Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
10.01.2018 - 18:03 Uhr
4 1 4 1 dann mit Muslija und Wanni auf der 8. Mehlem auf der 6, oder?
10.01.2018 - 19:27 Uhr
Abseits-ka hat das leider ein bißchen ungenau ausgeführt. "Muslija neben Mehlem", dachte zuerst an ein 4-2-3-1 mit Wanitzek auf der 10 und Lorenz auf der linken Seite. Ein 4-1-4-1 halte ich da auch für realistischer, weils eigentlich so am ehesten Sinn macht, dass sich Mehlem dann im Spielaufbau in die IV fallen lässt. Damit kann man die Bälle im Aufbau dann leichter an die 8er und Flügelspieler übergeben und muss nicht diesen Käse mit direkter Ablage der IVs auf die Stürmer so weiter praktizieren. Ergo müsste man dann aber von ausgehen, dass Marcel nicht mehr groß vor dem Tor auftaucht und nicht mehr so frei marschieren kann. Wäre ja dann eine ähnliche Rolle wie Schweini oder Alonso unter Pep in München. Wobei halt bei uns bisher immer 2 Stürmer gesetzt waren, der Aufstellung nach gestern auch immer 2 Stürmer auf dem Feld standen, das würde dann wiederrum nicht so für ein 4-1-4-1 sprechen.
10.01.2018 - 19:38 Uhr
Paderborn spielt auch in 4-1-4-1 und sehr erfolgteich,haben glaube ich die meisten Tore?
Wir haben es auch mal unter Kauce gespielt in Reli-Jahr Anfang der Saison. Bis dahin als sich Krebs dann verletzte auch sehr erfogreich.
Ich glaube das Material haben wir auch für ein 4-1-4-1
Wir haben es auch mal unter Kauce gespielt in Reli-Jahr Anfang der Saison. Bis dahin als sich Krebs dann verletzte auch sehr erfogreich.
Ich glaube das Material haben wir auch für ein 4-1-4-1
10.01.2018 - 21:27 Uhr
Wildpark-TV nach testete Alois ein 4-3-3, schien dann aber nicht so richtig zu laufen.
KSC-Testspiel | San Fernando CD
KSC-Testspiel | San Fernando CD
11.01.2018 - 05:26 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Abseits-ka hat das leider ein bißchen ungenau ausgeführt. "Muslija neben Mehlem", dachte zuerst an ein 4-2-3-1 mit Wanitzek auf der 10 und Lorenz auf der linken Seite. Ein 4-1-4-1 halte ich da auch für realistischer, weils eigentlich so am ehesten Sinn macht, dass sich Mehlem dann im Spielaufbau in die IV fallen lässt. Damit kann man die Bälle im Aufbau dann leichter an die 8er und Flügelspieler übergeben und muss nicht diesen Käse mit direkter Ablage der IVs auf die Stürmer so weiter praktizieren. Ergo müsste man dann aber von ausgehen, dass Marcel nicht mehr groß vor dem Tor auftaucht und nicht mehr so frei marschieren kann. Wäre ja dann eine ähnliche Rolle wie Schweini oder Alonso unter Pep in München. Wobei halt bei uns bisher immer 2 Stürmer gesetzt waren, der Aufstellung nach gestern auch immer 2 Stürmer auf dem Feld standen, das würde dann wiederrum nicht so für ein 4-1-4-1 sprechen.
Abseits-ka hat das leider ein bißchen ungenau ausgeführt. "Muslija neben Mehlem", dachte zuerst an ein 4-2-3-1 mit Wanitzek auf der 10 und Lorenz auf der linken Seite. Ein 4-1-4-1 halte ich da auch für realistischer, weils eigentlich so am ehesten Sinn macht, dass sich Mehlem dann im Spielaufbau in die IV fallen lässt. Damit kann man die Bälle im Aufbau dann leichter an die 8er und Flügelspieler übergeben und muss nicht diesen Käse mit direkter Ablage der IVs auf die Stürmer so weiter praktizieren. Ergo müsste man dann aber von ausgehen, dass Marcel nicht mehr groß vor dem Tor auftaucht und nicht mehr so frei marschieren kann. Wäre ja dann eine ähnliche Rolle wie Schweini oder Alonso unter Pep in München. Wobei halt bei uns bisher immer 2 Stürmer gesetzt waren, der Aufstellung nach gestern auch immer 2 Stürmer auf dem Feld standen, das würde dann wiederrum nicht so für ein 4-1-4-1 sprechen.
Mehlem sehe ich sicher nicht als den Spieler, der von hinten mit aufbaut, da ist er nicht Ballsicher genug. Und wie du sagst nimmt man ihm so auch seine Stärke, seine dynamischen Lothar Matthäus Antritte.
Als Hilfe für die IV sehe ich nur Wanitzek.
Bülöw kann das sicher auch solide, leider ist er aber mMn in anderen Bereichen zu schwach für die Startelf, v.a. Viel zu statisch.
11.01.2018 - 20:27 Uhr
Ich kann mir das nur vorstellen, wenn er das Spiel vor sich hat und nicht mit Rücken zum Gegner an den Ball kommt. Wars Magdeburg mit dem bösen Ballvertändler? Zumindest die Szene hab ich noch bildlich vor meinen Augen. Wenn es der Mannschaft zugute kommt, dann könnte ich schon mit Leben. Wenn man gegen San im 4-3-3 angefangen hat und der KSC erst im 4-4-2 ins Rollen kam, dann dürfte das Experiment wohl erst mal nicht in den Ligaalltag rüberschwappen. Man könnte aber, falls Muslija als 8er das auf die Reihe bekommt, im Spiel aus der bisherig gespielten Formation switchen. Also so:
442-4411:
--Bader----Gordon-------Pisot-------Föhre
Camoglu--Mehlem---Wanitzek--Muslija
---------------Fink-----------------------------------
------------------------ Schleuse------------------
433:
Bader-Gordon-Pisot-Föhre
-----------Mehlem-------------
---Wanitzek-------Muslija-----
-Camoglu--Fink----Schleuse
Im Spielaufbau hinten raus dann so:
-----Gordon----Mehlem----Pisot------
Bader----Wanitzek--Muslija---Föhre
Camoglu-----Fink-----Schleuse------
Sehe da ein paar Sachen die mir gut gefallen würden.
Camoglu könnte ein Stück weit tiefer spielen, muss nicht als Flügelstürmer sein, eher Anspielstation um seine Nebenleute ins Spiel zu bringen. Fink kann ebenfalls mit raus schieben, sich fallen lassen und das Spiel am Laufen halten, während Schleuse dann in die Zentrale gehen könnte. Starrer gesehen kann Schleuse auch auf dem Flügel in die letzte Reihe und muss sich nicht in den Spielaufbau groß einschalten. Rechte Seite wäre dann die spielmachende Seite, während auf links dann Raum auf geht und Schleuse Platz hat, Muslija sich dann der Manndeckung leichter entziehen könnte.
Hohes Pressing kannst auch spielen, Mehlem agiert dann als absichernder Abräumer für Wani und Florent. Muslija fühlt sich in den Halbräumen eh am wohlsten, da könnte er weiterhin agieren und hätte weiter eine ordentliche Absicherung. Marvin dazu dann höher stehend auch mal Schnittstellenpässe versuchen, anstatt die eher wenig risikofreudigen Pässe im Aufbauspiel. Aber alles natürlich Spekulatius und noch nicht bedacht, was so alles dabei auch schief gehen könnte.
442-4411:
--Bader----Gordon-------Pisot-------Föhre
Camoglu--Mehlem---Wanitzek--Muslija
---------------Fink-----------------------------------
------------------------ Schleuse------------------
433:
Bader-Gordon-Pisot-Föhre
-----------Mehlem-------------
---Wanitzek-------Muslija-----
-Camoglu--Fink----Schleuse
Im Spielaufbau hinten raus dann so:
-----Gordon----Mehlem----Pisot------
Bader----Wanitzek--Muslija---Föhre
Camoglu-----Fink-----Schleuse------
Sehe da ein paar Sachen die mir gut gefallen würden.
Camoglu könnte ein Stück weit tiefer spielen, muss nicht als Flügelstürmer sein, eher Anspielstation um seine Nebenleute ins Spiel zu bringen. Fink kann ebenfalls mit raus schieben, sich fallen lassen und das Spiel am Laufen halten, während Schleuse dann in die Zentrale gehen könnte. Starrer gesehen kann Schleuse auch auf dem Flügel in die letzte Reihe und muss sich nicht in den Spielaufbau groß einschalten. Rechte Seite wäre dann die spielmachende Seite, während auf links dann Raum auf geht und Schleuse Platz hat, Muslija sich dann der Manndeckung leichter entziehen könnte.
Hohes Pressing kannst auch spielen, Mehlem agiert dann als absichernder Abräumer für Wani und Florent. Muslija fühlt sich in den Halbräumen eh am wohlsten, da könnte er weiterhin agieren und hätte weiter eine ordentliche Absicherung. Marvin dazu dann höher stehend auch mal Schnittstellenpässe versuchen, anstatt die eher wenig risikofreudigen Pässe im Aufbauspiel. Aber alles natürlich Spekulatius und noch nicht bedacht, was so alles dabei auch schief gehen könnte.
12.01.2018 - 09:49 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Ich kann mir das nur vorstellen, wenn er das Spiel vor sich hat und nicht mit Rücken zum Gegner an den Ball kommt. Wars Magdeburg mit dem bösen Ballvertändler? Zumindest die Szene hab ich noch bildlich vor meinen Augen. Wenn es der Mannschaft zugute kommt, dann könnte ich schon mit Leben. Wenn man gegen San im 4-3-3 angefangen hat und der KSC erst im 4-4-2 ins Rollen kam, dann dürfte das Experiment wohl erst mal nicht in den Ligaalltag rüberschwappen. Man könnte aber, falls Muslija als 8er das auf die Reihe bekommt, im Spiel aus der bisherig gespielten Formation switchen. Also so:
442-4411:
--Bader----Gordon-------Pisot-------Föhre
Camoglu--Mehlem---Wanitzek--Muslija
---------------Fink-----------------------------------
------------------------ Schleuse------------------
433:
Bader-Gordon-Pisot-Föhre
-----------Mehlem-------------
---Wanitzek-------Muslija-----
-Camoglu--Fink----Schleuse
Im Spielaufbau hinten raus dann so:
-----Gordon----Mehlem----Pisot------
Bader----Wanitzek--Muslija---Föhre
Camoglu-----Fink-----Schleuse------
Sehe da ein paar Sachen die mir gut gefallen würden.
Camoglu könnte ein Stück weit tiefer spielen, muss nicht als Flügelstürmer sein, eher Anspielstation um seine Nebenleute ins Spiel zu bringen. Fink kann ebenfalls mit raus schieben, sich fallen lassen und das Spiel am Laufen halten, während Schleuse dann in die Zentrale gehen könnte. Starrer gesehen kann Schleuse auch auf dem Flügel in die letzte Reihe und muss sich nicht in den Spielaufbau groß einschalten. Rechte Seite wäre dann die spielmachende Seite, während auf links dann Raum auf geht und Schleuse Platz hat, Muslija sich dann der Manndeckung leichter entziehen könnte.
