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Transferpolitik

20.08.2009 - 19:51 Uhr
Transferpolitik |#1481
03.09.2015 - 10:15 Uhr
Zitat von Alpenbombe
Das ist doch ein deutschland-(europa-)weiter Trend. Es wechseln kaum noch brasilianische Talente direkt in die Liga. Wendell war, meine ich der letzte "große" Transfer. Man kennt hierzulande eben auch die Schwierigkeiten, die sich für einen / mit einem Brasilianer ergeben.
Da ist der Weg über eine kleine europäische Liga (Portugal) deutlich sinnvoller. Zudem hat der brasilianische Fußball mit seinen Talenten wohl ein wenig an Attraktivität eingebüßt. Das was vor 10, 15 Jahren brasilianische Talente waren, sind heute belgische, spanische und z. T. deutsche.


Der Fußball ist schneller geworden und laufintensiver. Es wird der Ball nicht mehr getragen, sondern schnell durch Pässe nach vorne gespielt. Brasilianer sind da eher ballverliebt und versuchen durch ihre Technik Spieler auszuspielen. Nicht mehr zeitgemäß. Ich denke der Brasilianische Fußball wird in drei Jahren bei der nächsten WM sein Wunder erleben. Nur die Weltmeisterschaft im eigenen Land und die schwächeren Gegner Mexiko, Kroatien und Kamerun und im Viertelfinale Kolumbien haben den Einzug ins Halbfinale ermöglicht. Gegen Chile war Brasilien schwächer und hatte nur Glück im Elfmeterschießen. Bei der Copa Amercia dieses Jahr war schon im Viertelfinale Schluss.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Transferpolitik |#1482
03.09.2015 - 21:32 Uhr
Mich würde echt einmal eine detalliertere Aussage von Pal Dardai zum nicht erfolgten Balasz Dzsudzsak-Transfer interessieren, oder auch wenigstens von Michael Preetz. Habe ich da Etwas verpasst?
Ich denke es waren nicht Wenige in Vorfreude auf diesen Transfer, der dann sang und klanglos scheiterte. Es mag dafür ja gute Gründe gegeben haben, die man dann aber auch wissen möchte. Eine gewisse Transparenz ist man den Fans doch heutzutage auch schuldig.

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Freude am Spiel!
Transferpolitik |#1483
03.09.2015 - 22:22 Uhr
Ich denke da wird so schnell nichts an die Öffentlichkeit kommen. Wenn man aber hört, dass eine Verpflichtung von Leitner nicht zustande kam, weil kein Geld vorhanden war, es aber schon früh in Zusammenhang mit Dzsudzsak hieß, es muss vorher ein Flügelspieler den Verein verlassen, wird es wohl an der Verletzung von Ben-Hatira und damit sein Verbleib und an Ronny gelegen haben. Auch waren das Wunschgehalt und die Möglichkeiten von Hertha zu weit auseinander und noch weitere Vertragsklauseln.

Der Verkauf von Schulz und die Verpflichtung von Stark tut da nichts zu Sache. Für Dzsudzsak investiert man Geld, dass man aber wegen seinem Alter nicht mehr rein bekommt. Schulz hätte seinen Wert noch gesteigert. Er wollte aber nicht verlängern. Stark wird seinen Wert noch steigern.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Transferpolitik |#1484
07.09.2015 - 11:33 Uhr
Quelle: BILD.de
BILD: Durch den neuen TV-Vertrag haben die Engländer die halbe Bundesliga leergekauft, bis zu 80 Mio. Euro für einen Spieler gezahlt – ein Wahnsinn?

Preetz: „Für den normalen Fan sind solche Summen schwer vermittelbar. Die Engländer haben den deutschen Markt entdeckt. Das war aber erst der Anfang! In den nächsten Jahren wird es noch größere Investitionen geben. Die Herausforderung für uns wird es sein, vermehrt in den Nachbarländern wie zum Beispiel in Tschechien, Polen, Skandinavien oder der Schweiz tätig zu werden. Damit werden wir uns intensiver befassen.“


Solche Aussagen lassen für zukünftige Transfers ja wieder ein wenig mehr Risiko und Kreativität erwarten. Zumindest für den Fall, dass es in heimatlichen Gefilden keine passenden Spieler gibt.

