommerpause nicht gegeben. Obwohl Markus Bollmann in der Viererkette gegenüber der Middendorpschen Rettungstat das einzige vertraute Gesicht war, blieben Markus Schuler, Andre Mijatovic und Matthias Langkamp in Verbindung mit dem Tschechen Radim Kucera auf der defensiven Mittelfeldposition für unstrukturiert anrennende Wolfsburger fast unüberwindbar. Das einzige Gegentor resultierte schon aus nachlassender Konzentration im Gefühl eines ungefährdeten Sieges.
In den vorderen Reihen kombinierten Jörg Böhme, Artur Wichniarek, Christian Eigler und Robert Tesche mit dem sicheren Gespür für den Laufweg der Kollegen. "Wir können nur als Kollektiv bestehen, das hat bei uns jeder begriffen", lobte Böhme den Teamgeist. Dass jeder Erfolg für Arminia nur bei ausnahmslos harter Arbeit möglich ist, dafür stand der Ex-Gladbacher als auffälligstes Beispiel. Schon früh verlangte er bei jeder Spielunterbrechung keuchend nach erfrischenden Getränken. Wenns nicht schnell genug ging, bediente er sich eben bei den Wolfsburgern. "Ich hatte das Gefühl, einen Stein in der Lunge zu haben", erklärte Böhme. Doch der geniale Vorbereiter von 1:0 (Artur Wichniarek, 38.) und 2:0 - jeweils per Außenristpass - hielt durch.
Übrigens: Auch Fußball-Torhüter sind abergläubisch. Dennoch wäre DSC-Keeper Mathias Hain lieber als mit den Bayern punktgleicher Spitzenreiter nach Hause gefahren. "Ich kann nicht zufrieden sein", verblüffte Hain mitten in den Siegerkommentaren. Das Wolfsburger Tor sei überflüsig gewesen. "Sowas nervt", sagt Hain.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=3bfc0485e6f8dc9ed0dfcf54182cf926&cnt=1762293
14.08.2007 - 16:46 Uhr
Herzlichen Glückwunsch, SCP!
Trotz der Niederlage zum Saisonauftakt hat man in Paderborn dieser Tage allen Grund zum Feiern: Am heutigen Dienstag begeht der SC Paderborn 07 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Ebenso wie der DSC Arminia, der vor zwei Jahren seinen runden Geburtstag feierte, gehört nun auch der SCP zum „Club der 100-Jährigen“. Neben Hans-Hermann Schwick und Roland Kentsch vom DSC werden zum heutigen Festakt in der Paderhalle weitere zahlreiche hochrangige Gäste erwartet:
Dr. Ingo Wolf (Innen- und Sportminister NRW), Heinz Paus (Bürgermeister Paderborn), Dr. Reinhard Rauball (DFL-Präsident), Holger Hieronymus (Geschäftsführer DFL), die beiden DFL-Präsidenten Harald Strutz und Peter Peters sowie Michael Meier, Andreas Rettig und Heribert Bruchhagen vom Vorstand der DFL haben u.a. ihr Kommen angekündigt.
Natürlich wurde auch in Paderborn eine Jahrhundertelf gewählt. Neben Günter Kutowski, der die meisten Stimmen auf sich vereinte, gehören ihr an: Stephan Loboué, Markus Bollmann, Friedhelm Lüning, Markus Krösche, Christian Schreier, Peter Hobday, Thomas von Heesen, Dieter Hecking, René Müller und Antonio di Salvo. „Jahrhunderttrainer“ wurde Pavel Dotchev, der den SCP nach 22-jähriger Abwesenheit 2005 zurück in der zweite Liga geführt hatte.
Der DSC Arminia gratuliert dem SC Paderborn 07 ganz herzlich zum 100. Geburtstag und wünscht alles Gute für die neue Saison!
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5947
Trotz der Niederlage zum Saisonauftakt hat man in Paderborn dieser Tage allen Grund zum Feiern: Am heutigen Dienstag begeht der SC Paderborn 07 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Ebenso wie der DSC Arminia, der vor zwei Jahren seinen runden Geburtstag feierte, gehört nun auch der SCP zum „Club der 100-Jährigen“. Neben Hans-Hermann Schwick und Roland Kentsch vom DSC werden zum heutigen Festakt in der Paderhalle weitere zahlreiche hochrangige Gäste erwartet:
Dr. Ingo Wolf (Innen- und Sportminister NRW), Heinz Paus (Bürgermeister Paderborn), Dr. Reinhard Rauball (DFL-Präsident), Holger Hieronymus (Geschäftsführer DFL), die beiden DFL-Präsidenten Harald Strutz und Peter Peters sowie Michael Meier, Andreas Rettig und Heribert Bruchhagen vom Vorstand der DFL haben u.a. ihr Kommen angekündigt.
