Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
30.07.2018 - 07:09 Uhr
Zitat von UtzdieWutz
@rudi_mentaer: wie hat man das hingekriegt?
Zitat von RudiMentaer
Braunschweig – Karlsruhe
.... Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser ....
Braunschweig – Karlsruhe
.... Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser ....
@rudi_mentaer: wie hat man das hingekriegt?
Oben im Text Wust habe ich ja ein Teil davon der funktionierenden Pressingfalle zugeschrieben, aber sicherlich lag es zum Großteil auch daran, dass Braunschweig irgendwann richtig platt war.
30.07.2018 - 07:56 Uhr
Um mal kurz etwas OT zu gehen:
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei
30.07.2018 - 09:17 Uhr
Nunja, der Rudi sollte einfach hier weiterschreiben.
Der KSC liest mit, nutzt das und überstellt dem Rudi so ein, sagen wir mal durchschnittliches Drittligakickergehalt.
Der ist ja jetzt schon wertvoller als OK und IW zusammen
Der KSC liest mit, nutzt das und überstellt dem Rudi so ein, sagen wir mal durchschnittliches Drittligakickergehalt.
Der ist ja jetzt schon wertvoller als OK und IW zusammen
30.07.2018 - 10:14 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Oben im Text Wust habe ich ja ein Teil davon der funktionierenden Pressingfalle zugeschrieben, aber sicherlich lag es zum Großteil auch daran, dass Braunschweig irgendwann richtig platt war.
Zitat von UtzdieWutz
@rudi_mentaer: wie hat man das hingekriegt?
Zitat von RudiMentaer
Braunschweig – Karlsruhe
.... Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser ....
Braunschweig – Karlsruhe
.... Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser ....
@rudi_mentaer: wie hat man das hingekriegt?
Oben im Text Wust habe ich ja ein Teil davon der funktionierenden Pressingfalle zugeschrieben, aber sicherlich lag es zum Großteil auch daran, dass Braunschweig irgendwann richtig platt war.
Danke, hatte ich überlesen.
30.07.2018 - 10:16 Uhr
Zitat von Klosterknabe
Nunja, der Rudi sollte einfach hier weiterschreiben.
Der KSC liest mit, nutzt das und überstellt dem Rudi so ein, sagen wir mal durchschnittliches Drittligakickergehalt.
Der ist ja jetzt schon wertvoller als OK und IW zusammen
Nunja, der Rudi sollte einfach hier weiterschreiben.
Der KSC liest mit, nutzt das und überstellt dem Rudi so ein, sagen wir mal durchschnittliches Drittligakickergehalt.
Der ist ja jetzt schon wertvoller als OK und IW zusammen

Rudi ist unser Cello, der wird NICHT an den KSC verkauft. Sollen sie den anderen da nehmen, ihr wisst schon…
31.07.2018 - 07:22 Uhr
Zitat von livinglobster
Um mal kurz etwas OT zu gehen:
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei
Um mal kurz etwas OT zu gehen:
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei

Ja, aber IW wollte mir die gewünschten Vollmachten nicht ausstellen.
31.07.2018 - 08:03 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Ja, aber IW wollte mir die gewünschten Vollmachten nicht ausstellen.
Zitat von livinglobster
Um mal kurz etwas OT zu gehen:
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei
Um mal kurz etwas OT zu gehen:
Rudi, ist der KSC schon an dich rangetreten? Ich meine, jetzt wo der Videoanalyst zum (wie sollte es auch anders sein) HSV gewechselt ist wäre doch ne Stelle frei

Ja, aber IW wollte mir die gewünschten Vollmachten nicht ausstellen.

Da hilft nur eins: kündigen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
05.08.2018 - 10:08 Uhr
2. Spieltag - Karlsruhe - Zwickau
Der KSC wie gegen Braunschweig im 442, die Zwickauer formierten sich im 4231. Enoch auf Seiten der Zwickauer wollte „ebenso angreifen, die Bälle in der gegnerischen Hälfte gewinnen“, insofern beide Teams vielleicht mit einer ähnlichen Marschroute auf dem Feld, doch es entwickelte sich ein anderes Spiel.
