Quo vadis, MSV?
13.11.2012 - 22:13 Uhr
16.11.2012 - 12:58 Uhr
Eben kam hier im Info Radio des hessischen Rundfunks ein Beitrag zur Insolvenz von Alemannia Aachen. Am Schluß des Beitrages sind sie auch kurz auf den MSV Duidburg eingegangen, da wurde unter anderem erwähnt das für die winterliche Nachlizensierung deutlich mehr als 3 Millionen Euro fehlen. Aber das positive wäre, das nach Stand heute eine Lösung in Reichweite ist.
Habt ihr da vielleicht mehr Detailwissen? Welche Lösung kann das sein? Ich drücke euch auf alle Fälle die Daumen, das das ein besseres Ende nimmt wie zZt. in Aachen. :(
Habt ihr da vielleicht mehr Detailwissen? Welche Lösung kann das sein? Ich drücke euch auf alle Fälle die Daumen, das das ein besseres Ende nimmt wie zZt. in Aachen. :(
16.11.2012 - 13:09 Uhr
Zitat von tomcat:
Zitat von P0LSKA-DUISBURG:
Dr.Görzt sollte seinen Mund halten. Diese Sperrminorität ist der einzigste Lichtblick ,aus meiner Sicht, in diesem "Rettungsplan".
Übergibt man wie gewollt der KGaA die Rechte sehe ich es schon kommen, statt für den Vereinserfolg hinzuarbeiten wird dann versucht nur Profit zu machen. Wobei ich das dann auch problematisch sehe wie die DFL die Sache sieht, Stichwort 50+1.
Ich verstehe dich nicht. Warum siehst du Profit im Konflikt mit Vereinserfolg. Warum soll das eine das andere ausschließen?
Das eine schließt das andere keines Wegs aus. Erfolg bringt Profit. Aber du glaubst nicht allen ernstes das wir mit dem "Rettungsplan" wieder bald Erfolge mit dem Verein verbuchen können.?
Und wie man als Sponsor/Investor/Stadiongesellschafter finanziellen Gewinn trotz mäßigen Erfolgs verbuchen kann, hat uns Hellmich doch Jahre lang u.a. mit Knebelmarketingverträgen aufgezeigt. Und Gott behüte uns vor der Situation, in der die Gesellschafter dann keinen Profit mehr aus uns schlagen können, dann fällst du ins nichts.
Für mich ist das nichts, man macht die eV förmlich Sprachlos, die Gesellschafter haben das sagen und wir und die eV dürfen nur noch zuschauen. Deswegen, wenn es dazu kommt sollte man unbedingt diese Sperrminorität realisieren! Was es bedeutet wenn man kein Mitspracherecht mehr hat kannst du ganz krass und übertrieben beim MK Dons in England beobachten. Aber in Deutschland ist momentan (und Gott sei Dank) die 50+1 Regel noch aktiv.
Hier träumen einige von der Rettung des MSV, aber im Endeffekt ist es doch nur eine Schuldenumschichtung bzw. Kreitdtilgung durch neue Kredite. Das ist kein sanieren für mich.
Ich persönlich weiß auch nicht wirklich weiter, diesen drecks Rettungsplan einfach akzeptieren kann ich nicht, aber den Gang in Liga 4/5 und die Gefahr das der MSV nie mehr zurück kommt machen mir auch Angst...
Zitat von P0LSKA-DUISBURG:
Dr.Görzt sollte seinen Mund halten. Diese Sperrminorität ist der einzigste Lichtblick ,aus meiner Sicht, in diesem "Rettungsplan".
Übergibt man wie gewollt der KGaA die Rechte sehe ich es schon kommen, statt für den Vereinserfolg hinzuarbeiten wird dann versucht nur Profit zu machen. Wobei ich das dann auch problematisch sehe wie die DFL die Sache sieht, Stichwort 50+1.
Ich verstehe dich nicht. Warum siehst du Profit im Konflikt mit Vereinserfolg. Warum soll das eine das andere ausschließen?
Das eine schließt das andere keines Wegs aus. Erfolg bringt Profit. Aber du glaubst nicht allen ernstes das wir mit dem "Rettungsplan" wieder bald Erfolge mit dem Verein verbuchen können.?
