Pressethread (Hinrunde 07/08)
19.06.2007 - 15:22 Uhr
29.08.2007 - 07:12 Uhr
Der König hat Arminia im Blut
Top-Torjäger Wichniarek kurz vor der Vertragsverlängerung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Im Gleichschuss mit Bayerns Elf-Millionen-Stürmer Luca Toni an die Spitze der Bundesliga-Torjägerliste – bravissimo, Artur Wichniarek! Drei Spiele und jedes Mal trifft der Pole. Genau wie der Italiener. Doch Bielefelds Torgarant konzentriert sich nicht auf dieses Fernduell, er denkt nur an Arminia. "Wichtig ist, dass wir die Punkte holen. Wenn ich dabei mit meinen Toren helfe, umso besser."
Wie wohl er sich inzwischen wieder am Teuto fühlt, demonstrierte der 30-Jährige nach seinem Treffer zum 2:0-Endstand am Samstag gegen Hertha. Da rannte er schnurstracks Richtung Berliner Bank und deutete laut schreiend mit dem Zeigefinger auf sein Trikot. Den Gästen, allen voran deren Manager Dieter Hoeneß, sollte schwarz-weiß-blau vor Augen werden.
Das DSC-Logo als Symbol für sein Arminen-Blut. Denn bei diesem Klub hat Artur Wichniarek anders als beim traurigen Gastspiel in der Hauptstadt (2003 – 2005) das Glück gefunden. "Dieter Hoeneß hat meine Karriere fast verbaut. Das hat mich lange beschäftigt. Aber mit dem Sieg vom Samstag und meinem Tor ist das endgültig abgehakt", sagt Wichniarek, der in Bielefeld zur alten königlichen Würde zurückfand, seit Trainer Ernst Middendorp im März dieses Jahres beim DSC begann.
"Der Trainer hat sofort die Qualität von Artur erkannt, und er zahlt das Vertrauen, dass Middendorp ihm schenkt, doppelt und dreifach zurück", bestätigt Wichniareks Berater Andreas Grajewski. Drei Tore waren es im Schlussspurt der vorigen Saison, allesamt extrem wichtig fürs Überleben in der Erstklassigkeit. Treffer für das Geschichtsbuch des DSC Arminia in doppelter Hinsicht: Unaufhaltsam schloss "König Artur" zu den besten drei Bielefelder Erstliga-Torschützen Gerd-Volker Schock (23), Stefan Kuntz (25) und Frank Pagelsdorf (28) auf. Mit Schock zog er am ersten Spieltag der neuen Saison gleich, Kuntz holte er am Samstag ein.
Macht der Stürmer auch in der nächsten Partie in Duisburg sein Tor, wäre die 28 und Platz eins durch einen Doppelpack greifbar nah. In der folgenden Partie erscheint ausgerechnet Rekordhalter Frank Pagelsdorf mit Hansa Rostock in der Schüco-Arena. Artur Wichniarek amüsiert sich darüber: "Vielleicht bringt er mir ja einen Strauß Blumen mit." Stolz wäre er aber schon, wenn er den Tor-Rekord schafft, verrät der "König".
Wenn er gesund bleibt, wird das früher oder später sowieso passieren. Wichniarek sollte reichlich Gelegenheit haben, die Marke zu erhöhen. Sein Berater reist morgen nach Bielefeld, um die Vertragsverlängerung bis 2010 perfekt zu machen. "Artur wischt alle anderen Angebote, die er hat, vom Tisch. Wenn Arminia zu ihrem Angebot steht, wird er unterschreiben", sagt Grajewski.
Zur Forderung des Stürmers zählt ein Abschiedsspiel. Ganz wie es sich für einen königlichen Abgang geziemt.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Top-Torjäger Wichniarek kurz vor der Vertragsverlängerung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Im Gleichschuss mit Bayerns Elf-Millionen-Stürmer Luca Toni an die Spitze der Bundesliga-Torjägerliste – bravissimo, Artur Wichniarek! Drei Spiele und jedes Mal trifft der Pole. Genau wie der Italiener. Doch Bielefelds Torgarant konzentriert sich nicht auf dieses Fernduell, er denkt nur an Arminia. "Wichtig ist, dass wir die Punkte holen. Wenn ich dabei mit meinen Toren helfe, umso besser."
Wie wohl er sich inzwischen wieder am Teuto fühlt, demonstrierte der 30-Jährige nach seinem Treffer zum 2:0-Endstand am Samstag gegen Hertha. Da rannte er schnurstracks Richtung Berliner Bank und deutete laut schreiend mit dem Zeigefinger auf sein Trikot. Den Gästen, allen voran deren Manager Dieter Hoeneß, sollte schwarz-weiß-blau vor Augen werden.
Das DSC-Logo als Symbol für sein Arminen-Blut. Denn bei diesem Klub hat Artur Wichniarek anders als beim traurigen Gastspiel in der Hauptstadt (2003 – 2005) das Glück gefunden. "Dieter Hoeneß hat meine Karriere fast verbaut. Das hat mich lange beschäftigt. Aber mit dem Sieg vom Samstag und meinem Tor ist das endgültig abgehakt", sagt Wichniarek, der in Bielefeld zur alten königlichen Würde zurückfand, seit Trainer Ernst Middendorp im März dieses Jahres beim DSC begann.
"Der Trainer hat sofort die Qualität von Artur erkannt, und er zahlt das Vertrauen, dass Middendorp ihm schenkt, doppelt und dreifach zurück", bestätigt Wichniareks Berater Andreas Grajewski. Drei Tore waren es im Schlussspurt der vorigen Saison, allesamt extrem wichtig fürs Überleben in der Erstklassigkeit. Treffer für das Geschichtsbuch des DSC Arminia in doppelter Hinsicht: Unaufhaltsam schloss "König Artur" zu den besten drei Bielefelder Erstliga-Torschützen Gerd-Volker Schock (23), Stefan Kuntz (25) und Frank Pagelsdorf (28) auf. Mit Schock zog er am ersten Spieltag der neuen Saison gleich, Kuntz holte er am Samstag ein.
Macht der Stürmer auch in der nächsten Partie in Duisburg sein Tor, wäre die 28 und Platz eins durch einen Doppelpack greifbar nah. In der folgenden Partie erscheint ausgerechnet Rekordhalter Frank Pagelsdorf mit Hansa Rostock in der Schüco-Arena. Artur Wichniarek amüsiert sich darüber: "Vielleicht bringt er mir ja einen Strauß Blumen mit." Stolz wäre er aber schon, wenn er den Tor-Rekord schafft, verrät der "König".
Wenn er gesund bleibt, wird das früher oder später sowieso passieren. Wichniarek sollte reichlich Gelegenheit haben, die Marke zu erhöhen. Sein Berater reist morgen nach Bielefeld, um die Vertragsverlängerung bis 2010 perfekt zu machen. "Artur wischt alle anderen Angebote, die er hat, vom Tisch. Wenn Arminia zu ihrem Angebot steht, wird er unterschreiben", sagt Grajewski.
Zur Forderung des Stürmers zählt ein Abschiedsspiel. Ganz wie es sich für einen königlichen Abgang geziemt.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
30.08.2007 - 15:21 Uhr
Bielefelder Profis vor Duisburg "selbstbewusst"
In dieser Saison noch ungeschlagen
Bielefeld (lnw). Ernst Middendorp, Trainer des Fußball- Bundesligisten Arminia Bielefeld, ist vor der Partie am Samstag bei Aufsteiger MSV Duisburg optimistisch. Seine Mannschaft mache einen "selbstbewussten Eindruck", sagte Middendorp am Donnerstag.
Das Team der Ostwestfalen ist in dieser Saison noch ungeschlagen und belegt vor dem vierten Spieltag hinter dem FC Bayern München den zweiten Tabellenplatz.
Im Wochenverlauf hatten bei der Arminia die Stammspieler Artur Wichniarek, Radim Kucera und Jörg Böhme Magen-Darm-Probleme. Ob sie dennoch zum Kader der 18 Spieler für Duisburg gehören, wollte Middendorp nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden. Dann soll auch feststehen, ob der erst am Dienstag vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtete Daniel Halfar nominiert wird.
- + -
Duisburg ohne Lavric gegen Bielefeld
Hellmich verweigert Freigabe
Duisburg (dpa). Der MSV Duisburg wird sein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld ohne Klemen Lavric bestreiten. Wie der Verein mitteilte, hat sich der 26 Jahre alte Stürmer wegen einer Magenerkrankung bis zum 1. September vom Trainingsbetrieb abgemeldet.
MSV-Präsident Walter Hellmich bekräftigte zudem am Donnerstag, dass der Verein dem wechselwilligen Lavric keine Freigabe erteilen werde. "Wir wollen ihn nicht abgeben, das Thema ist durch", sagte Hellmich. Lavric, der seit zwei Jahren für den MSV aktiv ist und Duisburg noch vor Ablauf der Transferperiode an diesem Freitag verlassen möchte, liegen nach eigenen Angaben Angebote aus Frankreich vor. "Ich erwarte ihn am nächsten Sonntag zum Training", sagte MSV-Coach Rudi Bommer.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
In dieser Saison noch ungeschlagen
Bielefeld (lnw). Ernst Middendorp, Trainer des Fußball- Bundesligisten Arminia Bielefeld, ist vor der Partie am Samstag bei Aufsteiger MSV Duisburg optimistisch. Seine Mannschaft mache einen "selbstbewussten Eindruck", sagte Middendorp am Donnerstag.
