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Unsere Finanzen

18.05.2011 - 15:52 Uhr
Unsere Finanzen |#4241
12.06.2026 - 09:11 Uhr
Ja: Was hat das mit dem Stadion zu tun?
Die Stadt ist Eigentümerin und profitiert von der Infrastruktur, die sie hat bauen lassen.
Das wäre genauso, als würde dein Vermieter sagen "sorry, mein Auto ist kaputt gegangen und ich hab dummerweise keine Rücklagen, deshalb muss deine Miete steigen".

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"Das hat nix mit Mathematik zu tun, das ist ganz einfaches Rechnen" - Ralf Minge
Unsere Finanzen |#4242
12.06.2026 - 09:30 Uhr
Zitat von Gaoul
Ja: Was hat das mit dem Stadion zu tun?
Die Stadt ist Eigentümerin und profitiert von der Infrastruktur, die sie hat bauen lassen.
Das wäre genauso, als würde dein Vermieter sagen "sorry, mein Auto ist kaputt gegangen und ich hab dummerweise keine Rücklagen, deshalb muss deine Miete steigen".


Sorry, so wird das aber gemacht.
Unsere Finanzen |#4243
12.06.2026 - 10:54 Uhr
Frage an die Google KI
"War Dresden nicht in den 2000er Jahren nach dem Verkauf seiner Wohnungen als einzige deutsche Großstadt schuldenfrei? Was lief seitdem falsch?"

Antwort
"Ja, das stimmt genau. Dresden hat im Jahr 2006 für Schlagzeilen gesorgt, als es alle seine rund 48.000 städtischen Wohnungen verkaufte. Durch den Erlös von knapp einer Milliarde Euro konnte die Stadt all ihre Kredite auf einen Schlag zurückzahlen. Dresden war damit jahrelang die einzig echte schuldenfreie Großstadt Deutschlands.Dass die Stadt heute wieder in einer schweren Finanzkrise steckt und die Schuldenfreiheit aufgeben muss, hat verschiedene Gründe. Es ist eine Mischung aus den langfristigen Folgen des Wohnungsverkaufes, unvorhersehbaren Krisen und Fehlplanungen.

Hier ist die Übersicht, was seitdem passiert ist:
1. Der Bumerang-Effekt des Wohnungsverkaufes
Der Verkauf der Wohnungen brachte zwar sofort viel Geld, hinterließ aber ein riesiges, langfristiges Problem:Mietpreise stiegen
Die verkauften Wohnungen gehörten privaten Investoren. Die Mieten in Dresden kletterten stark nach oben.Teurer Rückkauf: Weil es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gab, musste Dresden reagieren. Die Stadt gründete eine neue Wohnungsgesellschaft und begann, für sehr viel Geld wieder eigene Wohnungen zu bauen oder zurückzukaufen. Das kostete Millionen, die an anderer Stelle fehlten.

2. Pflichtaufgaben wurden unbezahlbar
Eine Stadt kann bei vielen Ausgaben nicht selbst entscheiden. Sie muss Gesetze vom Bund und vom Land umsetzen.Explosion der Sozialkosten
Die Ausgaben für Jugendhilfe, Bürgergeld-Anteile und die Pflege älterer Menschen sind in den letzten Jahren extrem stark gestiegen.Höhere Löhne. Auch die Kosten für das Personal der Stadtverwaltung und der Kitas sind durch Tarifsteigerungen massiv gewachsen. Diese Ausgaben fressen heute den größten Teil der Steuereinnahmen auf.

3. Großprojekte und unerwartete Krisen
Einige teure Ereignisse haben das finanzielle Fass zum Überlaufen gebracht
Der Brückeneinsturz
Der plötzliche Einsturz der Carolabrücke im Herbst 2024 traf die Stadt völlig unvorbereitet. Die Sicherung, der Abriss und der geplante Neubau kosten dreistellige Millionenbeträge, die im normalen Budget gar nicht vorgesehen waren.
Kultur-Kosten
Dresden leistet sich traditionell eine sehr teure Kulturlandschaft mit vielen Theatern und Museen. In guten Zeiten war das kein Problem, in der Krise wurde es zur Last.

4. Streit in der Politik
Der Dresdner Stadtrat ist politisch stark zerstritten. Es gab über lange Zeit keinen gemeinsamen Kurs, wie man das Geld zusammenhält. Anstatt rechtzeitig zu sparen, wurden oft noch zusätzliche teure Projekte beschlossen, bis das Millionenloch im Haushalt schließlich zu groß wurde.

