Haching in der Presse
10.07.2008 - 21:47 Uhr
19.05.2011 - 11:24 Uhr
Laut SZ ist die Lage also hochdramatisch. Mir stellen sich folgende Fragen - auch in Hinblick auf den offenen Brief:
- Nicht nur die SZ fragt, warum Schrobenhauser weiterhin der "Strippenzieher" ist, obwohl er offenbar seine Mäzen-Leistungen "schon lange eingestellt hatte" - lange vor der Installation von Copado übrigens! Schrobenhauser ist demnach lediglich Schatzmeister im Verein. Mir ist kein Beispiel aus dem deutschen Fußball bekannt, dass ein Kassenwart über eine ähnliche Machtfülle verfügt.
- Welche Funktion hat Kupka? Ist er lediglich der Grüßgottaugust? Wer trifft eigentlich die Entscheidungen im Verein?
- Wer ist für die Verpflichtung Grünbergers verantwortlich? Verhandelt Grünberger mit potenziellen Investoren bzw. Sponsoren alleine oder ist Schrobenhauser (und oder Kupka) mit im Boot?
- Kann der selbsternannte Insider Haching8 die Diskrepanz zwischen seinen kolportieren 1,5 Mio und der SZ-Info, wonach es bei den Augenthaler-Kontakten "offenbar nicht um die ganz großen Summen geht" aufklären? Was für ein Süppchen wird hier eigentlich gekocht?
- Nicht nur die SZ fragt, warum Schrobenhauser weiterhin der "Strippenzieher" ist, obwohl er offenbar seine Mäzen-Leistungen "schon lange eingestellt hatte" - lange vor der Installation von Copado übrigens! Schrobenhauser ist demnach lediglich Schatzmeister im Verein. Mir ist kein Beispiel aus dem deutschen Fußball bekannt, dass ein Kassenwart über eine ähnliche Machtfülle verfügt.
- Welche Funktion hat Kupka? Ist er lediglich der Grüßgottaugust? Wer trifft eigentlich die Entscheidungen im Verein?
- Wer ist für die Verpflichtung Grünbergers verantwortlich? Verhandelt Grünberger mit potenziellen Investoren bzw. Sponsoren alleine oder ist Schrobenhauser (und oder Kupka) mit im Boot?
- Kann der selbsternannte Insider Haching8 die Diskrepanz zwischen seinen kolportieren 1,5 Mio und der SZ-Info, wonach es bei den Augenthaler-Kontakten "offenbar nicht um die ganz großen Summen geht" aufklären? Was für ein Süppchen wird hier eigentlich gekocht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bimmi am 19.05.2011 um 11:24 Uhr bearbeitet
19.05.2011 - 11:31 Uhr
Es sind Plätze zu vergeben im Unterhachinger
Sportpark, sehr viele Plätze, und
damit sind nicht nur die vielen freien
Schalensitze gemeint. Am Dach über der
Gegentribüne zum Beispiel prangt noch
das etwa zehn Meter breite, dunkelrote
Werbeschild des Hauptsponsors Generali.
Dort wird in einigen Wochen womöglich
gar nichts mehr hängen. Der Fußball-
Drittligist SpVgg Unterhaching ist kurz
davor, schlicht pleite zu gehen.
Sie wussten schon lange, dass der
Sponsor aussteigen würde, zumal die
Klubführung daran nicht unschuldig
war. Alles begann mit einer Palastrevolution,
vor einem guten Jahr. Trainer
Ralph Hasenhüttl wurde gefeuert, Manager
Norbert Hartmann wurde zum „Berater
des Vorstands“ degradiert, für ihn
kam unter anderem der ehemalige Spieler
Francisco Copado als Sportdirektor.
Copado, ein künstlicher Chartsstürmer
wie von Dieter Bohlen gecastet, der
den Staub aus der Geschäftsstelle pusten
würde. So hofften sie. In Wahrheit blieb
Copado nichts anderes als der Schwiegersohn
des Schatzmeisters. Anton Schrobenhauser
war der langjährige Mäzen gewesen,
der immer wieder Finanzspritzen
gab. Es ist zu hören, dass er seine Zahlungen
lange vor diesem Zeitpunkt eingestellt
hatte. Dennoch durfte er im Verein
weiter die Strippen ziehen, warum auch
immer. Diesmal schickte der Bauunternehmer
kein Geld, er schickte Copado.
Doch die teuren Spieler, die Copado
nach Haching holte, sind mangels Qualität
ebenso wieder wegwie Copado selbst;
der vermeintliche Geldgeber, auf den die
SpVgg hoffte, wurde im Januar wegen Betrugsverdachts
von der österreichischen
Justiz inhaftiert. Franco Levis hatte dem
Verein bis zu fünf Millionen Euro zugesichert,
die dieser ausgab, ehe sie auf dem
Konto lagen – die Blase wuchs. Spät, fast
zu spät realisierte der Klub, dass von Levis
kein Geld zu erwarten war, Haching
konnte zumindest den Spielbetrieb aufrecht
erhalten. Seitdem sucht man junge
Spieler und seriöse Geldgeber.
Was sie bis jetzt haben, ist ein neuer
Manager. Markus Grünberger klingt gehetzt,
wenn er ans Telefon geht. Seit dem
ersten Tag in Unterhaching hat der erst
26-Jährige kaum eine freie Minute gehabt.
Spielergespräche waren überfällig,
der Profietat sollte um 50 Prozent reduziert
werden – und die Suche nach dem
Hauptsponsor stagnierte. Diesmal klingt
der Manager obendrein emotional: Für
Donnerstag haben sie eine Pressekonferenz
anberaumt, sagt er, Präsident Engelbert
Kupka sei auch dabei, und nein: Sie
werden keine Transfers verkünden. Zu
erwarten ist ein dramatischer Hilferuf.
Copado und die dornige Rose
Mit drei möglichen Sponsoren liefen
noch Gespräche, erzählt Grünberger ohne
hörbare Atempausen, „wenn wir drei
Absagen bekommen, haben wir nichts
mehr in der Hinterhand, dann ist derVerein
am Ende“. Einen kostspieligen Profi
nach dem anderen hatGrünberger in den
vergangenen Wochen aus dem künftigen
Kader gestrichen, streichen müssen. Einen
Geldgeber in der Größenordnung
von Generali, der pro Jahr eine Million
Euro überwiesen hatte, werde es in der
Kürze der Zeit keinesfalls geben, das seien
„Träumereien“ – und drei, vier Investoren
habe er selbst abgesagt. Er hatte
sich informiert und sie als „unseriös“ erkannt.
Einen zweiten Fall Levis, immerhin,
wird es mit Grünberger nicht geben.
Zuletzt war sogar fraglich gewesen, ob
die SpVgg sich überhaupt noch Klaus Augenthaler
als Trainer leisten kann. Doch
ausgerechnet jener Mann, der nach seiner
Karriere vom Angeln und vom Skifahren
träumt, könnte dank seiner Kontakte
noch zum möglichen Retter des Vereins
werden. „Das Jahr hier hat Spaß gemacht,
trotz allem.Der Verein ist mir ans
Herz gewachsen, und einige Spieler
auch, deren Zukunft ungewiss ist“, sagt
Augenthaler. Also habe er einen Bekannten
und den Verein zusammengebracht,
womöglich folgen weitere. Doch der Hilferuf
ist trotzdem nötig, weil es bei Augenthalers
Vermittlungen offenbar nicht
um die ganz großen Summen geht.