Natürlich wurde auch in Paderborn eine Jahrhundertelf gewählt. Neben Günter Kutowski, der die meisten Stimmen auf sich vereinte, gehören ihr an: Stephan Loboué, Markus Bollmann, Friedhelm Lüning, Markus Krösche, Christian Schreier, Peter Hobday, Thomas von Heesen, Dieter Hecking, René Müller und Antonio di Salvo. „Jahrhunderttrainer“ wurde Pavel Dotchev, der den SCP nach 22-jähriger Abwesenheit 2005 zurück in der zweite Liga geführt hatte.
Der DSC Arminia gratuliert dem SC Paderborn 07 ganz herzlich zum 100. Geburtstag und wünscht alles Gute für die neue Saison!
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5947
15.08.2007 - 07:22 Uhr
Kein Tsiki Tsiki im Blut
Nkosi interpretiert Spielmacherrolle in Middendorps Sinn
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Südafrikas Fußballer lieben den Ball. Ein Solo mit Finten und Drehungen, bei dem der Gegenspieler lächerlich gemacht wird und das die Zuschauer mit Szenenapplaus honorieren, ist ihnen oftmals wichtiger als ergebnisorientiertes geradliniges Spiel. "Tsiki Tsiki" nennt man diese Fußball-Show am Kap. Aus Sicht der Europäer eine Unart, die Ernst Middendorp bei den Kaizer Chiefs seinen Spielern auszutreiben suchte.
Erfolgreich, wie man im Fall von Siyabonga Nkosi attestieren darf. "Er hat ein Jahr unter mir trainiert und immer wieder hören müssen, wie er seine Rolle zu interpretieren hat", sagt Middendorp. In Ballbesitz agierte Nkosi während seines überraschenden Bundesliga-Debüts in Wolfsburg schnörkellos, mit Zug zum Tor und selbst den Abschluss suchend. In der Rückwärtsbewegung zog sich der 25-Jährige immer wieder zurück an die Seite von Mittelfeld-Abräumer Radim Kucera. "So hatten wir fast einen Doppelsechser. Das Verständnis mit Radim hat gut geklappt", sagte Middendorp. Es sei zwar ein gewisses Risiko gewesen, letztlich habe er aber gewusst, was er von seinem Schützling zu erwarten hatte, stellte Arminias Trainer fest. "Sie können sicher sein: wenn Siyabonga Tsiki-Tsiki im Blut gehabt hätte, hätte ich ihn nicht geholt."
In den knapp fünf Wochen, die Nkosi nun bei Arminia weilt, hat er sich überraschend gut an die neuen Anforderungen gewöhnt. Körperlich wie taktisch. "In Johannesburg bin ich ein wenig offensiver gewesen, aber ich glaube, dass mein Auftritt in Wolfsburg schon ganz okay war", sagte Nkosi. Wenn er noch enger mit der Mannschaft zusammenwachse und dadurch Selbstvertrauen gewinne, sei auf jeden Fall eine Steigerung drin. "Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich die Sprache besser beherrsche", meint Nkosi, der sich in Bielefeld gut aufgehoben fühlt: "Die Menschen hier sind sehr freundlich, und meine Mitspieler helfen mir, wo sie können." Nach einer Eingewöhnungszeit, die Middendorp Spielern wie Leonidas oder Nkosi zugesteht, könnten auch des Südafrikaners Akzente für die Offensive wirkungsvoller werden.
In Wolfsburg übernahm einmal mehr Jörg Böhme Verantwortung. Als Vorbereiter der beiden ersten Tore ließ der 33-Jährige seine Genialität aufblitzen. Dass sein riskantes Spiel schnell ins Gegenteil umschlagen kann, ist dem Routinier bewusst: "Heute hat alles geklappt, da bin ich der Beste. Beim nächsten Mal geht es daneben, dann bin ich wieder der Depp." Nach 212 Bundesligaspielen weiß der Ex-Schalker damit aber längst umzugehen. In der Form vom Samstag ist Böhme nicht aus der Startelf wegzudenken. Trotzdem bemühen sich die Arminen weiter nach einer Alternative zu dem Linksfuß, der am Montag prophylaktisch "ausradelte", während die anderen liefen.
