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Trainerkarussell 3.0

27.04.2016 - 14:41 Uhr
Trainerkarussell 3.0 |#211
08.05.2016 - 09:28 Uhr
Zitat von Holzkiste
Zitat von BWG

Zitat von Holzkiste

Zu mal wir kein Verein sind, die Schlüsselfiguren in der sportlichen Etage selbst entwickeln können. Das können auch Bayern und Dortmund nicht (mehr). Das meinte Heidel sicherlich auch damit, das er sich selbst auch umstellen muss. Das betrifft ja nicht nur die Spieler-Transfers.


So weit würde ich allerdings nicht gehen, dass wir keine Schlüsselfiguren mehr entwickeln können oder das nur die Bayern können.
Das geht schon, nur braucht es einiges an Zeit.
Zeit ist aber auf Schalke ein besonders kostbares, aber auch sehr flüchtiges Gut.
Das es grundsätzlich möglich ist, daran glaube ich schon.


Naja, sagen wir mal so. Es wird schwierig, einen frischen Jugendtrainer bei uns dauerhaft zu installieren und zu entwickeln. Der muss bei uns eigentlich diesen Schritt schon vollzogen haben. So wie bspw. Weinzierl 4 Jahre in Augsburg reifen konnte oder zuvor Tuchel in Mainz.

Das diese Trainer bei uns bestenfalls auch nochmal ein paar Entwicklungsschritte durchmachen können bzw müssen (gemeinsam mit Mannschaft), das sollte unstrittig sein.

Breitenreiter ist für mich so das mahnende Beispiel. Da fehlt es einfach noch an so vielen Dingen, die er wohl bei einen kleinen Club wie Mainz oder Augsburg erstmal über ein paar Jahre hätte entwickeln müssen.


Danke dir, dann habe ich es jetzt besser verstanden.
Das ist natürlich richtig, dass es auch bei uns ungleich schwerer wäre durchzustarten.
Trainerkarussell 3.0 |#212
08.05.2016 - 10:50 Uhr
Zitat von 1904Schalkemania
Zitat von Runaway

Das Problem an Favre ist nicht sein Abgang aus Gladbach, sondern der Umstand, dass er wohl in regelmäßigen Abständen zurücktreten wollte, also auch schon als er noch Erfolg hatte. Ob das jetzt mit Selbstzweifeln, Wankelmütigkeit oder sonst was begründet werden kann, spielt keine Rolle.
Wenn ein so guter Trainer wie Favre in seinem Alter noch nie einen besseren Verein als Gladbach trainierte, kann das schon damit zusammenhängen, dass man in der Branche weiß, dass er in der Zusammenarbeit nicht verlässlich ist.


Da steckt sicher eine Menge Wahrheit drin. Es ist doch schon recht merkwürdig, dass er nach seinem Engagement in Gladbach, noch kein neues Traineramt übernommen hat.
Das kann mindest zwei drei gute Gründe haben, dennoch ist es merkwürdig, für einen Trainer Favre.


Favre war nach seinem Engagement in Berlin 1,5 Jahre ohne Job, bevor er unsere Borussia wachgeküsst hat. Er lässt sich also Zeit und hat überdies gerne seine Ruhe. Sein fortgeschrittenes Alter lässt sich auch gut erklären: er hat erst einmal ganz unten als Trainerassistent in der C-Jugend angefangen zu trainieren um festzustellen, ob er überhaupt für den Trainerjob geeignet ist (!). Danach hat er 16 Jahre überaus erfolgreich in der Schweiz gearbeitet und wurde unter anderem Meister und Pokalsieger mit Zürich.

Favre ist einer der besten Trainer, die es überhaupt gibt. Was er in Gladbach geleistet hat, ist historisch und wird so nie wieder von jemand anderem erreicht werden. Ich bezweifle aber sehr stark, dass er sich ein Tollhaus wie den FC Schalke antun wird. Einer der Gründe zum Wechsel nach Gladbach war das lange Festhalten an Frontzeck, der erst in allerletzter Sekunde entlassen wurde. Auf einem Schleudersitz wie Eurem Trainerposten, wo selbst der erfolgreiche Jens Keller nach der CL-Quali rausgeworfen wurde (1,91 Punkte im Schnitt 13/14 !), wird man ihn eher nicht finden.

