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Alles Gute, Tim Walter!

23.05.2021 - 21:42 Uhr
Alles Gute, Tim Walter! |#1991
05.08.2022 - 10:43 Uhr
Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.
Mit einer radikalen Systemumstellung gewinnt man mal ein Spiel, aber niemals mehrere. Besonders unter Hannes Wolf haben wir doch auf "mauern" umgestellt, war so semi erfolgreich.

Für den Erfolg müssten wir so einen Typen wie Walter als Verein viel mehr unterstützen. Nicht unbedingt einen "Wunschspieler" nach dem anderen holen, aber ihm zu 100% die Rückendeckung des Vereins geben.
Alles Gute, Tim Walter! |#1992
05.08.2022 - 10:54 Uhr
Zitat von MurmeltierHSV
Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.
Mit einer radikalen Systemumstellung gewinnt man mal ein Spiel, aber niemals mehrere. Besonders unter Hannes Wolf haben wir doch auf "mauern" umgestellt, war so semi erfolgreich.

Für den Erfolg müssten wir so einen Typen wie Walter als Verein viel mehr unterstützen. Nicht unbedingt einen "Wunschspieler" nach dem anderen holen, aber ihm zu 100% die Rückendeckung des Vereins geben.


Fordert doch niemand eine radikale Systemumstellung, sondern ein System/Spielweise dass die Stärken der vorhandenen Spielern fördert und nicht umgekehrt.

Aber generell hast Du recht und da liegt ein generelles Problem beim HSV und vielen Teams. Da wird nicht vom Verein vorgegeben wie wir spielen wollen, sondern jeder Trainer bringt immer seine eigene Philosophie und der nächste Umbruch muss her.
Mein Fazit ist daher ein anderes als deins. Nicht der Verein muss die Trainer unterstützen, sondern der Trainer den Verein bei der Vision wie der Verein spielen lassen möchte. Diese Vision kann man dann als Verein immer hinterfragen und anpassen. Aber generell sollte es vereinsorientiert sein und nicht trainierorieniert.
Alles Gute, Tim Walter! |#1993
05.08.2022 - 10:58 Uhr
Zitat von MurmeltierHSV
Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.



Genau aus dem Grund muss er doch aber beweisen, dass er mehr kann, als nur stur seinen Kopf durchzusetzen. Ich bin durchaus ein Befürworter davon, auf dem Platz selbst die Mannschaft zu sein, die den Takt vorgibt. Nur wenn ich gewisse Spielertypen nicht habe bzw. aus unterschiedlichen Gründen nicht bekomme, muss ich dann flexibel drauf reagieren.
Selbstverständlich fehlt ein B.Jatta momentan an allen Enden und Ecken; allerdings muss man wohl auch davon ausgehen, dass sich jeder Spieler mal verletzen kann oder anderweitig ausfällt. Und wenn ich das einkalkuliere, komme ich zum Schluss, dass dieser, offensichtlich jetzt sehnlichst gewünschte offensive Außen mit 1gg1 Qualität, vorher auch nicht im Kader war.
Mit anderen Worten: es ist ja in dem Sinne kein neues Problem. Darauf konnte/musste man sich einstellen.
Alles Gute, Tim Walter! |#1994
05.08.2022 - 11:06 Uhr
Zitat von Dirksch
Zitat von MurmeltierHSV

Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.
Mit einer radikalen Systemumstellung gewinnt man mal ein Spiel, aber niemals mehrere. Besonders unter Hannes Wolf haben wir doch auf "mauern" umgestellt, war so semi erfolgreich.

Für den Erfolg müssten wir so einen Typen wie Walter als Verein viel mehr unterstützen. Nicht unbedingt einen "Wunschspieler" nach dem anderen holen, aber ihm zu 100% die Rückendeckung des Vereins geben.


Fordert doch niemand eine radikale Systemumstellung, sondern ein System/Spielweise dass die Stärken der vorhandenen Spielern fördert und nicht umgekehrt.

Aber generell hast Du recht und da liegt ein generelles Problem beim HSV und vielen Teams. Da wird nicht vom Verein vorgegeben wie wir spielen wollen, sondern jeder Trainer bringt immer seine eigene Philosophie und der nächste Umbruch muss her.
Mein Fazit ist daher ein anderes als deins. Nicht der Verein muss die Trainer unterstützen, sondern der Trainer den Verein bei der Vision wie der Verein spielen lassen möchte. Diese Vision kann man dann als Verein immer hinterfragen und anpassen. Aber generell sollte es vereinsorientiert sein und nicht trainierorieniert.


