André Breitenreiter [Cheftrainer]
12.06.2015 - 18:04 Uhr
23.04.2016 - 21:07 Uhr
Einen Rauswurf würde ich jetzt auch kaum nachvollziehen können. Nach oben geht kaum noch was, nach unten sind wir aber auch relativ sicher. Ein rauswurf würde hier nur wieder allen bestätigen was für ein elendiger Chaosverein wir doch sind.
Ich hoffe die halten die Füße bis zum ende der Saison still, selbst wenn wir jetzt 4:0 in Hannover verlieren sollten.
Ich hoffe die halten die Füße bis zum ende der Saison still, selbst wenn wir jetzt 4:0 in Hannover verlieren sollten.
23.04.2016 - 21:10 Uhr
Zitat von ...
Ich wüsste auch nicht, warum man Breitenreiter noch vor Saisonende rauswerfen sollte. Die 3 Spiele wird man auch noch rumbekommen und dann beginnt man einfach zur neuen Saison mit einem neuen Trainer.
Ich wüsste auch nicht, warum man Breitenreiter noch vor Saisonende rauswerfen sollte. Die 3 Spiele wird man auch noch rumbekommen und dann beginnt man einfach zur neuen Saison mit einem neuen Trainer.
...Der hoffentlich nur einen 1 Jahresvertrag bekommt. Ich hatte so viel Hoffnung in Breite gesetzt, aber scheinbar sind wir untrainierbar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von artega am 23.04.2016 um 21:13 Uhr bearbeitet
23.04.2016 - 21:14 Uhr
Ich versuche seit einer halben Stunde, gute Argumente für einen weiteren Verbleib ABs nach Saisonende zu finden, mit mäßigem Erfolg: Er ist symphatisch und ich habe keine Hoffnung, dass es der nächste Trainer besser macht. (+vielleicht der gute Saisonbeginn)
Das einzige Ziel vor der Saison war, uns Fans mit leidenschaftlichem Fußball zu begeistern. Das ist so wie heute vereinzelt aufgetreten, aber so gut wie nie über 90 Minuten.
Da muss man sich wirklich fragen, ob das reicht, um das Ziel als erreicht abzuhaken. Meiner Meinung nach ein ganz klares Nein! Auch wenn wir es noch irgendwie in die EL schaffen sollten, haben wir also 0% unserer gesteckten Ziele erreicht.
Unabhängig von allen sportlichen Aspekten ist es wahrscheinlich eh schon zu spät, um noch an AB festzuhalten. In den Medien ist er schon entlassen und bei den meisten Fans ebenso. Die Euphorie vor der Saison ist komplett verflogen. Unter den Umständen kann keine Ruhe bei uns entstehen, was wahrscheinlich sowieso unmöglich ist.
Mit Heidel kommt nächste Saison wenigstens ein wenig Zuversicht, aber egal wie er die Trainerfrage löst, alle wird er nicht glücklich machen und eine ähnliche Euphorie wie vor dieser Saison ist zumindest für mich unvorstellbar.
Das einzige Ziel vor der Saison war, uns Fans mit leidenschaftlichem Fußball zu begeistern. Das ist so wie heute vereinzelt aufgetreten, aber so gut wie nie über 90 Minuten.
Da muss man sich wirklich fragen, ob das reicht, um das Ziel als erreicht abzuhaken. Meiner Meinung nach ein ganz klares Nein! Auch wenn wir es noch irgendwie in die EL schaffen sollten, haben wir also 0% unserer gesteckten Ziele erreicht.
Unabhängig von allen sportlichen Aspekten ist es wahrscheinlich eh schon zu spät, um noch an AB festzuhalten. In den Medien ist er schon entlassen und bei den meisten Fans ebenso. Die Euphorie vor der Saison ist komplett verflogen. Unter den Umständen kann keine Ruhe bei uns entstehen, was wahrscheinlich sowieso unmöglich ist.
Mit Heidel kommt nächste Saison wenigstens ein wenig Zuversicht, aber egal wie er die Trainerfrage löst, alle wird er nicht glücklich machen und eine ähnliche Euphorie wie vor dieser Saison ist zumindest für mich unvorstellbar.
