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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#781
02.07.2025 - 14:29 Uhr
Zitat von Van_Ray
Zitat von Triplefeld

Zitat von nordvaldson

Soeben lese ich auf Sport.de (die beziehen sich wiederum auf Bild und Sportbild) dass der BVB in der jetzigen Transferperiode 30-40 Millionen Euro zur Verfügung stehen hätte. Gittens geht wohl für 65 Millionen, Bonuszahlungen inklusive, zu Chelsea. In der Club-WM hat man, Stand jetzt ca. 44 Millionen EUR eingenommen. Die Payroll ist durch den Weggang von Moukoko bereits deutlich entlastet, mit Glück wird sich da noch mehr in dieser Richtung tun (Haller).

Ich kann ja verstehen, dass man nach der Fast-Insolvenz 2005 keine großen Risiken eingehen mag; ich verstehe durchaus, dass man nicht jeden Euro, den man einnimmt, direkt wieder in Spieler anlegen will. Aber Einnahmen von über 100 Millionen allein aus EINEM Transfer und der Club-WM und dann nur ein Budget von maximal 40 Millionen?! Und es ist ja nicht so, dass mir diese Diskrepanz zum ersten Mal auffällt...

Daher die Frage: was passiert mit dem Geld? Gibt es Pläne in Infrastruktur (Stadionerweiterung, NLZ o.ä.) zu investieren?



Man hat doch für Couto und Jobe schon 60 Mio ausgegeben. Wären insgesamt knapp 100 Mio was nicht wenig ist


Richtig, man hat stand jetzt lt. TM 30,5 Mio. für Bellingham bezahlt, 20 Mio. für Couto (war letzte Saison ausgeliehen) und 6,5 Mio. für Svensson (ebenfalls vorher geliehen). Plus Drewes für 250 TEUR. Macht in Summe 57,25 Mio. Dagegen hat man Moukoko für 5 Mio. verkauft. Rechnen wir mal Gittens ein liegt man bei vielleicht plus 10 Mio. Wenn wir jetzt 40 Mio. investieren können, hat man netto 30 Mio. investiert, was schon eine ordentliche Größenordnung für den BVB ist.


Völlig korrekt. Viele BVB-Fans haben hier eine komplett falsche Erwartungshaltung, die nichts mit den Realitäten zu tun hat. Wobei das hier noch deutlich besser als auf Twitter und dergleichen ist, wo reichweitenstarke User ohne Ahnung von der Materie ständig propagieren, der BVB könne eine dreistellige Millionsumme investieren.

Mit Blick auf die letzten 10 Jahre sieht man, dass der BVB in nur einem einzigen Jahr die "Schallmauer" von 30 Mio. € Netto-Investitionen deutlich überschritten hat (rein bezogen auf die auf TM hinterlegten Ablösesummen, ohne Handgelder/Beraterhonorare etc.). Dies war in der Saison 20/21, wo man knapp 50 Mio. € netto investiert hat. Im wesentlichen für Jude und Can, ohne nennenswerte Einnahmen aus Verkäufen in diesem Jahr. Die Summe ist insofern leicht nach oben verfälscht, da TM immer die Weiterverkaufbeteiligungen mit einrechnet, die real natürlich erst später einfallen (hier: Jude über ca. 5 Mio. €). Entscheidender ist aber, dass dieser einmalige "Ausrutscher" bei den Netto-Investitionen mit dem Verkauf von Sanchon in Zusammenhang zu bringen ist, der bereits 2020 angebahnt wurde, aber dann wegen der fehlenden Zahlungsbereitschaft von ManU nicht erfolgt ist. In der darauffolgenden Saison ist er dann für 85 Mio. € gewechselt, so dass in Summe ein Transferüberschuss in 21/22 von fast 65 Mio. € erzielt wurde, der die Vorsaison mehr als ausgeglichen hat.

Darüber hinaus gab es in den 10 Jahren überhaupt nur zweimal Netto-Investitionen in Höhe von ca. 30 Mio. €. Einmal war das 16/17, wobei dieses Jahr deutlicher durch die Weiterverkaufsbeteiligung von Dembele verzerrt ist und auch hier wieder 17/18 eine Saison mit sehr deutlichem Transferplus gefolgt ist (Rekordjahr mit u.a. Verkäufen von Dembele und Auba und einem Nettoüberschuss von Sage und Schreibe fast 150 Mio. €).

Die einzige andere Saison in dem ebenfalls in der Größenordnung von Netto 30 Mio. € investiert wurde war dann schon die abgelaufene Saison 24/25. Insofern ist es durchaus beachtlich, wenn man diese Saison wieder in einer ähnlichen Größenordnung investieren will und kann. Mit Blick auf die vergangenen 10 Jahre wäre beim BVB jetzt eher ein Transferfenster mit Netto-Plus gefolgt. Dass dies diesmal nicht erfolgt, weist einerseits auf die gestiegenen finanziellen Möglichkeiten (v.a. Club-WM und CL), aber andererseits auch auf den sportlichen Bedarf im Vergleich zu früheren Jahren hin (und natürlich, dass man weniger Tafelsilber hat, mit dem man seine Neuzugänge gegenfinanzieren kann).
BVB - Finanzen |#782
02.07.2025 - 17:57 Uhr
Zitat von kinglui2510
Zitat von Fabian2607

Zitat von kinglui2510

Zitat von Van_Ray

Zitat von Triplefeld

Zitat von nordvaldson

Soeben lese ich auf Sport.de (die beziehen sich wiederum auf Bild und Sportbild) dass der BVB in der jetzigen Transferperiode 30-40 Millionen Euro zur Verfügung stehen hätte. Gittens geht wohl für 65 Millionen, Bonuszahlungen inklusive, zu Chelsea. In der Club-WM hat man, Stand jetzt ca. 44 Millionen EUR eingenommen. Die Payroll ist durch den Weggang von Moukoko bereits deutlich entlastet, mit Glück wird sich da noch mehr in dieser Richtung tun (Haller).