Die Lage ist prekär, doch sie ist kein
Einzelfall. Mehrere Vereine in der erst
vor drei Jahren eingeführten dritten Liga
haben große Probleme. Womöglich
gibt es nach der nun abgelaufenen Saison
gar keine sportlichen, sondern nur finanzielle
Absteiger. Es scheint zu wenig
Geld da zu sein,umdiese dritte Liga in ihrer
Breite am Leben zu halten. Der erste
Fehler kann stets der letzte sein.
Die düstere Lage der SpVgg kann man
auch geradezu romantisch formulieren,
so wie es ein Spieler des Vereins tat, vor
einem knappen Jahr: „Unterhaching ist
ein rosa Gummiboot, Francisco Copado
sitzt da drin, er hat eine Rose in der
Hand. Irgendwann sticht ermit den Dornen
in das Boot, und dann geht es unter.“
Im Moment ist Unterhaching noch dabei,
dasWasser aus dem Boot zu schöpfen.
C.Leischwitz/A. Liebmann
Sportpark, sehr viele Plätze, und
damit sind nicht nur die vielen freien
Schalensitze gemeint. Am Dach über der
Gegentribüne zum Beispiel prangt noch
das etwa zehn Meter breite, dunkelrote
Werbeschild des Hauptsponsors Generali.
Dort wird in einigen Wochen womöglich
gar nichts mehr hängen. Der Fußball-
Drittligist SpVgg Unterhaching ist kurz
davor, schlicht pleite zu gehen.
Sie wussten schon lange, dass der
Sponsor aussteigen würde, zumal die
Klubführung daran nicht unschuldig
war. Alles begann mit einer Palastrevolution,
vor einem guten Jahr. Trainer
Ralph Hasenhüttl wurde gefeuert, Manager
Norbert Hartmann wurde zum „Berater
des Vorstands“ degradiert, für ihn
kam unter anderem der ehemalige Spieler
Francisco Copado als Sportdirektor.
Copado, ein künstlicher Chartsstürmer
wie von Dieter Bohlen gecastet, der
den Staub aus der Geschäftsstelle pusten
würde. So hofften sie. In Wahrheit blieb
Copado nichts anderes als der Schwiegersohn
des Schatzmeisters. Anton Schrobenhauser
war der langjährige Mäzen gewesen,
der immer wieder Finanzspritzen
gab. Es ist zu hören, dass er seine Zahlungen
lange vor diesem Zeitpunkt eingestellt
hatte. Dennoch durfte er im Verein
weiter die Strippen ziehen, warum auch
immer. Diesmal schickte der Bauunternehmer
kein Geld, er schickte Copado.
Doch die teuren Spieler, die Copado
nach Haching holte, sind mangels Qualität
ebenso wieder wegwie Copado selbst;
der vermeintliche Geldgeber, auf den die
SpVgg hoffte, wurde im Januar wegen Betrugsverdachts
von der österreichischen
Justiz inhaftiert. Franco Levis hatte dem
Verein bis zu fünf Millionen Euro zugesichert,
die dieser ausgab, ehe sie auf dem
Konto lagen – die Blase wuchs. Spät, fast
zu spät realisierte der Klub, dass von Levis
kein Geld zu erwarten war, Haching
konnte zumindest den Spielbetrieb aufrecht
erhalten. Seitdem sucht man junge
Spieler und seriöse Geldgeber.
Was sie bis jetzt haben, ist ein neuer
Manager. Markus Grünberger klingt gehetzt,
wenn er ans Telefon geht. Seit dem
ersten Tag in Unterhaching hat der erst
26-Jährige kaum eine freie Minute gehabt.
Spielergespräche waren überfällig,
der Profietat sollte um 50 Prozent reduziert
werden – und die Suche nach dem
Hauptsponsor stagnierte. Diesmal klingt
der Manager obendrein emotional: Für
Donnerstag haben sie eine Pressekonferenz
anberaumt, sagt er, Präsident Engelbert
Kupka sei auch dabei, und nein: Sie
werden keine Transfers verkünden. Zu
erwarten ist ein dramatischer Hilferuf.
Copado und die dornige Rose
Mit drei möglichen Sponsoren liefen
noch Gespräche, erzählt Grünberger ohne
hörbare Atempausen, „wenn wir drei
Absagen bekommen, haben wir nichts
mehr in der Hinterhand, dann ist derVerein
am Ende“. Einen kostspieligen Profi
nach dem anderen hatGrünberger in den
vergangenen Wochen aus dem künftigen
Kader gestrichen, streichen müssen. Einen
Geldgeber in der Größenordnung
von Generali, der pro Jahr eine Million
Euro überwiesen hatte, werde es in der
Kürze der Zeit keinesfalls geben, das seien
„Träumereien“ – und drei, vier Investoren
habe er selbst abgesagt. Er hatte
sich informiert und sie als „unseriös“ erkannt.
Einen zweiten Fall Levis, immerhin,
wird es mit Grünberger nicht geben.
Zuletzt war sogar fraglich gewesen, ob
die SpVgg sich überhaupt noch Klaus Augenthaler
als Trainer leisten kann. Doch
ausgerechnet jener Mann, der nach seiner
Karriere vom Angeln und vom Skifahren
träumt, könnte dank seiner Kontakte
noch zum möglichen Retter des Vereins
werden. „Das Jahr hier hat Spaß gemacht,
trotz allem.Der Verein ist mir ans
Herz gewachsen, und einige Spieler
auch, deren Zukunft ungewiss ist“, sagt
Augenthaler. Also habe er einen Bekannten
und den Verein zusammengebracht,
womöglich folgen weitere. Doch der Hilferuf
ist trotzdem nötig, weil es bei Augenthalers
Vermittlungen offenbar nicht
um die ganz großen Summen geht.
Die Lage ist prekär, doch sie ist kein
Einzelfall. Mehrere Vereine in der erst
vor drei Jahren eingeführten dritten Liga
haben große Probleme. Womöglich
gibt es nach der nun abgelaufenen Saison
gar keine sportlichen, sondern nur finanzielle
Absteiger. Es scheint zu wenig
Geld da zu sein,umdiese dritte Liga in ihrer
Breite am Leben zu halten. Der erste
Fehler kann stets der letzte sein.
Die düstere Lage der SpVgg kann man
auch geradezu romantisch formulieren,
so wie es ein Spieler des Vereins tat, vor
einem knappen Jahr: „Unterhaching ist
ein rosa Gummiboot, Francisco Copado
sitzt da drin, er hat eine Rose in der
Hand. Irgendwann sticht ermit den Dornen
in das Boot, und dann geht es unter.“
Im Moment ist Unterhaching noch dabei,
dasWasser aus dem Boot zu schöpfen.
