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Die deutsche Nationalmannschaft

04.06.2018 - 11:44 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft |#131
18.06.2018 - 07:55 Uhr
Zitat von Peachum
Ich versuche mich mal mit einer Einzelkritik:

-Kroos

Machte das, was er am besten kann. Eine überragene Passquote von 93% sagen hier schon etwas aus. Hatte die meisten Torschüsse aber war leider etwas glücklos. Was mir bei ihm heute ein wenig gefehlt hat, waren die riskanten Pässe in die Schnittstellen der Abwehr. Zu oft wählte er den einfachen Querpass. Für mich dennoch einer der besseren Deutschen.

Das stimmt m.E. nur zum Teil für Offensivaktionen, ansonsten ist er für mich das personifizierte Beispiel des Problems. Seine Arbeit nach hinten war sehr schlecht; öfters ging er Zweikämpfen sogar aus dem Weg. Er konzentrierte sich nur auf den Aufbau, rückte sehr schnell sehr weit auf und übersah bei mehreren Abschlüssen besser postierte Nebenleute. Am schwersten wiegt für mich, dass er beim Gegentor zu spät mit nach hinten antritt, dann sogar Geschwindigkeit raus nimmt, als der Mexikaner am Strafraum ankommt und kurz gestellt wird. Wäre er durchgelaufen, wäre er sicher auf Ballhöhe gewesen als dieser zum Torschuss ansetzte und hätte zumindest stören können. Ich hatte ganz stark das Gefühl, dass er wie ein Feldherr nur glänzen wollte und nicht ernsthaft damit rechnete, dass man bei einer WM auch mal wieder Drecksarbeit verrichten muss. Sehr schade. Das hat er schon wesentlich besser gezeigt.
Sicher wurde er schnell angelaufen und die Mexikaner versuchten, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Aber das gehört für einen ganz Großen eben auch dazu, damit zurecht zu kommen und als 6-er nicht die Arbeit nach hinten zu vernachlässigen. Für mich einer von mehreren Faktoren, warum wir mangels taktischem Verhalten und/oder Einstellung mehrfach "überrannt" wurden.
So schön der Freistoß auch war, so gut die Passquote auch ist, das alleine reicht mir nicht für eine WM.
Die deutsche Nationalmannschaft |#132
18.06.2018 - 08:34 Uhr
@philippSCF: Der Beifall der Özil-Hater ist Dir gewiß nach Deinen Zeilen. Hast Du es so nötig, in einem bräunlich trüben Teich nach Komplimenten zu fischen, dass Du nicht einmal den Versuch unternimmst, einigermaßen objektiv zu bleiben? Allein schon der Vergleich mit Brandt ist hanebüchen und untauglich, da der Leverkusener gar nicht die Position und Aufgaben Özils bekleidet. Dann musst Du ihn allenfalls mit Draxler oder Müller messen. Und auch da hinkts, da es ja ein Unterschied ist, ob man von Anfang an spielt oder 5 Minuten vor Schluss eingewechselt wird und somit einen Frischevorteil ggü. 90 % der anderen Spieler besitzt.

Özil wird in vielen Einzelkritiken nicht so schlecht gesehen, während er von vielen sogenannten "Fans" als Sündenbock abgestempelt wird. Wahrscheinlich hätte er gestern 1 Tor vorbereiten und eines selber schießen können und wär in der "Fan"-Betrachtung trotzdem nicht wesentlich besser weggekommen. Der deutsche Mob hat sein obligatorisches Hass-Objekt, an dem er sich abarbeiten kann. Da fällt es einem wie mir, der sich als gesund patriotisch einschätzt, schwer, sich noch an irgendwas erfreuen zu können, wenn es um (Fußball)Deutschland geht.

Über Özil mache ich mir keine Sorgen. Der ist in einer guten Form, war gestern gerade in Halbzeit 1 einer der wenigen Spieler, der gute Lösungen gefunden hat. Auch hat er konzentrierter gewirkt als viele seiner Mitspieler. Klar sieht er beim Zweikampf mit Torschütze Lozano nicht gut aus, aber das ist weder seine Kernkompetenz noch ist es seine Verantwortung als quasi letzter Mann die Fehler Hummels, die Nichtanwesenheit Kimmichs oder auch die fehlende Unterstützung des gemächlich zurücktrabenden Toni Kroos auszubaden. Letzterer wurde beim Gegentreffer übrigens völlig zu Recht in der ZDF-Analyse als "unbeteiligter" Beteiligter kritisch erwähnt.