Die Philosophie ist doch aber vereinsorientiert, wir spielen seid dem Abstieg Ballbesitzfussball und der Würde vom jeweiligen Trainer auf seine eigene Art und Weise unterstütz angefangen mit mit Titz und nun mit Tim Walter. Nun haben wir scheinbar ein Trainer der diesen Fussball Perfektionieren kann. Einzig was uns dazu fehlt ist ein Tempodribbler wie Dompe und die Rückkehr von Jatta. Ansonsten haben wir dann alle Mittel zur Reife des Walterball im Ballbesitzfussball.

Wählen wir die destruktive Form des Fussballs werden wir uns im Mittelfeld der 2. Liga einordnen können.

•     •     •

Als ich fünf war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass es das Wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein.
Als ich in die Schule kam, baten sie mich aufzuschreiben, was ich später einmal werden möchte. Ich schrieb auf: "glücklich"
Sie sagten mir, ich hätte die Frage nicht richtig verstanden, und ich antwortete ihnen, dass sie das Leben nicht richtig verstanden hätten.“
John Lennon
Alles Gute, Tim Walter! |#1995
05.08.2022 - 11:08 Uhr
Walter macht mMn fast alles richtig.

Nur:
Die Spieler setzen derzeit nicht das um, was sie vor wenigen Wochen noch taten. Ich denke, dass insbesondere die fehlende Bereitschaft im Gegenpressing in der Spielphase, in der der Gegner noch alle Körner hat, tatsächlich ein spielentscheidendes Element ist. Man arbeitet noch nicht genug. Und wenn, dann erst, wenn man zurück liegt oder es 5 vor 12 ist.

Zudem stellte Walter dar, dass die 8er als beste Spieler der Mannschaft nicht das leisten, was vonnöten ist. Reis und auch Suhonen haben in der letzten Saison gezeigt, was er meinte…der direkte Zug zum Tor mit hoher Wucht. Tore von beiden sind mir dabei in guter Erinnerung. So wurden wir unberechenbarer (Abhängigkeit von Glatzel). Kittel, Bénes und derzeit auch Reis zeigen das noch überhaupt nicht. Rohr ist nicht der Spieler dafür.

Und der dritte Punkt ist die Erweiterung und Verbesserung zur letzten Saison: Starke, schelle Flügeldribbler, die zur Grundlinie ziehen. Diese Wille von Walter kommt für mich überraschend, weil es schon zu Beginn der vergangenen Saison klar ersichtlich war, dass man diese taktische Variante unbedingt im Köcher haben muss. Letztes Jahr hat man bei der Kaderzusammenstellung überhaupt keinen Wert darauf gelegt. Dabei hätte man vor einem Jahr bspw. schon auf U21-Dortmunder kommen können, die nun in FF für Furore sorgen (nur ein Beispiel).

Will sagen:

Walter offenbart mit seinem Ruf nach 1:1-Dribblern sein eigenes Versäumnis (Spielerwünsche) aus 13 Monaten. Und nun, da eigentlich nichts mehr geht (Stadionsarnierung) und den ersten drei schlechten Spielen hebt er den Finger?

Wie gesagt: Er macht Vieles prima. Die Baustelle offensive Außenbahn hat er mit zu verantworten.

Im Übrigen taugen mMn die hier kolportierten Muheim, Heil oder Leibold in kleinster Weise. Mit Abstrichen vllt. Heil, er ist für mich defensiv aber viel zu schwach (Gegenpressing, Rückwärtsbewegung…). Heil ist Ito 2.0, der sich maximal im Zweitligadurchschnitt bewegen wird.
Alles Gute, Tim Walter! |#1996
05.08.2022 - 11:16 Uhr
Zitat von Preussen09
Zitat von MurmeltierHSV

Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.