Alois erwähnte vor dem Spiel, dass Zwickau „viel anläuft“ und der KSC auf Konter Acht geben muss. Enochs Ansage bewahrheitete sich erst mal nicht, aber die von Alois. Die Zwickauer liefen zwar mit Stürmer Bonga und 10er Könnicke beide IV aggressiv an, was Gordon und Pisot weite Bälle tiefstehend raushauen ließ, ansonsten war ein kollektives hohes Pressing erst mal nicht auszumachen. Ein Achter, mal Stiefler, mal Wanitzek, ließ sich im Aufbau fallen, wurde dann aber von einem Sechser der Zwickauer verfolgt. Das aus dem beruhigten Aufbauspiel heraus, welches beim KSC keinen guten Eindruck machte. Dafür versuchte man im Vergleich zu den Zwickauern aber kollektiv hochzuschieben und die Zwickauer daran zu hindern aufzufächern. Das gelang dem KSC, man war auch schnell im Spiel drin. Doch die Zwickauer machten einen wachen und lauffreudigen Eindruck, während sich der KSC im langsam immer weiter steigenden Ballbesitz ungemein schwer tat. Pourie und Sane schoben früh bis an die 16er-Linie, die Sechser der Zwickauer standen tief, damit war die Zentrale dicht. Ein fallenlassen oder schieben auf die Flügel gab es von beiden zu selten, sie hielten statisch an ihre Gegenspieler gekettet die Zentrale und verhinderten damit, dass der KSC dazu kam sich Chancen zu erarbeiten. Daneben spielten die Flügelangreifer und Flügelverteidiger auf beiden Seiten breit stehend, die Verbindung in die Zentrale rein war einfach nicht da. Stiefler schob auf die 10, konnte sich damit aber kaum einbinden, da er aufgrund seiner Aufgabe die Mitte zwingend halten zu müssen, bzgl. dem Gegenpressing bei Ballverlust nicht so frei agieren konnte, also hochschieben, fallen lassen, aber nicht auf die Flügel raus, etwas auf verlorenem Posten stand. Durch das hochschieben von Stiefler und das zu tiefe absichern von Wanitzek bekam der KSC dann Probleme. Das hochschieben ungemein wichtig, wenn man den Ball weit in der gegnerischen Hälfte kontrolliert und bei Ballverlust gegenpressen will, doch wenn das nicht im Kollektiv passiert, dann greift das nicht. Die Zwickauer machten dem in der 1. Hälfte in einigen guten Aktionen dann einen Strich durch die Rechnung. Deren 10er Könnicke arbeitete defensiv kaum mit, ließ sich aber fallen, so dass ihn Wanitzek aufnahm. Marvin hatte damit keine Verbindung mehr an seine Vorderleute. Der KSC machte einen gestreckten Eindruck in der Zentrale, über die Flügel wurde zu wenig überlaufen, die Flügelpartner standen dort zu eng. Damit war das Spiel lange gesetzt und der KSC zeigte aus der Stellung heraus keinerlei Torgefahr, während die Zwickauer im Umschaltspiel teils gefährliche Aktionen kreieren konnten, bedingt durch die Streckung in der Zentrale, dass ein Achter im Gegenpressing raus war, aber auch ebenso dadurch, dass die Mannschaft in der Rückwärtsbewegung zu lasch agierte und die Zwickauer im Umschaltspiel damit massig Raum in der Zentrale vorfanden. Zwickau spielte da quasi mit einer Zweiteilung der Mannschaft, denn bei Ballgewinn sprinteten die Flügelspieler direkt in die Offensive, mit Könnicke und Bonga waren sie dann zu viert, deren Sechser rückten nur langsam auf, während der KSC noch damit beschäftigt war sich fallen zu lassen. Dazu zeigte sich Gordon bei Bonga teils nicht aggressiv genug, diesen bei der Ballannahme direkt zu stellen, was ihm dann Probleme gegen den für seine Größe doch quirligen und technisch guten Stürmer einbrachte.
