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Taktik und Spielsysteme

21.07.2011 - 09:17 Uhr
Taktik und Spielsysteme |#1501
03.07.2018 - 11:59 Uhr
Zitat von Zero5
Zitat von KSCfan1995

Zitat von starbuck11

Wer ist jetzt - nach MMs Abgang - eigentlich der "aggressive leader"?


Kai Bülow.


rolleyes


Kai Bulow is the aggressive leader, because his body language leads to aggression.

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Post #1894 am 29.01.2017 um 10:13 Uhr
DISKUSSION ZU DEN TRANSFERGERÜCHTEN - WINTER 2016/2017 |#441
Taktik und Spielsysteme |#1502
03.07.2018 - 12:04 Uhr
Zitat von Zero5
Zitat von KSCfan1995

Zitat von starbuck11

Wer ist jetzt - nach MMs Abgang - eigentlich der "aggressive leader"?


Kai Bülow.


rolleyes


Die Fans wenn sie Bülow beim Spielen zusehen.

•     •     •

~~~~~~~~~Liebe kennt keine Liga~~~~~~~~~~~~~

~~~~Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e. V.~~~~

~~~~~~~~~~~~~Gooners~~~~~~~~~~~~~~~~~~

LeBron: "Any kid that's going through anything ... you can look at that performance by Derrick Rose ... That's why our game is so unbelievable ... even when a superhero's knocked down he's still a superhero and Derrick Rose showed why he's still a superhero." D-ROSE
Taktik und Spielsysteme |#1503
16.07.2018 - 19:36 Uhr
Nach der Verpflichtung eines weiteren OM‘s deutet viel auf ein 4-1-4-1 hin in meinen Augen.

Ich tippe aktuell auf folgende Startelf:

—————————-Uphoff————————-
Thiede——Gordon——-Pisot——Rossbach
—————————Wanitzek————————
Muslija—-—-Stiefler———-Choi—-—-Röser
——————————Pourie————————

Bank: Müller, Sverko, Kobald, Camoglu, Lorenz, Fink, Sané

Wanitzek hab ich da jetzt hingestellt, weil wir keinen Sechser habenugly Bei Verpflichtung eines DM‘s rückt Wanitzek für Choi vor und Mr. X vor die Abwehrtung

Dann rotiert Choi für Lorenz auf die Bank und Lorenz fällt aus dem 18er-Kader. So stell ich mir das aktuell vorgrins
Taktik und Spielsysteme |#1504
17.07.2018 - 13:58 Uhr
Zu Musljija: gefühlt bin ich bei dir mit dem ungefährlich (Tor klammere ich bewusst aus). Allerdings liest sich seine Statistik für sein Alter extrem gut. Ich habe dann für mich beschlossen das ihm einfach 4-5kg Muskelmasse fehlen und auch optisch zu zündenstark.

Bei Wanitzek: ich fand seine Rolle auf der 6 letzte Saison eigentlich extrem spannenden. Eher der 6er wie Yabo > Ball hinten holen und Spiel aufbauen. Mit dem Spiel vor sich hat er extrem gut gewirkt. Weiss nicht ob er das auf der 10 bestätigen (Spiel hinter sich).


Grundsätzlich glaube ich auch an ein 4 1 4 2, in dem. Viel verschoben wird. Alternativ würde auch mal ein Tannenbaum Sinn ergeben mit 3 2 3 2 (analog zu RB in Liga 2)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TMontana am 17.07.2018 um 14:00 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1505
17.07.2018 - 22:05 Uhr
Zitat von TMontana
Zu Musljija: gefühlt bin ich bei dir mit dem ungefährlich (Tor klammere ich bewusst aus). Allerdings liest sich seine Statistik für sein Alter extrem gut. Ich habe dann für mich beschlossen das ihm einfach 4-5kg Muskelmasse fehlen und auch optisch zu zündenstark.

Bei Wanitzek: ich fand seine Rolle auf der 6 letzte Saison eigentlich extrem spannenden. Eher der 6er wie Yabo > Ball hinten holen und Spiel aufbauen. Mit dem Spiel vor sich hat er extrem gut gewirkt. Weiss nicht ob er das auf der 10 bestätigen (Spiel hinter sich).


Grundsätzlich glaube ich auch an ein 4 1 4 2, in dem. Viel verschoben wird. Alternativ würde auch mal ein Tannenbaum Sinn ergeben mit 3 2 3 2 (analog zu RB in Liga 2)


Beim 4 1 4 2 einfach ohne Torwart....

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------------Klose------------
Musiala----Özil----Littbarski
----Ballack-----Matthäus----
Brehme-Boateng-Kohler-Lahm
