| Geburtsdatum | 29.08.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | England |
Thomas Tuchel [Trainer]
15.05.2015 - 14:23 Uhr
05.06.2015 - 23:57 Uhr
Der Artikel von Röckenhaus in der SZ heute ist sehr interessant. Eine ziemlich treffende und spannende Passage ist "
"Dass Tuchel Dinge grundlegend verändern soll, ist mit Rücksicht auf das Denkmal Klopp in den letzten Saisonwochen nicht thematisiert worden. Bei Tuchels Vorstellung lobte BVB-Sportchef Michael Zorc nun aber ausdrücklich die "hohe taktische Flexibilität" des Neuen, und dass er "über einen längeren Zeitraum in der Lage ist, Spieler und Mannschaften weiterzuentwickeln". Der kundige Thebaner konnte das als wahre Begründung für die Trennung zwischen Dortmund und Klopp dechiffrieren. Tuchel steht für Fußball und für bisweilen fast konservativ anmutende Moral-Ansprüche an seine Spieler, Klopp dagegen hat den höheren Entertainment-Faktor. Beim BVB hatte es schon seit längerem Differenzen mit Klopp gegeben, weil er zwar in den ersten seiner sieben Jahre einen fulminanten, frisch wirkenden Offensiv-Stil geprägt hatte. Aber dann schien die Mannschaft taktisch stehen geblieben zu sein und Modernisierungs-Versuche wurden nach zaghaften Versuchen abgeblasen. Klopps Credo blieb bis zuletzt: "Der beste Spielmacher heißt Gegenpressing
http://www.sueddeutsche.de/sport/borussia-dortmund-mann-fuer-die-modernisierung-1.2506169
Ich habe den Eindruck, dass Watzke und Zorc das Sportliche ziemlich treffend einschätzen. Und freue mich auf Tuchel. Alleine die Aussagen auf der PK in die Richtung von, dass wir alle Aspekte des Spiels brauchen werden, lässt mich sehr freudig erwarten. Wir warenin der letzten Zeit taktisch und spielerisch schon sehr limitiert.
"Dass Tuchel Dinge grundlegend verändern soll, ist mit Rücksicht auf das Denkmal Klopp in den letzten Saisonwochen nicht thematisiert worden. Bei Tuchels Vorstellung lobte BVB-Sportchef Michael Zorc nun aber ausdrücklich die "hohe taktische Flexibilität" des Neuen, und dass er "über einen längeren Zeitraum in der Lage ist, Spieler und Mannschaften weiterzuentwickeln". Der kundige Thebaner konnte das als wahre Begründung für die Trennung zwischen Dortmund und Klopp dechiffrieren. Tuchel steht für Fußball und für bisweilen fast konservativ anmutende Moral-Ansprüche an seine Spieler, Klopp dagegen hat den höheren Entertainment-Faktor. Beim BVB hatte es schon seit längerem Differenzen mit Klopp gegeben, weil er zwar in den ersten seiner sieben Jahre einen fulminanten, frisch wirkenden Offensiv-Stil geprägt hatte. Aber dann schien die Mannschaft taktisch stehen geblieben zu sein und Modernisierungs-Versuche wurden nach zaghaften Versuchen abgeblasen. Klopps Credo blieb bis zuletzt: "Der beste Spielmacher heißt Gegenpressing
http://www.sueddeutsche.de/sport/borussia-dortmund-mann-fuer-die-modernisierung-1.2506169
Ich habe den Eindruck, dass Watzke und Zorc das Sportliche ziemlich treffend einschätzen. Und freue mich auf Tuchel. Alleine die Aussagen auf der PK in die Richtung von, dass wir alle Aspekte des Spiels brauchen werden, lässt mich sehr freudig erwarten. Wir warenin der letzten Zeit taktisch und spielerisch schon sehr limitiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Laomo am 05.06.2015 um 23:58 Uhr bearbeitet