In der 1. Hälfte gab es dann einige Anpassungen um das Spiel nun zu Gunsten des KSC zu drehen. Erst fing Muslija an mit Röser die Seiten zu tauschen, wie gegen Braunschweig. Dann fing Muslija auch an mehr in den Halbraum/die Zentrale zu gehen, damit die fehlende Anbindung in der Zentrale wieder herzustellen. Das gelang in kleinen Phasen, auch half Muslija viel defensiv aus und ersetzte teils Stiefler auf der Acht, weil sich der wie so mancher Nebenmann einfach zu langsam fallen ließ, was bei Stiefler aber auch positionsbedingt war, denn der startete ja die Rückwärtsbewegung aus dem 10er-Raum. Einen guten Eindruck machte der KSC nur dann, wenn man den Sechser der Zwickauer mehrere Aufgaben gab, nicht nur das absichern vor der Abwehr in der Zentrale mit einem Augenmerk auf die Stürmer, sondern ebenso auf die Flügelspieler, die dann den Weg in die Zentrale suchten. Doch auch das war nicht dauerhaft und brachte dem KSC keine Torgefahr ein. Ebenfalls versuchte man mit Muslija dann etwas verstärkt über die rechte Seite zu gehen, da bei Ballverlust wenig Gefahr drohte. Könnicke auf Seiten der Zwickauer tendierte als Manndecker von Pisot mehr auf die rechten Seite, das Umschaltspiel der Zwickauer lief dann über den sich fallen lassenden Könnicke rechtslastig. Wenn der KSC also versuchte seinerseits über die eigene rechte Seite zu spielen, dann war die Gefahr gebannt, weil das Umschaltspiel über eine Seitverlagerung auf Könnicke nicht erfolgversprechend war, das wäre nicht vertikal genug gewesen. Aber wie gesagt brachte das einfach nichts ein, der KSC spielte in nur wenig durchschlagender Stellung. Deide Stürmer erwiesen sich als Wandspieler unbrauchbar und indem sie sich bei Ballbesitz auch zu sehr an die gegnerische IV ketteten und früh Raum dicht machten, gab es keine Torgefahr. Chancen gab es erst gegen Ende der 1. Hälfte, als Wanitzek dann endlich weiter aufrückte.
In der Pause war ich gespannt, ob das Spiel auch nur im geringsten den Vorstellungen der beiden Teams entsprach. Der Zwickauer Sportdirektor war zufrieden mit der Leistung in der Defensive, aber auch er erwähnte, dass man eigentlich aggressiv in der gegnerischen Hälfte attackieren wolle. Das gelang ja eher nicht, außer das Aufbauspiel aus dem beruhigten Spiel heraus des KSC gut zu unterbinden, weil Gordon und Pisot direkte Gegenspieler hatten, die ihnen auch folgten, wenn sie versuchten auf die Flügel zu weichen. Moutas sprach davon, dass der KSC nach Ansprache von Schwartz nun mutiger, risikofreudiger spielen wolle. Vermutlich meinte er damit, dass man wie oben erwähnt, also fehlende Bindung in der Zentrale, weil der tiefe Achter Marvin teils zu tief stand, nun passender in der gegnerischen Hälfte nach vorne verteidigen zu wollen. Nur so könnte man das Vertikalspiel dann auch zum Laufen bringen.
