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Trainerkarussell 3.0

27.04.2016 - 14:41 Uhr
Trainerkarussell 3.0 |#221
08.05.2016 - 12:51 Uhr
Zitat von Wuldor
Hallo Leute, ich bin sicher nicht der Erste der mit der Frage kommt und ich will euch auch nicht ärgern. Ihr könnt wahrscheinlich selber nur noch darüber lachen. Aber es würde mich nunmal interessieren:

2002: Neubarth übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2003 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2003: Heynckes übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2004 nach seinem letzten Spiel auf Platz 17
2004: Rangnick übernimmt auf Platz 15, Schalke steht 2005 nach seinem letzten Spiel auf Platz 4
2006: Slomka übernimmt auf Platz 4, Schalke steht 2008 nach seinem letzten Spiel auf Platz 3
2008: Rutten übernimmt auf Platz 3, Schalke steht 2009 nach seinem letzten Spiel auf Platz 8
2009: Magath übernimmt auf Platz 8, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 10
2011: Rangnick übernimmt auf Platz 10, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 9
2011: Stevens übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2012 nach seinem letzten Spiel auf Platz 7
2012: Keller übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2014 nach seinem letzten Spiel auf Platz 11
2014: di Matteo übernimmt auf Platz 11, Schalke steht 2015 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2015: Breitenreiter übernimmt auf Platz 6, Schalke steht 2016 nach seinem (bisher) letzten Spiel auf Platz 7

(Habe bei Neubarth angefangen, weil das der für mich erste völlig unverständliche Traininerwechsel war)

Mit Ausnahme von Henyckes zu Rangnick - und selbst hier lässt sich streiten, ob nicht auch Heynckes in den restlichen 30 Spielen der Saison noch den einen oder anderen weiteren Sieg nach 1 aus 4 geschafft hätte - sind das _allesamt_ aus meiner Sicht völlig überflüssige und vor allem erfolglose Trainerwechsel gewesen. Nicht nur gab es überhaupt keine zwingenden sportlichen Gründe (ja ich weiß natürlich, dass nicht alle vom Verein gefeuert wurden und dass es auch öfters zwingende nicht-sportliche Gründe gab, kurzen Moment Geduld gleich komme ich zum Punkt und dann versteht ihr mich auch), es hat auch kein einziger zu einer in der Tabelle sichtbaren Steigerung geführt. Ja, es ging mal binnen Jahresfrist von 5 auf 2 usw., aber noch jeder ist immer wieder ziemlich genau da gelandet, wo er begonnen hatte. Oder im Umkehrschluss - wie es sicher auch einige von euch sehen - hatte keiner von ihnen genügend Zeit, nachhaltige sportliche Verbesserungen zu implementieren. Wer nach 12 Monaten nicht deutlich besser dastand als zu Beginn, egal ob er bei Platz 3 übernahm oder auf Platz 11 - wurde angezählt und wer nicht nach spätestens 2 Jahren dem FC Bayern einheizte, war weg vom Fenster.

Daher meine Frage: Woher nehmt ihr (oder manche von euch) die Hoffnung, dass nach Breitenreiter nun der 10. (oder mit Heynckes 11.) Versuch zum gewünschten Erfolg führt? Ich meine klar, es wäre nicht toll dieses Jahr nur 7. zu werden. Ein anderer hätte vielleicht deutlich mehr erreicht. Oder würde auch so nächstes Jahr mehr schaffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein neuer Trainer ab der nächsten Saison den FC Schalke dauerhaft in den Titelkampf hievt. Aber woher nehmt ihr den Glauben daran? Für mich klingt das besorgniserregend.


Dies ganze Hoffnung durch einen Trainerwechsel zurück in den Titelkampf zu kommen basiert sicher auch auf den Erfolgsgeschichten des Nachbarn. Zum anderen Teil muss man die Arbeit des derzeitigen Trainers am Ende einer Saison betrachten. Dazu gehört dann nicht nur der Tabellenplatz sondern auch die fußballerische Entwicklung an sich. Ich für meinen Teil finde, dass wir in dieser Saison häufiger gute Ansätze gesehen haben an den AB seinen Anteil trägt. Ebenso gab es schlechte Spiele bzw. Niederlagen an denen AB seinen Anteil hatte durch schlechtes Coaching.