Erster Kandidat ist weiter der Iraker Mohammed Hawar, der nach wie vor schwer zu kontaktieren ist. "Wir haben aber auch Plan B", betonte Geschäftsführer Reinhard Saftig.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Nkosi interpretiert Spielmacherrolle in Middendorps Sinn
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Südafrikas Fußballer lieben den Ball. Ein Solo mit Finten und Drehungen, bei dem der Gegenspieler lächerlich gemacht wird und das die Zuschauer mit Szenenapplaus honorieren, ist ihnen oftmals wichtiger als ergebnisorientiertes geradliniges Spiel. "Tsiki Tsiki" nennt man diese Fußball-Show am Kap. Aus Sicht der Europäer eine Unart, die Ernst Middendorp bei den Kaizer Chiefs seinen Spielern auszutreiben suchte.
Erfolgreich, wie man im Fall von Siyabonga Nkosi attestieren darf. "Er hat ein Jahr unter mir trainiert und immer wieder hören müssen, wie er seine Rolle zu interpretieren hat", sagt Middendorp. In Ballbesitz agierte Nkosi während seines überraschenden Bundesliga-Debüts in Wolfsburg schnörkellos, mit Zug zum Tor und selbst den Abschluss suchend. In der Rückwärtsbewegung zog sich der 25-Jährige immer wieder zurück an die Seite von Mittelfeld-Abräumer Radim Kucera. "So hatten wir fast einen Doppelsechser. Das Verständnis mit Radim hat gut geklappt", sagte Middendorp. Es sei zwar ein gewisses Risiko gewesen, letztlich habe er aber gewusst, was er von seinem Schützling zu erwarten hatte, stellte Arminias Trainer fest. "Sie können sicher sein: wenn Siyabonga Tsiki-Tsiki im Blut gehabt hätte, hätte ich ihn nicht geholt."
In den knapp fünf Wochen, die Nkosi nun bei Arminia weilt, hat er sich überraschend gut an die neuen Anforderungen gewöhnt. Körperlich wie taktisch. "In Johannesburg bin ich ein wenig offensiver gewesen, aber ich glaube, dass mein Auftritt in Wolfsburg schon ganz okay war", sagte Nkosi. Wenn er noch enger mit der Mannschaft zusammenwachse und dadurch Selbstvertrauen gewinne, sei auf jeden Fall eine Steigerung drin. "Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich die Sprache besser beherrsche", meint Nkosi, der sich in Bielefeld gut aufgehoben fühlt: "Die Menschen hier sind sehr freundlich, und meine Mitspieler helfen mir, wo sie können." Nach einer Eingewöhnungszeit, die Middendorp Spielern wie Leonidas oder Nkosi zugesteht, könnten auch des Südafrikaners Akzente für die Offensive wirkungsvoller werden.
In Wolfsburg übernahm einmal mehr Jörg Böhme Verantwortung. Als Vorbereiter der beiden ersten Tore ließ der 33-Jährige seine Genialität aufblitzen. Dass sein riskantes Spiel schnell ins Gegenteil umschlagen kann, ist dem Routinier bewusst: "Heute hat alles geklappt, da bin ich der Beste. Beim nächsten Mal geht es daneben, dann bin ich wieder der Depp." Nach 212 Bundesligaspielen weiß der Ex-Schalker damit aber längst umzugehen. In der Form vom Samstag ist Böhme nicht aus der Startelf wegzudenken. Trotzdem bemühen sich die Arminen weiter nach einer Alternative zu dem Linksfuß, der am Montag prophylaktisch "ausradelte", während die anderen liefen.
Erster Kandidat ist weiter der Iraker Mohammed Hawar, der nach wie vor schwer zu kontaktieren ist. "Wir haben aber auch Plan B", betonte Geschäftsführer Reinhard Saftig.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
15.08.2007 - 16:17 Uhr
»Block Party«: 23 Bands besingen ihre Arminia
Von Burgit Hörttrich Bielefeld (WB). Den Titel »Ostwestfalen ***** en« von der Gruppe »Trapped« hält Jörg Hansmeier vom Fan-Projekt für absolut hitverdächtig: »Auf jeden Fall allerbestens geeignet zum Mitsingen auf dem Stadion-Block.« »Ostwestfalen ***** en«, Schlachtgesang der Arminen-Fans, ist einer von 23 Titeln von 23 Bands auf der neuen Fan-CD »Block Party«.
