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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#681
26.01.2024 - 11:18 Uhr
Zitat von Nic

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.


Seit dem letzten Geschäftsbericht wurde das Ganze deutlich detailierter und die Schätzung kommt schon ganz gut hin. Der Personalaufwand wird schließlich zwar mit 185 Mio. angegeben, aber auf die erste Mannschaft entfallen dabei 129 Mio., inklusive Boni nach meinem Verständnis. Dazu kommen 14,8 Mio. für die Amas und 36,4 Mio. für Handel und Verwaltung. Aus der verbliebenen Differenz ergäben sich für 22/23 demnach 4,8 Mio. für den Trainerstab (10,2 Mio. im Jahr davor).

Korrektur: die Rechnung zum Trainerstab ist falsch, da der Personalaufwand im Konzern natürlich deutlich höher lag (236 Mio.). Darin sind dann Amas und handel/Verwaltung inkludiert und die 185 Mio. beziehen sich allein auf die Kosten für die Bundesliga. Entsprechend sind aber die Prämien nicht inkludiert in den 129 Mio. wir reden von 159,4 Mio. Gesamtkosten der ersten Mannschaft, woraus sich 25,7 Mio. für den Staff ergäben (28 Mio. im Vorjahr) - was denke ich mehr Sinn macht, bei 210 Mitarbeitern, die auf die sportliche Abteilung entfallen. Dazu habe ich beim Link anklicken gesehen, dass die Angabe in Pfund ist, wonach 127 Mio. Pfund eben knapp 150 Mio. Euro wären, was also auch ungefähr hinkommen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.01.2024 um 11:30 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#682
26.01.2024 - 13:14 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.

Was beim Vergleich Personalkosten / Kaderwert zu berücksichtigen ist, ist einerseits, dass Tottenham ein englischer Verein ist und die Spieler da einen eher höheren Marktwert zugeschrieben bekommen, selbst Brighton hat einen höheren Wert, wir liegen hinter Aston Villa, selbst Nottingham Forest und Brentfort sind keine 100 Mio entfernt. Nottingham Forest wäre in der BL Platz 5, selbst FC Burnley, in der PL Platz 18, wäre bei uns Platz 5. Würden wir in der PL stehen, würde unser Marktwert wohl um mindestens 100 Mio steigen, eher mehr. Ohne das sich an den Spielern etwas ändert.
Andererseits muss auch auf die Altersstruktur geschaut werden. Tottenham hat 4 Spieler, die 30+ sind. Torwart Nr. 2+3, IV Nr. 3/4 und Son, der auch noch mit 50 Mio bewertet wird. Bei uns sind es unter anderem Hummels (6 Mio), Meunier (2,5 Mio), Can (12 Mio), Reus (7 Mio) und Füllkrug (13 Mio). Auch wenn die einen niedrigen Marktwert haben, ist das Gehalt weiterhin hoch. Ich bezweifle bspw, dass ein Oliver Skipp leistungstechnisch besser ist als ein Can, er wird bedeutend weniger verdienen, hat aber einen höheren Marktwert, da er noch jünger ist und Potential hat. Ein Hummels bringt weiterhin richtig starke Leistung, bekommt viel Geld, in Tottenham haben aber nur die Torhüter 2-5 einen niedrigeren Marktwert.
Was ich versuche aufzuzeigen, Kaderwert und Personalkosten weisen zwar eine gewisse Korrelation auf, durch andere Faktoren ist aber kein gleichlauf zu erwarten.
Eine Startelf mit Neuer, Hummels, Guerreiro, Müller, Walker, Thiago, van Dijk und Co wäre von den Personalkosten wohl weit vorne, auch in der Tabelle, vom Marktwert würde sie aber hinter einer Mannschaft mit Stanisic, Svanberg, Wind, Wöber, Scally, Kelleher Ing Co stehen, die bei sowohl Gehalt als auch Leistung irgendwo im Niemandsland wären.

Der Steuervorteil in Italien wurde erst 2024 aufgehoben, Einflüsse sollten also noch kaum sichtbar sein.

•     •     •

Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Perca am 26.01.2024 um 13:16 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#683
26.01.2024 - 13:48 Uhr
Zitat von Perca

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.

