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Untere Klassen

22.06.2011 - 16:19 Uhr

Hier geht es künftig um die 3. Liga sowie alle folgenden unteren Spielklassen. Gibt es interessantes, kurioses zu berichten oder einfach nur die Ergebnisse vom Wochenende? Dies und alles weitere zum Thema kann hier besprochen werden!

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"Das ist positiv, da kann man wieder eine Halbe mehr trinken." (Stefan Aigner auf die Nachricht, dass 1860 jetzt wieder die vollen Gehälter zahlt.)
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Sechzig & Dynamo!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zostl am 12.08.2014 um 17:54 Uhr bearbeitet
Zeige Ergebnisse 1-10 von 28.
Untere Klassen |#1
08.12.2011 - 21:27 Uhr
Zitat von Zostl:
Uwe Fuchs wurde auch schon wieder in Osnabrück entlassen :D
bei dem Typ freu ich mich jedesmal, wenn es auf einer neuen Station nicht geklappt hat


WIESO?
Uwe Fuchs ist ein dynamo-sympathiesant der 1. stunde und hat sich immer positiv über dynamo in den medien geäußert!

edit sagt: ironie ist eine gefährliche waffe.. :D

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DYNAMO DRESDEN - LIVERPOOL FC - CELTIC GLASGOW


#8 - Stevie G - Captain Fantastic!


PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN!
Untere Klassen |#2
26.06.2012 - 20:28 Uhr
Zum Thema RB hab ich mich ja heute schon hinreichend in der dafür vorgesehenen Örtlichkeit geäußert. Mir soll es langsam völlig egal sein, was die Irren treiben. Ich trinke die Brause nicht, rühre sie auch auf feiern nicht an. Und wenn ich schlussendlich auch den widerlichsten Wodka pur trinken muss. Für mich ist Fußball Sport in Reinform und so möchte ich ihn (und scheinbar die meisten Anderen auch) sehen. Da braucht man kein Gedudel, keine Krachmacher oder beschriftete Adiletten.
Wer jedoch genau das will, soll mich und meinen Verein (einschließlich seiner Talente) gefälligst in Ruhe lassen. Da fängt leider der Hamster schon an zu humpeln. Das System Red Bull ist auf Verdrängung aus. Erfolg um jeden Preis. Heißt im Umkehrschluss Geld erkauft Erfolg. Talente kaufen, "fertige" Spieler kaufen und somit das eh kaum vorhandene sportliche Gleichgewicht noch mehr auf seine Seite ziehen. Soll mir auch Recht sein. In der zweiten und dritten Liga hab ich genau den Sport den ich will.

Europapokal um jeden Preis? Machen wir uns doch nichts vor, lieber Krebse ich in den Niederungen herum, kann mein Bier trinken und meine Bocki zu akzeptablen Preisen essen. Schreie mir die Seele ausn Leib ohne Schief angeguckt zu werden und bin nach dem Spiel froh über ein 1:1. Fußball ist kein Rosamunde Pilcher-Film, wer aber genau das will soll sich an dem klebrigen-süßen Produkt Rattenball erfreuen. Beides genauso weichgespült und bereits verzehrfertig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Aluminiumoxynitrid am 26.06.2012 um 20:29 Uhr bearbeitet
Untere Klassen |#3
02.09.2012 - 14:48 Uhr
Zitat
„Bei allem Respekt vor Dresden und Aue. Ich glaube keiner von denen hat das Potenzial eine Hausnummer in der 1. Liga zu werden.“