Die ist von Freitag, 17. August, an im Handel und soll nach dem ersten Heimspiel der »Blauen« am Samstag gegen Frankfurt mit einer echten »Block Party« im Jugendzentrum Kamp (ab 20.30 Uhr) gefeiert werden. Live treten dann die legendären »ZZZ Hacker«, auf der CD mit »Die Antwort« vertreten, »The Terrace Blokes« (»Bye Bye Block 6«), Die Schlimme Band 8»Jeden Samstag Um Halb Vier«) und The Verandas (»Blue On Saturday«) auf.
Zehn Jahre nach dem Fan-Sampler »Almrausch«, der inzwischen Kultstatus hat und nicht mehr zu haben ist, starteten Fan-Projekt, »in-4-media Medienproduktion« und »667 One More Than The Devil«-Musikproduktion im Frühjahr einen Aufruf, sich mit Songs zu beteiligen. Hansmeier: »Da stand noch gar nicht fest, dass die Arminen erstklassig bleiben.« Aber: »Die Fans lechzen nach einem neuen Sampler, neuen Liedern zum Mitsingen und zum Abspielen nach dem Match.« Christoph Welke (667) und Maik Quernheim (in-4-media) betonen die Bandbreite der musikalischen Werke. Sie wissen: »Manche Songs lagen quasi schon in der Schublade, andere Bands haben sich erst nach unserem Aufruf an die Arbeit gemacht.« Der Titel, so Ole Wolff vom Fan-Projekt, sei eine »spontane Idee« gewesen: »Eigentlich erst kurz vor Schluss.«
Das Foto auf dem Tonträger zeigt einen »Kultkicker« der Arminen: den Finnen Pasi Rautiainen, der eine Platte auflegt. Im Trainingsanzug. Rautiainen spielte von 1982 bis 1986 im DSC-Trikot, ist heute Trainer in Talinn/Estland.
Der neue Tonträger hat eine Auflage von 1000 Exemplaren und kostet beim Fan-Projekt und im DSC-Fanshop 10 Euro, im Handel 12,99 Euro.
Die Titel heißen »Alm« oder »Arminia Dich Lieben Wir«, »Hau Ihn rein« oder Home Sweet Home«, »Eines Tages« oder »Die Entscheidung«. Als echten Party-Song »für alle Gelegenheiten« stuft Jörg Hansmeier den Jaroslaw-Titel »Für Immer« ein: »Ein allgemein gültiges Stück.« Seine Einschätzung der Stücke: »Tiefe Einblicke in das Gefühlsleben der Arminen-Anhänger.« Zu denen die 23 Bands natürlich gehören. Denn alle haben ihr Herz an den DSC verloren.
Wichtig ist den Initiatoren der »Block Party«: Der Sampler wurde ohne kommerzielle Interessen produziert. Hansmeier: »Alle haben ihr Dasein als Fan in ein Lied gepackt - natürlich unentgeltlich, nur mit blauem Herzblut.«
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Von Burgit Hörttrich Bielefeld (WB). Den Titel »Ostwestfalen ***** en« von der Gruppe »Trapped« hält Jörg Hansmeier vom Fan-Projekt für absolut hitverdächtig: »Auf jeden Fall allerbestens geeignet zum Mitsingen auf dem Stadion-Block.« »Ostwestfalen ***** en«, Schlachtgesang der Arminen-Fans, ist einer von 23 Titeln von 23 Bands auf der neuen Fan-CD »Block Party«.
Die ist von Freitag, 17. August, an im Handel und soll nach dem ersten Heimspiel der »Blauen« am Samstag gegen Frankfurt mit einer echten »Block Party« im Jugendzentrum Kamp (ab 20.30 Uhr) gefeiert werden. Live treten dann die legendären »ZZZ Hacker«, auf der CD mit »Die Antwort« vertreten, »The Terrace Blokes« (»Bye Bye Block 6«), Die Schlimme Band 8»Jeden Samstag Um Halb Vier«) und The Verandas (»Blue On Saturday«) auf.
