Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
13.02.2025 - 20:13 Uhr
Zitat von Utzel
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf die Angst vor dem Tod und wenn Kinder dem spielerisch begegnen wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Dass das Spiel auch "wilder Mann" heißt, macht es nicht besser.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben.
Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Nun erkennt man bei sowas meist schnell die wirkliche Gesinnung bei Leuten. Da ist dann eine Lappalie wie das Ändern des Wordings plötzlich ein Riesenproblem und die Angst vor dem kulturellen Untergang wird beschworen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 13.02.2025 um 20:20 Uhr bearbeitet
13.02.2025 - 20:25 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Zitat von Utzel
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Aber genau das war doch die Kernaussage von Ulmer und mir. Mit dem Umkehrschluss von mir, dass es demzufolge falsch ist, Menschen aufgrund einer für sie selbst unverdächtigen Aussage plötzlich Rassismus zu unterstellen. Ausgangspunkt war eben die merkwürdige Selbstverständlichkeit, mit der "Hofnarr" nun als rassistisch gebrandmarkt werden soll, nur weil der Angesprochene schwarz ist. Gerade eine Ungleichbehandlung wäre doch eher Rassismus in meinen Augen.
Dabei hat niemand bezweifelt, dass man bei einigen Begriffen heute sensibler sein muss. Ulmer hat dafür Beispiele gesagt, die heute anders wahrgenommen werden als früher und ich habe ihm zugestimmt. Also ich verstehe da wirklich nicht, warum du da widersprichst, wenn du inhaltlich doch das gleiche sagst.
13.02.2025 - 20:36 Uhr
Zitat von Utzel
Aber genau das war doch die Kernaussage von Ulmer und mir. Mit dem Umkehrschluss von mir, dass es demzufolge falsch ist, Menschen aufgrund einer für sie selbst unverdächtigen Aussage plötzlich Rassismus zu unterstellen. Ausgangspunkt war eben die merkwürdige Selbstverständlichkeit, mit der "Hofnarr" nun als rassistisch gebrandmarkt werden soll, nur weil der Angesprochene schwarz ist. Gerade eine Ungleichbehandlung wäre doch eher Rassismus in meinen Augen.
Dabei hat niemand bezweifelt, dass man bei einigen Begriffen heute sensibler sein muss. Ulmer hat dafür Beispiele gesagt, die heute anders wahrgenommen werden als früher und ich habe ihm zugestimmt. Also ich verstehe da wirklich nicht, warum du da widersprichst, wenn du inhaltlich doch das gleiche sagst.
Zitat von Holzschuh85
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Zitat von Utzel
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Aber genau das war doch die Kernaussage von Ulmer und mir. Mit dem Umkehrschluss von mir, dass es demzufolge falsch ist, Menschen aufgrund einer für sie selbst unverdächtigen Aussage plötzlich Rassismus zu unterstellen. Ausgangspunkt war eben die merkwürdige Selbstverständlichkeit, mit der "Hofnarr" nun als rassistisch gebrandmarkt werden soll, nur weil der Angesprochene schwarz ist. Gerade eine Ungleichbehandlung wäre doch eher Rassismus in meinen Augen.
Dabei hat niemand bezweifelt, dass man bei einigen Begriffen heute sensibler sein muss. Ulmer hat dafür Beispiele gesagt, die heute anders wahrgenommen werden als früher und ich habe ihm zugestimmt. Also ich verstehe da wirklich nicht, warum du da widersprichst, wenn du inhaltlich doch das gleiche sagst.
Mein Punkt geht in die Richtung, dass
1. Dinge schlimm sein können, auch wenn sie nicht rassistisch motiviert sind -> der Hofnarr ist dafür aber kein passendes Beispiel, das sei dazugesagt
2. es bei Rassismus nicht zwingend darauf ankommt, dass dieser intendiert wäre ; gerade struktureller und transgenerationeller Rassismus sind so tief abgelegt, die finden oft ohne jede Bewusstheit der Weiterführenden statt.
FALLS Scholz seinen Gegenüber beleidigt hat, weil dieser eine andere Hautfarbe hat, dann ist das Rassismus, völlig egal ob die Beleidigung an sich rassistisch ist oder Herr Scholz das genauso wollte.