23.04.2016 - 21:14 Uhr
Phrasendrescherei a la "untrainierbar" kann ich auch nicht mehr hören. Wir sind ein schwieriger Verein, was Möglichkeiten, Ambitionen, Umfeld angeht, ja, aber dann muss man daraufhin eben auch das Trainerprofil ausrichten. Rangnick bspw. hat doch mehrmals gezeigt, dass man mit klarem taktischem Konzept (daran fehlt es seit Rangnick weg ist!) und guter Kaderplanung hier erfolgreich sein kann. In den letzten Jahren hatten wir mit Keller, Di Matteo und Breitenreiter immer Trainer, um die sich andere Vereine unserer Größenordnung - vorsichtig gesagt - nicht gerade reißen.
23.04.2016 - 21:18 Uhr
Zitat von artega
Ich wüsste auch nicht, warum man Breitenreiter noch vor Saisonende rauswerfen sollte. Die 3 Spiele wird man auch noch rumbekommen und dann beginnt man einfach zur neuen Saison mit einem neuen Trainer.
...Der hoffentlich nur einen 1 Jahresvertrag bekommt. Ich hatte so viel Hoffnung in Breite gesetzt, aber scheinbar sind wir untrainierbar.
Ich wüsste auch nicht, warum man Breitenreiter noch vor Saisonende rauswerfen sollte. Die 3 Spiele wird man auch noch rumbekommen und dann beginnt man einfach zur neuen Saison mit einem neuen Trainer.
...Der hoffentlich nur einen 1 Jahresvertrag bekommt. Ich hatte so viel Hoffnung in Breite gesetzt, aber scheinbar sind wir untrainierbar.
Ein Argument dürfte sein, dass AB scheinbar die Mannschaft nicht / in Teilen nicht / temporär nicht erreicht. Jedes Mal. Das auszuführen würde in meinem aktuellen Zustand wohl über 6 Seiten gehen...
Dazu: Zweifelhafte Entscheidungen auf dem Platz (mMn): z.B. Roman immer aufstellen? Benny für Roman in der 86.? Di Santo IMMER auf der Bank? Huntelaar immer zum Elfer?
Natürlich alles mind. mal strittige Themen. Dazu das generelle Ingame-Coaching, was ich (neutral gesagt) angreifbar finde.
Was ich auch erschreckend finde: Der Gegner stellt sein System um, wir reagieren nicht oder falsch darauf. So geschehen heute, so geschehen letzte Woche. (Thema Ingame-Coaching)
Ich kann die Leute schon verstehen: Denn langsam verscherzt man es sich nicht nur in der Tabelle, sondern auch mit den Fans. So etwas geht einfach nicht, das ist frech. Ich sehe die letzten Punkte ehrlich gesagt stark gefährdet.
und sind wir mal ehrlich: Wäre die BL die stärkste Liga Europa (oder annähernd) und würden andere Vereine ihre Leistung bringen, wären wir bei den Spielen und Punkten, die wir abliefern und einfahren, sicherlich nicht da, wo wir gerade sind. V.a. wenn man den Fährmann-Bonus mal abzieht.
Das ist hier ist kein Plädoyer für eine Entlassung, auch keine um ihn zu halten: Ich weiß es einfach nicht, kann beide Seiten verstehen. Meine Seite ist ganz einfach, dass ich so ziemlich alles gestrichen voll habe: Schalke schauen macht mir aktuell keinen Spaß mehr... (nichtsdestotrotz: Nächsten Samstag bin ich wieder dabei
steh' auf harten Tobak
) PS: Ich glaube nicht, dass ALLES am Trainer liegt. Auch die Zusammenstellung des Kaders, v.a. defensiv, ist arg mau. Nichtsdestotrotz sehe ich beim Trainerstab aktuell taktische Schwächen und viele Fehlentscheidungen. (betont: ICH, Couch-Coach)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von andede am 23.04.2016 um 21:20 Uhr bearbeitet
23.04.2016 - 21:19 Uhr
Zitat von MrSatan2
Wenn man Breitenreiter und dann wohl auch Heldt noch 3 Spieltage vor Schluss rauswirft, ist dem Verein auch nicht mehr zu helfen.
Wenn man Breitenreiter und dann wohl auch Heldt noch 3 Spieltage vor Schluss rauswirft, ist dem Verein auch nicht mehr zu helfen.
Wäre die Kirsche auf der Torte nach der katastrophalen Saison.
23.04.2016 - 21:23 Uhr
Zitat von Holzkiste
Wäre die Kirsche auf der Torte nach der katastrophalen Saison.
Zitat von MrSatan2
Wenn man Breitenreiter und dann wohl auch Heldt noch 3 Spieltage vor Schluss rauswirft, ist dem Verein auch nicht mehr zu helfen.
