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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#381
13.02.2025 - 07:44 Uhr
Zitat von rm-woogie
Zitat von de_Lek

Zitat von rm-woogie

Guck die die Zeit, SZ, ÖRR und co an, die alle links gerichtet sind und wie diese Themen und Diskussionen platzieren; ohne diese und ohne Bild - so meine These - wären die Grünen in jeglicher Versenkung verschwunden.


Die Nennung des öffentlich rechtlichen Rundfunks schießt hier ja den Vogel ab. In den USA gibt es ein Sprichwort: "Reality has a liberal bias." Wer meint, dass der ÖRR sich nicht neutral und faktenorientiert positioniert, sondern linke Politik im Wahlkampf unterstützt, der ist so tief in konservativer Ideologie versunken, dass er sich nicht mehr mit der Realität auseinandersetzen kann.


Generell wird den linken und grünen Parteien ja immer so viel vorgeworfen, eine Ideologie-Politik umsetzen zu wollen - tatsächlich ist aber vor allem das Thema "Schuldenbremse" in konservativen und neo-liberalen Kreisen zu so etwas wie dem Heiligen Gral gereift. Jeglicher Wirtschaftswahlkampf der zum einen von einer Wirtschaftskrise spricht und zum anderen aber die Schuldenbremse als das Wort Gottes darstellt hat nichts mehr mit Wirtschaftskompetenz zu tun und geht komplett an jeglicher moderner Wirtschaftstheorie vorbei und ist alleine aus dem Grund für mich unwählbar. Die aktuelle Auslegung der Schuldenbremse hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der post-Corona Wirtschaftsabschwung noch nicht überwunden wurde und die Tatsache dass ein großer Teil der Wähler eine Überwindung der Krise mit einer Wahlentscheidung für die Union verbinden, deren Wahlprogramm beim Thema Wirtschaft absoluter Unfug ist, ist ein Testament für den Effekt den die Deutsche Medienlandschaft hat.


Auch hier gilt ähnliches. Ich habe nirgends gesagt, dass der ÖRR aktiv in den Wahlkampf eingreift.
Aber wenn das Vertrauen in den ÖRR in der Gesamtbevölkerung nicht mehr gegeben ist, dann sollte man sich schon mit dem Thema beschäftigen, anstatt mit Polemik "schießt den Vogel ab" zu kommen und die Position in das nicht vorhandene Extrem bei mir zu ziehen.
Es ist kein Geheimnis, dass, lass mich lügen, 80 % der Journalisten links/ eher links sind. Und dann ist da immer die Frage wie sehr man die Neutralität persönlich beibehalten kann oder wie sehr eigene Gedanken durch die Einstellung gelenkt werden.
Und es gibt auch aktuell sehr fragwürdige Beiträge wie zum Beispiel dem mit der Merzrede auf dem Parteitag und dem ZDF. Wie erklärst du dir das? Sind das immer alles Einzelfälle, so wie behauptet, sodass man darüber nichtmal diskutieren darf?

Und nein, ich stütze die Ansicht sicher nicht auf diese Fälle. Aber es ist ein guter Fall um zu diskutieren ob da nicht doch unterbewusst eine gewisse Beeinflussung stattfindet.

Ich weiß auch gar nicht, was du genau mit der Schuldenbremse in der Diskussion willst. Aber das ist auch ein immer stattfindener Beißreflex, dass man sich anstatt der Sache anzunehmen, diskreditiert und auf die andere Seite zeigt. Klar, gerade in der FDP sind auch viele Ideologien existend und leiten diese. Aber was ändert das an meiner Aussage? Was hat das mit der oben angesprochenen Thematik zu tun? Bestreitet das jemand?
Wobei ich sogar behaupte, dass die FDP sich in einer potentiellen Schwarz/rot/gelb Regierung sich nicht mehr dagegen stellen würden, aber sie sich bislang niemals dafür hätte öffnen können und wollen, da aus ihrer Sicht die Geldern und Lösungen in der Ampel völlig eingesetzt wurden. Aber das ist nicht das Thema.


Woher hast du die Zahlen? 80% der Journalisten seien links/eher links?

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--------------Lewandowski/Riedle&Chapuisat

---Reus/Kagawa----------------Möller/Rosicky/Ricken-----------Sancho/Kuba

--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#382
13.02.2025 - 08:08 Uhr
Zitat von Bumbewassazong
Zitat von UlmerBVB1986

Beim Thema Staatsschulden kann man die USA doch nicht wirklich als Beispiel heranziehen, wenn "jährlich das Murmeltier grüßt" und man immer nur Tage oder Stunden vor dem sogenannten Government Shutdown (im Falle Trumps 2018 lief der sogar -seit 1995 das erst Mal- 33 Tage lang) sich irgendwie gerade so einigt um weiter machen zu können um die Schuldenobergenze nochmals zu erhöhen um nicht zahlungsunfähig zu werden.

Wenn wir schon da sind, ich bin sehr gespannt was mit den USA passiert, wenn Trump seine Strafzollpläne gegen Kanada und Mexico wieder aus der Schublade holt, denn wenn beide Länder mit eigenen Strafzöllen kontern, dann wirds richtig übel. Der Benzinpreis wird über einen Dollar steigen, Gemüse und andere Lebensmittel werden noch teurer (Karton Eier liegt bei rund 7 Dollar aktuell - 12 Eier). Die US Autoindustrie wird ganz große Probleme bekommen, da in Mexiko die ganzen zulieferer produzieren.
Rund 400 Mrd, so schätzt man, könnte es die Amerikaner kosten, wenn Strafzölle erhoben werden.
Wenn China und Europa dann ebenfalls Strafzölle erheben, wirds ganz dunkel für die US Wirtschaft.


Die ein oder andere Idee von Trump kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber was ihn da bei den Strafzöllen treibt, verstehe ich überhaupt nicht.

Am Ende bedeuten Zölle ja Preiserhöhungen für die eigene Bevölkerung, was die eh schon hohe Inflation noch weiter erhöhen würde. Da müssen wir gar nicht wieder 10%+ erreichen, aber selbst 4-5% wäre zu viel.
Manche sprechen vom "Dealmaker Trump", der mit seinen Forderungen sehr hoch einsteigt, um dann mit Mexiko und Kanada einen Deal aushandelt, um als Sieger dazustehen, ob begründet oder nicht.

Keine Ahnung, ob das der Fall sein wird. wenn er die Zölle ernsthaft dauerhaft einführt, wäre das ne ziemliche Katastrophe. Und dass die FED die Zinsen senkt, wie er es gerne hätte, kann er dann auch knicken.


Ganz genau, aber ehrlich, fast wünsche ich mir dass das ganze so kommen wird, weil es dann genau die trifft, die ihm seine Märchen abgenommen haben. Ich meine das mit den Eiern ist schon mega absurd. Habe neutlich ein Video gesehen, das ist eine deutsche die den USA aktuell lebt durch den Supermarkt. Deo von Dove 8$, Packung Käse 5$, Butter 6$,... mir ist auch klar das die Gehälter in den USA höher sind wie bei uns, aber das ist schon eine harte Kiste...

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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#383
13.02.2025 - 08:11 Uhr
Zitat von de_Lek
Zitat von UlmerBVB1986

Beim Thema Staatsschulden kann man die USA doch nicht wirklich als Beispiel heranziehen, wenn "jährlich das Murmeltier grüßt" und man immer nur Tage oder Stunden vor dem sogenannten Government Shutdown (im Falle Trumps 2018 lief der sogar -seit 1995 das erst Mal- 33 Tage lang) sich irgendwie gerade so einigt um weiter machen zu können um die Schuldenobergenze nochmals zu erhöhen um nicht zahlungsunfähig zu werden.


