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Transferpolitik

20.08.2009 - 19:51 Uhr
Transferpolitik |#1331
03.09.2013 - 22:07 Uhr
Zitat von herthinho2310:

Natürlich ist der Trainer, derjenige der seine Vorstellungen vorgibt und dem Manager seine Wünsche mitteilt.
Aber so wie du es formulierst, ist Luhukay derjenige der die "guten Spieler" holt, weil er weiß, was er will und wenn es in die Hose geht und ein Spieler nicht passt, hat Preetz "Mist gebaut"...

So wie du es formulierst, liest es sich, als wäre Preetz irgendwo außerhalb des Teams und nur Blitzableiter, wenn es nicht läuft, auf den man alle Vorwürfe abladen kann und wenn es läuft, dann ist das unser "allwissender Trainer", dem wir das alles allein zu verdanken haben...

Ist doch etwas einseitig, oder?!


Nein Preetz hat (für mich) gar keinen Spieler geholt. Er hat die Verhandlungen geführt und Formalien erledigt. Nicht JL die guten, Preetz die schlechten. Das hast du falsch interpretiert.

Aber du hast Recht: Preetz ist in gewisser Weise "ausserhalb" des Teams. Denn er ist (bis auf Lustenberger, Ramos und Ggb.) die einzige Konstante im Verein. Und an ihm wird sich nachvollziehbar, logisch und natürlich "abgearbeitet" wenn etwas global-gravierend schief geht. Das liegt A) in der Natur seiner Position und B) daran das er eben bereits einiges an Scheizz verzapft hat und noch einige (mittelmässig erfolgreiche) Saisons im Soll stehen wird.

Also nicht ganz so gemeint, wie du es verstanden hast. :)

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+ + + Wir haben doch kein Geld + + +

Dieser Beitrag wurde zuletzt von randberliner am 03.09.2013 um 22:10 Uhr bearbeitet
Transferpolitik |#1332
03.09.2013 - 22:31 Uhr
Zitat von randberliner:
Zitat von herthinho2310:

Natürlich ist der Trainer, derjenige der seine Vorstellungen vorgibt und dem Manager seine Wünsche mitteilt.
Aber so wie du es formulierst, ist Luhukay derjenige der die "guten Spieler" holt, weil er weiß, was er will und wenn es in die Hose geht und ein Spieler nicht passt, hat Preetz "Mist gebaut"...

So wie du es formulierst, liest es sich, als wäre Preetz irgendwo außerhalb des Teams und nur Blitzableiter, wenn es nicht läuft, auf den man alle Vorwürfe abladen kann und wenn es läuft, dann ist das unser "allwissender Trainer", dem wir das alles allein zu verdanken haben...

Ist doch etwas einseitig, oder?!


Nein Preetz hat (für mich) gar keinen Spieler geholt. Er hat die Verhandlungen geführt und Formalien erledigt. Nicht JL die guten, Preetz die schlechten. Das hast du falsch interpretiert.

Aber du hast Recht: Preetz ist in gewisser Weise "ausserhalb" des Teams. Denn er ist (bis auf Lustenberger, Ramos und Ggb.) die einzige Konstante im Verein. Und an ihm wird sich nachvollziehbar, logisch und natürlich "abgearbeitet" wenn etwas global-gravierend schief geht. Das liegt A) in der Natur seiner Position und B) daran das er eben bereits einiges an Scheizz verzapft hat und noch einige (mittelmässig erfolgreiche) Saisons im Soll stehen wird.

Also nicht ganz so gemeint, wie du es verstanden hast. :)


Ich weiß wohl wie du es gemeint hast und sicherlich muss man den Manager vom "normalen, sportlichen Spielbetrieb" trennen.
Und in diesem Punkt hat sich Preetz gerade in den letzten 1,5Jahren und ganz speziell im letzten Jahr zusammen mit Luhukay enorm verbessert. Vielleicht liegt es ja an der Zusammenarbeit mit Luhukay, wodurch Preetz dazugelernt hat sich auf diesem Pakett zu bewegen, denn wenn man mal überlegt, wie oft man Preetz in der abgelaufenen Saison vor einem Mikro gesehen hat und wie oft davor, sieht man schon, dass er sich sehr zurücknimmt und nicht mehr vor jedes Mikro rennt.

Natürlich hat er in den letzten Jahren eine enorm schlechte Figur abgegeben alleine durch das "Verheizen" von Trainern.