Hohes Pressing kannst auch spielen, Mehlem agiert dann als absichernder Abräumer für Wani und Florent. Muslija fühlt sich in den Halbräumen eh am wohlsten, da könnte er weiterhin agieren und hätte weiter eine ordentliche Absicherung. Marvin dazu dann höher stehend auch mal Schnittstellenpässe versuchen, anstatt die eher wenig risikofreudigen Pässe im Aufbauspiel. Aber alles natürlich Spekulatius und noch nicht bedacht, was so alles dabei auch schief gehen könnte.
Ich kann mir das nur vorstellen, wenn er das Spiel vor sich hat und nicht mit Rücken zum Gegner an den Ball kommt. Wars Magdeburg mit dem bösen Ballvertändler? Zumindest die Szene hab ich noch bildlich vor meinen Augen. Wenn es der Mannschaft zugute kommt, dann könnte ich schon mit Leben. Wenn man gegen San im 4-3-3 angefangen hat und der KSC erst im 4-4-2 ins Rollen kam, dann dürfte das Experiment wohl erst mal nicht in den Ligaalltag rüberschwappen. Man könnte aber, falls Muslija als 8er das auf die Reihe bekommt, im Spiel aus der bisherig gespielten Formation switchen. Also so:
442-4411:
--Bader----Gordon-------Pisot-------Föhre
Camoglu--Mehlem---Wanitzek--Muslija
---------------Fink-----------------------------------
------------------------ Schleuse------------------
433:
Bader-Gordon-Pisot-Föhre
-----------Mehlem-------------
---Wanitzek-------Muslija-----
-Camoglu--Fink----Schleuse
Im Spielaufbau hinten raus dann so:
-----Gordon----Mehlem----Pisot------
Bader----Wanitzek--Muslija---Föhre
Camoglu-----Fink-----Schleuse------
Sehe da ein paar Sachen die mir gut gefallen würden.
Camoglu könnte ein Stück weit tiefer spielen, muss nicht als Flügelstürmer sein, eher Anspielstation um seine Nebenleute ins Spiel zu bringen. Fink kann ebenfalls mit raus schieben, sich fallen lassen und das Spiel am Laufen halten, während Schleuse dann in die Zentrale gehen könnte. Starrer gesehen kann Schleuse auch auf dem Flügel in die letzte Reihe und muss sich nicht in den Spielaufbau groß einschalten. Rechte Seite wäre dann die spielmachende Seite, während auf links dann Raum auf geht und Schleuse Platz hat, Muslija sich dann der Manndeckung leichter entziehen könnte.
Hohes Pressing kannst auch spielen, Mehlem agiert dann als absichernder Abräumer für Wani und Florent. Muslija fühlt sich in den Halbräumen eh am wohlsten, da könnte er weiterhin agieren und hätte weiter eine ordentliche Absicherung. Marvin dazu dann höher stehend auch mal Schnittstellenpässe versuchen, anstatt die eher wenig risikofreudigen Pässe im Aufbauspiel. Aber alles natürlich Spekulatius und noch nicht bedacht, was so alles dabei auch schief gehen könnte.

Macht Sinn, Rudi. Danke.
15.02.2018 - 00:38 Uhr
Osnabrück – Karlsruhe
Vor dem Spiel auf kicker.de die Osnabrücker im 3-1-4-2 prophezeit, ich dann anfangs ratlos vor der Glotze gehockt. 3-1-4-2 war das früh erkennbar nicht, ein vermutetes 4-1-2-1-2/4-1-3-2 oder 3-1-3-3 gab es nicht wiederholend zu sehen. Mal 4er-Kette, dann doch wieder 5er-Kette, plötzlich nur noch 2 IV absichernd und wer ist eigentlich der 6er? Derjenige, der in die Offensive mit geht, oder der derjenige, der sich ständig in die IV fallen lässt? Ein Graus. Ah ein sehr fluides 5-3-2, jetzerdle.
Der zentrale IV der Osnabrücker spielte den Vorstopper oder rausrückenden Libero, rückte also im Aufbau ins defensive Mittelfeld, während seine Neben-IV sehr breit standen. Die AV hatten nun die Möglichkeit hoch zu schieben und das brachte den KSC dann in große Nöte. Das Aufbauspiel der Osnabrücker fand gemächlich statt und sie brachten es durch, der KSC musste sich fallen lassen, hohes Pressing war in der 4-4-2 Formation nicht drin. Während Fink und Schleusener nebeneinander stehend das Pressing nicht aufhalten konnten, blieben beide offensiv stehen. Knackpunkt also das hochschieben der AV. Muslija und Thiede hätten beide durchrauschen lassen können, hätten ja dann Föhrenbach oder Bader aufnehmen können, doch das war zu heikel. Die beiden Stürmer der Osnabrücker versuchten beständig in die Schnittstelle der IV und AV zu gehen, damit mussten beide in der Abwehrkette verbleiben und den Zugriff auf diese aufrecht erhalten. Ok, decken Thiede und Muslija die AV ab, das taten sie anfangs auch, nur dann kamen Mehlem und Wanitzek ins Schwimmen, da die Osnabrücker ja noch 3 zentrale MF-Spieler aufboten, ergo ein Mann zu viel für beide. Muslija löste das dann situativ gut. Er deckte den AV, rückte dann wenn es nötig war ein, nahm einen der zentralen Leute auf oder versuchte ihn zu stellen. Thiede schwamm ein Stück weit. Rückte er ein, ging der AV der Osnabrücker steil und bekam den Ball. Föhrenbach musste den dann aufnehmen, Pisot und Gordon rückten, um die Abstände gering zu halten, mit raus, Bader wurde quasi zum rechten IV. Es wurde teils brenzlig, da Kopfballspiel nicht so Baders Stärke ist. Thiede war sichtlich bemüht das aufzufangen, seine Blicke gingen dann beständig auf den AV und den im Halbraum agierenden ZM, während er auf seiner Position versuchte Lösungen zu finden, Lücken schließen, Passwege zustellen, Gegner abdecken. Da man also sehr mit der Abstimmung in der Defensive beschäftigt war, diktierten die Osnabrücker.
Meist blieb ein 8er erst mal absichernd stehen, rückte aber ebenfalls auf, wenn der Ball über die Mittellinie gespielt wurde, dann übernahm der zentrale IV seine Rolle. Ein Achter versuchte sich hinter Mehlem und Wanitzek als 10er, während der verbleibende Achter das Zusammenspiel über die Flügel suchte, nahstehende Rückspielstation im Halbraum. Die Stürmer der Osnabrücker brachten dann noch mehr Bewegung rein, da ab und an einer auf den Flügel ging, wenn der AV nicht überlief, was ebenso der sich hinter Wanitzek und Mehlem positionierende 8er später situativ versuchte. Die Osnabrücker hatten bei Ballverlust gleich guten Zugriff auf unsren Ballträger und pressten im Kollektiv stark. Es war teilweise riesiger Raum in der Zentrale frei, den der KSC nicht nutzen konnte. Die beiden verbleibenden IV, sowie der vorgerückte zentrale IV, sicherten Fink und Schleusener ab. Fink ließ sich teils fallen, verteidigte in der Zentrale mit, doch damit stand der KSC dann logischerweise viel zu tief und Schleuse von 2 Mann abgesichert. Die IV rückten ja nicht auf Höhe der Mittellinie, Bälle über die Abwehr war keine wirkliche Option. Da Thiede und Muslija in der Abwehr damit gebunden waren, da sie ihre Rolle in der Defensive ständig neu auffassen mussten, also AV absichern oder in die Zentrale einrücken, konnten sie im Aufbauspiel wenig beitragen, sie standen dann bei Ballgewinn zu nahe an ihren Mitspielern, während Fink und Schleusener gebunden waren.
Der KSC konnte also wenn nur über die Zentrale aufbauen und da hatten Mehlem und Wanitzek Probleme, weil sie schnell gestellt wurden. Kombinationsspiel war nicht drin, weil sie meist mit Rücken zum gegnerischen Tor den Ball annahmen, sich dann drehten, und nur Fink und Schleuse in der Zentrale als Anspielstation bereit standen, während die Osnabrücker sie gleich in vollem Tempo stellten. Der KSC hatte das Spiel dann in der 1. Hälfte nicht unter Kontrolle, doch stand man trotz der schwierigen Bedingungen, weil der Gegner das halt intensiv ausspielte, hinten trotzdem sicher. Man löste das dann mit einer sehr statischen Spielweise in der Defensive, eigentlich Bülows Paradedisziplin.
Zwischenraum IV-ZM eng halten, verschieben, nicht zu sehr locken lassen. Logisch dass also der Osnabrück-8er, der zuerst den Weg in den Zwischenraum Mittelfeld-IV in der Zentrale suchte, dann immer öfter versuchte in die Schnittstellen der Abwehr zu gehen oder auf den Flügel rauszuschieben. Osnabrück war richtig stark, aber wie viele Hochkaräter hatten sie dann letztlich in Hälfte 1? Würde nur eine große Chance zählen, als kein Abwehrspieler ein Bein dazwischen bekam. Osnabrück spielte dann auch nicht perfekt, der Einsatz und die vielen Läufe kosteten Körner und es geht fast unweigerlich ab und an übers Ziel hinaus, wenn man mit 3-4 Mann in letzter Reihe steht und in der Chancenerarbeitung an der falschen Stelle den Ball hergibt. Der KSC hatte dann Möglichkeiten über Muslija. Zuerst war sein Pass auf Schleuse zu harmlos. Er hatte nochmal in fast identischer Ausrichtung die Möglichkeit, aber anstatt zentraler zu bleiben und noch einen Schritt zu gehen, ging er dann vom IV weg und versemmelte die große Chance zu leicht.
Zur Pause gab es dann wohl großen Redebedarf, lt. Telekom-Reporter nutzte der KSC die Pausenzeit maximal aus - „Die Tür ist noch zu“. Die Stimmen in der Pause brachten nichts erhellendes, Moutas ließ den Reporter nicht in die Karten blicken, typische Floskeln, alle hatten das Spiel genau so für das eigene Tem
erwartet.
Wirklich große Sorgen hatte ich nicht, mal abseits von, dass ein Ball mal blöd verspringt oder ein Kopfball dem falschen Spieler vor die Füße fällt. Der KSC spielte nicht nervös, ausgelaugt war das auch nicht, das war statisch den Gegner passend aufgenommen. Ergo hatten die Osnabrücker in der 1. Hälfte weit mehr Aufwand betrieben, die Hoffnung also da, dass der KSC in Hälfte 2 das Spiel dann in die Hand nimmt.
Das gelang aber erst mal nicht, Anpassungen waren keine sichtbar. Zwar kam man dann so langsam besser hinten raus, aber gerade Fink war heute wie gegen Köln nicht wirklich gut drauf (mal abseits der tollen Vorlage war seine Leistung da auch schon nicht so gut), Schleusener vermochte Bälle auch nicht zu halten. Thiede fiel wenig ein, also meist Pass in die Zentrale und keine gute Freilauf-Bewegung darauf, es musste dann erst mal über Bader und Muslija gehen, die beide heute ein ums andere Mal tolle Finten zeigten, gut abgestimmt spielten.
