Freiburger Fankultur
04.11.2009 - 13:48 Uhr
20.01.2026 - 18:54 Uhr
Wir hatten ja kurz vor Weihnachten auch dieses lästige Spiel gegen Tel Aviv, möchte meine Erfahrungen/Sicht hier teilen.
Vorab: Es blieb total ruhig ... vor, während und nach dem Spiel.
Teile unserer Ultras haben das Spiel bzw. die Einlasskontrollen boykottiert, weil es einfach unmenschliche Ausmaße angenommen hatte. 1,5-2 Stunden am Einlass, hab solche Bilder noch nie gesehen. Mein bester Kumpel (mit dem ich 2 Dauerkarten habe) und ich haben entschieden, nach 10 Stunden Arbeit wollen wir uns nicht 2 Stunden in die Schlange stellen. Die Fans wurden mit Metalldetekoren etc. überprüft, das alles hat um ein vielfaches pro Person länger gedauert wie ansonsten. Wir hatten darauf einfach keine Lust und sind dem Spiel ferngeblieben, verstehe jeden der auch so denkt. Das eigentliche Problem, weswegen es dieses massive Polizei- und Sicherheitsaufgebot gibt sind nicht die Fans beider Lager, sondern die dritte Partei "Free Palestine" Bewegung.
Teile unseres Fanclubs sind erst zur Halbzeit ins Stadion, einfach um diese lästige Sicherheitskontrollen abzukürzen aber für uns war die An- und Abfahrt für 45 Min zu stressig.
Fazit: Wer das Spiel im Stadion gucken will, sollte gute Nerven und Geduld mitbringen. Mein Gefühl sagt mir, wenn schon in Stuttgart nichts passiert, wird es bei euch erst recht ruhig bleiben.
Wünsche euch nen reibungslosen Ablauf und 3 Punkte !
Vorab: Es blieb total ruhig ... vor, während und nach dem Spiel.
Teile unserer Ultras haben das Spiel bzw. die Einlasskontrollen boykottiert, weil es einfach unmenschliche Ausmaße angenommen hatte. 1,5-2 Stunden am Einlass, hab solche Bilder noch nie gesehen. Mein bester Kumpel (mit dem ich 2 Dauerkarten habe) und ich haben entschieden, nach 10 Stunden Arbeit wollen wir uns nicht 2 Stunden in die Schlange stellen. Die Fans wurden mit Metalldetekoren etc. überprüft, das alles hat um ein vielfaches pro Person länger gedauert wie ansonsten. Wir hatten darauf einfach keine Lust und sind dem Spiel ferngeblieben, verstehe jeden der auch so denkt. Das eigentliche Problem, weswegen es dieses massive Polizei- und Sicherheitsaufgebot gibt sind nicht die Fans beider Lager, sondern die dritte Partei "Free Palestine" Bewegung.
Teile unseres Fanclubs sind erst zur Halbzeit ins Stadion, einfach um diese lästige Sicherheitskontrollen abzukürzen aber für uns war die An- und Abfahrt für 45 Min zu stressig.
Fazit: Wer das Spiel im Stadion gucken will, sollte gute Nerven und Geduld mitbringen. Mein Gefühl sagt mir, wenn schon in Stuttgart nichts passiert, wird es bei euch erst recht ruhig bleiben.
Wünsche euch nen reibungslosen Ablauf und 3 Punkte !
20.01.2026 - 19:07 Uhr
Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob man eine Veranstaltung besuchen möchte, bei der eine ausgemachte Gefahrenlage zu Maßnahmen führt, welche kein schönes Erlebnis ermöglichen. Und deshalb geht man ja letztendendes ins Stadion: Weil man was sich ein positives Erlebnis erhofft. (Das gilt auch für Ultras, auch wenn die das nicht zugeben würden.)
Ich denke die Gefahr geht bei diesem Spiel in erster Linie nicht von den Menschen aus, die gewöhnlich das Spiel besuchen, sondern dass andere Gruppen das Event nutzen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass terroristische Gruppen im Rahmen des Spiels einen Anschlag auf das israelische Team oder Fans planen. Es ist richtig, dass Sicherheitsbehörden hier entsprechende Maßnahmen ergreifen, die über die gewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen hinausgehen.
Die Herausforderung bestand also darin, diese zwei Interessen in Einklang zu bringen und das ist in der Tat sehr schwierig. Aus Sicht der aktiven Fanszene ist das nicht gelungen, das kann man auch anders sehen, aber ist letztlich eine Abwägungssache.
