Pressethread (Hinrunde 07/08)
19.06.2007 - 15:22 Uhr
12.07.2007 - 09:47 Uhr
Ein Joker sucht seine Idealrolle
Von Werner Jöstingmeyer
Walchsee (WB). Selbstbewusster ist er geworden und effektiver auch. Dennoch ist ein Stammplatz auch in der zukünftigen Anfangsformation keineswegs garantiert. »Jonas Kamper kann mehr, als er bisher gezeigt hat«, sagt Arminias Trainer Ernst Middendorp und ist derzeit auf der Suche nach der idealen Position für den 24-jährigen »Bomber« aus Dänemark.
Auf dem rechten Flügel kam Kamper in der abgelaufenen Saison zwar 29 Mal zum Einsatz, aber nur in 18 Partien von Anfang an. Diese Bilanz will er deutlich verbessern. »Ich fühle mich fit und habe eindeutig mehr Power«, sieht das sympathische »Nordlicht« deutliche Erfolge einer wesentlich härteren Trainingsarbeit.
Kamper hat bisher zu keiner Zeit bereut, im letzten Jahr in Bielefeld einen Dreijahresvertrag unterschrieben zu haben.
»Wir haben ihn auch nur bekommen, weil er zuletzt bei Bröndby Kopenhagen ein schlechtes Jahr hatte«, erklärt Reinhard Saftig, der Kamper zum »Schnäppchenpreis« von 400 000 Euro von der Kopenhagener Ersatzbank nach OWL lotste. Und Arminias Sportchef erinnert sich: »Schon als Scout von Borussia Dortmund habe ich ihn mindestens 20 Mal spielen sehen. Aber damals war er mit etwa vier Millionen Euro einfach zu teuer.«
Seine sechs spektakulären Saisontreffer animierten jetzt die Bielefelder Fans, Kamper im Internet-Forum zum Spieler der Saison zu wählen. »Für mich eine große Ehre«, freut sich der Musik-Liebhaber und gibt zu: »Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.« Middendorp will diese Auszeichnung auch nicht überbewertet wissen. »Jonas kann mehr. Bisher hat er nur punktuell effektiv gespielt.« Der Trainer erwartet, dass ihm Kamper zeigt, dass er nicht mit der Jokerrolle zufrieden ist, sondern die 90 Minuten durchspielen will.
Im Test beim Landesligisten VfL Theesen (4:0) setzte er Kamper neben Subisiso Zuma als zweite Spitze ein. Eine Rolle, die der Däne laut Middendorp »sehr gut annahm«. Ihm sei es egal, ob er rechts oder vorne zentral spiele, versichert der schussstarke Angreifer. »Wichtig ist für mich nur, dass ich überhaupt spiele.«
Eine Garantie dafür will ihm Middendorp natürlich nicht geben.
Kamper hat indes »ein sehr gutes Gefühl«. Durch den gestiegenen Konkurrenzdruck ist unsere Mannschaft stärker geworden«, stellt der ehemalige dänische Rekord-Nationalspieler der U21-Auswahl (39 Einsätze) fest, sieht aber auch ein Problem: »Der Kader ist größer geworden. Alle Positionen sind zwei- oder dreifach besetzt.
Aber nur 18 Spieler werden jeweils nominiert. Da müssen wir aufpassen, dass es nicht zu Missstimmungen kommt«, sagt der Publikumsliebling. Ihm macht die Vorbereitung deutlich weniger aus als noch vor einem Jahr. »Mein Körper hat sich daran gewöhnt, grinst der Däne verschmitzt und lobt das Trainergespann: »Middendorp hat ein gutes Auge. Er macht mit seinen Assistenten einen super Job.«
Mit der Wahl des Trainingsquartiers am Tiroler Walchsee ist Kamper total einverstanden: »Ein schönes Hotel und ringsum eine tolle Natur.« Dennoch blickt er immer wieder zum Himmel: »Nur trockener könnte es allmählich werden.« Der »Armine der Saison« freut sich auf sein zweites Bundesligajahr. Für das Ziel »Nichtabstieg« rennt und schwitzt er derzeit im idyllischen Ferienörtchen Walchsee: »Wir sind schließlich nicht im Urlaub hier.«
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Von Werner Jöstingmeyer
Walchsee (WB). Selbstbewusster ist er geworden und effektiver auch. Dennoch ist ein Stammplatz auch in der zukünftigen Anfangsformation keineswegs garantiert. »Jonas Kamper kann mehr, als er bisher gezeigt hat«, sagt Arminias Trainer Ernst Middendorp und ist derzeit auf der Suche nach der idealen Position für den 24-jährigen »Bomber« aus Dänemark.
Auf dem rechten Flügel kam Kamper in der abgelaufenen Saison zwar 29 Mal zum Einsatz, aber nur in 18 Partien von Anfang an. Diese Bilanz will er deutlich verbessern. »Ich fühle mich fit und habe eindeutig mehr Power«, sieht das sympathische »Nordlicht« deutliche Erfolge einer wesentlich härteren Trainingsarbeit.
Kamper hat bisher zu keiner Zeit bereut, im letzten Jahr in Bielefeld einen Dreijahresvertrag unterschrieben zu haben.
»Wir haben ihn auch nur bekommen, weil er zuletzt bei Bröndby Kopenhagen ein schlechtes Jahr hatte«, erklärt Reinhard Saftig, der Kamper zum »Schnäppchenpreis« von 400 000 Euro von der Kopenhagener Ersatzbank nach OWL lotste. Und Arminias Sportchef erinnert sich: »Schon als Scout von Borussia Dortmund habe ich ihn mindestens 20 Mal spielen sehen. Aber damals war er mit etwa vier Millionen Euro einfach zu teuer.«
Seine sechs spektakulären Saisontreffer animierten jetzt die Bielefelder Fans, Kamper im Internet-Forum zum Spieler der Saison zu wählen. »Für mich eine große Ehre«, freut sich der Musik-Liebhaber und gibt zu: »Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.« Middendorp will diese Auszeichnung auch nicht überbewertet wissen. »Jonas kann mehr. Bisher hat er nur punktuell effektiv gespielt.« Der Trainer erwartet, dass ihm Kamper zeigt, dass er nicht mit der Jokerrolle zufrieden ist, sondern die 90 Minuten durchspielen will.
Im Test beim Landesligisten VfL Theesen (4:0) setzte er Kamper neben Subisiso Zuma als zweite Spitze ein. Eine Rolle, die der Däne laut Middendorp »sehr gut annahm«. Ihm sei es egal, ob er rechts oder vorne zentral spiele, versichert der schussstarke Angreifer. »Wichtig ist für mich nur, dass ich überhaupt spiele.«
Eine Garantie dafür will ihm Middendorp natürlich nicht geben.
Kamper hat indes »ein sehr gutes Gefühl«. Durch den gestiegenen Konkurrenzdruck ist unsere Mannschaft stärker geworden«, stellt der ehemalige dänische Rekord-Nationalspieler der U21-Auswahl (39 Einsätze) fest, sieht aber auch ein Problem: »Der Kader ist größer geworden. Alle Positionen sind zwei- oder dreifach besetzt.
Aber nur 18 Spieler werden jeweils nominiert. Da müssen wir aufpassen, dass es nicht zu Missstimmungen kommt«, sagt der Publikumsliebling. Ihm macht die Vorbereitung deutlich weniger aus als noch vor einem Jahr. »Mein Körper hat sich daran gewöhnt, grinst der Däne verschmitzt und lobt das Trainergespann: »Middendorp hat ein gutes Auge. Er macht mit seinen Assistenten einen super Job.«
Mit der Wahl des Trainingsquartiers am Tiroler Walchsee ist Kamper total einverstanden: »Ein schönes Hotel und ringsum eine tolle Natur.« Dennoch blickt er immer wieder zum Himmel: »Nur trockener könnte es allmählich werden.« Der »Armine der Saison« freut sich auf sein zweites Bundesligajahr. Für das Ziel »Nichtabstieg« rennt und schwitzt er derzeit im idyllischen Ferienörtchen Walchsee: »Wir sind schließlich nicht im Urlaub hier.«
QUELLE: http://westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
14.07.2007 - 11:36 Uhr
Blaue Momente VIII
In der Sommerpause blicken wir jeden Samstag auf die unvergesslichen Momente der Saison zurück.
21.04.2007: Wunder gibt es immer wieder
Es sah düster aus für die Blauen, um nicht zu sagen stockfinster. Nach dem 2:4 gegen Eintracht Frankfurt glaubte eigentlich niemand mehr daran, dass der siebte Abstieg in der Vereinsgeschichte noch würde verhindert werden können. Gegen zwanzig vor fünf an diesem 21. April gingen für den DSC endgültig die Lichter aus. Ex-Armine Isaac Boakye kam auf Höhe des Elfmeterpunkts frei zum Schuss und überwand den in der Halbzeitpause für den angeschlagenen Mathias Hain ins Spiel gekommenen Marc Ziegler zum 2:1 für die Wölfe. Im Gästeblock wurde das Tor mit einer Mischung aus Ernüchterung und Galgenhumor zur Kenntnis genommen. Selbst die 500 mitgereisten Arminis waren nun verstummt. Die Anhänger der Blauen waren ohnehin mit wenig Zuversicht angereist und wie es aussah, würden sie ohne jegliche Hoffnung wieder in Bielefeld ankommen.
