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FC. Ex-Spieler & -Trainer

10.01.2012 - 14:03 Uhr
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#301
22.05.2012 - 15:39 Uhr
Ich bin wirklich gespannt wer bitte nach Wolverhampton soll. Da Novakovic und Peszko ja angeblich bleiben wollen, kann es sich ja nur um den Kreis Sereno, Jemal, Brecko, Eichner, Jajalo & Lanig handeln.

Wir werden sehen, ob tatsächlich jemand dort landet.

Alles in allem schildert Solbakken alles so, wie ich es damals auch vermutet habe.
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#302
22.05.2012 - 15:42 Uhr
Zitat von JaboIbehre:


Freilich war es Solbakkens Fehler, diese Besetzung nicht zu ändern.

Die Frage ist doch: wie? Was waren denn die Alternativen? Und jetzt komme mir keiner mit Jajalo...

Und ganz nebenbei: Wieso wird geglaubt, ein Trainer könnte immer alles so entscheiden, wie er gerade will? Schließlich hat er auch Vorgesetzte (wie mag der Konflikt mit Finke entstanden sein?), gibt es (v.a. finanzielle) Interessen des Vereins, einflußreiche Spieler, Berater. Das macht einen Trainer nicht zur Marionette, aber sicherlich gibt es kein "Führer befiehl, wir folgen" - noch nicht einmal bei Magath.
Die Frage bei Solbakken lautet nicht "Wieso hat er es nicht geändert, wenn er das Problem erkannt hat?", sondern "Wieso konnte er es nicht ändern?" Das beinhaltet seine Fehler und Niederlagen, bezieht aber auch die - gerade in Köln - höchst schwierige Vereinssituation und das viel zu einflußreiche, destruktive Umfeld mit ein.

Solbakken war - das läßt sich anhand des Ergebnisses nicht leugnen - nicht der Heilsbringer. Ob er mit seinem Konzept hier über längere Sicht Erfolg gehabt hätte und endlich, endlich eine haltbare Spielidee etabliert hätte, ist müßig zu diskutieren, weil rein spekulativ. Was aber sein Scheitern und seine Aussagen in diesem Interview nochmals vorführen, ist, daß dieser Verein große strukturelle Probleme hat, an denen sogar selbstbewußte, eloquente und kompetente Menschen wie Solbakken scheitern.
Daß er nicht der erste Trainer war, dem es so erging, aber der, dem es seit Jahren erstmals gelungen ist, den Boulevard einigermaßen im Griff zu behalten und ein spielerisches Konzept über ein kurzfristiges Irgendwieweiter hatte, und dennoch kläglicher als seine Vorgänger gescheitert ist, läßt zumindest mir wenig Hoffnung für eine Besserung in den kommenden Spielzeiten übrig.

•     •     •

Ach was.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von otw am 22.05.2012 um 15:44 Uhr bearbeitet
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#303
22.05.2012 - 15:46 Uhr
Zitat von otw:
Zitat von JaboIbehre:


Freilich war es Solbakkens Fehler, diese Besetzung nicht zu ändern.

Die Frage ist doch: wie? Was waren denn die Alternativen? Und jetzt komme mir keiner mit Jajalo...

Und ganz nebenbei: Wieso wird geglaubt, ein Trainer könnte immer alles so entscheiden, wie er gerade will? Schließlich hat er auch Vorgesetzte (wie mag der Konflikt mit Finke entstanden sein?), gibt es (v.a. finanzielle) Interessen des Vereins, einflußreiche Spieler, Berater. Das macht einen Trainer nicht zur Marionette, aber sicherlich gibt es kein "Führer befiehl, wir folgen" - noch nicht einmal bei Magath.
Die Frage bei Solbakken lautet nicht "Wieso hat er es nicht geändert, wenn er das Problem erkannt hat?", sondern "Wieso konnte er es nicht ändern?" Das beinhaltet seine Fehler und Niederlagen, bezieht aber auch die - gerade in Köln - höchst schwierige Vereinssituation und das viel zu einflußreiche, destruktive Umfeld mit ein.

