Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
01.10.2023 - 13:50 Uhr
01.10.2023 - 14:04 Uhr
01.10.2023 - 14:44 Uhr
Das ist meine Lösung die ich finde. Auch wenn sie mir nicht 100% gefällt, finde ich keine bessere.
Budu zentral. Ist der Spieler der noch am meisten als Goalgetter gesehen werden kann. Alternativ matanovic, falls er sich im Training aufdrängen sollte.
Stindl auf links, Schleuse rechts, können das aber auch gerne während dem Spiel auch tauschen. Selbst auch für n Treffer gut, aber eher als Arbeiter und Vorbereiter für Budu.
Dahinter Rossmann für Stindl und Nebel für Schleuse.
Wani und Gondorf als 8er was sie sind.
Hier ist erster Einwechsler Jensen. Sollte Wanni mal runter müssen, Burnic auf links durch seinen Fuss.
Wir schreiben immer, dass Gondorf der defensiv denkenste Spieler im Mittelfeld ist. Allerdings hat Burnic das bei HDH auf der 6 auch oft gespielt. Hier wäre dann Kobald die Alternative, dem ich seine Chance auf der 6 zumindest Mal im Training geben würde. Aushelfen in der IV kann er ja dann immernoch.
Etwas wild wäre evtl dir Idee hier Brosinski einzusetzen? Aber hat die Erfahrung um das spielen zu können, kann ein Spiel antreiben hat aber auch Defensive Qualitäten.
Herold ist für mich defensiv noch schwächer als heise. Wenn dieser aber in meiner Vorstellung nicht mehr so viel nach vorne mit muss, klappt es evtl auch mit der Konzentration defensiv?
Zudem dürfte er bei mir auch Zweikämpfe führen ...
In der IV hat man die Qual der Wahl. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Lässt man Bormuth drin, was ich aufgrund seines Zweikampfverhaltens am Boden tuen möchte, braucht es einen Kopfballspieler neben ihm. Naja ist evtl auch etwas Wunschdenken mit Beifuß. Aber wie Trainer so schön sagen: ist keine Entscheidung gegen Franke sondern wäre eine für Beifuß.
Rechts hab ich überlegt, mich dann für Thiede entschieden weil es Jung gar nicht in der Aufstellung gibt
Bin aber wirklich dafür Thiede wieder eine Chance zu geben. Aufgrund seiner Mentalität. Wobei ich gar nicht weiss wie gut jung defensiv wäre, wenn er denn auch Mal einen Zweikampf führen dürfte.
Bei dieser Idee wären alle Positionen im Training doppelt besetzt. Zudem könnte man gegen den Ball passiv auf 451 gehen, wartend an der Mittellinie oder eben im 433 volles Pressing auf die Abwehr!
Entscheidend wäre, das Budu halt auch trifft. Aber für meinen Geschmack hat das noch die höchste Wahrscheinlichkeit.
Leid täte das mir hier um Nebel, wobei dieser gerne als erster Einwechsler, speziell wenn Schleuse Mal wieder eher einen gebrauchten Tag hat, wäre.
Größter Unterschied zu jetzt wäre die Spielanlage von flachen Pässen und kaum Flanken, da die AVs in der Regel nur bis zur Mittellinie mit aufrücken und dann dieses hochgelobte MF übernehmen muss mit kreativen, schnellen Pässen in die Spitze.
Die AVs stehen dann für den Pass zurück um/ an der Mittellinie, somit kann das MF das Spiel neu aufbauen ohne den Pass ganz weit zurück. Das man bei Kontern damit besser abgesichert wäre sollte auch klar sein.
Sollte Gondorf auch bei dieser vermeintlich leichteren Aufgabestellung nicht zu seiner Form finden, ist Jensen gerne gesehen. Sowieso ist das mit Nebel für mich die naheliegendste Startelf Änderung.
Budu zentral. Ist der Spieler der noch am meisten als Goalgetter gesehen werden kann. Alternativ matanovic, falls er sich im Training aufdrängen sollte.
Stindl auf links, Schleuse rechts, können das aber auch gerne während dem Spiel auch tauschen. Selbst auch für n Treffer gut, aber eher als Arbeiter und Vorbereiter für Budu.
Dahinter Rossmann für Stindl und Nebel für Schleuse.
Wani und Gondorf als 8er was sie sind.
Hier ist erster Einwechsler Jensen. Sollte Wanni mal runter müssen, Burnic auf links durch seinen Fuss.
Wir schreiben immer, dass Gondorf der defensiv denkenste Spieler im Mittelfeld ist. Allerdings hat Burnic das bei HDH auf der 6 auch oft gespielt. Hier wäre dann Kobald die Alternative, dem ich seine Chance auf der 6 zumindest Mal im Training geben würde. Aushelfen in der IV kann er ja dann immernoch.
Etwas wild wäre evtl dir Idee hier Brosinski einzusetzen? Aber hat die Erfahrung um das spielen zu können, kann ein Spiel antreiben hat aber auch Defensive Qualitäten.
Herold ist für mich defensiv noch schwächer als heise. Wenn dieser aber in meiner Vorstellung nicht mehr so viel nach vorne mit muss, klappt es evtl auch mit der Konzentration defensiv?
Zudem dürfte er bei mir auch Zweikämpfe führen ...
In der IV hat man die Qual der Wahl. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Lässt man Bormuth drin, was ich aufgrund seines Zweikampfverhaltens am Boden tuen möchte, braucht es einen Kopfballspieler neben ihm. Naja ist evtl auch etwas Wunschdenken mit Beifuß. Aber wie Trainer so schön sagen: ist keine Entscheidung gegen Franke sondern wäre eine für Beifuß.
Rechts hab ich überlegt, mich dann für Thiede entschieden weil es Jung gar nicht in der Aufstellung gibt
Bin aber wirklich dafür Thiede wieder eine Chance zu geben. Aufgrund seiner Mentalität. Wobei ich gar nicht weiss wie gut jung defensiv wäre, wenn er denn auch Mal einen Zweikampf führen dürfte.
Bei dieser Idee wären alle Positionen im Training doppelt besetzt. Zudem könnte man gegen den Ball passiv auf 451 gehen, wartend an der Mittellinie oder eben im 433 volles Pressing auf die Abwehr!
Entscheidend wäre, das Budu halt auch trifft. Aber für meinen Geschmack hat das noch die höchste Wahrscheinlichkeit.
