| Geburtsdatum | 26.11.1959 |
|---|---|
| Alter | 66 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Karriereende |
Uwe Neuhaus [Trainer]
09.04.2015 - 20:05 Uhr
21.08.2018 - 21:19 Uhr
Zitat von Commodus
Völlig an der Realität vorbei. Sechs setzen.
Wenn das Saisonziel 47 Punkte heißt, dann sind das min. 47 Punkte . Gern mehr aber nicht weniger.
Qualität hat man sich mit 2 Mio eingekauft. Das kann kein Sandhausen und auch kein Regensburg. Dort geht es über die Mannschaft. Und genau das scheint die SGD nicht zu sein.
Es ist offensichtlich, dass mit den aktuellen vorhandenen Mitteln zu wenig herausspringt.
Völlig an der Realität vorbei. Sechs setzen.
Wenn das Saisonziel 47 Punkte heißt, dann sind das min. 47 Punkte . Gern mehr aber nicht weniger.
Qualität hat man sich mit 2 Mio eingekauft. Das kann kein Sandhausen und auch kein Regensburg. Dort geht es über die Mannschaft. Und genau das scheint die SGD nicht zu sein.
Es ist offensichtlich, dass mit den aktuellen vorhandenen Mitteln zu wenig herausspringt.
Das stimmt wohl, als auch man sagen muss das wir in unserer Problemzone Offensive gar nix gemacht haben!
Kein neuer Impuls für den Flügel und nur Drittliga Niveau im Zentrum. Mit vollen Konten Rtg. unteres Drittel
21.08.2018 - 21:22 Uhr
Wollitz ist ne Pfeife und eher für die vierte Liga geeignet als für den Profifußball...
21.08.2018 - 21:27 Uhr
Mannschaft und Verein sind im Moment in einer Phase, die sie noch nie erfolgreich gemeistert haben, seit wir im Profifußball spielen – die Verstetigung der Entwicklung und Stabilisierung auf höherem Niveau. Aus ganz unterschiedlichen Gründen ist das weder in der 1. noch in der 2. Bundesliga bisher gelungen – und leider deuten nicht wenige Anzeichen darauf hin, dass es auch diesmal wieder schwer wird.
Zum einen die Infragestellung des Trainers. Wenn es einen gibt, der diese Aufgabe in der 2. Liga – die nicht zu verwechseln ist mit dem, was in vielen Fan-Seelen als stete Hoffnung und Erwartung brennt, die Spielweise, das Spielerpotential und darauf fußend die Ergebnisse des Aufstiegs- und ersten Zweitligajahrs quasi bruchlos linear weiter zu entwickeln, so dass dies quasi unweigerlich in höhere Sphären mündet, wo der Verein gefühlt ohnehin hingehört – aufgrund seiner Erfahrung, seiner Gefestigtheit, seiner Kompetenz endlich erfolgreich erledigen könnte, dann ist es Neuhaus. Er hat sowohl Spieler weiter entwickelt (Hefele, Eilers, Schwäbe, auch Stefaniak, Hartmann) als auch Bestleistungen aus guten Spielern (Gogia, Kutschke) herausgekitzelt, die sie danach an anderen Stationen nicht wieder vollbracht haben. Er hat der Mannschaft ein System gegeben, mit dem sie sich identifizieren konnte, das sie auf dem jeweiligen Liga-Niveau zum Teil berauschend gespielt hat (schon vergessen, dass wir Stuttgart quasi zwei Mal schwindelig gespielt haben?) und das dann sowohl mannschaftlich als auch individuell auch den Glauben an sich selbst bestimmt hat. Das hat es in all den Jahren seit 1990 in dieser Form nicht gegeben.
Nun sagen viele, das ist Schnee von gestern und Neuhaus packt eben gerade die Verstetigung nicht. Doch hier kommt der zweite Bremsfaktor ins Spiel, der verschiedentlich in einigen Beiträgen in der Taktik-Diskussion angeklungen ist. Es ist der sportlichen Leitung nicht gelungen, die mit dem Aufstiegserfolg unweigerlich verbundenen Abgänge von Leistungsträgern adäquat dem Spielsystem zu ersetzen. Das 4:3:3 ist de facto das erfolgreichste Spielsystem im Klubfußball, wenn man sich anschaut, wie das Real Madrid spielt. Natürlich ist das nicht der direkte Bezugspunkt für unsere Goldfüssl, aber indirekt müssten sie es eben auf der Leistungsebene ihrer Liga ähnlich dominant spielen können, um erfolgreich damit zu sein. Dafür aber braucht es Voraussetzungen, die wir in den beiden ersten Jahren unter Neuhaus weitgehend hatten: sprintschnelle torgefährliche Außen, ein Mittelstürmer, der für diese Außen Lücken reißen und selbst Tore schießen muss, einen Pass- und Taktgeber im Mittelfeld, einen Sechser mit brutalen Balleroberungsqualitäten, Außenverteidiger mit ausgeprägten Offensivqualitäten, die aber das defensive Umschaltspiel beherrschen und eine Innenverteidigung, die nichts anbrennen lässt.
Wenn wir ehrlich sind, hatten wir davon im Kader der vergangenen Saison nicht mehr allzuviel. Hefele wurde schon zuvor auch mit seiner Mentalität nie ersetzt (was neben Stefaniaks Abbauen nach der Wechselbekanntgabe einer der Gründe war, weshalb es für den Sprung nach ganz oben nicht gereicht hat im ersten Zweitligajahr), auf RV glichen die Leistungshöhepunkte von Kreuzer Eintagsfliegen, auf LV hatte Heise mit seinen England-Flausen zu tun, Hartmann war zu häufig verletzt, Benatelli, Hauptmann und Aosman sind nicht diejenigen, die permanent den tödlichen Pass spielen können und mit eigener Torgefahr den eigenen Stürmern Last abzunehmen, RA waren Möschl, Horvath Kilometer weit weg vom Niveau von Gogia und Eilers, LA betrieb Duljevic meist brotlose Kunst und im Sturm blieb nach Pacos Kreuzbandriss ein halber MS übrig. Also nicht die anderen hatten uns durchschaut, sondern unsere nicht ausreichende Qualität hat uns ausrechenbar gemacht.
