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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#721
09.05.2024 - 19:04 Uhr
Zitat von DrTie
Wieviel steht denn wohl tatsächlich diesen Sommer netto für Transfers zur Verfügung? Ohne Berücksichtigung evtl. Verkäufe.


Die 117 Mio. sind etwa 45 Mio. mehr als im vergangenen Jahr.

An den Einnahmen wird die Mannschaft über Prämien beteiligt. Unsere neuen leistungsbezogenen Verträge sind im 10-20% Bereich variabel, wenn es um die CL Quali geht. So würde ich den Anteil hier an den Prämien auch schätzen, vielleicht ein wenig höher, weil es on top ist, und nicht den Kern finanziert. 35 Mio. bleiben aber bestimmt vor Steuern übrig.

Bellingham Nachzahlungen kommen noch dazu.

Letztes Jahr haben wir einen Transferüberschuss gemacht.

Es wird Nettoausgaben geben. Ich tippe aber eher so im 25-30 Mio. Bereich.

Grundsätzlich sind unsere Gehaltskosten noch zu hoch, das Ablösepotenzial im Kader eher gering und Handlungsbedarf aktut (RV, LV, OA, evtl. IV und DM).
BVB - Finanzen |#722
09.05.2024 - 23:55 Uhr
Zitat von Lattenkreuz09
Zitat von Celli1988

Selbst wenn sich Maatsen und Jadon nicht finanzieren lassen, so war dies ein guter Nachweis, dass Leihen qualitativ Sinn machen können und das Niveau der Mannschaft kostengünstiger heben können. AS Rom ist in den letzten Jahren bei namenhaften Spielern damit gut gefahren. Auch ein Xavi hätte uns selbst für ein Jahr gut zu Gesicht gestanden. Ich verstehe, dass man am liebsten die besten Talente zum Weiterverkauf verpflichten möchte, wenn es die finanzielle Situation aber nicht vollends zulässt, sollten wir unseren Stolz runterschlucken und punktuell auch zukünftig Leihen eingehen, wenn uns dies in der Spitze einen Mehrwert bietet.

Und dennoch war der Tenor im Forum, dass Leihen ohne KO absoluter Blödsinn sind. Man bilde für andere Vereine Spieler aus, man bringe für andere Vereine Spieler in Form etc. So ein Blödsinn der hier so oft verzapft wurse. Eigentlich hätte man schon seit Hakimi wissen müssen, dass Leihen goldwert sein können und man trägt immer ein sehr geringes Risiko.


Leihen sind super, um die Qualität zu erhöhen. Ergeben aber nur Sinn, wenn sie Teil einer mittelfristigen Strategie sind. Irgendwo muss Wert geschaffen werden. Der Leihspieler muss ersetzt werden, ohne, das dieser Mittel generiert. Hakimi ist ein klasse Beispiel. Als Spieler mit upside geholt, hat sich entwickelt, in die Mannschaft gespielt. Das ganze über zwei Jahre, ohne Strategie wie die Position mittelfristig entwickelt werden soll. Zwei Jahre lang tat man es nicht. Und hat dann sein ganzes Geld auf Meunier geworfen.

Bei Sancho und Maatsen droht hier ein ähnliches Szenario. Wie will man die Profile auf diesen Positionen aus eigener Kraft entwickeln? Das ist, was seit drei Jahren kritisiert wird: für Sancho kommt Malen, OK, aber dann darf nicht Haller für Haaland kommen. Wann wird sich strategisch um den Bedarf gekümmert? Das gleiche bei Bellingham im letzten Sommer.

Klar ist Xavi Simons ein toller Spieler, der uns auch ein Jahr mit seinen Stärken hilft. Er kostet aber auch einen Kaderplatz, vor allem Spielzeit, um eine nachhaltige Lösung zu entwickeln.
BVB - Finanzen |#723
10.05.2024 - 18:03 Uhr
Zitat von KiwiDenny
Vor exakt einer Woche berichtete Patrick Berger das wir ca. 40mio EUR netto in den Kader investieren könnten.