Wenn man Breitenreiter und dann wohl auch Heldt noch 3 Spieltage vor Schluss rauswirft, ist dem Verein auch nicht mehr zu helfen.
Wäre die Kirsche auf der Torte nach der katastrophalen Saison.
Wäre mehr als überraschend.
Hotte wird das nicht machen, dazu hat er sich klar positioniert, hat auch keinen Druck und Tönnies wird auch wahltaktisch seinen Kritikern jetzt nicht weiter Munition liefern wollen, wenn er sich da einmischt.
Sollte Platz noch richtig in Gefahr geraten, dann würde man vielleicht am letzten Spieltag da einen neuen Impuls setzen. Doch aktuell sehe ich da nicht zuletzt aufgrund der Konstellationen so gut wie keinen Anhaltspunkt.
Edith: Platz soll natürlich Platz sieben heißen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BWG am 23.04.2016 um 21:32 Uhr bearbeitet
23.04.2016 - 21:29 Uhr
Zitat von Eggi13
Tja, was soll man sagen. Wieder versaut man sich eine überragende Halbzeit und ordentliche 20 Minuten in den 20 Minuten nach der Halbzeit.
Selbst nach dem 2-3 hat man noch Chancen kreiert, allerdings meistens nur durch Einzelaktionen, das Spielsystem ist nach den Gegentoren komplett flöten gegangen. Kämpferisch war das auch in Ordnung.
Trotzdem sind die ca 25 Minuten nach der HZ einfach nicht zu entschuldigen, und zum wiederholten Mal reicht dem Gegner eine kleine Änderung, um uns komplett aus dem Konzept zu bringen und wenn wir ein Mittel dagegen gefunden haben ist es schon zu spät.
Das liegt mMn zum einen daran, dass wir im Defensivbereich momentan keinen Leader haben, der auch mal laut wird, zum anderen liegt das aber auch am Trainer. Wir entwickeln in jedem Spiel einen Plan, der auch zunächst funktioniert, aber einen Plan B gibt es nicht und das ist dann leider auf den Trainer zurückzuführen.
Grundsätzlich schaffen wir es einfach nicht, nach Gegentoren Ruhe in's Spiel zu bringen, stattdessen wird alles vogelwild und ungenau.
Wenn man sich jetzt fragt, was heute überwiegen soll, die Zuversicht wegen der ersten HZ oder die katastrophalen Minuten nach der HZ, dann ist das mal wieder eine klare Sache.
Mit 3 Punkten hätten wir heute einen Riesenschritt gemacht, die Trainerdiskussion wäre vielleicht ein bisschen verklungen und wir hätten Rückenwind für die letzten Spiele mitnehmen können.
Stattdessen haben wir jetzt einen Trainer, von dem gesagt wird, dass er sowieso spätestens zum Saisonende aufhört und eine noch mehr verunsicherte Mannschaft...
Tja, was soll man sagen. Wieder versaut man sich eine überragende Halbzeit und ordentliche 20 Minuten in den 20 Minuten nach der Halbzeit.
Selbst nach dem 2-3 hat man noch Chancen kreiert, allerdings meistens nur durch Einzelaktionen, das Spielsystem ist nach den Gegentoren komplett flöten gegangen. Kämpferisch war das auch in Ordnung.
Trotzdem sind die ca 25 Minuten nach der HZ einfach nicht zu entschuldigen, und zum wiederholten Mal reicht dem Gegner eine kleine Änderung, um uns komplett aus dem Konzept zu bringen und wenn wir ein Mittel dagegen gefunden haben ist es schon zu spät.
Das liegt mMn zum einen daran, dass wir im Defensivbereich momentan keinen Leader haben, der auch mal laut wird, zum anderen liegt das aber auch am Trainer. Wir entwickeln in jedem Spiel einen Plan, der auch zunächst funktioniert, aber einen Plan B gibt es nicht und das ist dann leider auf den Trainer zurückzuführen.
Grundsätzlich schaffen wir es einfach nicht, nach Gegentoren Ruhe in's Spiel zu bringen, stattdessen wird alles vogelwild und ungenau.
Wenn man sich jetzt fragt, was heute überwiegen soll, die Zuversicht wegen der ersten HZ oder die katastrophalen Minuten nach der HZ, dann ist das mal wieder eine klare Sache.
Mit 3 Punkten hätten wir heute einen Riesenschritt gemacht, die Trainerdiskussion wäre vielleicht ein bisschen verklungen und wir hätten Rückenwind für die letzten Spiele mitnehmen können.
