Die deutsche Nationalmannschaft
04.06.2018 - 11:44 Uhr
01.07.2026 - 09:27 Uhr
Zitat von uwe_wassmer
Dieses Bonmont von den "Kleinen, die es nicht mehr gibt" hält sich ja hartnäckig - ich halte es für gefährlich falsch. Ein DFB hat erheblich (!) mehr Mittel und Möglichkeiten als der Fußballverband von Paraguay. Alleine der Marktwertvergleich: 153 zu 947 Millionen!
Wenn man in Abrede stellt, dass man in der Pflicht steht, aus diesem Mehr an Möglichkeiten auch etwas Greifbares zu machen, belügt man sich selber. Das hat überhaupt nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit einem gesunden und berechtigtem Anspruchsdenken. Wenn wir das aufgeben, können wir uns natürlich gemütlich im Mittelmaß einrichten. Dann bleibt es aber bei vier Sternen.
Zitat von Decheiver
Außer man pflegt immer noch die Arroganz, dass wir vermeintlich schlechtere Mannschaften einfach vom Feld schießen. Das gab's bis auf Curacao aber schon lange nicht mehr.
Außer man pflegt immer noch die Arroganz, dass wir vermeintlich schlechtere Mannschaften einfach vom Feld schießen. Das gab's bis auf Curacao aber schon lange nicht mehr.
Dieses Bonmont von den "Kleinen, die es nicht mehr gibt" hält sich ja hartnäckig - ich halte es für gefährlich falsch. Ein DFB hat erheblich (!) mehr Mittel und Möglichkeiten als der Fußballverband von Paraguay. Alleine der Marktwertvergleich: 153 zu 947 Millionen!
Wenn man in Abrede stellt, dass man in der Pflicht steht, aus diesem Mehr an Möglichkeiten auch etwas Greifbares zu machen, belügt man sich selber. Das hat überhaupt nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit einem gesunden und berechtigtem Anspruchsdenken. Wenn wir das aufgeben, können wir uns natürlich gemütlich im Mittelmaß einrichten. Dann bleibt es aber bei vier Sternen.
Ich finde, man sollte allgemein mal hinterfragen, welchen Stellenwert Marktwerte und Gehälter in solchen Diskussionen überhaupt haben. Wenn eine Mannschaft mit knapp einer Milliarde Marktwert gegen eine mit 150 Millionen nicht gewinnt, müssten dann konsequenterweise die Marktwerte angepasst werden? Oder zeigen solche Spiele nicht eher, dass diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind?
Marktwerte sind keine objektive Messgröße für die tatsächliche Stärke eines Teams. Sie hängen davon ab, in welcher Liga ein Spieler spielt, wie seine Form gerade ist, wie erfolgreich seine Mannschaft ist und wie groß die Nachfrage am Transfermarkt ist. Nehmen wir Mbappé als Beispiel: Ist er so unfassbar viel wert, weil er allein alles überragt, oder auch, weil er seit Jahren mit absoluten Weltklassespielern zusammenspielt und auf der größten Bühne der Welt zu sehen ist? Natürlich würde Mbappé selbst in der Kreisliga noch herausragen. Aber würde ihn dort jemand auf 200 Millionen taxieren? Wahrscheinlich nicht. Ohne die Bühne, die Mitspieler und die öffentliche Wahrnehmung wären Marktwert und Gehalt völlig andere.
Deshalb finde ich es schwierig, aus Marktwerten automatisch abzuleiten, dass ein Spiel klar gewonnen werden muss. Sie sagen etwas über den Transfermarkt aus, aber nicht zwangsläufig darüber, wie groß der tatsächliche Leistungsunterschied an einem einzelnen Spieltag ist.
01.07.2026 - 09:37 Uhr
Zitat von TaktikTeddy
Deshalb finde ich es schwierig, aus Marktwerten automatisch abzuleiten, dass ein Spiel klar gewonnen werden muss.
Deshalb finde ich es schwierig, aus Marktwerten automatisch abzuleiten, dass ein Spiel klar gewonnen werden muss.
