Die Kurve
19.01.2012 - 21:56 Uhr
Zitat von SnuSnu:
Eine Bitte: lasst die Verknüpfung mit der Vorratsdatenspeicherung, das ist absoluter Unsinn! Hier sollte es um Hansa und die Maßnahmen drumherum gehen, nicht mehr, nicht weniger.
Das seh ich absolut anders! Das Problem ist dasselbe: Ich nehme jeden unter Generalverdacht, speichere Daten, die erstmal absolut nichts mit irgendeinem Fehlverhalten zu tun haben. Später kann ich wegen dieser zu Unrecht gespeicherten Daten mit Sachen in Verbindung gebracht werden, mit denen ich nichts zu tun habe. Auch ist bei schlecht gesicherten Systemen (wobei ich grundsätzlich ausgehe) die Datensicherheit nicht gegeben.
Auf die Verknüpfung zu unserem Scannerthema bin ich nun schon öfter eingangen: Werden Bilder, biometrische Daten und ähnliches am Einlaß pauschal gespeichert ist das aus meiner Sicht absolut unhinnehmbar! Das wäre das selbe Vorgehen wir bei der Vorratsdatenspeicherung, nur auf einer anderen Ebene. Prüft die Cam Ad-hoc ob ich auf einer Gewalttäterliste stehe ist das hingegen völlig ok - es ist einfach wichtig wie mit den Daten umgegangen wird.
Natürlich sieht die Polizei und das Innenministerium das anders - aber hier hoffe ich, dass die Gewaltenteilung und Kontrolle bei uns ausreichend gewährleistet ist um den Leuten die Suppe zu versalzen. Und richtig, für mich ist es die Judikative, die sich um meine Rechte kümmert - große Teile der Executive sind diese schlichtweg oftmals total egal.
Eine Bitte: lasst die Verknüpfung mit der Vorratsdatenspeicherung, das ist absoluter Unsinn! Hier sollte es um Hansa und die Maßnahmen drumherum gehen, nicht mehr, nicht weniger.
Das seh ich absolut anders! Das Problem ist dasselbe: Ich nehme jeden unter Generalverdacht, speichere Daten, die erstmal absolut nichts mit irgendeinem Fehlverhalten zu tun haben. Später kann ich wegen dieser zu Unrecht gespeicherten Daten mit Sachen in Verbindung gebracht werden, mit denen ich nichts zu tun habe. Auch ist bei schlecht gesicherten Systemen (wobei ich grundsätzlich ausgehe) die Datensicherheit nicht gegeben.
Auf die Verknüpfung zu unserem Scannerthema bin ich nun schon öfter eingangen: Werden Bilder, biometrische Daten und ähnliches am Einlaß pauschal gespeichert ist das aus meiner Sicht absolut unhinnehmbar! Das wäre das selbe Vorgehen wir bei der Vorratsdatenspeicherung, nur auf einer anderen Ebene. Prüft die Cam Ad-hoc ob ich auf einer Gewalttäterliste stehe ist das hingegen völlig ok - es ist einfach wichtig wie mit den Daten umgegangen wird.
Natürlich sieht die Polizei und das Innenministerium das anders - aber hier hoffe ich, dass die Gewaltenteilung und Kontrolle bei uns ausreichend gewährleistet ist um den Leuten die Suppe zu versalzen. Und richtig, für mich ist es die Judikative, die sich um meine Rechte kümmert - große Teile der Executive sind diese schlichtweg oftmals total egal.
Zitat von Forever_Hansa:
Kurz mal meine Meinung zu dem Thema:
Wichtig ist nicht, ob Scanner eingesetzt werden oder nicht - völlig egal. Wichtig ist wie man diese einsetzt bzw. was sie technisch zu leisten in der Lage sind.
Was NICHT geht: Biometrische Daten werden pauschal erfasst und gespeichert - ähnlich der Vorratsdatenspeicherung in der Kommunikation. Wenn das der Plan ist: Dagegen!