Wir können nur hoffen, dass das Gespann Preetz/Luhukay diesen Trend fortsetzt, denn so wie es im Moment sowohl sportlich als auch finanziell in die richtige Richtung geht, sollte es weiter gehen.
Transferpolitik |#1333
03.09.2013 - 23:27 Uhr
Bisher macht er vieles richtig, aber das liegt, wie randberliner schon angedeutet hat, eher an Luhukay. Ist ja jetzt keine große Kunst zu sehen, dass vier ehemalige Luhukay-Spieler vermutlich eher vom Trainer gewollt waren als vom Manager. Aber Stand jetzt (!) interpretiert Preetz für mich die Rolle eines Managers zufriedenstellend. Zufriedenstellend in der Hinsicht, dass er versucht, die Wünsche des Trainers umzusetzen, zufriedenstellend, dass er nicht vor jedes Mikro rennt und Unruhe in den Verein bringt (was leider die Regel sein sollte in der Bundesliga, aber nicht ist) und zufriedenstellend in dem er den Blitzableiter für bad press abgibt. Auch okay. Damit bewegt er sich für mich auf einer Skala von 1-6 nach Schulnoten auf einer 3. Was ihn zu einem guten Manager machen wird, ist das Scouten oder Verpflichten von unbekannten Spielern, die der Trainer nicht auf dem Zettel hat und vor allem, sein Umgang mit dem Verein wenn es nicht läuft. Leider hat er zweimal versagt, als es darum ging, den Verein durch Krisen zu führen, fehlendes Geld hin oder her. Im ersten Fall, als er Funkel verpflichtet hat und im zweiten Fall, als er das mit Babbel nicht hat kommen sehen und einen von vornherein verbrannten Trainer verpflichtet hat und anschließend unseren Ruf praktisch zerstört hat (inkl. Aussagen nach dem Rele-Spiel). Hier muss für mich Preetz noch einen Leistungsnachweis erbringen, aber ansonsten ist seine Leistung für mich derzeit, wo alles heile ist in der Hertha-Welt, in Ordnung.
Transferpolitik |#1334
04.09.2013 - 00:05 Uhr
Zitat von herthinho2310:
Wir können nur hoffen, dass das Gespann Preetz/Luhukay diesen Trend fortsetzt, denn so wie es im Moment sowohl sportlich als auch finanziell in die richtige Richtung geht, sollte es weiter gehen.


Zitat von zizouBSC:
Was ihn zu einem guten Manager machen wird, ist das Scouten oder Verpflichten von unbekannten Spielern, die der Trainer nicht auf dem Zettel hat und vor allem, sein Umgang mit dem Verein wenn es nicht läuft. Leider hat er zweimal versagt, als es darum ging, den Verein durch Krisen zu führen, fehlendes Geld hin oder her.


Ich möchte euch beiden in einem antworten. Es war glaube ich mein 1. oder 2. Post überhaupt, nach unserm zweiten Abstieg als ich geschrieben habe: "Jetzt will ich Preetz nicht mehr abgeben, soviel wie wir in seine Ausbildung investiert haben, können wir uns nicht nochmal leisten" - Leider hab ich meinen alten Post zum Beleg nicht mehr gefunden...

Zu Herhinho2310 Beitrag: Natürlich wird er auch besser im Umgang mit den Medien, wär ja schlimm wenn nicht. Für mich sollte ein Manager gar nicht in Erscheinung treten. Lieber alles in Ruhe und mit Abstand ansehen und mit dem Trainer die richtige Wahl zum richtigen Zeitpunkt finden. Was er z. Z. macht! Daher hoff ich ebenfalls dass es in den nächsten Jahren mit beiden weitergeht, die Entwicklung gefällt mir jedenfalls sehr.

Zu ZizousBSC Beitrag: Ich stimm dir zu 100 % zu, nur kann er es in der jetzigen Situation eben nicht. Gerade geht es um den Klassenerhalt und nicht mehr, obwohl ich bei meinen Freunden vom Finale daheim 2015 spräche/angebe (würde ich auch machen wenn wir auf Platz 18 wären). In dieser Saison muss er auf Sicherheit setzen und muss mit 0 Geld das maximale rausholen. Was er meiner Meinung super gemacht hat. Natürlich hat er nur die Vorgaben von JL umgesetzt aber diese super verhandelt.