Leid täte das mir hier um Nebel, wobei dieser gerne als erster Einwechsler, speziell wenn Schleuse Mal wieder eher einen gebrauchten Tag hat, wäre.
Größter Unterschied zu jetzt wäre die Spielanlage von flachen Pässen und kaum Flanken, da die AVs in der Regel nur bis zur Mittellinie mit aufrücken und dann dieses hochgelobte MF übernehmen muss mit kreativen, schnellen Pässen in die Spitze.
Die AVs stehen dann für den Pass zurück um/ an der Mittellinie, somit kann das MF das Spiel neu aufbauen ohne den Pass ganz weit zurück. Das man bei Kontern damit besser abgesichert wäre sollte auch klar sein.
Sollte Gondorf auch bei dieser vermeintlich leichteren Aufgabestellung nicht zu seiner Form finden, ist Jensen gerne gesehen. Sowieso ist das mit Nebel für mich die naheliegendste Startelf Änderung.
01.10.2023 - 18:09 Uhr
Sollte das Spiel gegen Magdeburg genauso laufen wie gegen Kiel, sprich auch die Leistung der etablierten schwach sein, darf man auch gerne mal über eine Systemänderung in der Länderspielpause nachdenken.
Eventuell würde man es schaffen mit einer Dreierkette Defensiver stabiler zu sein UND bei Standards dank der drei IVs gefährlicher bzw. auch stabiler zu sein.
Das spielstarke Mittelfeld würde auch weiterhin bestehen, mit Brosi, Herold und Schleuse wären auch einige Spieler mit Tempo auf dem Platz gegenüber Heise und Jung.
Eventuell würde man es schaffen mit einer Dreierkette Defensiver stabiler zu sein UND bei Standards dank der drei IVs gefährlicher bzw. auch stabiler zu sein.
Das spielstarke Mittelfeld würde auch weiterhin bestehen, mit Brosi, Herold und Schleuse wären auch einige Spieler mit Tempo auf dem Platz gegenüber Heise und Jung.
01.10.2023 - 18:21 Uhr
01.10.2023 - 19:46 Uhr
Zitat von CarstenBier
Sollte das Spiel gegen Magdeburg genauso laufen wie gegen Kiel, sprich auch die Leistung der etablierten schwach sein, darf man auch gerne mal über eine Systemänderung in der Länderspielpause nachdenken.
Eventuell würde man es schaffen mit einer Dreierkette Defensiver stabiler zu sein UND bei Standards dank der drei IVs gefährlicher bzw. auch stabiler zu sein.
Das spielstarke Mittelfeld würde auch weiterhin bestehen, mit Brosi, Herold und Schleuse wären auch einige Spieler mit Tempo auf dem Platz gegenüber Heise und Jung.
Sollte das Spiel gegen Magdeburg genauso laufen wie gegen Kiel, sprich auch die Leistung der etablierten schwach sein, darf man auch gerne mal über eine Systemänderung in der Länderspielpause nachdenken.
Eventuell würde man es schaffen mit einer Dreierkette Defensiver stabiler zu sein UND bei Standards dank der drei IVs gefährlicher bzw. auch stabiler zu sein.
Das spielstarke Mittelfeld würde auch weiterhin bestehen, mit Brosi, Herold und Schleuse wären auch einige Spieler mit Tempo auf dem Platz gegenüber Heise und Jung.
Alle 3 genannten sind aber nicht wirklich schnell. Und ich denke auch nicht schneller als Heise und Jung, Schleuse vllt. Ein AV muss auch kein Sprinter sein.
01.10.2023 - 19:56 Uhr
Tja, auf einen sehr vielversprechenden Saisonstart, für den uns einige Experten als Geheimfavoriten auf den Aufstieg gesehen hatten, folgen einige fragwürdige Auftritte und sowohl die gute tabellarische Ausgangssituation als auch die Euphorie sind erstmal passé. Eine Aufstellung, bei der man sich vor ein paar Wochen noch sagte, man könne die ganze Liga dominieren, ist eine geworden, die harmlos erscheint.
Ich weiß nicht mehr in welchem Thread, aber irgendwo hatte ich neulich den Vergleich zu den Problemen unserer Nationalmannschaft gelesen, der mir auch schon kam: Wir haben zu viele gute zentrale Mittelfeldspieler und versuchen ein System zu finden, in dem möglichst alle davon Platz finden. Tatsächlich glaube ich, kann man die Luxussituation Musiala, Wirtz, Havertz und co. unterzubringen, in der 2. Liga mit Stindl, Wanitzek, Nebel etc. vergleichen.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz von der Systemfrage abrücken, um zu beleuchten wie wir denn in diese Kadersituation gekommen sind. Und ganz ehrlich? Ich glaube, das war ein Dilemma. Mit Wanitzek, Gondorf, Jensen, Breithaupt und Nebel waren wir auf diesen Positionen schon letzte Saison sehr gut aufgestellt. Nun verlies uns Breithaupt - bei dem übrigens viele User meinten, er hätte ja keinen großen Impact auf unser Spiel gehabt und wäre die Ablösesumme nicht wert gewesen, interessanterweise wird jetzt nach einem 6er gerufen - zudem endet die Leihe von Nebel und auch bei Jensen standen die Zeichen zumindest zeitweise auf Abschied.
Dann bekommen wir die einmalige Gelegenheit mit Stindl einen Spieler zurückzubekommen, dessen Format wir uns momentan gar nicht leisten könnten. Übrigens offenbar auch, weil wir uns zum einen in der Vergangenheit gegenüber diesem Spieler gut verhalten haben und der aktuelle Weg mit Becker, Eichner, neuem Stadion etc. alles andere als unattraktiv und unsympathisch zu wirken scheint. Dazu, vielleicht auch deshalb, möchte Nebel, ebenfalls ein Spieler von einer Qualität, die unsere aktuelle Lage übersteigt, sich noch eine Saison an uns verleihen lassen. Ich kann keinem Verantwortlichen einen Vorwurf machen, dass er diese beide Gelegenheiten nutzt, ganz im Gegenteil, das muss man in meinen Augen sogar.
Jetzt könnte man natürlich entgegnen, dass dann wiederum die (Weiter-)Verpflichtungen von Jensen und Burnic auf ähnlichen Positionen unnötig war. Jein, denn man darf nicht verkennen, dass Stindl und Nebel offiziell nur eine Saison bei uns sind und sich bei Gondorf auch irgendwann die Frage nach dem Karriereende stellen wird. Von daher kann ich auch diese Maßnahmen verstehen, empfinde sie sogar als weitsichtig. Aber nichtsdestotrotz führt dieser Umstand nun mal dazu, dass wir zumindest diese Saison ein Überangebot an zentralen, eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler haben und quasi keine Außenstürmer.