Ich kann ja verstehen, dass man nach der Fast-Insolvenz 2005 keine großen Risiken eingehen mag; ich verstehe durchaus, dass man nicht jeden Euro, den man einnimmt, direkt wieder in Spieler anlegen will. Aber Einnahmen von über 100 Millionen allein aus EINEM Transfer und der Club-WM und dann nur ein Budget von maximal 40 Millionen?! Und es ist ja nicht so, dass mir diese Diskrepanz zum ersten Mal auffällt...

Daher die Frage: was passiert mit dem Geld? Gibt es Pläne in Infrastruktur (Stadionerweiterung, NLZ o.ä.) zu investieren?



Man hat doch für Couto und Jobe schon 60 Mio ausgegeben. Wären insgesamt knapp 100 Mio was nicht wenig ist


Richtig, man hat stand jetzt lt. TM 30,5 Mio. für Bellingham bezahlt, 20 Mio. für Couto (war letzte Saison ausgeliehen) und 6,5 Mio. für Svensson (ebenfalls vorher geliehen). Plus Drewes für 250 TEUR. Macht in Summe 57,25 Mio. Dagegen hat man Moukoko für 5 Mio. verkauft. Rechnen wir mal Gittens ein liegt man bei vielleicht plus 10 Mio. Wenn wir jetzt 40 Mio. investieren können, hat man netto 30 Mio. investiert, was schon eine ordentliche Größenordnung für den BVB ist.


Völlig korrekt. Viele BVB-Fans haben hier eine komplett falsche Erwartungshaltung, die nichts mit den Realitäten zu tun hat. Wobei das hier noch deutlich besser als auf Twitter und dergleichen ist, wo reichweitenstarke User ohne Ahnung von der Materie ständig propagieren, der BVB könne eine dreistellige Millionsumme investieren.

Mit Blick auf die letzten 10 Jahre sieht man, dass der BVB in nur einem einzigen Jahr die "Schallmauer" von 30 Mio. € Netto-Investitionen deutlich überschritten hat (rein bezogen auf die auf TM hinterlegten Ablösesummen, ohne Handgelder/Beraterhonorare etc.). Dies war in der Saison 20/21, wo man knapp 50 Mio. € netto investiert hat. Im wesentlichen für Jude und Can, ohne nennenswerte Einnahmen aus Verkäufen in diesem Jahr. Die Summe ist insofern leicht nach oben verfälscht, da TM immer die Weiterverkaufbeteiligungen mit einrechnet, die real natürlich erst später einfallen (hier: Jude über ca. 5 Mio. €). Entscheidender ist aber, dass dieser einmalige "Ausrutscher" bei den Netto-Investitionen mit dem Verkauf von Sanchon in Zusammenhang zu bringen ist, der bereits 2020 angebahnt wurde, aber dann wegen der fehlenden Zahlungsbereitschaft von ManU nicht erfolgt ist. In der darauffolgenden Saison ist er dann für 85 Mio. € gewechselt, so dass in Summe ein Transferüberschuss in 21/22 von fast 65 Mio. € erzielt wurde, der die Vorsaison mehr als ausgeglichen hat.

Darüber hinaus gab es in den 10 Jahren überhaupt nur zweimal Netto-Investitionen in Höhe von ca. 30 Mio. €. Einmal war das 16/17, wobei dieses Jahr deutlicher durch die Weiterverkaufsbeteiligung von Dembele verzerrt ist und auch hier wieder 17/18 eine Saison mit sehr deutlichem Transferplus gefolgt ist (Rekordjahr mit u.a. Verkäufen von Dembele und Auba und einem Nettoüberschuss von Sage und Schreibe fast 150 Mio. €).

Die einzige andere Saison in dem ebenfalls in der Größenordnung von Netto 30 Mio. € investiert wurde war dann schon die abgelaufene Saison 24/25. Insofern ist es durchaus beachtlich, wenn man diese Saison wieder in einer ähnlichen Größenordnung investieren will und kann. Mit Blick auf die vergangenen 10 Jahre wäre beim BVB jetzt eher ein Transferfenster mit Netto-Plus gefolgt. Dass dies diesmal nicht erfolgt, weist einerseits auf die gestiegenen finanziellen Möglichkeiten (v.a. Club-WM und CL), aber andererseits auch auf den sportlichen Bedarf im Vergleich zu früheren Jahren hin (und natürlich, dass man weniger Tafelsilber hat, mit dem man seine Neuzugänge gegenfinanzieren kann).

Es wird bei der Betrachtung aber auch immer gerne der Malen transfer vergessen. Die Einnahmen könnte man auch mit Couto verrechnen


Wie unten bereits vom anderen User korrekt ausgeführt, sind die 25 Mio. € von Malen bereits in dem Defizit von 30 Mio. € der Vorsaison verrechnet, das sonst noch deutlicher ausgefallen wäre.

Natürlich könnte der BVB jetzt auch ins Risiko gehen und bspw. auf Pump nochmal mehr investieren. Dann wäre man aber definitiv in den nächsten Transferperioden wieder auf Werthaltige Abgänge angewiesen bzw. müsste im Falle des Verpassens der CL ziemlich unangenehme Einschnitte vornehmen. Und nach dem Abgang von Gittens strotzt der Kader jetzt nicht gerade vor Rohdiamanten, die man für teures Geld transferieren kann.