Die Hausherren blieben auch nach dem Führungstreffer am Drücker, die Arminen hingegen schienen für den Ausgleich nicht mehr in Frage zu kommen. Zumal ein Unentschieden ohnehin zu wenig gewesen wäre. Eine Woche später war Werder Bremen in der SchücoArena zu Gast, dann stand die Reise nach Leverkusen auf dem Programm, am letzten Spieltag wartete Schalke. Nein, da ging nichts mehr. Es sei denn, es geschah ein Wunder.
Und die gibt es bekanntlich immer wieder. Das der Blauen nahm gegen kurz vor fünf seinen Lauf. Die Wolfsburger stellten ihre Angriffsbemühungen ein und schienen die knappe Führung im Stile einer Spitzenmannschaft verwalten zu wollen. Solche Finessen sollte man allerdings Spitzenmannschaften überlassen, selbst, wenn der Gegner klinisch tot zu sein scheint. Der stellte plötzlich fest, dass er noch einen Puls hatte. Die Arminen schienen förmlich zu spüren, dass die Wölfe die Umklammerung lösten – und sich damit verwundbar machten. In der 71. Minute setzte der Puma zur Attacke an und bediente den im Strafraum lauernden Christian Eigler, der zum 2:2 einschoss.
Jetzt spielte nur noch der DSC und fünf Minuten vor dem Ende wurde er belohnt. Heiko Westermann fand mit einem langen Pass erneut Eigler, der in die Mitte flankte, wo Artur Wichniarek sich in den Ball warf und per Flugkopfball zum 3:2 traf. Ein Tor, von dem nicht nur der König selbst noch seinen Enkeln berichten wird.
VfL Wolfsburg – Arminia Bielefeld 2:3 (1:1)
Tore: 0:1 Westermann (7.), 1:1 Marcelinho (15.), 2:1 Boakye (53.), 2:2 Eigler (71.), 2:3 Wichniarek (85.)
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5790
In der Sommerpause blicken wir jeden Samstag auf die unvergesslichen Momente der Saison zurück.
21.04.2007: Wunder gibt es immer wieder
Es sah düster aus für die Blauen, um nicht zu sagen stockfinster. Nach dem 2:4 gegen Eintracht Frankfurt glaubte eigentlich niemand mehr daran, dass der siebte Abstieg in der Vereinsgeschichte noch würde verhindert werden können. Gegen zwanzig vor fünf an diesem 21. April gingen für den DSC endgültig die Lichter aus. Ex-Armine Isaac Boakye kam auf Höhe des Elfmeterpunkts frei zum Schuss und überwand den in der Halbzeitpause für den angeschlagenen Mathias Hain ins Spiel gekommenen Marc Ziegler zum 2:1 für die Wölfe. Im Gästeblock wurde das Tor mit einer Mischung aus Ernüchterung und Galgenhumor zur Kenntnis genommen. Selbst die 500 mitgereisten Arminis waren nun verstummt. Die Anhänger der Blauen waren ohnehin mit wenig Zuversicht angereist und wie es aussah, würden sie ohne jegliche Hoffnung wieder in Bielefeld ankommen.
Die Hausherren blieben auch nach dem Führungstreffer am Drücker, die Arminen hingegen schienen für den Ausgleich nicht mehr in Frage zu kommen. Zumal ein Unentschieden ohnehin zu wenig gewesen wäre. Eine Woche später war Werder Bremen in der SchücoArena zu Gast, dann stand die Reise nach Leverkusen auf dem Programm, am letzten Spieltag wartete Schalke. Nein, da ging nichts mehr. Es sei denn, es geschah ein Wunder.
Und die gibt es bekanntlich immer wieder. Das der Blauen nahm gegen kurz vor fünf seinen Lauf. Die Wolfsburger stellten ihre Angriffsbemühungen ein und schienen die knappe Führung im Stile einer Spitzenmannschaft verwalten zu wollen. Solche Finessen sollte man allerdings Spitzenmannschaften überlassen, selbst, wenn der Gegner klinisch tot zu sein scheint. Der stellte plötzlich fest, dass er noch einen Puls hatte. Die Arminen schienen förmlich zu spüren, dass die Wölfe die Umklammerung lösten – und sich damit verwundbar machten. In der 71. Minute setzte der Puma zur Attacke an und bediente den im Strafraum lauernden Christian Eigler, der zum 2:2 einschoss.
Jetzt spielte nur noch der DSC und fünf Minuten vor dem Ende wurde er belohnt. Heiko Westermann fand mit einem langen Pass erneut Eigler, der in die Mitte flankte, wo Artur Wichniarek sich in den Ball warf und per Flugkopfball zum 3:2 traf. Ein Tor, von dem nicht nur der König selbst noch seinen Enkeln berichten wird.
VfL Wolfsburg – Arminia Bielefeld 2:3 (1:1)
Tore: 0:1 Westermann (7.), 1:1 Marcelinho (15.), 2:1 Boakye (53.), 2:2 Eigler (71.), 2:3 Wichniarek (85.)
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5790
16.07.2007 - 02:21 Uhr
Der schwarze Ballack
ARMINIA: Middendorp setzt auf Nkosis unafrikanische Spielweise
Walchsee. Der Sportkommentator von News 24 formulierte seine Skepsis offen: Zu wenig Durchsetzungsvermögen im Zweikampf, kaum Zug zum Tor – warum Siyabonga Nkosi seine ersten Länderspielberufungen ausgerechnet zum wichtigen Turnier um den Africa-Cup 2006 erhalten hatte, sei nicht nachvollziehbar. Südafrika ging unter, Nkosis Stern aber auf. Und seit Samstag gehört der Shooting Star der Bafana Bafana, wie die Nationalelf genannt wird, zum Kader des DSC Arminia Bielefeld.
Zumindest zu dem, der derzeit am Walchsee auf Bundesligareife getrimmt wird. Ob der 25-Jährige tatsächlich bald für die Arminia auflaufen wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Prinzipiell, so Chefcoach Ernst Middendorp, gäbe es eine „Verständigung über die Ablösesumme, mit deren Höhe wir leben könnten“.
Da die abgebenden Kaizer Chiefs während ihrer Saisonvorbereitung erkannt haben, dass der zentrale Mittelfeldspieler eventuell wertvoller als die ausgehandelte Ablöse von rund 350.000 Euro sein könnte, sollen Nachforderungen aufgetaucht sein. Kaizer-Chief-Präsident Kaizer Motaung erklärt allerdings bereits, Nkosi an Arminia „verloren“ zu haben. Und da auch Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig meint, dass „fast schon mehr als die Rahmenbedingungen“ stimmen, ist anzunehmen, dass der Wechsel heute oder morgen als perfekt gemeldet wird.
Trainer Middendorp geht davon aus, seinen ehemaligen Schützling demnächst offiziell im schwarz-weiß-blauen Trikot auflaufen lassen zu können, ausgestattet mit einem Zwei-Jahres-Vertrag plus Option für eine weitere Saison. Nkosi, so Middendorp, habe „nicht die afrikanische Mentalität, fünf Mann auszuspielen und sich wie ein Kreisel zu drehen“. Er zeichne sich durch „große Zielstrebigkeit“ aus und durch die Fähigkeit, seine Offensivaktionen selbst abzuschließen oder den freigespielten Nebenmann einzusetzen. Qualitäten, die sich bei den Gegenspielern des Kaizer-Chiefs-Chefs schnell herumsprachen.
Middendorp: „Nkosi hat in Eins-zu-Eins-Situationen ganz schön auf die Socken gekriegt.“ Die Attacken führten zu Verletzungen Nkosis und damit zu einer „unglücklichen Saison“. Was nicht an Middendorps Wertschätzung seines wahrscheinlich zukünftigen Schützlings ändert. „Eine Art Ballack“ sei der 14-malige südafrikanische Nationalspieler. Wegen der Körperstatur, wegen des Laufstils. Aber, fügt der DSC-Coach schnell an, natürlich dürfe niemand einen solchen Vergleich zu hoch hängen, zu unterschiedlich sei das Niveau der Spielklassen. „Er muss jetzt beweisen, dass er sich in einer europäischen Topliga behaupten kann“, verlangt Middendorp.
Rund zwei Monate wird es nach Traineransicht dauern, bis Nkosi Bundesliga-reif ist. Der neue südafrikanische Nationaltrainer, der Brasilianer Carlos Alberto Parreira, habe „eine hohe Meinung“ von dem Mittelfeldlenker, der bei der WM 2010 „ein wichtiger Teil“ des Nationalteams des Gastgeberlandes sein werde. Ob Sibayonga Nkosi diese Bedeutung auch bei Arminia bekommt, wird sich zeigen, wenn er sich „an die Intensität unseres Trainings gewöhnt hat“.
Middendorp kennt den Südafrikaner aus einjähriger gemeinsamer Tätigkeit bei den Kaizer Chiefs in Johannesburg gut genug, um sagen zu können: „Der weiß, dass ein Wechsel zu uns eine Goldkarte für ihn ist.“
Quelle: nw-news.de
ARMINIA: Middendorp setzt auf Nkosis unafrikanische Spielweise
Walchsee. Der Sportkommentator von News 24 formulierte seine Skepsis offen: Zu wenig Durchsetzungsvermögen im Zweikampf, kaum Zug zum Tor – warum Siyabonga Nkosi seine ersten Länderspielberufungen ausgerechnet zum wichtigen Turnier um den Africa-Cup 2006 erhalten hatte, sei nicht nachvollziehbar. Südafrika ging unter, Nkosis Stern aber auf. Und seit Samstag gehört der Shooting Star der Bafana Bafana, wie die Nationalelf genannt wird, zum Kader des DSC Arminia Bielefeld.