Der Trainer, die Spieler merkten, dass das System nicht funktioniert, was insbesondere diejenigen, die das anders kannten, verunsichert, das Selbstvertrauen und das Vertrauen in den Nebenmann gehen weg, die Unterstützung im Umfeld schwindet – und während der Saison ist es praktisch nicht möglich, darauf entsprechend zu reagieren, weil du im laufenden Spielbetrieb nicht ein zum Spielermaterial passendes System implementieren kannst. Dass die Klasse unter diesen Bedingungen gehalten wurde, lag an drei Dingen: dem kurzen Spätherbsthoch mit drei Siegen in Folge, als das 4:3:3 kurzzeitig funktionierte, weil alle irgendwie am und überm Limit spielten und damit die Zahnrädchen wieder ineinander griffen; dem Kauf von Koné im Winter, der eine geradeso ausreichende Zeit lang, die Eilers- und Gogia-Qualität zurückbrachte, und an Neuhaus, der in den entscheidenden Spielen in Lautern und Aue seine ganze Erfahrung erfolgreich einbrachte.
Offenbar war vor dieser Saison die entscheidende Erkenntnis, dass wir finanziell auf dem Niveau, auf dem auch die anderen Mannschaften zulegen, nicht die notwendige Qualität in die Mannschaft bekommen werden, um das 4:3:3 wieder dauerhaft erfolgreich durchsetzen zu können. Zwar konnte man auf den AV-Positionen durchaus insbesondere rechts eine eklatante Lücke schließen und hat mit Ebert einen Spieler gewonnen, der zum Pass- und Taktgeber taugt, aber IV und DM bleiben auch verletzungsbedingt Sorgenkinder und in der Offensive gelang (bisher) kein Qualitätszuwachs, außer mit der Positionierung von Koné auf RA – alles unter dem Blickwinkel 4:3:3 betrachtet. Der Versuch, dies nun mit einem 3:4:3 zu kompensieren, braucht vor allem eins: Geduld und die Stärke, Rückschläge zu verkraften. In sechs Wochen Vorbereitung kannst du die Umstellung vom drei Jahre praktizierten berüchtigten Ballbesitz- zum Umschaltspiel nicht schaffen. Was @LudoUnited mit seiner Passivitätsanalyse gezeigt hat, spricht da Bände. Auch gerade vor dem Hintergrund, dass wir momentan für ein System mit drei IV (hier wäre in jedem Fall ein fünfter IV mit Stärken in der Spieleröffnung fast wichtiger als ein Mittelstürmer) gerade mal noch einen spielfähigen im Kader haben, weshalb wir praktisch keinen gelernten DM auf den Platz bringen können. Das Spiel in Lotte hat neben der Mentalitätsfrage eine alte Erfahrung bestätigt, die jeder macht, der mal versucht hat, mit zehn Fingern Maschine schreiben zu lernen, während er gleichzeitig im Job weiter unter Druck Texte in die Maschine hacken muss. Man verheddert sich vollkommen zwischen dem Erlernten und dem gewohnten Zwei-Finger-System, macht Fehler über Fehler und weiß am Ende nicht, wo hinten und vorne ist.
So sehr auch ich mit der derzeitigen Situation hadere, kann ich außer in der Motivationsfrage keinen Sinn in einer Entlassung von Neuhaus erkennen. Aber ein eventueller Motivationsschub kann die grundlegenden Probleme einer solchen Systemumstellung höchstens ein paar Spiele kaschieren. Natürlich wird man in den nächsten Spielen sehen müssen, ob die Spieler an diesen Weg glauben und ihn mit 100% gehen wollen. Kreuzers Aussagen lassen da einige Fragen offen. Natürlich muss Neuhaus zeigen, ob er der Mannschaft das Vertrauen in sich selbst, in die Mitspieler und in den Matchplan so einimpfen kann, dass man das in Körpersprache und Einsatzwillen auf dem Platz spüren kann. Und natürlich werden ein paar weitere Niederlagen ganz Schwarz-Gelb zum Rotieren bringen. Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern. Und wirklich zeigen, dass Dynamo anders ist und endlich den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung im eingangs gemeinten Sinn miteinander geht statt übersteigerten Erwartungen wutschäumend hinterher zu hecheln. 47 Punkte waren in den letzten Saisons für Plätze zwischen 6 und 8 gut. Das ist, denke ich, schon sehr ambitioniert.
Zum einen die Infragestellung des Trainers. Wenn es einen gibt, der diese Aufgabe in der 2. Liga – die nicht zu verwechseln ist mit dem, was in vielen Fan-Seelen als stete Hoffnung und Erwartung brennt, die Spielweise, das Spielerpotential und darauf fußend die Ergebnisse des Aufstiegs- und ersten Zweitligajahrs quasi bruchlos linear weiter zu entwickeln, so dass dies quasi unweigerlich in höhere Sphären mündet, wo der Verein gefühlt ohnehin hingehört – aufgrund seiner Erfahrung, seiner Gefestigtheit, seiner Kompetenz endlich erfolgreich erledigen könnte, dann ist es Neuhaus. Er hat sowohl Spieler weiter entwickelt (Hefele, Eilers, Schwäbe, auch Stefaniak, Hartmann) als auch Bestleistungen aus guten Spielern (Gogia, Kutschke) herausgekitzelt, die sie danach an anderen Stationen nicht wieder vollbracht haben. Er hat der Mannschaft ein System gegeben, mit dem sie sich identifizieren konnte, das sie auf dem jeweiligen Liga-Niveau zum Teil berauschend gespielt hat (schon vergessen, dass wir Stuttgart quasi zwei Mal schwindelig gespielt haben?) und das dann sowohl mannschaftlich als auch individuell auch den Glauben an sich selbst bestimmt hat. Das hat es in all den Jahren seit 1990 in dieser Form nicht gegeben.