06.06.2015 - 00:20 Uhr
Zitat von jazzy
Naja, also Kagawa, Sahin, Reus, Hofmann, Leitner, Castro und Kampl können das, auch wenn man diese Saison es kaum gesehen hat. ;)
Zitat von Seppinho
Hängt euch mal bitte nicht unbedingt an meinem "Passqualitäts-Spieler" auf. War evtl. abseits meiner Wunsch-Kernaussage: "Seinen Ballbesitz-Fußball, der in der PK deutlich wurde, hat sehe ich bei unseren Mittelfeld-Spielern nicht unbedingt". Ich sehe keinen Spieler wie Götze oder Lewandowski, die "Dosenöffner-Pässe" mit dem nötigen Weitblick und Auge gegen massiv stehende Gegner bringen können. Ihr? Bin da durchaus nicht damit unterwegs, die Wahrheit gepachtet zu haben ;)
Hängt euch mal bitte nicht unbedingt an meinem "Passqualitäts-Spieler" auf. War evtl. abseits meiner Wunsch-Kernaussage: "Seinen Ballbesitz-Fußball, der in der PK deutlich wurde, hat sehe ich bei unseren Mittelfeld-Spielern nicht unbedingt". Ich sehe keinen Spieler wie Götze oder Lewandowski, die "Dosenöffner-Pässe" mit dem nötigen Weitblick und Auge gegen massiv stehende Gegner bringen können. Ihr? Bin da durchaus nicht damit unterwegs, die Wahrheit gepachtet zu haben ;)
Naja, also Kagawa, Sahin, Reus, Hofmann, Leitner, Castro und Kampl können das, auch wenn man diese Saison es kaum gesehen hat. ;)
Seh ich genauso. "Dosenöffner"-Passspieler haben wir etliche im Kader und zwar nicht die schlechtesten. Letztlich war das Problem mehr die fehlende Gesamtdynamik im Team, die lockere Verspieltheit, der WItz. Womit wir wieder beim Thema wären, dass Tuchel durchaus berechtigterweise sagt, "weniger ist mehr". Der Fokus muss darauf liegen, dass man wieder eine richtige Mannschaft wird, sich gegenseitig mitreißt; und natürlich auch taktisch genug Optionen und Vorgaben hat, dass wirklich alle wissen, wie sie am besten an einem Strang ziehen können und da hin kommen. Ich glaube Tuchel hat in seinem Rulebreaker-Vortrag auch mal was erwähnt von wegen, er wolle seine Mannschaften dazu bringen über sich hinauszuwachsen, einen gemeinsamen Flow zu entwickeln. Und das ist letztlich genau das, was uns die letzten Jahre stark gemacht hat und was diese Saison, aus zig schon genannten Gründen, einfach nicht da war. Wenn er das wieder hinkriegt, kann das nur gut ausgehen -- auch mit dem aktuellen Kader. Ich dachte vor der Saison wir haben den geilsten Kader der letzten 20 Jahre und so ganz glaub ich noch immer nicht, dass ich mich da so sehr getäuscht habe, letzte Saison hin oder her.
Und ich glaub, dass Tuchel alle Umstände auf genug methodischen und mentalen Ebenen reflektiert, dass man dem Mann zutraun kann, das alles gut hinzubekommen. Schief gehn kann alles, aber letztlich ist die Situation doch sehr vielversprechend, was die Zukunft angeht.
Cheers
06.06.2015 - 09:33 Uhr
Zitat von TheInternational
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Zitat von Seppinho
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Klopp ist eine herausragende Persönlichkeit, aber er ist nicht Gott.
Tuchel ist in erster Linie unser Trainer und hat mit dem operativen Geschäft genauso wenig zu tun wie Klopp und genau so muss es auch beurteilt werden. Das es für alle erstmal eine Umstellung sein wird sollte klar sein.
Aber jetzt an der Mimik einzelner Personen Schlussfolgerungen zu ziehen ist allenfalls Bild-Niveau.