Letztlich kippte das Spiel dann so ab der 70. Minute in Richtung des KSC. Bei den Osnabrückern war nun zu spüren, dass sie das Tempo nicht bis zum Ende durchhalten. Sie versuchten sich weiter in ihrer Spielweise, rückten auf, doch bei Ballverlust blieben dann teils erst mal 4-5 Leute vorne stehen und gingen gar nicht mehr ins Gegenpressing über, auch war in deren Spiel bei weitem nicht mehr so viel Bewegung drin. Bei Ballgewinn schalteten dann Wanitzek und Mehlem mit Ball am Fuß direkt um, gingen durch die Zentrale und spielten dann auf die Flügel. Bader und Muslija zeigten tolle Ansätze, doch deren Seite machten die Osnabrücker ganz gut dicht und damit kamen dann Thiede und Föhrenbach ins Spiel. Föhrenbach verteilte die Bälle noch sehr ordentlich, doch mit Thiede war das sichtbar nicht so eingespielt, Thiede war in die Zentrale einrückend schnell vom Ball getrennt. Es lief dann auf Flanken hinaus, Thiede von links. Nachdem klar sichtbar war, dass der KSC die Kontrolle hatte und von Osnabrück nichts mehr kam, durfte DSE aufs Feld. Wäre vielleicht noch sinnig gewesen Lorenz zu bringen, aber der kam leider nicht. Thiede flankte weiter, Föhre lief den Gegner im Halbraum mit Ball an, beides brachte dem KSC aber nichts ein. Kurz vor Abpfiff dann noch Marvin, der bei der ersten Aktion gleich mal wieder mit dem Kopf nach unten ins Nirvana marschierte. Nicht nur Wanitzek hob nach der ersten!! Szene beide Hände. Würde ja gerne mal im Training zuschauen, ob Marvin da auch so auf sein Spiel fokussiert ist. In der 2. Szene wollte er dann Tempo aufnehmen und legte sich gleich auf den Hosenboden. Ich hoffe das wird kein Treppenwitz, aber abwarten, jeder kann mal nen schlechten Start haben. Auf alle Fälle bot der KSC spätestens nach der Einwechslung von DSE nicht mehr das kurzfristig mal flüssig laufende Kombinationsspiel, nun ging es halt nur noch ohne wirkliche Idee über Thiedes Seite und das war dann zu harmlos.
Letztlich ein verdientes Unentschieden, weil der KSC trotz der Intensität der Osnabrücker nicht nervös wurde und man einige Chancen hatte das Spiel auch für sich zu entscheiden, sei es am Ende durch den Patzer von Gersbeck, oder Pouries Kopfball, was natürlich die Krönung gewesen wäre. Ein Punkt ist in Ordnung, das Unentschieden bei weitem nicht so ärgerlich wie gegen Wiesbaden. Gefallen haben mir heute Pisot und Gordon, beide sicherten heute wieder perfekt ab, auch rückten sie bärenstark raus wenn es sein musste. Ebenfalls gut war Bader, der aber wie immer 1-2 kleine Wackler drin hatte, sei es ein schwacher Pass oder ein früher Ballverlust. Der kann noch mehr. Föhre fand ich auch sehr ok, Bälle kann er gut verteilen, auch er ist sicher in seinen Aktionen, findet in engen Räumen Lösungen. Mehlem und Wanitzek mussten unter der Spielweise der Osnabrücker am meisten leiden, konnten sie ihre Stärken selten aufs Spielfeld bringen, das glückte erst ab der 70. Minute bis zur Einwechslung von DSE. Muslija scheint mir mittlerweile viel robuster zu sein, auch ist er das volle Spiel über drin und defensiv immer dabei. Gute Entwicklung, nun noch bei Vorlagen und Abschlüssen einen Ticken zulegen. Thiede war wie gewohnt emsig, aber zu leicht vom Ball zu trennen, offensiv leider nicht sehr durchschlagend. Fink heute behäbig in seinen Aktionen, ungewohnt häufig konnte er Bälle nicht sichern. Obs an seiner Ballbehandlung lag oder der Gegner im zu sehr auf die Pelle rückte, er war nach dem Spiel ja dann richtig angefressen. Schleuse bekam kaum Bälle, vor allem konnte er nicht steil gehen, hielt die Zentrale, ohne das was nennenswertes bei raussprang. Allgemein wirkt die Mannschaft auf mich trotz dessen, dass man das Spiel nicht so wirklich nach den eigenen Wünschen gestalten konnte, ruhig und abgeklärt, auch wenn im Aufbau aufgrund des Pressings, und ab und an wegen fehlender Konzentration, schwache Pässe gespielt wurden. Tore muss man gegen uns erst mal schießen, gegen so eine drückende Heimmannschaft die Null zu halten ist gut. Spaß hat das Spiel dann nicht unbedingt gemacht, aber egal, nun genau so weiter, nur auf dem linken offensiven Flügel gibt’s weiterhin eine kleine Baustelle.
Vor dem Spiel auf kicker.de die Osnabrücker im 3-1-4-2 prophezeit, ich dann anfangs ratlos vor der Glotze gehockt. 3-1-4-2 war das früh erkennbar nicht, ein vermutetes 4-1-2-1-2/4-1-3-2 oder 3-1-3-3 gab es nicht wiederholend zu sehen. Mal 4er-Kette, dann doch wieder 5er-Kette, plötzlich nur noch 2 IV absichernd und wer ist eigentlich der 6er? Derjenige, der in die Offensive mit geht, oder der derjenige, der sich ständig in die IV fallen lässt? Ein Graus. Ah ein sehr fluides 5-3-2, jetzerdle.
Der zentrale IV der Osnabrücker spielte den Vorstopper oder rausrückenden Libero, rückte also im Aufbau ins defensive Mittelfeld, während seine Neben-IV sehr breit standen. Die AV hatten nun die Möglichkeit hoch zu schieben und das brachte den KSC dann in große Nöte. Das Aufbauspiel der Osnabrücker fand gemächlich statt und sie brachten es durch, der KSC musste sich fallen lassen, hohes Pressing war in der 4-4-2 Formation nicht drin. Während Fink und Schleusener nebeneinander stehend das Pressing nicht aufhalten konnten, blieben beide offensiv stehen. Knackpunkt also das hochschieben der AV. Muslija und Thiede hätten beide durchrauschen lassen können, hätten ja dann Föhrenbach oder Bader aufnehmen können, doch das war zu heikel. Die beiden Stürmer der Osnabrücker versuchten beständig in die Schnittstelle der IV und AV zu gehen, damit mussten beide in der Abwehrkette verbleiben und den Zugriff auf diese aufrecht erhalten. Ok, decken Thiede und Muslija die AV ab, das taten sie anfangs auch, nur dann kamen Mehlem und Wanitzek ins Schwimmen, da die Osnabrücker ja noch 3 zentrale MF-Spieler aufboten, ergo ein Mann zu viel für beide. Muslija löste das dann situativ gut. Er deckte den AV, rückte dann wenn es nötig war ein, nahm einen der zentralen Leute auf oder versuchte ihn zu stellen. Thiede schwamm ein Stück weit. Rückte er ein, ging der AV der Osnabrücker steil und bekam den Ball. Föhrenbach musste den dann aufnehmen, Pisot und Gordon rückten, um die Abstände gering zu halten, mit raus, Bader wurde quasi zum rechten IV. Es wurde teils brenzlig, da Kopfballspiel nicht so Baders Stärke ist. Thiede war sichtlich bemüht das aufzufangen, seine Blicke gingen dann beständig auf den AV und den im Halbraum agierenden ZM, während er auf seiner Position versuchte Lösungen zu finden, Lücken schließen, Passwege zustellen, Gegner abdecken. Da man also sehr mit der Abstimmung in der Defensive beschäftigt war, diktierten die Osnabrücker.
Meist blieb ein 8er erst mal absichernd stehen, rückte aber ebenfalls auf, wenn der Ball über die Mittellinie gespielt wurde, dann übernahm der zentrale IV seine Rolle. Ein Achter versuchte sich hinter Mehlem und Wanitzek als 10er, während der verbleibende Achter das Zusammenspiel über die Flügel suchte, nahstehende Rückspielstation im Halbraum. Die Stürmer der Osnabrücker brachten dann noch mehr Bewegung rein, da ab und an einer auf den Flügel ging, wenn der AV nicht überlief, was ebenso der sich hinter Wanitzek und Mehlem positionierende 8er später situativ versuchte. Die Osnabrücker hatten bei Ballverlust gleich guten Zugriff auf unsren Ballträger und pressten im Kollektiv stark. Es war teilweise riesiger Raum in der Zentrale frei, den der KSC nicht nutzen konnte. Die beiden verbleibenden IV, sowie der vorgerückte zentrale IV, sicherten Fink und Schleusener ab. Fink ließ sich teils fallen, verteidigte in der Zentrale mit, doch damit stand der KSC dann logischerweise viel zu tief und Schleuse von 2 Mann abgesichert. Die IV rückten ja nicht auf Höhe der Mittellinie, Bälle über die Abwehr war keine wirkliche Option. Da Thiede und Muslija in der Abwehr damit gebunden waren, da sie ihre Rolle in der Defensive ständig neu auffassen mussten, also AV absichern oder in die Zentrale einrücken, konnten sie im Aufbauspiel wenig beitragen, sie standen dann bei Ballgewinn zu nahe an ihren Mitspielern, während Fink und Schleusener gebunden waren.
Der KSC konnte also wenn nur über die Zentrale aufbauen und da hatten Mehlem und Wanitzek Probleme, weil sie schnell gestellt wurden. Kombinationsspiel war nicht drin, weil sie meist mit Rücken zum gegnerischen Tor den Ball annahmen, sich dann drehten, und nur Fink und Schleuse in der Zentrale als Anspielstation bereit standen, während die Osnabrücker sie gleich in vollem Tempo stellten. Der KSC hatte das Spiel dann in der 1. Hälfte nicht unter Kontrolle, doch stand man trotz der schwierigen Bedingungen, weil der Gegner das halt intensiv ausspielte, hinten trotzdem sicher. Man löste das dann mit einer sehr statischen Spielweise in der Defensive, eigentlich Bülows Paradedisziplin.
Zwischenraum IV-ZM eng halten, verschieben, nicht zu sehr locken lassen. Logisch dass also der Osnabrück-8er, der zuerst den Weg in den Zwischenraum Mittelfeld-IV in der Zentrale suchte, dann immer öfter versuchte in die Schnittstellen der Abwehr zu gehen oder auf den Flügel rauszuschieben. Osnabrück war richtig stark, aber wie viele Hochkaräter hatten sie dann letztlich in Hälfte 1? Würde nur eine große Chance zählen, als kein Abwehrspieler ein Bein dazwischen bekam. Osnabrück spielte dann auch nicht perfekt, der Einsatz und die vielen Läufe kosteten Körner und es geht fast unweigerlich ab und an übers Ziel hinaus, wenn man mit 3-4 Mann in letzter Reihe steht und in der Chancenerarbeitung an der falschen Stelle den Ball hergibt. Der KSC hatte dann Möglichkeiten über Muslija. Zuerst war sein Pass auf Schleuse zu harmlos. Er hatte nochmal in fast identischer Ausrichtung die Möglichkeit, aber anstatt zentraler zu bleiben und noch einen Schritt zu gehen, ging er dann vom IV weg und versemmelte die große Chance zu leicht.