Zumindest zu dem, der derzeit am Walchsee auf Bundesligareife getrimmt wird. Ob der 25-Jährige tatsächlich bald für die Arminia auflaufen wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Prinzipiell, so Chefcoach Ernst Middendorp, gäbe es eine „Verständigung über die Ablösesumme, mit deren Höhe wir leben könnten“.
Da die abgebenden Kaizer Chiefs während ihrer Saisonvorbereitung erkannt haben, dass der zentrale Mittelfeldspieler eventuell wertvoller als die ausgehandelte Ablöse von rund 350.000 Euro sein könnte, sollen Nachforderungen aufgetaucht sein. Kaizer-Chief-Präsident Kaizer Motaung erklärt allerdings bereits, Nkosi an Arminia „verloren“ zu haben. Und da auch Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig meint, dass „fast schon mehr als die Rahmenbedingungen“ stimmen, ist anzunehmen, dass der Wechsel heute oder morgen als perfekt gemeldet wird.
Trainer Middendorp geht davon aus, seinen ehemaligen Schützling demnächst offiziell im schwarz-weiß-blauen Trikot auflaufen lassen zu können, ausgestattet mit einem Zwei-Jahres-Vertrag plus Option für eine weitere Saison. Nkosi, so Middendorp, habe „nicht die afrikanische Mentalität, fünf Mann auszuspielen und sich wie ein Kreisel zu drehen“. Er zeichne sich durch „große Zielstrebigkeit“ aus und durch die Fähigkeit, seine Offensivaktionen selbst abzuschließen oder den freigespielten Nebenmann einzusetzen. Qualitäten, die sich bei den Gegenspielern des Kaizer-Chiefs-Chefs schnell herumsprachen.
Middendorp: „Nkosi hat in Eins-zu-Eins-Situationen ganz schön auf die Socken gekriegt.“ Die Attacken führten zu Verletzungen Nkosis und damit zu einer „unglücklichen Saison“. Was nicht an Middendorps Wertschätzung seines wahrscheinlich zukünftigen Schützlings ändert. „Eine Art Ballack“ sei der 14-malige südafrikanische Nationalspieler. Wegen der Körperstatur, wegen des Laufstils. Aber, fügt der DSC-Coach schnell an, natürlich dürfe niemand einen solchen Vergleich zu hoch hängen, zu unterschiedlich sei das Niveau der Spielklassen. „Er muss jetzt beweisen, dass er sich in einer europäischen Topliga behaupten kann“, verlangt Middendorp.
Rund zwei Monate wird es nach Traineransicht dauern, bis Nkosi Bundesliga-reif ist. Der neue südafrikanische Nationaltrainer, der Brasilianer Carlos Alberto Parreira, habe „eine hohe Meinung“ von dem Mittelfeldlenker, der bei der WM 2010 „ein wichtiger Teil“ des Nationalteams des Gastgeberlandes sein werde. Ob Sibayonga Nkosi diese Bedeutung auch bei Arminia bekommt, wird sich zeigen, wenn er sich „an die Intensität unseres Trainings gewöhnt hat“.
Middendorp kennt den Südafrikaner aus einjähriger gemeinsamer Tätigkeit bei den Kaizer Chiefs in Johannesburg gut genug, um sagen zu können: „Der weiß, dass ein Wechsel zu uns eine Goldkarte für ihn ist.“
Quelle: nw-news.de
16.07.2007 - 02:23 Uhr
Zuma bleibt
Bis zum 15. Juli hätte Sibusiso Zuma eine Vertragsoption ziehen können, um für eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro den Verein zu wechseln. Die Frist ist verstrichen, so dass Sportchef Reinhard Saftig beruhigt registrieren kann: „Damit muss Sibusiso seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 erfüllen.“
Borges soll gehen
Bevor die Suche nach dem von Chefcoach Ernst Middendorp gewünschten „schnellen Mann für die linke äußere Seite“ intensiviert werden kann, ist es notwendig, den 30-Mann-Kader zu verkleinern. Bisher gibt es keine offizielle Anfrage, es darf aber davon ausgegangen werden, dass in dieser Woche Gespräche mit dem Schweizer Erstligisten FC Thun bezüglich eines Transfers von Marcio Borges aufgenommen werden.
Co-Trainer kommt
Bei ihren Übungseinheiten auf dem Gelände des SV Walchsee erfahren die Profis seit Sonntag eine Art Rundumbetreuung. Als vierter Co-Trainer ist für drei Tage Dr. Jörg Weber angereist.
Ersatz reist nach
Dass zum Vergleich mit den Blackburn Rovers nur 16 Profis mitgenommen wurden, bedeutete nicht, dass die übrigen Kicker des Kaders sich einen ruhigen Nachmittag gönnen konnten. Für sie stand eine Trainingseinheit an, verbunden mit der Möglichkeit, anschließend freiwillig in Kleinbussen zum Testspiel in Heimstetten nachzureisen.
Quelle: www.nw-news.de
Bis zum 15. Juli hätte Sibusiso Zuma eine Vertragsoption ziehen können, um für eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro den Verein zu wechseln. Die Frist ist verstrichen, so dass Sportchef Reinhard Saftig beruhigt registrieren kann: „Damit muss Sibusiso seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 erfüllen.“
Borges soll gehen
Bevor die Suche nach dem von Chefcoach Ernst Middendorp gewünschten „schnellen Mann für die linke äußere Seite“ intensiviert werden kann, ist es notwendig, den 30-Mann-Kader zu verkleinern. Bisher gibt es keine offizielle Anfrage, es darf aber davon ausgegangen werden, dass in dieser Woche Gespräche mit dem Schweizer Erstligisten FC Thun bezüglich eines Transfers von Marcio Borges aufgenommen werden.
Co-Trainer kommt
Bei ihren Übungseinheiten auf dem Gelände des SV Walchsee erfahren die Profis seit Sonntag eine Art Rundumbetreuung. Als vierter Co-Trainer ist für drei Tage Dr. Jörg Weber angereist.
Ersatz reist nach
Dass zum Vergleich mit den Blackburn Rovers nur 16 Profis mitgenommen wurden, bedeutete nicht, dass die übrigen Kicker des Kaders sich einen ruhigen Nachmittag gönnen konnten. Für sie stand eine Trainingseinheit an, verbunden mit der Möglichkeit, anschließend freiwillig in Kleinbussen zum Testspiel in Heimstetten nachzureisen.
Quelle: www.nw-news.de
16.07.2007 - 02:24 Uhr
Ein Sieg des Teamgeists
ARMINIA: Verdienter 2:1-Erfolg über englischen Spitzenklub Blackburn Rovers
Heimstetten. Als Andre Ooijer in der 3. Minute mit einem wuchtigen Kopfball den UI-Cup-Teilnehmer Blackburn Rovers in Führung brachte, sah es ganz danach aus, als solle Busfahrer Dirk Westerhold der einzige Armine sein, der an diesem sonnigen Sonntag etwas zu feiern hatte: seinen 39. Geburtstag.
Erst brachten die rund 400 (!) DSC-Fans unter den 1.000 Zuschauern „Bussi“ ein Ständchen, am Ende feierten sie ihre Fußball spielenden Lieblinge. Denn mit einer imponierenden Energieleistung, vielen gelungenen spielerischen Elementen und zwei Treffern von Christian Eigler (31.) und Jörg Böhme (55.) bezwangen die Bielefelder den englischen Spitzenverein verdientermaßen mit 2:1 (1:1).
Am Vormittag noch hatte der DSC ein knallhartes 80-Minuten-Training absolviert. „Nach der Belastung bereit zu sein, als Team aufzutreten und trotz des Rückstandes relativ schnell zurückzukommen“, strich Chefcoach Ernst Middendorp als besonders erwähnenswert heraus. Sonderlob erhielten Matthias Langkamp und Tobias Rau, „ohne dadurch die Leistung der anderen zu schmälern“. Zum Spielverlauf: Dank der Robustheit, vor allem bei Luftduellen, diktierte Blackburn eine knapp halbe Stunde lang das Geschehen. Mit Eiglers Ausgleich, glänzend vorbereitet von Artur Wichniarek, kippte das Spiel zugunsten der spielfreudigen Arminen. Die Entscheidung besorgte Jörg Böhme, „der ***** “, wie Middendorp den extravaganten Fußballer liebevoll nennt. „85 Prozent spielt er Mist – und dann haut er erst einen mit rechts raus und dann den nächsten mit links rein“, wunderte sich nicht nur Middendorp über Böhmes Schusskünste. Den ersten Versuch wehrte Brad Friedel noch ab, beim rotzfrechen Heber zum 2:1 war auch der ehemalige US-Torhüter machtlos.
DSC Arminia: Hain - Kirch, Mijatovic, Langkamp, Rau - Kauf (57. Bollmann) - Tesche, Masmanidis, Böhme (57. Ndjeng) - Eigler (69. Zuma), Wichniarek (69. Leonidas).
Quelle: www.nw-news.de
ARMINIA: Verdienter 2:1-Erfolg über englischen Spitzenklub Blackburn Rovers
Heimstetten. Als Andre Ooijer in der 3. Minute mit einem wuchtigen Kopfball den UI-Cup-Teilnehmer Blackburn Rovers in Führung brachte, sah es ganz danach aus, als solle Busfahrer Dirk Westerhold der einzige Armine sein, der an diesem sonnigen Sonntag etwas zu feiern hatte: seinen 39. Geburtstag.