Weswegen es umso riskanter ist 30 Millionen in einen deutschen Halbsturm zu investieren, der in der Start 11 ursprünglich nicht benötigt wurde
oder 23 Millionen in einen 28j- neu N11 Spieler den man in der Vorsaison für weniger als die Hälfte bekommen hätte.

Trotzdem werden diese Transfers gefeiert und als gut und richtig erachtet.

Auch wenn die Bilanz des BvB trotz 15 Jahre CL nie darauf ausgelegt war wirklich Netto in den Kader zu investieren, wird Watzke nie wegen seiner Finanzpolitik kritisiert.
Weil entweder bau ich mir einen teuren Kader dass ich am Ende mit CL bei +-0 lande, dann darf aber mehr zu erwarten sein als Platz 8 im Herbst und Platz 5/4 im Sommer
oder ich kritisiere die Finanzpolitik.

Aber der Verein wird selbst dann nicht kritisiert, wenn die wichtigen Rohdiamanten die fürs Querfinanzieren so wichtig sind, vernachlässigt werden.

(Man kann halt nicht immer darauf hoffen einen neuen Bellingham zu finden!)
Ja super dann soll man seine Finanzen aber nicht darauf ausrichten, wenn man der Meinung ist, das geht nicht.

Bzw. User die genau solche Dinge kritisieren, werden dann als schwarzmaler dargestellt, das Forum ist so negativ.
Von Leuten die die selbe Argumentation jetzt nutzen um Träume anderer Fans zu erden.
Dabei können die anderen Fans doch nichts dafür, dass sie falsche Erwartungshaltungen haben, auch die reichweitenstarken Internetfans, die irgendwas von 100 Millionen reden können nichts dafür.


Schließlich fußt diese Erwartungshaltung in den Aussagen von HJW und Co. die nicht umhin kommen, ihre eigene Arbeit in den siebten Himmel zu loben um Kritik kleinzuhalten.
Da muss in der xten Winterkrise auch die ewige Tabelle hergenommen werden, laut der selbst Schalke sportlich näher an Liga 3 statt an Europa, irgendwie noch auf Platz 6 war, um die eigenen Fehler zu kaschieren.

Na wie soll die Erwartungshaltung denn überzogen sein, wenn man eigene Strategien nie hinterfragt, Fehler nie aufarbeitet, immer nur Augen zu und durch macht und öffentlichwirksam seine eigene Erfolge propagiert:

15 Jahre CL etc. so einmalig in Europa, Umsatz unter den Top 12 seit vielen Jahren, aber nie erklären möchten, warum bei diesen Voraussetzungen 63 und 57 Punkte in der Bundesliga ziemlich schlecht aussehen.

Und dann einen auf persönlich angepisst sein, weil es ein Lunow wagt sich als Gegenkandidat aufstellen zu lassen.
BVB - Finanzen |#783
02.07.2025 - 22:35 Uhr
Zitat von kinglui2510

Ich stimme dabei durchaus zu, dass man seit Jahren finanziell nicht gut wirtschaftet. Auf der Einnahmenseite ist das gute Arbeit, auf der Ausgabenseite aber nicht. Das liegt für mich schon länger an einer unausgewogen Transferpolitik bezogen auf Spieler wie auch Trainer. Im Detail wäre das hier jedoch Off-Topic, da es um sportliche Fragen geht. Das Resultat schlägt sich dann natürlich in den Finanzen wieder, in Form von sehr hohen Spielergehältern von denen man kaum ruterkommt und einem sinkenden Marktwert innerhalb des Kaders.


In allen Nicht-Coronajahren hat BVB völlig ohne Ausnahme schwarze Zahlen geschrieben, die letzten vielen Jahre dabei stets Dividende gezahlt. Sowas gibt es in Europa fast nirgends.
Hohe Spielergehälter gibt es hier eh nicht, man gibt aus, was man hat, that's all.
Die derzeitige Personalquote ist europaweit eine der günstigsten überhaupt, nur allein auf den BVB bezogen ist es die günstigste seit 8 Jahren.

Auf den Kauf von Spielern oder die Finanzierung der Gehälter hat BVB keinen einzigen Euro Nettoschulden. Im europäischen Vergleich winzige Nettoschulden hat man nur, weil man ins Sachanlagevermögen investiert hat, bei sehr niedrigen langfristig garantierten Zinsen ist das unternehmerisch natürlich sinnvoll. Unter anderem hat man ein 30.000 qm großes Trainingsgelände gekauft.

Der Unternehmenswert von Borussia Dortmund ist laut KPMG sehr deutlich gestiegen, er liegt jetzt bei 2,3 Mrd. Damit hat sich der Unternehmenswert ggü Vor-Coronajahren in etwa verdoppeln können.
BVB - Finanzen |#784
02.07.2025 - 23:36 Uhr
Zitat von halbgott
Zitat von kinglui2510

Ich stimme dabei durchaus zu, dass man seit Jahren finanziell nicht gut wirtschaftet. Auf der Einnahmenseite ist das gute Arbeit, auf der Ausgabenseite aber nicht. Das liegt für mich schon länger an einer unausgewogen Transferpolitik bezogen auf Spieler wie auch Trainer. Im Detail wäre das hier jedoch Off-Topic, da es um sportliche Fragen geht. Das Resultat schlägt sich dann natürlich in den Finanzen wieder, in Form von sehr hohen Spielergehältern von denen man kaum ruterkommt und einem sinkenden Marktwert innerhalb des Kaders.


