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Trainerfindungskommission

07.03.2017 - 16:11 Uhr
Trainerfindungskommission |#421
06.11.2019 - 08:50 Uhr
Seit gestern beschäftige ich mich mit den derzeit vertragslosen Trainern aus dem deutschsprachigen Raum, die nicht länger als ein Jahr ohne Vertrag sind.

Einer ist mir dabei herausgestochen, den hier vermutlich niemand kennt, aber die Geschichte und die Vita ist mehr als interessant.

Micheal Decastel, (64), Schweizer

https://www.transfermarkt.de/michel-decastel/profil/trainer/6023

Er hat Xamax Neuchatel damals in der zweitklassigen schweizer Liga übernommen, den abstiegsbedrohten Verein gefestigt und in die Super League geführt.
Er wurde, ähnlich wie Köllner bei uns, im Februar entlassen und durch den Co-Trainer Stéphane Henchoz ersetzt.

https://www.srf.ch/sport/fussball/super-league/der-coach-muss-gehen-xamax-entlaesst-michel-decastel

Scheint eine ähnliche Geschichte wie bei uns gewesen zu sein.

Interessant ist allerdings folgender Artikel zu seiner Vita:

https://www.nzz.ch/sport/neuchatel-xamax-decastel-entlassen-henchoz-uebernimmt-ld.1457461

"... Als Spieler war Decastel Mitte der 1980er Jahre Teil des grossen Servette um Lucien Favre gewesen, später spielte er für Xamax. An beiden Orten wurde er Meister. 1995 gewann er in der ersten Station als Trainer mit dem FC Sion den Cup. Doch dann kam der Bruch: Decastel wollte 1999 Trainer im FC Basel werden, doch er verlor die Ausscheidung gegen Christian Gross. Er ging für viele Jahre nach Afrika und in den arabischen Raum, wurde mehrfach Meister und Cup-Sieger, stand mit Wydad Casablanca im Final der afrikanischen und mit Sportif Sfaxien im Final der arabischen Champions League..."

oder auch

"... Decastel liess zeit seiner Karriere offensiv spielen, mit möglichst viel Ballbesitz. Er war ein Ästhet des Spiels, ein galanter Beau – und doch stets umgeben von der Aura des Oppositionellen. Er kritisierte regelmässig das westliche Wertesystem, den Kapitalismus und den Umgang der Reichen mit der Dritten Welt. Für Lucien Favre, heute Trainer in Dortmund, war Decastel stets «einer der besten Trainer der Schweiz»."

Was ich so seit gestern über ihn gelesen habe, gefällt mir sehr gut. Zwar wieder ein unbeschriebenes Blatt in Deutschland, aber das war Weiler ja auch.

Nachtrag: Sein bevorzugtes System ist übrigens das 4-2-3-1 was sehr gut zu unserer Mannschaft passen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PercyJackson am 06.11.2019 um 09:16 Uhr bearbeitet
Trainerfindungskommission |#422
06.11.2019 - 08:58 Uhr
Also ich weiß nicht, wieso hier allgemein so negativ über Weinzierl, Herrlich und/oder Beierlorzer geschrieben wird. Die haben alle in Regensburg super Arbeit geleistet, sind mit einem Kader, der für die 2. Liga mehr als dürftig war (was er eigentlich immer noch ist), immer souverän durch die Saison gekommen.

Dann haben sie wohl alle zu früh einen Karrieresprung versucht. Das ist bei allen mehr oder weniger in die Hose gegangen.

Aber eines muss man ihnen lassen: die Regensburger Mannschaft hatte immer den nötigen Willen und Ehrgeiz, ein Spiel zu gewinnen oder nach Rückstand noch zu drehen. Da ist jeder gelaufen und hat für den anderen gekämpft. Ist das nicht genau das, was man zur Zeit beim FCN schmerzlich vermisst und daher dringend gebrauchen könnte? silent
Trainerfindungskommission |#423
06.11.2019 - 09:19 Uhr
Zitat von beclubbt
Zitat von Wallmersbacher

Leider ist René Weiler aktuell erfolgreich in Ägypten. Falscher Zeitpunkt würde ich sagen.

https://de.soccerway.com/teams/egypt/al-ahly/3447/

Aber ich hätte ihn gern wieder bei uns gesehen, sein Abgang damals war durch die Perspektive CL mit Anderlecht mehr als nachvollziehbar.


