Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner

Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#301
10.02.2025 - 22:35 Uhr
Zitat von TheInternational

Leon spart jeden Monat 50 €, also 600 € pro Jahr.

Nach 45 Jahren hat er insgesamt 27.000 € eingezahlt.

Dank Zinseszinseffekt wächst sein Depot auf 184.000 €.

Beim Verkauf muss er 25 % Steuern auf den Gewinn (157.000 €) zahlen.

Nach Steuern bleiben ihm 145.750 €.


Ohne Kapitalertragssteuer:

Leon behält die vollen 184.000 €.

Das sind 38.250 € mehr – fast das 1,5-Fache seiner eigenen Einzahlungen!

Er könnte sich eine höhere Zusatzrente auszahlen oder früher in Rente gehen.


Ist eben die Frage, wie man hier speziell Kleinanleger und Normalos sinnvoll entlasten soll, ohne zu sehr mit der Gießkanne zu verteilen.

Man könnte den Sparerpauschbetrag beispielsweise auf 10.000€ p.a. erhöhen, dann könnte Leon über Jahre immer wieder taktisch steuerfreie Verkäufe generieren und diese als steuerfreie Zusatzrente nutzen. Auf der anderen Seite würde das Vermögenden nicht viel weniger nutzen, im Gegenteil. Deine Leon-Idee soll ja eher privat vorsorgende entlasten und keine Klientel, die Jahr für Jahr über viele Dekaden 10.000€+ p.a. passives Einkommen generiert.

Man könnte auch eine potenzielle Steuererleichterung an Haltefristen koppeln, analog bzw. ähnlich Halbeinkünftverfahren.

Generell halte ich es für absurd, dass, Stand heute, Gewinne aus Immobilienverkäufen direkt oder spätestens nach 10 Jahren Haltedauer gänzlich steuerfrei sind, jahrezehntelanges Investieren in die meisten Fonds oder Aktien jedoch keinerlei Steuervorteil einbringt - die einhergehenden potenziellen Risiken sind meist erheblich höher, dennoch hält das Finanzamt hier umso mehr die Hand auf.

PS: in der Theorie wäre ein persönlicher lebenslanger Sparerpauschbetrag nicht ganz unspannend und "fairer", beispielsweise mit Volumen i.H.v. mehreren hunderttausend €, ggf. inklusive Immobilienerlösen, u.U. mit Abweichungen bei gewissen Haltefristen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mairon am 10.02.2025 um 22:48 Uhr bearbeitet
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#302
10.02.2025 - 22:56 Uhr
Zitat von Mairon
Zitat von TheInternational

Leon spart jeden Monat 50 €, also 600 € pro Jahr.

Nach 45 Jahren hat er insgesamt 27.000 € eingezahlt.

Dank Zinseszinseffekt wächst sein Depot auf 184.000 €.

Beim Verkauf muss er 25 % Steuern auf den Gewinn (157.000 €) zahlen.

Nach Steuern bleiben ihm 145.750 €.


Ohne Kapitalertragssteuer:

Leon behält die vollen 184.000 €.

Das sind 38.250 € mehr – fast das 1,5-Fache seiner eigenen Einzahlungen!

Er könnte sich eine höhere Zusatzrente auszahlen oder früher in Rente gehen.


Ist eben die Frage, wie man hier speziell Kleinanleger und Normalos sinnvoll entlasten soll, ohne zu sehr mit der Gießkanne zu verteilen.

Man könnte den Sparerpauschbetrag beispielsweise auf 10.000€ p.a. erhöhen, dann könnte Leon über Jahre immer wieder taktisch steuerfreie Verkäufe generieren und diese als steuerfreie Zusatzrente nutzen. Auf der anderen Seite würde das Vermögenden nicht viel weniger nutzen, im Gegenteil.

Man könnte auch eine potenzielle Steuererleichterung an Haltefristen koppeln, analog bzw. ähnlich Halbeinkünftverfahren.