Nun sagen viele, das ist Schnee von gestern und Neuhaus packt eben gerade die Verstetigung nicht. Doch hier kommt der zweite Bremsfaktor ins Spiel, der verschiedentlich in einigen Beiträgen in der Taktik-Diskussion angeklungen ist. Es ist der sportlichen Leitung nicht gelungen, die mit dem Aufstiegserfolg unweigerlich verbundenen Abgänge von Leistungsträgern adäquat dem Spielsystem zu ersetzen. Das 4:3:3 ist de facto das erfolgreichste Spielsystem im Klubfußball, wenn man sich anschaut, wie das Real Madrid spielt. Natürlich ist das nicht der direkte Bezugspunkt für unsere Goldfüssl, aber indirekt müssten sie es eben auf der Leistungsebene ihrer Liga ähnlich dominant spielen können, um erfolgreich damit zu sein. Dafür aber braucht es Voraussetzungen, die wir in den beiden ersten Jahren unter Neuhaus weitgehend hatten: sprintschnelle torgefährliche Außen, ein Mittelstürmer, der für diese Außen Lücken reißen und selbst Tore schießen muss, einen Pass- und Taktgeber im Mittelfeld, einen Sechser mit brutalen Balleroberungsqualitäten, Außenverteidiger mit ausgeprägten Offensivqualitäten, die aber das defensive Umschaltspiel beherrschen und eine Innenverteidigung, die nichts anbrennen lässt.
Wenn wir ehrlich sind, hatten wir davon im Kader der vergangenen Saison nicht mehr allzuviel. Hefele wurde schon zuvor auch mit seiner Mentalität nie ersetzt (was neben Stefaniaks Abbauen nach der Wechselbekanntgabe einer der Gründe war, weshalb es für den Sprung nach ganz oben nicht gereicht hat im ersten Zweitligajahr), auf RV glichen die Leistungshöhepunkte von Kreuzer Eintagsfliegen, auf LV hatte Heise mit seinen England-Flausen zu tun, Hartmann war zu häufig verletzt, Benatelli, Hauptmann und Aosman sind nicht diejenigen, die permanent den tödlichen Pass spielen können und mit eigener Torgefahr den eigenen Stürmern Last abzunehmen, RA waren Möschl, Horvath Kilometer weit weg vom Niveau von Gogia und Eilers, LA betrieb Duljevic meist brotlose Kunst und im Sturm blieb nach Pacos Kreuzbandriss ein halber MS übrig. Also nicht die anderen hatten uns durchschaut, sondern unsere nicht ausreichende Qualität hat uns ausrechenbar gemacht.
Der Trainer, die Spieler merkten, dass das System nicht funktioniert, was insbesondere diejenigen, die das anders kannten, verunsichert, das Selbstvertrauen und das Vertrauen in den Nebenmann gehen weg, die Unterstützung im Umfeld schwindet – und während der Saison ist es praktisch nicht möglich, darauf entsprechend zu reagieren, weil du im laufenden Spielbetrieb nicht ein zum Spielermaterial passendes System implementieren kannst. Dass die Klasse unter diesen Bedingungen gehalten wurde, lag an drei Dingen: dem kurzen Spätherbsthoch mit drei Siegen in Folge, als das 4:3:3 kurzzeitig funktionierte, weil alle irgendwie am und überm Limit spielten und damit die Zahnrädchen wieder ineinander griffen; dem Kauf von Koné im Winter, der eine geradeso ausreichende Zeit lang, die Eilers- und Gogia-Qualität zurückbrachte, und an Neuhaus, der in den entscheidenden Spielen in Lautern und Aue seine ganze Erfahrung erfolgreich einbrachte.
Offenbar war vor dieser Saison die entscheidende Erkenntnis, dass wir finanziell auf dem Niveau, auf dem auch die anderen Mannschaften zulegen, nicht die notwendige Qualität in die Mannschaft bekommen werden, um das 4:3:3 wieder dauerhaft erfolgreich durchsetzen zu können. Zwar konnte man auf den AV-Positionen durchaus insbesondere rechts eine eklatante Lücke schließen und hat mit Ebert einen Spieler gewonnen, der zum Pass- und Taktgeber taugt, aber IV und DM bleiben auch verletzungsbedingt Sorgenkinder und in der Offensive gelang (bisher) kein Qualitätszuwachs, außer mit der Positionierung von Koné auf RA – alles unter dem Blickwinkel 4:3:3 betrachtet. Der Versuch, dies nun mit einem 3:4:3 zu kompensieren, braucht vor allem eins: Geduld und die Stärke, Rückschläge zu verkraften. In sechs Wochen Vorbereitung kannst du die Umstellung vom drei Jahre praktizierten berüchtigten Ballbesitz- zum Umschaltspiel nicht schaffen. Was @LudoUnited mit seiner Passivitätsanalyse gezeigt hat, spricht da Bände. Auch gerade vor dem Hintergrund, dass wir momentan für ein System mit drei IV (hier wäre in jedem Fall ein fünfter IV mit Stärken in der Spieleröffnung fast wichtiger als ein Mittelstürmer) gerade mal noch einen spielfähigen im Kader haben, weshalb wir praktisch keinen gelernten DM auf den Platz bringen können. Das Spiel in Lotte hat neben der Mentalitätsfrage eine alte Erfahrung bestätigt, die jeder macht, der mal versucht hat, mit zehn Fingern Maschine schreiben zu lernen, während er gleichzeitig im Job weiter unter Druck Texte in die Maschine hacken muss. Man verheddert sich vollkommen zwischen dem Erlernten und dem gewohnten Zwei-Finger-System, macht Fehler über Fehler und weiß am Ende nicht, wo hinten und vorne ist.