Hinzu kommt, dass er auch noch bis 2017 bei uns unter Vertrag ist. Schließlich ist Favre selbst zurück getreten und nicht entlassen worden. Ich glaube nicht, dass Eberl ihm die Freigabe innerhalb der Bundesliga erteilt.
Trainerkarussell 3.0 |#213
08.05.2016 - 10:58 Uhr
Zitat von ewigerfan
Zitat von 1904Schalkemania

Zitat von Runaway

Das Problem an Favre ist nicht sein Abgang aus Gladbach, sondern der Umstand, dass er wohl in regelmäßigen Abständen zurücktreten wollte, also auch schon als er noch Erfolg hatte. Ob das jetzt mit Selbstzweifeln, Wankelmütigkeit oder sonst was begründet werden kann, spielt keine Rolle.
Wenn ein so guter Trainer wie Favre in seinem Alter noch nie einen besseren Verein als Gladbach trainierte, kann das schon damit zusammenhängen, dass man in der Branche weiß, dass er in der Zusammenarbeit nicht verlässlich ist.


Da steckt sicher eine Menge Wahrheit drin. Es ist doch schon recht merkwürdig, dass er nach seinem Engagement in Gladbach, noch kein neues Traineramt übernommen hat.
Das kann mindest zwei drei gute Gründe haben, dennoch ist es merkwürdig, für einen Trainer Favre.


Favre war nach seinem Engagement in Berlin 1,5 Jahre ohne Job, bevor er unsere Borussia wachgeküsst hat. Er lässt sich also Zeit und hat überdies gerne seine Ruhe. Sein fortgeschrittenes Alter lässt sich auch gut erklären: er hat erst einmal ganz unten als Trainerassistent in der C-Jugend angefangen zu trainieren um festzustellen, ob er überhaupt für den Trainerjob geeignet ist (!). Danach hat er 16 Jahre überaus erfolgreich in der Schweiz gearbeitet und wurde unter anderem Meister und Pokalsieger mit Zürich.

Favre ist einer der besten Trainer, die es überhaupt gibt. Was er in Gladbach geleistet hat, ist historisch und wird so nie wieder von jemand anderem erreicht werden. Ich bezweifle aber sehr stark, dass er sich ein Tollhaus wie den FC Schalke antun wird. Einer der Gründe zum Wechsel nach Gladbach war das lange Festhalten an Frontzeck, der erst in allerletzter Sekunde entlassen wurde. Auf einem Schleudersitz wie Eurem Trainerposten, wo selbst der erfolgreiche Jens Keller nach der CL-Quali rausgeworfen wurde (1,91 Punkte im Schnitt 13/14 !), wird man ihn eher nicht finden.

Hinzu kommt, dass er auch noch bis 2017 bei uns unter Vertrag ist. Schließlich ist Favre selbst zurück getreten und nicht entlassen worden. Ich glaube nicht, dass Eberl ihm die Freigabe innerhalb der Bundesliga erteilt.


Wäre aber auch schwach wenn Eberl einem eurer verdientesten Mitarbeiter nur aus Konkurrenzgründen (sofern er überhaupt zu uns wechseln will) einfach die Freigabe verweigern würde. Zeugt für mich nicht gerade von großer charakterlicher Stärke. Über eine Ablösezahlung usw. ließe sich ja sicherlich verhandeln.
Trainerkarussell 3.0 |#214
08.05.2016 - 11:08 Uhr
Ob Favre, Weinzerl oder sonst wer. Sollten wir nächstes Jahr EL spielen, kann kommen wer will! Niemand wird hier eine Wandlung wie in Gladbach oder Berlin, in Dortmund unter Klopp oder Augsburg vor 2 Jahren hinbekommen, wenn er nur 2 Tage zwischen den Spielen hat. Alle oben genannten Beispiele haben mindestens ein volles Jahr mit ihrem Trainer gehabt, wo nur Bundesliga und Pokal auf dem Plan stand.
Wann soll hier ein Favre seine Philosophie durchdrücken, wenn er einen Tag nach dem letzten Spiel das Team wieder auf den kommenden Gegner einstellen muss. Diese eigene Philosophie entwickelst du bei solch einem Spielermaterial nur über einen langen Zeitraum ohne englische Wochen.
Diesen Faktor unterschätzen die meisten wohl, wenn den Schalkern immer vorgeworfen wird: " Schaut euch doch Gladbach an!" "Schaut euch an, was Hertha macht!" "Nehmt euch Dortmund als Beispiel!"
Alles tolle Leistungen. Aber alles Leistungen, resultierend aus mindestens einem Jahr ohne internationales Geschäft.
Trainerkarussell 3.0 |#215
08.05.2016 - 11:19 Uhr
Wie jetzt, hat schwachgelb unter Tuchel nicht international gespielt?
Oder buyern oder...!?
Der neue Trainer kommt, vermittelt in der Vorbereitung seine Vorstellungen (system) und mit jedem Tag, Training, spielt verfestigt sich sein System!
Bei unserem Nachbarn hat das wunderbar funktioniert.

