Fabian Drescher [Präsident]
20.01.2024 - 07:29 Uhr
28.11.2024 - 21:50 Uhr
Zitat von -I892-
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Zumindest hat er auf der MV selbst sehr oberflächlich zugegeben, Fehler gemacht zu haben in der Zeit und dass er einige Dinge heute anders machen würde. Leider absolut ohne auch nur ein Detail zu nennen.
28.11.2024 - 22:44 Uhr
Zitat von bschuss
Zumindest hat er auf der MV selbst sehr oberflächlich zugegeben, Fehler gemacht zu haben in der Zeit und dass er einige Dinge heute anders machen würde. Leider absolut ohne auch nur ein Detail zu nennen.
Zitat von -I892-
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Zumindest hat er auf der MV selbst sehr oberflächlich zugegeben, Fehler gemacht zu haben in der Zeit und dass er einige Dinge heute anders machen würde. Leider absolut ohne auch nur ein Detail zu nennen.
Nach meinem subjektiven Eindruck ist er nicht sonderlich standhaft, eher Typ Fähnchen im Wind.
Aber wie gesagt: subjektiver Eindruck!
29.11.2024 - 17:30 Uhr
Zitat von bschuss
Zumindest hat er auf der MV selbst sehr oberflächlich zugegeben, Fehler gemacht zu haben in der Zeit und dass er einige Dinge heute anders machen würde. Leider absolut ohne auch nur ein Detail zu nennen.
Zitat von -I892-
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Warum wird eigentlich suggeriert Fabian Drescher hätte sich weggeduckt, hat er sich dahingehend mal geäußert oder sein Handeln auf äußere Umstände geschoben ?
Zumindest hat er auf der MV selbst sehr oberflächlich zugegeben, Fehler gemacht zu haben in der Zeit und dass er einige Dinge heute anders machen würde. Leider absolut ohne auch nur ein Detail zu nennen.
In der Zeit danach kann er die Causa Bobic wohl mit auf die Liste nehmen. Lt. Mitteilung von Hertha hat Fabian Drescher am 28.1.2023 für seine Entlassung gestimmt. Als Arbeitsrechtler. Ohne Gegenwart von Gegenbauer. Zitat von seiner Homepage:
"Ich stehe Ihnen in folgenden arbeitsrechtlichen Bereichen zur Seite:
...
Kündigung
.."
05.01.2025 - 13:27 Uhr
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
05.01.2025 - 14:15 Uhr
Zitat von Gruenschnabel
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Manchmal hab ich das Gefühl, unsere Verantwortlichen leben in einer Parallelrealität mit alternativen Fakten und einer Wahrnehmung, die zu ihren Wünschen passt.
05.01.2025 - 15:00 Uhr
Zitat von KnuckleBust
Manchmal hab ich das Gefühl, unsere Verantwortlichen leben in einer Parallelrealität mit alternativen Fakten und einer Wahrnehmung, die zu ihren Wünschen passt.
Zitat von Gruenschnabel
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Manchmal hab ich das Gefühl, unsere Verantwortlichen leben in einer Parallelrealität mit alternativen Fakten und einer Wahrnehmung, die zu ihren Wünschen passt.
Die halten, meiner Meinung nach, den Ball möglichst flach und positiv um möglichst lange ihre persönlichen Interessen am Leben zu halten.
Der auch von mir ungeliebte Ingmar Pering hatte wenigstens den ***** in der Hose, sich zu verabschieden. Rückwirkend betrachtet nehme ich das heute ein Stück weit anders war als seinerzeit. Aber bitte nagelt mich jetzt nicht als Fan von ihm fest!
05.01.2025 - 15:57 Uhr
Zitat von KnuckleBust
Manchmal hab ich das Gefühl, unsere Verantwortlichen leben in einer Parallelrealität mit alternativen Fakten und einer Wahrnehmung, die zu ihren Wünschen passt.
Zitat von Gruenschnabel
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter …
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter …
Manchmal hab ich das Gefühl, unsere Verantwortlichen leben in einer Parallelrealität mit alternativen Fakten und einer Wahrnehmung, die zu ihren Wünschen passt.
Was noch größere Sorge machen sollte: Er hat offensichtlich keine Ahnung was ein Raketenwissenschaftler macht.
Im weiteren vergleicht man sich mit Elversberg. Das fällt so nicht jedem Herthaner ein.
05.01.2025 - 16:09 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Präsident Fabian Drescher im Interview: „Hertha BSC macht es sich nicht in der Zweiten Liga gemütlich“
Seit November ist Fabian Drescher gewählter Präsident von Hertha BSC. Im Interview spricht er über sein neues Amt, seine Ambitionen und einen besonderen Schal, den er bei den Spielen trägt.
Seit November ist Fabian Drescher gewählter Präsident von Hertha BSC. Im Interview spricht er über sein neues Amt, seine Ambitionen und einen besonderen Schal, den er bei den Spielen trägt.
Zitat von Gruenschnabel
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ich ergänze aus dem Artikel, da ist ja genug "Sprengstoff" drinnen..... Von Stefan Hermanns &Sebastian Schlichting stellen(endlich?!?) die richtigen Fragen......
Zitat von tagesspiegel.de
(....)
Müsste man das Thema Aufstieg nicht gerade deshalb deutlich offensiver angehen?
Nein. Auch wenn die sportlichen Ziele gemeinsam mit der sportlichen Leitung vorgegeben werden: Ich als Präsident bin ganz klar dagegen, jetzt offensiv zu sagen: Das Ziel müssen die ersten drei Plätze sein.
Weshalb?
Weil das ein Rückfall in die alten Zeiten wäre. Weil dann alle sagen: „Ihr steht nach der Hinrunde auf Platz zwölf und redet vom Aufstieg …“ Und weil uns wieder der frühere Hertha-Größenwahn unterstellt werden würde.
Natürlich ist in dieser Liga nach oben noch was möglich. Aber das sagen die elf Vereine, die vor uns stehen, auch. Wir müssen realistisch sein. Wenn es jetzt nicht klappen sollte, dann ist es eben nächstes Jahr so weit.
Ist das nicht ein bisschen zu ambitionslos?