Generell halte ich es für absurd, dass, Stand heute, Gewinne aus Immobilienverkäufen direkt oder spätestens nach 10 Jahren Haltedauer gänzlich steuerfrei sind, jahrezehntelanges Investieren in die meisten Fonds oder Aktien jedoch keinerlei Steuervorteil einbringt - die einhergehenden potenziellen Risiken sind meist erheblich höher, dennoch hält das Finanzamt hier umso mehr die Hand auf.


Man darf auch nicht vergessen, dass die 25% bereits heute illusorisch sind. Dazu kommt ja noch der Soli, den jeder auf Kursgewinne zahlen darf, dazu ggf. Kirchensteuern.

Und was ebenfalls nicht einberechnet ist, dass z.B. die Dividenden bereits auf Unternehmensebene mit 25% besteuert werden.

Ich kenne kein Industrieland auf dieser Welt in der der Staat noch mehr auf die staatliche Altersvorsorge zugreift wie in Deutschland.

Und genau das ist im Bundeshaushalt das aktuelle Problem, dass sich auch noch verschärft. In 2025 werden vom Bundeshalt, der 457 Mrd. groß ist, 150 Mrd. in die Rente gehen. Hier kann man gut sehen warum wir privat Altersvorsorge brauchen und es ohne zukünftig nicht gehen wird.

•     •     •

...und wir werden immer Borussen sein, es gibt NIE NIE NIE einen anderen Verein!
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - בורוסיה לכל החיים - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#303
10.02.2025 - 22:57 Uhr
Bzgl. neuer Insa-Wahlumfrage von heute:

selbst OHNE FDP im Bundestag wäre Schwarzrot nicht möglich

https://www.bild.de/ig/7634084d-5836-44ed-8ba7-9c39c1118043/mobile/mobile

sollte es so kommen, wäre ausschließlich Folgendes möglich:

a) Minderheitsregierung
b) Kenia
c) Schwarzblau

Szenario a) ist eigentlich undenkbar, b) halte ich nur mit Günther oder Wüst für möglich, dafür müssten Merz und Söder abgesägt werden (komplett utopisch) und c) würden weite Teile der CDU nicht mittragen (erwarte ich dann 2029).

Bin gespannt, ob es am Ende nicht doch für Schwarzrot reicht - andernfalls habe ich null Vorstellungskraft, wie eine neue Regierung ansatzweise aussehen soll.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#304
10.02.2025 - 23:04 Uhr
Zitat von Savarez03

Man darf auch nicht vergessen, dass die 25% bereits heute illusorisch sind. Dazu kommt ja noch der Soli, den jeder auf Kursgewinne zahlen darf, dazu ggf. Kirchensteuern.


Soli zahlst du glücklicherweise nicht auf Kapitalerträge, sondern lediglich auf die Kapitalertragssteuer 😉
Somit liegst du, ohne Kirchensteuerpflicht, bei ca. 26,4%. 25% sind also schon verhältnismäßig nah an der Realität.

Zitat von Savarez03
Und genau das ist im Bundeshaushalt das aktuelle Problem, dass sich auch noch verschärft. In 2025 werden vom Bundeshalt, der 457 Mrd. groß ist, 150 Mrd. in die Rente gehen. Hier kann man gut sehen warum wir privat Altersvorsorge brauchen und es ohne zukünftig nicht gehen wird.


Mittelfristig geht es v.a. nicht ohne erhebliche staatliche Rentenkürzungen, denn die Kohorte der Einzahlenden wird über die nächsten Jahre immer verschwindend geringer, sehr zeitnah sogar durch den Wegfall der Baby Boomer - ca. 30% der Beitragszahler werden binnen der nächsten ~ 8 Jahre afaik zu Leistungsempfängern.