Abschließend kann ich nur sagen, ich bin im Vergleich zu manch anderen hier immer noch froh ihn als Manager zu haben, den er lebt/ist Hertha und nimmt sich mit Sicherheit jeden Fehler zu herzen und wird diesen nicht mehr wiederholen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bolle8619 am 04.09.2013 um 00:07 Uhr bearbeitet
Transferpolitik |#1335
04.09.2013 - 09:57 Uhr
Fußball ist ein Mannschaftssport. Auf dem Platz wie außerhalb gilt die die Regel, man gewinnt zusammen, man verliert zusammen. Deswegen halte ich nichts davon einzelne Protagonisten hervorzuheben. Luhukay, Preetz und Gegenbauer haben ihren Job gemacht und die Transfers sind aus meiner Sicht alle nachvollzieh- und auch wirtschaftlich für den Verein abbildbar. Eine Person die auch noch zu diesen Kreis gehört ist Schiller, der durch Verlängerung von Sponsorenverträgen und Akquirierung neuer Sponsoren seinen Teil zum Gesamtpaket dazu beigetragen hat.

Ebenso halte ich nichts davon, schon frühzeitig Lob auszusprechen. Erst wenn das Saisonziel 40 Punkte erreicht wurde, ist es angebracht. Hätte Preetz Messi oder Bale an die Spree gelotst und am Ende steht der Abstieg, würde er trotzdem von der Medienlandschaft und vom Mob durch das Brandenburger Tor gejagt werden.

Was man bisher positiv bewerten sollte ist der Umgang mit den Medien. Die Namen der Kandidaten sind nicht wochenlang von der Medienlandschaft seziert worden und auch keiner der Verantwortlichen hat sich versucht über die Medien zu profilieren.

Zwischenzeugnis: Die Transfers (Zu- wie Abgänge) machen Sinn und stellen kein finanzielles Risiko da. Keiner der Spieler (Vorhandene und Neuzugänge) oder Verantwortlichen füllte die Boulevardblätter. Nach vier vier Spieltagen ist man punktemäßig im Plan und hat gute Chancen das Ziel zu erreichen.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Transferpolitik |#1336
04.09.2013 - 23:08 Uhr
Ich finde Preetz hat ganze Arbeit geleistet. Ich mach mal einen Überblick über alle Transfers und meine Meinung dazu.

Baumjohann: Ein sehr guter Transfer! Ein guter Pendant zu Ronny. Wir waren viel zu abhängig von unserem Brasilianer und man hat für lau einen guten Ersatz geholt, der Ronny jetzt sogar aus der Startelf verdrängt hatte. Schade, dass er verletzt ist!

Langkamp: War ich am Anfang skeptisch, ob er die Lücke in der IV schließen kann, die Lusti hinterlassen hat. Hat mich aber positiv überrascht. Bisher sehr abgeklärt und scheint zudem ein sehr netter zu sein! Auch Ablösefrei: Top!

Hosogai: Brauch man glaub ich nicht lange diskutieren. Bisher einer, wenn nicht der beste Spieler in der Saison. Stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft, kämpft 90 Minuten lang und ist flexibel einsetzbar. Auch für 1Mio ein klasse Transfer.

Van den Bergh: Den kann man noch nicht wirklich einschätzen, da er sich relativ schnell verletzt hat. War auch da skeptisch und er ist jetzt auch nicht der Bomben-Mann, der für immer unsere Probleme in der LV lösen wird, aber ebenfalls abllsefrei und auf jeden Fall eine Steigerung zu dem was wir da bisher hatten.

Skjelbred: Mit dem hatte ich so garnicht gerechnet. Wusste auch erst nicht viel mit dem Transfer anzufangen, da ohne KO und Ergänzungsspieler beim HSV. Aber wenn er auch nur halb so gut ist, wie die ihm hinterhertrauernden HSV-Fans sagen, dann können wir uns auf einiges gefasst machen. Scheint auf jeden Fall ein Kämpfer zu sein und kann die bei uns prekäre RM Position spielen.

Cigerci: Der einzige Transfer, dem ich so gar nichts abgewinnen kann. Wenn er bei BMG oder WOB gespielt hat, wusste er eigentlich nie zu überzeugen. Natürlich ein Notkauf, da Baumi lange ausfällt, aber da hätte ich eher Hany eine Chance gegeben, der mir in der Vorbereitung sehr gut gefallen hat. Das einzige was mich an diesem Transfer positiv stimmt, ist die KO und dass er erst 21 ist. Vielleicht macht Luhu ja noch was aus ihm.

