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Thomas Tuchel
Geburtsdatum 29.08.1973
Alter 52
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein England

Thomas Tuchel [Trainer]

15.05.2015 - 14:23 Uhr
Thomas Tuchel [Trainer] |#1071
16.06.2015 - 15:14 Uhr
Zitat von Josch84
Zitat von KiwiDenny
Zitat von Aeterna
Ich weiß nicht, ob die Statistik bereits bekannt ist, aber hier eine Aufführung welche Spielformationen Tuchel wie oft gespielt hat:

https://pbs.twimg.com/media/CDBt5EjWYAAQb4I.jpg (Quelle: @ed1p)



Edit: Hier noch von mir zur besseren Übersicht ein Pie-Chart
http://imgur.com/8ggCqdb

Teilweise ja mit zig Systemen in einem Spiel Cool

So interessant ic sowas auch immer find: ich glaube nicht das Tuchel mit vielen verschiedenen Spielformationen wird spielen wollen. Angdeutet hat es ja auch bereits, dss dies vor allemder Thematik Undrdog geschuldt war, das man speziell auf den Gegner reagieren musste Beim BVB will er aber agieren und daher auch nicht speziell für den Gegner eine Formation und Taktik spielen.
Ich glaube auch, dass er generell flexibler spielen wollen wird als Klopp, da darf man gespannt sein bis wann er seine Philosophie den Spielern wird näher gebracht haben. Wenn rechne ich vorallem in der Hinserie mit Änderungen, wenn er merken sollte das gewissen Abläuf (noch) nicht funktionieren.


Ich denke auch, das er sich nicht mehr anpassen will. Er muss es ja auch nicht zwinker
Denke Tuchel wird sehr auf ballbesitz gehen, um das Spiel zu bestimmen.
Man wird sehen wie das mit dem aktuellen kader klappt, bzw welches system er dann präferiert.

•     •     •

"Wir treten nicht mit vollen Hosen an. Ich habe extra noch mal nachgeschaut."(Jürgen Klopp )

"Das interessiert mich wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer."(Dieter Eilts)

"Das Spielfeld war zu lang für Doppelpässe."(Berti Vogts)

"Ich habe in einem Jahr 16 Monate durchgespielt."(Franz Beckenbauer)

"Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal."(Lothar Matthäus)
Thomas Tuchel [Trainer] |#1072
16.06.2015 - 15:21 Uhr
Zitat von Josch84
Zitat von KiwiDenny
Zitat von Aeterna
Ich weiß nicht, ob die Statistik bereits bekannt ist, aber hier eine Aufführung welche Spielformationen Tuchel wie oft gespielt hat:

https://pbs.twimg.com/media/CDBt5EjWYAAQb4I.jpg (Quelle: @ed1p)



Edit: Hier noch von mir zur besseren Übersicht ein Pie-Chart
http://imgur.com/8ggCqdb

Teilweise ja mit zig Systemen in einem Spiel Cool

So interessant ic sowas auch immer find: ich glaube nicht das Tuchel mit vielen verschiedenen Spielformationen wird spielen wollen. Angdeutet hat es ja auch bereits, dss dies vor allemder Thematik Undrdog geschuldt war, das man speziell auf den Gegner reagieren musste Beim BVB will er aber agieren und daher auch nicht speziell für den Gegner eine Formation und Taktik spielen.
Ich glaube auch, dass er generell flexibler spielen wollen wird als Klopp, da darf man gespannt sein bis wann er seine Philosophie den Spielern wird näher gebracht haben. Wenn rechne ich vorallem in der Hinserie mit Änderungen, wenn er merken sollte das gewissen Abläuf (noch) nicht funktionieren.


Sehe ich überhaupt nicht so und hatte das auch zur Zeit von TTs Verpflichtung hier mal angeschnitten.
Zum einen hat Tuchel nicht nur in den Spielen als Underdog bei Mainz taktisch variabel agiert, sondern auch in den Spielen in denen die Mainzer mehr oder weniger favorisiert waren.