Zehn Jahre nach dem Fan-Sampler »Almrausch«, der inzwischen Kultstatus hat und nicht mehr zu haben ist, starteten Fan-Projekt, »in-4-media Medienproduktion« und »667 One More Than The Devil«-Musikproduktion im Frühjahr einen Aufruf, sich mit Songs zu beteiligen. Hansmeier: »Da stand noch gar nicht fest, dass die Arminen erstklassig bleiben.« Aber: »Die Fans lechzen nach einem neuen Sampler, neuen Liedern zum Mitsingen und zum Abspielen nach dem Match.« Christoph Welke (667) und Maik Quernheim (in-4-media) betonen die Bandbreite der musikalischen Werke. Sie wissen: »Manche Songs lagen quasi schon in der Schublade, andere Bands haben sich erst nach unserem Aufruf an die Arbeit gemacht.« Der Titel, so Ole Wolff vom Fan-Projekt, sei eine »spontane Idee« gewesen: »Eigentlich erst kurz vor Schluss.«
Das Foto auf dem Tonträger zeigt einen »Kultkicker« der Arminen: den Finnen Pasi Rautiainen, der eine Platte auflegt. Im Trainingsanzug. Rautiainen spielte von 1982 bis 1986 im DSC-Trikot, ist heute Trainer in Talinn/Estland.
Der neue Tonträger hat eine Auflage von 1000 Exemplaren und kostet beim Fan-Projekt und im DSC-Fanshop 10 Euro, im Handel 12,99 Euro.
Die Titel heißen »Alm« oder »Arminia Dich Lieben Wir«, »Hau Ihn rein« oder Home Sweet Home«, »Eines Tages« oder »Die Entscheidung«. Als echten Party-Song »für alle Gelegenheiten« stuft Jörg Hansmeier den Jaroslaw-Titel »Für Immer« ein: »Ein allgemein gültiges Stück.« Seine Einschätzung der Stücke: »Tiefe Einblicke in das Gefühlsleben der Arminen-Anhänger.« Zu denen die 23 Bands natürlich gehören. Denn alle haben ihr Herz an den DSC verloren.
Wichtig ist den Initiatoren der »Block Party«: Der Sampler wurde ohne kommerzielle Interessen produziert. Hansmeier: »Alle haben ihr Dasein als Fan in ein Lied gepackt - natürlich unentgeltlich, nur mit blauem Herzblut.«
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
15.08.2007 - 16:18 Uhr
Arminia lädt Iraker Taher ein
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB). Kommt er heut' nicht, kommt er morgen: Wenn es nur so einfach wäre. Inzwischen ist es nicht mehr auszuschließen, dass der umworbene irakische Nationalspieler Hawar Mulla Mohammed Taher (25) überhaupt nicht mehr zum Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld kommt.
»Es geht nicht richtig weiter«, sagte gestern Trainer Ernst Middendorp angesichts der ungeklärten Visumsfrage und zäher Vermittlung seitens des Beraters Najim Mohamad. Dennoch setzt er mit Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig alle Hebel in Bewegung, damit der beste linke Mittelfeldspieler Asiens noch vor Ende der Transferfrist am 31. August in Ostwestfalen unterschreibt. Gestern haben die Arminen den Spieler über dessen Berater offiziell eingeladen, zu Vertragsgesprächen nach Bielefeld zu kommen.
»Wir wissen weder die Ablösesumme noch die Gehaltsvorstellung. All das würden wir gern in direkten Gesprächen klären«, sagt Saftig, der allerdings nicht glaubt, dass Arminia der einzige Verein und der inzwischen autorisierte Vermittler der einzige Berater ist, der um Tahers Fußballdienste buhlt. Zudem weiß in Bielefeld niemand, wie der Spieler überhaupt nach Deutschland kommen soll, ob er in der Botschaft in Jordanien ein Visum erhält oder in Bagdad vorstellig werden muss. Mit einem Diplomatenpass, wie ursprünglich erhofft, funktioniert es allem Anschein nach nicht.
Trotz aller Schwierigkeiten gilt Taher für Trainer Middendorp weiter als Idealbesetzung neben Jörg Böhme auf der linken Seite. Denn ein zweiter Linksfuß fehlt bislang im DSC-Aufgebot.