Natürlich wäre auch mir ein Stürmer, wobei man hier die katastrophal inkonsequente Vorgehensweise bei der Kaufoption von Kaufmann betonen muss, und noch 1-2 hochqualitativ defensivdenkende Spieler lieber gewesen. Übrigens konnte ich die Euphorie um die Bormuth Rückholaktion nie teilen. Weder sind mir Bormuth und Kobald als herausragendes Duo in Erinnerung geblieben, noch kann ich mich an die öfter erwähnte Offensivstärke bei Standards erinnern, aber vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis da auch. Anyway, so haben wir uns mit in meinen Augen nachvollziehbaren Einzelentscheidungen in eine Luxussituation manövriert.
Kommen wir zurück zur Systemfrage, denn wie schon kurz angerissen, befürchte ich, dass genau diese Luxussituation, auch schnell zum Problem werden kann. Denn wie bei der Nationalelf auch, bin ich der Meinung, dass es nicht gelingen wird, eine Aufstellung zu finden, in denen die meisten dieser Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Zu groß sind die Kompromisse, die am Ende jeder einzelne Spieler gehen muss, um die Formation zu erfüllen. Gleichzeitig sollten wir doch auf unsere Stärke bauen, das ballsichere Kurzpassspiel, welches wir eben gerade wegen diesen Einzelspielern bieten können (siehe bspw. erste Halbzeit HSV).
Von daher wünsche ich mir eine Aufstellung wie das 4-2-2-2, wo bspw. Burnic und Gondorf die Doppelsechs und Stindl und Wanitzek das offensivere Duo bilden. Vorne für den klassischen Stürmerpart Budu oder Matanovic und als Sturmpartner wiederum Schleuse oder Rossmann, die mit ihrer Geschwindigkeit auch mal auf den Außen lauern können und so Platz im Zentrum für die kreativen Jungs lassen. Diese Formation sollte es uns erlauben, unsere spielerische Dominanz aufzubauen und dabei trotzdem in den Einzelpostionen flexibel zu bleiben. Zieht z. B. Burnic vor, kann sich Wanitzek fallen lassen und den Part neben Gondorf phasenweise übernehmen. Gleichzeitig wäre es nicht notwendig mit unseren Außenverteidigern so viel Risiko wie aktuell zu gehen, da sie nicht die Hauptantreiber wären, sondern defensiv stehende sicher Anspielstationen. Ich habe nichts dagegen, wenn Jung einen cleveren Steckpass spielt oder Heise eine Flanke aus dem Halbfeld schlägt, aber in erster Linie sollen die beiden unser Tor mitbeschützen, anstatt Stindl Konkurrenz bei den Scorerpunkten zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur durch unser Mittelfeld und unser Sturm so viel Wirbel erzeugen können, dass wir es uns erlauben können, die AVs nicht zu hoch zu positionieren. Anders wäre es bspw. natürlich mit Hofmann vorne drin, da kann versuchen die außen für Flanken frei zu blocken, die dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit verwertet werden, aber nicht wenn unsere Basis aus spielstarken, technischversierten, eher wendigen Spielern besteht.
Jetzt aber ein Punkt, der mir dabei ganz wichtig ist: Frühe Wechsel! Weshalb? Wir sind in der Lage nahezu jede Mannschaft in dieser Liga spielerisch zu dominieren und ich bin auch überzeugt, dass wir sie früher und aggressiver anlaufen könnten. Ein Ansatz, den ich besonders in Eichners Anfangszeit großartig fand, man erinnert sich bspw. an den Derbysieg gegen den VfB. Dem hinten reindrängen lassen und passiv verteidigen, kann ich dagegen nur wenig abgewinnen. Ich vermute ja immer, dass diese Taktik einer Statistik entspringt, dass Distanzschüsse in unserer Liga eher selten von Erfolg gekrönt sind, aber spätestens seitdem wir auf der Linie, den teilweise überragenden Gersbeck nicht mehr haben (und er auch selbst nachließ), würde ich davon abrücken und stattdessen wieder hohen Druck aufbauen.
Dieser lässt sich aber natürlich nicht über 90 Minuten durchhalten, weshalb ich eben für frühe Wechsel plädiere. Ich würde sogar soweit gehen und offen kommunizieren, dass jedes Spiel ein anderer beginnt und immer zur 60. Minute 4 Wechsel gebracht werden. Ich weiß, das ist ein sehr radikaler Ansatz, aber ich glaube es ist der Bessere unsere vielen Z(O)Ms einzusetzen, als sie auf ungewohnten Positionen unterzubringen. In meiner vorgeschlagenen Aufstellung bedeutet das bspw. Jensen, Nebel, Rossmann und Matanovic für Gondorf, Stindl, Schleuse und Budu einzuwechseln. Den 5. Wechsel kann man dann Nutzen um auf Verletzungen zu reagieren oder den läuferisch mehr geforderten AV auszutauschen.
Von diesem Konzept erwarte ich mir in erster Linie, dass wir über die komplette Partie, die Oberhand im Mittelfeld haben, - was in unserer Liga schon mal ein sehr hohes Gut wäre - der Ball daher meist durch unsere Reihen läuft, wir Offensiv trotzdem flexibel unterwegs sind, aber dennoch Defensiv nicht zu offen stehen und durch intensives Pressing den Ball bei Verlust zügig zurückerobern oder den Gegner zumindest dazu zwingen schnell und unter Druck abschließen zu müssen. Die Qualität das zu tun, sehe ich in der 2. Liga nämlich bei den wenigsten Stürmern.
Genauso würde ich übrigens auch in der Nationalelf vorgehen. Zum Beispiel starten Musiala und Havertz, aber Wirtz (und meinetwegen Brand oder wer auch immer) hat die Garantie, selbst wenn die anderen beiden 4 Tore und 4 Vorlagen gemacht haben, dass er zur 60. rein darf und im Umkehrschluss wissen die anderen beiden, dass sie nichts zurückhalten, sondern in 60 Minuten alles Geben sollen.