Ich bin gottfroh darüber, in kein einziges Sozialsystem mehr einzuzahlen, nicht weil ich unsozial bin, sondern weil das aktuelle System absurd zu Lasten von ~ U50-Jährigen ausgelegt ist. Speziell in Sachen GRV werden wir unsere eingezahlten Beiträge inflationsbereinigt nie wieder sehen.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#305
10.02.2025 - 23:10 Uhr
Wurde hier schon der Einstieg in den europäischen Zertifikatenhandel ab 2027 thematisiert?
Wie will man das den Bürgern zumuten, wenn es wirklich so dicke kommen wird mit dem heftigen Preisanstieg für Sprit, Gas, Öl ?
Logischerweise werden die Leute nicht ihre noch funktionierenden Heizungen für ne Wärmepumpe rausschmeißen und genauso wenig wird sich plötzlich jeder nen E-Auto kaufen. Erst recht nicht, wenn man den Strom dafür nicht aus den Solarpanelen aufm eigenen Dach beziehen kann....
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#306
10.02.2025 - 23:50 Uhr
Zitat von Mairon
Bzgl. neuer Insa-Wahlumfrage von heute:

selbst OHNE FDP im Bundestag wäre Schwarzrot nicht möglich

https://www.bild.de/ig/7634084d-5836-44ed-8ba7-9c39c1118043/mobile/mobile

sollte es so kommen, wäre ausschließlich Folgendes möglich:

a) Minderheitsregierung
b) Kenia
c) Schwarzblau

Szenario a) ist eigentlich undenkbar, b) halte ich nur mit Günther oder Wüst für möglich, dafür müssten Merz und Söder abgesägt werden (komplett utopisch) und c) würden weite Teile der CDU nicht mittragen (erwarte ich dann 2029).

Bin gespannt, ob es am Ende nicht doch für Schwarzrot reicht - andernfalls habe ich null Vorstellungskraft, wie eine neue Regierung ansatzweise aussehen soll.


Puh, habe echt keine Lust taktisch zu wählen, aber wenn Schwarz Rot nichts wird, kann nur ganz großer Mist dabei rauskommen. Und schon auf Schwarz Rot habe ich ganz wenig Lust.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#307
11.02.2025 - 00:10 Uhr
Zitat von Piekato
Wurde hier schon der Einstieg in den europäischen Zertifikatenhandel ab 2027 thematisiert?
Wie will man das den Bürgern zumuten, wenn es wirklich so dicke kommen wird mit dem heftigen Preisanstieg für Sprit, Gas, Öl ?
Logischerweise werden die Leute nicht ihre noch funktionierenden Heizungen für ne Wärmepumpe rausschmeißen und genauso wenig wird sich plötzlich jeder nen E-Auto kaufen. Erst recht nicht, wenn man den Strom dafür nicht aus den Solarpanelen aufm eigenen Dach beziehen kann....


Das ist halt die CDU/FDP Taktik die den "Markt" regeln lassen will. Sprich Fossile so teuer machen, dass die Leute umsteigen (müssen). Die andere Taktik ist es Strom so billig zu machen, dass sich das umsteigen rechnet und den Umstieg dann zu fördern. Will man aber in diesen Kreisen nicht. Es muss dann zwangsläufig das Klimageld kommen sonst gibt es da einen Aufruhr. Realistischer ist aber, dass man das mit dem CO2 Preis wieder abschafft bevor es ernst wird
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#308
11.02.2025 - 00:11 Uhr
Zitat von Deard
Zitat von Mairon

Bzgl. neuer Insa-Wahlumfrage von heute:

selbst OHNE FDP im Bundestag wäre Schwarzrot nicht möglich

https://www.bild.de/ig/7634084d-5836-44ed-8ba7-9c39c1118043/mobile/mobile

sollte es so kommen, wäre ausschließlich Folgendes möglich:

a) Minderheitsregierung
b) Kenia
c) Schwarzblau

Szenario a) ist eigentlich undenkbar, b) halte ich nur mit Günther oder Wüst für möglich, dafür müssten Merz und Söder abgesägt werden (komplett utopisch) und c) würden weite Teile der CDU nicht mittragen (erwarte ich dann 2029).

Bin gespannt, ob es am Ende nicht doch für Schwarzrot reicht - andernfalls habe ich null Vorstellungskraft, wie eine neue Regierung ansatzweise aussehen soll.