Genau aus dem Grund muss er doch aber beweisen, dass er mehr kann, als nur stur seinen Kopf durchzusetzen. Ich bin durchaus ein Befürworter davon, auf dem Platz selbst die Mannschaft zu sein, die den Takt vorgibt. Nur wenn ich gewisse Spielertypen nicht habe bzw. aus unterschiedlichen Gründen nicht bekomme, muss ich dann flexibel drauf reagieren.
Selbstverständlich fehlt ein B.Jatta momentan an allen Enden und Ecken; allerdings muss man wohl auch davon ausgehen, dass sich jeder Spieler mal verletzen kann oder anderweitig ausfällt. Und wenn ich das einkalkuliere, komme ich zum Schluss, dass dieser, offensichtlich jetzt sehnlichst gewünschte offensive Außen mit 1gg1 Qualität, vorher auch nicht im Kader war.
Mit anderen Worten: es ist ja in dem Sinne kein neues Problem. Darauf konnte/musste man sich einstellen.


Naja, er war nicht im Kader, deswegen hat Jatta gespielt und die Rolle eingenommen, die er eingenommen hat. Das ist ja schon die Alternativ-Rolle, falls es keinen OA gibt, der 1v1 kann.

Nun wurde scheinbar angekündigt, dass Walter einen solchen Spieler bekommt und er hatte Amaechi und Heil. Nun hat sich Amaechi leider verletzt. Also ist die 1a Lösung nicht da, die 1b Lösung ist verletzt und dann hat sich die 1c Lösung auch verletzt. Also hat er nur noch Heil, der aber noch nicht so weit ist und sich auch eigentlich eher für eine andere Position empfohlen hat.

Aber nach dem Pokalspiel und der Erwähnung, dass Ransi sich zentral wohler fühlt, wird es wohl am Samstag auf eine Doppelspitze hinauslaufen und eine andere Flügelbesetzung geben. Kittel/Heil vielleicht, Kittel/Bilbija, Kittel/Opoku oder so ähnlich.
Alles Gute, Tim Walter! |#1997
05.08.2022 - 11:21 Uhr
Zitat von Preussen09
Zitat von MurmeltierHSV

Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.



Genau aus dem Grund muss er doch aber beweisen, dass er mehr kann, als nur stur seinen Kopf durchzusetzen. Ich bin durchaus ein Befürworter davon, auf dem Platz selbst die Mannschaft zu sein, die den Takt vorgibt. Nur wenn ich gewisse Spielertypen nicht habe bzw. aus unterschiedlichen Gründen nicht bekomme, muss ich dann flexibel drauf reagieren.
Selbstverständlich fehlt ein B.Jatta momentan an allen Enden und Ecken; allerdings muss man wohl auch davon ausgehen, dass sich jeder Spieler mal verletzen kann oder anderweitig ausfällt. Und wenn ich das einkalkuliere, komme ich zum Schluss, dass dieser, offensichtlich jetzt sehnlichst gewünschte offensive Außen mit 1gg1 Qualität, vorher auch nicht im Kader war.
Mit anderen Worten: es ist ja in dem Sinne kein neues Problem. Darauf konnte/musste man sich einstellen.


Natürlich ist das ein neues Problem. Das Problem löste Walter letzte Saison übrigens völlig alleine in dem er die Fehler der Kaderplanung damit ausglich einen Jugendspieler namens Alidou zu einem Profispieler auszubilden, der zum amtierenden Europa-League-Sieger wechseln konnte. Man hatte Alidou, Jatta und Chacki. Jetzt hat man keinen der 3. Und dann ist es Walters Fehler, dass er nicht direkt eine völlig neue Spielidee entwickelt? Von "1:1-Spieler auf dem Flügel frei spielen" zu "ohne Flügel spielen" ist eine 180-Grad-Wendung in der Herangehensweise. Das kriegst du nicht einfach mal geändert. Vor allem wenn offensichtlich zu Beginn des Transferfenster genau diese Flügelspieler versprochen wurden und es dann einen Transfer-Stop gibt. Deshalb fordert Walter nun mal immer und immer wieder diesen Spieler-Typus, weil die Mannschaft nun mal das Spiel mit den Flügeln verinnerlicht hat.

Walter muss seine Mannschaft verbessern, da gibt es keine zwei Meinungen. Aber man kann nicht einfach mal eben so alles umstellen. Das ist als würde Braunschweig jetzt auf einmal Ballbesitz-Fußball spielen. Eine komplett andere Herangehensweise. Sämtliche Laufwege ändern sich ohne Flügelspieler, die mit Tempo und 1:1-Sitautionen auf dem Platz stehen. Das Spielfeld wird viel enger, vielleicht müssen dann die Außenverteidiger viel höher stehen. Was passiert dann mit den Innenverteidigern? Und und und.

