Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner

BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#751
26.11.2024 - 09:01 Uhr
Zitat von VFLJesus
Zitat von Raumgewinn

Zitat von Finn84

Zitat von Raumgewinn

Zitat von Holzschuh85

Zitat von Finn84

Zitat von alisander

Zitat von ForzaBorussia

Zitat von Mulli

Zitat von alisander

Zitat von Mulli

Wegen Rheinmetall: Könnte man es sich überhaupt leisten den Deal zu kippen?
Nach meinem Verständnis ist es finanziell doch jetzt schon nicht so gut bestellt, oder?


Die Abstimmung hat gar keine Auswirkung auf den Deal oder das operative Geschäft.


Das war (sorry falls zu kompliziert geschrieben) gar nicht meine Frage.
Ich wollte nur wissen ob man es sich finanziell überhaupt leisten könnte?
Nach meinem Verständnis ist man finanziell nicht unbedingt rosig gebettet und kann gar nicht auf das Geld verzichten.


Man ist finanziell absolut rosig gebettet. Hast dir in den letzten Jahren mal die Geschäftsberichte angeschaut? Man kann locker 50-60 Millionen in Transfers investieren. Und jedes Jahr durchschnittlich 20 Millionen in Stadion und Trainingsgelände. Das könnte man nicht wenn es einem finanziell „nicht rosig“ gehen würde. Da sind die 9 Millionen von Rheinmetall eher Peanuts.


Ich kenne die Zahlen vom RM nicht genau. Aber 9 Mio. Sind niemals Peanuts. Das wäre das Geld für einen Topverdiener bei uns.


Richtig, aber ich denke nicht dass man Rheinmetall ersatzlos streichen würde. Eher würden die durch einen anderen Partner ersetzt, der aber vielleicht weniger zahlt. Im Ergebnis reden wir vielleicht über ca. 2 Mio weniger p.a.. Sicherlich immer noch keine Peanuts, aber weit entfernt davon, dass man sich den "Verzicht" nicht leisten könnte.
Ich persönlich sehe allerdings keinen Grund für einen Verzicht, ist für mich in weiten Teilen nur wieder Empörungsgesellschaft "at its best".


Eine Abstimmung gegen den Deal ist keine Empörungsgeschichte, sondern eine mit Signalwirkung.
Du hast selbst erklärt, dass der Deal nicht notwendig war und auch keine großen Sprünge zulässt.
Man hat also gezeigt, dass man dagegen ist
a) mit Rüstungspartnern zu kooperieren
b) moralisch streitbare Deals zu machen, die wirtschaftlich keine große Relevanz haben
c) BVB-Gremien an der Basis vorbei entscheiden zu lassen

Vermutlich wird das an dem bestehenden Deal nichts mehr groß ändern, aber eine Verlängerung der Zusammenarbeit ist damit quasi vom Tisch (wenn das überhaupt zur Debatte gestanden hätte) und die Verantwortlichen werden daran erinnert, dass wirtschaftlich sinnvolle Deals beim BVB nicht nur verantwortungsvoll geprüft, sondern auch moralisch gewichtet und mit den Werten des BVB in Einklang gebracht werden müssen.

Watzke hat gestern ja nochmal explizit darauf hingewiesen, dass der BVB einen immensen Standortnachteil gegenüber anderen großen Vereinen hat. Deshalb ist man als Verein natürlich immer wieder in der Bredouille, lukrative Deals an Land zu ziehen, die gleichzeitig auch noch moralisch vertretbar sind. Eine klare Gegenstimme von der Basis ist für mich daher unerlässlich und somit der abgelaufene Prozess für mich auch absolut angemessen.


Was genau hat der BVB denn für Standortnachteile gegenüber anderen Großclubs?

Keine provokante Frage, bin ehrlich interessiert an dem Sachverhalt smile Geht es um die große Dichte an Fußballvereinen in NRW/den Ruhrgebiet?


Hast es Dir doch selbst erklärt. Leipzig, München - mit Abstrichen Hamburg und Berlin müssen Ihre Fanbase potentielle Sponsoren, Nachwuchsabteilungen mit viel weniger professionellen Fußballvereinen in der unmittelbaren Umgebung teilen.