So sehr auch ich mit der derzeitigen Situation hadere, kann ich außer in der Motivationsfrage keinen Sinn in einer Entlassung von Neuhaus erkennen. Aber ein eventueller Motivationsschub kann die grundlegenden Probleme einer solchen Systemumstellung höchstens ein paar Spiele kaschieren. Natürlich wird man in den nächsten Spielen sehen müssen, ob die Spieler an diesen Weg glauben und ihn mit 100% gehen wollen. Kreuzers Aussagen lassen da einige Fragen offen. Natürlich muss Neuhaus zeigen, ob er der Mannschaft das Vertrauen in sich selbst, in die Mitspieler und in den Matchplan so einimpfen kann, dass man das in Körpersprache und Einsatzwillen auf dem Platz spüren kann. Und natürlich werden ein paar weitere Niederlagen ganz Schwarz-Gelb zum Rotieren bringen. Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern. Und wirklich zeigen, dass Dynamo anders ist und endlich den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung im eingangs gemeinten Sinn miteinander geht statt übersteigerten Erwartungen wutschäumend hinterher zu hecheln. 47 Punkte waren in den letzten Saisons für Plätze zwischen 6 und 8 gut. Das ist, denke ich, schon sehr ambitioniert.
21.08.2018 - 21:35 Uhr
Niveau und Wissen
21.08.2018 - 21:38 Uhr
Zitat von linksverteidiger60
Mannschaft und Verein sind im Moment in einer Phase, die sie noch nie erfolgreich gemeistert haben, seit wir im Profifußball spielen – die Verstetigung der Entwicklung und Stabilisierung auf höherem Niveau. Aus ganz unterschiedlichen Gründen ist das weder in der 1. noch in der 2. Bundesliga bisher gelungen – und leider deuten nicht wenige Anzeichen darauf hin, dass es auch diesmal wieder schwer wird.
Zum einen die Infragestellung des Trainers. Wenn es einen gibt, der diese Aufgabe in der 2. Liga – die nicht zu verwechseln ist mit dem, was in vielen Fan-Seelen als stete Hoffnung und Erwartung brennt, die Spielweise, das Spielerpotential und darauf fußend die Ergebnisse des Aufstiegs- und ersten Zweitligajahrs quasi bruchlos linear weiter zu entwickeln, so dass dies quasi unweigerlich in höhere Sphären mündet, wo der Verein gefühlt ohnehin hingehört – aufgrund seiner Erfahrung, seiner Gefestigtheit, seiner Kompetenz endlich erfolgreich erledigen könnte, dann ist es Neuhaus. Er hat sowohl Spieler weiter entwickelt (Hefele, Eilers, Schwäbe, auch Stefaniak, Hartmann) als auch Bestleistungen aus guten Spielern (Gogia, Kutschke) herausgekitzelt, die sie danach an anderen Stationen nicht wieder vollbracht haben. Er hat der Mannschaft ein System gegeben, mit dem sie sich identifizieren konnte, das sie auf dem jeweiligen Liga-Niveau zum Teil berauschend gespielt hat (schon vergessen, dass wir Stuttgart quasi zwei Mal schwindelig gespielt haben?) und das dann sowohl mannschaftlich als auch individuell auch den Glauben an sich selbst bestimmt hat. Das hat es in all den Jahren seit 1990 in dieser Form nicht gegeben.
Nun sagen viele, das ist Schnee von gestern und Neuhaus packt eben gerade die Verstetigung nicht. Doch hier kommt der zweite Bremsfaktor ins Spiel, der verschiedentlich in einigen Beiträgen in der Taktik-Diskussion angeklungen ist. Es ist der sportlichen Leitung nicht gelungen, die mit dem Aufstiegserfolg unweigerlich verbundenen Abgänge von Leistungsträgern adäquat dem Spielsystem zu ersetzen. Das 4:3:3 ist de facto das erfolgreichste Spielsystem im Klubfußball, wenn man sich anschaut, wie das Real Madrid spielt. Natürlich ist das nicht der direkte Bezugspunkt für unsere Goldfüssl, aber indirekt müssten sie es eben auf der Leistungsebene ihrer Liga ähnlich dominant spielen können, um erfolgreich damit zu sein. Dafür aber braucht es Voraussetzungen, die wir in den beiden ersten Jahren unter Neuhaus weitgehend hatten: sprintschnelle torgefährliche Außen, ein Mittelstürmer, der für diese Außen Lücken reißen und selbst Tore schießen muss, einen Pass- und Taktgeber im Mittelfeld, einen Sechser mit brutalen Balleroberungsqualitäten, Außenverteidiger mit ausgeprägten Offensivqualitäten, die aber das defensive Umschaltspiel beherrschen und eine Innenverteidigung, die nichts anbrennen lässt.
Wenn wir ehrlich sind, hatten wir davon im Kader der vergangenen Saison nicht mehr allzuviel. Hefele wurde schon zuvor auch mit seiner Mentalität nie ersetzt (was neben Stefaniaks Abbauen nach der Wechselbekanntgabe einer der Gründe war, weshalb es für den Sprung nach ganz oben nicht gereicht hat im ersten Zweitligajahr), auf RV glichen die Leistungshöhepunkte von Kreuzer Eintagsfliegen, auf LV hatte Heise mit seinen England-Flausen zu tun, Hartmann war zu häufig verletzt, Benatelli, Hauptmann und Aosman sind nicht diejenigen, die permanent den tödlichen Pass spielen können und mit eigener Torgefahr den eigenen Stürmern Last abzunehmen, RA waren Möschl, Horvath Kilometer weit weg vom Niveau von Gogia und Eilers, LA betrieb Duljevic meist brotlose Kunst und im Sturm blieb nach Pacos Kreuzbandriss ein halber MS übrig. Also nicht die anderen hatten uns durchschaut, sondern unsere nicht ausreichende Qualität hat uns ausrechenbar gemacht.