------------Kahn------------
Taktik und Spielsysteme |#1506
17.07.2018 - 22:50 Uhr
Karlsruhe – St.Pauli - Testkick

Da war nach 5 Sekunden klar wie der Matchplan hier heute aussehen sollte. Anspiel - weiter Ball in die Hälfte der Paulianer gekloppt und massiv nachgeschoben, voll auf Angriffspressing. Der KSC im 4-4-2 - Sane mit Röser im Sturm, LM Lorenz, RM Muslija, Wanitzek und Stiff auf der Acht, Thiede RAV und Roßbach LAV.

Der KSC wollte gar nicht den Ball kontrollieren und das Spiel machen, Ball in die gegnerische Hälfte hauen, intensiv draufgehen und dann bei Ballgewinn ab vors Tor. Der Kreativpart die rechte Seite, da schob man dann stark raus und versuchte im klein-klein durchzubrechen oder per Seitenwechsel schnell auf den linken Flügel zu spielen, da hatten Lorenz und Roßbach viel Raum. Roßbach rückte weit auf, hielt die Bälle gut, kam zu einem Dampfhammer knapp vor dem 16er. Gute Entscheidungen getroffen, es auch mal selbst versucht. Offensiv war das in Hälfte 1 ganz überzeugend, scheint mir über ein gutes Passspiel und eine ordentliche Übersicht zu verfügen, konnte die Bälle sauber verarbeiten, wirkte wie die ganze Mannschaft ruhig in einem intensiv geführten Spiel, in dem es darum ging den Gegner nicht atmen zu lassen. In Hälfte 1 wurde Roßbach aber zweimal stark überspielt, einmal dachte er zu offensiv und startete durch, das Team verlor den Ball, ein andermal verteidigte er zu aggressiv und zog den Kürzeren, da kam er dann mit seinem Antritt nicht mehr hinterher.

Der KSC diktierte die ersten 15 Minuten völlig, die Paulianer waren überfordert und konnten sich nicht dauerhaft befreien. Das auch vor allem dank Sane im Sturm, der zwar nicht traf, aber in Hälfte 1 richtig stark spielte. Konnte ebenfalls Bälle gut festmachen, aber auch mit sauberen und flotten Weiterleitungen die Paulianer in Bedrängnis bringen. Auch gerade bei Ballannahmen echt geile Entscheidungen getroffen und sich vom Gegner lösen können, z.B. im Pulk mit der Brust den Ball in den freien Raum tropfen lassen und damit drei Gegner ausgespielt, leider wurde er dann gefoult. Röser konnte offensiv nicht so glänzen, war aber im Anlaufen so ausdauernd und bissig wie seine Mitspieler, half Muslija beim Aufdrehen. Der hatte seinen Sahne Tag. Von der ersten Minute an 1-gegen-1 konstant für sich entscheiden können, war von den Paulianern nicht zu stoppen und heute ein unglaublicher Kreativpol. Das 1:0 dann überragend von Lorenz und Muslija. Lorenz versuchte sich bis dahin mehr über sein Flankenspiel einzubringen, das war in Ordnung, aber nicht so durchschlagskräftig, legte dann mit einem harten gespielten Seitenwechsel auf Muslija, der dem direkt im Fuß landete. Muslija lief seinen passiven Gegenspieler im Tempodribbling an, holte nach innen ziehend den notwendigen Vorsprung raus und stellte flach ins lange Eck auf 1:0.

Nach 25 Minuten wachten dann die Paulianer etwas auf. Das Pressing des KSC war zwar weiterhin gut, doch in kleinen Phasen lief man die Gegenspieler nicht mehr passend an, etwas zu spät getimt. Die Zentrale war aber weiterhin dicht. Wanitzek spielte anfangs höher wie Stiff, der sicherte den attackierenden KSC in der Zentrale ab. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte schob dann Stiff hoch und Wanitzek schirmte ab. Beide aggressiv und eng dran, grundlegend nach vorne verteidigend, gerade Wanitzek schrubbte da so manchem Paulianer über die Füße, bis von der Pauli- Bank dann langsam ein Murren zu vernehmen war. stark Defensiv schwach, obwohl da eher gelernte OM mit Stiff und Wanitzek spielten, das war nicht zu erkennen. Die Abstimmung lief rund, auch weil Pisot, Gordon und die AV entsprechend anliefen, wenn beide doch mal überspielt wurden.