Da stimme ich dir zu, sie sind sicherlich keine objektive Messgröße, da letztlich doch auch immer subjektiv eingeschätzt. Aber ein Indikator der Verhältnisse sind sie schon ein Stück weit. Deutschland hat grundsätzlich bessere Spieler zur Verfügung als Paraguay, genau so wie der FC Bayern gegenüber dem SC Freiburg. Auf die Tagesform des Einzelnen hat das dann wiederum natürlich keinen Einfluss und zum Fußball gehört auch, dass eine kleinere Mannschaft eine größere schlagen kann, soweit passt das alles. Wenn man aber gegen insgesamt drei "kleinere" Mannschaften (Elfenbeinküste, Ecuador und Paraguay) erhebliche Probleme hat, lässt sich dann doch ein negatives Muster erkennen.
Im größeren Kontext zeigt die Kurve der Nationalmannschaft seit dem Ausscheiden bei der Europameisterschaft 2016 relativ steil nach unten. Man kann die EM 2024 noch als Ausreißer heranziehen, da hatte ich selbst auch die Hoffnung, dass Nagelsmann da frischen Wind reinbringt. Letztlich ist für mich das aktuelle Turnier aber von so vielen Fehlern hinsichtlich Kommunikation, Nominierung und Taktik geprägt, dass ich mir hier angesichts der Beratungsresistenz nur eine Ablösung vorstellen kann.
01.07.2026 - 09:44 Uhr
Bei Spiegel-Online wird schon Julian Schuster als neuer Bundestrainer und insgesamt eine "kreative Lösung" in der Trainerfrage vorgeschlagen:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
01.07.2026 - 10:29 Uhr
Zitat von musikjunkie
Bei Spiegel-Online wird schon Julian Schuster als neuer Bundestrainer und insgesamt eine "kreative Lösung" in der Trainerfrage vorgeschlagen:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
Bei Spiegel-Online wird schon Julian Schuster als neuer Bundestrainer und insgesamt eine "kreative Lösung" in der Trainerfrage vorgeschlagen:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
Ich denke nicht, dass er schon an diesem Punkt ist. Dafür ist er als Trainer noch zu jung und ob er sich da den notwendigen Respekt der Mia San Mia Garde erarbeiten kann, bezweifle ich.
Aber Christian Streich wäre für mich hier der absolut Richte. Seit 2014 ist ja eh bekannt, dass ein WM Pokal nur über Südbaden zu holen ist. Streich hat eine hohe Autorität und auch ein hohes Ansehen, siehe z.B. Kommentare von Radio Müller der sicherlich auch nicht der einfachste ist.
Am Ende brachen wir mal einen Nationaltrainer der wieder bock auf junge Talente hat und eine Mannschaft entwickeln kann. Aktuell liegt der Deutsche Fußball in Trümmern. Vielleicht schaffen wir es ja zur EM 2028 wieder ein Feuer zu entfachen, Public Viewing wie damals als man unter Jürgen und Jogi wieder einen Aufschwung entfachen konnte.
Ich hoffe nur, dass es Klopp nicht wird. Seine Authentizität hat finde ich stark gelitten, wenn gleich er natürlich als Trainer durchaus abgeliefert hat.
01.07.2026 - 10:54 Uhr
Zitat von Freiburgolo
Ich denke nicht, dass er schon an diesem Punkt ist. Dafür ist er als Trainer noch zu jung und ob er sich da den notwendigen Respekt der Mia San Mia Garde erarbeiten kann, bezweifle ich.
Aber Christian Streich wäre für mich hier der absolut Richte. Seit 2014 ist ja eh bekannt, dass ein WM Pokal nur über Südbaden zu holen ist. Streich hat eine hohe Autorität und auch ein hohes Ansehen, siehe z.B. Kommentare von Radio Müller der sicherlich auch nicht der einfachste ist.
Am Ende brachen wir mal einen Nationaltrainer der wieder bock auf junge Talente hat und eine Mannschaft entwickeln kann. Aktuell liegt der Deutsche Fußball in Trümmern. Vielleicht schaffen wir es ja zur EM 2028 wieder ein Feuer zu entfachen, Public Viewing wie damals als man unter Jürgen und Jogi wieder einen Aufschwung entfachen konnte.
Ich hoffe nur, dass es Klopp nicht wird. Seine Authentizität hat finde ich stark gelitten, wenn gleich er natürlich als Trainer durchaus abgeliefert hat.