Was beim Vergleich Personalkosten / Kaderwert zu berücksichtigen ist, ist einerseits, dass Tottenham ein englischer Verein ist und die Spieler da einen eher höheren Marktwert zugeschrieben bekommen, selbst Brighton hat einen höheren Wert, wir liegen hinter Aston Villa, selbst Nottingham Forest und Brentfort sind keine 100 Mio entfernt. Nottingham Forest wäre in der BL Platz 5, selbst FC Burnley, in der PL Platz 18, wäre bei uns Platz 5. Würden wir in der PL stehen, würde unser Marktwert wohl um mindestens 100 Mio steigen, eher mehr. Ohne das sich an den Spielern etwas ändert.
Andererseits muss auch auf die Altersstruktur geschaut werden. Tottenham hat 4 Spieler, die 30+ sind. Torwart Nr. 2+3, IV Nr. 3/4 und Son, der auch noch mit 50 Mio bewertet wird. Bei uns sind es unter anderem Hummels (6 Mio), Meunier (2,5 Mio), Can (12 Mio), Reus (7 Mio) und Füllkrug (13 Mio). Auch wenn die einen niedrigen Marktwert haben, ist das Gehalt weiterhin hoch. Ich bezweifle bspw, dass ein Oliver Skipp leistungstechnisch besser ist als ein Can, er wird bedeutend weniger verdienen, hat aber einen höheren Marktwert, da er noch jünger ist und Potential hat. Ein Hummels bringt weiterhin richtig starke Leistung, bekommt viel Geld, in Tottenham haben aber nur die Torhüter 2-5 einen niedrigeren Marktwert.
Was ich versuche aufzuzeigen, Kaderwert und Personalkosten weisen zwar eine gewisse Korrelation auf, durch andere Faktoren ist aber kein gleichlauf zu erwarten.
Eine Startelf mit Neuer, Hummels, Guerreiro, Müller, Walker, Thiago, van Dijk und Co wäre von den Personalkosten wohl weit vorne, auch in der Tabelle, vom Marktwert würde sie aber hinter einer Mannschaft mit Stanisic, Svanberg, Wind, Wöber, Scally, Kelleher Ing Co stehen, die bei sowohl Gehalt als auch Leistung irgendwo im Niemandsland wären.

Der Steuervorteil in Italien wurde erst 2024 aufgehoben, Einflüsse sollten also noch kaum sichtbar sein.

Ja, ältere Spieler haben einen geringeren Marktwert bei gleichem Leistungsvermögen.
Setzt man auf diese Spieler, muss sich das in einer höheren Leistungsfähigkeit widerspiegeln. Denn man verzichtet dafür auf Spieler mit Potenzial. Der Wiederverkaufswert im Kader wird also geringer und man hat weniger entwicklungsfähige Spieler. Genau dieses fehlende Potenzial drückt sich im Marktwert des Kaders aus, denke ich.
Das fehlende Potenzial müsste durch größeren sportlichen Erfolg ausgeglichen werden, denke ich. Ansonsten macht es keinen Sinn, vermehrt auf erfahrene Spieler zu setzen.
Wir spielen aber unseren schlechtesten Fußball seit Jahren, meiner Meinung nach.

Also, Du hast sicher Recht, dass der Marktwert des Kaders nicht alleine ausdrückt, ob man für die gezahlten Gehälter genug Gegenwert erhält. Man muss dazu auch das sportliche Abschneiden einbeziehen.

Insgesamt sieht es für mich dann so aus, dass wir viel Gehalt zahlen, schlechter performen als sonst in der jüngeren Vergangenheit und dazu weniger Potenzial im Kader haben, was man am geringeren Marktwert des Kaders sieht.
Ich finde, dass verdeutlicht nochmal, dass es aktuell schlechter aussieht als sonst in den letzten Jahren und unsere Verantwortlichen nicht einfach so weitermachen dürfen.

PS: Für einen aktuellen Vergleich unserer finanziellen Möglichkeiten, sind die aktuellen Steuergesätze in Italien entscheidend.
Anders wäre es, wenn wir über Spieler sprechen die damals nach Italien gingen, weil sie dort Netto mehr bekamen. Also, bei den Marktwerten der Kader hat das wahrscheinlich Einfluss.
Nach Überfliegen der Zahlen, erkenne ich aber nicht, dass sich irgendwelche Aussagen dadurch merklich ändern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 26.01.2024 um 13:58 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#684
06.02.2024 - 10:50 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz
Wie schlecht muss es um den BVB stehen, wenn man froh ist, Thomas von der Payroll, mit seinen – geschätzten – 4 Mio. Gehalt, für die halbe Saison verkauft – oder einfach nur weg – zu haben?

Der Gedanke beunruhigt mich gerade…schief


Ich verstehe die Schlussfolgerung nicht. Unabhängig von der wirtschaftlichen Lage sollte doch das Ziel sein, finanziellen Ballast abzustoßen. Die einen trifft es ggf. mehr als andere Vereine, wenn für die Mannschaft kein sportlicher Mehrwert gegeben ist, aber positiv ist es doch alle Male, oder? Was das angeht sollte der BvB mal etwas rigoroser ausmisten, denn dicke Gehälter zahlen wir gut, der sportliche Mehrwert ist nickt zwangsweise damit verknüpft, siehe neben Meunier auch Beispiele wie Süle etc.