Erst brachten die rund 400 (!) DSC-Fans unter den 1.000 Zuschauern „Bussi“ ein Ständchen, am Ende feierten sie ihre Fußball spielenden Lieblinge. Denn mit einer imponierenden Energieleistung, vielen gelungenen spielerischen Elementen und zwei Treffern von Christian Eigler (31.) und Jörg Böhme (55.) bezwangen die Bielefelder den englischen Spitzenverein verdientermaßen mit 2:1 (1:1).
Am Vormittag noch hatte der DSC ein knallhartes 80-Minuten-Training absolviert. „Nach der Belastung bereit zu sein, als Team aufzutreten und trotz des Rückstandes relativ schnell zurückzukommen“, strich Chefcoach Ernst Middendorp als besonders erwähnenswert heraus. Sonderlob erhielten Matthias Langkamp und Tobias Rau, „ohne dadurch die Leistung der anderen zu schmälern“. Zum Spielverlauf: Dank der Robustheit, vor allem bei Luftduellen, diktierte Blackburn eine knapp halbe Stunde lang das Geschehen. Mit Eiglers Ausgleich, glänzend vorbereitet von Artur Wichniarek, kippte das Spiel zugunsten der spielfreudigen Arminen. Die Entscheidung besorgte Jörg Böhme, „der ***** “, wie Middendorp den extravaganten Fußballer liebevoll nennt. „85 Prozent spielt er Mist – und dann haut er erst einen mit rechts raus und dann den nächsten mit links rein“, wunderte sich nicht nur Middendorp über Böhmes Schusskünste. Den ersten Versuch wehrte Brad Friedel noch ab, beim rotzfrechen Heber zum 2:1 war auch der ehemalige US-Torhüter machtlos.
DSC Arminia: Hain - Kirch, Mijatovic, Langkamp, Rau - Kauf (57. Bollmann) - Tesche, Masmanidis, Böhme (57. Ndjeng) - Eigler (69. Zuma), Wichniarek (69. Leonidas).
Quelle: www.nw-news.de
16.07.2007 - 02:24 Uhr
Deftige Überraschung am freien Tag
ARMINIA: Sektfrühstück für Spieler und Fans
Walchsee. „Stollenschuhe und Schienbeinschoner einpacken, heute geht’s eins gegen eins über den ganzen Platz“ – mit dieser Ansage schockte Chefcoach Ernst Middendorp seine Spieler, die nach den strapaziösen Einheiten der Woche am Samstag eigentlich eine eher ruhige Gangart erwartet hatten.
Umso größer war die Verblüffung am Trainingsgelände: Das Verwöhnhotel-Team hatte Biergarten-Garnituren und Stehtische aufgebaut, ein paar Häppchen sowie kühle Getränke standen parat, aus einem Gettoblaster ertönte Musik aus der umfangreichen Stimmungslieder-Sammlung von Zeugwart Rainer Schonz – „zu meinem etwas verspäteten Einstand gibt’s heute ein Sektfrühstück“, erklärte Middendorp. Die Idee zu dieser kleinen, spontanen Feier, an der auch die Fans teilnehmen durften, war nach dem gelungenen Hüttenabend auf der Ottenalm geboren worden. Dort hatte Schonz als Andrea-Berg-Double für Riesenstimmung gesorgt. Allgemeiner Tenor: „Schonzi wird von Jahr zu Jahr besser.“
Der Samstagnachmittag stand zur freien Verfügung. „Ab Sonntagmorgen wird wieder das volle Trainingsprogramm durchgezogen“, kündigte Middendorp an. Und diesmal waren die Worte ernst gemeint.
www.nw-news.de
ARMINIA: Sektfrühstück für Spieler und Fans
Walchsee. „Stollenschuhe und Schienbeinschoner einpacken, heute geht’s eins gegen eins über den ganzen Platz“ – mit dieser Ansage schockte Chefcoach Ernst Middendorp seine Spieler, die nach den strapaziösen Einheiten der Woche am Samstag eigentlich eine eher ruhige Gangart erwartet hatten.
Umso größer war die Verblüffung am Trainingsgelände: Das Verwöhnhotel-Team hatte Biergarten-Garnituren und Stehtische aufgebaut, ein paar Häppchen sowie kühle Getränke standen parat, aus einem Gettoblaster ertönte Musik aus der umfangreichen Stimmungslieder-Sammlung von Zeugwart Rainer Schonz – „zu meinem etwas verspäteten Einstand gibt’s heute ein Sektfrühstück“, erklärte Middendorp. Die Idee zu dieser kleinen, spontanen Feier, an der auch die Fans teilnehmen durften, war nach dem gelungenen Hüttenabend auf der Ottenalm geboren worden. Dort hatte Schonz als Andrea-Berg-Double für Riesenstimmung gesorgt. Allgemeiner Tenor: „Schonzi wird von Jahr zu Jahr besser.“
Der Samstagnachmittag stand zur freien Verfügung. „Ab Sonntagmorgen wird wieder das volle Trainingsprogramm durchgezogen“, kündigte Middendorp an. Und diesmal waren die Worte ernst gemeint.
www.nw-news.de
16.07.2007 - 11:45 Uhr
Mit Stollenschuhen zum Trainer-Buffet
Walchsee (WB). Sieben Trainingseinheiten in drei Tagen. Arminias Aufenthalt am Walchsee ist alles andere als ein Sommerurlaub. Deshalb stöhnten auch die meisten Spieler, als Ernst Middendorp sie am Samstagvormittag beim Frühstück mit ernstem Gesicht aufforderte: »Zum Sportplatz fahren wir gleich mit Fußballschuhen und Stickenschonern.«
Als der Arminen-Tross wenig später auf dem idyllisch gelegenen Trainingsgelände eintraf, trauten die Spieler ihren Ohren und Augen nicht. Laute Musik drang aus einem Lautsprecher. Auf dem oberen Rasenplatz hatte Hotelier Münsterer sehr dekorativ Sektflaschen und Gläser sowie diverse Platten mit leckeren Schnittchen aufgebaut.
Middendorp rief die erstaunte Truppe kurz zusammen und erklärte: »Das ist heute mal eine andere Trainingseinheit. Ihr habt bisher hervorragend gearbeitet. Dies ist mein Einstand bei Arminia. Danach habt ihr bis Sonntag 9.30 Uhr frei.«
Die Spieler waren zunächst sprachlos, bedankten sich dann aber mit einem donnernden Applaus. Auch die zahlreichen DSC-Fans kamen auf ihre Kosten. Sie lud der Trainer ebenfalls zu der improvisierten Fete ein. Mannschaftskapitän Mathias Hain: »Ich hatte ja heute Vormittag alles Mögliche erwartet, nur so etwas nicht. Aber diese Überraschung macht einen guten Trainer aus.«
Marcel Ndjeng sprach von einem »Riesenkino«, Robert Tesche von einer leichteren Übungseinheit, und Petr Gabriel schmunzelte vergnügt: »So etwas nennt man wohl perfektes Training.«
Christian Eigler nippte ein bisschen am Glas und fragte ein paar Kollegen: »Wenn wir schon hier sind, wollen wir nicht ein bisschen kicken?« Keiner hatte Lust.
Ernst Middendorp war zufrieden, weil ihm wieder mal eine echte Überraschung gelungen war. »Man lebt ja immer in Extremen. Aber zu diesem Anlass konnten wir heute Vormittag auch mal den Rasenplatz zweckentfremden«, grinste der Coach gut gelaunt.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8835&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
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Eigler und Böhme treffen
Heimstetten (WB). Arminia Bielefeld hat die Abseitstor-Niederlage gegen Groclin Grodzisk vom Freitag gut verdaut. In der Nähe von München gewann die Mannschaft von Ernst Middendorp gestern vor 800 Zuschauern gegen die Blackburn Rovers 2:1 (1:1).
Die Rovers, derzeit in der Premier League (Meister 1995) aktiv, sind in ihrer Saisonvorbereitung schon weiter. Verständlich, müssen sie doch am kommenden Samstag bereits im UI-Cup (Vetra Vilnius) antreten. Das von Mark Hughes, Ex-Bayern-Spieler (1987 - 1988) und ehemaliger walisischer Nationalcoach (1999 - 2004), trainierte Team hatte den besseren Start in die gestrige Partie.
Gleich in der dritten Minute musste DSC-Torwart Hain hinter sich greifen. Einen Kopfball des Niederländers Oojer konnte er nicht parieren. Und die Engländer (Klubmotto: Kunst und Arbeit) machten weiter Druck. In der siebten Minute verhinderte Hain gegen Mokoela einen höheren Rückstand.
Doch dann kamen die Arminen. Masmanidis zwang den Ex-US-Nationalkeeper Friedel zu einer Glanztat. Doch in der 31. Minute war auch der chancenlos. Wichniarek überlief die Abwehr, den Pass auf Eigler musste der nur noch per Fuß im Netz unterbringen. In der 41. und 43. Minute hatten Masmanidis und Wichniarek weitere Großchancen für den DSC.