Zitat von musikjunkie
Bei Spiegel-Online wird schon Julian Schuster als neuer Bundestrainer und insgesamt eine "kreative Lösung" in der Trainerfrage vorgeschlagen:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
Bei Spiegel-Online wird schon Julian Schuster als neuer Bundestrainer und insgesamt eine "kreative Lösung" in der Trainerfrage vorgeschlagen:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2026-folgt-juergen-klopp-auf-julian-nagelsmann-das-waere-eine-schlechte-idee-a-b515381c-1a84-4b91-b11b-ab2b7a2ed657
Ich denke nicht, dass er schon an diesem Punkt ist. Dafür ist er als Trainer noch zu jung und ob er sich da den notwendigen Respekt der Mia San Mia Garde erarbeiten kann, bezweifle ich.
Aber Christian Streich wäre für mich hier der absolut Richte. Seit 2014 ist ja eh bekannt, dass ein WM Pokal nur über Südbaden zu holen ist. Streich hat eine hohe Autorität und auch ein hohes Ansehen, siehe z.B. Kommentare von Radio Müller der sicherlich auch nicht der einfachste ist.
Am Ende brachen wir mal einen Nationaltrainer der wieder bock auf junge Talente hat und eine Mannschaft entwickeln kann. Aktuell liegt der Deutsche Fußball in Trümmern. Vielleicht schaffen wir es ja zur EM 2028 wieder ein Feuer zu entfachen, Public Viewing wie damals als man unter Jürgen und Jogi wieder einen Aufschwung entfachen konnte.
Ich hoffe nur, dass es Klopp nicht wird. Seine Authentizität hat finde ich stark gelitten, wenn gleich er natürlich als Trainer durchaus abgeliefert hat.
Sehe ich gar nicht so. In meinen Augen braucht Streich ein ruhiges Arbeitsumfeld mit vertrauten Personen, wie er es in Freiburg hatte, wo es auch mal Zoff gibt, wo die Dinge aber intern gelöst werden und man am Ende ab einem Strang zieht. Nationalmannschaft und DFB mit all den Wichtigtuern in den hohen Posten, mit allen Experten, die noch irgendwo reinquatschen wollen, mit dem FC Bayern München, der von der Seite Druck ausübt mit Star Spielern, deren Vorstellungen bedient werden sollen. Ich kann mir überhaupt gar nicht vorstellen, dass ein Christian Streich sich so etwas antut und in so einem Umfeld funktionieren würde.
01.07.2026 - 11:28 Uhr
Auch wenn ich Didi Hamann als Experte wirklich furchtbar finde. Aber mit folgender Aussage hat er einen Punkt
Und auch Undav bestätigte ja, dass er von Nagelsmann länger nichts hörte. Bei Ginter sicherlich das gleiche Spiel.
Da muss man sich schon fragen, was solch eine hochbezahlte Fachkraft eigentlich die ganze Zeit machte.
Mir ist bewusst das zum Amt weit mehr gehört als nur Trainieren und auf Pressekonferenzen zu sein. Videoanalysen, Daten interpretieren und Koordination/Kommunikation mit allerhand von Teilbereichen. Und sicherlich noch mehr.
Aber es wirkt ein bisschen so, als wäre Nagelsmann ein "Home-Office-Trainer". Aber gerade als Führungskraft, Koordinator aber auch repräsentative Figur ist das nicht machbar.
Zitat von Didi Hamann
Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. Er war nicht einmal in Mailand, um Bisseck zu sehen. Einen Spieler, den er mit zur WM hätte nehmen sollen. Er war in zweieinhalb Jahren nie in Brentford, um Schade zu beobachten, einen Spieler, der letzte Saison zehn Tore erzielt hat. In der Bundesliga guckt er vielleicht ein, zwei Spiele im Monat.
...