Das Ergebnis heute
Um den Betrieb der Stadt überhaupt am Laufen zu halten und die Carolabrücke neu zu bauen, muss Dresden nun wieder neue Kredite in Millionenhöhe aufnehmen. Die Ära der Schuldenfreiheit ist damit endgültig vorbei."

Bewertung meinerseit:
Dresden wird und wurde schlecht regiert - viele der Probleme sind selbst verschuldet.
Mit Kauf und Rückkauf der Wohnungen wurde sehr viel Geld versenkt, im Stadtrat und Verwaltung macht jeder seine eigene Klientelpolitik.
Dass Dynamo hier offenbar keine Lobby hat, sollte man dringend ändern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von msi999 am 12.06.2026 um 10:56 Uhr bearbeitet
Unsere Finanzen |#4244
12.06.2026 - 11:01 Uhr
Zitat von MarCop73
Quelle: www.n-tv.de
In Dresden spitzt sich die Lage an einer einsturzgefährdeten Brücke zu. Das Bauwerk, über das die Budapester Straße (B173) verläuft, zeigt selbst nach einer Vollsperrung vor einem Monat neue Schäden.
Noch Fragen . . .


Zitat von Gaoul
Die Stadt macht ein doppeltes Geschäft an der Sache, und dann folgen Nebelkerzen von maroden Schulen.
...und Brücken. Den Punkt hatten wir also schon. Die Stadt braucht sich nicht hinstellen und mir erklären wollen das für Vereinssport kein Geld mehr da ist und die Stadt braucht sich erst recht nicht hinstellen und mir erklären wollen, das ausgerechnet für den größten Verein der Stadt plötzlich kein Geld mehr da ist.

Am Ende muss hier ein Kompromiss her. Vertreter der Stadt und des Vereins müssen sich an einen Tisch setzen und darüber reden. Wir können hier am Ende auch viel diskutieren, spekulieren etc. Das wird alles nichts an der Tatsache ändern, das andernfalls auf der MV der Antrag gestellt wird den Namen der Stadt "Dresden" aus dem Vereinslogo bzw. dem Markenzeichen zu entfernen. Befinden werden darüber die Mitglieder. Die Mehrheit darüber ist auch angesichts der kontroversen, aber dennoch im Großen und Ganzen fairen Diskussion hier freilich unsicher. Die mediale Aufmerksamkeit bei Antragstellung hingegen schon. Quo Vadis, Dresden?
Unsere Finanzen |#4245
12.06.2026 - 14:46 Uhr
Zitat von Gaoul
Zitat von genaumann

Und ganz allgemein, sollten sich die meisten hier tatsächlich mal etwas reflektieren.
Ohne Frage sind diese Stadionverträge äußerst ungünstig und wir haben eine überdurchschnittliche Belastung. ZU behaupten, dass wir hier die einzigen Dummen sind ist aber vollkommen grotesk, weil es de facto überhaupt keine mir bekannte Stadt mit Profifußball gibt, wo es nicht Ärger, vor allem finanziellen Ärger zwischen Verein und Stadt gab oder gibt. Aachen ist an dem Ding Pleite gegangen, Kaiserslautern nur durch ein paar Hinterzimmerdeals nicht. Und da findest du noch reichlich andere Beispiele.

Und auf der anderen Seite, wir haben eines der schönsten, lautesten und höchst bewertesten Stadien des ganzen Landes. Wir haben einen Zuschauerschnitt der diesen fehlenden Zuschuss mehrfach wegmacht.

Und Nummer zwei, wir haben einen Verein in der Stadt der regelmäßig Meister und Pokalsieger wird, international spielt und in einer maroden Halle spielt, wo selbst Sanierungen immer wieder verschoben werden. Wir haben einen riesigen Sanierungsstau bei Fußwegen, Schulen, Schwimmhallen etc.


Ist das schon Stockholmsyndrom?

Nummer 1: dann mach dir doch mal nen Begriff, wo man stehen könnte, wenn man den Zuspruch nicht für eine Wuchermiete verbraten müsste. Zumal die Schüssel für diese Miete viel zu klein ist und das Potenzial somit gar nicht ausgeschöpft werden kann.