Offensichtlich ist der Grat zwischen Ambitionslosigkeit und Größenwahn ein ganz, ganz schmaler. Wir sind nicht ambitionslos. Der Sport ist es definitiv nicht. Weder die sportliche Leitung noch der Trainer noch die Mannschaft. Von denen will keiner auf Platz zwölf stehen.
Wir wollen weiter oben angreifen und es uns in der Zweiten Liga ganz sicher nicht gemütlich machen. Aber wir müssen auch auf unsere finanziellen Mittel schauen. Darauf, wo wir in der Tabelle stehen und wie wir in der Hinrunde performt haben.
(....)
Alle, die ins Präsidium gewählt worden sind, sagen: Wir wollen lieber behutsam und nachhaltig wachsen, um als gewachsener Verein in die Bundesliga aufzusteigen und nicht zu einer Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Wir haben schon vor der Wahl um Geduld geworben, und die Wahlergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Mitglieder diesen Weg mitgeht. Realismus und Geduld sind durchaus vorhanden. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft alles gibt. Wenn das auf dem Platz zu sehen ist, dann wird auch einiges verziehen, sollte es nicht reichen.
Aber wenn die kolportierten Zahlen stimmen, dass Hertha den zweithöchsten Etat der Zweiten Liga hat, muss der Aufstieg dann nicht alternativlos sein?
Den Begriff alternativlos würde ich am liebsten generell aus dem Sprachgebrauch streichen. Alternativlos ist überhaupt nichts. Aber ja: Hertha BSC gehört in die Bundesliga. Wir sind ein Traditionsverein. Wir sind einer der größten Vereine in Deutschland. Ein Verein, der stetig wächst. Aktuell steuern wir auf das 60.000. Mitglied zu. Die Leute identifizieren sich mit diesem Verein und fühlen sich uns verbunden.
Deswegen sind wir es unseren Mitgliedern und Fans schuldig, auch sportlich das Bestmögliche im Rahmen unserer Ziele zu erreichen. Aber andere Vereine in der Zweiten Liga sagen auch von sich, dass sie in die Bundesliga gehören. Und die drehen jetzt teilweise schon die siebte Runde. So lange möchte ich nicht brauchen.
(....)
Elversberg und Paderborn haben vor der Saison wichtige Spieler verloren. Heißt das, dass auch Hertha aus dem aktuellen Kader wichtige Spieler verlieren würde?
Hertha BSC ist ein Ausbildungsverein. Wir wollen möglichst viele Talente aus der Akademie in den Profibereich ziehen. Und wir freuen uns, wenn sie bei uns ihre ersten Schritte im Profifußball machen oder langfristig bei uns bleiben.
Aber letztlich werden wir auch künftig auf Transfereinnahmen angewiesen sein, wenn wir uns nicht den nächsten großen Investor an Bord holen. Aber das will, so glaube ich, keiner.
(....)
Theoretisch könnte Hertha selbst aktiv nach einem Investor suchen, der die Anteile von 777 Partners übernimmt.
Dazu kann und will ich mich aktuell nicht äußern.
Zurück zum Sportlichen. Nach der enttäuschenden Hinrunde gab es unter den Fans schon Diskussionen, ob Cristian Fiél noch der richtige Trainer ist. Wie haben Sie diese Diskussion wahrgenommen?
Das kommt auf die Perspektive an. Aus reiner Fansicht, also so, wie ich selbst es früher gesehen habe, verstehe ich jeden Unmut. Als Fan suchst du nach der schnellen und einfachen Lösung. Die Frage ist nur, ob das überhaupt eine Lösung ist.
Denn wenn du siehst, wie der Trainer arbeitet, wenn du unsere Möglichkeiten kennst und unsere sportliche Ausrichtung, dann sage ich: Lasst uns in Ruhe arbeiten. Gebt der sportlichen Leitung, gebt der Mannschaft und gebt dem Trainer diese Chance!
Kritik gab es auch an der Entscheidung, die Verträge von Sportdirektor Benjamin Weber und Andreas „Zecke“ Neuendorf, dem Leiter Lizenzspielerabteilung und Akademie, zu verlängern. Bei der Mitgliederversammlung haben Sie gesagt, dass diese Entscheidung schon im Sommer gefallen sei. Sind Sie immer noch überzeugt, dass dies das richtige Signal war?
Eindeutig. Daran hat sich nichts geändert. Nicht bis zur Verkündung im November. Und auch nicht bis heute. Wir sind der festen Überzeugung, dass es richtig ist, den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit beiden auf diesen Positionen fortzusetzen.
(....)
Wir haben eine Mannschaft auf dem Platz, die absolut konkurrenzfähig ist. Von der Sie ja sogar sagen, dass sie um den Aufstieg spielen kann.
Das tut sie im Moment aber nicht.
Wir haben ja noch 17 Spieltage.
Es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fabian Drescher über das neugewählte Präsidium von Hertha BSC
Trotzdem: Es gab doch keine Notwendigkeit, die Verträge schon zum damaligen Zeitpunkt zu verlängern. Man hätte auch sagen können: Angesichts der Umstände sind wir mit dem Geleisteten zufrieden, aber jetzt warten wir mal ab, wie sich die Dinge entwickeln, und entscheiden nach der Hinrunde. So wie es andere Klubs auch machen.
Das kann man so machen. Aber wenn wir erst dann auf die Idee kommen zu sagen: Lass uns mal darüber reden, wie es über die Saison hinaus weitergeht, dann ist das auch ein bisschen kurzfristig. Gerade wenn ich nachhaltig etwas aufbauen möchte, brauche ich eine langfristige Planungssicherheit, auch auf der sportlichen Führungsebene.
Von daher halte ich diese Entscheidung weiterhin für gerechtfertigt. Wobei ich auch noch mal klarstellen möchte, dass es eine gemeinsame Entscheidung der Geschäftsführung und des Präsidiums war. Aber ich mache keinen Hehl daraus: Das Präsidium hat diese Entscheidung sehr befürwortet und war sich auch sehr einig, dass diese Verträge verlängert werden sollen.
Bei der Mitgliederversammlung haben Sie zugegeben, dass Sie sich unter dem Präsidenten Werner Gegenbauer als einfaches Präsidiumsmitglied nicht immer getraut hätten, offen Ihre Meinung zu äußern, und dass Sie manchmal nicht kritisch genug waren. Gibt es im neuen Präsidium, das sehr homogen wirkt, genug Widerspruch?