C.Leischwitz/A. Liebmann
23.05.2011 - 15:54 Uhr
Burghausen und Haching kämpfen um DFB-Pokal-Einzug
Zitat von Bild:
Wacker Burghausen und Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching stehen sich an diesem Dienstag in einem «Endspiel» um den Einzug in die lukrative erste DFB-Pokal-Hauptrunde gegenüber. Drittliga-Absteiger Burghausen bekommt damit nach der Niederlage gegen Jahn Regensburg im Finale des Toto-Pokals in der vergangenen Woche eine zweite Chance, um sich doch noch zu qualifizieren. Der Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde garantiert allein eine TV-Einnahme im sechsstelligen Bereich. Zudem winkt ein reizvolles Heimspiel gegen einen Bundesligaclub. Die Partie in der Wacker-Arena in Burghausen beginnt um 19.00 Uhr.
http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/burghausen-und-haching-kaempfen-um-dfbpokaleinzug-18036164.bild.html
Zitat von Bild:
Wacker Burghausen und Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching stehen sich an diesem Dienstag in einem «Endspiel» um den Einzug in die lukrative erste DFB-Pokal-Hauptrunde gegenüber. Drittliga-Absteiger Burghausen bekommt damit nach der Niederlage gegen Jahn Regensburg im Finale des Toto-Pokals in der vergangenen Woche eine zweite Chance, um sich doch noch zu qualifizieren. Der Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde garantiert allein eine TV-Einnahme im sechsstelligen Bereich. Zudem winkt ein reizvolles Heimspiel gegen einen Bundesligaclub. Die Partie in der Wacker-Arena in Burghausen beginnt um 19.00 Uhr.
http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/burghausen-und-haching-kaempfen-um-dfbpokaleinzug-18036164.bild.html
23.05.2011 - 23:16 Uhr
Hachings Zukunftshoffnung: Manni Schwabl
Zitat von FuPa:
Nachwuchs-Koordinator Manfred Schwabl über die Zukunft des Drittligisten - zwischen Pokaleinzug und Zukunftsproblemen
http://www.fupa.net/berichte/hachings-zukunftshoffnung-manni-schwabl-11682.html
Zitat von FuPa:
Nachwuchs-Koordinator Manfred Schwabl über die Zukunft des Drittligisten - zwischen Pokaleinzug und Zukunftsproblemen
http://www.fupa.net/berichte/hachings-zukunftshoffnung-manni-schwabl-11682.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Franken-Hachinger am 23.05.2011 um 23:18 Uhr bearbeitet
25.05.2011 - 12:57 Uhr
Haching ebenfalls im DFB-Pokal nach Sieg gegen Burghausen
Zitat von Fussball-Vorort:
Die SpVgg Unterhaching hat sich für die lukrative erste DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert. Im Duell der beiden Kontrahenten aus der vergangenen Saison in der 3. Fußball-Liga gewannen die Hachinger am Dienstagabend beim Liga-Konkurrenten SV Wacker Burghausen mit 1:0 (0:0).
http://www.fussball-vorort.de/vereine/spvgg-unterhaching/herren-1/haching-ebenfalls-dfb-pokal-nach-sieg-gegen-burghausen-1258018.html
Zitat von Fussball-Vorort:
Die SpVgg Unterhaching hat sich für die lukrative erste DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert. Im Duell der beiden Kontrahenten aus der vergangenen Saison in der 3. Fußball-Liga gewannen die Hachinger am Dienstagabend beim Liga-Konkurrenten SV Wacker Burghausen mit 1:0 (0:0).
http://www.fussball-vorort.de/vereine/spvgg-unterhaching/herren-1/haching-ebenfalls-dfb-pokal-nach-sieg-gegen-burghausen-1258018.html
26.05.2011 - 08:19 Uhr
Der Papa wird schon schlichten
Die SpVgg Unterhaching lässt ihre Spieler weiter im Unklaren, Trainer Augenthaler gibt den väterlichen Vermittler
Von Christoph Leischwitz
Burghausen/Unterhaching - Als Spieler hat Klaus Augenthaler Zweikämpfe nie gescheut, warum sollte er es als Trainer tun. Gerade hatte seine Mannschaft das 1:0 geschossen, fünf Minuten vor Schluss, und nun wurde das Spiel hässlich. Auf dem Rasen bildete sich ein Spielerrudel, Unterhachings Stephan Thee lag schmerzgekrümmt am Boden, einige Burghauser Spieler standen bedrohlich über ihm, als sich Mijo Tunjic dem Knäuel näherte. Da lief Augenthaler aufs Feld, drängte seinen Stürmer zurück und bewahrte ihn so womöglich vor einer Tätlichkeit. Weil er unerlaubter Weise den Platz betreten hatte, musste er anschließend auf der Tribüne Platz nehmen, in Marco Holz sah auch ein Burghauser Spieler die rote Karte. Dann gab es noch drei Minuten Nachspielzeit, und das Spiel und die Saison waren zu Ende. Der 1:0 (0:0)-Erfolg im Toto-Pokal in Burghausen beschert dem Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching den Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde, weil Michael Vitzthum zumindest seine vierte Großchance in dieser Partie nutzen konnte.
Augenthaler scheute hernach den Vergleich nicht, wonach er sich so schützend vor seine Spieler stelle wie ein Vater vor sein Kind. 'Diesen Sieg muss man sehr hoch einschätzen. Es waren sechs, sieben Spieler auf dem Platz, die gar nicht wissen, wie es für sie weitergeht', sagte er.
Für die finanziell angeschlagenen Hachinger war der Sieg so etwas wie ein Jackpot, denn er bringt zusätzliche 115000 Euro. Die Zukunft in der Dritten Liga ist ein kleines bisschen planbarer geworden. Doch nur wenige Minuten nach der Übergabe des Pokal-Tickets an die Mannschaft war den Spielern das Lachen schon vergangenen. Ihre Zukunft ist nämlich nach wie vor ungewiss. 'Der Verein ziert sich da noch ein bisschen', sagt Augenthaler. Dann setzte er zu deutlichen Worten an - und ließ es. Den Verein kann er in dieser Situation nicht weiter kritisieren.
Das Spiel in Burghausen hat deutlich gemacht, wie sehr diese Saison Mannschaft und Trainer zusammengeschweißt hat. Gleichzeitig haben sich die Sportler von der Vereinsführung abgegrenzt. 'Nur für den Trainer würde ich es machen', sagt zum Beispiel Leandro Grech auf die Frage, ob er sich eine Zukunft in Haching vorstellen kann. 'Wie sich der Trainer für den Verein einsetzt, das habe ich noch nie erlebt', sagt Grech. Er meint Augenthalers Engagement bei der Sponsorensuche - wie zu hören ist, war seine Mithilfe durchaus hilfreich, wenn auch nicht ausreichend; vor allem aber meinte Grech damit, wie sehr sich Augenthaler immer wieder für die jungen Spieler einsetzt - und damit irgendwo auch für seine eigene Zukunft, denn Augenthaler würde gerne Trainer der SpVgg bleiben.