Davon war in Hälfte 2 dann leider nichts zu sehen, denn fortan setzten die Zwickauer das um, was Enoch vor dem Spiel und deren Sportdirektor in der Halbzeitpause erwähnte: Aggressiv in der gegnerischen Hälfte die Bälle erobern. Die Zwickauer kamen mit mehr Elan aus der Pause und setzten den KSC fortan aggressiv in der eigenen Hälfte unter Druck. Die Zwickauer schoben nun bei Möglichkeit (z.B. Einwürfe in der Abwehr für den KSC) im Kollektiv hoch und konnten den KSC damit über weite Phasen einkesseln, das Spielfeld klein machen und nach Ballverlust attackieren. Spielerisch konnte sich der KSC aus den Drucksituationen nicht befreien, der Versuch dann hoch auf die Stürmer zu übergeben misslang. Aus einer blöden, weil ungewöhnlichen Aktion heraus, machten die Zwickauer das 1:0. Schwartz brachte noch Choi, Lorenz und Fink, doch es hatte nicht den Anschein, dass der KSC das Spiel hier noch drehen würde. Die Zwickauer fingen zwar an gegen Ende sich tiefstehend zu formieren, der KSC verlegte sich auf hohe Hereingaben in den 16er, doch die Hereingaben waren durchgehend schwach gespielt und sorgten nicht für Gefahr. In einem wachen Moment lupfte dann noch Thiede den Ball in den 16er, Fink köpfte ein. Damit endete die Partie mit einem ganz gerechten Unentschieden.
Im Vergleich zum Braunschweig-Spiel bin ich nicht so zufrieden. Natürlich spielten auch die Temperaturen eine große Rolle, insofern werte ich das erst mal nicht sehr hoch. Das Spiel des KSC ging schlicht nicht auf. Thiede spielte mir etwas zu defensiv, aber Bonga benötigte mehr Aufmerksamkeit, insofern war das vermutlich Anpassung auf den Gegner. Roßbach auf der linken Seite agierte da mutiger, spätestens mit Röser auf seiner Seite waren beide aber immer öfter aus dem Spiel raus. In der Zentrale stimmte die Ausrichtung nicht so ganz, aber eben auch dadurch bedingt, dass Sane und Pourie als Wandspieler gar nichts beizutragen hatten, kaum die Chance hatten sich auf das gegnerischen Tor zu drehen. Beide agierten auf einer Höhe an die IV gekettet, damit musste die restliche Mannschaft die Chancenerarbeitung komplett alleine schultern, was nicht gelang. Zwar spielte Stiefler unauffällig, Wanitzek in Phasen sehr stark (auch defensiv), doch das war eben auch durch das statische Spiel der Stürmer begründet und der fehlenden Unterstützung durch seine Nebenleute und Hintermänner. Im Vergleich mal das Tor von Stiefler gegen Ingolstadt anschauen, wie die Verbindung mit dem Stürmer im Idealfall aussehen sollte, aber von Sane oder Pourie kamen solche Aktionen gestern nicht. Röser spielte anfangs gut, tauchte dann aber leider ab und musste auch als Erster runter. Muslija hingegen wollte als Antreiber agieren, aber gerade auf der rechten Seite spielend bekam er zu wenig förderliche Unterstützung von Thiede. Defensiv war das gestern von Florent ungemein stark, weil er eben der einzige Mann in Mittelfeld war, der dann im vollen Tempo versuchte die Konter der Zwickauer wieder einzudämmen. Thiedes Leistung in der Verteidigung gestern war ebenso einwandfrei. Pourie und Sane kamen nicht richtig ins Spiel, auch fanden sie keine Lösungen, wie sie sich dann passender einbringen können. Wenn der KSC mal tief stand, agierte Pourie als Sturmspitze. Dann konnte er in seltenen Fällen, nach weiten Bällen von Wanitzek, etwas für Gefahr sorgen.