Was geht: Es werden vom Scanner keinerlei Daten gespeichert. Es findet dann ein Ad-Hoc Datenabgleich mit einem Verzeichnis von registrierten Gewalttätern/SVlern statt. Ich stelle mir das etwa vor wie bei nem Metallscanner am Airport: Du gehst durch und entweder piept es oder es piept nich. Piept es muss man halt den Ausweis kontrollieren und den Betreffenden im Zweifel aus dem Verkehr ziehen. Ähnlich wird das meines Wissens nach in Casinos mit Betrügern gehandhabt. Auch müsste man dafür nicht zwingend alle Leute Scannen - Frauen, Kinder, bekannte Gesichter auf den Tribünen - kein Problem.
Wichtig dabei ist aber (was auch im Artikel angesprochen wurde), dass man endich mit dem Bundesdatenschutz abgestimmte Regeln für die Speicherung von Daten von Gewalttätern vornimmt. Hierzu MUSS eine Transparenz vorhanden sein, die jedem erlaubt sich zu informieren. Auch wichtig sind klare (automatische?) Regelungen, wann man aus dem Register wieder gelöscht wird. Ist das SV ausgelaufen muss das System den Eintrag ohne wenn und aber löschen. Bei Tätern, die z.B. durch besondere Gewalttaten aufgefallen sind, kann man das anders regeln - die würde ich länger im System belassen (was diese aber wissen müssen) und dann bei bestimmten Riskospielen Reise- oder Platzverbote aussprechen. Das wird derzeit ja auch so ähnlich gehandhabt, nur hat die Polizei damit verdammt viel Handarbeit...
[...]
Wenn die oben genannten Punkte geklärt sind und transparent sind, DANN kann man das schon machen. Solange es ein Schnellschuß im Feldversuch wird, wo man am Ende noch Angst haben muss, dass die Polizei alle biometrischen Daten dauerhaft speichert oder sonstigen Unfug macht, DANN sollte man es von höchster Stelle unterbinden.
BTW: Ist Euch mal aufgefallen, dass man statt der Scanner ganz einfach Ausweise kontrollieren und abgleichen könnte? Scannt man diese und gleicht die Daten mit einer Datenbank ab (die es eh schon gibt) müsste man den ganzen Aufwand nicht treiben. Dann würde es aber auch heißen: Haste keinen Ausweis kommste nich rein! (so wie in jeder vernünftigen Diskothek)
Fast sehr gut meine Haltung zu dem Ganzen zusammen.
Die Befürchtung ist da, dass einfach Daten gesammelt werden, die nicht gesammelt werden müssen. Und unbegründet ist das nicht, denn die Sammelwut hat schon enorm zugenommen. Wenn das nicht passiert und man das auch transparent nachvollziehen kann, ist es wirklich egal, ob ein Mensch oder eine Kamera das macht. Und so lange Fehlalarm persönlich korrigiert werden kann, auch gut.
Und ja, ich denke auch, dass Ausweiskontrolle die einfachere Möglichkeit wäre. Dann bräuchte man auch nicht zwingend die personalisierten Tickets. Wobei das personalisierte Ticket letztlich eine doppelte Absicherung ist.
Wenn also für jeden einsehbar ist, ob und wie und wo seine Daten gespeichert werden und man bei Fehlspeicherung eine Löschung erzwingen kann, kann man über solche Maßnahmen reden.
PS: Es stimmt schon, dass es viele gibt, die unbedarft bei Facebook mit ihren Daten umgehen. Wer sich aber wirklich um seine Daten sorgt, der nimmt auch die Warnungen von Datenschützern ernst und verzichtet auf Angaben bzw ganz auf Facebook. Als Gegenargument (mit "Totschlagcharakter") sollten Facebook und Co. hier aber nicht dienen, denn nicht jeder, der sich Gedanken über die (intransparente) Speicherung sensibler Daten macht, geht an anderer Stelle sorglos mit selbigen um. Aber selbst wenn ich mich entscheide, einem Unternehmen gewisse Daten zu geben, heißt das ja noch lange nicht, dass ich akzeptieren muss, wenn ohne mein Wissen Daten von mir gesammelt werden.
edit:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von SnuSnu:
Eine Bitte: lasst die Verknüpfung mit der Vorratsdatenspeicherung, das ist absoluter Unsinn! Hier sollte es um Hansa und die Maßnahmen drumherum gehen, nicht mehr, nicht weniger.