In der 36. Minute hatten die Paulianer die große Möglichkeit zum Ausgleich, Allagui spielte aber heute noch sehr eingerostet und kam bei freiem Feld auf Uphoff nicht dazu den Ball zu stoppen. In der 40. gab es
kurz Aufruhr und Schuldzuweisungen auf beiden Bänken, als auch die Paulianer anfingen nickelig zu spielen. Kurz vor der Pause strich noch ein Freistoß von Knoll knapp am Kasten vorbei.

Der KSC hatte in Hälfte 1 auch ne Phase drin, da stand man dann mit allen Spielern in der eigenen Hälfte und kam nicht mehr so gut hinten raus. War dann die Leistung von Sane, dass der KSC aus relativ ungünstigen Stellungen fast hätte Konter ausspielen können. Mit Rücken zum Tor unter Gegnerdruck den Ball verarbeitet und mit ner guten Idee die Mitspieler eingesetzt oder kreativ vom Gegenspieler gelöst und den nötigen Raum geschaffen, sich zu drehen und mit Blick aufs Tor Tempo aufzunehmen. Torchancen sprangen aber letztlich nicht heraus, ein Bein bekamen die Paulianer immer noch dazwischen, bevor es in das letzte Drittel ging.

Erste Hälfte der KSC das drückende Team und verdient in Front, Torchancen gesamt aber eher Mangelware. Auffällig auch, dass der KSC mit Sane, Pisot und Gordon bei Standards denke ich an Gefahr etwas zugelegt hat, Sane hätte in der 6.Minute freistehend schon einnicken können. Das sah mit Fink und Schleusener weniger gefährlich aus.

In Hälfte Zwei wurde das hohe Pressing dann runtergefahren, Sane und Röser attackierten vor dem Mittelkreis, ließen die IV nicht weiter aufrücken. Wenn sich ein Paulianer ZM fallen ließ, schob Stiff nach. Die Paulianer versuchten über Kurzpass-Seitenwechsel in die Karlsruher Hälfte zu kommen, dort auf den fallenlassenden Allagui, der Flachpässe vor die Karlsruher IV gespielt bekam. Allagui spielte aber weiterhin nicht gut, da kam dann zu wenig bei rum. Roßbach und Thiede mussten nun mehr verteidigen und rückten nicht mehr so stark auf, das war dann ok, aber nicht immer souverän, ab und an ging Raum auf den Flügeln auf. Muslija in Hälfte Zwei auf der linken Seite, Lorenz spielte auf Rechts. Das Spiel war nun relativ ausgeglichen. Der KSC ließ zwar nichts anbrennen, kam aber auch nicht mehr so dominant in die Hälfte der Paulianer.

In der 60. wechselten dann zuerst die Paulianer, Bouhadouz ersetzte Allagui, was den Paulianern mehr Durchschlagskraft gab. Der bewegte sich auch aus der Zentrale raus auf die Flügel, und konnte Bälle im Vergleich zu Allagui halten, so langsam kam man damit vor den Kasten von Uphoff. In der 66., als eher die Paulianer am Drücker waren, machte Muslija dann nach ner abgewehrten Ecke mit einem Weitschuss das 2:0. Nachdem Pasalic für Stiff, Choi für Lorenz und Fink für Röser kamen, konnte der KSC den Druck auf die Paulianer auch nicht wieder aufbauen. Wanitzek agierte nicht mehr so aggressiv nach vorne und hielt die Zentrale eher passiv verschiebend, schnaufte vermutlich durch, Pasalic musste seine Rolle in der Zentrale im Verbund erst noch finden. Man ließ die Paulianer in der Zentrale gewähren und dann zu leicht in das letzte Drittel kommen. Choi wirkte auf der linken Seite noch etwas zögerlich, verzettelte sich mit einem Tempolauf bzw. seinem folgenden Abspiel zu leicht, half defensiv kaum aus. Fink spielte für Choi mit den defensiven Part und stand häufig weit tiefer wie der, so als Halbraum Achter/Sechser, der dann bei Möglichkeit wieder seinen Platz in der Spitze einnahm. Choi suchte höher stehend mit Ball am Fuß den Weg nach innen, Linksfuß auf Rechts halt. Pauli hätte direkt nach dem Anschlusstreffer, da war Uphoff etwas zu munter mit seinem Dribbling und dem Abspiel in Not, was Bouhadouz mit einem Lupfer nutze, die Partie ausgleichen können, sie waren voll am Drücker, doch der KSC bekam dann doch noch die 2.Luft. Erst nahm Pasalic super den Ball mitführend es im Tempolauf mit 3 