Dachte es steckt vielleicht noch mehr als "nur" das dahinter smile Aber danke für die Antwort


Insgesamt ist die Stadt Dortmund halt in keinster Weise Konkurrenzfähig mit den Metropolen Europas.
Einfach immense Standortnachteile hinsichtlich der Lebensqualität, Wirtschaftskraft, Glamour, Anziehungskraft und damit auch Sponserenverfügbarkeit und Attraktivität des gesamten Standorts.
Wer würde denn Ernsthaft auf die Idee kommen ein Wochenendtrip wegen der Stadt Dortmund zu machen und das dann mit dem BVB verbinden? Vermutlich niemand.
Wenn dann kommen Ausländer, auf Grund der Strahlkraft des Vereins.
Wenn du dir mal die Europäischen Top Clubs anschaust (London, Madrid, Mailand, Turin, München, Paris, Barcelona…)ist die Stadt Dortmund da halt absolutes Schlusslicht, was das angeht.
Diese Städte sind einfach größer und bekannter als die Clubs selber, in Dortmund ist der Club gefühlt bekannter und interessanter als die Stadt selber.


Dortmund gehört mit zur Metropolregion Ruhrgebiet. Das ist ein Zusammenschluss von Städten, der über eine enorme Wirtschaftskraft verfügt, die man im Zusammenhang sehen muss.
Wochenendtripps werden als ganzes für einige Orte im Ruhrgebiet zusammen mit den Städten Köln und Düsseldorf angeboten. Das alles hat aber nicht mit dem BVB zu tun oder gar der Stadt.
Die Sponsoren die der BVB hat sind auch nicht alles lokale Anbieter, sondern weltweit agierende Firmen. Da ist ein Potential mit dabei, da sich der Klub über Jahre, besonders im letzten Jahr international gut präsentiert hat.
Gem. Zahlen von Übernachtungen ist Barcelona hoch angesiedelt, liegt aber auch daran, dass dort viele junge Leute anreisen; die gesamte spanische Wirtschaft ist auch nicht auf Rosen gebetet, da sind enorme Probleme.
Kulturell ist Mailand und Paris immer eine Reise wert, hat aber auch nichts mit Fußball zu tun.
Und auch die Touristen die München besuchen, gerade Amerikaner und Asiaten machen den "Classico", bissel Stadt und dann Neu Schwanstein, nebenbei noch Stuttgart. Hat auch nichts mit Fußball zu tun.
In München gibt es auch einige große Unternehmen, sieht man am Hauptsponsor des Stadions, auch hier kann man Parallelen zum BVB ziehen, Versicherungen.
Übrigens fehlt bei Dir eine ganze Reihe von Top Fußballstandorten, Manchester bis Liverpool, the Home of English Soccer, die haben auch in den letzten Jahren einiges einstecken müssen was Arbeitsplätze betrifft und stehen wie alle Städte Britaniens im Schatten von London.
Den Standortnachteil sehe ich pers. nicht. Für mich ist es die Art- und Weise der Vermarktung die eben nicht so funktioniert wie bei anderen Klubs. Von den Umsätzen her ist da noch Potential nach oben.
Das mit Rheinmetall habe ich pers. nicht verstanden, die Aktien von Rheinmetall sind auch in jedem Depot mit drin, was wahrscheinlich viele die abgelehnt haben, auch in ihrem Portfolio haben.
Zudem muss man auch bei Rheinmetall unterscheiden, die machen Muntion, Panzer und Co., andere Großsponsoren wie MAN, Mercedes und CO stellen Fahrzeuge für Armeen her, oder Trägerfahrzeuge für Plattformen die Schießen können. Alles-in-Allem ist eben die Rüstung hier nicht offensichtlich, wird aber gemacht.
Hier versucht man jetzt ein Exempel zu implementieren weil es offensichtlich ist und nicht onwoke ist.
Wie will man denn jetzt in Zukunft Invasoren wie Russland stoppen? Mit Gutreden wird das nichts, hier muss es Firmen geben.
Rheinmetall baut auch für anderen öffentliche Auftraggeber, Polizei, Grenzschutz und Bundespolizei, sowie die Bundeswehr Simulatoren damit Leute üben können, diese Kurse werden auch von anderen Firmen genutzt.

Für mich hat der BVB da einen Fehler gemacht den Deal mit Rheinmetall nicht weiter zuführen, moralisch verwerflich ist das nicht. Zusammenarbeit ist nicht Unterstützung von Krieg.

