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Fanszene Teil VII

27.01.2017 - 19:06 Uhr
Fanszene Teil VII |#191
09.04.2017 - 22:19 Uhr
Zitat von KSC75
Zitat von bene_b

Zitat von Botibot

Zitat von bene_b

Und falls es einer dieser Wuuuupser liest: IHR SEIT DRECKIGER uuuupppsss, DER BEI MEINEM KSC NICHTS ZU SUCHEN HAT uuupST EUCH grrr


Kann die Enttäuschung und die Wut verstehen. Mach trotzdem da mal ein paar Sternchen rein bitte. Muss nicht sein, dass die Enttäuschung hier ähnliche Züge annimmt, wie im Stadion.

Ich lenk Angolo solange ab.

Edit. Hehe. Dann muss ich jetzt ja auch welche reinmachen.

Seit wann macht das TM nicht mehr von alleine oops
Und jetzt kann ich es nicht mehr ändern ugly ich bekenne mich schuldig augen-zuhalten


Es wird Dir hoffentlich verziehen zwinker

Wenn nicht Gründe ich die "Sektion Transfermarktverbot" ugly
Fanszene Teil VII |#192
09.04.2017 - 22:24 Uhr
War nie wirklich weg, hab bei ka - news gesteckt!

grins grins
Fanszene Teil VII |#193
09.04.2017 - 22:27 Uhr
Zitat von Botibot
War nie wirklich weg, hab bei ka - news gesteckt!

grins grins


stark
Fanszene Teil VII |#194
09.04.2017 - 22:37 Uhr
Zitat von Botibot
War nie wirklich weg, hab bei ka - news gesteckt!

grins grins

Also Folter wär jetzt echt übertrieben grins
Fanszene Teil VII |#195
09.04.2017 - 22:50 Uhr
Auf YouTube gibt es schon Videos von dieser Hirnlosen Aktion
Fanszene Teil VII |#196
09.04.2017 - 23:05 Uhr
Ich habe immer gelesen wenn man diese Gruppierung (ich nenne Sie jetzt einfach mal Ultras) aussen vor lässt herrscht eine scheiss Stimmung im Stadion, aber ich muss sagen mir ist das wurscht auf dieses 3-4 Lieder- Gestammel pro Spiel auf dieses hirnlose assoziale Verhalten im eigenen wie in fremden Stadien kann ich einfach nur verzichten. Bin es so leid kann es auch nicht mehr mit ansehen wie sich unser Ruf durch Deutschland als Fussball-Assis breit macht. Das ist für mich wie ein Geschwür das man nun endlich los werden muss, ich erwarte wieder das Löffler mit seinen "Anhängern" kuschen und sich vor dem Pack einscheissen. Habe auch gehört das ja unser super Vorsänger Schneider kein verurteilendes Wort geäussert hätte aber passt doch ins Bild. Ja nach Regensburg die schwächste Vorstellung dieser "Fans" passt aber super zu unserer "Mannschaft" ihr passt Euch immer mehr deren Leistung an, Glückwunsch dazu....noch etwas Gimber Strafanzeige zu stellen fände ich nicht nur richtig sondern auch wichtig
Dieser Beitrag wurde zuletzt von save71 am 09.04.2017 um 23:08 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#197
09.04.2017 - 23:21 Uhr
Zitat von Botibot

...
Ich persönlich habe was Pyro angeht eine recht hohe Toleranzschwelle. Aber das war keine Pyro Aktion, das war ein Gewaltexzess. Nach Regensburg das Ärmste, was man als ksc Fan erleben musste in den letzten Jahren.
...

Jede Pyro-Aktion sollte sowieso differenziert betrachtet werden. Generell halte ich das bloße Abbrennen zwar für unnötig aber noch im vertretbaren Maße, da man es wohl noch halbwegs kontrollieren kann und niemand zu schaden kommen kann als die Person selbst. Quasi auf eigene Gefahr.

Sobald diese aber geworfen werden, kann es eigentlich keine zwei Meinungen geben, dass dies absolut zu verurteilen ist und eine Straftat darstellt. Es ist schlichtweg nicht zu kontrollieren und somit gefährlich. Das ist zutiefst asozial.