Das Spiel bei Absteiger Wacker (der wegen Ahlens Insolvenz doch in der Dritten Liga bleiben darf) hat aber auch gezeigt, dass ein erfahrener Lenker im Mittelfeld unentbehrlich ist. Grech, 30, und Torhüter Darius Kampa, 34, waren mit Abstand die besten Hachinger an jenem Abend. Der eine war angeschlagen, spielte trotzdem mehr als eine Stunde und leitete in dieser Zeit alle gefährlichen Angriffe ein. Der andere zeigte bundesligareife Paraden. Während Kampa selbst im trübsten Szenario, einer Hachinger Insolvenz, wohl schnell einen neuen Verein fände, ist Grechs Situation eine völlig andere. Zwischenzeitlich hieß es, er wechsele sicher zum VfR Aalen und zum früheren SpVgg-Trainer Ralph Hasenhüttl. Dann wieder, er wolle Unterhaching noch Zeit geben. An diesem Donnerstag nun fliegt Grech für drei Wochen in seine argentinische Heimat. Gesprochen hat immer noch niemand mit ihm. 'Irgendwann ist bei jedem eine Grenze erreicht', sagt Grech. Er sei enttäuscht.
'Ich kann Leo im Moment keinen Vertrag anbieten', sagt Manager Markus Grünberger. Das beste sei wohl, Grech in Argentinien anzurufen. Den Anruf kann er sich vermutlich sparen, angeblich unterschreibt Grech diesen Donnerstag nun doch in Aalen. Dass selbst die sechsstellige Pokal-Mitgift den Spielraum offenbar nicht vergrößert, zeigt nur, wie ernst die Lage bei der SpVgg sein muss - auch dieses Geld kann nicht dafür genutzt werden, ein oder zwei der besten Spieler zu halten. Am Nachmittag des 1. Juni endet die Frist, in der die Drittligisten beim Verband ihre 'wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit' nachweisen müssen. Träfe Unterhaching in der ersten DFB-Pokalrunde etwa auf den FC Bayern, wäre der Nachweis kein Problem. Leider findet die Auslosung erst am 11. Juni statt.
Quelle Verlag Süddeutsche Zeitung
Publikation München Süd
Ausgabe Nr.121
Datum Donnerstag, den 26. Mai 2011
Seite 19
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Die SpVgg Unterhaching lässt ihre Spieler weiter im Unklaren, Trainer Augenthaler gibt den väterlichen Vermittler
Von Christoph Leischwitz
Burghausen/Unterhaching - Als Spieler hat Klaus Augenthaler Zweikämpfe nie gescheut, warum sollte er es als Trainer tun. Gerade hatte seine Mannschaft das 1:0 geschossen, fünf Minuten vor Schluss, und nun wurde das Spiel hässlich. Auf dem Rasen bildete sich ein Spielerrudel, Unterhachings Stephan Thee lag schmerzgekrümmt am Boden, einige Burghauser Spieler standen bedrohlich über ihm, als sich Mijo Tunjic dem Knäuel näherte. Da lief Augenthaler aufs Feld, drängte seinen Stürmer zurück und bewahrte ihn so womöglich vor einer Tätlichkeit. Weil er unerlaubter Weise den Platz betreten hatte, musste er anschließend auf der Tribüne Platz nehmen, in Marco Holz sah auch ein Burghauser Spieler die rote Karte. Dann gab es noch drei Minuten Nachspielzeit, und das Spiel und die Saison waren zu Ende. Der 1:0 (0:0)-Erfolg im Toto-Pokal in Burghausen beschert dem Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching den Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde, weil Michael Vitzthum zumindest seine vierte Großchance in dieser Partie nutzen konnte.
Augenthaler scheute hernach den Vergleich nicht, wonach er sich so schützend vor seine Spieler stelle wie ein Vater vor sein Kind. 'Diesen Sieg muss man sehr hoch einschätzen. Es waren sechs, sieben Spieler auf dem Platz, die gar nicht wissen, wie es für sie weitergeht', sagte er.
Für die finanziell angeschlagenen Hachinger war der Sieg so etwas wie ein Jackpot, denn er bringt zusätzliche 115000 Euro. Die Zukunft in der Dritten Liga ist ein kleines bisschen planbarer geworden. Doch nur wenige Minuten nach der Übergabe des Pokal-Tickets an die Mannschaft war den Spielern das Lachen schon vergangenen. Ihre Zukunft ist nämlich nach wie vor ungewiss. 'Der Verein ziert sich da noch ein bisschen', sagt Augenthaler. Dann setzte er zu deutlichen Worten an - und ließ es. Den Verein kann er in dieser Situation nicht weiter kritisieren.
Das Spiel in Burghausen hat deutlich gemacht, wie sehr diese Saison Mannschaft und Trainer zusammengeschweißt hat. Gleichzeitig haben sich die Sportler von der Vereinsführung abgegrenzt. 'Nur für den Trainer würde ich es machen', sagt zum Beispiel Leandro Grech auf die Frage, ob er sich eine Zukunft in Haching vorstellen kann. 'Wie sich der Trainer für den Verein einsetzt, das habe ich noch nie erlebt', sagt Grech. Er meint Augenthalers Engagement bei der Sponsorensuche - wie zu hören ist, war seine Mithilfe durchaus hilfreich, wenn auch nicht ausreichend; vor allem aber meinte Grech damit, wie sehr sich Augenthaler immer wieder für die jungen Spieler einsetzt - und damit irgendwo auch für seine eigene Zukunft, denn Augenthaler würde gerne Trainer der SpVgg bleiben.
Das Spiel bei Absteiger Wacker (der wegen Ahlens Insolvenz doch in der Dritten Liga bleiben darf) hat aber auch gezeigt, dass ein erfahrener Lenker im Mittelfeld unentbehrlich ist. Grech, 30, und Torhüter Darius Kampa, 34, waren mit Abstand die besten Hachinger an jenem Abend. Der eine war angeschlagen, spielte trotzdem mehr als eine Stunde und leitete in dieser Zeit alle gefährlichen Angriffe ein. Der andere zeigte bundesligareife Paraden. Während Kampa selbst im trübsten Szenario, einer Hachinger Insolvenz, wohl schnell einen neuen Verein fände, ist Grechs Situation eine völlig andere. Zwischenzeitlich hieß es, er wechsele sicher zum VfR Aalen und zum früheren SpVgg-Trainer Ralph Hasenhüttl. Dann wieder, er wolle Unterhaching noch Zeit geben. An diesem Donnerstag nun fliegt Grech für drei Wochen in seine argentinische Heimat. Gesprochen hat immer noch niemand mit ihm. 'Irgendwann ist bei jedem eine Grenze erreicht', sagt Grech. Er sei enttäuscht.
'Ich kann Leo im Moment keinen Vertrag anbieten', sagt Manager Markus Grünberger. Das beste sei wohl, Grech in Argentinien anzurufen. Den Anruf kann er sich vermutlich sparen, angeblich unterschreibt Grech diesen Donnerstag nun doch in Aalen. Dass selbst die sechsstellige Pokal-Mitgift den Spielraum offenbar nicht vergrößert, zeigt nur, wie ernst die Lage bei der SpVgg sein muss - auch dieses Geld kann nicht dafür genutzt werden, ein oder zwei der besten Spieler zu halten. Am Nachmittag des 1. Juni endet die Frist, in der die Drittligisten beim Verband ihre 'wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit' nachweisen müssen. Träfe Unterhaching in der ersten DFB-Pokalrunde etwa auf den FC Bayern, wäre der Nachweis kein Problem. Leider findet die Auslosung erst am 11. Juni statt.