Solbakken war - das läßt sich anhand des Ergebnisses nicht leugnen - nicht der Heilsbringer. Ob er mit seinem Konzept hier über längere Sicht Erfolg gehabt hätte und endlich, endlich eine haltbare Spielidee etabliert hätte, ist müßig zu diskutieren, weil rein spekulativ. Was aber sein Scheitern und seine Aussagen in diesem Interview nochmals vorführen, ist, daß dieser Verein große strukturelle Probleme hat, an denen sogar selbstbewußte, eloquente und kompetente Menschen wie Solbakken scheitern.
Daß er nicht der erste Trainer war, dem es so erging, aber der, dem es seit Jahren erstmals gelungen ist, den Boulevard einigermaßen im Griff zu behalten und ein spielerisches Konzept über ein kurzfristiges Irgendwieweiter hatte, und dennoch kläglicher als seine Vorgänger gescheitert ist, läßt zumindest mir wenig Hoffnung für eine Besserung in den kommenden Spielzeiten übrig.


Du bringst mit diesem Beitrag meine ganzen Sorgen auf den Punkt.
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#304
22.05.2012 - 16:05 Uhr
Aber wer sitzt denn "über" dem Trainer? Außer Horstmann werden/wurden alle Stellen neu besetzt, so dass man zumindest Hoffnung haben kann.

Ich glaube im übrigen, dass die von Solbakken angesprochenen Probleme (3 Spieler wollten nicht mehr, Riether im DM, etc.) durch Finke entstanden sind, bzw. er von ihm die entsprechenden Vorgaben bekommen hat. Leider werden wir das nie erfahren. Der Bruch war aber bestimmt nicht, wegen Tese oder irgendwelchen Jugendspielern. Irgendwo müssen ja die Diffenrenzen und unterschiedlichen Anschauungen gelegen haben, aufgrund derer Finke letztendlich entlassen wurde. Naja, da kann man jetzt viel phantasieren.

Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass am Geißbockheim doch nochmal professionell gearbeitet wird. In den letzten Wochen hat sich die Außendarstellung jedenfalls nochmal geändert (ich meine verbessert). Im Boulevard ist es ruhig wie schon lange nicht mehr. Selbst der Express fängt mittlerweile an sowas wie eigene Artikel zu schreiben. Ob man den Maulwurf endlich aus der Erde gesprengt hat?

Ich glaube daran, dass es jetzt bergauf geht. Gut, nach unten geht auch nicht mehr viel. Die Frage ist nur, wie schnell man vorran kommt...
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#305
22.05.2012 - 17:05 Uhr
Zitat von otw:
Zitat von JaboIbehre:


Freilich war es Solbakkens Fehler, diese Besetzung nicht zu ändern.

Die Frage ist doch: wie? Was waren denn die Alternativen? Und jetzt komme mir keiner mit Jajalo...

Und ganz nebenbei: Wieso wird geglaubt, ein Trainer könnte immer alles so entscheiden, wie er gerade will? Schließlich hat er auch Vorgesetzte (wie mag der Konflikt mit Finke entstanden sein?), gibt es (v.a. finanzielle) Interessen des Vereins, einflußreiche Spieler, Berater. Das macht einen Trainer nicht zur Marionette, aber sicherlich gibt es kein "Führer befiehl, wir folgen" - noch nicht einmal bei Magath.
Die Frage bei Solbakken lautet nicht "Wieso hat er es nicht geändert, wenn er das Problem erkannt hat?", sondern "Wieso konnte er es nicht ändern?" Das beinhaltet seine Fehler und Niederlagen, bezieht aber auch die - gerade in Köln - höchst schwierige Vereinssituation und das viel zu einflußreiche, destruktive Umfeld mit ein.

Solbakken war - das läßt sich anhand des Ergebnisses nicht leugnen - nicht der Heilsbringer. Ob er mit seinem Konzept hier über längere Sicht Erfolg gehabt hätte und endlich, endlich eine haltbare Spielidee etabliert hätte, ist müßig zu diskutieren, weil rein spekulativ. Was aber sein Scheitern und seine Aussagen in diesem Interview nochmals vorführen, ist, daß dieser Verein große strukturelle Probleme hat, an denen sogar selbstbewußte, eloquente und kompetente Menschen wie Solbakken scheitern.
Daß er nicht der erste Trainer war, dem es so erging, aber der, dem es seit Jahren erstmals gelungen ist, den Boulevard einigermaßen im Griff zu behalten und ein spielerisches Konzept über ein kurzfristiges Irgendwieweiter hatte, und dennoch kläglicher als seine Vorgänger gescheitert ist, läßt zumindest mir wenig Hoffnung für eine Besserung in den kommenden Spielzeiten übrig.