Es ist ein angenehmer Abend in der Mitte des Jahres 2011. Vor mir flimmert MDR. Die kleine illustre Runde schaut konsterniert auf die Kiste. Mauersberger hat im Rücken Schuppans gerade das 1:0 für Osnabrück erzielt. Der Außenseiter aus Dresden hat es nun besonders schwer. Lustlos beiß ich auf meine Bratwurst und denke mir, dass es einer Mannschaft wie Osnabrück, die ohnehin besser besetzt ist als wir, wohl gelingen wird, hinten dicht zu machen. Vermutlich setzt's noch einen Konter, jetzt, da wir aufmachen müssen.
Als in den letzten fünf Spieltagen der regulären Saison 2010/2011 die Karten für die Aufstiegschancen verteilt wurden: Wer hatte da die schlechtesten Chancen? Dynamo war der sportliche Außenseiter. Aufgrund einer glücklichen Fügung lag es am letzten Spieltag der Drittligasaison in Offenbach in unserer eigenen Hand. Nach einer 2:0 Führung wackelt der Drittplatzierte, so bedrohlich gar, dass man nach dem zwischenzeitlichen 2:2 das Schlimmste vermuten musste. Wer war nach dem 2:2 in Offenbach plötzlich im Hintertreffen? Dynamo war der sportliche Außenseiter.
Bisher haben wir das Beste daraus gemacht: Wir sind ein Jahr vorher nicht abgestiegen, haben uns das beschriebene Jahr in einer Gruppe mit starken Konkurrenten durchgesetzt, das 3:2 in Offenbach erzielt, Schahin fit bekommen für das Rückspiel in Osnabrück. Doch Mauersberger stellt die Weichen auf eine frühe Entscheidung.
Später hat Fiel einen Freistoß, der eigentlich total uninteressant ist, weil die Dynamos ohnehin kaum kopfballstarke Leute haben. ... ich weiß nicht mehr was danach passiert ... Irgendwann um die 75. Minute fang ich mich wieder und dann ist sie wieder da: die bohrende Ungewissheit, ob es langt. Noch immer sind die Osnabrücker besser besetzt, noch fehlt ein Tor. Dass das Spiel mittlerweile verflacht und technisch wenig anspruchsvoll ist, interessiert keinen. Fans von Zweit- und Drittligisten, die sonst nichts mit beiden Teams zu tun haben, verfolgen gebannt dieses Spiel, schreiben Beiträge in Foren oder werden mich später anrufen. Joe Enochs, der einzige aus dem Funktionsteam der Osnabrücker, den ich mir nach der Zeit noch behalten habe, läuft, besorgt dreinblickend, auf und ab. Mir wird klar: Diese Angst, diese Nervosität, die kurze Freude über einen Torerfolg, das Ärgernis über den Erfolg des Gegners und dann wieder das Bibbern, das ist ALLES, was du als Fan hast. Aufstieg und Abstieg sind kurze Momente, die das wohlige Unbehagen für einen kurzen Moment unterbrechen. Sie mögen ökonomisch interessant sein. Für den Fan sind sie von kurzer Dauer und werden stets abgelöst vom Gefühl, am Ende doch mit leeren Händen dazustehen.
Eine Ecke von ... Fiel ... Schahin ... Farbenrausch ...