Stattdessen haben wir jetzt einen Trainer, von dem gesagt wird, dass er sowieso spätestens zum Saisonende aufhört und eine noch mehr verunsicherte Mannschaft...
1+ Auf den Punkt analysiert. Das Spiel war wieder mal ein Spiegelbild der Saison. Gut eingestellt gestartet, sehr viele gute Ansätze, aber zu wenig Ertrag. Schon bei den kleinsten Rückschlägen beginnt das fragile Gerüst fatal zu bröckeln. Elfer verschossen, In-Game-Coaching scheitert, 3 Gegentore in 6 Minuten, es hätten auch 5 in 10 sein können. Der obligatorische individuelle Fehler eines Defensivspielers darf natürlich auch nicht fehlen (wofür Breite indes nichts kann, außer vielleicht, dass er in der Pause die Konzentration anmahnt). Danach zeigt die Truppe Moral - die geformte Einheit auf dem Platz muss man Breitenreiter als Stärke zugutehalten -, nur um dann an fehlenden offensivtaktischen Mitteln, selbst eine heute grottenschlechte Gäste-Defensive noch entscheidend aufzubrechen, zu scheitern - womit wir wieder bei den Schwächen unseres Trainers wären. Und das Spielchen wiederholt sich immer und immer wieder.
Da ist also viel Licht und viel Schatten. Breitenreiter scheint aber nicht das richtige Werkzeug zu haben, die dunklen Ecken nachhaltig auszuleuchten. Er ist sympathisch, bodenständig, passt als Typ, der auf Schalke gut ankommt, weiß Fans und Spieler hinter sich, analysiert den Gegner und stellt uns gut drauf ein. Im Spiel gelingt ihm dann leider eher das Gegenteil. Das Problem ist, dass wir nicht einfach inkonstant sind, sondern im -Gegenteil - sogar sehr konstant in bestimmten Bereichen, die letztlich zu einer konstanten Inkonstanz der Ergebnisse führen. Die positiven Ansätze werden weiterentwickelt, das Aufbau- und Angriffsspiel beispielsweise. Die negativen Dinge verfestigen sich aber genauso: Taktische Pläne werden nicht sauber durchgezogen, Führungen können nicht ruhig verwaltet werden, das In-Game-Coaching ist mitunter katastrophal. Immer wieder die gleichen Fehler, was wenig Hoffnung auf Besserung gibt.
Es ist nicht alles schlecht. Manches entwickelt sich langsam, aber sicher. Aber das, was schlecht ist, ist richtig schlecht und dort gibt es vor allem wenig Anzeichen für Besserung. Ich mag den Vergleich mit Keller nicht, aber in einigen Punkten sind die Parallelen leider nicht zu übersehen: jeweils klare Stärken, die sich zu langsam entwickeln und klare Schwächen, die überhaupt nicht abgestellt werden können.
Eine glasklare Entscheidung ist es deshalb nicht, weil es auch vieles Positive gibt. Es könnte auch sehr viel schlechter Laufen. Die primären Minimalziele (Mannschaft und Fans mitnehmen, EL-Platz erreichen, wovon ich mal ausgehe) wird Breitenreiter erreichen. Dafür verdient er Respekt und Anerkennung, die er m.E. zu Unrecht nicht erhält. Dass viele Fans ihm Gegensatz zu den Medien diese ganze Saison Zeit geben, hat mich positiv überrascht. Da muss ich unser unruhiges / ungeduldiges Fan-Umfeld mal loben. Man sollte das jetzt auch bis Saisonende durchziehen.
Unterm Strich bin ich dennoch für eine Veränderung, da mir schlicht die Aussicht auf Besserung in bestimmten Bereichen fehlt. Wenn sich zudem ein Kandidat anbietet, von dem man schon lange überzeugt ist, kann man die ja ohnehin anstehende personelle Veränderung eines Spitzenpostens im Bereich Sport dazu nutzen, auch den zweiten wichtigen Stuhl gleich mit neu zu besetzen.
23.04.2016 - 21:33 Uhr
Nun, was soll man sagen? Ich fasse mal alle meine Gedanken zur Trainerpersonalie zusammen, die mir gerade durch den Kopf gehen...
(1) Die Niederlage geht heute definitiv auch auf seine Kappe. Da waren mir heute deutlich zu viele taktische Unzulänglichkeiten dabei:
- Das Nicht-Reagieren auf das Schwimmen der Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer.
- Das relativ späte Wechseln nach dem Rückstand.
- Der dritte Wechsel: Wenn schon Motto 'Lufthoheit', dann doch bitte Höwedes für Meyer oder Caicara.