Die USA sind aber auch eines der wenigen Länder, die ein solches Konstrukt haben - hier trifft das Regierungssystem (Zwei-Kammer Parlament mit separat gewählter Exekutive mit Vetorecht) darauf, dass eben nicht wie in Deutschland eine vorläufige Haushaltsführung gemacht wird, sondern eben das Budget für das neue fiskale Jahr erst nach einem Kongressbeschluss freigegeben wird. Hinzu kommt, dass die USA eine Schuldenobergrenze haben - im Gegensatz zu Deutschland, das mit einer dynamischen Schuldenbremse arbeitet. Aber auch hier sollten wir nach den Auseinandersetzungen in der Ampelkoalition letztes Jahr nicht mit Steinen werfen.
Von verschiedenen Seiten gab es hier auch schon Bewegungen, beide Probleme zu beseitigen - und nach den Obama-Jahren haben beide Parteien auch festgestellt, dass ein Shutdown niemandem politisch hilft. So gab es unter Biden bspw. keinen government shutdown und auch unter Trump gab es diesen nur, weil Trump ihn wollte. Ich kann mir also durchaus vorstellen, dass jetzt, mit den republikanischen Mehrheiten hierfür eine langfristige Lösung gefunden wird. Allerdings sind die Republikaner für die "Starve the Beast"-Strategie bekannt: Steuern senken und Militärausgaben erhöhen und wenn das nächste Mal die Demokraten an der Macht sind, verlangen, dass Sozialausgaben gekürzt werden (sowas können Union und FDP übrigens auch gut).

Kurzum: Die USA sind vielleicht nicht das Beispiel, nachdem man sich richten sollte, aber wir sitzen zumindest teilweise im Glashaus, also sollten wir mit Steine werfen vorsichtig sein.


Alles richtig, also soweit ich das mit meinem bisschen Wissen darüber aussagen kann. Wobei ich fast nicht glaube, dass die Republikaner die ganze Amtszeit die Mehrheit haben werden.

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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#384
13.02.2025 - 08:14 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Zitat von rm-woogie

Zitat von de_Lek

Zitat von rm-woogie

Guck die die Zeit, SZ, ÖRR und co an, die alle links gerichtet sind und wie diese Themen und Diskussionen platzieren; ohne diese und ohne Bild - so meine These - wären die Grünen in jeglicher Versenkung verschwunden.


Die Nennung des öffentlich rechtlichen Rundfunks schießt hier ja den Vogel ab. In den USA gibt es ein Sprichwort: "Reality has a liberal bias." Wer meint, dass der ÖRR sich nicht neutral und faktenorientiert positioniert, sondern linke Politik im Wahlkampf unterstützt, der ist so tief in konservativer Ideologie versunken, dass er sich nicht mehr mit der Realität auseinandersetzen kann.


Generell wird den linken und grünen Parteien ja immer so viel vorgeworfen, eine Ideologie-Politik umsetzen zu wollen - tatsächlich ist aber vor allem das Thema "Schuldenbremse" in konservativen und neo-liberalen Kreisen zu so etwas wie dem Heiligen Gral gereift. Jeglicher Wirtschaftswahlkampf der zum einen von einer Wirtschaftskrise spricht und zum anderen aber die Schuldenbremse als das Wort Gottes darstellt hat nichts mehr mit Wirtschaftskompetenz zu tun und geht komplett an jeglicher moderner Wirtschaftstheorie vorbei und ist alleine aus dem Grund für mich unwählbar. Die aktuelle Auslegung der Schuldenbremse hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der post-Corona Wirtschaftsabschwung noch nicht überwunden wurde und die Tatsache dass ein großer Teil der Wähler eine Überwindung der Krise mit einer Wahlentscheidung für die Union verbinden, deren Wahlprogramm beim Thema Wirtschaft absoluter Unfug ist, ist ein Testament für den Effekt den die Deutsche Medienlandschaft hat.


Auch hier gilt ähnliches. Ich habe nirgends gesagt, dass der ÖRR aktiv in den Wahlkampf eingreift.
Aber wenn das Vertrauen in den ÖRR in der Gesamtbevölkerung nicht mehr gegeben ist, dann sollte man sich schon mit dem Thema beschäftigen, anstatt mit Polemik "schießt den Vogel ab" zu kommen und die Position in das nicht vorhandene Extrem bei mir zu ziehen.
Es ist kein Geheimnis, dass, lass mich lügen, 80 % der Journalisten links/ eher links sind. Und dann ist da immer die Frage wie sehr man die Neutralität persönlich beibehalten kann oder wie sehr eigene Gedanken durch die Einstellung gelenkt werden.
Und es gibt auch aktuell sehr fragwürdige Beiträge wie zum Beispiel dem mit der Merzrede auf dem Parteitag und dem ZDF. Wie erklärst du dir das? Sind das immer alles Einzelfälle, so wie behauptet, sodass man darüber nichtmal diskutieren darf?

Und nein, ich stütze die Ansicht sicher nicht auf diese Fälle. Aber es ist ein guter Fall um zu diskutieren ob da nicht doch unterbewusst eine gewisse Beeinflussung stattfindet.

Ich weiß auch gar nicht, was du genau mit der Schuldenbremse in der Diskussion willst. Aber das ist auch ein immer stattfindener Beißreflex, dass man sich anstatt der Sache anzunehmen, diskreditiert und auf die andere Seite zeigt. Klar, gerade in der FDP sind auch viele Ideologien existend und leiten diese. Aber was ändert das an meiner Aussage? Was hat das mit der oben angesprochenen Thematik zu tun? Bestreitet das jemand?
Wobei ich sogar behaupte, dass die FDP sich in einer potentiellen Schwarz/rot/gelb Regierung sich nicht mehr dagegen stellen würden, aber sie sich bislang niemals dafür hätte öffnen können und wollen, da aus ihrer Sicht die Geldern und Lösungen in der Ampel völlig eingesetzt wurden. Aber das ist nicht das Thema.


Woher hast du die Zahlen? 80% der Journalisten seien links/eher links?


Subjektive Aussage um sein Argument zu unterstützen.

Quelle, da steht grün vorne:

https://www.welt.de/kultur/medien/article254239436/Studie-Unter-Journalisten-kommen-die-Gruenen-auf-41-Prozent-AfD-taucht-gar-nicht-auf.html

https://uebermedien.de/99638/warum-der-journalismus-fuer-konservative-ein-unattraktives-berufsfeld-geworden-ist/

Grds. ist es so, dass ein höhere Bildung zu der einen oder anderen Partei führt.

Ich finde es aber gut, dass jetzt Journalisten schon etwas unterstellt wird damit der Herr Merz nicht so gut aussieht.

Jede Partei hat hier Leitmotiv und hat feste Rolle die sie traditionell ausführen. Steht bei den Meisten schon im Parteinamen.

Jeder selber kann mal für sich überlegen ob seine wirtschaftliche Position sich so stark verschlechtert hat um sich über bestimmte Punkte eine eigene Meinung zu bilden.

Wir wissen alle nicht wie sich die FDP in Konstellationen verhält. Allerdings ist die FDP historisch bedingt an vielen Regierungen beteiligt gewesen ohne sich besonders stark zu verstellen. Sie haben auch meist dazu mitgeführt, dass die Kanzler abgewählt wurden.
Ob sie noch mal in die Regierung kommen werden wir sehen.

Ich gehe nach der Wahl von einem Kanzler Merz aus, mit einem Partner aus Grün, Rot. Ich glaube alles andere ist rechnerisch nicht möglich, außer AFD. Ich denke aber das macht die CDU nicht.

