Finanzierung der Hertha
12.03.2004 - 22:01 Uhr
18.03.2004 - 19:14 Uhr
>
>5 Millionen Euro pro Saison ist nicht soviel Geld, wenn man
>bedenkt was die Hertha fuer ein schoenes Stadion dafuer
>bekommt. Ausserdem ist ein plus von 64 Logen auch eine Menge
>Holz - damit kann man so eben seinen Umsatz um 5,3 Mios
>(82.500 Euro pro Loge) pro Saison steigern. Man will erst gar
>nicht ueber Business Seats, etc., etc. nachdenken. Das sollte
>sich ueber die Jahre schon auszahlen...
Solange man die Klasse hält und einigermaßen erfolgreich spielt, ist es sicherlich eine gute Einnahmequelle, die jetzt nach dem Umbau dazukommt.
>5 Millionen Euro pro Saison ist nicht soviel Geld, wenn man
>bedenkt was die Hertha fuer ein schoenes Stadion dafuer
>bekommt. Ausserdem ist ein plus von 64 Logen auch eine Menge
>Holz - damit kann man so eben seinen Umsatz um 5,3 Mios
>(82.500 Euro pro Loge) pro Saison steigern. Man will erst gar
>nicht ueber Business Seats, etc., etc. nachdenken. Das sollte
>sich ueber die Jahre schon auszahlen...
Solange man die Klasse hält und einigermaßen erfolgreich spielt, ist es sicherlich eine gute Einnahmequelle, die jetzt nach dem Umbau dazukommt.
18.03.2004 - 19:15 Uhr
@ sturmritter
du mußt aber auch bedenken, daß in der 2. liga wahrwscheinlich nicht mal 50% der logen besetzt sind und der dortige preisnachlass auch nochmal etwa 40% ausmacht.
du mußt aber auch bedenken, daß in der 2. liga wahrwscheinlich nicht mal 50% der logen besetzt sind und der dortige preisnachlass auch nochmal etwa 40% ausmacht.
18.03.2004 - 22:46 Uhr
>>Hertha BSC hatte immer darauf gedrängt, dass so viele Logen
>
>>wie möglich gebaut würden.
>
>Klingt irgendwie nach Großmannssucht.
Wäre es dir lieber, sie würden ein Wald- und Wiesenstation mit Stehplätzen haben wollen?
;-)
Das meiste Geld mit dem Stadion lässt sich nun mal durch Logen machen und daher ist es wohl verständlich, dass man soviel wie möglich davon haben will.
Ansonsten müsste man den Verantwortlichen vorwerfen, dass sie unfähig sind beim Ausschöpfen von Möglichkeiten, die sich ihnen bieten.
>
>>wie möglich gebaut würden.
>
>Klingt irgendwie nach Großmannssucht.
Wäre es dir lieber, sie würden ein Wald- und Wiesenstation mit Stehplätzen haben wollen?
;-)
Das meiste Geld mit dem Stadion lässt sich nun mal durch Logen machen und daher ist es wohl verständlich, dass man soviel wie möglich davon haben will.
Ansonsten müsste man den Verantwortlichen vorwerfen, dass sie unfähig sind beim Ausschöpfen von Möglichkeiten, die sich ihnen bieten.
19.03.2004 - 10:09 Uhr
>
>>Das meiste Geld mit dem Stadion lässt sich nun mal durch
>Logen
>>machen und daher ist es wohl verständlich, dass man soviel
>wie
>>möglich davon haben will.
>
>Interessanter Ansatz ;) Produziert man soviel wie möglich ohne
>es absetzen zu können? Betriebswirtschaftlich eher fragwürdig,
>oder? ;)
>
>Die Aufwendungen der Unternehmen für Kommunikation, Spesen
>etc. gehen konjunkturbedingt seit Jahren drastisch zurück, da
>baut man doch nicht Kapazitätsvorbehalte auf sondern plant
>realistisch, von mir aus gerne mit Sicherheitsreserve, aber
>eben nicht soviel wie möglich.