Ebenso sollten spätestens seit dem Länderspiel in Paris und dem gleichzeitigen benachbarten Terroranschlag bezüglich Böller der letzte sensiblisiert sein, dass diese nichts im Stadion zu suchen haben. Das ist ein Mindestmaß an Vernunft, den man erwarten kann.

Ich rechne mit dem nächsten Geisterspiel und damit verbundenen Einbußen der Einnahmen und einer zusätzlichen Geldstrafe... am Ende wundern sich dann gerade die Täter warum nicht so viel Geld zur Verfügung steht - WENN sie überhaupt am Verein wirklich interessiert sind...
Auf der anderen Seite sollte man dann aber auch mal die Sicherheitskontrollen hinterfragen, wie diese in Massen eingeschleust werden können ...

Zitat von usernick
Das war keine Machtdemonstration, das war eine Bankrotterklärung der Kurve, die mich mit ihrem Verhalten zuletzt schwer positiv beeindruckt hat. Echt schade.

Fand die Aktion mit "Aufgeben ist keine Option" und die verhaltene und aufmunternde Reaktion auf die unglückliche Niederlage gegen Nürnberg ebenso positiv und unerwartet, da man bei den letzten Klassenerhaltkämpfe auch schon anders erlebt hat - leider wurde heute davon wieder viel Kredit eingebüßt.

Wenn gleich ich nicht ausschließen kann, dass für diese und heute völlig unterschiedliche Fangruppierungen verantwortlich sind.
Fanszene Teil VII |#198
10.04.2017 - 01:16 Uhr
Wow, selten hatte ich im Stadion einen solchen Brechreiz verspürt. Wie die schon geschlossen vermummt einmarschiert sind...

Ich weiß auch gar nicht, was ich jetzt noch dazu schreiben soll, nachdem ich mich den ganzen Tag darüber aufgeregt hab'... Fakt ist auf jeden Fall, dass der VfB sich das Geld für die Security bei den Einlasskontrollen auch gleich hätte sparen können. Ich hatte zwei vollgepackte Hosentaschen mit verschiedensten Gegenständen... Was macht die Security? Langt einmal mit seinen Händen hin, ohne wirklich zu tasten. So angenehm es für mich in dem Moment auch war, meine Taschen nicht mühsam aus- und wieder einräumen zu müssen, so ärgerlich ist die lasche Kontrolle. Kann der KSC nach erfolgter Geldstrafe den Stuttgarter Sicherheitsdienst nicht auf Schadenersatz verklagen? Das war ja Arbeitsverweigerung, was die da gemacht haben...

Dann wundert mich das klare Meinungsbild auf tm. Die Vorfälle werden (wie auch von mir) durchgehend verurteilt. Wo sind die "Ultra-Verteidiger" auf einmal hin, wenn es brennt? Wenn ihr schon das ganze Jahr über meint, hier werde ungerechtfertigtes "Fan-Bashing" betrieben, dann steht heute und morgen euren Mann. Jetzt wo das Thema aktuell ist: Erklärt mir, wieso direkt mit Vermummung einmarschiert wird von einer größeren Gruppe? Erklärt mir, wieso unser Vorsänger inmitten von denen weiter anheizt, während die gerade unsere Farben in den Dreck ziehen? Erklärt mir, wieso die schwarz gekleidete Dame in der Bahn zu mir sagt, dass es egal sei, wenn der KSC eine Geldstrafe bekomme?

Und nein, kommt mir nicht mit Totschlagargumenten wie "aber die machen doch erst die Stimmung, wegen denen kommt ihr doch überhaupt erst ins Stadion" oder "aber der DFB/die DFL hat doch die Gespräche abgeblockt in Sachen kontrolliertes Abbrennen". Klar kann man die Haltung des Verbands oder der Liga kritisch sehen. Klar ist es scheinheilig, wenn die selben Kommentatoren von "asozialen sogenannten Fußballfans" sprechen, die vor zehn Jahren dasselbe noch als "südländischen Flair" betitelt hatten. Aber das rechtfertigt jetzt genau was?