Sorry, aber die Begründung kann ich so nicht akzeptieren. Auch jetzt, im nachträglichen Interview, deutet Solbakken nicht mal an, dass er hinsichtlich der Aufstellung und Kaderbesetzung nicht die komplette Verfügungsgewalt hatte. Das wird ja auch langsam lächerlich, welcher Trainer, der etwas auf sich hält, lässt sich denn da reinreden?
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#306
22.05.2012 - 17:36 Uhr
Zitat von Fangenuss:
Das wird ja auch langsam lächerlich, welcher Trainer, der etwas auf sich hält, lässt sich denn da reinreden?

Wieso lächerlich? Es ist im Gegenteil naiv zu glauben, daß Trainer Alleinherrscher sind. Das sind sie nicht mal im Jugend- und Amateurfußball. Da bekommen Trainer auch gerne mal Probleme, wenn der Präsidentensohn oder der des einzigen Sponsors nicht regelmäßig spielt.
Es geht im Profifußball um Millionensummen, um die Interessen zahlreicher Akteure, die alle in der Lage sind, zu erpressen. Beschäftige Dich z.B. mal damit, wie Bild-Reporter seit eh und je an ihre Informationen kommen.
Jeder Trainer, egal wie viel er auf sich hält, muß sich reinreden lassen. Was meinst Du, weswegen die größten der Zunft keine Machtfigur neben sich dulden (Ferguson, Wenger, Mourinho) oder auch mal trotz großer Erfolge und Anerkennung aufgeben (Guardiola)?

PS: Nimm mal als kleines Beispiel diese Anekdote aus van Gaals (dem großen Diktator) Buch: Als er Trainer in Barcelona war, wurde Rivaldo als Außen Fußballer des Jahres. Zum Beginn der nächsten Saison fragte Rivaldo, ob er ein paar Worte an die Mannschaft richten dürfte. Van Gaal dachte, Rivaldo wolle sich beim Team bedanken. Rivaldo stellte sich vor die Mannschaft und sagte: "Ich spiele künftig zentral" - und setzte sich wieder. Van Gaal war klar, daß das schiefgeht, aber gegen einen Weltfußballer mit einem gewissen Standing beim Vorstand kommt man nicht an. Rivaldo war zentral nur halb so stark, das Team geschwächt, van Gaal konnte nichts dagegen tun - außer Rivaldo irgendwie zu vergraulen.

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Ach was.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von otw am 22.05.2012 um 17:41 Uhr bearbeitet
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#307
22.05.2012 - 17:52 Uhr
Zitat von otw:
Zitat von Fangenuss:
Das wird ja auch langsam lächerlich, welcher Trainer, der etwas auf sich hält, lässt sich denn da reinreden?

Wieso lächerlich? Es ist im Gegenteil naiv zu glauben, daß Trainer Alleinherrscher sind. Das sind sie nicht mal im Jugend- und Amateurfußball. Da bekommen Trainer auch gerne mal Probleme, wenn der Präsidentensohn oder der des einzigen Sponsors nicht regelmäßig spielt.
Es geht im Profifußball um Millionensummen, um die Interessen zahlreicher Akteure, die alle in der Lage sind, zu erpressen. Beschäftige Dich z.B. mal damit, wie Bild-Reporter seit eh und je an ihre Informationen kommen.
Jeder Trainer, egal wie viel er auf sich hält, muß sich reinreden lassen. Was meinst Du, weswegen die größten der Zunft keine Machtfigur neben sich dulden (Ferguson, Wenger, Mourinho) oder auch mal trotz großer Erfolge und Anerkennung aufgeben (Guardiola)?

PS: Nimm mal als kleines Beispiel diese Anekdote aus van Gaals (dem großen Diktator) Buch: Als er Trainer in Barcelona war, wurde Rivaldo als Außen Fußballer des Jahres. Zum Beginn der nächsten Saison fragte Rivaldo, ob er ein paar Worte an die Mannschaft richten dürfte. Van Gaal dachte, Rivaldo wolle sich beim Team bedanken. Rivaldo stellte sich vor die Mannschaft und sagte: "Ich spiele künftig zentral" - und setzte sich wieder. Van Gaal war klar, daß das schiefgeht, aber gegen einen Weltfußballer mit einem gewissen Standing beim Vorstand kommt man nicht an. Rivaldo war zentral nur halb so stark, das Team geschwächt, van Gaal konnte nichts dagegen tun - außer Rivaldo irgendwie zu vergraulen.