Zum anderen - und viel allgemeiner: Ich halte es persönlich nicht für eine Schwäche, wenn man sich auch bei unterlegenen Gegnern an diesen orientiert. Oder anders: Ich würde gegen Köln anders rangehen als gegen den HSV. Auch Dominanz kann auf unterschiedliche Arten erzeugt werden. Wenn man nicht die individuelle Klasse einer Mannschaft wie Barca, Real oder Bayern hat, ist es heutzutage nicht zielführend, das immer gleiche System durchzuziehen.

Natürlich ändert sich das zentrale Element der Varianz: In der Rolle des Underdog ist es vor allem zielführend in der Defensivtaktik und der Rückwärtsbewegung zu variieren. Bei uns wird vor allem in der Offensive eine hohe Fluktuation sowohl auf dem Papier als auch auf dem Feld nötig sein. Wie man an Klopp gesehen hat - ich bin kein Verfechter der These dass Klopps Plan nach über drei Jahren(!) entschlüsselt wurde, sondern der Meinung dass sich die Trainer die in der Liga angstellt sind in den letzten Jahren massiv hinsichtlich der taktischen Expertise verändrt haben. Agieren und Reagieren geht mittlerweile weit über das klassische Betrachten einzelner Spiele des nächsten Gegners hinaus und vollzieht sich bis unmittelbar vor dem Anpfiff und in weiterer Konsequenz bis ins Spiel hinein.

Genau da liegen Tuchels große Stärken und genau das ist auch die Chance, als Verein bzw. Mannschaft nochmals einen Schritt nach vorne zu machen.
Thomas Tuchel [Trainer] |#1073
16.06.2015 - 15:30 Uhr
Zitat von Muschelschrubber12
Zitat von iec
Weil es hier in diesem Thread ja dauernd um die Saisonziele geht, wollte ich Euch kurz mit dem Goalimpact Bundesliga Ticker vertraut machen.

Goalimpact prognostiziert anhand der Goalimpact-Werte der Spieler die Anzahl der gewonnenen Punkte (Verletzungen werden jetzt auch hinzugefügt).
http://www.goalimpact.com/2015/06/bundesliga-season-ticker-201516.html

Dortmund liegt mit weitem Abstand auf Rang 2. Mit einer fast 57% Wahrscheinlichkeit (Stand 15.6.) für diese Platzierung und einer 96% Wahrscheinlichkeit für einen Platz unter den Top4.

Das heißt für mich die Erwartung muss ganz klar auf die direkte CL-Qualifikation liegen.

Die Herausforderer-Rhetorik greift wahrscheinlich wieder die Geilheit auf Punkte gewinnen auf (Tuchels Hinweis, die anderen haben gelernt beständig zu punkten).


Ich mag Statistiken. Aber das Is ja ne geile Glaskugel rolleyes

Wo hätten wir denn vor der letzten Saison gestanden? Nur so interessehalber ...


Hier haben sie ihre vorherige Wette für die Saison 2014-15 analysiert:
http://www.goalimpact.com/2015/05/backtesting-bundesliga-20142015.html

P.S.: Meine Aussage ist nicht ganz korrekt: Sie haben mittels eines geänderten Algorithmus die Saison noch einmal durchkalkuliert - wenn ich das richtig verstehe: 50.000 Szenarien durchgespielt...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von iec am 16.06.2015 um 15:36 Uhr bearbeitet
Thomas Tuchel [Trainer] |#1074
16.06.2015 - 15:33 Uhr
Zitat von Muschelschrubber12
Zitat von iec
Weil es hier in diesem Thread ja dauernd um die Saisonziele geht, wollte ich Euch kurz mit dem Goalimpact Bundesliga Ticker vertraut machen.

Goalimpact prognostiziert anhand der Goalimpact-Werte der Spieler die Anzahl der gewonnenen Punkte (Verletzungen werden jetzt auch hinzugefügt).
http://www.goalimpact.com/2015/06/bundesliga-season-ticker-201516.html

Dortmund liegt mit weitem Abstand auf Rang 2. Mit einer fast 57% Wahrscheinlichkeit (Stand 15.6.) für diese Platzierung und einer 96% Wahrscheinlichkeit für einen Platz unter den Top4.