NICHTS!!!

Hier wurde nicht einfach aus der Emotion heraus ein bisschen gezündelt. Hier lief ein Mob in nicht zu verachtender Personenstärke geschlossen mit derselben optisch abgestimmten Vermummung ein und hatte eine erhebliche Menge Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt.

DAS WAR VON LANGER HAND SO GEPLANT!!!

Weil wir ja eh absteigen und in naher Zukunft nicht mehr gegen die Schwaben spielen werden. Dann kann man ja nochmal so richtig auf die Kacke hauen, wa? Wann ergibt sich das nächste Mal wieder die Chance? Und genau diese Denke (dass das die Denke ist unterstelle ich jetzt einfach mal) beweist, dass diesen Leuten ihre Selbstbeweihräucherung wenn's hart auf hart kommt einfach wichtiger ist als der Verein! Ich will mal sehen, mit welchen Argumenten man sich rechtfertigt, wenn wir für die nächste Saison einen Punktabzug bekommen und wegen diesem Punktabzug letztlich nicht wieder aufsteigen. Oder wenn wie von einem Vorposter schon in den Raum geworfen Pilarsky sich nach den erneuten Vorfällen vom KSC distanziert und unsere Finanzlöcher nicht stopft, was die Insolvenz zur Folge hätte. Oder wenn Kempe oder Gimber seine Karriere sofort beenden muss, weil er die Böller in die Augen bekommen hat und erblindet ist. Wobei die Karriere dann wahrscheinlich sein geringstes Problem wäre...

Ich hab' mich heute btw mit einem netten 80-jährigen unterhalten, der seit frühester Kindheit mit seinem Vater zum KSC ist. Der hat mir von der Stimmung früher berichtet. Es ist ein absoluter Mythos, dass erst mit dem Aufkommen der Ultra-Bewegung Stimmung in den Stadien gemacht worden ist. Haben mir schon zig Augenzeugen so geschildert! Damit fällt das wichtigste Argument der "Ultra-Versteher" schonmal weg. Wenngleich das Argument per se schon - gelinde gesagt - dämlich ist, weil im Selbstverständnis eines normal denkenden Menschen die körperliche Unversehrtheit der Stadionbesucher wichtiger sein sollte als irgendeine "Stimmung". Man kann ja mal Unbeteiligte fragen, die zwischen die Fronten geraten sind, wie deren Stimmung nach dem Spiel so war. Z.B. das kleine Mädchen im angrenzenden Stuttgarter Block, das bei Hattrick gezeigt worden ist (wobei ich bei solch einem Spiel niemals ein Kind zum angrenzenden Block mitnehmen würde. Was wiederum auch traurig ist, dass man als Familienvater solche Überlegungen anstellen muss).

Schaut mal den Mannschaftsbus mit dem wandelnden KSC-Lexikon Heiko Räther. Der schildert, wie es früher keinen Blockzwang gab und die Väter mit ihren Söhnen nebeneinander das Spiel geschaut haben - ein Kind mit KSC-, das andere mit VfB-Fähnchen. Dann auf einmal fing es an, dass die Leute sich geprügelt haben und er weiß bis heute eigentlich nicht wieso. Es gab also eine Zeit, in der Fußball-Tradition ohne diese ganzen Nebengeräusche gelebt worden ist und die Ultras können nicht von sich behaupten, dass sie mit ihrer radikalen Auslebung des Fanseins den heiligen Gral der Fußballtraditionen hüten. Ironischerweise scheinen diese "Ausschreitungen" in der heutigen Zeit des modernen, kommerzialisierten Fußballs häufiger vorzukommen als zu der Zeit, in der einfach nur ehrlicher Fußball gespielt wurde. Also welche Tradition leben die Ultras dann? Trotzdem wurde mir in Diskussionen mit solchen Leuten das ein oder andere Mal vorgeworfen, ein Verfechter des modernen Fußballs zu sein. Obwohl die meine Standpunkte zum modernen Fußball gar nicht kennen, speziell meine Abneigung gegen das Kraichgau-Franchise. Entweder es handelt sich hier um kollektiven Realitätsverlust der "Randalefreunde" oder um absichtliche Verdrehung der Tatsachen.

