BVB - Finanzen
28.01.2014 - 10:06 Uhr
03.07.2025 - 22:00 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
dass der Verein die Priorität auf das sportliche Abschneiden legt und nicht das wirtschaftliche.
dass der Verein die Priorität auf das sportliche Abschneiden legt und nicht das wirtschaftliche.
nein, eben nicht. Der Verein bewertet sportl Erfolge in der Champions League und Klub WM als sowohl sportl als auch wirtschaftlichen Erfolg. Beides bedingt einander. Du hingegen bewertest einen Pokalsieg oder Platz 2 statt 4 als Erfolg, das ist Deine Sache und kannste auch gern weiterhin so handhaben.
Es geht aber nicht um Deine oder meine Meinung, sondern darum, nachvollziehen zu können, warum sich der Verein sehr offensichtlich so verhält wie er es tut. Ich kann das definitiv sehr gut nachvollziehen. BVB hat aufgrund der klaren sportl Erfolge in Champions League und Klub WM jetzt hervorragende Möglichkeiten im Sommertransferfenster und gilt daher bei den Buchmachern als leichter Favorit auf die Vizemeisterschaft.
wenn ich eine Prognose abgeben müsste wer von den vielen Vereinen hinter Bayern in den nächsten 5-10 Jahren am häufigsten die CL Qualifikation schaffen könnte, wäre BVB für mich glasklarer Favorit. Wenn Billigtrainer Kovac versagt, wird er halt entlassen. Kostenpunkt 3 Mio o.ä. so what. Danach wird Kehl, Ricken usw entlassen, genau wie bei den Bayern mit den vielen Entlassungen bei kurzfristigen sportl Enttäuschungen. Die langjährigen sportl Erfolge stehen aber hier wie da auf einem gänzlich anderem Blatt. Zwischen BVB und Frankfurt, Stuttgart liegen Welten. Eben weil irgendwelche Pokalsiege gut fürs Fangemüt sind, aber nicht wirklich zum langfristigem Abschneiden beitragen, dazu sind derartige sportl Erfolge viel zu bedeutungslos
04.07.2025 - 02:09 Uhr
Was ganz interessant zu dem Thema Finanzen ist wenn man sich mal die Kostenstrukturen der öffentlich verfügbaren Gewinn und Verlustrechnungen der anderen Vereine anschaut. Bei Substack schreibt der Swissramble Artikel zu eigentlich jedem Verein und ermöglicht das vergleichen zwischen den jeweiligen Vereinen. Von aus den besagten Artikeln habe ich die Zahlen übernommen.
Was dann schließlich auffällt ist das man im Internationalen Vergleich signifikant höhere Betriebskosten hat. Zu erwähnen ist das die Englischen Zahlen in Pfund sind und man diese mit dem Faktor 1.15 in Euro umrechnen muss. Ich habe das aber nur beim Verweis auf die durchschnitte gemacht. Und beim FC Barcelona haben die Zahlen die ich gefunden habe keinen Sinn (bzw. ich habe sie nicht verstanden) gemacht sodass ich sie weggelassen habe.
Verein | Other Expenses 23/24 |Prozentualer Anteil vom Turnover | Other Expenses 22/23
BVB | 199.5 | 38,3% | 138.1 (Vorjahr ohne CL Finale 32.5%)
Atletico Madrid | 99.6 | 25.2% | 90.3
Man U | 149.4 | 22.6% | 163.2
Real | 425 | 39.6% | 306 (Vorjahr ohne CL Finale 36.3%)
Bayern | 273.5 | 35.7% | 180.7
Tottenham | 159.3 | 30.2% | 167.5
PSG | 213.9 | 26.5% | 182.2
Arsenal | 146.2 | 23.8% | 111.7
Fullham | 36.4 | 20% | 30.8
AS Rom| 117.3 | 46.2% | 114.8
AC Mailand | 143.6 | 35.1% | 134.2
Inter | 123.3 | 30.3% | 115.4
Benfica | 88.3 | 49.3% | 83,5
Liverpool | 167.1 | 27.2% | 136.9
Juventus | 135.6 | 36.4% | 144.7 (Vorjahr mit CL 31.5%)
Everton | 44.3 | 23.7% | 45
Newcastle | 67.8 | 21.2% | 40.1
West Ham | 60.2 | 22.3% | 47.4
City | 189.7 | 26.5% | 173.5
Chelsea | 138.9 | 29.6% | 138.9
Aston Villa | 71.3 | 25.6% | 66.4
Die folgenden Zahlen sind die der DFL und deshalb nicht so recht mit denen der UEFA zu vergleichen. Dort wird der BVB mit 181.8 Millionen aufgeführt allerdings ist die Zahl der UEFA 199.5 Millionen was sich aus den sonst. Aufwendungen und dem Materialaufwand zusammensetzt.
Heidenheim | 35.5
Frankfurt | 165.7
Stuttgart | 90
Schalke | 28.2
Pauli | 28.2
Leipzig | 141.9
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert. Woran das am Ende liegt konnte mir leider noch nie jemand gut genug erklären.
Schaut man auf die Prozentpunkte sind der FC Bayern (35.7%) und der BVB (38.3%) hier sehr relativ weit oben dabei. Der Durchschnitt der Englischen Big 6 liegt bei 26.65%, der durchschnitt der drei großen Italienischen Vereine (die jetzt nicht unbedingt toll geführt werden) 34%. Ansonsten sind noch Real (keine Ahnung warum), AS Rom (wird sehr schlecht geführt) und Benfica (wird nicht gut geführt und hat ein etwas anderes Geschäftsmodell) sehr hoch. Generell bereitet mir dieser Vergleich große Sorgen, weil ich nicht verstehe warum man selbst und der FCB hier so abgeschlagen sind.
Erklärungsversuche:
- Deutschland hat einen großen strukturellen Standortnachteil wenn es um die Betriebskosten im Profifußball geht
- die deutschen Vereine sind insgesamt in ihrer Größe unheimlich aufgebläht (Dortmund hat mehr Mitarbeiter als City oder Liverpool) und möglicherweise keine effizient geführten Unternehmen
- der E.V. ist ein gewaltiges Verlustgeschäft welches von den Profiabteilungen mit Millionensummen subventioniert wird
Vielleicht kennt sich jemand besser als ich mit dem ganzen aus und kann mir erklären was genau hier die Gründe für diese hohe Kostenposition ist. Ehrlichgesagt verstehe ich das nämlich nicht so wirklich, weil grade im Gedanken an London oder die anderen Großstädte (Madrid, Mailand, Paris) müssten die Kosten dort deutlich höher sein. Mal schauen wie die Zahlen für 24/25 aussehen werden (ich befürchte ähnlich/schlimmer) weil mit der Club WM ja wieder Rekordeinnahmen generieren wird. Ich persönlich würde jedenfalls bei dieser Zahl Ansätzen wollen
Was dann schließlich auffällt ist das man im Internationalen Vergleich signifikant höhere Betriebskosten hat. Zu erwähnen ist das die Englischen Zahlen in Pfund sind und man diese mit dem Faktor 1.15 in Euro umrechnen muss. Ich habe das aber nur beim Verweis auf die durchschnitte gemacht. Und beim FC Barcelona haben die Zahlen die ich gefunden habe keinen Sinn (bzw. ich habe sie nicht verstanden) gemacht sodass ich sie weggelassen habe.