Das seh ich absolut anders! Das Problem ist dasselbe: Ich nehme jeden unter Generalverdacht, speichere Daten, die erstmal absolut nichts mit irgendeinem Fehlverhalten zu tun haben. Später kann ich wegen dieser zu Unrecht gespeicherten Daten mit Sachen in Verbindung gebracht werden, mit denen ich nichts zu tun habe. Auch ist bei schlecht gesicherten Systemen (wobei ich grundsätzlich ausgehe) die Datensicherheit nicht gegeben.
Auf die Verknüpfung zu unserem Scannerthema bin ich nun schon öfter eingangen: Werden Bilder, biometrische Daten und ähnliches am Einlaß pauschal gespeichert ist das aus meiner Sicht absolut unhinnehmbar! Das wäre das selbe Vorgehen wir bei der Vorratsdatenspeicherung, nur auf einer anderen Ebene. Prüft die Cam Ad-hoc ob ich auf einer Gewalttäterliste stehe ist das hingegen völlig ok - es ist einfach wichtig wie mit den Daten umgegangen wird.
Natürlich sieht die Polizei und das Innenministerium das anders - aber hier hoffe ich, dass die Gewaltenteilung und Kontrolle bei uns ausreichend gewährleistet ist um den Leuten die Suppe zu versalzen. Und richtig, für mich ist es die Judikative, die sich um meine Rechte kümmert - große Teile der Executive sind diese schlichtweg oftmals total egal.
Word!
Kurz mal meine Meinung zu dem Thema:
Wichtig ist nicht, ob Scanner eingesetzt werden oder nicht - völlig egal. Wichtig ist wie man diese einsetzt bzw. was sie technisch zu leisten in der Lage sind.
Was NICHT geht: Biometrische Daten werden pauschal erfasst und gespeichert - ähnlich der Vorratsdatenspeicherung in der Kommunikation. Wenn das der Plan ist: Dagegen!
Was geht: Es werden vom Scanner keinerlei Daten gespeichert. Es findet dann ein Ad-Hoc Datenabgleich mit einem Verzeichnis von registrierten Gewalttätern/SVlern statt. Ich stelle mir das etwa vor wie bei nem Metallscanner am Airport: Du gehst durch und entweder piept es oder es piept nich. Piept es muss man halt den Ausweis kontrollieren und den Betreffenden im Zweifel aus dem Verkehr ziehen. Ähnlich wird das meines Wissens nach in Casinos mit Betrügern gehandhabt. Auch müsste man dafür nicht zwingend alle Leute Scannen - Frauen, Kinder, bekannte Gesichter auf den Tribünen - kein Problem.
Wichtig dabei ist aber (was auch im Artikel angesprochen wurde), dass man endich mit dem Bundesdatenschutz abgestimmte Regeln für die Speicherung von Daten von Gewalttätern vornimmt. Hierzu MUSS eine Transparenz vorhanden sein, die jedem erlaubt sich zu informieren. Auch wichtig sind klare (automatische?) Regelungen, wann man aus dem Register wieder gelöscht wird. Ist das SV ausgelaufen muss das System den Eintrag ohne wenn und aber löschen. Bei Tätern, die z.B. durch besondere Gewalttaten aufgefallen sind, kann man das anders regeln - die würde ich länger im System belassen (was diese aber wissen müssen) und dann bei bestimmten Riskospielen Reise- oder Platzverbote aussprechen. Das wird derzeit ja auch so ähnlich gehandhabt, nur hat die Polizei damit verdammt viel Handarbeit...
[...]
Wenn die oben genannten Punkte geklärt sind und transparent sind, DANN kann man das schon machen. Solange es ein Schnellschuß im Feldversuch wird, wo man am Ende noch Angst haben muss, dass die Polizei alle biometrischen Daten dauerhaft speichert oder sonstigen Unfug macht, DANN sollte man es von höchster Stelle unterbinden.
BTW: Ist Euch mal aufgefallen, dass man statt der Scanner ganz einfach Ausweise kontrollieren und abgleichen könnte? Scannt man diese und gleicht die Daten mit einer Datenbank ab (die es eh schon gibt) müsste man den ganzen Aufwand nicht treiben. Dann würde es aber auch heißen: Haste keinen Ausweis kommste nich rein! (so wie in jeder vernünftigen Diskothek)
Fast sehr gut meine Haltung zu dem Ganzen zusammen.