Der Trainer, die Spieler merkten, dass das System nicht funktioniert, was insbesondere diejenigen, die das anders kannten, verunsichert, das Selbstvertrauen und das Vertrauen in den Nebenmann gehen weg, die Unterstützung im Umfeld schwindet – und während der Saison ist es praktisch nicht möglich, darauf entsprechend zu reagieren, weil du im laufenden Spielbetrieb nicht ein zum Spielermaterial passendes System implementieren kannst. Dass die Klasse unter diesen Bedingungen gehalten wurde, lag an drei Dingen: dem kurzen Spätherbsthoch mit drei Siegen in Folge, als das 4:3:3 kurzzeitig funktionierte, weil alle irgendwie am und überm Limit spielten und damit die Zahnrädchen wieder ineinander griffen; dem Kauf von Koné im Winter, der eine geradeso ausreichende Zeit lang, die Eilers- und Gogia-Qualität zurückbrachte, und an Neuhaus, der in den entscheidenden Spielen in Lautern und Aue seine ganze Erfahrung erfolgreich einbrachte.
Offenbar war vor dieser Saison die entscheidende Erkenntnis, dass wir finanziell auf dem Niveau, auf dem auch die anderen Mannschaften zulegen, nicht die notwendige Qualität in die Mannschaft bekommen werden, um das 4:3:3 wieder dauerhaft erfolgreich durchsetzen zu können. Zwar konnte man auf den AV-Positionen durchaus insbesondere rechts eine eklatante Lücke schließen und hat mit Ebert einen Spieler gewonnen, der zum Pass- und Taktgeber taugt, aber IV und DM bleiben auch verletzungsbedingt Sorgenkinder und in der Offensive gelang (bisher) kein Qualitätszuwachs, außer mit der Positionierung von Koné auf RA – alles unter dem Blickwinkel 4:3:3 betrachtet. Der Versuch, dies nun mit einem 3:4:3 zu kompensieren, braucht vor allem eins: Geduld und die Stärke, Rückschläge zu verkraften. In sechs Wochen Vorbereitung kannst du die Umstellung vom drei Jahre praktizierten berüchtigten Ballbesitz- zum Umschaltspiel nicht schaffen. Was @LudoUnited mit seiner Passivitätsanalyse gezeigt hat, spricht da Bände. Auch gerade vor dem Hintergrund, dass wir momentan für ein System mit drei IV (hier wäre in jedem Fall ein fünfter IV mit Stärken in der Spieleröffnung fast wichtiger als ein Mittelstürmer) gerade mal noch einen spielfähigen im Kader haben, weshalb wir praktisch keinen gelernten DM auf den Platz bringen können. Das Spiel in Lotte hat neben der Mentalitätsfrage eine alte Erfahrung bestätigt, die jeder macht, der mal versucht hat, mit zehn Fingern Maschine schreiben zu lernen, während er gleichzeitig im Job weiter unter Druck Texte in die Maschine hacken muss. Man verheddert sich vollkommen zwischen dem Erlernten und dem gewohnten Zwei-Finger-System, macht Fehler über Fehler und weiß am Ende nicht, wo hinten und vorne ist.
So sehr auch ich mit der derzeitigen Situation hadere, kann ich außer in der Motivationsfrage keinen Sinn in einer Entlassung von Neuhaus erkennen. Aber ein eventueller Motivationsschub kann die grundlegenden Probleme einer solchen Systemumstellung höchstens ein paar Spiele kaschieren. Natürlich wird man in den nächsten Spielen sehen müssen, ob die Spieler an diesen Weg glauben und ihn mit 100% gehen wollen. Kreuzers Aussagen lassen da einige Fragen offen. Natürlich muss Neuhaus zeigen, ob er der Mannschaft das Vertrauen in sich selbst, in die Mitspieler und in den Matchplan so einimpfen kann, dass man das in Körpersprache und Einsatzwillen auf dem Platz spüren kann. Und natürlich werden ein paar weitere Niederlagen ganz Schwarz-Gelb zum Rotieren bringen. Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern. Und wirklich zeigen, dass Dynamo anders ist und endlich den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung im eingangs gemeinten Sinn miteinander geht statt übersteigerten Erwartungen wutschäumend hinterher zu hecheln. 47 Punkte waren in den letzten Saisons für Plätze zwischen 6 und 8 gut. Das ist, denke ich, schon sehr ambitioniert.
Mannschaft und Verein sind im Moment in einer Phase, die sie noch nie erfolgreich gemeistert haben, seit wir im Profifußball spielen – die Verstetigung der Entwicklung und Stabilisierung auf höherem Niveau. Aus ganz unterschiedlichen Gründen ist das weder in der 1. noch in der 2. Bundesliga bisher gelungen – und leider deuten nicht wenige Anzeichen darauf hin, dass es auch diesmal wieder schwer wird.
Zum einen die Infragestellung des Trainers. Wenn es einen gibt, der diese Aufgabe in der 2. Liga – die nicht zu verwechseln ist mit dem, was in vielen Fan-Seelen als stete Hoffnung und Erwartung brennt, die Spielweise, das Spielerpotential und darauf fußend die Ergebnisse des Aufstiegs- und ersten Zweitligajahrs quasi bruchlos linear weiter zu entwickeln, so dass dies quasi unweigerlich in höhere Sphären mündet, wo der Verein gefühlt ohnehin hingehört – aufgrund seiner Erfahrung, seiner Gefestigtheit, seiner Kompetenz endlich erfolgreich erledigen könnte, dann ist es Neuhaus. Er hat sowohl Spieler weiter entwickelt (Hefele, Eilers, Schwäbe, auch Stefaniak, Hartmann) als auch Bestleistungen aus guten Spielern (Gogia, Kutschke) herausgekitzelt, die sie danach an anderen Stationen nicht wieder vollbracht haben. Er hat der Mannschaft ein System gegeben, mit dem sie sich identifizieren konnte, das sie auf dem jeweiligen Liga-Niveau zum Teil berauschend gespielt hat (schon vergessen, dass wir Stuttgart quasi zwei Mal schwindelig gespielt haben?) und das dann sowohl mannschaftlich als auch individuell auch den Glauben an sich selbst bestimmt hat. Das hat es in all den Jahren seit 1990 in dieser Form nicht gegeben.