Das Team der Ostwestfalen ist in dieser Saison noch ungeschlagen und belegt vor dem vierten Spieltag hinter dem FC Bayern München den zweiten Tabellenplatz.
Im Wochenverlauf hatten bei der Arminia die Stammspieler Artur Wichniarek, Radim Kucera und Jörg Böhme Magen-Darm-Probleme. Ob sie dennoch zum Kader der 18 Spieler für Duisburg gehören, wollte Middendorp nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden. Dann soll auch feststehen, ob der erst am Dienstag vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtete Daniel Halfar nominiert wird.
- + -
Duisburg ohne Lavric gegen Bielefeld
Hellmich verweigert Freigabe
Duisburg (dpa). Der MSV Duisburg wird sein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld ohne Klemen Lavric bestreiten. Wie der Verein mitteilte, hat sich der 26 Jahre alte Stürmer wegen einer Magenerkrankung bis zum 1. September vom Trainingsbetrieb abgemeldet.
MSV-Präsident Walter Hellmich bekräftigte zudem am Donnerstag, dass der Verein dem wechselwilligen Lavric keine Freigabe erteilen werde. "Wir wollen ihn nicht abgeben, das Thema ist durch", sagte Hellmich. Lavric, der seit zwei Jahren für den MSV aktiv ist und Duisburg noch vor Ablauf der Transferperiode an diesem Freitag verlassen möchte, liegen nach eigenen Angaben Angebote aus Frankreich vor. "Ich erwarte ihn am nächsten Sonntag zum Training", sagte MSV-Coach Rudi Bommer.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
30.08.2007 - 15:22 Uhr
Die Stürmer werden knapp
Bielefeld (WB/fwk). Von fünf Stürmern blieb den Arminen mit Christian Eigler gestern nur noch einer, der vollständig gesund ist. Sibusiso Zuma - noch einen Monat außer Gefecht. Leonidas Kampantais - unternahm beim Test gegen Hatta Sports gerade wieder seine ersten Gehversuche. Abelaziz Ahanfouf - nach seiner Verletzung gemäss eigener Einschätzung erst zu »70 Prozent« leistungsfähig und bei Arminia eigentlich auch auf dem Abschiebegleis. Gestern fiel dann auch noch der Angriffsführer aus - Artur Wichniarek meldete sich mit einer Magen- und Darmverstimmung ab.
Trainer Ernst Middendorp wollte nichts dramatisieren: »Vielleicht ist ein Virus unterwegs. Wir haben Artur aus dem Training herausgenommen, ich denke aber, dass er spielt.« Wichniarek hielt sich mit seiner Prognose noch zurück: »Wenn es mir nicht gut geht, kann ich nicht spielen. Aber ich hoffe natürlich, dass es klappt. Etwas besser fühle ich mich schon.«
Beim MSV wollen die Arminen Platz 2 festigen, im öffentlichen Meinungsbild findet nicht einmal diese gehobene Position ihren Niederschlag. Die Profis sollen nun lernen, sich interessanter zu inszenieren. Wie das geht, vermittelt ihnen bei einem Medientraining der TV-Sportjournalist Rudi Brückner, bekannt von ZDF, DSF und Eurosport. Manager Reinhard Saftig sieht Nachholbedarf: »Arminia muss besser herauskommen. Ein Christian Eigler zum Beispiel wäre woanders vielleicht schon ein Star.« Auch in der Image-Tabelle möchte der DSC nach oben stürmen - ungeachtet der kurzfristigen Notlage auf der Sturm-Position.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Bielefeld (WB/fwk). Von fünf Stürmern blieb den Arminen mit Christian Eigler gestern nur noch einer, der vollständig gesund ist. Sibusiso Zuma - noch einen Monat außer Gefecht. Leonidas Kampantais - unternahm beim Test gegen Hatta Sports gerade wieder seine ersten Gehversuche. Abelaziz Ahanfouf - nach seiner Verletzung gemäss eigener Einschätzung erst zu »70 Prozent« leistungsfähig und bei Arminia eigentlich auch auf dem Abschiebegleis. Gestern fiel dann auch noch der Angriffsführer aus - Artur Wichniarek meldete sich mit einer Magen- und Darmverstimmung ab.
Trainer Ernst Middendorp wollte nichts dramatisieren: »Vielleicht ist ein Virus unterwegs. Wir haben Artur aus dem Training herausgenommen, ich denke aber, dass er spielt.« Wichniarek hielt sich mit seiner Prognose noch zurück: »Wenn es mir nicht gut geht, kann ich nicht spielen. Aber ich hoffe natürlich, dass es klappt. Etwas besser fühle ich mich schon.«
Beim MSV wollen die Arminen Platz 2 festigen, im öffentlichen Meinungsbild findet nicht einmal diese gehobene Position ihren Niederschlag. Die Profis sollen nun lernen, sich interessanter zu inszenieren. Wie das geht, vermittelt ihnen bei einem Medientraining der TV-Sportjournalist Rudi Brückner, bekannt von ZDF, DSF und Eurosport. Manager Reinhard Saftig sieht Nachholbedarf: »Arminia muss besser herauskommen. Ein Christian Eigler zum Beispiel wäre woanders vielleicht schon ein Star.« Auch in der Image-Tabelle möchte der DSC nach oben stürmen - ungeachtet der kurzfristigen Notlage auf der Sturm-Position.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
30.08.2007 - 15:35 Uhr
GELIEBTES ARMINIA BIELEFELD
Unvollkommen und deshalb perfekt
In Bielefeld regnet es immer. In Bielefeld gibt es einen Bundesligisten, der nicht wirklich Fußball spielen kann. In Bielefeld lebt Markus Voss. Er ist der Arminia rettungslos verfallen, und das nicht erst, seitdem die Ostwestfalen erster Bayern-Jäger sind.
Nein, ich will nicht tauschen. Samstagmittags, wenn ich mit dem Fahrrad losfahre, erst recht nicht. Wenn an jeder Bushaltestelle schwarz-weiß-blaue Schals zu sehen sind. Wenn ich an der Ampel warte und höre, wie ein Fußballfreund an einer Haustür klingelt und in die Sprechanlage flunkert: "Middendorp hier, ich wollte noch schnell die Taktik besprechen." Wenn es in jeder Kneipe nur ein Thema gibt. Wenn ich über den "Siggi" (Siegfriedplatz; die Red.) fahre. Wenn zwischen den Häusern und Bäumen der Rolandstraße das blaugetünchte Stadion auftaucht und die ersten Musikfetzen aus den Boxen herüberwehen. Dann weiß ich: Ich bin privilegiert. Warum? Weil ich Fan des DSC Arminia Bielefeld bin.
Bielefelder Spieler und Betreuer (1999): Mal wieder einen Aufstieg geschafft
Ich bin privilegiert, weil das Stadion meines Vereins klein und eng ist und trutzend mitten in der Stadt zwischen akkurat gepflegten Vorgärten und einem hässlichen Schulbau aus den sechziger Jahren steht. Ich bin privilegiert, weil ich auf der einzigen Stehplatz-Gegengerade der Liga mitfiebern kann (die zugegebenermaßen in diesem Jahr einer neuen Haupttribüne weichen musste). Ich bin privilegiert, weil mich Arminia gelehrt hat, dass Leidenschaft von Leiden kommt und Fußball wie das Leben ist: eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der die alltägliche Unvollkommenheit geradezu zelebriert wird.
Wie flau ist es doch, wenn es nur darum geht, als Erster, Zweiter oder Dritter in die Champions League einzuziehen. Wie eintönig, wenn die wirtschaftlichen Gegebenheiten den sportlichen Erfolg zu einem guten Teil erkaufen können und mit den Superstars das Eventpublikum Einzug hält, das bei Schnittchen und Prosecco unterhalten werden will. Und wie schal, wenn Kunst von Können kommt. Denn das gilt in Bielefeld nur bedingt. Hier wird Fußball in erster Linie gearbeitet. Am Ende wird dann geschaut, was dabei herauskommt. Klassenerhalt oder Abstieg. Andere Alternativen gibt es nicht, obwohl wir derzeit in der Tabelle weit oben stehen. (mehr...)
Die Fans wissen das und nehmen dieses Naturgesetz mit "einer Mischung aus Stolz, Selbstironie, Anspruch und Fatalismus" hin, wie die Zeitung "Neue Westfälische" jüngst urteilte. In Ostwestfalen ist es längst ein geflügeltes Wort, dass der Klassenerhalt von Arminia sportlich mehr wert sei als eine Meisterschaft der Bayern. Mit anderen Worten: Als Vierte sind die Münchner gerade abgestiegen.
Der FC Bayern München ist das unumstrittene Aushängeschild des deutschen Fußballs. Klar, aber dessen Fans sind so laut wie der Mittagstisch im Sanatorium "Waldesruh". Schalke 04 ist für mich nur ein Club, der in einer riesigen Turnhalle spielt. Und ist es nicht erfrischend, dass es für den angeblichen neuen Star unter den Trainern und seine Mainzer Kicker nicht zum Klassenerhalt gereicht hat? Wenn wir umgekehrt als Fahrstuhlmannschaft bezeichnet werden, antworte ich lässig: "Den Titel Rekord-Aufsteiger mussten wir uns hart erarbeiten." Dass Arminia in einer Umfrage zum unbeliebtesten Verein der Liga (mehr...) gewählt wurde - geschenkt.