Es gab Champions-League-Spiele, wo Real Madrid spielt. Im Januar war der Afrika-Cup, wo er die Elfenbeinküste oder andere potenzielle Gegner hätte sehen können. Er ist nicht hingefahren. Bei der Klub-WM, wo in den Stadien gespielt wurde, hättest du die Umstände hier erfahren. Martinez (Roberto, Nationaltrainer Belgien) war hier, Tuchel (Thomas, Nationaltrainer England) war da, Deschamps (Didier, Nationaltrainer Frankreich), der Mitte 60 ist, war drei Wochen da. Wer ist nicht da? Unser Trainer.“
Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. Er war nicht einmal in Mailand, um Bisseck zu sehen. Einen Spieler, den er mit zur WM hätte nehmen sollen. Er war in zweieinhalb Jahren nie in Brentford, um Schade zu beobachten, einen Spieler, der letzte Saison zehn Tore erzielt hat. In der Bundesliga guckt er vielleicht ein, zwei Spiele im Monat.
...
Es gab Champions-League-Spiele, wo Real Madrid spielt. Im Januar war der Afrika-Cup, wo er die Elfenbeinküste oder andere potenzielle Gegner hätte sehen können. Er ist nicht hingefahren. Bei der Klub-WM, wo in den Stadien gespielt wurde, hättest du die Umstände hier erfahren. Martinez (Roberto, Nationaltrainer Belgien) war hier, Tuchel (Thomas, Nationaltrainer England) war da, Deschamps (Didier, Nationaltrainer Frankreich), der Mitte 60 ist, war drei Wochen da. Wer ist nicht da? Unser Trainer.“
Und auch Undav bestätigte ja, dass er von Nagelsmann länger nichts hörte. Bei Ginter sicherlich das gleiche Spiel.
Da muss man sich schon fragen, was solch eine hochbezahlte Fachkraft eigentlich die ganze Zeit machte.
Mir ist bewusst das zum Amt weit mehr gehört als nur Trainieren und auf Pressekonferenzen zu sein. Videoanalysen, Daten interpretieren und Koordination/Kommunikation mit allerhand von Teilbereichen. Und sicherlich noch mehr.
Aber es wirkt ein bisschen so, als wäre Nagelsmann ein "Home-Office-Trainer". Aber gerade als Führungskraft, Koordinator aber auch repräsentative Figur ist das nicht machbar.
01.07.2026 - 14:34 Uhr
Als Alternative zu einem WM Spiel habe ich mir vor ein paar Tagen die sehenswerte Doku zur WM 1994, bezeichnenderweise auch in den USA angeschaut, und ein paar Parallelen sind unübersehbar. Aber für mich stellt sich die große Frage, was hat sich seither verbessert, hat man die richtigen Lehren daraus gezogen, geht man heute fairer mit den Verantwortlichen um.
Mir war Julian Nagelsmann noch nie wirklich sympathisch und seine Zeit als Nationaltrainer dürfte ziemlich sicher abgelaufen sein. Rudi Völler ist nicht der alleinige Entscheidungsträger und er alleine kann ihn nicht mehr retten. Wann kommt die erste Umfrage, "Sollte Julian Nagelsmann weiterhin Bundestrainer bleiben" und Zustimmungswerte über 10 % würden mich sehr überraschen. Das Merkmal der Experten ist oft, dass sie sich eigentlich nie einig sind. Aber in diesem Fall habe ich noch keinen gefunden, der ein Verbleib von Nagelsmann befürwortet. Die Akzeptanz bei den Fans, bei der Öffentlichkeit für Julian Nagelsmann tendiert Richtung Null und das kann der DFB nicht ausblenden. Die Defizite, seine Fehler, seine ausbaufähige Sozialkompetenz wurden nun eingehend benannt. Aber irgendwann ist auch mal gut. Nachtreten entspricht nicht einer sportlich fairen Haltung.
Ausgerechnet das Medium, das vor und während des Turniers sehr gut mit dem Trainer zusammen arbeitete und das die Nominierungen zum WM Kader durchgestochen bekam und damit viele Clicks sammelte, ist nun wieder ganz vorne dabei, den Sündenbock bloß zu stellen. Da werden nun genüsslich Internas ausgepackt, die Familie beim Heimflug fotografiert und oh weh, Julian Nagelsmann wurde beobachtet, wie ihm ein Lachen rausrutschte.