Im Großen und Ganzen habe ich mit so einer Saison gerechnet und war von vornherein nicht begeistert über die Verpflichtung Breitenreiters, jedoch auch nicht sonderlich pessimistisch. Ich für meinen Teil denke das die Unkonstanz nicht nur Breitenreiter zugeschrieben werden kann sondern auch der gesamten Kaderstruktur und damit auch Heldt. Wir haben eine talentierte Truppe die schnell nervös wird und den Glauben an Ihr Können verliert.

In der Causa Breitenreiter stellt für mich das größte Problem sein eigenes Ego und die nicht vorhandene Fähigkeit zur Selbstreflektion dar. So ist kein Fortschritt möglich, auch wenn ich gedacht hätte er könnte der Truppe noch weiterhelfen. Zudem ist es auch eine Sache der Politik, wenn Heidel mit einem angezählten Trainer in die Saison startet der möglicherweise nicht seinem favorisierten Trainerprofil entspricht.

Abgesehen davon konnten die Hoffnungen vieler in den letzten Jahren nicht wirklich erprobt werden, da nie der Wunschtrainer vieler Fans installiert wurde. ( Meiner zumindest nicht Lachend )

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FC Schalke 04 & VFB Oldenburg
Trainerkarussell 3.0 |#222
08.05.2016 - 12:52 Uhr
Zitat von Wuldor
Aber woher nehmt ihr den Glauben daran? Für mich klingt das besorgniserregend.


Die Aufzählung macht für mich nicht wirklich Sinn. Sie zeigt nur, dass Schalke ein unruhiger Verein ist und immer war. In den 14 Jahren deiner Aufzählung, gab es mit Assauer, Müller, Magath und Heldt auch vier verschiedene Manager. Liegt ja auf der Hand, dass ein Manager Trainer installiert, die zu seinen Ansichten passen.

Natürlich gab es auch innerhalb der einzelnen Manager Perioden, zu viele und schnelle Wechsel. Allerdings bin ich der Meinung, dass einzig und allein die Entlassungen von Ralf Rangnick (die im Dezember 2005) und die von Mirko Slomka unnötig waren. Die anderen waren zum damaligen Zeitpunkt verständlich. Rangnicks zweite Amtszeit war wieder erfolgsversprechender, wurde jedoch durch seine Krankheit gestoppt.

Hoffnung macht mir der Wechsel zu Christian Heidel. Klar ist, er ist kein Messias, aber ein Fachmann und ihm vertraue ich bei der Trainerwahl. Halten wir an André Breitenreiter fest, unterstütze ich das zu 100%. Sucht er sich einen Trainer, der besser zu seiner Philosophie passt, unterstütze ich auch das.
Klar ist, ein großer Teil der Unruhe geht auch von Clemens Tönnies aus. Hoffe Clemens hält endlich mal die Füße still, vertraut einem erfahrenen und starken Mann wie Heidel.

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<< Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben, was er will. Es gibt viele Dichter im Fußball, aber die gewinnen keine Titel. >>
Trainerkarussell 3.0 |#223
08.05.2016 - 12:52 Uhr
Interessante Herangehensweise. Folgt man der, war auch Gladbachs Trainerwechsel von Frontzeck zu Favre sinnlos. Übernommen auf Platz 18, gegangen auf Platz 18.

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Schalke 04, ein mysteriöser Verein
- Giuseppe Marotta -


Dieser Beitrag wurde zuletzt von falkone am 08.05.2016 um 12:56 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell 3.0 |#224
08.05.2016 - 13:09 Uhr
Solange Schalke sich auf den bequemen Polstersesseln und bei den Fans mal eine Übergangssaison erlaubt zu spielen wird es keine langfristige Verbesserung geben.
Am Anfang schien unter Breitenreiter alles schön zu sein, dann kam Mißerfolg und ein paar schlechte Leistungen und schon wurde es unruhig. Das macht doch keinen Sinn!

Einem neuen Trainer muss Zeit gegeben werden damit er ein neues Mannschaftsgefüge erstellen kann udn seine Spielidee wirklich einbringen kann. Da sind auch mal schlechte leistungen und Mißerfolg zu akzeptieren.