Jeder von uns hat eine Ausrichtung, die man aber nicht radikalisieren muss. Traditionell gibt es viele Liberale die sich auch umstellen müssen, da die FDP eben nicht mehr so liberal ist. Es gibt (ich finde das auch pers. sehr gut) mehr Leute die tendentiel mehr links als rechts sind.

Jetzt aber zu unterstellen das bestimmte Berufsgruppen wie Journalisten jetzt aber linken Wahlkampf machen halte ich für übertrieben.

Egal ob man links, Mitte, liberal wählt, unterschiedliche Auffassungen müssen sich in einer Koalition vereinbaren lassen, um Probleme / Aufgabenfelder wie Schuldenbremse, bezahlbare Wohnungen und Wirtschaftsförderungen über einzukommen.

Irgendwann wird sich auch Deutschland darauf einstellen müssen, dass es nicht mehr wie früher ist, Selbstläufer in der Wirtschaft gibt es nicht mehr. Angst machen kann die Wirtschaft gut, letztendlich muss sich jedes Unternehmen den Gegebenheiten anpassen. Da es hier primär um Geld geht, weiß jeder auch wie argumentiert wird, also macht das beste draus.

Wenn wir hier bei TM.de einen Beitrag verfassen und recherchieren dafür (Hobbyjournalismus) sind wir nicht automatisch einer Richtung gegangen, meist schreiben einige auch neutral.

Ich würde mir bei Recherchen mehr Inhaltliche Beweise wünschen und keine Vermutung dass Berufsgruppen zu 80% einer Richtung zu gehören.

Zum Schluss:
###
Pressefreiheit, genauer die äußere Pressefreiheit, ist das Recht von Einrichtungen des Rundfunks, der Presse und anderer Medien auf ungehinderte Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem auf die staatlich unzensierte Veröffentlichung von Nachrichten und Meinungen.

Die Presse- oder Medienfreiheit soll die Informationsfreiheit, die freie Meinungsbildung und -äußerung, die pluralistische Meinungsvielfalt und damit die demokratische Willensbildung sowie die Transparenz und Kontrolle der Politik durch die Öffentliche Meinung gewährleisten.

Die Idee der Freiheit speziell der Nachrichten- und Meinungspresse wurde insbesondere in der Zeit der Aufklärung entwickelt.

In Deutschland gewährleistet Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland die Pressefreiheit gemeinsam mit der Meinungsfreiheit, der Rundfunkfreiheit und der Informationsfreiheit. Details zu Rechtsfragen regelt heute das Medienrecht, speziell das Presserecht.
###

Das ist das wichtigste überhaupt und daran halten sich Journalisten zumindest und wir auch, sonst könnten wir hier nicht so schreiben, wie wir es tun.

•     •     •

Kobel(C)-Beier-Schlotterbeck-Gadou-Reggiani-Nmecha-Bellingham-Konstantelias-Silva-Karetsas-Inacio
Subs: Svensson, Anton, Ryersson, Chuck, Lerma, Kaba, Albert, Veerman, Kaua
C: Nicht Kovac
Verkauf: Gui,Sabitzer,Couto,Bense
Pro: Nur weil alle sagen, es ist falsch, ist es nicht so / Freie Meinung gegen den Strom // Contra: Feststellen was schlecht ist, ohne zu sagen was besser ist / Nicht alles was grün aussieht, ist auch grün

Go Habs Go...

BVB: Tradition verpflichtet//RB: Tradition vernichtet.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#385
13.02.2025 - 08:22 Uhr
Zitat von MCU_71
Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von rm-woogie

Zitat von de_Lek

Zitat von rm-woogie

Guck die die Zeit, SZ, ÖRR und co an, die alle links gerichtet sind und wie diese Themen und Diskussionen platzieren; ohne diese und ohne Bild - so meine These - wären die Grünen in jeglicher Versenkung verschwunden.


Die Nennung des öffentlich rechtlichen Rundfunks schießt hier ja den Vogel ab. In den USA gibt es ein Sprichwort: "Reality has a liberal bias." Wer meint, dass der ÖRR sich nicht neutral und faktenorientiert positioniert, sondern linke Politik im Wahlkampf unterstützt, der ist so tief in konservativer Ideologie versunken, dass er sich nicht mehr mit der Realität auseinandersetzen kann.


Generell wird den linken und grünen Parteien ja immer so viel vorgeworfen, eine Ideologie-Politik umsetzen zu wollen - tatsächlich ist aber vor allem das Thema "Schuldenbremse" in konservativen und neo-liberalen Kreisen zu so etwas wie dem Heiligen Gral gereift. Jeglicher Wirtschaftswahlkampf der zum einen von einer Wirtschaftskrise spricht und zum anderen aber die Schuldenbremse als das Wort Gottes darstellt hat nichts mehr mit Wirtschaftskompetenz zu tun und geht komplett an jeglicher moderner Wirtschaftstheorie vorbei und ist alleine aus dem Grund für mich unwählbar. Die aktuelle Auslegung der Schuldenbremse hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der post-Corona Wirtschaftsabschwung noch nicht überwunden wurde und die Tatsache dass ein großer Teil der Wähler eine Überwindung der Krise mit einer Wahlentscheidung für die Union verbinden, deren Wahlprogramm beim Thema Wirtschaft absoluter Unfug ist, ist ein Testament für den Effekt den die Deutsche Medienlandschaft hat.


Auch hier gilt ähnliches. Ich habe nirgends gesagt, dass der ÖRR aktiv in den Wahlkampf eingreift.
Aber wenn das Vertrauen in den ÖRR in der Gesamtbevölkerung nicht mehr gegeben ist, dann sollte man sich schon mit dem Thema beschäftigen, anstatt mit Polemik "schießt den Vogel ab" zu kommen und die Position in das nicht vorhandene Extrem bei mir zu ziehen.
Es ist kein Geheimnis, dass, lass mich lügen, 80 % der Journalisten links/ eher links sind. Und dann ist da immer die Frage wie sehr man die Neutralität persönlich beibehalten kann oder wie sehr eigene Gedanken durch die Einstellung gelenkt werden.
Und es gibt auch aktuell sehr fragwürdige Beiträge wie zum Beispiel dem mit der Merzrede auf dem Parteitag und dem ZDF. Wie erklärst du dir das? Sind das immer alles Einzelfälle, so wie behauptet, sodass man darüber nichtmal diskutieren darf?

Und nein, ich stütze die Ansicht sicher nicht auf diese Fälle. Aber es ist ein guter Fall um zu diskutieren ob da nicht doch unterbewusst eine gewisse Beeinflussung stattfindet.

Ich weiß auch gar nicht, was du genau mit der Schuldenbremse in der Diskussion willst. Aber das ist auch ein immer stattfindener Beißreflex, dass man sich anstatt der Sache anzunehmen, diskreditiert und auf die andere Seite zeigt. Klar, gerade in der FDP sind auch viele Ideologien existend und leiten diese. Aber was ändert das an meiner Aussage? Was hat das mit der oben angesprochenen Thematik zu tun? Bestreitet das jemand?
Wobei ich sogar behaupte, dass die FDP sich in einer potentiellen Schwarz/rot/gelb Regierung sich nicht mehr dagegen stellen würden, aber sie sich bislang niemals dafür hätte öffnen können und wollen, da aus ihrer Sicht die Geldern und Lösungen in der Ampel völlig eingesetzt wurden. Aber das ist nicht das Thema.


Woher hast du die Zahlen? 80% der Journalisten seien links/eher links?


Subjektive Aussage um sein Argument zu unterstützen.