Und wie man als Sponsor/Investor/Stadiongesellschafter finanziellen Gewinn trotz mäßigen Erfolgs verbuchen kann, hat uns Hellmich doch Jahre lang u.a. mit Knebelmarketingverträgen aufgezeigt. Und Gott behüte uns vor der Situation, in der die Gesellschafter dann keinen Profit mehr aus uns schlagen können, dann fällst du ins nichts.
Für mich ist das nichts, man macht die eV förmlich Sprachlos, die Gesellschafter haben das sagen und wir und die eV dürfen nur noch zuschauen. Deswegen, wenn es dazu kommt sollte man unbedingt diese Sperrminorität realisieren! Was es bedeutet wenn man kein Mitspracherecht mehr hat kannst du ganz krass und übertrieben beim MK Dons in England beobachten. Aber in Deutschland ist momentan (und Gott sei Dank) die 50+1 Regel noch aktiv.
Hier träumen einige von der Rettung des MSV, aber im Endeffekt ist es doch nur eine Schuldenumschichtung bzw. Kreitdtilgung durch neue Kredite. Das ist kein sanieren für mich.
Ich persönlich weiß auch nicht wirklich weiter, diesen drecks Rettungsplan einfach akzeptieren kann ich nicht, aber den Gang in Liga 4/5 und die Gefahr das der MSV nie mehr zurück kommt machen mir auch Angst...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von P0LSKA-DUISBURG am 16.11.2012 um 13:09 Uhr bearbeitet
16.11.2012 - 13:12 Uhr
Flingern, ich denke einen goldenen Weg, den man klar vorzeichnen und in seinen Auswirkungen bis ins Detail beurteilen kann, gibt es nicht mehr für den MSV.
Jeder Weg, der jetzt einschlagen wird, ist mit ganz vielen Fragezeichen, Stolpersteinen und Hürden verbunden.
Auch der von RWE war ja kein geradliniger. 360 Tage Bangen um den Verein, wahrscheinlich hunderte Verhandlungen und oft genug Tage, an denen alles vorbei schien. Sind die nicht sogar in der Zeit sportlich aufgestiegen? Aufgrund unseres Stadions ist der Weg wahrscheinlich auch nicht reproduzierbar. Dies ist er in einer solchen Situation nie.
Ich mag allerdings nicht die Arbeitsweise dieses Überfallkommandos, welches da jetzt aktiv ist.
Mit den paar Milliönchen stopft man Löcher mehr nicht, "saniert" werden im Grunde die Rechte des Vereins.
Warum erläutert Herr Dr. Brömmekamp nicht mal öffentlich ein paar Eckpfeiler des Konzeptes, mehr muß es ja erstmal gar nicht sein?
So als vertrauensbildende Maßnahme.
Ist der Inhalt etwa so maßlos, daß man lieber per Erpressung, erst den Vorsitzenden, dann den AR und dann die Mitglieder an die Wand nagelt?
Solange nicht das Gegenteil aufgezeigt wird, nehme ich es so an.
Andersherum tun wir hier gerne so, als hätten wir als Fan und vielleicht einfaches Mitglied irgendwie eine Alternative zwischen dieser oder jener Lösung zu entscheiden.
Wir haben sie nicht, wir dürfen das Ergebnis am Ende schlucken. :rolleyes
Jeder Weg, der jetzt einschlagen wird, ist mit ganz vielen Fragezeichen, Stolpersteinen und Hürden verbunden.
Auch der von RWE war ja kein geradliniger. 360 Tage Bangen um den Verein, wahrscheinlich hunderte Verhandlungen und oft genug Tage, an denen alles vorbei schien. Sind die nicht sogar in der Zeit sportlich aufgestiegen? Aufgrund unseres Stadions ist der Weg wahrscheinlich auch nicht reproduzierbar. Dies ist er in einer solchen Situation nie.
Ich mag allerdings nicht die Arbeitsweise dieses Überfallkommandos, welches da jetzt aktiv ist.
Mit den paar Milliönchen stopft man Löcher mehr nicht, "saniert" werden im Grunde die Rechte des Vereins.
Warum erläutert Herr Dr. Brömmekamp nicht mal öffentlich ein paar Eckpfeiler des Konzeptes, mehr muß es ja erstmal gar nicht sein?
So als vertrauensbildende Maßnahme.