Ich finde jedoch folgenden Satz im Statement fast interessanter:
Auch das kann ich irgendwo nachvollziehen. Übrigens hat die Supporters Crew letzten Sommer einen Vortrag zum Thema veranstaltet: https://supporterscrew.de/2025/07/31/vortrag-von-felix-tamsut-fankultur-in-israel/
Andererseits finde ich es auch ein bisschen enttäuschend, hier nicht zu versuchen einen Weg zu finden, der den eigenen Ansprüchen gerecht wird, auch wenn er nicht allen gefällt und man sich angreifbar macht. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Mut gewünscht.
Anmerken möchte ich zudem noch: Es wird ja intensive Gespräche zwischen Verein und Fanszene gegeben haben und wir wissen ja nicht, was jenseits der öffentlich verfügbaren Informationen da noch auf den Tisch kam.
Ich denke die Gefahr geht bei diesem Spiel in erster Linie nicht von den Menschen aus, die gewöhnlich das Spiel besuchen, sondern dass andere Gruppen das Event nutzen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass terroristische Gruppen im Rahmen des Spiels einen Anschlag auf das israelische Team oder Fans planen. Es ist richtig, dass Sicherheitsbehörden hier entsprechende Maßnahmen ergreifen, die über die gewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen hinausgehen.
Die Herausforderung bestand also darin, diese zwei Interessen in Einklang zu bringen und das ist in der Tat sehr schwierig. Aus Sicht der aktiven Fanszene ist das nicht gelungen, das kann man auch anders sehen, aber ist letztlich eine Abwägungssache.
Ich finde jedoch folgenden Satz im Statement fast interessanter:
Zitat von Statement der Fanszene
Wir sind uns der aktuellen Konflikte und ihrer Tragweite bewusst, welche die Möglichkeit einer Fankurve zur Positionierung im Rahmen eines Fußballspiels bei Weitem übersteigen.
Wir sind uns der aktuellen Konflikte und ihrer Tragweite bewusst, welche die Möglichkeit einer Fankurve zur Positionierung im Rahmen eines Fußballspiels bei Weitem übersteigen.
Auch das kann ich irgendwo nachvollziehen. Übrigens hat die Supporters Crew letzten Sommer einen Vortrag zum Thema veranstaltet: https://supporterscrew.de/2025/07/31/vortrag-von-felix-tamsut-fankultur-in-israel/
Andererseits finde ich es auch ein bisschen enttäuschend, hier nicht zu versuchen einen Weg zu finden, der den eigenen Ansprüchen gerecht wird, auch wenn er nicht allen gefällt und man sich angreifbar macht. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Mut gewünscht.
Anmerken möchte ich zudem noch: Es wird ja intensive Gespräche zwischen Verein und Fanszene gegeben haben und wir wissen ja nicht, was jenseits der öffentlich verfügbaren Informationen da noch auf den Tisch kam.
20.01.2026 - 21:06 Uhr
Zitat von TaktikTeddy
Da gehe ich in vielen Punkten mit, gerade was die unterschiedlichen Perspektiven auf ""Sicherheit" angeht. Genau deshalb ist Verhältnismäßigkeit für mich der zentrale Maßsstab.
Wo ich aber widersprechen würde: Die Durchsuchung eines Infostands ist eben nicht "erstmal kaum problematisch", sondern für eine organisierte Fanszene ein sehr sensibler Eingriff. Dort liegen Kommunikationsmaterial, Spendengelder, Infrastruktur, das ist kein beliebiger Rucksack, sondern ein zentraler Teil selbstorganisierter Fankultur. Eine solche Maßnahme hat daher eine andere Qualität als klassische Einlasskontrollen.
Ähnlich beim Thema Racial Profiling: Dass es diese Gefahr leider immer gibt, macht sie nicht weniger relevant. Im Gegenteil, wenn sie im Vorfeld bereits mitgedacht wird, zeigt das, dass hier ein reales Risiko gesehen wird. Das als Argument einfach beiseitezuschieben, greift aus meiner Sucht zu kurz.
Da gehe ich in vielen Punkten mit, gerade was die unterschiedlichen Perspektiven auf ""Sicherheit" angeht. Genau deshalb ist Verhältnismäßigkeit für mich der zentrale Maßsstab.