Paulianern auf und wischte ihnen davon, wurde leider gefällt. In der 81. nickte Kobald (Pisot verletzt runter) dann nach ner Ecke ein. In der 85. lief Choi aggressiv den ballführenden Mann im Sechserraum an, sehr früh antizipiert, langer Laufweg, schnappte sich den Ball und legte auf Fink ab, der ohne Gegenspieler locker einschob und den Endstand herstellte. Verdammt starke Aktion von Choi. Camoglu und Batmaz kamen ebenfalls noch. Batmaz hatte fast noch eine gute Möglichkeit, als er an der Abseitskante lungerte und dann durchbrach, ähnlich wie gegen Brentford, wurde aber leider zurückgepfiffen. Zum Abschluss der Partie noch ne sehr ansehnliche Kombination vom rechten Flügel aus mit Choi und Fink, am letzten Gegenspieler blieb man aber leider hängen.

Der KSC scheint gut eingespielt, Vertrauen ist da, man strahlte absolute Ruhe aus, in einem für ein Freundschaftskick intensiv und teils recht ruppig geführten Spiel, in dem sich Wanitzek als Auszeichnung ne Gelbe einfing, ohne das es zu harten Fouls kam. Die Summe macht’s. grins Letztlich gab es nicht allzu viele Torchancen, aber der KSC war ohne auf Ballbesitz aus zu sein, das über weite Strecken dominierende Team. Die Paulianer konnten sich kaum entfalten und ihr Spiel aufziehen, das nur in Randzügen zu erkennen war, super Leistung. Das Endergebnis letztlich etwas zu hoch, das Spiel kein Gradmesser für die Saison, aber ein gelungener Testlauf, der Bock auf die Saison macht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RudiMentaer am 17.07.2018 um 23:16 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1507
29.07.2018 - 08:18 Uhr
Braunschweig – Karlsruhe

Der KSC begann wie erwartet im 442, die Braunschweiger setzten auf ein 433. Den Vorinformationen nach würde Braunschweig ebenfalls wie der KSC versuchen hoch zu pressen, Angriffsfußball spielen. Tolle Voraussetzung für das erste Spiel, doch halt noch viele unbekannte Variablen, vor allem auch für mich. grins Das war dann durchgehend auch im Spiel zu sehen, beide Teams brachten ihre Spielweise nur in Phasen durch.

Der KSC begann ordentlich und versuchte hoch zu pressen, doch es hatte heute zu Beginn nicht die nötige Intensität und Abstimmung. Der Ballführende wurde angelaufen, daneben stimmte aber die Anpassung darauf nicht. Viel zu häufig versuchte man sich dahinter in statischer Manndeckung, und die Braunschweiger hebelten das in der kurzen Druckphase mit spielberuhigenden Pässen aus. Vor dem Spiel vom Telekom-Experten Vollmann prognostiziert, würde der KSC aus einem kompakten Defensivverbund raus kontern. Das war meine ich nicht der Plan und sah dann leider im Verlaufe der ersten Hälfte doch genau danach aus. Problematisch beim KSC, dass man in der 1. Hälfte Probleme hatte die Braunschweiger passend aufzuneh-men und dann zu zögerlich agierte, sich zu tief fallen ließ. Die Braunschweiger spielten in der Zentrale in 1-2 Stellung, also ein 4123, Wanitzek und Stiff nahmen die Achter in Manndeckung, man ließ den Sechser immer öfter aufrücken, der dann nicht mehr von Sane oder Pourie richtig unter Druck gesetzt werden konnte und ebenfalls mit aufgenommen werden musste. Damit tat sich der KSC schwer gegenzuhalten und gab den Braunschweiger Flügelspielern im Laufe der ersten Hälfte immer öfter Raum, was gerade Bulut aufdrehen ließ. Muslija und Röser mussten verstärkt in der Defensive aushelfen, damit schwand die Offensivkraft im Umschaltspiel, Pourie und Sane bekamen nach Zuspielen nicht rechtzeitig Unterstützung.