Man kann sicherlich einen anderen Partner finden, der das Loch dann zuschüttet. Wird dann auch geurteilt ob das moralisch zu vertreten ist? Alle großen Firmen wie Nike, Puma und Co lassen in Ländern produzieren, wo der Stundenlohn nicht hoch ist, Frauen anders behandelt werden als es gut ist. Das ist dann moralisch in Ordnung. Ja moralisch ist es aber einfacher zu vertreten Geld von Rheinmetall abzulehnen, gleichzeitig aber auf andere Vereine zu schauen, die von staatlichen Firmen aus nicht reinen Demokratischen Staaten das Geld aber nehmen. Aber nun gut.

Ich hoffe die Leute die in Weeze leben lehnen jetzt auch nicht Rheinmetall ab, die bauen da nämlich für das neue Flugzeug der Luftwaffe, bzw. Flugzeugteile. Nicht das man da als BVB Anhänger nicht mehr hinfahren darf, diese Flugzeuge werden auch schießen können, moralisch verwerflich dann auch für die Menschen die da arbeiten?

•     •     •

Kobel(C)-Beier-Schlotterbeck-Gadou-Reggiani-Nmecha-Bellingham-Konstantelias-Silva-Karetsas-Inacio
Subs: Svensson, Anton, Ryersson, Chuck, Lerma, Kaba, Albert, Veerman, Kaua
C: Nicht Kovac
Verkauf: Gui,Sabitzer,Couto,Bense
Pro: Nur weil alle sagen, es ist falsch, ist es nicht so / Freie Meinung gegen den Strom // Contra: Feststellen was schlecht ist, ohne zu sagen was besser ist / Nicht alles was grün aussieht, ist auch grün

Go Habs Go...

BVB: Tradition verpflichtet//RB: Tradition vernichtet.
BVB - Finanzen |#752
26.11.2024 - 13:06 Uhr
Zitat von Nic

In der Meldung zu den Zahlen des 1. Quartals steht zu den Personalkosten:

"Die Personalaufwendungen im Konzern verringerten sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres von EUR 61,8 Mio. um EUR 2,9 Mio. auf EUR 58,9 Mio."

Ein Rückgang von knapp 5%.


Die Personalkostenquote Ex-Transfers war schon im abgelaufenem Geschäftsjahr sehr gut, ganz konkret die beste seit 2016/17

16/17 | 54,2%
17/18 | 59,6%
18/19 | 55,4%
19/20 | 58,1%
20/21 | 64,5%
21/22 | 65,8%
22/23 | 56,5%
23/24 | 52,7%

Es ist europaweit eine der niedrigsten Personalkosten überhaupt.

Letztes Geschäftsjahr hatte BVB extrem hohe Transfereinnahmen, die natürlich sehr erheblich das Nettoergebnis beeinflusst hatten.

Daß BVB jetzt aber in der mittleren Prognose für 24/25 mit einem zweistelligem Nettogewinn rechnet, stützt meine jahrelange These: BVB ist eben nicht von sehr hohen Transfereinnahmen abhängig, wie immer unterstellt wurde!

Denn immer, wenn man hohe Transfereinnahmen hat, hat man gleichzeitig auch sehr hohe Kosten. Das sind eben nicht nur die unmittelbaren Transferkosten an sich, sondern natürlich auch die vielen notwendigen Investitionen in den Kader, die in der Folge die Bilanzen jahrelang sehr wesentlich belasten müssen.

Als man in der Horrorsaison 14/15 in der Winterpause auf einem Abstiegsplatz überwintern musste und das einzige Mal die CL verpasste, hatte man glorreicherweise die Idee, keinen Topspieler zu verkaufen, sondern stattdessen teuerst zu verlängern. Reus hatte eine sagenhaft günstige Ausstiegsklausel und Aubameyang war bei Arsenal heiss begehrt. Man verlängerte aber mit beiden und gab extrem viel Geld dafür aus. Toptransfereinnahmen gab es also nicht.

Hätte man stattdessen Reus und Aubameyang verkauft, einen tollen Nettogewinn präsentiert usw. usw., dann wären die notwendigen Investitionen sehr gewaltig gewesen und es hätte richtig, richtig viele negative Konsequenzen für den weiteren Verlauf geben können, sowohl sportl als auch finanziell.

Schade, daß man nach 15/16 Miki verkaufte, man bot im 7 Mio Gehalt für eine Verlängerung. Lehnte er ab, man holte Schürrle und gab Unmengen aus. Hätte man Miki ein höheres Gehalt geboten oder ein phantastisches Handgeld, hätte man finanziell wesentlich besser dagestanden und sportl auch.