Und btw, auch wenn es nicht sein Thread ist, aber Eichner wird ja hier mittlerweile sowieso in jedem diskutiert: Ich fordere nicht seinen Kopf für das Versagen der vergangenen Spiele. Im Gegenteil die Bewältigung der aktuellen "Krise" ist eine Bewährungsprobe und wenn man Kontinuität, sozusagen das Freiburg-Streich-Modell möchte, muss man als Umfeld auch mal solche Phasen aushalten. Bisher ist auch nichts schlimmes passiert, aber ich erwarte mir jetzt schon Lösungsansätze. Der eben beschriebene wäre mein persönlicher, wenn es ein anderer wird, alles Gut, aber es müssen für die kommenden Spiele Änderungen vorgenommen werden.
Ich weiß nicht mehr in welchem Thread, aber irgendwo hatte ich neulich den Vergleich zu den Problemen unserer Nationalmannschaft gelesen, der mir auch schon kam: Wir haben zu viele gute zentrale Mittelfeldspieler und versuchen ein System zu finden, in dem möglichst alle davon Platz finden. Tatsächlich glaube ich, kann man die Luxussituation Musiala, Wirtz, Havertz und co. unterzubringen, in der 2. Liga mit Stindl, Wanitzek, Nebel etc. vergleichen.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz von der Systemfrage abrücken, um zu beleuchten wie wir denn in diese Kadersituation gekommen sind. Und ganz ehrlich? Ich glaube, das war ein Dilemma. Mit Wanitzek, Gondorf, Jensen, Breithaupt und Nebel waren wir auf diesen Positionen schon letzte Saison sehr gut aufgestellt. Nun verlies uns Breithaupt - bei dem übrigens viele User meinten, er hätte ja keinen großen Impact auf unser Spiel gehabt und wäre die Ablösesumme nicht wert gewesen, interessanterweise wird jetzt nach einem 6er gerufen - zudem endet die Leihe von Nebel und auch bei Jensen standen die Zeichen zumindest zeitweise auf Abschied.
Dann bekommen wir die einmalige Gelegenheit mit Stindl einen Spieler zurückzubekommen, dessen Format wir uns momentan gar nicht leisten könnten. Übrigens offenbar auch, weil wir uns zum einen in der Vergangenheit gegenüber diesem Spieler gut verhalten haben und der aktuelle Weg mit Becker, Eichner, neuem Stadion etc. alles andere als unattraktiv und unsympathisch zu wirken scheint. Dazu, vielleicht auch deshalb, möchte Nebel, ebenfalls ein Spieler von einer Qualität, die unsere aktuelle Lage übersteigt, sich noch eine Saison an uns verleihen lassen. Ich kann keinem Verantwortlichen einen Vorwurf machen, dass er diese beide Gelegenheiten nutzt, ganz im Gegenteil, das muss man in meinen Augen sogar.
Jetzt könnte man natürlich entgegnen, dass dann wiederum die (Weiter-)Verpflichtungen von Jensen und Burnic auf ähnlichen Positionen unnötig war. Jein, denn man darf nicht verkennen, dass Stindl und Nebel offiziell nur eine Saison bei uns sind und sich bei Gondorf auch irgendwann die Frage nach dem Karriereende stellen wird. Von daher kann ich auch diese Maßnahmen verstehen, empfinde sie sogar als weitsichtig. Aber nichtsdestotrotz führt dieser Umstand nun mal dazu, dass wir zumindest diese Saison ein Überangebot an zentralen, eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler haben und quasi keine Außenstürmer.
Natürlich wäre auch mir ein Stürmer, wobei man hier die katastrophal inkonsequente Vorgehensweise bei der Kaufoption von Kaufmann betonen muss, und noch 1-2 hochqualitativ defensivdenkende Spieler lieber gewesen. Übrigens konnte ich die Euphorie um die Bormuth Rückholaktion nie teilen. Weder sind mir Bormuth und Kobald als herausragendes Duo in Erinnerung geblieben, noch kann ich mich an die öfter erwähnte Offensivstärke bei Standards erinnern, aber vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis da auch. Anyway, so haben wir uns mit in meinen Augen nachvollziehbaren Einzelentscheidungen in eine Luxussituation manövriert.
Kommen wir zurück zur Systemfrage, denn wie schon kurz angerissen, befürchte ich, dass genau diese Luxussituation, auch schnell zum Problem werden kann. Denn wie bei der Nationalelf auch, bin ich der Meinung, dass es nicht gelingen wird, eine Aufstellung zu finden, in denen die meisten dieser Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Zu groß sind die Kompromisse, die am Ende jeder einzelne Spieler gehen muss, um die Formation zu erfüllen. Gleichzeitig sollten wir doch auf unsere Stärke bauen, das ballsichere Kurzpassspiel, welches wir eben gerade wegen diesen Einzelspielern bieten können (siehe bspw. erste Halbzeit HSV).
Von daher wünsche ich mir eine Aufstellung wie das 4-2-2-2, wo bspw. Burnic und Gondorf die Doppelsechs und Stindl und Wanitzek das offensivere Duo bilden. Vorne für den klassischen Stürmerpart Budu oder Matanovic und als Sturmpartner wiederum Schleuse oder Rossmann, die mit ihrer Geschwindigkeit auch mal auf den Außen lauern können und so Platz im Zentrum für die kreativen Jungs lassen. Diese Formation sollte es uns erlauben, unsere spielerische Dominanz aufzubauen und dabei trotzdem in den Einzelpostionen flexibel zu bleiben. Zieht z. B. Burnic vor, kann sich Wanitzek fallen lassen und den Part neben Gondorf phasenweise übernehmen. Gleichzeitig wäre es nicht notwendig mit unseren Außenverteidigern so viel Risiko wie aktuell zu gehen, da sie nicht die Hauptantreiber wären, sondern defensiv stehende sicher Anspielstationen. Ich habe nichts dagegen, wenn Jung einen cleveren Steckpass spielt oder Heise eine Flanke aus dem Halbfeld schlägt, aber in erster Linie sollen die beiden unser Tor mitbeschützen, anstatt Stindl Konkurrenz bei den Scorerpunkten zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur durch unser Mittelfeld und unser Sturm so viel Wirbel erzeugen können, dass wir es uns erlauben können, die AVs nicht zu hoch zu positionieren. Anders wäre es bspw. natürlich mit Hofmann vorne drin, da kann versuchen die außen für Flanken frei zu blocken, die dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit verwertet werden, aber nicht wenn unsere Basis aus spielstarken, technischversierten, eher wendigen Spielern besteht.