Weiler würde ich sofort anfragen und ggf. auch Ablöse zahlen. So einen guten Trainer wie Weiler - hatten wir ewig nicht. Ein Trainer, der alles aus einer Mannschaft rauskitzelt und das Optimale aus dem Kader herausholt und dazu noch sehr clever und sympathisch rüberkommt.
Von allen anderen genannten Trainern fände ich auch Bierofka sehr interessant, auch wenn der ein Experiment wäre. Labbadia hat überall - zumindest zuerst - funktioniert, aber der wird nicht zu uns kommen. Von Wolf und Keller halte ich gar nichts. Bei Anfang und Beierlorzer bin ich nicht völlig überzeugt, könnte aber klappen.


Weiler hatte ich vor ein paar Wochen schon mal vorgeschlagen.
Weiß jetzt nicht, wie die Bedingungen in Kairo für Weiler so sind.
Mit dem Wetter können wir sicherlich nicht mithalten, aber sonst?
Kommt halt auch drauf an, wie die weiteren Karrierepläne von Weiler so ausschauen. Um sich für den höherklassigen Fußball nochmal interessant zu machen, ist ein Engagement bei uns mit Perspektive auf den Aufstieg sicherlich attraktiver als in Kairo...

Bei den übrigen gehandelten Kandidaten, also Anfang ist mir eigentlich zu ähnlich zu Weiler. Vor allem ist es eine frappierende Parallele, dass er wie Canadi mit dem Underdog sehr erfolgreich war und beim Aufstiegsfavoriten gescheitert ist.

Mit Bierofka hat man halt nen sehr sympathischen Typen, der aber wenig Erfahrung hat, zumindest was halbwegs normale Trainerarbeit betrifft, noch dazu auf höherem Niveau. Hat zwar unter den unglaublichsten Bedingungen bei 1860 durchaus gute Resultate geliefert, aber hier geht es ja dann doch darum, mit einem insgesamt sehr ordentlichen Kader einen Aufstiegsfavoriten zu formen und nicht irgendwie die übelsten Mängel zu kaschieren und trotzdem einigermaßen durch die Liga zu kommen...

Der Loddar... Ich würde echt gerne mal wissen, wie er sich als Vereinstrainer in Deutschland machen würde. Es müssen aber nicht unbedingt wir der Platz für dieses Experiment sein.

Hannes Wolf hat bislang nirgendwo Wunderwerke vollbracht. Mit dem VfB aufzusteigen war keine große Kunst, mit dem HSV unter nicht viel schlechteren Bedingungen an dieser Aufgabe gescheitert... Dass er eine Mannschaft entwickeln kann, hab ich noch nicht gesehen.

Mein Wunschkandidat wird seinen Job wohl erst kommendes WE los.

•     •     •

Zur Kreuzigung?
Trainerfindungskommission |#424
06.11.2019 - 09:44 Uhr
Ich würde für einen soliden, erfahrenen Trainer plädieren.

Bitte keinen Offensivspektakel/Laptop-Coach mehr - Defensive stärken, konservativ das Team einfach mal stabilisieren. Konzepttrainer gibt es aktuell viele auf dem Markt (warum wohl?) - und gefühlt scheitern die meisten, wenn die individuellen Stützen der Mannschaft mal außer Form sind und das Konzept plötzlich nicht mehr zur Mannschaft passt.

Wenn man sich die (halbwegs) erfolgreichen Trainer der letzten Jahre anschaut: Meier (führte den Libero wieder ein, um Stabilität zu bringen), Hecking und Weiler (beide haben erstmal hinten zu gemacht und waren ob der langweiligen defensiven Ausrichtung nicht bei jedem beliebt) haben die Defensive als höchste Priotität gesehen.

Ganz ehrlich: mir ist ein stabiles 1:0 lieber als ein 5:4 mit 27 Herzinfarkt-Momenten.

Von daher würde ich als Anforderungsprofil am liebsten auf jemanden mit mind. 20+ Jahren Erfahrung setzen, der Ruhe bringt und das vorhandene Spielermaterial einfach mal annimmt, anstatt ein "Konzept" zu etablieren, welches erstmal 3 Monate Verständnisschulung braucht (wie bei Canadi anscheinend).

Wer mir dazu einfällt? Keine Ahnung... gibt bestimmt ein paar arbeitslose Trainer in der Altersgruppe 55+... oder?
Trainerfindungskommission |#425
06.11.2019 - 09:52 Uhr
Zitat von Beregond
Ich würde für einen soliden, erfahrenen Trainer plädieren.

Bitte keinen Offensivspektakel/Laptop-Coach mehr - Defensive stärken, konservativ das Team einfach mal stabilisieren. Konzepttrainer gibt es aktuell viele auf dem Markt (warum wohl?) - und gefühlt scheitern die meisten, wenn die individuellen Stützen der Mannschaft mal außer Form sind und das Konzept plötzlich nicht mehr zur Mannschaft passt.