@Dolla: Die Statistikdaten sind in der Tat ordentlich. Am Ende hatte man sogar ein Plus bei den Zweikämpfen und auch 4km mehr in den Beinen. Selbstverständlich wäre am Schluss auch ein Unentschieden nicht unverdient gewesen. Aber um dieses zu erzwingen haben Ausstrahlung, Spielwitz und Agilität gefehlt. Wenn man bedenkt mit welcher Wucht vor 4 Jahren Portugal bei gefühlt 70 ° Celsius im Glutofen von Salvador de Bahia zu Fehlern und somit in die Knie gezwungen wurde, war das über die gesamte Spieldauer hinweg ein erbärmlicher, verkrampfter und leidenschaftsloser Auftritt. Eklatant vor allem die Tempodefizite und die ungewohnt miserable Antizipation im Spiel gegen den Ball (-> siehe Hummels beim 0:1).

Hummels und Boateng agierten in mehreren Situationen als Absicherung und der Rest (zu) offensiv ohne echte Durchschlagskraft zu entfalten. Das hat mich ja fast schon an Fußball in unterklassigen Ligen erinnert. "Die Mannschaft" muß erst noch beweisen, dass sie tatsächlich eine Mannschaft ist. Gegen Schweden und Südkorea muss viel mehr im kompakten Verbund angegriffen und verteidigt werden, sonst droht das erste Vorrunden-Aus bei einer WM seit ich mich für Fußball zu interessieren begonnen habe. Und das war 1978.

@Butterkeksfan: Man kann nur hoffen, dass der deutsche Trainerstab und die Spieler die kommenden Gegner ernster nehmen als Du, sonst droht eine nie dagewesene Blamage. Deine Zeilen implizieren wie selbstverständlich, dass Du von einer Leistungssteigerung der DFB-Elf gegen Schweden und Südkorea ausgehst. So viel Anzeichen dafür gibt es jetzt meines Erachtens nicht, denn die Mannschaft machte gestern (weiterhin) falsch, was schon in den Tests gegen Österreich und Saudi-Arabien nicht geklappt hat, obwohl die Dinge laut Mats Hummels intern thematisiert worden sind. Sind die Spieler nun ignorant respektive überheblich oder als Kollektiv dann vielleicht doch limitierter als man meint? Samstag Abend, 21:50 Uhr sind wir schlauer, aber Selbstläufer oder gar Leckerbissen sind nicht zu erwarten weder gegen Schweden noch gegen Südkorea. Dafür scheint es an der Fokussierung auf das große Ziel doch ein Stück weit zu fehlen nach den gestern gewonnenen Eindrücken.

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aber nicht für jedermanns Gier.
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von louamba0609 am 18.06.2018 um 08:45 Uhr bearbeitet
Die deutsche Nationalmannschaft |#133
18.06.2018 - 09:23 Uhr
Auch 1978 ist man nicht in der Vorrunde ausgeschieden, sondern erst in der damals durchgeführten Zwischenrunde, was im aktuellen Modus dem Viertelfinale entsprechen würde. (Runde der letzten 8). Ein Vorrundenaus würde das schlechteste Abschneiden seit 1938 bedeuten, als man in der 1. Runde oder im Achtelfinale nach Wiederholungsspiel gegen die Schweiz verlor. Ansonsten ist man immer mindestens unter die letzten 8 gekommen.

Seit gestern abend wird sich die Anzahl der Witze über Italien und Holland in Deutschland etwas reduziert haben.
Die deutsche Nationalmannschaft |#134
18.06.2018 - 09:53 Uhr
@Schwarzwaldmarie: Ich weiß, wie weit Deutschland gekommen ist 78. Ich wollte mit obigem Post ausdrücken, dass es das erste Mal in meinem bzw. im Leben aller Foristen wäre, wenn D bei einer WM vorzeitig ausscheidet. In Sachen EM sind wir ja schon etwas leiderprobter.

@philippSCF: Bist mit Deiner Özil-Schelte übrigens in bester Gesellschaft. "Die WELT" seziert den Arsenal-Spieler bis auf die letzte Leberzelle und konstruiert in abenteuerliche Weise statt Mitverantwortung, was unbestreitbar ist wegen schwachem Zweikampfverhalten gegen Lozano, eine Hauptschuld von ihm beim 0:1. Kein Wort über Khediras Ballverlust, Hummels falsche Entscheidung beim Anlaufen Chicharitos an der Mittellinie, Kimmichs Abwesenheit, Kroos' Nominierungsschreiben als "Traber des Jahres".