Und so dachte der Trainer jetzt alternativ über Jacek Krzynowek (31) nach, der beim VfL Wolfsburg derzeit nur in dritter Reihe spielt. Er habe den Polen »im Hinterstübchen« und deshalb mit dessen Berater »mal gesprochen«, verriet Middendorp gestern. Aber die Zahlen, die er dort hörte, ließen ihn aufschrecken: »Das sind Dimensionen. . .« Eine Reaktion aus Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten. Felix Magath stellte fest, dass keine offizielle Anfrage vorliege. Krzynowek sagte: »Ich habe nicht gehört, dass ich den Verein verlassen soll. Mit mir direkt hat noch kein anderer Verein gesprochen. Ich will in den nächsten Wochen sehen, wie es hier weitergeht.« Übersetzt heißt dieses Kauderwelsch jedoch: Ich bin offen für Gespräche.
Priorität hat in Bielefeld aber weiter die Personalie Taher. Gleichzeitig bemüht sich Reinhard Saftig seit Tagen um einen »Plan B«. »Und das ist nicht Krzynowek«, sagte der Sportdirektor gestern: »und vielleicht gibt es auch noch einen Plan C und D.« Arminia fühlt sich also vorbereitet und will sich auf gar keinen Fall unter Druck setzen. Notfalls, so Saftig, komme eben niemand: »Nur um des Holens willen, werden wir ganz bestimmt keinen holen. Das muss schon passen.«
Und so soll auch der Gastspieler, den Trainer Ernst Middendorp ohne Nennung eines Namens (»Er war mal in Südafrika, ist aber anderer Nationalität«) für Donnerstag in Aussicht stellte, kein Kandidat für die linke Seite sein.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Von Hans Peter Tipp Bielefeld (WB). Kommt er heut' nicht, kommt er morgen: Wenn es nur so einfach wäre. Inzwischen ist es nicht mehr auszuschließen, dass der umworbene irakische Nationalspieler Hawar Mulla Mohammed Taher (25) überhaupt nicht mehr zum Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld kommt.
»Es geht nicht richtig weiter«, sagte gestern Trainer Ernst Middendorp angesichts der ungeklärten Visumsfrage und zäher Vermittlung seitens des Beraters Najim Mohamad. Dennoch setzt er mit Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig alle Hebel in Bewegung, damit der beste linke Mittelfeldspieler Asiens noch vor Ende der Transferfrist am 31. August in Ostwestfalen unterschreibt. Gestern haben die Arminen den Spieler über dessen Berater offiziell eingeladen, zu Vertragsgesprächen nach Bielefeld zu kommen.
»Wir wissen weder die Ablösesumme noch die Gehaltsvorstellung. All das würden wir gern in direkten Gesprächen klären«, sagt Saftig, der allerdings nicht glaubt, dass Arminia der einzige Verein und der inzwischen autorisierte Vermittler der einzige Berater ist, der um Tahers Fußballdienste buhlt. Zudem weiß in Bielefeld niemand, wie der Spieler überhaupt nach Deutschland kommen soll, ob er in der Botschaft in Jordanien ein Visum erhält oder in Bagdad vorstellig werden muss. Mit einem Diplomatenpass, wie ursprünglich erhofft, funktioniert es allem Anschein nach nicht.
Trotz aller Schwierigkeiten gilt Taher für Trainer Middendorp weiter als Idealbesetzung neben Jörg Böhme auf der linken Seite. Denn ein zweiter Linksfuß fehlt bislang im DSC-Aufgebot.
Und so dachte der Trainer jetzt alternativ über Jacek Krzynowek (31) nach, der beim VfL Wolfsburg derzeit nur in dritter Reihe spielt. Er habe den Polen »im Hinterstübchen« und deshalb mit dessen Berater »mal gesprochen«, verriet Middendorp gestern. Aber die Zahlen, die er dort hörte, ließen ihn aufschrecken: »Das sind Dimensionen. . .« Eine Reaktion aus Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten. Felix Magath stellte fest, dass keine offizielle Anfrage vorliege. Krzynowek sagte: »Ich habe nicht gehört, dass ich den Verein verlassen soll. Mit mir direkt hat noch kein anderer Verein gesprochen. Ich will in den nächsten Wochen sehen, wie es hier weitergeht.« Übersetzt heißt dieses Kauderwelsch jedoch: Ich bin offen für Gespräche.
