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Taktik und Spielsysteme

21.07.2011 - 09:17 Uhr
Taktik und Spielsysteme |#1841
22.09.2019 - 15:17 Uhr
Ich sähe uns mit der 5er Kette insgesamt defensiver. Eine eventuelle Schwächung der Außen gleicht sich dadurch innmeinen Augen aus. Zumal ich unsere Schwäche ohnehin tendenziell eher in der Mitte sehe. Je nach dem wie Fröde aufgelegt ist gibt es zentral vor dem Strafraum viel zu oft zu viel Platz für den Gegner. Vor allem dann, wenn Fröde mit in die Innenverteidigung rückt. Den Ansatz das zentrale DM zu stärken, indem Stiefler aufläut und dafür Wanitzek wieder vermehrt defensiv orientierte Aufgaben übernimmt, halte ich daher für richtig. (Auch wenn ich eher Wanitzek vorne und Stiefler zurückgezogen sehen wollte. So wie jetzt läuft es offensichtlich sehr gut) Auch könnte ein weiterer IV Geschwindigkeitsdefizite ausgleichen und Gordon öfter erlauben den Vorstopper zu geben, was er meiner Meinung nach am besten kann. Und Thiede hat für mich seine offensive Qualitäten zunehmend bewiesen, er könnte davon profitieren sich öfters einzuschalten. Carlson sowieso. Fände 5er Kette interessant. Gestern hat man gesehen, dass ein Stürmer reichen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Botibot am 22.09.2019 um 15:20 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1842
22.09.2019 - 15:27 Uhr
Zitat von Botibot
Ich sähe uns mit der 5er Kette insgesamt defensiver. Eine eventuelle Schwächung der Außen gleicht sich dadurch innmeinen Augen aus. Zumal ich unsere Schwäche ohnehin tendenziell eher in der Mitte sehe. Je nach dem wie Fröde aufgelegt ist gibt es zentral vor dem Strafraum viel zu oft zu viel Platz für den Gegner. Vor allem dann, wenn Fröde mit in die Innenverteidigung rückt. Den Ansatz das zentrale DM zu stärken, indem Stiefler aufläut und dafür Wanitzek wieder vermehrt defensiv orientierte Aufgaben übernimmt, halte ich daher für richtig. (Auch wenn ich eher Wanitzek vorne und Stiefler zurückgezogen sehen wollte. So wie jetzt läuft es offensichtlich sehr gut) Auch könnte ein weiterer IV Geschwindigkeitsdefizite ausgleichen und Gordon öfter erlauben den Vorstopper zu geben, was er meiner Meinung nach am besten kann. Und Thiede hat für mich seine offensive Qualitäten zunehmend bewiesen, er könnte davon profitieren sich öfters einzuschalten. Carlson sowieso. Fände 5er Kette interessant. Gestern hat man gesehen, dass ein Stürmer reichen kann.


Ein Stürmer?

Dann geht's in die Richtung: https://spielverlagerung.de/2015/02/23/das-3-6-1-ein-logischer-schritt/

Unsere Schwäche zwischen den Ketten damit ausgleichen zu wollen, dass man den Außen Präsenz nimmt, halte ich persönlich für gefährlich.

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Taktik und Spielsysteme |#1843
22.09.2019 - 15:36 Uhr
Ein bisschen Kwasniok Swag kann nicht schaden.

Jedenfalls sind wir dieses Jahr näher an der 5er Kette als letztes Jahr.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Botibot am 22.09.2019 um 15:39 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1844
22.09.2019 - 15:40 Uhr
Zitat von Botibot
Ein bisschen Kwasniok Swag kann nicht schaden.


https://www.kicker.de/3-liga/tabelle

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Taktik und Spielsysteme |#1845
22.09.2019 - 15:40 Uhr
Wir sind auch nicht Jena.
Taktik und Spielsysteme |#1846
22.09.2019 - 16:04 Uhr
Zitat von Botibot
Wir sind auch nicht Jena.


Warum dann Kwasniok-Swag wenn wir Alois ist sexy sind?

