Freiburger Fankultur
04.11.2009 - 13:48 Uhr
29.11.2012 - 15:44 Uhr
Zitat von Marco1456:
Zitat von Madferit:
Es ist kaum noch in Worte zu fassen von wieviel Unkenntnis diese auf Scheinargumenten basierende Diskussion geprägt ist - ganz gleich ob von DFL oder den allermeisten Medien. Diese Fixierung auf Ultras und Hools ist so strunzdumm und verlogen...
In der verzweifelten Hoffnung, dass es doch (noch mehr) Menschen verstehen:
IHR, DIE "NORMALEN" und FRIEDLICHEN Fans, werdet durch das "Sichere Stadionerlebnis" der DFL bestraft.
An die Gutmenschen: Der Besuch des nächsten Art-Noir-Streifen im Friedrichsbau samt Tramfahrt durch die Stadt ist x-fach gefährlicher als jeder Stadionbesuch in der Bundesliga.
.
Anlass für die Veränderungen waren aber genau diese Leute, die in den letzten Jahren immer aggressiver auftraten. Die Fixierung fand über einen längeren Zeitraum statt, weil man aufgrund der Ereignisse wachgerüttelt wurde, die auch teilweise abseits der Medien geschehen. Es ist falsch, dass es vor 5, 10 oder 30 Jahren das genau so war. Dass Ultras Leute angreifen die auf der Straße laufen oder im Cafe sitzen, sich regelmäßig auf Raststätten prügeln oder stets die Polizei provozieren gabs in Freiburg vor 10 Jahren nicht, oder kann sich daran jemand erinnern. Bei Abstiegen wurde geheult, aber so etwas wie die Randale in Frankfurt oder Berlin gab es zumindest in den 90ern in Deutschland nicht, oder?
Ich nehme strengere Kontrollen gerne in Kauf, wenn dies die Sicherheit aller Zuschauer erhöht, weil so die Möglichkeit besteht die Problemfans auszuschließen bzw. deren Schmuggler zu hindern, denen wir diese Maßnahmen zu verdanken haben.
So siehts leider aus, wegen weniger Leute muss jetzt die Mehrheit leiden. Ich gehe seit 20 Jahren in unregelmäßigen Abständen ins Stadion. Die letzten 5 häufiger, aber so einen Quatsch wie gegen den VfB hab ich noch nicht erlebt, Rosi macht das 1:0 und anstatt das Team weiter zu unterstützen wurde "Stuttgarter Ar***löscher" skandiert, das ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Gehe ich ins Stadion um meine Mannschaft anzufeuern oder um die gegnerischen Fans zu beleidigen. Gegen Bayern war die Stimmung klasse, ich persönlich habe mich nicht an 12:12 beteiligt, weil ich diese Aktion für unnötig halte. An den Verschärfungen der Sicherheit sind nur diejenigen dran Schuld, die meinen es sei cool zu randalieren, einen Bus von gegnerischen Fans von der Autobahn abzudrängen oder eine 2000° heiße Flamme abzubrennen, während mehere hundert Leute in der Nähe stehen. Es gibt nunmal nicht umsonst 5 Pyroklassen von denen Klasse 1 (Knallerbsen) das ganze Jahr über frei verkäuflich ist. Pyro an sich ist schon klasse, aber bitte in einem professionellen Rahmen und das kostet wieder Geld, aber zum Glück nicht die Gesundheit andrer Menschen.
Zitat von Madferit:
Es ist kaum noch in Worte zu fassen von wieviel Unkenntnis diese auf Scheinargumenten basierende Diskussion geprägt ist - ganz gleich ob von DFL oder den allermeisten Medien. Diese Fixierung auf Ultras und Hools ist so strunzdumm und verlogen...
In der verzweifelten Hoffnung, dass es doch (noch mehr) Menschen verstehen:
IHR, DIE "NORMALEN" und FRIEDLICHEN Fans, werdet durch das "Sichere Stadionerlebnis" der DFL bestraft.
An die Gutmenschen: Der Besuch des nächsten Art-Noir-Streifen im Friedrichsbau samt Tramfahrt durch die Stadt ist x-fach gefährlicher als jeder Stadionbesuch in der Bundesliga.
.
Anlass für die Veränderungen waren aber genau diese Leute, die in den letzten Jahren immer aggressiver auftraten. Die Fixierung fand über einen längeren Zeitraum statt, weil man aufgrund der Ereignisse wachgerüttelt wurde, die auch teilweise abseits der Medien geschehen. Es ist falsch, dass es vor 5, 10 oder 30 Jahren das genau so war. Dass Ultras Leute angreifen die auf der Straße laufen oder im Cafe sitzen, sich regelmäßig auf Raststätten prügeln oder stets die Polizei provozieren gabs in Freiburg vor 10 Jahren nicht, oder kann sich daran jemand erinnern. Bei Abstiegen wurde geheult, aber so etwas wie die Randale in Frankfurt oder Berlin gab es zumindest in den 90ern in Deutschland nicht, oder?
Ich nehme strengere Kontrollen gerne in Kauf, wenn dies die Sicherheit aller Zuschauer erhöht, weil so die Möglichkeit besteht die Problemfans auszuschließen bzw. deren Schmuggler zu hindern, denen wir diese Maßnahmen zu verdanken haben.
So siehts leider aus, wegen weniger Leute muss jetzt die Mehrheit leiden. Ich gehe seit 20 Jahren in unregelmäßigen Abständen ins Stadion. Die letzten 5 häufiger, aber so einen Quatsch wie gegen den VfB hab ich noch nicht erlebt, Rosi macht das 1:0 und anstatt das Team weiter zu unterstützen wurde "Stuttgarter Ar***löscher" skandiert, das ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Gehe ich ins Stadion um meine Mannschaft anzufeuern oder um die gegnerischen Fans zu beleidigen. Gegen Bayern war die Stimmung klasse, ich persönlich habe mich nicht an 12:12 beteiligt, weil ich diese Aktion für unnötig halte. An den Verschärfungen der Sicherheit sind nur diejenigen dran Schuld, die meinen es sei cool zu randalieren, einen Bus von gegnerischen Fans von der Autobahn abzudrängen oder eine 2000° heiße Flamme abzubrennen, während mehere hundert Leute in der Nähe stehen. Es gibt nunmal nicht umsonst 5 Pyroklassen von denen Klasse 1 (Knallerbsen) das ganze Jahr über frei verkäuflich ist. Pyro an sich ist schon klasse, aber bitte in einem professionellen Rahmen und das kostet wieder Geld, aber zum Glück nicht die Gesundheit andrer Menschen.