Letztlich ein Spiel, in dem beide Teams ihre vorrangig gewünschte Spielweise nicht dauerhaft auf den Platz brachten. Der KSC kam zwar in Hälfte 1 dazu den Gegner hinten rein zu drängen, doch das Gegenpressing lief eher schlecht, dadurch waren auch keine Räume da bei Ballgewinn schnell vertikal zu spielen, es wandelte sich in Ballbesitz. Im Ballbesitz waren dann die Ansätze nicht gut. Ich denke da sollte Alois vielleicht überlegen, ob Sane/ Pourie das passende Sturmduo ist. Beide rochieren nicht, damit wirkt das zu statisch. Wenn müssen dann die Flügelspieler mehr reinschieben, damit die mit den beiden Achtern Chancen für die Spitze herausspielen können, oder man setzt als 2. Spitze eher wieder auf einen (mit spielmachenden) Halbstürmer wie Fink oder einen Flügelangreifer wie Röser/Choi, welche dann mit dem jeweiligen Flügelspieler auf ihrer Seite die Positionen wechseln können, den Gegner so vor neue Aufgaben stellen. Die Zwickauer zeigten sich in der Defensive sehr kompakt, sehr achtsam und aggressiv im Anlaufen, in den Zweikämpfen, fanden aber erst in Hälfte 2 dazu, den KSC in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Ihr Offensivspiel, also Umschaltspiel, machte ebenfalls einen durchdachteren, effektiveren Eindruck, ohne Ballbesitz hatten sie das Spiel so gut unter Kontrolle, auch wenn Chancen ebenso Mangelware waren. Das war gestern richtig gut gemacht, sei es die Taktik, die Umsetzung, aber auch die Einstellung der Spieler, das Unentschieden damit mehr als verdient.
Gegen Köln würde ich nun gerne eine andere Stürmerkombination sehen, einen etwas mutigerem Auftritt im Gegenpressing, ansonsten sehe ich keinen Grund beim KSC irgendwas in Frage zu stellen. Fand die Reaktion der Fans nach dem Spiel gut, ein Pfeifen habe ich nicht vernommen.
Der KSC wie gegen Braunschweig im 442, die Zwickauer formierten sich im 4231. Enoch auf Seiten der Zwickauer wollte „ebenso angreifen, die Bälle in der gegnerischen Hälfte gewinnen“, insofern beide Teams vielleicht mit einer ähnlichen Marschroute auf dem Feld, doch es entwickelte sich ein anderes Spiel.
Alois erwähnte vor dem Spiel, dass Zwickau „viel anläuft“ und der KSC auf Konter Acht geben muss. Enochs Ansage bewahrheitete sich erst mal nicht, aber die von Alois. Die Zwickauer liefen zwar mit Stürmer Bonga und 10er Könnicke beide IV aggressiv an, was Gordon und Pisot weite Bälle tiefstehend raushauen ließ, ansonsten war ein kollektives hohes Pressing erst mal nicht auszumachen. Ein Achter, mal Stiefler, mal Wanitzek, ließ sich im Aufbau fallen, wurde dann aber von einem Sechser der Zwickauer verfolgt. Das aus dem beruhigten Aufbauspiel heraus, welches beim KSC keinen guten Eindruck machte. Dafür versuchte man im Vergleich zu den Zwickauern aber kollektiv hochzuschieben und die Zwickauer daran zu hindern aufzufächern. Das gelang dem KSC, man war auch schnell im Spiel drin. Doch die Zwickauer machten einen wachen und lauffreudigen Eindruck, während sich der KSC im langsam immer weiter steigenden Ballbesitz ungemein schwer tat. Pourie und Sane schoben früh bis an die 16er-Linie, die Sechser der Zwickauer standen tief, damit war die Zentrale dicht. Ein fallenlassen oder schieben auf die Flügel gab es von beiden zu selten, sie hielten statisch an ihre Gegenspieler gekettet die Zentrale und verhinderten damit, dass der KSC dazu kam sich Chancen zu erarbeiten. Daneben spielten die Flügelangreifer und Flügelverteidiger auf beiden Seiten breit stehend, die Verbindung in die Zentrale rein war einfach nicht da. Stiefler schob auf die 10, konnte sich damit aber kaum einbinden, da er aufgrund seiner Aufgabe die Mitte zwingend halten zu müssen, bzgl. dem Gegenpressing bei Ballverlust