Alleine für den Finaleinzug bekommt man mind. 15,5mio EUR, bei einem Sieg gar noch mal ca. 5mio EUR mehr.

D.h. für mich, selbst mit Prämienabzug sollen doch gut und gerne mal mind. 10mio extra an Nettoinvestitionen möglich sein. Oder man hat das Budget fixiert und nutzt diese Einnahmen zur Tilgung von Verbindlichkeiten.


Man sollte hier trotzdem nicht vergessen, dass das Ganze auch mit Etat betrachtet werden sollte. Ein Durchschnittsgehalt beträgt ca. 4,5 Mio. fix - also ohne Boni - aktuell. Im Schnitt geben wir für einen Spieler rund 10 Mio. aus, womit also 50 Mio. ungefähr 22,5 Mio. an Fixgehalt pro Saison bedeuten würden. Dabei will man den Etat senken, weswegen ich auf mindestens 25 Mio. aufrunden würde, die den Verein erst mal verlassen müssten, bevor man wirklich netto-investieren kann. Es ist daher denke ich eher so zu sehen, dass für die Hummels Nachfolge Geld da wäre und die ein oder andere Ablöse bei einem Abgang über Normal aufgestockt werden kann.
BVB - Finanzen |#724
11.05.2024 - 00:51 Uhr
Zitat von Circial
Naja es kommt ein bisschen darauf an wie ein Verein seine Buchführung aufsetzt und sich finanziert. Club WM ist Juni/Juli und die Einnahmen werden entweder im für das Geschäftsjahr 24/25 oder 25/26 verbucht. Das Preisgeld bekommt man denke ich auch zu diesem Zeitpunkt.

Jetzt ist es aber auch Fakt das man mit diese Einnahmen, zumindest die 50 Millionen Startprämie, bereits jetzt Ausgeben kann. Ob das clever ist oder nicht, ist eine andere Debatte. Ich finde es gibt da pro und kontra Argumente und am Ende hängt es davon ab welche Spieler man für wie viel Geld verpflichten kann.

Edit: Ist eine Antwort an den User A-Lizenz.


Daran ist nichts Fakt. Es gibt noch gar kein Geld für dieses Turnier und deswegen auch keine garantierten Prämien. Höchstens in Aussicht gestellte. Die FIFA sucht händeringend nach Sponsoren, bislang sind 150 Mio. im Sponsorenpool. TV Rechte stehen immer noch aus und nach letzten Berichten fallen die Einnahmen hier mit 1 Mrd. mindestens 3 Mrd niedriger aus, als geplant.
Wir sind ganz, ganz weit weg davon, dass 50 Mio. zugesagt werden, selbst wenn dass das Ziel der FIFA ist.
BVB - Finanzen |#725
11.05.2024 - 11:18 Uhr
Zitat von Domsi
Wieso ist das nicht zu verstehen? Der BVB hat Personalkosten 1. Mannschaft von 160-170Mio
2. Mannschaft, Jugend und Personal (Staff, Geschäftsstelle, Marketing, Reinigungskräfte etc inkludiert) kommen nochmal 60Mio drauf.

Das sind ohne Ablösesumme, Infrastruktur, Kosten des Spielbetriebs etc. Bereits 230-240Mio Gesamtausgaben.

Der BVB kalkuliert ohne Transfereinnahmen mit einem Umsatz von ca 300-330 Mio.
Da ist CL Gruppenphase (ca 60mio), DFB Pokal 2. Runde und Bundesliga 4. Platz inkludiert.

Jedes CL Heimspiel kostet den BVB ca 400k Betriebskosten, Ligaheimspiele verursachen auch 6-Stellige Kosten.

Der BVB kommt in Topjahren mit entsprechend sprudelnden Verkaufseinnahmen (Hummels, Günni, Mhki Saison) Dembele Saison, Bellingham Saison auf 450-500Mio Umsatz. Gleichbedeutend werden aber in solchen Jahren dann in den entsprechenden Transferperioden auch 100-150 Mio in den Kader investiert.