Nun sagen viele, das ist Schnee von gestern und Neuhaus packt eben gerade die Verstetigung nicht. Doch hier kommt der zweite Bremsfaktor ins Spiel, der verschiedentlich in einigen Beiträgen in der Taktik-Diskussion angeklungen ist. Es ist der sportlichen Leitung nicht gelungen, die mit dem Aufstiegserfolg unweigerlich verbundenen Abgänge von Leistungsträgern adäquat dem Spielsystem zu ersetzen. Das 4:3:3 ist de facto das erfolgreichste Spielsystem im Klubfußball, wenn man sich anschaut, wie das Real Madrid spielt. Natürlich ist das nicht der direkte Bezugspunkt für unsere Goldfüssl, aber indirekt müssten sie es eben auf der Leistungsebene ihrer Liga ähnlich dominant spielen können, um erfolgreich damit zu sein. Dafür aber braucht es Voraussetzungen, die wir in den beiden ersten Jahren unter Neuhaus weitgehend hatten: sprintschnelle torgefährliche Außen, ein Mittelstürmer, der für diese Außen Lücken reißen und selbst Tore schießen muss, einen Pass- und Taktgeber im Mittelfeld, einen Sechser mit brutalen Balleroberungsqualitäten, Außenverteidiger mit ausgeprägten Offensivqualitäten, die aber das defensive Umschaltspiel beherrschen und eine Innenverteidigung, die nichts anbrennen lässt.
Wenn wir ehrlich sind, hatten wir davon im Kader der vergangenen Saison nicht mehr allzuviel. Hefele wurde schon zuvor auch mit seiner Mentalität nie ersetzt (was neben Stefaniaks Abbauen nach der Wechselbekanntgabe einer der Gründe war, weshalb es für den Sprung nach ganz oben nicht gereicht hat im ersten Zweitligajahr), auf RV glichen die Leistungshöhepunkte von Kreuzer Eintagsfliegen, auf LV hatte Heise mit seinen England-Flausen zu tun, Hartmann war zu häufig verletzt, Benatelli, Hauptmann und Aosman sind nicht diejenigen, die permanent den tödlichen Pass spielen können und mit eigener Torgefahr den eigenen Stürmern Last abzunehmen, RA waren Möschl, Horvath Kilometer weit weg vom Niveau von Gogia und Eilers, LA betrieb Duljevic meist brotlose Kunst und im Sturm blieb nach Pacos Kreuzbandriss ein halber MS übrig. Also nicht die anderen hatten uns durchschaut, sondern unsere nicht ausreichende Qualität hat uns ausrechenbar gemacht.
Der Trainer, die Spieler merkten, dass das System nicht funktioniert, was insbesondere diejenigen, die das anders kannten, verunsichert, das Selbstvertrauen und das Vertrauen in den Nebenmann gehen weg, die Unterstützung im Umfeld schwindet – und während der Saison ist es praktisch nicht möglich, darauf entsprechend zu reagieren, weil du im laufenden Spielbetrieb nicht ein zum Spielermaterial passendes System implementieren kannst. Dass die Klasse unter diesen Bedingungen gehalten wurde, lag an drei Dingen: dem kurzen Spätherbsthoch mit drei Siegen in Folge, als das 4:3:3 kurzzeitig funktionierte, weil alle irgendwie am und überm Limit spielten und damit die Zahnrädchen wieder ineinander griffen; dem Kauf von Koné im Winter, der eine geradeso ausreichende Zeit lang, die Eilers- und Gogia-Qualität zurückbrachte, und an Neuhaus, der in den entscheidenden Spielen in Lautern und Aue seine ganze Erfahrung erfolgreich einbrachte.
Offenbar war vor dieser Saison die entscheidende Erkenntnis, dass wir finanziell auf dem Niveau, auf dem auch die anderen Mannschaften zulegen, nicht die notwendige Qualität in die Mannschaft bekommen werden, um das 4:3:3 wieder dauerhaft erfolgreich durchsetzen zu können. Zwar konnte man auf den AV-Positionen durchaus insbesondere rechts eine eklatante Lücke schließen und hat mit Ebert einen Spieler gewonnen, der zum Pass- und Taktgeber taugt, aber IV und DM bleiben auch verletzungsbedingt Sorgenkinder und in der Offensive gelang (bisher) kein Qualitätszuwachs, außer mit der Positionierung von Koné auf RA – alles unter dem Blickwinkel 4:3:3 betrachtet. Der Versuch, dies nun mit einem 3:4:3 zu kompensieren, braucht vor allem eins: Geduld und die Stärke, Rückschläge zu verkraften. In sechs Wochen Vorbereitung kannst du die Umstellung vom drei Jahre praktizierten berüchtigten Ballbesitz- zum Umschaltspiel nicht schaffen. Was @LudoUnited mit seiner Passivitätsanalyse gezeigt hat, spricht da Bände. Auch gerade vor dem Hintergrund, dass wir momentan für ein System mit drei IV (hier wäre in jedem Fall ein fünfter IV mit Stärken in der Spieleröffnung fast wichtiger als ein Mittelstürmer) gerade mal noch einen spielfähigen im Kader haben, weshalb wir praktisch keinen gelernten DM auf den Platz bringen können. Das Spiel in Lotte hat neben der Mentalitätsfrage eine alte Erfahrung bestätigt, die jeder macht, der mal versucht hat, mit zehn Fingern Maschine schreiben zu lernen, während er gleichzeitig im Job weiter unter Druck Texte in die Maschine hacken muss. Man verheddert sich vollkommen zwischen dem Erlernten und dem gewohnten Zwei-Finger-System, macht Fehler über Fehler und weiß am Ende nicht, wo hinten und vorne ist.