Das heißt für mich die Erwartung muss ganz klar auf die direkte CL-Qualifikation liegen.

Die Herausforderer-Rhetorik greift wahrscheinlich wieder die Geilheit auf Punkte gewinnen auf (Tuchels Hinweis, die anderen haben gelernt beständig zu punkten).


Ich mag Statistiken. Aber das Is ja ne geile Glaskugel rolleyes

Wo hätten wir denn vor der letzten Saison gestanden? Nur so interessehalber ...

http://www.goalimpact.com/2015/05/backtesting-bundesliga-20142015.html

Ist übrigens immer ein gutes Zeichen, wenn jemand seine Prognosen rückwirkend überprüft. Nicht umsonst haben einige Vereine beim Goalimpact-Erfinder schon nach Scouting-Tips gefragt.

Ich würde den Goalimpact übrigens nicht einfach nur als eine "Statistik" bezeichnen. Da steckt schon mehr dahinter.

•     •     •

So I tied an onion to my belt, which was the style at the time.
Thomas Tuchel [Trainer] |#1075
16.06.2015 - 15:45 Uhr
Zitat von frei-s
Zitat von Muschelschrubber12
Zitat von iec
Weil es hier in diesem Thread ja dauernd um die Saisonziele geht, wollte ich Euch kurz mit dem Goalimpact Bundesliga Ticker vertraut machen.

Goalimpact prognostiziert anhand der Goalimpact-Werte der Spieler die Anzahl der gewonnenen Punkte (Verletzungen werden jetzt auch hinzugefügt).
http://www.goalimpact.com/2015/06/bundesliga-season-ticker-201516.html

Dortmund liegt mit weitem Abstand auf Rang 2. Mit einer fast 57% Wahrscheinlichkeit (Stand 15.6.) für diese Platzierung und einer 96% Wahrscheinlichkeit für einen Platz unter den Top4.

Das heißt für mich die Erwartung muss ganz klar auf die direkte CL-Qualifikation liegen.

Die Herausforderer-Rhetorik greift wahrscheinlich wieder die Geilheit auf Punkte gewinnen auf (Tuchels Hinweis, die anderen haben gelernt beständig zu punkten).


Ich mag Statistiken. Aber das Is ja ne geile Glaskugel rolleyes

Wo hätten wir denn vor der letzten Saison gestanden? Nur so interessehalber ...

http://www.goalimpact.com/2015/05/backtesting-bundesliga-20142015.html

Ist übrigens immer ein gutes Zeichen, wenn jemand seine Prognosen rückwirkend überprüft. Nicht umsonst haben einige Vereine beim Goalimpact-Erfinder schon nach Scouting-Tips gefragt.

Ich würde den Goalimpact übrigens nicht einfach nur als eine "Statistik" bezeichnen. Da steckt schon mehr dahinter.

Es ist eben nur eine Statistik, aber es ist die beste Statistik, die existiert um Spieler zu bewerten.
http://constantineckner.com/2015/04/looking-for-impact/
Ich denke, Tuchel weiß schon davon immerhin hatte er ein Jahr Zeit.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hummingbvb am 16.06.2015 um 15:47 Uhr bearbeitet
Thomas Tuchel [Trainer] |#1076
16.06.2015 - 15:54 Uhr
Zitat von frei-s
Zitat von Muschelschrubber12
Zitat von iec
Weil es hier in diesem Thread ja dauernd um die Saisonziele geht, wollte ich Euch kurz mit dem Goalimpact Bundesliga Ticker vertraut machen.

Goalimpact prognostiziert anhand der Goalimpact-Werte der Spieler die Anzahl der gewonnenen Punkte (Verletzungen werden jetzt auch hinzugefügt).
http://www.goalimpact.com/2015/06/bundesliga-season-ticker-201516.html

Dortmund liegt mit weitem Abstand auf Rang 2. Mit einer fast 57% Wahrscheinlichkeit (Stand 15.6.) für diese Platzierung und einer 96% Wahrscheinlichkeit für einen Platz unter den Top4.