Ein anderer Punkt, der gerne verwendet wird, um Ultras zu verteidigen, sind ungerechtfertigte Vorgehensweisen seitens der Polizei. Klar gibt es die, klar gibt es auch schwarze Schafe unter den Beamten. Vor ein paar Jahren gab es doch mal einen Skandal auf Schalke, der glücklicherweise in den Medien sogar thematisiert worden ist. Aber auch das rechtfertigt nichts und steht in keinem Verhältnis zu den häufigen Verfehlungen der "Problemfans". Wenn ihr mich fragt, war die Polizei heute zu lasch. Eine Gruppe von ca. 100 Personen war durchgehend vermummt. Die Polizisten hätten aufgrund des Vermummungsverbots das Recht gehabt, diese Leute aus dem Block zu holen. Unter den Vermummten findest du auch keine Unbeteiligte und wenn sich Unvermummte dann mit denen solidarisiert hätten, hätte man die eben mit aus dem Block ziehen müssen. Da hätte es mMn keine Unbeteiligten getroffen, wenn die Beamten so vorgegangen wären.

Auf persönlicher Ebene ist es total traurig, dass ich heute erstmals seit Beginn meines Fandaseins (hab' immerhin auch schon seit fast 10 Jahren 'ne Dauerkarte) mit dem Gedanken gespielt habe, das Supporten einzustellen. Sicherlich kann guter Support das Team positiv beeinflussen (wobei das viele mMn überschätzen), aber ich empfinde mittlerweile einen dermaßen ausgeprägten Ekel, die Lieder VON diesen Leuten MIT diesen Leuten und auch AUF KOMMANDO von diesen Leuten zu singen. Gesänge, die die Ultras glorifizieren, habe ich schon lange boykottiert. Jetzt fallen wohl noch ein paar mehr weg und ich tendiere dazu, mich auf spielbezogene Anfeuerungsrufe zu begrenzen...

So, wurde jetzt etwas lang (sorry dafür), ich könnte sogar noch wesentlich mehr schreiben, aber ich glaube ich konnte einigermaßen zum Ausdruck bringen, was mir im Laufe des heutigen Tages durch den Kopf ging...

•     •     •

Post #1894 am 29.01.2017 um 10:13 Uhr
DISKUSSION ZU DEN TRANSFERGERÜCHTEN - WINTER 2016/2017 |#441

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Moetee am 10.04.2017 um 01:43 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#199
10.04.2017 - 02:00 Uhr
Zitat von Moetee
Wow, selten hatte ich im Stadion einen solchen Brechreiz verspürt. Wie die schon geschlossen vermummt einmarschiert sind...

Ich weiß auch gar nicht, was ich jetzt noch dazu schreiben soll, nachdem ich mich den ganzen Tag darüber aufgeregt hab'... Fakt ist auf jeden Fall, dass der VfB sich das Geld für die Security bei den Einlasskontrollen auch gleich hätte sparen können. Ich hatte zwei vollgepackte Hosentaschen mit verschiedensten Gegenständen... Was macht die Security? Langt einmal mit seinen Händen hin, ohne wirklich zu tasten. So angenehm es für mich in dem Moment auch war, meine Taschen nicht mühsam aus- und wieder einräumen zu müssen, so ärgerlich ist die lasche Kontrolle. Kann der KSC nach erfolgter Geldstrafe den Stuttgarter Sicherheitsdienst nicht auf Schadenersatz verklagen? Das war ja Arbeitsverweigerung, was die da gemacht haben...

Dann wundert mich das klare Meinungsbild auf tm. Die Vorfälle werden (wie auch von mir) durchgehend verurteilt. Wo sind die "Ultra-Verteidiger" auf einmal hin, wenn es brennt? Wenn ihr schon das ganze Jahr über meint, hier werde ungerechtfertigtes "Fan-Bashing" betrieben, dann steht heute und morgen euren Mann. Jetzt wo das Thema aktuell ist: Erklärt mir, wieso direkt mit Vermummung einmarschiert wird von einer größeren Gruppe? Erklärt mir, wieso unser Vorsänger inmitten von denen weiter anheizt, während die gerade unsere Farben in den Dreck ziehen? Erklärt mir, wieso die schwarz gekleidete Dame in der Bahn zu mir sagt, dass es egal sei, wenn der KSC eine Geldstrafe bekomme?