Auch in der zweiten Halbzeit mussten sich die Bielefelder zunächst eines Blackburn-Powerplays erwehren. In der 55. Minute erzielte Böhme dann den Siegtreffer aus 16 Metern per Lupfer. Middendorp: »Das ist typisch Böhme, man sieht ihn lange nicht, und dann macht er so ein Ding rein. Deshalb genießt er auch meine Wertschätzung.«
Arminia: Hain - Kirch, Mijatovic, Langkamp, Rau - Kauf (57. Bollmann) - Tesche, Masmanidis, Böhme (57. Ndjeng) - Eigler (69. Zuma), Wichniarek (69. Kampantais)
Tore: 1:0 Oojer (3.), 1:1 Eigler (31.), 2:1 Böhme (55.)
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8834&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
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Arminia in Kürze
Zuma bleibt
Sibusiso Zuma wird auch in der kommenden Saison das Bielefelder Trikot tragen. Eine bis gestern gültige Ausstiegsklausel aus dem bis 30. Juni 2008 befristeten Vertrag, die bei Anwendung dem DSC eine Million Euro in die Kasse gespült hätte, ließ der Südafrikaner verstreichen. Ernst Middendorp hatte sowieso nicht an einen vorzeitigen Transfer geglaubt. Sein Einwand: »Wo will Zuma denn hin. Der ist doch schon 32 Jahre alt.« Des Trainers Empfehlung: »Er soll bei uns noch mal verlängern und dann vielleicht in den Emiraten zum Schluss abkassieren.«
Weber kommt
Der Bielefelder Trainerstab hat am Samstag Verstärkung bekommen. Dr. Jörg Weber, hauptsächlich zuständig für Arminias Oberliga-Amateure, wird bis morgen als »Co« Ernst Middendorp zur Verfügung stehen. Während der Chef mit 15 Akteuren gestern am frühen Nachmittag gen Heimstetten zum Testspiel aufbrach, leitete Weber in Walchsee das Training.
Kucera pokert
Ein deutlich verbessertes Angebot ist Radim Kucera und seinem Berater offensichtlich nicht gut genug. »Er will eine Verdreifachung seiner bisherigen Bezüge«, schüttelt Ernst Middendorp nur den Kopf, während Sportchef Reinhard Saftig feststellt: »Ich werde in Kürze mit Radim noch mal reden.« Arminia würde den Vertrag des Tschechen, der im Juni 2008 ausläuft, gerne verlängern, weil sich der 33-jährige torgefährliche Abwehrallrounder längst zum Leistungsträger entwickelt hat. Offensichtlich ist aber auch Zweitligist 1. FC Köln lebhaft an Kucera interessiert. Doch Saftig wiegelt ab: »Eine vorzeitige Vertragsauflösung kommt nicht in Frage.« Und Middendorp ergänzt: »Wenn Christoph Daum Probleme hat, soll er mich anrufen.«
Arminia faulenzt
Den trainingsfreien Samstag nutzten viele Spieler, um sich die wunderschöne Tiroler Gegend anzuschauen. Andere blieben lieber am hoteleigenen Pool, nutzten das phantastische Sommerwetter zum Badespaß - wie das Foto mit (von oben) Jonas Kamper, David Kobylik und Physiotherapeut Michael Schweika beweist. Wieder andere wollten einfach nur Faulenzen und sich von Strapazen erholen. Und was machten die Trainer und Betreuer? Frank Eulberg und Reinhard Saftig saßen vor dem Fernseher und beobachteten die U 20-WM in Österreich bzw. den Niedersachsen-Cup. Ernst Middendorp erledigte seine »Schularbeiten« und Frank Geideck war mit dem Mountainbike unterwegs. In den Bergen begegnete er Physiotherapeut Thomas Horstkötter. Fitness verbindet.
Aigner ackert
In das Mannschaftstraining eingestiegen ist nach seiner Verletzung auch wieder Stefan Aigner. »Er muss jetzt herausfinden, was geht und was nicht. Damit ist sein Urlaub beendet«, sagte Ernst Middendorp. Sportchef Reinhard Saftig bedauerte, dass Aigner bisher nicht mit trainieren konnte. »Der Junge tut mir leid. Er war doch so gut drauf.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8836&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
Walchsee (WB). Sieben Trainingseinheiten in drei Tagen. Arminias Aufenthalt am Walchsee ist alles andere als ein Sommerurlaub. Deshalb stöhnten auch die meisten Spieler, als Ernst Middendorp sie am Samstagvormittag beim Frühstück mit ernstem Gesicht aufforderte: »Zum Sportplatz fahren wir gleich mit Fußballschuhen und Stickenschonern.«
Als der Arminen-Tross wenig später auf dem idyllisch gelegenen Trainingsgelände eintraf, trauten die Spieler ihren Ohren und Augen nicht. Laute Musik drang aus einem Lautsprecher. Auf dem oberen Rasenplatz hatte Hotelier Münsterer sehr dekorativ Sektflaschen und Gläser sowie diverse Platten mit leckeren Schnittchen aufgebaut.
Middendorp rief die erstaunte Truppe kurz zusammen und erklärte: »Das ist heute mal eine andere Trainingseinheit. Ihr habt bisher hervorragend gearbeitet. Dies ist mein Einstand bei Arminia. Danach habt ihr bis Sonntag 9.30 Uhr frei.«
Die Spieler waren zunächst sprachlos, bedankten sich dann aber mit einem donnernden Applaus. Auch die zahlreichen DSC-Fans kamen auf ihre Kosten. Sie lud der Trainer ebenfalls zu der improvisierten Fete ein. Mannschaftskapitän Mathias Hain: »Ich hatte ja heute Vormittag alles Mögliche erwartet, nur so etwas nicht. Aber diese Überraschung macht einen guten Trainer aus.«
Marcel Ndjeng sprach von einem »Riesenkino«, Robert Tesche von einer leichteren Übungseinheit, und Petr Gabriel schmunzelte vergnügt: »So etwas nennt man wohl perfektes Training.«
Christian Eigler nippte ein bisschen am Glas und fragte ein paar Kollegen: »Wenn wir schon hier sind, wollen wir nicht ein bisschen kicken?« Keiner hatte Lust.
Ernst Middendorp war zufrieden, weil ihm wieder mal eine echte Überraschung gelungen war. »Man lebt ja immer in Extremen. Aber zu diesem Anlass konnten wir heute Vormittag auch mal den Rasenplatz zweckentfremden«, grinste der Coach gut gelaunt.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8835&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
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Eigler und Böhme treffen
Heimstetten (WB). Arminia Bielefeld hat die Abseitstor-Niederlage gegen Groclin Grodzisk vom Freitag gut verdaut. In der Nähe von München gewann die Mannschaft von Ernst Middendorp gestern vor 800 Zuschauern gegen die Blackburn Rovers 2:1 (1:1).
Die Rovers, derzeit in der Premier League (Meister 1995) aktiv, sind in ihrer Saisonvorbereitung schon weiter. Verständlich, müssen sie doch am kommenden Samstag bereits im UI-Cup (Vetra Vilnius) antreten. Das von Mark Hughes, Ex-Bayern-Spieler (1987 - 1988) und ehemaliger walisischer Nationalcoach (1999 - 2004), trainierte Team hatte den besseren Start in die gestrige Partie.
Gleich in der dritten Minute musste DSC-Torwart Hain hinter sich greifen. Einen Kopfball des Niederländers Oojer konnte er nicht parieren. Und die Engländer (Klubmotto: Kunst und Arbeit) machten weiter Druck. In der siebten Minute verhinderte Hain gegen Mokoela einen höheren Rückstand.
Doch dann kamen die Arminen. Masmanidis zwang den Ex-US-Nationalkeeper Friedel zu einer Glanztat. Doch in der 31. Minute war auch der chancenlos. Wichniarek überlief die Abwehr, den Pass auf Eigler musste der nur noch per Fuß im Netz unterbringen. In der 41. und 43. Minute hatten Masmanidis und Wichniarek weitere Großchancen für den DSC.
Auch in der zweiten Halbzeit mussten sich die Bielefelder zunächst eines Blackburn-Powerplays erwehren. In der 55. Minute erzielte Böhme dann den Siegtreffer aus 16 Metern per Lupfer. Middendorp: »Das ist typisch Böhme, man sieht ihn lange nicht, und dann macht er so ein Ding rein. Deshalb genießt er auch meine Wertschätzung.«
Arminia: Hain - Kirch, Mijatovic, Langkamp, Rau - Kauf (57. Bollmann) - Tesche, Masmanidis, Böhme (57. Ndjeng) - Eigler (69. Zuma), Wichniarek (69. Kampantais)
Tore: 1:0 Oojer (3.), 1:1 Eigler (31.), 2:1 Böhme (55.)
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8834&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
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Arminia in Kürze
Zuma bleibt
Sibusiso Zuma wird auch in der kommenden Saison das Bielefelder Trikot tragen. Eine bis gestern gültige Ausstiegsklausel aus dem bis 30. Juni 2008 befristeten Vertrag, die bei Anwendung dem DSC eine Million Euro in die Kasse gespült hätte, ließ der Südafrikaner verstreichen. Ernst Middendorp hatte sowieso nicht an einen vorzeitigen Transfer geglaubt. Sein Einwand: »Wo will Zuma denn hin. Der ist doch schon 32 Jahre alt.« Des Trainers Empfehlung: »Er soll bei uns noch mal verlängern und dann vielleicht in den Emiraten zum Schluss abkassieren.«
Weber kommt
Der Bielefelder Trainerstab hat am Samstag Verstärkung bekommen. Dr. Jörg Weber, hauptsächlich zuständig für Arminias Oberliga-Amateure, wird bis morgen als »Co« Ernst Middendorp zur Verfügung stehen. Während der Chef mit 15 Akteuren gestern am frühen Nachmittag gen Heimstetten zum Testspiel aufbrach, leitete Weber in Walchsee das Training.