Quelle Verlag Süddeutsche Zeitung
Publikation München Süd
Ausgabe Nr.121
Datum Donnerstag, den 26. Mai 2011
Seite 19
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26.05.2011 - 18:20 Uhr
Geht generell um die dritte Liga aber auch um unsere Liga.
Bitte beachten:
bei Babelsberg gibt es "eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 31. Mai soll Aufschluss über die Lage der Potsdamer geben".
und
Haching ist " zwar dank der Millionenspende eines Großgrundbesitzers seit dem Winter schuldenfrei, suchen aber zur Finanzierung der neuen Saison seit langem fieberhaft Sponsoren."
http://www.mittelbayerische.de/sport/regionale-sportnachrichten/artikel/der_pleitegeier_kreist_ueber_d/667364/der_pleitegeier_kreist_ueber_d.html
Der Pleitegeier kreist über Drittligaklubs
Am 1. Juni ist Stichtag für die Abgabe der Lizenzunterlagen. Doch bei einigen Vereinen ist das finanzielle Überleben noch längst nicht gesichert.
Von Heinz Reichenwallner, MZ
REGENSBURG. Der SSV Jahn ist nicht zu beneiden: Sportlich blickt er trotz eines Mini-Etats auf eine erfolgreiche Saison zurück, finanziell jedoch gleicht die Entwicklung des Vereins einem Ritt auf der Rasierklinge. Im Kampf ums wirtschaftliche Überleben holen ihn immer wieder Altlasten ein. Nun muss der Regensburger Fußball-Drittligist zur Erfüllung der Lizenzbedingungen (Stichtag, 1. Juni, 15.30 Uhr) erst einmal eine nicht unerhebliche Liquiditätslücke schließen.
Als Voraussetzung für das Stadionprojekt fordert Oberbürgermeister Hans Schaidinger derweil vom Verein den der finanziellen Konsolidierung zuverlässig umzusetzen. Der Sparkurs schlägt beim Jahn voll durch. Zum Beispiel bei den neun Spielern, deren Vertrag wider Erwarten nicht verlängert wird. Mit seinen wirtschaftlichen Sorgen ist der Jahn aber nicht allein.
Andernorts ist es mit der Hoffnung auf ein weiteres Drittligajahr schon vorbei. So hat das Amtsgericht Münster am Dienstag das Insolvenzverfahren gegen Rot Weiß Ahlen wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet (MZ berichtete). Gemäß den DFB-Statuten müssen die Westfalen deshalb die 3. Liga verlassen, und ihren Platz darf mit dem SV Wacker Burghausen der schon abgestiegene Drittletzte der abgelaufenen Saison einnehmen.
Abstieg scheint besiegelt
Ein Zwangsabstieg des SV Babelsberg 03 scheint ebenso besiegelt. Der geplante Gesamtetat von 2,7 Millionen Euro sei nicht gedeckt, so 03-Präsident Rainer Speer. „Wir können die DFB-Auflagen nicht erfüllen. Ich sehe keine Chance für den Verein, die 3. Liga zu halten.“ Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 31. Mai soll Aufschluss über die Lage der Potsdamer geben. Dem Vernehmen nach halten sich die Sponsoren mit Zuwendungen zurück. Zum anderen soll der Rücktritt des angeblich unter Spionageverdacht stehenden Chefs der Potsdamer Stadtwerke (SWP) für Turbulenzen und Verunsicherung gesorgt haben. Eine Stadtwerke-Tochterfirma zählte seit Jahren mit einer Summe von 350 000 Euro pro Saison zu den Hauptsponsoren der Babelsberger: Deren Drittligaplatz bekommt mit dem SV Werder Bremen II der sportlich abgestiegene Vorletzte.
Zu den großen Sorgenkindern zählt auch die TuS Koblenz. Dem Vernehmen nach weisen die Rheinland-Pfälzer eine Deckungslücke von 1,6 Millionen Euro bei ihrem geplanten Fünf-Millionen-Haushalt auf. Letzter Stand: Die Verhandlungen mit einem Investor ziehen sich hin, und auch die Abschlüsse mit Sponsoren lassen auf sich warten. Der Trainer Petrik Sander und die Spieler bangen um ihre Zukunft.
Auch bei der SpVgg Unterhaching hängt die sportliche Zukunft am seidenen Faden. Die Oberbayern sind zwar dank der Millionenspende eines Großgrundbesitzers seit dem Winter schuldenfrei, suchen aber zur Finanzierung der neuen Saison seit langem fieberhaft Sponsoren. Er sei rund um die Uhr auf Sponsorensuche, wird Engelbert Kupka (72) zitiert, der das Präsidentenamt bei den Oberbayern schon 37 (!) Jahre lang ausübt. Selbst Klaus Augenthaler stellte Kontakte her. Bislang ist aber noch nichts fix, nicht einmal die Vertragsverlängerung des Trainers. 18 Spieler sollen zwar einen gültigen Kontrakt haben, dabei handelt es sich aber vorwiegend um Talente.
Ums Überleben im bezahlten Fußball kämpft auch Arminia Bielefeld. Der angeblich mit 28 Millionen Euro verschuldete Zweitligaabsteiger geht dennoch vom Erhalt der Lizenz aus und hat bereits neue Spieler verpflichtet. Um die Drittliga-Zulassung zu bekommen, muss die Arminia aber noch beinharte Bedingungen erfüllen. Als besonders schwierig erweise sich dabei laut dem „kicker“ eine mit 6,5 Prozent verzinste Fan-Anleihe, die im September fällig wird. Da müssen 2,7 Millionen ausgeschüttet werden.
RWO demonstriert Optimismus
Rot-Weiß Oberhausen sollen vor einer Woche einige hunderttausend Euro noch gefehlt haben, um die Deckungslücke für den Etat von rund 4,7 Millionen zu schließen. Der Verein demonstriert Optimismus, was die Erfüllung der Lizenzbedingungen betrifft. Offen ist noch, wer vom bisherigen Kader bleibt. Sicher ist dagegen schon, dass im Zuge der Einsparungen sechs Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle ihren Schreibtisch räumen müssen.
Zu den wirtschaftlichen Krisen-Klubs zählt wohl auch der FC Carl-Zeiss Jena. Die Thüringer haben Widerspruch gegen die DFB-Forderung über einen Nachweis von 1,5 Millionen eingelegt. Mit Erfolg: Jetzt müssen sie bei der Lizenzierung „nur“ noch 1,2 nachweisen. Als Sicherheit für diese Summe geben sie beim Verband auch die zu erwartenden Einnahmen eines Freundschaftsspiels gegen den FC Bayern München an. Gleichzeitig soll eine Verbesserung der Infrastruktur dem FC spürbar weiterhelfen. Wie der FC Rot-Weiß Erfurt bekommt auch Jena eine neue Spielstätte. Das Ernst-Abbe-Sportfeld wird für 22 Millionen Euro runderneuert. Die Stadt übernimmt hier bis zu vier Millionen Euro, den Rest steuert das Land Thüringen bei.