Wie bei mir alles anfing? Mit einer bitteren Pleite natürlich. Das erste, an das ich mich erinnern kann, stammt aus dem Mai 1977. Ich hing im Garten meines Opas am Transistorradio. Arminia gewann im Aufstiegsspiel zur Bundesliga 4:0 gegen 1860 München, die ganze Stadt feierte den grandiosen Sieg, was sich nach dem 0:4 im Rückspiel und dem 0:2 im Entscheidungsspiel als etwas verfrüht herausstellen sollte. Bei meinem ersten Spiel auf der Alm regnete es in Strömen, ein Dach gab es noch nicht.
Nach einem 0:2-Rückstand spielten die inzwischen aufgestiegenen "Blauen" noch 2:2 gegen Braunschweig. Die Tore schossen Hans-Gerd Schildt und Harry Ellbracht. Nie werde ich diese Namen vergessen. Das war am 2. September 1978, Arminia hatte mich endgültig gepackt. Seitdem bin ich dabei, immer Stehplatz, immer mit den gleichen Leuten, immer Block 6 (wie gesagt, wir müssen jetzt umziehen).
Als Kind war es für mich normal, in einer Erstligastadt aufzuwachsen. Mit meinen Freunden fuhr ich immer im Bus zu den Heimspielen. Zwei Stunden vor Anpfiff waren wir im Stadion, weil wir in der ersten Reihe direkt an der Mittellinie stehen wollten. Vorher hatten wir jeder noch eine Tüte Katjes gekauft, die während des Spiels nach und nach als Nervennahrung in den Mündern verschwanden. Heute freue ich mich über jedes Bundesligaspiel, Katjes kann ich nicht mehr sehen.
Arminia, Bielefeld und Regen - das gehört sowieso irgendwie zusammen. Angeblich soll das eine wie das andere dafür verantwortlich sein, dass so viele Komödianten und Satiriker wie Ingolf Lück, Ingo Oschmann, Wiglaf Droste, Hans Zippert oder mehrere "Titanic"-Redakteure aus Bielefeld stammen. Lück sagte dazu einmal: "Wenn man aus einer Stadt wie Bielefeld kommt, wo es 365 Tage im Jahr regnet, und wo es diesen Verein gibt, der einen durch all die Höhen und Tiefen jagt, muss man Überlebensstrategien entwickeln."
Erst kürzlich hat mir ein Freund eine E-Mail geschickt: "Heute habe ich meine neue Dauerkarte bekommen. Die Buchstaben sind schon jetzt kaum zu lesen. Ich glaube, wir werden nie ein richtiger Profiverein." Ach, Arminia, du Unvollkommene. Genau dafür liebe ich dich.
QUELLE: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,493433,00.html
Unvollkommen und deshalb perfekt
In Bielefeld regnet es immer. In Bielefeld gibt es einen Bundesligisten, der nicht wirklich Fußball spielen kann. In Bielefeld lebt Markus Voss. Er ist der Arminia rettungslos verfallen, und das nicht erst, seitdem die Ostwestfalen erster Bayern-Jäger sind.
Nein, ich will nicht tauschen. Samstagmittags, wenn ich mit dem Fahrrad losfahre, erst recht nicht. Wenn an jeder Bushaltestelle schwarz-weiß-blaue Schals zu sehen sind. Wenn ich an der Ampel warte und höre, wie ein Fußballfreund an einer Haustür klingelt und in die Sprechanlage flunkert: "Middendorp hier, ich wollte noch schnell die Taktik besprechen." Wenn es in jeder Kneipe nur ein Thema gibt. Wenn ich über den "Siggi" (Siegfriedplatz; die Red.) fahre. Wenn zwischen den Häusern und Bäumen der Rolandstraße das blaugetünchte Stadion auftaucht und die ersten Musikfetzen aus den Boxen herüberwehen. Dann weiß ich: Ich bin privilegiert. Warum? Weil ich Fan des DSC Arminia Bielefeld bin.
Bielefelder Spieler und Betreuer (1999): Mal wieder einen Aufstieg geschafft
Ich bin privilegiert, weil das Stadion meines Vereins klein und eng ist und trutzend mitten in der Stadt zwischen akkurat gepflegten Vorgärten und einem hässlichen Schulbau aus den sechziger Jahren steht. Ich bin privilegiert, weil ich auf der einzigen Stehplatz-Gegengerade der Liga mitfiebern kann (die zugegebenermaßen in diesem Jahr einer neuen Haupttribüne weichen musste). Ich bin privilegiert, weil mich Arminia gelehrt hat, dass Leidenschaft von Leiden kommt und Fußball wie das Leben ist: eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der die alltägliche Unvollkommenheit geradezu zelebriert wird.
Wie flau ist es doch, wenn es nur darum geht, als Erster, Zweiter oder Dritter in die Champions League einzuziehen. Wie eintönig, wenn die wirtschaftlichen Gegebenheiten den sportlichen Erfolg zu einem guten Teil erkaufen können und mit den Superstars das Eventpublikum Einzug hält, das bei Schnittchen und Prosecco unterhalten werden will. Und wie schal, wenn Kunst von Können kommt. Denn das gilt in Bielefeld nur bedingt. Hier wird Fußball in erster Linie gearbeitet. Am Ende wird dann geschaut, was dabei herauskommt. Klassenerhalt oder Abstieg. Andere Alternativen gibt es nicht, obwohl wir derzeit in der Tabelle weit oben stehen. (mehr...)
Die Fans wissen das und nehmen dieses Naturgesetz mit "einer Mischung aus Stolz, Selbstironie, Anspruch und Fatalismus" hin, wie die Zeitung "Neue Westfälische" jüngst urteilte. In Ostwestfalen ist es längst ein geflügeltes Wort, dass der Klassenerhalt von Arminia sportlich mehr wert sei als eine Meisterschaft der Bayern. Mit anderen Worten: Als Vierte sind die Münchner gerade abgestiegen.
Der FC Bayern München ist das unumstrittene Aushängeschild des deutschen Fußballs. Klar, aber dessen Fans sind so laut wie der Mittagstisch im Sanatorium "Waldesruh". Schalke 04 ist für mich nur ein Club, der in einer riesigen Turnhalle spielt. Und ist es nicht erfrischend, dass es für den angeblichen neuen Star unter den Trainern und seine Mainzer Kicker nicht zum Klassenerhalt gereicht hat? Wenn wir umgekehrt als Fahrstuhlmannschaft bezeichnet werden, antworte ich lässig: "Den Titel Rekord-Aufsteiger mussten wir uns hart erarbeiten." Dass Arminia in einer Umfrage zum unbeliebtesten Verein der Liga (mehr...) gewählt wurde - geschenkt.
Wie bei mir alles anfing? Mit einer bitteren Pleite natürlich. Das erste, an das ich mich erinnern kann, stammt aus dem Mai 1977. Ich hing im Garten meines Opas am Transistorradio. Arminia gewann im Aufstiegsspiel zur Bundesliga 4:0 gegen 1860 München, die ganze Stadt feierte den grandiosen Sieg, was sich nach dem 0:4 im Rückspiel und dem 0:2 im Entscheidungsspiel als etwas verfrüht herausstellen sollte. Bei meinem ersten Spiel auf der Alm regnete es in Strömen, ein Dach gab es noch nicht.
Nach einem 0:2-Rückstand spielten die inzwischen aufgestiegenen "Blauen" noch 2:2 gegen Braunschweig. Die Tore schossen Hans-Gerd Schildt und Harry Ellbracht. Nie werde ich diese Namen vergessen. Das war am 2. September 1978, Arminia hatte mich endgültig gepackt. Seitdem bin ich dabei, immer Stehplatz, immer mit den gleichen Leuten, immer Block 6 (wie gesagt, wir müssen jetzt umziehen).
Als Kind war es für mich normal, in einer Erstligastadt aufzuwachsen. Mit meinen Freunden fuhr ich immer im Bus zu den Heimspielen. Zwei Stunden vor Anpfiff waren wir im Stadion, weil wir in der ersten Reihe direkt an der Mittellinie stehen wollten. Vorher hatten wir jeder noch eine Tüte Katjes gekauft, die während des Spiels nach und nach als Nervennahrung in den Mündern verschwanden. Heute freue ich mich über jedes Bundesligaspiel, Katjes kann ich nicht mehr sehen.
Arminia, Bielefeld und Regen - das gehört sowieso irgendwie zusammen. Angeblich soll das eine wie das andere dafür verantwortlich sein, dass so viele Komödianten und Satiriker wie Ingolf Lück, Ingo Oschmann, Wiglaf Droste, Hans Zippert oder mehrere "Titanic"-Redakteure aus Bielefeld stammen. Lück sagte dazu einmal: "Wenn man aus einer Stadt wie Bielefeld kommt, wo es 365 Tage im Jahr regnet, und wo es diesen Verein gibt, der einen durch all die Höhen und Tiefen jagt, muss man Überlebensstrategien entwickeln."
Erst kürzlich hat mir ein Freund eine E-Mail geschickt: "Heute habe ich meine neue Dauerkarte bekommen. Die Buchstaben sind schon jetzt kaum zu lesen. Ich glaube, wir werden nie ein richtiger Profiverein." Ach, Arminia, du Unvollkommene. Genau dafür liebe ich dich.