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Taktik und Spielsysteme |#1847
22.09.2019 - 16:22 Uhr
Weil Alois auch jede Menge Swag hat. Ob jetzt mehr Sex oder mehr Swag kann ich nicht beurteilen. Ich hatte bislang weder das eine noch das andere. Ich mag einfach seine kauczige Ausstrahlung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Botibot am 22.09.2019 um 16:24 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1848
22.09.2019 - 17:03 Uhr
Zitat von Botibot

Weil Alois auch jede Menge Swag hat. Ob jetzt mehr Sex oder mehr Swag kann ich nicht beurteilen. Ich hatte bislang weder das eine noch das andere. Ich mag einfach seine kauczige Ausstrahlung.


Bisher keinen Sex? Dann ab unter die Bremer Brücke oder in das Jugendzimmer von KAlist
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TinaToledo am 22.09.2019 um 17:05 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1849
29.09.2019 - 08:24 Uhr
8. Spieltag Karlsruhe - Heidenheim

Laut Schmidt in der PK waren die Heidenheimer auf ein 442 oder 4141 eingestellt. Alois hielt sich alle Optionen offen, erklärte noch auf Nachfrage, dass „Hofmann einer ist, der als Wandspieler es dem KSC leichter macht ins letzte Drittel zu kommen“. Alois ging von einem „Abnutzungskampf“ aus, Schmidt´s Heidenheimer „wollen den Ball, da der KSC (anscheinend?) die Mannschaft mit dem geringsten Ballbesitz ist, aber sehr kompakt steht und gut Umschalten kann.“ Im Vergleich zu den Nürnbergern konnte man eine Heidenheimer Mannschaft erwarten, die etwas robuster aufgestellt, lauffreudiger, einsatzfreudiger ist, sich nicht so sehr noch in der Findungsphase wie die Nürnberger befindet, mit Rang 4 in der Spur. Dachte das 4141wäre gesetzt, nachdem man in H1 gegen Nürnberg zwar nicht so gut reinfand, aber nach deren Umstellung auf 3er Kette in H2 wir gut ins Rollen kamen. Vertrauen konnte Alois so aus der Formation schöpfen.

Bei Heidenheim gab es den einen (bereits in der PK angekündigten) Wechsel. Für RV Busch begann Strauß, lt. Schmidt „von der Tribüne in die Startelf“. Beim KSC begann Hofmann für Pourie. Der KSC stellte sich wieder im 4141 auf, die Heidenheimer spielten aus einem 4222 heraus (lt. tm.de ein 4312, also eher Richtung 442 Raute, ist auch ok).

Beide Mannschaften nach Anpfiff voll da, es wurde von der 1. Minuten an sehr intensiv gespielt. Kein offener Schlagabtausch, denn ins letzte Drittel kamen beide Teams zuerst selten, es war eben ein „taktisch ansprechende Kick“, bei dem das auch wirklich mal der Fall war, zumindest 30 Minuten lang. Die Heidenheimer bauten aus einer breit stehenden Viererkette auf, davor agierte ein Sechser. Der 2. Mann schob in die Karlsruher Hälfte, die Flügelspieler, oder Halbraumzehner/Achter, wie man es sehen will, versuchten Anbindung zu schaffen. Das gelang ihnen in den ersten 30 Minuten nicht. Der KSC verteidigte wie gegen Nürnberg aus dem 4141 heraus sehr passend und kompakt. Hofmann hielt die Zentrale, je nachdem auf welche Spielseite die Heidenheimer in die Breite verlagerten, ein Offensivspieler sich in den Aufbau fallen ließ, rückte einer unser Achter mit auf Höhe von Hofmann, nahm den fallen lassenden Spieler in Manndeckung. Wenn ein Heidenheimer sich aus der Tiefe fallen ließ, rückte Fröde zwischen Wani und Stiff ein und man verteidigte im 451, je nachdem wenn ein Achter rausschob, im gewohnten 442.

Der KSC fand stark ins Spiel, während die Heidenheimer den Ball hatten. Diese taten sich im Aufbauspiel extrem schwer unser MF zu überspielen und spielten uns damit in die Karten. Die Heidenheimer verlagerten wie gesagt im Spielaufbau in die Breite, fanden dann aber keinen Anschluss an die Offensivspieler. Einzig wenn man doch mal über die Mittellinie kam, konnten sie mit hohen Seitverlagerungen Räume schaffen, ansonsten hatte der KSC das Spiel voll unter Kontrolle. Heidenheim scheute das Risiko durch unsre Schnittstellen im MF zu spielen, sie verzettelten sich im Spielaufbau und gaben im Verlauf der 1.H immer öfter dem KSC, am Übertritt in unsre Hälfte, den Ball, besser geht’s nicht.