Missversteh mich nicht, natürlich gehört es zum heutigen Trainerjob, in einem gewissen Maße Kompromisse einzugehen. Aber das vormalig anhand einiger Beispiel Thematisierte übertrifft nun doch dasjenige, was ein mündiger und vernünftiger Trainer mit sich machen ließe. Und wenn er es mit sich machen lässt, ja dann braucht er sich nicht wundern, dass es schief läuft. Bevor ich mir trotz krassester Verfehlungen die Mannschaftsaufstellung diktieren lasse, gehe ich als Solbakken lieber selbst. Bzw.: Mache das Ganze mal öffentlich. Glaube nicht, dass "die Hintermänner" da irgend etwas hätten machen können. Solbakken hat aber, wie gesagt nicht mal jetzt im Interview, versucht, darauf hinzuweisen, dass er vielleicht nicht der Verantwortliche für die Aufstellung und Kadernominierung war. Dagegen hat er nie einen Hehl daraus gemacht, dass es sich nicht um seinen Wunschkader handelte. Das wird ihm aber nicht vorgeworfen, vorgeworfen wird ihm, dass er mit dem was er hatte nicht ansatzweise genug probiert hat, vor allem angesichts der an die Öffentlichkeit gedrungenen Verfehlungen einiger SEINER Stammkräfte, die ER gestützt hat.
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#308
22.05.2012 - 18:11 Uhr
Zitat von otw:
Zitat von JaboIbehre:


Freilich war es Solbakkens Fehler, diese Besetzung nicht zu ändern.

Die Frage ist doch: wie? Was waren denn die Alternativen? Und jetzt komme mir keiner mit Jajalo...

Und ganz nebenbei: Wieso wird geglaubt, ein Trainer könnte immer alles so entscheiden, wie er gerade will? Schließlich hat er auch Vorgesetzte (wie mag der Konflikt mit Finke entstanden sein?), gibt es (v.a. finanzielle) Interessen des Vereins, einflußreiche Spieler, Berater. Das macht einen Trainer nicht zur Marionette, aber sicherlich gibt es kein "Führer befiehl, wir folgen" - noch nicht einmal bei Magath.
Die Frage bei Solbakken lautet nicht "Wieso hat er es nicht geändert, wenn er das Problem erkannt hat?", sondern "Wieso konnte er es nicht ändern?" Das beinhaltet seine Fehler und Niederlagen, bezieht aber auch die - gerade in Köln - höchst schwierige Vereinssituation und das viel zu einflußreiche, destruktive Umfeld mit ein.

Solbakken war - das läßt sich anhand des Ergebnisses nicht leugnen - nicht der Heilsbringer. Ob er mit seinem Konzept hier über längere Sicht Erfolg gehabt hätte und endlich, endlich eine haltbare Spielidee etabliert hätte, ist müßig zu diskutieren, weil rein spekulativ. Was aber sein Scheitern und seine Aussagen in diesem Interview nochmals vorführen, ist, daß dieser Verein große strukturelle Probleme hat, an denen sogar selbstbewußte, eloquente und kompetente Menschen wie Solbakken scheitern.
Daß er nicht der erste Trainer war, dem es so erging, aber der, dem es seit Jahren erstmals gelungen ist, den Boulevard einigermaßen im Griff zu behalten und ein spielerisches Konzept über ein kurzfristiges Irgendwieweiter hatte, und dennoch kläglicher als seine Vorgänger gescheitert ist, läßt zumindest mir wenig Hoffnung für eine Besserung in den kommenden Spielzeiten übrig.


Vieles richtig, aber worin äußert sich denn die Kompetenz (ich gehe davon aus, es geht um Fußballkompetenz) des Menschen Solbakken?