In allen Nicht-Coronajahren hat BVB völlig ohne Ausnahme schwarze Zahlen geschrieben, die letzten vielen Jahre dabei stets Dividende gezahlt. Sowas gibt es in Europa fast nirgends.
Hohe Spielergehälter gibt es hier eh nicht, man gibt aus, was man hat, that's all.
Die derzeitige Personalquote ist europaweit eine der günstigsten überhaupt, nur allein auf den BVB bezogen ist es die günstigste seit 8 Jahren.

Auf den Kauf von Spielern oder die Finanzierung der Gehälter hat BVB keinen einzigen Euro Nettoschulden. Im europäischen Vergleich winzige Nettoschulden hat man nur, weil man ins Sachanlagevermögen investiert hat, bei sehr niedrigen langfristig garantierten Zinsen ist das unternehmerisch natürlich sinnvoll. Unter anderem hat man ein 30.000 qm großes Trainingsgelände gekauft.

Der Unternehmenswert von Borussia Dortmund ist laut KPMG sehr deutlich gestiegen, er liegt jetzt bei 2,3 Mrd. Damit hat sich der Unternehmenswert ggü Vor-Coronajahren in etwa verdoppeln können.


Ich glaube was der User kritisch sieht ist die Differenz aus Markt und Einkaufswert der Dortmunder Mannschaft. Da ist man mit einem Marktwert der nur das 1.3 Fache des Einkaufspreises darstellt im Internationalen Vergleich nur durchschnittlich und im nationalen Vergleich ist man halt irgendwo im unteren drittel der Bundesligisten. Auffällig schlechter sind nur Wolfsburg (1.20), Hoffenheim (1.03) und Leipzig (1.05). Auffällig besser sind halt Stuttgart (2.53), Frankfurt (2.30) und sogar der FC Bayern München (1.92).

Also es wird schlecht bei den Spielertransfers gewirtschaftet, weil man eben häufig Spieler für viel Geld holt die dann nicht so richtig die Leistung bringen die gemessen am Preisschild von ihnen erwartet wird. Wie Nachhaltig das in Frankfurt/Stuttgart ist wird sich letzendes zeigen, weil der BVB/Leipzig/Gladbach vor ein paar Jahren hier auch ähnliche Faktoren hatte. Einzig und allein der FC Bayern erscheint mir hier aufgrund seiner Marktführerposition als Nachhaltig.
BVB - Finanzen |#785
03.07.2025 - 00:36 Uhr
Nachhaltig ist gar nichts daran, wenn du die Spieler nicht halten kannst.

Entweder du schaffst so einen Lauf wie Frankfurt, die jetzt die letzten 2 Jahre gefühlt immer den nächsten Senkrechtstarter aus dem Hut zaubern konnten - oder du findest dich damit ab, dass dein Kadermaktwert halt immer einen Hard-Reset vollziehen, sobald dein Weltstar-Spieler den Verein verlässt.

Bei Spielern wie Haaland und Jude ist ganz klar zu sehen, dass die beiden wohl die besten Fußballer ihres jeweiligen Jahrganges sind - auch wenn die Ablöse hoch ausfällt, dieselbe Qualität wirst du wahrscheinlich nicht dafür einkaufen können.

Und dann bleibt dir die Wahl, versuchst du für das Geld die Qualität bestmöglich zu erhalten - und siehst dich eher bei erfahreneren Spielern um - oder investierst du wieder alles in Talente für Profitmaximierung, nimmst dafür aber gegebenenfalls sportlich weniger erfolgreiche Zeiten in Kauf.

Und ja, in letzter Zeit war mir das auch alles etwas zu viel Erfahrung im Mix, aber man weiß halt auch nicht wie die Alternative ausgesehen hätte. Ich mache mir keine Illusion, dass man jemanden wie Jude oder Haaland jedes Jahr, oder auch nur alle 2 Jahre verpflichten kann - Bei einem Yamal oder Musiala ist man ebenso chancenlos, da diese jetzt ja direkt bei einer Top-Adresse schon überzeugt haben.

Hier das nächste Top-Talent zu finden, das garantiert einschlägt, stellen sich einige wohl auch viel einfacher vor, als es dann schlussendlich sein wird. Wobei Haaland wird Top-Talent schon nicht mal mehr gerechnet in meinen Augen, der war ein regelrechtes Phänomen, dass es so vielleicht auch nur einmal im Jahrzehnt geben wird. So wie der links und rechts schon Rekorde pulverisiert hat und wohl auch noch gut 10 Jahre damit weiter machen können wird wahrscheinlich, so einen Kerl ziehst du nicht mal eben jedes Jahr aus der Jackentasche.
BVB - Finanzen |#786
03.07.2025 - 06:25 Uhr
Zitat von St0ckf15h
Nachhaltig ist gar nichts daran, wenn du die Spieler nicht halten kannst.

Entweder du schaffst so einen Lauf wie Frankfurt, die jetzt die letzten 2 Jahre gefühlt immer den nächsten Senkrechtstarter aus dem Hut zaubern konnten - oder du findest dich damit ab, dass dein Kadermaktwert halt immer einen Hard-Reset vollziehen, sobald dein Weltstar-Spieler den Verein verlässt.

Bei Spielern wie Haaland und Jude ist ganz klar zu sehen, dass die beiden wohl die besten Fußballer ihres jeweiligen Jahrganges sind - auch wenn die Ablöse hoch ausfällt, dieselbe Qualität wirst du wahrscheinlich nicht dafür einkaufen können.