•     •     •

----Libuda------------Fischer--------Abramczik----

Tibulski-----Sczepan------Kuzorra------B. Klodt

H. Kremers-----------Dietz-------------Rüssmann

-----------------------------Nigbur----------------------------

#Undabdafür!
Trainerkarussell 3.0 |#216
08.05.2016 - 11:23 Uhr
Zitat von Balo92
Wann soll hier ein Favre seine Philosophie durchdrücken, wenn er einen Tag nach dem letzten Spiel das Team wieder auf den kommenden Gegner einstellen muss. Diese eigene Philosophie entwickelst du bei solch einem Spielermaterial nur über einen langen Zeitraum ohne englische Wochen.


In Gladbach hat Favre aus einer Schießbude mit Doppelschichten im Training innerhalb weniger Tage eine Betonabwehr gemacht und so den Klassenerhalt geschafft. Er stellt die Mannschaft auch nicht auf den Gegner ein, sondern entwickelt ein Spielsystem, das die Stärken der eigenen Mannschaft am Besten zum Tragen bringt. Insofern würdet Ihr Euch die Augen reiben. Allerdings - und das sollte man auch nicht verschweigen - würde es dann weder ein Fußballspektakel noch einen Mittelstürmer Huntelaar geben. Der Erfolg wäre allerdings da.
Trainerkarussell 3.0 |#217
08.05.2016 - 11:45 Uhr
Zitat von mysteriousace

Wie jetzt, hat schwachgelb unter Tuchel nicht international gespielt?
Oder buyern oder...!?
Der neue Trainer kommt, vermittelt in der Vorbereitung seine Vorstellungen (system) und mit jedem Tag, Training, spielt verfestigt sich sein System!
Bei unserem Nachbarn hat das wunderbar funktioniert.


Also Bayern als Beispiel ist bei mir oben mit Hinweis auf das Material erklärt. Zudem ist Pep der beste Trainer der Welt.
Wenn man bei Dortmund genau hinschaut, wird man sehen, dass die Elemente von Tuchel nicht die Erfolgsgaranten waren. Dortmund hat auch in dieser Saison überwiegend Tore aus Umschaltbewegungen alla Klopp erzielt. Tuchel hat es allerdings verstanden, durch mehr Ballbesitz vor allem Kräfte zu sparen. Sein Ballbesitzspiel ist allerdings nicht annähernd so effektiv wie z.B. das der Bayern.

Zitat von ewigerfan

In Gladbach hat Favre aus einer Schießbude mit Doppelschichten im Training innerhalb weniger Tage eine Betonabwehr gemacht und so den Klassenerhalt geschafft. Er stellt die Mannschaft auch nicht auf den Gegner ein, sondern entwickelt ein Spielsystem, das die Stärken der eigenen Mannschaft am Besten zum Tragen bringt. Insofern würdet Ihr Euch die Augen reiben. Allerdings - und das sollte man auch nicht verschweigen - würde es dann weder ein Fußballspektakel noch einen Mittelstürmer Huntelaar geben. Der Erfolg wäre allerdings da.