Ist der Inhalt etwa so maßlos, daß man lieber per Erpressung, erst den Vorsitzenden, dann den AR und dann die Mitglieder an die Wand nagelt?
Solange nicht das Gegenteil aufgezeigt wird, nehme ich es so an.
Andersherum tun wir hier gerne so, als hätten wir als Fan und vielleicht einfaches Mitglied irgendwie eine Alternative zwischen dieser oder jener Lösung zu entscheiden.
Wir haben sie nicht, wir dürfen das Ergebnis am Ende schlucken. :rolleyes
16.11.2012 - 13:19 Uhr
Zitat von Martin_112:
Christoph,
Bist du dir da sicher? Wir sind doch nicht Schuldenfrei aufgestiegen. Als Hellmich das Ruder übernommen hatten, war der Schuldenstand nicht besser. Was man Hellmich vorwerfen sollten und ja auch muss, dass man in seiner Amtszeit es nicht geschafft hat, an diesen Schulden zu schrauben. Als das Stadion genaut wurde, hat der große Teil (99 %) gejubelt.
Es ist richtig, dass man in der ersten Liga investiert hat. Der Groh der Schulden ist aber in den letzten 4 Jahren in Liga 2 entstanden... Der Wunsch des direkten Wiederaufstiegs wurde über das finanzielle gesunde Handeln gestellt.
Gruß
Ich meine Hellmichs gesamte Amtszeit. Wir haben über Jahre Kader auf Pump finanziert, stets in der Hoffnung, in der Bundesliga zu bleiben oder in die Bundesliga aufzusteigen. Schau dir die Mannschaft an, die z.B. Neururer zur Verfügung hatte. Wie teuer die gewesen sein muss, kann man nur erahnen. Da waren noch zahlreiche Spieler mit Erstliga-Verträgen dabei.
Dass der Schuldenstand zuletzt explodiert ist, sollte da nicht verwundern: Wenn du mit deinen sinkenden Einnahmen die Altschulden und Zinsen nicht mehr zurückzahlen kannst, kommt eben der Zinseszins-Effekt zum Tragen.
Was ich damit sagen wollte: Kentsch ist seit zwei Jahren hier. Der hat den Missstand nur noch verwaltet. Ich sehe nichts, wo er die Einnahmen hätte steigern können. Oder habe ich da was übersehen? Die Ausgaben gesenkt hat er ja - zu unserem großen Leidwesen.
Christoph,
Bist du dir da sicher? Wir sind doch nicht Schuldenfrei aufgestiegen. Als Hellmich das Ruder übernommen hatten, war der Schuldenstand nicht besser. Was man Hellmich vorwerfen sollten und ja auch muss, dass man in seiner Amtszeit es nicht geschafft hat, an diesen Schulden zu schrauben. Als das Stadion genaut wurde, hat der große Teil (99 %) gejubelt.
Es ist richtig, dass man in der ersten Liga investiert hat. Der Groh der Schulden ist aber in den letzten 4 Jahren in Liga 2 entstanden... Der Wunsch des direkten Wiederaufstiegs wurde über das finanzielle gesunde Handeln gestellt.
Gruß
Ich meine Hellmichs gesamte Amtszeit. Wir haben über Jahre Kader auf Pump finanziert, stets in der Hoffnung, in der Bundesliga zu bleiben oder in die Bundesliga aufzusteigen. Schau dir die Mannschaft an, die z.B. Neururer zur Verfügung hatte. Wie teuer die gewesen sein muss, kann man nur erahnen. Da waren noch zahlreiche Spieler mit Erstliga-Verträgen dabei.
Dass der Schuldenstand zuletzt explodiert ist, sollte da nicht verwundern: Wenn du mit deinen sinkenden Einnahmen die Altschulden und Zinsen nicht mehr zurückzahlen kannst, kommt eben der Zinseszins-Effekt zum Tragen.
Was ich damit sagen wollte: Kentsch ist seit zwei Jahren hier. Der hat den Missstand nur noch verwaltet. Ich sehe nichts, wo er die Einnahmen hätte steigern können. Oder habe ich da was übersehen? Die Ausgaben gesenkt hat er ja - zu unserem großen Leidwesen.