Jetzt aber ein Punkt, der mir dabei ganz wichtig ist: Frühe Wechsel! Weshalb? Wir sind in der Lage nahezu jede Mannschaft in dieser Liga spielerisch zu dominieren und ich bin auch überzeugt, dass wir sie früher und aggressiver anlaufen könnten. Ein Ansatz, den ich besonders in Eichners Anfangszeit großartig fand, man erinnert sich bspw. an den Derbysieg gegen den VfB. Dem hinten reindrängen lassen und passiv verteidigen, kann ich dagegen nur wenig abgewinnen. Ich vermute ja immer, dass diese Taktik einer Statistik entspringt, dass Distanzschüsse in unserer Liga eher selten von Erfolg gekrönt sind, aber spätestens seitdem wir auf der Linie, den teilweise überragenden Gersbeck nicht mehr haben (und er auch selbst nachließ), würde ich davon abrücken und stattdessen wieder hohen Druck aufbauen.
Dieser lässt sich aber natürlich nicht über 90 Minuten durchhalten, weshalb ich eben für frühe Wechsel plädiere. Ich würde sogar soweit gehen und offen kommunizieren, dass jedes Spiel ein anderer beginnt und immer zur 60. Minute 4 Wechsel gebracht werden. Ich weiß, das ist ein sehr radikaler Ansatz, aber ich glaube es ist der Bessere unsere vielen Z(O)Ms einzusetzen, als sie auf ungewohnten Positionen unterzubringen. In meiner vorgeschlagenen Aufstellung bedeutet das bspw. Jensen, Nebel, Rossmann und Matanovic für Gondorf, Stindl, Schleuse und Budu einzuwechseln. Den 5. Wechsel kann man dann Nutzen um auf Verletzungen zu reagieren oder den läuferisch mehr geforderten AV auszutauschen.
Von diesem Konzept erwarte ich mir in erster Linie, dass wir über die komplette Partie, die Oberhand im Mittelfeld haben, - was in unserer Liga schon mal ein sehr hohes Gut wäre - der Ball daher meist durch unsere Reihen läuft, wir Offensiv trotzdem flexibel unterwegs sind, aber dennoch Defensiv nicht zu offen stehen und durch intensives Pressing den Ball bei Verlust zügig zurückerobern oder den Gegner zumindest dazu zwingen schnell und unter Druck abschließen zu müssen. Die Qualität das zu tun, sehe ich in der 2. Liga nämlich bei den wenigsten Stürmern.
Genauso würde ich übrigens auch in der Nationalelf vorgehen. Zum Beispiel starten Musiala und Havertz, aber Wirtz (und meinetwegen Brand oder wer auch immer) hat die Garantie, selbst wenn die anderen beiden 4 Tore und 4 Vorlagen gemacht haben, dass er zur 60. rein darf und im Umkehrschluss wissen die anderen beiden, dass sie nichts zurückhalten, sondern in 60 Minuten alles Geben sollen.
Und btw, auch wenn es nicht sein Thread ist, aber Eichner wird ja hier mittlerweile sowieso in jedem diskutiert: Ich fordere nicht seinen Kopf für das Versagen der vergangenen Spiele. Im Gegenteil die Bewältigung der aktuellen "Krise" ist eine Bewährungsprobe und wenn man Kontinuität, sozusagen das Freiburg-Streich-Modell möchte, muss man als Umfeld auch mal solche Phasen aushalten. Bisher ist auch nichts schlimmes passiert, aber ich erwarte mir jetzt schon Lösungsansätze. Der eben beschriebene wäre mein persönlicher, wenn es ein anderer wird, alles Gut, aber es müssen für die kommenden Spiele Änderungen vorgenommen werden.
01.10.2023 - 20:04 Uhr
Zitat von KApolistaKSC
Tja, auf einen sehr vielversprechenden Saisonstart, für den uns einige Experten als Geheimfavoriten auf den Aufstieg gesehen hatten, folgen einige fragwürdige Auftritte und sowohl die gute tabellarische Ausgangssituation als auch die Euphorie sind erstmal passé. Eine Aufstellung, bei der man sich vor ein paar Wochen noch sagte, man könne die ganze Liga dominieren, ist eine geworden, die harmlos erscheint.
Ich weiß nicht mehr in welchem Thread, aber irgendwo hatte ich neulich den Vergleich zu den Problemen unserer Nationalmannschaft gelesen, der mir auch schon kam: Wir haben zu viele gute zentrale Mittelfeldspieler und versuchen ein System zu finden, in dem möglichst alle davon Platz finden. Tatsächlich glaube ich, kann man die Luxussituation Musiala, Wirtz, Havertz und co. unterzubringen, in der 2. Liga mit Stindl, Wanitzek, Nebel etc. vergleichen.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz von der Systemfrage abrücken, um zu beleuchten wie wir denn in diese Kadersituation gekommen sind. Und ganz ehrlich? Ich glaube, das war ein Dilemma. Mit Wanitzek, Gondorf, Jensen, Breithaupt und Nebel waren wir auf diesen Positionen schon letzte Saison sehr gut aufgestellt. Nun verlies uns Breithaupt - bei dem übrigens viele User meinten, er hätte ja keinen großen Impact auf unser Spiel gehabt und wäre die Ablösesumme nicht wert gewesen, interessanterweise wird jetzt nach einem 6er gerufen - zudem endet die Leihe von Nebel und auch bei Jensen standen die Zeichen zumindest zeitweise auf Abschied.
Dann bekommen wir die einmalige Gelegenheit mit Stindl einen Spieler zurückzubekommen, dessen Format wir uns momentan gar nicht leisten könnten. Übrigens offenbar auch, weil wir uns zum einen in der Vergangenheit gegenüber diesem Spieler gut verhalten haben und der aktuelle Weg mit Becker, Eichner, neuem Stadion etc. alles andere als unattraktiv und unsympathisch zu wirken scheint. Dazu, vielleicht auch deshalb, möchte Nebel, ebenfalls ein Spieler von einer Qualität, die unsere aktuelle Lage übersteigt, sich noch eine Saison an uns verleihen lassen. Ich kann keinem Verantwortlichen einen Vorwurf machen, dass er diese beide Gelegenheiten nutzt, ganz im Gegenteil, das muss man in meinen Augen sogar.