Nach einigen Wochen ist klar: Dynamo wird krasser Außenseiter in der Liga sein. Kleinster Etat, kürzestmögliche Vorbereitungszeit. Weggang der Leistungsträger. Ausfall Müllers. Aue und der FSV haben sich in kurzer Zeit etabliert, Braunschweig hatte eine lange und Rostock eine verlängerte Vorbereitung und Ingolstadt hat Audi. Da ist sie wieder, die bohrende Ungewissheit. Reicht es die Saison? Sind wir Kanonenfutter? Was taugen die Spieler, von denen sich viele woanders nichts durchsetzen konnten?
Das Risiko zu scheitern, abzusteigen und sich mühsam wieder aufpeppeln zu müssen, unterbrochen von freudischer Kurzweil, die die Hoffnung nährt, dass es reichen könnte. DAS ist es, was mich am Fußball hält.
Nein, ich bin nicht hasserfüllt, nicht neidisch auf RB. Mir tut es leid, dass deren Fans diesen Luxus nicht haben können. Ich glaube, sie sind um dieses schöne Gefühl gnadenlos scheitern zu können und die Freude, wenn es doch alles irgendwie gut geht, betrogen worden. Egal in welcher Liga: RB wird, solange Mateschitz das Sagen hat, niemals absteigen. Es ist kein Risiko, wenn es schlimmstenfalls für den Aufstieg nicht reicht - ökonomisch vielleicht aber nicht für den Fan. Als Fan eines Zweitplatzierten geht deine Welt nicht unter. Das sind keine Sorgen.
Der Herr Dings von RB hat Recht: Nach seinen Vorstellungen werden wir vermutlich nie eine Hausnummer in der ersten Liga werden. Dynamo wird vermutlich auf Ewigkeiten keine CL spielen aber vielleicht fügen sich die Ereignisse wundersam. Dann kann man im Pokal etwas erreichen, schnuppert vielleicht ein ander mal an den Aufstiegsrängen.
In Leipzig redet man heute schon von offizieller Stelle von der ersten Liga, von der CL. Was kann man da noch erreichen außer die Zielerfüllung?
Wenn es emotionale RB-Fans gibt, was könnte man diesen denn noch Schlechtes wollen? Sie sind doch schon um das Schönste, was man als Fan im Fußball miterleben darf, betrogen worden.
Untere Klassen |#4
14.10.2012 - 13:59 Uhr
Zitat von enner:
Zitat von SGD82:
Zitat von ZangDang:
was "neues" der Geldverbrenner aus Markranstädt...

http://www.kickwelt.de/news.phtml?id=1079676455&newsfeed=1


Stellt sich die Frage, was ausser dem Standort, an RB ostdeutsch ist? Ausserdem frage ich mich, was "Erfolg im Sinne von RB" bedeutet?


"...im Sinne von Red Bull." Da könnte ich kotzen!


Dann empfehl ich Dir Wolters, damit sollte es klappen. :D
Untere Klassen |#5
29.10.2012 - 19:29 Uhr
In Aachen wird wohl der Clubpräsident die Schulden vorläufig übernehmen. Nach seinem Privatvermögen von etwa 300 Mio Euro zu urteilen, weiß der jetzt auch nicht unbedingt, wo im Arbeitsamt die Toiletten sind.

Dazu einige bewusst polemische Anmerkungen, die mal die Standardargumentation ein bisschen aufgabeln sollen:
"Man muss die Schulden am Umsatz messen. Insofern sind die Schulden Aachens nicht als wirtschaftlich problematisch anzusehen". Logisch. Der Aachener Präsident, der eine Schuldensumme von mehreren Millionen; die Stadt Aachen, die noch dieses Jahr 18Mio Euro in den Verein gesteckt haben: Sie beurteilen die Schulden am Umsatz, denn im Grunde waren die wirtschaftlichen Aussichten des damaligen Zweitliga und jetzigen Drittligavereins glänzend: Trotz eines Etats jenseits der 7 Mio., trotz guten Standings in der Fernsehgeldtabelle und ganz ohne die Streits und Odonkors hat man es dort in die Miesen geschafft. Dass es letztlich 18Mio Euro Miese sind, erklärt sich allein durch den schlechten Zuschauerschnitt. Man hatte in Aachen vermutlich mit etwas über 95000 Zuschauern gerechnet. Was sind 20 Mio Euro? Man wird doch davon ausgehen, dass Aachen diese Millionen zu Lebzeiten meiner Urenkel wieder erwirtschaftet. Da bekommt jeder noch so dumpfe Geschäftsmann rote Ohren.
Und welch ein Unglück. Die Aachener erhalten früh den monatlichen Kontoauszug, auf dem im Oktober auf einmal bis zu 4Mio Euro fehlen. So ganz plötzlich. Auch logisch. Hamse vergessen die Pfandflaschen wegzubringen, nehm ich mal an. Problem gelöst? Na, nicht ganz. Der Präsident rät zum vier Augen Gespräch. Weil die Sachlage heikel ist, wählt man einen Ort, dessen Klang schon von der Abstinzenz weltlicher Verführungen zeugt - auf dass sich alle auf die Sache konzentrieren: Mallorca. "Na! Es gibt ja nicht nur den Ballermann dort!". Gewiss.