Mit "soviel wie möglich" meinte ich sicherlich nicht zig Tausend bis das Stadion damit zugepflastert ist, sondern schon wirtschaftlich sinnvoll.
Aber bei dir kam es erst so rüber, dass es überhaupt von Hertha überheblich ist, solche Logen haben zu wollen.
In Hamburg geht aus dem Text hervor, dass trotz schlechten Zeiten sämtliche 50 Logen auf Dauer ausverkauft sind.
Die werden sich sicherlich ärgern, dass sie zu wenig gebaut haben und somit eine wichtige Geldquelle nicht vollkomen ausgenutzt haben!
>>Das meiste Geld mit dem Stadion lässt sich nun mal durch
>Logen
>>machen und daher ist es wohl verständlich, dass man soviel
>wie
>>möglich davon haben will.
>
>Interessanter Ansatz ;) Produziert man soviel wie möglich ohne
>es absetzen zu können? Betriebswirtschaftlich eher fragwürdig,
>oder? ;)
>
>Die Aufwendungen der Unternehmen für Kommunikation, Spesen
>etc. gehen konjunkturbedingt seit Jahren drastisch zurück, da
>baut man doch nicht Kapazitätsvorbehalte auf sondern plant
>realistisch, von mir aus gerne mit Sicherheitsreserve, aber
>eben nicht soviel wie möglich.
Mit "soviel wie möglich" meinte ich sicherlich nicht zig Tausend bis das Stadion damit zugepflastert ist, sondern schon wirtschaftlich sinnvoll.
Aber bei dir kam es erst so rüber, dass es überhaupt von Hertha überheblich ist, solche Logen haben zu wollen.
In Hamburg geht aus dem Text hervor, dass trotz schlechten Zeiten sämtliche 50 Logen auf Dauer ausverkauft sind.
Die werden sich sicherlich ärgern, dass sie zu wenig gebaut haben und somit eine wichtige Geldquelle nicht vollkomen ausgenutzt haben!
19.03.2004 - 18:11 Uhr
>>In Hamburg geht aus dem Text hervor, dass trotz schlechten
>>Zeiten sämtliche 50 Logen auf Dauer ausverkauft sind.
>
>Wir planen 70 % mehr Logen als Hamburg ;) Und der Artikel sagt
>ja nun deutlich wieviele bislang vermietet sind...
>Na schauen wir mal ob wenigstens soviele wie in Hamburg
>vermietet werden können ;)
>
Berlin ist auch ein bisschen größer und anspruchsvoller als Hamburg.
;-)
Das Problem ist wieder einmal der mangelnde Erfolg, sobald dieser sich wieder einstellt, wird sich auch die betuchte Gesellschaft wieder im Olympiastadion blicken lassen. und die Logen können vermietet werden.
Aber deswegen kann man doch nicht danach planen, wie es wäre, wenn es schlecht läuft!
>>Zeiten sämtliche 50 Logen auf Dauer ausverkauft sind.
>
>Wir planen 70 % mehr Logen als Hamburg ;) Und der Artikel sagt
>ja nun deutlich wieviele bislang vermietet sind...
>Na schauen wir mal ob wenigstens soviele wie in Hamburg
>vermietet werden können ;)
>
Berlin ist auch ein bisschen größer und anspruchsvoller als Hamburg.
;-)
Das Problem ist wieder einmal der mangelnde Erfolg, sobald dieser sich wieder einstellt, wird sich auch die betuchte Gesellschaft wieder im Olympiastadion blicken lassen. und die Logen können vermietet werden.
Aber deswegen kann man doch nicht danach planen, wie es wäre, wenn es schlecht läuft!
19.03.2004 - 19:05 Uhr
@Sturmritter04:
Erzähl das nicht mir, sondern den Schickimickies. ;)
Ich find es auch schade, aber so ist nun mal die Realität.