Es kann kommen wer will als Trainer, wenn nur anhand von unkonstanten Leistungen anhand der Hinrunde schon Unrihe aufkommt wird das wieder wie gehabt enden. Denn für eine sofortige Verbesserung und komplette Konstanz ist der Schalker Kader nicht stark genug.
Trainerkarussell 3.0 |#225
08.05.2016 - 13:10 Uhr
Erst einmal verweise ich auf meinen Beitrag auf der Vorseite. Als Ergänzung noch folgendes:

Ich lese hier, dass Weinzierl ja nicht mit dem FCA den Fußball spiele, der auf Schalke gespielt werden müsse.

Doch, macht er. Er spielt erfolgreichen Fußball und vor allem wird ein guter Trainer daran gemessen, was er im Anbetracht von Spielermaterial rausholt.

Mit Werner, Ji, Hong und Co. lässt sich bekanntermaßen kein Tiki-taka spielen.


Ich frage mich, was ihr denn bitte von Weinzierl erwartet? Dass er mit 3 kurzfristigen Ausfällen Schalke auswärts überrent und mit 3 Tore an die Wand spielt, wenn man mit einem Punkt den Abstieg sicher verhindern kann?

Die PK: https://www.youtube.com/watch?v=PlQhXE4ajMI

Sollte man gesehen haben, den Part von Weinzierl.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
Trainerkarussell 3.0 |#226
08.05.2016 - 13:11 Uhr
Zitat von Wuldor

Daher meine Frage: Woher nehmt ihr (oder manche von euch) die Hoffnung, dass nach Breitenreiter nun der 10. (oder mit Heynckes 11.) Versuch zum gewünschten Erfolg führt? Ich meine klar, es wäre nicht toll dieses Jahr nur 7. zu werden. Ein anderer hätte vielleicht deutlich mehr erreicht. Oder würde auch so nächstes Jahr mehr schaffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein neuer Trainer ab der nächsten Saison den FC Schalke dauerhaft in den Titelkampf hievt. Aber woher nehmt ihr den Glauben daran? Für mich klingt das besorgniserregend.

Die Hoffnung liegt darin, dass man irgendwann einfach den Traumprinzen findet, mit dem dann alles besser wird. Unser vermeintlicher Traumprinz war Rangnick, der einmal an Assauer und dann an seinem Körper scheiterte.
Schalke hat sicherlich ein paar Trainerwechsel mehr als andere Clubs in vergleichbareren Regionen, aber Schalke ist nicht allein auf der Suche nach dem Traumprinzen. Beim BVB hatte man zwischen Hitzfeld und Sammer sowie Sammer und Klopp ebenfalls einen Schleudersitz, bei dem sich kaum mal ein Trainer länger halten konnte.
Bei Bayer ist man unter Skibbe, Labbadia, Heynckes, Lewandowski/Hyypiä, Hyypiä, Lewandowski, Schmidt auch mehr oder weniger immer auf dem gleichen Level geblieben. Immer auf der Suche nach dem Trainer, der vielleicht mal 5-6 Jahre erfolgreich prägen kann.
Ob das begründete Hoffnung ist, sei mal dahingestellt, aber Lotto spielt man ja auch, obwohl man schon 50x daneben lag.

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Trainerkarussell 3.0 |#227
08.05.2016 - 13:13 Uhr
Zitat von Spieluebersicht
Kontinuität bringt nichts wen der Trainer einfach nicht gut genug ist. Schau dir doch mal die Liste an. Mit Ausnahme von Stevens, Rangnick und Heynckes waren nunmal alle untauglich für höhere Ansprüche und auch nach ihrer Zeit bei Schalke nicht sonderlich erfolgreich, sodass man sagen könnte die Entlassung war ein Fehler.
Deswegen haben wir ja jetzt Heidel geholt und hoffen er hat ein besseres Händchen bei der Trainerwahl.