16.11.2012 - 13:21 Uhr
Zitat von P0LSKA-DUISBURG:
Zitat von tomcat:
Zitat von P0LSKA-DUISBURG:
Dr.Görzt sollte seinen Mund halten. Diese Sperrminorität ist der einzigste Lichtblick ,aus meiner Sicht, in diesem "Rettungsplan".
Übergibt man wie gewollt der KGaA die Rechte sehe ich es schon kommen, statt für den Vereinserfolg hinzuarbeiten wird dann versucht nur Profit zu machen. Wobei ich das dann auch problematisch sehe wie die DFL die Sache sieht, Stichwort 50+1.
Ich verstehe dich nicht. Warum siehst du Profit im Konflikt mit Vereinserfolg. Warum soll das eine das andere ausschließen?
Das eine schließt das andere keines Wegs aus. Erfolg bringt Profit. Aber du glaubst nicht allen ernstes das wir mit dem "Rettungsplan" wieder bald Erfolge mit dem Verein verbuchen können.?
Und wie man als Sponsor/Investor/Stadiongesellschafter finanziellen Gewinn trotz mäßigen Erfolgs verbuchen kann, hat uns Hellmich doch Jahre lang u.a. mit Knebelmarketingverträgen aufgezeigt. Und Gott behüte uns vor der Situation, in der die Gesellschafter dann keinen Profit mehr aus uns schlagen können, dann fällst du ins nichts.
Für mich ist das nichts, man macht die eV förmlich Sprachlos, die Gesellschafter haben das sagen und wir und die eV dürfen nur noch zuschauen. Deswegen, wenn es dazu kommt sollte man unbedingt diese Sperrminorität realisieren! Was es bedeutet wenn man kein Mitspracherecht mehr hat kannst du ganz krass und übertrieben beim MK Dons in England beobachten. Aber in Deutschland ist momentan (und Gott sei Dank) die 50+1 Regel noch aktiv.
Hier träumen einige von der Rettung des MSV, aber im Endeffekt ist es doch nur eine Schuldenumschichtung bzw. Kreitdtilgung durch neue Kredite. Das ist kein sanieren für mich.
Ich persönlich weiß auch nicht wirklich weiter, diesen drecks Rettungsplan einfach akzeptieren kann ich nicht, aber den Gang in Liga 4/5 und die Gefahr das der MSV nie mehr zurück kommt machen mir auch Angst...
Hallo Polska,
da du ja anscheiend gut informiert bist, ein paar Fragen meinerseits:
1. Wie sieht das Konzept aus?
2. Wer ist der vermeintliche Investor?
3. Wie genau lautet die Forderung gegenüber dem e.V.?
4. Wie sah der Marketingvertrag aus? Und vor allem wie sah dieser im Vergleich zu unseren Mitbewerbern aus?
Danke für deine Info im Vorraus.
Gruß
Zitat von tomcat:
Zitat von P0LSKA-DUISBURG:
Dr.Görzt sollte seinen Mund halten. Diese Sperrminorität ist der einzigste Lichtblick ,aus meiner Sicht, in diesem "Rettungsplan".
Übergibt man wie gewollt der KGaA die Rechte sehe ich es schon kommen, statt für den Vereinserfolg hinzuarbeiten wird dann versucht nur Profit zu machen. Wobei ich das dann auch problematisch sehe wie die DFL die Sache sieht, Stichwort 50+1.
Ich verstehe dich nicht. Warum siehst du Profit im Konflikt mit Vereinserfolg. Warum soll das eine das andere ausschließen?
Das eine schließt das andere keines Wegs aus. Erfolg bringt Profit. Aber du glaubst nicht allen ernstes das wir mit dem "Rettungsplan" wieder bald Erfolge mit dem Verein verbuchen können.?
Und wie man als Sponsor/Investor/Stadiongesellschafter finanziellen Gewinn trotz mäßigen Erfolgs verbuchen kann, hat uns Hellmich doch Jahre lang u.a. mit Knebelmarketingverträgen aufgezeigt. Und Gott behüte uns vor der Situation, in der die Gesellschafter dann keinen Profit mehr aus uns schlagen können, dann fällst du ins nichts.
Für mich ist das nichts, man macht die eV förmlich Sprachlos, die Gesellschafter haben das sagen und wir und die eV dürfen nur noch zuschauen. Deswegen, wenn es dazu kommt sollte man unbedingt diese Sperrminorität realisieren! Was es bedeutet wenn man kein Mitspracherecht mehr hat kannst du ganz krass und übertrieben beim MK Dons in England beobachten. Aber in Deutschland ist momentan (und Gott sei Dank) die 50+1 Regel noch aktiv.