06.06.2015 - 09:44 Uhr
Zitat von Laomo
Der Artikel von Röckenhaus in der SZ heute ist sehr interessant. Eine ziemlich treffende und spannende Passage ist "
"Dass Tuchel Dinge grundlegend verändern soll, ist mit Rücksicht auf das Denkmal Klopp in den letzten Saisonwochen nicht thematisiert worden. Bei Tuchels Vorstellung lobte BVB-Sportchef Michael Zorc nun aber ausdrücklich die "hohe taktische Flexibilität" des Neuen, und dass er "über einen längeren Zeitraum in der Lage ist, Spieler und Mannschaften weiterzuentwickeln". Der kundige Thebaner konnte das als wahre Begründung für die Trennung zwischen Dortmund und Klopp dechiffrieren. Tuchel steht für Fußball und für bisweilen fast konservativ anmutende Moral-Ansprüche an seine Spieler, Klopp dagegen hat den höheren Entertainment-Faktor. Beim BVB hatte es schon seit längerem Differenzen mit Klopp gegeben, weil er zwar in den ersten seiner sieben Jahre einen fulminanten, frisch wirkenden Offensiv-Stil geprägt hatte. Aber dann schien die Mannschaft taktisch stehen geblieben zu sein und Modernisierungs-Versuche wurden nach zaghaften Versuchen abgeblasen. Klopps Credo blieb bis zuletzt: "Der beste Spielmacher heißt Gegenpressing
http://www.sueddeutsche.de/sport/borussia-dortmund-mann-fuer-die-modernisierung-1.2506169
Ich habe den Eindruck, dass Watzke und Zorc das Sportliche ziemlich treffend einschätzen. Und freue mich auf Tuchel. Alleine die Aussagen auf der PK in die Richtung von, dass wir alle Aspekte des Spiels brauchen werden, lässt mich sehr freudig erwarten. Wir warenin der letzten Zeit taktisch und spielerisch schon sehr limitiert.
Der Artikel von Röckenhaus in der SZ heute ist sehr interessant. Eine ziemlich treffende und spannende Passage ist "
"Dass Tuchel Dinge grundlegend verändern soll, ist mit Rücksicht auf das Denkmal Klopp in den letzten Saisonwochen nicht thematisiert worden. Bei Tuchels Vorstellung lobte BVB-Sportchef Michael Zorc nun aber ausdrücklich die "hohe taktische Flexibilität" des Neuen, und dass er "über einen längeren Zeitraum in der Lage ist, Spieler und Mannschaften weiterzuentwickeln". Der kundige Thebaner konnte das als wahre Begründung für die Trennung zwischen Dortmund und Klopp dechiffrieren. Tuchel steht für Fußball und für bisweilen fast konservativ anmutende Moral-Ansprüche an seine Spieler, Klopp dagegen hat den höheren Entertainment-Faktor. Beim BVB hatte es schon seit längerem Differenzen mit Klopp gegeben, weil er zwar in den ersten seiner sieben Jahre einen fulminanten, frisch wirkenden Offensiv-Stil geprägt hatte. Aber dann schien die Mannschaft taktisch stehen geblieben zu sein und Modernisierungs-Versuche wurden nach zaghaften Versuchen abgeblasen. Klopps Credo blieb bis zuletzt: "Der beste Spielmacher heißt Gegenpressing
http://www.sueddeutsche.de/sport/borussia-dortmund-mann-fuer-die-modernisierung-1.2506169
Ich habe den Eindruck, dass Watzke und Zorc das Sportliche ziemlich treffend einschätzen. Und freue mich auf Tuchel. Alleine die Aussagen auf der PK in die Richtung von, dass wir alle Aspekte des Spiels brauchen werden, lässt mich sehr freudig erwarten. Wir warenin der letzten Zeit taktisch und spielerisch schon sehr limitiert.
Wenn Röckenhaus sowas schreibt, ist das ziemlich glaubwürdig. Mich hat - als eine der wenigen Dinge - an Klopp immer gestört, dass seine Ansätze zu reiferem Fussball (erstmalig in der Doublesaison, aber auch danach episodich) über Ansätze nicht hinausgekommen sind. Das war schade, denn man hätte so flexibler werden können. Sicher spielten dabei auch Abgänge eine Rolle. aber ich denke, wenn man Tuchel zuhört, gewinnt man den Eindruck, dass er diese Dinge nicht beim ersten Widerstand aufgiebt. Allerdings wird auch er Realitäten anerkennen müssen. Wenn er keine Zeit hat, das zu trainieren, kann es sein, dass wir erst nach der Wintervorbereitung mehr seiner Handschrift erkennen. Das wird eine spannende Zeit werden. Ein chinesischer Fluch lautet ja: "Mögest du in interessanten Zeiten leben". Hoffentlich bleiben sie kurz
(warum es ein Fluch ist erkennt man an den Schalkern und Hamburgern)
06.06.2015 - 09:59 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Klopp ist eine herausragende Persönlichkeit, aber er ist nicht Gott.