Jetzt könnte man natürlich entgegnen, dass dann wiederum die (Weiter-)Verpflichtungen von Jensen und Burnic auf ähnlichen Positionen unnötig war. Jein, denn man darf nicht verkennen, dass Stindl und Nebel offiziell nur eine Saison bei uns sind und sich bei Gondorf auch irgendwann die Frage nach dem Karriereende stellen wird. Von daher kann ich auch diese Maßnahmen verstehen, empfinde sie sogar als weitsichtig. Aber nichtsdestotrotz führt dieser Umstand nun mal dazu, dass wir zumindest diese Saison ein Überangebot an zentralen, eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler haben und quasi keine Außenstürmer.
Natürlich wäre auch mir ein Stürmer, wobei man hier die katastrophal inkonsequente Vorgehensweise bei der Kaufoption von Kaufmann betonen muss, und noch 1-2 hochqualitativ defensivdenkende Spieler lieber gewesen. Übrigens konnte ich die Euphorie um die Bormuth Rückholaktion nie teilen. Weder sind mir Bormuth und Kobald als herausragendes Duo in Erinnerung geblieben, noch kann ich mich an die öfter erwähnte Offensivstärke bei Standards erinnern, aber vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis da auch. Anyway, so haben wir uns mit in meinen Augen nachvollziehbaren Einzelentscheidungen in eine Luxussituation manövriert.
Kommen wir zurück zur Systemfrage, denn wie schon kurz angerissen, befürchte ich, dass genau diese Luxussituation, auch schnell zum Problem werden kann. Denn wie bei der Nationalelf auch, bin ich der Meinung, dass es nicht gelingen wird, eine Aufstellung zu finden, in denen die meisten dieser Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Zu groß sind die Kompromisse, die am Ende jeder einzelne Spieler gehen muss, um die Formation zu erfüllen. Gleichzeitig sollten wir doch auf unsere Stärke bauen, das ballsichere Kurzpassspiel, welches wir eben gerade wegen diesen Einzelspielern bieten können (siehe bspw. erste Halbzeit HSV).
Von daher wünsche ich mir eine Aufstellung wie das 4-2-2-2, wo bspw. Burnic und Gondorf die Doppelsechs und Stindl und Wanitzek das offensivere Duo bilden. Vorne für den klassischen Stürmerpart Budu oder Matanovic und als Sturmpartner wiederum Schleuse oder Rossmann, die mit ihrer Geschwindigkeit auch mal auf den Außen lauern können und so Platz im Zentrum für die kreativen Jungs lassen. Diese Formation sollte es uns erlauben, unsere spielerische Dominanz aufzubauen und dabei trotzdem in den Einzelpostionen flexibel zu bleiben. Zieht z. B. Burnic vor, kann sich Wanitzek fallen lassen und den Part neben Gondorf phasenweise übernehmen. Gleichzeitig wäre es nicht notwendig mit unseren Außenverteidigern so viel Risiko wie aktuell zu gehen, da sie nicht die Hauptantreiber wären, sondern defensiv stehende sicher Anspielstationen. Ich habe nichts dagegen, wenn Jung einen cleveren Steckpass spielt oder Heise eine Flanke aus dem Halbfeld schlägt, aber in erster Linie sollen die beiden unser Tor mitbeschützen, anstatt Stindl Konkurrenz bei den Scorerpunkten zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur durch unser Mittelfeld und unser Sturm so viel Wirbel erzeugen können, dass wir es uns erlauben können, die AVs nicht zu hoch zu positionieren. Anders wäre es bspw. natürlich mit Hofmann vorne drin, da kann versuchen die außen für Flanken frei zu blocken, die dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit verwertet werden, aber nicht wenn unsere Basis aus spielstarken, technischversierten, eher wendigen Spielern besteht.
Jetzt aber ein Punkt, der mir dabei ganz wichtig ist: Frühe Wechsel! Weshalb? Wir sind in der Lage nahezu jede Mannschaft in dieser Liga spielerisch zu dominieren und ich bin auch überzeugt, dass wir sie früher und aggressiver anlaufen könnten. Ein Ansatz, den ich besonders in Eichners Anfangszeit großartig fand, man erinnert sich bspw. an den Derbysieg gegen den VfB. Dem hinten reindrängen lassen und passiv verteidigen, kann ich dagegen nur wenig abgewinnen. Ich vermute ja immer, dass diese Taktik einer Statistik entspringt, dass Distanzschüsse in unserer Liga eher selten von Erfolg gekrönt sind, aber spätestens seitdem wir auf der Linie, den teilweise überragenden Gersbeck nicht mehr haben (und er auch selbst nachließ), würde ich davon abrücken und stattdessen wieder hohen Druck aufbauen.
Dieser lässt sich aber natürlich nicht über 90 Minuten durchhalten, weshalb ich eben für frühe Wechsel plädiere. Ich würde sogar soweit gehen und offen kommunizieren, dass jedes Spiel ein anderer beginnt und immer zur 60. Minute 4 Wechsel gebracht werden. Ich weiß, das ist ein sehr radikaler Ansatz, aber ich glaube es ist der Bessere unsere vielen Z(O)Ms einzusetzen, als sie auf ungewohnten Positionen unterzubringen. In meiner vorgeschlagenen Aufstellung bedeutet das bspw. Jensen, Nebel, Rossmann und Matanovic für Gondorf, Stindl, Schleuse und Budu einzuwechseln. Den 5. Wechsel kann man dann Nutzen um auf Verletzungen zu reagieren oder den läuferisch mehr geforderten AV auszutauschen.
Von diesem Konzept erwarte ich mir in erster Linie, dass wir über die komplette Partie, die Oberhand im Mittelfeld haben, - was in unserer Liga schon mal ein sehr hohes Gut wäre - der Ball daher meist durch unsere Reihen läuft, wir Offensiv trotzdem flexibel unterwegs sind, aber dennoch Defensiv nicht zu offen stehen und durch intensives Pressing den Ball bei Verlust zügig zurückerobern oder den Gegner zumindest dazu zwingen schnell und unter Druck abschließen zu müssen. Die Qualität das zu tun, sehe ich in der 2. Liga nämlich bei den wenigsten Stürmern.
Genauso würde ich übrigens auch in der Nationalelf vorgehen. Zum Beispiel starten Musiala und Havertz, aber Wirtz (und meinetwegen Brand oder wer auch immer) hat die Garantie, selbst wenn die anderen beiden 4 Tore und 4 Vorlagen gemacht haben, dass er zur 60. rein darf und im Umkehrschluss wissen die anderen beiden, dass sie nichts zurückhalten, sondern in 60 Minuten alles Geben sollen.