Der KSC nahm dann sofort Tempo auf, hatte man nach Ballgewinn so in der MF-Zentrale direkt Überzahl, weil eben meist nur ein Heidenheimer Sechser absicherte, während Wani und Stiff von der Acht aus direkt mit den Weg in die Tiefe suchten. Lorenz agierte wieder etwas offensiver auf seiner Seite, wie das Grozurek auf der rechten Seite tat. Man versuchte die Angriffe direkt und überlegt auszuspielen, kombinierte sehenswert. Verlor man den Ball im letzten Drittel, kam man direkt ins Gegenpressing und verhinderte, dass die Heidenheimer aus unsrer aufgerückten Stellung mit den beiden Achtern Kapital schlagen konnte. In der 22. Minute ging der KSC verdient in Führung und ließ danach auch erstmal nicht nach, spielte man sehr konzentriert, defensiv herausragend, im Umschaltspiel effektiv, so ganz ohne 2. Spitze.

Nach knapp 32 Minuten kippte dann das Spiel leider etwas. Der KSC hatte bis dahin verdammt viel investiert, kam relativ häufig zum Umschalten, die Offensivspieler, auch beide Achter, liefen sehr viel, vor allem zogen sie ständig Sprints an. Lorenz konnte man mit offen stehendem Mund direkt ansehen, was der KSC bis dahin in die Waagschale warf.

Wie gesagt kippte das Spiel dann aber ab der 32. Minute. Man verteidigt zwar weiterhin aufmerksam, spielte aber die Tempogegenstöße schwach aus, verlor dabei die Struktur, weil man leichte Fehlpässe produzierte und dann aufgerückt nicht mehr gut ins Gegenpressing kam, Wani und Stiff teils nach Ballgewinn der Heidenheimer dann zu aufgerückt standen und damit aus dem Gegenpressing raus waren. Auch fingen die Heidenheimer an in den Spielaufbau mehr zu investieren. Der 2. Sechser ließ sich immer öfter mit in die Aufbau fallen, auch versuchte sich immer wieder einer der Flügelspieler mit einzuschalten, damit man mit einer 3er-Struktur im MF so nicht bereits am Übertritt in die Karlsruher Hälfte den Ball hergab und blank stand. Es fehlte aber weiterhin die Durchschlagskraft, sich aus dem stehenden Spiel heraus gute Möglichkeiten zu erarbeiten.

In H2 stellten die Heidenheimer etwas um. Schnatterer und Kerschbaumer wechselten die Seiten, im Spielaufbau befanden sich nun durchgehend mind. 2 Spieler der Heidenheimer in der tiefen MF-Zentrale, versuchte man nun enger stehend am Flügel Überzahl zu schaffen. Weiterhin antizipierte der KSC das sehr passend, es gab nun aber auch immer öfter Phasen, in denen vereinzelt Spieler zu spät im Kollektiv reagierten. Mal rückte Fröde zu spät mir in die MF-Kette ein, während ein Achter auf Höhe Hofmanns je Spielseite Druck machte, mal lief man die Heidenheimer AV zu spät an, positionierte sich nicht in deren Wirkungskreis, um schnellen Zugriff zu erhalten. Grozu und Lorenz fokussierten sich auf die Heidenheimer AV, doch immer öfter bekamen sie deren Wirken nicht mehr passend in den Griff, klappte die Abstimmung nicht mit dem Achter auch passend die Halbräume zu schließen. Die Heidenheimer versuchten nun beständig kleinteilig über die Halbräume das MF zu überspielen. Flügelspieler rückt hochstehend ein, 2. Sechser lässt sich fallen, AV schiebt hoch, Pass auf den Spieler offensiv im Halbraum, der legt direkt auf den AV ab, auf den unsre AV dann noch keinen Zugriff hatten. Von dort aus konnten sie dann in das letzte Drittel drängen und unsre bis dahin tolle Struktur in H1 aushebeln.