- Die lächerliche Ein-Mann-Absicherung nach der Ecke vor dem 2:3.
- Die fehlende Reaktion auf die taktische Umstellung Leverkusens (mehr körperliche Kraft im Sturmzentrum -> mehr Freiräume für Brandt, Bellarabi und Chicharito - übrigens exakt die drei Torschützen).
(2) Ich finde es sehr, sehr schade, dass offensichtlich mal wieder ein Trainer bei uns gescheitert ist. Noch dazu diesmal einer, von dem ich wirklich vollkommen überzeugt war und den ich - das übrigens gilt immer noch - sehr sympathisch finde. Diese gesamte Situation liegt sicher nicht alleine an ihm. Ich bin davon überzeugt, dass den Laden hier mit dem aktuellen Kader und den aktuellen Rahmenbedingungen (relativ hohe Erwartungen aller Seiten, ständige Unruhe) wohl wirklich nur ein absoluter Weltklassetrainer in den Griff bekommen würde. Nichtsdestoweniger holen wir weder spielerisch noch ergebnistechnisch ausreichend viel aus den Spielen heraus. Das muss man mittlerweile leider so konstatieren, auch wenn die erste Halbzeit heute fußballerisch mal wieder richtig gut war. Aus den vergangenen sechs Spielen aber nur einen einzigen Sieg (gegen Gladbach - wir alle erinnern uns an dieses Spiel) und ein Remis im Derby zu holen, ist schon richtig mager.
(3) Ich glaube schon, dass ein Trainerwechsel auch jetzt noch etwas bewirken könnte. Ich kann mir vorstellen, dass das Vertrauen des Teams in Breitenreiter und in sich selbst gerade durch die heutige Niederlage am Boden sein dürfte. Auch muss aufgepasst werden, dass die Stimmung nicht völlig umschlägt. Aktuell ist die Situation schließlich noch sehr angenehm, wenn man sie mit den Reaktionen des Umfelds vor rund einem Jahr vergleicht. Des Weiteren hätte ein anderer Trainer möglicherweise frische, gewinnbringende Ideen. ABER: Ich persönlich bin trotzdem dafür, Breitenreiter jetzt auch noch die verbleibenden drei Spiele weitermachen zu lassen. Wollte nur betonen, dass ein Trainerwechsel durchaus erfolgbringend sein könnte. Aus bereits genannten Gründen halte ich einen Wechsel aber insgesamt auch nicht sinnvoll: Würde nur das Image des Chaosklubs unterfüttern, die kommenden beiden Spiele zumindest sind normalerweise(!) machbar und nach unten und oben geht im Normalfall nicht mehr übermäßig viel (Platz 5 oder 6 wäre halt schon noch angenehm, um die EL-Qualifikation zu vermeiden).
(1) Die Niederlage geht heute definitiv auch auf seine Kappe. Da waren mir heute deutlich zu viele taktische Unzulänglichkeiten dabei:
- Das Nicht-Reagieren auf das Schwimmen der Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer.
- Das relativ späte Wechseln nach dem Rückstand.
- Der dritte Wechsel: Wenn schon Motto 'Lufthoheit', dann doch bitte Höwedes für Meyer oder Caicara.
- Die lächerliche Ein-Mann-Absicherung nach der Ecke vor dem 2:3.
- Die fehlende Reaktion auf die taktische Umstellung Leverkusens (mehr körperliche Kraft im Sturmzentrum -> mehr Freiräume für Brandt, Bellarabi und Chicharito - übrigens exakt die drei Torschützen).
(2) Ich finde es sehr, sehr schade, dass offensichtlich mal wieder ein Trainer bei uns gescheitert ist. Noch dazu diesmal einer, von dem ich wirklich vollkommen überzeugt war und den ich - das übrigens gilt immer noch - sehr sympathisch finde. Diese gesamte Situation liegt sicher nicht alleine an ihm. Ich bin davon überzeugt, dass den Laden hier mit dem aktuellen Kader und den aktuellen Rahmenbedingungen (relativ hohe Erwartungen aller Seiten, ständige Unruhe) wohl wirklich nur ein absoluter Weltklassetrainer in den Griff bekommen würde. Nichtsdestoweniger holen wir weder spielerisch noch ergebnistechnisch ausreichend viel aus den Spielen heraus. Das muss man mittlerweile leider so konstatieren, auch wenn die erste Halbzeit heute fußballerisch mal wieder richtig gut war. Aus den vergangenen sechs Spielen aber nur einen einzigen Sieg (gegen Gladbach - wir alle erinnern uns an dieses Spiel) und ein Remis im Derby zu holen, ist schon richtig mager.