Jetzt hat er 2-3x als Stamm Rv gespielt als Ryerson verletzt war, und schon kommt Kritik auf, dass man eines der größten Missverständnisse der letzten Jahre abgeben will und damit 4-5 mio spart? Das sind immerhin 4-5 mio., die man im Sommer mehr zur Verfügung hat um mögliche Baustellen LV DM RV vernünftig schließen zu können.

Vielleicht haben es die Verantwortlichen mittlerweile gerafft, dass künftig in Qualität investiert werden muss (Maatsen, Sancho, DM, RV). Mit Durchschnitt schließt man die Baustellen nickt auf lange Sicht und kauft entsprechend 3-4 mal. Da kann jede mio. Helfen.

Selbiges gilt für Blank, reyna etc.

Ich finde da hat der BVB in den letzten Jahre einfach vieles verschlafen. Einen vielversprechenden blank für 7(?) mio gehen zu lassen und eine Option zu haben, in für 10 wieder zu bekommen, falls er denn einschläft, ist ein top Deal. Auch die 7 mio können im Sommer investiert werden.
Selbiges für Reyna, den ich für einen guten Spieler halte. Da er aber kaum Spielzeit bekam, ist der einzig logische Schritt, ihn zu verleihen und somit die Chancen zu erhöhen, dass er sportlich und wirtschaftlichen Wachstum generiert.

Was das angeht war mir der BvB in den letzten Jahren viel zu unflexibel. Schaut euch Krönche an, der leiht Spieler, verleiht Spieler, gibt Missverständnisse ab, bevor sie nichts mehr wert sind. So muss das sein im Tagesgeschäft
BVB - Finanzen |#685
09.02.2024 - 11:26 Uhr
Zitat von Kervin83
Zitat von ForzaBorussia

Das hat alles überhaupt gar nichts hier in diesem Thread zu suchen.

Hier geht es um finanzielle Infos oder Diskussionen.

Bzgl TV Geldern wird wie oben erwähnt mit einem Rückgang gerechnet. Das knacken der Milliarde wäre schon ein Erfolg.
Und was auslaufende Sponsorenverträge vor allem beim Hauptsponsor angeht, würde ich auch nicht damit rechnen, dass die steigen, eher im Gegenteil.


Ja habe jetzt die Tage auch nochmal ein wenig recherchiert und bei den TV Geldern wirds wohl tatsächlich eher rückläufig werden. Das hatte ich falsch auf dem Schirm.
Beim Hauptsponsonsor glaube ich auch nicht an ähnliche Steigerungen wie in der Vergangenheit. Wäre allerdings schon hart wenn Akis letzter großer Sponsoren Deal keinen weiteren Wachstum zulässt. Aber auch das kann man bei der derzeitigen Wirtschaft leider nicht ausschließen. Wird aber auf jeden Fall spannend wie es sich da im nächsten Jahr entwickelt.

Wird ja auch davon abhängig sein wie es mit Evonik weitergeht. Die sind ja nun nicht einfach nur Sponsor.



Ansonsten kann ich dieses Geheule teilweise hier im Bezug auf die Finanzen und diese Panikmache nicht verstehen. Das ist teilweise schon zum fremdschämen.

Letztes Jahr hat das Unternehmen fast 10 Mio Gewinn gemacht. Dieses Jahr möchte man den Gewinn erhöhen und sogar Dividende zahlen. Laut Geschäftsbericht lag man Ende Q1 15 Mio über dem Vorjahreswert. Dadurch das man jetzt im Winter auch nochmal klug gewirtschaftet hat und ein ähnliches abschneiden in der CL zu erwarten ist wird der Gewinn sehr wahrscheinlich also deutlich über 20 Mio betragen. Konservativ gerechnet. Wenn man in der CL ne Runde weiter kommt sogar noch höher...
Und hier prophezeien einige den finanziellen Untergang herbei und bekommen "angst" wenn sie sich um unsere Finanzen Gedanken machen und als Initiator dient das eingesparte Gehalt von Meunier^^

Ich treffe mal die ganz düstere Prognose, dass man im Sommer sogar investieren und alle Gehälter bezahlen kann wenn man sich nicht für das internationale Geschäft qualifiziert und keine Spieler verkauft. Ja so schlecht geht es uns.
Natürlich kann man sich dann keinen Maatsen und auch keinen Sancho leisten. Aber trotzdem müsste sich niemand in der Geschäftsstelle überlegen nen Insolvenzantrag zu stellen.
Trotzdem wird der Verein in der Lage sein den zweitteuersten Kader der Liga zu bezahlen (Kaderstärke trotz der Kosten ist ein anderes Thema) und könnte durch freigewordene Gehälter und den vorhandenen Mitteln aus dem Vorjahresgewinn theoretisch sogar aktiv werden. Auch wenn so natürlich maximal Leihen oder Transfers in der Kategorie Reyerson möglich wären.
Eventuelle Einnahmen aus dem internationalen Geschäft würden diesen Spielraum für Ablösen natürlich massiv erhöhen und es wird bestimmt auch Abgänge geben die Ablöse bringen.