29.11.2012 - 15:55 Uhr
Sorry Leute, ihr pinkelt euch ans eigene Bein, wenn ihr meint ein "Sicheres Stadionerlebnis" wie es die DFL möchte würde die Chaoten aus dem Stadion jagen. Ihr denkt nur einen und nicht zwei oder drei Schritte weiter. Schaut euch mal an was in Italien oder England abgeht...da ist null komma null was los, keine Stimmung, in Italien geht die Fankultur zu Grunde, die Stadien sind wie leer gefegt. In England zahlt man 70 Pfund für die günstigstens Tickets, wollen wir das echt auch so haben? Nur noch Scampis und Champangner in der Halbzeitpause? Genau diese Leute können sich das Produkt Bundesliga dann leisten, die Stimmung in England geht den Bach runter. Es gibt bereits Initiativen, die die Stehplätze zurück möchten, zu akzeptablen Entrittpreisen...man könnte das noch ewig weiterführen....
...bei der Aktion an diesem und nächste Spieltag geht es nicht darum Bengalos zu unterstützen (welche ich auch ablehne), sondern es geht um viel mehr. Informiert euch mal richtig über das neue Sicherheitskonzept und denkt dann mal weiter, wohin das alles noch führen sol. Stattdessen sollte man direkt mit den "Problemfans" arbeiten und nicht auch noch die bestrafen, die eigentlich völlig unbeteilgt sind (uns normale Fans, die einfach nur Spaß am Fußball haben.
...bei der Aktion an diesem und nächste Spieltag geht es nicht darum Bengalos zu unterstützen (welche ich auch ablehne), sondern es geht um viel mehr. Informiert euch mal richtig über das neue Sicherheitskonzept und denkt dann mal weiter, wohin das alles noch führen sol. Stattdessen sollte man direkt mit den "Problemfans" arbeiten und nicht auch noch die bestrafen, die eigentlich völlig unbeteilgt sind (uns normale Fans, die einfach nur Spaß am Fußball haben.
29.11.2012 - 16:04 Uhr
zu 12:12:
ich hab es im spieltagsthread schon angedeutet - hier passt es aber wohl besser.
zunächst: @madferit: hast du auch nur einen blick auf das konzept und dessen eckpunkte geworfen? oder hast du einfach irgendwo was aufgeschnappt und malst jetzt den teufel an die wand?
das konzept hat sicherlich seine schwächen und daher kann ich die intention hinter dem boykott durchaus nachvollziehen, die art und weise allerdings nicht - dazu gleich mehr.
zunächst wollte ich nur mal darauf hinweise, dass in dem konzept nicht die rede davon ist, dass stehplätze abgeschafft oder ganzkörperkontrollen eingeführt werden - hierbei handelt es sich lediglich um mögliche (und unwahrscheinliche) extrem-maßnahmen, sollte sich die situation deutlich verschlimmern!
zum einlesen in die thematik würde ich einfach mal hier anfangen:
http://www.transfermarkt.de/de/dfl-papier-sicheres-stadionerlebnis/topic/quellen_6_693521_seite1.html
dann hilft eine gezielte google suche sicherlich weiter: u.a. lässt sich da folgendes finden:
http://www.magischerfc.de/KommissionSicherheitV32.pdf
...
aber ich will hier nicht über die sinnigkeit des konzepts schreiben, sondern über den boykott - das sogenannte 12:12:
zunächst grundsätzlich: ich kann das bedürfnis nach protest verstehen - dass hierbei von einigen (!!) genau das gemacht wird, was den medien im umgang mit der gewaltproblematik vorgeworfen wird, nämlich das man völlig überzogene, komplett überdimensionierte teufel an die wand malt und schreckensgespenster hervorruft, ist in meinen augen schonmal der erste fehler. wenn ich sachlichkeit im umgang mit mir als fan/der fankultur oder wie auch immer fordere, dann sollte ich selbige eben auch an den tag legen!
ein stimmungsboykott ist sicherlich eine idee um aufmerksamkeit zu erregen und gehör zu finden - dies ist ja im falle sky auch durchaus gelungen. das ganze macht aber nur dann sinn, wenn ich im anschluss auf sachlicher ebene weiterdiskutieren kann. ob, und in wie fern das von seiten der initiatoren geplant ist, weiß ich nicht - da ich da nicht involviert bin; ich verfolge das nur udn verscuche mich selbst auf nem aktuellen stand zu halten; ich will mir selbst ein bild machen.
und hier sind wir auch schon beim nchsten punkt. "vor jahren" war es mal usus, dass in freiburg zumindest die nord in irgendeiner weise informiert wurde - und zwar nicht durch irgendwelche facebookposts 5 stunden vor dem spiel, sondern per flyer oder ähnlichem direkt im stadion.
ich persönlich hatte wenige tage zuvor auf der sc-homepage gelesen, dass nicht am boykott mitgemacht wird. kurz darauf war der eintrag weg...als ich gestern nun ins stadion bin, bin ich davon ausgegangen, dass eben eine "information" egal welcher art, rumgeht in der verscuht wird die anderen stadiongänger zu überzeugen mit zu machen.
ich muss doch wenigstens verscuhen den anderen klar zu machen warum ich boykottiere, was ist der sinn dahinter? gegen was schweige ich? warum sollte ich mitmachen? wie lange geht der boykott? was ist geplant...
gesehen hab - als ich das stadion verließ! - ich einen zerfetzen zettel der irgendwo an den ecken angebracht war..