Die 97% Passquote Özils passen für das inquisitorische Standgericht zwar nicht so ins Bild, aber was nicht passt wird passend gemacht und geschwind als einfachstes Quer- und Sicherheitspassgeschiebe abqualifiziert. Hab ich über Toni Kroos so noch nie gelesen. Das konservative bis rechtsnationale Leserklientel will halt befriedigt sein und dafür eignet sich der Migrationsdeutsche zweiter Klasse deutlich besser als der blonde und blauäugige geburtsdoitsche Denker und Lenker in der Mittelfeldzentrale. Wenn man sonst nix zu bieten hat. Einfach nur traurig....aber es geht auch anders mit Sarkasmus und Selbstironie und so kursieren heute wirklich witzige Überschriften zum gestrigen Spiel wie "Schland unter" oder "Fiasko Mexicana" was mich bei allem Frust wieder etwas schmunzeln lässt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von louamba0609 am 18.06.2018 um 10:11 Uhr bearbeitet
Die deutsche Nationalmannschaft |#135
18.06.2018 - 10:28 Uhr
Zitat von louamba0609

@Schwarzwaldmarie: Ich weiß, wie weit Deutschland gekommen ist 78. Ich wollte mit obigem Post ausdrücken, dass es das erste Mal in meinem bzw. im Leben aller Foristen wäre, wenn D bei einer WM vorzeitig ausscheidet. In Sachen EM sind wir ja dann schon etwas leiderprobter.

Um mal positiv vorzubauen: Man wird sich selbst bei einem Vorrundenaus nicht so blamieren wie in Frankreich 1998. Da ist man zwar erst im Viertelfinale gescheitert, dafür waren die Begleitumstände einfach unglaublich beschämend.

Zitat von louamba0609
Hab ich über Toni Kroos so noch nie gelesen.

Gerade Toni Kroos hat man doch "Quer- und Sicherheitsgeschiebe" ewig und gerne vorgehalten. Das hat sich in meiner Erinnerung erst mit der WM 2014 bzw. dem Wechsel zu Real Madrid und dem einhergehenden Erfolg gegeben.

Zu Mesut Özil: Ihn als Alleinschuldigen da rauszupicken wird der Realität natürlich nicht gerecht. Ich möchte aber auch zu bedenken geben, dass er genügend Angriffsfläche zur Kritik bietet, sowohl aus sportlicher Sicht, als auch auf politischer Ebene. Gerade bei letzterem hat er sich auf eine absolut unnötige Weise selber eine Fallhöhe geschaffen.

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SC Freiburg

"Man darf bei Fußball nicht denken wie Beamter: 0:0 halten bis Feierabend."
(Giovanni Trappatoni)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von uwe_wassmer am 18.06.2018 um 10:37 Uhr bearbeitet
Die deutsche Nationalmannschaft |#136
18.06.2018 - 10:55 Uhr
Özil hatte gestern überhaupt keine Schuld an der Niederlage. Über ihn liefen die meisten Offensivaktionen und er hat mit guter Übersicht Pressingsituationen der Mexikaner lösen können. Vielmehr haben die Außenverteidiger überhaupt nicht stattgefunden. Khedira hat eine erschreckend schwache Leistung im defensiven Mittelfeld geboten, sodass Kroos eigentlich unter Dauerdruck stand.

In der Rückwärtsbewegung dann - übrigens genauso wie offensiv - überhaupt keine Laufbereitschaft. Keine Leidenschaft in den Zweikämpfen (das ist dann auch der einzige Vorwurf, den man Özil machen kann), keine Antizipation für freie Räume und dazu ein eklatant schwaches Passspiel.

Erst als die Mexikaner ihrem laufintensiven Spiel Tribut zollen mussten, wurde es besser.

Ich hoffe, dass "die Mannschaft" (bin immer noch der Meinung, dass das absolut dämlich ist ugly ) sich jetzt mal zusammen reisst und das, was 2014 den Titel brachte, umsetzt. Dazu gehört, dass man jeden noch so dämlichen Weg geht, sich in jeden Zweikampf reinbeißt und dem Gegner von der ersten Sekunde an klar macht, dass da heute nur einer als Sieger in Frage kommt.

Ich würde sogar so weit gehen und nur einen Wechsel in der Startelf gegen Schweden vornehmen. Ilkay Gündogan als Nebenmann von Toni Kroos.
Ilkay ist schneller als Khedira und tendenziell etwas offensiver, damit kann er perfekt den Verbindungsspieler geben.