Julian Nagelsmann sollte sich an Hansi Flick ein Beispiel nehmen, nach seinem Aus als Nationaltrainer war er in Deutschland ziemlich verbrannt und heute ist er der ziemlich erfolgreiche Trainer des Weltclubs FC Barcelona. Auch im Ausland gibt es attraktive Jobs, er kann einen ähnlichen Weg beschreiten. Die Erfahrung als Bundestrainer hilft ihm hoffentlich.
Für Jürgen Klopp würde sich ein Fenster öffnen, die Stelle wäre frei und er könnte sich wohl recht problemlos aus seinem aktuellen Job befreien. Diese Konstellation kommt nicht sehr häufig vor. Bei mir hat er zwar in den letzten Jahren, vor allem durch seinen Wechsel zum RB Imperium, auf der falschen Seite der Macht, auch sehr viele Sympathien eingebüßt und ich nehme ihn vor allem als Werbeträger wahr, aber ich könnte gut damit leben. Bei Christian Streich hätte ich die Befürchtung, ihm ginge es wie Fritz Keller, der aus dem beschaulichen Freiburg in die Höhle des Löwen geschickt wurde. Streich wäre dann eine höchst öffentliche Person, seine Privatsphäre in ständiger Gefahr. Aber andere attraktive Alternativen sind wirklich sehr rar gesät.
Die Parallelen zu 1994: Eine Mannschaft mit viel Talent, die sich unter Wert verkaufte. Ein gedemütigter Bundestrainer (Vogts/Nagelsmann), der Schattentrainer als TV Experte (Beckenbauer/Klopp),sehr populär aber gegenüber den Verantwortlichen nicht immer besonders fair und die große Boulevardzeitung, die das Geschäft heute genauso wie vor 32 Jahren betreibt.
Die sportliche Blamage, damals das Verpassen des Halbfinales bzw. positiv das Erreichen des Viertelfinales, wäre heuer allerdings als ordentlicher Erfolg zu werten.
Mir war Julian Nagelsmann noch nie wirklich sympathisch und seine Zeit als Nationaltrainer dürfte ziemlich sicher abgelaufen sein. Rudi Völler ist nicht der alleinige Entscheidungsträger und er alleine kann ihn nicht mehr retten. Wann kommt die erste Umfrage, "Sollte Julian Nagelsmann weiterhin Bundestrainer bleiben" und Zustimmungswerte über 10 % würden mich sehr überraschen. Das Merkmal der Experten ist oft, dass sie sich eigentlich nie einig sind. Aber in diesem Fall habe ich noch keinen gefunden, der ein Verbleib von Nagelsmann befürwortet. Die Akzeptanz bei den Fans, bei der Öffentlichkeit für Julian Nagelsmann tendiert Richtung Null und das kann der DFB nicht ausblenden. Die Defizite, seine Fehler, seine ausbaufähige Sozialkompetenz wurden nun eingehend benannt. Aber irgendwann ist auch mal gut. Nachtreten entspricht nicht einer sportlich fairen Haltung.
Ausgerechnet das Medium, das vor und während des Turniers sehr gut mit dem Trainer zusammen arbeitete und das die Nominierungen zum WM Kader durchgestochen bekam und damit viele Clicks sammelte, ist nun wieder ganz vorne dabei, den Sündenbock bloß zu stellen. Da werden nun genüsslich Internas ausgepackt, die Familie beim Heimflug fotografiert und oh weh, Julian Nagelsmann wurde beobachtet, wie ihm ein Lachen rausrutschte.
Julian Nagelsmann sollte sich an Hansi Flick ein Beispiel nehmen, nach seinem Aus als Nationaltrainer war er in Deutschland ziemlich verbrannt und heute ist er der ziemlich erfolgreiche Trainer des Weltclubs FC Barcelona. Auch im Ausland gibt es attraktive Jobs, er kann einen ähnlichen Weg beschreiten. Die Erfahrung als Bundestrainer hilft ihm hoffentlich.