Puh, habe echt keine Lust taktisch zu wählen, aber wenn Schwarz Rot nichts wird, kann nur ganz großer Mist dabei rauskommen. Und schon auf Schwarz Rot habe ich ganz wenig Lust.


Optimistisch bleiben. Die Leute raffen sich und es wird für Grün/Rot langen :P

Ansonsten mal sehen. Ich gehe davon aus, dass FDP und BSW es nicht schaffen. Die Linke schon. Dann sollte es normal für Schwarz/Rot langen
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#309
11.02.2025 - 08:00 Uhr
Zitat von A-Lizenz
Zitat von Piekato

Wurde hier schon der Einstieg in den europäischen Zertifikatenhandel ab 2027 thematisiert?
Wie will man das den Bürgern zumuten, wenn es wirklich so dicke kommen wird mit dem heftigen Preisanstieg für Sprit, Gas, Öl ?
Logischerweise werden die Leute nicht ihre noch funktionierenden Heizungen für ne Wärmepumpe rausschmeißen und genauso wenig wird sich plötzlich jeder nen E-Auto kaufen. Erst recht nicht, wenn man den Strom dafür nicht aus den Solarpanelen aufm eigenen Dach beziehen kann....


Das ist halt die CDU/FDP Taktik die den "Markt" regeln lassen will. Sprich Fossile so teuer machen, dass die Leute umsteigen (müssen). Die andere Taktik ist es Strom so billig zu machen, dass sich das umsteigen rechnet und den Umstieg dann zu fördern. Will man aber in diesen Kreisen nicht. Es muss dann zwangsläufig das Klimageld kommen sonst gibt es da einen Aufruhr. Realistischer ist aber, dass man das mit dem CO2 Preis wieder abschafft bevor es ernst wird


Die eine Variante ist halt gut für den Staatshaushalt (aktuell mal in Kreisen und Kommunen nachfragen wie so die Finanzierung der Pflichtaufgaben (u.a. Migration, garantierte Ganztagsschulplatz etc. geregelt ist).
Die Andere Variante kostet richtig Geld, weil billiger Strom in absehbarer Zeit nicht von selbst kommt, dafür sind die nötigen Investitionen zu groß.
Aber wo soll das Geld momentan herkommen? Wenn du zu Hause dein Auto laden kannst sparst du auch bei den aktuellen Strompreisen schon je nach KM-Leistung zwischen 100 und 300 Euro im Monat gegenüber einem Otto-Motor. Dazu kommen KfZ-Steuer, günstigere Wartungen, geringer Bremsverschleiß etc.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#310
11.02.2025 - 09:01 Uhr
Zitat von Bumbewassazong


Siehst du, so macht das Spaß.
Man kann durchaus politisch in völlig anderen Lagern sein und trotzdem sachlich miteinander diskutieren. Schade, das man da draußen immer mehr das Gefühl hat, da werden Mauern um die jeweiligen Lager aufgebaut und einander lieber pauschal beleidigt, statt Dialog gesucht. 😉


Wie schon privat geschrieben, sehe ich auch so, das macht Spaß mit dir smile.


Zitat von Bumbewassazong

1. Ich bin auch gegen Subventionen bei Verbrennern, dem Diesel oder Atomenergie.
Nur haben wir das Problem der Endlagerung bereits, also hätte es an der Sache nichts verändert, hätten wir die funktionsfähigen Kraftwerke weiterlaufen lassen. Aber der Zug ist wahrscheinlich abgefahren.


Ich war erschrocken als ich diese Woche ein Video dazu gesehen habe, in dem erklärt wird das die Öl- und Gas Branche unmengen an Subventionen erhält.