Lasogga: Ist mit Ronny mein Lieblingsspieler. Bin dementsprechend ein wenig traurig, dass er weg ist, wenn auch nur für ein Jahr. Hat beim HSV mehr Chancen zu spielen als bei uns und trotzdem: Wenn er einschlägt, wird er beim HSV bleiben wollen und der HSV wird ihn behalten wollen. Wenn nicht dann hat Luhukay keinen Grund ihn wieder aufzustellen. Hoffe die ganze Sache geht gut aus und er kommt am Ende der Saison wieder zu uns zurück. Hier ein Lob an Preetz, dass er stur geblieben ist und die Hamburger keine KO haben.

Hubnik: Natürlich schade, weil er einfach eine tolle Persönlichkeit hatte und mind ein Jahr ja auch sehr gut gespielt hat. Aber wenn man ehrlich ist waren Brooks, Langkamp, Franz und Lusti vor im in der IV, deshalb völlig verständlich, dass er wechselt. Freue mich schon in gegen Bayern in der CL zu sehen!! :D

Dorian Diring: Schade! Aus dem hätte was werden können. Da frag ich mich, ob man ihn nicht wenigstens erstmal hätte verleihen können!?

Christian Fiedler: Zähl ich jetzt einfach mal als Abgang hinzu. Der einzige Abgang, den ich überhaupt nicht verstehe. Hat immer alles für den Verein gegeben und war eine Identifikationsfigur für die Fans. Ist mir auch nicht aufgefallen, dass Kraft unter ihm schlechter wurde. Vielleicht hatte er ja was mit Preetz Frau... ;)

Ansonsten mit Ronny, Lusti, Wagner und Schulz verlängert, was sicherlich nicht alles einfach war. Da denke ich natürlich an den erstgenannten. Die Jugendarbeit ist immernoch super (Shyre, Andrich, Mukhtar, Jonas Nickel). Irgendwie kommt es mir vor als wäre Preetz ein Manager, der wie ein Jugendspieler Zeit zum Eingewöhnen braucht und dann immer besser wird. Man sollte ihn jetzt auch nicht über den grünen Klee loben, aber seine Arbeit gefällt mir jetzt immer besser. Ist etwas lang geworden der Beitrag, aber ich hoffe ihr lest ihn trotzdem.
Mfg Herthaner
Transferpolitik |#1337
05.09.2013 - 14:19 Uhr
Zitat von Herthaner_97_:


Ansonsten mit Ronny, Lusti, Wagner und Schulz verlängert, was sicherlich nicht alles einfach war. Da denke ich natürlich an den erstgenannten. Die Jugendarbeit ist immernoch super (Shyre, Andrich, Mukhtar, Jonas Nickel). Irgendwie kommt es mir vor als wäre Preetz ein Manager, der wie ein Jugendspieler Zeit zum Eingewöhnen braucht und dann immer besser wird. Man sollte ihn jetzt auch nicht über den grünen Klee loben, aber seine Arbeit gefällt mir jetzt immer besser. Ist etwas lang geworden der Beitrag, aber ich hoffe ihr lest ihn trotzdem.
Mfg Herthaner


Man darf auch nicht vergessen das Preetz am Anfang mit den "Kuddelmuddel"
das Dieter Hoeness hinterlassen hatte zurecht kommen musste. Da gibt es
sicher besser Startbedingungen. Klar hat er mit Skibbe und Funkel dann auch
mal ins Klo gegriffen :angry

Vor allem aber scheint die Zusammenarbeit mit Luhukay gut zu funktionieren.
Das ist DER SCHLÜSSEL für eine positive Weiterentwicklung der nächsten Jahre.
Transferpolitik |#1338
05.09.2013 - 14:25 Uhr
Laut Print-"Kicker" haben wir für Cigerci 300.000 € Ausleihgebühr bezahlt, für Lasogga 350.000 € Ausleihgebühr und für Hubnik 200.000 € Ablöse bekommen.