Diese Aussage - Wandlung innerhalb weniger Tage- spricht schon Bände über die restliche Aussage. Auch ein di Matteo kam und hat mit einer neuen Formation erstmal für ne stabile Abwehr gesorgt. Das hat allerdings nichts mit Philosophie zu tun.
Als Favre damals übernahm, hat er NUR den Gegner vorbereitet. Zeil war es damals nur, den Laden hinten dicht zu halten. Erst nach der Relegation begann das Durchdrücken seiner Philosophie.
Würde ein Favre innerhalb weniger Tage eine Wandlung von Schießbude zu bombenfester Verteidigung samt überragender Offensive gestalten können, gäbe es keine schlechten Fußballteams mehr und der Mann wäre der wohl reichste Mann der Welt.
Für 3-4 Spiele allerdings rein defensiv spielen zu lassen und durch erhoffte Einzelaktionen, ich erinnere an Reus gegen Schalke nach seinem Amtsantritt, das kann wohl jeder Buli-Trainer. Siehe Kovac gegen Dortmund gestern. Wenn du ihn fragst, ist das Spiel gegen Dortmund aber sicherlich nicht seine bevorzugte Art, Fußball zu spielen. Aber sie ist in solchen Situationen nötig.
Die eigentliche Entwicklung bei Gladbach folgte nach der Relegation. Ab da sah man stetig Fortschritte, aus einer sehr gut organisierten Verteidigung stetig bessere Lösungen nach vorn zu finden. Und das wäre in englischen Wochen wohl nicht möglich gewesen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Balo92 am 08.05.2016 um 11:46 Uhr bearbeitet
Trainerkarussell 3.0 |#218
08.05.2016 - 12:19 Uhr
Hallo Leute, ich bin sicher nicht der Erste der mit der Frage kommt und ich will euch auch nicht ärgern. Ihr könnt wahrscheinlich selber nur noch darüber lachen. Aber es würde mich nunmal interessieren:

2002: Neubarth übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2003 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2003: Heynckes übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2004 nach seinem letzten Spiel auf Platz 17
2004: Rangnick übernimmt auf Platz 15, Schalke steht 2005 nach seinem letzten Spiel auf Platz 4
2006: Slomka übernimmt auf Platz 4, Schalke steht 2008 nach seinem letzten Spiel auf Platz 3
2008: Rutten übernimmt auf Platz 3, Schalke steht 2009 nach seinem letzten Spiel auf Platz 8
2009: Magath übernimmt auf Platz 8, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 10
2011: Rangnick übernimmt auf Platz 10, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 9
2011: Stevens übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2012 nach seinem letzten Spiel auf Platz 7
2012: Keller übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2014 nach seinem letzten Spiel auf Platz 11
2014: di Matteo übernimmt auf Platz 11, Schalke steht 2015 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2015: Breitenreiter übernimmt auf Platz 6, Schalke steht 2016 nach seinem (bisher) letzten Spiel auf Platz 7

(Habe bei Neubarth angefangen, weil das der für mich erste völlig unverständliche Traininerwechsel war)

Mit Ausnahme von Henyckes zu Rangnick - und selbst hier lässt sich streiten, ob nicht auch Heynckes in den restlichen 30 Spielen der Saison noch den einen oder anderen weiteren Sieg nach 1 aus 4 geschafft hätte - sind das _allesamt_ aus meiner Sicht völlig überflüssige und vor allem erfolglose Trainerwechsel gewesen. Nicht nur gab es überhaupt keine zwingenden sportlichen Gründe (ja ich weiß natürlich, dass nicht alle vom Verein gefeuert wurden und dass es auch öfters zwingende nicht-sportliche Gründe gab, kurzen Moment Geduld gleich komme ich zum Punkt und dann versteht ihr mich auch), es hat auch kein einziger zu einer in der Tabelle sichtbaren Steigerung geführt. Ja, es ging mal binnen Jahresfrist von 5 auf 2 usw., aber noch jeder ist immer wieder ziemlich genau da gelandet, wo er begonnen hatte. Oder im Umkehrschluss - wie es sicher auch einige von euch sehen - hatte keiner von ihnen genügend Zeit, nachhaltige sportliche Verbesserungen zu implementieren. Wer nach 12 Monaten nicht deutlich besser dastand als zu Beginn, egal ob er bei Platz 3 übernahm oder auf Platz 11 - wurde angezählt und wer nicht nach spätestens 2 Jahren dem FC Bayern einheizte, war weg vom Fenster.

Daher meine Frage: Woher nehmt ihr (oder manche von euch) die Hoffnung, dass nach Breitenreiter nun der 10. (oder mit Heynckes 11.) Versuch zum gewünschten Erfolg führt? Ich meine klar, es wäre nicht toll dieses Jahr nur 7. zu werden. Ein anderer hätte vielleicht deutlich mehr erreicht. Oder würde auch so nächstes Jahr mehr schaffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein neuer Trainer ab der nächsten Saison den FC Schalke dauerhaft in den Titelkampf hievt. Aber woher nehmt ihr den Glauben daran? Für mich klingt das besorgniserregend.