„Hoch oder Pleite?“ – war vor dem entscheidenden Relegationsspiel von Dynamo Dresden gegen VfL Osnabrück getitelt worden. Seit Dienstagabend steht fest: Es geht „hoch“ mit Dynamo, das mit einem 3:1-Sieg in der Verlängerung den Zweitliga-Aufstieg geschafft hat. Und während die Spieler feierten, ließen einige Fans ihrem Unmut freien Lauf: 14 Festnahmen und 16 Strafanzeigen gab es in Osnabrück.
Mit dem Sieg vermieden die angeblich mit acht Millionen Euro verschuldeten Sachsen quasi in letzter Minute den finanziellen Kollaps. Zwei Millionen Euro an Bürgschaften hätte Dresden benötigt, um die Drittliga-Lizenz zu erhalten. „Wenn wir keine Unterstützung von der Stadt erhalten, dann ist die Situation aussichtslos“, hatte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz geunkt. Von dieser Sorge ist er nun befreit.
Bitte beachten:
bei Babelsberg gibt es "eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 31. Mai soll Aufschluss über die Lage der Potsdamer geben".
und
Haching ist " zwar dank der Millionenspende eines Großgrundbesitzers seit dem Winter schuldenfrei, suchen aber zur Finanzierung der neuen Saison seit langem fieberhaft Sponsoren."
http://www.mittelbayerische.de/sport/regionale-sportnachrichten/artikel/der_pleitegeier_kreist_ueber_d/667364/der_pleitegeier_kreist_ueber_d.html
Der Pleitegeier kreist über Drittligaklubs
Am 1. Juni ist Stichtag für die Abgabe der Lizenzunterlagen. Doch bei einigen Vereinen ist das finanzielle Überleben noch längst nicht gesichert.
Von Heinz Reichenwallner, MZ
REGENSBURG. Der SSV Jahn ist nicht zu beneiden: Sportlich blickt er trotz eines Mini-Etats auf eine erfolgreiche Saison zurück, finanziell jedoch gleicht die Entwicklung des Vereins einem Ritt auf der Rasierklinge. Im Kampf ums wirtschaftliche Überleben holen ihn immer wieder Altlasten ein. Nun muss der Regensburger Fußball-Drittligist zur Erfüllung der Lizenzbedingungen (Stichtag, 1. Juni, 15.30 Uhr) erst einmal eine nicht unerhebliche Liquiditätslücke schließen.
Als Voraussetzung für das Stadionprojekt fordert Oberbürgermeister Hans Schaidinger derweil vom Verein den der finanziellen Konsolidierung zuverlässig umzusetzen. Der Sparkurs schlägt beim Jahn voll durch. Zum Beispiel bei den neun Spielern, deren Vertrag wider Erwarten nicht verlängert wird. Mit seinen wirtschaftlichen Sorgen ist der Jahn aber nicht allein.
Andernorts ist es mit der Hoffnung auf ein weiteres Drittligajahr schon vorbei. So hat das Amtsgericht Münster am Dienstag das Insolvenzverfahren gegen Rot Weiß Ahlen wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet (MZ berichtete). Gemäß den DFB-Statuten müssen die Westfalen deshalb die 3. Liga verlassen, und ihren Platz darf mit dem SV Wacker Burghausen der schon abgestiegene Drittletzte der abgelaufenen Saison einnehmen.
Abstieg scheint besiegelt
Ein Zwangsabstieg des SV Babelsberg 03 scheint ebenso besiegelt. Der geplante Gesamtetat von 2,7 Millionen Euro sei nicht gedeckt, so 03-Präsident Rainer Speer. „Wir können die DFB-Auflagen nicht erfüllen. Ich sehe keine Chance für den Verein, die 3. Liga zu halten.“ Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 31. Mai soll Aufschluss über die Lage der Potsdamer geben. Dem Vernehmen nach halten sich die Sponsoren mit Zuwendungen zurück. Zum anderen soll der Rücktritt des angeblich unter Spionageverdacht stehenden Chefs der Potsdamer Stadtwerke (SWP) für Turbulenzen und Verunsicherung gesorgt haben. Eine Stadtwerke-Tochterfirma zählte seit Jahren mit einer Summe von 350 000 Euro pro Saison zu den Hauptsponsoren der Babelsberger: Deren Drittligaplatz bekommt mit dem SV Werder Bremen II der sportlich abgestiegene Vorletzte.
Zu den großen Sorgenkindern zählt auch die TuS Koblenz. Dem Vernehmen nach weisen die Rheinland-Pfälzer eine Deckungslücke von 1,6 Millionen Euro bei ihrem geplanten Fünf-Millionen-Haushalt auf. Letzter Stand: Die Verhandlungen mit einem Investor ziehen sich hin, und auch die Abschlüsse mit Sponsoren lassen auf sich warten. Der Trainer Petrik Sander und die Spieler bangen um ihre Zukunft.
Auch bei der SpVgg Unterhaching hängt die sportliche Zukunft am seidenen Faden. Die Oberbayern sind zwar dank der Millionenspende eines Großgrundbesitzers seit dem Winter schuldenfrei, suchen aber zur Finanzierung der neuen Saison seit langem fieberhaft Sponsoren. Er sei rund um die Uhr auf Sponsorensuche, wird Engelbert Kupka (72) zitiert, der das Präsidentenamt bei den Oberbayern schon 37 (!) Jahre lang ausübt. Selbst Klaus Augenthaler stellte Kontakte her. Bislang ist aber noch nichts fix, nicht einmal die Vertragsverlängerung des Trainers. 18 Spieler sollen zwar einen gültigen Kontrakt haben, dabei handelt es sich aber vorwiegend um Talente.
Ums Überleben im bezahlten Fußball kämpft auch Arminia Bielefeld. Der angeblich mit 28 Millionen Euro verschuldete Zweitligaabsteiger geht dennoch vom Erhalt der Lizenz aus und hat bereits neue Spieler verpflichtet. Um die Drittliga-Zulassung zu bekommen, muss die Arminia aber noch beinharte Bedingungen erfüllen. Als besonders schwierig erweise sich dabei laut dem „kicker“ eine mit 6,5 Prozent verzinste Fan-Anleihe, die im September fällig wird. Da müssen 2,7 Millionen ausgeschüttet werden.
RWO demonstriert Optimismus
Rot-Weiß Oberhausen sollen vor einer Woche einige hunderttausend Euro noch gefehlt haben, um die Deckungslücke für den Etat von rund 4,7 Millionen zu schließen. Der Verein demonstriert Optimismus, was die Erfüllung der Lizenzbedingungen betrifft. Offen ist noch, wer vom bisherigen Kader bleibt. Sicher ist dagegen schon, dass im Zuge der Einsparungen sechs Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle ihren Schreibtisch räumen müssen.
Zu den wirtschaftlichen Krisen-Klubs zählt wohl auch der FC Carl-Zeiss Jena. Die Thüringer haben Widerspruch gegen die DFB-Forderung über einen Nachweis von 1,5 Millionen eingelegt. Mit Erfolg: Jetzt müssen sie bei der Lizenzierung „nur“ noch 1,2 nachweisen. Als Sicherheit für diese Summe geben sie beim Verband auch die zu erwartenden Einnahmen eines Freundschaftsspiels gegen den FC Bayern München an. Gleichzeitig soll eine Verbesserung der Infrastruktur dem FC spürbar weiterhelfen. Wie der FC Rot-Weiß Erfurt bekommt auch Jena eine neue Spielstätte. Das Ernst-Abbe-Sportfeld wird für 22 Millionen Euro runderneuert. Die Stadt übernimmt hier bis zu vier Millionen Euro, den Rest steuert das Land Thüringen bei.