Tuchel ist in erster Linie unser Trainer und hat mit dem operativen Geschäft genauso wenig zu tun wie Klopp und genau so muss es auch beurteilt werden. Das es für alle erstmal eine Umstellung sein wird sollte klar sein.
Aber jetzt an der Mimik einzelner Personen Schlussfolgerungen zu ziehen ist allenfalls Bild-Niveau.
Zitat von TheInternational
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Zitat von Seppinho
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Klopp ist eine herausragende Persönlichkeit, aber er ist nicht Gott.
Tuchel ist in erster Linie unser Trainer und hat mit dem operativen Geschäft genauso wenig zu tun wie Klopp und genau so muss es auch beurteilt werden. Das es für alle erstmal eine Umstellung sein wird sollte klar sein.
Aber jetzt an der Mimik einzelner Personen Schlussfolgerungen zu ziehen ist allenfalls Bild-Niveau.
Dann scheint das Bild Niveau nicht so deines zu sein. Was haben die paar Zeilen bitte mit einem gottgleichen Klopp zu tun ? Wo steht das Tuchel irgendwas mit dem operativen Geschäft zu tun hat ? Wo werden denn irgendwelche Schlussfolgerungen gezogen ? "Alleskönner" steht dafür das Klopp den beiden quasi neben dem sportlichen auch große Teile der Öffentlichkeitsarbeit / Vereinskommunikation abgenommen hat. Klopp hat außergewöhnlich viel abgefangen, weil sich fast alles auf ihn konzentrierte. Ist einem Geschäftsführer glaube ich nicht immer ganz unangenehm. Manchmal muss ich hier echt mit dem Kopf schütteln wie einem die Worte verdreht werden. Ich darf doch noch die Mimik subjektiv interpretieren ohne es als Tatsache hinzustellen oder nicht ?
06.06.2015 - 10:43 Uhr
Zitat von gelbschreib
Ich steig hier mal ein, denn ich werden mit einigen Argumenten überhaupt nicht warm. Also Stück für Stück:
So weit unterschreibe ich das vollkommen. Nur folgert daraus nicht, dass er das bei der BVB Mannschaft festgestellt hat, sondern in erster Linie, dass er sich das arbeiten so wünscht. Wer seine Interviews und Videos schaut stößt auf diese und ähnliche Aussagen immer wieder. Die Athmosphäre im Kader ist für Tuchel enorm wichtig und gehört zu seinen Grundpfeilern. Dass er sie in seiner ersten PK erwähnt ist daher nur folgerichtig. Und zwar ganz unabhängig davon, wie viel vom BVB Kader er weiß oder nicht weiß. Er tut damit nichts anderes als ein Lehrer, der sich am ersten Tag vor die Klasse stellt und sagt er wünscht aufmarksame Schüler und disziplinierte, engagierte Mitarbeit - noch bevor der erste auch nur gehustet hat.
Ich steig hier mal ein, denn ich werden mit einigen Argumenten überhaupt nicht warm. Also Stück für Stück:
Zitat von arche
Sprachlogisch ergibt die Forderung Tuchels, er wolle eine Mannschaft haben, die "völlig frei von Egoismen" sei, nur dann Sinn, wenn er solche Egoismen festgestellt hat. Die Frage ist dann nur noch, ob sich diese Beobachtung allgemein auf die Möglichkeit von Egoismus in Fußballmannschaften bezieht oder konkret auf den BVB. Da Tuchel diese Aussage in seiner ersten offiziellen PK platziert, ist es nicht gar so abwegig, dass er sich (auch) auf die Mannschaft des BVB bezieht.