Die Befürchtung ist da, dass einfach Daten gesammelt werden, die nicht gesammelt werden müssen. Und unbegründet ist das nicht, denn die Sammelwut hat schon enorm zugenommen. Wenn das nicht passiert und man das auch transparent nachvollziehen kann, ist es wirklich egal, ob ein Mensch oder eine Kamera das macht. Und so lange Fehlalarm persönlich korrigiert werden kann, auch gut.
Und ja, ich denke auch, dass Ausweiskontrolle die einfachere Möglichkeit wäre. Dann bräuchte man auch nicht zwingend die personalisierten Tickets. Wobei das personalisierte Ticket letztlich eine doppelte Absicherung ist.
Wenn also für jeden einsehbar ist, ob und wie und wo seine Daten gespeichert werden und man bei Fehlspeicherung eine Löschung erzwingen kann, kann man über solche Maßnahmen reden.
PS: Es stimmt schon, dass es viele gibt, die unbedarft bei Facebook mit ihren Daten umgehen. Wer sich aber wirklich um seine Daten sorgt, der nimmt auch die Warnungen von Datenschützern ernst und verzichtet auf Angaben bzw ganz auf Facebook. Als Gegenargument (mit "Totschlagcharakter") sollten Facebook und Co. hier aber nicht dienen, denn nicht jeder, der sich Gedanken über die (intransparente) Speicherung sensibler Daten macht, geht an anderer Stelle sorglos mit selbigen um. Aber selbst wenn ich mich entscheide, einem Unternehmen gewisse Daten zu geben, heißt das ja noch lange nicht, dass ich akzeptieren muss, wenn ohne mein Wissen Daten von mir gesammelt werden.
edit:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von SnuSnu:
Eine Bitte: lasst die Verknüpfung mit der Vorratsdatenspeicherung, das ist absoluter Unsinn! Hier sollte es um Hansa und die Maßnahmen drumherum gehen, nicht mehr, nicht weniger.
Das seh ich absolut anders! Das Problem ist dasselbe: Ich nehme jeden unter Generalverdacht, speichere Daten, die erstmal absolut nichts mit irgendeinem Fehlverhalten zu tun haben. Später kann ich wegen dieser zu Unrecht gespeicherten Daten mit Sachen in Verbindung gebracht werden, mit denen ich nichts zu tun habe. Auch ist bei schlecht gesicherten Systemen (wobei ich grundsätzlich ausgehe) die Datensicherheit nicht gegeben.
Auf die Verknüpfung zu unserem Scannerthema bin ich nun schon öfter eingangen: Werden Bilder, biometrische Daten und ähnliches am Einlaß pauschal gespeichert ist das aus meiner Sicht absolut unhinnehmbar! Das wäre das selbe Vorgehen wir bei der Vorratsdatenspeicherung, nur auf einer anderen Ebene. Prüft die Cam Ad-hoc ob ich auf einer Gewalttäterliste stehe ist das hingegen völlig ok - es ist einfach wichtig wie mit den Daten umgegangen wird.
Natürlich sieht die Polizei und das Innenministerium das anders - aber hier hoffe ich, dass die Gewaltenteilung und Kontrolle bei uns ausreichend gewährleistet ist um den Leuten die Suppe zu versalzen. Und richtig, für mich ist es die Judikative, die sich um meine Rechte kümmert - große Teile der Executive sind diese schlichtweg oftmals total egal.
Word!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von espadin am 02.02.2012 um 12:58 Uhr bearbeitet
Ihr habt vollkommen recht wenn ihr über Abneigung zu Generalverdacht redet. Das sehe ich genauso. Auch der Schutz durch einen Richtervorbehalt ist wichtig. Und die Art und Weise wie abgeglichen und gespeichert wird sowieso. Nicht umsonst sind die Speicherfristen ein wichtiger Bestandteil sämtlicher Datenschutzrichtlinien, egal ob Behörde oder Privatwirtschaft.