Wo ich aber widersprechen würde: Die Durchsuchung eines Infostands ist eben nicht "erstmal kaum problematisch", sondern für eine organisierte Fanszene ein sehr sensibler Eingriff. Dort liegen Kommunikationsmaterial, Spendengelder, Infrastruktur, das ist kein beliebiger Rucksack, sondern ein zentraler Teil selbstorganisierter Fankultur. Eine solche Maßnahme hat daher eine andere Qualität als klassische Einlasskontrollen.
Ähnlich beim Thema Racial Profiling: Dass es diese Gefahr leider immer gibt, macht sie nicht weniger relevant. Im Gegenteil, wenn sie im Vorfeld bereits mitgedacht wird, zeigt das, dass hier ein reales Risiko gesehen wird. Das als Argument einfach beiseitezuschieben, greift aus meiner Sucht zu kurz.
Bezüglich der genannten 3 Punkte, warum die organisierte Fanszene wegbleibt, sehe ich es, wie viele hier eigentlich komplett anders und sie scheinen für mich tatsächlich etwas vorgeschoben.
Punkt 1: Durchsuchung eines Infostandes. Für mich hat das durchaus auch, wie du sagst eine andere Qualität als eine klassische Einlasskontrolle, weil aufwendiger, aber ist doch für die Fans an sich total unproblematisch.
Da du auch mit der Verhältnismäßigkeit kommst und diese ja immer ausgeführt wird gegen die Polizei:
Diese prüft man in dem man die Notwendigkeit der Maßnahme gegen den Einschnitt in die Grundrechte des Betroffenen abwiegt.
Bei einer Durchsuchung der Wohnung als Beispiel: Artikel 13 GG Unverletzlichkeit der Wohnung.
Durchsuchung einer Person: Körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG)
Wenn private Gegenstände (Handys, Laptops) durchsucht werden: Allgemeines Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG)
Wenn der Infostand aufgelöst wird: Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) und Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG).
Wenn die Polizei also einen Infostand durchsucht einer Fanszene, diese aber weder persönliche Gegenstände der einzelnen Personen vor Ort durchsucht oder beschlagnahmt und der Infostand nach der Durchsuchung weder untersagt noch aufgelöst wird hast du einfach 0,0 einen Einschnitt in irgendwelche Rechte der Privatpersonen vor Ort. Hätte es die übrigens gegeben, wäre die Durchsuchung übrigens von einem Richter gekommen und die Polizei wäre für die "Wut" auch vollkommen der falsche Adressat.
Hier sehe ich wirklich auch persönlich aber überhaupt keine Probleme für die Betreiber des Stands, außer sie haben halt tatsächlich was im Schilde geführt.
Punkt 2: "Racial Profiling" durch Metalldetektoren. Hier musste ich es erstmal zwei mal lesen. Ich wusste garnicht, dass die Metalldetektoren rassistisch sein können und wenn doch: Hut ab vor der KI mittlerweile.
Wenn jeder einzelne Besucher durch Metalldetektoren gehen muss ist das die beste Maßnahme aller Zeiten GEGEN Racial Profiling. Dieser unterscheidet bei der Durchsuchung der Personen beim Einlass nämlich nicht zwischen einem jungen Erwachsenen mit Pro-Palästina Schal aus dem nahen Osten und einer 80 jährigen geborenen Freiburgerin aus dem Wolfswinkel.
Gäbe es diese Metalldetektoren nicht, gäbe es zu 100% vor Ort racial Profiling. Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Punkt 3: Erhöhte Polizeipräsenz:
Hier gab es von vielen Usern schon gute Punkte und hier ist es für mich auch am ehesten "eigene Meinung" und ich verstehe auch Personen, die da schon "unschuldig" in Maßnahmen reingeraten sind. Ich persönlich hatte nie ein Problem mit erhöhter Polizeipräsenz. In Stuttgart hat das alles ja auch reibungslos funktioniert und wie angesprochen: Ich denke die verfolgten Juden in Amsterdam hätten sich genau diesen Polizeischutz gewünscht. Auch für mich muss man hier ja klar differenzieren. Nahezu alle Maßnahmen der Polizei sind ja nicht dazu ausgelegt, Gewalttaten zwischen den Fangruppierungen zu vermeiden wie sonst und so eben gegebenfalls gegen die Ultras gerichtet sondern es geht lediglich um den Schutz unserer Gäste. Wer diesen speziellen Polizeischutz dann anprangert und negativ sieht, den finde ich wiederum in seiner Weltanschauung extrem kritisch. Was wäre denn die andere Möglichkeit? Jüdische Fans kategorisch ausschließen wie in Birmingham? Gerade in Freiburg ja unmöglich.