Man kann das leider nicht nachweisen und deshalb bin ich auch vorsichtig, jetzt vorschnell die Rassismus-Keule zu schwingen. Könnte genauso gut Wahlkampftaktik sein oder Geltungssucht eines unbekannten Politikers.
Aber etwas als lächerlich abzutun, nur weil das Wort "Hofnarr" ja nicht rassistisch wäre, das halte ich für falsch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 13.02.2025 um 20:43 Uhr bearbeitet
13.02.2025 - 20:55 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Mein Punkt geht in die Richtung, dass
1. Dinge schlimm sein können, auch wenn sie nicht rassistisch motiviert sind -> der Hofnarr ist dafür aber kein passendes Beispiel, das sei dazugesagt
2. es bei Rassismus nicht zwingend darauf ankommt, dass dieser intendiert wäre ; gerade struktureller und transgenerationeller Rassismus sind so tief abgelegt, die finden oft ohne jede Bewusstheit der Weiterführenden statt.
FALLS Scholz seinen Gegenüber beleidigt hat, weil dieser eine andere Hautfarbe hat, dann ist das Rassismus, völlig egal ob die Beleidigung an sich rassistisch ist oder Herr Scholz das genauso wollte.
Man kann das leider nicht nachweisen und deshalb bin ich auch vorsichtig, jetzt vorschnell die Rassismus-Keule zu schwingen. Könnte genauso gut Wahlkampftaktik sein oder Geltungssucht eines unbekannten Politikers.
Aber etwas als lächerlich abzutun, nur weil das Wort "Hofnarr" ja nicht rassistisch wäre, das halte ich für falsch.
Zitat von Utzel
Aber genau das war doch die Kernaussage von Ulmer und mir. Mit dem Umkehrschluss von mir, dass es demzufolge falsch ist, Menschen aufgrund einer für sie selbst unverdächtigen Aussage plötzlich Rassismus zu unterstellen. Ausgangspunkt war eben die merkwürdige Selbstverständlichkeit, mit der "Hofnarr" nun als rassistisch gebrandmarkt werden soll, nur weil der Angesprochene schwarz ist. Gerade eine Ungleichbehandlung wäre doch eher Rassismus in meinen Augen.
Dabei hat niemand bezweifelt, dass man bei einigen Begriffen heute sensibler sein muss. Ulmer hat dafür Beispiele gesagt, die heute anders wahrgenommen werden als früher und ich habe ihm zugestimmt. Also ich verstehe da wirklich nicht, warum du da widersprichst, wenn du inhaltlich doch das gleiche sagst.
Zitat von Holzschuh85
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Zitat von Utzel
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Das hast du in den falschen Hals bekommen. Meine Aussage in Bestätigung zu @UlmerBVB1986 war eben, dass damals keine Eltern und keine Kinder bei dieser Ermahnung "Angst vorm schwarzen Mann" an afrikanische oder sonstwie farbige Menschen und bei dem Ausdruck "Fremder" an Ausländer oder Migranten gedacht hat. Es waren einfach unbekannte Menschen gemeint, denen man als Kind nicht einfach vertrauen oder folgen sollte. Ich wusste noch nicht einmal warum, denn auf Missbrauchs- oder Kidnapping-Gefahren wäre man als Kind natürlich nicht gekommen, gewarnt wurde man aber trotzdem.
Die Konnotation zu Herkunft oder Status von Menschen ist erst in den letzten 20 oder möglicherweise 30 Jahren entstanden, seit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder Breite Schichten der Bevölkerung infizieren und vor allem inzwischen auch wieder sagbar geworden sind.
Ich hab das nicht in den falschen Hals bekommen. Ich halte es nur einfach nicht für so unproblematisch.
Eigentlich bezieht sich das Spiel auf den Tod und wenn Kinder das spielerisch tun wollen, dann bitte, sehe ich kein Problem drin.
Aber wenn man das Spiel dazu nutzt, ein diffuses Unwohlsein vor Fremden zu schüren, weil man eben nicht an den Tod andockt, sondern an gefährliche Männer und gleichzeitig sogar noch die Bezeichnung "schwarzer Mann" verwendet, dann ist das aus heutiger Sicht wirklich problematisch.
Die heutige "Empörungskultur" geht - zumindest in meinem Falle - einfach von einer erhöhten Sensibilität für Probleme aus.