Erzähl das nicht mir, sondern den Schickimickies. ;)
Ich find es auch schade, aber so ist nun mal die Realität.
27.04.2004 - 11:29 Uhr
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story674647.html
Herthas Millionen-Loch
Nicht mehr auszugeben, als einzunehmen, lautete seit Jahren die Devise bei Hertha BSC. So gelang es dem Fußball-Bundesligisten im vergangenen Jahr, trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten das Negativkapital von 16,9 auf 16,8 Millionen Euro zu reduzieren.
Doch in der aktuellen Saison wird es dem Hauptstadt-Klub nicht gelingen, die Balance zu halten. So ist abzusehen, dass es durch den unerwartet schlechten Verlauf sowohl Mindereinnahmen gibt als auch unerwartete Ausgaben. Insgesamt wird sich das Minus für 2003/04 auf vier bis fünf Millionen Euro addieren. Ursprünglich hatte Hertha mit einem Haushalt von 49,2 Mio Euro kalkuliert. Ingo Schiller, als Geschäftsführer der Hertha-Kommanditgesellschaft für die Finanzen zuständig, hatte konservativ mit einem Nicht-Europacupplatz gerechnet. Das hätte bei den von der Platzierung abhängigen TV-Geldern eine Einnahme von rund 1,8 Millionen Euro bedeutet. Nachdem Hertha aber seit Monaten im Abstiegskampf steckt, gab es bisher gerade 442 270 Euro - das macht ein Minus von etwa 1,4 Millionen.
Im Uefa-Cup hatte man auf das Erreichen der vierten Runde gehofft. Das jähe Erstrunden-Aus gegen Groclin Grodzisk (0:0, 0:1) bedeutet ein Minus von rund zwei Millionen Euro. Auch im DFB-Pokal (Aus in der dritten Hauptrunde) und im DFB-Ligapokal (Aus in Runde eins) gab es keine weiteren Zusatzeinnahmen. Ein weiterer Posten, der hinter den Erwartungen zurückblieb, sind die Zuschauer-Erlöse. Kalkuliert hatte man mit 38 000, bisher kamen im Schnitt nur 36 790 Fans - macht ein Minus von etwa 200 000 Euro.
Zudem gab es unerwartete Zusatzausgaben. Die Verpflichtung von Trainer Hans Meyer und Stürmer Giuseppe Reina im Winter bedeutet eine Belastung von zusätzlichen 1,1 Mio Euro. Ingo Schiller will die Zahlen nicht bestätigen. Ja, Hertha habe Mindereinnahmen, "aber alle Ergebnisse laufen in Übereinstimmung mit unseren Gremien und der DFL." Das Vertrauen des Verbandes erkenne man daran, dass Hertha ohne Komplikationen die Lizenz für 2004/05 erhalten habe.
Insgesamt scheint Hertha, den Klassenerhalt vorausgesetzt, mit einem blauen Auge davonzukommen. Nicht nur, dass ab 1. Juli das renovierte Olympiastadion neue Vermarktungschancen bietet: Der Konkurrenz geht es viel schlechter. So läuft beim 1. FC Kaiserslautern in dieser Serie ein Minus von zehn Millionen Euro auf; das Defizit in Dortmund wird die Grenze von 50 Millionen übersteigen.
hieß es bisher von schiller nicht immer, daß der internationale wettbewerb nicht mitgerechnet wird ? also sind doch diese 2 mio € verlust nicht anrechenbar....
was ist eigentlich mit der abfindung von stevens ? wieso ist die hier nicht aufgelistet ?
20 mio € schulden....da werden wir lange dran zu beißen haben, falls wir keine leistungsträger verscherbeln.
Herthas Millionen-Loch
Nicht mehr auszugeben, als einzunehmen, lautete seit Jahren die Devise bei Hertha BSC. So gelang es dem Fußball-Bundesligisten im vergangenen Jahr, trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten das Negativkapital von 16,9 auf 16,8 Millionen Euro zu reduzieren.