„Wir“ haben überhaupt nix, das Stadion gehört der Stadt.
Und da liegt auch der Hase im Pfeffer bei dem ganzen „aber die Schulen und Schwimmhallen“-Gejaule, denn Nummer 2: finanziert der ominöse Verein der Stadt eine neue Arena? Ach Nein? Wie sehen denn dessen Mietkonditionen aus? Da ist es wohl selbstverständlich, dass die Stadt Geld reinpumpt und noch mehr reinpumpen sollte?
Werden Schulen oder Schwimmbäder erpresst, ihre Baukosten um ein Mehrfaches zu refinanzieren? Natürlich nicht.

Es wird hier immer wieder in die Richtung gedreht, als habe sich der Verein mit seinem Stadion übernommen und jetzt solle der Steuerzahler ran. Nein, es ist das Stadion der Stadt, die die Preise hochgetrieben hat, um dann den Mieter allein zu lassen. Die Stadt macht ein doppeltes Geschäft an der Sache, und dann folgen Nebelkerzen von maroden Schulen.


Ach komm, das ist doch Bullshit.

Ich habe kein Stockholm-Syndrom, ich habe durchaus starke Kritikpunkte mit Verwaltung und Rat, ich habe auch fast täglich mit denen zu tun. Läuft es gut in Dresden? Natürlich nicht! WIrd sinnvolle Politik gemacht? Nein! Wird die dämliche Stadtpolitik wenigstens gut verwaltet? Natürlich auch nicht!
Haben wir deshalt innerhalb der Stadt riesige Probleme? JA! (Wir übrigens auch in Land und Bund)

Niemand behauptet, dass sich der Verein mit dem Stadion übernommen hat. Und alle wissen, dass die Verträge nicht gut sind.

Vollkommener Unsinn ist dass die Stadt hier irgendein doppeltes Geschäft macht, dazu sind die überhaupt nicht in der Lage.

Und Schulen und Schwimmhallen sind auch keine Nebelkerzen, sondern Pflichtaufgaben der kommunalen Hand. Und die sind teilweise in einem desolaten Zustand oder werden einfach nicht gebaut. Wie kann man denn da glauben, dass ein Profisportverein, da irgendwelche finanziellen Zugeständnisse bekommt?

Wenn die Vertäge jetzt auslaufen würden, hätten wir wahrscheinlich gute Chancen, das Ding günstig zu kaufen (wie das TZ). Das ist aber eben gerade nicht der Fall.

Hier wird es keine Zugeständnisse geben, weil man das auch politisch nicht verkaufen könnte.

Am ehesten wird es noch die Möglichkeit geben, das Gelände Steinhaus da irgendwie rauszulösen. Aber ansonsten gibt es zum Stadion überhaupt kein Spielraum. Und jeder, der sich nur ansatzweise mit kommunalen Finanzen beschäftigt, weiß, dass dies auch über die nächsten Jahre so bleiben wird. Und wenn du dir die politischen Ideen der Parteien so anschaust, wird sich auf Bundesebene auch nichts ändern.
Unsere Finanzen |#4246
12.06.2026 - 15:22 Uhr
Zitat von genaumann
Und wenn du dir die politischen Ideen der Parteien so anschaust, wird sich auf Bundesebene auch nichts ändern.

Mit diesem einen Satz führst du @genaumann deinen ganzen schönen Beitrag ad absurdum weil er beweist, das du eigentlich gar keine Ahnung hast und statt dessen nur irgendwas in's Feulliton posaunst. Es gibt nicht die Politik sondern es gibt unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Auffassungen von Sport und unterschiedlichen Ansätzen (z. B. Spitzensport kontra Massensport usw.). Und all diese Parteien gestehen dem Sport im Allgemeinen einen unterschiedlichen Stellenwert und eine unterschiedliche Förderwürdigkeit zu. Das gilt sowohl auf kommunaler als auch auf Bundesebene.
Zitat von genaumann
die politischen Ideen der Parteien
gibt es so also nicht, weil sie unterstellen das alle Parteien das selbe wollen. Dem ist natürlich bei weitem nicht so. Wenn man sich auch nur Ansatzweise mit Politik und Parteien beschäftigen würde, wüsste man das.
Unsere Finanzen |#4247
12.06.2026 - 16:31 Uhr
Zitat von Dynamite1701
Zitat von genaumann

Und wenn du dir die politischen Ideen der Parteien so anschaust, wird sich auf Bundesebene auch nichts ändern.