Für Jürgen Klopp würde sich ein Fenster öffnen, die Stelle wäre frei und er könnte sich wohl recht problemlos aus seinem aktuellen Job befreien. Diese Konstellation kommt nicht sehr häufig vor. Bei mir hat er zwar in den letzten Jahren, vor allem durch seinen Wechsel zum RB Imperium, auf der falschen Seite der Macht, auch sehr viele Sympathien eingebüßt und ich nehme ihn vor allem als Werbeträger wahr, aber ich könnte gut damit leben. Bei Christian Streich hätte ich die Befürchtung, ihm ginge es wie Fritz Keller, der aus dem beschaulichen Freiburg in die Höhle des Löwen geschickt wurde. Streich wäre dann eine höchst öffentliche Person, seine Privatsphäre in ständiger Gefahr. Aber andere attraktive Alternativen sind wirklich sehr rar gesät.
Die Parallelen zu 1994: Eine Mannschaft mit viel Talent, die sich unter Wert verkaufte. Ein gedemütigter Bundestrainer (Vogts/Nagelsmann), der Schattentrainer als TV Experte (Beckenbauer/Klopp),sehr populär aber gegenüber den Verantwortlichen nicht immer besonders fair und die große Boulevardzeitung, die das Geschäft heute genauso wie vor 32 Jahren betreibt.
Die sportliche Blamage, damals das Verpassen des Halbfinales bzw. positiv das Erreichen des Viertelfinales, wäre heuer allerdings als ordentlicher Erfolg zu werten.
01.07.2026 - 17:03 Uhr
Welche großen Vereine haben den Sepp Herberger, Helmut Schön, Franz Beckenbauer oder Jogi Löw trainiert, bevor sie mit der N11 Weltmeister wurden? Das waren doch alle als Trainer keine Superstars die Weltclubs trainiert haben. Beckenbauer kannte man ja nur als Spieler.
Wir brauchen keinen großen Namen, sondern einen hervorragenden Trainer für die Nationalmannschaft, der eben eine Mannschaft formt und die dafür am besten geeigneten Spieler nominiert. Nicht die Clubs der Spieler sollten die Hauptrolle bei der Nominierung spielen und schon gar nicht Verdienste aus der Vergangenheit. Klar muss diese Person ein Experte sein und auch deutsch sprechen. Aber es muss sicher kein deutscher sein und er hat am besten keine Vergangenheit bei Bayern München. Ein Nationaltrainer muss nicht die gleichen Qualitäten haben wie ein Bundesligatrainer. Er hat wesentlich weniger Zeit mit den Spielern zur Verfügung und er steht wesentlich mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Dazu kann er sein Team nur aus sehr wenigen deutschen Spielern zusammenstellen.
Ich bin jedenfalls gegen Klopp und Co und dafür ein unverbrauchtes Gesicht zu präsentieren.
Wir brauchen keinen großen Namen, sondern einen hervorragenden Trainer für die Nationalmannschaft, der eben eine Mannschaft formt und die dafür am besten geeigneten Spieler nominiert. Nicht die Clubs der Spieler sollten die Hauptrolle bei der Nominierung spielen und schon gar nicht Verdienste aus der Vergangenheit. Klar muss diese Person ein Experte sein und auch deutsch sprechen. Aber es muss sicher kein deutscher sein und er hat am besten keine Vergangenheit bei Bayern München. Ein Nationaltrainer muss nicht die gleichen Qualitäten haben wie ein Bundesligatrainer. Er hat wesentlich weniger Zeit mit den Spielern zur Verfügung und er steht wesentlich mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Dazu kann er sein Team nur aus sehr wenigen deutschen Spielern zusammenstellen.
Ich bin jedenfalls gegen Klopp und Co und dafür ein unverbrauchtes Gesicht zu präsentieren.
01.07.2026 - 18:28 Uhr
Ich möchte folgende Personen nicht mehr bei der Nationalmannschaft sehen - weder auf dem Spielfeld noch auf der Bank daneben:
1. Den Noch-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Er hat seine Chance bekommen, sie nicht genutzt und schlussendlich kein Ergebnis bei dieser WM erzielt, mit dem der DFB und Fußball-Deutschland halbwegs zufrieden sein können. Wie es konkret dazu kam, muss natürlich aufgearbeitet werden, aber ungeachtet dessen kann nur das Ergebnis dafür maßgeblich sein, ohne ihn weiter zu machen.
2. Manuel Neuer. Er hat seine Verdienste um die Nationalmannschaft, aber jetzt ist bitte Schluss. Selbst, wenn er noch mit 50 bedingt durch seine "Aura" beim FC Bayern die Nummer 1 sein sollte. Der zukünftige Bundestrainer sollte die vertragliche Auflage bekommen, keinerlei Comeback-Versuche bei Manuel Neuer zu unternehmen.