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"Qualität kommt von Quälen." (Toni Leistner)
Transferpolitik |#1485
07.09.2015 - 13:07 Uhr
Zitat von Alpenbombe
Quelle: BILD.de
BILD: Durch den neuen TV-Vertrag haben die Engländer die halbe Bundesliga leergekauft, bis zu 80 Mio. Euro für einen Spieler gezahlt – ein Wahnsinn?

Preetz: „Für den normalen Fan sind solche Summen schwer vermittelbar. Die Engländer haben den deutschen Markt entdeckt. Das war aber erst der Anfang! In den nächsten Jahren wird es noch größere Investitionen geben. Die Herausforderung für uns wird es sein, vermehrt in den Nachbarländern wie zum Beispiel in Tschechien, Polen, Skandinavien oder der Schweiz tätig zu werden. Damit werden wir uns intensiver befassen.“


Solche Aussagen lassen für zukünftige Transfers ja wieder ein wenig mehr Risiko und Kreativität erwarten. Zumindest für den Fall, dass es in heimatlichen Gefilden keine passenden Spieler gibt.


Dazu müsste es bei uns erstmal scouts geben, die solche Spieler entdecken. Da habe ich bei unseren scouts so meine Zweifel. Das genau die angesprochenen Länder und Regionen bei uns näher in den Fokus rücken müssen steht außer Frage.
Transferpolitik |#1486
07.09.2015 - 13:36 Uhr
Zitat von Martinsson91


Dazu müsste es bei uns erstmal scouts geben, die solche Spieler entdecken. Da habe ich bei unseren scouts so meine Zweifel. Das genau die angesprochenen Länder und Regionen bei uns näher in den Fokus rücken müssen steht außer Frage.


Vielleicht birgt diese Aussage ja auch die Erkenntnis, dass man sich in Zukunft auf ein breiteres Netzwerk bei den Scouting-Aktivitäten stützen sollte bzw. die bisherige Praxis grundsätzlich überdacht werden muss.

Allein die Aussage, dass in zukunft andere Märkte interessanter werden impleziert ja schon die Anpassung der bisherigen Mechanismen in diesem Bereich. Ansonsten hätte Preetz auch sagen können: "Wir versuchen weiterhin junge deutsche Spieler oder Unzufriedene aus der Liga zu holen, weil das bisher so gut klappt."

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"Qualität kommt von Quälen." (Toni Leistner)
Transferpolitik |#1487
07.09.2015 - 14:20 Uhr
Schon mal was von Computern gehört? Wer denkt die Scoutingabteilung würde über die Sportplätze tingeln um Spieler zu entdecken der irrt.

Opta liefert umfangreiche Daten von den Spielen in den Ligen. Dort kann man Filter setzen und erst dann wird Vorort der Spieler beobachtet.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Transferpolitik |#1488
07.09.2015 - 14:41 Uhr
Zitat von adailton
Schon mal was von Computern gehört? Wer denkt die Scoutingabteilung würde über die Sportplätze tingeln um Spieler zu entdecken der irrt.

Opta liefert umfangreiche Daten von den Spielen in den Ligen. Dort kann man Filter setzen und erst dann wird Vorort der Spieler beobachtet.


Das ist mir schon bewusst. Allerdings bezweifle ich ein wenig, dass in der jetzigen Scouting-Abteilung darauf zurückgegriffen wird. Und wenn, dann gibt es in diesem Bereich sehr viele unterschiedliche Anbieter. Es gibt Agenturen, die das gesamte Scouting bis hin zur Vertragsausarbeitung betreuen, sowie reine Datenbankanbieter, die lediglich die Daten als "Steinbruch" zur Verfügung stellen. Ich würde also mal die Fragen stellen: Mit welcher Methode wird den unser Scouting überhaupt durchgeführt? Und ist die personelle Besetzung für eben jene Methode quantitativ und qualitativ zeitgemäß?