Mit diesem einen Satz führst du @genaumann deinen ganzen schönen Beitrag ad absurdum weil er beweist, das du eigentlich gar keine Ahnung hast und statt dessen nur irgendwas in's Feulliton posaunst. Es gibt nicht die Politik sondern es gibt unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Auffassungen von Sport und unterschiedlichen Ansätzen (z. B. Spitzensport kontra Massensport usw.). Und all diese Parteien gestehen dem Sport im Allgemeinen einen unterschiedlichen Stellenwert und eine unterschiedliche Förderwürdigkeit zu. Das gilt sowohl auf kommunaler als auch auf Bundesebene.
Zitat von genaumann

die politischen Ideen der Parteien
gibt es so also nicht, weil sie unterstellen das alle Parteien das selbe wollen. Dem ist natürlich bei weitem nicht so. Wenn man sich auch nur Ansatzweise mit Politik und Parteien beschäftigen würde, wüsste man das.


Natürlich haben die anderen immer keine Ahnung. Zum Glück bist du nicht der, der bei einer MV der SGD den Antrag stellen willst Dresden aus dem Vereinsnamen zu streichen...

Aber vielleicht solltest du einfach noch mal lesen. Es ging dabei überhaupt nicht, um unterschiedliche Ansätze zur Sportpolitik, sondern einzig zur Finanzpolitik. Es gibt nun mal keine Partei die an der Macht ist oder an die Macht will und da eingermaßen Möglichkeiten dazu hätte, die auch nur den Anschein machen, grundsätzlich etwas ändern zu wollen. Und damit meine ich massive staatliche Investititionen. Und solange das nicht passiert, bleibt das Konto bei Stadt und Land eben leer. Und ja, da gibt es "die Politik".
Unsere Finanzen |#4248
19.06.2026 - 11:15 Uhr
Zitat von Dynamite1701
Dynamo Dresden mischt im Merch-Geschäft ganz oben mit https://share.google/eEjuIGcUHjwXBtRLN

Dynamo Dresden als Marke ist eine Erfolgsgeschichte.


Fast zweistellig im Merchandising, das ist tatsächlich ein Brett.
Man mag sich garnicht vorstellen, was mit einem Stadion zu besseren Konditionen und v.a. mit mehr Kapazität alles möglich wäre. In der dritten war das Stadion ja schon zu klein.
In der zweiten Liga könnte man locker 40-50 Tausend Tickets pro Heimspiel verkaufen.
Unsere Finanzen |#4249
19.06.2026 - 21:39 Uhr
Tja, man zahlt sich dämlich und tritt auf der Stelle. Die Stadt hat ein Stadion fast zum Spartarif und der Betreiber verdient sich ne goldene Nase

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"Das hat nix mit Mathematik zu tun, das ist ganz einfaches Rechnen" - Ralf Minge
Unsere Finanzen |#4250
20.06.2026 - 10:31 Uhr
Zitat von Gaoul
Tja, man zahlt sich dämlich und tritt auf der Stelle. Die Stadt hat ein Stadion fast zum Spartarif und der Betreiber verdient sich ne goldene Nase


Tja - wenn man ein gutes Verhältnis zur DFL/DFB hätte, könnte man dort ja mal mit einem Vorschlag aufwarten, irgendwo in Radebeul, Heidenau, Bannewitz etc ein modulares Stadion auf der grünen Wiese zu bauen. Am Anfang noch klein und billig, aber so designt dass man es, je nach Lage der Finanzen, Schritt für Schritt ausbauen kann. Man kann ja regelmäßig, ev. auch mit Hilfe der Fans, langsam immer ein paar tausend Plätze in jeder Sommerpause hinzufügen. Vielleicht so 12-15000 Plätze würden am Anfang völlig reichen. Das kriegt man auch mit wenig Geld hin. Kreditfinanziert für vielleicht 10Mio. - die Rate und Betriebskosten wären dann so viel niedriger, dass man damit locker die (vorerst) niedrigeren Zuschauerzahlen verkraften könnte. Und man es würde ja von Jahr zu Jahr besser werden (langfristig sogar das Potential für deutlich mehr als die 30k im RHS) und man hätte Eigentum. Mit Sondergenehmigung der DFL würde das schon gehen. Elversberg hat auch nur 9000 und spielt damit Bundesliga. Man müsste sich natürlich aus dem Mietvertrag mit der Stadt klagen. Aber angesichts der Konditionen und der damaligen Notsituation des Vereins wäre es realistisch, dass man da Recht bekommt - wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage.

Man muss es ja nicht wirklich tun. Aber realistisch damit drohen würde schon reichen. Denn das wäre, finanziell und imagetechnisch, der Supergau für die Stadt.
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