Und nein, kommt mir nicht mit Totschlagargumenten wie "aber die machen doch erst die Stimmung, wegen denen kommt ihr doch überhaupt erst ins Stadion" oder "aber der DFB/die DFL hat doch die Gespräche abgeblockt in Sachen kontrolliertes Abbrennen". Klar kann man die Haltung des Verbands oder der Liga kritisch sehen. Klar ist es scheinheilig, wenn die selben Kommentatoren von "asozialen sogenannten Fußballfans" sprechen, die vor zehn Jahren dasselbe noch als "südländischen Flair" betitelt hatten. Aber das rechtfertigt jetzt genau was?

NICHTS!!!

Hier wurde nicht einfach aus der Emotion heraus ein bisschen gezündelt. Hier lief ein Mob in nicht zu verachtender Personenstärke geschlossen mit derselben optisch abgestimmten Vermummung ein und hatte eine erhebliche Menge Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt.

DAS WAR VON LANGER HAND SO GEPLANT!!!

Weil wir ja eh absteigen und in naher Zukunft nicht mehr gegen die Schwaben spielen werden. Dann kann man ja nochmal so richtig auf die Kacke hauen, wa? Wann ergibt sich das nächste Mal wieder die Chance? Und genau diese Denke (dass das die Denke ist unterstelle ich jetzt einfach mal) beweist, dass diesen Leuten ihre Selbstbeweihräucherung wenn's hart auf hart kommt einfach wichtiger ist als der Verein! Ich will mal sehen, mit welchen Argumenten man sich rechtfertigt, wenn wir für die nächste Saison einen Punktabzug bekommen und wegen diesem Punktabzug letztlich nicht wieder aufsteigen. Oder wenn wie von einem Vorposter schon in den Raum geworfen Pilarsky sich nach den erneuten Vorfällen vom KSC distanziert und unsere Finanzlöcher nicht stopft, was die Insolvenz zur Folge hätte. Oder wenn Kempe oder Gimber seine Karriere sofort beenden muss, weil er die Böller in die Augen bekommen hat und erblindet ist. Wobei die Karriere dann wahrscheinlich sein geringstes Problem wäre...

Ich hab' mich heute btw mit einem netten 80-jährigen unterhalten, der seit frühester Kindheit mit seinem Vater zum KSC ist. Der hat mir von der Stimmung früher berichtet. Es ist ein absoluter Mythos, dass erst mit dem Aufkommen der Ultra-Bewegung Stimmung in den Stadien gemacht worden ist. Haben mir schon zig Augenzeugen so geschildert! Damit fällt das wichtigste Argument der "Ultra-Versteher" schonmal weg. Wenngleich das Argument per se schon - gelinde gesagt - dämlich ist, weil im Selbstverständnis eines normal denkenden Menschen die körperliche Unversehrtheit der Stadionbesucher wichtiger sein sollte als irgendeine "Stimmung". Man kann ja mal Unbeteiligte fragen, die zwischen die Fronten geraten sind, wie deren Stimmung nach dem Spiel so war. Z.B. das kleine Mädchen im angrenzenden Stuttgarter Block, das bei Hattrick gezeigt worden ist (wobei ich bei solch einem Spiel niemals ein Kind zum angrenzenden Block mitnehmen würde. Was wiederum auch traurig ist, dass man als Familienvater solche Überlegungen anstellen muss).