Kucera pokert
Ein deutlich verbessertes Angebot ist Radim Kucera und seinem Berater offensichtlich nicht gut genug. »Er will eine Verdreifachung seiner bisherigen Bezüge«, schüttelt Ernst Middendorp nur den Kopf, während Sportchef Reinhard Saftig feststellt: »Ich werde in Kürze mit Radim noch mal reden.« Arminia würde den Vertrag des Tschechen, der im Juni 2008 ausläuft, gerne verlängern, weil sich der 33-jährige torgefährliche Abwehrallrounder längst zum Leistungsträger entwickelt hat. Offensichtlich ist aber auch Zweitligist 1. FC Köln lebhaft an Kucera interessiert. Doch Saftig wiegelt ab: »Eine vorzeitige Vertragsauflösung kommt nicht in Frage.« Und Middendorp ergänzt: »Wenn Christoph Daum Probleme hat, soll er mich anrufen.«
Arminia faulenzt
Den trainingsfreien Samstag nutzten viele Spieler, um sich die wunderschöne Tiroler Gegend anzuschauen. Andere blieben lieber am hoteleigenen Pool, nutzten das phantastische Sommerwetter zum Badespaß - wie das Foto mit (von oben) Jonas Kamper, David Kobylik und Physiotherapeut Michael Schweika beweist. Wieder andere wollten einfach nur Faulenzen und sich von Strapazen erholen. Und was machten die Trainer und Betreuer? Frank Eulberg und Reinhard Saftig saßen vor dem Fernseher und beobachteten die U 20-WM in Österreich bzw. den Niedersachsen-Cup. Ernst Middendorp erledigte seine »Schularbeiten« und Frank Geideck war mit dem Mountainbike unterwegs. In den Bergen begegnete er Physiotherapeut Thomas Horstkötter. Fitness verbindet.
Aigner ackert
In das Mannschaftstraining eingestiegen ist nach seiner Verletzung auch wieder Stefan Aigner. »Er muss jetzt herausfinden, was geht und was nicht. Damit ist sein Urlaub beendet«, sagte Ernst Middendorp. Sportchef Reinhard Saftig bedauerte, dass Aigner bisher nicht mit trainieren konnte. »Der Junge tut mir leid. Er war doch so gut drauf.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8836&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=188fd8644509c6e8750197915f147a34
18.07.2007 - 09:37 Uhr
Bielefelds Kampf um die Erstklassigkeit
Ernst Middendorp will erstklassig bleiben
In unserem ersten Teil des Bundesliga-Tests haben wir die Mannschaft von Hansa Rostock vorgestellt, die wohl nur ein einjähriges Gastspiel im Fußball-Oberhaus geben wird. Heute beschäftigen wir uns mit Arminia Bielefeld.
Es ist das vierte Jahr in Folge in der Bundesliga für die Ostwestfalen und wie in jedem Jahr geht es in erster Linie gegen den Abstieg. In der vergangenen Saison hofften die Fans und Verantwortlichen nach einer starken Hinrunde auf bessere Zeiten, als die Arminia nach 16 Spieltagen sogar auf Platz sechs positioniert war. Doch in der Rückrunde fielen die Bielefelder bis auf einen Abstiegsplatz zurück und retteten die Klassen-Zugehörigkeit mit einer Serie in den letzten Spielen. Am Ende wäre fast noch ein UI-Cup-Platz raus gesprungen, doch nach einer Niederlage gegen Schalke belegte man Rang 12.
Der Kader
Der Kader hat sich nicht großartig verändert, lediglich der Abgang von Heiko Westermann ist ein schwerer Schlag für Trainer Ernst Middendorp. Mit Westermann haben die Ostwestfalen eine Stütze in der Innenverteidigung verloren. In den vergangenen beiden Saisons hat der junge Abwehrhüne nur ein Spiel verpasst und noch fünf Tore beigesteuert.
Click here to find out more!
Für ihn wurde der Kroate André Mijatovic vom Zweitligisten Greuther Fürth verpflichtet. Rein körperlich steht er mit seinen 1,90 Metern Westermann in nichts nach - wie er in der ersten Liga zurechtkommt, muss sich erst zeigen. Auch Matthias Langkamp ist zurückgekehrt. Nach einem Abstecher in Wolfsburg, wo er auf nur einen Kurzeinsatz kam, spielte er vergangene Saison bei den Grashoppers in Zürich. Ansonsten blieb die Abwehr zusammen. Mit 49 Gegentoren lag man im Mittelfeld.
Im Mittelfeld gibt es zwei neuen Spieler zu vermelden. Der 19-Jährige Stefan Aigner kommt aus Burghausen und empfahl sich mit fünf Toren und vier Vorlagen. Zuhause ist er auf der rechten Außenbahn. Zwei seiner fünf Tore hat er allerdings im bedeutungslosen letzten Spiel erzielt, von ihm dürfen sicherlich keine Wunderdinge erwartet werden. Dies trifft ebenfalls für Oliver Kirch zu, der in Gladbach keinen neuen Vertrag bekam. Er kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch auf der rechten Seite spielen. Ob er zum Leistungsträger aufsteigen kann, ist mehr als fraglich.
Gespannt sein darf man auf den neuen Stürmer der Arminia. Leonidis Kampantais kommt von AEK Athen. In der letzten Saison erzielte er acht Tore in 21 Spielen. Geschäftsführer Roland Kentsch freut sich in jedem Fall auf den Neuzugang. "Er besitzt durchaus Kultstatus in seiner Heimat. Möglicherweise können wir dadurch auch den griechischen Markt besser erschließen." Neben ihm stehen mit Wichniarek, Zuma und Eigler drei weitere Stürmer bereit.
Die freie Auswahl hat Ernst Middendorp im Tor. Für den oft kritisierten Matthias Hain verpflichtete die Arminia den südafrikanischen Nationaltorhüter Rowen Fernandez, den er aus der gemeinsamen Zeit bei den Kaizer Chiefs aus Johannesburg kannte. Wie gut er wirklich ist, wird sich ebenfalls erst herausstellen.
Ein Transfer steht indes noch aus. Der Afrikaner Siyabonga Nkosi könnte noch auf die Alm wechseln - er käme ebenfalls von den Kaizer Chiefs. Er ist auf beiden Halbpositionen und im offensiven Mittelfeld einsetzbar. Da er als defensivschwach gilt, wäre er ein Konkurrent von Offensivmann Ioannis Masmanidis und würde den Kader eher in der Breite verstärken.
Der Trainer
Ernst Middendorp wurde einmal von den Fans zum Trainer des Jahrhunderts gewählt und genießt große Wertschätzung im Verein. Ein genaues Ziel wurde im Vorfeld nicht festgelegt, man will allerdings den Rekord von fünf Jahren Bundesliga in Folge knacken. Middendorp gilt als Motivator, der aber auch oft die Beherrschung verliert. Nach einer Alkoholeskapade bot er seinen Rücktritt an, der aber von dem Vorstand abgelehnt wurde - dies dürfte verdeutlichen, dass man langfristig mit dem Trainer plant, der aber im Falle einer Abstieg seinen Vertrag nicht erfüllt hätte.
Middendorp und die Arminia, das scheint zu passen. Er trainierte die Ostwestfalen bereits von 1988-1990 und von 1994-1998. Sicherlich wird ein Abstiegskampf ab dem ersten Spieltag nicht geduldet, doch es ist unwahrscheinlich, dass Middendorp zu den Trainern gehört, die direkt auf dem wackligen Stuhl sitzen.
Das Umfeld
Bielefeld hat sich in den letzten Jahren im Oberhaus etabliert, musste aber meist lange um den Klassenerhalt zittern. Das Umfeld ist stabil und auch die Fans gehören zu den treuesten Anhängern.
Ernst Middendorp dürfte auch in Ruhe arbeiten können, wenn die Mannschaft geringe Erfolge aufzuweisen hat. Doch der Kader ist nicht wirklich verstärkt worden, die Neuzugänge müssen erst einmal einschlagen, was nicht unbedingt erwartet werden kann.
Da sich der Geschäftsführer Roland Kentsch durch die Verpflichtung von Leonidis Kampantais schon über die Erschließung des griechischen Markts freut, zeigt, dass es sicherlich ein schwieriges Jahr wird. Durch Trikotverkäufe nach Griechenland kann der Abstieg nicht verhindert werden - aus sportlicher Sicht also eine Zitterpartie.
Wunschtraum
Die Arminia will erstklassig bleiben und nicht um den Klassenerhalt zittern müssen. Ebenfalls soll der Rekord von fünf Jahren Zugehörigkeit am Stück gebrochen und ausgebaut werden. Trainer Middendorp wird keinesfalls den Weg in die Zweite Liga gehen, deswegen träumen die Fans vom Klassenerhalt und vielleicht von einer Reise durch Europa.
Albtraum
Wenn der Start verpatzt wird, droht den Bielefeldern eine Saison im Keller. Am ersten Spieltag geht es auswärts gegen den VfL Wolfsburg, danach folgen zwei Heimspiele gegen Frankfurt und Hertha - sicherlich Mannschaften, die stärker einzuschätzen sind. Die Spiele fünf und sechs muss man gegen die Aufsteiger Duisburg und Rostock bestreiten. In den ersten drei Spielen wird es schwer für die Arminen, die sich wahrscheinlich sofort dem Abstiegskampf stellen müssen.