--
mein problem mit dem boykott ist, bzw. war vor allem, dass mir irgendwelche leute die sich für die "richtigen" fans halten versucht haben zu befehlen, dass ich gefälligst die klappe halten soll. da regt sich in mir schonmal ein widerstand. als dann auch noch stinkefinger, halsabschneidergesten und "halt die fresse" sprechchöre in meine richtung geflogen kamen, hatte ich erst recht keine lust mehr mitzuschweigen.
nocheinmal: die intention kann ich verstehen, die idee war sicherlich eine gute, um die aufmerksamkeit zu erlangen - aber die art und weise wie das ganze versucht wurde von oben (nord.mitte/ultras, wie auch immer) den anderen aufzuoktroyieren geht mal gar nicht.
gestern wurde von seiten der konzept-gegner/boykott-unterstützer / aktiven fanszene... einfach mal eine riesenchacne verpasst auch die "normalos" auf ihre seite zu ziehen. statt dessen hat man erneut den eindruck gewonnen, dass es einigen (!!) eben doch nur darum geht sich selbst zu erhöhen und über andere fans zu stellen. in meinen augen ein klassisches eigentor...
ich hab es im spieltagsthread schon angedeutet - hier passt es aber wohl besser.
zunächst: @madferit: hast du auch nur einen blick auf das konzept und dessen eckpunkte geworfen? oder hast du einfach irgendwo was aufgeschnappt und malst jetzt den teufel an die wand?
das konzept hat sicherlich seine schwächen und daher kann ich die intention hinter dem boykott durchaus nachvollziehen, die art und weise allerdings nicht - dazu gleich mehr.
zunächst wollte ich nur mal darauf hinweise, dass in dem konzept nicht die rede davon ist, dass stehplätze abgeschafft oder ganzkörperkontrollen eingeführt werden - hierbei handelt es sich lediglich um mögliche (und unwahrscheinliche) extrem-maßnahmen, sollte sich die situation deutlich verschlimmern!
zum einlesen in die thematik würde ich einfach mal hier anfangen:
http://www.transfermarkt.de/de/dfl-papier-sicheres-stadionerlebnis/topic/quellen_6_693521_seite1.html
dann hilft eine gezielte google suche sicherlich weiter: u.a. lässt sich da folgendes finden:
http://www.magischerfc.de/KommissionSicherheitV32.pdf
...
aber ich will hier nicht über die sinnigkeit des konzepts schreiben, sondern über den boykott - das sogenannte 12:12:
zunächst grundsätzlich: ich kann das bedürfnis nach protest verstehen - dass hierbei von einigen (!!) genau das gemacht wird, was den medien im umgang mit der gewaltproblematik vorgeworfen wird, nämlich das man völlig überzogene, komplett überdimensionierte teufel an die wand malt und schreckensgespenster hervorruft, ist in meinen augen schonmal der erste fehler. wenn ich sachlichkeit im umgang mit mir als fan/der fankultur oder wie auch immer fordere, dann sollte ich selbige eben auch an den tag legen!
ein stimmungsboykott ist sicherlich eine idee um aufmerksamkeit zu erregen und gehör zu finden - dies ist ja im falle sky auch durchaus gelungen. das ganze macht aber nur dann sinn, wenn ich im anschluss auf sachlicher ebene weiterdiskutieren kann. ob, und in wie fern das von seiten der initiatoren geplant ist, weiß ich nicht - da ich da nicht involviert bin; ich verfolge das nur udn verscuche mich selbst auf nem aktuellen stand zu halten; ich will mir selbst ein bild machen.
und hier sind wir auch schon beim nchsten punkt. "vor jahren" war es mal usus, dass in freiburg zumindest die nord in irgendeiner weise informiert wurde - und zwar nicht durch irgendwelche facebookposts 5 stunden vor dem spiel, sondern per flyer oder ähnlichem direkt im stadion.
ich persönlich hatte wenige tage zuvor auf der sc-homepage gelesen, dass nicht am boykott mitgemacht wird. kurz darauf war der eintrag weg...als ich gestern nun ins stadion bin, bin ich davon ausgegangen, dass eben eine "information" egal welcher art, rumgeht in der verscuht wird die anderen stadiongänger zu überzeugen mit zu machen.
ich muss doch wenigstens verscuhen den anderen klar zu machen warum ich boykottiere, was ist der sinn dahinter? gegen was schweige ich? warum sollte ich mitmachen? wie lange geht der boykott? was ist geplant...
gesehen hab - als ich das stadion verließ! - ich einen zerfetzen zettel der irgendwo an den ecken angebracht war..
--
mein problem mit dem boykott ist, bzw. war vor allem, dass mir irgendwelche leute die sich für die "richtigen" fans halten versucht haben zu befehlen, dass ich gefälligst die klappe halten soll. da regt sich in mir schonmal ein widerstand. als dann auch noch stinkefinger, halsabschneidergesten und "halt die fresse" sprechchöre in meine richtung geflogen kamen, hatte ich erst recht keine lust mehr mitzuschweigen.
nocheinmal: die intention kann ich verstehen, die idee war sicherlich eine gute, um die aufmerksamkeit zu erlangen - aber die art und weise wie das ganze versucht wurde von oben (nord.mitte/ultras, wie auch immer) den anderen aufzuoktroyieren geht mal gar nicht.
gestern wurde von seiten der konzept-gegner/boykott-unterstützer / aktiven fanszene... einfach mal eine riesenchacne verpasst auch die "normalos" auf ihre seite zu ziehen. statt dessen hat man erneut den eindruck gewonnen, dass es einigen (!!) eben doch nur darum geht sich selbst zu erhöhen und über andere fans zu stellen. in meinen augen ein klassisches eigentor...
29.11.2012 - 16:09 Uhr
Es geht ja auch gar nicht darum, dass das Sicherheitskonzept ganz toll und super ist und dann nie wieder was passiert, das ist mumpitz. Mir persönlich geht es beispielsweise darum, dass einige Fangruppierungen durch ihr Verhalten dieses Konzept provoziert haben und nun versuchen die Politik als die "Bösen" darzustellen, die normalo Fans sollen dann helfen es wieder auszubaden.