nicht so frei agieren konnte, also hochschieben, fallen lassen, aber nicht auf die Flügel raus, etwas auf verlorenem Posten stand. Durch das hochschieben von Stiefler und das zu tiefe absichern von Wanitzek bekam der KSC dann Probleme. Das hochschieben ungemein wichtig, wenn man den Ball weit in der gegnerischen Hälfte kontrolliert und bei Ballverlust gegenpressen will, doch wenn das nicht im Kollektiv passiert, dann greift das nicht. Die Zwickauer machten dem in der 1. Hälfte in einigen guten Aktionen dann einen Strich durch die Rechnung. Deren 10er Könnicke arbeitete defensiv kaum mit, ließ sich aber fallen, so dass ihn Wanitzek aufnahm. Marvin hatte damit keine Verbindung mehr an seine Vorderleute. Der KSC machte einen gestreckten Eindruck in der Zentrale, über die Flügel wurde zu wenig überlaufen, die Flügelpartner standen dort zu eng. Damit war das Spiel lange gesetzt und der KSC zeigte aus der Stellung heraus keinerlei Torgefahr, während die Zwickauer im Umschaltspiel teils gefährliche Aktionen kreieren konnten, bedingt durch die Streckung in der Zentrale, dass ein Achter im Gegenpressing raus war, aber auch ebenso dadurch, dass die Mannschaft in der Rückwärtsbewegung zu lasch agierte und die Zwickauer im Umschaltspiel damit massig Raum in der Zentrale vorfanden. Zwickau spielte da quasi mit einer Zweiteilung der Mannschaft, denn bei Ballgewinn sprinteten die Flügelspieler direkt in die Offensive, mit Könnicke und Bonga waren sie dann zu viert, deren Sechser rückten nur langsam auf, während der KSC noch damit beschäftigt war sich fallen zu lassen. Dazu zeigte sich Gordon bei Bonga teils nicht aggressiv genug, diesen bei der Ballannahme direkt zu stellen, was ihm dann Probleme gegen den für seine Größe doch quirligen und technisch guten Stürmer einbrachte.
In der 1. Hälfte gab es dann einige Anpassungen um das Spiel nun zu Gunsten des KSC zu drehen. Erst fing Muslija an mit Röser die Seiten zu tauschen, wie gegen Braunschweig. Dann fing Muslija auch an mehr in den Halbraum/die Zentrale zu gehen, damit die fehlende Anbindung in der Zentrale wieder herzustellen. Das gelang in kleinen Phasen, auch half Muslija viel defensiv aus und ersetzte teils Stiefler auf der Acht, weil sich der wie so mancher Nebenmann einfach zu langsam fallen ließ, was bei Stiefler aber auch positionsbedingt war, denn der startete ja die Rückwärtsbewegung aus dem 10er-Raum. Einen guten Eindruck machte der KSC nur dann, wenn man den Sechser der Zwickauer mehrere Aufgaben gab, nicht nur das absichern vor der Abwehr in der Zentrale mit einem Augenmerk auf die Stürmer, sondern ebenso auf die Flügelspieler, die dann den Weg in die Zentrale suchten. Doch auch das war nicht dauerhaft und brachte dem KSC keine Torgefahr ein. Ebenfalls versuchte man mit Muslija dann etwas verstärkt über die rechte Seite zu gehen, da bei Ballverlust wenig Gefahr drohte. Könnicke auf Seiten der Zwickauer tendierte als Manndecker von Pisot mehr auf die rechten Seite, das Umschaltspiel der Zwickauer lief dann über den sich fallen lassenden Könnicke rechtslastig. Wenn der KSC also versuchte seinerseits über die eigene rechte Seite zu spielen, dann war die Gefahr gebannt, weil das Umschaltspiel über eine Seitverlagerung auf Könnicke nicht erfolgversprechend war, das wäre nicht vertikal genug gewesen. Aber wie gesagt brachte das einfach nichts ein, der KSC spielte in nur wenig durchschlagender Stellung. Deide Stürmer erwiesen sich als Wandspieler unbrauchbar und indem sie sich bei Ballbesitz auch zu sehr an die gegnerische IV ketteten und früh Raum dicht machten, gab es keine Torgefahr. Chancen gab es erst gegen Ende der 1. Hälfte, als Wanitzek dann endlich weiter aufrückte.