(3) Ich glaube schon, dass ein Trainerwechsel auch jetzt noch etwas bewirken könnte. Ich kann mir vorstellen, dass das Vertrauen des Teams in Breitenreiter und in sich selbst gerade durch die heutige Niederlage am Boden sein dürfte. Auch muss aufgepasst werden, dass die Stimmung nicht völlig umschlägt. Aktuell ist die Situation schließlich noch sehr angenehm, wenn man sie mit den Reaktionen des Umfelds vor rund einem Jahr vergleicht. Des Weiteren hätte ein anderer Trainer möglicherweise frische, gewinnbringende Ideen. ABER: Ich persönlich bin trotzdem dafür, Breitenreiter jetzt auch noch die verbleibenden drei Spiele weitermachen zu lassen. Wollte nur betonen, dass ein Trainerwechsel durchaus erfolgbringend sein könnte. Aus bereits genannten Gründen halte ich einen Wechsel aber insgesamt auch nicht sinnvoll: Würde nur das Image des Chaosklubs unterfüttern, die kommenden beiden Spiele zumindest sind normalerweise(!) machbar und nach unten und oben geht im Normalfall nicht mehr übermäßig viel (Platz 5 oder 6 wäre halt schon noch angenehm, um die EL-Qualifikation zu vermeiden).
23.04.2016 - 21:36 Uhr
Zitat von El_Bronx
1+ Auf den Punkt analysiert. Das Spiel war wieder mal ein Spiegelbild der Saison. Gut eingestellt gestartet, sehr viele gute Ansätze, aber zu wenig Ertrag. Schon bei den kleinsten Rückschlägen beginnt das fragile Gerüst fatal zu bröckeln. Elfer verschossen, In-Game-Coaching scheitert, 3 Gegentore in 6 Minuten, es hätten auch 5 in 10 sein können. Der obligatorische individuelle Fehler eines Defensivspielers darf natürlich auch nicht fehlen (wofür Breite indes nichts kann, außer vielleicht, dass er in der Pause die Konzentration anmahnt). Danach zeigt die Truppe Moral - die geformte Einheit auf dem Platz muss man Breitenreiter als Stärke zugutehalten -, nur um dann an fehlenden offensivtaktischen Mitteln, selbst eine heute grottenschlechte Gäste-Defensive noch entscheidend aufzubrechen, zu scheitern - womit wir wieder bei den Schwächen unseres Trainers wären. Und das Spielchen wiederholt sich immer und immer wieder.
Da ist also viel Licht und viel Schatten. Breitenreiter scheint aber nicht das richtige Werkzeug zu haben, die dunklen Ecken nachhaltig auszuleuchten. Er ist sympathisch, bodenständig, passt als Typ, der auf Schalke gut ankommt, weiß Fans und Spieler hinter sich, analysiert den Gegner und stellt uns gut drauf ein. Im Spiel gelingt ihm dann leider eher das Gegenteil. Das Problem ist, dass wir nicht einfach inkonstant sind, sondern im -Gegenteil - sogar sehr konstant in bestimmten Bereichen, die letztlich zu einer konstanten Inkonstanz der Ergebnisse führen. Die positiven Ansätze werden weiterentwickelt, das Aufbau- und Angriffsspiel beispielsweise. Die negativen Dinge verfestigen sich aber genauso: Taktische Pläne werden nicht sauber durchgezogen, Führungen können nicht ruhig verwaltet werden, das In-Game-Coaching ist mitunter katastrophal. Immer wieder die gleichen Fehler, was wenig Hoffnung auf Besserung gibt.
Es ist nicht alles schlecht. Manches entwickelt sich langsam, aber sicher. Aber das, was schlecht ist, ist richtig schlecht und dort gibt es vor allem wenig Anzeichen für Besserung. Ich mag den Vergleich mit Keller nicht, aber in einigen Punkten sind die Parallelen leider nicht zu übersehen: jeweils klare Stärken, die sich zu langsam entwickeln und klare Schwächen, die überhaupt nicht abgestellt werden können.