Das läuft halt doch alles nach dem dritten newtonschen Axiom, einer Aktion (wiederholte Gesetzesübertretungen) folgt eine Reaktion (Sicherheitsverschärfungen), hätte es die Aktion nicht gegeben, gäbe es keine Reaktion und wir würden alle zusammen Eis essen. Leider ist es passiert und jetzt muss man mit den Folgen leben, solang bis man sich wieder an einen Tisch setzt und neue Wege findet.
Das läuft halt doch alles nach dem dritten newtonschen Axiom, einer Aktion (wiederholte Gesetzesübertretungen) folgt eine Reaktion (Sicherheitsverschärfungen), hätte es die Aktion nicht gegeben, gäbe es keine Reaktion und wir würden alle zusammen Eis essen. Leider ist es passiert und jetzt muss man mit den Folgen leben, solang bis man sich wieder an einen Tisch setzt und neue Wege findet.
29.11.2012 - 16:26 Uhr
Die ganze Diskussion erinnert mich leicht daran, als die USA vor einigen Jahren die Einreisebedingungen verschärft haben. Da hiess es auch die ersten Jahre immer: "Da werde ich nie mehr hingehen" bis hin zu "Ich bin doch kein Terrorist".
Mittlerweile haben sich die Wogen beruhigt, wirklich wahrgenommen hat man es bei der ersten Einreis, als Foto und Fingerabdrücke genommen wurden.
Genauso wird es hier im Fussball laufen. Ich glaube kaum, dass man 2 Stunden im Regen stehen wird. Da kommt dann ein Blechdach vor Nord drüber, ein Getränkestand und das Heimspiel wird dicker, schon ist dieser Drops gelutscht. Einfach gesagt wäre der erhöhte Sicherheitsaufwand beim Einlass nicht zwingend eine Komforteinbusse des Zuschauers, es muss nur gescheit organisiert werden und kostet den SC halt mehr, dann steht man auch keine 2 Stunden.
Wer oder was wie Schuld daran ist, dass dies eingeführt werden ist zweitrangig, finde ich. Es ist sinnvoll, dass generell über die Problematik Sicherheit und was alles dranhängt geredet wird und eventuell eine Art Selbstreinigungsprozess stattfindet. Sowohl innerhalb der Fangruppierungen als auch seitens des DFB.
Momentan hab jedenfalls ich manchmal das Gefühl, als wird einem ein Bild vom Stadionbesuch suggeriert, das ich so noch nicht wahrgenommen habe. Beispiel: Es wird immer wieder das Bild vom mit vollem Bierbecher werfenden Fan beschworen. Das habe ich seltenst gesehen, höchstens nach einem Tor und dann eher ausversehen. Ich sage nicht, dass es dies nicht gibt, aber die Regel ist dies mit Sicherheit nicht. Heute sind 30 Kameras im Stadion, da wird jeder Feuerzeugwurf eingefangen, das gab es bis vor 15 Jahren einfach so nicht.
Und pöbelnde Fangruppierungen gab es schon in den 90ern, wenn auch nicht hier in Freiburg. Ich war bei genug Auswärtsspielen in Mitte der 90er, und wurde regelmässig mit Freiburgtrikot in beispielsweise Stuttgart, Frankfurt oder auch in Lautern angepöbelt bis hin dass Schläge angedroht wurden.
Was ist also neu heute? Die Leute organisieren sich mehr über beispielsweise Internet-Foren, Facebook & Co.. Dadurch sind gezieltere Aktionen möglich, beispiele kennt jeder der sich mit dem Thema beschäftigt. Daran beteiligen sich dann nicht mehr nur wenige, sondern auf einmal eine Hundertschaft. Ich denke davor hat der DFB einfach Schiss daher wird jetzt ähnlich wie in der USA damals (auch wenn der Vergleich natürlich hinkt) von Seite des DFB reagiert. Wenn man sich benimmt, wird sich denke ich zwar mal für eine Saison etwas gefühlt ändern, danach werden sich wieder die ähnlichen Verhaltensmuster zumindest in Freiburg einspielen.
Gute finde ich die Protestaktion aber trotzdem. Einfach um aufmerksam zu machen, dass man sich da auch selbst einiges kaputt machen könnte. Ich finde auch nicht, dass man sich da mit irgendwelchen Krawallbrüdern solidarisiert, ich finde aber auch keineswegs, dass alles kontrolliert und überwacht werden muss. Ich brauche absolut nicht noch mehr auf Kriechstrom funkende Controller an den Toren, die denken, sie wären die Besitzer des Stadions.
Früher haben das Schüler der benachbarten Schulen gemacht, heute braucht es da scheinbar Nahkämpfer an den Toren. Das kostet den Verein im Endeffekt nur Geld. Ich frag mich schon immer warum es mittlerweise an die 50 Polizisten bei jedem Heimspiel auf Nord braucht. Betrunkene gab es schon früher, die haben da niemand gestört.
O.T. Ein Bekannter hat mal die lustige These aufgeworfen, dass man seit der offenen Grenzen zuviele Grenzer übrig hat, die man jetzt eben bei Spielen und Demos einsetzt. Daher gleicht Freiburg dann immer einer Stadt aus dem Nahen Osten.
Mittlerweile haben sich die Wogen beruhigt, wirklich wahrgenommen hat man es bei der ersten Einreis, als Foto und Fingerabdrücke genommen wurden.
Genauso wird es hier im Fussball laufen. Ich glaube kaum, dass man 2 Stunden im Regen stehen wird. Da kommt dann ein Blechdach vor Nord drüber, ein Getränkestand und das Heimspiel wird dicker, schon ist dieser Drops gelutscht. Einfach gesagt wäre der erhöhte Sicherheitsaufwand beim Einlass nicht zwingend eine Komforteinbusse des Zuschauers, es muss nur gescheit organisiert werden und kostet den SC halt mehr, dann steht man auch keine 2 Stunden.