QUELLE: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,493433,00.html
31.08.2007 - 07:34 Uhr
Ahanfouf pocht auf den Vertrag
Stürmer geht nach Augsburg nur gegen Zahlung einer Abfindung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig erinnert dieser Tage an einen Börsianer, der vor Handelsschluss registriert, dass seine Papiere auf niedrigem Niveau stagnieren. Sicher haben die Spieler, die der DSC-Manager gerne abgeben würde, immer mal wieder Verkaufsphantasien geweckt. Doch je näher der Transferschluss am 31. August, 24 Uhr, rückt, desto schwächer wird die Hoffnung auf steigende Kurse.
Marcio Borges und Abdelaziz Ahanfouf sind Profis, für die Trainer Ernst Middendorp keine Verwendung hat. Gegen den Abgang von David Kobylik hätte er nichts einzuwenden, wie der Trainer grundsätzlich offen für Vieles scheint: "Man müsste dann sehen, ob es für beide Seiten passt." Ein Überraschungswechsel ist also nicht auszuschließen und würde von Middendorp bei entsprechendem Ersatz nicht verhindert.
Im Mannschaftskreis gelten Petr Gabriel und Thorben Marx als Spieler, die sich am schlechtesten mit ihrem Status als Ersatzspieler abfinden können. Dass der in Wolfsburg gescheiterte Matthias Langkamp an ihm vorbeiziehen würde, konnte Gabriel nicht ahnen. So befindet sich der Tscheche in der schwierigen Situation, Andre Mijatovic und Langkamp im Abwehrzentrum vor sich zu haben. Zudem erfuhr der 34-Jährige, dass Middendorp "Bollmanns Zukunft in der Innenverteidigung" sieht. Und sein Landsmann Radim Kucera, der den verletzten Rüdiger Kauf bislang im defensiven Mittelfeld überzeugend vertreten hat, ist als Innenverteidiger verpflichtet worden und hat auf dieser Position schon überdurchschnittliche Leistungen gebracht.
Auch Thorben Marx muss sich trotz ordentlicher Saisonvorbereitung wie rechts und links überholt fühlen. Obwohl Kauf ausfiel, kam er keine Minute zum Einsatz.
Borges, Ahanfouf und Kobylik weit weg von Startelf
Noch weiter weg von der Anfangself sind jedoch Borges, Ahanfouf und Kobylik - sie gehörten in den drei Ligaspielen, in denen Arminia sieben Punkte sammelte, nicht einmal zum 18er-Kader. DSC-Geschäftsführer Saftig hat aber "noch für überhaupt keinen ein Angebot vorliegen". Der Offensivspieler Kobylik soll Offerten aus der Türkei und der Zweiten Bundesliga abgelehnt haben. Er wolle ein halbes Jahr abwarten. Borges meldete sich gestern mit Knieproblemen vom Training ab, was seine Wechselchancen nicht verbessert. Für Ahanfouf interessiert sich seit Dienstag Zweitligist FC Augsburg. Der Stürmer betont dennoch: "Ich will zu keinem anderen Verein." Es seien aber noch zwei Tage Zeit, "den Rest" mache sein Manager. Der heißt Klaus Gerster und klärt auf, worum es geht: "Aziz hat einen Erstliga-Vertrag und sieht nicht ein, diesen ohne eine Zahlung von Bielefeld aufzulösen."
Eine solche Abfindung wird es nicht geben, wie Gerster nach einem Telefonat mit Finanzchef Roland Kentsch weiß. "Ganz schwer" sei es, "da noch Bewegung reinzukriegen". Dafür schätzt Gerster seinen Klienten und Kentsch als "zu geradlinige Typen ein".
Behält der von Middendorp aussortierte Deutsch-Marokkaner diese Haltung bei, wird er für den DSC zum toten Kapital. Ahanfouf hat noch einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit plus Option auf eine Saison. "Ich trainiere, biete mich an und werde meine Chance nutzen, wenn ich sie erhalte. Ich bleibe nicht hier, um Ärger zu machen", sagt er und wähnt sich "nach neun Wochen Training am Stück auf einem guten Weg". Allein, sein Kurs reagiert darauf nicht. Der bewegt sich seit Monaten auf Tiefststand nur seitwärts.
- + -
"Kentsch zur Sparkasse"
Vertragsverlängerung mit Wichniarek Anfang nächster Woche
Bielefeld (tzi). Die Vertragsverlängerung mit Top-Torjäger Artur Wichniarek (30) muss bis Anfang nächster Woche warten. Die DSC-Geschäftsführer baten Wichniareks Berater Andreas Grajewski aus Termingründen, erst am Montag zur Verhandlung nach Bielefeld zu kommen. Finanzchef Roland Kentsch signalisierte vorab, dass auch das geforderte Abschiedsspiel kein Problem ist: "Ich wüsste nicht, warum wir ihm das verweigern sollten."
Grajewski reagierte scherzend auf die Terminverlegung: "Für uns ist das besser. Wenn Artur jetzt in Duisburg zwei Mal trifft, muss Herr Kentsch nochmal zur Sparkasse laufen." Ein bisschen Spaß müsse sein, zitierte Grajewski zur Beruhigung der Arminen dann noch Roberto Blanco.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Stürmer geht nach Augsburg nur gegen Zahlung einer Abfindung
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig erinnert dieser Tage an einen Börsianer, der vor Handelsschluss registriert, dass seine Papiere auf niedrigem Niveau stagnieren. Sicher haben die Spieler, die der DSC-Manager gerne abgeben würde, immer mal wieder Verkaufsphantasien geweckt. Doch je näher der Transferschluss am 31. August, 24 Uhr, rückt, desto schwächer wird die Hoffnung auf steigende Kurse.
Marcio Borges und Abdelaziz Ahanfouf sind Profis, für die Trainer Ernst Middendorp keine Verwendung hat. Gegen den Abgang von David Kobylik hätte er nichts einzuwenden, wie der Trainer grundsätzlich offen für Vieles scheint: "Man müsste dann sehen, ob es für beide Seiten passt." Ein Überraschungswechsel ist also nicht auszuschließen und würde von Middendorp bei entsprechendem Ersatz nicht verhindert.
Im Mannschaftskreis gelten Petr Gabriel und Thorben Marx als Spieler, die sich am schlechtesten mit ihrem Status als Ersatzspieler abfinden können. Dass der in Wolfsburg gescheiterte Matthias Langkamp an ihm vorbeiziehen würde, konnte Gabriel nicht ahnen. So befindet sich der Tscheche in der schwierigen Situation, Andre Mijatovic und Langkamp im Abwehrzentrum vor sich zu haben. Zudem erfuhr der 34-Jährige, dass Middendorp "Bollmanns Zukunft in der Innenverteidigung" sieht. Und sein Landsmann Radim Kucera, der den verletzten Rüdiger Kauf bislang im defensiven Mittelfeld überzeugend vertreten hat, ist als Innenverteidiger verpflichtet worden und hat auf dieser Position schon überdurchschnittliche Leistungen gebracht.
Auch Thorben Marx muss sich trotz ordentlicher Saisonvorbereitung wie rechts und links überholt fühlen. Obwohl Kauf ausfiel, kam er keine Minute zum Einsatz.
Borges, Ahanfouf und Kobylik weit weg von Startelf
Noch weiter weg von der Anfangself sind jedoch Borges, Ahanfouf und Kobylik - sie gehörten in den drei Ligaspielen, in denen Arminia sieben Punkte sammelte, nicht einmal zum 18er-Kader. DSC-Geschäftsführer Saftig hat aber "noch für überhaupt keinen ein Angebot vorliegen". Der Offensivspieler Kobylik soll Offerten aus der Türkei und der Zweiten Bundesliga abgelehnt haben. Er wolle ein halbes Jahr abwarten. Borges meldete sich gestern mit Knieproblemen vom Training ab, was seine Wechselchancen nicht verbessert. Für Ahanfouf interessiert sich seit Dienstag Zweitligist FC Augsburg. Der Stürmer betont dennoch: "Ich will zu keinem anderen Verein." Es seien aber noch zwei Tage Zeit, "den Rest" mache sein Manager. Der heißt Klaus Gerster und klärt auf, worum es geht: "Aziz hat einen Erstliga-Vertrag und sieht nicht ein, diesen ohne eine Zahlung von Bielefeld aufzulösen."
Eine solche Abfindung wird es nicht geben, wie Gerster nach einem Telefonat mit Finanzchef Roland Kentsch weiß. "Ganz schwer" sei es, "da noch Bewegung reinzukriegen". Dafür schätzt Gerster seinen Klienten und Kentsch als "zu geradlinige Typen ein".
Behält der von Middendorp aussortierte Deutsch-Marokkaner diese Haltung bei, wird er für den DSC zum toten Kapital. Ahanfouf hat noch einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit plus Option auf eine Saison. "Ich trainiere, biete mich an und werde meine Chance nutzen, wenn ich sie erhalte. Ich bleibe nicht hier, um Ärger zu machen", sagt er und wähnt sich "nach neun Wochen Training am Stück auf einem guten Weg". Allein, sein Kurs reagiert darauf nicht. Der bewegt sich seit Monaten auf Tiefststand nur seitwärts.
- + -
"Kentsch zur Sparkasse"
Vertragsverlängerung mit Wichniarek Anfang nächster Woche
Bielefeld (tzi). Die Vertragsverlängerung mit Top-Torjäger Artur Wichniarek (30) muss bis Anfang nächster Woche warten. Die DSC-Geschäftsführer baten Wichniareks Berater Andreas Grajewski aus Termingründen, erst am Montag zur Verhandlung nach Bielefeld zu kommen. Finanzchef Roland Kentsch signalisierte vorab, dass auch das geforderte Abschiedsspiel kein Problem ist: "Ich wüsste nicht, warum wir ihm das verweigern sollten."