Verein | Other Expenses 23/24 |Prozentualer Anteil vom Turnover | Other Expenses 22/23
BVB | 199.5 | 38,3% | 138.1 (Vorjahr ohne CL Finale 32.5%)
Atletico Madrid | 99.6 | 25.2% | 90.3
Man U | 149.4 | 22.6% | 163.2
Real | 425 | 39.6% | 306 (Vorjahr ohne CL Finale 36.3%)
Bayern | 273.5 | 35.7% | 180.7
Tottenham | 159.3 | 30.2% | 167.5
PSG | 213.9 | 26.5% | 182.2
Arsenal | 146.2 | 23.8% | 111.7
Fullham | 36.4 | 20% | 30.8
AS Rom| 117.3 | 46.2% | 114.8
AC Mailand | 143.6 | 35.1% | 134.2
Inter | 123.3 | 30.3% | 115.4
Benfica | 88.3 | 49.3% | 83,5
Liverpool | 167.1 | 27.2% | 136.9
Juventus | 135.6 | 36.4% | 144.7 (Vorjahr mit CL 31.5%)
Everton | 44.3 | 23.7% | 45
Newcastle | 67.8 | 21.2% | 40.1
West Ham | 60.2 | 22.3% | 47.4
City | 189.7 | 26.5% | 173.5
Chelsea | 138.9 | 29.6% | 138.9
Aston Villa | 71.3 | 25.6% | 66.4
Die folgenden Zahlen sind die der DFL und deshalb nicht so recht mit denen der UEFA zu vergleichen. Dort wird der BVB mit 181.8 Millionen aufgeführt allerdings ist die Zahl der UEFA 199.5 Millionen was sich aus den sonst. Aufwendungen und dem Materialaufwand zusammensetzt.
Heidenheim | 35.5
Frankfurt | 165.7
Stuttgart | 90
Schalke | 28.2
Pauli | 28.2
Leipzig | 141.9
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert. Woran das am Ende liegt konnte mir leider noch nie jemand gut genug erklären.
Schaut man auf die Prozentpunkte sind der FC Bayern (35.7%) und der BVB (38.3%) hier sehr relativ weit oben dabei. Der Durchschnitt der Englischen Big 6 liegt bei 26.65%, der durchschnitt der drei großen Italienischen Vereine (die jetzt nicht unbedingt toll geführt werden) 34%. Ansonsten sind noch Real (keine Ahnung warum), AS Rom (wird sehr schlecht geführt) und Benfica (wird nicht gut geführt und hat ein etwas anderes Geschäftsmodell) sehr hoch. Generell bereitet mir dieser Vergleich große Sorgen, weil ich nicht verstehe warum man selbst und der FCB hier so abgeschlagen sind.
Erklärungsversuche:
- Deutschland hat einen großen strukturellen Standortnachteil wenn es um die Betriebskosten im Profifußball geht
- die deutschen Vereine sind insgesamt in ihrer Größe unheimlich aufgebläht (Dortmund hat mehr Mitarbeiter als City oder Liverpool) und möglicherweise keine effizient geführten Unternehmen
- der E.V. ist ein gewaltiges Verlustgeschäft welches von den Profiabteilungen mit Millionensummen subventioniert wird
Vielleicht kennt sich jemand besser als ich mit dem ganzen aus und kann mir erklären was genau hier die Gründe für diese hohe Kostenposition ist. Ehrlichgesagt verstehe ich das nämlich nicht so wirklich, weil grade im Gedanken an London oder die anderen Großstädte (Madrid, Mailand, Paris) müssten die Kosten dort deutlich höher sein. Mal schauen wie die Zahlen für 24/25 aussehen werden (ich befürchte ähnlich/schlimmer) weil mit der Club WM ja wieder Rekordeinnahmen generieren wird. Ich persönlich würde jedenfalls bei dieser Zahl Ansätzen wollen
04.07.2025 - 06:36 Uhr
Zitat von Circial
Was ganz interessant zu dem Thema Finanzen ist wenn man sich mal die Kostenstrukturen der öffentlich verfügbaren Gewinn und Verlustrechnungen der anderen Vereine anschaut. Bei Substack schreibt der Swissramble Artikel zu eigentlich jedem Verein und ermöglicht das vergleichen zwischen den jeweiligen Vereinen. Von aus den besagten Artikeln habe ich die Zahlen übernommen.
Was dann schließlich auffällt ist das man im Internationalen Vergleich signifikant höhere Betriebskosten hat. Zu erwähnen ist das die Englischen Zahlen in Pfund sind und man diese mit dem Faktor 1.15 in Euro umrechnen muss. Ich habe das aber nur beim Verweis auf die durchschnitte gemacht. Und beim FC Barcelona haben die Zahlen die ich gefunden habe keinen Sinn (bzw. ich habe sie nicht verstanden) gemacht sodass ich sie weggelassen habe.
Verein | Other Expenses 23/24 |Prozentualer Anteil vom Turnover | Other Expenses 22/23
BVB | 199.5 | 38,3% | 138.1 (Vorjahr ohne CL Finale 32.5%)
Atletico Madrid | 99.6 | 25.2% | 90.3
Man U | 149.4 | 22.6% | 163.2
Real | 425 | 39.6% | 306 (Vorjahr ohne CL Finale 36.3%)
Bayern | 273.5 | 35.7% | 180.7
Tottenham | 159.3 | 30.2% | 167.5
PSG | 213.9 | 26.5% | 182.2
Arsenal | 146.2 | 23.8% | 111.7
Fullham | 36.4 | 20% | 30.8
AS Rom| 117.3 | 46.2% | 114.8
AC Mailand | 143.6 | 35.1% | 134.2
Inter | 123.3 | 30.3% | 115.4
Benfica | 88.3 | 49.3% | 83,5
Liverpool | 167.1 | 27.2% | 136.9
Juventus | 135.6 | 36.4% | 144.7 (Vorjahr mit CL 31.5%)
Everton | 44.3 | 23.7% | 45
Newcastle | 67.8 | 21.2% | 40.1
West Ham | 60.2 | 22.3% | 47.4
City | 189.7 | 26.5% | 173.5
Chelsea | 138.9 | 29.6% | 138.9
Aston Villa | 71.3 | 25.6% | 66.4
Die folgenden Zahlen sind die der DFL und deshalb nicht so recht mit denen der UEFA zu vergleichen. Dort wird der BVB mit 181.8 Millionen aufgeführt allerdings ist die Zahl der UEFA 199.5 Millionen was sich aus den sonst. Aufwendungen und dem Materialaufwand zusammensetzt.
Heidenheim | 35.5
Frankfurt | 165.7
Stuttgart | 90
Schalke | 28.2
Pauli | 28.2
Leipzig | 141.9
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert. Woran das am Ende liegt konnte mir leider noch nie jemand gut genug erklären.
Schaut man auf die Prozentpunkte sind der FC Bayern (35.7%) und der BVB (38.3%) hier sehr relativ weit oben dabei. Der Durchschnitt der Englischen Big 6 liegt bei 26.65%, der durchschnitt der drei großen Italienischen Vereine (die jetzt nicht unbedingt toll geführt werden) 34%. Ansonsten sind noch Real (keine Ahnung warum), AS Rom (wird sehr schlecht geführt) und Benfica (wird nicht gut geführt und hat ein etwas anderes Geschäftsmodell) sehr hoch. Generell bereitet mir dieser Vergleich große Sorgen, weil ich nicht verstehe warum man selbst und der FCB hier so abgeschlagen sind.