Ich glaube elias04 hat noch ein klein wenig besser verstanden was mich so wundert. Ich würde auch keinen aus der Liste (inkl. Breitenreiter) herausgreifen können um zu sagen "Der war doch ein Trainergott, hättet ihr den bloß behalten". Sprich, ich will hier kein Plädoyer für Kontinuität halten, obschon ich diese durchaus für mächtiger als "Hat bei seinen bisherigen Stationen die Fußballwelt überrannt" halte. Klopp hat mit 0 Erfahrung Mainz in den UEFA-Cup geführt und Dortmund (sorry) zu zwei Meisterschaften und ins CL-Finale. Es hat jeweils 3 Jahre ab Amtsantritt gedauert, bis sich erste Erfolge (BL-Aufstieg bzw. 1. Meisterschaft) einstellten und hat dann jeweils weitere Zeit gedauert, bis die nächsten Schritte möglich wurden. Schaaf hat von 1999 bis 2004 gebraucht, um mal nicht via Pokalfinale oder UI-Cup ins internationale Geschäft zu rutschen - mit der sagenhaften Teambuilding-Erfahrung aus A-Jugend und Abstiegskampf in der dritten Liga.
Umgekehrt gibt es auch genügend Beispiele dafür, dass erfolgreiche Stationen zuvor keineswegs dabei helfen, beim aktuellen Club dasselbe zu wiederholen. Siehe Heynckes, van Gaal, Mourinho, usw.

Aber wie gesagt, das ist ja gar nicht mein eigentlicher Punkt. Vielmehr hätte ich genausogut fragen können "Wieso glauben einige hier, dass der 11. neue Trainer anders als seine 10 direkten Vorgänger sich diesmal nicht hinterher als 'passt nicht, hätte nie geholt werden dürfen' herausstellt"? Klar kann das dank Heidel anders werden. Aber es ist ja nicht so, als wenn es das erste Mal seit Bergers Zeiten ist, dass eine Veränderung im Management zwecks verbesserter Trainerwahl stattfindet...

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Bessere Hälfte des Duo Infernale von der Weser
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I can't remember where I heard this, but someone once said that defending a position by citing free speech is sort of the ultimate concession;
you're saying that the most compelling thing you can say for your position is that it's not literally illegal to express.
(Randall Munroe)
Trainerkarussell 3.0 |#228
08.05.2016 - 13:18 Uhr
Zitat von Ruhrpott-Messi

Hoffnung macht mir der Wechsel zu Christian Heidel. Klar ist, er ist kein Messias, aber ein Fachmann und ihm vertraue ich bei der Trainerwahl. Halten wir an André Breitenreiter fest, unterstütze ich das zu 100%. Sucht er sich einen Trainer, der besser zu seiner Philosophie passt, unterstütze ich auch das.
Klar ist, ein großer Teil der Unruhe geht auch von Clemens Tönnies aus. Hoffe Clemens hält endlich mal die Füße still, vertraut einem erfahrenen und starken Mann wie Heidel.


Den ersten Teil des Absatzes seh ich auch so, aber sehe Tönnies nicht ganz so spielbestimmend in der Trainerdiskussion - sondern vielmehr uns Fans.
Ich habe das Gefühl, dass die Fans auf Schalke ihre persönlichen Probleme auf den Verein kanalisieren und dementsprechend den Medien viel Macht geben...
Der Tönnies ist natürlich vielleicht nicht der "Intelligenteste" und kann seine Klappe nicht halten, aber es gibt auch genug andere in der Führungsriege, die bei einem Bier in der Stammkneipe mal die einen oder anderen Interna rausplappern...

Beim BVB kam der Wechsel auch nicht durch Aki Watzke oder sonst wen, sondern durch die Mentalität der Fans...

Ist zwar vielleicht abenteuerlich, aber des Leben vieles Schalke-Fans scheint mir so inhaltslos zu sein, dass diese Schalke zu ihrem Inhalt machen und dementsprechend auch ihr Mitspracherecht erzwingen, indem sie sinnloserweise auf die Mannschaft und den Trainer kloppen, als ein bisschen die Füße stillzuhalten und einfach mitfiebern, als gleich zu revoltieren und wie Horst meinte den Verein in Unruhe zu stürzen.

Distanz erfordert auch etwas Intelligenz - dessen Bedarf die Umgebung und keinen Messias... Denn Religion ist ja bekanntlich kein Zeichen für jenes Attribut.