Grajewski reagierte scherzend auf die Terminverlegung: "Für uns ist das besser. Wenn Artur jetzt in Duisburg zwei Mal trifft, muss Herr Kentsch nochmal zur Sparkasse laufen." Ein bisschen Spaß müsse sein, zitierte Grajewski zur Beruhigung der Arminen dann noch Roberto Blanco.
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
31.08.2007 - 20:11 Uhr
Middendorp brüllt seine Mannschaft an
Von Friedrich-Wilhelm Kröger Bielefeld (WB). Ein schriller Pfiff, und dann: Ernst Middendorp - bis dahin Beobachter am Rasenrand - stürmte auf den Platz und ließ seine Profis stramm stehen. Dem Arminia-Trainer platzte gestern Morgen auf einmal der Kragen.
Der Vulkanausbruch dauerte nur eine Minute, aber die Eruption hatte es in sich. Zu viel Gemotze in der Übungsstunde, da fuhr Middendorp aus der Haut. Mit brüllendem Organ machte er seinen Spielern klar, dass hier niemand sein eigenes Süppchen kochen darf. »Es geht nicht, dass jeder nur seine eigenen Ideen verfolgt und sich beschwert, wenn eine Aktion nicht funktioniert«, sagte der Fußball-Lehrer später und mahnte das Zusammenspiel der Kräfte an: »Wenn ich im Spiel auch erst meckere anstatt zu helfen, kann es zu spät sein.« Also, Arminia: Egos zurückstellen, nur das Team zählt.
Als Middendorp das Training beendete, schien auch der Kapitän einen dicken Hals zu haben. Mathias Hain verließ als Erster das Feld und schob mit seinem großen Torwart-Handschuh recht rustikal die Barriere beiseite, die auf dem DSC-Gelände an der Friedrich Hagemann-Straße den Fußballplatz vom Parkplatz trennt. Nach der Dusche mochte der Torwart aber nicht bestätigen, dass es zuvor gebrodelt hatte in ihm: »Alles in Ordnung. Nichts passiert.« Die Anhänger sollten jedenfalls beruhigt sein. Es wird beim Überraschungs-Zweiten der Bundesliga schon von der Leitstelle aus dafür gesorgt, dass der nächste Einwechselspieler nicht Schlendrian heißt.
Insgesamt läuft die Vorbereitung auf die Partie morgen in Duisburg auch gut. Nach Radim Kucera und Artur Wichniarek rebellierte gestern zwar auch bei Jörg Böhme der Magen. Doch nachdem die beiden Teamkollegen schnell wieder genesen waren, hofft der Mittelfeldspieler, dass dies nun auch für ihn gilt. Trotzdem wird Middendorp doppelgleisig fahren und den »linken« Neuzugang Daniel Halfar schon mitnehmen an die Wedau. »Er wird im Aufgebot sein«, kündigte der Trainer an, »vielleicht stelle ich ihn auch gleich auf.«
Die 18 Duisburg-Reisenden benennt Middendorp heute nach dem Abschlusstraining, »zwei, drei Änderungen« in der Anfangsformation stellte er in Aussicht. Der Trainer macht das auch abhängig von den letzten Informationen, die ihm sein Undercover-Mann aus Duisburg steckt. Sicher ist, dass der MSV auf seiner wichtigen Defensivachse ein Problem hat. Der gesperrte Mihai Tarache fällt aus, sein Partner Ivica Grlic hatte sich den Zeh ausgekugelt und trainierte kaum.
Bei den Bielefeldern drängt es derweil Rüdiger Kauf nach überstandener Hüftverletzung zurück in die Mannschaft. Doch Middendorp will noch nicht so richtig. »Trainer fragen«, raunzte der Routinier nur und stapfte in die Kabine. Immerhin ging auf Kaufs Konto der Lacher des Trainingstages, den es bei aller Schelte auch gab: Der kleinste Spieler der Truppe (1,72) wuchtete eine Flanke per Kopf ins Tor. »Rübe« hielt die »Rübe« hin. Das Gejohle der Mitspieler machte deutlich, hier eine Aktion von Seltenheitswert erlebt zu haben.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10551&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=8bcca6cc1ec1a343103678e41ccd729b
Von Friedrich-Wilhelm Kröger Bielefeld (WB). Ein schriller Pfiff, und dann: Ernst Middendorp - bis dahin Beobachter am Rasenrand - stürmte auf den Platz und ließ seine Profis stramm stehen. Dem Arminia-Trainer platzte gestern Morgen auf einmal der Kragen.
Der Vulkanausbruch dauerte nur eine Minute, aber die Eruption hatte es in sich. Zu viel Gemotze in der Übungsstunde, da fuhr Middendorp aus der Haut. Mit brüllendem Organ machte er seinen Spielern klar, dass hier niemand sein eigenes Süppchen kochen darf. »Es geht nicht, dass jeder nur seine eigenen Ideen verfolgt und sich beschwert, wenn eine Aktion nicht funktioniert«, sagte der Fußball-Lehrer später und mahnte das Zusammenspiel der Kräfte an: »Wenn ich im Spiel auch erst meckere anstatt zu helfen, kann es zu spät sein.« Also, Arminia: Egos zurückstellen, nur das Team zählt.
Als Middendorp das Training beendete, schien auch der Kapitän einen dicken Hals zu haben. Mathias Hain verließ als Erster das Feld und schob mit seinem großen Torwart-Handschuh recht rustikal die Barriere beiseite, die auf dem DSC-Gelände an der Friedrich Hagemann-Straße den Fußballplatz vom Parkplatz trennt. Nach der Dusche mochte der Torwart aber nicht bestätigen, dass es zuvor gebrodelt hatte in ihm: »Alles in Ordnung. Nichts passiert.« Die Anhänger sollten jedenfalls beruhigt sein. Es wird beim Überraschungs-Zweiten der Bundesliga schon von der Leitstelle aus dafür gesorgt, dass der nächste Einwechselspieler nicht Schlendrian heißt.
Insgesamt läuft die Vorbereitung auf die Partie morgen in Duisburg auch gut. Nach Radim Kucera und Artur Wichniarek rebellierte gestern zwar auch bei Jörg Böhme der Magen. Doch nachdem die beiden Teamkollegen schnell wieder genesen waren, hofft der Mittelfeldspieler, dass dies nun auch für ihn gilt. Trotzdem wird Middendorp doppelgleisig fahren und den »linken« Neuzugang Daniel Halfar schon mitnehmen an die Wedau. »Er wird im Aufgebot sein«, kündigte der Trainer an, »vielleicht stelle ich ihn auch gleich auf.«
Die 18 Duisburg-Reisenden benennt Middendorp heute nach dem Abschlusstraining, »zwei, drei Änderungen« in der Anfangsformation stellte er in Aussicht. Der Trainer macht das auch abhängig von den letzten Informationen, die ihm sein Undercover-Mann aus Duisburg steckt. Sicher ist, dass der MSV auf seiner wichtigen Defensivachse ein Problem hat. Der gesperrte Mihai Tarache fällt aus, sein Partner Ivica Grlic hatte sich den Zeh ausgekugelt und trainierte kaum.
Bei den Bielefeldern drängt es derweil Rüdiger Kauf nach überstandener Hüftverletzung zurück in die Mannschaft. Doch Middendorp will noch nicht so richtig. »Trainer fragen«, raunzte der Routinier nur und stapfte in die Kabine. Immerhin ging auf Kaufs Konto der Lacher des Trainingstages, den es bei aller Schelte auch gab: Der kleinste Spieler der Truppe (1,72) wuchtete eine Flanke per Kopf ins Tor. »Rübe« hielt die »Rübe« hin. Das Gejohle der Mitspieler machte deutlich, hier eine Aktion von Seltenheitswert erlebt zu haben.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10551&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=8bcca6cc1ec1a343103678e41ccd729b
31.08.2007 - 20:17 Uhr
Arminias Homepage im neuen Gewand
Internetauftritt übersichtlicher und mit neuen Funktionen
VON THORSTEN PIFAN
Bielefeld. Wer dieser Tage im Internet bei Arminia Bielefeld vorbeischaut, wird von einer Seite mit neuem Design empfangen. Der DSC präsentiert sich fortan überwiegend in blau. Damit machen die Arminen ihrem Spitznamen "Die Blauen" alle Ehre.
Doch nicht nur optisch ist der Auftritt aufgefrischt worden. Es gibt auch einige neue Funktionen. Manches ist noch Baustelle, andere Rubriken haben die Programmierer erweitert. Doch vor allem ist die Navigation auf der Seite einfacher geworden - und damit für den Benutzer angenehmer.
"Wir wollten weg von dem schwarzen Hintergrund, der doch ein wenig düster gewirkt hat", sagt Alexander Malik, Projektleiter bei der Firma networker Medienfabrik, die für den Relaunch verantwortlich zeichnet. Der blau-weiß-graue Auftritt, den die Seite jetzt biete, komme wesentlich frischer daher.