Quelle, da steht grün vorne:

https://www.welt.de/kultur/medien/article254239436/Studie-Unter-Journalisten-kommen-die-Gruenen-auf-41-Prozent-AfD-taucht-gar-nicht-auf.html

https://uebermedien.de/99638/warum-der-journalismus-fuer-konservative-ein-unattraktives-berufsfeld-geworden-ist/

Grds. ist es so, dass ein höhere Bildung zu der einen oder anderen Partei führt.

Ich finde es aber gut, dass jetzt Journalisten schon etwas unterstellt wird damit der Herr Merz nicht so gut aussieht.

Jede Partei hat hier Leitmotiv und hat feste Rolle die sie traditionell ausführen. Steht bei den Meisten schon im Parteinamen.

Jeder selber kann mal für sich überlegen ob seine wirtschaftliche Position sich so stark verschlechtert hat um sich über bestimmte Punkte eine eigene Meinung zu bilden.

Wir wissen alle nicht wie sich die FDP in Konstellationen verhält. Allerdings ist die FDP historisch bedingt an vielen Regierungen beteiligt gewesen ohne sich besonders stark zu verstellen. Sie haben auch meist dazu mitgeführt, dass die Kanzler abgewählt wurden.
Ob sie noch mal in die Regierung kommen werden wir sehen.

Ich gehe nach der Wahl von einem Kanzler Merz aus, mit einem Partner aus Grün, Rot. Ich glaube alles andere ist rechnerisch nicht möglich, außer AFD. Ich denke aber das macht die CDU nicht.

Jeder von uns hat eine Ausrichtung, die man aber nicht radikalisieren muss. Traditionell gibt es viele Liberale die sich auch umstellen müssen, da die FDP eben nicht mehr so liberal ist. Es gibt (ich finde das auch pers. sehr gut) mehr Leute die tendentiel mehr links als rechts sind.

Jetzt aber zu unterstellen das bestimmte Berufsgruppen wie Journalisten jetzt aber linken Wahlkampf machen halte ich für übertrieben.

Egal ob man links, Mitte, liberal wählt, unterschiedliche Auffassungen müssen sich in einer Koalition vereinbaren lassen, um Probleme / Aufgabenfelder wie Schuldenbremse, bezahlbare Wohnungen und Wirtschaftsförderungen über einzukommen.

Irgendwann wird sich auch Deutschland darauf einstellen müssen, dass es nicht mehr wie früher ist, Selbstläufer in der Wirtschaft gibt es nicht mehr. Angst machen kann die Wirtschaft gut, letztendlich muss sich jedes Unternehmen den Gegebenheiten anpassen. Da es hier primär um Geld geht, weiß jeder auch wie argumentiert wird, also macht das beste draus.

Wenn wir hier bei TM.de einen Beitrag verfassen und recherchieren dafür (Hobbyjournalismus) sind wir nicht automatisch einer Richtung gegangen, meist schreiben einige auch neutral.

Ich würde mir bei Recherchen mehr Inhaltliche Beweise wünschen und keine Vermutung dass Berufsgruppen zu 80% einer Richtung zu gehören.

Zum Schluss:
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Pressefreiheit, genauer die äußere Pressefreiheit, ist das Recht von Einrichtungen des Rundfunks, der Presse und anderer Medien auf ungehinderte Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem auf die staatlich unzensierte Veröffentlichung von Nachrichten und Meinungen.

Die Presse- oder Medienfreiheit soll die Informationsfreiheit, die freie Meinungsbildung und -äußerung, die pluralistische Meinungsvielfalt und damit die demokratische Willensbildung sowie die Transparenz und Kontrolle der Politik durch die Öffentliche Meinung gewährleisten.

Die Idee der Freiheit speziell der Nachrichten- und Meinungspresse wurde insbesondere in der Zeit der Aufklärung entwickelt.

In Deutschland gewährleistet Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland die Pressefreiheit gemeinsam mit der Meinungsfreiheit, der Rundfunkfreiheit und der Informationsfreiheit. Details zu Rechtsfragen regelt heute das Medienrecht, speziell das Presserecht.
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Das ist das wichtigste überhaupt und daran halten sich Journalisten zumindest und wir auch, sonst könnten wir hier nicht so schreiben, wie wir es tun.


Das war dann sowas wie das rechte Equivalent des Ausdrucks "Lügenpresse". Danke für deine Mühe smile

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--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#386
13.02.2025 - 08:37 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Zitat von Bumbewassazong

Zitat von UlmerBVB1986

Beim Thema Staatsschulden kann man die USA doch nicht wirklich als Beispiel heranziehen, wenn "jährlich das Murmeltier grüßt" und man immer nur Tage oder Stunden vor dem sogenannten Government Shutdown (im Falle Trumps 2018 lief der sogar -seit 1995 das erst Mal- 33 Tage lang) sich irgendwie gerade so einigt um weiter machen zu können um die Schuldenobergenze nochmals zu erhöhen um nicht zahlungsunfähig zu werden.

Wenn wir schon da sind, ich bin sehr gespannt was mit den USA passiert, wenn Trump seine Strafzollpläne gegen Kanada und Mexico wieder aus der Schublade holt, denn wenn beide Länder mit eigenen Strafzöllen kontern, dann wirds richtig übel. Der Benzinpreis wird über einen Dollar steigen, Gemüse und andere Lebensmittel werden noch teurer (Karton Eier liegt bei rund 7 Dollar aktuell - 12 Eier). Die US Autoindustrie wird ganz große Probleme bekommen, da in Mexiko die ganzen zulieferer produzieren.
Rund 400 Mrd, so schätzt man, könnte es die Amerikaner kosten, wenn Strafzölle erhoben werden.
Wenn China und Europa dann ebenfalls Strafzölle erheben, wirds ganz dunkel für die US Wirtschaft.


Die ein oder andere Idee von Trump kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber was ihn da bei den Strafzöllen treibt, verstehe ich überhaupt nicht.

Am Ende bedeuten Zölle ja Preiserhöhungen für die eigene Bevölkerung, was die eh schon hohe Inflation noch weiter erhöhen würde. Da müssen wir gar nicht wieder 10%+ erreichen, aber selbst 4-5% wäre zu viel.
Manche sprechen vom "Dealmaker Trump", der mit seinen Forderungen sehr hoch einsteigt, um dann mit Mexiko und Kanada einen Deal aushandelt, um als Sieger dazustehen, ob begründet oder nicht.

Keine Ahnung, ob das der Fall sein wird. wenn er die Zölle ernsthaft dauerhaft einführt, wäre das ne ziemliche Katastrophe. Und dass die FED die Zinsen senkt, wie er es gerne hätte, kann er dann auch knicken.


Ganz genau, aber ehrlich, fast wünsche ich mir dass das ganze so kommen wird, weil es dann genau die trifft, die ihm seine Märchen abgenommen haben. Ich meine das mit den Eiern ist schon mega absurd. Habe neutlich ein Video gesehen, das ist eine deutsche die den USA aktuell lebt durch den Supermarkt. Deo von Dove 8$, Packung Käse 5$, Butter 6$,... mir ist auch klar das die Gehälter in den USA höher sind wie bei uns, aber das ist schon eine harte Kiste...


Da ich über 20 Jahre in den USA gelebt habe, erlaube ich mir hierzu mich mal pers. zu äußern.
Ich habe die meisten Zeit in Kalifornien gelebt und habe da schon eine pers. pol. Richtung vorgegeben bekommen. Zu dem habe ich festgestellt das es in Kalifornien andere Probleme gibt als in Washington oder New York.

Grds. sind frische Lebensmittel schon immer teurer gewesen in USA als in Europa. Andere Produkte wie Benzin, Elektro Power, Autos waren sehe viel günstiger. Zudem gibt es eine andere Lebensphilsophie was Essen und andere Verpflichtungen eben.