In der jetzigen Saison sind die Transfereinnahmen ggü den Topjahren geradezu implodiert. Es gab bei Dembele, Sancho, Haaland und Bellingham vier Jahre (!!!) mit krass höheren Toptransfereinnahmen als jetzt, aber auch bei Gündogan, Hummels, Miki gab es höhere Transfereinnahmen. Aber was passiert? BVB kalkuliert mit einem zweistelligem Nettogewinn???

Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, daß BVB letzte Saison das CL Finale erreichte, ein sportl immens wichtiger Erfolg, den man so bald nicht wiederholen wird können!! Man kalkuliert für das gesamte Geschäftsjahr mit 42 Mio Transfereinnahmen, das hat man bereits vollumnfänglich erreicht, für die Kalkulation dürfte man also im Winter und im Sommer bis zum 30.6. keinen einzigen. Spieler verkaufen und dies alles soll reinen zweistelligen Nettogewinn bringen.

Worum geht es im Kern??
Letztlich wird die Sache auch in Zukunft sehr wesentlich von der Personalkostenquote Ex-Transfers geprägt sein. Das wird immer der wichtigste Punkt sein müssen. Wenn BVB enttäuschend die Champions League Qualifikation verpassen sollte, werden die Grundgehälter im zweitstelligem (!!!) Mio Bereich sinken und Prämien für Erfolge in der Euro League sind nicht vereinbart:

https://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/borussia-dortmund/bvb-dortmunds-praemien-system-enthuellt-es-geht-um-millionen-fuer-die-stars-87656214.sport.html

Es könnte in dem Fall also ähnlich laufen wie in 2015/16 wo man in einer EL Saison trotzdem schwarze Zahlen schrieb.
BVB - Finanzen |#753
14.01.2025 - 18:34 Uhr
Deutschland hat zu wenig Geld und braucht dringend neue Einnahmequellen. Das hier die superreichen Vereine zur Kasse gebeten werden und nicht mehr die Geringverdiener, finde ich folgerichtig.

Die werden das allerdings auch auf die Fans umlegen, wie auch immer die das machen werden. Insofern zahlen dann die Leute, die am Fußballgeschehen auch teilnehmen und nicht mehr der gemeine Steuerzahler.

Wenn das dann zu teuer wird, dann geben die ihre Tickets ab und die Fußballvereine können nicht mehr so viel investieren. In meinen Augen win-win-win.

Es gibt viel zu viel Geld im Fußball, das Geld muss wieder in den "normalen" Geldkreislauf. Wie viele andere Dinge auch. Aber irgendwo muss man mal anfangen. Der Staat könnte natürlich auch sparen.

•     •     •

"Zeige Anmut beim Sieg und Demut in der Niederlage"
BVB - Finanzen |#754
23.01.2025 - 20:00 Uhr
Zitat von GonzoFronzo
Vom Umsatz her auf Platz 5 weltweit, aber Mimimimimimimimi, wir haben kein Geld...

Ist dass dann nicht absolute Misswirtschaft? Schon oder? Lächerlich.


Bitte einmal „Sondereffekte“ und „Rücklagen“ googeln. Wir werden sicherlich nicht jedes Jahr ins CL Finale kommen und nächstes Jahr wahrscheinlich die CL komplett verpassen. Wenn man auf Basis des aktuellen Umsatzes planen würde, wäre das in etwa so, also gewinnt man eine Millionen im Lotto und plant fortan mit jährlichen Ausgaben von 500.000 EUR…

Nachdem diese Lektion gelernt ist dann mit „Topline“ (Umsatz) und „Bottomline“ (Ergebnis) weitermachen Zwinkernd

•     •     •

„In meinem Leben spielen drei Dinge ein wichtige Rolle: Fußball, Bier und Frauen. Und zwar genau in dieser Reihenfolge!“

Rod Steward
BVB - Finanzen |#755
24.01.2025 - 17:04 Uhr
Zitat von Since1986
Zitat von Perca

Zitat von MrSimpson

Zitat von GonzoFronzo

Vom Umsatz her auf Platz 5 weltweit, aber Mimimimimimimimi, wir haben kein Geld...

Ist dass dann nicht absolute Misswirtschaft? Schon oder? Lächerlich.



Bist Du neuerdings Bayern Anhänger? Die stehen auf Platz 5
Der BVB steht laut der Liste auf Platz 11.