Bsp Vorletzte Saison:
Haller, Schlotterbeck, Adeyemi, Duranville, Modeste, Ryerson, Özcan >100Mio
Dazu Süle-> Handgeld?
Und Verlängerung Moukoko (Handgeld ca 10Mio)

Netto liegen wir bei im Schnitt 20-50Mio was der BVB im Jahr investieren Kann. Das Bedeutet Defizit.

Im Sommer stehen Transfers von Coulibaly, Haller, Besdbaini, Süle, Malen im Raum. Jeder dieser Abgänge sind quasi auf die Netto Summe draufzuschlagen.

Auch pokern der BVB in meinen Augen recht tief, da bereits mit Blank und Rjikoff knapp 10 Mio eingenommen wurden.

Dazu ist der Etat im Augenblick bereits durch die Abgänge von Reus (6-8Mio), Meunier (8Mio), Wolf (5Mio), Morey (1,5Mio) um knapp 20 Mio leichter.

Abgänge von Haller (9Mio) und Süle(10Mio) würden hier weitere Freiheiten neben potentiellen Ablöseeinnahmen schaffen.

Summa Summarum ist es eigentlich völlig nachvollziehbar, weshalb der BVB mit den Championsleague Mehreinnahmen quasi nicht unfassbar viel Geld mehr zur Verfügung hat.

Der BVB hat gemäß deiner Rechnung 117 Mio CL Einnahmen. Davon sind 60 sowieso schon im Haushalt kalkuliert gewesen.

Bleiben 57 übrig. Davon gehen
Reine Betriebskosten 400k x3 weg
Sancho Nachzahlung 4Mio
Spieltagskosten ca 1,1x3
Also schonmal -10
Von den 47Mio sind noch keine Reisekosten, Logistik etc für die Auswärtsspiele drin, da kann man aber sicherlich nochmal 2-3Mio abschlagen.

Die Variablen Gehaltsanteile betragen bei uns ca 35%.
Demnach würde ich mal ganz laienhaft 35% der zusätzlichen Einnahmen, also 17,1 Mio als Erfolgs-Prämien abschlagen.
-20.

Bleiben ca 25 Mio übrig. Dementsprechend nicht verwunderlich, dass der bvb bei grob 50mio Netto rauskommt.

Zusätzlich nimmt man durch die schlechte Ligaplatzierung auch weniger TV Gelder ein.
Dementsprechend kommt das gut hin.

Was wir an zusätzlichen ablöseprämien für Meilfnsteile wie CL Viertelfinale als variable Erfolgsprämien in unsere Zugangs-Verträge eingearbeitet haben ist komplett unbekannt.

Summa Summarum ist das dann einfach eine realistische Einschätzung der Vereinsführung, was für den BVB möglich ist.
Dafür ist der Stammumsatz einfach zu weit von den Top10 Europas weg. Die Bayern machen in einem "erfolglosen Jahr" einen Stamm Umsatz von knapp 500 Mio bei 330Mio Personaletat. I.d.R liegen sie bei 600-700Mio. Die sind uns zum einen personell erteilt, haben aber zum anderen knapp 100Mio Nettoinvestmöglichkeiten pro Jahr durch ihre Vormachtstellung ohne großen sportlichen Druck.

50Mio Netto ohne Bauchschmerzen ist für einen deutschen Verein schon ziemlich krass, sofern man sich die Kohle eben selbst erarbeiten muss und nicht RB, Bayer, SAP oder VW in der Hinterhand hat, die solche Ausgaben übers "Sponsoring" abfedern.

Würde man die CL nicht erreichen wäre man auf die zwingende Verkleinerung des Kaders gezwungen und müsste gleichzeitig eine Netto Null erreichen.

Geht eine Saison auch mal mit nem Transferminus, bei zwei Saisons wirds dann aber heikel.