Wie ich aber auch sagte, man kann sich totsammeln und dann kommt man vor Datenflut zu nichts mehr. Da können auch die Behörden eigentlich kein Interesse dran haben. Also Screening für Positivtreffer wäre eine Möglichkeit, allerdings nicht die Speicherung sämtlicher Besucherdaten und mögliche Verknüpfung mit persönlichen Daten.
Auch die Aufnahmen sollten meiner Meinung nach ein paar Tagen gelöscht werden, es sei denn, sie werden auf richterliche Anordnung für Ermittlungsmaßnahmen benötigt.
Wie ich aber auch sagte, man kann sich totsammeln und dann kommt man vor Datenflut zu nichts mehr. Da können auch die Behörden eigentlich kein Interesse dran haben. Also Screening für Positivtreffer wäre eine Möglichkeit, allerdings nicht die Speicherung sämtlicher Besucherdaten und mögliche Verknüpfung mit persönlichen Daten.
Auch die Aufnahmen sollten meiner Meinung nach ein paar Tagen gelöscht werden, es sei denn, sie werden auf richterliche Anordnung für Ermittlungsmaßnahmen benötigt.
Zitat von strikerchamp:
das ist nicht ganz richtig. Hansa hat zwar ein Hausrecht, muss sich aber natürlich dennoch an die öffentliche Gesetzgebung halten und darf diese nur sehr eingeschränkt modifizieren. Vergleich dazu wäre eben das Oktoberfest, wo es auch einen Veranstalter gibt und auch viele Straftaten (um mehrere hundert Prozent mehr als beim Fußball), aber Überwachungskameras auf dem Gelände nicht filmen.
Es ist also nicht so, dass das Stadion ein gänzlich privater Raum mit Narrenfreiheit für den Veranstalter ist.
Natürlich muss er sich an Gesetzgebungen halten. Beruft er sich auf sie steigt die Chance für den Scanner enorm. Hansa hat die Pflicht die Zuschauer zu schützen. Wenn du tatsächlich nach all den Vorkommnissen immer noch behauptest, der Verdachtmoment sei nicht gegeben, müssen wir die Diskussion viel weiter vorne anfangen!
das ist nicht ganz richtig. Hansa hat zwar ein Hausrecht, muss sich aber natürlich dennoch an die öffentliche Gesetzgebung halten und darf diese nur sehr eingeschränkt modifizieren. Vergleich dazu wäre eben das Oktoberfest, wo es auch einen Veranstalter gibt und auch viele Straftaten (um mehrere hundert Prozent mehr als beim Fußball), aber Überwachungskameras auf dem Gelände nicht filmen.
Es ist also nicht so, dass das Stadion ein gänzlich privater Raum mit Narrenfreiheit für den Veranstalter ist.
Natürlich muss er sich an Gesetzgebungen halten. Beruft er sich auf sie steigt die Chance für den Scanner enorm. Hansa hat die Pflicht die Zuschauer zu schützen. Wenn du tatsächlich nach all den Vorkommnissen immer noch behauptest, der Verdachtmoment sei nicht gegeben, müssen wir die Diskussion viel weiter vorne anfangen!
weiterhin ist der Vergleich mit Oktoberfest und Stadionbesuch nicht ganz zutreffend.
Ein Großteil des Oktoberfest Geländes sind frei zugänglich. Im Stadion kaufst du dir ein Ticket und akzeptierst somit die AGBs.
Auch wird im Stadion gefilmt, viel gefilmt. Der einzige Unterschied der als Diskussion im Raum steht ist die Aufstellung von weiteren Kameras und die Einrüstung der Fähigkeit der Kameras, wie von Forever Hansa beschrieben, zur (automatischen) Gesichtserkennung.
Ein Großteil des Oktoberfest Geländes sind frei zugänglich. Im Stadion kaufst du dir ein Ticket und akzeptierst somit die AGBs.