Wir leben in einer verrückten Welt, haben nun auch in Freiburg aufgrund der Nahostproblematik ja genau diese Israelhasser, die ja nur aufgrund der Tätigkeiten von Israel zu uns kamen, mitten unter uns. Nicht so extrem wie in Amsterdam aber es gibt sie nunmal auch. Jetzt die jüdische Gemeinschaft schützen und ein Spiel als Normalo Fan, der vielleicht auch garnicht politisch unterwegs ist, die erhöhten Kontrollen "aushalten", ist für mich jetzt nichts weltbewegendes.
Wer es persönlich nicht möchte darf ja gerne daheim bleiben. Gerade die langen Einlasskontrollen wären ja ggfls ein möglicher Grund. Die Polizeipräsenz im Kern anzuprangern, wie es die Fanszene macht, ist aber für mich hier irgendwie fraglich, weil für mich jeder, der das bei diesem Spiel macht, offensichtlich keinen Rundumschutz für die Gäste möchte oder eben diesen unter die eigenen Bedürfnisse stellt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dannyscf am 20.01.2026 um 21:12 Uhr bearbeitet
20.01.2026 - 22:18 Uhr
Zitat von Spence2000
Vorab: ich finde es sehr angenehm, wie bei diesem durchaus kritischen Thema hier sachlich diskutiert wird - danke dafür!
Ich denke, es sind eben die "ideologische Weltanschauung" sowie individuellen Erfahrungen jedes Einzelnen von uns, die uns alle diese Maßnahmen so oder so bewerten lässt. Ich persönlich kann die Vorkehrungen für dieses eine Spiel komplett nachvollziehen. Für mich unvergessen sind die Bilder vom Auswärtsspiel von Maccabi in Amsterdam (Nov 2024) - bei dem ich mir jede zusätzliche Polizeieinheit vor Ort (insbesondere Innenstadt) sehnlichst gewünscht hätte.
Und wenn ich auch die Bevölkerung und Stadiongänger in Freiburg nicht mit der in Amsterdam vergleichen will, kann ich nicht ausschließen, dass nicht auch "bei uns" jederzeit etwas passieren kann. Hemmschwelle und Verrohung in der Gesellschaft nehmen insgesamt einfach zu - und ein Fußballspiel dieser Größenordnung bietet eben auf mehreren Ebenen die Gelegenheit für ein Attentat.
Es wäre m.E. daher fahrlässig vom Veranstalter in dieser Zeit nicht besondere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Denn sollte etwas passieren, dann ist auch klar, dass es für den Verantwortlichen des Sicherheitskonzepts an den Kragen geht.
Ich finde es gut, dass sich die aktive Szene klar und vorab artikuliert - und den Verein + Mansnchaft in Schutz nimmt. Wofür ich persönlich kein Verständnis hätte, wäre übrigens ein "Verbot für die verbliebenen Stadiongänger", sich u.a.hinter dem Tor in Block C zu stellen. Denn das wäre für ich dann doch wieder eine Art Selbstdarstellung, die sich gegen "die anderen SC-Fans" + auch den Support der Mannschaft richtet. Mal schauen, ob trotz Abwesenheit darauf bestanden wird/werden kann.
Zitat von FranzWeber
Schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest. Bei mir ist es genau andersherum. Ohne Polizeipräsenz wäre da einige Male die Situation noch weiter eskaliert.
Zitat von scfsince1904
Ich kann Donnerstag wegen eines privaten Termins nicht ins Stadion. Ich wäre aber auch sonst nicht gegangen. Jedes persönliche Erlebnis meiner bisherigen Lebenserfahrung zeigte, dass mehr Polizeipräsenz immer weniger Sicherheit und mehr Eskalation nach sich zog. Und leider sehr häufig, dass die Polizei dabei treibender Faktor war.
Ich kann Donnerstag wegen eines privaten Termins nicht ins Stadion. Ich wäre aber auch sonst nicht gegangen. Jedes persönliche Erlebnis meiner bisherigen Lebenserfahrung zeigte, dass mehr Polizeipräsenz immer weniger Sicherheit und mehr Eskalation nach sich zog. Und leider sehr häufig, dass die Polizei dabei treibender Faktor war.
Schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest. Bei mir ist es genau andersherum. Ohne Polizeipräsenz wäre da einige Male die Situation noch weiter eskaliert.
Vorab: ich finde es sehr angenehm, wie bei diesem durchaus kritischen Thema hier sachlich diskutiert wird - danke dafür!
Ich denke, es sind eben die "ideologische Weltanschauung" sowie individuellen Erfahrungen jedes Einzelnen von uns, die uns alle diese Maßnahmen so oder so bewerten lässt. Ich persönlich kann die Vorkehrungen für dieses eine Spiel komplett nachvollziehen. Für mich unvergessen sind die Bilder vom Auswärtsspiel von Maccabi in Amsterdam (Nov 2024) - bei dem ich mir jede zusätzliche Polizeieinheit vor Ort (insbesondere Innenstadt) sehnlichst gewünscht hätte.
Und wenn ich auch die Bevölkerung und Stadiongänger in Freiburg nicht mit der in Amsterdam vergleichen will, kann ich nicht ausschließen, dass nicht auch "bei uns" jederzeit etwas passieren kann. Hemmschwelle und Verrohung in der Gesellschaft nehmen insgesamt einfach zu - und ein Fußballspiel dieser Größenordnung bietet eben auf mehreren Ebenen die Gelegenheit für ein Attentat.
Es wäre m.E. daher fahrlässig vom Veranstalter in dieser Zeit nicht besondere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Denn sollte etwas passieren, dann ist auch klar, dass es für den Verantwortlichen des Sicherheitskonzepts an den Kragen geht.
Ich finde es gut, dass sich die aktive Szene klar und vorab artikuliert - und den Verein + Mansnchaft in Schutz nimmt. Wofür ich persönlich kein Verständnis hätte, wäre übrigens ein "Verbot für die verbliebenen Stadiongänger", sich u.a.hinter dem Tor in Block C zu stellen. Denn das wäre für ich dann doch wieder eine Art Selbstdarstellung, die sich gegen "die anderen SC-Fans" + auch den Support der Mannschaft richtet. Mal schauen, ob trotz Abwesenheit darauf bestanden wird/werden kann.
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
20.01.2026 - 22:41 Uhr
Zitat von Dannyscf
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Mir erging es beim Lesen des Statements in der Tat genauso. Ich verstehe diesen Punkt nicht, habe die Brücke zwischen Metalldetektoren und racial profiling nicht schlagen können, und wäre deshalb ebenso froh, wenn mir diesbezüglich jemand auf die Sprünge helfen kann.
Ich hatte es so verstanden, dass diese generell zur Anwendung kommen, und eben nicht selektiv. Lag ich damit daneben?
20.01.2026 - 22:43 Uhr
Zitat von SqqCF
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Das könnte man denken, dem ist aber tatsächlich nicht so. Es wurden wohl nichtmal 100 Tickets verkauft an Gästefans. In Amsterdam waren es 3000. In Stuttgart waren es übrigens noch 1500.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dannyscf am 20.01.2026 um 22:47 Uhr bearbeitet
20.01.2026 - 22:46 Uhr
Zitat von Koelner_Keller
Mir erging es beim Lesen des Statements in der Tat genauso. Ich verstehe diesen Punkt nicht, habe die Brücke zwischen Metalldetektoren und racial profiling nicht schlagen können, und wäre deshalb ebenso froh, wenn mir diesbezüglich jemand auf die Sprünge helfen kann.
Ich hatte es so verstanden, dass diese generell zur Anwendung kommen, und eben nicht selektiv. Lag ich damit daneben?
Zitat von Dannyscf
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Mir erging es beim Lesen des Statements in der Tat genauso. Ich verstehe diesen Punkt nicht, habe die Brücke zwischen Metalldetektoren und racial profiling nicht schlagen können, und wäre deshalb ebenso froh, wenn mir diesbezüglich jemand auf die Sprünge helfen kann.
Ich hatte es so verstanden, dass diese generell zur Anwendung kommen, und eben nicht selektiv. Lag ich damit daneben?
Also in den Besucherinfos die der SC unter anderem in der eigenen App veröffentlicht hat heißt es, dass die Metalldetektoren „stichprobenartig“ eingesetzt werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SCF01 am 20.01.2026 um 22:50 Uhr bearbeitet
20.01.2026 - 22:50 Uhr
Zitat von SCF01
Also in den Besucherinfos die der SC unter anderem in der eigenen App veröffentlicht hat, heißt es das die Metalldetektoren „stichprobenartig“ eingesetzt werden.