Dieses Jahr hätte es extrem weh getan, weil man quasi mit dem Bellinghamverkauf jetzt die Corona Verluste konsolidiert hat und im Sommer einen Umbruch auf Grund der Kader Probleme und Abgänge von Reus+Hummels vollziehen muss.

Das wäre düster geworden, sieht aber jetzt dank dem CL segen und der Qualifikation für kommende Saison machbar aus.


Keine Ahnung wo du deine Zahlen her hast, aber der Geschäftsbericht gibt andere her.
Nur mal zwei Beispiele:

"2. Mannschaft, Jugend und Personal (Staff, Geschäftsstelle, Marketing, Reinigungskräfte etc inkludiert) kommen nochmal 60Mio drauf."
Geschäftsbericht 22/23 Personalaufwand Amateur undJugendfußball 15 Mio, Handel & Verwaltung 23 Mio.
Also weit weg von 60 Mio.

"Der BVB kalkuliert ohne Transfereinnahmen mit einem Umsatz von ca 300-330 Mio."
Wo steht das? Selbst im Covid Jahr 21/22 hatte man transferbereinigten Umsatz von 310 Mio, 22/23 dann 360 Mio. ohne nennenswerte Sondereffekte, im Pokal und CL ist man nicht weit gekommen. Da wurde dieses Jahr sicher wieder mit mehr als 360 Mio gerechnet.

•     •     •

Chapi
Reus--------------Ricken
Sammer---Zorc
Kehl
Dedé---Kohler---Hummels---Pische
Weidenfeller
BVB - Finanzen |#726
23.05.2024 - 00:13 Uhr
Zitat von Mulli

Zitat von Roundhouse

Dieser Verein hat gefühlt nie Geld für neue Spieler - ganz egal wie viel eingenommen wird.
Es wurde scheinbar viel Geld verbrannt und ich weiß nicht wo.
Wie kann es sein das man nicht mal zwei Spieler (z.B. Maatsen und Sancho) holen kann?
Als CL Finalist und Verein der angeblich alle Verbindlichkeiten abgebaut hat, eines der größten und IMMER ausverkauften Stadien besitzt uvm.

P.S. Wenn ich jetzt höre das wir am Stuttgarter Stürmer interessiert sind dann fällt mir dazu nichts mehr ein - das dies ein Fehleinkauf ala Modeste wird schreit doch schon jetzt zum Himmel!! Solche Spieler verschlingen nur Gehalt und sind anschließend auch noch unverkäuflich mit dem Gehalt!


Meine Vermutung: Man macht sich ärmer als man ist um die Ablösen zu senken UND wenn Watzke sich verabschiedet, dann mit den Worten „One more thing“ und er präsentiert ein 100 Millionen Festgeldkonto.


Das "Festgeldkonto" hatte man kurz vor der Corona-Krise mal und da waren so ca. 20m drauf. Weiß aber nicht, ob das vor oder nach der Transferphase war, in der Brandt, Hummels etc. kamen.

Die Corona-Krise hat uns finanziell einfach ordentlich zurückgeworfen. Nicht in die Pleite, aber wir musste z.B. die Option unserer Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau und andere Dinge rund um Corona nutzen.

Natürlich sind unsere Gehälter hier und da etwas zu hoch, aber damit sind wir im Weltfußball sicher nicht allein. Man darf den BVB einfach nicht mit den Klubs aus anderen Ligen vergleichen, die tw. horrende Schulden haben oder machen (können) für einen ähnlichen Erfolg. Leider gibts in Deutschland auch keinen Verein, mit dem man uns vergleichen kann, da die sportliche Konkurrenz entweder finanziell in einer anderen Liga (FCB) ist oder eben andere aussergewöhnliche "Vorteile" (RB, Leverkusen) genießt, die schlicht nicht vergleichbar sind.