Das heißt für mich die Erwartung muss ganz klar auf die direkte CL-Qualifikation liegen.

Die Herausforderer-Rhetorik greift wahrscheinlich wieder die Geilheit auf Punkte gewinnen auf (Tuchels Hinweis, die anderen haben gelernt beständig zu punkten).


Ich mag Statistiken. Aber das Is ja ne geile Glaskugel rolleyes

Wo hätten wir denn vor der letzten Saison gestanden? Nur so interessehalber ...

http://www.goalimpact.com/2015/05/backtesting-bundesliga-20142015.html

Ist übrigens immer ein gutes Zeichen, wenn jemand seine Prognosen rückwirkend überprüft. Nicht umsonst haben einige Vereine beim Goalimpact-Erfinder schon nach Scouting-Tips gefragt.

Ich würde den Goalimpact übrigens nicht einfach nur als eine "Statistik" bezeichnen. Da steckt schon mehr dahinter.


Ich schlage seit einigen Jahren die bookies im Fußball und nutze ähnlich geartete Modelle, vor der Saison war der BVB mit fast demselben Abstand zweiter, wie der FC Bayern erster. Mein Ansatz ist stark player-based und das zusammen mit einer Analyse der Saison ergab, dass - schlechter Transfers und fehlender taktischer Flexibilität zum Trotz - Verletzungen der absolute und fast alleinige Hauptgrund für das schlechte Abschneiden sind. (Selbst ohne Neuzugänge für 14/15 und dem Verlust von Lewandowski war der BVB klar die #2). Nichts desto Trotz muss man aber anerkennen, dass auch bei mir der BVB seit 12/13 kontinuierlich schlechter bewertet wird, allerdings war der Abstand so groß, dass er immernoch auf #2 steht. (Stand Saisonende und fitten Spielern als Voraussetzung)
Thomas Tuchel [Trainer] |#1077
16.06.2015 - 15:59 Uhr
Zitat von HejaHejaBvB
Zitat von Josch84
Zitat von KiwiDenny
Zitat von Aeterna
Ich weiß nicht, ob die Statistik bereits bekannt ist, aber hier eine Aufführung welche Spielformationen Tuchel wie oft gespielt hat:

https://pbs.twimg.com/media/CDBt5EjWYAAQb4I.jpg (Quelle: @ed1p)



Edit: Hier noch von mir zur besseren Übersicht ein Pie-Chart
http://imgur.com/8ggCqdb

Teilweise ja mit zig Systemen in einem Spiel Cool

So interessant ic sowas auch immer find: ich glaube nicht das Tuchel mit vielen verschiedenen Spielformationen wird spielen wollen. Angdeutet hat es ja auch bereits, dss dies vor allemder Thematik Undrdog geschuldt war, das man speziell auf den Gegner reagieren musste Beim BVB will er aber agieren und daher auch nicht speziell für den Gegner eine Formation und Taktik spielen.
Ich glaube auch, dass er generell flexibler spielen wollen wird als Klopp, da darf man gespannt sein bis wann er seine Philosophie den Spielern wird näher gebracht haben. Wenn rechne ich vorallem in der Hinserie mit Änderungen, wenn er merken sollte das gewissen Abläuf (noch) nicht funktionieren.


Sehe ich überhaupt nicht so und hatte das auch zur Zeit von TTs Verpflichtung hier mal angeschnitten.
Zum einen hat Tuchel nicht nur in den Spielen als Underdog bei Mainz taktisch variabel agiert, sondern auch in den Spielen in denen die Mainzer mehr oder weniger favorisiert waren.

Zum anderen - und viel allgemeiner: Ich halte es persönlich nicht für eine Schwäche, wenn man sich auch bei unterlegenen Gegnern an diesen orientiert. Oder anders: Ich würde gegen Köln anders rangehen als gegen den HSV. Auch Dominanz kann auf unterschiedliche Arten erzeugt werden. Wenn man nicht die individuelle Klasse einer Mannschaft wie Barca, Real oder Bayern hat, ist es heutzutage nicht zielführend, das immer gleiche System durchzuziehen.