Hier träumen einige von der Rettung des MSV, aber im Endeffekt ist es doch nur eine Schuldenumschichtung bzw. Kreitdtilgung durch neue Kredite. Das ist kein sanieren für mich.
Ich persönlich weiß auch nicht wirklich weiter, diesen drecks Rettungsplan einfach akzeptieren kann ich nicht, aber den Gang in Liga 4/5 und die Gefahr das der MSV nie mehr zurück kommt machen mir auch Angst...
Hallo Polska,
da du ja anscheiend gut informiert bist, ein paar Fragen meinerseits:
1. Wie sieht das Konzept aus?
2. Wer ist der vermeintliche Investor?
3. Wie genau lautet die Forderung gegenüber dem e.V.?
4. Wie sah der Marketingvertrag aus? Und vor allem wie sah dieser im Vergleich zu unseren Mitbewerbern aus?
Danke für deine Info im Vorraus.
Gruß
16.11.2012 - 13:22 Uhr
Eine kleine Anmerkung für alle, die den Weg von Rot Weiss Essen hier als Vorbild nehmen wollen:
Bei Firmen- und auch Vereinsinsolvenzen gibt es verschiedene Szenarien.
Vereinfacht gesagt gibt es auf der einen Seite die Version das das insolvente Unternehmen liquidiert wird, also nicht fortbestehen kann. Alle Vermögenswerte werden veräußert und nach Abzug aller im Rahmen der Insolvenz entstandenen Kosten (Insolvenzverwalter, Wirtschaftsprüfer, etc.) wird die übrig gebliebene Masse unter den Gläubigern verteilt und das Unternehmen, bzw. der Verein ist Geschichte.
Diese Form der Insolvenzabwicklung macht in Deutschland weit über 90% aller Insolvenzen aus.
Der Weg, den RWE gegangen ist, ist ein anderer, aber beileibe nicht der Regelfall.
RWE hat ein Insolvenzplanverfahren unter Fortführung des Unternehmens erreicht.
Dieses ist aber nur möglich, wenn eine positive Zukunftsprognose für das Unternehmen/ den Verein gestellt wird und eine Majorität der Gläubigerversammlung (also auch Stadiongesellschaften, Banken, etc.) diesen Weg mitgeht und diesem zustimmt. Weiterhin muss der Insolvenzverwalter diesem auch zustimmen.
Dies ist in jedem Fall ein Tanz auf der Rasierklinge und kann nicht eben im Vorbeigehen erzielt werden. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass eine etwaige Insolvenz des MSV unter Zurückweisung des vorgeschlagenen Sanierungsplanes nicht so glimpflich enden muss, wie dies in Essen der Fall gewesen ist.
Dies gebe ich zu bedenken.
Bei Firmen- und auch Vereinsinsolvenzen gibt es verschiedene Szenarien.
Vereinfacht gesagt gibt es auf der einen Seite die Version das das insolvente Unternehmen liquidiert wird, also nicht fortbestehen kann. Alle Vermögenswerte werden veräußert und nach Abzug aller im Rahmen der Insolvenz entstandenen Kosten (Insolvenzverwalter, Wirtschaftsprüfer, etc.) wird die übrig gebliebene Masse unter den Gläubigern verteilt und das Unternehmen, bzw. der Verein ist Geschichte.
Diese Form der Insolvenzabwicklung macht in Deutschland weit über 90% aller Insolvenzen aus.
Der Weg, den RWE gegangen ist, ist ein anderer, aber beileibe nicht der Regelfall.
RWE hat ein Insolvenzplanverfahren unter Fortführung des Unternehmens erreicht.
Dieses ist aber nur möglich, wenn eine positive Zukunftsprognose für das Unternehmen/ den Verein gestellt wird und eine Majorität der Gläubigerversammlung (also auch Stadiongesellschaften, Banken, etc.) diesen Weg mitgeht und diesem zustimmt. Weiterhin muss der Insolvenzverwalter diesem auch zustimmen.