Ich kann die Rufe nach Flexibilität verstehen aber so flexibel, dass wir unser Spiel komplett ändern? Ich weiß nicht bei welchen Trainern das wirklich realistisch ist, ehrlich gesagt.

•     •     •

Die ersten 90 Minuten sind die wichtigsten!
Alles Gute, Tim Walter! |#1998
05.08.2022 - 11:34 Uhr
Zitat von MW-Analyst
Zitat von Preussen09

Zitat von MurmeltierHSV

Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.



Genau aus dem Grund muss er doch aber beweisen, dass er mehr kann, als nur stur seinen Kopf durchzusetzen. Ich bin durchaus ein Befürworter davon, auf dem Platz selbst die Mannschaft zu sein, die den Takt vorgibt. Nur wenn ich gewisse Spielertypen nicht habe bzw. aus unterschiedlichen Gründen nicht bekomme, muss ich dann flexibel drauf reagieren.
Selbstverständlich fehlt ein B.Jatta momentan an allen Enden und Ecken; allerdings muss man wohl auch davon ausgehen, dass sich jeder Spieler mal verletzen kann oder anderweitig ausfällt. Und wenn ich das einkalkuliere, komme ich zum Schluss, dass dieser, offensichtlich jetzt sehnlichst gewünschte offensive Außen mit 1gg1 Qualität, vorher auch nicht im Kader war.
Mit anderen Worten: es ist ja in dem Sinne kein neues Problem. Darauf konnte/musste man sich einstellen.


Natürlich ist das ein neues Problem. Das Problem löste Walter letzte Saison übrigens völlig alleine in dem er die Fehler der Kaderplanung damit ausglich einen Jugendspieler namens Alidou zu einem Profispieler auszubilden, der zum amtierenden Europa-League-Sieger wechseln konnte. Man hatte Alidou, Jatta und Chacki. Jetzt hat man keinen der 3. Und dann ist es Walters Fehler, dass er nicht direkt eine völlig neue Spielidee entwickelt? Von "1:1-Spieler auf dem Flügel frei spielen" zu "ohne Flügel spielen" ist eine 180-Grad-Wendung in der Herangehensweise. Das kriegst du nicht einfach mal geändert. Vor allem wenn offensichtlich zu Beginn des Transferfenster genau diese Flügelspieler versprochen wurden und es dann einen Transfer-Stop gibt. Deshalb fordert Walter nun mal immer und immer wieder diesen Spieler-Typus, weil die Mannschaft nun mal das Spiel mit den Flügeln verinnerlicht hat.

Walter muss seine Mannschaft verbessern, da gibt es keine zwei Meinungen. Aber man kann nicht einfach mal eben so alles umstellen. Das ist als würde Braunschweig jetzt auf einmal Ballbesitz-Fußball spielen. Eine komplett andere Herangehensweise. Sämtliche Laufwege ändern sich ohne Flügelspieler, die mit Tempo und 1:1-Sitautionen auf dem Platz stehen. Das Spielfeld wird viel enger, vielleicht müssen dann die Außenverteidiger viel höher stehen. Was passiert dann mit den Innenverteidigern? Und und und.

Ich kann die Rufe nach Flexibilität verstehen aber so flexibel, dass wir unser Spiel komplett ändern? Ich weiß nicht bei welchen Trainern das wirklich realistisch ist, ehrlich gesagt.


Kann ich sehr gut mitgehen mit deiner Analyse. Sehe das Problem da auch nicht wirklich bei ihm. Eine zusätzliche Ebene dazu, die man auch beachten sollte, ist ja, dass das Ganze auch nicht an der Taktiktafel passiert, sondern mit gegnerischen Mannschaften. Wir reden an anderer Stelle darüber, dass ein großes Problem ist, dass viele Teams gegen uns so antreten, dass alles was keine Niederlage schon ein Erfolg wäre. Sprich man versucht auch das 0:0 so lange wie möglich zu halten und sehr gezielte Konter zu setzen. Wenn jetzt Flexibilität bei den Flügeln gefordert wird von Walter, was soll das dann sein? Verzichtet man bei tiefstehenden Gegner auf ein flügellastiges Spiel, dann führt das meist dazu, dass das Zentrum noch enger wird oder das man mit langen Bällen operieren muss. Beides würde unseren Gegner ja noch mehr in die Hände spielen. In unserer Lage ist es an sich fast alternativlos das Spiel 1. so schnell wie möglich, 2. so breit wie möglich und 3. so schnell verlagernd wie möglich zu machen, damit ich die - oftmals - doppelten Viererreihen der Gegner ins Laufe kriege und dort Räume erzeuge. Wie das funktionieren soll ohne das man beide Außen stark besetzt, leuchtet mir noch nicht ein. Aber ich bin ja auch hier um zu lernen. Insofern freue ich mich, wenn mir das jemand darlegt.
Alles Gute, Tim Walter! |#1999
05.08.2022 - 11:35 Uhr
Zitat von Windfaenger
Walter macht mMn fast alles richtig.