Natürlich ändert sich das zentrale Element der Varianz: In der Rolle des Underdog ist es vor allem zielführend in der Defensivtaktik und der Rückwärtsbewegung zu variieren. Bei uns wird vor allem in der Offensive eine hohe Fluktuation sowohl auf dem Papier als auch auf dem Feld nötig sein. Wie man an Klopp gesehen hat - ich bin kein Verfechter der These dass Klopps Plan nach über drei Jahren(!) entschlüsselt wurde, sondern der Meinung dass sich die Trainer die in der Liga angstellt sind in den letzten Jahren massiv hinsichtlich der taktischen Expertise verändrt haben. Agieren und Reagieren geht mittlerweile weit über das klassische Betrachten einzelner Spiele des nächsten Gegners hinaus und vollzieht sich bis unmittelbar vor dem Anpfiff und in weiterer Konsequenz bis ins Spiel hinein.

Genau da liegen Tuchels große Stärken und genau das ist auch die Chance, als Verein bzw. Mannschaft nochmals einen Schritt nach vorne zu machen.

Sehe ich genauso.

Wenn wir unabhängig vom Gegner (bis auf Bayern) unseren normalen Stiefel runterspielen, dann wird es mMm recht schwierig mit dem Angriff auf die Spitze.

Es macht absolut Sinn, sich auch an den Stärken & Schwächen der Gegner zu orientieren. Dadurch bleibt man selbst taktisch variabler und kann gewiss auch den gegnerischen Trainer überraschen.

Das ist übrigens auch eine Sache, die ich an Pep Guardiola sehr mag: In-Game-Coaching. Natürlich nicht auf diese zum Teil wirklich extreme Art, jedoch wohldosiert und ereignisabhängig.

•     •     •

"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht." - Nick Hornby (Fever Pitch)

Nur der BVB!
Thomas Tuchel [Trainer] |#1078
16.06.2015 - 17:08 Uhr
Nun sind wir hier wieder an dem Punkt, wo so getan als ob Tuchel der flexibelste Taktiker der Welt wäre und Klopp immer die selbe Formation und den selben Stiefel hat spielen lassen.
Wie Tuchel spielen lassen wird und wie flexibel das sein wird beim BVB, bleibt erstmal abzuwarten. Natürlich kann man darüber spekulieren, aber die Schlussfolgerungen gehen hier dann doch mal wieder ins unseriöse. Klopp hat übrigens auch nicht immer im 4-2-3-1 gespielt, hat sowohl vor dem Anpfiff als auch während des Spiels taktisch reagiert, das haben viele nur einfach nicht mitbekommen. Vielleicht hätte Klopp das offensiver formulieren und seine Matchpläne preisen sollen. In dieser Saison ist diese Felxibilität leider sehr verloren gegangen, weil Klopp in Krisenzeiten und diese Saison war fast eine einzige Krise, immer zwanghaft nach Stabilität strebt. Dann wird möglichst wenig geändert und möglichst defensiv (defensive doppel 6 und Sokratis als AV) gespielt.

•     •     •

Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."
Thomas Tuchel [Trainer] |#1079
16.06.2015 - 17:49 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Nun sind wir hier wieder an dem Punkt, wo so getan als ob Tuchel der flexibelste Taktiker der Welt wäre und Klopp immer die selbe Formation und den selben Stiefel hat spielen lassen.
Wie Tuchel spielen lassen wird und wie flexibel das sein wird beim BVB, bleibt erstmal abzuwarten. Natürlich kann man darüber spekulieren, aber die Schlussfolgerungen gehen hier dann doch mal wieder ins unseriöse. Klopp hat übrigens auch nicht immer im 4-2-3-1 gespielt, hat sowohl vor dem Anpfiff als auch während des Spiels taktisch reagiert, das haben viele nur einfach nicht mitbekommen. Vielleicht hätte Klopp das offensiver formulieren und seine Matchpläne preisen sollen. In dieser Saison ist diese Felxibilität leider sehr verloren gegangen, weil Klopp in Krisenzeiten und diese Saison war fast eine einzige Krise, immer zwanghaft nach Stabilität strebt. Dann wird möglichst wenig geändert und möglichst defensiv (defensive doppel 6 und Sokratis als AV) gespielt.


