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Die Kurve

19.01.2012 - 21:56 Uhr
Die Kurve |#791
03.04.2012 - 20:50 Uhr
Zitat von FCH1965:
Zitat von hollermann:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat
Die Möglichkeit, die Gästekarten stattdessen an Fans des F.C. St. Pauli zu verkaufen, lehnt der F.C. Hansa Rostock kategorisch ab.


Nachtigall ick hör dir trapsen... Da schien die Anfrage ja schnell nach der Ablehnung des Einspruches angekommen zu sein.


Das war ein Vorschlag der Hamburger Polizei, schon kurz nach der ursprünglichen Verfügung. Widerspräche im Übrigen auch den geltenden Richtlinien zur Spielordnung § 3 und würde gleichzeitig eine Wettbewerbsverzerrung darstellen.


Laut Schuppe würde Hansa dagegen sofort klagen.
Ein Verkauf der Gästetickets an die Heimseite, würde einen noch größeren Heimvorteil bedeuten, was laut DFB Statuten nicht rechtens ist.
Diese ganze Diskussion wird wirklich schäbig. Der Polizeistaat schwingt die Repressionskeule und die braunen zeigen, dass Kommerz zu St. Pauli gehört, wie der Totenkopf...


Vielleicht sollten, die Hansafans eine Demonstration anmelden, am besten im Fanblock, oder vorm Stadion. Das Demonstrationrecht ist in Deutschland immer noch eine heilige Kuh.
Warum nicht mit den Paulifans zusammen, falls sich Hamburger Gerichte nicht zuständig fühlen. Obwohl es auch genügend Hamburger gib,t die Hansafans sind. Mein ja nur, die Rechten und Linken dürfen ja auch demonstrieren, warum nicht Fussballfans.

Ich kann dieses Vorgehen der Polizei nachvollziehen, auch das Pauli jetzt den Block vollmachen möchte, es geht ja um verlorene Einnahmen für die wir ausnahmsweise mal nicht aufkommen brauchen.
Natürlich könnte man fragen warum die Polizei, überhaupt jemanden ins Stadion lässt. Entweder muss man alle bestrafen oder keinen. So ist es in diesem Fälle höchst diskrimienierend, gegenüber einer jungen Generation eines anderen Bundeslandes.

Jeder kann sich vorstellen das durch diese Verhaltenweise noch unüberbrügbare Gegensätze geschaffen werden. Die Konsequenzen haben werden, wahrscheinlich in einem noch höheren Aggressionspotential.

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Anno 2012
Totgesagte leben länger, oder wie der Hansastahl gehärtet wurde.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Harry_Hurtig am 03.04.2012 um 20:53 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#792
03.04.2012 - 20:54 Uhr
Zunächst einmal wird St. Pauli gegen die Entscheidung de Verwaltungsgerichtes Beschwerde beim OVG einlegen. Und auch die DFL zeigt (zumindest offiziell) Unverständnis für diese Entscheidung.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1297418

edit: Da ich nicht weiß, wie lange dieser Ticker-Link aktuell ist:

http://www.augsburger-allgemeine.de/sport/fussball/Liga-Widerstand-gegen-Ticketverbot-fuer-Hansa-id19494701.html

Scheint recht frisch über den dpa-Ticker gelaufen zu sein.

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"Der F.C. Hansa hat so gespielt, wie es sich für eine gute Fußball-Elf gehört" (Helenio Herrera)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von espadin am 03.04.2012 um 20:57 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#793
03.04.2012 - 21:08 Uhr
Zitat von hollermann:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat
Die Möglichkeit, die Gästekarten stattdessen an Fans des F.C. St. Pauli zu verkaufen, lehnt der F.C. Hansa Rostock kategorisch ab.


Nachtigall ick hör dir trapsen... Da schien die Anfrage ja schnell nach der Ablehnung des Einspruches angekommen zu sein.


Das war ein Vorschlag der Hamburger Polizei, schon kurz nach der ursprünglichen Verfügung. Widerspräche im Übrigen auch den geltenden Richtlinien zur Spielordnung § 3 und würde gleichzeitig eine Wettbewerbsverzerrung darstellen.


Ok, dann geht das in eine andere Richtung - wenn auch in eine noch viel dramatitischere... Denken die überhaupt nach was sie da vorschlagen?

Sollte Pauli wirklich noch durch weitere Instanzen gehen nehm ich meine Vermutung natürlich zurück.

Spannend wäre auch folgende Frage: Die Uefa hat ja schon öfter Strafen gegen Verbände ausgesprochen, wo sich Regime in die Souveränität des Verbandes eingemischt haben. (Griechenland, Türkei und noch wer...) Ob da die deutsche 2. Liga auch im Fokus steht?
Die Kurve |#794
04.04.2012 - 07:16 Uhr
Einige sollten erstmal von dem Gedanken wegkommen, dass es hier um Bestrafung geht.
Das ist reine Prävention.