So sehr auch ich mit der derzeitigen Situation hadere, kann ich außer in der Motivationsfrage keinen Sinn in einer Entlassung von Neuhaus erkennen. Aber ein eventueller Motivationsschub kann die grundlegenden Probleme einer solchen Systemumstellung höchstens ein paar Spiele kaschieren. Natürlich wird man in den nächsten Spielen sehen müssen, ob die Spieler an diesen Weg glauben und ihn mit 100% gehen wollen. Kreuzers Aussagen lassen da einige Fragen offen. Natürlich muss Neuhaus zeigen, ob er der Mannschaft das Vertrauen in sich selbst, in die Mitspieler und in den Matchplan so einimpfen kann, dass man das in Körpersprache und Einsatzwillen auf dem Platz spüren kann. Und natürlich werden ein paar weitere Niederlagen ganz Schwarz-Gelb zum Rotieren bringen. Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern. Und wirklich zeigen, dass Dynamo anders ist und endlich den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung im eingangs gemeinten Sinn miteinander geht statt übersteigerten Erwartungen wutschäumend hinterher zu hecheln. 47 Punkte waren in den letzten Saisons für Plätze zwischen 6 und 8 gut. Das ist, denke ich, schon sehr ambitioniert.
Überzeugt mich, auch als Neuhaus kritisch betrachtender Fan. Nur eine Frage: warum hat man nicht auf ein einfacheres System umgestellt? Jetzt haben wir zwei Systeme wo die Spieler(qualitäten) nicht 100% passen. Warum hat man nicht bspw. am 442 gearbeitet?
21.08.2018 - 21:40 Uhr
@linksverteidiger60
Ein wirklich toller, super recherchierter/ mit Wissen durchsetzter Beitrag, wie man sie nur selten liest, absolut klasse und regt einen echt dazu an, die Trainerfrage mal ganz anders zu betrachten. Absolut genial!
Ein wirklich toller, super recherchierter/ mit Wissen durchsetzter Beitrag, wie man sie nur selten liest, absolut klasse und regt einen echt dazu an, die Trainerfrage mal ganz anders zu betrachten. Absolut genial!
21.08.2018 - 21:52 Uhr
Zitat von linksverteidiger60
Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern.
Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern.
Dein Wort in Fußballgottes Ohr!
Was ist aber, wenn auf uns eher der Fall Braunschweig und Lieberknecht zutrifft?
21.08.2018 - 21:53 Uhr
Zitat von dynamo_willi
Deine dauerhaft blödsinnige Argumentation ignoriert weiterhin die Aufstiege von fürth, paderborn, mainz, freiburg, augsburg, Braunschweig, Ingolstadt, darmstadt, St pauli usw usf... Alle ganz weit weg von deinen ominösen 80 Millionen umsatz.
Ich weiß, dir spukt immer gleich der Durchmarsch in den Europapokal a la rb durch den kopf. Nur Aufstieg ist ja quatsch, wer will denn sowas?! Das ist für all jene Mannschaften natürlich nur mit ganz viel Glück möglich. Es gibt aber auch noch 9 andere platzierungen, die einen in der Liga halten.
Wenn man das dann zwei, drei mal schafft, kann eine Konsolidierung a la mainz, Augsburg oder Freiburg folgen, die nach deinem mammonverblendeten Weltbild ja auch nicht dort oben existieren dürften.
Deine dauerhaft blödsinnige Argumentation ignoriert weiterhin die Aufstiege von fürth, paderborn, mainz, freiburg, augsburg, Braunschweig, Ingolstadt, darmstadt, St pauli usw usf... Alle ganz weit weg von deinen ominösen 80 Millionen umsatz.
Ich weiß, dir spukt immer gleich der Durchmarsch in den Europapokal a la rb durch den kopf. Nur Aufstieg ist ja quatsch, wer will denn sowas?! Das ist für all jene Mannschaften natürlich nur mit ganz viel Glück möglich. Es gibt aber auch noch 9 andere platzierungen, die einen in der Liga halten.
Wenn man das dann zwei, drei mal schafft, kann eine Konsolidierung a la mainz, Augsburg oder Freiburg folgen, die nach deinem mammonverblendeten Weltbild ja auch nicht dort oben existieren dürften.
Kommen wir schnell noch einmal auf meine dauerhalte, blödsinnige Argumentation zurück. Von den 9 von Dir genannten Mannschaften sind 7 Fahrstuhlmannschaften, die kurz aufgestiegen sind und dann bis zu 2 Ligen nach unten gerutscht sind. Keiner hat eine langfristige Bundesligapräsenz, momentan kämpfen die 7 Mannschaften in ihren Ligen mehr oder weniger ums Überleben.
Kommen wir zu den von Dir 4 genannten Erstligateams. Von diesen Teams haben 2 um ihr Überleben in der 1. Liga bis zum letzten bzw. vorletzten Spieltag in der letzten Saison gekämpft.
Zwei der anderen Vereine, nämlich Ingolstadt und Augsburg sind Kapitalgesellschaften mit zum Teil hochkarätigen Investoren, wenn man die Audi AG als hochkarätig bezeichnen will. Der FC-Ingolstadt hat seine Bundesligapräsenz sehr schnell hinbekommen, denn dieser Verein ist gerade etwas mehr als 15 Jahre im Geschäft.
Beim FC Augsburg steht ein Investorenpool aus fußballverrückten, zweifellos wohlhabenden
Männern dahinter.
Man hat sich auferlegt eine nachhaltige Entwicklung durch Langfristinvestments zu vereinbaren. Hier geht es nicht um die schnelle Rendite, sondern um eine nachhaltig konzipierte, finanzielle Unterstützung des Vereins im Rahmen der 50 +1 Regel.