Und dann bleibt dir die Wahl, versuchst du für das Geld die Qualität bestmöglich zu erhalten - und siehst dich eher bei erfahreneren Spielern um - oder investierst du wieder alles in Talente für Profitmaximierung, nimmst dafür aber gegebenenfalls sportlich weniger erfolgreiche Zeiten in Kauf.

Und ja, in letzter Zeit war mir das auch alles etwas zu viel Erfahrung im Mix, aber man weiß halt auch nicht wie die Alternative ausgesehen hätte. Ich mache mir keine Illusion, dass man jemanden wie Jude oder Haaland jedes Jahr, oder auch nur alle 2 Jahre verpflichten kann - Bei einem Yamal oder Musiala ist man ebenso chancenlos, da diese jetzt ja direkt bei einer Top-Adresse schon überzeugt haben.

Hier das nächste Top-Talent zu finden, das garantiert einschlägt, stellen sich einige wohl auch viel einfacher vor, als es dann schlussendlich sein wird. Wobei Haaland wird Top-Talent schon nicht mal mehr gerechnet in meinen Augen, der war ein regelrechtes Phänomen, dass es so vielleicht auch nur einmal im Jahrzehnt geben wird. So wie der links und rechts schon Rekorde pulverisiert hat und wohl auch noch gut 10 Jahre damit weiter machen können wird wahrscheinlich, so einen Kerl ziehst du nicht mal eben jedes Jahr aus der Jackentasche.


Es gibt abseits von Haaland oder Bellingham noch 10 weitere Positionen in der Startelf. Und die sind i.d.R. nicht ansatzweise mit der Qualität besetzt.

Sollte es das Ziel sein, möglichst hohe individuelle Qualität zu haben, oder einen möglichst guten schwächsten Spieler? Wenn ich mir erfolgreiche Mannschaften anschaue, gibt es keinen Anhaltspunkt, dass einzelne individuelle Klasse mehr Erfolg verspricht - jedenfalls nicht im Fußball.

Von daher ist es unbedingt nachhaltig, Transfergewinne zu erzielen und diese so zu reinvestieren, dass überall die Qualität - nachhaltig - steigt. Schade, aber kein Problem, dass Bellingham geht, solange er 120 Mio. bringt und bspw. unsere Außenverteidiger Bensebaini und Ryerson heißen. Dann Sabitzer zu verpflichten, das ist das Problem.
BVB - Finanzen |#787
03.07.2025 - 12:28 Uhr
hier werden ständig irgendwelche sportl Aspekte reingebracht, die haben aber im Finanzthread nichts zu suchen, dafür gibt es andere Threads.

BVB hat die günstigste Personalaufwandsquote seit 8 Jahren. Diese Personalaufwandsquote ist natürlich auch günstiger als der Schnitt der Bundesliga und im internationalen Vergleich sogar extrem günstig. Der Kader ist auch in absoluten Zahlen überhaupt nicht zu teuer. Gittens wird auch deshalb eine sehr hohe Ablöse bringen, weil sein derzeitigs Gehalt zwischen 3 und 4 Mio außerordentlich günstig ist, er Vertrag bis 2028 hat und BVB überhaupt keinen Anlass hat, diesen klaren Vorteil herzuschenken. Das ist natürlich auch für einen Ersatzspieler sehr günstig.

Guirassy ist laut Kicker Rangliste der beste Stürmer Bundesliga, Torschützenkönig der Champions League. Sein Gehalt ist definitiv vergleichsweise günstig.

Eintracht Frankfurt hätte nach eigenen Angaben 40 Mio Minus gemacht, wenn sie Marmoush nicht verkauft hätten. Dort war sogar davon die Rede, daß die Lizenz in Gefahr wäre, wenn man nicht Spieler verkauft. Davon kann beim BVB nicht ansatzweise die Rede sein. So aber musste Frankfurt mitten im Winter Marmoush verkaufen, weshalb sie fast die CL verpasst hätten. Und das viele Geld für Kolo Muani und Marmoush hat trotzdem nicht gereicht, Frankfurt machte innerhalb kürzester Zeit drei Kapitalerhöhungen. Ist einigermaßen absurd, wie das Transfergebahren der Frankfurter so überschwenglich gelobt wird.

Die Bilanzen der Konkurrenten hinter Bayern sind definitiv niemals so kerngesund wie die Bilanz von Borussia Dortmund.

Wenn man sportl Erfolg will, müsste sich BVB so verhalten wie Eintracht Frankfurt, also maximal investieren, bei höchstem Risiko. Oder wie Barcelona, die haben auf zig Jahre hinaus ihre eigenen Einnahmen verpfändet, haben ganz außerordentlich extrem hohe Nettoschulden und sind sportl erfolgreicher. Aber das kostet halt, der Weg von Borussia Dortmund ist ein sehr anderer und das ist gut so.
BVB - Finanzen |#788
03.07.2025 - 13:30 Uhr
Zitat von halbgott
hier werden ständig irgendwelche sportl Aspekte reingebracht, die haben aber im Finanzthread nichts zu suchen, dafür gibt es andere Threads.

BVB hat die günstigste Personalaufwandsquote seit 8 Jahren. Diese Personalaufwandsquote ist natürlich auch günstiger als der Schnitt der Bundesliga und im internationalen Vergleich sogar extrem günstig. Der Kader ist auch in absoluten Zahlen überhaupt nicht zu teuer. Gittens wird auch deshalb eine sehr hohe Ablöse bringen, weil sein derzeitigs Gehalt zwischen 3 und 4 Mio außerordentlich günstig ist, er Vertrag bis 2028 hat und BVB überhaupt keinen Anlass hat, diesen klaren Vorteil herzuschenken. Das ist natürlich auch für einen Ersatzspieler sehr günstig.