Wer schreit bei uns am meisten das wir Atomkraft haben müssen? CDU/CSU (und AfD) aber jetzt stell dir die Reaktion auf ein Endlager in Bayern vor... 3 Generationen profitierten vom Atomstrom, wieviele Generationen müssen sich mit dem Atommüll rumschlagen? 2000? Also bis zu 1 Mio Jahre brauchen da einige Subzanzen um zu zerfallen. Weiß nicht ob wir wegen den paar % die AKW hätten weiter betreiben sollen. Das wäre aktuell (noch) nice to have.


Zitat von Bumbewassazong

2. Die besten Anreize sind für mich die Vorteile dieser Technologien selbst. Es braucht für mich keinen Staat oder kein Ministerium, der PV, Wärmepumpe oder E-Autos bezuschusst, eben WEIL man z.B. mit einem E-Auto wesentlich effizienter, wartungsärmer und damit günstiger unterwegs ist. Du kriegst nen neuen Tesla mit 500+ PS für unter 60.000 Euro und einem Verbraucht von (je nach Fahrweise) unter 20 kWh/100km.
Zeig mir irgendeinen Verbrenner mit solchen Daten zu so einem Preis.

Das heißt, die Transformation findet von ganz alleine statt, je günstiger die Akkus werden, und Menschen werden früher oder später eh darauf umsteigen, wenn auch der Gebrauchtwagenmarkt mit günstigen Preisen unter 15k groß genug ist.


So denkst du, so denke ich darüber. Der Typ mit seiner Hellcat, Ölheizung im Haus von der Oma wird sich "gezwungen" fühlen irgendwann die Heizung austauschen zu müssen.
Mich musst du nicht überzeugen 🤣 ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen das ich dazu gezwungen war, den Diesel meiner Eltern zu übernehmen, als unser alter Passat langsam mehr Geld verschlungen hat, als er es je Wert war. Am liebsten würde ich heute schon E-Auto fahren.

Ich gehe auch noch später darauf ein, aber das mit den Akkus ist ein gutes Stichwort. Ich hoffe nur, das ich meinen Passat dann noch gut losbekomme, denn ehrlich gesagt sind aktuell 15k für ein Auto mir zuviel. Vielleicht muss ich mit Leasing was überbrücken. Ohne Einmalzahlung und Überführungsgebühr versteht sich 😅

Zitat von Bumbewassazong

3. Du beschreibst es ja selbst am besten: Irgendwann werden immer wenige Verbrenner gefahren oder Ölheizungen verbaut, weil von Technologieseite die Anreize nicht mehr da sind, die Stückzahlen geringer werden, damit auch die Ersatzteile, und damit die Technolgie teurer. Eine normale Marktentwicklung, da muss man politisch nicht jedes Mal irgendwo nochmal extra herumpfuschen.


Klar ist das dann der Lauf der Dinge, das erfolgt aber erst im zweiten Schritt. Der erste wäre ja das genug Leute umsteigen.


Zitat von Bumbewassazong

4. Wer in 15 Jahren immer noch seinen alten Porsche 911er oder Benz mit Super betreibt, der soll das doch gerne tun. Der muss halt ein vielfaches für den Unterhalt im Vergleich zu einem ähnlich sportlichen E-Auto zahlen. Aber bis dahin wird der Anteil (zumindest in den westlichen Ländern) so gering sein, dass die CO2-Auswirkungen quasi bei 0 sind.


Ganz genau.
Wobei man nicht vergessen darf, das die CO2 Emissionen aus den Sektoren Energieerzeugung und Industrie deutlich höher sind, als im Straßenverkehr und letzlich als bei Gebäuden... Somit wird es ein großer Schritt werden, wenn die Kohlekraftwerke geschlossen werden und auch die Industrie sich mehr und mehr umstellt.
Wenn man bedenkt dass die G20 Staaten für 81% des CO2 Ausstoßes verantwortlich sind, muss bis in 15 Jahren da sich was ändern, absolut.


Zitat von Bumbewassazong

5. Zu deinem letzten Punkt: Du glaubst, dass es bis 2045 problemlos möglich ist, aber für mich liegt die Chance da bei 0. Und das liegt an 3 wesentlichen Punkten.