"Und die Steuern? Alemannia Aachen erwirtschaftet ein Vielfaches an dem Steuervolumen, was man da reinbuttert. Die Stadt Aachen gewinnt in jedem Falle. Wenigstens die 18Mio sind doch gut angelegt". Auch logisch. Fans und Sponsoren würden das Geld andernfalls vermutlich verbrennen. Steuern, die anfallen, wenn man dieselbe Menge Geld verteilt, in dem sich einige das Auto reparieren lassen, andere sich Fernseher, Waschmaschinen oder Bücher kaufen, sind in jedem Fall nicht zu betrachten.

Fair ist, wenn alle Vereine nach denselben Kriterien bewertet werden. Selbst wenn es bedeutet, einen Verein, der in fünf Jahren von der Infrastruktur eines heutigen Landesligisten zu einem Großklub aufsteigen muss, mit einem Verein zu vergleichen, dessen Infrastruktur seit 50 Jahren professionell ausgebaut wurde. Fair ist, wenn solch ein Verein mit dem Mitteln eines Kreisligisten versuchen Stars an sich zu binden. Dynamo hätte ja auch Yeboah, Binz und Labbadia, Berthold und Klinsmann holen können. An denen war man auch dran, aber zwei kostenlose Portas-Treppenliftinstallationen waren schlicht zu wenig. Da hat nur der Klinsmann kurz überlegt, aber seinen Extrawunsch nach einem Buddah wurde mit einem Streichfett verwechselt. Dynamo hatte dieselbe Chance wie auch alle anderen Vereine. Aber nach 40 Jahren Sozialismus hat sich eben keiner der vielen tausend DDR-Millionäre bereit gefunden, die Schulden des Vereins zu tilgen. Der Lizenzentzug folgerichtig.
In Aachen wirtschaftet man schlecht. Zwar anders schlecht als damals in Dresden, nämlich ein besseres schlecht, vertrauenswürdiger schlecht aber immerhin schlecht. Der Verein darf auf Hilfe eines Millionärs hoffen. Dynamo hoffte auf den Zwegat: "Elf Mann, die alle dasselbe machen. Muss das wirklich sein?!"

Was wirklich daraus zu ziehen ist, ist aber beängstigend: Duisburg, Aachen, Bielefeld, Bochum auch 1860. Du kannst lange Zeit alles richtig machen, immer oben mitspielen, Talente hervorbringen. Ein beschissenes Jahr und du bist erledigt.
Untere Klassen |#6
04.07.2013 - 19:54 Uhr
Leute. Lasst sie doch machen. Wie sagte Abbel einst so schön?

Den Fans von RB wird von Anfang an das Schönste am Fandasein genommen. Das Mitfiebern und Mitzittern mit dem Verein bis zur letzten Sekunde im Überlebenskampf der 2.Liga, wie bei uns dieses Jahr.

Die wissen daß es nur nach oben gehen kann.Gehst Du als RB-Mensch in´s Stadion, geht´s um die Höhe des Sieges. Um nichts in der Welt in der Welt möchte ich mit denen tauschen. Lieber halte ich mir die Augen bei den letzten 3 Freistößen von Osna im Rückspiel zu... :ugly

Und das meine ich auch ernst.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGD82 am 04.07.2013 um 19:56 Uhr bearbeitet
Untere Klassen |#7
19.09.2013 - 13:29 Uhr
Besonders spannend finde ich in den Kommentaren nicht einmal die Arroganz an sich ... Ich glaube, dass diese durch die finanziellen Möglichkeiten und den zwangsläufig folgenden Erfolg automatisch einhergeht.