Guirassy ist laut Kicker Rangliste der beste Stürmer Bundesliga, Torschützenkönig der Champions League. Sein Gehalt ist definitiv vergleichsweise günstig.

Eintracht Frankfurt hätte nach eigenen Angaben 40 Mio Minus gemacht, wenn sie Marmoush nicht verkauft hätten. Dort war sogar davon die Rede, daß die Lizenz in Gefahr wäre, wenn man nicht Spieler verkauft. Davon kann beim BVB nicht ansatzweise die Rede sein. So aber musste Frankfurt mitten im Winter Marmoush verkaufen, weshalb sie fast die CL verpasst hätten. Und das viele Geld für Kolo Muani und Marmoush hat trotzdem nicht gereicht, Frankfurt machte innerhalb kürzester Zeit drei Kapitalerhöhungen. Ist einigermaßen absurd, wie das Transfergebahren der Frankfurter so überschwenglich gelobt wird.

Die Bilanzen der Konkurrenten hinter Bayern sind definitiv niemals so kerngesund wie die Bilanz von Borussia Dortmund.

Wenn man sportl Erfolg will, müsste sich BVB so verhalten wie Eintracht Frankfurt, also maximal investieren, bei höchstem Risiko. Oder wie Barcelona, die haben auf zig Jahre hinaus ihre eigenen Einnahmen verpfändet, haben ganz außerordentlich extrem hohe Nettoschulden und sind sportl erfolgreicher. Aber das kostet halt, der Weg von Borussia Dortmund ist ein sehr anderer und das ist gut so.


Alles korrekt.

Das ist aus welchen Gründen auch immer, für einige User nur schwierig nachzuvollziehen. Zu 90% in diesem Thread geht es darum, dass unser Kader unglaublich teuer ist. Man überbezahlt und die Leistung nicht den hohen Kosten entspricht. Komplett verdrehte Welt bzw. Wahrnehmung. Sicherlich waren die letzten 2 Jahre in der Liga schwierig. Sportlich könnte es teilweise erheblich besser laufen. Man blendet aber bewusst, die positiven Entwicklungen und Aspekte aus. Das macht eine Diskussion fast unmöglich.

Deswegen besten Dank für diese Einordnung, der ich zum Großteil folge.

Auch der Vergleich zu Frankfurt zeigt deutlich, welchen Aufwand man betreiben muss um überhaupt für eine kurze Zeit in den Sphären des BVB zu gelangen. Krösche wird vergöttert. Kehl als Laie verteufelt. Ich könnte mir vorstellen, dass es für die Eintracht mittelfristig sehr schwierig wird. Warten wir mal ab. Wir halten uns national und international seit Ewigkeiten auf höchsten Niveau, sind finanziell stabil und beides wie kaum ein zweiter Verein. Die Delle national werden wir bald hinter uns bringen. International konnten wir die Einnahmen signifikant erhöhen und unsere Reputation ebenfalls. Wirtschaftlich sind die neuen Verträge (Puma, Vodafone) Erfolge. Während die Personalkosten im Bereich der Inflation gemäßigt steigen. Wo gibt´s denn sowas? Die Bayern zahlen wie bescheuert um nicht abzuschmieren, RB zahlt mittlerweile fast auf unseren Niveau und kann nicht Ansatz die Erfolge verzeichnen (weder in Quantität, noch in der Qualität), wie der BVB.

Stattdessen wird hier das hohe Gehalt von Haller/Süle hervorgehoben und der nächste Plan geschmiedet, wie man einen günstigen Kaderspiel wie Özcan/Can loswerden kann. Nur noch verrückt. Wir benötigen diese breite, auch wenn die Spieler ihre Schwächen haben und manche nicht gerade wenig Kosten. Ein ähnlicher Ersatz würde nicht nur Kapital binden und nicht gerade niedrige Kosten verursachen. Außer man bedient sich in einen Regal, bei dem man nur enttäuscht werden kann. Wer kann sich noch dran erinnern wie man mit einen günstigen Sarr durch die Hinrunde "gestolpert" ist. Das kann wohl kaum der Anspruch sein.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#789
03.07.2025 - 14:03 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von halbgott

hier werden ständig irgendwelche sportl Aspekte reingebracht, die haben aber im Finanzthread nichts zu suchen, dafür gibt es andere Threads.

BVB hat die günstigste Personalaufwandsquote seit 8 Jahren. Diese Personalaufwandsquote ist natürlich auch günstiger als der Schnitt der Bundesliga und im internationalen Vergleich sogar extrem günstig. Der Kader ist auch in absoluten Zahlen überhaupt nicht zu teuer. Gittens wird auch deshalb eine sehr hohe Ablöse bringen, weil sein derzeitigs Gehalt zwischen 3 und 4 Mio außerordentlich günstig ist, er Vertrag bis 2028 hat und BVB überhaupt keinen Anlass hat, diesen klaren Vorteil herzuschenken. Das ist natürlich auch für einen Ersatzspieler sehr günstig.

Guirassy ist laut Kicker Rangliste der beste Stürmer Bundesliga, Torschützenkönig der Champions League. Sein Gehalt ist definitiv vergleichsweise günstig.