Und nimms mir net krumm, aber in deinem Beitrag finde ich nahezu alles falsch.

Gegenpressing gegen ein Team, das sich hinten reinstellt und man mit Handballtaktik bearbeiten muss, ist natürlich löblich um Einsatzbereitschaft zu zeigen, was was ist dadurch gewonnen? Die Gegner Kontern in der Regel mit 2 oder 3 Spielern, da entstehen für uns 0 Räume, wenn wir den Ball schnell wieder gewinnen. Das einzige was du in der Situation erreichen kannst in die Konterunterbindung, die aber natürlich genauso durch eine stabile Konterabsicherung funktionieren kann.
Gegenpressing ist viel wichtiger in den späten Spielphasen, wenn die Gegner müde sind und nicht mehr alle Wege gehen. Dann entstehen Räume durch Ballverluste, wie wir ja gegen Braunschweig gut gesehen haben.

Walters Ansatz bei der PK war, in der Anfangsphase sowohl intensiver als auch geduldiger zu spielen. Jeder Gegner geht gegen uns ein enormes Risiko ein, wenn er sich hinten reinstellt. Denn dadurch passieren erstmal einfach zwei Dinge: Die HSV Spieler können sich warm spielen und die verteidigendere Mannschaft hat mehr Laufarbeit. Gleichzeitig können die Gegner sich nicht warm spielen.
Wir haben das letzte Saison im zweiten Schalke Spiel gesehen, wie man es als Gegner anders machen kann: Indem man den HSV extrem früh nervt, sich den Ball schnappt und so das Kurzpassspiel vom HSV nicht ins Rollen kommt. Da sind wir in Führung gegangen und hatten ab da quasi keine Spielanteile mehr.

Warum Walter 1 gegen 1 Situationen fordert hat hier kürzlich ein Taktikbericht von einer der emsigen Websiten gut erklärt. Walter verdichtet im Aufbau gerne die Flügelräume und will auch, dass der Gegner hier mit ordentlich viel Spielern verteidigt. ZM, RV und RA tummeln sich gemeinsam in einem anspruchsvollen Kurzpassspiel an der Linie rum und dadurch entstehen sehr große Freiräume im Halbfeld. Also quasi zwischen Flügel und Strafraum. In diese Räume können entweder andere ZM nachrücken, effektiver ist es aber, wenn ein Flügelspieler sich aus dem Dreieck in diese freien Räume dribbelt. Dann ist meist der Weg direkt in den Strafraum frei und es entsteht sehr viel Bewegung.
Dribbelstarke Spieler sind hier keine Notlösung, sondern haben ein großes Potenzial die freien Räume nutzbar zu machen. Bisher klappt das in der Saison noch kaum, denn sowohl das Passspiel ist zu langsam und ungenau auf den Flügeln und die Dribblings werden noch nicht konsequent versucht. Daher sehen wir es häufiger, dass man sich versucht bis zur Grundlinie irgendwie durchzukombinieren mit einem tiefen Pass die Linie entlang. Das kann man natürlich machen, aber dann hast du einen Strafraum vollgestopft mit Spielern, denn der tiefe Laufweg gibt meist genügend Zeit für den Gegner, um mit den 6ern und den gegenüberliegenden Außenverteidigern ebenfalls in den Strafraum zu gehen. Die Flanke ist eine Lotterie, die allein durch Glatzels besondere Qualität etwas an Sinnhaftigkeit gewinnt.

Und das übrigens ist alles kein Hexenwerk und ist nichts Walterspezifisches sondern ein Element, das wir auch bei Tuchel beispielsweise häufig gesehen haben. Der war auch ein Verfechter der Nutzung dieser Halbräume, was man bei Chelsea jetzt auch häufig sieht.