Ich sehe kein Drama darin, dass Generationen von Kindern das Spiel vom schwarzen Mann gespielt (und geliebt) haben. Aber es wäre falsch es in der Form weitere Generationen zu vererben.
Aber genau das war doch die Kernaussage von Ulmer und mir. Mit dem Umkehrschluss von mir, dass es demzufolge falsch ist, Menschen aufgrund einer für sie selbst unverdächtigen Aussage plötzlich Rassismus zu unterstellen. Ausgangspunkt war eben die merkwürdige Selbstverständlichkeit, mit der "Hofnarr" nun als rassistisch gebrandmarkt werden soll, nur weil der Angesprochene schwarz ist. Gerade eine Ungleichbehandlung wäre doch eher Rassismus in meinen Augen.
Dabei hat niemand bezweifelt, dass man bei einigen Begriffen heute sensibler sein muss. Ulmer hat dafür Beispiele gesagt, die heute anders wahrgenommen werden als früher und ich habe ihm zugestimmt. Also ich verstehe da wirklich nicht, warum du da widersprichst, wenn du inhaltlich doch das gleiche sagst.
Mein Punkt geht in die Richtung, dass
1. Dinge schlimm sein können, auch wenn sie nicht rassistisch motiviert sind -> der Hofnarr ist dafür aber kein passendes Beispiel, das sei dazugesagt
2. es bei Rassismus nicht zwingend darauf ankommt, dass dieser intendiert wäre ; gerade struktureller und transgenerationeller Rassismus sind so tief abgelegt, die finden oft ohne jede Bewusstheit der Weiterführenden statt.
FALLS Scholz seinen Gegenüber beleidigt hat, weil dieser eine andere Hautfarbe hat, dann ist das Rassismus, völlig egal ob die Beleidigung an sich rassistisch ist oder Herr Scholz das genauso wollte.
Man kann das leider nicht nachweisen und deshalb bin ich auch vorsichtig, jetzt vorschnell die Rassismus-Keule zu schwingen. Könnte genauso gut Wahlkampftaktik sein oder Geltungssucht eines unbekannten Politikers.
Aber etwas als lächerlich abzutun, nur weil das Wort "Hofnarr" ja nicht rassistisch wäre, das halte ich für falsch.
Mein Punkt ist, dass nicht überall Rassismus drin steckt, nur weil Worte wie "Hofnarr", "schwarz" oder "fremd" verwendet werden. Selbstverständlich kommt es dann darauf an, mit welcher Intention und in welchem Zusammenhang Worte gebraucht werden, wie du ja in deinem Beispiel selbst einräumst.
Ich denke du hast dich hier einfach verrannt, denn wir haben eigentlich gar keine unterschiedlichen Ansichten dazu. Für mich dann auch erledigt, soll ja hier kein Zwiegespräch werden. Aber behaupte bitte nicht mehr, ich hätte etwas als "lächerlich" abgetan, denn ich habe lediglich eine andere Sichtweise zu einer in meinen Augen fragwürdigen Übertreibung aufgezeigt. Einfach mal entspannen.
13.02.2025 - 21:08 Uhr
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.
13.02.2025 - 21:18 Uhr
Zitat von Feiersinger
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.

Es ist echt wahnsinnig unangenehm.
Das macht es leider noch unverständlicher, dass sie so viele Menschen wählen werden.
13.02.2025 - 21:20 Uhr
Zitat von Feiersinger
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.

Maximal unangenehm dieser Auftritt, das ist ja Fremdscham pur. Sie zeigt sehr gut auf, dass die AFD keine Lösungen für die Probleme dieses Landes aufzeigen kann. Wie sie sich innerhalb von 10 Minuten mehrmals mit dem Publikum anlegt, spricht einfach Bände. Ihre Antworten sind nichtssagend und widersprechen sogar dem eigenen Parteiprogramm. Unfassbar.
13.02.2025 - 21:25 Uhr
So wichtig und relevant die Wahl in Deutschland ist, irgendwie fühlt es sich beinahe wichtiger an, was derzeit in den USA passiert. Entweder es ist eine massive Überzeichnung, oder dort wird wirklich die Demokratie demontiert, Checks und Balances ad acta gefühlt und eine Autokratie entsteht in rasanter Geschwindigkeit.