In der Pause war ich gespannt, ob das Spiel auch nur im geringsten den Vorstellungen der beiden Teams entsprach. Der Zwickauer Sportdirektor war zufrieden mit der Leistung in der Defensive, aber auch er erwähnte, dass man eigentlich aggressiv in der gegnerischen Hälfte attackieren wolle. Das gelang ja eher nicht, außer das Aufbauspiel aus dem beruhigten Spiel heraus des KSC gut zu unterbinden, weil Gordon und Pisot direkte Gegenspieler hatten, die ihnen auch folgten, wenn sie versuchten auf die Flügel zu weichen. Moutas sprach davon, dass der KSC nach Ansprache von Schwartz nun mutiger, risikofreudiger spielen wolle. Vermutlich meinte er damit, dass man wie oben erwähnt, also fehlende Bindung in der Zentrale, weil der tiefe Achter Marvin teils zu tief stand, nun passender in der gegnerischen Hälfte nach vorne verteidigen zu wollen. Nur so könnte man das Vertikalspiel dann auch zum Laufen bringen.
Davon war in Hälfte 2 dann leider nichts zu sehen, denn fortan setzten die Zwickauer das um, was Enoch vor dem Spiel und deren Sportdirektor in der Halbzeitpause erwähnte: Aggressiv in der gegnerischen Hälfte die Bälle erobern. Die Zwickauer kamen mit mehr Elan aus der Pause und setzten den KSC fortan aggressiv in der eigenen Hälfte unter Druck. Die Zwickauer schoben nun bei Möglichkeit (z.B. Einwürfe in der Abwehr für den KSC) im Kollektiv hoch und konnten den KSC damit über weite Phasen einkesseln, das Spielfeld klein machen und nach Ballverlust attackieren. Spielerisch konnte sich der KSC aus den Drucksituationen nicht befreien, der Versuch dann hoch auf die Stürmer zu übergeben misslang. Aus einer blöden, weil ungewöhnlichen Aktion heraus, machten die Zwickauer das 1:0. Schwartz brachte noch Choi, Lorenz und Fink, doch es hatte nicht den Anschein, dass der KSC das Spiel hier noch drehen würde. Die Zwickauer fingen zwar an gegen Ende sich tiefstehend zu formieren, der KSC verlegte sich auf hohe Hereingaben in den 16er, doch die Hereingaben waren durchgehend schwach gespielt und sorgten nicht für Gefahr. In einem wachen Moment lupfte dann noch Thiede den Ball in den 16er, Fink köpfte ein. Damit endete die Partie mit einem ganz gerechten Unentschieden.