Wer oder was wie Schuld daran ist, dass dies eingeführt werden ist zweitrangig, finde ich. Es ist sinnvoll, dass generell über die Problematik Sicherheit und was alles dranhängt geredet wird und eventuell eine Art Selbstreinigungsprozess stattfindet. Sowohl innerhalb der Fangruppierungen als auch seitens des DFB.
Momentan hab jedenfalls ich manchmal das Gefühl, als wird einem ein Bild vom Stadionbesuch suggeriert, das ich so noch nicht wahrgenommen habe. Beispiel: Es wird immer wieder das Bild vom mit vollem Bierbecher werfenden Fan beschworen. Das habe ich seltenst gesehen, höchstens nach einem Tor und dann eher ausversehen. Ich sage nicht, dass es dies nicht gibt, aber die Regel ist dies mit Sicherheit nicht. Heute sind 30 Kameras im Stadion, da wird jeder Feuerzeugwurf eingefangen, das gab es bis vor 15 Jahren einfach so nicht.
Und pöbelnde Fangruppierungen gab es schon in den 90ern, wenn auch nicht hier in Freiburg. Ich war bei genug Auswärtsspielen in Mitte der 90er, und wurde regelmässig mit Freiburgtrikot in beispielsweise Stuttgart, Frankfurt oder auch in Lautern angepöbelt bis hin dass Schläge angedroht wurden.
Was ist also neu heute? Die Leute organisieren sich mehr über beispielsweise Internet-Foren, Facebook & Co.. Dadurch sind gezieltere Aktionen möglich, beispiele kennt jeder der sich mit dem Thema beschäftigt. Daran beteiligen sich dann nicht mehr nur wenige, sondern auf einmal eine Hundertschaft. Ich denke davor hat der DFB einfach Schiss daher wird jetzt ähnlich wie in der USA damals (auch wenn der Vergleich natürlich hinkt) von Seite des DFB reagiert. Wenn man sich benimmt, wird sich denke ich zwar mal für eine Saison etwas gefühlt ändern, danach werden sich wieder die ähnlichen Verhaltensmuster zumindest in Freiburg einspielen.
Gute finde ich die Protestaktion aber trotzdem. Einfach um aufmerksam zu machen, dass man sich da auch selbst einiges kaputt machen könnte. Ich finde auch nicht, dass man sich da mit irgendwelchen Krawallbrüdern solidarisiert, ich finde aber auch keineswegs, dass alles kontrolliert und überwacht werden muss. Ich brauche absolut nicht noch mehr auf Kriechstrom funkende Controller an den Toren, die denken, sie wären die Besitzer des Stadions.
Früher haben das Schüler der benachbarten Schulen gemacht, heute braucht es da scheinbar Nahkämpfer an den Toren. Das kostet den Verein im Endeffekt nur Geld. Ich frag mich schon immer warum es mittlerweise an die 50 Polizisten bei jedem Heimspiel auf Nord braucht. Betrunkene gab es schon früher, die haben da niemand gestört.
O.T. Ein Bekannter hat mal die lustige These aufgeworfen, dass man seit der offenen Grenzen zuviele Grenzer übrig hat, die man jetzt eben bei Spielen und Demos einsetzt. Daher gleicht Freiburg dann immer einer Stadt aus dem Nahen Osten.
29.11.2012 - 16:30 Uhr
Zitat von Madferit:
Dieser ewige Kampf gegen das Gutmenschentum und die damit einhergehende Doppelmoral und Scheinheiligkeit ist unheimlich zermürbend und anstrengend.
In Deiner "Wutrede" hast Du Dich nicht nur inhaltlich einseitig verhoben, wie Marco sehr sachlich offen legt, Du hast Dich auch sprachlich ganz schön verstiegen. Wirklich erstaunlich, was die Finger eines angeblichen SPD-Mitgliedes der Computertastatur diktieren, könnten die obigen Zeilen doch wortwörtlich im dunkelbraunsten Nazi-Forum auftauchen. Thilo Sarrazin lässt grüßen.
Ich habe mir gestern den Vorwurf eingehandelt, zu polemisieren. Das hat mich zugegebenermaßen wirklich beschäftigt, denn das ist Mitnichten meine Absicht. Vielmehr möchte ich sensibilisieren für einen sorgsameren Umgang mit Sprache, mit Symbolik, mit gewissen gesellschaftlichen Entwicklungen, deren Intentionen einem nicht gleich ins Auge springen, die anfänglich eventuell überhaupt gar nicht auffallen. Dabei soll nichts dramatisiert werden. Denn es gibt im Zusammenhang mit der Fanlandschaft in Freiburg nichts zu dramatisieren, wie auch tt-gott hier schon des Öfteren betont hat. Weggucken, Weghören, Diffamieren oder Abqualifizieren darf man trotzdem nicht zulassen und das werde ich auch nicht tun, so lange ich hier im Forum aktiv bin. Das wird manchem Genossen oder Kameraden vielleicht nicht passen, gehört aber für mich zur Freiburger Fan- und gleichzeitig auch Forumskultur.
Nochmals zurück zu dem von Dir, Madferit, arg strapazierten Ausdruck "Gutmensch". Immerhin landete er bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 auf dem 2. Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.
Zwar wird der Begriff "Gutmensch" mit unterschiedlicher Absicht und Häufigkeit im gesamten politischen Spektrum verwendet; als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern einer „politischen Korrektheit“ aber vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich. Das ist keine Polemik, das ist u.a. nachzulesen bei Wikipedia und sollte Dir, Madferit als angeblichen Sozialdemokraten doch etwas zu denken geben.
Ich finde es relativ irritierend, wenn im Lager der Protestfans, in dem man sich all zu gerne das Mäntelchen des Unpolitischseins überwirft, eine Rhetorik verwendet wird, die vor allem von Konservativen und Rechtsextremen präferiert wird. An Zufall zu glauben, fällt mir diesbezüglich wirklich schwer.