Erklärungsversuche:
- Deutschland hat einen großen strukturellen Standortnachteil wenn es um die Betriebskosten im Profifußball geht
- die deutschen Vereine sind insgesamt in ihrer Größe unheimlich aufgebläht (Dortmund hat mehr Mitarbeiter als City oder Liverpool) und möglicherweise keine effizient geführten Unternehmen
- der E.V. ist ein gewaltiges Verlustgeschäft welches von den Profiabteilungen mit Millionensummen subventioniert wird
Vielleicht kennt sich jemand besser als ich mit dem ganzen aus und kann mir erklären was genau hier die Gründe für diese hohe Kostenposition ist. Ehrlichgesagt verstehe ich das nämlich nicht so wirklich, weil grade im Gedanken an London oder die anderen Großstädte (Madrid, Mailand, Paris) müssten die Kosten dort deutlich höher sein. Mal schauen wie die Zahlen für 24/25 aussehen werden (ich befürchte ähnlich/schlimmer) weil mit der Club WM ja wieder Rekordeinnahmen generieren wird. Ich persönlich würde jedenfalls bei dieser Zahl Ansätzen wollen
Was ganz interessant zu dem Thema Finanzen ist wenn man sich mal die Kostenstrukturen der öffentlich verfügbaren Gewinn und Verlustrechnungen der anderen Vereine anschaut. Bei Substack schreibt der Swissramble Artikel zu eigentlich jedem Verein und ermöglicht das vergleichen zwischen den jeweiligen Vereinen. Von aus den besagten Artikeln habe ich die Zahlen übernommen.
Was dann schließlich auffällt ist das man im Internationalen Vergleich signifikant höhere Betriebskosten hat. Zu erwähnen ist das die Englischen Zahlen in Pfund sind und man diese mit dem Faktor 1.15 in Euro umrechnen muss. Ich habe das aber nur beim Verweis auf die durchschnitte gemacht. Und beim FC Barcelona haben die Zahlen die ich gefunden habe keinen Sinn (bzw. ich habe sie nicht verstanden) gemacht sodass ich sie weggelassen habe.
Verein | Other Expenses 23/24 |Prozentualer Anteil vom Turnover | Other Expenses 22/23
BVB | 199.5 | 38,3% | 138.1 (Vorjahr ohne CL Finale 32.5%)
Atletico Madrid | 99.6 | 25.2% | 90.3
Man U | 149.4 | 22.6% | 163.2
Real | 425 | 39.6% | 306 (Vorjahr ohne CL Finale 36.3%)
Bayern | 273.5 | 35.7% | 180.7
Tottenham | 159.3 | 30.2% | 167.5
PSG | 213.9 | 26.5% | 182.2
Arsenal | 146.2 | 23.8% | 111.7
Fullham | 36.4 | 20% | 30.8
AS Rom| 117.3 | 46.2% | 114.8
AC Mailand | 143.6 | 35.1% | 134.2
Inter | 123.3 | 30.3% | 115.4
Benfica | 88.3 | 49.3% | 83,5
Liverpool | 167.1 | 27.2% | 136.9
Juventus | 135.6 | 36.4% | 144.7 (Vorjahr mit CL 31.5%)
Everton | 44.3 | 23.7% | 45
Newcastle | 67.8 | 21.2% | 40.1
West Ham | 60.2 | 22.3% | 47.4
City | 189.7 | 26.5% | 173.5
Chelsea | 138.9 | 29.6% | 138.9
Aston Villa | 71.3 | 25.6% | 66.4
Die folgenden Zahlen sind die der DFL und deshalb nicht so recht mit denen der UEFA zu vergleichen. Dort wird der BVB mit 181.8 Millionen aufgeführt allerdings ist die Zahl der UEFA 199.5 Millionen was sich aus den sonst. Aufwendungen und dem Materialaufwand zusammensetzt.
Heidenheim | 35.5
Frankfurt | 165.7
Stuttgart | 90
Schalke | 28.2
Pauli | 28.2
Leipzig | 141.9
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert. Woran das am Ende liegt konnte mir leider noch nie jemand gut genug erklären.
Schaut man auf die Prozentpunkte sind der FC Bayern (35.7%) und der BVB (38.3%) hier sehr relativ weit oben dabei. Der Durchschnitt der Englischen Big 6 liegt bei 26.65%, der durchschnitt der drei großen Italienischen Vereine (die jetzt nicht unbedingt toll geführt werden) 34%. Ansonsten sind noch Real (keine Ahnung warum), AS Rom (wird sehr schlecht geführt) und Benfica (wird nicht gut geführt und hat ein etwas anderes Geschäftsmodell) sehr hoch. Generell bereitet mir dieser Vergleich große Sorgen, weil ich nicht verstehe warum man selbst und der FCB hier so abgeschlagen sind.
Erklärungsversuche:
- Deutschland hat einen großen strukturellen Standortnachteil wenn es um die Betriebskosten im Profifußball geht
- die deutschen Vereine sind insgesamt in ihrer Größe unheimlich aufgebläht (Dortmund hat mehr Mitarbeiter als City oder Liverpool) und möglicherweise keine effizient geführten Unternehmen
- der E.V. ist ein gewaltiges Verlustgeschäft welches von den Profiabteilungen mit Millionensummen subventioniert wird
Vielleicht kennt sich jemand besser als ich mit dem ganzen aus und kann mir erklären was genau hier die Gründe für diese hohe Kostenposition ist. Ehrlichgesagt verstehe ich das nämlich nicht so wirklich, weil grade im Gedanken an London oder die anderen Großstädte (Madrid, Mailand, Paris) müssten die Kosten dort deutlich höher sein. Mal schauen wie die Zahlen für 24/25 aussehen werden (ich befürchte ähnlich/schlimmer) weil mit der Club WM ja wieder Rekordeinnahmen generieren wird. Ich persönlich würde jedenfalls bei dieser Zahl Ansätzen wollen
Für die Analyse würde ich einmal auf Umsatzhöhe, dann auf opex Anteil und dann noch auf das Land schauen.
Grundsätzlich gilt: kostenfrei Umsatz wie Sponsoring großer Geldgeber und TV Verträge sind fantastisch. Umsatz für den man spielen, Stadion betreiben, reisen muss, kostet je Euro.
Dal liegt für mich der ganze Zauber. England hat enorm hohe Einnahmen, die kostenfrei kommen. Deutschland nicht, Italien nicht.
Eher scheint mir Atletico der Sonderfall zu sein, den man anschauen müsste. So wenig nachhaltig wie der Klub geführt wird, macht mich das aber nicht nervös, bzw. erwarte keine nutzbaren Erkenntnisse.
04.07.2025 - 09:03 Uhr
Zitat von Circial
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert.