Doch in der aktuellen Saison wird es dem Hauptstadt-Klub nicht gelingen, die Balance zu halten. So ist abzusehen, dass es durch den unerwartet schlechten Verlauf sowohl Mindereinnahmen gibt als auch unerwartete Ausgaben. Insgesamt wird sich das Minus für 2003/04 auf vier bis fünf Millionen Euro addieren. Ursprünglich hatte Hertha mit einem Haushalt von 49,2 Mio Euro kalkuliert. Ingo Schiller, als Geschäftsführer der Hertha-Kommanditgesellschaft für die Finanzen zuständig, hatte konservativ mit einem Nicht-Europacupplatz gerechnet. Das hätte bei den von der Platzierung abhängigen TV-Geldern eine Einnahme von rund 1,8 Millionen Euro bedeutet. Nachdem Hertha aber seit Monaten im Abstiegskampf steckt, gab es bisher gerade 442 270 Euro - das macht ein Minus von etwa 1,4 Millionen.
Im Uefa-Cup hatte man auf das Erreichen der vierten Runde gehofft. Das jähe Erstrunden-Aus gegen Groclin Grodzisk (0:0, 0:1) bedeutet ein Minus von rund zwei Millionen Euro. Auch im DFB-Pokal (Aus in der dritten Hauptrunde) und im DFB-Ligapokal (Aus in Runde eins) gab es keine weiteren Zusatzeinnahmen. Ein weiterer Posten, der hinter den Erwartungen zurückblieb, sind die Zuschauer-Erlöse. Kalkuliert hatte man mit 38 000, bisher kamen im Schnitt nur 36 790 Fans - macht ein Minus von etwa 200 000 Euro.
Zudem gab es unerwartete Zusatzausgaben. Die Verpflichtung von Trainer Hans Meyer und Stürmer Giuseppe Reina im Winter bedeutet eine Belastung von zusätzlichen 1,1 Mio Euro. Ingo Schiller will die Zahlen nicht bestätigen. Ja, Hertha habe Mindereinnahmen, "aber alle Ergebnisse laufen in Übereinstimmung mit unseren Gremien und der DFL." Das Vertrauen des Verbandes erkenne man daran, dass Hertha ohne Komplikationen die Lizenz für 2004/05 erhalten habe.
Insgesamt scheint Hertha, den Klassenerhalt vorausgesetzt, mit einem blauen Auge davonzukommen. Nicht nur, dass ab 1. Juli das renovierte Olympiastadion neue Vermarktungschancen bietet: Der Konkurrenz geht es viel schlechter. So läuft beim 1. FC Kaiserslautern in dieser Serie ein Minus von zehn Millionen Euro auf; das Defizit in Dortmund wird die Grenze von 50 Millionen übersteigen.
hieß es bisher von schiller nicht immer, daß der internationale wettbewerb nicht mitgerechnet wird ? also sind doch diese 2 mio € verlust nicht anrechenbar....
was ist eigentlich mit der abfindung von stevens ? wieso ist die hier nicht aufgelistet ?
20 mio € schulden....da werden wir lange dran zu beißen haben, falls wir keine leistungsträger verscherbeln.
27.04.2004 - 20:12 Uhr
>Danke physsus, aber den thread hier hab ich auch gesehen, der
>passt eigentlich nicht für den MoPo-Artikel. Hier gehts um die
>Finanzierung der Hertha und in dem Artikel um die
>Oly-Betreibergesellscaft und den Senat als Bürgen.
>
>Aber mir solls egal sein.
@Pedni:
Uups, ich dachte der Artikel von Physsus und von dir wären die selben...... :o
Da hab ich mich aber böse verguckt. sorry
Ich mach mal deinen Thread wieder auf, da es ja doch was anderes ist.
Hier geht es ja um Hertha Probleme und in dem neuen Thread mehr um die Probleme, die für den Senat entstehen könnten.