Zudem werden laufende Kosten und eine gesunde Bilanz schlicht ignoriert. Umsatz ist doch nicht Umsatz, es macht schon ein Unterschied, ob ich 200 Mio Umsatz mache indem 100 Euroscheine unterschreibe und die für 101 Euro verkaufe oder ob Papa mein Kindergekritzel für 200 Mio abkauft. Wir müssen unseren Umsatz hart erarbeiten, da steckt direkter Aufwand hinter, die Engländer haben bspw wesentlich höhere Fernsehgelder, hierfür braucht es keine höheren Aufwendungen. Von Sponsorenvereinen gar nicht erst zu sprechen.
Dann haben wir eine sehr saubere Bilanz. Die ist auch viel wert, wir könnten agieren wie Barca, können viel mehr ausgeben, nur gesund ist es nicht und geht auf Kosten der Zukunft. Wenn wir wirklich wollten könnten wir diesen Winter 150 Mio und mehr investieren. Nur wäre das eine Investition in die Gegenwart, die die Zukunft bezahlt.

Ich werde nie verstehen, wie man auf Grundlage des Umsatzes irgendetwas schließen möchte...


Du hast hier natürlich nicht unrecht. Aber du übertreibst das trotzdem ziemlich stark denke ich.
Welche Umsätze sind denn vor allem mit Kosten verbunden? Da fällt mir nur Catering/Spieltagserlöse sowie Merchandise an. Was gibt’s noch?
Die machen aber nur einen kleinen Teil unserer Umsätze aus. Auch wir machen den Großteil des Umsatzes mit Fernsehgeld, Prämie aus CL und Sponsoren, welche „kostenfrei“ sind.

Man kann sich ja mal behelfsmäßig (auch wenn es vereinfacht ist) die Personalkostenquote anschauen, hier ist die mal für die Vereine aufbereitet:
https://www.meenzer-on-tour.de/blog/finanzen-der-bundesliga-clubs-24-personalaufwandsquote/
Dortmund zahlt hiernach 47% des Umsatzes an Personal. In der Premiere League sind es durchschnittlich glaube ich 66%, in der BL rund 50%. Jetzt kann man sich natürlich fragen, wirtschaften wir hier so schlecht, oder liegt es daran, dass die fixen Kosten schlicht höher sind. Beispielsweise bringt das große Stadion nicht nur hohen Umsatz, es kostet auch viel. Mit der Personalkostenquote der PL könnten wir rund 100 Mio Euro mehr Gehalt zahlen. Wie gesagt, stark vereinfacht und pauschalisiert, aber hieran sieht man schon einmal ganz gut, dass es mit einem einfachen Blick auf dem Umsatz nicht getan ist.

•     •     •

Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
BVB - Finanzen |#756
05.03.2025 - 18:15 Uhr
Zitat von GeoschMcBot

Wsl wird da einfach nur ein paar SportBILD-News zusammengefasst, machen sie öfter...

tldr:
- Intern plant man mit einem Budgetminus von 30m, wenn der BVB Europa verpasst (Wird nur CL und EL genannt). Ähnliches gilft fürs Transferbudget
- Evonik würde nur die Hälfte zahlen, also nur 6 statt 12 Mios, wenn wir die CL verpassen. Und evtl. mit 1 & 1 das Gleiche (Zahlungen folgen wohl immer erst nach der Saison, oder 50/50 vor und danach.)
- Chukwuemeka wäre beim Verpassen nicht finanzierbar, da ja bereits 25m in Couto wandern
- Schlotterbecks anvisierte VVL würde auch schwieriger werden, vor allem weil er 15% weniger Gehalt bekommt, wenn wir die CL verpassen (Liest sich so, als ob das bei mehreren Spielern der Fall ist)
-Dazu wird nochmal erwähnt, dass der BVB mit 30-40m für die Klub-WM plant, aber das Geld quasi schon im Kader steckt.