3. Leon Goretzka. Sollte es stimmen, dass sich dieser erfahrene und gestandene Profispieler zu fein oder zu ängstlich war, den finalen Elfmeter zu übernehmen - und dies trotz wohl mehrfacher Nachfrage - dann hat er nichts mehr in der Nationalmannschaft verloren. (Jonathan Tah hatte wenigstens die Eier, zu schießen und darf sich obendrein sogar noch rassistisch beschimpfen lassen.)
4. Leroy Sane. Obgleich er in den beiden letzten richtig schlechten Partien nicht DER Schlechteste war, gehört er bar jeglichem Leistungsgedanken zu den Nagelsmann-Lieblingen und ist ähnlich populär wie dieser. Er kann seine Karriere in Ruhe in der Süper Lig ausklingen lassen.
1. Den Noch-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Er hat seine Chance bekommen, sie nicht genutzt und schlussendlich kein Ergebnis bei dieser WM erzielt, mit dem der DFB und Fußball-Deutschland halbwegs zufrieden sein können. Wie es konkret dazu kam, muss natürlich aufgearbeitet werden, aber ungeachtet dessen kann nur das Ergebnis dafür maßgeblich sein, ohne ihn weiter zu machen.
2. Manuel Neuer. Er hat seine Verdienste um die Nationalmannschaft, aber jetzt ist bitte Schluss. Selbst, wenn er noch mit 50 bedingt durch seine "Aura" beim FC Bayern die Nummer 1 sein sollte. Der zukünftige Bundestrainer sollte die vertragliche Auflage bekommen, keinerlei Comeback-Versuche bei Manuel Neuer zu unternehmen.
3. Leon Goretzka. Sollte es stimmen, dass sich dieser erfahrene und gestandene Profispieler zu fein oder zu ängstlich war, den finalen Elfmeter zu übernehmen - und dies trotz wohl mehrfacher Nachfrage - dann hat er nichts mehr in der Nationalmannschaft verloren. (Jonathan Tah hatte wenigstens die Eier, zu schießen und darf sich obendrein sogar noch rassistisch beschimpfen lassen.)
4. Leroy Sane. Obgleich er in den beiden letzten richtig schlechten Partien nicht DER Schlechteste war, gehört er bar jeglichem Leistungsgedanken zu den Nagelsmann-Lieblingen und ist ähnlich populär wie dieser. Er kann seine Karriere in Ruhe in der Süper Lig ausklingen lassen.
01.07.2026 - 18:35 Uhr
Finde auch, dass die genannten Personen (erstmal) nicht mehr dabei sein sollten. Erstmal schreibe ich wegen Sane, denn wenn er wieder performt, darf er gerne wiederkommen.
Warum jetzt so auf Goretzka draufgehauen wird, verstehe ich nicht. Wo soll er aktuell das Selbstvertrauen herholen? Und selbst wenn er das hätte haben müssen, kann er doch auch sagen, dass er nicht will, wenn er sich nicht danach fühlt. Weder er noch Tah haben in der Karriere schon viele Elfmeter geschossen und dann sehe ich tatsächlich eher den Abwehrchef in der Pflicht als Kaderspieler 14/15.
Schade, dass Neuer den nicht geschossen hat, weil er bei der Absprache halt zu weit weg war. Der hätte ihn zu 100% gemacht. Naja, vielleicht 99%.😄
Warum jetzt so auf Goretzka draufgehauen wird, verstehe ich nicht. Wo soll er aktuell das Selbstvertrauen herholen? Und selbst wenn er das hätte haben müssen, kann er doch auch sagen, dass er nicht will, wenn er sich nicht danach fühlt. Weder er noch Tah haben in der Karriere schon viele Elfmeter geschossen und dann sehe ich tatsächlich eher den Abwehrchef in der Pflicht als Kaderspieler 14/15.
Schade, dass Neuer den nicht geschossen hat, weil er bei der Absprache halt zu weit weg war. Der hätte ihn zu 100% gemacht. Naja, vielleicht 99%.😄
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