500.000 Besucher auf der Seite im Monat August
Doch nicht nur die Optik war Anlass für die neue Gestaltung. Auch im Hintergrund, an der Technik, hat sich einiges getan. "Wir wollen die Seite künftig noch aktueller gestalten", sagt Malik und verweist auf die Spielberichte. Auch die Zahl der Besucher nehme immer weiter zu, da müsse die Kapazität der Server erweitert werden. Für den August nennt Malik die Zahl von 500.000. Im Vormonat waren es laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) noch 380.000.
Nach dem Relaunch rechnet Malik damit, dass die 500.000 Durchschnitt werden. Nicht zuletzt hat auch die neue Fußballsaison begonnen. Da wollten sich die Fans über aktuelle Entwicklungen von Spielern und Verein informieren.
Inhaltlich hat sich unter anderem viel in der Darstellung der Arminia-Stars getan. Außer einem Spielerporträt sind nun auch Fotos der Sportler in Aktion zu sehen, die Größe und Gewicht anzeigen. Zudem informiert eine Statistik-Rubrik über die Zahl der Einsätze auf dem Spielfeld, der geschossenen Tore, aber auch über das sportliche Verhalten. So wird zum Beispiel auch die Anzahl der gelben und roten Karten gezählt.
Lücken in der Berichterstattung
In der Saisonübersícht finden Fans die aktuellen Begegnungen und die Spielberichte. Es gibt sogar Informationen über vergangene Jahre. Dort finden sich allerdings noch Lücken in der Berichterstattung. Aber an der Seite wird auch aktuell gearbeitet: Während am Donnerstag noch die einzelnen Saisons bis 1970 zurück eingesehen werden konnten, ging es am Freitagnachmittag nur noch bis 1995 zurück. Malik: "Es ist allerdings geplant, die fehlenden Informationen einzubauen. Das hat aber keine Priorität."
Baustelle ist auch der VIP-Bereich in der linken Navigationsleiste der Seite. Wann die freigeschaltet wird, stehe noch nicht fest, sagte Malik. Fest steht aber, bei www.arminia-bielefeld.de gibt es schon jetzt viel neues zu entdecken.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=93aef923e07cecc863f4cce1635dbd19&cnt=1800939
Internetauftritt übersichtlicher und mit neuen Funktionen
VON THORSTEN PIFAN
Bielefeld. Wer dieser Tage im Internet bei Arminia Bielefeld vorbeischaut, wird von einer Seite mit neuem Design empfangen. Der DSC präsentiert sich fortan überwiegend in blau. Damit machen die Arminen ihrem Spitznamen "Die Blauen" alle Ehre.
Doch nicht nur optisch ist der Auftritt aufgefrischt worden. Es gibt auch einige neue Funktionen. Manches ist noch Baustelle, andere Rubriken haben die Programmierer erweitert. Doch vor allem ist die Navigation auf der Seite einfacher geworden - und damit für den Benutzer angenehmer.
"Wir wollten weg von dem schwarzen Hintergrund, der doch ein wenig düster gewirkt hat", sagt Alexander Malik, Projektleiter bei der Firma networker Medienfabrik, die für den Relaunch verantwortlich zeichnet. Der blau-weiß-graue Auftritt, den die Seite jetzt biete, komme wesentlich frischer daher.
500.000 Besucher auf der Seite im Monat August
Doch nicht nur die Optik war Anlass für die neue Gestaltung. Auch im Hintergrund, an der Technik, hat sich einiges getan. "Wir wollen die Seite künftig noch aktueller gestalten", sagt Malik und verweist auf die Spielberichte. Auch die Zahl der Besucher nehme immer weiter zu, da müsse die Kapazität der Server erweitert werden. Für den August nennt Malik die Zahl von 500.000. Im Vormonat waren es laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) noch 380.000.
Nach dem Relaunch rechnet Malik damit, dass die 500.000 Durchschnitt werden. Nicht zuletzt hat auch die neue Fußballsaison begonnen. Da wollten sich die Fans über aktuelle Entwicklungen von Spielern und Verein informieren.
Inhaltlich hat sich unter anderem viel in der Darstellung der Arminia-Stars getan. Außer einem Spielerporträt sind nun auch Fotos der Sportler in Aktion zu sehen, die Größe und Gewicht anzeigen. Zudem informiert eine Statistik-Rubrik über die Zahl der Einsätze auf dem Spielfeld, der geschossenen Tore, aber auch über das sportliche Verhalten. So wird zum Beispiel auch die Anzahl der gelben und roten Karten gezählt.
Lücken in der Berichterstattung
In der Saisonübersícht finden Fans die aktuellen Begegnungen und die Spielberichte. Es gibt sogar Informationen über vergangene Jahre. Dort finden sich allerdings noch Lücken in der Berichterstattung. Aber an der Seite wird auch aktuell gearbeitet: Während am Donnerstag noch die einzelnen Saisons bis 1970 zurück eingesehen werden konnten, ging es am Freitagnachmittag nur noch bis 1995 zurück. Malik: "Es ist allerdings geplant, die fehlenden Informationen einzubauen. Das hat aber keine Priorität."
Baustelle ist auch der VIP-Bereich in der linken Navigationsleiste der Seite. Wann die freigeschaltet wird, stehe noch nicht fest, sagte Malik. Fest steht aber, bei www.arminia-bielefeld.de gibt es schon jetzt viel neues zu entdecken.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=93aef923e07cecc863f4cce1635dbd19&cnt=1800939
01.09.2007 - 06:38 Uhr
Dreikampf um den besten Platz
Mit geänderter Elf in Duisburg Fortsetzung der Erfolgsserie schaffen
VON RAINER KLUSMEYER
Bielefeld. Auf den Gästeblöcken der Stadien in Bremen, Hannover und Duisburg könnte sich am Samstag ab 15.30 Uhr so etwas wie ein gesangliches Fernduell entwickeln. Wer hat wo, wenn überhaupt, die Gelegenheit, zuerst das in der Saisonanfangsphase noch weitverbreitete "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej, hej" anzustimmen?
Da Bayern München erst am Sonntag um 17 Uhr beim Hamburger SV seineZu-Null-Siegesserie fortsetzen kann, besteht außer für Eintracht Frankfurt (in Bremen) und den VfL Bochum (in Hannover) auch für den DSC Arminia die einmalige Chance, durch einen Sieg den Rekordmeister zumindest für 25 Stunden und 30 Minuten von Platz 1 zu verdrängen.
Für Chefcoach Ernst Middendorp und seine Profis "spielt die Tabellensituation keine Rolle" vor dem Gastspiel beim MSV Duisburg, zu "hundert Prozent thematisiert" wurden in dieser Trainingswoche "nur die Abläufe und die Gegenspieler". Denn allein die optimale Vorbereitung auf die Eigenheiten der Zebras gewährleiste, dass sich die Arminia auch nach dem vierten Spieltag noch zu den ungeschlagenen Bundesligamannschaften zählen dürfe. Durch intensive Beobachtung der MSV-Übungseinheiten hat der DSC das Wissen "sichergestellt, dass die Duisburger keine Systemänderung vornehmen" werden.
Die detailgenaue Aufstellung des Gegners vorherzusehen, ist eine schwierigere Aufgabe. Mit Mihai Tararache, der die Nummer 8 trägt und "sehr intensiv abblockt" (Middendorp) , ist der eine von zwei MSV-Sechsern gesperrt. Der anderen Sechs, Ivica Grlic mit der 20, ein "für den Aufbau sehr entscheidender Mann", droht wegen eines ausgekugelten Zehs eine Zwangspause.
Besonders beim 3:1-Sieg in Dortmund beeindruckte dieser MSV-Defensivblock die DSC-Beobachter derart, dass Middendorp seine Anfangself so aufstellen wird, dass "es besser passt". Um die Doppelsechs, so der Trainer, ließe sich beispielsweise herumspielen, was zur Folge hätte, dass "wir vielleicht keinen Zehner brauchen".
Ein, zwei Änderungen werde es geben in der Bielefelder Formation, verrät der Coach. Eventuell gibt sogar Zugang Daniel Halfar sein Blitzdebüt. Der 19-Jährige hat nach drei Trainingstagen einen so guten Eindruck hinterlassen, dass er "tendenziell im Kreis der 18" sein wird. Und dann, so Middendorp weiter, sei es "ja nicht verboten, einen Halfar gleich von Anfang an zu bringen".
Mit Talent Halfar ist der DSC Arminia wieder ein Stück weiter "auf dem Weg der Besserung", Ausfälle eher kompensieren zu können als in früheren Jahren. Das bisher so gute Abschneiden von Bielefeld, Bochum und Frankfurt ist nach Middendorps Ansicht "kurz- und mittelfristig" kein Zufall. Spitzenreiter-Rufe aber werde es in allen drei Vereinen nicht allzu oft geben, denn "auf Sicht werden sich andere wie Stuttgart, Schalke, Bremen oder Leverkusen wegen der Stärke ihres Kaders hinter den Bayern wiederfinden".
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Mit geänderter Elf in Duisburg Fortsetzung der Erfolgsserie schaffen
VON RAINER KLUSMEYER
Bielefeld. Auf den Gästeblöcken der Stadien in Bremen, Hannover und Duisburg könnte sich am Samstag ab 15.30 Uhr so etwas wie ein gesangliches Fernduell entwickeln. Wer hat wo, wenn überhaupt, die Gelegenheit, zuerst das in der Saisonanfangsphase noch weitverbreitete "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej, hej" anzustimmen?