•     •     •

Hertha BSC 2017/2018
Jarstein
Weiser - Stark - Rekik - Plattenhardt
Skjelbred - 'Darida
Lazaro --------------------- Kalou
Ibisevic - Selke

Kraft, Klinsmann, Langkamp, Pekarik,Torunarigha, Baak, Lustenberger, Mittelstädt, Kade, Maier, Stocker, Dardai, Leckie, Haraguchi, Esswein, Schieber
Transferpolitik |#1339
02.11.2013 - 13:55 Uhr
Sechs Richtige

Die Zugänge bei Aufsteiger Hertha BSC haben alle extrem gut eingeschlagen und ehemalige
Stammkräfte aus der Startelf verdrängt. Trainer Jos Luhukay muss die Härtefälle bei Laune halten.

(...)
In Berlin konnte sich der vielseitige Mann aus Trondheim in kürzester Zeit unentbehrlich machen und den Brasilianer Ronny vorerst aus dem offensiven Mittelfeld verdrängen. Der Boulevard debattiert nun beinahe täglich über die Zukunft von Skjelbred und Lasogga, deren Marktwert zuletzt mächtig gestiegen ist.

Altgediente auf der Tribüne

Wenn der Aufsteiger heute gegen Schalke 04 antritt (15.30 Uhr/Olympiastadion) – zu diesem Duell werden 65 000 bis 70 000 Zuschauer erwartet – wird Skjelbred aller Voraussicht nach genauso in der Startelf stehen wie die Sommer-Zugänge Hajime Hosogai, Sebastian Langkamp und Johannes van den Bergh. Nur Alexander Baumjohann, im Juni vom 1. FC Kaiserslautern gekommen, fehlt nach seinem Kreuzbandriss am fünften Spieltag.

Bis dahin hatte er als Kreativspieler in der Berliner Zentrale sofort die Führung übernommen. Auch Tolga Cigerci, junge Leihgabe vom VfL Wolfsburg, könnte in den Überlegungen von Luhukay gegen Schalke eine Rolle spielen – so wie zuletzt, als der Deutsch-Türke im Spiel beim FC Bayern auf der rechten Außenbahn positiv überraschte.

Es ist schon erstaunlich, dass sich sämtliche Zugänge des Sommers – nur der Japaner Hosogai kostete Ablöse (eine Millionen Euro an Bayer Leverkusen) – problemlos etabliert und deshalb natürlich auf der anderen Seite Härtefälle produziert haben. So müssen am heutigen Sonnabend gegen Schalke etwa Fabian Holland, Maik Franz und der stellvertretende Mannschafts-Kapitän Peer Kluge zum wiederholten Male auf der Tribüne Platz nehmen. Sie und auch der Israeli Ben Sahar (ohne Saisoneinsatz) schafften nicht einmal den Weg ins 18er -Aufgebot der Berliner.

Angreifer Sahar hat inzwischen signalisiert, dass er im Winter einen Vereinswechsel anstrebt. Franz (Vertrag bis 2015), Kluge (2015) und auch Peter Niemeyer (2016/bislang zwei Mal eingewechselt) halten noch still, wollen den bisherigen Erfolg der Mannschaft durch Quengeleien nicht gefährden.

Die schnelle Integration der Zugänge aber hängt im entscheidenden Maße von Trainer Luhukay ab und auch von der Tatsache, dass alle Neuen vom Aufsteiger-Team mit offenen Armen und ohne Eifersüchteleien empfangen wurden. So sagt etwa der Japaner Hosogai: „Jos Luhukay ist bisher der Trainer, der am besten zu mir passt. Er hatte mir vor meinem Wechsel gesagt, dass in Berlin eine wichtige Rolle für mich vorgesehen ist. Meine neuen Mitspieler haben mir das Eingewöhnen auch leicht gemacht.“

Der schmächtige Nationalspieler hatte sich blitzschnell einen Stammplatz im Berliner Team erkämpft und dabei als sogenannter Sechser im defensiven Mittelfeld den ehemaligen Kapitän Peter Niemeyer, der sich in der Vergangenheit auch stark um den Teamgeist verdient gemacht hatte, verdrängt und in den ungeliebten Status eines Einwechselspielers versetzt.

Minimiertes Risiko

„Solch eine hohe Quote an Treffern bei unseren Zugängen war nicht unbedingt zu erwarten, aber es ist natürlich sehr gut für unser Team“, sagt Luhukay. Dabei hatten sich der Trainer und Manager Michael Preetz vor allem auf Profis fokussiert, die Luhukay von vorherigen Stationen kannte – und die ablösefrei waren. Hertha konnte sich finanziell keine großen Sprünge erlauben, deshalb, so Luhukay, „musste jeder Transfer passen“. Da der Coach die Qualitäten der Neuen gut einschätzen konnte, war das Risiko von Fehleinkäufen deutlich minimiert worden. Parallel zu Luhukays Wunschliste lief natürlich das intensive Scouting des Klubs.