Was einem im Internationalen Vergleich eigentlich sofort auffallen muss ist das die deutschen Vereine (BVB und FCB) hier extrem hohe Aufwendungen haben. Gemessen an der Clubgröße sind insbesondere die englischen Vereine hier um Welten voraus. Der Durchschnitt der englischen Big 6 liegt hier bei 158.4 Pfund (182.2 Mio €) und damit deutlich unter dem BVB. Im Vorjahr war man leicht unter den Engländern (148.6 Mio Pfund, 170.9 Mio €) allerdings würde ich den BVB schon als kleineren Verein bezeichnen. Schaut man auf andere Vereine in der Größenordnung des BVB (oder FC Bayern) liegen fällt auf das man hier mit Ausnahme von Real Madrid eine gewaltige Kostenposition hat mit die einen den Verein wie Fußfessel lähmt. Am Ende ist dann ja auch egal das man im internationalen Vergleich sehr gute Personalkostenquoten (@halbgott) hat, wenn das Geld alles in den sonstigen Aufwänden landet. Atletico Madrid schafft es sich die gleichen Personalkosten wie der BVB zu leisten obwohl man 125 Millionen Euro weniger Turnover generiert.
1. Bei Atletico Madrid ist die Kostenstruktur in vielerlei Hinsicht anders aufgebaut als etwa beim BVB oder den englischen Großklubs. Zunächst einmal besitzt Atletico das eigene Stadion, tatsächlich selbst, hat aber einen Großteil der Finanzierung über externe Investoren, Banken und Leasingmodelle abgewickelt. Das bedeutet: Viele der laufenden Kosten für Betrieb, Instandhaltung und sogar Teile der Infrastruktur werden entweder auf lange Sicht finanziert oder tauchen zum Teil unter anderen Bilanzposten auf, etwa als Abschreibungen oder Finanzaufwand, statt wie bei deutschen Klubs als direkte „Other Expenses“ (sonstige betriebliche Aufwendungen).
2. In Spanien (und bei Atletico im Besonderen) existieren viele Dienstleistungen rund um den Spieltag: Catering, Reinigung, Sicherheit, Ticketing, häufig outgesourct sind. Das heißt, externe Firmen betreiben diese Bereiche eigenverantwortlich und rechnen pauschal mit dem Verein ab. Diese Zahlungen erscheinen dann gebündelt, oft sogar unter anderen Posten oder als Dienstleistungsausgaben, nicht zwingend als klassische Betriebskosten. Dadurch wirkt die G+V schlanker.
3. die aggressive Nutzung von Finanzinstrumenten und Partnern spielt eine große Rolle. Atletico hat in den letzten Jahren mehrfach Anteile an Fonds verkauft, sogenannte „future income deals“ abgeschlossen (also künftige Einnahmen wie TV-Gelder oder Ticketverkäufe im Voraus an Investoren verkauft) und so kurzfristig große Summen eingenommen. Das verschafft dem Klub Spielraum bei Gehältern und Transfers, entlastet aber die laufende Bilanz, weil manche Kosten gar nicht mehr klassisch als Aufwand erscheinen, sondern als Tilgung oder als Einmalzahlung verbucht werden.
Dazu kommt, dass die spanischen Klubs ohnehin sehr flexibel bei der Bilanzierung sind und staatliche Unterstützung oder Steuervorteile teilweise in die Kalkulation einfließen. Während Dortmund seine kompletten Stadion-, Personal- und Spieltagskosten jährlich ausweist, kann Atletico einen Teil dieser Kosten verschieben, strecken oder umwidmen.
Deshalb kann Atletico sich mit einem deutlich niedrigeren Umsatz ähnlich hohe Personalkosten wie der BVB leisten, ohne dass die Betriebskosten explodieren. Sie priorisieren schlicht die Ausgaben für die Mannschaft, während vieles rund um den Spieltag oder die Infrastruktur anders verbucht oder finanziert wird. Auf dem Papier sieht das effizient aus, in der Realität ist es aber oft ein Spiel mit vielen „unsichtbaren“ Kosten, die an anderer Stelle wieder auftauchen.
Sie können sich so eine hohe Gehaltsstruktur also nur leisten, weil sie andere Betriebskosten systematisch auslagern, Bilanzposten verschieben und sich durch kreative Finanzierungsspielräume kurzfristig Luft verschaffen. Das ist natürlich kein nachhaltiges Modell für die Ewigkeit, was man ja an den absurden Schulden sieht. Das ist nichts anderes als riesiges kurzfristiges Bullshit-Bingo in meinen Augen, aber alle machen halt mit, hauptsache der Ball rollt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Coq-au-vin am 04.07.2025 um 09:08 Uhr bearbeitet
04.07.2025 - 10:43 Uhr
Ich fasse das mal zusammen: Du willst die sportl und finanziellen Erfolge der Dortmunder relativieren, indem Du darauf verweist, daß andere es besser machen würden. Da das bei One Hit Wonder Mannschaften wie Stuttgart eh nicht geht, die Erfolge der Frankfurter oder Leverkusener sehr wahrscheinlich auch nicht nachhaltig sind, die Situation bei RB Leipzig gerade jetzt endlos debakel ist, kommst Du hier mit den Bayern, um diese These zu untermauern.
Bayern hat so dermaßen irrsinnig viel mehr Geld, daß sie normalerweise jede Saison mit zweistelligem Vorsprung Meister werden müssten, jede Saison die erfolgreichste dt. CL Mannschaft sein müssten und im Pokal sowieso dominieren müssten ohne Ende.
Aber aufgrund wirklich schwerstwiegender Fehlentscheidung ist dem nicht so und zwar gar nicht:
Bayern ließ Lewandowski ziehen, weil er schon so alt wäre. Die Ablösesumme für diesen immer noch eklatant guten Spieler war ein Witz. Bayern dachte, man könne ohne Superstürmer in die Saison gehen. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt. Nur mit Glück und Zufall wurde man hauchzart Meister. Den Dortmundern wurde ein klarer Elfmeter gg Bochum verweigert. Das ist bei der endlos erdrückenden finanziellen Überlegenheit der Bayern einfach nicht gut, Punkt.
Danach gab es teuerste Entlassungen und ein Umschwenken in der Stürmerfrage. Harry Kane hatte nur noch ein Jahr Vertrag, aber Bayern hat fast 100 Mio (!!!) investiert, damit man wie eh und je die Bundesliga nach Belieben dominiert. Mit diesem extrem teuren Stürmer erreichte Bayern dann aber nur Platz 3, das ist die schlechteste Platzierung seit 14 Jahren. Ich würde mal behaupten, das hätten sie auch ohne Harry Kane geschafft, Bayern hat unfassbar viel Geld verbrannt und der sportl Erfolg blieb aus (für Bayern Verhältnisse natürlich).
In der Champions League hatte sich Bayern völlig unüblich in zahlreichen Spielen blamiert, zum Beispiel ein 0:3 gegen den krassen Außenseiter Feyenoord, weshalb Bayern die schlechteste Gruppenphase seit gefühlten Ewigkeiten spielte. Es reichte nur für die Play Offs, wo man aufgrund der schlechteren Platzierung als die Dortmund gg Paris St. Germain hätte spielen können, es war reines Losglück, sonst nix. In den Play Off Spielen gg den krassen Außenseiter Celtic Glasgow hatte Bayern sich dann fast blamiert. Am Ende ging das dann alles halbwegs gut, aber sorry, Glück gehabt ist eben alles andere als Überlegenheit.