Zur Pause gab es dann wohl großen Redebedarf, lt. Telekom-Reporter nutzte der KSC die Pausenzeit maximal aus - „Die Tür ist noch zu“. Die Stimmen in der Pause brachten nichts erhellendes, Moutas ließ den Reporter nicht in die Karten blicken, typische Floskeln, alle hatten das Spiel genau so für das eigene Tem
erwartet.
Wirklich große Sorgen hatte ich nicht, mal abseits von, dass ein Ball mal blöd verspringt oder ein Kopfball dem falschen Spieler vor die Füße fällt. Der KSC spielte nicht nervös, ausgelaugt war das auch nicht, das war statisch den Gegner passend aufgenommen. Ergo hatten die Osnabrücker in der 1. Hälfte weit mehr Aufwand betrieben, die Hoffnung also da, dass der KSC in Hälfte 2 das Spiel dann in die Hand nimmt. Das gelang aber erst mal nicht, Anpassungen waren keine sichtbar. Zwar kam man dann so langsam besser hinten raus, aber gerade Fink war heute wie gegen Köln nicht wirklich gut drauf (mal abseits der tollen Vorlage war seine Leistung da auch schon nicht so gut), Schleusener vermochte Bälle auch nicht zu halten. Thiede fiel wenig ein, also meist Pass in die Zentrale und keine gute Freilauf-Bewegung darauf, es musste dann erst mal über Bader und Muslija gehen, die beide heute ein ums andere Mal tolle Finten zeigten, gut abgestimmt spielten.
Letztlich kippte das Spiel dann so ab der 70. Minute in Richtung des KSC. Bei den Osnabrückern war nun zu spüren, dass sie das Tempo nicht bis zum Ende durchhalten. Sie versuchten sich weiter in ihrer Spielweise, rückten auf, doch bei Ballverlust blieben dann teils erst mal 4-5 Leute vorne stehen und gingen gar nicht mehr ins Gegenpressing über, auch war in deren Spiel bei weitem nicht mehr so viel Bewegung drin. Bei Ballgewinn schalteten dann Wanitzek und Mehlem mit Ball am Fuß direkt um, gingen durch die Zentrale und spielten dann auf die Flügel. Bader und Muslija zeigten tolle Ansätze, doch deren Seite machten die Osnabrücker ganz gut dicht und damit kamen dann Thiede und Föhrenbach ins Spiel. Föhrenbach verteilte die Bälle noch sehr ordentlich, doch mit Thiede war das sichtbar nicht so eingespielt, Thiede war in die Zentrale einrückend schnell vom Ball getrennt. Es lief dann auf Flanken hinaus, Thiede von links. Nachdem klar sichtbar war, dass der KSC die Kontrolle hatte und von Osnabrück nichts mehr kam, durfte DSE aufs Feld. Wäre vielleicht noch sinnig gewesen Lorenz zu bringen, aber der kam leider nicht. Thiede flankte weiter, Föhre lief den Gegner im Halbraum mit Ball an, beides brachte dem KSC aber nichts ein. Kurz vor Abpfiff dann noch Marvin, der bei der ersten Aktion gleich mal wieder mit dem Kopf nach unten ins Nirvana marschierte. Nicht nur Wanitzek hob nach der ersten!! Szene beide Hände. Würde ja gerne mal im Training zuschauen, ob Marvin da auch so auf sein Spiel fokussiert ist. In der 2. Szene wollte er dann Tempo aufnehmen und legte sich gleich auf den Hosenboden. Ich hoffe das wird kein Treppenwitz, aber abwarten, jeder kann mal nen schlechten Start haben. Auf alle Fälle bot der KSC spätestens nach der Einwechslung von DSE nicht mehr das kurzfristig mal flüssig laufende Kombinationsspiel, nun ging es halt nur noch ohne wirkliche Idee über Thiedes Seite und das war dann zu harmlos.
Letztlich ein verdientes Unentschieden, weil der KSC trotz der Intensität der Osnabrücker nicht nervös wurde und man einige Chancen hatte das Spiel auch für sich zu entscheiden, sei es am Ende durch den Patzer von Gersbeck, oder Pouries Kopfball, was natürlich die Krönung gewesen wäre. Ein Punkt ist in Ordnung, das Unentschieden bei weitem nicht so ärgerlich wie gegen Wiesbaden. Gefallen haben mir heute Pisot und Gordon, beide sicherten heute wieder perfekt ab, auch rückten sie bärenstark raus wenn es sein musste. Ebenfalls gut war Bader, der aber wie immer 1-2 kleine Wackler drin hatte, sei es ein schwacher Pass oder ein früher Ballverlust. Der kann noch mehr. Föhre fand ich auch sehr ok, Bälle kann er gut verteilen, auch er ist sicher in seinen Aktionen, findet in engen Räumen Lösungen. Mehlem und Wanitzek mussten unter der Spielweise der Osnabrücker am meisten leiden, konnten sie ihre Stärken selten aufs Spielfeld bringen, das glückte erst ab der 70. Minute bis zur Einwechslung von DSE. Muslija scheint mir mittlerweile viel robuster zu sein, auch ist er das volle Spiel über drin und defensiv immer dabei. Gute Entwicklung, nun noch bei Vorlagen und Abschlüssen einen Ticken zulegen. Thiede war wie gewohnt emsig, aber zu leicht vom Ball zu trennen, offensiv leider nicht sehr durchschlagend. Fink heute behäbig in seinen Aktionen, ungewohnt häufig konnte er Bälle nicht sichern. Obs an seiner Ballbehandlung lag oder der Gegner im zu sehr auf die Pelle rückte, er war nach dem Spiel ja dann richtig angefressen. Schleuse bekam kaum Bälle, vor allem konnte er nicht steil gehen, hielt die Zentrale, ohne das was nennenswertes bei raussprang. Allgemein wirkt die Mannschaft auf mich trotz dessen, dass man das Spiel nicht so wirklich nach den eigenen Wünschen gestalten konnte, ruhig und abgeklärt, auch wenn im Aufbau aufgrund des Pressings, und ab und an wegen fehlender Konzentration, schwache Pässe gespielt wurden. Tore muss man gegen uns erst mal schießen, gegen so eine drückende Heimmannschaft die Null zu halten ist gut. Spaß hat das Spiel dann nicht unbedingt gemacht, aber egal, nun genau so weiter, nur auf dem linken offensiven Flügel gibt’s weiterhin eine kleine Baustelle.
15.02.2018 - 09:12 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Osnabrück – Karlsruhe
Vor dem Spiel auf kicker.de die Osnabrücker im 3-1-4-2 prophezeit, ich dann anfangs ratlos vor der Glotze gehockt. 3-1-4-2 war das früh erkennbar nicht, ein vermutetes 4-1-2-1-2/4-1-3-2 oder 3-1-3-3 gab es nicht wiederholend zu sehen. Mal 4er-Kette, dann doch wieder 5er-Kette, plötzlich nur noch 2 IV absichernd und wer ist eigentlich der 6er? Derjenige, der in die Offensive mit geht, oder der derjenige, der sich ständig in die IV fallen lässt? Ein Graus. Ah ein sehr fluides 5-3-2, jetzerdle.
Der zentrale IV der Osnabrücker spielte den Vorstopper oder rausrückenden Libero, rückte also im Aufbau ins defensive Mittelfeld, während seine Neben-IV sehr breit standen. Die AV hatten nun die Möglichkeit hoch zu schieben und das brachte den KSC dann in große Nöte. Das Aufbauspiel der Osnabrücker fand gemächlich statt und sie brachten es durch, der KSC musste sich fallen lassen, hohes Pressing war in der 4-4-2 Formation nicht drin. Während Fink und Schleusener nebeneinander stehend das Pressing nicht aufhalten konnten, blieben beide offensiv stehen. Knackpunkt also das hochschieben der AV. Muslija und Thiede hätten beide durchrauschen lassen können, hätten ja dann Föhrenbach oder Bader aufnehmen können, doch das war zu heikel. Die beiden Stürmer der Osnabrücker versuchten beständig in die Schnittstelle der IV und AV zu gehen, damit mussten beide in der Abwehrkette verbleiben und den Zugriff auf diese aufrecht erhalten. Ok, decken Thiede und Muslija die AV ab, das taten sie anfangs auch, nur dann kamen Mehlem und Wanitzek ins Schwimmen, da die Osnabrücker ja noch 3 zentrale MF-Spieler aufboten, ergo ein Mann zu viel für beide. Muslija löste das dann situativ gut. Er deckte den AV, rückte dann wenn es nötig war ein, nahm einen der zentralen Leute auf oder versuchte ihn zu stellen. Thiede schwamm ein Stück weit. Rückte er ein, ging der AV der Osnabrücker steil und bekam den Ball. Föhrenbach musste den dann aufnehmen, Pisot und Gordon rückten, um die Abstände gering zu halten, mit raus, Bader wurde quasi zum rechten IV. Es wurde teils brenzlig, da Kopfballspiel nicht so Baders Stärke ist. Thiede war sichtlich bemüht das aufzufangen, seine Blicke gingen dann beständig auf den AV und den im Halbraum agierenden ZM, während er auf seiner Position versuchte Lösungen zu finden, Lücken schließen, Passwege zustellen, Gegner abdecken. Da man also sehr mit der Abstimmung in der Defensive beschäftigt war, diktierten die Osnabrücker.
Meist blieb ein 8er erst mal absichernd stehen, rückte aber ebenfalls auf, wenn der Ball über die Mittellinie gespielt wurde, dann übernahm der zentrale IV seine Rolle. Ein Achter versuchte sich hinter Mehlem und Wanitzek als 10er, während der verbleibende Achter das Zusammenspiel über die Flügel suchte, nahstehende Rückspielstation im Halbraum. Die Stürmer der Osnabrücker brachten dann noch mehr Bewegung rein, da ab und an einer auf den Flügel ging, wenn der AV nicht überlief, was ebenso der sich hinter Wanitzek und Mehlem positionierende 8er später situativ versuchte. Die Osnabrücker hatten bei Ballverlust gleich guten Zugriff auf unsren Ballträger und pressten im Kollektiv stark. Es war teilweise riesiger Raum in der Zentrale frei, den der KSC nicht nutzen konnte. Die beiden verbleibenden IV, sowie der vorgerückte zentrale IV, sicherten Fink und Schleusener ab. Fink ließ sich teils fallen, verteidigte in der Zentrale mit, doch damit stand der KSC dann logischerweise viel zu tief und Schleuse von 2 Mann abgesichert. Die IV rückten ja nicht auf Höhe der Mittellinie, Bälle über die Abwehr war keine wirkliche Option. Da Thiede und Muslija in der Abwehr damit gebunden waren, da sie ihre Rolle in der Defensive ständig neu auffassen mussten, also AV absichern oder in die Zentrale einrücken, konnten sie im Aufbauspiel wenig beitragen, sie standen dann bei Ballgewinn zu nahe an ihren Mitspielern, während Fink und Schleusener gebunden waren.