Von daher ist dieses schwarzgemale hier echt absurd.
Gibt wahrscheinlich keine 10 Vereine auf dem Planeten die finanziell so gesund und gut aufgestellt sind und hier wird von einigen so getan als stünde man wieder kurz davor in Zustände zu geraten wo der Aufsichtsrat jede einzelne Investition über 250 000€ besprechen und genehmigen muss.


Es ist weder so positiv noch so negativ. Es gibt allerdings heftige Alarmzeichen und zwar nicht erst seit dieser Saison. Nur mittlerweile hat sich eben auch so viel aufgebaut, dass es unübersehbar wurde.

Der BVB wird bei Verpassen des internationalen Geschäfts diesen Betrag niemals durch eingesparte Gehälter aus eigener Kraft kompensieren können, diese Aussage ist vollkommen unrealistisch. Selbst bei Verpassen der CL klafft eine Lücke von 50 bis 70 Mio. Euro, bei einem kompletten Verpassen liegen wir dann eher bei 70 bis 100 Mio. Euro an Einnahmeausfall.

Wie soll das durch Abgänge den bitte aufgefangen werden? Für machbar halte ich eine Einsparung von 20 Mio., aber das wird schon schwer genug. Man bekommt die Kaderkosten seit Jahren nicht in den Griff, alleine eine Einsparung von 20 Mio. wäre da schon eine totale Kehrtwende zum bisherigen Kurs.

Die Kompensation erfolgt dann entweder durch den Verkauf von Spielern oder die Aufnahme von Verbindlichkeiten (an eine Kapitalerhöhung glaube ich nicht, zumindest wäre diese bei einem derartigen sportlichen Worst-Case nicht zielführend). Der Verkauf von Spielern (wirklich viel Tafelsilber gibt es nicht mehr) geht aber dann wahrscheinlich mit Qualitätsverlusten einher, sodass da leicht eine Abwärtsspirale entstehen kann. Dies alles unter der Rahmenbedingung, dass in den letzten Jahren sukzessive das finanzielle Risiko gesteigert wurde um die sportlichen Ziele zu erreichen.

Eine Trendwende hat bei uns bislang nicht stattgefunden, bis auf die (zeitlich begrenzte) Korrektur großer transferpolitischer Versäumnisse ist noch nichts passiert. Es ist weder ein Konzept erkennbar, noch ein Plan für die mittelfristige Ausrichtung. Vielmehr werden durch unsinnige Transfers laufend weitere finanzielle Lasten in den Kader reingeholt (mit teilweise langen Verträgen), ohne dafür aber auch die Chancen auf zukünftige Entwicklung und Wertsteigerung mit jungen Talenten zu erhöhen.

Die Punkte und Handlungsweisen, die uns in die jetzige Situation gebracht haben, sind alle noch vorhanden. Man ist noch nicht mal voll auf die Bremse getreten, geschweige denn hat man eine Änderung der Richtung eingeschlagen. Das Fenster dazu ist nach wie vor da, aber es wird zunehmend kleiner.

Ich sehe bisher auch nicht den Willen, hier fundamental gegenzusteuern, weil es für Aki das Eingeständnis einer gigantischen Fehleinschätzung und für Terzic und Kehl das Aus beim BVB bedeuten würde. Wenn das Saisonziel bereits Anfang Februar noch noch lautet, die CL mit Ach und Krach zu erreichen, ist einiges schief gelaufen. Bis auf Bauernopfer gab es noch keine Konsequenzen. Sollte die CL aber wirklich verpasst werden, könnte es beim BVB schnell in ein personelles Erdbeben ausarten.
BVB - Finanzen |#686
16.02.2024 - 12:39 Uhr
Kann mir jemand erklären warum die Spielergehälter schon wieder gestiegen sind?
Warum sinkt der Marktwert, die Kaderqualität man zahlt aber vergleichbare Gehälter wie Arsenal, regt sich über die zahlungsstarken Premierleague Clubs auf und tut überwiegend so als wird schon alles wieder gut werden?

Warum habe ich bei 184 Millionen an Ausgaben dort, so viel schiss vor dem Duell mit PSV?
Warum ist unser Finanzthread nicht ständig voll mit Leuten die den Finger in die Wunde legen?
Warum wird da nie in dem Pressekonferenzen nachgefragt. Ich finde öffentlich wird so getan als würden alle anderen Vereine viel mehr Geld ausgeben, aber das stimmt einfach überhaupt nicht.