Sven Kretschmer, der Chefscout, sagt: „Viele derjenigen Profis, die unser Trainer favorisierte, standen sowieso schon bei uns im Fokus. Wenn man sich so wie wir seit Jahren auf ablösefreie Spieler konzentrieren muss, schränkte sich der Kreis der geeigneten Kandidaten ein.“

Luhukay sagt, er habe auch in der Vergangenheit bei Neuverpflichtungen oft richtig gelegen, so etwa beim FC Augsburg. In Paul Verhaegh, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Dominik Reinhardt und Marcel de Jong, so Luhukay, gehören Spieler zum heutigen Stamm der Augsburger, die er 2010/2011 geholt hatte. Dennoch scheint der Jahrgang der Neulinge 2013/2014 beim Erstliga-Rückkehrer aus Berlin besonders anpassungsfähig zu sein. Zudem bringt jeder der Zugänge seine Extraqualitäten ein – etwa die Kopfballstärke von Innenverteidiger Sebastian Langkamp, die Giftigkeit und das schnelle Umschaltspiel von Hosogai oder die Laufstärke von Skjelbred, der zuletzt stets beinahe 13 Kilometer pro Spiel zurücklegte. In der Bundesliga liegt das durchschnittliche Pensum bei 10,5 Kilometern.
(...)
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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Transferpolitik |#1340
30.11.2013 - 08:48 Uhr
Auslese bei Hertha

Mit dem Spiel gegen Augsburg beginnen richtungsweisende Wochen für die Berliner – für Ronny, Franz und Ben Sahar gilt das besonders
(...)

Trainer Luhukay erinnerte seinen Kader zudem daran, "dass wir intern nach der Hinrunde Bilanz ziehen. Alles steht auf dem Prüfstand: Die Torhüter, aber auch die anderen Mannschaftsteile." Er werde mit seinem Trainerteam analysieren: "Wer hat sich wie entwickelt." Bei den Torhütern ließ Luhukay offen, ob im Winter ein erfahrener Mann geholt werde. Oder ob Hertha auch in die Rückrunde geht mit der vergleichsweise jungen Crew um Thomas Kraft, 25, Sascha Burchert, 24, Philip Sprint, 20, und Marius Gersbeck, 18.

Was der Trainer meint: Es bleiben noch vier Spiele, um positiv auf sich aufmerksam zu machen. Da gibt es einige Kandidaten, die in einer insgesamt funktionierenden Mannschaft unbedingt zulegen sollten. Allen voran darf sich Ronny angesprochen fühlen.
(...)

Das wird für andere Kandidaten, die ebenfalls auf dem Prüfstand stehen, schwieriger. Bei Maik Franz und Ben Sahar lautet der Zwischenstand nach 13 Bundesliga-Runden: Beide haben null Minuten in dieser Saison gespielt. Beide waren Teil jener enttäuschenden Mannschaft, die im Zweitrunden-Pokalspiel bei Zweitligist 1. FC Kaiserslautern (1:3) scheiterte.

Preetz: Wir reden im Winter

Beide stehen gegen Augsburg nicht im Aufgebot – wie schon seit Wochen nicht. Manager Preetz will sich derzeit noch nicht festlegen. Merkt aber an: "Wenn ein Spieler auch für die Rückrunde keine Perspektive hat zu spielen, müssen wir die Situation im Winter genau abwägen."

Eine Beschreibung, die auch auf Fabian Holland (ein Saisoneinsatz) zutrifft. Im Klartext: Bei diesen Spielern ist eine Trennung im Januar möglich.

Anders liegen die Dinge bei Peter Niemeyer und Peer Kluge. Beide sind nicht zufrieden, weil ihre Rolle im aktuellen Team kleiner ausfällt, als sie das angenommen hatten. Dennoch wird Luhukay auch 2014 auf dieses erfahrene Duo setzen. "Eine Saison ist lang, wir werden alle Spieler aus dem Kader brauchen", sagt der Trainer.
(...)
Maik Franz , Ben Sahar und Fabian Holland könnten , Ronny, Peter Niemeyer und Peer Kluge dürfen Hertha BSC im Winter nicht verlassen.

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 30.11.2013 um 09:03 Uhr bearbeitet
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