Da stecken ein paar Fehler drin, einerseits im SBILD-Artikel, andererseits in den Zitaten:

- der bisherige Evonik-Vertrag ist hier lediglich ein fiktives Beispiel (denn diese Saison verpasste man die CL nicht) - die Verträge von Evonik und 1&1 enden in 3 Monaten, SBILD spekuliert, dass eine solche Vertragsgestaltung (-50% ohne CL) auch beim Evonik-Nachfolger verankert werden könnte. Die Sponsorenzahlungen erfolgen nicht erst am Saisonende, maximal Bonuszahlungen für Wettbewerbserfolge (logischerweise). Auch, dass es wieder zwei separate Hauptsponsoren geben könnte, steht völlig in den Sternen.
- der Verweis auf Chukwuemeka ist unsinnig, da sämtliche Transfermöglichkeiten vom Ergebnis der Klub-WM UND Abgangsseite (insbesondere Gittens) abhängen
- die Aussage zu Schlotterbeck ist auch sinnfrei - je unlukrativer dessen aktueller Vertrag, desto lukrativer wäre es für ihn ja, einen neuen abzuschließen

Insgesamt ein wilder Artikel ohne nennenswerte Infos, wirkt extrem zusammengeklaubt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mairon am 05.03.2025 um 18:17 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#757
06.03.2025 - 00:31 Uhr
Zitat von SNIFFER

Das wird ein schwieriger Sommer ! Beide Sponsoren laufen aus ! Verpassen wir die CL haben wir ein Riesenloch ! Da wohl die Klub WM Millionen schon weg sind .
Malens Millionen sind wohl auch nicht übrig !

Also wir leben wohl wirtschaftlich immer am maximalen… und planen wohl immer mit der CL


Als Sponsor wäre mir doch die Reichweite des Vereins das wichtigste. Nur weil man jetzt im Sommer die CL verpasst ändert das doch nichts an der Größe des Vereins. Manchester United ist jetzt seit einer Dekade ein gewaltiges Trauerspiel und trotzdem hat der Verein viele der lukrativsten Sponsorenverträge im Geschäft. Ich sehe hier jetzt keinen Grund Panik zu empfinden aufgrund der auslaufenden Trikotsponsoren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 06.03.2025 um 00:33 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#758
13.03.2025 - 16:25 Uhr
Zitat von Circial
Zitat von SNIFFER

Das wird ein schwieriger Sommer ! Beide Sponsoren laufen aus ! Verpassen wir die CL haben wir ein Riesenloch ! Da wohl die Klub WM Millionen schon weg sind .
Malens Millionen sind wohl auch nicht übrig !

Also wir leben wohl wirtschaftlich immer am maximalen… und planen wohl immer mit der CL


Als Sponsor wäre mir doch die Reichweite des Vereins das wichtigste. Nur weil man jetzt im Sommer die CL verpasst ändert das doch nichts an der Größe des Vereins. Manchester United ist jetzt seit einer Dekade ein gewaltiges Trauerspiel und trotzdem hat der Verein viele der lukrativsten Sponsorenverträge im Geschäft. Ich sehe hier jetzt keinen Grund Panik zu empfinden aufgrund der auslaufenden Trikotsponsoren.


United ist da halt ein Selbstläufer, weil sie den asiatischen Markt haben und die Fanschaft dort ist gar nicht so krass into it wie diejenige in Europa. Da wird teilweise gar nicht so extrem auf die Erfolge usw. geachtet.

United gilt dort als cool und das bleibt auch so.

So einfach ist es bei einem Bundesliga Club aber nicht. Wir haben zwar auch eine sehr treue Anhängerschaft, die auch bei Misserfolg nicht ausbleiben wird. Sieht man ja auch bei Köln oder dem HSV.

Aber Sponsoren rühmen sich natürlich auch gerne mit Clubs, die positiv konnotiert sind. Der BVB ist dies bei ausbleibendem Erfolg zwar immer noch bei Millionen von Fans im DACH Bereich (wir sind ja eher auf nationale Sponsoren aus und für die ist oftmals fast ausschließlich der deutsche Markt interessant) beliebt, aber du willst nicht unbedingt der Werbepartner eines Chaosvereins sein.

Diese eine Saison wird wohl noch nicht dafür sorgen, dass wir unattraktiv werden. Aber lass die nächste Saison mal ähnlich schlecht laufen...

Zusätzlich hatten wir natürlich in den letzten Jahren perfekte Testimonials, die du dir als Unternehmen zunutze machen kannst.
Reus, Hummels, Bellingham, Haaland usw.

Diese Galionsfiguren sind auch alle nicht mehr da und man hat es nicht geschafft, neue einzukaufen bzw. aus der Jugend zu holen.

Zudem sollte man den Wandel in der Alterstruktur nicht vergessen. Der BVB war immer jung, dynamisch, modern und cool.
Jetzt sind wir alt, langsam, träge und eher nicht mehr cool.