Dieser ewige Kampf gegen das Gutmenschentum und die damit einhergehende Doppelmoral und Scheinheiligkeit ist unheimlich zermürbend und anstrengend.
In Deiner "Wutrede" hast Du Dich nicht nur inhaltlich einseitig verhoben, wie Marco sehr sachlich offen legt, Du hast Dich auch sprachlich ganz schön verstiegen. Wirklich erstaunlich, was die Finger eines angeblichen SPD-Mitgliedes der Computertastatur diktieren, könnten die obigen Zeilen doch wortwörtlich im dunkelbraunsten Nazi-Forum auftauchen. Thilo Sarrazin lässt grüßen.
Ich habe mir gestern den Vorwurf eingehandelt, zu polemisieren. Das hat mich zugegebenermaßen wirklich beschäftigt, denn das ist Mitnichten meine Absicht. Vielmehr möchte ich sensibilisieren für einen sorgsameren Umgang mit Sprache, mit Symbolik, mit gewissen gesellschaftlichen Entwicklungen, deren Intentionen einem nicht gleich ins Auge springen, die anfänglich eventuell überhaupt gar nicht auffallen. Dabei soll nichts dramatisiert werden. Denn es gibt im Zusammenhang mit der Fanlandschaft in Freiburg nichts zu dramatisieren, wie auch tt-gott hier schon des Öfteren betont hat. Weggucken, Weghören, Diffamieren oder Abqualifizieren darf man trotzdem nicht zulassen und das werde ich auch nicht tun, so lange ich hier im Forum aktiv bin. Das wird manchem Genossen oder Kameraden vielleicht nicht passen, gehört aber für mich zur Freiburger Fan- und gleichzeitig auch Forumskultur.
Nochmals zurück zu dem von Dir, Madferit, arg strapazierten Ausdruck "Gutmensch". Immerhin landete er bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 auf dem 2. Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.
Zwar wird der Begriff "Gutmensch" mit unterschiedlicher Absicht und Häufigkeit im gesamten politischen Spektrum verwendet; als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern einer „politischen Korrektheit“ aber vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich. Das ist keine Polemik, das ist u.a. nachzulesen bei Wikipedia und sollte Dir, Madferit als angeblichen Sozialdemokraten doch etwas zu denken geben.
Ich finde es relativ irritierend, wenn im Lager der Protestfans, in dem man sich all zu gerne das Mäntelchen des Unpolitischseins überwirft, eine Rhetorik verwendet wird, die vor allem von Konservativen und Rechtsextremen präferiert wird. An Zufall zu glauben, fällt mir diesbezüglich wirklich schwer.
29.11.2012 - 16:47 Uhr
Zitat von louamba0609:
Zitat von Madferit:
Dieser ewige Kampf gegen das Gutmenschentum und die damit einhergehende Doppelmoral und Scheinheiligkeit ist unheimlich zermürbend und anstrengend.
In Deiner "Wutrede" hast Du Dich nicht nur inhaltlich einseitig verhoben, wie Marco sehr sachlich offen legt, Du hast Dich auch sprachlich ganz schön verstiegen. Wirklich erstaunlich, was die Finger eines angeblichen SPD-Mitgliedes der Computertastatur diktieren, könnten die obigen Zeilen doch wortwörtlich im dunkelbraunsten Nazi-Forum auftauchen. Thilo Sarrazin lässt grüßen.
Ich habe mir gestern den Vorwurf eingehandelt, zu polemisieren. Das hat mich zugegebenermaßen wirklich beschäftigt, denn das ist Mitnichten meine Absicht. Vielmehr möchte ich sensibilisieren für einen sorgsameren Umgang mit Sprache, mit Symbolik, mit gewissen gesellschaftlichen Entwicklungen, deren Intentionen einem nicht gleich ins Auge springen, die anfänglich eventuell überhaupt gar nicht auffallen. Dabei soll nichts dramatisiert werden. Denn es gibt im Zusammenhang mit der Fanlandschaft in Freiburg nichts zu dramatisieren, wie auch tt-gott hier schon des Öfteren betont hat. Weggucken, Weghören, Diffamieren oder Abqualifizieren darf man trotzdem nicht zulassen und das werde ich auch nicht tun, so lange ich hier im Forum aktiv bin. Das wird manchem Genossen oder Kameraden vielleicht nicht passen, gehört aber für mich zur Freiburger Fan- und gleichzeitig auch Forumskultur.
Nochmals zurück zu dem von Dir, Madferit, arg strapazierten Ausdruck "Gutmensch". Immerhin landete er bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 auf dem 2. Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.
Zwar wird der Begriff "Gutmensch" mit unterschiedlicher Absicht und Häufigkeit im gesamten politischen Spektrum verwendet; als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern einer „politischen Korrektheit“ aber vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich. Das ist keine Polemik, das ist u.a. nachzulesen bei Wikipedia und sollte Dir, Madferit als angeblichen Sozialdemokraten doch etwas zu denken geben.
Ich finde es relativ irritierend, wenn im Lager der Protestfans, in dem man sich all zu gerne das Mäntelchen des Unpolitischseins überwirft, eine Rhetorik verwendet wird, die vor allem von Konservativen und Rechtsextremen präferiert wird. An Zufall zu glauben, fällt mir diesbezüglich wirklich schwer.
Ich sag's ja, Windmühlen. Don Quijote Hilfsausdruck. Und die unvermeidliche dunkelbraune Ecke, in die man all jene zu drängen versucht, die nicht die selbe ölige Rhetorik absondern, die man selbst so gerne als Stilmittel nutzt. Würde man als Anti-Abnicker des Programs so mäßig kaschiert mit politischen Andeutungen agieren wie du im zitierten Post, man wäre längst verwarnt. Bezeichnend.
PS: Ich habe mir grade nochmals mein Posting durchgelesen - wo man da rechtsradikale Tendenzen rauslesen will ist mir völlig schleierhaft. Aber selber schön abstrahieren und spekulieren und verurteilen geht natürlich klar.