Sprachlogisch ergibt die Forderung Tuchels, er wolle eine Mannschaft haben, die "völlig frei von Egoismen" sei, nur dann Sinn, wenn er solche Egoismen festgestellt hat. Die Frage ist dann nur noch, ob sich diese Beobachtung allgemein auf die Möglichkeit von Egoismus in Fußballmannschaften bezieht oder konkret auf den BVB. Da Tuchel diese Aussage in seiner ersten offiziellen PK platziert, ist es nicht gar so abwegig, dass er sich (auch) auf die Mannschaft des BVB bezieht.
So weit unterschreibe ich das vollkommen. Nur folgert daraus nicht, dass er das bei der BVB Mannschaft festgestellt hat, sondern in erster Linie, dass er sich das arbeiten so wünscht. Wer seine Interviews und Videos schaut stößt auf diese und ähnliche Aussagen immer wieder. Die Athmosphäre im Kader ist für Tuchel enorm wichtig und gehört zu seinen Grundpfeilern. Dass er sie in seiner ersten PK erwähnt ist daher nur folgerichtig. Und zwar ganz unabhängig davon, wie viel vom BVB Kader er weiß oder nicht weiß. Er tut damit nichts anderes als ein Lehrer, der sich am ersten Tag vor die Klasse stellt und sagt er wünscht aufmarksame Schüler und disziplinierte, engagierte Mitarbeit - noch bevor der erste auch nur gehustet hat.
Wenn ein Lehrer das vor dem ersten Husten so formuliert, dann formuliert er es auf der Grundlage seiner Erfahrungen mit anderen Schülern und der Erwartung, dass die Schüler der für ihn neuen Schulklasse ähnlich reagieren könnten, also zumindest teilweise unaufmerksam, undiszipliniert und wenig engagiert. Außerdem verfügt der Lehrer höchstwahrscheinlich auch noch über Informationen von den Lehrerkollegen, die die Klasse bereits unterrichtet haben. Lehrer haben die Eigenart, sich über die Möglichkeiten und Verhaltensweisen von Schülern auszutauschen. Warum sollte das bei Trainern anders sein?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von arche am 06.06.2015 um 10:44 Uhr bearbeitet
06.06.2015 - 11:02 Uhr
Zitat von DerMoe
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Ich sehe da gar kein Problem drin. Ein Okazaki ist ja auch eher ein "Sprinter" der sehr viel die Abwehr mit seinen Läufen beschäftigt. Ein Aubameyang kann das auch sehr gut und hat in meinen Augen auch das Potential im Kopfballspiel zu zu legen. Vielleicht nicht in klassischer Mittelstürmer art, aber dennoch genug um Flanken wieder gefährlicher zu machen.
06.06.2015 - 12:00 Uhr
Zitat von MattesSammer
Ich sehe da gar kein Problem drin. Ein Okazaki ist ja auch eher ein "Sprinter" der sehr viel die Abwehr mit seinen Läufen beschäftigt. Ein Aubameyang kann das auch sehr gut und hat in meinen Augen auch das Potential im Kopfballspiel zu zu legen. Vielleicht nicht in klassischer Mittelstürmer art, aber dennoch genug um Flanken wieder gefährlicher zu machen.
Zitat von DerMoe
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Ich sehe da gar kein Problem drin. Ein Okazaki ist ja auch eher ein "Sprinter" der sehr viel die Abwehr mit seinen Läufen beschäftigt. Ein Aubameyang kann das auch sehr gut und hat in meinen Augen auch das Potential im Kopfballspiel zu zu legen. Vielleicht nicht in klassischer Mittelstürmer art, aber dennoch genug um Flanken wieder gefährlicher zu machen.
Wer soll denn diese Flanken schlagen? Schaut man sich den Kader des BVB an, findet man eine Reihe hochwertiger Spieler, die durch's Zentrum kommen. Das macht(e) auch Sinn, wenn man darauf aus ist Ballverluste zu provozieren und dann schnellstmöglich zum Abschluss zu kommen.
Spieler, die regelmäßig bis zur Grundlinie marschieren und von dort flanken, hat der BVB nicht - jedenfalls keine, die es mit der Qualität derer aufnehmen können, die vorwiegend durch die Mitte ziehen.