Da Bayern München erst am Sonntag um 17 Uhr beim Hamburger SV seineZu-Null-Siegesserie fortsetzen kann, besteht außer für Eintracht Frankfurt (in Bremen) und den VfL Bochum (in Hannover) auch für den DSC Arminia die einmalige Chance, durch einen Sieg den Rekordmeister zumindest für 25 Stunden und 30 Minuten von Platz 1 zu verdrängen.
Für Chefcoach Ernst Middendorp und seine Profis "spielt die Tabellensituation keine Rolle" vor dem Gastspiel beim MSV Duisburg, zu "hundert Prozent thematisiert" wurden in dieser Trainingswoche "nur die Abläufe und die Gegenspieler". Denn allein die optimale Vorbereitung auf die Eigenheiten der Zebras gewährleiste, dass sich die Arminia auch nach dem vierten Spieltag noch zu den ungeschlagenen Bundesligamannschaften zählen dürfe. Durch intensive Beobachtung der MSV-Übungseinheiten hat der DSC das Wissen "sichergestellt, dass die Duisburger keine Systemänderung vornehmen" werden.
Die detailgenaue Aufstellung des Gegners vorherzusehen, ist eine schwierigere Aufgabe. Mit Mihai Tararache, der die Nummer 8 trägt und "sehr intensiv abblockt" (Middendorp) , ist der eine von zwei MSV-Sechsern gesperrt. Der anderen Sechs, Ivica Grlic mit der 20, ein "für den Aufbau sehr entscheidender Mann", droht wegen eines ausgekugelten Zehs eine Zwangspause.
Besonders beim 3:1-Sieg in Dortmund beeindruckte dieser MSV-Defensivblock die DSC-Beobachter derart, dass Middendorp seine Anfangself so aufstellen wird, dass "es besser passt". Um die Doppelsechs, so der Trainer, ließe sich beispielsweise herumspielen, was zur Folge hätte, dass "wir vielleicht keinen Zehner brauchen".
Ein, zwei Änderungen werde es geben in der Bielefelder Formation, verrät der Coach. Eventuell gibt sogar Zugang Daniel Halfar sein Blitzdebüt. Der 19-Jährige hat nach drei Trainingstagen einen so guten Eindruck hinterlassen, dass er "tendenziell im Kreis der 18" sein wird. Und dann, so Middendorp weiter, sei es "ja nicht verboten, einen Halfar gleich von Anfang an zu bringen".
Mit Talent Halfar ist der DSC Arminia wieder ein Stück weiter "auf dem Weg der Besserung", Ausfälle eher kompensieren zu können als in früheren Jahren. Das bisher so gute Abschneiden von Bielefeld, Bochum und Frankfurt ist nach Middendorps Ansicht "kurz- und mittelfristig" kein Zufall. Spitzenreiter-Rufe aber werde es in allen drei Vereinen nicht allzu oft geben, denn "auf Sicht werden sich andere wie Stuttgart, Schalke, Bremen oder Leverkusen wegen der Stärke ihres Kaders hinter den Bayern wiederfinden".
QUELLE: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
01.09.2007 - 13:28 Uhr
Zitat von Jaysus:
Middendorp brüllt seine Mannschaft an
Von Friedrich-Wilhelm Kröger Bielefeld (WB). Ein schriller Pfiff, und dann: Ernst Middendorp - bis dahin Beobachter am Rasenrand - stürmte auf den Platz und ließ seine Profis stramm stehen. Dem Arminia-Trainer platzte gestern Morgen auf einmal der Kragen.
Der Vulkanausbruch dauerte nur eine Minute, aber die Eruption hatte es in sich. Zu viel Gemotze in der Übungsstunde, da fuhr Middendorp aus der Haut. Mit brüllendem Organ machte er seinen Spielern klar, dass hier niemand sein eigenes Süppchen kochen darf. »Es geht nicht, dass jeder nur seine eigenen Ideen verfolgt und sich beschwert, wenn eine Aktion nicht funktioniert«, sagte der Fußball-Lehrer später und mahnte das Zusammenspiel der Kräfte an: »Wenn ich im Spiel auch erst meckere anstatt zu helfen, kann es zu spät sein.« Also, Arminia: Egos zurückstellen, nur das Team zählt.
Als Middendorp das Training beendete, schien auch der Kapitän einen dicken Hals zu haben. Mathias Hain verließ als Erster das Feld und schob mit seinem großen Torwart-Handschuh recht rustikal die Barriere beiseite, die auf dem DSC-Gelände an der Friedrich Hagemann-Straße den Fußballplatz vom Parkplatz trennt. Nach der Dusche mochte der Torwart aber nicht bestätigen, dass es zuvor gebrodelt hatte in ihm: »Alles in Ordnung. Nichts passiert.« Die Anhänger sollten jedenfalls beruhigt sein. Es wird beim Überraschungs-Zweiten der Bundesliga schon von der Leitstelle aus dafür gesorgt, dass der nächste Einwechselspieler nicht Schlendrian heißt.
Insgesamt läuft die Vorbereitung auf die Partie morgen in Duisburg auch gut. Nach Radim Kucera und Artur Wichniarek rebellierte gestern zwar auch bei Jörg Böhme der Magen. Doch nachdem die beiden Teamkollegen schnell wieder genesen waren, hofft der Mittelfeldspieler, dass dies nun auch für ihn gilt. Trotzdem wird Middendorp doppelgleisig fahren und den »linken« Neuzugang Daniel Halfar schon mitnehmen an die Wedau. »Er wird im Aufgebot sein«, kündigte der Trainer an, »vielleicht stelle ich ihn auch gleich auf.«
Die 18 Duisburg-Reisenden benennt Middendorp heute nach dem Abschlusstraining, »zwei, drei Änderungen« in der Anfangsformation stellte er in Aussicht. Der Trainer macht das auch abhängig von den letzten Informationen, die ihm sein Undercover-Mann aus Duisburg steckt. Sicher ist, dass der MSV auf seiner wichtigen Defensivachse ein Problem hat. Der gesperrte Mihai Tarache fällt aus, sein Partner Ivica Grlic hatte sich den Zeh ausgekugelt und trainierte kaum.
Bei den Bielefeldern drängt es derweil Rüdiger Kauf nach überstandener Hüftverletzung zurück in die Mannschaft. Doch Middendorp will noch nicht so richtig. »Trainer fragen«, raunzte der Routinier nur und stapfte in die Kabine. Immerhin ging auf Kaufs Konto der Lacher des Trainingstages, den es bei aller Schelte auch gab: Der kleinste Spieler der Truppe (1,72) wuchtete eine Flanke per Kopf ins Tor. »Rübe« hielt die »Rübe« hin. Das Gejohle der Mitspieler machte deutlich, hier eine Aktion von Seltenheitswert erlebt zu haben.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10551&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=8bcca6cc1ec1a343103678e41ccd729b
Stand dieser Artikel eigentlich in der Printausgabe, weiss das jemand? Online ist er nämlich nicht mehr zu finden, was ja schon etwas merkwürdig ist...
Middendorp brüllt seine Mannschaft an
Von Friedrich-Wilhelm Kröger Bielefeld (WB). Ein schriller Pfiff, und dann: Ernst Middendorp - bis dahin Beobachter am Rasenrand - stürmte auf den Platz und ließ seine Profis stramm stehen. Dem Arminia-Trainer platzte gestern Morgen auf einmal der Kragen.
Der Vulkanausbruch dauerte nur eine Minute, aber die Eruption hatte es in sich. Zu viel Gemotze in der Übungsstunde, da fuhr Middendorp aus der Haut. Mit brüllendem Organ machte er seinen Spielern klar, dass hier niemand sein eigenes Süppchen kochen darf. »Es geht nicht, dass jeder nur seine eigenen Ideen verfolgt und sich beschwert, wenn eine Aktion nicht funktioniert«, sagte der Fußball-Lehrer später und mahnte das Zusammenspiel der Kräfte an: »Wenn ich im Spiel auch erst meckere anstatt zu helfen, kann es zu spät sein.« Also, Arminia: Egos zurückstellen, nur das Team zählt.
Als Middendorp das Training beendete, schien auch der Kapitän einen dicken Hals zu haben. Mathias Hain verließ als Erster das Feld und schob mit seinem großen Torwart-Handschuh recht rustikal die Barriere beiseite, die auf dem DSC-Gelände an der Friedrich Hagemann-Straße den Fußballplatz vom Parkplatz trennt. Nach der Dusche mochte der Torwart aber nicht bestätigen, dass es zuvor gebrodelt hatte in ihm: »Alles in Ordnung. Nichts passiert.« Die Anhänger sollten jedenfalls beruhigt sein. Es wird beim Überraschungs-Zweiten der Bundesliga schon von der Leitstelle aus dafür gesorgt, dass der nächste Einwechselspieler nicht Schlendrian heißt.
Insgesamt läuft die Vorbereitung auf die Partie morgen in Duisburg auch gut. Nach Radim Kucera und Artur Wichniarek rebellierte gestern zwar auch bei Jörg Böhme der Magen. Doch nachdem die beiden Teamkollegen schnell wieder genesen waren, hofft der Mittelfeldspieler, dass dies nun auch für ihn gilt. Trotzdem wird Middendorp doppelgleisig fahren und den »linken« Neuzugang Daniel Halfar schon mitnehmen an die Wedau. »Er wird im Aufgebot sein«, kündigte der Trainer an, »vielleicht stelle ich ihn auch gleich auf.«
Die 18 Duisburg-Reisenden benennt Middendorp heute nach dem Abschlusstraining, »zwei, drei Änderungen« in der Anfangsformation stellte er in Aussicht. Der Trainer macht das auch abhängig von den letzten Informationen, die ihm sein Undercover-Mann aus Duisburg steckt. Sicher ist, dass der MSV auf seiner wichtigen Defensivachse ein Problem hat. Der gesperrte Mihai Tarache fällt aus, sein Partner Ivica Grlic hatte sich den Zeh ausgekugelt und trainierte kaum.