Das Präsidium wirkt nur auf den ersten Blick homogen. In Wirklichkeit sind in dem Gremium die unterschiedlichsten Profile und auch sehr unterschiedliche Richtungen des Vereins vertreten.
Es ist nicht so, dass da jetzt sieben Fankurvengänger sitzen. Und es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz. Aber – und da will ich auf unsere Satzung verweisen – das Präsidium trifft nicht die sportlichen Entscheidungen. Dafür haben wir eine Geschäftsführung respektive eine sportliche Leitung.
Wir vertrauen den Leuten, die in diesen Positionen tätig sind. Deshalb bin ich der Meinung, mehr sportliche Kompetenz ist gar nicht nötig. Es birgt die Gefahr, dass der Ehrenamtler es im Zweifel besser weiß und die Aufgaben gegebenenfalls etwas verschwimmen.
(.....)
Nach Ihrer Wahl haben Sie gesagt, wenn sich alles ein bisschen gesetzt habe, seien Sie durchaus zu einem Austausch mit Ihren Gegenkandidaten bereit. Ist das inzwischen passiert?
Das Setzenlassen ist passiert. Ich bin nicht nachtragend. Was im Wahlkampf passiert ist, kann ich einordnen. Vieles war bei weitem nicht so böse gemeint. Wer Lust hat, sich bei Hertha zu engagieren und wem der Verein am Herzen liegt, der ist immer herzlich willkommen. Die Tür steht offen. Mit dem einen oder anderen Kandidaten bin ich in Kontakt.
Ich trete als Repräsentant des Vereins jetzt nach außen offensiver auf, als ich es vorher getan habe.
Hertha-Präsident Fabian Drescher
Wie ernst nehmen Sie die Vorwürfe, die Ihre Gegenkandidaten bei der Mitgliederversammlung erhoben haben?
Was meinen Sie konkret?
Angebliche Verstöße gegen den Jugendschutz in der Nachwuchsabteilung. Oder der Vorwurf, dass es in der Akademie eine Barkasse gebe, was wohl suggerieren sollte, dass bei der Buchhaltung nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Wenn Vorwürfe konkret genug sind, musst man sie grundsätzlich ernst nehmen und ihnen nachgehen. Sämtliche Vorwürfe im Bereich der Akademie konnten wir entkräften, obwohl sie so unkonkret waren und weder Ross noch Reiter genannt wurden.
Auf der Akademie liegt unser Hauptaugenmerk. In ihr wird unser wertvollstes Gut ausgebildet: unsere Nachwuchsspieler. Deswegen ist mir schon persönlich sehr daran gelegen, dass dort alles in Ordnung ist.
(.....)
(....)
Müsste man das Thema Aufstieg nicht gerade deshalb deutlich offensiver angehen?
Nein. Auch wenn die sportlichen Ziele gemeinsam mit der sportlichen Leitung vorgegeben werden: Ich als Präsident bin ganz klar dagegen, jetzt offensiv zu sagen: Das Ziel müssen die ersten drei Plätze sein.
Weshalb?
Weil das ein Rückfall in die alten Zeiten wäre. Weil dann alle sagen: „Ihr steht nach der Hinrunde auf Platz zwölf und redet vom Aufstieg …“ Und weil uns wieder der frühere Hertha-Größenwahn unterstellt werden würde.
Natürlich ist in dieser Liga nach oben noch was möglich. Aber das sagen die elf Vereine, die vor uns stehen, auch. Wir müssen realistisch sein. Wenn es jetzt nicht klappen sollte, dann ist es eben nächstes Jahr so weit.
Ist das nicht ein bisschen zu ambitionslos?
Offensichtlich ist der Grat zwischen Ambitionslosigkeit und Größenwahn ein ganz, ganz schmaler. Wir sind nicht ambitionslos. Der Sport ist es definitiv nicht. Weder die sportliche Leitung noch der Trainer noch die Mannschaft. Von denen will keiner auf Platz zwölf stehen.
Wir wollen weiter oben angreifen und es uns in der Zweiten Liga ganz sicher nicht gemütlich machen. Aber wir müssen auch auf unsere finanziellen Mittel schauen. Darauf, wo wir in der Tabelle stehen und wie wir in der Hinrunde performt haben.
(....)
Alle, die ins Präsidium gewählt worden sind, sagen: Wir wollen lieber behutsam und nachhaltig wachsen, um als gewachsener Verein in die Bundesliga aufzusteigen und nicht zu einer Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Wir haben schon vor der Wahl um Geduld geworben, und die Wahlergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Mitglieder diesen Weg mitgeht. Realismus und Geduld sind durchaus vorhanden. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft alles gibt. Wenn das auf dem Platz zu sehen ist, dann wird auch einiges verziehen, sollte es nicht reichen.
Aber wenn die kolportierten Zahlen stimmen, dass Hertha den zweithöchsten Etat der Zweiten Liga hat, muss der Aufstieg dann nicht alternativlos sein?
Den Begriff alternativlos würde ich am liebsten generell aus dem Sprachgebrauch streichen. Alternativlos ist überhaupt nichts. Aber ja: Hertha BSC gehört in die Bundesliga. Wir sind ein Traditionsverein. Wir sind einer der größten Vereine in Deutschland. Ein Verein, der stetig wächst. Aktuell steuern wir auf das 60.000. Mitglied zu. Die Leute identifizieren sich mit diesem Verein und fühlen sich uns verbunden.
Deswegen sind wir es unseren Mitgliedern und Fans schuldig, auch sportlich das Bestmögliche im Rahmen unserer Ziele zu erreichen. Aber andere Vereine in der Zweiten Liga sagen auch von sich, dass sie in die Bundesliga gehören. Und die drehen jetzt teilweise schon die siebte Runde. So lange möchte ich nicht brauchen.
(....)
Elversberg und Paderborn haben vor der Saison wichtige Spieler verloren. Heißt das, dass auch Hertha aus dem aktuellen Kader wichtige Spieler verlieren würde?
Hertha BSC ist ein Ausbildungsverein. Wir wollen möglichst viele Talente aus der Akademie in den Profibereich ziehen. Und wir freuen uns, wenn sie bei uns ihre ersten Schritte im Profifußball machen oder langfristig bei uns bleiben.