Das einzig Gute ist, ist die Tatsache dass der DFB jetzt auch zum Handeln gezwungen ist.


Bernd Hoffmann wollte dass sich Politik und Polizei mit ins Spiel bringen.
Bitte schön, da ist es nun. Wie war das noch mit den Geistern?
Durch dieses Urteil wurde ein langwieriger Prozess losgetreten der einiges an Änderungen bereit hält. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
Wie Harry schon sagte, ist es sogar verständlich was die Hamburger Polizei jetzt gemacht hat.
Allerdings hat sie in meinen Augen den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht.
Das passiert wenn es keine Kommunikation zwischen allen Beteiligten gibt und das liegt nicht nur an den Ordnungshütern.

PS.: Bitte hört auf mit den Sprüchen wie "Gleiches Recht für Alle". Das ist in dieser Situation fehl am Platz.

•     •     •

Es ist ein Jammer, dass die
Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.

Bertrand Arthur William Russell

Dieser Beitrag wurde zuletzt von lusor am 04.04.2012 um 07:17 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#795
04.04.2012 - 09:13 Uhr
Zitat von lusor:
Das einzig Gute ist, ist die Tatsache dass der DFB jetzt auch zum Handeln gezwungen ist.


Da werden pauschal 2500 Gästefans als potenzielle Gewalttäter und Schläger vorverurteilt und was macht der DFB? Er begrüßt diese Entscheidung wie man an einigen Reaktionen von deren Seite erkennt. Diese Sesselakrobaten werden nichts aber auch garnichts tun denn Urteile wie diese zwingen sie erst garnicht zu handeln. Eher werden sie traurig darüber sein, dass sie mal kein Geld für Pyrovergehen einnehmen.

Noch interessiert dieses Urteil nur Wenige da es sich "nur" um Hansa Rostock und St. Pauli handelt aber spätestens wenn die Polizei in NRW z.B. eines Tages beim Verwaltungsgericht in Dortmund oder Gelsenkirchen einen Antrag stellt, das beim Ruhrpottderby keine Gästefans dabei sein dürfen, wird es auch einer Fußballplinse á la Rauball nicht mehr egal sein. Erst dann wird sich auch was bei DFL und DFB bewegen.

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Egal wo und wann - Hansa Rostock ein Leben lang!
Die Kurve |#796
04.04.2012 - 09:22 Uhr
Zitat von lusor:
PS.: Bitte hört auf mit den Sprüchen wie "Gleiches Recht für Alle". Das ist in dieser Situation fehl am Platz.


Ist es nicht... Entweder eine Veranstaltung gefährdet die allgemeine Sicherheit oder sie tut es nicht. (was in diesem Fall mal an den Haaren herbeigezogen ist) Wenn man aber zu dem Schluß kommt, dass sie diese Sicherheit gefährdet, dann muss ich sie einfach absagen. Punkt! In diesem Fall würde das heißen "Spiel unter Ausschluß der Öffentlichkeit".

Warum dürfen genau die, aus deren Reihen 99% des letzten Ärgers in HH kommen, jetzt ins Stadion? Brannte nicht der Kiez und die Schanze noch viele Stunden nachdem der letzte Zug nach Rostock abgefahren ist? Alle oder keiner muss hier die Devise sein!

Wie man gepolt ist sieht man auch an dem vermeintlichen Vorschlag doch die letzten Plätze auch noch den Braunen zu geben - großartig! Das eigentlich Schlimme ist, dass es die ahnungslosen Entscheider überhaupt nicht interessiert, was die Vereine sich im Vorfeld überlegt haben - das ist ja gerade bei uns im Vergleich zu vor 2 Jahren eine ganze Menge. Im Grunde wie kleine Kinder: Einmal den kleinen Finger angeboten (vonn Herrn Littmann) und jetzt versucht man bockend Hände und Füße zu greifen.

Der DFB sollte das Spiel einfach absagen - die Polizei und damit der "Staat" untergräbt ihre Statuten und mischt sich in Angelegenheiten unabhängiger Sportverbände ein. Dann könnte man das ganze gerichtlich klären und das Nachholspiel dann "gesichert" und ohne Zeitdruck austragen.
Die Kurve |#797
04.04.2012 - 09:46 Uhr
Zitat von Kogge86:
Da werden pauschal 2500 Gästefans als potenzielle Gewalttäter und Schläger vorverurteilt und was macht der DFB? Er begrüßt diese Entscheidung wie man an einigen Reaktionen von deren Seite erkennt. Diese Sesselakrobaten werden nichts aber auch garnichts tun denn Urteile wie diese zwingen sie erst garnicht zu handeln. Eher werden sie traurig darüber sein, dass sie mal kein Geld für Pyrovergehen einnehmen.


Ich denke, der DFB ist einfach völlig planlos, wie er gegen "Gewalt" vorzugehen hat. Letztes Beispiel war die Sache mit Frankfurt. Die sind dankbar für jede Alternative und wenn sie nur vorübergehend ist.