Ich verfolge Fussball seit 1979. Daß Bayern im Pokal fünf Jahre (!!!) hintereinander sehr früh ausscheidet und sich dabei teilweise regelrecht blamiert, hatte es noch nicht mal ansatzweise gegeben. Man verlor gg den krassesten Außenseiter Saarbrücken, man wurde gg Gladbach bei einem 0:5 regelrecht hingerichtet, sowas gab es jahrzehntelang NIE. Punkt.
Bei Bayern würde sich die drückende finanzielle Überlegenheit völlig normal bei der sportl Überlegenheit spiegeln, ist kompletter Käse. Bayern hat ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert und die totale sportl Dominanz ist wieder auf Normalmaß gestutzt, also so wie in den 00er Jahren.
04.07.2025 - 11:15 Uhr
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
04.07.2025 - 13:17 Uhr
Zitat von St0ckf15h
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
Natürlich hat der User gänzlich unrecht, weil seine Prognose auf einer Unwahrheit basiert. Da markiert er einen Teil des Textes schwarz, hebt ihn dabei besonders hervor, weil das ein wichtiger Teil ist, und dann stimmt das vorne und hinten nicht. Dafür, dass er stets vorgibt, im Bereich Finanzen und Aktien über Expertisen zu verfügen, scheint er offensichtlich öffentlich einsehbare Bilanzen nicht zu lesen oder nicht verstehen zu können, denn wäre dem so, würde er nicht behaupten, dass Bayern "ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert hat". Da du ihm ja zuzustimmen scheinst, siehe "zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los", würde mich von euch beiden interessieren, wie ihr zu dieser Behauptung gelangt seid, nachdem ihr die letzten Bilanzen der Bayern durchgelesen habt.
Oder seid ihr jene, die einfach irgendetwas ungeprüft glauben, was irgendwelche Fußball-"Journalisten" behaupten?
Bayern möchte den Etat verringern, weil dort Spieler zu viel im Vergleich zu ihren erbrachten Leistungen verdienen und die Gehaltshygiene einfach nicht mehr passend ist, aber sie müssten nicht. Auch das sogenannte Festgeldkonto hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist nur einfach im Laufe der Jahre weniger wert geworden. Beispiel: Wenn ich mit einem Umsatz von 500 Mio auf dem Festgeldkonto 150 Mio liegen habe, zu einer Zeit, wo Spieler noch deutlich günstiger waren, man jetzt einen Umsatz von 900 Mio erzielt und auf dem Festgeldkonto 250 Mio liegen, dann ist der Wert zwar absolut höher, aber im Vergleich ist er weniger wert, weil eben auch die Spieler viel mehr Geld kosten, inkl. Beraterkosten und Gehalt etc., und das meinten die Verantwortlichen der Bayern und nicht, dass das Geld faktisch dort weniger geworden ist, denn das ist es nicht. Wäre dem so, würde man das in der Bilanz sehen.
Das hat aber alles überhaupt nichts mit den Finanzen der Bayern gemein, aber zeigt auf, wie sinnvoll Aussagen gewisser User sind und ob sich Diskussionen überhaupt erst lohnen. Beim BVB ist alles super und bei Bayern geht die Welt unter. Bei ihm wie beim Thema Aktien, dasselbe Spiel. Fragt man nach Fakten für seine Behauptungen, kommt nichts und er lenkt, wie gesehen, damit ab, dass man angeblich das Thema verfehlen würde, obwohl eindeutig eine Korrelation und Kausalität zwischen sportlichem Erfolg und unternehmerischer Finanzkraft besteht.
Kein Laie würde behaupten, dass Bayern auf dem Weg zurück in die 0er-Jahre ist. Warum der User das macht und gleichwohl über den BVB eine deutlich positiver Prognose abgibt, weiß er wohl selbst nicht, aber es würde mich brennend interessieren.
Der BVB steht auf soliden Füßen, aber benötigt Stabilität und Aufschwung im sportlichen Bereich, um wirtschaftlich weiter so gut dastehen zu können. Das ist meine Aussage und dies ist durch diverse Argumente sinnvoll in Zusammenhang zu bringen.
Dass er zudem bestreitet, dass das vorrangige Ziel vom BVB der sportliche Erfolg ist, sagt dann endgültig, wo wir uns hier befinden.
04.07.2025 - 14:31 Uhr
Zitat von NullNeun
Stimmte dir zu uns fragte mich nach diesem letzten Satz dennoch, ob die Antwort „im FCB-Finanzen-Thread“ lauten könnte. 😅
Zitat von 3-Ecken-Elfer
…sagt dann endgültig, wo wir uns hier befinden.
Zitat von St0ckf15h
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
…sagt dann endgültig, wo wir uns hier befinden.
Stimmte dir zu uns fragte mich nach diesem letzten Satz dennoch, ob die Antwort „im FCB-Finanzen-Thread“ lauten könnte. 😅
Naja, ich kann irgendwo schon verstehen, wie man im Laufe einer Diskussion über die Finanzen des zweitstärksten Verein in Deutschland auf Bayern kommen kann. Wie sinnvoll ein folgender Vergleich aber dann ist, darf jeder für sich bewerten, und eben auch, welche Prognosen man in Bezug auf die Finanzen und sportliche Voraussetzungen man abgibt. Wenn man das aber macht, dann sollte man eben nicht nur die Bilanzen und die Finanzkraft des einen, eigenen Vereins im Detail durchleuchten und folgend zur Meinungsbildung verwenden, sondern auch die des anderen. Das ist aber offensichtlich aber nicht geschehen, weshalb es dann auch zu völlig falschen und unseriösen Prognosen kommt. Jemand, der im Finanzsektor tätig bzw. unterwegs ist, der handelt so nicht.
Wie @Circial es auch bereits angerissen hat, ist das allein durch eine oberflächliche Betrachtung auszuschließen, was die beiden User behauptet haben. Wie unterschiedlich dann auch solche Aussagen zu bewerten sind, wir deutlich, wenn man betrachtet, wie @Circial agiert, nämlich in der Form bzw. Art und Weise, in dem er stets Zahlen aus den Bilanzen bzw. zuweilen auch Schätzung basierend auf anderen Zahlen verwendet, weil das eben seriös ist, denn es kann jeder irgendetwas behaupten. Problematisch wird es dann aber nicht selten, weil das von anderen geglaubt wird, weil die noch weniger in der Materie stecken, weshalb ich es für richtig und wichtig erachte, aufzuzeigen, wenn jemand, man muss es so nennen, Unsinn, Unwahrheiten erzählt und verbreitet.
Bayern ist der Ligaprimus, den gilt es zu schlagen, weshalb er verständlicherweise zuweilen als Reverenz genommen wird. Es werden auch die Zahlen der restlichen Konkurrenten herangezogen werden müssen, um stets evaluieren zu können, wie der BVB im Vergleich abschneidet bzw. dasteht, und da ist es dann wenig verwunderlich, dass die davor bereits genannten Vereine wie Frankfurt, Leverkusen oder Stuttgart wachsen. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass der BVB da unmittelbar Gefahr läuft, wirtschaftliche Konkurrenz zu bekommen, aber das sportliche Abschneiden inkl. des wiederholten Risikos, die CL nicht zu erreichen, verdeutlicht, dass man schleunigst zusehen sollte, sich wieder zu raffen, den sichtbare Abwärtstrend zu stoppen, sich wieder auf gewisse Tugenden, z. B. hinsichtlich der Transferstrategien und generellen sportlichen Ausrichtung, zu besinnen. Schuster bleib bei deinen Leisten, ist eben manchmal doch ein nicht so schlechter Ratgeber.