Dies ist in jedem Fall ein Tanz auf der Rasierklinge und kann nicht eben im Vorbeigehen erzielt werden. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass eine etwaige Insolvenz des MSV unter Zurückweisung des vorgeschlagenen Sanierungsplanes nicht so glimpflich enden muss, wie dies in Essen der Fall gewesen ist.
Dies gebe ich zu bedenken.
16.11.2012 - 13:33 Uhr
@zebraforever
Du hast völlig Recht. Respekt vor der Meinung anderer ist Pflicht. Sicher habe ich meinen Bremsklotzbeitrag aus einer Emotion heraus geschrieben. Wenn ich da über das Ziel hinausgeschossen bin, Sorry.
Es scheint ja wirklich so zu sein, dass man sich annähert und miteinander an einer Lösung arbeitet. Das ist ja schon mal was.
Ich habe mich sehr geärgert, weil sich die erste Reaktion auf das Rettungskonzept anhörte wie
"geht nicht, weil........".
Das ist aus meiner Sicht unerträglich. Zwei Personen streiten um eine Sache, die so nicht mehr weiter zu führen ist. Der eine hat ein Konzept zur Verbesserung der Situation und die Mittel es umzusetzen. Der andere hat nichts außer der Macht, die Sache sterben zu lassen. In unserem Fall ist nämlich eine Insolvenz und ein Neustart in Liga 4 oder 5 kein Konzept. Es verändert nur die Rahmenbedingungen, hat aber für sich erst mal nichts konstruktives oder zukunftorientiertes. Insolvenz und dann ma gucken ist definitiv kein Konzept. Von Mitteln für einen Neuaufbau ist nichts zu sehen. Ein Blick nach Essen reicht da nicht. Wir haben unser Umfeld, die haben das ihre.
Man muss einsehen, wenn man eine Schlacht verloren hat. Der e. V. hat nicht genug bewegt und die Situation falsch eingeschätzt. Leider war das in unserer Vereinsgeschichte häufig so. Ich habe das an anderer Stelle ausgeführt.
Wenn ich theoretisch immer noch die Möglichkeit habe mich zu reorganisieren dann tue ich das doch auf möglichst hohem Niveau. Die Insolvenz zieht man doch nur, wenn überhaupt gar nix mehr geht.
Dazu finde ich es sehr kontraproduktiv da so einen Kampf der Kulturen aufzubauschen. Auf der einen Seite die bösen Kapitalisten auf der anderen die armen kleinen Vereinsmitglieder. Wovor hat der Verein eigentlich Angst? Das die Turner keine Einräder mehr bekommen? Das die Handballer keine Trikots mehr bekommen? Dann fallen da immer so Begriffe wie "aushöhlen" oder "ausbluten". Was soll das denn heißen? Was verlieren wir denn, wenn der wichtigste Bereich professionell und profitorientiert geführt wird?
Ich denke, dass wir das Wichtigste gewinnen werden. Das ist für mich Profifußball in unseren Farben in Duisburg zu sehen.
Du hast völlig Recht. Respekt vor der Meinung anderer ist Pflicht. Sicher habe ich meinen Bremsklotzbeitrag aus einer Emotion heraus geschrieben. Wenn ich da über das Ziel hinausgeschossen bin, Sorry.
Es scheint ja wirklich so zu sein, dass man sich annähert und miteinander an einer Lösung arbeitet. Das ist ja schon mal was.
Ich habe mich sehr geärgert, weil sich die erste Reaktion auf das Rettungskonzept anhörte wie
"geht nicht, weil........".
Das ist aus meiner Sicht unerträglich. Zwei Personen streiten um eine Sache, die so nicht mehr weiter zu führen ist. Der eine hat ein Konzept zur Verbesserung der Situation und die Mittel es umzusetzen. Der andere hat nichts außer der Macht, die Sache sterben zu lassen. In unserem Fall ist nämlich eine Insolvenz und ein Neustart in Liga 4 oder 5 kein Konzept. Es verändert nur die Rahmenbedingungen, hat aber für sich erst mal nichts konstruktives oder zukunftorientiertes. Insolvenz und dann ma gucken ist definitiv kein Konzept. Von Mitteln für einen Neuaufbau ist nichts zu sehen. Ein Blick nach Essen reicht da nicht. Wir haben unser Umfeld, die haben das ihre.