Priorität hat in Bielefeld aber weiter die Personalie Taher. Gleichzeitig bemüht sich Reinhard Saftig seit Tagen um einen »Plan B«. »Und das ist nicht Krzynowek«, sagte der Sportdirektor gestern: »und vielleicht gibt es auch noch einen Plan C und D.« Arminia fühlt sich also vorbereitet und will sich auf gar keinen Fall unter Druck setzen. Notfalls, so Saftig, komme eben niemand: »Nur um des Holens willen, werden wir ganz bestimmt keinen holen. Das muss schon passen.«
Und so soll auch der Gastspieler, den Trainer Ernst Middendorp ohne Nennung eines Namens (»Er war mal in Südafrika, ist aber anderer Nationalität«) für Donnerstag in Aussicht stellte, kein Kandidat für die linke Seite sein.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
16.08.2007 - 07:19 Uhr
Der linke Flügel und der Plan K
Wolfsburgs Krzynowek eine denkbare Alternative zum schwierigen Hawar-Transfer
Bielefeld (rk). Am Dienstagmorgen tat sich Außergewöhnliches: Arminias Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig hatte telefonischen Kontakt zu einem Spielervermittler, der über Verbindungen zu Hawar Mulla Mohamed Taher verfügt, jenen irakischen Nationalspieler, den die Bielefelder liebend gerne als Alternative zum derzeit wieder genialen Linksfuß Jörg Böhme holen würden. Zurzeit, so Saftig, weiß der DSC "gar nichts über Ablösesumme oder Gehaltsvorstellung" des Linksaußen.
Um mehr zu erfahren, soll Hawar nun eingeladen werden. Ob der Visum-Weg über die irakische Botschaft in Jordanien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten führt, ist ebenso unklar. Der Kontakt zum Vermittler namens Mohamed ist wichtig, um dem wenigstens ein Schreiben in die Hand geben zu können, dass er im Namen von Arminia Bielefeld mit dem Spieler reden kann.
"So richtig kommen wir bei Hawar nicht weiter", kommentiert Chefcoach Ernst Middendorp den Vorgang und schaut sich sicherheitshalber nach einer Alternative um. Während Saftig sagt, es gäbe Plan B "und vielleicht auch C oder D", setzt Middendorp eher auf K, wie Krzynowek, Jacek. Wenn ein Mann vom Format des 31-jährigen Wolfsburgers, der "die öffnende Rolle spielen kann", auf dem Markt sei, sei das "für mich als Trainer selbstverständlich ein Thema", sagt der Trainer. Middendorps Einschränkung: "Ich habe mit Krzynoweks Berater gesprochen. Das sind finanzielle Dimensionen . . ."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=aa35a57b1b68cfd918625193f5a6c718&cnt=1767727
Wolfsburgs Krzynowek eine denkbare Alternative zum schwierigen Hawar-Transfer
Bielefeld (rk). Am Dienstagmorgen tat sich Außergewöhnliches: Arminias Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig hatte telefonischen Kontakt zu einem Spielervermittler, der über Verbindungen zu Hawar Mulla Mohamed Taher verfügt, jenen irakischen Nationalspieler, den die Bielefelder liebend gerne als Alternative zum derzeit wieder genialen Linksfuß Jörg Böhme holen würden. Zurzeit, so Saftig, weiß der DSC "gar nichts über Ablösesumme oder Gehaltsvorstellung" des Linksaußen.
Um mehr zu erfahren, soll Hawar nun eingeladen werden. Ob der Visum-Weg über die irakische Botschaft in Jordanien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten führt, ist ebenso unklar. Der Kontakt zum Vermittler namens Mohamed ist wichtig, um dem wenigstens ein Schreiben in die Hand geben zu können, dass er im Namen von Arminia Bielefeld mit dem Spieler reden kann.
"So richtig kommen wir bei Hawar nicht weiter", kommentiert Chefcoach Ernst Middendorp den Vorgang und schaut sich sicherheitshalber nach einer Alternative um. Während Saftig sagt, es gäbe Plan B "und vielleicht auch C oder D", setzt Middendorp eher auf K, wie Krzynowek, Jacek. Wenn ein Mann vom Format des 31-jährigen Wolfsburgers, der "die öffnende Rolle spielen kann", auf dem Markt sei, sei das "für mich als Trainer selbstverständlich ein Thema", sagt der Trainer. Middendorps Einschränkung: "Ich habe mit Krzynoweks Berater gesprochen. Das sind finanzielle Dimensionen . . ."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=aa35a57b1b68cfd918625193f5a6c718&cnt=1767727
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 16.08.2007 um 07:21 Uhr bearbeitet
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