Schaut mal den Mannschaftsbus mit dem wandelnden KSC-Lexikon Heiko Räther. Der schildert, wie es früher keinen Blockzwang gab und die Väter mit ihren Söhnen nebeneinander das Spiel geschaut haben - ein Kind mit KSC-, das andere mit VfB-Fähnchen. Dann auf einmal fing es an, dass die Leute sich geprügelt haben und er weiß bis heute eigentlich nicht wieso. Es gab also eine Zeit, in der Fußball-Tradition ohne diese ganzen Nebengeräusche gelebt worden ist und die Ultras können nicht von sich behaupten, dass sie mit ihrer radikalen Auslebung des Fanseins den heiligen Gral der Fußballtraditionen hüten. Ironischerweise scheinen diese "Ausschreitungen" in der heutigen Zeit des modernen, kommerzialisierten Fußballs häufiger vorzukommen als zu der Zeit, in der einfach nur ehrlicher Fußball gespielt wurde. Also welche Tradition leben die Ultras dann? Trotzdem wurde mir in Diskussionen mit solchen Leuten das ein oder andere Mal vorgeworfen, ein Verfechter des modernen Fußballs zu sein. Obwohl die meine Standpunkte zum modernen Fußball gar nicht kennen, speziell meine Abneigung gegen das Kraichgau-Franchise. Entweder es handelt sich hier um kollektiven Realitätsverlust der "Randalefreunde" oder um absichtliche Verdrehung der Tatsachen.

Ein anderer Punkt, der gerne verwendet wird, um Ultras zu verteidigen, sind ungerechtfertigte Vorgehensweisen seitens der Polizei. Klar gibt es die, klar gibt es auch schwarze Schafe unter den Beamten. Vor ein paar Jahren gab es doch mal einen Skandal auf Schalke, der glücklicherweise in den Medien sogar thematisiert worden ist. Aber auch das rechtfertigt nichts und steht in keinem Verhältnis zu den häufigen Verfehlungen der "Problemfans". Wenn ihr mich fragt, war die Polizei heute zu lasch. Eine Gruppe von ca. 100 Personen war durchgehend vermummt. Die Polizisten hätten aufgrund des Vermummungsverbots das Recht gehabt, diese Leute aus dem Block zu holen. Unter den Vermummten findest du auch keine Unbeteiligte und wenn sich Unvermummte dann mit denen solidarisiert hätten, hätte man die eben mit aus dem Block ziehen müssen. Da hätte es mMn keine Unbeteiligten getroffen, wenn die Beamten so vorgegangen wären.

Auf persönlicher Ebene ist es total traurig, dass ich heute erstmals seit Beginn meines Fandaseins (hab' immerhin auch schon seit fast 10 Jahren 'ne Dauerkarte) mit dem Gedanken gespielt habe, das Supporten einzustellen. Sicherlich kann guter Support das Team positiv beeinflussen (wobei das viele mMn überschätzen), aber ich empfinde mittlerweile einen dermaßen ausgeprägten Ekel, die Lieder VON diesen Leuten MIT diesen Leuten und auch AUF KOMMANDO von diesen Leuten zu singen. Gesänge, die die Ultras glorifizieren, habe ich schon lange boykottiert. Jetzt fallen wohl noch ein paar mehr weg und ich tendiere dazu, mich auf spielbezogene Anfeuerungsrufe zu begrenzen...

So, wurde jetzt etwas lang (sorry dafür), ich könnte sogar noch wesentlich mehr schreiben, aber ich glaube ich konnte einigermaßen zum Ausdruck bringen, was mir im Laufe des heutigen Tages durch den Kopf ging...


Applaus, Applaus!
Ich habe lange nicht mehr so einen guten Beitrag lesen dürfen daumen-hoch
Fanszene Teil VII |#200
10.04.2017 - 07:27 Uhr
Zitat von KSC75
Zitat von Moetee

Wow, selten hatte ich im Stadion einen solchen Brechreiz verspürt. Wie die schon geschlossen vermummt einmarschiert sind...

Ich weiß auch gar nicht, was ich jetzt noch dazu schreiben soll, nachdem ich mich den ganzen Tag darüber aufgeregt hab'... Fakt ist auf jeden Fall, dass der VfB sich das Geld für die Security bei den Einlasskontrollen auch gleich hätte sparen können. Ich hatte zwei vollgepackte Hosentaschen mit verschiedensten Gegenständen... Was macht die Security? Langt einmal mit seinen Händen hin, ohne wirklich zu tasten. So angenehm es für mich in dem Moment auch war, meine Taschen nicht mühsam aus- und wieder einräumen zu müssen, so ärgerlich ist die lasche Kontrolle. Kann der KSC nach erfolgter Geldstrafe den Stuttgarter Sicherheitsdienst nicht auf Schadenersatz verklagen? Das war ja Arbeitsverweigerung, was die da gemacht haben...