06.06.2015 - 12:16 Uhr
Zitat von TheInternational
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Zitat von Seppinho
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Mal ganz davon abgesehen, dass es für Teamansprachen etc. wirklich sch...egal ist, ob er "presseeloquent" ist, nehme ich ihn jetzt nicht unbedingt als hochgradig emotional fesselnd ala seinen Vorjänger wahr, egal, ob bei Mainz, in seinen Vorträgen, oder bei seiner Präsentation. Sein Spickzettel beim Antritt war jetzt auch nicht unbedingt rhethorischer Glanz und meine Freundin, bei Sprachpädagogik und Journalismus unterwegs, die die PK im HG mit anhörte, sagte mir auch mal im Nebensatz, dass er sehr sympathisch und authentisch wirkt, aber zumindest die Antrittsrede nicht glänzend war. Aber bevor jetzt einer gegenargumentieren will: Ich hab von seinem Vorgänger genug davon gehabt und geholfen hats in den letzten 1,5 Jahren auch nicht. Er muss das Team erreichen, fördern und fordern können und grundlegend mit Öffentlichkeit und Schiris umgehen können.
Wenn mir was Sorgen macht, dann eher Aki und Susi, die auch bei der PK abermals wie angeschlagene Boxer und grantig wirkten.
Hab ich auch alles so empfunden. Zum letzten Satz: Aki wirkte als sei Klopp eben erst zur Tür raus, Zorc wirkte als hätte er größte Mühe Tuchel zu folgen, oder er war grad in einer anderen Welt. Die Mimik wirkte jedenfalls Negativ auf mich, ohne da jetzt zu viel ein interpretieren zu wollen. Auf die beiden wird es jetzt aber ankommen. Denke die werden sich mit der Umgewöhnung schwer tun, vor Allem Watzke wird sein Alleskönner fehlen. Man wird jetzt sehen ob die beiden mit Klopp gelernt haben, oder es sich in Kloppos kuscheligem Schatten zu gemütlich gemacht haben. Zweifel kann ich da nicht ganz leugnen.
Watzke hat sich nie hinter Kloppo versteckt, er hat seiner Tätigkeit entsprechend eben eher im Hintergrund gearbeitet.
Einzig Susi war hinter Klopp im Verhältnis zu den meisten Sportmanagern in der BL unterrepräsentiert. Aber man sollte Aki und Susi mMn generell noch etwas Zeit einräumen, bis sie sich völlig auf die neue Situation eingerichtet haben.
Sie haben immerhin gerade erst die Arbeit mit einem langjährigen Freund tränenreich beendet und dürften tatsächlich persönlich noch etwas angegriffen sein.
Das wird sich zur Saisonvorstellung aber gegeben haben und bis dahin verbreitet Tuchel Optimismus genug für alle
Zitat von DerMoe
Unser Problem zuletzt war doch eher die Einfallslosigkeit, weil die Offensive kaum anspielbar war, außer eben hoch und lang, was dann aber (da die Gegner es ja wissen) meist in einem Ballverlust endete.
Wird der IV z.b. strikt vorgegeben nur flach zu spielen und der Offensive gesagt, dass sie sich für diese Anspiele anzubieten hat, dann sieht das gleich ganz anders aus.
Unser Problem zuletzt war doch eher die Einfallslosigkeit, weil die Offensive kaum anspielbar war, außer eben hoch und lang, was dann aber (da die Gegner es ja wissen) meist in einem Ballverlust endete.
Wird der IV z.b. strikt vorgegeben nur flach zu spielen und der Offensive gesagt, dass sie sich für diese Anspiele anzubieten hat, dann sieht das gleich ganz anders aus.
Soweit ich mich erinnern kann, gehen Tuchels Aussagen immer in die Richtung, dass er den Spielern auf dem Feld in Sachen Kreativität freie Wahl lässt. Und auch Mainz unter ihm habe ich nicht als Mannschaft in Erinnerung, die deutliche Muster in Sachen Spielaufbau gezeigt hätte.
Unser spieltaktisches Problem in der abgelaufenen Saison war mMn - und da bin ich bei dir - auch nicht eine generell fehlende Kreativität unserer "Spielmacher", sondern ein generell ineffektives und einfältiges Spiel der Leute ohne Ball...