Aber letztlich werden wir auch künftig auf Transfereinnahmen angewiesen sein, wenn wir uns nicht den nächsten großen Investor an Bord holen. Aber das will, so glaube ich, keiner.
(....)
Theoretisch könnte Hertha selbst aktiv nach einem Investor suchen, der die Anteile von 777 Partners übernimmt.
Dazu kann und will ich mich aktuell nicht äußern.
Zurück zum Sportlichen. Nach der enttäuschenden Hinrunde gab es unter den Fans schon Diskussionen, ob Cristian Fiél noch der richtige Trainer ist. Wie haben Sie diese Diskussion wahrgenommen?
Das kommt auf die Perspektive an. Aus reiner Fansicht, also so, wie ich selbst es früher gesehen habe, verstehe ich jeden Unmut. Als Fan suchst du nach der schnellen und einfachen Lösung. Die Frage ist nur, ob das überhaupt eine Lösung ist.
Denn wenn du siehst, wie der Trainer arbeitet, wenn du unsere Möglichkeiten kennst und unsere sportliche Ausrichtung, dann sage ich: Lasst uns in Ruhe arbeiten. Gebt der sportlichen Leitung, gebt der Mannschaft und gebt dem Trainer diese Chance!
Kritik gab es auch an der Entscheidung, die Verträge von Sportdirektor Benjamin Weber und Andreas „Zecke“ Neuendorf, dem Leiter Lizenzspielerabteilung und Akademie, zu verlängern. Bei der Mitgliederversammlung haben Sie gesagt, dass diese Entscheidung schon im Sommer gefallen sei. Sind Sie immer noch überzeugt, dass dies das richtige Signal war?
Eindeutig. Daran hat sich nichts geändert. Nicht bis zur Verkündung im November. Und auch nicht bis heute. Wir sind der festen Überzeugung, dass es richtig ist, den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit beiden auf diesen Positionen fortzusetzen.
(....)
Wir haben eine Mannschaft auf dem Platz, die absolut konkurrenzfähig ist. Von der Sie ja sogar sagen, dass sie um den Aufstieg spielen kann.
Das tut sie im Moment aber nicht.
Wir haben ja noch 17 Spieltage.
Es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fabian Drescher über das neugewählte Präsidium von Hertha BSC
Trotzdem: Es gab doch keine Notwendigkeit, die Verträge schon zum damaligen Zeitpunkt zu verlängern. Man hätte auch sagen können: Angesichts der Umstände sind wir mit dem Geleisteten zufrieden, aber jetzt warten wir mal ab, wie sich die Dinge entwickeln, und entscheiden nach der Hinrunde. So wie es andere Klubs auch machen.
Das kann man so machen. Aber wenn wir erst dann auf die Idee kommen zu sagen: Lass uns mal darüber reden, wie es über die Saison hinaus weitergeht, dann ist das auch ein bisschen kurzfristig. Gerade wenn ich nachhaltig etwas aufbauen möchte, brauche ich eine langfristige Planungssicherheit, auch auf der sportlichen Führungsebene.
Von daher halte ich diese Entscheidung weiterhin für gerechtfertigt. Wobei ich auch noch mal klarstellen möchte, dass es eine gemeinsame Entscheidung der Geschäftsführung und des Präsidiums war. Aber ich mache keinen Hehl daraus: Das Präsidium hat diese Entscheidung sehr befürwortet und war sich auch sehr einig, dass diese Verträge verlängert werden sollen.
Bei der Mitgliederversammlung haben Sie zugegeben, dass Sie sich unter dem Präsidenten Werner Gegenbauer als einfaches Präsidiumsmitglied nicht immer getraut hätten, offen Ihre Meinung zu äußern, und dass Sie manchmal nicht kritisch genug waren. Gibt es im neuen Präsidium, das sehr homogen wirkt, genug Widerspruch?
Das Präsidium wirkt nur auf den ersten Blick homogen. In Wirklichkeit sind in dem Gremium die unterschiedlichsten Profile und auch sehr unterschiedliche Richtungen des Vereins vertreten.
Es ist nicht so, dass da jetzt sieben Fankurvengänger sitzen. Und es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz. Aber – und da will ich auf unsere Satzung verweisen – das Präsidium trifft nicht die sportlichen Entscheidungen. Dafür haben wir eine Geschäftsführung respektive eine sportliche Leitung.
Wir vertrauen den Leuten, die in diesen Positionen tätig sind. Deshalb bin ich der Meinung, mehr sportliche Kompetenz ist gar nicht nötig. Es birgt die Gefahr, dass der Ehrenamtler es im Zweifel besser weiß und die Aufgaben gegebenenfalls etwas verschwimmen.
(.....)
Nach Ihrer Wahl haben Sie gesagt, wenn sich alles ein bisschen gesetzt habe, seien Sie durchaus zu einem Austausch mit Ihren Gegenkandidaten bereit. Ist das inzwischen passiert?
Das Setzenlassen ist passiert. Ich bin nicht nachtragend. Was im Wahlkampf passiert ist, kann ich einordnen. Vieles war bei weitem nicht so böse gemeint. Wer Lust hat, sich bei Hertha zu engagieren und wem der Verein am Herzen liegt, der ist immer herzlich willkommen. Die Tür steht offen. Mit dem einen oder anderen Kandidaten bin ich in Kontakt.
Ich trete als Repräsentant des Vereins jetzt nach außen offensiver auf, als ich es vorher getan habe.
Hertha-Präsident Fabian Drescher
Wie ernst nehmen Sie die Vorwürfe, die Ihre Gegenkandidaten bei der Mitgliederversammlung erhoben haben?
Was meinen Sie konkret?
Angebliche Verstöße gegen den Jugendschutz in der Nachwuchsabteilung. Oder der Vorwurf, dass es in der Akademie eine Barkasse gebe, was wohl suggerieren sollte, dass bei der Buchhaltung nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Wenn Vorwürfe konkret genug sind, musst man sie grundsätzlich ernst nehmen und ihnen nachgehen. Sämtliche Vorwürfe im Bereich der Akademie konnten wir entkräften, obwohl sie so unkonkret waren und weder Ross noch Reiter genannt wurden.