Dann wundert mich das klare Meinungsbild auf tm. Die Vorfälle werden (wie auch von mir) durchgehend verurteilt. Wo sind die "Ultra-Verteidiger" auf einmal hin, wenn es brennt? Wenn ihr schon das ganze Jahr über meint, hier werde ungerechtfertigtes "Fan-Bashing" betrieben, dann steht heute und morgen euren Mann. Jetzt wo das Thema aktuell ist: Erklärt mir, wieso direkt mit Vermummung einmarschiert wird von einer größeren Gruppe? Erklärt mir, wieso unser Vorsänger inmitten von denen weiter anheizt, während die gerade unsere Farben in den Dreck ziehen? Erklärt mir, wieso die schwarz gekleidete Dame in der Bahn zu mir sagt, dass es egal sei, wenn der KSC eine Geldstrafe bekomme?

Und nein, kommt mir nicht mit Totschlagargumenten wie "aber die machen doch erst die Stimmung, wegen denen kommt ihr doch überhaupt erst ins Stadion" oder "aber der DFB/die DFL hat doch die Gespräche abgeblockt in Sachen kontrolliertes Abbrennen". Klar kann man die Haltung des Verbands oder der Liga kritisch sehen. Klar ist es scheinheilig, wenn die selben Kommentatoren von "asozialen sogenannten Fußballfans" sprechen, die vor zehn Jahren dasselbe noch als "südländischen Flair" betitelt hatten. Aber das rechtfertigt jetzt genau was?

NICHTS!!!

Hier wurde nicht einfach aus der Emotion heraus ein bisschen gezündelt. Hier lief ein Mob in nicht zu verachtender Personenstärke geschlossen mit derselben optisch abgestimmten Vermummung ein und hatte eine erhebliche Menge Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt.

DAS WAR VON LANGER HAND SO GEPLANT!!!

Weil wir ja eh absteigen und in naher Zukunft nicht mehr gegen die Schwaben spielen werden. Dann kann man ja nochmal so richtig auf die Kacke hauen, wa? Wann ergibt sich das nächste Mal wieder die Chance? Und genau diese Denke (dass das die Denke ist unterstelle ich jetzt einfach mal) beweist, dass diesen Leuten ihre Selbstbeweihräucherung wenn's hart auf hart kommt einfach wichtiger ist als der Verein! Ich will mal sehen, mit welchen Argumenten man sich rechtfertigt, wenn wir für die nächste Saison einen Punktabzug bekommen und wegen diesem Punktabzug letztlich nicht wieder aufsteigen. Oder wenn wie von einem Vorposter schon in den Raum geworfen Pilarsky sich nach den erneuten Vorfällen vom KSC distanziert und unsere Finanzlöcher nicht stopft, was die Insolvenz zur Folge hätte. Oder wenn Kempe oder Gimber seine Karriere sofort beenden muss, weil er die Böller in die Augen bekommen hat und erblindet ist. Wobei die Karriere dann wahrscheinlich sein geringstes Problem wäre...

Ich hab' mich heute btw mit einem netten 80-jährigen unterhalten, der seit frühester Kindheit mit seinem Vater zum KSC ist. Der hat mir von der Stimmung früher berichtet. Es ist ein absoluter Mythos, dass erst mit dem Aufkommen der Ultra-Bewegung Stimmung in den Stadien gemacht worden ist. Haben mir schon zig Augenzeugen so geschildert! Damit fällt das wichtigste Argument der "Ultra-Versteher" schonmal weg. Wenngleich das Argument per se schon - gelinde gesagt - dämlich ist, weil im Selbstverständnis eines normal denkenden Menschen die körperliche Unversehrtheit der Stadionbesucher wichtiger sein sollte als irgendeine "Stimmung". Man kann ja mal Unbeteiligte fragen, die zwischen die Fronten geraten sind, wie deren Stimmung nach dem Spiel so war. Z.B. das kleine Mädchen im angrenzenden Stuttgarter Block, das bei Hattrick gezeigt worden ist (wobei ich bei solch einem Spiel niemals ein Kind zum angrenzenden Block mitnehmen würde. Was wiederum auch traurig ist, dass man als Familienvater solche Überlegungen anstellen muss).