Die Braunschweiger dominierten ab der 15. Minute bis zur Pause, da kamen sie ohne große Gegenwehr durch das MF und vor das Tor des KSC. Gordon und Pisot missfiel das sichtbar, sie fingen an das Team wach zu rütteln. Die Stellung der Braunschweiger machte einen guten Eindruck. Hoffmann als einzige Spitze ließ sich passend aus der IV fallen und den Ball klatschen, der KSC wusste das nicht zu verhindern. Bulut zeigte sich kreativ und konnte sich durch Dribblings von seinen Gegenspielern lösen. Der KSC war für lange Zeit richtig offen, Slalomstangen auf dem Weg zum Tor, viel zu passiv. Man spielte schlicht ein wenig mutlos, versuchte aus der erst mal nur passiven Manndeckung heraus aggressiver zu agieren und öffnete damit gegen die gut kombinierenden Braunschweiger zu leicht Räume, welche die ganz ansehnlich nutzten. Ohne Uphoff hätte der KSC das Spiel hier schon fast hergegeben. Aber wie es halt häufig im Fußball ist, machte der KSC dann aus dem Nichts das 1:0, Traumtor von Wanitzek. Der KSC konnte sich dann im Laufe der ersten Hälfte im seltenen Fall aus dem Klammergriff befreien. Die Braunschweiger MF-Zentrale schob wie gesagt hoch, ab und an konnte Röser auf dem rechten Flügel etwas höher agieren, bei Ballgewinn schaltete der KSC schnell um. Mit Stiff und Wanitzek hat man ja tolle Aufbauspieler, gab auf Pourie oder Sane ab, und die konnten dann im Verbund mit Röser die letzte Abwehrreihe attackieren, ohne das Braunschweig die Möglichkeit hatte, mit dem fallen lassenden MF direkt wieder Druck auszuüben. Doch die Abstimmung passte nicht bei den wenigen aber schon ganz aussichtsreichen Möglichkeiten.

In der Pause war ich dann ob der Interpretation der ersten Hälfte etwas überrascht. Kreuzer sah den KSC verdient in Führung. Ok. Wenn man sich mal überlegt wie oft Uphoff glänzen musste, im Vergleich zum Braunschweiger Keeper. Dem Experten Vollmann nach war der KSC kompakt in der Defensive. Da habe ich echt lachen müssen. Prognostiziert das vor dem Spiel, bestätigt das in der Pause, doch mit beiden Ansichten lag er meine ich völlig daneben und hatte dann doch je nach Sichtweise vollkommen Recht mit seiner Aussage. Der KSC offen aber halt keinen Gegentreffer kassiert. Das hohe Pressing nicht auf die Reihe bekommen und dann tief gestanden. grins

In der 2. Hälfte machte Braunschweig früh den Ausgleich, das Spiel glich der ersten Hälfte, der KSC war zu passiv. Leider ein Bock von Stiff, der den Ball nicht richtig aus der Situation heraus klären konnte. Bulut krönte seine tolle Leistung, war aber ab da an aus dem Spiel raus. Der KSC kam danach endlich wieder dauerhaft wieder ins Spiel rein. Hohes Pressing gab es erst nur phasenweise, brachte selten mehr ein als einen Einwurf ein. Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser. Der ließ sich im Spielaufbau in die IV fallen, wurde nicht von Pourie oder Sane attackiert. Man lief die IV von innen nach außen an, mit der Intention, dass der AV mit Ball über die Mittellinie geht. Von dort musste der Ball dann in die Zentrale gehen, weil die ballspielende Flügelseite dicht war. Kam der Ball, war das die Initialzündung den Ball zu erobern, umzuschalten und aufs Tor zu gehen. Der Plan funktionierte, die Braunschweiger hatten im weiteren Verlauf sichtlich Probleme in das letzte Drittel zu kommen und agierten dann ihrerseits immer stärker passiv. Nun standen die Braunschweiger im 4-5-1 zu tief, der KSC schob in die Hälfte der Braunschweiger, man presste nach Ballverlust, gerade Thiede drehte da gegen Ende nochmal auf, während Wanitzek den tiefstehenden Part gab, Stiff über die Mittellinie ging. Die Braunschweiger machten einen langsam ermatteten Eindruck, der KSC schien noch Körner zu haben. Schwartz wechselte noch passend durch und nahm die eher unauffälligen Röser und Sane runter, Lorenz und Fink kamen. Fink wollte in der kurzen Zeit noch was zeigen, forderte Bälle, bekam sie aber nicht. Pourie vergab die große Möglichkeit. Die Partie endete verdient 1:1.