Auf der Akademie liegt unser Hauptaugenmerk. In ihr wird unser wertvollstes Gut ausgebildet: unsere Nachwuchsspieler. Deswegen ist mir schon persönlich sehr daran gelegen, dass dort alles in Ordnung ist.
(.....)
Wow, da lässt mich einiges doch relativ sprachlos zurück.....
05.01.2025 - 16:54 Uhr
Zitat von Donhelli
Ich ergänze aus dem Artikel, da ist ja genug "Sprengstoff" drinnen..... Von Stefan Hermanns &Sebastian Schlichting stellen(endlich?!?) die richtigen Fragen......
Wow, da lässt mich einiges doch relativ sprachlos zurück.....
Quelle: www.tagesspiegel.de
Präsident Fabian Drescher im Interview: „Hertha BSC macht es sich nicht in der Zweiten Liga gemütlich“
Seit November ist Fabian Drescher gewählter Präsident von Hertha BSC. Im Interview spricht er über sein neues Amt, seine Ambitionen und einen besonderen Schal, den er bei den Spielen trägt.
Seit November ist Fabian Drescher gewählter Präsident von Hertha BSC. Im Interview spricht er über sein neues Amt, seine Ambitionen und einen besonderen Schal, den er bei den Spielen trägt.
Zitat von Gruenschnabel
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ein exklusives Interview von FD mit dem Tagesspiegel hinter der Schranke #
Ein Auszug aus. #
Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn der Aufstieg erneut verpasst wird?
Dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Die Fernseheinnahmen werden weiter sinken. Bei den Sponsoreneinnahmen wird auf Dauer auch nicht alles so bleiben wie bisher. Mittelfristig wird das natürlich Auswirkungen auf die Kaderplanung haben.
Aber selbst, wenn es zur neuen Saison vielleicht wieder einen kleinen Umbruch geben sollte, würden wir einen konkurrenzfähigen Kader auf dem Platz haben. Dank eines guten Scoutingsystems und einer guten Kaderplanung kann man weiterhin oben angreifen. Das sieht man aktuell auch an den Beispielen Elversberg oder Paderborn.
Würde voraussetzen, dass wir über ein solches verfügen würden.
Ich ergänze aus dem Artikel, da ist ja genug "Sprengstoff" drinnen..... Von Stefan Hermanns &Sebastian Schlichting stellen(endlich?!?) die richtigen Fragen......
Zitat von tagesspiegel.de
(....)
Müsste man das Thema Aufstieg nicht gerade deshalb deutlich offensiver angehen?
Nein. Auch wenn die sportlichen Ziele gemeinsam mit der sportlichen Leitung vorgegeben werden: Ich als Präsident bin ganz klar dagegen, jetzt offensiv zu sagen: Das Ziel müssen die ersten drei Plätze sein.
Weshalb?
Weil das ein Rückfall in die alten Zeiten wäre. Weil dann alle sagen: „Ihr steht nach der Hinrunde auf Platz zwölf und redet vom Aufstieg …“ Und weil uns wieder der frühere Hertha-Größenwahn unterstellt werden würde.
Natürlich ist in dieser Liga nach oben noch was möglich. Aber das sagen die elf Vereine, die vor uns stehen, auch. Wir müssen realistisch sein. Wenn es jetzt nicht klappen sollte, dann ist es eben nächstes Jahr so weit.
Ist das nicht ein bisschen zu ambitionslos?
Offensichtlich ist der Grat zwischen Ambitionslosigkeit und Größenwahn ein ganz, ganz schmaler. Wir sind nicht ambitionslos. Der Sport ist es definitiv nicht. Weder die sportliche Leitung noch der Trainer noch die Mannschaft. Von denen will keiner auf Platz zwölf stehen.
Wir wollen weiter oben angreifen und es uns in der Zweiten Liga ganz sicher nicht gemütlich machen. Aber wir müssen auch auf unsere finanziellen Mittel schauen. Darauf, wo wir in der Tabelle stehen und wie wir in der Hinrunde performt haben.
(....)
Alle, die ins Präsidium gewählt worden sind, sagen: Wir wollen lieber behutsam und nachhaltig wachsen, um als gewachsener Verein in die Bundesliga aufzusteigen und nicht zu einer Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Wir haben schon vor der Wahl um Geduld geworben, und die Wahlergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Mitglieder diesen Weg mitgeht. Realismus und Geduld sind durchaus vorhanden. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft alles gibt. Wenn das auf dem Platz zu sehen ist, dann wird auch einiges verziehen, sollte es nicht reichen.
Aber wenn die kolportierten Zahlen stimmen, dass Hertha den zweithöchsten Etat der Zweiten Liga hat, muss der Aufstieg dann nicht alternativlos sein?
Den Begriff alternativlos würde ich am liebsten generell aus dem Sprachgebrauch streichen. Alternativlos ist überhaupt nichts. Aber ja: Hertha BSC gehört in die Bundesliga. Wir sind ein Traditionsverein. Wir sind einer der größten Vereine in Deutschland. Ein Verein, der stetig wächst. Aktuell steuern wir auf das 60.000. Mitglied zu. Die Leute identifizieren sich mit diesem Verein und fühlen sich uns verbunden.
Deswegen sind wir es unseren Mitgliedern und Fans schuldig, auch sportlich das Bestmögliche im Rahmen unserer Ziele zu erreichen. Aber andere Vereine in der Zweiten Liga sagen auch von sich, dass sie in die Bundesliga gehören. Und die drehen jetzt teilweise schon die siebte Runde. So lange möchte ich nicht brauchen.
(....)
Elversberg und Paderborn haben vor der Saison wichtige Spieler verloren. Heißt das, dass auch Hertha aus dem aktuellen Kader wichtige Spieler verlieren würde?
Hertha BSC ist ein Ausbildungsverein. Wir wollen möglichst viele Talente aus der Akademie in den Profibereich ziehen. Und wir freuen uns, wenn sie bei uns ihre ersten Schritte im Profifußball machen oder langfristig bei uns bleiben.
Aber letztlich werden wir auch künftig auf Transfereinnahmen angewiesen sein, wenn wir uns nicht den nächsten großen Investor an Bord holen. Aber das will, so glaube ich, keiner.