Eine glasklare Entscheidung ist es deshalb nicht, weil es auch vieles Positive gibt. Es könnte auch sehr viel schlechter Laufen. Die primären Minimalziele (Mannschaft und Fans mitnehmen, EL-Platz erreichen, wovon ich mal ausgehe) wird Breitenreiter erreichen. Dafür verdient er Respekt und Anerkennung, die er m.E. zu Unrecht nicht erhält. Dass viele Fans ihm Gegensatz zu den Medien diese ganze Saison Zeit geben, hat mich positiv überrascht. Da muss ich unser unruhiges / ungeduldiges Fan-Umfeld mal loben. Man sollte das jetzt auch bis Saisonende durchziehen.
Unterm Strich bin ich dennoch für eine Veränderung, da mir schlicht die Aussicht auf Besserung in bestimmten Bereichen fehlt. Wenn sich zudem ein Kandidat anbietet, von dem man schon lange überzeugt ist, kann man die ja ohnehin anstehende personelle Veränderung eines Spitzenpostens im Bereich Sport dazu nutzen, auch den zweiten wichtigen Stuhl gleich mit neu zu besetzen.
Zitat von Eggi13
Tja, was soll man sagen. Wieder versaut man sich eine überragende Halbzeit und ordentliche 20 Minuten in den 20 Minuten nach der Halbzeit.
Selbst nach dem 2-3 hat man noch Chancen kreiert, allerdings meistens nur durch Einzelaktionen, das Spielsystem ist nach den Gegentoren komplett flöten gegangen. Kämpferisch war das auch in Ordnung.
Trotzdem sind die ca 25 Minuten nach der HZ einfach nicht zu entschuldigen, und zum wiederholten Mal reicht dem Gegner eine kleine Änderung, um uns komplett aus dem Konzept zu bringen und wenn wir ein Mittel dagegen gefunden haben ist es schon zu spät.
Das liegt mMn zum einen daran, dass wir im Defensivbereich momentan keinen Leader haben, der auch mal laut wird, zum anderen liegt das aber auch am Trainer. Wir entwickeln in jedem Spiel einen Plan, der auch zunächst funktioniert, aber einen Plan B gibt es nicht und das ist dann leider auf den Trainer zurückzuführen.
Grundsätzlich schaffen wir es einfach nicht, nach Gegentoren Ruhe in's Spiel zu bringen, stattdessen wird alles vogelwild und ungenau.
Wenn man sich jetzt fragt, was heute überwiegen soll, die Zuversicht wegen der ersten HZ oder die katastrophalen Minuten nach der HZ, dann ist das mal wieder eine klare Sache.
Mit 3 Punkten hätten wir heute einen Riesenschritt gemacht, die Trainerdiskussion wäre vielleicht ein bisschen verklungen und wir hätten Rückenwind für die letzten Spiele mitnehmen können.
Stattdessen haben wir jetzt einen Trainer, von dem gesagt wird, dass er sowieso spätestens zum Saisonende aufhört und eine noch mehr verunsicherte Mannschaft...
Tja, was soll man sagen. Wieder versaut man sich eine überragende Halbzeit und ordentliche 20 Minuten in den 20 Minuten nach der Halbzeit.
Selbst nach dem 2-3 hat man noch Chancen kreiert, allerdings meistens nur durch Einzelaktionen, das Spielsystem ist nach den Gegentoren komplett flöten gegangen. Kämpferisch war das auch in Ordnung.
Trotzdem sind die ca 25 Minuten nach der HZ einfach nicht zu entschuldigen, und zum wiederholten Mal reicht dem Gegner eine kleine Änderung, um uns komplett aus dem Konzept zu bringen und wenn wir ein Mittel dagegen gefunden haben ist es schon zu spät.
Das liegt mMn zum einen daran, dass wir im Defensivbereich momentan keinen Leader haben, der auch mal laut wird, zum anderen liegt das aber auch am Trainer. Wir entwickeln in jedem Spiel einen Plan, der auch zunächst funktioniert, aber einen Plan B gibt es nicht und das ist dann leider auf den Trainer zurückzuführen.
Grundsätzlich schaffen wir es einfach nicht, nach Gegentoren Ruhe in's Spiel zu bringen, stattdessen wird alles vogelwild und ungenau.
Wenn man sich jetzt fragt, was heute überwiegen soll, die Zuversicht wegen der ersten HZ oder die katastrophalen Minuten nach der HZ, dann ist das mal wieder eine klare Sache.
Mit 3 Punkten hätten wir heute einen Riesenschritt gemacht, die Trainerdiskussion wäre vielleicht ein bisschen verklungen und wir hätten Rückenwind für die letzten Spiele mitnehmen können.