Die Mainzer und Freiburger befinden sich in Geberländern mit einer wirtschaftlichen Potenz, die der Freistaat Sachsen noch in mehren Jahrzehnten nicht aufweisen wird.
Die Mainzer haben eine Ausgliederung zunächst abgelehnt, diese steht aber weiterhin auf der Tagesordnung. Offensichtlich will man bis 2021 ausgliedern.
Dem einzigen Ostverein, dem ich einen langfristigen Aufstieg zutraue, ist der 1.FC Union. Warum? Eine überdurchschnittliche Infrastuktur (Stadion, Grundstück, Trainingsplätze), Ausbau des Stadions auf 37.000 Plätze, komfortable Fernseheinnahmen sind Teil der wirtschaftlichen Konzeption.
Von dieser recht guten Situation sind wir noch viele Schritte entfernt. Selbst wenn es den Unionern gelingen sollte, aufzusteigen, traue ich ihnen unter den momentanen ökonomischen Bedingungen maximal 1-2 Jahre 1. BL. hintereinander zu.
Warum? Die Konkurrenz schläft nicht, und sie wird versuchen, ihre Kapitaleinnahmen weiter zu optimieren.
Das werden sie u.a. dadurch erreichen, dass sie weiter fleißig ausgliedern. Die Mehrzahl der Erst- und Zweitligaclubs hat das bereits hinter sich gebracht. In Dresden ist es nicht einmal Thema.
Was hat das mit uns Uwe zu tun? - recht viel- er ist der ideale Trainer uns langfristig in der 2. Liga zu halten. Mehr werden wir kaum erreichen können und wenn doch, dann ist es die Ausnahme von der Regel. Und darauf würde ich aus rein statistischen Erwägungen nicht setzen.
Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich bin mir sicher, dafür gibt`s keine 4 Wertungen, aber das ist auch nicht notwendig, weil hier kaum jemand begreifen will, dass im Profifußball nicht nur die Mannschaftsleistung und die Unterstützung zählt, sondern eine hohe wirtschaftliche Potenz letztlich essentiell ist.
Profivereine sind letztlich nichts weiter als mittelständische Unternehmen. Ohne Kapitalstock wird es schwer.
Im Übrigen, 2 der 4 genanten Erstligisten haben einen Umsatz von über 90 Millionen (Mainz, Augsburg). Der FC Freiburg bis zu 70 Millionen, nur der FC Ingolstadt kommt auf weniger (in der letzten Bundesligasaison waren es 65 Millionen, aber der hat ja die 4 Ringe noch in der Hinterhand (Audi ist Anteilseigner mit 20 %).
Wie immer meine Meinung - denkt darüber nach, oder lasst es.
21.08.2018 - 21:57 Uhr
Zitat von Vorstopper_57
Dein Wort in Fußballgottes Ohr!
Was ist aber, wenn auf uns eher der Fall Braunschweig und Lieberknecht zutrifft?
Zitat von linksverteidiger60
Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern.
Aber vielleicht sollte man sich dann an St. Pauli und Ewald Lienen im letzten Jahr erinnern.
Dein Wort in Fußballgottes Ohr!
Was ist aber, wenn auf uns eher der Fall Braunschweig und Lieberknecht zutrifft?
Tj, dann ist guter Rat teuer. Aber bis es so weit ist, müssen wir ja erstmal mit UN in die Bundesliga aufsteigen.
21.08.2018 - 22:11 Uhr
Auch wenn es quatsch ist mit dir zu streiten... @ adler selbstverständlich bin ich von den Umsätzen bei Aufstieg und nicht von den Umsätzen mittlerweile etablierter erstligisten ausgegangen. ..
Was um herrgottswillen ist denn nur so schlimm daran, in der ersten Liga um den klassenerhalt zu kämpfen? So ist nun mal der Sport. .. Wenn dir das nicht genügt, orientiere dich gen leipzig...
Der nächste Schritt für uns nach Etablierung in Liga 2 ist evtl der, eine fahrstuhlmannschaft zu sein. So what? Dann hätten wir uns zumindes schonmal in der top20/25 etabliert. Step by Step sollte die Devise sein. Wie realistisch ist es denn, sich nach Aufstieg gleich in der top10 wiederzufinden?
Wie passen denn eigentlich die abstiege von Köln und Hamburg in deine wahrnehmung? Bei gleichzeitigem verbleib anderer murkelvereine? Die haben doch so viel Kapital. ..
Und nein, ich muss über deinen Stuss nicht nachdenken. Hab ich die 3000 mal davor ja auch nicht gemacht... So kannste weiter predigen bis auch die letzten alt und senil sind und dir endlich zustimmen oder halt bis auch der letzte ungläubige das forum verlassen hat.
Habe fertig. Ab jetzt biste wieder auf ignore.
Was um herrgottswillen ist denn nur so schlimm daran, in der ersten Liga um den klassenerhalt zu kämpfen? So ist nun mal der Sport. .. Wenn dir das nicht genügt, orientiere dich gen leipzig...
Der nächste Schritt für uns nach Etablierung in Liga 2 ist evtl der, eine fahrstuhlmannschaft zu sein. So what? Dann hätten wir uns zumindes schonmal in der top20/25 etabliert. Step by Step sollte die Devise sein. Wie realistisch ist es denn, sich nach Aufstieg gleich in der top10 wiederzufinden?
Wie passen denn eigentlich die abstiege von Köln und Hamburg in deine wahrnehmung? Bei gleichzeitigem verbleib anderer murkelvereine? Die haben doch so viel Kapital. ..
Und nein, ich muss über deinen Stuss nicht nachdenken. Hab ich die 3000 mal davor ja auch nicht gemacht... So kannste weiter predigen bis auch die letzten alt und senil sind und dir endlich zustimmen oder halt bis auch der letzte ungläubige das forum verlassen hat.
Habe fertig. Ab jetzt biste wieder auf ignore.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dynamo_willi am 21.08.2018 um 22:19 Uhr bearbeitet
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