Mich würde aber mal interessieren, wieviele Ex-Fans von Sachsen Leipzig, VfB, Lok, etc. dort dabei sind. Jetzt schwafeln sie was von Futterneid und Angst, wenn RB an uns vorbezieht ...
Noch vor nicht einmal 5 Jahren sind genau diese Leute frustriert zu ihren Oberligaspielen gezuckelt und hatten bei jedem Zeitungsartikel Angst, dass die Pleite ihres Vereins verkündet wird. Ich finde es beschämend, wie schnell manche da vergessen, wie schwer es in solch einer Situation ist, etwas zu entwickeln. Und dann von Neid zu sprechen, wirkt auf mich irgendwie reichlich paradox, sind sie es doch selbst gewesen die vor ein paar Jahren zu uns und Aue geschielt haben und sehnsüchtig vom Profigeschäft träumten.

Dass das "Jugendkonzept" von RB fragwürdig ist, kann man so einfach nicht sagen. Sie haben zum einen die Möglichkeiten, junge Spieler für viel Geld zu locken. Das machen andere Vereine auch. Gerade die Bundesligisten wildern gern in den ostdeutschen Nachwuchsschulen. Allerdings ist die Info mit den "Hamsterkäufen" von RB neu für mich und das ist meiner Meinung nach eine moralisch zumindest fragwürdige Politik. Stellt sich halt nur die Frage, wo bei den abgeworbenen Jungs der sportliche Anreiz geblieben ist. Sobald mit den Scheinen gewunken wird, springen die Kiddies. Dafür kann RB nix, das ist Erziehungssache.

Alles in allem gruselig ... Warten wir ab, was aus diesem Ungetüm RB Leipzig noch wird. Denn auch, wenn ich in der Aufstiegsrelegation gegen Lotte positiv festgestellt habe, dass sie einen richtig guten Support am Start haben, werden sie mir durch solche Meldungen, wie heute, sicher nicht sympathischer.
Untere Klassen |#8
20.09.2013 - 17:35 Uhr
Anstelle dieses populistischen Stammtischartikels hätte ich mir viel lieber einen qualitativ hochwertigen Bericht gewünscht. Schade, das sich unser Präsident und euer Geschöftsführer zu solch platten Sätzen hinreißen lassen. Ebenso einige Beiträge hier, wo zwar viel wares dran ist, aber ebenso ganz normaler Fußballalltag. Ihr würdet euch doch auch über einen Artikel, der aus einem Gewaltvorfall und Dynamo-Utensilien die These "Dynamofans sind gewalttätig" kriiert, beschweren.

Eine konsequente Trennung zwischen den Punkten "normal bei einem größeren Verein", "zu erwarten im Fall Leipzigs" und "ausschließlich RB" wäre angebracht.

Meine Gedanken dazu: Was wäre denn, wenn ein anderer Verein aus Leipzig wieder erfolgreich würde? Da würden die Talente aus Riesa, Torgau, Eilenburg, Grimma, Gera, Weißenfels, ... auch nicht mehr ausschließlich Richtung Dresden, Jena, Halle etc. strömen. Zumindest nicht für einen Appel und ein Ei wie bisher. Jede große Verein saugt Talente des Umlandes ab, das kann man RB wohl kaum vorwerfen. Bei jedem größeren Verein spielen Nachwuchsspieler, die nicht nur aus dem unmittelbaren Umkreis stammen. Das mit der Local-Player-Regelung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Selbst in ganz schwierigen Fällen sollten sich doch für den Kader vier absolute Flachpfeifen finden lassen. Im Vergleich zu anderen Ausgabenposten sind die Kosten doch lächerlich. Wenn RB die Local-Player-Regelung für andere kaputtmachen, macht dann nicht auch ihr? Überall werden bestimmte Gebiete "ausgebeutet".