Letztlich kommt die Frage jedes halbe Jahr aufs Neue und man kann immer wieder das gleiche Antworten:
- Der BVB versteckt kein Geld, sondern gibt das aus, was er ausgeben kann
- Der BVB muss aber auch gesund wirtschaften und kann nicht einfach volles Risiko reingehen ala Meister oder Pleite
- Der BVB kann natürlich besser mit dem Geld umgehen, aber perfekte Arbeit liefert niemand in der Branche ab, deal with it. Vor allem über so einen langen Zeitraum.
- Es gibt in der Liga immer noch mind. 17 Klubs, die (langfristig)gerne da wären wo wir sind. Macht euch das mal klar, dann lebt es sich leichter zwinker

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Nur der BVB

Dieser Beitrag wurde zuletzt von rm-Kamui am 23.05.2024 um 00:21 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#727
23.05.2024 - 08:25 Uhr
Zitat von rm-Kamui

Zitat von Mulli

Zitat von Roundhouse

Dieser Verein hat gefühlt nie Geld für neue Spieler - ganz egal wie viel eingenommen wird.
Es wurde scheinbar viel Geld verbrannt und ich weiß nicht wo.
Wie kann es sein das man nicht mal zwei Spieler (z.B. Maatsen und Sancho) holen kann?
Als CL Finalist und Verein der angeblich alle Verbindlichkeiten abgebaut hat, eines der größten und IMMER ausverkauften Stadien besitzt uvm.

P.S. Wenn ich jetzt höre das wir am Stuttgarter Stürmer interessiert sind dann fällt mir dazu nichts mehr ein - das dies ein Fehleinkauf ala Modeste wird schreit doch schon jetzt zum Himmel!! Solche Spieler verschlingen nur Gehalt und sind anschließend auch noch unverkäuflich mit dem Gehalt!


Meine Vermutung: Man macht sich ärmer als man ist um die Ablösen zu senken UND wenn Watzke sich verabschiedet, dann mit den Worten „One more thing“ und er präsentiert ein 100 Millionen Festgeldkonto.


Das "Festgeldkonto" hatte man kurz vor der Corona-Krise mal und da waren so ca. 20m drauf. Weiß aber nicht, ob das vor oder nach der Transferphase war, in der Brandt, Hummels etc. kamen.

Die Corona-Krise hat uns finanziell einfach ordentlich zurückgeworfen. Nicht in die Pleite, aber wir musste z.B. die Option unserer Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau und andere Dinge rund um Corona nutzen.

Natürlich sind unsere Gehälter hier und da etwas zu hoch, aber damit sind wir im Weltfußball sicher nicht allein. Man darf den BVB einfach nicht mit den Klubs aus anderen Ligen vergleichen, die tw. horrende Schulden haben oder machen (können) für einen ähnlichen Erfolg. Leider gibts in Deutschland auch keinen Verein, mit dem man uns vergleichen kann, da die sportliche Konkurrenz entweder finanziell in einer anderen Liga (FCB) ist oder eben andere aussergewöhnliche "Vorteile" (RB, Leverkusen) genießt, die schlicht nicht vergleichbar sind.

Letztlich kommt die Frage jedes halbe Jahr aufs Neue und man kann immer wieder das gleiche Antworten:
- Der BVB versteckt kein Geld, sondern gibt das aus, was er ausgeben kann
- Der BVB muss aber auch gesund wirtschaften und kann nicht einfach volles Risiko reingehen ala Meister oder Pleite
- Der BVB kann natürlich besser mit dem Geld umgehen, aber perfekte Arbeit liefert niemand in der Branche ab, deal with it. Vor allem über so einen langen Zeitraum.
- Es gibt in der Liga immer noch mind. 17 Klubs, die (langfristig)gerne da wären wo wir sind. Macht euch das mal klar, dann lebt es sich leichter zwinker


Die Aussage zur Corona-Krise ist so nicht richtig.