Das hat aber eher weniger damit zu tun, dass unsere Spieler das nicht besser könnten (unsere Spieler haben immer wieder individuell und auch kollektiv angedeutet, dass sie taktisch bestens ausgebildet sind), sondern dass sie sich selbst als Team nicht mehr getraut haben und mental zu oft in einfache, risikofreie Spielstrukturen zurückgefallen sind.
Tuchels Hauptaufgabe besteht mMn gar nicht darin, die Taktik für einen sinnigen Ballbesitzfussball zu installieren, sondern dem Kader mental wieder aufzuhelfen - Selbstvertrauen, Spielfreude, 100%ige Fokussierung, konstruktiver Umgang mit Rückschlägen...
@Undertaker: Auf der rechten Seite hat man die durchaus. Sowohl auf RV als auch auf RA. Nur links ist das bis auf den aufstrebenden Dudziak mau...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rainerschoener am 06.06.2015 um 12:20 Uhr bearbeitet
06.06.2015 - 12:58 Uhr
Zitat von Undertaker
Wer soll denn diese Flanken schlagen? Schaut man sich den Kader des BVB an, findet man eine Reihe hochwertiger Spieler, die durch's Zentrum kommen. Das macht(e) auch Sinn, wenn man darauf aus ist Ballverluste zu provozieren und dann schnellstmöglich zum Abschluss zu kommen.
Spieler, die regelmäßig bis zur Grundlinie marschieren und von dort flanken, hat der BVB nicht - jedenfalls keine, die es mit der Qualität derer aufnehmen können, die vorwiegend durch die Mitte ziehen.
Zitat von MattesSammer
Ich sehe da gar kein Problem drin. Ein Okazaki ist ja auch eher ein "Sprinter" der sehr viel die Abwehr mit seinen Läufen beschäftigt. Ein Aubameyang kann das auch sehr gut und hat in meinen Augen auch das Potential im Kopfballspiel zu zu legen. Vielleicht nicht in klassischer Mittelstürmer art, aber dennoch genug um Flanken wieder gefährlicher zu machen.
Zitat von DerMoe
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Einzig im Sturm stellt sich mir die Frage ob Tuchel auf Auba steht, sich zutraut Ramos dort funktionierd einzubauen oder eben auf einen ganz anderen Stürmertyp setzt.
Ich sehe da gar kein Problem drin. Ein Okazaki ist ja auch eher ein "Sprinter" der sehr viel die Abwehr mit seinen Läufen beschäftigt. Ein Aubameyang kann das auch sehr gut und hat in meinen Augen auch das Potential im Kopfballspiel zu zu legen. Vielleicht nicht in klassischer Mittelstürmer art, aber dennoch genug um Flanken wieder gefährlicher zu machen.
Wer soll denn diese Flanken schlagen? Schaut man sich den Kader des BVB an, findet man eine Reihe hochwertiger Spieler, die durch's Zentrum kommen. Das macht(e) auch Sinn, wenn man darauf aus ist Ballverluste zu provozieren und dann schnellstmöglich zum Abschluss zu kommen.
Spieler, die regelmäßig bis zur Grundlinie marschieren und von dort flanken, hat der BVB nicht - jedenfalls keine, die es mit der Qualität derer aufnehmen können, die vorwiegend durch die Mitte ziehen.
Entscheidend ist für mich nicht, ob sie alle Flankenspezialisten sind, sondern die Attribute Schnelligkeit, Passgenauigkeit und Übersicht sind hier sehr wichtig. In unseren besten Jahren haben wir oft bis zur Grundlinie gespielt um dann flach zur höhe des 11 Meter-Punkts zurückzulegen.
Auf rechts haben wir ja mit Kuba, Hofmann, Piszczek und Durm ausreichend Spieler, die das können.
Die linke Seite hinkt da schon sehr hinterher. Klar man hat Reus, der zieht jedoch zu sehr in die Mitte.
Das wäre kein Problem mit einem offensiven Aussenverteidiger, den ich in Schmelzer jedoch nicht sehe.
Eine Lösung wäre Reus im Zentrum als hängende Spitze einzusetzen und einen klaren Linksaussen zu verpflichten. Alternativ kann dieser auch als Backup für Reus eingesetzt werden.
Hoffe auch, dass Jeremy Dudziak seine Chance nächste Saison bekommt sich zu beweisen.
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