Mir fehlt da in der Öffentlichkeit eine gute Einordnung, unsere Misswirtschaft wird unter den Teppich gekehrt, dazu wird geschwiegen, warum fragt da niemand nach und bringt das mehr in den Fokus?

Warum ist das Thema Finanzen, gerade bei unserem Hintergrund als BVB, so stiefmütterlich in der Öffentlichkeit?

Auch bei uns Fans, warum werden bei Spielerdiskussionen deren Gehälter kaum berücksichtigt bei der Leistungswahrnehmung, bzw. nur innerhalb des Kosmos BVB nie mit draußen, dabei müsste man doch mal vergleichen was andere Spieler bei anderen Vereinen so verdienen.
Da sieht dann ein Adeyemi noch viel schlechter aus als sowieso.
Warum wird darüber so wenig geredet?
BVB - Finanzen |#687
18.02.2024 - 17:29 Uhr
Zitat von Cloud1988

Zitat von SNIFFER

Zitat von alisander

Zitat von Scarabaeus-sac

Zitat von Muenchner09er

Habt ihr den neuen Bericht von Transfermarkt gelesen? In dem wird gesagt, dass Bayern 3Mio € pro Heimspiel mehr verdient als wir bei 17 Liga Heimspielen so wie DFB-Pokal und Champions League Gruppenphase kommt man wahrscheinlich auf so 23-25 spiele. Das wären dann einfach mal locker 75 Millionen € mehr Einnahmen, die der FC Bayern nur durch die Heimspiele generiert. ja, in München kannst du andere Preise für Tickets und anderes nehmen aber wir müssen uns da schon ein bisschen anpassen. Wir sind ja noch nicht mal in den top 20 europaweit.


Bei allem Respekt, was möchtest Du dem gebeuteltem Ruhrgebiet abnehmen für eine Karte? Die alte Kohle aus der Kohle ist nicht mehr. Gelsenkirchen hatte Jahrelang die höchste Arbeitslosigkeit. Dortmund trumpft da auch nicht auf. Ich weiß nicht ob es heute noch so ist, früher haben ganz viele Eurer Spieler in Düsseldorf gewohnt und sind lieber 1Std. zum Training gefahren. Die Stadt ist wenig reizvoll für zukünftige Spieler, Medianeinkommen in Dortmund ist nicht so toll. Da reise ich lieber für ein Wochenende nach München oder Barcelona, als nicht ansässiger Fan. - geh nicht immer nur von alteingesessenen Fans aus. Du möchtest neue dazu gewinnen.
Man könnte es halten wie in England, wo die wirklichen Fans am Spieltag im Pub sitzen und sich die Karte nicht mehr leisten können. Nicht wenige Engländer besuchen mittlerweile die Bundesliga, Tages/Wochenendtrip ist günstiger wie die Karte beim Heimatverein.
Oder dieser VERDAMMT werbewirksame, mitgliederstarke, Verein mit tollem Stadion und Fans schafft das ausserhalb der Ticketpreise?
Eine Idee wäre Sponsor oder was bisher immer geklappt hat - gutes Scouting, attraktives Spiel?

Der BVB darf voller STOLZ sagen, er hat die meisten Zuschauer in ganz Europa im Stadion. Eine tolle Atmosphäre und irres Potential.

https://www.transfermarkt.de/verein-statistik/zuschauerrangliste/statistik/


Ja, kann ich nachvollziehen.
Man muss dan aber auch klar sagen, dass wir dauerhaft die Lücke zum FCB nicht mehr verringern können. Das ist eine der Grundlagen hierbei. Dem muss man sich stellen und dann ist vielleicht auch Platz 2-5 dauerhaft das spielerische Ergebnis, weil Erfolg hinterher am Geld hängt. Kurzfristig Ausnahmnen gibt es immer.


Das Bayern in einer anderen Liga spielt finanziell ist doch allenbewusst… Stadion Einnahmen, Sponsoren sind ein ganz anderer Level !

Wir müssen uns messen mit Leverkusen, RB
Die tätigen halt in letzter Zeit viel klügere Transfers als wir und diesen Vereinen gegenüber sind wir sozusagen der FCB … dennoch kriegen wir es in letzter Zeit nicht auf Kette einen sinnvolle Kaderstruktur zu haben


In welcher Welt sollen wir der FCB für diese 2 sein?
Beide Vereine haben ihre Kosten in den letzten 2 Jahren erhöht und klar zu uns aufgeholt. RB hatte ihre Obergrenze begraben und B04 den Kader zusammengehalten und verstärkt ohne CL zu spielen.