Eintracht Frankfurt hätte nach eigenen Angaben 40 Mio Minus gemacht, wenn sie Marmoush nicht verkauft hätten. Dort war sogar davon die Rede, daß die Lizenz in Gefahr wäre, wenn man nicht Spieler verkauft. Davon kann beim BVB nicht ansatzweise die Rede sein. So aber musste Frankfurt mitten im Winter Marmoush verkaufen, weshalb sie fast die CL verpasst hätten. Und das viele Geld für Kolo Muani und Marmoush hat trotzdem nicht gereicht, Frankfurt machte innerhalb kürzester Zeit drei Kapitalerhöhungen. Ist einigermaßen absurd, wie das Transfergebahren der Frankfurter so überschwenglich gelobt wird.

Die Bilanzen der Konkurrenten hinter Bayern sind definitiv niemals so kerngesund wie die Bilanz von Borussia Dortmund.

Wenn man sportl Erfolg will, müsste sich BVB so verhalten wie Eintracht Frankfurt, also maximal investieren, bei höchstem Risiko. Oder wie Barcelona, die haben auf zig Jahre hinaus ihre eigenen Einnahmen verpfändet, haben ganz außerordentlich extrem hohe Nettoschulden und sind sportl erfolgreicher. Aber das kostet halt, der Weg von Borussia Dortmund ist ein sehr anderer und das ist gut so.


Alles korrekt.

Das ist aus welchen Gründen auch immer, für einige User nur schwierig nachzuvollziehen. Zu 90% in diesem Thread geht es darum, dass unser Kader unglaublich teuer ist. Man überbezahlt und die Leistung nicht den hohen Kosten entspricht. Komplett verdrehte Welt bzw. Wahrnehmung. Sicherlich waren die letzten 2 Jahre in der Liga schwierig. Sportlich könnte es teilweise erheblich besser laufen. Man blendet aber bewusst, die positiven Entwicklungen und Aspekte aus. Das macht eine Diskussion fast unmöglich.

Deswegen besten Dank für diese Einordnung, der ich zum Großteil folge.

Auch der Vergleich zu Frankfurt zeigt deutlich, welchen Aufwand man betreiben muss um überhaupt für eine kurze Zeit in den Sphären des BVB zu gelangen. Krösche wird vergöttert. Kehl als Laie verteufelt. Ich könnte mir vorstellen, dass es für die Eintracht mittelfristig sehr schwierig wird. Warten wir mal ab. Wir halten uns national und international seit Ewigkeiten auf höchsten Niveau, sind finanziell stabil und beides wie kaum ein zweiter Verein. Die Delle national werden wir bald hinter uns bringen. International konnten wir die Einnahmen signifikant erhöhen und unsere Reputation ebenfalls. Wirtschaftlich sind die neuen Verträge (Puma, Vodafone) Erfolge. Während die Personalkosten im Bereich der Inflation gemäßigt steigen. Wo gibt´s denn sowas? Die Bayern zahlen wie bescheuert um nicht abzuschmieren, RB zahlt mittlerweile fast auf unseren Niveau und kann nicht Ansatz die Erfolge verzeichnen (weder in Quantität, noch in der Qualität), wie der BVB.

Stattdessen wird hier das hohe Gehalt von Haller/Süle hervorgehoben und der nächste Plan geschmiedet, wie man einen günstigen Kaderspiel wie Özcan/Can loswerden kann. Nur noch verrückt. Wir benötigen diese breite, auch wenn die Spieler ihre Schwächen haben und manche nicht gerade wenig Kosten. Ein ähnlicher Ersatz würde nicht nur Kapital binden und nicht gerade niedrige Kosten verursachen. Außer man bedient sich in einen Regal, bei dem man nur enttäuscht werden kann. Wer kann sich noch dran erinnern wie man mit einen günstigen Sarr durch die Hinrunde "gestolpert" ist. Das kann wohl kaum der Anspruch sein.



Wenn man die ganze Zeit die Personalaufwandsquote wie eine goldene Monstranz vor sich her trägt, sollte man doch mal erklären was das überhaupt ist und warum sie bei uns so wichtig ist?

Warum ist sie denn im Fussball überhaupt an den Umsatz gekoppelt?
Wo doch der Fussball ganz andere Metriken hat die den Erfolg des "Unternehmen" zeigen.
Kein Fussballclub spielt für hohe Umsätze oder hohe Gewinne, sondern für hohen sportlichen Erfolg.

Wie entsteht eigentlich der Umsatz des BvBs und warum schaffen es Vereine mit deutlich niedrigerem Umsatz im Verhältnis höheren sportlichen Erfolg zu erreichen?

Kann das etwa damit zusammenhängen, dass Umsatz nicht gleich Umsatz bedeutet?
Dass ich meinen Umsatz erhöhen kann in dem ich Ausgaben erhöhe, mir das aber im Endeffekt keine sonderlich große Gewinnsteigerung abwirft sondern lediglich auf beiden Seiten der Gleichung meine Zahlen größer aussehen lassen?

Und warum ist es dann so toll, wenn die Personalaufwandsquote so niedrig ist im Verhältnis zu einem aufgeblähten Umsatz?

Wo andere Vereine mit niedrigeren Personalaufwand = ganze Zahl, nicht Quote, mehr Erfolg haben?

Wieso zahlen wir 270 Millionen an unser Personal?
Und welcher Anteil dieses Personals hat wirklich maßgeblich Einfluss daran ob man am Ende des Jahres finanziell gut dasteht und sportlich gut dasteht und wie weit bedingt sich das gegenseitig?

Die DFL Zahlen sind ja wieder da, wie jedes Jahr leider erst mit der Lizenzvergabe für die neue Saison, die Zahlen aus von vor 2 Jahren. Weil für alle BvB-Begeisterten schon wieder viel zu viel passiert ist um rückwirkend mal die Konkurrenz mit der BVB-Arbeit zu vergleichen wird da hier auf diesem Thread leider nur selten eingegangen.