>passt eigentlich nicht für den MoPo-Artikel. Hier gehts um die
>Finanzierung der Hertha und in dem Artikel um die
>Oly-Betreibergesellscaft und den Senat als Bürgen.
>
>Aber mir solls egal sein.
@Pedni:
Uups, ich dachte der Artikel von Physsus und von dir wären die selben...... :o
Da hab ich mich aber böse verguckt. sorry
Ich mach mal deinen Thread wieder auf, da es ja doch was anderes ist.
Hier geht es ja um Hertha Probleme und in dem neuen Thread mehr um die Probleme, die für den Senat entstehen könnten.
27.04.2004 - 21:13 Uhr
>Danke physsus, aber den thread hier hab ich auch gesehen, der
>passt eigentlich nicht für den MoPo-Artikel. Hier gehts um die
>Finanzierung der Hertha und in dem Artikel um die
>Oly-Betreibergesellscaft und den Senat als Bürgen.
>
>Aber mir solls egal sein.
hab mich vertan; sorry.
>passt eigentlich nicht für den MoPo-Artikel. Hier gehts um die
>Finanzierung der Hertha und in dem Artikel um die
>Oly-Betreibergesellscaft und den Senat als Bürgen.
>
>Aber mir solls egal sein.
hab mich vertan; sorry.
26.05.2004 - 23:04 Uhr
http://bz.berlin1.de/aktuell/hertha/040527/hertha.html
So zaubert Hertha 17 Mio. Schulden weg!
Schiller plant Millionen-Deal mit großer Bank
LARS WALLRODT
Berlin - Nein, wirklich rosig scheint die finanzielle Zukunft für Hertha nicht auszusehen. Weniger Fernsehgelder durch das schlechte Abschneiden in der Liga, fehlende Europapokal-Einnahmen, Altlasten aus Kirch-Krise und Stadionbau drücken den Traditions-Klub.
Doch nun bahnt sich ein spektakulärer Millionen-Deal an! Präsident Bernd Schiphorst verrät: "Natürlich werden wir nächste Saison weniger Geld zur Verfügung haben. Aber Geschäftsführer Ingo Schiller verhandelt zurzeit neue Finanzierungsmöglichkeiten mit einer großen Bank."
Neue Finanzierungsmöglichkeiten? Dahinter verbirgt sich ein raffinierter Finanzplan... Geld-Boss Schiller zur BZ: "Stimmt, ich stehe in Verhandlungen und prüfe verschiedene Modelle. Möglich wäre es, unsere 17 Mio. EUR Schulden umzuschichten, aus ihnen langfristige Verbindlichkeiten zu machen." Heißt konkret: Aktuelle Schulden drücken nicht mehr. Das Geld kann langfristig zu festgeschriebenen Raten und Zinssätzen zurückgezahlt werden. Und: Hertha hätte sofort wieder mehr Geld zur Verfügung.
BZ erfuhr: Eine portugiesische Großbank hat Interesse. Auch ein Berliner Finanzhaus ist noch im Gespräch.
Schiller: "Dieses Modell hat drei Vorteile: Erstens ist die Zinssituation günstig, Geld ist so billig wie seit 10 Jahren nicht mehr. Zweitens haben wir langfristige Planungssicherheit. Und drittens erweitert sich unser finanzieller Spielraum sofort! Man kann sagen: Wir haben noch was vor..."
Geld sofort - heißt dass, Hertha bekommt teure Superstars? Schiller entschieden: "Nein! Wir werden keine aktuellen Vorteile daraus ziehen. Darüber sollten auch alle froh sein, denn wir verprassen das Geld nicht. Wir setzen Herthas Zukunft nicht für kurzfristige Investitionen aufs Spiel!"
Was Schiller nicht sagt (aber vielleicht denkt): Andere Bundesliga-Vereine sind da auf einem ganz anderen Weg. Borussia Dortmund ging im Herbst 2000 an die Börse (für 11 EUR pro Aktie/aktuell rund 3 EUR), verzockte das Geld für teure Stars (Amoroso, Rosicky, Koller...) und steckt nun in der Schuldenfalle.