(....)
Theoretisch könnte Hertha selbst aktiv nach einem Investor suchen, der die Anteile von 777 Partners übernimmt.
Dazu kann und will ich mich aktuell nicht äußern.
Zurück zum Sportlichen. Nach der enttäuschenden Hinrunde gab es unter den Fans schon Diskussionen, ob Cristian Fiél noch der richtige Trainer ist. Wie haben Sie diese Diskussion wahrgenommen?
Das kommt auf die Perspektive an. Aus reiner Fansicht, also so, wie ich selbst es früher gesehen habe, verstehe ich jeden Unmut. Als Fan suchst du nach der schnellen und einfachen Lösung. Die Frage ist nur, ob das überhaupt eine Lösung ist.
Denn wenn du siehst, wie der Trainer arbeitet, wenn du unsere Möglichkeiten kennst und unsere sportliche Ausrichtung, dann sage ich: Lasst uns in Ruhe arbeiten. Gebt der sportlichen Leitung, gebt der Mannschaft und gebt dem Trainer diese Chance!
Kritik gab es auch an der Entscheidung, die Verträge von Sportdirektor Benjamin Weber und Andreas „Zecke“ Neuendorf, dem Leiter Lizenzspielerabteilung und Akademie, zu verlängern. Bei der Mitgliederversammlung haben Sie gesagt, dass diese Entscheidung schon im Sommer gefallen sei. Sind Sie immer noch überzeugt, dass dies das richtige Signal war?
Eindeutig. Daran hat sich nichts geändert. Nicht bis zur Verkündung im November. Und auch nicht bis heute. Wir sind der festen Überzeugung, dass es richtig ist, den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit beiden auf diesen Positionen fortzusetzen.
(....)
Wir haben eine Mannschaft auf dem Platz, die absolut konkurrenzfähig ist. Von der Sie ja sogar sagen, dass sie um den Aufstieg spielen kann.
Das tut sie im Moment aber nicht.
Wir haben ja noch 17 Spieltage.
Es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fabian Drescher über das neugewählte Präsidium von Hertha BSC
Trotzdem: Es gab doch keine Notwendigkeit, die Verträge schon zum damaligen Zeitpunkt zu verlängern. Man hätte auch sagen können: Angesichts der Umstände sind wir mit dem Geleisteten zufrieden, aber jetzt warten wir mal ab, wie sich die Dinge entwickeln, und entscheiden nach der Hinrunde. So wie es andere Klubs auch machen.
Das kann man so machen. Aber wenn wir erst dann auf die Idee kommen zu sagen: Lass uns mal darüber reden, wie es über die Saison hinaus weitergeht, dann ist das auch ein bisschen kurzfristig. Gerade wenn ich nachhaltig etwas aufbauen möchte, brauche ich eine langfristige Planungssicherheit, auch auf der sportlichen Führungsebene.
Von daher halte ich diese Entscheidung weiterhin für gerechtfertigt. Wobei ich auch noch mal klarstellen möchte, dass es eine gemeinsame Entscheidung der Geschäftsführung und des Präsidiums war. Aber ich mache keinen Hehl daraus: Das Präsidium hat diese Entscheidung sehr befürwortet und war sich auch sehr einig, dass diese Verträge verlängert werden sollen.
Bei der Mitgliederversammlung haben Sie zugegeben, dass Sie sich unter dem Präsidenten Werner Gegenbauer als einfaches Präsidiumsmitglied nicht immer getraut hätten, offen Ihre Meinung zu äußern, und dass Sie manchmal nicht kritisch genug waren. Gibt es im neuen Präsidium, das sehr homogen wirkt, genug Widerspruch?
Das Präsidium wirkt nur auf den ersten Blick homogen. In Wirklichkeit sind in dem Gremium die unterschiedlichsten Profile und auch sehr unterschiedliche Richtungen des Vereins vertreten.
Es ist nicht so, dass da jetzt sieben Fankurvengänger sitzen. Und es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz. Aber – und da will ich auf unsere Satzung verweisen – das Präsidium trifft nicht die sportlichen Entscheidungen. Dafür haben wir eine Geschäftsführung respektive eine sportliche Leitung.
Wir vertrauen den Leuten, die in diesen Positionen tätig sind. Deshalb bin ich der Meinung, mehr sportliche Kompetenz ist gar nicht nötig. Es birgt die Gefahr, dass der Ehrenamtler es im Zweifel besser weiß und die Aufgaben gegebenenfalls etwas verschwimmen.
(.....)
Nach Ihrer Wahl haben Sie gesagt, wenn sich alles ein bisschen gesetzt habe, seien Sie durchaus zu einem Austausch mit Ihren Gegenkandidaten bereit. Ist das inzwischen passiert?
Das Setzenlassen ist passiert. Ich bin nicht nachtragend. Was im Wahlkampf passiert ist, kann ich einordnen. Vieles war bei weitem nicht so böse gemeint. Wer Lust hat, sich bei Hertha zu engagieren und wem der Verein am Herzen liegt, der ist immer herzlich willkommen. Die Tür steht offen. Mit dem einen oder anderen Kandidaten bin ich in Kontakt.
Ich trete als Repräsentant des Vereins jetzt nach außen offensiver auf, als ich es vorher getan habe.
Hertha-Präsident Fabian Drescher
Wie ernst nehmen Sie die Vorwürfe, die Ihre Gegenkandidaten bei der Mitgliederversammlung erhoben haben?
Was meinen Sie konkret?
Angebliche Verstöße gegen den Jugendschutz in der Nachwuchsabteilung. Oder der Vorwurf, dass es in der Akademie eine Barkasse gebe, was wohl suggerieren sollte, dass bei der Buchhaltung nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Wenn Vorwürfe konkret genug sind, musst man sie grundsätzlich ernst nehmen und ihnen nachgehen. Sämtliche Vorwürfe im Bereich der Akademie konnten wir entkräften, obwohl sie so unkonkret waren und weder Ross noch Reiter genannt wurden.
Auf der Akademie liegt unser Hauptaugenmerk. In ihr wird unser wertvollstes Gut ausgebildet: unsere Nachwuchsspieler. Deswegen ist mir schon persönlich sehr daran gelegen, dass dort alles in Ordnung ist.