Man konnte während der Corona-Krise eine Kapitalerhöhung durchführen, die rund 86 Mio. in die Kassen gespült hat. Damit waren die coronabedingten Ausfälle weitgehend ausgeglichen. Es gab in der Bundesliga keinen anderen Verein, der auf dieses Instrument zurückgreifen konnte. Bis auf die Investorenvereine der Bundesliga hatte man also gegenüber allen anderen Clubs einen Vorteil. Das gilt in Teilen auch im Verhältnis zur internationalen Konkurrenz.

Die Problematik der nicht einfachen wirtschaftlichen Situation ist in der Kaderpolitik der letzten Jahre begründet. Man leistet sich nahezu jährlich sehr teure Fehlschläge am Transfermarkt. Alleine bis in dieses Geschäftsjahr sind die finanziellen Auswirkungen der Transfers von Schulz, Meunier, Hazard zu spüren. Daneben gibt es zig Spieler mit erhöhtem finanziellen Risiko, bei denen der Ausgang noch ungewiss ist mit Haller, Adeyemi, Bensebaini, Süle, Can oder Nmecha. Fragwürdige Transfers wie Modeste runden dann die wirtschaftliche Problematik noch ab.

Man schafft es seit Jahren nicht, die Personalkosten in ein einigermaßen stabiles Verhältnis zur Leistung zu bringen. Mit der Demission von Kehl hat man sich dann auch eingestanden, dass man diese auch schon zu Zorcs Zeiten bestehende Problematik nicht mit den vorhandenen Kräften in den Griff bekommt. Die Probleme sind hier ganz überwiegend hausgemacht und nicht auf externe Faktoren zurückzuführen.

Edit: Mit den sonstigen Schlussfolgerungen stimme ich überein, außer mit der Aussage dass niemand perfekt Arbeit macht. Gerade über so einen längeren Zeitraum (die Kaderkostenprobleme haben wir nun seit 7 oder 8 Jahren) müsste man eigentlich einmal rein zufällig in ein gesundes Verhältnis zwischen Preis und Leistung gestolpert sein, ist man aber nicht. Das lässt eben auf recht tiefgehende strukturelle Mängel schließen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nic am 23.05.2024 um 08:29 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#728
26.05.2024 - 12:07 Uhr
Zitat von Mulli

Halten wir fest: Man hat in den letzten Jahren nicht optimal gewirtschaftet.


Man hat das investiert, was man zur Verfügung hatte.

Das dabei in der Spitze nicht die Qualität rumgekommen ist, die es benötigt hätte um die Defizite der Taktik und des Coaching zu kaschieren, ist eine andere Geschichte. Eine rein sportliche Geschichte.

Außerdem hatte man in den letzten Jahren genügend Breite hergestellt, um einen Absturz zu verhindern (wie in der letzten Saison unter Klopp). Das ist auf den hohen Etat zurückzuführen. Was uns gleichzeitig in der Spitze blockiert (sowie teure und falsche Entscheidungen im sportlichen Bereich z.B. Schulz, Modeste oder Haller).

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P

Dieser Beitrag wurde zuletzt von TheKillingJoke am 26.05.2024 um 12:15 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#729
26.05.2024 - 12:34 Uhr
Halller kommt für den BVB in netto 22 Spielen auf 18 Scorerpunkte. Keine einzige Minute davon spielte er vor seiner Chemotherapie, ohne Krebserkrankung hätte man nie Füllkrug verpflichten müssen und wäre extrem wahrscheinlich sehr zufrieden mit diesem Transfer.

Ich bin gespannt, wie viel Geld man im Sommer mit Malen, Moukoko und Haller generieren kann - ich tippe auf 65-70 Mio. €.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PaneM_et_CircenseS am 26.05.2024 um 12:36 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#730
28.05.2024 - 20:49 Uhr
Zitat von Nic

Die Aussage zur Corona-Krise ist so nicht richtig.

Man konnte während der Corona-Krise eine Kapitalerhöhung durchführen, die rund 86 Mio. in die Kassen gespült hat. Damit waren die coronabedingten Ausfälle weitgehend ausgeglichen. Es gab in der Bundesliga keinen anderen Verein, der auf dieses Instrument zurückgreifen konnte.