Vereine sind mittlerweile Marken und wir sollten schleunigst daran arbeiten, dieses Image wieder aufzupolieren.
Denn ansonsten wird es sich ganz sicher irgendwann auch im Bereich Sponsoring bemerkbar machen

•     •     •

When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.
BVB - Finanzen |#759
18.03.2025 - 01:00 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von MrSimpson

Zitat von WalterFroschsErbe

Die Lücke zu Bayern bei den Zuschauereinnahmen liegt laut tm bei 75 Mio. im Jahr für die letzte Saison. Kann sich nur um Ligaeinnahmen handeln, da der VfB vor dem BVB rangiert und dieser immerhin 7 CL Heimspiele on top hatte.

55 Mio. heißt aber auch: Pustekuchen 4 Mio. pro Spiel. Vielleicht mit Catering und Merchandise.

Eine Wahnsinnslücke, die die finanzielle Hypothek des folklorischen Westfalenstadions unterstreicht. Das macht keine Marke ansatzweise wett.

Ein unterschätzter Faktor bzgl. des wirtschaftlichen Umfelds, was über Logen zu generieren ist.


Wie viel würde ein vergleichbares Stadion als Neubau kosten? Da sind die 20 Millionen pro Jahr Unterschied ja fast zu vernachlässigen.
Da bin ich doch erstmal, als Laie, zufrieden mit dem was da steht. Auch wenn es folklorisch anmutet.


Es geht um 75 Mio. Lücke, nicht 20 Mio. Auch wenn die Zahlen unsauber sind.

Was kann das Potenzial in Dortmund sein? Sicher weniger, als das von Tottenham, bestimmt das von Juventus. Das heißt ein Mehr von bis zu 40 Mio. wäre realistisch? Mit dicken Daumen geschätzt.

Was kostet so ein Stadion? 600 Mio. ist die Untergrenze. 800 Mio. dürfte realistisch sein. Wieder dicker Daumen. Das heißt aber auch, die Mehreinnahmen sind schnell durch die Zinskosten weg. Die Abschreibungen machen den Kohl nicht fett.

Es ist mehr ein Rückblick auf die wenig weitsichtige Stadionentwicklung vor 25 Jahren. Als man nur auf Masse und nicht Einnahmepotenzial geschaut hat.

Tut ja auch mal gut zu sehen, dass gerade nicht der Boden der Strategielosigkeit erreicht ist.


Die Lücke ist aber glaube ich nicht 75 Millionen sondern laut Football Money League eher 40 Millionen. In dem Artikel werden denke ich unsauber Äpfel mit Birnen verglichen, weil bei manchen Teams beispielsweise Catering nicht hinzugerechnet wird und die Einnahmen über die NFL oder Konzerte generiert nicht Teil des Matchday-Revenue sind. Deloitte schenke ich da insgesamt mehr Vertrauen. Ist natürlich trotzdem eine Menge Geld die einem durch die Lappen gehen allerdings ist die Situation nicht im Ansatz so katastrophal wie impliziert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 18.03.2025 um 01:04 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#760
18.03.2025 - 10:22 Uhr
Zitat von ForzaBorussia
Zitat von WalterFroschsErbe

Eine Wahnsinnslücke, die die finanzielle Hypothek des folklorischen Westfalenstadions unterstreicht. Das macht keine Marke ansatzweise wett.

Ein unterschätzter Faktor bzgl. des wirtschaftlichen Umfelds, was über Logen zu generieren ist.


Das „folklorische“ Westfalenstadion, sowie die gelbe Wand, sind die Hauptkern der Marke BVB und Haupttreiber des Umsatzes.


Das erzählen wir uns alle gerne seit Jahren. Lässt sich aber nirgends zeigen. Es ist ein Teil unserer Marke, sicher, aber kein Umsatztreiber.
Der Haupttreiber des Umsatzes ist sportlicher Erfolg: 200 Mio., also 40%, aus CL und BL Fernsehgeldern, 150 Mio. aus Werbung - in diesem Teil findet man die Marke, 50 Mio. aus Spieltagseinnahmen (hier verliert man durchs Westfalenstadion), 50 Mio. durch Merch., 50 Mio. aus Conference und Catering.

Darum geht es ja, ob unser Markenwert durch das Westfalenstadion überhaupt nur ansatzweise seine Nachteile ausgleichen kann.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.