•     •     •

Bessere Hälfte des Duo Infernale von der Weser
___________________________________________

I can't remember where I heard this, but someone once said that defending a position by citing free speech is sort of the ultimate concession;
you're saying that the most compelling thing you can say for your position is that it's not literally illegal to express.
(Randall Munroe)
Trainerkarussell 3.0 |#219
08.05.2016 - 12:36 Uhr
Um der Konstanz Willen nun an AB festzuhalten und die sportlichen Ereignisse dieser Saison auszublenden, ist meiner Einschätzung nach der völlig falsche Ansatz.

Klar, die Trainerauswahl auf Schalke ist seit geraumer Zeit sehr unglücklich. Liegt das nun an Schalke oder eben an den Trainern? Im Gegensatz zum Tenor auf Schalke bin ich nicht der Meinung, dass Medien (wenn auch nervig) oder Fans (eine Frechheit) für die sportliche Missernte verantwortlich sind.

Die Trainer waren nun auch wirklich unglücklich gewählt, und wenn auch keine Vollgraupen, nie im Stande, mit der Situation auf Schalke umzugehen. Über di Matteo müssen wir nicht reden, Keller ist daran gescheitert, dass er das Team nie weiter entwickeln konnte und nur in der fuliminanten Rückrunde zu überzeugen wusste. Damals hatte er auch noch einen guten Farfan, Huntelaar etc.

Wie ich schon einmal geschrieben hatte, wurden Keller, di Matteo und AB unter ungünstigen Vorzeichen verpflichtet und können je nachdem alle als "Flop mit Ansage" betrachtet werden.

Keller hatte 10 Spiele in Stuttgart, in denen er nicht zu überzeugen wusste, wurde hier U17 Coach und wurde Cheftrainer.
Di Matteo hatte außer einer mittelmäßigen Saison mit West Brom und dem sehr glücklichen CL-Sieg ebenfalls nichts vorzuweisen.
AB ist mit dem SCP, einer durchschnittlichen Mannschaft in einer sehr mittelmäßigen zweiten Liga vor 2 Jahren aufgestiegen, was schon ziemlich gut ist. Aber er stieg, wie zu erwarten, auch wieder ab.

Vorher trainierte er ebenfalls nur für einen kurzen Zeitraum Havelse in der Regionallliga.

Nun also zur Frage: Wenn wir seit Jahren einen Trainer wollen, der hier was entwickelt, warum holen wir dann Trainer, die nie über einen erhabenen Zeitraum eine Mannschaft entwickelt haben?

Stattdessen folgendes: Ich bin davon überzeugt, dass wenn wir endlich mal einen Trainer verpflichten, der nachweislich gute Arbeit bei seinem Vorgänger-Verein geschafft hat und das über einen gewissen Zeitraum, dann werden wir auch höchstwahrscheinlich Erfolg haben.

Weinzierl wird nach dem gestrigen Spiel schlecht geredet, und das ist absolut lächerlich. In Regensburg ging es nach ihm in der 2. Liga stetig Berg ab, den FCA hat er mit einer absoluten Durchschnittstruppe in die EL geholt und darüber hinaus das Soll in puncto Abstiegskampf immer erfüllt.

Er gilt als einer der besten deutschen Trainer für die kommenden Jahre, der noch nicht bei einem Topclub ist. Warum sollten wir uns ihn also wie Tuchel, dem ich immer noch hinterher trauere, auch durch die Lappen gehen lassen?

Anstatt die Gründe bei den anderen zu suchen, hat der Verein in Person von Christian Heidel nun die Chance, ENDLICH mal einen Trainer zu verpflichten, der nicht schon unter denkbar ungünstigen Vorzeichen kommt, sondern gute Ergebnisse vorweisen kann.

Bei Weinzierl stimmt mich sein Auftreten im generellen so, als dass ich ihn für einen fokussierten, ehrgeizigen und rhetorisch bedachten Coach halte, der hier auf Schalke ehrliche Arbeit auf dem Platz abliefern würde und durch sportliche Ergebnisse Ruhe in den Verein bringen kann.

Den Ruhe im Verein gibt es nur, wenn es sportlich läuft bzw. erkennbare Fortschritte gibt.