Auch wird im Stadion gefilmt, viel gefilmt. Der einzige Unterschied der als Diskussion im Raum steht ist die Aufstellung von weiteren Kameras und die Einrüstung der Fähigkeit der Kameras, wie von Forever Hansa beschrieben, zur (automatischen) Gesichtserkennung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SnuSnu am 02.02.2012 um 14:34 Uhr bearbeitet
Zitat von strikerchamp:
zur Thematik allgemein: es gibt hier offensichtlich zwei Parteien, die Einen befürworten einen solchen Scanner und die Anderen eben nicht. Wird Zeit, dass Bochum kommt und es mal wieder ein neues Thema gibt, welches nicht nur einen Plus- und einen Minuspol hat. Hier geht es offensichtlich um eine Grundsatzfrage.
Jo, Bochum.
Zum Bochum-Spiel stellt sich mir erst mal eine entscheidende Frage (mit Zusatzfrage):
Findet das Spiel auch wirklich statt? Und wenn nein, gibt es dann eine rechtzeitige Absage in Richtung HRO, damit die meisten Fans nicht schon unterwegs sind? Wenn nicht, dann kommen mir Erinnerungen...
Ansonsten war die Diskussion jetzt hier doch sehr einseitig auf das Thema Gesichtsscanner fokusiert. Dabei muss sich doch zunächst erst die schon angewendete Maßnahme "personalisierte Tickets" bewähren. Ich weiß nicht genau, ob diese Maßnahme etwas bringt. Ich kann aber auch nicht erkennen, wo sie mir persönlich schaden soll. Deshalb hab ich mir für Bochum auch ein solches Ticket ohne Bedenken geholt. Ich hielte es jedenfalls für den falschen Weg, ohne personalisiertes Ticket zu versuchen, ins Stadion zu kommen.
PS: @strikerchamp
Es geht nicht nur darum, dass die Einen einen solchen Scanner befürworten und die Anderen nicht. Erstere können halt nur angesichts der wiederholten Negativereignisse in unserer Kurve zur Not auch mit so einer Maßnahme leben, wenn sie denn etwas bringen sollte.
zur Thematik allgemein: es gibt hier offensichtlich zwei Parteien, die Einen befürworten einen solchen Scanner und die Anderen eben nicht. Wird Zeit, dass Bochum kommt und es mal wieder ein neues Thema gibt, welches nicht nur einen Plus- und einen Minuspol hat. Hier geht es offensichtlich um eine Grundsatzfrage.
Jo, Bochum.
Zum Bochum-Spiel stellt sich mir erst mal eine entscheidende Frage (mit Zusatzfrage):
Findet das Spiel auch wirklich statt? Und wenn nein, gibt es dann eine rechtzeitige Absage in Richtung HRO, damit die meisten Fans nicht schon unterwegs sind? Wenn nicht, dann kommen mir Erinnerungen...
Ansonsten war die Diskussion jetzt hier doch sehr einseitig auf das Thema Gesichtsscanner fokusiert. Dabei muss sich doch zunächst erst die schon angewendete Maßnahme "personalisierte Tickets" bewähren. Ich weiß nicht genau, ob diese Maßnahme etwas bringt. Ich kann aber auch nicht erkennen, wo sie mir persönlich schaden soll. Deshalb hab ich mir für Bochum auch ein solches Ticket ohne Bedenken geholt. Ich hielte es jedenfalls für den falschen Weg, ohne personalisiertes Ticket zu versuchen, ins Stadion zu kommen.
PS: @strikerchamp
Es geht nicht nur darum, dass die Einen einen solchen Scanner befürworten und die Anderen nicht. Erstere können halt nur angesichts der wiederholten Negativereignisse in unserer Kurve zur Not auch mit so einer Maßnahme leben, wenn sie denn etwas bringen sollte.
Zitat von fchansa1965:
Wenn ihr wüsstet, wie schlecht nach wie vor die Gesichtserkennung funktioniert, dann würdet ihr nicht so einen Aufschrei machen. Ein BaseCap auf oder das Gesicht nicht ganz ausgeleuchtet oder einfach Schattenwurf von Bäumen/Masten, der Kragen der Jacke sehr hoch, oder oder oder - schon funktionert es eben nicht mehr automatisch. Dann muss jedes Gesicht einzeln von Hand noch nachbearbeitet werden (zum Teil mit erheblichem Aufwand) - diesen Aufwand bei Über 1.000 Leuten macht NIEMAND!