Europ. Produkte wie Nutella und Co haben in den USA auch andere Namen und sind teurer gewesen. Vom Geschmack her eher anders als heimische Produkte, meist nicht so süss...smile

Die Gehälter sind unterschiedlich. Viele haben nicht genug Geld zum Leben, da sie selbst mit 3 Jobs gerade Miete, Strom und Schulgebühren bezahlen können. Es gibt auch viele aus der Mittelschicht, die eben analog unserer Mittelschicht sind.

Es gibt in den USA auch günstige Deos, ebenso auch Butter und Co. Da muss man eben schauen, da der Markt dort direkter ist in den Preisen. Zudem gibt es sowie bei uns auch unterschiedliche Ernten und dazu auch dann temporär andere Preise.

Es gab Zeiten in den 90zigern und 2000 Jahren wo die Preise relativ stabil waren, aber im Lebensmittelsektor über dem europ. Durchschnitt. Wirtschaftlich war in der Obama Zeit vieles einfacher, die Zölle gab es defacto nicht, die Wirtschaft eben war in den Eigenproduktion teurer. Das ganze hat sich dann hochgespielt. Das stoß vielen Amerikaner auf die Nieren und so konnte Trump die erste Wahl gewinnen und sein Spruch "Amerika First" hat sich dadurch ja auch nachhaltig eingeprägt.
Die Zölle sind eben seine Antwort auf die Probleme in den Staaten. Jeder US Präsident benötigt Wachstum und weniger Arbeitslose. Damit versucht er es. Ob das aufgeht, dazu gibt es unterschiedliche Studien.
Das er gerade Mexiko und Kanada auf dem Schirm hat mit Zöllen ist schon eigenartig, gerade bei Autos kommen 45% der Zulieferungen aus Kanada...smile

Das er gegen China vorgeht ist normal, es geht hier um nichts mehr als die Weltherrschaft in der Wirtschaft.

Wir müssen aber gerade in Europa nicht so tun, als wären Wirtschaftsdeals bei der EU nicht mit Auflagen vorhanden. Gerade bei diesen Deals mit Afrika und China sind auch Voraussetzungen da, wo Zölle und Abnahme von EU Produkten zu Lasten der heimischen Wirtschaft der Handelspartner vorhanden, die dort auch Einfluss auf die Produktion haben.

Das Freihandelsabkommen zwischen Europa und USA steht mal wieder auf der Kippe. Ist wie so oft, dass jeder neue sein Revier absteckt. Bei Trump war es abzusehen. Wie es ausgeht ist offen.
Zölle sind auch Einnahmen, dringend notwendig für den Staat USA. Verteidigungsausgaben sind dort hoch und steigen überproportional zu den Einnahmen des Staates.
Wir werden sehen was passiert. Amerikas Binnenmarkt ist sehr groß, auch dort wird man sehen was Zölle ausrichten, Abnehmer gesucht...smile

P.S.: Die Shutdowns gab es schon immer, Teil der amerikanischen Geschichte. Lösen die aber.

Europa muss sich mal loslösen von den Amerikanern und mal eigenständig etwas machen. Asien und Afrika handeln lieber mit China und Russland. Da muss man etwas tun.

Die Galone Benzin kostet in Kalifornien schon 4,40 bis 4,50 Dollar, also pro Liter schon über 1,10 Euro. Das ist nichts neues. Verdoppelung ist auch dort kein Fremdwort. Bei einem Ford Ram mit ner 6 Liter Block wirds dann teuer...smile

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Kobel(C)-Beier-Schlotterbeck-Gadou-Reggiani-Nmecha-Bellingham-Konstantelias-Silva-Karetsas-Inacio
Subs: Svensson, Anton, Ryersson, Chuck, Lerma, Kaba, Albert, Veerman, Kaua
C: Nicht Kovac
Verkauf: Gui,Sabitzer,Couto,Bense
Pro: Nur weil alle sagen, es ist falsch, ist es nicht so / Freie Meinung gegen den Strom // Contra: Feststellen was schlecht ist, ohne zu sagen was besser ist / Nicht alles was grün aussieht, ist auch grün

Go Habs Go...

BVB: Tradition verpflichtet//RB: Tradition vernichtet.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#387
13.02.2025 - 09:28 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Zitat von rm-woogie

Zitat von de_Lek

Zitat von rm-woogie

Guck die die Zeit, SZ, ÖRR und co an, die alle links gerichtet sind und wie diese Themen und Diskussionen platzieren; ohne diese und ohne Bild - so meine These - wären die Grünen in jeglicher Versenkung verschwunden.


Die Nennung des öffentlich rechtlichen Rundfunks schießt hier ja den Vogel ab. In den USA gibt es ein Sprichwort: "Reality has a liberal bias." Wer meint, dass der ÖRR sich nicht neutral und faktenorientiert positioniert, sondern linke Politik im Wahlkampf unterstützt, der ist so tief in konservativer Ideologie versunken, dass er sich nicht mehr mit der Realität auseinandersetzen kann.


Generell wird den linken und grünen Parteien ja immer so viel vorgeworfen, eine Ideologie-Politik umsetzen zu wollen - tatsächlich ist aber vor allem das Thema "Schuldenbremse" in konservativen und neo-liberalen Kreisen zu so etwas wie dem Heiligen Gral gereift. Jeglicher Wirtschaftswahlkampf der zum einen von einer Wirtschaftskrise spricht und zum anderen aber die Schuldenbremse als das Wort Gottes darstellt hat nichts mehr mit Wirtschaftskompetenz zu tun und geht komplett an jeglicher moderner Wirtschaftstheorie vorbei und ist alleine aus dem Grund für mich unwählbar. Die aktuelle Auslegung der Schuldenbremse hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der post-Corona Wirtschaftsabschwung noch nicht überwunden wurde und die Tatsache dass ein großer Teil der Wähler eine Überwindung der Krise mit einer Wahlentscheidung für die Union verbinden, deren Wahlprogramm beim Thema Wirtschaft absoluter Unfug ist, ist ein Testament für den Effekt den die Deutsche Medienlandschaft hat.


Auch hier gilt ähnliches. Ich habe nirgends gesagt, dass der ÖRR aktiv in den Wahlkampf eingreift.
Aber wenn das Vertrauen in den ÖRR in der Gesamtbevölkerung nicht mehr gegeben ist, dann sollte man sich schon mit dem Thema beschäftigen, anstatt mit Polemik "schießt den Vogel ab" zu kommen und die Position in das nicht vorhandene Extrem bei mir zu ziehen.
Es ist kein Geheimnis, dass, lass mich lügen, 80 % der Journalisten links/ eher links sind. Und dann ist da immer die Frage wie sehr man die Neutralität persönlich beibehalten kann oder wie sehr eigene Gedanken durch die Einstellung gelenkt werden.
Und es gibt auch aktuell sehr fragwürdige Beiträge wie zum Beispiel dem mit der Merzrede auf dem Parteitag und dem ZDF. Wie erklärst du dir das? Sind das immer alles Einzelfälle, so wie behauptet, sodass man darüber nichtmal diskutieren darf?

Und nein, ich stütze die Ansicht sicher nicht auf diese Fälle. Aber es ist ein guter Fall um zu diskutieren ob da nicht doch unterbewusst eine gewisse Beeinflussung stattfindet.