Prognose
Die Arminia hat sich nicht wesentlich verstärkt, der Kader ist eher schlechter als im letzten Jahr. In jenem letzten Jahr spiele man eine klasse Vorrunde, von der der Verein in der schlechten Rückrunde zehren konnte. In diesem Jahr geht es als Tabellen 17. zurück in die zweite Liga.
Gunnar Beuth
Quelle: http://www.sportal.de/sportal/generated/article/fussball/2007/07/18/6917800000.html
Ernst Middendorp will erstklassig bleiben
In unserem ersten Teil des Bundesliga-Tests haben wir die Mannschaft von Hansa Rostock vorgestellt, die wohl nur ein einjähriges Gastspiel im Fußball-Oberhaus geben wird. Heute beschäftigen wir uns mit Arminia Bielefeld.
Es ist das vierte Jahr in Folge in der Bundesliga für die Ostwestfalen und wie in jedem Jahr geht es in erster Linie gegen den Abstieg. In der vergangenen Saison hofften die Fans und Verantwortlichen nach einer starken Hinrunde auf bessere Zeiten, als die Arminia nach 16 Spieltagen sogar auf Platz sechs positioniert war. Doch in der Rückrunde fielen die Bielefelder bis auf einen Abstiegsplatz zurück und retteten die Klassen-Zugehörigkeit mit einer Serie in den letzten Spielen. Am Ende wäre fast noch ein UI-Cup-Platz raus gesprungen, doch nach einer Niederlage gegen Schalke belegte man Rang 12.
Der Kader
Der Kader hat sich nicht großartig verändert, lediglich der Abgang von Heiko Westermann ist ein schwerer Schlag für Trainer Ernst Middendorp. Mit Westermann haben die Ostwestfalen eine Stütze in der Innenverteidigung verloren. In den vergangenen beiden Saisons hat der junge Abwehrhüne nur ein Spiel verpasst und noch fünf Tore beigesteuert.
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Für ihn wurde der Kroate André Mijatovic vom Zweitligisten Greuther Fürth verpflichtet. Rein körperlich steht er mit seinen 1,90 Metern Westermann in nichts nach - wie er in der ersten Liga zurechtkommt, muss sich erst zeigen. Auch Matthias Langkamp ist zurückgekehrt. Nach einem Abstecher in Wolfsburg, wo er auf nur einen Kurzeinsatz kam, spielte er vergangene Saison bei den Grashoppers in Zürich. Ansonsten blieb die Abwehr zusammen. Mit 49 Gegentoren lag man im Mittelfeld.
Im Mittelfeld gibt es zwei neuen Spieler zu vermelden. Der 19-Jährige Stefan Aigner kommt aus Burghausen und empfahl sich mit fünf Toren und vier Vorlagen. Zuhause ist er auf der rechten Außenbahn. Zwei seiner fünf Tore hat er allerdings im bedeutungslosen letzten Spiel erzielt, von ihm dürfen sicherlich keine Wunderdinge erwartet werden. Dies trifft ebenfalls für Oliver Kirch zu, der in Gladbach keinen neuen Vertrag bekam. Er kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch auf der rechten Seite spielen. Ob er zum Leistungsträger aufsteigen kann, ist mehr als fraglich.
Gespannt sein darf man auf den neuen Stürmer der Arminia. Leonidis Kampantais kommt von AEK Athen. In der letzten Saison erzielte er acht Tore in 21 Spielen. Geschäftsführer Roland Kentsch freut sich in jedem Fall auf den Neuzugang. "Er besitzt durchaus Kultstatus in seiner Heimat. Möglicherweise können wir dadurch auch den griechischen Markt besser erschließen." Neben ihm stehen mit Wichniarek, Zuma und Eigler drei weitere Stürmer bereit.
Die freie Auswahl hat Ernst Middendorp im Tor. Für den oft kritisierten Matthias Hain verpflichtete die Arminia den südafrikanischen Nationaltorhüter Rowen Fernandez, den er aus der gemeinsamen Zeit bei den Kaizer Chiefs aus Johannesburg kannte. Wie gut er wirklich ist, wird sich ebenfalls erst herausstellen.
Ein Transfer steht indes noch aus. Der Afrikaner Siyabonga Nkosi könnte noch auf die Alm wechseln - er käme ebenfalls von den Kaizer Chiefs. Er ist auf beiden Halbpositionen und im offensiven Mittelfeld einsetzbar. Da er als defensivschwach gilt, wäre er ein Konkurrent von Offensivmann Ioannis Masmanidis und würde den Kader eher in der Breite verstärken.
Der Trainer
Ernst Middendorp wurde einmal von den Fans zum Trainer des Jahrhunderts gewählt und genießt große Wertschätzung im Verein. Ein genaues Ziel wurde im Vorfeld nicht festgelegt, man will allerdings den Rekord von fünf Jahren Bundesliga in Folge knacken. Middendorp gilt als Motivator, der aber auch oft die Beherrschung verliert. Nach einer Alkoholeskapade bot er seinen Rücktritt an, der aber von dem Vorstand abgelehnt wurde - dies dürfte verdeutlichen, dass man langfristig mit dem Trainer plant, der aber im Falle einer Abstieg seinen Vertrag nicht erfüllt hätte.
Middendorp und die Arminia, das scheint zu passen. Er trainierte die Ostwestfalen bereits von 1988-1990 und von 1994-1998. Sicherlich wird ein Abstiegskampf ab dem ersten Spieltag nicht geduldet, doch es ist unwahrscheinlich, dass Middendorp zu den Trainern gehört, die direkt auf dem wackligen Stuhl sitzen.
Das Umfeld
Bielefeld hat sich in den letzten Jahren im Oberhaus etabliert, musste aber meist lange um den Klassenerhalt zittern. Das Umfeld ist stabil und auch die Fans gehören zu den treuesten Anhängern.
Ernst Middendorp dürfte auch in Ruhe arbeiten können, wenn die Mannschaft geringe Erfolge aufzuweisen hat. Doch der Kader ist nicht wirklich verstärkt worden, die Neuzugänge müssen erst einmal einschlagen, was nicht unbedingt erwartet werden kann.
Da sich der Geschäftsführer Roland Kentsch durch die Verpflichtung von Leonidis Kampantais schon über die Erschließung des griechischen Markts freut, zeigt, dass es sicherlich ein schwieriges Jahr wird. Durch Trikotverkäufe nach Griechenland kann der Abstieg nicht verhindert werden - aus sportlicher Sicht also eine Zitterpartie.
Wunschtraum
Die Arminia will erstklassig bleiben und nicht um den Klassenerhalt zittern müssen. Ebenfalls soll der Rekord von fünf Jahren Zugehörigkeit am Stück gebrochen und ausgebaut werden. Trainer Middendorp wird keinesfalls den Weg in die Zweite Liga gehen, deswegen träumen die Fans vom Klassenerhalt und vielleicht von einer Reise durch Europa.
Albtraum
Wenn der Start verpatzt wird, droht den Bielefeldern eine Saison im Keller. Am ersten Spieltag geht es auswärts gegen den VfL Wolfsburg, danach folgen zwei Heimspiele gegen Frankfurt und Hertha - sicherlich Mannschaften, die stärker einzuschätzen sind. Die Spiele fünf und sechs muss man gegen die Aufsteiger Duisburg und Rostock bestreiten. In den ersten drei Spielen wird es schwer für die Arminen, die sich wahrscheinlich sofort dem Abstiegskampf stellen müssen.
Prognose
Die Arminia hat sich nicht wesentlich verstärkt, der Kader ist eher schlechter als im letzten Jahr. In jenem letzten Jahr spiele man eine klasse Vorrunde, von der der Verein in der schlechten Rückrunde zehren konnte. In diesem Jahr geht es als Tabellen 17. zurück in die zweite Liga.
Gunnar Beuth
Quelle: http://www.sportal.de/sportal/generated/article/fussball/2007/07/18/6917800000.html
19.07.2007 - 11:44 Uhr
Arminia aktuell
Saftig sauer
Die Geschäftsführer Roland Kentsch und Reinhard Saftig konferierten mit Wichniarek-Berater Andreas Grajewski, der mit seinem roten Ferrari nach Walchsee gekommen war, über eine Vertragsverlängerung bis 2010. Einig wurden sie sich noch nicht, wohl auch, weil Saftig sauer war, dass Grajewski am Abend zuvor angeblich den Vertragsabschluss bereits verkündet und »begossen« habe. Der Spielerberater: »Ich habe einen ausgegeben und wir haben auf Arminias tolle Saison angestoßen. Herr Saftig hat offensichtlich etwas missverstanden.«
Pfeif' doch selbst
Schwitzen durften die Arminen gestern Vormittag auch wieder auf dem Sportplatz von Walchsee. Vor dem abendlichen Testspiel gegen 1860 Mnchen in Bad Reichenhall standen noch mal harte 90 Minuten Trainingsarbeit an. Frank Geideck erklärte Spielzüge, Ernst Middendorp beobachtete wie gewohnt die Ausführung. Plötzlich unterbrach er das Übungsspielchen und »spitzte« Thorben Marx an, weil der ein nicht gepfiffenes Foul monierte. »Hier hast du die Pfeife. Bis du Spieler oder Schiedsrichter? Wenn kein Pfiff ertönt, will ich dass ihr weiterspielt. Der Referee sieht im richtige Spiel auch nicht immer das, was man gerne möchte.«
Kapitän Hain
Mathias Hain bleibt auch in der neuen Saison Kapitän. Middendorp befragte den Kader nur nach Gegenstimmen. Weil es keine gab, schenkte auch er dem Schlussmann das uneingeschränkte Vertrauen. »Unabhängig davon, ob Matze nun spielt oder nicht.« In die Besetzung des Mannschaftsrates will sich der Trainer nicht einmischen.