•     •     •

FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
Trainerkarussell 3.0 |#220
08.05.2016 - 12:45 Uhr
Zitat von Wuldor
Hallo Leute, ich bin sicher nicht der Erste der mit der Frage kommt und ich will euch auch nicht ärgern. Ihr könnt wahrscheinlich selber nur noch darüber lachen. Aber es würde mich nunmal interessieren:

2002: Neubarth übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2003 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2003: Heynckes übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2004 nach seinem letzten Spiel auf Platz 17
2004: Rangnick übernimmt auf Platz 15, Schalke steht 2005 nach seinem letzten Spiel auf Platz 4
2006: Slomka übernimmt auf Platz 4, Schalke steht 2008 nach seinem letzten Spiel auf Platz 3
2008: Rutten übernimmt auf Platz 3, Schalke steht 2009 nach seinem letzten Spiel auf Platz 8
2009: Magath übernimmt auf Platz 8, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 10
2011: Rangnick übernimmt auf Platz 10, Schalke steht 2011 nach seinem letzten Spiel auf Platz 9
2011: Stevens übernimmt auf Platz 5, Schalke steht 2012 nach seinem letzten Spiel auf Platz 7
2012: Keller übernimmt auf Platz 7, Schalke steht 2014 nach seinem letzten Spiel auf Platz 11
2014: di Matteo übernimmt auf Platz 11, Schalke steht 2015 nach seinem letzten Spiel auf Platz 6
2015: Breitenreiter übernimmt auf Platz 6, Schalke steht 2016 nach seinem (bisher) letzten Spiel auf Platz 7

(Habe bei Neubarth angefangen, weil das der für mich erste völlig unverständliche Traininerwechsel war)

Mit Ausnahme von Henyckes zu Rangnick - und selbst hier lässt sich streiten, ob nicht auch Heynckes in den restlichen 30 Spielen der Saison noch den einen oder anderen weiteren Sieg nach 1 aus 4 geschafft hätte - sind das _allesamt_ aus meiner Sicht völlig überflüssige und vor allem erfolglose Trainerwechsel gewesen. Nicht nur gab es überhaupt keine zwingenden sportlichen Gründe (ja ich weiß natürlich, dass nicht alle vom Verein gefeuert wurden und dass es auch öfters zwingende nicht-sportliche Gründe gab, kurzen Moment Geduld gleich komme ich zum Punkt und dann versteht ihr mich auch), es hat auch kein einziger zu einer in der Tabelle sichtbaren Steigerung geführt. Ja, es ging mal binnen Jahresfrist von 5 auf 2 usw., aber noch jeder ist immer wieder ziemlich genau da gelandet, wo er begonnen hatte. Oder im Umkehrschluss - wie es sicher auch einige von euch sehen - hatte keiner von ihnen genügend Zeit, nachhaltige sportliche Verbesserungen zu implementieren. Wer nach 12 Monaten nicht deutlich besser dastand als zu Beginn, egal ob er bei Platz 3 übernahm oder auf Platz 11 - wurde angezählt und wer nicht nach spätestens 2 Jahren dem FC Bayern einheizte, war weg vom Fenster.

Daher meine Frage: Woher nehmt ihr (oder manche von euch) die Hoffnung, dass nach Breitenreiter nun der 10. (oder mit Heynckes 11.) Versuch zum gewünschten Erfolg führt? Ich meine klar, es wäre nicht toll dieses Jahr nur 7. zu werden. Ein anderer hätte vielleicht deutlich mehr erreicht. Oder würde auch so nächstes Jahr mehr schaffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein neuer Trainer ab der nächsten Saison den FC Schalke dauerhaft in den Titelkampf hievt. Aber woher nehmt ihr den Glauben daran? Für mich klingt das besorgniserregend.

Kontinuität bringt nichts wen der Trainer einfach nicht gut genug ist. Schau dir doch mal die Liste an. Mit Ausnahme von Stevens, Rangnick und Heynckes waren nunmal alle untauglich für höhere Ansprüche und auch nach ihrer Zeit bei Schalke nicht sonderlich erfolgreich, sodass man sagen könnte die Entlassung war ein Fehler.
Deswegen haben wir ja jetzt Heidel geholt und hoffen er hat ein besseres Händchen bei der Trainerwahl.
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