Die besseren Transfers wird sich auch langfristig zeigen. RB steht trotz dieser angeblich besseren Transfers aktuell hinter uns ohne das sie wirklich mehr überzeugen.

Bei B04 passt diese Saison alles, wer sagt den das es im Sommer noch so aussieht? Unsere Transfers letzten Sommer waren an sich gut, auch im Winter mit Ryerson und Duranville.

Das Nmecha gefühlt 3/4 der Saison nicht einsatzfähig ist oder nur gedrosselt ist irgendwo Pech. Als Top Transfer und wichtigster Baustein für die 8 ist das wie letzte Saison mit Haller.

Ich sehe wie die letzten Jahre unsere Probleme viel mehr bei der Talent Entwicklung und Einbindung aus der eigenen Jugend. Zu viel teure Back ups zu wenig eigene Jungs. Gerade Finanziell würde es uns gravierend helfen wenn wir immer 2 pro Jahr in die 1 integrieren könnten.

Nicht minder wichtig das wir im Gegensatz zu den 2 wahrscheinlich in diesem komischen Turnier mitmachen, wo man viel viel Geld bekommt.


Das Problem beim BVB aktuell ist, dass man mit Sancho und Maatsen im Sommer die zwei besten Spieler verlieren wird und man kein Geld hat diese zu ersetzen. Man hat auch keinen Bellingham/Haaland etc mehr den man im Sommer für viel Geld verkaufen kann. Leverkusen oder Leipzig würden hingegen ne Menge Geld zum reinvestieren bekommen, falls sie Stammspieler verlieren sollten.
Die Kaderwert Differenz zwischen Dortmund und RB oder Leverkusen war prozentual mal genauso groß wie zwischen dem BVB und Bayern.
Da kann man dann sagen, dass der BVB früher mal der FCB für Leverkusen und RB war.
Der BVB hat Bayern gejagt, Leverkusen und RB den BVB. Hat sich aber jetzt geändert.
Durch die miserable Transferpolitik der letzten 5-10 Jahre hat man sich von den beiden dann aufholen lassen während der Abstand zu Bayern noch größer geworden ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JeeroyLenkins am 18.02.2024 um 17:32 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#688
19.02.2024 - 09:30 Uhr
Das Viertelfinale bringt rund 10,6 Millionen an Prämien von der UEFA, plus ein weiteres Heimspiel und Prämien der Sponsoren. Da wir jedoch einen hohen Anteil an erfolgsabhängigen Prämien haben, gehe ich davon aus, dass die Mehreinnahmen durch Sponsoren/Heimspiel fast 1zu1 durchgereicht werden und wir roundabout 10 Millionen Euro zusätzlich haben.

Die nächste Qualifikation für die CL würde 18,85 Millionen (statt 15,6 Millionen) bringen, zudem hätten wir durch 8 garantierte Spiele - für welche es höhere Prämien pro N/U/S gibt - nochmal mehr Einnahmen als für die 6 Spiele dieses Jahr. Ich gehe auch hier davon aus, dass wir round about 20% mehr Geld sehen werden, was bei einem durchschnittlichen Abschneiden (3 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen) 16-18 Millionen an Preisgeldern für die Gruppenphase bedeuten würde. Durch die Verwässerung des Wettbewerbs gehe ich davon aus, dass wir ein solches Ergebnis einfahren werden. Das durchschnittliche abschneiden würde entweder für die Zwischenrunde, oder direkt fürs Weiterkommen reichen, wo uns nochmal rund 15-20 Millionen winken würden - exklusive Sponsoren/Heimspiel.


Zu der Club-WM, dem neuen Prestige-Projekt der FIFA, gibt es weniger verlässliche Zahlen. Da es als Konkurrenzprodukt zu einer CL aufgebaut werden soll und die Taschen der FIFA noch einmal tiefer (und dubioser) sind, gehe ich davon aus, dass die in den Medien kolportierte Summe von rund 50 Millionen an garantierten Preisgeldern stimmen könnte. Das klingt auf den ersten Blick viel, jedoch entspräche das nicht einmal dem Preisgeld, was die Teams bis zur Gruppenphase in der CL bekommen, da für einzelne Spiele voraussichtlich keine Prämien ausgezahlt werden. Für den Sieger soll es bis zu 100 Millionen Euro geben, wobei die europäischen Vereine natürlich favorisiert sind und deshalb - selbst als kleiner Fisch wie der BVB - hier sicher nochmal 10-30 Millionen hängen bleiben könnten.