Zitat von Koelner_Keller
Mir erging es beim Lesen des Statements in der Tat genauso. Ich verstehe diesen Punkt nicht, habe die Brücke zwischen Metalldetektoren und racial profiling nicht schlagen können, und wäre deshalb ebenso froh, wenn mir diesbezüglich jemand auf die Sprünge helfen kann.
Ich hatte es so verstanden, dass diese generell zur Anwendung kommen, und eben nicht selektiv. Lag ich damit daneben?
Zitat von Dannyscf
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Nun allerdings die beste Maßnahme um das auszuschließen als Hauptgrund dafür zu nehmen verstehe ich tatsächlich nicht im Ansatz. Vielleicht denke ich hier auch falsch und mir kann das bitte jemand erläutern?
Mir erging es beim Lesen des Statements in der Tat genauso. Ich verstehe diesen Punkt nicht, habe die Brücke zwischen Metalldetektoren und racial profiling nicht schlagen können, und wäre deshalb ebenso froh, wenn mir diesbezüglich jemand auf die Sprünge helfen kann.
Ich hatte es so verstanden, dass diese generell zur Anwendung kommen, und eben nicht selektiv. Lag ich damit daneben?
Also in den Besucherinfos die der SC unter anderem in der eigenen App veröffentlicht hat, heißt es das die Metalldetektoren „stichprobenartig“ eingesetzt werden.
Ok, das erklärt dann zumindest diesen Aspekt, das wusste ich nicht.
Ich danke Dir! 👍️
20.01.2026 - 22:51 Uhr
Zitat von Dannyscf
Das könnte man denken, dem ist aber tatsächlich nicht so. Es wurden wohl nichtmal 100 Tickets verkauft an Gästefans. In Amsterdam waren es 3000. In Stuttgart waren es übrigens noch 1500.
Zitat von SqqCF
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Das könnte man denken, dem ist aber tatsächlich nicht so. Es wurden wohl nichtmal 100 Tickets verkauft an Gästefans. In Amsterdam waren es 3000. In Stuttgart waren es übrigens noch 1500.
Dafür müsste die Zahl der verkauften Tickets aber weit im voraus bekannt sein. Ist dem so? Konnte diese zahlen auf die schnelle nicht finden.
Edit: Abgesehen davon können 100 Menschen trotzdem noch ziemlichen schaden anrichten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SqqCF am 20.01.2026 um 23:00 Uhr bearbeitet
20.01.2026 - 23:11 Uhr
Zitat von SqqCF
Dafür müsste die Zahl der verkauften Tickets aber weit im voraus bekannt sein. Ist dem so? Konnte diese zahlen auf die schnelle nicht finden.
Edit: Abgesehen davon können 100 Menschen trotzdem noch ziemlichen schaden anrichten.
Zitat von Dannyscf
Das könnte man denken, dem ist aber tatsächlich nicht so. Es wurden wohl nichtmal 100 Tickets verkauft an Gästefans. In Amsterdam waren es 3000. In Stuttgart waren es übrigens noch 1500.
Zitat von SqqCF
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Ich nehme mir den Kommentar mal kurz zum Anlass eine Sache zu korrigieren. Die zusätzliche Polizeipräsenz ist nicht nur zum Schutz der Maccabi Fans oder zum verhindern eines möglichem Terroranschlag da sondern auch zum Schutz vor genau diesen Fans. Siehe auch hier den Wikipedia Eintrag zu den Ereignissen in Amsterdam.
https://en.wikipedia.org/wiki/November_2024_Amsterdam_riots
Das könnte man denken, dem ist aber tatsächlich nicht so. Es wurden wohl nichtmal 100 Tickets verkauft an Gästefans. In Amsterdam waren es 3000. In Stuttgart waren es übrigens noch 1500.
Dafür müsste die Zahl der verkauften Tickets aber weit im voraus bekannt sein. Ist dem so? Konnte diese zahlen auf die schnelle nicht finden.
Edit: Abgesehen davon können 100 Menschen trotzdem noch ziemlichen schaden anrichten.
Dass 100 Menschen auch extremen Schaden anrichten können ist absolut klar.
Die BZ hatte über die nur knapp 100 Fans berichtet, die man im Stadion erwartet.
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