Stattdessen haben wir jetzt einen Trainer, von dem gesagt wird, dass er sowieso spätestens zum Saisonende aufhört und eine noch mehr verunsicherte Mannschaft...
1+ Auf den Punkt analysiert. Das Spiel war wieder mal ein Spiegelbild der Saison. Gut eingestellt gestartet, sehr viele gute Ansätze, aber zu wenig Ertrag. Schon bei den kleinsten Rückschlägen beginnt das fragile Gerüst fatal zu bröckeln. Elfer verschossen, In-Game-Coaching scheitert, 3 Gegentore in 6 Minuten, es hätten auch 5 in 10 sein können. Der obligatorische individuelle Fehler eines Defensivspielers darf natürlich auch nicht fehlen (wofür Breite indes nichts kann, außer vielleicht, dass er in der Pause die Konzentration anmahnt). Danach zeigt die Truppe Moral - die geformte Einheit auf dem Platz muss man Breitenreiter als Stärke zugutehalten -, nur um dann an fehlenden offensivtaktischen Mitteln, selbst eine heute grottenschlechte Gäste-Defensive noch entscheidend aufzubrechen, zu scheitern - womit wir wieder bei den Schwächen unseres Trainers wären. Und das Spielchen wiederholt sich immer und immer wieder.
Da ist also viel Licht und viel Schatten. Breitenreiter scheint aber nicht das richtige Werkzeug zu haben, die dunklen Ecken nachhaltig auszuleuchten. Er ist sympathisch, bodenständig, passt als Typ, der auf Schalke gut ankommt, weiß Fans und Spieler hinter sich, analysiert den Gegner und stellt uns gut drauf ein. Im Spiel gelingt ihm dann leider eher das Gegenteil. Das Problem ist, dass wir nicht einfach inkonstant sind, sondern im -Gegenteil - sogar sehr konstant in bestimmten Bereichen, die letztlich zu einer konstanten Inkonstanz der Ergebnisse führen. Die positiven Ansätze werden weiterentwickelt, das Aufbau- und Angriffsspiel beispielsweise. Die negativen Dinge verfestigen sich aber genauso: Taktische Pläne werden nicht sauber durchgezogen, Führungen können nicht ruhig verwaltet werden, das In-Game-Coaching ist mitunter katastrophal. Immer wieder die gleichen Fehler, was wenig Hoffnung auf Besserung gibt.
Es ist nicht alles schlecht. Manches entwickelt sich langsam, aber sicher. Aber das, was schlecht ist, ist richtig schlecht und dort gibt es vor allem wenig Anzeichen für Besserung. Ich mag den Vergleich mit Keller nicht, aber in einigen Punkten sind die Parallelen leider nicht zu übersehen: jeweils klare Stärken, die sich zu langsam entwickeln und klare Schwächen, die überhaupt nicht abgestellt werden können.
Eine glasklare Entscheidung ist es deshalb nicht, weil es auch vieles Positive gibt. Es könnte auch sehr viel schlechter Laufen. Die primären Minimalziele (Mannschaft und Fans mitnehmen, EL-Platz erreichen, wovon ich mal ausgehe) wird Breitenreiter erreichen. Dafür verdient er Respekt und Anerkennung, die er m.E. zu Unrecht nicht erhält. Dass viele Fans ihm Gegensatz zu den Medien diese ganze Saison Zeit geben, hat mich positiv überrascht. Da muss ich unser unruhiges / ungeduldiges Fan-Umfeld mal loben. Man sollte das jetzt auch bis Saisonende durchziehen.
Unterm Strich bin ich dennoch für eine Veränderung, da mir schlicht die Aussicht auf Besserung in bestimmten Bereichen fehlt. Wenn sich zudem ein Kandidat anbietet, von dem man schon lange überzeugt ist, kann man die ja ohnehin anstehende personelle Veränderung eines Spitzenpostens im Bereich Sport dazu nutzen, auch den zweiten wichtigen Stuhl gleich mit neu zu besetzen.
Schön, wieder etwas länger von dir zu lesen, Bronx.
Sehe ich sehr ähnlich, auch wenn ich mich taktisch nicht so versiert wie du betrachte.
Auch wenn es mir leid tut, da ich Breitenreiter schon einiges zutraue und ihn auch für Schalke passend finde, doch vielleicht kam Schalke wirklich einen Schritt zu früh, scheint es doch auf eine Trennung im Sommer hinaus zu laufen.
Auf deine Einschätzung im Trainerkarussell wäre ich sehr neugierig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BWG am 23.04.2016 um 21:36 Uhr bearbeitet
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