Man muss einsehen, wenn man eine Schlacht verloren hat. Der e. V. hat nicht genug bewegt und die Situation falsch eingeschätzt. Leider war das in unserer Vereinsgeschichte häufig so. Ich habe das an anderer Stelle ausgeführt.
Wenn ich theoretisch immer noch die Möglichkeit habe mich zu reorganisieren dann tue ich das doch auf möglichst hohem Niveau. Die Insolvenz zieht man doch nur, wenn überhaupt gar nix mehr geht.
Dazu finde ich es sehr kontraproduktiv da so einen Kampf der Kulturen aufzubauschen. Auf der einen Seite die bösen Kapitalisten auf der anderen die armen kleinen Vereinsmitglieder. Wovor hat der Verein eigentlich Angst? Das die Turner keine Einräder mehr bekommen? Das die Handballer keine Trikots mehr bekommen? Dann fallen da immer so Begriffe wie "aushöhlen" oder "ausbluten". Was soll das denn heißen? Was verlieren wir denn, wenn der wichtigste Bereich professionell und profitorientiert geführt wird?
Ich denke, dass wir das Wichtigste gewinnen werden. Das ist für mich Profifußball in unseren Farben in Duisburg zu sehen.
16.11.2012 - 13:34 Uhr
Ich glaube nicht daran, sollten die neuen Voraussetzungen greifen, das der MSV auf längere Sicht
noch zu retten ist. Wenn nicht mehr in den sportlichen Bereich vernünftig investiert wird, kann man den Betrieb gleich schließen. Hier geht es einzig und alleine darum, das diejenigen Investoren aus der Vergangenheit (Stadion usw.) noch irgendwie ein Teil Ihres Geldes bekommen. Der Verein MSV spielt in solch einem Fall nur noch eine untergeordnete Rolle. Es wird noch mehr gespart werden müssen, die Kredite gestreckt usw. Ein Teufelskreis aus dem es so gut wie kein entkommen gibt.
noch zu retten ist. Wenn nicht mehr in den sportlichen Bereich vernünftig investiert wird, kann man den Betrieb gleich schließen. Hier geht es einzig und alleine darum, das diejenigen Investoren aus der Vergangenheit (Stadion usw.) noch irgendwie ein Teil Ihres Geldes bekommen. Der Verein MSV spielt in solch einem Fall nur noch eine untergeordnete Rolle. Es wird noch mehr gespart werden müssen, die Kredite gestreckt usw. Ein Teufelskreis aus dem es so gut wie kein entkommen gibt.
16.11.2012 - 13:40 Uhr
Zitat von Makkus8:
Eine kleine Anmerkung für alle, die den Weg von Rot Weiss Essen hier als Vorbild nehmen wollen:
Danke für die Erläuterungen ;)
Ich hatte ja geschrieben, daß in einem solchen Fall kein Weg reproduzierbar ist.
Wenn aber ein Insolvenzplanverfahren am Ende mit einer Quote von nur 6% für die Gläubiger zu einem erfolgreichen Ende gebracht wird, dann heißt das vor allem eins:
Alle wollten das dieser Traditionsverein RWE überlebt,
Banken, Gläubiger, Insolvenzverwalter (ja wahrscheinlich sogar der zuständige Amtsrichter), die Stadt, der Oberbürgermeister; die Fans und Sponsoren sowieso.
Das ist das was mich am Weg von RW Essen beeindruckt hat. ;)
Und das ist das, was ich im Moment so schmerzlich vermisse.
Wo ist der Moderator der im Moment vermittelt? Der die unterschiedlichen Interessen an einen Tisch bringt zum Wohle des Ganzen?
Geht in dieser Stadt gar nichts mehr? In jeder anderen Stadt säße zB der OB schon längst am Verhandlungstisch.
@ tomcat
Danke für deine Erläuterungen, im Moment machen wir alle glaube ich ziemlich wirre Phasen durch. ;)
Eine kleine Anmerkung für alle, die den Weg von Rot Weiss Essen hier als Vorbild nehmen wollen:
Danke für die Erläuterungen ;)
Ich hatte ja geschrieben, daß in einem solchen Fall kein Weg reproduzierbar ist.