Hat jemand Zahlen zu "üblichen" Größenordnungen im Nachwuchsbereich? Vierzig Spieler klingen erstmal viel, rechnet man da aber womöglich Zweite und Dritte U-Mannschaften mit rein, so ist das für einen Jahrgang nicht mehr so viel. Bitte bei diesen Zahlen dann auch Ausbildungsvereine, etc. mit berücksichtigen.

Das abgebende Vereine nur wenig bis nichts erhalten, stimmt. Aber das ist ein Problem von allen Teams. Was hat denn bspw. Bayern für die "Eigengewächse" Kroos, Badstuber, Schweinsteiger, Can und Müller bezahlt? So gut wie nichts und auch diese sind erst mit 10 bis 18 zu Bayern gewechselt, die sind auch für ein Butterbrot und ne Glückwunschkarte gewechselt. Kann man in jeden Verein zahlreiche Beispiele finden.

Was hat man denn von RB/dem Raum Leipzig erwartet? Das die ewig fußballerisches Niemandsland bleiben und die Region dem eigenen Verein zugutekommt?

Statt sich aufzuregen, sollte man sich mal Gedanken machen, wie man Fans + Nachwuchs besser an den eigenen Verein bindet. Ein blindes Vertrauen "das war schon immer so und wird sich nie ändern" ging auf Dauer viel zu oft schief. Sei es nun Sport, Wirtschaft oder ein ganz anderes Thema.
Untere Klassen |#9
23.10.2013 - 07:07 Uhr
Zitat von Naaamo:
Cookie, warum spielt denn Paderborn zweite Liga?

Gehen wir mal die Aufstellung durch.
Torwart: Kruse (Dortmund)
Abwehr: Wemmer (Bremen), Hünemeier (Dortmund), Brückner (Bremen)
Mittelfeld: Krösche (Bremen), Vrancic (Dortmund / Mainz), Wurtz (Bremen / Saarbrücken)
Sturm: Saglik (Paderborn)

Auswechsler: Hartherz (Bremen / Frankfurt), Amedick (Paderborn)

Fazit: 7 von 11 Spieler der Startformation des vergangenen Wochenenden waren in jüngeren Jahren in den Kaderschmieden des BVB oder Werder Bremen aktiv - beides mehr oder minder "Einzugsgebiet" von Paderborn. Lediglich 2 Spieler aus 18 - einer davon Auswechsler - haben im Jugendalter bei Paderborn gekickt. Profitiert Paderborn von Dortmund und Bremen? Ja! Profitieren die Spieler, die es Bremen und Dortmund nicht in CL- / 1Ligamannschaften geschafft haben von Paderborn? Ja! Hätten diese bei Paderborn die Ausbildung bekommen um jetzt in der zweiten Liga zu spielen? Eher nicht.

Von einem Leistungszentrum in Leipzig sowie einer hochklassig spielenden Mannschaft wird das Umland profitieren. Und genauso funktionierts auch in der Wirtschaft: von international agierenden Großkonzernen profitieren Zulieferer und Firmen aus dem Umland und Einzugsgebiet - vielleicht vergisst man das im deindustrialisierten Osten hin und wieder.


Zum Einzugsgebiet Paderborns:
Vergleiche doch mal nicht Äpfel mit Birnen. Wir sind nicht auf einer Stufe mit Paderborn (rein von den Gegegebenheiten her) und RB nicht auf einer Stufe mit BVB und SVW. Es ist abstrus das als Beispiel anzuführen, denn Paderborn ist, nichts gegen die Paderborner, fußballerisches Niemansland in der Umgebung und BVB und SVW ist jugendtechnisch nicht nur ein, oder zwei Stufen über Paderborn.
Auch würde ich von so einem Verein wie PB den Einzugsbereich nicht auf über 100 bis fast 250km ausdehnen. Dann kannst du noch bevor du Bremen nennst Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf... nennen.
Fällt dir vielleicht dabei etwas auf? Genau! Die Nähe zum Ruhrgebiet ist ein Sonderfall mit einer extrem hohen Dichte an Konkurrenz im Umland. Welche Konkurrenz haben wir auf 150km?