Hier kann es sich also tatsächlich nur um eine Präventivmaßnahme zur Abschreckung handeln. Oder um hinterher sagen zu können: DER war es - und so sah er am Einlass aus!
Also können wir uns wieder beruhigen - es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird...
Hast du dir mal die Mühe gemacht den Artikel zu lesen? Ich befürchte nicht...
Wenn ihr wüsstet, wie schlecht nach wie vor die Gesichtserkennung funktioniert, dann würdet ihr nicht so einen Aufschrei machen. Ein BaseCap auf oder das Gesicht nicht ganz ausgeleuchtet oder einfach Schattenwurf von Bäumen/Masten, der Kragen der Jacke sehr hoch, oder oder oder - schon funktionert es eben nicht mehr automatisch. Dann muss jedes Gesicht einzeln von Hand noch nachbearbeitet werden (zum Teil mit erheblichem Aufwand) - diesen Aufwand bei Über 1.000 Leuten macht NIEMAND!
Hier kann es sich also tatsächlich nur um eine Präventivmaßnahme zur Abschreckung handeln. Oder um hinterher sagen zu können: DER war es - und so sah er am Einlass aus!
Also können wir uns wieder beruhigen - es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird...
Hast du dir mal die Mühe gemacht den Artikel zu lesen? Ich befürchte nicht...
Zitat von fchansa1965:
Ich habe mich schon intensiver mit diesem Thema beschäftigt, da ich in der Nähe von Wiesbaden wohne (berufsbedingt). Glaube mir, das funktioniert wirklich nicht wirklich ordentlich. ;)
(Das BKA wäre sonst nicht von dem Versuch wieder abgerückt.)
Und ja, ich habe den Artikel sehr aufmerksam gelesen, z.B.:
Zitat
"Erfolgreiche Gesichtserkennung ist bei 2D-Verfahren nur mit Frontalaufnahmen möglich", erklärte Projektleiter Peter Pretzel, "das bedeutet, dass die zu suchenden Personen sich kooperativ verhalten müssen und nicht auf den Boden schauen..."
Ich glaube dann stellen wir uns das Verfahren einfach unterschiedlich vor :-) Im Text wird ja auch erwähnt, dass die Technologie gut ist um bei Events Einlasskontrollen zu machen. Mit einer Cam oben an der STraßenlaterne klappt das noch nicht ordentlich - aber das will ja auch niemand.
Ich dachte an eine Kamera an jedem eingang, indie jeder einmal gerade gucken muss wenn er direkt davor steht und dann nach aufforderung weitergeht. Im Grunde kann man das sogar machen wärend abgetastet wird.
Ich habe mich schon intensiver mit diesem Thema beschäftigt, da ich in der Nähe von Wiesbaden wohne (berufsbedingt). Glaube mir, das funktioniert wirklich nicht wirklich ordentlich. ;)
(Das BKA wäre sonst nicht von dem Versuch wieder abgerückt.)
Und ja, ich habe den Artikel sehr aufmerksam gelesen, z.B.:
Zitat
"Erfolgreiche Gesichtserkennung ist bei 2D-Verfahren nur mit Frontalaufnahmen möglich", erklärte Projektleiter Peter Pretzel, "das bedeutet, dass die zu suchenden Personen sich kooperativ verhalten müssen und nicht auf den Boden schauen..."
Ich glaube dann stellen wir uns das Verfahren einfach unterschiedlich vor :-) Im Text wird ja auch erwähnt, dass die Technologie gut ist um bei Events Einlasskontrollen zu machen. Mit einer Cam oben an der STraßenlaterne klappt das noch nicht ordentlich - aber das will ja auch niemand.
Ich dachte an eine Kamera an jedem eingang, indie jeder einmal gerade gucken muss wenn er direkt davor steht und dann nach aufforderung weitergeht. Im Grunde kann man das sogar machen wärend abgetastet wird.
Zitat von lusor:
Zitat von strikerchamp:
das ist nicht ganz richtig. Hansa hat zwar ein Hausrecht, muss sich aber natürlich dennoch an die öffentliche Gesetzgebung halten und darf diese nur sehr eingeschränkt modifizieren. Vergleich dazu wäre eben das Oktoberfest, wo es auch einen Veranstalter gibt und auch viele Straftaten (um mehrere hundert Prozent mehr als beim Fußball), aber Überwachungskameras auf dem Gelände nicht filmen.