Blablabla... Sorry für meine Ergüsse hier...
Trainerkarussell 3.0 |#229
08.05.2016 - 14:44 Uhr
Zitat von ewigerfan
Zitat von 1904Schalkemania

Zitat von Runaway

Das Problem an Favre ist nicht sein Abgang aus Gladbach, sondern der Umstand, dass er wohl in regelmäßigen Abständen zurücktreten wollte, also auch schon als er noch Erfolg hatte. Ob das jetzt mit Selbstzweifeln, Wankelmütigkeit oder sonst was begründet werden kann, spielt keine Rolle.
Wenn ein so guter Trainer wie Favre in seinem Alter noch nie einen besseren Verein als Gladbach trainierte, kann das schon damit zusammenhängen, dass man in der Branche weiß, dass er in der Zusammenarbeit nicht verlässlich ist.


Da steckt sicher eine Menge Wahrheit drin. Es ist doch schon recht merkwürdig, dass er nach seinem Engagement in Gladbach, noch kein neues Traineramt übernommen hat.
Das kann mindest zwei drei gute Gründe haben, dennoch ist es merkwürdig, für einen Trainer Favre.


Favre war nach seinem Engagement in Berlin 1,5 Jahre ohne Job, bevor er unsere Borussia wachgeküsst hat. Er lässt sich also Zeit und hat überdies gerne seine Ruhe. Sein fortgeschrittenes Alter lässt sich auch gut erklären: er hat erst einmal ganz unten als Trainerassistent in der C-Jugend angefangen zu trainieren um festzustellen, ob er überhaupt für den Trainerjob geeignet ist (!). Danach hat er 16 Jahre überaus erfolgreich in der Schweiz gearbeitet und wurde unter anderem Meister und Pokalsieger mit Zürich.

Favre ist einer der besten Trainer, die es überhaupt gibt. Was er in Gladbach geleistet hat, ist historisch und wird so nie wieder von jemand anderem erreicht werden. Ich bezweifle aber sehr stark, dass er sich ein Tollhaus wie den FC Schalke antun wird. Einer der Gründe zum Wechsel nach Gladbach war das lange Festhalten an Frontzeck, der erst in allerletzter Sekunde entlassen wurde. Auf einem Schleudersitz wie Eurem Trainerposten, wo selbst der erfolgreiche Jens Keller nach der CL-Quali rausgeworfen wurde (1,91 Punkte im Schnitt 13/14 !), wird man ihn eher nicht finden.

Hinzu kommt, dass er auch noch bis 2017 bei uns unter Vertrag ist. Schließlich ist Favre selbst zurück getreten und nicht entlassen worden. Ich glaube nicht, dass Eberl ihm die Freigabe innerhalb der Bundesliga erteilt.


Das Hauptproblem mit Favre war und ist seine Unfähigkeit sich zu verbiegen. Anders als Ragnick würde er nicht auf grund einer "körperlich/psychischen Funktionsstörung" demissionieren, sondern Ross und Reiter benennen. Das kann sich dann schon mal gegen die Club-Führung richten, was allgemein in der Branche nicht gut ankommt.

Wer Favre verpflichtet holt sich einen "kleinen Guardiola". Das muss man wissen.

BWG
Trainerkarussell 3.0 |#230
08.05.2016 - 14:45 Uhr
Zitat von Rescogitans
(...)
Ist zwar vielleicht abenteuerlich, aber des Leben vieles Schalke-Fans scheint mir so inhaltslos zu sein, dass diese Schalke zu ihrem Inhalt machen und dementsprechend auch ihr Mitspracherecht erzwingen, indem sie sinnloserweise auf die Mannschaft und den Trainer kloppen, als ein bisschen die Füße stillzuhalten und einfach mitfiebern, als gleich zu revoltieren und wie Horst meinte den Verein in Unruhe zu stürzen.

Distanz erfordert auch etwas Intelligenz -(...)

Blablabla... Sorry für meine Ergüsse hier...


Das Sorry kann man sich nach so einem Beitrag dann auch schenken.
Kritik ja, aber dieses "Niveau"...

Abgesehen davon, dass man dieses "Füße stillhalten" usw nun kommentieren könnte und Gegenbeispiele finden könnte, das hat so ein "Post" aber nicht verdient.
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