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Im Osten geht die Sonne auf und spiegelt sich im Meer.

DuGamlaDuFria, est. 2006
Die Kurve |#798
04.04.2012 - 10:09 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
PS.: Bitte hört auf mit den Sprüchen wie "Gleiches Recht für Alle". Das ist in dieser Situation fehl am Platz.


Ist es nicht... Entweder eine Veranstaltung gefährdet die allgemeine Sicherheit oder sie tut es nicht. (was in diesem Fall mal an den Haaren herbeigezogen ist) Wenn man aber zu dem Schluß kommt, dass sie diese Sicherheit gefährdet, dann muss ich sie einfach absagen. Punkt! In diesem Fall würde das heißen "Spiel unter Ausschluß der Öffentlichkeit".



Das ist doch Nonsens. Die Polizei hat die Pflicht dafür zu sorgen dass Zuschauer im Stadion und drum herum nicht gefährdet werden. Da gibt es eben nicht nur die Möglichkeit das komplette Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, sondern auch das Verbot der Auswärtsfans.
(Ich sagte ja auch dass solche Sachen passieren weil keine, oder nur ungenügende Kommunikation zwischen allen Beteiligten herrscht.)

Hier allerdings kommt der DFB ins Spiel. Der Verbot der Auswärtsfans bedeutet eine Wettbewerbsverzerrung und ist so nicht rechtens. Wie Max aber schon sagte, der DFB ist dankbar für jede kleine Idee und ist sie nur von kurzer Dauer.

@Kogge
Schon klar dass es derzeit nicht allzu großes Interesse weckt. Aber wie schon gesagt, dieses Urteil hat einiges in Gang gesetzt.

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Es ist ein Jammer, dass die
Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.

Bertrand Arthur William Russell
Die Kurve |#799
04.04.2012 - 10:09 Uhr
es ist eine beschneidung der rechte.so weit so gut. Nach deutschem Recht geht das auch nicht.
Diese werden im übrigen auch beschnitten, wenn man nicht in die Disko reinkommt??

Ich kann mich grundsätzlich mit Urteil für dieses Mal abfinden.
Warum?
Wir sehen keine hässlichen Szenen vor dem Spiel & nach dem Spiel in Zusammenhang mit unserem Verein.Schlechte Nachrichten von unseren Fans gab es genug.
Wir kriegen keine erneute Strafezahlung für die Unverbesserlichen im Stadion. Das dort gezündelt werden würde, steht doch völlig außer Frage.

Letztendlich muss man sich nicht aufregen.
Hätte es die letzten Jahre nicht ständig kriegsähnliche Zustände gegeben, würde sowas nicht verhandelt werden müssen.
Und außerdem spart das Steuergeld!können die 5000Polizisten sich einen ruhigen Nachmittag machen...
Die Kurve |#800
04.04.2012 - 10:20 Uhr
Zitat von Echnaton:
Und außerdem spart das Steuergeld!können die 5000Polizisten sich einen ruhigen Nachmittag machen...


Ok, sollte auf jedenfall Schule machen und flächendeckend eingeführt werden - Bundesliga im Fernsehen ist doch gleich viel schöner weil wir Steuergelder sparen und das Bier billiger ist ^^


Zitat
Das ist doch Nonsens. Die Polizei hat die Pflicht dafür zu sorgen dass Zuschauer im Stadion und drum herum nicht gefährdet werden. Da gibt es eben nicht nur die Möglichkeit das komplette Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, sondern auch das Verbot der Auswärtsfans.


Ist das wirklích so? Es ist mir klar, dass man so entscheiden darf, wenn man das Hausrecht hat. Ich muss den und den nicht in meine Bar oder Diskothek lassen (ich darf nur nicht sagen, dass er draußen bleiben soll weil er Türke/Russe/Nazi ist). Aber darf sich die Polizei wirklich das Recht herausnehmen nach regionalen Beschränkungen "Stadtverbote" auszusprechen (so passiert beim letzten mal)? Darf sie in das Hausrecht eines Veranstalters eingreifen?
Aus meiner Sicht müsste es immernoch "alle oder keiner" heißen...

Interessant wird halt der genaue Wortlaut der "Verordnung". "Keine Karten an den Verein Hansa Rostock" ist die eine Sache - obskure PLZ-Überprüfungen im Bereich des Stadions oder die Herausziehung eines freien Bürgers, der sich ein Fussballspiel anschaut, wird dann schon spannend. Vielleicht kann und darf der FC St. Pauli ja die Karten für den Gästeblock verkaufen? Vielleicht setzt man sich mit unserer Führung zusammen und vermarktet die Karten dann über den FC St. Pauli - auch die können z.B. Karten "nur" an Mitglieder oder Dauerkartenbesitzer verkaufen... Das wäre ein Zeichen in die richtige Richtung.

Dem eh schon schlechten Image der Polizei tut das aber gerade in Hamburg wieder mal wirklich gut ^^
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