(.....)
(....)
Müsste man das Thema Aufstieg nicht gerade deshalb deutlich offensiver angehen?
Nein. Auch wenn die sportlichen Ziele gemeinsam mit der sportlichen Leitung vorgegeben werden: Ich als Präsident bin ganz klar dagegen, jetzt offensiv zu sagen: Das Ziel müssen die ersten drei Plätze sein.
Weshalb?
Weil das ein Rückfall in die alten Zeiten wäre. Weil dann alle sagen: „Ihr steht nach der Hinrunde auf Platz zwölf und redet vom Aufstieg …“ Und weil uns wieder der frühere Hertha-Größenwahn unterstellt werden würde.
Natürlich ist in dieser Liga nach oben noch was möglich. Aber das sagen die elf Vereine, die vor uns stehen, auch. Wir müssen realistisch sein. Wenn es jetzt nicht klappen sollte, dann ist es eben nächstes Jahr so weit.
Ist das nicht ein bisschen zu ambitionslos?
Offensichtlich ist der Grat zwischen Ambitionslosigkeit und Größenwahn ein ganz, ganz schmaler. Wir sind nicht ambitionslos. Der Sport ist es definitiv nicht. Weder die sportliche Leitung noch der Trainer noch die Mannschaft. Von denen will keiner auf Platz zwölf stehen.
Wir wollen weiter oben angreifen und es uns in der Zweiten Liga ganz sicher nicht gemütlich machen. Aber wir müssen auch auf unsere finanziellen Mittel schauen. Darauf, wo wir in der Tabelle stehen und wie wir in der Hinrunde performt haben.
(....)
Alle, die ins Präsidium gewählt worden sind, sagen: Wir wollen lieber behutsam und nachhaltig wachsen, um als gewachsener Verein in die Bundesliga aufzusteigen und nicht zu einer Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Wir haben schon vor der Wahl um Geduld geworben, und die Wahlergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Mitglieder diesen Weg mitgeht. Realismus und Geduld sind durchaus vorhanden. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft alles gibt. Wenn das auf dem Platz zu sehen ist, dann wird auch einiges verziehen, sollte es nicht reichen.
Aber wenn die kolportierten Zahlen stimmen, dass Hertha den zweithöchsten Etat der Zweiten Liga hat, muss der Aufstieg dann nicht alternativlos sein?
Den Begriff alternativlos würde ich am liebsten generell aus dem Sprachgebrauch streichen. Alternativlos ist überhaupt nichts. Aber ja: Hertha BSC gehört in die Bundesliga. Wir sind ein Traditionsverein. Wir sind einer der größten Vereine in Deutschland. Ein Verein, der stetig wächst. Aktuell steuern wir auf das 60.000. Mitglied zu. Die Leute identifizieren sich mit diesem Verein und fühlen sich uns verbunden.
Deswegen sind wir es unseren Mitgliedern und Fans schuldig, auch sportlich das Bestmögliche im Rahmen unserer Ziele zu erreichen. Aber andere Vereine in der Zweiten Liga sagen auch von sich, dass sie in die Bundesliga gehören. Und die drehen jetzt teilweise schon die siebte Runde. So lange möchte ich nicht brauchen.
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Elversberg und Paderborn haben vor der Saison wichtige Spieler verloren. Heißt das, dass auch Hertha aus dem aktuellen Kader wichtige Spieler verlieren würde?
Hertha BSC ist ein Ausbildungsverein. Wir wollen möglichst viele Talente aus der Akademie in den Profibereich ziehen. Und wir freuen uns, wenn sie bei uns ihre ersten Schritte im Profifußball machen oder langfristig bei uns bleiben.
Aber letztlich werden wir auch künftig auf Transfereinnahmen angewiesen sein, wenn wir uns nicht den nächsten großen Investor an Bord holen. Aber das will, so glaube ich, keiner.
(....)
Theoretisch könnte Hertha selbst aktiv nach einem Investor suchen, der die Anteile von 777 Partners übernimmt.
Dazu kann und will ich mich aktuell nicht äußern.
Zurück zum Sportlichen. Nach der enttäuschenden Hinrunde gab es unter den Fans schon Diskussionen, ob Cristian Fiél noch der richtige Trainer ist. Wie haben Sie diese Diskussion wahrgenommen?
Das kommt auf die Perspektive an. Aus reiner Fansicht, also so, wie ich selbst es früher gesehen habe, verstehe ich jeden Unmut. Als Fan suchst du nach der schnellen und einfachen Lösung. Die Frage ist nur, ob das überhaupt eine Lösung ist.
Denn wenn du siehst, wie der Trainer arbeitet, wenn du unsere Möglichkeiten kennst und unsere sportliche Ausrichtung, dann sage ich: Lasst uns in Ruhe arbeiten. Gebt der sportlichen Leitung, gebt der Mannschaft und gebt dem Trainer diese Chance!
Kritik gab es auch an der Entscheidung, die Verträge von Sportdirektor Benjamin Weber und Andreas „Zecke“ Neuendorf, dem Leiter Lizenzspielerabteilung und Akademie, zu verlängern. Bei der Mitgliederversammlung haben Sie gesagt, dass diese Entscheidung schon im Sommer gefallen sei. Sind Sie immer noch überzeugt, dass dies das richtige Signal war?
Eindeutig. Daran hat sich nichts geändert. Nicht bis zur Verkündung im November. Und auch nicht bis heute. Wir sind der festen Überzeugung, dass es richtig ist, den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit beiden auf diesen Positionen fortzusetzen.
(....)
Wir haben eine Mannschaft auf dem Platz, die absolut konkurrenzfähig ist. Von der Sie ja sogar sagen, dass sie um den Aufstieg spielen kann.
Das tut sie im Moment aber nicht.
Wir haben ja noch 17 Spieltage.
Es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fabian Drescher über das neugewählte Präsidium von Hertha BSC
Trotzdem: Es gab doch keine Notwendigkeit, die Verträge schon zum damaligen Zeitpunkt zu verlängern. Man hätte auch sagen können: Angesichts der Umstände sind wir mit dem Geleisteten zufrieden, aber jetzt warten wir mal ab, wie sich die Dinge entwickeln, und entscheiden nach der Hinrunde. So wie es andere Klubs auch machen.