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#309
22.05.2012 - 18:14 Uhr
@Fangenuss:
Mißversteh Du mich nicht.
Ich habe Solbakken von keiner Schuld freigesprochen, sondern darauf hingewiesen, daß man als Trainer nicht alle Entscheidungen frei treffen kann ("Die Frage bei Solbakken lautet nicht "Wieso hat er es nicht geändert, wenn er das Problem erkannt hat?", sondern "Wieso konnte er es nicht ändern?" Das beinhaltet seine Fehler und Niederlagen, bezieht aber auch die - gerade in Köln - höchst schwierige Vereinssituation und das viel zu einflußreiche, destruktive Umfeld mit ein.", Du erinnerst Dich?).

Zitat von Fangenuss:
Aber das vormalig anhand einiger Beispiel Thematisierte übertrifft nun doch dasjenige, was ein mündiger und vernünftiger Trainer mit sich machen ließe.

Tut es nicht. Bzw. sage mir mal, wo das in meinen Post der Fall war.
Anlaß war Riether. Da habe ich zuerst angemerkt, daß es keine Alternative gab, die strategisch stärker gewesen wäre. Dann war es Finkes "Königstransfer" mit langer Beziehung zu Finke, um nur einen der Einflüsse zu benennen. Solbakken wird nicht nach drei Trainingseinheiten gesehen haben, daß Riether nicht seinen Ansprüchen genügt (wobei er ihn ja auch ausdrücklich als "guten Spieler" sieht) - aber selbst wenn, wie hätte er als neuer Trainer in diesem Verein und in einer anderen Liga es sich erlauben können, einen einflußreichen Spieler nicht auf die Position zu stellen, deretwegen der Spieler überhaupt zum FC kam? Solbakken hat schon seine Kapitänsentscheidung nur mit viel Stehvermögen überstanden.

Aber es geht mir auch nicht um Einzelfälle, sondern um eine grundsätzliche Feststellung zum Verein 1.FC Köln: Hier sind die strukturellen Einflüße und Querschießereien noch ausgeprägter als in anderen Vereinen. Das kann man auch an Aussagen ersehen wie der, daß es bereits zu Beginn mehrere Spieler gab, die nicht mehr für den Verein spielen wollten.
Ich schätze (im Gegensatz zu Dir) Solbakken als einen fachlich starken Mann und guten Trainer ein. Gleiches gilt m.E. auch für Finke. Ich vermute, ihr Konflikt war hauptsächlich ein fachlicher, durch sture Persönlichkeiten verstärkt. In Hannover gibt es eine ähnliche Konstellation, nicht zum Schaden, sondern gar zum Nutzen des Vereins. Dieser Verein kann solche Konflikte verkraften. Der von zig vereinsinternen und -externen Interessen durchklüngelte FC konnte das nicht verkraften. Das Problem war in meinen Augen weder Finke noch Solbakken noch deren Konflikt, sondern daß diese beiden bei diesem nicht mal semiprofessionellen und somit immer wieder chaotischen Verein aufeinandertrafen.

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Ach was.
FC. Ex-Spieler & -Trainer |#310
22.05.2012 - 18:26 Uhr
Zitat von Mr Ripley:

Vieles richtig, aber worin äußert sich denn die Kompetenz (ich gehe davon aus, es geht um Fußballkompetenz) des Menschen Solbakken?

Lieber Ripley, von vorherigen Erfolge willst Du nicht mehr hören, und ich vermute, Du hast im Laufe der Saison nie ein Konzept gesehen. Ich sah in der Hinrunde mehrere so gut organisierte Spiele des FC wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (Ich erinnere mich auch einige Posts aus dieser Zeit hier von Gästefans, die sich begeistert über das Konzept zeigten.) Ich sah in diesen Spielen den Kern von etwas, das uns endlich einen systematischen Aufbau erlaubt hätte (Man denke daran, wie lange z.B. Klopp in Mainz und Dortmund für seine Erfolge brauchte und welche Rückschläge es gab). Daß es nicht so gekommen ist, liegt m.E. nur zum Teil an Solbakken, aber natürlich auch an ihm.
In den sehr vielen Interviews von Solbakken sagt er für mich Klügeres, Überraschenderes und Interessanteres über Fußball, als ich von Daum, Schaefer und Soldo zusammen je gehört habe.
Aber natürlich ist das nichts als meine ganz subjektive Einschätzung.
Da aber Fußball noch weniger als alles andere objektiv aufzulösen ist, kann ich Dir die Frage vermutlich nicht zu Deiner Zufriedenheit beantworten. Fußballkompetenz nur an Ergebnissen zu messen, greift aber sicherlich viel zu kurz.

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