Der KSC konnte also wenn nur über die Zentrale aufbauen und da hatten Mehlem und Wanitzek Probleme, weil sie schnell gestellt wurden. Kombinationsspiel war nicht drin, weil sie meist mit Rücken zum gegnerischen Tor den Ball annahmen, sich dann drehten, und nur Fink und Schleuse in der Zentrale als Anspielstation bereit standen, während die Osnabrücker sie gleich in vollem Tempo stellten. Der KSC hatte das Spiel dann in der 1. Hälfte nicht unter Kontrolle, doch stand man trotz der schwierigen Bedingungen, weil der Gegner das halt intensiv ausspielte, hinten trotzdem sicher. Man löste das dann mit einer sehr statischen Spielweise in der Defensive, eigentlich Bülows Paradedisziplin.
Zwischenraum IV-ZM eng halten, verschieben, nicht zu sehr locken lassen. Logisch dass also der Osnabrück-8er, der zuerst den Weg in den Zwischenraum Mittelfeld-IV in der Zentrale suchte, dann immer öfter versuchte in die Schnittstellen der Abwehr zu gehen oder auf den Flügel rauszuschieben. Osnabrück war richtig stark, aber wie viele Hochkaräter hatten sie dann letztlich in Hälfte 1? Würde nur eine große Chance zählen, als kein Abwehrspieler ein Bein dazwischen bekam. Osnabrück spielte dann auch nicht perfekt, der Einsatz und die vielen Läufe kosteten Körner und es geht fast unweigerlich ab und an übers Ziel hinaus, wenn man mit 3-4 Mann in letzter Reihe steht und in der Chancenerarbeitung an der falschen Stelle den Ball hergibt. Der KSC hatte dann Möglichkeiten über Muslija. Zuerst war sein Pass auf Schleuse zu harmlos. Er hatte nochmal in fast identischer Ausrichtung die Möglichkeit, aber anstatt zentraler zu bleiben und noch einen Schritt zu gehen, ging er dann vom IV weg und versemmelte die große Chance zu leicht.
Zur Pause gab es dann wohl großen Redebedarf, lt. Telekom-Reporter nutzte der KSC die Pausenzeit maximal aus - „Die Tür ist noch zu“. Die Stimmen in der Pause brachten nichts erhellendes, Moutas ließ den Reporter nicht in die Karten blicken, typische Floskeln, alle hatten das Spiel genau so für das eigene Tem
erwartet.
Wirklich große Sorgen hatte ich nicht, mal abseits von, dass ein Ball mal blöd verspringt oder ein Kopfball dem falschen Spieler vor die Füße fällt. Der KSC spielte nicht nervös, ausgelaugt war das auch nicht, das war statisch den Gegner passend aufgenommen. Ergo hatten die Osnabrücker in der 1. Hälfte weit mehr Aufwand betrieben, die Hoffnung also da, dass der KSC in Hälfte 2 das Spiel dann in die Hand nimmt.
Das gelang aber erst mal nicht, Anpassungen waren keine sichtbar. Zwar kam man dann so langsam besser hinten raus, aber gerade Fink war heute wie gegen Köln nicht wirklich gut drauf (mal abseits der tollen Vorlage war seine Leistung da auch schon nicht so gut), Schleusener vermochte Bälle auch nicht zu halten. Thiede fiel wenig ein, also meist Pass in die Zentrale und keine gute Freilauf-Bewegung darauf, es musste dann erst mal über Bader und Muslija gehen, die beide heute ein ums andere Mal tolle Finten zeigten, gut abgestimmt spielten.
Letztlich kippte das Spiel dann so ab der 70. Minute in Richtung des KSC. Bei den Osnabrückern war nun zu spüren, dass sie das Tempo nicht bis zum Ende durchhalten. Sie versuchten sich weiter in ihrer Spielweise, rückten auf, doch bei Ballverlust blieben dann teils erst mal 4-5 Leute vorne stehen und gingen gar nicht mehr ins Gegenpressing über, auch war in deren Spiel bei weitem nicht mehr so viel Bewegung drin. Bei Ballgewinn schalteten dann Wanitzek und Mehlem mit Ball am Fuß direkt um, gingen durch die Zentrale und spielten dann auf die Flügel. Bader und Muslija zeigten tolle Ansätze, doch deren Seite machten die Osnabrücker ganz gut dicht und damit kamen dann Thiede und Föhrenbach ins Spiel. Föhrenbach verteilte die Bälle noch sehr ordentlich, doch mit Thiede war das sichtbar nicht so eingespielt, Thiede war in die Zentrale einrückend schnell vom Ball getrennt. Es lief dann auf Flanken hinaus, Thiede von links. Nachdem klar sichtbar war, dass der KSC die Kontrolle hatte und von Osnabrück nichts mehr kam, durfte DSE aufs Feld. Wäre vielleicht noch sinnig gewesen Lorenz zu bringen, aber der kam leider nicht. Thiede flankte weiter, Föhre lief den Gegner im Halbraum mit Ball an, beides brachte dem KSC aber nichts ein. Kurz vor Abpfiff dann noch Marvin, der bei der ersten Aktion gleich mal wieder mit dem Kopf nach unten ins Nirvana marschierte. Nicht nur Wanitzek hob nach der ersten!! Szene beide Hände. Würde ja gerne mal im Training zuschauen, ob Marvin da auch so auf sein Spiel fokussiert ist. In der 2. Szene wollte er dann Tempo aufnehmen und legte sich gleich auf den Hosenboden. Ich hoffe das wird kein Treppenwitz, aber abwarten, jeder kann mal nen schlechten Start haben. Auf alle Fälle bot der KSC spätestens nach der Einwechslung von DSE nicht mehr das kurzfristig mal flüssig laufende Kombinationsspiel, nun ging es halt nur noch ohne wirkliche Idee über Thiedes Seite und das war dann zu harmlos.
Letztlich ein verdientes Unentschieden, weil der KSC trotz der Intensität der Osnabrücker nicht nervös wurde und man einige Chancen hatte das Spiel auch für sich zu entscheiden, sei es am Ende durch den Patzer von Gersbeck, oder Pouries Kopfball, was natürlich die Krönung gewesen wäre. Ein Punkt ist in Ordnung, das Unentschieden bei weitem nicht so ärgerlich wie gegen Wiesbaden. Gefallen haben mir heute Pisot und Gordon, beide sicherten heute wieder perfekt ab, auch rückten sie bärenstark raus wenn es sein musste. Ebenfalls gut war Bader, der aber wie immer 1-2 kleine Wackler drin hatte, sei es ein schwacher Pass oder ein früher Ballverlust. Der kann noch mehr. Föhre fand ich auch sehr ok, Bälle kann er gut verteilen, auch er ist sicher in seinen Aktionen, findet in engen Räumen Lösungen. Mehlem und Wanitzek mussten unter der Spielweise der Osnabrücker am meisten leiden, konnten sie ihre Stärken selten aufs Spielfeld bringen, das glückte erst ab der 70. Minute bis zur Einwechslung von DSE. Muslija scheint mir mittlerweile viel robuster zu sein, auch ist er das volle Spiel über drin und defensiv immer dabei. Gute Entwicklung, nun noch bei Vorlagen und Abschlüssen einen Ticken zulegen. Thiede war wie gewohnt emsig, aber zu leicht vom Ball zu trennen, offensiv leider nicht sehr durchschlagend. Fink heute behäbig in seinen Aktionen, ungewohnt häufig konnte er Bälle nicht sichern. Obs an seiner Ballbehandlung lag oder der Gegner im zu sehr auf die Pelle rückte, er war nach dem Spiel ja dann richtig angefressen. Schleuse bekam kaum Bälle, vor allem konnte er nicht steil gehen, hielt die Zentrale, ohne das was nennenswertes bei raussprang. Allgemein wirkt die Mannschaft auf mich trotz dessen, dass man das Spiel nicht so wirklich nach den eigenen Wünschen gestalten konnte, ruhig und abgeklärt, auch wenn im Aufbau aufgrund des Pressings, und ab und an wegen fehlender Konzentration, schwache Pässe gespielt wurden. Tore muss man gegen uns erst mal schießen, gegen so eine drückende Heimmannschaft die Null zu halten ist gut. Spaß hat das Spiel dann nicht unbedingt gemacht, aber egal, nun genau so weiter, nur auf dem linken offensiven Flügel gibt’s weiterhin eine kleine Baustelle.
Osnabrück – Karlsruhe
Vor dem Spiel auf kicker.de die Osnabrücker im 3-1-4-2 prophezeit, ich dann anfangs ratlos vor der Glotze gehockt. 3-1-4-2 war das früh erkennbar nicht, ein vermutetes 4-1-2-1-2/4-1-3-2 oder 3-1-3-3 gab es nicht wiederholend zu sehen. Mal 4er-Kette, dann doch wieder 5er-Kette, plötzlich nur noch 2 IV absichernd und wer ist eigentlich der 6er? Derjenige, der in die Offensive mit geht, oder der derjenige, der sich ständig in die IV fallen lässt? Ein Graus. Ah ein sehr fluides 5-3-2, jetzerdle.
Der zentrale IV der Osnabrücker spielte den Vorstopper oder rausrückenden Libero, rückte also im Aufbau ins defensive Mittelfeld, während seine Neben-IV sehr breit standen. Die AV hatten nun die Möglichkeit hoch zu schieben und das brachte den KSC dann in große Nöte. Das Aufbauspiel der Osnabrücker fand gemächlich statt und sie brachten es durch, der KSC musste sich fallen lassen, hohes Pressing war in der 4-4-2 Formation nicht drin. Während Fink und Schleusener nebeneinander stehend das Pressing nicht aufhalten konnten, blieben beide offensiv stehen. Knackpunkt also das hochschieben der AV. Muslija und Thiede hätten beide durchrauschen lassen können, hätten ja dann Föhrenbach oder Bader aufnehmen können, doch das war zu heikel. Die beiden Stürmer der Osnabrücker versuchten beständig in die Schnittstelle der IV und AV zu gehen, damit mussten beide in der Abwehrkette verbleiben und den Zugriff auf diese aufrecht erhalten. Ok, decken Thiede und Muslija die AV ab, das taten sie anfangs auch, nur dann kamen Mehlem und Wanitzek ins Schwimmen, da die Osnabrücker ja noch 3 zentrale MF-Spieler aufboten, ergo ein Mann zu viel für beide. Muslija löste das dann situativ gut. Er deckte den AV, rückte dann wenn es nötig war ein, nahm einen der zentralen Leute auf oder versuchte ihn zu stellen. Thiede schwamm ein Stück weit. Rückte er ein, ging der AV der Osnabrücker steil und bekam den Ball. Föhrenbach musste den dann aufnehmen, Pisot und Gordon rückten, um die Abstände gering zu halten, mit raus, Bader wurde quasi zum rechten IV. Es wurde teils brenzlig, da Kopfballspiel nicht so Baders Stärke ist. Thiede war sichtlich bemüht das aufzufangen, seine Blicke gingen dann beständig auf den AV und den im Halbraum agierenden ZM, während er auf seiner Position versuchte Lösungen zu finden, Lücken schließen, Passwege zustellen, Gegner abdecken. Da man also sehr mit der Abstimmung in der Defensive beschäftigt war, diktierten die Osnabrücker.