Man kann das natürlich so lesen wie du, man kann das ganze aber auch anders betrachten: Es ist sowohl möglich, taktisch flexibel zu sein, ohne das System zu verändern, als auch das System zu variieren, ohne die Taktik zu beeinflussen. Im Falle Klopp erinnere ich da nur mal an das Interview mit Lichsteiner nach dem Juvespiel, in dem dieser sinngemäß sagte, man müsse nur die Mitte dicht machen - dann erledigt unsere Mannschaft den Rest für den Gegner quasi von selbst. Das ist ein Punkt an den du als Mannschaft mit unseren und vor allem auch Trainer mit Klopps Ansprüchen nie kommen darfst.

Es wird vor allem darum gehen, Lösungen zu finden und vor allem prinzipiell parat zu haben für alle auftretenden Wiedrigkeiten. Klopp hat zwar hier und da klug und logisch umgestellt, das Spiel blieb aber trotzdem meist das gleiche. Wir müssen in der Lage sein, in den richtigen Momenten Flügespiel zu forcieren - dann aber auch wieder situativ aufs Zentrum umzuschalten, sowohl nach Gegner als auch nach derjeweiligen Spielsituation. Dafür kann das System auf dem Blatt anders sein, muss es aber eben nicht. Und ja, da lehne ich mich so weit aus dem Fenster zu sagen, dass Tuchel da zumindest in Deutschland neben Guardiola der mit Abstand flexibelste Trainer ist. Der Mann hat teilweise drei, viermal pro Spiel die Ausrichtung gewechselt, mal mit dem vorhandenen Personal, mal mit Wechseln, mal in Führung, mal bei Gleichstand, mal bei Rückstand - und nicht erst wenn der Zug schon abgefahren ist, was leider oftmals bei Klopp der Fall war. So zum Beispiel in der Rückrunde gegen Gladbach, als er auf Dreierkette umstellte und über einen offensiven Schmelle und später Jerry das Flügelspiel voranteiben wollte. Leider war das Ding da (gegen einen starken Gegner) schon mehr oder minder gegessen.

Edit sagt noch:
Ich hatte es eben schonmal angesprochen - in meinen Augen hat sich bei Klopp nichts grundlegend verändert, seine Konkurrenten (Weinzierl, Gisdol, Schmidt und Co.) sind einfach bessere als noch vor drei, vier Jahren. Taktische Expertise und die Möglichkeiten des Matchplan werden mittlerweile beinahe ausgereizt. Das hat dann was vom "Wenn er denkt, dass ich denke, dass er denkt..."-Dilemma, aber in meinen Augen ist Klopp in dieser Kategorie eben nur Durchschnitt. Dafür in Teilbereichen wie der Motivation, Pressingverhalten und Raumaufteilung bei Ballgewinn in der Weltspitze. Tuchel gehört im anderen Bereich für mich (und ich habe eben extrem viele Mainzspiele über die volle Dauer gesehen, da ich hier wohne und studiere) zur absoluten Weltspitze, dafür muss er sich in anderen Disziplinen noch beweisen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HejaHejaBvB am 16.06.2015 um 17:56 Uhr bearbeitet
Thomas Tuchel [Trainer] |#1080
16.06.2015 - 20:18 Uhr
Zitat von HejaHejaBvB
Zitat von Josch84
Zitat von KiwiDenny
Zitat von Aeterna
Ich weiß nicht, ob die Statistik bereits bekannt ist, aber hier eine Aufführung welche Spielformationen Tuchel wie oft gespielt hat:

https://pbs.twimg.com/media/CDBt5EjWYAAQb4I.jpg (Quelle: @ed1p)



Edit: Hier noch von mir zur besseren Übersicht ein Pie-Chart
http://imgur.com/8ggCqdb