- Deutschland ist ein großes Industrieland, benötigt viel Energie und hat z.B. im Gegensatz zu Norwegen keine überragenden Wasserkraftkapazitäten oder auch keine überdurchschnittliche Sonnenstunden pro Tag

- Dazu kommt halt die Tatsache, dass es vor allem dezentrale und schnellzugreifbare Speichertechnologien sind, die uns fehlen und die erst mühsam über viele Jahrzehnte aufgebaut werden können, wenn diese Lösungen auch günstig genug sind, die für Deutschland notwendige Energie rund um die Uhr zu speichern.
Es gibt Studien (ja ich weiß, es gibt wahrscheinlich auch Gegenstudien), die besagen, dass es für Deutschland NIE rentabler sein wird, den eigenen Stahl z.B. durch grünen Wasserstoff herzustellen, als die fertigen Produkte einfach aus China zu importieren.

- Dass wir im Stromsektor schon bei >50% EEs sind, da hast du Recht. Aber die zwei ähnlich großen Sektoren Wohnen und Mobilität sind weit abgeschlagen, mein letzter Stand bei <20% EEs.
Das, was am Ende richtig teuer und langsam wird, sind aber, wie beim Laden eines E-Autos, nicht die ersten 60%, sondern die letzten 40%.


Ich glaube das wir auf den Weg bis 2045 einige Probleme haben werden, aber wenn ich mir mal anschaue wie es aktuell in der Entwicklung von Akku-Technologien aussieht, habe ich da wenig bedenken wenn ich ehrlich bin. Ebenfalls habe ich diese Woche davon gelesen, wie z.B. Akkus aus E-Auto reused werden. Zum Teil versorgen die BMW Werke oder federn Spitzenlast im Stormnetz einzelner Städte ab. Wobei das Fazit sogar eher Richtung Recycling ging um die Rohstoffe in moderneren Akkus zu verwenden.
Da wird so unglaublich viel alleine in den nächsten 5-10 Jahren passieren und darin sehe ich unsere Chance bei E-Autos oder auch im Stromnetz.

1. Punkt stimmt, allerdings haben wir noch enormes Potezial bei der WIndkraft und eben im privaten Sektor bei der PV, ich alleine habe mit meiner PV in den letzten beiden Jahren im Schnitt 7.670 kWh erzeugt. Wenn ch bedenke das 3,4 Mio privathaushalte eine PV-Anlage haben. Bei 13 Mio Einfamilienhäuser und weiteren 3,3 Mio Mehrfamilienhäuser ist hier noch unglaublich viel an Potenzial da. Und jeder Haushalt mit einer PV speist mehr ins Netz, als er entnimmt. Ich habe 4.163 kWh eingespeist und 1.480 kWh aus dem Netz im Schnitt bezogen.
Kleinvieh macht auch Mist, wie meine Mutter immer sagte zwinker.
2. Absolut richtig, wir müssen wir allem in die Strominfrastruktur inverstieren, nicht nur in die Erzeuger. Gab dazu letztes Jahr ein Bereicht, wie ausgelastet das Stromnetz in Bayern ist, das große Solarparks nur gedrosselt betrieben werden dürfen...
Import und Export. Jeder wird sich immer erstmal für das günstige Produkt entscheiden, das ist auch der Grund warum wir schon immer, auch zu Zeiten von AKW, viel Strom importiert haben wenn er günstig war und exportiert haben, wenn er teuer war.
3. damit hast du Recht, wobei wir da auch wieder bei Punkten sind, die ich schon beschrieben habe. Ohne Anreize wird sich da schnell nichts ändern.

Zitat von Bumbewassazong

Ich würde dir ja fast eine Wette anbieten, aber obs TM in 20 Jahren überhaupt noch gibt? 😁


Haha, wir können es ja versuchen. Oder dann ein "Zwischenendstand" beim Ende von TM ziehen.

•     •     •

• • •
--------------Lewandowski/Riedle&Chapuisat

---Reus/Kagawa----------------Möller/Rosicky/Ricken-----------Sancho/Kuba

--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.