13.02.2025 - 21:28 Uhr
Zitat von Utzel
Ich denke du hast dich hier einfach verrannt, denn wir haben eigentlich gar keine unterschiedlichen Ansichten dazu. Für mich dann auch erledigt, soll ja hier kein Zwiegespräch werden. Aber behaupte bitte nicht mehr, ich hätte etwas als "lächerlich" abgetan, denn ich habe lediglich eine andere Sichtweise zu einer in meinen Augen fragwürdigen Übertreibung aufgezeigt. Einfach mal entspannen.
Ich denke du hast dich hier einfach verrannt, denn wir haben eigentlich gar keine unterschiedlichen Ansichten dazu. Für mich dann auch erledigt, soll ja hier kein Zwiegespräch werden. Aber behaupte bitte nicht mehr, ich hätte etwas als "lächerlich" abgetan, denn ich habe lediglich eine andere Sichtweise zu einer in meinen Augen fragwürdigen Übertreibung aufgezeigt. Einfach mal entspannen.
Zur Kenntnis genommen.
Ich befürchte aber, dass wir sehr wohl unterschiedliche Ansichten haben, denn von solchen Aussagen möchte ich mich schon stark distanzieren:
Zitat von Utzel
Hat für mich deshalb auch nichts mit Rassismus zu tun, wie eben auch "Hofnarr", den ich nur mit einem Clown am Königshof verbinde und nicht mit Hautfarbe oder sonstwas. Deshalb meine ich, dass der behauptete "Rassismus" in diesen Fällen eben gerade diejenigen entlarvt, die in ihren Köpfen selbst rassistische Gedanken entwickeln, ohne dass es nötig wäre.
...
Aber ich verachte die Empörungs-Kultur in dieser Gesellschaft sowieso...
Hat für mich deshalb auch nichts mit Rassismus zu tun, wie eben auch "Hofnarr", den ich nur mit einem Clown am Königshof verbinde und nicht mit Hautfarbe oder sonstwas. Deshalb meine ich, dass der behauptete "Rassismus" in diesen Fällen eben gerade diejenigen entlarvt, die in ihren Köpfen selbst rassistische Gedanken entwickeln, ohne dass es nötig wäre.
...
Aber ich verachte die Empörungs-Kultur in dieser Gesellschaft sowieso...
13.02.2025 - 21:33 Uhr
Zitat von Bulrog
Maximal unangenehm dieser Auftritt, das ist ja Fremdscham pur. Sie zeigt sehr gut auf, dass die AFD keine Lösungen für die Probleme dieses Landes aufzeigen kann. Wie sie sich innerhalb von 10 Minuten mehrmals mit dem Publikum anlegt, spricht einfach Bände. Ihre Antworten sind nichtssagend und widersprechen sogar dem eigenen Parteiprogramm. Unfassbar.
Zitat von Feiersinger
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.
Großartig. Frau Weidel hält nicht einmal 30 Minuten aus ohne sich komplett zu disqualifizieren. 15 Minuten hat's gedauert bis sie ihr Aggro-Gesicht zeigte. Irre.

Maximal unangenehm dieser Auftritt, das ist ja Fremdscham pur. Sie zeigt sehr gut auf, dass die AFD keine Lösungen für die Probleme dieses Landes aufzeigen kann. Wie sie sich innerhalb von 10 Minuten mehrmals mit dem Publikum anlegt, spricht einfach Bände. Ihre Antworten sind nichtssagend und widersprechen sogar dem eigenen Parteiprogramm. Unfassbar.
Ich kannte und kenne einige Politiker aus familiärem Umfeld und Bekanntenkreis. Was alle diese Menschen gemeinsam hatten bis hin in die Spitze der Landespolitik Österreichs war ein RESPEKTVOLLER, DIPLOMATISCHER und durchaus zugewandter Umgang zu den Menschen. Bei allen Meinungsverschiedenheiten untereinander.
Das hat sich mittlerweile in Österreich grundlegend geändert und ändert sich hier. Zudem waren es immer eloquente Menschen. Und dann sieht man so einen Auftritt von einer Frau, die ANGEBLICH einen Doktor gemacht und studiert hat. Da erkenne ich weder Sozialkompetenz, noch Empathie, noch Sachverstand oder auch nur ein hinreichendes Bildungsniveau. Traurig.
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