Und btw, auch wenn es nicht sein Thread ist, aber Eichner wird ja hier mittlerweile sowieso in jedem diskutiert: Ich fordere nicht seinen Kopf für das Versagen der vergangenen Spiele. Im Gegenteil die Bewältigung der aktuellen "Krise" ist eine Bewährungsprobe und wenn man Kontinuität, sozusagen das Freiburg-Streich-Modell möchte, muss man als Umfeld auch mal solche Phasen aushalten. Bisher ist auch nichts schlimmes passiert, aber ich erwarte mir jetzt schon Lösungsansätze. Der eben beschriebene wäre mein persönlicher, wenn es ein anderer wird, alles Gut, aber es müssen für die kommenden Spiele Änderungen vorgenommen werden.
Tja, auf einen sehr vielversprechenden Saisonstart, für den uns einige Experten als Geheimfavoriten auf den Aufstieg gesehen hatten, folgen einige fragwürdige Auftritte und sowohl die gute tabellarische Ausgangssituation als auch die Euphorie sind erstmal passé. Eine Aufstellung, bei der man sich vor ein paar Wochen noch sagte, man könne die ganze Liga dominieren, ist eine geworden, die harmlos erscheint.
Ich weiß nicht mehr in welchem Thread, aber irgendwo hatte ich neulich den Vergleich zu den Problemen unserer Nationalmannschaft gelesen, der mir auch schon kam: Wir haben zu viele gute zentrale Mittelfeldspieler und versuchen ein System zu finden, in dem möglichst alle davon Platz finden. Tatsächlich glaube ich, kann man die Luxussituation Musiala, Wirtz, Havertz und co. unterzubringen, in der 2. Liga mit Stindl, Wanitzek, Nebel etc. vergleichen.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz von der Systemfrage abrücken, um zu beleuchten wie wir denn in diese Kadersituation gekommen sind. Und ganz ehrlich? Ich glaube, das war ein Dilemma. Mit Wanitzek, Gondorf, Jensen, Breithaupt und Nebel waren wir auf diesen Positionen schon letzte Saison sehr gut aufgestellt. Nun verlies uns Breithaupt - bei dem übrigens viele User meinten, er hätte ja keinen großen Impact auf unser Spiel gehabt und wäre die Ablösesumme nicht wert gewesen, interessanterweise wird jetzt nach einem 6er gerufen - zudem endet die Leihe von Nebel und auch bei Jensen standen die Zeichen zumindest zeitweise auf Abschied.
Dann bekommen wir die einmalige Gelegenheit mit Stindl einen Spieler zurückzubekommen, dessen Format wir uns momentan gar nicht leisten könnten. Übrigens offenbar auch, weil wir uns zum einen in der Vergangenheit gegenüber diesem Spieler gut verhalten haben und der aktuelle Weg mit Becker, Eichner, neuem Stadion etc. alles andere als unattraktiv und unsympathisch zu wirken scheint. Dazu, vielleicht auch deshalb, möchte Nebel, ebenfalls ein Spieler von einer Qualität, die unsere aktuelle Lage übersteigt, sich noch eine Saison an uns verleihen lassen. Ich kann keinem Verantwortlichen einen Vorwurf machen, dass er diese beide Gelegenheiten nutzt, ganz im Gegenteil, das muss man in meinen Augen sogar.
Jetzt könnte man natürlich entgegnen, dass dann wiederum die (Weiter-)Verpflichtungen von Jensen und Burnic auf ähnlichen Positionen unnötig war. Jein, denn man darf nicht verkennen, dass Stindl und Nebel offiziell nur eine Saison bei uns sind und sich bei Gondorf auch irgendwann die Frage nach dem Karriereende stellen wird. Von daher kann ich auch diese Maßnahmen verstehen, empfinde sie sogar als weitsichtig. Aber nichtsdestotrotz führt dieser Umstand nun mal dazu, dass wir zumindest diese Saison ein Überangebot an zentralen, eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler haben und quasi keine Außenstürmer.
Natürlich wäre auch mir ein Stürmer, wobei man hier die katastrophal inkonsequente Vorgehensweise bei der Kaufoption von Kaufmann betonen muss, und noch 1-2 hochqualitativ defensivdenkende Spieler lieber gewesen. Übrigens konnte ich die Euphorie um die Bormuth Rückholaktion nie teilen. Weder sind mir Bormuth und Kobald als herausragendes Duo in Erinnerung geblieben, noch kann ich mich an die öfter erwähnte Offensivstärke bei Standards erinnern, aber vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis da auch. Anyway, so haben wir uns mit in meinen Augen nachvollziehbaren Einzelentscheidungen in eine Luxussituation manövriert.
Kommen wir zurück zur Systemfrage, denn wie schon kurz angerissen, befürchte ich, dass genau diese Luxussituation, auch schnell zum Problem werden kann. Denn wie bei der Nationalelf auch, bin ich der Meinung, dass es nicht gelingen wird, eine Aufstellung zu finden, in denen die meisten dieser Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Zu groß sind die Kompromisse, die am Ende jeder einzelne Spieler gehen muss, um die Formation zu erfüllen. Gleichzeitig sollten wir doch auf unsere Stärke bauen, das ballsichere Kurzpassspiel, welches wir eben gerade wegen diesen Einzelspielern bieten können (siehe bspw. erste Halbzeit HSV).
Von daher wünsche ich mir eine Aufstellung wie das 4-2-2-2, wo bspw. Burnic und Gondorf die Doppelsechs und Stindl und Wanitzek das offensivere Duo bilden. Vorne für den klassischen Stürmerpart Budu oder Matanovic und als Sturmpartner wiederum Schleuse oder Rossmann, die mit ihrer Geschwindigkeit auch mal auf den Außen lauern können und so Platz im Zentrum für die kreativen Jungs lassen. Diese Formation sollte es uns erlauben, unsere spielerische Dominanz aufzubauen und dabei trotzdem in den Einzelpostionen flexibel zu bleiben. Zieht z. B. Burnic vor, kann sich Wanitzek fallen lassen und den Part neben Gondorf phasenweise übernehmen. Gleichzeitig wäre es nicht notwendig mit unseren Außenverteidigern so viel Risiko wie aktuell zu gehen, da sie nicht die Hauptantreiber wären, sondern defensiv stehende sicher Anspielstationen. Ich habe nichts dagegen, wenn Jung einen cleveren Steckpass spielt oder Heise eine Flanke aus dem Halbfeld schlägt, aber in erster Linie sollen die beiden unser Tor mitbeschützen, anstatt Stindl Konkurrenz bei den Scorerpunkten zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur durch unser Mittelfeld und unser Sturm so viel Wirbel erzeugen können, dass wir es uns erlauben können, die AVs nicht zu hoch zu positionieren. Anders wäre es bspw. natürlich mit Hofmann vorne drin, da kann versuchen die außen für Flanken frei zu blocken, die dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit verwertet werden, aber nicht wenn unsere Basis aus spielstarken, technischversierten, eher wendigen Spielern besteht.