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SC Freiburg, für uns immer vorn!
Die deutsche Nationalmannschaft |#137
18.06.2018 - 11:14 Uhr
Also eine Blamage habe ich gestern nicht gesehen, auch Arroganz konnte ich im Spiel der deutschen Mannschaft nicht erkennen. Einsatz und Willen haben gestimmt, man war dann ob der immer verzweifelter werdenden, offensiven Bemühungen etwas offen für Konter und bei den eigenen Abschlüssen haben Glück und leider auch ein wenig die Präzision gefehlt. Leistungsmäßig wäre ein Unentschieden mindestens verdient gewesen.
Diese Erwartungshaltung, Mexiko auf jeden Fall zu schlagen, halte ich auch für übertrieben. Das gilt auch für andere Paarungen. Wie man sieht, konnte weder Argentinien Island, noch Brasilien die Schweiz bezwingen.

Das Klischee, dass jeder, der scharfe Kritik an Özils Leistungen übt, aus dem Reich der bösen Rrrächten kommt, ist übrigens lächerlich. Aber klar, der Kampf um die Moral-Weltmeisterschaft muss ja auch hier geführt werden. Ich fand Özil übrigens nicht schlecht - das Schlechteste, was ich leistungstechnisch über ihn sagen könnte, ist, dass er in der zweiten Halbzeit konzentrationsmäßig etwas abgebaut hat.
Die deutsche Nationalmannschaft |#138
18.06.2018 - 12:20 Uhr
Was mich halt immer wieder - und vor allem gestern auch - irritiert sind so Aussagen wie "der Gegner hat taktisch clever agiert...". Die Mexikaner haben das einzig richtige getan was man gegen die DFB11 im dämlichen 4-2-3-1 tun muss. Das ist kein Geheimnis und so wird jede andere Mannschaft auch spielen und so spielt auch jede halbwegs vernünftige Mannschaft seit der WM 2014 gegen die DFB11: Kompakt stehen, D das spiel machen lassen, auf Fehler warten. Mittelfeldpressing, Kroos doppeln oder gleich ganz in Manndeckung nehmen und über die Außen kontern weil die ja immer extrem weit aufrücken.

Das ist relativ einfach und erfolgsversprechend und das Löw nicht mal auf die Idee kommt, das Spielsystem und die Taktik zu verändern kreide ich ihm an. Wenn er so weiter macht dann schließen wir die Gruppe als 2. ab und fliegen gegen Brasilien raus. 2014 hat er ja seine Taktik, allerdings gezwungenermaßen, verändert. Sonst wäre, da bin ich mir sicher, der Titel nicht drin gewesen. Das 4-2-3-1 ist für das DFB Team überholt. Mit Ball bekommen sie es auch nicht wirklich hin weil einfach die Geduld fehlt. Es ist zwar langweilig anzuschauen und vermutlich auch langweilig zu spielen, aber es bleibt eigentlich nichts anderes wie extrem geduldig zu spielen und nicht in diese Pressing- und Konterfallen zu laufen.

Dazu kommen individuelle Dinge wie dass Khedira und Hummels völlig außer Form sind und so nicht in die Mannschaft rein dürfen. Überhaupt sehe ich die Doppel 6 aus Kroos und Khedira als schlecht weil zu langsam an. Hier muss entweder Kroos alleine auf die 6 in einem anderen System oder, wenns denn unbedingt das 4-2-3-1 sein muss, dann muss da Gyndogan nebendran. Hummels rausnehmen wegen Formschwäche...weiss jetzt nicht ob man sich das erlauben kann?! Vielleicht kommt er bis zu den Finalrunden noch in Form, aber entlasten muss man den, das ist schon krass wie langsam der nicht nur zu Fuss sondern auch im Kopf unterwegs ist. Derzeit. Sein enormes Stellungsspiel, was ihn bisher ausgezeichnet hat und welches seine Langsamkeit vergessen ließ bekommt er aktuell nicht hin. Risikofaktor. Werners Stärken gehen im 4-2-3-1 Ballbesitzspiel (mit oder ohne Geduld und Balance) gegen kompakte Gegner auch völlig unter, da fehlt im Kader eine Alternative - Gomez ist für mich keine! - bliebe nur eine falsche 9 aus Müller oder Reus. Im Grunde fände ich entweder ein asymetrisches 4-3-3 passabel, in dem entweder Hecktor oder Kimmich vorschieben, abwechselnd, nicht beide!, Kroos auf der 6 spielt, Gündogan auf der 8, Özil entweder neben Gündogan auf der 8 oder RA, Draxler entweder LA, RA bzw. ihn fände ich rechts auf der 8 auch mal interessant und dann eben je nach Situation Werner vorn oder Reus oder auch Müller.