Wenn man sich die (halbwegs) erfolgreichen Trainer der letzten Jahre anschaut: Meier (führte den Libero wieder ein, um Stabilität zu bringen), Hecking und Weiler (beide haben erstmal hinten zu gemacht und waren ob der langweiligen defensiven Ausrichtung nicht bei jedem beliebt) haben die Defensive als höchste Priotität gesehen.

Ganz ehrlich: mir ist ein stabiles 1:0 lieber als ein 5:4 mit 27 Herzinfarkt-Momenten.

Von daher würde ich als Anforderungsprofil am liebsten auf jemanden mit mind. 20+ Jahren Erfahrung setzen, der Ruhe bringt und das vorhandene Spielermaterial einfach mal annimmt, anstatt ein "Konzept" zu etablieren, welches erstmal 3 Monate Verständnisschulung braucht (wie bei Canadi anscheinend).

Wer mir dazu einfällt? Keine Ahnung... gibt bestimmt ein paar arbeitslose Trainer in der Altersgruppe 55+... oder?


Stimme dir hier voll und ganz zu. Trainiert Stevens eigentlich noch Mannschaften?
Trainerfindungskommission |#426
06.11.2019 - 09:56 Uhr
Zitat von PercyJackson
Zitat von Beregond

Ich würde für einen soliden, erfahrenen Trainer plädieren.

Bitte keinen Offensivspektakel/Laptop-Coach mehr - Defensive stärken, konservativ das Team einfach mal stabilisieren. Konzepttrainer gibt es aktuell viele auf dem Markt (warum wohl?) - und gefühlt scheitern die meisten, wenn die individuellen Stützen der Mannschaft mal außer Form sind und das Konzept plötzlich nicht mehr zur Mannschaft passt.

Wenn man sich die (halbwegs) erfolgreichen Trainer der letzten Jahre anschaut: Meier (führte den Libero wieder ein, um Stabilität zu bringen), Hecking und Weiler (beide haben erstmal hinten zu gemacht und waren ob der langweiligen defensiven Ausrichtung nicht bei jedem beliebt) haben die Defensive als höchste Priotität gesehen.

Ganz ehrlich: mir ist ein stabiles 1:0 lieber als ein 5:4 mit 27 Herzinfarkt-Momenten.

Von daher würde ich als Anforderungsprofil am liebsten auf jemanden mit mind. 20+ Jahren Erfahrung setzen, der Ruhe bringt und das vorhandene Spielermaterial einfach mal annimmt, anstatt ein "Konzept" zu etablieren, welches erstmal 3 Monate Verständnisschulung braucht (wie bei Canadi anscheinend).

Wer mir dazu einfällt? Keine Ahnung... gibt bestimmt ein paar arbeitslose Trainer in der Altersgruppe 55+... oder?


Stimme dir hier voll und ganz zu. Trainiert Stevens eigentlich noch Mannschaften?


Nein!
Trainerfindungskommission |#427
06.11.2019 - 10:02 Uhr
Bierofka wird's wohl nicht: https://twitter.com/2_Steffen/status/1191999775949893635?s=19

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Swag
Trainerfindungskommission |#428
06.11.2019 - 10:10 Uhr
Zitat von maxi_rodriges
Was macht eigentlich Hannes Wolf? Er ist, glaube ich, vereinslos!?
Wäre meine Meinung nach, eine Überlegung Wert.


Von dieser Überlegung kann ich nur dringend abraten. Bei uns hat er in der Hinrunde Erfolge erzielt, die vermutlich noch auf Christian Titz' gute Arbeit zurückzuführen waren. In der Rückrunde hat er der Mannschaft dann seinen Stempel aufgeprägt - und es ging rasant bergab. Am Ende waren wir Viertletzter der Rückrundentabelle... augen-zuhalten

Aus dem umfangreichen Portfolio der Ex-HSV-Trainer würde ich am liebsten Pagelsdorf, Labbadia oder Doll beim Club sehen.

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Gute Leute muß man eben haben.
Trainerfindungskommission |#429
06.11.2019 - 10:25 Uhr
Zitat von EmKei
Also ich weiß nicht, wieso hier allgemein so negativ über Weinzierl, Herrlich und/oder Beierlorzer geschrieben wird. Die haben alle in Regensburg super Arbeit geleistet, sind mit einem Kader, der für die 2. Liga mehr als dürftig war (was er eigentlich immer noch ist), immer souverän durch die Saison gekommen.