Zusätzlicher Test
Der DSC tritt am Dienstag, 31. Juli (18.30 Uhr), beim FC Eintracht Rheine an.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8972&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=c3715a71b8d1976233b786988dbed644
Saftig sauer
Die Geschäftsführer Roland Kentsch und Reinhard Saftig konferierten mit Wichniarek-Berater Andreas Grajewski, der mit seinem roten Ferrari nach Walchsee gekommen war, über eine Vertragsverlängerung bis 2010. Einig wurden sie sich noch nicht, wohl auch, weil Saftig sauer war, dass Grajewski am Abend zuvor angeblich den Vertragsabschluss bereits verkündet und »begossen« habe. Der Spielerberater: »Ich habe einen ausgegeben und wir haben auf Arminias tolle Saison angestoßen. Herr Saftig hat offensichtlich etwas missverstanden.«
Pfeif' doch selbst
Schwitzen durften die Arminen gestern Vormittag auch wieder auf dem Sportplatz von Walchsee. Vor dem abendlichen Testspiel gegen 1860 Mnchen in Bad Reichenhall standen noch mal harte 90 Minuten Trainingsarbeit an. Frank Geideck erklärte Spielzüge, Ernst Middendorp beobachtete wie gewohnt die Ausführung. Plötzlich unterbrach er das Übungsspielchen und »spitzte« Thorben Marx an, weil der ein nicht gepfiffenes Foul monierte. »Hier hast du die Pfeife. Bis du Spieler oder Schiedsrichter? Wenn kein Pfiff ertönt, will ich dass ihr weiterspielt. Der Referee sieht im richtige Spiel auch nicht immer das, was man gerne möchte.«
Kapitän Hain
Mathias Hain bleibt auch in der neuen Saison Kapitän. Middendorp befragte den Kader nur nach Gegenstimmen. Weil es keine gab, schenkte auch er dem Schlussmann das uneingeschränkte Vertrauen. »Unabhängig davon, ob Matze nun spielt oder nicht.« In die Besetzung des Mannschaftsrates will sich der Trainer nicht einmischen.
Zusätzlicher Test
Der DSC tritt am Dienstag, 31. Juli (18.30 Uhr), beim FC Eintracht Rheine an.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=8972&TB_iframe=true&width=500&height=450&PHPSESSID=c3715a71b8d1976233b786988dbed644
21.07.2007 - 14:34 Uhr
Blaue Momente IX
In der Sommerpause blicken wir jeden Samstag auf die unvergesslichen Momente der Saison zurück.
29.04.2007: Dreimal ist Bielefelder Recht
Der nicht mehr für möglich gehaltene Sieg in Wolfsburg war für die Blauen überlebenswichtig gewesen, doch nun musste auch gegen den Meisterschaftsanwärter aus Bremen ein Punkt her, besser noch alle drei, um nicht spätestens zwei Wochen später gegen Hannover wieder mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Es stand also eine Menge auf dem Spiel, aber statt sich gegenseitig abzutasten oder zu verkrampfen, suchten beide Mannschaften ihr Heil in der Flucht nach vorn – und lieferten den Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena eine der besten Partien, die es in dieser Saison zu sehen gab.
Nach verteiltem Beginn übernahmen die favorisierten Gäste allmählich das Kommando und erspielten sich mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten. Es fehlte allerdings an der letzten Konsequenz. Die legten stattdessen die Blauen an den Tag, als Heiko Westermann nach Freistoß Jörg Böhme dem Bremer Keeper Andreas Reinke mit seinem Kopfball aus acht Metern keine Chance ließ.
In der zweiten Hälfte wurde aus einer guten endgültig eine großartige Partie. Die Bremer waren zunächst wieder überlegen und es schien nur eine Frage der Zeit, ehe der Ausgleich fiel. In der 59. Minute passierte es: Nach einer Ecke konnte Böhme den Kopfball von Miroslav Klose auf der Linie klären, doch der Abpraller landet erneut beim Nationalstürmer, der den Ball ins Tor drückte. Die Freude der Gäste währte indes nur kurz, denn nur zwei Minuten später tauchte Jonas Kamper, soeben eingewechselt, fast unbedrängt vor Reinke auf und traf mit seinem Schuss aus 13 Metern ins lange Eck zum 2:1.
Thomas Schaaf reagierte, brachte mit Hugo Almeida den mittlerweile vierten Stürmer. Der Wechsel machte sich bezahlt: ebenso wie Kamper traf auch er, kaum dass er auf dem Feld war. Im Titelrennen war ein Punkt zu wenig, Bremen warf also weiterhin alles nach vorn. Doch zehn Minuten vor Schluss waren es wieder die Blauen, die vor dem Tor die Nerven behielten und zum dritten Mal in der Partie in Führung gingen. Nach einem Ballverlust des früheren Arminen Patrick Owomoyela findet Böhme mit einem langen Ball auf links Ioannis Masmanidis, der nach innen flankt, wo Reinke, Naldo und Christian Eigler sich in den Ball werfen. Alle drei scheinen mehr oder weniger zu verfehlen, urplötzlich ist das Leder frei, Eigler reagiert am Schnellsten und schiebt aus drei Metern ins leere Tor ein.
Diesmal hatten die Gäste keine Antwort mehr. Es blieb beim 3:2, für den DSC war der Klassenerhalt wieder zum Greifen nah. Bremen dagegen hatte seine Chance auf die Meisterschaft verspielt. Vier Tage später folgte auch im UEFA-Pokal gegen Espanyol Barcelona das Aus.
Arminia - Werder Bremen 3:2 (1:0)
Tore: 1:0 Westermann (30.), 1:1 Klose (59.), 2:1 Kamper (61.), 2:2 Almeida (74.), 3:2 Eigler (79.)
QUELLE: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5828
In der Sommerpause blicken wir jeden Samstag auf die unvergesslichen Momente der Saison zurück.
29.04.2007: Dreimal ist Bielefelder Recht
Der nicht mehr für möglich gehaltene Sieg in Wolfsburg war für die Blauen überlebenswichtig gewesen, doch nun musste auch gegen den Meisterschaftsanwärter aus Bremen ein Punkt her, besser noch alle drei, um nicht spätestens zwei Wochen später gegen Hannover wieder mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Es stand also eine Menge auf dem Spiel, aber statt sich gegenseitig abzutasten oder zu verkrampfen, suchten beide Mannschaften ihr Heil in der Flucht nach vorn – und lieferten den Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena eine der besten Partien, die es in dieser Saison zu sehen gab.
Nach verteiltem Beginn übernahmen die favorisierten Gäste allmählich das Kommando und erspielten sich mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten. Es fehlte allerdings an der letzten Konsequenz. Die legten stattdessen die Blauen an den Tag, als Heiko Westermann nach Freistoß Jörg Böhme dem Bremer Keeper Andreas Reinke mit seinem Kopfball aus acht Metern keine Chance ließ.
In der zweiten Hälfte wurde aus einer guten endgültig eine großartige Partie. Die Bremer waren zunächst wieder überlegen und es schien nur eine Frage der Zeit, ehe der Ausgleich fiel. In der 59. Minute passierte es: Nach einer Ecke konnte Böhme den Kopfball von Miroslav Klose auf der Linie klären, doch der Abpraller landet erneut beim Nationalstürmer, der den Ball ins Tor drückte. Die Freude der Gäste währte indes nur kurz, denn nur zwei Minuten später tauchte Jonas Kamper, soeben eingewechselt, fast unbedrängt vor Reinke auf und traf mit seinem Schuss aus 13 Metern ins lange Eck zum 2:1.
Thomas Schaaf reagierte, brachte mit Hugo Almeida den mittlerweile vierten Stürmer. Der Wechsel machte sich bezahlt: ebenso wie Kamper traf auch er, kaum dass er auf dem Feld war. Im Titelrennen war ein Punkt zu wenig, Bremen warf also weiterhin alles nach vorn. Doch zehn Minuten vor Schluss waren es wieder die Blauen, die vor dem Tor die Nerven behielten und zum dritten Mal in der Partie in Führung gingen. Nach einem Ballverlust des früheren Arminen Patrick Owomoyela findet Böhme mit einem langen Ball auf links Ioannis Masmanidis, der nach innen flankt, wo Reinke, Naldo und Christian Eigler sich in den Ball werfen. Alle drei scheinen mehr oder weniger zu verfehlen, urplötzlich ist das Leder frei, Eigler reagiert am Schnellsten und schiebt aus drei Metern ins leere Tor ein.
Diesmal hatten die Gäste keine Antwort mehr. Es blieb beim 3:2, für den DSC war der Klassenerhalt wieder zum Greifen nah. Bremen dagegen hatte seine Chance auf die Meisterschaft verspielt. Vier Tage später folgte auch im UEFA-Pokal gegen Espanyol Barcelona das Aus.
Arminia - Werder Bremen 3:2 (1:0)
Tore: 1:0 Westermann (30.), 1:1 Klose (59.), 2:1 Kamper (61.), 2:2 Almeida (74.), 3:2 Eigler (79.)
QUELLE: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5828
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