Gordon und Pisot mussten in Hälfte 1 viel Arbeit verrichten, waren gegen das Fallenlassen von Hoffmann chancenlos. Der zeigte sich als durchsetzungsfähiger Kopfballspieler und bereitete gerade Pisot Probleme. Thiede spielte in Hälfte 1 unauffällig, brachte sich aber gegen Ende der 2. Hälfte dann ein und zeigte sich als Antreiber. Roßbach war Licht und Schatten. Im Vergleich zu Föhrenbach strahlt er mehr Ruhe und Übersicht aus, besseres Passspiel, nimmt mutiger und ausdauernder Laufwege, die es auch seinem Vorderpart Florent leichter machen. Aber Damian scheint mir nur auf „Mittelstrecke“ richtig flott zu sein, gepaart mit seinen mutigen Laufwegen ist das defensiv mit etwas Risiko gespickt. Defensiv bin ich noch nicht so ganz überzeugt. Wanitzek war der Kopf der Mannschaft, tolle Körpersprache, defensiv immer voll bei der Sache, hatte es gegen die Braunschweiger Stellung in der Zentrale nicht leicht, weil er mit Stiff einfach viele Aufgaben hatte. Stiff verbockte leider das 1:1. Trotzdem würde ich seine Leistung als vielversprechend ansehen. Wie Wanitzek wach in der Defensive, kreativ im Aufbau, im Verbund eine ganz andere Qualität als noch letzte Saison mit Cello. Er spielte bei Ballbesitz den höhere stehenden Part und musste damit viel laufen, gegen Ende schien er mir dann richtig platt. Muslija musste wie Röser in Hälfte 1 viel defensiv aushelfen, spielte aufmerksam und zeigte einzeln den nötigen Willen im Zweikampf, hatte aber auch öfters Probleme mit Bulut. Auch er wachte wie Thiede eher am Ende der Partie auf und brachte sich dann offensiv gut ein. Röser musste ebenso viel verteidigen, versuchte im Vergleich zu Muslija aber eher zu zocken und sich bei Möglichkeit ins Angriffsspiel einzuschalten. Das lief leider nur wenige Male, insofern war er dann letztlich etwas zu unauffällig. Wie Damian scheint er aber richtig gut darin Fouls zu ziehen. stark Etwas unauffällig war auch Sane, der ohne Unterstützung nicht ins Spiel fand. Offensiv war das leider eine überschaubare Leistung, doch defensiv durchaus gut, einige gute Gegenpressing-Aktionen gingen von ihm aus. Da war auch Pourie sehr ordentlich. Der zeigte sich in der Offensive resoluter und gab die Bälle nicht so schnell her wie Sane. Umso öfter ich den kicken sehe, umso mehr kommt mir Ivica Olic in den Sinn. Spieler des Spiels für mich Bulut auf Seiten der Braunschweiger, der zwar gegen Ende abtauchte, aber bis dahin für den KSC kaum zu fassen war.

Ein ordentlicher Start in die Liga. Durch die Testspiele die insgeheime Erwartungshaltung sicherlich etwas höher, aber ich denke bei den Temperaturen und bei dem Gegner war nicht davon auszugehen, dass man Braunschweig dauerhaft einkesselt bekommt. Erst in Hälfte 2 fand der KSC dann richtig zu seinem Spiel, die Mannschaft wirkt topfit. Restlos zufrieden bin ich nicht, aber Sorgen habe ich ebenfalls keine. Schwache 35 Minuten, dominante 30 Minuten. Auswärts in Braunschweig gegen eine Mannschaft, die gute Ansätze zeigte und sich sicherlich schneller finden wird, als es der KSC letzte Saison tat, 1:1 zu spielen, ist so finde ich völlig in Ordnung.
Taktik und Spielsysteme |#1508
29.07.2018 - 09:20 Uhr
@RudiMentaer

Danke, klasse Analysedaumen-hoch

•     •     •

Immer wenn ich den Sinn des Lebens gefunden habe, ist er schon wieder woanders.
Taktik und Spielsysteme |#1509
29.07.2018 - 14:40 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Braunschweig – Karlsruhe


.... Zumindest ließ man die Braunschweiger nicht mehr so weit aufrücken, gerade nicht deren Sechser ....



@rudi_mentaer: wie hat man das hingekriegt?

•     •     •

Gegen Beleidigungen im Stadion. Sektion Nördliche Hardt
Taktik und Spielsysteme |#1510
30.07.2018 - 07:01 Uhr
@RudiMentaer

hör bitte niemals auf mit deinen Analysen smile

Danke

•     •     •

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