Nichts für ungut und alles, du hast über 1000 Postings, da wird man dich schon weiter in stilistisch schönen Sätzen hetzen und "Andersdenkende" ungestraft diffamieren lassen, gell?
Zitat von Madferit:
Dieser ewige Kampf gegen das Gutmenschentum und die damit einhergehende Doppelmoral und Scheinheiligkeit ist unheimlich zermürbend und anstrengend.
In Deiner "Wutrede" hast Du Dich nicht nur inhaltlich einseitig verhoben, wie Marco sehr sachlich offen legt, Du hast Dich auch sprachlich ganz schön verstiegen. Wirklich erstaunlich, was die Finger eines angeblichen SPD-Mitgliedes der Computertastatur diktieren, könnten die obigen Zeilen doch wortwörtlich im dunkelbraunsten Nazi-Forum auftauchen. Thilo Sarrazin lässt grüßen.
Ich habe mir gestern den Vorwurf eingehandelt, zu polemisieren. Das hat mich zugegebenermaßen wirklich beschäftigt, denn das ist Mitnichten meine Absicht. Vielmehr möchte ich sensibilisieren für einen sorgsameren Umgang mit Sprache, mit Symbolik, mit gewissen gesellschaftlichen Entwicklungen, deren Intentionen einem nicht gleich ins Auge springen, die anfänglich eventuell überhaupt gar nicht auffallen. Dabei soll nichts dramatisiert werden. Denn es gibt im Zusammenhang mit der Fanlandschaft in Freiburg nichts zu dramatisieren, wie auch tt-gott hier schon des Öfteren betont hat. Weggucken, Weghören, Diffamieren oder Abqualifizieren darf man trotzdem nicht zulassen und das werde ich auch nicht tun, so lange ich hier im Forum aktiv bin. Das wird manchem Genossen oder Kameraden vielleicht nicht passen, gehört aber für mich zur Freiburger Fan- und gleichzeitig auch Forumskultur.
Nochmals zurück zu dem von Dir, Madferit, arg strapazierten Ausdruck "Gutmensch". Immerhin landete er bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 auf dem 2. Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.
Zwar wird der Begriff "Gutmensch" mit unterschiedlicher Absicht und Häufigkeit im gesamten politischen Spektrum verwendet; als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern einer „politischen Korrektheit“ aber vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich. Das ist keine Polemik, das ist u.a. nachzulesen bei Wikipedia und sollte Dir, Madferit als angeblichen Sozialdemokraten doch etwas zu denken geben.
Ich finde es relativ irritierend, wenn im Lager der Protestfans, in dem man sich all zu gerne das Mäntelchen des Unpolitischseins überwirft, eine Rhetorik verwendet wird, die vor allem von Konservativen und Rechtsextremen präferiert wird. An Zufall zu glauben, fällt mir diesbezüglich wirklich schwer.
Ich sag's ja, Windmühlen. Don Quijote Hilfsausdruck. Und die unvermeidliche dunkelbraune Ecke, in die man all jene zu drängen versucht, die nicht die selbe ölige Rhetorik absondern, die man selbst so gerne als Stilmittel nutzt. Würde man als Anti-Abnicker des Programs so mäßig kaschiert mit politischen Andeutungen agieren wie du im zitierten Post, man wäre längst verwarnt. Bezeichnend.
PS: Ich habe mir grade nochmals mein Posting durchgelesen - wo man da rechtsradikale Tendenzen rauslesen will ist mir völlig schleierhaft. Aber selber schön abstrahieren und spekulieren und verurteilen geht natürlich klar.
Nichts für ungut und alles, du hast über 1000 Postings, da wird man dich schon weiter in stilistisch schönen Sätzen hetzen und "Andersdenkende" ungestraft diffamieren lassen, gell?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Madferit am 29.11.2012 um 17:09 Uhr bearbeitet
29.11.2012 - 17:21 Uhr
Zitat Madferit:
IHR, DIE "NORMALEN" und FRIEDLICHEN Fans, werdet durch das "Sichere Stadionerlebnis" der DFL bestraft.
Falsch. Wir, die normalen Fans, werden durch andere Fans bestraft, die sich wichtiger nehmen, als sie sind. Wir werden durch Fans bestraft, die sich an einer ligaweiten, schwachsinnigen Protestaktion beteiligen, deshalb der eigenen Mannschaft gegen die Bayern zunächst die Anfeuerung vorenthalten und uns 'normale' Fans dann auch noch auspfeifen, wenn wir unsere Männer trotzdem unterstützen wollen.
Wir werden auch durch Fans bestraft, die den Einsatz von Pyrotechnik einfordern, obwohl die gefährlich ist und vom Spiel ablenkt. Wir werden außerdem durch Fans bestraft, die den Gegner beleidigen, statt die eigene Mannschaft zu unterstützen. Denn weißt du, Madferit, es gibt Menschen mit guter Kinderstube, die sich ernsthaft daran stören, wenn andere Menschen in Sprechchören als Stuttgarter A... abqualifiziert werden.
Und Madferit, hast du dich eigentlich jemals gefragt, weshalb überhaupt so ein Sicherheitskonzept gebraucht wird? Also, wegen uns 'normalen' Fans sicherlich nicht. Bei der Gelegenheit solltest du, Madferit, dich auch fragen, wessen Schuld es eigentlich wäre, wenn in deutschen Stadien tatsächlich die Stehplätze abgeschafft werden würden. Glaub mir, an uns 'normalen' Fans würde es nicht liegen. Wir müssten das Stehplatzverbot aber mit ausbaden.
Und falls du, Madferit, jetzt einwendest, dass ohne die Ultras aber keine Stimmung im Stadion herrschen würde, dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht.
Ich behaupte mal, dass 99 Prozent der Stadionbesucher in Freiburg 'normale' Fans sind, Madferit. Menschen, die von dir und deinesgleichen, pardon, langsam die Schnauze voll haben. Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid, dass Ihr der absoluten Stadionmehrheit vorschreiben dürft, wie sie sich zu verhalten hat?