Rund 45 Mio. EUR Verluste sollen im laufenden Geschäftsjahr aufgelaufen sein - das ist fast Herthas kompletter Etat (54 Mio. EUR). Auch Schalke lieh sich vom Londoner Finanzmakler Stephen Schechter 85 Mio. EUR, holte teure Spieler wie Ailton, Bordon und Krstajic. Nachteil: In den nächsten 23 Jahren wandern nun große Teile der Zuschauer-Einnahmen nicht in die Vereinskasse, sondern in Schechters Tasche.
Fährt Hertha mit Schillers Plan besser?
So zaubert Hertha 17 Mio. Schulden weg!
Schiller plant Millionen-Deal mit großer Bank
LARS WALLRODT
Berlin - Nein, wirklich rosig scheint die finanzielle Zukunft für Hertha nicht auszusehen. Weniger Fernsehgelder durch das schlechte Abschneiden in der Liga, fehlende Europapokal-Einnahmen, Altlasten aus Kirch-Krise und Stadionbau drücken den Traditions-Klub.
Doch nun bahnt sich ein spektakulärer Millionen-Deal an! Präsident Bernd Schiphorst verrät: "Natürlich werden wir nächste Saison weniger Geld zur Verfügung haben. Aber Geschäftsführer Ingo Schiller verhandelt zurzeit neue Finanzierungsmöglichkeiten mit einer großen Bank."
Neue Finanzierungsmöglichkeiten? Dahinter verbirgt sich ein raffinierter Finanzplan... Geld-Boss Schiller zur BZ: "Stimmt, ich stehe in Verhandlungen und prüfe verschiedene Modelle. Möglich wäre es, unsere 17 Mio. EUR Schulden umzuschichten, aus ihnen langfristige Verbindlichkeiten zu machen." Heißt konkret: Aktuelle Schulden drücken nicht mehr. Das Geld kann langfristig zu festgeschriebenen Raten und Zinssätzen zurückgezahlt werden. Und: Hertha hätte sofort wieder mehr Geld zur Verfügung.
BZ erfuhr: Eine portugiesische Großbank hat Interesse. Auch ein Berliner Finanzhaus ist noch im Gespräch.
Schiller: "Dieses Modell hat drei Vorteile: Erstens ist die Zinssituation günstig, Geld ist so billig wie seit 10 Jahren nicht mehr. Zweitens haben wir langfristige Planungssicherheit. Und drittens erweitert sich unser finanzieller Spielraum sofort! Man kann sagen: Wir haben noch was vor..."
Geld sofort - heißt dass, Hertha bekommt teure Superstars? Schiller entschieden: "Nein! Wir werden keine aktuellen Vorteile daraus ziehen. Darüber sollten auch alle froh sein, denn wir verprassen das Geld nicht. Wir setzen Herthas Zukunft nicht für kurzfristige Investitionen aufs Spiel!"
Was Schiller nicht sagt (aber vielleicht denkt): Andere Bundesliga-Vereine sind da auf einem ganz anderen Weg. Borussia Dortmund ging im Herbst 2000 an die Börse (für 11 EUR pro Aktie/aktuell rund 3 EUR), verzockte das Geld für teure Stars (Amoroso, Rosicky, Koller...) und steckt nun in der Schuldenfalle.
Rund 45 Mio. EUR Verluste sollen im laufenden Geschäftsjahr aufgelaufen sein - das ist fast Herthas kompletter Etat (54 Mio. EUR). Auch Schalke lieh sich vom Londoner Finanzmakler Stephen Schechter 85 Mio. EUR, holte teure Spieler wie Ailton, Bordon und Krstajic. Nachteil: In den nächsten 23 Jahren wandern nun große Teile der Zuschauer-Einnahmen nicht in die Vereinskasse, sondern in Schechters Tasche.
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