Man könnte ja auch andere Wege beschreiten und sich durch eine professionelle Scouting-Agentur, wie die von Matthew Benham beraten lassen. Der beschäftigt als Besitzer des FC Brentford und Teilhaber am FC Midtylland in seiner Firma in London 200 eifrige Datensammler. Da kann man dann eben mal überlegen, ob man nicht die Datensammlung und Auswertung und die Spielersichtung vor Ort als, auch personell, getrennte Verfahren anwendet.

Bei den Transfers der letzten Jahre lässt sich aber ehrlich gesagt keine große Kreativität erkennen und ich glaube auch kaum, dass man hier groß auf Datenbanken bei der Auswahl der Spieler zurückgegriffen hat. Der letzte Transfer bei dem ich mir so etwas vorstellen könnte war Haraguchi. Aber auch er war, ob seiner guten Leistungen in Japan eigentlich nur ein "kleiner Geheimtipp".

Edit: Roy Beerens kommt vllt. auch noch in Frage.Zwinkernd

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alpenbombe am 07.09.2015 um 14:43 Uhr bearbeitet
Transferpolitik |#1489
07.09.2015 - 15:05 Uhr
Wenn alle auf die Daten zugreifen können, wird es keine Geheimtipps geben. Die Problemstellung ist die Auswertung der Daten. Beim FC Bentfort und den Dänischen Meister (gleicher Eigentümer) beschäftigten sich 200 Leute. Teilweise soll der Trainer in der Halbzeitpause Anrufe aus der Zentrale bekommen, wie er reagieren soll. Bei Man City sollen die Daten den Fans zu Verfügung stehen die dann den "Code" knacken können. Wer denkt das sollte doch einfach sein der irrt. Pro Spiel gibt es eine Datenmenge die ausgedruckt auf über 30 Seiten Schriftgrad 10 Platz findet. Die Nationalmannschaft hat ihre Datenauswerter an der Sporthochschule Köln mit 60 Mann. Die bietet das auch als Studiengang an. Der Zettel den Lehmann 2006 im Elfmeterschießen hatte, ist übrigens nur ein Produkt.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Transferpolitik |#1490
07.09.2015 - 15:17 Uhr
Zitat von adailton
Wenn alle auf die Daten zugreifen können, wird es keine Geheimtipps geben. Die Problemstellung ist die Auswertung der Daten. Beim FC Bentfort und den Dänischen Meister (gleicher Eigentümer) beschäftigten sich 200 Leute. Teilweise soll der Trainer in der Halbzeitpause Anrufe aus der Zentrale bekommen, wie er reagieren soll. Bei Man City sollen die Daten den Fans zu Verfügung stehen die dann den "Code" knacken können. Wer denkt das sollte doch einfach sein der irrt. Pro Spiel gibt es eine Datenmenge die ausgedruckt auf über 30 Seiten Schriftgrad 10 Platz findet. Die Nationalmannschaft hat ihre Datenauswerter an der Sporthochschule Köln mit 60 Mann. Die bietet das auch als Studiengang an. Der Zettel den Lehmann 2006 im Elfmeterschießen hatte, ist übrigens nur ein Produkt.


Aber genau darauf zielten doch meine Fragen ab. Wenn das digitale Scouting sich in Zukunft durchsetzt (was sehr wahrscheinlich ist) dann ist eine Scouting-Abteilung mit zwei festangestellten Mitarbeitern einfach nicht mehr zeitgemäß. Hier müssen die Strukturen verändert werden.

BTW: Es würde mich interessieren, wie die Datenerhebung, gerade in kleineren Ligen, funktioniert. Denn ich denke, das dürfte neben der Auswertung der Daten, ein zweiter recht schwierig zu bewältigender Punkt sein.

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