Aber wenn man von Finanzen redet, dann muss man bei einem Fussballverein wohl oder übel darüber reden wie dieses Geld in sportlichen Erfolg reinvestiert wird.

Und bei Personalaufwandsquote hin oder her, landet man immer wieder bei der Bewertung von Spielern, Potential, Leistung, Gehalt und Wiederverkaufswert.

Und da macht der BvB mit seinen Finanzen einiges falsch und hat deutlich Luft nach oben.
Das kann man einfach mal so anerkennen.

Wer die reinen Zahlen aus Sponsoring, Championsleague etc. kennt, weiß um den Vorteil, den wir seit 15 Jahren gegenüber der Konkurrenz in der Bundesliga haben.
Wer die Zahlen der Konkurrenz in der Liga kennt, und da verweise ich gerne nochmal auf die DFL,
dem ist bewusst, 57 Punkte Platz 4., 63 Punkte Platz 5 etc. ist keine gute Arbeit.
Umsatz hin oder her, Quote in Relation zum Umsatz hin oder her.

Am Ende zählen die Tatsachen.
Leverkusen Double, Stuttgart Pokalsieger, Neapel Meister, mit Umsätzen die nicht vergleichbar sind mit dem BvB und Personalkosten die nicht Vergleichbar sind mit dem BVB.

Und wenn Umsätze das Bild so verzerren, dann ist doch eigentlich auch die Personalaufwandsquote die angeblich so toll ist, am Ende eventuell auch nur verzerrt?

Und wieso wird sie dann hier immer als be-all und end-all für die tolle Arbeit des BvBs hergenommen?
BVB - Finanzen |#790
03.07.2025 - 14:49 Uhr
Zitat von MAB09
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Warum ist sie denn im Fussball überhaupt an den Umsatz gekoppelt?
Wo doch der Fussball ganz andere Metriken hat die den Erfolg des "Unternehmen" zeigen.
Kein Fussballclub spielt für hohe Umsätze oder hohe Gewinne, sondern für hohen sportlichen Erfolg.


Borussia Dortmund ist ein mittelständisches Unternehmen, was völlig normal wirtschaftlichen Logiken folgt. Das ist wirklich sehr einfach. Du unterscheidest zwischen hohen sportl Erfolg und hohem Umsatz, das macht von vorn bis hinten aber keinen Sinn, denn sportl Erfolg bringt eben diese hohen Umsätze, beides bedingt einander. Und wenn das dann von den Kosten günstig ist, ist der Erfolg am ganz langen Ende nachhaltig. Irgendwelche einzelnen Jahre mit schlechterer Performance haben mit dieser Aussage nix zu tun.

BVB hat einen extrem großen Umsatzschub erfahren, weil sie sportl enorm erfolgreich waren. 2023/24 ist BVB mit dem Erreichen des CL Finales die erfolgreichste dt Mannschaft in der Champions League überhaupt, genau das brachte eklatant hohe Umsätze. Die Erfolge in der CL brachten dann auch noch die Klub WM, was wiederum eklatante Umsätze brachte. 2024/25 ist BVB mit dem Erreichen des CL Viertelfinales wiederum die erfolgreichste Mannschaft im Wettbewerb (holten mehr Pkt in der Ligaphase) und jetzt bei der Klub WM wieder die erfolgreichste.

Rein wirtschaftlich (hallo, darum geht es hier!!!) ist es natürlich viiiiel besser Platz 4 zu erreichen und in der CL erfolgreich, statt Platz 2 und in der CL direkt Feierabend.
BVB wurde mit dem super teurem Trainer Marco Rose Vizemeister, in der CL hat er in einer eher leichten Gruppe versagt. Folglich war es wirtschaftlich ein eher schwaches Jahr, Trainer Entlassung war dann auch noch teuer. Danach kamen Billig Trainer und die waren samt und sonders "erfolgreicher". als Marco Rose. Also was sportl Erfolge für die Finanzen angeht, nur um die geht es hier.

Zudem geht es nicht nur um kurzfristige sportl Erfolge, die klare Umsatzsprünge bringen, sondern um LANGFRISTIG stabile Erfolge. Da ist mit gaaaaanz weiten Abstand keine einzige Mannschaft hinter Bayern so erfolgreich wie Borussia Dortmund.

Wenn Borussia Dortmund diese Saison die CL verpasst hätte, hätten sie einen höheren Umsatz als in jedem Vor-Coronajahr gehabt. Der Umsatz ist Jahr für Jahr gestiegen, weil man jahrelang immer CL gespielt hat, im krassen Gegensatz zu allen anderen Vereinen hinter Bayern.

BVB bekam von Puma oder Vodafone nicht deswegen extrem werthaltige langfristige Verträge, weil sie jetzt gerade mal ganz gut spielten, so wie Frankfurt oder letztes Jahr Stuttgart, sondern weil sie das extrem lange durchgehend machten.
Nenne mir mal in Europa die Vereine, die seit 2012 durchgehend nicht nur immer international spielten, sondern auch immer international überwinterten!!

Die letzten beiden Jahre, wo BVB nicht international überwinterte waren die Meisterjahre 2010/11 und 2011/12 so viel dazu.

wenn der Vizemeister der Saison 2010/11 Leverkusen, danach jedes Jahr CL gespielt hätte und immer international überwintert hätte, stünden sie jetzt brutal besser da, als jetzt, wo sie in einer Jahrhundertsaison Meister wurden.
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