Teilweise ja mit zig Systemen in einem Spiel Cool

So interessant ic sowas auch immer find: ich glaube nicht das Tuchel mit vielen verschiedenen Spielformationen wird spielen wollen. Angdeutet hat es ja auch bereits, dss dies vor allemder Thematik Undrdog geschuldt war, das man speziell auf den Gegner reagieren musste Beim BVB will er aber agieren und daher auch nicht speziell für den Gegner eine Formation und Taktik spielen.
Ich glaube auch, dass er generell flexibler spielen wollen wird als Klopp, da darf man gespannt sein bis wann er seine Philosophie den Spielern wird näher gebracht haben. Wenn rechne ich vorallem in der Hinserie mit Änderungen, wenn er merken sollte das gewissen Abläuf (noch) nicht funktionieren.


Sehe ich überhaupt nicht so und hatte das auch zur Zeit von TTs Verpflichtung hier mal angeschnitten.
Zum einen hat Tuchel nicht nur in den Spielen als Underdog bei Mainz taktisch variabel agiert, sondern auch in den Spielen in denen die Mainzer mehr oder weniger favorisiert waren.

Zum anderen - und viel allgemeiner: Ich halte es persönlich nicht für eine Schwäche, wenn man sich auch bei unterlegenen Gegnern an diesen orientiert. Oder anders: Ich würde gegen Köln anders rangehen als gegen den HSV. Auch Dominanz kann auf unterschiedliche Arten erzeugt werden. Wenn man nicht die individuelle Klasse einer Mannschaft wie Barca, Real oder Bayern hat, ist es heutzutage nicht zielführend, das immer gleiche System durchzuziehen.

Natürlich ändert sich das zentrale Element der Varianz: In der Rolle des Underdog ist es vor allem zielführend in der Defensivtaktik und der Rückwärtsbewegung zu variieren. Bei uns wird vor allem in der Offensive eine hohe Fluktuation sowohl auf dem Papier als auch auf dem Feld nötig sein. Wie man an Klopp gesehen hat - ich bin kein Verfechter der These dass Klopps Plan nach über drei Jahren(!) entschlüsselt wurde, sondern der Meinung dass sich die Trainer die in der Liga angstellt sind in den letzten Jahren massiv hinsichtlich der taktischen Expertise verändrt haben. Agieren und Reagieren geht mittlerweile weit über das klassische Betrachten einzelner Spiele des nächsten Gegners hinaus und vollzieht sich bis unmittelbar vor dem Anpfiff und in weiterer Konsequenz bis ins Spiel hinein.

Genau da liegen Tuchels große Stärken und genau das ist auch die Chance, als Verein bzw. Mannschaft nochmals einen Schritt nach vorne zu machen.


In gewissen Punkten gebe ich dir recht. Es kann gegen jeden Gegner Sinn machen sich speziell darauf einzustellen. Dennoch bleibe ich im Kern bei meiner Aussage, vll. ist nur nicht klar genug geworden was ich gemeint habe. Tuchel hat selbst gesagt bei seiner ersten BVB-PK (leider finde ich auf die schnelle keine Mitschrift um die Passage im Wortlaut zu benennen) das es an der Mannschaft liegt ob man sehr flexibel agieren muss mit verschiedenen Formationen - und das er beim BVB dominanter spielen will und daher nicht darauf aus ist so viele verschiedene Formationen zu spielen. Aber natürlich gehe ich davon aus, dass Tuchel versuchen wird das Spiel flexibler zu machen. Ein 4-5-1 wie es der BVB oft gespielt hat unter Klopp war ja aber auch nicht gleich, alleine schon je nach dem wie die 6rt besetzt waren war das Spiel anders. Es ist somit immer viel möglich, es muss viel möglich sein und es wird immer wichtiger. Und Tuchel wird versuchen, den BVB flexibler zu machen. Aber das braucht viel Zeit - und er und der BVB hat alles nur leider wenig Zeit das zu schaffen weil nebenbei alle Erfolg erwarten ;)
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