Rechnet man die potenziellen Mehreinnahmen zusammen, merkt man, dass die Qualifikation für die CL und Club-WM unausweichlich sind, um genügen Geld für einen x-ten Umbruch zu haben:

- CL Viertelfinale 10,5 Millionen (plus Sponsoren/Heimspiel, Minus Prämien)

- CL-Quali plus durchschnittliche Gruppenphase 35-40 Millionen (plus 4 Heimspiele, plus Sponsoren, minus Prämien)

- Folge bei durchschnittlichem Abschneiden wäre das Weiterkommen, was mit 15-20 Millionen zu Buche schlägt (Plus Heimspiel und Sponsoren, minus Prämien)

- Club-WM Qualifikation wären nach neuesten Medienberichten (spekulativ) rund 50 Millionen Euro an garantierten Startgeldern

Sollten wir also den 4. Platz erreichen und Eindhoven rauswerfen und nächste Saison in der CL die gleichen Ziele wie dieses Jahr verfolgen, würden wir insgesamt 110-120 Millionen Euro, plus 6 Heimspiele, plus Sponsoren, minus Prämien (die ich in Höhe der 6 Heimspiele plus Sponsoren ansetze und deshalb diese Mehreinnahmen nur hypothetisch aufliste) einnehmen.

Falls wir bei der Club-WM gegen die auf dem Papier unterlegenen Vertreter aus den anderen Ländern normal performen, rechne ich auch hier mit weiteren 10-20 Millionen Euro.

Zum Vergleich: derzeit erhalten wir bei CL-Quali bis zum Achtelfinale zwischen 30-35 Millionen, plus 4 Heimspiele. Wir würden im Falle dieses Szenarios 80-90 Millionen) bei durchschnittlichen Abschneiden bei der Club WM eher 100 Millionen) an zusätzlichen Einnahmen generieren, die marginale Kosten verursachen. Und wir hätten mindestens ein zusätzliches Heimspiel.

Dieses Jahr ist die Qualifikation für die CL und das Weiterkommen in der CL (für Club WM) so folgenreich wie noch nie. Wir könnten die wirtschaftlichen Fehlinvestitionen vollkommen auffangen und eine zweite Chance erhalten.

Man kann also - selbst bei konservativer Betrachtungsweise - davon ausgehen, dass wir transferbereinigt (und ohne Kapitalerhöhung) das größte Transferbudget jemals haben werden. Ich gehe davon aus, dass bei obiger Betrachtungsweise rund 60% direkt in den Kader investiert werden, was mindestens 60 Millionen Euro entspräche - vermutlich wäre es sogar mehr. Fraglich ist lediglich der Zeitpunkt der Ausschüttung der Club-WM Prämien, wobei wir auch die CL-Prämien jedes Jahr im Voraus investieren.

Zudem gibt es durch die zusätzliche Präsenz bei der Club-WM vermutlich nette Nebeneffekte beim Sponsoring, da wir hierdurch nochmal attraktiver - insbesondere bei Partnern im Austragungsort - werden. Ich gehe davon aus, dass wir im Zuge der Qualifikation einen Automobilkonzern (Mein Tipp: BYD) als Sponsor (und Nachfolger von Opel) bekommen werden und Rosier reiner Mobilitätspartner bleibt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Showen am 19.02.2024 um 09:53 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#689
23.02.2024 - 18:10 Uhr
Personalaufwandsquote sinkt auf nun 49,4%
das ist europaweit wirklich extrem gut, gibt nur extrem wenige Fussballvereine in Europa mit so dermaßen günstiger Personalaufwandsquote. In der CL Todesgruppe mit Paris St Germain, Milan und Newcastle ist der jeweilige Kader nicht nur deutlich wertvoller, sondern die dafür aufgewendeten Kosten nochmals immens teurer.

Das BVB Konzernergebnis konnte sich um über 70% ggü dem Vorjahr verbessern.
Das Ganze bei absoluten Rekordumsätzen.

Daß die Personalkosten Im Verhältnis (nur auf das Verhältnis kommt es an, auf nix anderes) leicht gestiegen sind, hat unterschiedliche Gründe. Der wichtigste überhaupt ist natürlich der sportl Erfolg, in der CL Todesgruppe holte man sehr viele Punkte und wurde sogar Gruppenerster, das bringt direkt deutlich höhere Einnahmen, gleichzeitig aber auch höher Ausgaben in Form von Bonuszahlungen. Der Erfolg hat sich aber definitiv gelohnt, denn wäre BVB in der Todesgruppe Gruppenletzter geworden, wären die Personalkosten kaum gestiegen, gleichzeitig wäre das Nettoergebnis aber auch extrem schlechter ausgefallen.