Es ist also, ich wiederhole mich da gerne, eminent wichtig, dass einen klaren Weg verfolgt, denn nur dann kann nachhaltig etwas entstehen, sprich: Ausrichtung festlegen und vorgeben, Trainer und Kader passend dazu verpflichten und strategisch vorgehen, um wieder mehr Stabilität zu erlangen, damit man eben nicht erneut hinsichtlich der Finanzen bangen muss, in dem man Gefahr läuft, die sportlichen Ziele zu gefährden und potenziell sogar nicht zu erreichen.
Wie erwähnt, waren der 5. und der 4. Platz eigentlich Warnung genug und man hat das Recht glücklich zu sein, die CL erneut erreicht zu haben, weil jedem bewusst sein dürfte, wie wichtig das ist und welche Folgen ein Nichterreichen hätte.
Ich kann jetzt also die wirtschaftliche Situation gut reden, eine Prognose abgeben, dass man sich wirtschaftlich und sportlich auf einem guten Weg befindet, während die Konkurrenz dort schwächelt, es also für die Zukunft rosig aussieht. Nur, wie realistisch ist das denn? Wie sinnvoll wäre es denn, wenn man jetzt auch sportlich einfach so weitermacht wie bisher und glaubt, das würde schon von alleine wieder besser werden, weil die Konkurrenz schwächeln wird?
Noch sehen die Finanzen solide aus. Dass man aber da stets an gewissen Limits agiert hat, hat ja z. B. gezeigt, dass Verträge jetzt erfolgsorientierter abgeschlossen werden, dass man eben auf gewisse Dinge achten muss. Dass nach wie vor Transfers zur Querfinanzierung benötigt werden, dass seit Jahren der Fall ist, ist auch ein Teil der Wahrheit, der per se nicht schlimm ist, sondern stets auch ein Teil der Strategie war, aber welche Risiken das potenziell mitbringt bzw. mitbringen kann, wird ersichtlich, wenn man einen Blick auf den Kader wirft, wenn man schaut, welche Spieler ein gewisses Alter erreicht haben, welche Einnahmen generiert werden könnten bzw. zu erwarten ist und was für Ersatz bzw. Verbesserung des Kaders investiert werden muss.
Man muss, und dabei bleibe ich, weil das für mich nicht diskutabel, weil selbsterklärend, ist, die Finanzen, die Wirtschaftlichkeit direkt im Zusammenhang mit dem sportlichen Abschneiden bringen.
04.07.2025 - 15:12 Uhr
Zitat von halbgott
Nirgends schreibe ich beim BVB wäre alles toll. Überhaupt nicht. Einige Dinge sind definitiv suboptimal gelaufen, aber genauso geht es den Bayern. Leipzig und Stuttgart sowieso. Und dies wäre völlig normal, schrieb ich.
Es sind nicht irgendwelche Fussballjournalisten, die sich zum Thema Festgeldkonto äußern, sondern Eberl himself. Du sprichst von einem Festgeldkonto der Bayern bei 250 Mio, Du hast anscheinend keine einzige Quelle gelesen? Einen Wirtz Transfer könne sich Bayern nicht leisten, ohne einen Kredit aufzunehmen oder eine Kapitalerhöhung zu machen. Unzählige Quellen dazu. Und nein, es sind nicht irgendwelche Fussballjournalisten, die keine Ahnung haben.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Natürlich hat der User gänzlich unrecht, weil seine Prognose auf einer Unwahrheit basiert. Da markiert er einen Teil des Textes schwarz, hebt ihn dabei besonders hervor, weil das ein wichtiger Teil ist, und dann stimmt das vorne und hinten nicht. Dafür, dass er stets vorgibt, im Bereich Finanzen und Aktien über Expertisen zu verfügen, scheint er offensichtlich öffentlich einsehbare Bilanzen nicht zu lesen oder nicht verstehen zu können, denn wäre dem so, würde er nicht behaupten, dass Bayern "ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert hat". Da du ihm ja zuzustimmen scheinst, siehe "zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los", würde mich von euch beiden interessieren, wie ihr zu dieser Behauptung gelangt seid, nachdem ihr die letzten Bilanzen der Bayern durchgelesen habt.
Oder seid ihr jene, die einfach irgendetwas ungeprüft glauben, was irgendwelche Fußball-"Journalisten" behaupten?
Bayern möchte den Etat verringern, weil dort Spieler zu viel im Vergleich zu ihren erbrachten Leistungen verdienen und die Gehaltshygiene einfach nicht mehr passend ist, aber sie müssten nicht. Auch das sogenannte Festgeldkonto hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist nur einfach im Laufe der Jahre weniger wert geworden. Beispiel: Wenn ich mit einem Umsatz von 500 Mio auf dem Festgeldkonto 150 Mio liegen habe, zu einer Zeit, wo Spieler noch deutlich günstiger waren, man jetzt einen Umsatz von 900 Mio erzielt und auf dem Festgeldkonto 250 Mio liegen, dann ist der Wert zwar absolut höher, aber im Vergleich ist er weniger wert, weil eben auch die Spieler viel mehr Geld kosten, inkl. Beraterkosten und Gehalt etc., und das meinten die Verantwortlichen der Bayern und nicht, dass das Geld faktisch dort weniger geworden ist, denn das ist es nicht. Wäre dem so, würde man das in der Bilanz sehen.
Das hat aber alles überhaupt nichts mit den Finanzen der Bayern gemein, aber zeigt auf, wie sinnvoll Aussagen gewisser User sind und ob sich Diskussionen überhaupt erst lohnen. Beim BVB ist alles super und bei Bayern geht die Welt unter. Bei ihm wie beim Thema Aktien, dasselbe Spiel. Fragt man nach Fakten für seine Behauptungen, kommt nichts und er lenkt, wie gesehen, damit ab, dass man angeblich das Thema verfehlen würde, obwohl eindeutig eine Korrelation und Kausalität zwischen sportlichem Erfolg und unternehmerischer Finanzkraft besteht.
Kein Laie würde behaupten, dass Bayern auf dem Weg zurück in die 0er-Jahre ist. Warum der User das macht und gleichwohl über den BVB eine deutlich positiver Prognose abgibt, weiß er wohl selbst nicht, aber es würde mich brennend interessieren.
Der BVB steht auf soliden Füßen, aber benötigt Stabilität und Aufschwung im sportlichen Bereich, um wirtschaftlich weiter so gut dastehen zu können. Das ist meine Aussage und dies ist durch diverse Argumente sinnvoll in Zusammenhang zu bringen.
Dass er zudem bestreitet, dass das vorrangige Ziel vom BVB der sportliche Erfolg ist, sagt dann endgültig, wo wir uns hier befinden.
Zitat von St0ckf15h
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
So ganz unrecht hat halbgott da aber nicht, zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los, und denke da war auch die Situation 22/23 entscheidend dafür.
Als bezeichnender finde ich aber, dass wie man jetzt sieht, auch die Bayern nicht mehr festlegen wer zu ihnen kommt, sondern eine Absage nach der anderen einfahren - Von Wirtz, von Williams, von anderen Clubs - bisher war es ja eher so, wen Bayern wollte, den hat Bayern auch bekommen, im Zweifel sogar ablösefrei.