Es ist also nicht so, dass das Stadion ein gänzlich privater Raum mit Narrenfreiheit für den Veranstalter ist.
Natürlich muss er sich an Gesetzgebungen halten. Beruft er sich auf sie steigt die Chance für den Scanner enorm. Hansa hat die Pflicht die Zuschauer zu schützen. Wenn du tatsächlich nach all den Vorkommnissen immer noch behauptest, der Verdachtmoment sei nicht gegeben, müssen wir die Diskussion viel weiter vorne anfangen!
Die Problematik bei deiner Argumentation ist aber, dass der Verdachtmoment nicht gegen den Einzelnen besteht, sondern ein Generalverdacht ist und dabei ginge dann die Unschuldsvermutung über den Bach und das wiederum passt nicht mit der Gesetzesgebung zusammen. In anderen Worten: wenn andere Sch*** bauen, kann/darf man nicht jeden einzelnen dafür verdächtigen. Also laut Gesetzgebung steigen dann die Chancen eben nicht enorm.
Wenn man das jetzt weiterspinnen würde, müsste man diese Scanner in jedem Stadion anbringen, da potenziell überall Pyro angewandt werden könnte (meinetwegen auch Leuchtspurzeugs) und somit auch potenziell die Sicherheit der Zuschauer gefährdet ist. Eine dauerhafte "Extraklassifikation" für Hansa-Fans ist hierbei nicht denkbar.
Hoffentlich findet Bochum überhaupt statt und ich bin schon sehr gespannt, welche Aktionen da so gestartet werden und wie es mit den Tickets funktioniert. Das "Fußballfans sind keine Verbrecher" höre ich jetzt schon, hoffentlich nicht das ganze Spiel durch (gleiches gilt für 1213)
Zitat von strikerchamp:
das ist nicht ganz richtig. Hansa hat zwar ein Hausrecht, muss sich aber natürlich dennoch an die öffentliche Gesetzgebung halten und darf diese nur sehr eingeschränkt modifizieren. Vergleich dazu wäre eben das Oktoberfest, wo es auch einen Veranstalter gibt und auch viele Straftaten (um mehrere hundert Prozent mehr als beim Fußball), aber Überwachungskameras auf dem Gelände nicht filmen.
Es ist also nicht so, dass das Stadion ein gänzlich privater Raum mit Narrenfreiheit für den Veranstalter ist.
Natürlich muss er sich an Gesetzgebungen halten. Beruft er sich auf sie steigt die Chance für den Scanner enorm. Hansa hat die Pflicht die Zuschauer zu schützen. Wenn du tatsächlich nach all den Vorkommnissen immer noch behauptest, der Verdachtmoment sei nicht gegeben, müssen wir die Diskussion viel weiter vorne anfangen!
Die Problematik bei deiner Argumentation ist aber, dass der Verdachtmoment nicht gegen den Einzelnen besteht, sondern ein Generalverdacht ist und dabei ginge dann die Unschuldsvermutung über den Bach und das wiederum passt nicht mit der Gesetzesgebung zusammen. In anderen Worten: wenn andere Sch*** bauen, kann/darf man nicht jeden einzelnen dafür verdächtigen. Also laut Gesetzgebung steigen dann die Chancen eben nicht enorm.
Wenn man das jetzt weiterspinnen würde, müsste man diese Scanner in jedem Stadion anbringen, da potenziell überall Pyro angewandt werden könnte (meinetwegen auch Leuchtspurzeugs) und somit auch potenziell die Sicherheit der Zuschauer gefährdet ist. Eine dauerhafte "Extraklassifikation" für Hansa-Fans ist hierbei nicht denkbar.
Hoffentlich findet Bochum überhaupt statt und ich bin schon sehr gespannt, welche Aktionen da so gestartet werden und wie es mit den Tickets funktioniert. Das "Fußballfans sind keine Verbrecher" höre ich jetzt schon, hoffentlich nicht das ganze Spiel durch (gleiches gilt für 1213)
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