Ich weiß auch gar nicht, was du genau mit der Schuldenbremse in der Diskussion willst. Aber das ist auch ein immer stattfindener Beißreflex, dass man sich anstatt der Sache anzunehmen, diskreditiert und auf die andere Seite zeigt. Klar, gerade in der FDP sind auch viele Ideologien existend und leiten diese. Aber was ändert das an meiner Aussage? Was hat das mit der oben angesprochenen Thematik zu tun? Bestreitet das jemand?
Wobei ich sogar behaupte, dass die FDP sich in einer potentiellen Schwarz/rot/gelb Regierung sich nicht mehr dagegen stellen würden, aber sie sich bislang niemals dafür hätte öffnen können und wollen, da aus ihrer Sicht die Geldern und Lösungen in der Ampel völlig eingesetzt wurden. Aber das ist nicht das Thema.


Woher hast du die Zahlen? 80% der Journalisten seien links/eher links?


Das hatte ich, meine ich, in einem Podcast aufgenommen, den ich letzte Woche mal zufällig gehört hatte (evtl. bei Lanz). Da ich für die genaue Zahl keine Quelle parat habe, hatte ich den Satz auch bewusst mit „lass mich lügen“ kenntlich gemacht.
Ich werde heute aber nochmal nachgucken, wobei es aber auch gar nicht auf ein paar Prozentpunkte ankommt.
Die Umfrage zur Parteizugehörigkeit zeigt ja schon die Schlagseite mit über 60 Prozent bei den drei linken Parteien und dass das Bild nicht ausgewogen ist und nicht die Bevölkerung widerspiegelt. Aber das ist bei dem Berufsbild sowieso allgemein bekannt.
Man kann davon ausgehen, dass die, die keine bestimmte Partei angegeben haben, ebenfalls mehrheitlich links sind und dann wäre man schon bei fast den 80 Prozent.

Die Schlagseite kann man nunmal nicht leugnen. Nicht leugnen kann man auch, dass nur 37 Prozent dieser bei der Journalistenbefragung 24 angegeben haben, dass sie in der Berichterstattung nicht überwiegend die Position der Partei annehmen der sie nahestehen.
Anders gesagt, machen dies über 60 Prozent.

Zweifelst du die Zahlen an oder widersprechen Sie deinem Empfinden?
Findest du, dass alles gleich bewertet wird? Wie kann es sein, dass so ein populistischer und unsachlicher Beitrag, der schlicht Lügen enthält, (ich verlinke meine Antwort) abseits von mir unwidersprochen bleibt und sogar eine Vielzahl von Wertungen bekommt? Aber wenn ich sachlich meine Meinung schreibe, die den Leuten nicht gefällt, wird mit Schnappatmung und Extremen reagiert.
Wie erklärst du dir diese Entwicklung? Was sind die Einflüsse auf diese Entwicklung? Wie bewertet man so gegensätzliches Verhalten, was viele anscheinend gar nicht mehr wahrnehmen?

Und diese Thematik bei dem ÖRR ist nunmal gegeben und nicht ohne Grund verlieren immer mehr das Vertrauen in diesem. Nicht ohne Grund gibt es immer und immer wieder diese Kritik. Aber wenn man immer alles nur auf „konservative Scheiße“ reduzieren will, dann stützt man damit nur die weitere Spaltung und Unsachlichkeit.
Man kann auch einfach nur den jüngsten rassistischen Aussetzer von Scholz als Beispiel anführen, der einen CDU-Politiker schlicht auf die Hautfarbe reduziert hat.
Wie kommt man dazu?
Glaubst du, dass andersrum das Echo und die Bewertung in den Medien und der Gesellschaft gleich gewesen wäre? Und das ist natürlich eine rhetorische Frage, da es zig Gegenbeispiele gibt.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#388
13.02.2025 - 09:43 Uhr
Zitat von MCU_71
Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von UlmerBVB1986

Beim Thema Staatsschulden kann man die USA doch nicht wirklich als Beispiel heranziehen, wenn "jährlich das Murmeltier grüßt" und man immer nur Tage oder Stunden vor dem sogenannten Government Shutdown (im Falle Trumps 2018 lief der sogar -seit 1995 das erst Mal- 33 Tage lang) sich irgendwie gerade so einigt um weiter machen zu können um die Schuldenobergenze nochmals zu erhöhen um nicht zahlungsunfähig zu werden.

Wenn wir schon da sind, ich bin sehr gespannt was mit den USA passiert, wenn Trump seine Strafzollpläne gegen Kanada und Mexico wieder aus der Schublade holt, denn wenn beide Länder mit eigenen Strafzöllen kontern, dann wirds richtig übel. Der Benzinpreis wird über einen Dollar steigen, Gemüse und andere Lebensmittel werden noch teurer (Karton Eier liegt bei rund 7 Dollar aktuell - 12 Eier). Die US Autoindustrie wird ganz große Probleme bekommen, da in Mexiko die ganzen zulieferer produzieren.
Rund 400 Mrd, so schätzt man, könnte es die Amerikaner kosten, wenn Strafzölle erhoben werden.
Wenn China und Europa dann ebenfalls Strafzölle erheben, wirds ganz dunkel für die US Wirtschaft.


Die ein oder andere Idee von Trump kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber was ihn da bei den Strafzöllen treibt, verstehe ich überhaupt nicht.

Am Ende bedeuten Zölle ja Preiserhöhungen für die eigene Bevölkerung, was die eh schon hohe Inflation noch weiter erhöhen würde. Da müssen wir gar nicht wieder 10%+ erreichen, aber selbst 4-5% wäre zu viel.
Manche sprechen vom "Dealmaker Trump", der mit seinen Forderungen sehr hoch einsteigt, um dann mit Mexiko und Kanada einen Deal aushandelt, um als Sieger dazustehen, ob begründet oder nicht.

Keine Ahnung, ob das der Fall sein wird. wenn er die Zölle ernsthaft dauerhaft einführt, wäre das ne ziemliche Katastrophe. Und dass die FED die Zinsen senkt, wie er es gerne hätte, kann er dann auch knicken.


Ganz genau, aber ehrlich, fast wünsche ich mir dass das ganze so kommen wird, weil es dann genau die trifft, die ihm seine Märchen abgenommen haben. Ich meine das mit den Eiern ist schon mega absurd. Habe neutlich ein Video gesehen, das ist eine deutsche die den USA aktuell lebt durch den Supermarkt. Deo von Dove 8$, Packung Käse 5$, Butter 6$,... mir ist auch klar das die Gehälter in den USA höher sind wie bei uns, aber das ist schon eine harte Kiste...


Da ich über 20 Jahre in den USA gelebt habe, erlaube ich mir hierzu mich mal pers. zu äußern.
Ich habe die meisten Zeit in Kalifornien gelebt und habe da schon eine pers. pol. Richtung vorgegeben bekommen. Zu dem habe ich festgestellt das es in Kalifornien andere Probleme gibt als in Washington oder New York.

Grds. sind frische Lebensmittel schon immer teurer gewesen in USA als in Europa. Andere Produkte wie Benzin, Elektro Power, Autos waren sehe viel günstiger. Zudem gibt es eine andere Lebensphilsophie was Essen und andere Verpflichtungen eben.

Europ. Produkte wie Nutella und Co haben in den USA auch andere Namen und sind teurer gewesen. Vom Geschmack her eher anders als heimische Produkte, meist nicht so süss...smile

Die Gehälter sind unterschiedlich. Viele haben nicht genug Geld zum Leben, da sie selbst mit 3 Jobs gerade Miete, Strom und Schulgebühren bezahlen können. Es gibt auch viele aus der Mittelschicht, die eben analog unserer Mittelschicht sind.

Es gibt in den USA auch günstige Deos, ebenso auch Butter und Co. Da muss man eben schauen, da der Markt dort direkter ist in den Preisen. Zudem gibt es sowie bei uns auch unterschiedliche Ernten und dazu auch dann temporär andere Preise.