Schaut mal den Mannschaftsbus mit dem wandelnden KSC-Lexikon Heiko Räther. Der schildert, wie es früher keinen Blockzwang gab und die Väter mit ihren Söhnen nebeneinander das Spiel geschaut haben - ein Kind mit KSC-, das andere mit VfB-Fähnchen. Dann auf einmal fing es an, dass die Leute sich geprügelt haben und er weiß bis heute eigentlich nicht wieso. Es gab also eine Zeit, in der Fußball-Tradition ohne diese ganzen Nebengeräusche gelebt worden ist und die Ultras können nicht von sich behaupten, dass sie mit ihrer radikalen Auslebung des Fanseins den heiligen Gral der Fußballtraditionen hüten. Ironischerweise scheinen diese "Ausschreitungen" in der heutigen Zeit des modernen, kommerzialisierten Fußballs häufiger vorzukommen als zu der Zeit, in der einfach nur ehrlicher Fußball gespielt wurde. Also welche Tradition leben die Ultras dann? Trotzdem wurde mir in Diskussionen mit solchen Leuten das ein oder andere Mal vorgeworfen, ein Verfechter des modernen Fußballs zu sein. Obwohl die meine Standpunkte zum modernen Fußball gar nicht kennen, speziell meine Abneigung gegen das Kraichgau-Franchise. Entweder es handelt sich hier um kollektiven Realitätsverlust der "Randalefreunde" oder um absichtliche Verdrehung der Tatsachen.

Ein anderer Punkt, der gerne verwendet wird, um Ultras zu verteidigen, sind ungerechtfertigte Vorgehensweisen seitens der Polizei. Klar gibt es die, klar gibt es auch schwarze Schafe unter den Beamten. Vor ein paar Jahren gab es doch mal einen Skandal auf Schalke, der glücklicherweise in den Medien sogar thematisiert worden ist. Aber auch das rechtfertigt nichts und steht in keinem Verhältnis zu den häufigen Verfehlungen der "Problemfans". Wenn ihr mich fragt, war die Polizei heute zu lasch. Eine Gruppe von ca. 100 Personen war durchgehend vermummt. Die Polizisten hätten aufgrund des Vermummungsverbots das Recht gehabt, diese Leute aus dem Block zu holen. Unter den Vermummten findest du auch keine Unbeteiligte und wenn sich Unvermummte dann mit denen solidarisiert hätten, hätte man die eben mit aus dem Block ziehen müssen. Da hätte es mMn keine Unbeteiligten getroffen, wenn die Beamten so vorgegangen wären.

Auf persönlicher Ebene ist es total traurig, dass ich heute erstmals seit Beginn meines Fandaseins (hab' immerhin auch schon seit fast 10 Jahren 'ne Dauerkarte) mit dem Gedanken gespielt habe, das Supporten einzustellen. Sicherlich kann guter Support das Team positiv beeinflussen (wobei das viele mMn überschätzen), aber ich empfinde mittlerweile einen dermaßen ausgeprägten Ekel, die Lieder VON diesen Leuten MIT diesen Leuten und auch AUF KOMMANDO von diesen Leuten zu singen. Gesänge, die die Ultras glorifizieren, habe ich schon lange boykottiert. Jetzt fallen wohl noch ein paar mehr weg und ich tendiere dazu, mich auf spielbezogene Anfeuerungsrufe zu begrenzen...

So, wurde jetzt etwas lang (sorry dafür), ich könnte sogar noch wesentlich mehr schreiben, aber ich glaube ich konnte einigermaßen zum Ausdruck bringen, was mir im Laufe des heutigen Tages durch den Kopf ging...


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