Aber halt, die letzte Frage geht fehl, ihr denkt ja nicht an die Stadionmehrheit, euch geht es ja immer nur um euch selbst...
IHR, DIE "NORMALEN" und FRIEDLICHEN Fans, werdet durch das "Sichere Stadionerlebnis" der DFL bestraft.
Falsch. Wir, die normalen Fans, werden durch andere Fans bestraft, die sich wichtiger nehmen, als sie sind. Wir werden durch Fans bestraft, die sich an einer ligaweiten, schwachsinnigen Protestaktion beteiligen, deshalb der eigenen Mannschaft gegen die Bayern zunächst die Anfeuerung vorenthalten und uns 'normale' Fans dann auch noch auspfeifen, wenn wir unsere Männer trotzdem unterstützen wollen.
Wir werden auch durch Fans bestraft, die den Einsatz von Pyrotechnik einfordern, obwohl die gefährlich ist und vom Spiel ablenkt. Wir werden außerdem durch Fans bestraft, die den Gegner beleidigen, statt die eigene Mannschaft zu unterstützen. Denn weißt du, Madferit, es gibt Menschen mit guter Kinderstube, die sich ernsthaft daran stören, wenn andere Menschen in Sprechchören als Stuttgarter A... abqualifiziert werden.
Und Madferit, hast du dich eigentlich jemals gefragt, weshalb überhaupt so ein Sicherheitskonzept gebraucht wird? Also, wegen uns 'normalen' Fans sicherlich nicht. Bei der Gelegenheit solltest du, Madferit, dich auch fragen, wessen Schuld es eigentlich wäre, wenn in deutschen Stadien tatsächlich die Stehplätze abgeschafft werden würden. Glaub mir, an uns 'normalen' Fans würde es nicht liegen. Wir müssten das Stehplatzverbot aber mit ausbaden.
Und falls du, Madferit, jetzt einwendest, dass ohne die Ultras aber keine Stimmung im Stadion herrschen würde, dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht.
Ich behaupte mal, dass 99 Prozent der Stadionbesucher in Freiburg 'normale' Fans sind, Madferit. Menschen, die von dir und deinesgleichen, pardon, langsam die Schnauze voll haben. Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid, dass Ihr der absoluten Stadionmehrheit vorschreiben dürft, wie sie sich zu verhalten hat?
Aber halt, die letzte Frage geht fehl, ihr denkt ja nicht an die Stadionmehrheit, euch geht es ja immer nur um euch selbst...
29.11.2012 - 19:00 Uhr
Zitat von Badenboy:
... dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht....
Oh ja, und damals wurde trotz vieler Niederlagen trotzdem gesungen "Scheiß egal, scheiß egal..." und die Mannschaft wurde trotzdem gefeiert, man freute sich einfach, als kleiner SCF in der großen Bundesliga zu sein. Ich vermisse diese Zeit auch... :/:
Enstand aus dieser Zeit nicht der Fansong "Wir sind keine Schwaben, keine Bayern, wir sind die Fans, die (trotzdem) immer wieder feiern..." ?
... dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht....
Oh ja, und damals wurde trotz vieler Niederlagen trotzdem gesungen "Scheiß egal, scheiß egal..." und die Mannschaft wurde trotzdem gefeiert, man freute sich einfach, als kleiner SCF in der großen Bundesliga zu sein. Ich vermisse diese Zeit auch... :/:
Enstand aus dieser Zeit nicht der Fansong "Wir sind keine Schwaben, keine Bayern, wir sind die Fans, die (trotzdem) immer wieder feiern..." ?
29.11.2012 - 19:43 Uhr
Zitat von jerry5372:
Zitat von Badenboy:
... dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht....
Oh ja, und damals wurde trotz vieler Niederlagen trotzdem gesungen "Scheiß egal, scheiß egal..." und die Mannschaft wurde trotzdem gefeiert, man freute sich einfach, als kleiner SCF in der großen Bundesliga zu sein. Ich vermisse diese Zeit auch... :/:
Enstand aus dieser Zeit nicht der Fansong "Wir sind keine Schwaben, keine Bayern, wir sind die Fans, die (trotzdem) immer wieder feiern..." ?
Ich frag mich da oft ob das überhaupt solche Fans sind, wie sie immer behaupten. Ich bin nach einer Niederlage oder einen Rückstand auf jedenfall immer angefressen und kann dann mit : wir feiern trotzdem oder irgendeinem Unfug Null anfangen.
Ja waren das friedliche Zeiten früher als bei der gegnerischen Aufstellung noch A...loch statt Na und geschrien wurde und das ganze Stadion Merk du A....loch skandierte.
Zitat von Badenboy:
... dann kann ich dir versichern, dass im Dreisamstadion (vor deiner Zeit hieß es noch so) eine super Stimmung war, obwohl das Stadion damals noch wesentlich kleiner war. Wir sind auf der damals viel kleineren und unüberdachten Nordtribüne im Regen gestanden, haben eine tolle Zeit dort verbracht - ganz ohne Ultras. Dabei haben wir immer nur unsere Mannschaft angefeuert, nicht den Gegner in unflätiger Weise niedergemacht....
Oh ja, und damals wurde trotz vieler Niederlagen trotzdem gesungen "Scheiß egal, scheiß egal..." und die Mannschaft wurde trotzdem gefeiert, man freute sich einfach, als kleiner SCF in der großen Bundesliga zu sein. Ich vermisse diese Zeit auch... :/:
Enstand aus dieser Zeit nicht der Fansong "Wir sind keine Schwaben, keine Bayern, wir sind die Fans, die (trotzdem) immer wieder feiern..." ?
Ich frag mich da oft ob das überhaupt solche Fans sind, wie sie immer behaupten. Ich bin nach einer Niederlage oder einen Rückstand auf jedenfall immer angefressen und kann dann mit : wir feiern trotzdem oder irgendeinem Unfug Null anfangen.
Ja waren das friedliche Zeiten früher als bei der gegnerischen Aufstellung noch A...loch statt Na und geschrien wurde und das ganze Stadion Merk du A....loch skandierte.
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