Meist blieb ein 8er erst mal absichernd stehen, rückte aber ebenfalls auf, wenn der Ball über die Mittellinie gespielt wurde, dann übernahm der zentrale IV seine Rolle. Ein Achter versuchte sich hinter Mehlem und Wanitzek als 10er, während der verbleibende Achter das Zusammenspiel über die Flügel suchte, nahstehende Rückspielstation im Halbraum. Die Stürmer der Osnabrücker brachten dann noch mehr Bewegung rein, da ab und an einer auf den Flügel ging, wenn der AV nicht überlief, was ebenso der sich hinter Wanitzek und Mehlem positionierende 8er später situativ versuchte. Die Osnabrücker hatten bei Ballverlust gleich guten Zugriff auf unsren Ballträger und pressten im Kollektiv stark. Es war teilweise riesiger Raum in der Zentrale frei, den der KSC nicht nutzen konnte. Die beiden verbleibenden IV, sowie der vorgerückte zentrale IV, sicherten Fink und Schleusener ab. Fink ließ sich teils fallen, verteidigte in der Zentrale mit, doch damit stand der KSC dann logischerweise viel zu tief und Schleuse von 2 Mann abgesichert. Die IV rückten ja nicht auf Höhe der Mittellinie, Bälle über die Abwehr war keine wirkliche Option. Da Thiede und Muslija in der Abwehr damit gebunden waren, da sie ihre Rolle in der Defensive ständig neu auffassen mussten, also AV absichern oder in die Zentrale einrücken, konnten sie im Aufbauspiel wenig beitragen, sie standen dann bei Ballgewinn zu nahe an ihren Mitspielern, während Fink und Schleusener gebunden waren.
Der KSC konnte also wenn nur über die Zentrale aufbauen und da hatten Mehlem und Wanitzek Probleme, weil sie schnell gestellt wurden. Kombinationsspiel war nicht drin, weil sie meist mit Rücken zum gegnerischen Tor den Ball annahmen, sich dann drehten, und nur Fink und Schleuse in der Zentrale als Anspielstation bereit standen, während die Osnabrücker sie gleich in vollem Tempo stellten. Der KSC hatte das Spiel dann in der 1. Hälfte nicht unter Kontrolle, doch stand man trotz der schwierigen Bedingungen, weil der Gegner das halt intensiv ausspielte, hinten trotzdem sicher. Man löste das dann mit einer sehr statischen Spielweise in der Defensive, eigentlich Bülows Paradedisziplin.
Zwischenraum IV-ZM eng halten, verschieben, nicht zu sehr locken lassen. Logisch dass also der Osnabrück-8er, der zuerst den Weg in den Zwischenraum Mittelfeld-IV in der Zentrale suchte, dann immer öfter versuchte in die Schnittstellen der Abwehr zu gehen oder auf den Flügel rauszuschieben. Osnabrück war richtig stark, aber wie viele Hochkaräter hatten sie dann letztlich in Hälfte 1? Würde nur eine große Chance zählen, als kein Abwehrspieler ein Bein dazwischen bekam. Osnabrück spielte dann auch nicht perfekt, der Einsatz und die vielen Läufe kosteten Körner und es geht fast unweigerlich ab und an übers Ziel hinaus, wenn man mit 3-4 Mann in letzter Reihe steht und in der Chancenerarbeitung an der falschen Stelle den Ball hergibt. Der KSC hatte dann Möglichkeiten über Muslija. Zuerst war sein Pass auf Schleuse zu harmlos. Er hatte nochmal in fast identischer Ausrichtung die Möglichkeit, aber anstatt zentraler zu bleiben und noch einen Schritt zu gehen, ging er dann vom IV weg und versemmelte die große Chance zu leicht.
Zur Pause gab es dann wohl großen Redebedarf, lt. Telekom-Reporter nutzte der KSC die Pausenzeit maximal aus - „Die Tür ist noch zu“. Die Stimmen in der Pause brachten nichts erhellendes, Moutas ließ den Reporter nicht in die Karten blicken, typische Floskeln, alle hatten das Spiel genau so für das eigene Tem
erwartet.
Wirklich große Sorgen hatte ich nicht, mal abseits von, dass ein Ball mal blöd verspringt oder ein Kopfball dem falschen Spieler vor die Füße fällt. Der KSC spielte nicht nervös, ausgelaugt war das auch nicht, das war statisch den Gegner passend aufgenommen. Ergo hatten die Osnabrücker in der 1. Hälfte weit mehr Aufwand betrieben, die Hoffnung also da, dass der KSC in Hälfte 2 das Spiel dann in die Hand nimmt. Das gelang aber erst mal nicht, Anpassungen waren keine sichtbar. Zwar kam man dann so langsam besser hinten raus, aber gerade Fink war heute wie gegen Köln nicht wirklich gut drauf (mal abseits der tollen Vorlage war seine Leistung da auch schon nicht so gut), Schleusener vermochte Bälle auch nicht zu halten. Thiede fiel wenig ein, also meist Pass in die Zentrale und keine gute Freilauf-Bewegung darauf, es musste dann erst mal über Bader und Muslija gehen, die beide heute ein ums andere Mal tolle Finten zeigten, gut abgestimmt spielten.
Letztlich kippte das Spiel dann so ab der 70. Minute in Richtung des KSC. Bei den Osnabrückern war nun zu spüren, dass sie das Tempo nicht bis zum Ende durchhalten. Sie versuchten sich weiter in ihrer Spielweise, rückten auf, doch bei Ballverlust blieben dann teils erst mal 4-5 Leute vorne stehen und gingen gar nicht mehr ins Gegenpressing über, auch war in deren Spiel bei weitem nicht mehr so viel Bewegung drin. Bei Ballgewinn schalteten dann Wanitzek und Mehlem mit Ball am Fuß direkt um, gingen durch die Zentrale und spielten dann auf die Flügel. Bader und Muslija zeigten tolle Ansätze, doch deren Seite machten die Osnabrücker ganz gut dicht und damit kamen dann Thiede und Föhrenbach ins Spiel. Föhrenbach verteilte die Bälle noch sehr ordentlich, doch mit Thiede war das sichtbar nicht so eingespielt, Thiede war in die Zentrale einrückend schnell vom Ball getrennt. Es lief dann auf Flanken hinaus, Thiede von links. Nachdem klar sichtbar war, dass der KSC die Kontrolle hatte und von Osnabrück nichts mehr kam, durfte DSE aufs Feld. Wäre vielleicht noch sinnig gewesen Lorenz zu bringen, aber der kam leider nicht. Thiede flankte weiter, Föhre lief den Gegner im Halbraum mit Ball an, beides brachte dem KSC aber nichts ein. Kurz vor Abpfiff dann noch Marvin, der bei der ersten Aktion gleich mal wieder mit dem Kopf nach unten ins Nirvana marschierte. Nicht nur Wanitzek hob nach der ersten!! Szene beide Hände. Würde ja gerne mal im Training zuschauen, ob Marvin da auch so auf sein Spiel fokussiert ist. In der 2. Szene wollte er dann Tempo aufnehmen und legte sich gleich auf den Hosenboden. Ich hoffe das wird kein Treppenwitz, aber abwarten, jeder kann mal nen schlechten Start haben. Auf alle Fälle bot der KSC spätestens nach der Einwechslung von DSE nicht mehr das kurzfristig mal flüssig laufende Kombinationsspiel, nun ging es halt nur noch ohne wirkliche Idee über Thiedes Seite und das war dann zu harmlos.
Letztlich ein verdientes Unentschieden, weil der KSC trotz der Intensität der Osnabrücker nicht nervös wurde und man einige Chancen hatte das Spiel auch für sich zu entscheiden, sei es am Ende durch den Patzer von Gersbeck, oder Pouries Kopfball, was natürlich die Krönung gewesen wäre. Ein Punkt ist in Ordnung, das Unentschieden bei weitem nicht so ärgerlich wie gegen Wiesbaden. Gefallen haben mir heute Pisot und Gordon, beide sicherten heute wieder perfekt ab, auch rückten sie bärenstark raus wenn es sein musste. Ebenfalls gut war Bader, der aber wie immer 1-2 kleine Wackler drin hatte, sei es ein schwacher Pass oder ein früher Ballverlust. Der kann noch mehr. Föhre fand ich auch sehr ok, Bälle kann er gut verteilen, auch er ist sicher in seinen Aktionen, findet in engen Räumen Lösungen. Mehlem und Wanitzek mussten unter der Spielweise der Osnabrücker am meisten leiden, konnten sie ihre Stärken selten aufs Spielfeld bringen, das glückte erst ab der 70. Minute bis zur Einwechslung von DSE. Muslija scheint mir mittlerweile viel robuster zu sein, auch ist er das volle Spiel über drin und defensiv immer dabei. Gute Entwicklung, nun noch bei Vorlagen und Abschlüssen einen Ticken zulegen. Thiede war wie gewohnt emsig, aber zu leicht vom Ball zu trennen, offensiv leider nicht sehr durchschlagend. Fink heute behäbig in seinen Aktionen, ungewohnt häufig konnte er Bälle nicht sichern. Obs an seiner Ballbehandlung lag oder der Gegner im zu sehr auf die Pelle rückte, er war nach dem Spiel ja dann richtig angefressen. Schleuse bekam kaum Bälle, vor allem konnte er nicht steil gehen, hielt die Zentrale, ohne das was nennenswertes bei raussprang. Allgemein wirkt die Mannschaft auf mich trotz dessen, dass man das Spiel nicht so wirklich nach den eigenen Wünschen gestalten konnte, ruhig und abgeklärt, auch wenn im Aufbau aufgrund des Pressings, und ab und an wegen fehlender Konzentration, schwache Pässe gespielt wurden. Tore muss man gegen uns erst mal schießen, gegen so eine drückende Heimmannschaft die Null zu halten ist gut. Spaß hat das Spiel dann nicht unbedingt gemacht, aber egal, nun genau so weiter, nur auf dem linken offensiven Flügel gibt’s weiterhin eine kleine Baustelle.
Sehr fundierte und differenzierte Spielanalyse, stark!!!
Sehr ärgerlich waren die zahlreichen Fehlpässe wegen fehlender Konzentration. Diese "unforced errors" ziehen sich schon durch die ganze Saison, wir machen dadurch viele guten Ansätze kaputt.
Die offensive linke Seite ist eines unserer grössten Probleme, vielleicht wäre Camoglu eine Alternative.
Das Pärchen Bader - Muslija würde ich nicht sprengen, die beiden harmonieren sehr gut.
26.02.2018 - 20:36 Uhr
@FGTH1991: Danke! Bader und Muslija passt, ich denke das werden wir auch weiterhin so sehen. Die Fehlpässe sind so ein Thema. Aktuell fällt mir da Wanitzek ein Stück weit negativ auf, dabei ist der ja einer, bei dem das zu seinen Stärken gehört. Nach dem Spiel gestern hat wohl Lorenz auf der linken Seite wieder die Nase vorn, fände ich zumindest verdient. Mit Muslija haben wir schon einen Wirbler der keine Tore schießt oder Vorlagen gibt, dann passt da Lorenz auf der anderen Seite ganz gut ins Gefüge rein. Thiede ist so unklar in seinen Offensivaktionen, Camoglu setzte sich in der Hinrunde zu selten durch.