Ich glaub es ist verständlich was ich meine, wenn man Heyer im Spiel mal konsequent beobachtet. Der hat zwar eigentlich nicht die technische Qualität auf dem Level wie sie die Offensivspieler mitbringen, aber der spielt wirklich konsequent die Rolle, welche Walter fordert. Dadurch kommen diese komischen Offensivaktionen zustande, wo man sich wundert, wie er so frei in den Strafraum wandern konnte, obwohl es nunmal Mo Heyer nur war. Weil eben die RÄUME dazu da waren und Heyer sie nutzte.

Soviel zum Gewurschtel auf unseren Flügeln und der Sinnhaftigkeit von Dribblern.

Spannend fand ich noch wie Walter über die ZM geredet hat, weil er ja Benes stark in Schutz nahm. Diese Bewegungen, wie ich sie fürs Flügelspiel versucht hab zu erklären gehen natürlich auch im Zentrum, wenn du es hier schaffst Gegner zusammenzuziehen und dich spielerisch/dribblerisch befreist. Hier sieht Walter seine "besten Kicker" und das zeigt was für "zentrale" Rolle sie für ihn einnehmen. Ob Reis oder Benes bessere Kicker sind als Glatzel oder Kittel sei mal so dahingestellt, aber sie sind definitiv die wichtigeren. In dem Zusammenhang erwähnte er dann die oben genannte Geduld. Die erste Halbzeit ist nunmal einfach zäher gegen Mannschaften die bunkern. Das ist ein legitimes Konzept vom Gegner und da kannst du dich noch so ärgern, damit musst du umgehen.

•     •     •

Bin im Urlaub.
Alles Gute, Tim Walter! |#2000
05.08.2022 - 11:45 Uhr
Zitat von Herr_Arminius
Zitat von Dirksch

Zitat von MurmeltierHSV

Es macht doch keinen Sinn einen Trainer wie Walter zu holen, der dann nicht nach dem System und seiner Art spielen kann. Er selbst steht doch auch am Scheideweg seiner Karriere, ist wie jeder Trainer total ehrgeizig und kennt die Mannschaft gut.
Mit einer radikalen Systemumstellung gewinnt man mal ein Spiel, aber niemals mehrere. Besonders unter Hannes Wolf haben wir doch auf "mauern" umgestellt, war so semi erfolgreich.

Für den Erfolg müssten wir so einen Typen wie Walter als Verein viel mehr unterstützen. Nicht unbedingt einen "Wunschspieler" nach dem anderen holen, aber ihm zu 100% die Rückendeckung des Vereins geben.


Fordert doch niemand eine radikale Systemumstellung, sondern ein System/Spielweise dass die Stärken der vorhandenen Spielern fördert und nicht umgekehrt.

Aber generell hast Du recht und da liegt ein generelles Problem beim HSV und vielen Teams. Da wird nicht vom Verein vorgegeben wie wir spielen wollen, sondern jeder Trainer bringt immer seine eigene Philosophie und der nächste Umbruch muss her.
Mein Fazit ist daher ein anderes als deins. Nicht der Verein muss die Trainer unterstützen, sondern der Trainer den Verein bei der Vision wie der Verein spielen lassen möchte. Diese Vision kann man dann als Verein immer hinterfragen und anpassen. Aber generell sollte es vereinsorientiert sein und nicht trainierorieniert.


Die Philosophie ist doch aber vereinsorientiert, wir spielen seid dem Abstieg Ballbesitzfussball und der Würde vom jeweiligen Trainer auf seine eigene Art und Weise unterstütz angefangen mit mit Titz und nun mit Tim Walter. Nun haben wir scheinbar ein Trainer der diesen Fussball Perfektionieren kann. Einzig was uns dazu fehlt ist ein Tempodribbler wie Dompe und die Rückkehr von Jatta. Ansonsten haben wir dann alle Mittel zur Reife des Walterball im Ballbesitzfussball.

Wählen wir die destruktive Form des Fussballs werden wir uns im Mittelfeld der 2. Liga einordnen können.


Ballbesitzfußball spielen wir sicherlich nicht erst seit dem Abstieg.

Und Du hast scheinbar meinen Post nicht verstanden. Es gibt aktuell keinen Dompe und auch keinen Jatta. Da sollte ein Trainer dann schauen, dass er auch ohne diese Spieler die Spieler der VORHANDENEN Spieler einsetzt und nicht versucht diese in Rollen zu drängen und sich dann zu beschweren, dass diese die Rolle anders spielen und Neuzugänge ÖFFENTLICH zu fordern.
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