Wenn man Kritik äußern will, dann würde ich eher sagen, warum agiert man so dermaßen defensiv, warum will man hohe Gewinne generieren und sogar eine Dividende zahlen? Statt zu investieren und sportl Erfolg besser absichern? Ist ja schön, daß Bensebaini ablösefrei ist, das ist aber nun mal nicht zielführend. Ich hätte gerne einen besseren. Denn wenn man am Ende mit diesem billigem Kader (billig? Personalaufwandsquote von 49,4% Ex-Transfer = billig) die erneute CL Qualifikation nicht schaffen sollte, dann werden die Nettogewinne schnell entsetzlich relativ.

Ein BVB Aktionär hätte von einer erneuten CL Qualifikation viel mehr als von einer Dividende.
BVB - Finanzen |#690
23.02.2024 - 20:03 Uhr
Zitat von MAB09
Zitat von Besuchsleiter

Zitat von Barrios1989

Ich will gar nicht wissen wie viel Geld wir da in Spieler ohne Wiederverkaufswert und durchschnittlichem Bundesliganiveau wie Sabitzer oder Bensebaini gepumpt haben. Auch ein Füllkrug wird hier sicherlich nicht schlecht verdienen, bringt aber zumindest anständige Leistungen.

Die drei zusammen werden wohl leider 25 Millionen und mehr verschlingen.

Es ist schon absurd wie hoch unser Gehaltsetat ist. Gute Fußballer sucht man an Spieltagen dann trotzdem meist vergebens.

Leider ist unsere Gehaltshygiene über die letzten Jahre komplett ruiniert worden. Die Idee bei anderen Top Clubs oder im Ausland gescheiterten Spieler mit viel Gehalt zum BvB zu locken war mit sehr viel Risiko verbunden und hat sich nicht ausgezahlt.

Die die hier ihre letzten großen Verträge unterschreiben und dann für 4 Jahre Kaderleichen bleiben sind ein riesiges Problem. Keine Ahnung warum man beim BvB freiwillig dieses Risiko eingeht.


Was ist dein Problem mit Füllkrug und Sabitzer? Sind die Spieler mittlerweile nicht mehr gut genug für den anspruchsvollen Bayern,...äh BVB Fan?

Oder was genau stellst du dir vor? Mbappe und DeBryune für 2 Millionen Euro Jahresgehalt?



Soll ich mal genauso polemisch fragen ob für dich Füllkrug 3 mal so gut ist wie Boniface, oder Haller 5 mal so gut?

Boniface spielt nämlich für 2 Millionen, Füllkrug für 6,5 und Haller für 11. (Kramaric 3,5; Lois Openda 5,5, Sesko 3)
Sabitzer spielt für 7,5 Millionen. Can für 8 Millionen und Özcan für 3,8
Wen hättest du da gerne in der Bundesliga als Vergleich?

Palacios 5, Xhaka 4 Andrich 1,6 oder sollen wir es peinlicher machen und mal nach Stuttgart schauen? Ich denke lieber nicht oder?

Ich denke man deutlich mehr Spielraum, Spieler mit ähnlicher Qualität zu finden ohne so hohe Gehälter zahlen zu müssen.
Ein Haller wird hierbleiben bis der Vertrag ausläuft. Das ist bei seinem Jahresgehalt klar.
Dass es so wenige wundert, warum Schürrle, Götze, Schulz, Meunier, Hazard und wie sie alle heißen nur so widerwillig und auf den letzten Drücker und für teils niedrigste Ablösen gewechselt sind.
Götze hat in Frankfurt in 3 Jahren das verdient, was er hier in einer Saison bekommen hat.

Niemand sagt, dass Fülle und Sabitzer nicht gut genug sind und lieber DeBryune her muss.
Aber ein Dahoud spielt bei Stuttgart gerade für grob die Hälfte von dem was er bei uns verdient hat und so ist es bei vielen Spielern. Da stimmt einfach bei uns ganz oft das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.


Boniface soll fünf Millionen verdienen und einen Spieler der in so jungen Jahren schon zwei Mal das gleiche Kreuzband gerissen hat, ist ein kaum zu kalkulierendes Risiko, auch wenn das jetzt mal eine Saison gut geht.

Ich kann diese Polemik einfach nicht begreifen, Haller hatte Krebs, so ein Pech kannst du als Verein, um es mal ganz nüchtern zu betrachten, gar nicht haben. Dazu kommt noch seine Leistung gegen Mainz, die ihm offensichtlich mental dann vollkommen den Rest gegeben hat. Das ist einfach wahnsinniges Pech für alle Beteiligten, obgleich er ein wahnsinnig guter Stürmer ist.

Sabitzer und Füllkrug sind absolut solide Transfers und derzeit ganz wenige der Akteure, die zur Zeit den Laden am Kacken halten mit ihren soliden Leistungen. Da gibt es ganz andere Kandidaten auf die man zeigen kann.
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