Karlsruhe – Chemnitz
Laut Kicker der KSC im 4-2-2-2, die Chemnitzer im 4-2-3-1, nach dem Spiel switchte der Kicker auf ein 4-2-2-2. Kann man so stehen lassen, denn das Formations-Geschwurbel ist eh so wenig ergiebig.
Beim KSC war zu sehen, dass die Spielanlage je Gegner immer ein Stück weit anders ausfällt, man nicht Woche für Woche auf die gleiche Spielweise zurückgreift. Ich vermute der KSC wollte gegen die Chemnitz offensiver und spielbestimmender auftreten, ohne jetzt unbedingt Tiki-Taka-like das Spiel zu machen, wie es dann teils in Hälfte 1 der Fall war.
Spielaufbau geht bei uns mittlerweile absolut klar, es ging gestern vorrangig über Bader und Muslijas Seite. Wanitzek lässt sich teils zentral fallen, geht aber nicht auf Höhe der IV. Da folgt ihm dann sein Gegenspieler und er bekommt den Ball nicht. Die IV spielt dann über die Flügel, wo Bader und Föhre mittlerweile gute Anschlussaktionen finden. Wanitzek schiebt aber ebenso oft auf eine Flügelseite raus, gibt quasi den AV, während die Flügelspieler auf der Seite dann hoch schieben. Darauf hatte Chemnitz keine Antwort, gerade aus dieser Stellung bekam man den Ball leicht in die Offensive getragen. Die Chemnitzer verteidigten zuerst im gewöhnlichem 4-4-2-Mittelfeldpressing, wie gesagt ging es meist über Bader und Muslijas Seite. Lorenz spielte dann nicht auf seiner Seite auf dem Flügel klebend oder im Halbraum, er schob auf Höhe von Schleusener und gab den 2. Stürmer, oder schob mit Fink raus, um das Spiel vom Flügel aus rein in die Zentrale zu öffnen. Exemplarisch die 2-3 Szenen, als bei Einwürfen des KSCs von rechts nicht Schleusener den hochstehenden Stürmer gab, weil Fink sich ja meist fallen lässt und das Spiel als Halbstürmer/10er mit ankurbelt, sondern Lorenz mit rüber schob und den Ball dann Nahe der Grundlinie, Eckfahne bekam (Wer den Telekom-Stream hat -> Bericht zum Spiel, erste Spielszene – schaut mal wo Lorenz da steht). Ansonsten sah ich ihn auch einige Mal Nahe Fink, also als offensiver MF-Spieler im Halbraum auf der rechten Seite. Der KSC verschob also stark auf die rechte Spielseite hin. Das war dann Fluch und Segen zugleich. Man hat zwar viele Anspielstationen, kommt bei Ballverlust gleich ins Gegenpressing, damit sich der Gegner bei Ballgewinn nicht aus dieser Zone konternd befreien kann. Fluch aber, dass man ohne Bewegung selbst aus diesen Räumen raus kaum etwas bewirken kann. Ergo sah die Spielanlage des KSC sehr kontrollierend und ordentlich aus, man passte, kombinierte, hier und da mal ein 1-gegen-1, aber in Torchancen konnte man das kaum ummünzen. Problem hierbei, dass die Spieler zu früh auf ihren „offensiven Zielpositionen“ waren, es fast keine Läufe aus der Tiefe gab. Man stand gepackt Nahe des 16ers der Chemnitzer und versuchte mit viel Aufwand das Spiel zu öffnen, Tempo reinzubringen. Wie gesagt machte das einen grundsätzlich ordentlichen Eindruck, weil gerade Bader da bewies, dass er halt das nötige Köpfchen hat in die richtigen Räume zu stechen, nur die Anschlussaktionen passen dann noch zu selten. Die erste Hälfte dann ohne Treffer, die Chemnitzer waren in der Offensive nicht gefährlich, weil keinerlei Unterstützung aus dem Mittelfeld kam. Der KSC hatte die Spielkontrolle, aber davon dann eigentlich zu viel, Chancen gab es dann wenn eher über Standards.
Moutas bemängelte in der Halbzeitpause, dass es im Spiel des KSC zu wenig Bewegung gab. War mir dann erst mal nicht klar, wie man das in den engen Räumen nun lösen will. In der 2. Hälfte wurde das dann klarer, aber das kann letztlich auch alles an den Chemnitzern gelegen haben, die dann endlich auch mitspielen wollten und offensiver agierten. Zuerst spielte der KSC weite Bälle raus, obwohl man das wieder über geduldiges Spiel hinten raus hätte lösen können. Vielleicht wollte man damit auch die Chemnitzer ein Stück weit locken, im Sinne von „macht ihr auch mal das Spiel“, nicht nur wieder aufrücken und die Räume eng machen, aber das ist nur ne Vermutung. Es half zumindest das Spiel ein Stück weit aufzulockern. Ergo kamen die Chemnitzer nun öfters über die Mittellinie, und dann erst mal zu oft und zu leicht in die Zwischenräume Abwehr und MF. Ein Stürmer ließ sich fallen, meine das war immer Kluft, die 6er bzw. dann 8er schoben mit über die Mittellinie, die Flügelspieler agierten sehr offensiv, sah oft nach einem 4-2-1-3 aus. Aber wie gewohnt ist an Gordon und Pisot eigentlich kein Vorbeikommen, den quirligen Baumgart bekam man gut in den Griff. Möglichkeiten gab es dann aber doch für die Chemnitzer, aber Baumgart köpfte nach einer Ecke knapp vorbei, Mehlem stand zu weit weg. Im anderen Fall verlor Pisot auf dem Flügel den Zweikampf, nach der Flanke war man im 16er dann kurz ungeordnet, Bader zu spät an seinem Gegenspieler dran. Bei Ballgewinn konnte der KSC aber nun endlich das nötige Tempo aufbauen, Umschaltspiel, man fand die freien Räume dazu. Die Chemnitzer waren nun gestreckter, standen viel offensiver, auf den Flügeln kamen sie kaum ins Gegenpressing nach Ballverlust. Durch die grundsätzlich defensivere Stellung war nun Lorenz wieder einzig auf dem linken Flügel zugegen. Gerade über die rechte Seite konnte man mit Matze dann super Umschalten, der entweder über seine Seite Tempo aufnahm oder passend auch mal mit Tempo in die Zentrale ging. Matze hat ne tolle Spielintelligenz, da stört es nicht, dass er doch ab und an mal den Ball bei der Mitnahme überholt oder zu spät den Kopf hoch nimmt.
Über die linke Seite klappte das nicht so gut, richtig schwach war das anfangs vor allem in der Zentrale, wo Wanitzek in der 2. Hälfte kaum ins Spiel fand. Da war sichtbar das Selbstvertrauen weg, nachdem er bereits nicht so gut ins Spiel kam. Zweikämpfe halbgar geführt, Bälle unsauber heruntergepflückt und dann teils haarsträubende Pässe gespielt. Aktuell scheint er nicht mehr so ganz in der Hinrunden-Form zu sein. Besser wurde das erst, als dann Mehlem das Heft in die Hand nahm und mindestens 2 Mal seinen Gegenspieler im 1-gegen-1 überragend stehen ließ. Das 1:0 war dann aber ein Glückstreffer, denn die harmlose Flanke rauschte an allen Chemnitzern vorbei, weil Föhrenbach in der Szene mit seinem geschlagenen Luftloch passend irritierte. Danach lief das Spiel dann endgültig in unsre Richtung. Die Chemnitzer mussten nun ausgleichen, waren aber in der Chancenerarbeitung weiter recht harmlos, verloren die Bälle im Mittelfeld oder über den fallen lassenden Stürmer, und der KSC konnte direkt Tempo aufnehmen. Lorenz mit einer sauber getretenen Ecke auf Gordon, damit war das Spiel dann gelaufen. Die Chemnitzer versuchten sich zwar weiterhin, ließen aber sichtbar ein Stück weit die Köpfe hängen. Schön dann Pourie früher zu sehen, der mit Schleuse sehr ordentlich harmonierte. Schleuse spielte dann eher Finks Rolle, während Pourie die Spitze gab. Die Chemnitzer waren hinten dann nach dem Umschalten des KSC durchgehend offen, da war kaum noch Gegenwehr im MF zu sehen, einzig die Abwehr der Chemnitzer stemmte sich weiter dagegen, und Pourie versuchte sich dann da auch nicht so in den Vordergrund zu spielen wie bei den wenigen Einsatzminuten davor, und hatte ein Auge für seine Mitspieler. Die gute Vorlage auf Schleuse wäre das I-Tüpfelchen gewesen.
Die Leistung der Mannschaft war dann insgesamt gut, aber nicht alle waren wirklich im Spiel drin. Wanitzek war mir gestern zu nervös und unkonzentriert, Fink sehr behäbig und kaum ein Faktor. Ansonsten Gordons gute Leistung mit dem Tor gekrönt, Pisot hatte einzig einen Wackler auf dem Flügel drin, war ansonsten auch wieder sicher und resolut. Bader defensiv bissig in den 1-gegen-1 Duellen und ein guter Antreiber in der Offensive. Mehlem schaltete super um, hatte für mich eh die Szene des Spiels. Grothe hatte den Ball im MF, Mehlem stand ca. 5 Schritte entfernt. Keine Sau würde da normalerweise aus dem Stand ins volle Tempo übergehen und nach vorne verteidigen, aber Mehlem machte das dann mit Volldampf und klärte den Ball, damit hatte Grothe so gar nicht mit gerechnet. Killer! Föhrenbach spielte im Vergleich zu Matze den passiveren Part. Wie bereits erwähnt, strahlt er Ruhe aus und spielt seine Sache einfach und sauber runter, ist auch verdient gesetzt. Lorenz kann im Vergleich zu Thiede und Camoglu auch weite Bälle sauber spielen, ist viel klarer in seinen Offensiv-Aktionen, ich denke mit der Leistung hat er sich einen Stammplatz nun erst mal erkämpft. Defensiv fand ich ihn aber in Hälfte 1 ab und an recht kopflos und zu leicht auszuspielen, fing sich aber in Hälfte 2. Muslija war voll im Spiel drin, aber weiterhin gelingen ihm keine Vorlagen oder Tore, gute Möglichkeiten dazu hatte er. Schleuse wie immer in den entscheidenden Momenten da, mit etwas mehr Glück hätte er ja bereits in der 1. Hälfte getroffen, als er schneller wie die Chemnitzer reagierte und nach der Ecke den Ball an den Pfosten setzte. Aktuell würde ich nur Fink ein Stück weit kritischer sehen. Das ist aktuell vom Einsatz her weiterhin ganz ordentlich, er will schon, aber gedanklich ist er oft spät dran und sein Antritt wirkt dazu aktuell echt verdammt langsam. Überspielt oder noch nicht so ganz fit? Ob Pourie ne Alternative wäre, das dürfte schwer zu sagen sein. Als der kam, waren die Chemnitzer eigentlich schon geschlagen. Er hatte es dann viel leichter wie Fink, vor allem in Hälfte 1 war das ja ein ganz anderes Spiel. Thiede und Stoll konnte man kaum bewerten.