Im Vergleich zum Braunschweig-Spiel bin ich nicht so zufrieden. Natürlich spielten auch die Temperaturen eine große Rolle, insofern werte ich das erst mal nicht sehr hoch. Das Spiel des KSC ging schlicht nicht auf. Thiede spielte mir etwas zu defensiv, aber Bonga benötigte mehr Aufmerksamkeit, insofern war das vermutlich Anpassung auf den Gegner. Roßbach auf der linken Seite agierte da mutiger, spätestens mit Röser auf seiner Seite waren beide aber immer öfter aus dem Spiel raus. In der Zentrale stimmte die Ausrichtung nicht so ganz, aber eben auch dadurch bedingt, dass Sane und Pourie als Wandspieler gar nichts beizutragen hatten, kaum die Chance hatten sich auf das gegnerischen Tor zu drehen. Beide agierten auf einer Höhe an die IV gekettet, damit musste die restliche Mannschaft die Chancenerarbeitung komplett alleine schultern, was nicht gelang. Zwar spielte Stiefler unauffällig, Wanitzek in Phasen sehr stark (auch defensiv), doch das war eben auch durch das statische Spiel der Stürmer begründet und der fehlenden Unterstützung durch seine Nebenleute und Hintermänner. Im Vergleich mal das Tor von Stiefler gegen Ingolstadt anschauen, wie die Verbindung mit dem Stürmer im Idealfall aussehen sollte, aber von Sane oder Pourie kamen solche Aktionen gestern nicht. Röser spielte anfangs gut, tauchte dann aber leider ab und musste auch als Erster runter. Muslija hingegen wollte als Antreiber agieren, aber gerade auf der rechten Seite spielend bekam er zu wenig förderliche Unterstützung von Thiede. Defensiv war das gestern von Florent ungemein stark, weil er eben der einzige Mann in Mittelfeld war, der dann im vollen Tempo versuchte die Konter der Zwickauer wieder einzudämmen. Thiedes Leistung in der Verteidigung gestern war ebenso einwandfrei. Pourie und Sane kamen nicht richtig ins Spiel, auch fanden sie keine Lösungen, wie sie sich dann passender einbringen können. Wenn der KSC mal tief stand, agierte Pourie als Sturmspitze. Dann konnte er in seltenen Fällen, nach weiten Bällen von Wanitzek, etwas für Gefahr sorgen.
Letztlich ein Spiel, in dem beide Teams ihre vorrangig gewünschte Spielweise nicht dauerhaft auf den Platz brachten. Der KSC kam zwar in Hälfte 1 dazu den Gegner hinten rein zu drängen, doch das Gegenpressing lief eher schlecht, dadurch waren auch keine Räume da bei Ballgewinn schnell vertikal zu spielen, es wandelte sich in Ballbesitz. Im Ballbesitz waren dann die Ansätze nicht gut. Ich denke da sollte Alois vielleicht überlegen, ob Sane/ Pourie das passende Sturmduo ist. Beide rochieren nicht, damit wirkt das zu statisch. Wenn müssen dann die Flügelspieler mehr reinschieben, damit die mit den beiden Achtern Chancen für die Spitze herausspielen können, oder man setzt als 2. Spitze eher wieder auf einen (mit spielmachenden) Halbstürmer wie Fink oder einen Flügelangreifer wie Röser/Choi, welche dann mit dem jeweiligen Flügelspieler auf ihrer Seite die Positionen wechseln können, den Gegner so vor neue Aufgaben stellen. Die Zwickauer zeigten sich in der Defensive sehr kompakt, sehr achtsam und aggressiv im Anlaufen, in den Zweikämpfen, fanden aber erst in Hälfte 2 dazu, den KSC in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Ihr Offensivspiel, also Umschaltspiel, machte ebenfalls einen durchdachteren, effektiveren Eindruck, ohne Ballbesitz hatten sie das Spiel so gut unter Kontrolle, auch wenn Chancen ebenso Mangelware waren. Das war gestern richtig gut gemacht, sei es die Taktik, die Umsetzung, aber auch die Einstellung der Spieler, das Unentschieden damit mehr als verdient.
Gegen Köln würde ich nun gerne eine andere Stürmerkombination sehen, einen etwas mutigerem Auftritt im Gegenpressing, ansonsten sehe ich keinen Grund beim KSC irgendwas in Frage zu stellen. Fand die Reaktion der Fans nach dem Spiel gut, ein Pfeifen habe ich nicht vernommen.
05.08.2018 - 10:32 Uhr
Danke Rudi, großes Kino
05.08.2018 - 10:40 Uhr
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