Das kann man so machen. Aber wenn wir erst dann auf die Idee kommen zu sagen: Lass uns mal darüber reden, wie es über die Saison hinaus weitergeht, dann ist das auch ein bisschen kurzfristig. Gerade wenn ich nachhaltig etwas aufbauen möchte, brauche ich eine langfristige Planungssicherheit, auch auf der sportlichen Führungsebene.
Von daher halte ich diese Entscheidung weiterhin für gerechtfertigt. Wobei ich auch noch mal klarstellen möchte, dass es eine gemeinsame Entscheidung der Geschäftsführung und des Präsidiums war. Aber ich mache keinen Hehl daraus: Das Präsidium hat diese Entscheidung sehr befürwortet und war sich auch sehr einig, dass diese Verträge verlängert werden sollen.
Bei der Mitgliederversammlung haben Sie zugegeben, dass Sie sich unter dem Präsidenten Werner Gegenbauer als einfaches Präsidiumsmitglied nicht immer getraut hätten, offen Ihre Meinung zu äußern, und dass Sie manchmal nicht kritisch genug waren. Gibt es im neuen Präsidium, das sehr homogen wirkt, genug Widerspruch?
Das Präsidium wirkt nur auf den ersten Blick homogen. In Wirklichkeit sind in dem Gremium die unterschiedlichsten Profile und auch sehr unterschiedliche Richtungen des Vereins vertreten.
Es ist nicht so, dass da jetzt sieben Fankurvengänger sitzen. Und es ist auch nicht so, dass wir uns alle selbst beweihräuchern und sagen: Das ist ja toll, wie wir das machen. Das wäre tatsächlich das Gefährlichste.
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz. Aber – und da will ich auf unsere Satzung verweisen – das Präsidium trifft nicht die sportlichen Entscheidungen. Dafür haben wir eine Geschäftsführung respektive eine sportliche Leitung.
Wir vertrauen den Leuten, die in diesen Positionen tätig sind. Deshalb bin ich der Meinung, mehr sportliche Kompetenz ist gar nicht nötig. Es birgt die Gefahr, dass der Ehrenamtler es im Zweifel besser weiß und die Aufgaben gegebenenfalls etwas verschwimmen.
(.....)
Nach Ihrer Wahl haben Sie gesagt, wenn sich alles ein bisschen gesetzt habe, seien Sie durchaus zu einem Austausch mit Ihren Gegenkandidaten bereit. Ist das inzwischen passiert?
Das Setzenlassen ist passiert. Ich bin nicht nachtragend. Was im Wahlkampf passiert ist, kann ich einordnen. Vieles war bei weitem nicht so böse gemeint. Wer Lust hat, sich bei Hertha zu engagieren und wem der Verein am Herzen liegt, der ist immer herzlich willkommen. Die Tür steht offen. Mit dem einen oder anderen Kandidaten bin ich in Kontakt.
Ich trete als Repräsentant des Vereins jetzt nach außen offensiver auf, als ich es vorher getan habe.
Hertha-Präsident Fabian Drescher
Wie ernst nehmen Sie die Vorwürfe, die Ihre Gegenkandidaten bei der Mitgliederversammlung erhoben haben?
Was meinen Sie konkret?
Angebliche Verstöße gegen den Jugendschutz in der Nachwuchsabteilung. Oder der Vorwurf, dass es in der Akademie eine Barkasse gebe, was wohl suggerieren sollte, dass bei der Buchhaltung nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Wenn Vorwürfe konkret genug sind, musst man sie grundsätzlich ernst nehmen und ihnen nachgehen. Sämtliche Vorwürfe im Bereich der Akademie konnten wir entkräften, obwohl sie so unkonkret waren und weder Ross noch Reiter genannt wurden.
Auf der Akademie liegt unser Hauptaugenmerk. In ihr wird unser wertvollstes Gut ausgebildet: unsere Nachwuchsspieler. Deswegen ist mir schon persönlich sehr daran gelegen, dass dort alles in Ordnung ist.
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Wow, da lässt mich einiges doch relativ sprachlos zurück.....
Selbstreflexion Fehlanzeige…kommt auf mich zu, wenn der Verein euch am Herzen liegt.
Das ist ja schlimmer, als ich je befürchtet hätte. Null Anspruch, keine klar definierten Ziele, kein Plan erkennbar. Scheint alles auf dem Prinzip Hoffnung zu bauen.
Ich bin mir sicher, dass das nicht der Berliner Weg ist, den Bernstein als Vision hatte. Für mich dienen diese Vokabeln nur als Deckmantel unserer Vetternwirtschaft.
Die wenigsten hier im Forum haben wahrscheinlich ein Problem mit Platz 12, sondern eher mit dem Umstand, dass der Ertrag in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. Wenn wir ein Gehaltsniveau hätten, was kostendeckend wäre, hätte ich kein Problem damit, aber so bewegen wir uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher in Richtung Insolvenz als in Richtung der finanziellen Konsolidierung.
Und da ich keinerlei Selbstzweifel aus den Zeilen von Drescher entnehmen kann, glaube ich auch nicht an eine kurz- oder mittelfristige Besserung.
Eigentlich machen alle so weiter wie schon unter Gegenbauer und Schiller. Die Mitglieder werden über die wahren Verhältnisse nicht ausreichend und transparent informiert und irgendwann in naher Zukunft kommt der Große Knall. Bei Schwarz und Bobic hat man auf Zeit gespielt, am Ende stand der Anstieg aus Liga 1. jetzt sprechen wir von Kontinuität und Ruhe, aber für mich ist das keine Kontinuität sonder Planlosigkeit.
Dreschers Interview unterstreicht für mich diese Planlosigkeit die nur noch von seiner Unprofessionalität übertroffen wird.
Mittlerweile halte ich eine geordnete Insolvenz für das kleinere Übel.
05.01.2025 - 16:59 Uhr
Zitat von usernick
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz.
Fehlt dem Präsidium nicht die sportliche Kompetenz?
Mit Ferhat Dogru haben wir einen Sportwissenschaftler im Präsidium, der selbst als Fußballer höherklassig gespielt hat. Er verfügt über Fachkompetenz.
Das tut ja beim lesen weh. Was ne Argumentation
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