Karlsruhe – Chemnitz
Laut Kicker der KSC im 4-2-2-2, die Chemnitzer im 4-2-3-1, nach dem Spiel switchte der Kicker auf ein 4-2-2-2. Kann man so stehen lassen, denn das Formations-Geschwurbel ist eh so wenig ergiebig.
Beim KSC war zu sehen, dass die Spielanlage je Gegner immer ein Stück weit anders ausfällt, man nicht Woche für Woche auf die gleiche Spielweise zurückgreift. Ich vermute der KSC wollte gegen die Chemnitz offensiver und spielbestimmender auftreten, ohne jetzt unbedingt Tiki-Taka-like das Spiel zu machen, wie es dann teils in Hälfte 1 der Fall war. Spielaufbau geht bei uns mittlerweile absolut klar, es ging gestern vorrangig über Bader und Muslijas Seite. Wanitzek lässt sich teils zentral fallen, geht aber nicht auf Höhe der IV. Da folgt ihm dann sein Gegenspieler und er bekommt den Ball nicht. Die IV spielt dann über die Flügel, wo Bader und Föhre mittlerweile gute Anschlussaktionen finden. Wanitzek schiebt aber ebenso oft auf eine Flügelseite raus, gibt quasi den AV, während die Flügelspieler auf der Seite dann hoch schieben. Darauf hatte Chemnitz keine Antwort, gerade aus dieser Stellung bekam man den Ball leicht in die Offensive getragen. Die Chemnitzer verteidigten zuerst im gewöhnlichem 4-4-2-Mittelfeldpressing, wie gesagt ging es meist über Bader und Muslijas Seite. Lorenz spielte dann nicht auf seiner Seite auf dem Flügel klebend oder im Halbraum, er schob auf Höhe von Schleusener und gab den 2. Stürmer, oder schob mit Fink raus, um das Spiel vom Flügel aus rein in die Zentrale zu öffnen. Exemplarisch die 2-3 Szenen, als bei Einwürfen des KSCs von rechts nicht Schleusener den hochstehenden Stürmer gab, weil Fink sich ja meist fallen lässt und das Spiel als Halbstürmer/10er mit ankurbelt, sondern Lorenz mit rüber schob und den Ball dann Nahe der Grundlinie, Eckfahne bekam (Wer den Telekom-Stream hat -> Bericht zum Spiel, erste Spielszene – schaut mal wo Lorenz da steht). Ansonsten sah ich ihn auch einige Mal Nahe Fink, also als offensiver MF-Spieler im Halbraum auf der rechten Seite. Der KSC verschob also stark auf die rechte Spielseite hin. Das war dann Fluch und Segen zugleich. Man hat zwar viele Anspielstationen, kommt bei Ballverlust gleich ins Gegenpressing, damit sich der Gegner bei Ballgewinn nicht aus dieser Zone konternd befreien kann. Fluch aber, dass man ohne Bewegung selbst aus diesen Räumen raus kaum etwas bewirken kann. Ergo sah die Spielanlage des KSC sehr kontrollierend und ordentlich aus, man passte, kombinierte, hier und da mal ein 1-gegen-1, aber in Torchancen konnte man das kaum ummünzen. Problem hierbei, dass die Spieler zu früh auf ihren „offensiven Zielpositionen“ waren, es fast keine Läufe aus der Tiefe gab. Man stand gepackt Nahe des 16ers der Chemnitzer und versuchte mit viel Aufwand das Spiel zu öffnen, Tempo reinzubringen. Wie gesagt machte das einen grundsätzlich ordentlichen Eindruck, weil gerade Bader da bewies, dass er halt das nötige Köpfchen hat in die richtigen Räume zu stechen, nur die Anschlussaktionen passen dann noch zu selten. Die erste Hälfte dann ohne Treffer, die Chemnitzer waren in der Offensive nicht gefährlich, weil keinerlei Unterstützung aus dem Mittelfeld kam. Der KSC hatte die Spielkontrolle, aber davon dann eigentlich zu viel, Chancen gab es dann wenn eher über Standards.
Moutas bemängelte in der Halbzeitpause, dass es im Spiel des KSC zu wenig Bewegung gab. War mir dann erst mal nicht klar, wie man das in den engen Räumen nun lösen will. In der 2. Hälfte wurde das dann klarer, aber das kann letztlich auch alles an den Chemnitzern gelegen haben, die dann endlich auch mitspielen wollten und offensiver agierten. Zuerst spielte der KSC weite Bälle raus, obwohl man das wieder über geduldiges Spiel hinten raus hätte lösen können. Vielleicht wollte man damit auch die Chemnitzer ein Stück weit locken, im Sinne von „macht ihr auch mal das Spiel“, nicht nur wieder aufrücken und die Räume eng machen, aber das ist nur ne Vermutung. Es half zumindest das Spiel ein Stück weit aufzulockern. Ergo kamen die Chemnitzer nun öfters über die Mittellinie, und dann erst mal zu oft und zu leicht in die Zwischenräume Abwehr und MF. Ein Stürmer ließ sich fallen, meine das war immer Kluft, die 6er bzw. dann 8er schoben mit über die Mittellinie, die Flügelspieler agierten sehr offensiv, sah oft nach einem 4-2-1-3 aus. Aber wie gewohnt ist an Gordon und Pisot eigentlich kein Vorbeikommen, den quirligen Baumgart bekam man gut in den Griff. Möglichkeiten gab es dann aber doch für die Chemnitzer, aber Baumgart köpfte nach einer Ecke knapp vorbei, Mehlem stand zu weit weg. Im anderen Fall verlor Pisot auf dem Flügel den Zweikampf, nach der Flanke war man im 16er dann kurz ungeordnet, Bader zu spät an seinem Gegenspieler dran. Bei Ballgewinn konnte der KSC aber nun endlich das nötige Tempo aufbauen, Umschaltspiel, man fand die freien Räume dazu. Die Chemnitzer waren nun gestreckter, standen viel offensiver, auf den Flügeln kamen sie kaum ins Gegenpressing nach Ballverlust. Durch die grundsätzlich defensivere Stellung war nun Lorenz wieder einzig auf dem linken Flügel zugegen. Gerade über die rechte Seite konnte man mit Matze dann super Umschalten, der entweder über seine Seite Tempo aufnahm oder passend auch mal mit Tempo in die Zentrale ging. Matze hat ne tolle Spielintelligenz, da stört es nicht, dass er doch ab und an mal den Ball bei der Mitnahme überholt oder zu spät den Kopf hoch nimmt.
Über die linke Seite klappte das nicht so gut, richtig schwach war das anfangs vor allem in der Zentrale, wo Wanitzek in der 2. Hälfte kaum ins Spiel fand. Da war sichtbar das Selbstvertrauen weg, nachdem er bereits nicht so gut ins Spiel kam. Zweikämpfe halbgar geführt, Bälle unsauber heruntergepflückt und dann teils haarsträubende Pässe gespielt. Aktuell scheint er nicht mehr so ganz in der Hinrunden-Form zu sein. Besser wurde das erst, als dann Mehlem das Heft in die Hand nahm und mindestens 2 Mal seinen Gegenspieler im 1-gegen-1 überragend stehen ließ. Das 1:0 war dann aber ein Glückstreffer, denn die harmlose Flanke rauschte an allen Chemnitzern vorbei, weil Föhrenbach in der Szene mit seinem geschlagenen Luftloch passend irritierte. Danach lief das Spiel dann endgültig in unsre Richtung. Die Chemnitzer mussten nun ausgleichen, waren aber in der Chancenerarbeitung weiter recht harmlos, verloren die Bälle im Mittelfeld oder über den fallen lassenden Stürmer, und der KSC konnte direkt Tempo aufnehmen. Lorenz mit einer sauber getretenen Ecke auf Gordon, damit war das Spiel dann gelaufen. Die Chemnitzer versuchten sich zwar weiterhin, ließen aber sichtbar ein Stück weit die Köpfe hängen. Schön dann Pourie früher zu sehen, der mit Schleuse sehr ordentlich harmonierte. Schleuse spielte dann eher Finks Rolle, während Pourie die Spitze gab. Die Chemnitzer waren hinten dann nach dem Umschalten des KSC durchgehend offen, da war kaum noch Gegenwehr im MF zu sehen, einzig die Abwehr der Chemnitzer stemmte sich weiter dagegen, und Pourie versuchte sich dann da auch nicht so in den Vordergrund zu spielen wie bei den wenigen Einsatzminuten davor, und hatte ein Auge für seine Mitspieler. Die gute Vorlage auf Schleuse wäre das I-Tüpfelchen gewesen. Die Leistung der Mannschaft war dann insgesamt gut, aber nicht alle waren wirklich im Spiel drin. Wanitzek war mir gestern zu nervös und unkonzentriert, Fink sehr behäbig und kaum ein Faktor. Ansonsten Gordons gute Leistung mit dem Tor gekrönt, Pisot hatte einzig einen Wackler auf dem Flügel drin, war ansonsten auch wieder sicher und resolut. Bader defensiv bissig in den 1-gegen-1 Duellen und ein guter Antreiber in der Offensive. Mehlem schaltete super um, hatte für mich eh die Szene des Spiels. Grothe hatte den Ball im MF, Mehlem stand ca. 5 Schritte entfernt. Keine Sau würde da normalerweise aus dem Stand ins volle Tempo übergehen und nach vorne verteidigen, aber Mehlem machte das dann mit Volldampf und klärte den Ball, damit hatte Grothe so gar nicht mit gerechnet. Killer! Föhrenbach spielte im Vergleich zu Matze den passiveren Part. Wie bereits erwähnt, strahlt er Ruhe aus und spielt seine Sache einfach und sauber runter, ist auch verdient gesetzt. Lorenz kann im Vergleich zu Thiede und Camoglu auch weite Bälle sauber spielen, ist viel klarer in seinen Offensiv-Aktionen, ich denke mit der Leistung hat er sich einen Stammplatz nun erst mal erkämpft. Defensiv fand ich ihn aber in Hälfte 1 ab und an recht kopflos und zu leicht auszuspielen, fing sich aber in Hälfte 2. Muslija war voll im Spiel drin, aber weiterhin gelingen ihm keine Vorlagen oder Tore, gute Möglichkeiten dazu hatte er. Schleuse wie immer in den entscheidenden Momenten da, mit etwas mehr Glück hätte er ja bereits in der 1. Hälfte getroffen, als er schneller wie die Chemnitzer reagierte und nach der Ecke den Ball an den Pfosten setzte. Aktuell würde ich nur Fink ein Stück weit kritischer sehen. Das ist aktuell vom Einsatz her weiterhin ganz ordentlich, er will schon, aber gedanklich ist er oft spät dran und sein Antritt wirkt dazu aktuell echt verdammt langsam. Überspielt oder noch nicht so ganz fit? Ob Pourie ne Alternative wäre, das dürfte schwer zu sagen sein. Als der kam, waren die Chemnitzer eigentlich schon geschlagen. Er hatte es dann viel leichter wie Fink, vor allem in Hälfte 1 war das ja ein ganz anderes Spiel. Thiede und Stoll konnte man kaum bewerten.
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