Wenn aber ein Insolvenzplanverfahren am Ende mit einer Quote von nur 6% für die Gläubiger zu einem erfolgreichen Ende gebracht wird, dann heißt das vor allem eins:
Alle wollten das dieser Traditionsverein RWE überlebt,
Banken, Gläubiger, Insolvenzverwalter (ja wahrscheinlich sogar der zuständige Amtsrichter), die Stadt, der Oberbürgermeister; die Fans und Sponsoren sowieso.
Das ist das was mich am Weg von RW Essen beeindruckt hat. ;)
Und das ist das, was ich im Moment so schmerzlich vermisse.
Wo ist der Moderator der im Moment vermittelt? Der die unterschiedlichen Interessen an einen Tisch bringt zum Wohle des Ganzen?
Geht in dieser Stadt gar nichts mehr? In jeder anderen Stadt säße zB der OB schon längst am Verhandlungstisch.
@ tomcat
Danke für deine Erläuterungen, im Moment machen wir alle glaube ich ziemlich wirre Phasen durch. ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von zebraforever am 16.11.2012 um 13:44 Uhr bearbeitet
16.11.2012 - 13:41 Uhr
Zitat von ThomasD:
Ich glaube nicht daran, sollten die neuen Voraussetzungen greifen, das der MSV auf längere Sicht
noch zu retten ist. Wenn nicht mehr in den sportlichen Bereich vernünftig investiert wird, kann man den Betrieb gleich schließen. Hier geht es einzig und alleine darum, das diejenigen Investoren aus der Vergangenheit (Stadion usw.) noch irgendwie ein Teil Ihres Geldes bekommen. Der Verein MSV spielt in solch einem Fall nur noch eine untergeordnete Rolle. Es wird noch mehr gespart werden müssen, die Kredite gestreckt usw. Ein Teufelskreis aus dem es so gut wie kein entkommen gibt.
Und auch hier noch einmal:
Aktuell wissen wir NICHTS! Wir wissen nicht, wer der Investor ist. Wir wissen nicht, wie die Planung aussieht. Wir wissen nicht, wie die Bedingungen sind.
Was wir aber machen, ist das wir hir uns alles die Köppe einschlagen und Horrorszenarien aufmalen, die so doch noch keiner sehen kann.
Wer weiß denn, ob die Herrschaften vom Stadionnicht doch ein Interesse haben, dass der Verein langfristig überlebt. Denn die wollen doch auch nach der Abzahlung Geld mit dem Stadion verdienen. Vielleicht haben die auch einfach den Papp auf, jedes halbes Jahr neu über die Mietzahlungen herumzu kaspern?
In vielen Beiträgen die hier negativ ausgelegt werden, wird aus meiner Sicht in einer absoluten Schubladen-Denkweise gedacht. Und das fällt mir schwer, zu verstehen.
Gruß
Ich glaube nicht daran, sollten die neuen Voraussetzungen greifen, das der MSV auf längere Sicht
noch zu retten ist. Wenn nicht mehr in den sportlichen Bereich vernünftig investiert wird, kann man den Betrieb gleich schließen. Hier geht es einzig und alleine darum, das diejenigen Investoren aus der Vergangenheit (Stadion usw.) noch irgendwie ein Teil Ihres Geldes bekommen. Der Verein MSV spielt in solch einem Fall nur noch eine untergeordnete Rolle. Es wird noch mehr gespart werden müssen, die Kredite gestreckt usw. Ein Teufelskreis aus dem es so gut wie kein entkommen gibt.
Und auch hier noch einmal:
Aktuell wissen wir NICHTS! Wir wissen nicht, wer der Investor ist. Wir wissen nicht, wie die Planung aussieht. Wir wissen nicht, wie die Bedingungen sind.
Was wir aber machen, ist das wir hir uns alles die Köppe einschlagen und Horrorszenarien aufmalen, die so doch noch keiner sehen kann.
Wer weiß denn, ob die Herrschaften vom Stadionnicht doch ein Interesse haben, dass der Verein langfristig überlebt. Denn die wollen doch auch nach der Abzahlung Geld mit dem Stadion verdienen. Vielleicht haben die auch einfach den Papp auf, jedes halbes Jahr neu über die Mietzahlungen herumzu kaspern?
In vielen Beiträgen die hier negativ ausgelegt werden, wird aus meiner Sicht in einer absoluten Schubladen-Denkweise gedacht. Und das fällt mir schwer, zu verstehen.
Gruß
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