Dann haben sie wohl alle zu früh einen Karrieresprung versucht. Das ist bei allen mehr oder weniger in die Hose gegangen.

Aber eines muss man ihnen lassen: die Regensburger Mannschaft hatte immer den nötigen Willen und Ehrgeiz, ein Spiel zu gewinnen oder nach Rückstand noch zu drehen. Da ist jeder gelaufen und hat für den anderen gekämpft. Ist das nicht genau das, was man zur Zeit beim FCN schmerzlich vermisst und daher dringend gebrauchen könnte? silent


Das Problem an der ganzen Sache ist, Regensburg ist ein Underdog, da haben diese Trainer alle funktioniert. Bei Vereinen mit höheren Ambitionen sind sie dann gescheitert. An wen erinnert das? Genau, an Canadi. Der würde in Regensburg vielleicht auch funktionieren, hat es bei uns aber nicht. Damit ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sie bei uns funktionieren, aber eine Garantie ist das nicht. Ich halte diese Kandidaten auf jeden Fall für Fachmänner, die ihr Handwerk verstehen.

Wir stehen so ein wenig am Scheidepunkt wie Ingolstadt letzte Saison. Schwache Leistungen, demontierte Spieler, lustlose Auftritte und so ein wenig in den Abstiegsstrudel geraten. Dass unsere Mannschaft mit dieser Qualität nicht absteigen darf und vorne mitspielen müsste, ist unbestreitbar. Ingolstadt hat aber gezeigt, dass das Abstiegsgespenst vor Qualität nicht halt macht. Das heißt, der nächste Trainer muss sitzen, sonst kann das ganz übel enden. Ein weiteres Experiment sollte es nun nicht mehr sein. Dass man Bierofka laut Berichten im Sinn hatte, macht mich stutzig. Ist zwar ein Typ, aber er hat keinerlei Erfahrung als 2. Liga-Trainer. Ohne ihn schlecht machen zu wollen, aber ich hoffe nicht, dass Palikuca (wieso ist es eigentlich so still um seine Person?) in dieser Kategorie sucht. Weinzierl, Beierlorzer und Herrlich wären weniger Experiment, aber wie gesagt bisher als Underdog erfolgreich. Vielleicht doch in unserer Situation das richtige? Wollen diese Trainer denn überhaupt? Die könnten sich bei Nichterfolg die Karriere selbst verbrennen. Wird eine schwierige Aufgabe für Palikuca, die über seinen Job entscheiden wird.

•     •     •

"Liebe sich wer kann!"


Trainerfindungskommission |#430
06.11.2019 - 10:26 Uhr
Zitat von PercyJackson
Zitat von Beregond

Ich würde für einen soliden, erfahrenen Trainer plädieren.

Bitte keinen Offensivspektakel/Laptop-Coach mehr - Defensive stärken, konservativ das Team einfach mal stabilisieren. Konzepttrainer gibt es aktuell viele auf dem Markt (warum wohl?) - und gefühlt scheitern die meisten, wenn die individuellen Stützen der Mannschaft mal außer Form sind und das Konzept plötzlich nicht mehr zur Mannschaft passt.

Wenn man sich die (halbwegs) erfolgreichen Trainer der letzten Jahre anschaut: Meier (führte den Libero wieder ein, um Stabilität zu bringen), Hecking und Weiler (beide haben erstmal hinten zu gemacht und waren ob der langweiligen defensiven Ausrichtung nicht bei jedem beliebt) haben die Defensive als höchste Priotität gesehen.

Ganz ehrlich: mir ist ein stabiles 1:0 lieber als ein 5:4 mit 27 Herzinfarkt-Momenten.

Von daher würde ich als Anforderungsprofil am liebsten auf jemanden mit mind. 20+ Jahren Erfahrung setzen, der Ruhe bringt und das vorhandene Spielermaterial einfach mal annimmt, anstatt ein "Konzept" zu etablieren, welches erstmal 3 Monate Verständnisschulung braucht (wie bei Canadi anscheinend).

Wer mir dazu einfällt? Keine Ahnung... gibt bestimmt ein paar arbeitslose Trainer in der Altersgruppe 55+... oder?


Stimme dir hier voll und ganz zu. Trainiert Stevens eigentlich noch Mannschaften?


Na das müsstest du bei deinem Vereinswappen doch wissen zwinker

Und auch, wie (nicht-)erfolgreich er zuletzt war.
Ob Stevens, Slomka, Doll, Dutt und wie sie alle heißen - viele der "alten Garde" waren auf ihren letzten Stationen nur sehr wenig erfolgreich.
Hecking und Funkel sind da eher die Ausnahmen.

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