Möglich wäre vielleicht auch noch eine 3-er Kette, 3-3-3-1, auch asymetrisch mit Kimmich und Hecktor im Mittelfeld, aber diese Variante ist vielleicht zu riskant weil noch nicht wirklich gespielt. Jedenfalls, meine Meinung, im 4-2-3-1 jetziger Ausprägung ist nichts zu holen und taktische Anpassungen müssen sofort her. Sonst gehts halt früh und verdient nach Hause was dann mit Erdogan und Sane nichts zu tun hätte sondern hauptsächlich mit Löw. Das alles hätte man freilich schon etwas früher sehen können, aber wer weiss, möglicherweise wollte Löw auch nur den "Favoritenstatus" losbekommen, was ihm jetzt gelungen sein dürfte, was auch nicht so schlecht ist.

Edit: Habe zur besseren Lesbarkeit ein paar Absätze eingebaut.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zlatan9 am 18.06.2018 um 12:36 Uhr bearbeitet
Die deutsche Nationalmannschaft |#139
18.06.2018 - 12:47 Uhr
Zitat von uwe_wassmer

Gerade Toni Kroos hat man doch "Quer- und Sicherheitsgeschiebe" ewig und gerne vorgehalten. Das hat sich in meiner Erinnerung erst mit der WM 2014 bzw. dem Wechsel zu Real Madrid und dem einhergehenden Erfolg gegeben.

Aber ich kann mich nicht erinnern, dass man sich in einem Artikel dermaßen an ihm abgearbeitet hat, wie die Welt das nun bei Özil tut. Die Art und Weise hat dabei nichts mehr mit reißerischem Boulevardstil zu tun, das ist einfach nur noch tumb.

Mit der Angriffsfläche, die Özil (nach wie vor) vor allem auf kommunikativer Ebene bietet, hast Du natürlich vollkommen Recht. Hier ist bzw. wird er meines Erachtens schlecht beraten. Aber die Gründlichkeit mit der sich die deutsche Öffentlichkeit mit ihm beschäftigt, ist mittlerweile einfach nicht mehr adäquat. Da er ja beharrlich schweigt in Sachen Erdogate kann er sich nur selbst rehabilitieren, in dem er auf dem Platz eine Führungsrolle annnimmt und nicht nur häppchenweise seine Brillanz aufblitzen lässt.

Bei Sky war heute morgen der Körpersprache-Experte Robert Körner, der Mimik/Körpersprache der deutschen Spieler auf und neben dem Platz analysiert hat. Das war wirklich interessant und deckt sich mit vielen meiner Eindrücke. Hummels, Neuer, Kimmich und Werner beispielsweise attestiert er einen guten emotionalen Umgang mit der Niederlage. Schlecht kommen beispielsweise Özil (Trauer statt Aufbäumen nach dem 0:1) und auch Kroos weg, dessen nonverbale Kommunikation er sowohl innerhalb des Spiels als auch beim Interview irritierend empfand. Insgesamt macht sich der Persönlichkeitstrainer aber keine Sorgen um die deutsche Elf.

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Die deutsche Nationalmannschaft |#140
18.06.2018 - 13:01 Uhr
Kurz ein paar Worte zu Toni Kroos: Für mich war er schon immer ein Querspieler. Zwar gekonnt und mit viel Präzision, aber wirkliche Torgefahr ging nie von ihm aus.
Bei Real geht es gut, weil er im Mittelfeld glänzen darf, ohne grosse Devensivarbeit verrichten zu müssen.

Anders in der Deutschen Nationalmannschaft. Dort hat man erneut gesehen, wie krass die Abwehrsspieler von Kroos (und Özil) immer wieder im Stich gelassen wurden (so auch von Hummels zur Kritik gebracht).

Beim entscheidenden Tor der Mexikaner trabt Kroos zurück, als sei er im Ruhestand.

Im übrigen war ich begeistert von der Hingabebereitschaft unseres Gegners. Jeder einzelne war bereit, für die Gruppe alles zu geben. Das war die wichtigste Komponente. Hinzu kam das grossartige Spielverständnis und die herausragenden technischen Fertigkeiten.
Wenn beides bei uns fehlt, gibts was auf die Mütze. Man hat es sich redlich verdient.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Direktspiel am 18.06.2018 um 13:02 Uhr bearbeitet
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