Es gab Zeiten in den 90zigern und 2000 Jahren wo die Preise relativ stabil waren, aber im Lebensmittelsektor über dem europ. Durchschnitt. Wirtschaftlich war in der Obama Zeit vieles einfacher, die Zölle gab es defacto nicht, die Wirtschaft eben war in den Eigenproduktion teurer. Das ganze hat sich dann hochgespielt. Das stoß vielen Amerikaner auf die Nieren und so konnte Trump die erste Wahl gewinnen und sein Spruch "Amerika First" hat sich dadurch ja auch nachhaltig eingeprägt.
Die Zölle sind eben seine Antwort auf die Probleme in den Staaten. Jeder US Präsident benötigt Wachstum und weniger Arbeitslose. Damit versucht er es. Ob das aufgeht, dazu gibt es unterschiedliche Studien.
Das er gerade Mexiko und Kanada auf dem Schirm hat mit Zöllen ist schon eigenartig, gerade bei Autos kommen 45% der Zulieferungen aus Kanada...smile

Das er gegen China vorgeht ist normal, es geht hier um nichts mehr als die Weltherrschaft in der Wirtschaft.

Wir müssen aber gerade in Europa nicht so tun, als wären Wirtschaftsdeals bei der EU nicht mit Auflagen vorhanden. Gerade bei diesen Deals mit Afrika und China sind auch Voraussetzungen da, wo Zölle und Abnahme von EU Produkten zu Lasten der heimischen Wirtschaft der Handelspartner vorhanden, die dort auch Einfluss auf die Produktion haben.

Das Freihandelsabkommen zwischen Europa und USA steht mal wieder auf der Kippe. Ist wie so oft, dass jeder neue sein Revier absteckt. Bei Trump war es abzusehen. Wie es ausgeht ist offen.
Zölle sind auch Einnahmen, dringend notwendig für den Staat USA. Verteidigungsausgaben sind dort hoch und steigen überproportional zu den Einnahmen des Staates.
Wir werden sehen was passiert. Amerikas Binnenmarkt ist sehr groß, auch dort wird man sehen was Zölle ausrichten, Abnehmer gesucht...smile

P.S.: Die Shutdowns gab es schon immer, Teil der amerikanischen Geschichte. Lösen die aber.

Europa muss sich mal loslösen von den Amerikanern und mal eigenständig etwas machen. Asien und Afrika handeln lieber mit China und Russland. Da muss man etwas tun.

Die Galone Benzin kostet in Kalifornien schon 4,40 bis 4,50 Dollar, also pro Liter schon über 1,10 Euro. Das ist nichts neues. Verdoppelung ist auch dort kein Fremdwort. Bei einem Ford Ram mit ner 6 Liter Block wirds dann teuer...smile


Das mag alles richtig sein, nur wurde in dem besagten Video auch ein Deo im "Wert" von 14$ gezeigt 😅
Zu den Shutdowns, ich gebe zu, ich bin da gestern auf eine Grafik reingefallen, die die Shutdowns nach Dauer sortiert hat... Unter Obama gab es auch einen, Clinton, Bush Sr., ... allerding gab es unter Trump 3x einen Shutdown im Jahr 2018...

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Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#389
13.02.2025 - 10:13 Uhr
Zitat von rm-woogie


Das hatte ich, meine ich, in einem Podcast aufgenommen, den ich letzte Woche mal zufällig gehört hatte (evtl. bei Lanz). Da ich für die genaue Zahl keine Quelle parat habe, hatte ich den Satz auch bewusst mit „lass mich lügen“ kenntlich gemacht.
Ich werde heute aber nochmal nachgucken, wobei es aber auch gar nicht auf ein paar Prozentpunkte ankommt.
Die Umfrage zur Parteizugehörigkeit zeigt ja schon die Schlagseite mit über 60 Prozent bei den drei linken Parteien und dass das Bild nicht ausgewogen ist und nicht die Bevölkerung widerspiegelt. Aber das ist bei dem Berufsbild sowieso allgemein bekannt.
Man kann davon ausgehen, dass die, die keine bestimmte Partei angegeben haben, ebenfalls mehrheitlich links sind und dann wäre man schon bei fast den 80 Prozent.


Wäre nett wenn du das mal Recherchierst. In welchen drei Parteien sind die 60% der Journalisten drin? Und ist das nur auf die Journalisten bezogen die einer Partei angehören, oder auf die gesamte Anzahl der Jounalisten bezogen? Wenn 10% aller Journalisten in Deutschland einer Partei angehören und davon 80% "links" sind, dann kann man das ja nicht auf 100% der Journalisten beziehen, sondern nur auf die 10%.
Verstehst du was ich meine? Darum hinterfrage ich diese Zahl, sollte auch kein Angriff auf dich sein.

Zitat von rm-woogie

Die Schlagseite kann man nunmal nicht leugnen. Nicht leugnen kann man auch, dass nur 37 Prozent dieser bei der Journalistenbefragung 24 angegeben haben, dass sie in der Berichterstattung nicht überwiegend die Position der Partei annehmen der sie nahestehen.
Anders gesagt, machen dies über 60 Prozent.


Welche Befragung war das?

Zitat von rm-woogie

Zweifelst du die Zahlen an oder widersprechen Sie deinem Empfinden?
Findest du, dass alles gleich bewertet wird? Wie kann es sein, dass so ein populistischer und unsachlicher Beitrag, der schlicht Lügen enthält, (ich verlinke meine Antwort) abseits von mir unwidersprochen bleibt und sogar eine Vielzahl von Wertungen bekommt? Aber wenn ich sachlich meine Meinung schreibe, die den Leuten nicht gefällt, wird mit Schnappatmung und Extremen reagiert.
Wie erklärst du dir diese Entwicklung? Was sind die Einflüsse auf diese Entwicklung? Wie bewertet man so gegensätzliches Verhalten, was viele anscheinend gar nicht mehr wahrnehmen?


Wie geschrieben, ich hinterfrage.

Merz und Windräder mal herausgepickt: er findet diese hässlich und meint es sei eine Überganstechnologie. Zum Thema Kernfussion habe ich diese Woche schon sehr viel geschrieben. Da steckten wir beim Weltrekord, im Oktober 2023, in Sachen Ertrag noch immer fast die 100 Fache Menge an Energie rein, als das was raukam. Man schätzt auch vorsichtig das man frühstens ab 2050 mit einer komerziellen Nutzung rechnen könne. Wohlgemerkt ist das der Fortschritt nach 40 Jahre Forschung.
Das ist keine ausgereifte Technologie, noch in greifbarer Nähe. Ein Herr Merz hat den Wunschtraum der Kernfussion, aber ich bezweifel das er noch zu lebzeiten auch nur ein Kernfussionskraftwerk ans Netz gehen sehen wird, der Mann wird Ende des Jahres schon 70.

Zitat von rm-woogie

Und diese Thematik bei dem ÖRR ist nunmal gegeben und nicht ohne Grund verlieren immer mehr das Vertrauen in diesem. Nicht ohne Grund gibt es immer und immer wieder diese Kritik. Aber wenn man immer alles nur auf „konservative Scheiße“ reduzieren will, dann stützt man damit nur die weitere Spaltung und Unsachlichkeit.
Man kann auch einfach nur den jüngsten rassistischen Aussetzer von Scholz als Beispiel anführen, der einen CDU-Politiker schlicht auf die Hautfarbe reduziert hat.
Wie kommt man dazu?
Glaubst du, dass andersrum das Echo und die Bewertung in den Medien und der Gesellschaft gleich gewesen wäre? Und das ist natürlich eine rhetorische Frage, da es zig Gegenbeispiele gibt.