Zu der Behauptung wir wären ein Zulieferer für RB:
Wie würdest du es finden wenn jetzt Pfanne, Stefaniak, Müller und Milde bei RB spielen würden, statt bei uns? Rein vom Potenzial her hätten sie das Zeug dazu gehabt, aber Gott sei Dank sie tun es nicht. Und weißt du wieso? Weil es am Ende immer noch besser ist, dass das Talent in seinem Verein bleibt, als es abzugeben!
Und wenn wir nur noch den Anspruch haben im Jugendbereich der Zulieferer für die Götter in Rot-Weiß aus Österreich zu sein, dann gute Nacht. NWLZ aufs Minimum runter fahren und das Geld in den Profikader stecken, denn das kann nicht der Anspruch im Jugendbereich eines Vereins sein, der in seinem direkten Umland über 500.000 Einwohner zählt und 2.Liga spielt und perspektivisch 1.Liga spielen will.
Das mag alles was anderes sein für Kleckervereine wie Markleeberg, Zwickau, Eilenburg, Bautzen, Neugersdorf, Plauen, VfR Halle, Heidenau, usw. Aber das ist garantiert nicht das Ziel von Vereinen wie HFC, CFC, CZJ, RWE, Energie, Union, Rostock und nicht zu letzt die SGD, welche für ihre perspektivischen Ziele 1./2. Liga auch auf ihre eigene Jugend angewiesen sind und nicht auf die Jugend eines anderen Vereines.

Nebenbei: Paderborn wird nicht nur zwei aus der eigenen Jugend haben, denn dann würden sie den Local-Player Mist nicht erfüllen. Guggst du mal hier und schaust wie viele aus der eigenen Jugend kommen.
http://www.transfermarkt.de/de/sc-paderborn-07/jugendarbeit/verein_127_L2.html

Nebenbei 2: Paderborn hat sich darauf spezialisiert Spieler aus den unteren Ligen zu verpflichten.
Untere Klassen |#10
10.11.2013 - 11:07 Uhr
Zitat von tiro_libre:
was habt ihr nur alle gegen die rosa ochsen. dynamo wurde von partei-funktionären gegründet, der rb von nem konzernchef. was das system eben hergab oder -gibt...was besser ist, ist mmn ansichts-sache. bei der bildung der vereinsbasis sind die unterschiede auch nicht so gross. in dem einen fall wars der befehl, in dem anderen isses das geld. stört ersteres im nachhinein noch irgendjemanden der fans des sogenannten traditionsvereins?
ich finde zudem, die bleiben mir ihrer sportlichen personal-politik (noch) auf dem teppich und konkurrenz sowie ostverstärkung aus leipzig find ich rein sportlich so schlimm auch nicht.


Das eine ist die sozialiste Grundversorgung von Brot und Spiele fürs Arbeitervolk und das andere ist die Spitze des Kapitalismuses im Bereich Sport um eine Gewinnmaximierung durch eine gigantische PR Maßnahme vorran zu treiben.

Wieso stellt RB zum Beispiel für das Geld was man in RBL gepumpt hat nicht hier einfach ne Abfüllanlage hin? Schafft Arbeitsplätze und damit etwas Grundlegendes in einer strukturschwachen Region (im Vergleich zu Weststädten). Nö->Fußball ist wichtiger, denn mit dieser PR Maßnahme kann man wesentlich mehr Leute im größten Industrieland Europas und einem der größten Industrieländer der Welt erreichen. Zzgl. dazu kommt die mediale Wahrnehmung des Deutschen Fußballes welcher in ein haufen Länder übertragen wird.

Hier gehts nicht darum um eine Grundversorgung nach einem Parteibild zu erschaffen, sondern darum einzig und alleine für Werbezwecke sein Produk so effektiv wie möglich einer Breitenmasse zu präsentieren.

Reicht das als grundlegender Unterschied?
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