Bei den Bielefeldern drängt es derweil Rüdiger Kauf nach überstandener Hüftverletzung zurück in die Mannschaft. Doch Middendorp will noch nicht so richtig. »Trainer fragen«, raunzte der Routinier nur und stapfte in die Kabine. Immerhin ging auf Kaufs Konto der Lacher des Trainingstages, den es bei aller Schelte auch gab: Der kleinste Spieler der Truppe (1,72) wuchtete eine Flanke per Kopf ins Tor. »Rübe« hielt die »Rübe« hin. Das Gejohle der Mitspieler machte deutlich, hier eine Aktion von Seltenheitswert erlebt zu haben.
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=10551&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=8bcca6cc1ec1a343103678e41ccd729b
Stand dieser Artikel eigentlich in der Printausgabe, weiss das jemand? Online ist er nämlich nicht mehr zu finden, was ja schon etwas merkwürdig ist...
02.09.2007 - 16:56 Uhr
Arminia fehlte Langkamps Stärke
Abwehrspieler mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt
Duisburg (nw). Nachdem der bis dahin starke Abwehrchef Matthias Langkamp nach einem Zweikampf mit einer Platzwunde, Schwindelgefühlen und Verdacht auf Gehirnerschütterung in der 59. Minute ausgewechselt worden war, geriet die Defensive von Arminia Bielefeld in Duisburg in Unordnung. "Wir haben den zweiten Ball nicht mehr geblockt, was Langkamps Stärke ist", sagte Trainer Ernst Middendorp.
Der Arminen-Coach wollte die erste Saisonniederlage, durch die sein Team die Chance auf die erste Tabellenführung seit dem 11. August 2002 vergab, nicht nur am Ausscheiden des Rückkehrers festmachen, der schon vor der Mannschaft mit dem Auto für eine Röntgenuntersuchung nach Bielefeld zurückgefahren wurde. Schon in den 15 Minuten zuvor habe seine Mannschaft kaum Entlastung gehabt.
"Dann kann man darauf warten, dass man das 1:0 bekommt", sagte Middendorp: "Dass es dann drei Tore in sieben Minuten wurden, ist natürlich happig."
Was Bielefeld aber nicht umwirft. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen könne man durchaus zufrieden sein, sagte Middendorp. "Besser man verliert einmal mit drei Toren als dreimal mit einem", meinte Torjäger Artur Wichniarek. Sauer war allerdings Kapitän Mathias Hain, der sich "über jede Niederlage ärgert". "Wenn man so schlecht Fußball spielt wie wir in der ersten Halbzeit, kann die zweite eigentlich nur besser werden", sagte der Torhüter: "Leider haben wir das nicht hinbekommen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=7bb992ef2849cd68c440da8d27614f53&cnt=1805149
-----------------------
Nachdreher: Schmerzhafte Niederlage
Bis zur 58. Minute sahen die 21.100 Zuschauer in der MSV-Arena ein ganz normales Bundesligaspiel. Danach überschlugen sich die Ereignisse:
Erst zog sich Matthias Langkamp in einem Zweikampf mit dem Duisburger Abwehrspieler Lamey eine Platzwunde zu und musste ausgewechselt werden. Dann gelangen den Zebras innerhalb von sieben Minuten drei Tore. Entsprechend bedient waren nach dem Schlusspfiff sämtliche Arminen. „Drei Gegentreffer in so kurzer Zeit zu bekommen, ist schon happig“, ärgerte sich Ernst Middendorp und beklagte, dass in der zweiten Halbzeit keine entlastenden Angriffe seiner Mannschaft mehr stattfanden. Kapitän Mathias Hain stieß ins gleiche Horn: „Bei uns fehlte die nötige Aggressivität.“
Ein Attribut, welches beim Gegner durchaus groß geschrieben wurde: In einigen Situationen gingen die Zebras ordentlich zur Sache, kauften Arminia so den Schneid ab. „Christian Eigler und Artur Wichniarek werden morgen früh sicherlich nur schwer aus dem Bett kommen“, spielte Middendorp auf einige im Grenzbereich geführte Zweikämpfe an.
Und er sollte mit dieser Vermutung Recht behalten: Torjäger Wichniarek zog sich eine Prellung zu, konnte deshalb ebensowenig das Sonntags-Training mitmachen wie Matthias Langkamp. Wie bereits kurz nach seiner Auswechslung vermutet, gesellte sich beim bis zu seiner Verletzung besten Arminen auch noch eine Gehirnerschütterung hinzu, die ihn zu einigen Tagen absoluter Ruhe zwingt.
So musste der DSC unterm Strich in eine im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafte Niederlage einwilligen. Doch bei allem Ärger über die misslungene Dienstreise an die Wedau richtete sich der Blick bereits wieder nach vorne. „Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen sind immer noch in Ordnung. „Wir haben nun in den nächsten 14 Tagen die Aufgabe, uns konzentriert auf Hansa Rostock vorzubereiten“, läutete Ernst Middendorp die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Aufsteiger am 15. September ein.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6043
Abwehrspieler mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt
Duisburg (nw). Nachdem der bis dahin starke Abwehrchef Matthias Langkamp nach einem Zweikampf mit einer Platzwunde, Schwindelgefühlen und Verdacht auf Gehirnerschütterung in der 59. Minute ausgewechselt worden war, geriet die Defensive von Arminia Bielefeld in Duisburg in Unordnung. "Wir haben den zweiten Ball nicht mehr geblockt, was Langkamps Stärke ist", sagte Trainer Ernst Middendorp.
Der Arminen-Coach wollte die erste Saisonniederlage, durch die sein Team die Chance auf die erste Tabellenführung seit dem 11. August 2002 vergab, nicht nur am Ausscheiden des Rückkehrers festmachen, der schon vor der Mannschaft mit dem Auto für eine Röntgenuntersuchung nach Bielefeld zurückgefahren wurde. Schon in den 15 Minuten zuvor habe seine Mannschaft kaum Entlastung gehabt.
"Dann kann man darauf warten, dass man das 1:0 bekommt", sagte Middendorp: "Dass es dann drei Tore in sieben Minuten wurden, ist natürlich happig."
Was Bielefeld aber nicht umwirft. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen könne man durchaus zufrieden sein, sagte Middendorp. "Besser man verliert einmal mit drei Toren als dreimal mit einem", meinte Torjäger Artur Wichniarek. Sauer war allerdings Kapitän Mathias Hain, der sich "über jede Niederlage ärgert". "Wenn man so schlecht Fußball spielt wie wir in der ersten Halbzeit, kann die zweite eigentlich nur besser werden", sagte der Torhüter: "Leider haben wir das nicht hinbekommen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=7bb992ef2849cd68c440da8d27614f53&cnt=1805149
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Nachdreher: Schmerzhafte Niederlage
Bis zur 58. Minute sahen die 21.100 Zuschauer in der MSV-Arena ein ganz normales Bundesligaspiel. Danach überschlugen sich die Ereignisse:
Erst zog sich Matthias Langkamp in einem Zweikampf mit dem Duisburger Abwehrspieler Lamey eine Platzwunde zu und musste ausgewechselt werden. Dann gelangen den Zebras innerhalb von sieben Minuten drei Tore. Entsprechend bedient waren nach dem Schlusspfiff sämtliche Arminen. „Drei Gegentreffer in so kurzer Zeit zu bekommen, ist schon happig“, ärgerte sich Ernst Middendorp und beklagte, dass in der zweiten Halbzeit keine entlastenden Angriffe seiner Mannschaft mehr stattfanden. Kapitän Mathias Hain stieß ins gleiche Horn: „Bei uns fehlte die nötige Aggressivität.“
Ein Attribut, welches beim Gegner durchaus groß geschrieben wurde: In einigen Situationen gingen die Zebras ordentlich zur Sache, kauften Arminia so den Schneid ab. „Christian Eigler und Artur Wichniarek werden morgen früh sicherlich nur schwer aus dem Bett kommen“, spielte Middendorp auf einige im Grenzbereich geführte Zweikämpfe an.
Und er sollte mit dieser Vermutung Recht behalten: Torjäger Wichniarek zog sich eine Prellung zu, konnte deshalb ebensowenig das Sonntags-Training mitmachen wie Matthias Langkamp. Wie bereits kurz nach seiner Auswechslung vermutet, gesellte sich beim bis zu seiner Verletzung besten Arminen auch noch eine Gehirnerschütterung hinzu, die ihn zu einigen Tagen absoluter Ruhe zwingt.
So musste der DSC unterm Strich in eine im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafte Niederlage einwilligen. Doch bei allem Ärger über die misslungene Dienstreise an die Wedau richtete sich der Blick bereits wieder nach vorne. „Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen sind immer noch in Ordnung. „Wir haben nun in den nächsten 14 Tagen die Aufgabe, uns konzentriert auf Hansa Rostock vorzubereiten“, läutete Ernst Middendorp die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Aufsteiger am 15. September ein.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=6043
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