Zeigt sich diesen Sommer halt nochmals besonders, aber auch einen Sancho haben sie nicht gekriegt, ebenso wie einen Haaland, wie Jude oder Gittens jetzt (der ja auch unter ferner liefen für die Sane-Nachfolge angedacht war).
Jetzt scheint aber schon viel Geld allein nicht mehr zu reichen, um diejenigen zu verpflichten, welche man für die Zukunft gerne hätte.
Klar, Kader ist aktuell noch weit vor jedem Verfolger, aber auch der beste Kader braucht regelmäßige Auffrischung und Pflege, um nicht zu erodieren.
Natürlich hat der User gänzlich unrecht, weil seine Prognose auf einer Unwahrheit basiert. Da markiert er einen Teil des Textes schwarz, hebt ihn dabei besonders hervor, weil das ein wichtiger Teil ist, und dann stimmt das vorne und hinten nicht. Dafür, dass er stets vorgibt, im Bereich Finanzen und Aktien über Expertisen zu verfügen, scheint er offensichtlich öffentlich einsehbare Bilanzen nicht zu lesen oder nicht verstehen zu können, denn wäre dem so, würde er nicht behaupten, dass Bayern "ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert hat". Da du ihm ja zuzustimmen scheinst, siehe "zumindest ihren Notgroschen sind sie jetzt los", würde mich von euch beiden interessieren, wie ihr zu dieser Behauptung gelangt seid, nachdem ihr die letzten Bilanzen der Bayern durchgelesen habt.
Oder seid ihr jene, die einfach irgendetwas ungeprüft glauben, was irgendwelche Fußball-"Journalisten" behaupten?
Bayern möchte den Etat verringern, weil dort Spieler zu viel im Vergleich zu ihren erbrachten Leistungen verdienen und die Gehaltshygiene einfach nicht mehr passend ist, aber sie müssten nicht. Auch das sogenannte Festgeldkonto hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist nur einfach im Laufe der Jahre weniger wert geworden. Beispiel: Wenn ich mit einem Umsatz von 500 Mio auf dem Festgeldkonto 150 Mio liegen habe, zu einer Zeit, wo Spieler noch deutlich günstiger waren, man jetzt einen Umsatz von 900 Mio erzielt und auf dem Festgeldkonto 250 Mio liegen, dann ist der Wert zwar absolut höher, aber im Vergleich ist er weniger wert, weil eben auch die Spieler viel mehr Geld kosten, inkl. Beraterkosten und Gehalt etc., und das meinten die Verantwortlichen der Bayern und nicht, dass das Geld faktisch dort weniger geworden ist, denn das ist es nicht. Wäre dem so, würde man das in der Bilanz sehen.
Das hat aber alles überhaupt nichts mit den Finanzen der Bayern gemein, aber zeigt auf, wie sinnvoll Aussagen gewisser User sind und ob sich Diskussionen überhaupt erst lohnen. Beim BVB ist alles super und bei Bayern geht die Welt unter. Bei ihm wie beim Thema Aktien, dasselbe Spiel. Fragt man nach Fakten für seine Behauptungen, kommt nichts und er lenkt, wie gesehen, damit ab, dass man angeblich das Thema verfehlen würde, obwohl eindeutig eine Korrelation und Kausalität zwischen sportlichem Erfolg und unternehmerischer Finanzkraft besteht.
Kein Laie würde behaupten, dass Bayern auf dem Weg zurück in die 0er-Jahre ist. Warum der User das macht und gleichwohl über den BVB eine deutlich positiver Prognose abgibt, weiß er wohl selbst nicht, aber es würde mich brennend interessieren.
Der BVB steht auf soliden Füßen, aber benötigt Stabilität und Aufschwung im sportlichen Bereich, um wirtschaftlich weiter so gut dastehen zu können. Das ist meine Aussage und dies ist durch diverse Argumente sinnvoll in Zusammenhang zu bringen.
Dass er zudem bestreitet, dass das vorrangige Ziel vom BVB der sportliche Erfolg ist, sagt dann endgültig, wo wir uns hier befinden.
Nirgends schreibe ich beim BVB wäre alles toll. Überhaupt nicht. Einige Dinge sind definitiv suboptimal gelaufen, aber genauso geht es den Bayern. Leipzig und Stuttgart sowieso. Und dies wäre völlig normal, schrieb ich.
Es sind nicht irgendwelche Fussballjournalisten, die sich zum Thema Festgeldkonto äußern, sondern Eberl himself. Du sprichst von einem Festgeldkonto der Bayern bei 250 Mio, Du hast anscheinend keine einzige Quelle gelesen? Einen Wirtz Transfer könne sich Bayern nicht leisten, ohne einen Kredit aufzunehmen oder eine Kapitalerhöhung zu machen. Unzählige Quellen dazu. Und nein, es sind nicht irgendwelche Fussballjournalisten, die keine Ahnung haben.
Zumindest gibst du durch diesen Beitrag zu, wie du zu dieser Meinung gelangt bist und da lag ich mit meiner Vermutung genau richtig.
Es ist diesbezüglich nicht relevant, was Eberl sagt, sondern was die faktischen, reellen Zahlen sagen, die, ich wiederhole mich, für jeden öffentlich einsehbar sind. Allein eine kurze Suche mit "letzter Jahresbericht Bayern München" oder "Bilanz JHV 24 Bayern München" hätte dir unmittelbar weiter geholfen. Da hättest du auch Aussagen des Finanzvorstandes gelesen, die dieser da getätigt hat. Dieser hat auch im Zuge der Wirtz-Causa sich dazu geäußert.
Entsprechend muss ich keine Quellen lesen, sondern berufe mich auf die offizielle Bilanz der Bayern, sowie ich mich bei anderen Vereinen auch darauf berufe, weil Zahlen nicht lügen, während so mancher Verantwortlicher gerne etwas sagt, was ihm zuweilen gelegen kommt. Bayern wollte Wirtz, wollte sicherlich den Preis drücken. Da sagt und wiederholt man sich sicher nicht und spricht von Rekordzahlen, von der schwarzen Null, die man seit zig Jahren erreicht, davon, dass man selbst während der Pandemie Gewinne erzielen konnte, weil das einfach kontraproduktiv wäre. Dreesen, als ehemaliger Finanzvorstand, und der aktuelle Diederich sind genau so wenig ein Anfänger, wie das Treß ist. Und es ist auch relativ wenig von Belang, was Ricken, Kehl und Watzke äußern, wenn es um Finanzen geht, gerade im Zusammenhang mit Transfers, weil doch auch klar ersichtlich ist, welche Ziele dort erzielt werden sollen. Relevant ist und bleiben die Zahlen aus den Bilanzen und die sind beim BVB und den Bayern eindeutig.
Eigenkapital in Höhe von 571 Mio, eine Eigenkapitalquote von 55%, operative Einnahmen weiter mit einem Wachstum von 8%, Umlaufvermögen 478 Mio. Das sind ein paar Kennzahlen, die für jeden, der da ein wenig firm ist, entsprechend eingeordnet werden können.