Die Aussage ist sachlich komplett falsch.

Erstens kann JEDER Bundesligaverein eine Kapitalerhöhung durchführen, jeder kann an die Börse gehen, wenn er möchte, wenn das nicht geschieht, dann nicht weil es nicht möglich ist, sondern weil es nicht gewollt ist. Ein gaaaaanz gewaltiger Unterschied. Schalke hatte sich ausdrücklich entschieden, nicht an die Börse zu gehen, sondern sich einfach zu verschulden, teure Fananleihen auf den Markt zu werfen mit hohen Zinsen, Bankschulden aufzunehmen. Corona hat Schalke an den Rand der Insolvenz gebracht, selber schuld. Punkt.

Zweitens lagen die Mindereinnahmen durch Corona nicht bei 86 Mio, sondern bei 150 Mio. Mehrfach von Borussia Dortmund ganz offiziell thematisiert. Ein irrsinniger Unterschied.

Zitat von Nic

Man schafft es seit Jahren nicht, die Personalkosten in ein einigermaßen stabiles Verhältnis zur Leistung zu bringen.


Die Aussage ist völliger Wahnsinn, sorry. BVB feiert gerade einen historischen sportl Erfolg, der Einzug ins Champions League Finale ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Dreimal hintereinander wurde per ad hoc die Gewinnprognose erhöht, das gab es noch nie. zum Beginn der letzten Saison lag die mittlere Gewinnprognose bei 4,5 Mio und nun liegt sie beim glatt zehnfachen, 45 Mio Nettogewinn wird wahrscheinlich der höchste in ganz Europa sein. Als einer der ganz wenigen Vereine überhaupt wird Borussia Dortmund eine Dividende zahlen.

Das Erreichen der Champions League hat noch viel weitreichendere Folgen, u.a. deswegen spielt man die Klub WM. Es ist seit heute offizielle dpa Meldung, der Einzug ins Champions League Finale bringt rund 200 Mio:
https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-tv-finanzen-europa-das-wichtigste-zum-finale-in-wembley-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240528-99-186403

Dann erzählst Du was von den Personalkosten? Weißt Du, worüber Du redest? Die Personalkostenquote Ex-Transfer hatte sich bereits im letzten Geschäftsjahr, welches das erste komplette Geschäftsjahr ohne Corona Effekte war, ganz außerordentlich extrem verbessern können. Im laufenden Geschäftsjahr, wird sich diese Personalkostenquote Ex-Transfer nochmals klar verbessern. Es wird eine der besten Personalkostenquoten in ganz Europa sein. Punkt.

Falls Du die Quartalszahlen zum dritten Quartal nicht verstanden haben solltest, gebe ich Dir folgende Info:
Die UEFA wird die Prämien für das Viertel- und Halbfinale im vierten Quartal zahlen, sowie die Prämien für das Finale und für den leistungsabhängigen Marktpool, wo die Einnahmen so hoch sein werden wie noch nie. Dieses vierte Quartal wird alles bisher dagewesene übertreffen, es wird krachend gut. Ich übertreibe nicht.

Wenn BVB gegen Real Madrid ganz normal verlieren sollte, werden weitere siebenstellige Bonusmillionen für Bellingham fällig, die gesamten Bonuszahlungen für Bellingham nur allein in diesem vierten Quartal werden achtstellig. Normalerweise werden Bonuszahlungen über die Vertragslaufzeit gestreckt, Watzke hat hier aber exzellent verhandelt, es sind einfache Bonuszahlungen und sie werden nicht wie üblich gestreckt.

Du kannst Dich gerne über Cash Flow, kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten auslassen, wenn der komplette Geschäftsbericht vorliegt. Aber nur dann, denn es ist super offensichtlich, daß Du nach dem dritten Quartal überhaupt nicht kapiert hast, worum es grundsätzlich geht.
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