„Hoch oder Pleite?“ – war vor dem entscheidenden Relegationsspiel von Dynamo Dresden gegen VfL Osnabrück getitelt worden. Seit Dienstagabend steht fest: Es geht „hoch“ mit Dynamo, das mit einem 3:1-Sieg in der Verlängerung den Zweitliga-Aufstieg geschafft hat. Und während die Spieler feierten, ließen einige Fans ihrem Unmut freien Lauf: 14 Festnahmen und 16 Strafanzeigen gab es in Osnabrück.
Mit dem Sieg vermieden die angeblich mit acht Millionen Euro verschuldeten Sachsen quasi in letzter Minute den finanziellen Kollaps. Zwei Millionen Euro an Bürgschaften hätte Dresden benötigt, um die Drittliga-Lizenz zu erhalten. „Wenn wir keine Unterstützung von der Stadt erhalten, dann ist die Situation aussichtslos“, hatte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz geunkt. Von dieser Sorge ist er nun befreit.
27.05.2011 - 08:31 Uhr
Leere, gebundene Hände
Haching muss Grech wie erwartet nach Aalen ziehen lassen
Unterhaching - Am Mittwochabend saßen Leandro Grech, Sebastian Mitterhuber und Manuel Konrad gemeinsam mit einigen Freunden in Unterhaching in einem italienischen Lokal und feierten Grechs Abschied von der SpVgg. 'Leo', wie der 30-Jährige beim Fußball-Drittligisten hieß, hatte am Nachmittag fünf Stunden im Sportpark gewartet und auf eine positive Mitteilung des Vorstands gehofft - doch es kam kein Kontakt mehr zustande. Dann hatte er Klaus Augenthaler zu Hause besucht und sich von ihm verabschiedet. 'Ich habe gerade gemischte Gefühle: Ich bin froh, aber auch ein bisschen traurig. Vor allem wegen dem Trainer', sagte Grech. Am Donnerstagmorgen fuhr er dann nach Aalen, um einen Vertrag für die kommende Saison zu unterschreiben. Wenige Stunden später flog Grech für drei Wochen nach Argentinien. Nach seiner Rückkehr wird er in Aalen einen guten Bekannten aus gemeinsamen Tagen antreffen.
Ralph Hasenhüttl, Unterhachings ehemaliger Trainer, hatte Grechs Wechsel maßgeblich forciert. 'Sportlich brauchen wir nicht zu diskutieren', sagt der nun in Aalen tätige Coach, 'und charakterlich ist Leo top. Er war mein Wunschspieler.' Bis zuletzt hatte der Argentinier mit italienischem Pass auf eine Fortsetzung seiner zweijährigen Laufbahn in Haching gehofft, die Entscheidung fiel erst nach dem 1:0-Pokalsieg am Dienstag in Burghausen. 'Es tut mir leid, dass sein Wechsel in eine Zeit fällt, in der uns die Hände gebunden sind', bedauert Unterhachings Präsident Engelbert Kupka. Grech werde bei der SpVgg als 'Mann mit großem Charakter und großem Einsatz' in Erinnerung bleiben. In Aalen erhält er einen Zweijahresvertrag.
In Unterhaching befassen sie sich dagegen mit Grundsätzlichem. Ehe die Klubführung konkrete Angebote unterbreiten kann, ist die Budget-Frage zu klären. Bis 1. Juni muss der Verein eine Antwort und neue Sponsoren gefunden haben. Kupka klang am Donnerstag vorsichtig zuversichtlich: 'Wir sind nah dran', sagte der Präsident. Die Konkurrenz wird unterdessen eifrig den Markt sichten. 'Unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen', sagt Hasenhüttl. Ob er weitere Hachinger Spieler im Blick habe? 'Nicht nur, aber auch.' cal/wiw
Quelle Verlag Süddeutsche Zeitung
Publikation München Süd
Ausgabe Nr.122
Datum Freitag, den 27. Mai 2011
Seite 20
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Haching muss Grech wie erwartet nach Aalen ziehen lassen
Unterhaching - Am Mittwochabend saßen Leandro Grech, Sebastian Mitterhuber und Manuel Konrad gemeinsam mit einigen Freunden in Unterhaching in einem italienischen Lokal und feierten Grechs Abschied von der SpVgg. 'Leo', wie der 30-Jährige beim Fußball-Drittligisten hieß, hatte am Nachmittag fünf Stunden im Sportpark gewartet und auf eine positive Mitteilung des Vorstands gehofft - doch es kam kein Kontakt mehr zustande. Dann hatte er Klaus Augenthaler zu Hause besucht und sich von ihm verabschiedet. 'Ich habe gerade gemischte Gefühle: Ich bin froh, aber auch ein bisschen traurig. Vor allem wegen dem Trainer', sagte Grech. Am Donnerstagmorgen fuhr er dann nach Aalen, um einen Vertrag für die kommende Saison zu unterschreiben. Wenige Stunden später flog Grech für drei Wochen nach Argentinien. Nach seiner Rückkehr wird er in Aalen einen guten Bekannten aus gemeinsamen Tagen antreffen.
Ralph Hasenhüttl, Unterhachings ehemaliger Trainer, hatte Grechs Wechsel maßgeblich forciert. 'Sportlich brauchen wir nicht zu diskutieren', sagt der nun in Aalen tätige Coach, 'und charakterlich ist Leo top. Er war mein Wunschspieler.' Bis zuletzt hatte der Argentinier mit italienischem Pass auf eine Fortsetzung seiner zweijährigen Laufbahn in Haching gehofft, die Entscheidung fiel erst nach dem 1:0-Pokalsieg am Dienstag in Burghausen. 'Es tut mir leid, dass sein Wechsel in eine Zeit fällt, in der uns die Hände gebunden sind', bedauert Unterhachings Präsident Engelbert Kupka. Grech werde bei der SpVgg als 'Mann mit großem Charakter und großem Einsatz' in Erinnerung bleiben. In Aalen erhält er einen Zweijahresvertrag.
In Unterhaching befassen sie sich dagegen mit Grundsätzlichem. Ehe die Klubführung konkrete Angebote unterbreiten kann, ist die Budget-Frage zu klären. Bis 1. Juni muss der Verein eine Antwort und neue Sponsoren gefunden haben. Kupka klang am Donnerstag vorsichtig zuversichtlich: 'Wir sind nah dran', sagte der Präsident. Die Konkurrenz wird unterdessen eifrig den Markt sichten. 'Unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen', sagt Hasenhüttl. Ob er weitere Hachinger Spieler im Blick habe? 'Nicht nur, aber auch.' cal/wiw
Quelle Verlag Süddeutsche Zeitung
Publikation München Süd
Ausgabe Nr.122
Datum Freitag, den 27. Mai 2011
Seite 20
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29.05.2011 - 11:09 Uhr
QuerpassSprachlos in Unterhaching
27.05.2011 06:40
Der Fußballprofi an sich ist ein flüchtiges Wesen. Er bietet seine Dienste auf Zeit an und zieht, wenn er ein besseres Angebot erhält, oft weiter zum nächsten Verein. Was ihm einerseits den Vorwurf einbringt, er sei ein seelenloser Legionär, andererseits aber Verständnis erfordert, da seine Schaffensdauer kürzer ist als in anderen Berufen. Natürlich gibt es Fußballer, die sich weit über das übliche Maß mit ihrem Klub identifizieren, sie sind besonders beliebt bei den Fans und werden von der Vereinsführung gerne als Musterprofi präsentiert. Es sei denn, sie standen vergangene Saison bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag.