Wer verliert das Vertrauen genau? Dazu gibt es ja langzeitstudien und ja, das Gesamtvertrauen ging mit Corona von 49% auf 44% zurück, liegt aber auf keinem niedrigeren Niveau als vor der Pandemie.
Interessant ist die Abbildung "Wie vertrauenswürdig sind die Medienangebote 2023". Da ziehen vor allem privates Fernsehen und Boulevardzeitungen den Schnitt enorm runter. Beim ÖR-Fernsehen sahen damals 64% der befragten die Medien als "sehr/eher vertrauenswürdig"

Wobei ich erwähnen muss, dass die Quelle aus 2023 ist.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/medien-vertrauen-studie-universitaet-mainz-100.html

Ich will Scholz nicht in Schutz nehmen, aber ist der Begriff "Hofnarr" wirklich ein rassistischer geprägter Ausdruck?
Im verlinkten Kommentar von dir verteidigst du Merz, dass man nicht das ganze Zitat in Umlauf gebracht habe, du schreibst hier aber nur davon, das Scholz einen Politker auf seine Hautfarbe reduziert haben soll, das wurde bereits dementiert, dass diese Aussage nicht getätigt wurde...

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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#390
13.02.2025 - 10:37 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von rm-woogie

Das hatte ich, meine ich, in einem Podcast aufgenommen, den ich letzte Woche mal zufällig gehört hatte (evtl. bei Lanz). Da ich für die genaue Zahl keine Quelle parat habe, hatte ich den Satz auch bewusst mit „lass mich lügen“ kenntlich gemacht.
Ich werde heute aber nochmal nachgucken, wobei es aber auch gar nicht auf ein paar Prozentpunkte ankommt.
Die Umfrage zur Parteizugehörigkeit zeigt ja schon die Schlagseite mit über 60 Prozent bei den drei linken Parteien und dass das Bild nicht ausgewogen ist und nicht die Bevölkerung widerspiegelt. Aber das ist bei dem Berufsbild sowieso allgemein bekannt.
Man kann davon ausgehen, dass die, die keine bestimmte Partei angegeben haben, ebenfalls mehrheitlich links sind und dann wäre man schon bei fast den 80 Prozent.


Wäre nett wenn du das mal Recherchierst. In welchen drei Parteien sind die 60% der Journalisten drin? Und ist das nur auf die Journalisten bezogen die einer Partei angehören, oder auf die gesamte Anzahl der Jounalisten bezogen? Wenn 10% aller Journalisten in Deutschland einer Partei angehören und davon 80% "links" sind, dann kann man das ja nicht auf 100% der Journalisten beziehen, sondern nur auf die 10%.
Verstehst du was ich meine? Darum hinterfrage ich diese Zahl, sollte auch kein Angriff auf dich sein.

Zitat von rm-woogie

Die Schlagseite kann man nunmal nicht leugnen. Nicht leugnen kann man auch, dass nur 37 Prozent dieser bei der Journalistenbefragung 24 angegeben haben, dass sie in der Berichterstattung nicht überwiegend die Position der Partei annehmen der sie nahestehen.
Anders gesagt, machen dies über 60 Prozent.


Welche Befragung war das?

Zitat von rm-woogie

Zweifelst du die Zahlen an oder widersprechen Sie deinem Empfinden?
Findest du, dass alles gleich bewertet wird? Wie kann es sein, dass so ein populistischer und unsachlicher Beitrag, der schlicht Lügen enthält, (ich verlinke meine Antwort) abseits von mir unwidersprochen bleibt und sogar eine Vielzahl von Wertungen bekommt? Aber wenn ich sachlich meine Meinung schreibe, die den Leuten nicht gefällt, wird mit Schnappatmung und Extremen reagiert.
Wie erklärst du dir diese Entwicklung? Was sind die Einflüsse auf diese Entwicklung? Wie bewertet man so gegensätzliches Verhalten, was viele anscheinend gar nicht mehr wahrnehmen?


Wie geschrieben, ich hinterfrage.

Merz und Windräder mal herausgepickt: er findet diese hässlich und meint es sei eine Überganstechnologie. Zum Thema Kernfussion habe ich diese Woche schon sehr viel geschrieben. Da steckten wir beim Weltrekord, im Oktober 2023, in Sachen Ertrag noch immer fast die 100 Fache Menge an Energie rein, als das was raukam. Man schätzt auch vorsichtig das man frühstens ab 2050 mit einer komerziellen Nutzung rechnen könne. Wohlgemerkt ist das der Fortschritt nach 40 Jahre Forschung.
Das ist keine ausgereifte Technologie, noch in greifbarer Nähe. Ein Herr Merz hat den Wunschtraum der Kernfussion, aber ich bezweifel das er noch zu lebzeiten auch nur ein Kernfussionskraftwerk ans Netz gehen sehen wird, der Mann wird Ende des Jahres schon 70.

Zitat von rm-woogie

Und diese Thematik bei dem ÖRR ist nunmal gegeben und nicht ohne Grund verlieren immer mehr das Vertrauen in diesem. Nicht ohne Grund gibt es immer und immer wieder diese Kritik. Aber wenn man immer alles nur auf „konservative Scheiße“ reduzieren will, dann stützt man damit nur die weitere Spaltung und Unsachlichkeit.
Man kann auch einfach nur den jüngsten rassistischen Aussetzer von Scholz als Beispiel anführen, der einen CDU-Politiker schlicht auf die Hautfarbe reduziert hat.
Wie kommt man dazu?
Glaubst du, dass andersrum das Echo und die Bewertung in den Medien und der Gesellschaft gleich gewesen wäre? Und das ist natürlich eine rhetorische Frage, da es zig Gegenbeispiele gibt.


Wer verliert das Vertrauen genau? Dazu gibt es ja langzeitstudien und ja, das Gesamtvertrauen ging mit Corona von 49% auf 44% zurück, liegt aber auf keinem niedrigeren Niveau als vor der Pandemie.
Interessant ist die Abbildung "Wie vertrauenswürdig sind die Medienangebote 2023". Da ziehen vor allem privates Fernsehen und Boulevardzeitungen den Schnitt enorm runter. Beim ÖR-Fernsehen sahen damals 64% der befragten die Medien als "sehr/eher vertrauenswürdig"

Wobei ich erwähnen muss, dass die Quelle aus 2023 ist.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/medien-vertrauen-studie-universitaet-mainz-100.html

Ich will Scholz nicht in Schutz nehmen, aber ist der Begriff "Hofnarr" wirklich ein rassistischer geprägter Ausdruck?
Im verlinkten Kommentar von dir verteidigst du Merz, dass man nicht das ganze Zitat in Umlauf gebracht habe, du schreibst hier aber nur davon, das Scholz einen Politker auf seine Hautfarbe reduziert haben soll, das wurde bereits dementiert, dass diese Aussage nicht getätigt wurde...


Er bezieht sich auf die Zahlen des ersten verlinkten Artikels von MCU_71. Ist eine Studie der TU Dortmund. Am Ende wird auch aufgeklärt, wer gefragt wurde. 40 Prozent der 525 befragten Journalisten sind aus dem ÖRR btw.

EDIT: Hier nochmal der link

https://www.welt.de/kultur/medien/article254239436/Studie-Unter-Journalisten-kommen-die-Gruenen-auf-41-Prozent-AfD-taucht-gar-nicht-auf.html

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Bin anscheinend hardcore Jule Brandt-Supporter in diesem Forum ;)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBLeo am 13.02.2025 um 10:41 Uhr bearbeitet
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