Es bleibt halt einfach Unsinn, was du behauptet hast und deshalb hast du deine Prognose auf falschem Wissen aufgebaut. Sowohl die Bayern als auch der BVB haben für ihre Verhältnisse über die Jahre ein wirtschaftliches Fundament bilden können, was für die nachfolgenden Vereine nur sehr schwer bis gar nicht erreichbar sein wird, was zur Folge hat, dass beide sich in einem Zustand befinden, der, sollte es nicht zu sehr schwerwiegenden Verfehlungen kommen, die aktuell nicht absehbar sind, das darstellt, was man gerne als "to big to fail" nennt. Du hast die 0er-Jahre angesprochen, kannst dir ja mal die Umsätze aus diesem Jahrzehnt der Vereine aus der Bundesliga nehmen und mit den aktuellen vergleichen und in Relation setzen. Wenn du dann noch immer der Meinung bist bzw. die Prognose abgibst, dass Bayern auf dem Weg zurück in die 0er-Jahre ist, dann bitte schön, niemand wird dich davon abhalten können.
Unabhängig davon, weil das mMn korrekt eingeordnet werden sollte, verändert das die Finanzen des BVBs nicht. Die sind und bleiben zumindest mal solide und zeigen, dass ein Fundament vorhanden ist, auf dem man sich aber nicht ausruhen sollte und kann, weshalb es wichtig sein wird, dass man sportlich wieder erfolgreicher wird, und das eben nicht nur in der CL, wenngleich das dort unbestritten lukrativ ist.
Beide, sowohl die Bayern als auch der BVB haben in den letzten Jahren einige Fehler gemacht, die sicher auch etwas in wirtschaftlicher Hinsicht gekostet haben, womöglich auch Potenziale gekostet haben, aber sie waren dann doch letztendlich zu verschmerzen gewesen und deshalb gilt für beide, gewisse "Altlasten" loszuwerden, Spieler, wo der Kosten-Nutzen-Faktor nicht (mehr) stimmt, möglichst zeitnah abzugeben, um letztendlich die sportliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Gelingt das, dann interessiert in 2-3 Jahren nicht mehr, was in den vergangenen Jahren bis zum heutigen Tage war.
Diese Potenziale besitzen beide Vereine, was für die Konkurrenz sicherlich kein Signal ist, was sie gerne hören, aber solange sie auch weiter wachsen, gereicht das zum Vorteil für alle, denn eine starke Bundesliga ist auch für den BVB von Vorteil. Es schadet also sicherlich nicht, wenn Vereine wie Leverkusen, aber vor allem Frankfurt und Stuttgart einen besseren, guten Job machen und den beiden Topvereinen der Liga Druck machen, denn Stagnation ist bekanntlich durchaus als Rückschritt zu bezeichnen.
Man muss da nicht neidisch oder auch abwertend auf andere Vereine, die Konkurrenz schauen, sondern sollte den Fokus eher auf sich selbst legen. Damit fährt man am besten.
04.07.2025 - 16:22 Uhr
Zitat von halbgott
die Zahlen kenne ich wie alle anderen auch allesamt.
Bayern hat kein Festgeldkonto mit 250 Mio drauf, das hast Du frei erfunden.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Eigenkapital in Höhe von 571 Mio, eine Eigenkapitalquote von 55%, operative Einnahmen weiter mit einem Wachstum von 8%, Umlaufvermögen 478 Mio. Das sind ein paar Kennzahlen, die für jeden, der da ein wenig firm ist, entsprechend eingeordnet werden können.
Eigenkapital in Höhe von 571 Mio, eine Eigenkapitalquote von 55%, operative Einnahmen weiter mit einem Wachstum von 8%, Umlaufvermögen 478 Mio. Das sind ein paar Kennzahlen, die für jeden, der da ein wenig firm ist, entsprechend eingeordnet werden können.
die Zahlen kenne ich wie alle anderen auch allesamt.
Bayern hat kein Festgeldkonto mit 250 Mio drauf, das hast Du frei erfunden.
Ich habe das frei erfunden, weil das eine Beispielrechnung war, die meine Intention verdeutlich soll. Das war so auch ersichtlich, aber offensichtlich nicht für dich.
Übrigens: Hast du für folgende Behauptung
Zitat von halbgott
Bayern hat ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert und die totale sportl Dominanz ist wieder auf Normalmaß gestutzt, also so wie in den 00er Jahren.
eine Quelle gefunden, die das bestätigt, was du da von dir gibst, dass Eberl das gesagt haben soll? Bayern hat ein 180 Mio Festgeldkonto ins quasi Nichts geschreddert und die totale sportl Dominanz ist wieder auf Normalmaß gestutzt, also so wie in den 00er Jahren.
Wenn Bayern seine sportliche Dominanz verloren hat, sich also auf dem Niveau der 0er-Jahre befindet, wie waren dann in der abgelaufenen Saison für sie 82 Punkte möglich mit 99:32 Toren, also beste Offensive und Defensive? Sieht so für dich ein "Zurechtstutzen" aus? Hatten sie in den 0er-Jahren auch so "schlechte" Werte?
@Circial
Ich habe die Zahlen der Bayern nicht angeführt, um sie zu glorifizieren oder den BVB schlecht(er) dastehen zu lassen, sondern nur, um zu verdeutlichen, und überhaupt erstmal Zahlen zu nennen, die der User bisher schuldig geblieben ist, um seine Prognosen einschätzen zu können.
Wie erwähnt, haben beide für sich solide bis gute Zahlen, in einigen Teilbereichen sogar sehr gute Zahlen, was nach wie vor aufzeigt, dass ein solides Fundament geschaffen wurde, was gewisse Fehler verzeiht, aber ein Zustand erreicht ist, wo Wachstum limitiert ist und deshalb besonders darauf geschaut werden sollte und muss, Ineffizienz zu beseitigen, was bei beiden Vereinen nicht zu unähnlichen Ergebnissen führen kann, nämlich dahingehend, dass zum einen die Verträge mit Spielern erfolgsorientiert geschlossen werden sollten und zum anderen Spieler, die einen geringen Kosten-Nutzen-Faktor aufweisen, entweder zu veräußern, deren Verträge auslaufen zu lassen, oder effektivere Verträge mit diesen Spielern abzuschließen. Vordergründig sollte aber bei beiden das Ziel sein, wieder vermehrt Transfers zu tätigen, die zum einen sportlichen Mehrwert bieten, also Spieler die Erwartungen erfüllen, und zum anderen im Verlaufe des Vertrages, u. a. gegen Ende dessen, einen gewissen Wert darstellen, um nicht zu oft mehr Aufwendungen tätigen zu müssen, als man Einnahmen generieren kann. Das ist, wie bereits erwähnt, beim BVB durchaus ein Problem bzw. kann eines werden, da man doch einige Spieler im Alter 28-29+ im Kader hat, deren Marktwert eher sinken dürfte, sodass das folglich dazu führen kann, dass man wenig bis nichts für diese Spieler erhält, während man für deren Ersatz keine geringen Summen aufwenden muss.
Es wird also wichtig sein, die Einnahmen hoch zu halten, also möglichst sportlich erfolgreich zu sein, aber eben auch Werte zu schaffen, um durch Abgangstransfers Einnahmen zu generieren, die eben dafür benötigt werden, den Kader auch zukünftig mit hoher Qualität und Quantität versehen zu können.
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