In Leandro Grech hat der Drittligist einen solchen Musterprofi gerade ziehen lassen (müssen). Die ungewisse finanzielle Zukunft ist ein guter Grund für diese Entscheidung; dass Spieler kommen und gehen, gehört zu diesem Sport wie der Ball und vier Eckfahnen. Doch ist Grechs Wechsel eine weitere Folge aus der missratenen Ägide des bereits wieder ausgeschiedenen Sportdirektors Francisco Copado. Planlos, stillos, sprachlos: Das ist der Eindruck, den Copados Wirken hinterlassen hat - und gegen den der Klub zu lange zu wenig angesteuert hat.
Früher zeichnete die SpVgg Unterhaching ein anderes Bild von sich, das der großen Familie - gewiss auch eine Inszenierung, zumindest aber eine gekonnte. Heute bestehen öffentliche Botschaften im Überreichen von Blumensträußen für 75 Pflichtspiele. Der Schatzmeister beschränkt sich traditionell auf einen einzigen Auftritt im Jahr und behauptet dort allen Ernstes, dass angesichts der positiven Lage des Klubs eigentlich Champagner ausgeschenkt werden müsse. Der um Sponsoren ringende Präsident sieht die Lage offenbar realistischer, versteht es allerdings nicht, selbst gute Nachrichten wie die erwartbare Fortsetzung seiner Amtszeit gewinnbringend zu publizieren. In Grech hat die Klubführung einem Spieler nun immerhin offen mitgeteilt, dass sie ihn gerne halten würde, aber nicht in der Lage dazu ist. Das ist ehrliche Kommunikation und allemal besser, als ihn mit einem völlig inakzeptablen Angebot fortzuekeln, wie zuletzt bei Marc Nygaard geschehen.
Fußballspieler sind gemeinhin redseliger als Unterhachings Führungsebene, schlechter Stil spricht sich herum. Die Rückkehr zu mehr Transparenz wird es der Spielvereinigung daher erleichtern, auch künftig Profis wie Leandro Grech zu bekommen, die diese junge Mannschaft so dringend benötigt. Sofern es diese Zukunft in der Dritten Liga überhaupt noch gibt.
Wolfgang Wittl, SZ, 27.5.2011
http://www.sueddeutsche.de/F5s38D/4111730/QuerpassSprachlos-in-Unterhaching.html
27.05.2011 06:40
Der Fußballprofi an sich ist ein flüchtiges Wesen. Er bietet seine Dienste auf Zeit an und zieht, wenn er ein besseres Angebot erhält, oft weiter zum nächsten Verein. Was ihm einerseits den Vorwurf einbringt, er sei ein seelenloser Legionär, andererseits aber Verständnis erfordert, da seine Schaffensdauer kürzer ist als in anderen Berufen. Natürlich gibt es Fußballer, die sich weit über das übliche Maß mit ihrem Klub identifizieren, sie sind besonders beliebt bei den Fans und werden von der Vereinsführung gerne als Musterprofi präsentiert. Es sei denn, sie standen vergangene Saison bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag.
In Leandro Grech hat der Drittligist einen solchen Musterprofi gerade ziehen lassen (müssen). Die ungewisse finanzielle Zukunft ist ein guter Grund für diese Entscheidung; dass Spieler kommen und gehen, gehört zu diesem Sport wie der Ball und vier Eckfahnen. Doch ist Grechs Wechsel eine weitere Folge aus der missratenen Ägide des bereits wieder ausgeschiedenen Sportdirektors Francisco Copado. Planlos, stillos, sprachlos: Das ist der Eindruck, den Copados Wirken hinterlassen hat - und gegen den der Klub zu lange zu wenig angesteuert hat.
Früher zeichnete die SpVgg Unterhaching ein anderes Bild von sich, das der großen Familie - gewiss auch eine Inszenierung, zumindest aber eine gekonnte. Heute bestehen öffentliche Botschaften im Überreichen von Blumensträußen für 75 Pflichtspiele. Der Schatzmeister beschränkt sich traditionell auf einen einzigen Auftritt im Jahr und behauptet dort allen Ernstes, dass angesichts der positiven Lage des Klubs eigentlich Champagner ausgeschenkt werden müsse. Der um Sponsoren ringende Präsident sieht die Lage offenbar realistischer, versteht es allerdings nicht, selbst gute Nachrichten wie die erwartbare Fortsetzung seiner Amtszeit gewinnbringend zu publizieren. In Grech hat die Klubführung einem Spieler nun immerhin offen mitgeteilt, dass sie ihn gerne halten würde, aber nicht in der Lage dazu ist. Das ist ehrliche Kommunikation und allemal besser, als ihn mit einem völlig inakzeptablen Angebot fortzuekeln, wie zuletzt bei Marc Nygaard geschehen.
Fußballspieler sind gemeinhin redseliger als Unterhachings Führungsebene, schlechter Stil spricht sich herum. Die Rückkehr zu mehr Transparenz wird es der Spielvereinigung daher erleichtern, auch künftig Profis wie Leandro Grech zu bekommen, die diese junge Mannschaft so dringend benötigt. Sofern es diese Zukunft in der Dritten Liga überhaupt noch gibt.
Wolfgang Wittl, SZ, 27.5.2011
http://www.sueddeutsche.de/F5s38D/4111730/QuerpassSprachlos-in-Unterhaching.html
30.05.2011 - 06:25 Uhr
SpVgg Unterhaching: Fans melden sich zu Wort
Zitat
Seit vielen Jahren müssen nun die Fans der SpVgg Unterhaching den schrittweisen Niedergang ihres Vereines miterleben. Seit vielen Jahren werden sie nicht oder nur unzureichend über die Entwicklungen im Verein vom Vorstand bzw. Management informiert. „Nun melden wir uns zu Wort“ – die Fans sehen keine andere Möglichkeit mehr als einen offenen Brief an die Presse zu schreiben. In diesem Schreiben erklären sie ihre Probleme und Anliegen.
http://www.liga3-online.de/spvgg-unterhaching-fans-melden-sich-zu-wort/
Zitat
Seit vielen Jahren müssen nun die Fans der SpVgg Unterhaching den schrittweisen Niedergang ihres Vereines miterleben. Seit vielen Jahren werden sie nicht oder nur unzureichend über die Entwicklungen im Verein vom Vorstand bzw. Management informiert. „Nun melden wir uns zu Wort“ – die Fans sehen keine andere Möglichkeit mehr als einen offenen Brief an die Presse zu schreiben. In diesem Schreiben erklären sie ihre Probleme und Anliegen.
http://www.liga3-online.de/spvgg-unterhaching-fans-melden-sich-zu-wort/
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