Jetzt aber ein Punkt, der mir dabei ganz wichtig ist: Frühe Wechsel! Weshalb? Wir sind in der Lage nahezu jede Mannschaft in dieser Liga spielerisch zu dominieren und ich bin auch überzeugt, dass wir sie früher und aggressiver anlaufen könnten. Ein Ansatz, den ich besonders in Eichners Anfangszeit großartig fand, man erinnert sich bspw. an den Derbysieg gegen den VfB. Dem hinten reindrängen lassen und passiv verteidigen, kann ich dagegen nur wenig abgewinnen. Ich vermute ja immer, dass diese Taktik einer Statistik entspringt, dass Distanzschüsse in unserer Liga eher selten von Erfolg gekrönt sind, aber spätestens seitdem wir auf der Linie, den teilweise überragenden Gersbeck nicht mehr haben (und er auch selbst nachließ), würde ich davon abrücken und stattdessen wieder hohen Druck aufbauen.
Dieser lässt sich aber natürlich nicht über 90 Minuten durchhalten, weshalb ich eben für frühe Wechsel plädiere. Ich würde sogar soweit gehen und offen kommunizieren, dass jedes Spiel ein anderer beginnt und immer zur 60. Minute 4 Wechsel gebracht werden. Ich weiß, das ist ein sehr radikaler Ansatz, aber ich glaube es ist der Bessere unsere vielen Z(O)Ms einzusetzen, als sie auf ungewohnten Positionen unterzubringen. In meiner vorgeschlagenen Aufstellung bedeutet das bspw. Jensen, Nebel, Rossmann und Matanovic für Gondorf, Stindl, Schleuse und Budu einzuwechseln. Den 5. Wechsel kann man dann Nutzen um auf Verletzungen zu reagieren oder den läuferisch mehr geforderten AV auszutauschen.
Von diesem Konzept erwarte ich mir in erster Linie, dass wir über die komplette Partie, die Oberhand im Mittelfeld haben, - was in unserer Liga schon mal ein sehr hohes Gut wäre - der Ball daher meist durch unsere Reihen läuft, wir Offensiv trotzdem flexibel unterwegs sind, aber dennoch Defensiv nicht zu offen stehen und durch intensives Pressing den Ball bei Verlust zügig zurückerobern oder den Gegner zumindest dazu zwingen schnell und unter Druck abschließen zu müssen. Die Qualität das zu tun, sehe ich in der 2. Liga nämlich bei den wenigsten Stürmern.
Genauso würde ich übrigens auch in der Nationalelf vorgehen. Zum Beispiel starten Musiala und Havertz, aber Wirtz (und meinetwegen Brand oder wer auch immer) hat die Garantie, selbst wenn die anderen beiden 4 Tore und 4 Vorlagen gemacht haben, dass er zur 60. rein darf und im Umkehrschluss wissen die anderen beiden, dass sie nichts zurückhalten, sondern in 60 Minuten alles Geben sollen.
Und btw, auch wenn es nicht sein Thread ist, aber Eichner wird ja hier mittlerweile sowieso in jedem diskutiert: Ich fordere nicht seinen Kopf für das Versagen der vergangenen Spiele. Im Gegenteil die Bewältigung der aktuellen "Krise" ist eine Bewährungsprobe und wenn man Kontinuität, sozusagen das Freiburg-Streich-Modell möchte, muss man als Umfeld auch mal solche Phasen aushalten. Bisher ist auch nichts schlimmes passiert, aber ich erwarte mir jetzt schon Lösungsansätze. Der eben beschriebene wäre mein persönlicher, wenn es ein anderer wird, alles Gut, aber es müssen für die kommenden Spiele Änderungen vorgenommen werden.
Sehr guter Absatz…. super geschrieben
02.10.2023 - 02:14 Uhr
Am Ende fehlt uns total die Balance… trotzdem spielen auf dem Papier die 11 stärksten.
Solange unser Problem ist das wir keinen Zerstörer im Mittelfeld haben würde ich es in der 4er Abwehr eventuell-analog zur WM 2014- mit 4 rein Defensiv denkenden Verteidiger versuchen
Solange unser Problem ist das wir keinen Zerstörer im Mittelfeld haben würde ich es in der 4er Abwehr eventuell-analog zur WM 2014- mit 4 rein Defensiv denkenden Verteidiger versuchen
02.10.2023 - 07:15 Uhr
Was haltet Ihr vom "Tannenbaum" mit unserem Spielermaterial ?
Defensives Mittelfeld gestärkt , links mit Burnic (Linksfuss) und Brosi auf rechts ... beide könnten in der Vorwärtsbewegung die Räume dementsprechend nutzen ( auch ein 4-1-4-1 wäre dann beim verschieben möglich ) und mit ihrem starken Fuss Flanken bzw. Bälle auf das OM ablegen .
Zentrales OM mit Anbindung zum Sturm - Wani & LS bzw. Nebel (als Wechselspieler) .
Drei starke OM Spieler für zwei Positionen .
Vorne drin Budu (oder Schleuse)
Defensives Mittelfeld gestärkt , links mit Burnic (Linksfuss) und Brosi auf rechts ... beide könnten in der Vorwärtsbewegung die Räume dementsprechend nutzen ( auch ein 4-1-4-1 wäre dann beim verschieben möglich ) und mit ihrem starken Fuss Flanken bzw. Bälle auf das OM ablegen .
Zentrales OM mit Anbindung zum Sturm - Wani & LS bzw. Nebel (als Wechselspieler) .
Drei starke OM Spieler für zwei Positionen .
Vorne drin Budu (oder Schleuse)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butch1 am 02.10.2023 um 07:33 Uhr bearbeitet
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