Weiterhin zeigte sich der KSC zwar gewillt umzuschalten, kam man auch immer wieder dazu, doch die Abstimmung und Präzision aus den ersten 30 Minuten war dahin, kam das bis Spielende nicht mehr richtig zurück. Der KSC tat sich aus dem stehenden Spiel heraus nicht mehr so leicht den Ball passend fürs Umschaltspiel zu erkämpfen, aufgerückt lief das Gegenpressing auch nicht mehr konstant. Schnatterer verwandelte nach einem schnellen Tempogegenstoß. Mit etwas Lippen lesen meine ich hob er das Wappen auf dem Trikot hervor und schrie „Wer ist die Nr.1?“. Da hatte wohl jemand Extra Motivation gegen uns und sah das klar als Derby an. starkdaumen-hoch

Danach kamen ihrerseits die Heidenheimer immer besser dazu uns zu pressen. Der KSC kam nicht mehr oft früh zum Ballgewinn, musste man nach Ballgewinn von hinten raus aufbauen, sah man wieder vermehrt lange Bälle gespielt. Da passte dann die Struktur des KSC nicht mehr. Das MF suchte Anbindung an Hofmann, die Abwehr spielte tiefstehend die Bälle weit raus, kam Gordon nicht dazu bis an die Mittellinie zu rücken, was dann eben für eine gewisse Kompaktheit im Kampf um 2. Bälle sorgt, sondern spielte die weiten Bälle am Übertritt ins eigene Drittel, war der KSC damit gestreckt aufgestellt. In Folge dessen ließen gerade Wani und Stiefler nach, weil sie so dann offensiv kaum mehr ins Spiel fanden, der Zugriff auf die Heidenheimer im Kampf um die 2. Bälle schwach war. Auch fiel recht plötzlich Carlson aus dem Spiel, lief er teils durchaus wirr Gegenspieler an, wollte was in die Waagschale werfen, wurde aber locker ausgespielt, weil so ganz ohne Fokus unterwegs, welche Gegenspieler er da um sich stehen hatte. Kein Deckungsschatten im Anlaufen ausgeübt, zu spät dran, Raum aufgemacht. Große Gefahr entstand aber nicht daraus, das Heidenheimer Umschaltspiel war nicht gerade überzeugend, abseits von Schnatterers Treffer, aus dem stehenden Spiel heraus konnten sie ebenfalls wie der KSC kaum etwas bis vors Tor tragen.

In der 75. wechselte Alois Pourie für Stiefler ein, der KSC fortan wieder im gewohnten 442. Abseits der weiterhin etwas fehlenden Konzentration im Zusammenspiel, wurden die Offensivbemühungen daraufhin etwas besser, konnte der KSC einige Standards ziehen, aus denen man dann ungewohnt wenig machen konnte, etwas was auch schon gegen Nürnberg der Fall war. Pourie fand auch nicht so richtig ins Spiel, weil auf die Flügel rauszuschieben, vor allem wenn der Gegner mit 3er Kette spielte, nicht gefragt war, hielt er wie Hofmann die Zentrale, war damit sehr wenig Bewegung im Spiel des KSC, stellte man die Heidenheimer damit kaum vor Probleme. Gegen Ende hin hatte Pourie noch den Siegtreffer auf dem Kopf, die Heidenheimer in der Schlusssekunde auf dem Fuß, fing man sich durch „Alleinikov“ Djuricin schon wieder einen gefährlichen Tempogegenstoß ein, weil der trotz genügend aufgerückter Anspielstationen einen völlig unsinnigen Weitschuss ansetzen musste, der natürlich geblockt wurde und der KSC aufgerückt einen Tempogegenstoß hinnehmen musste.

Blieb dann so beim sicherlich gerechten 1:1. Es wäre wie gegen Nürnberg wieder mehr drin gewesen, konnte man leider nicht mehr an die fantastischen ersten 30 Minuten anknüpfen, sich aber wieder teils extrem überzeugend gegen einen starken 2.Ligisten behaupten. Den Punkten kann man nachtrauern, aber als Aufsteiger so überzeugend in die Saison zu starten, nun im 4141 auch etwas mehr das Spielerische zu fokussieren, nicht mehr nur Umschalten über wenige Stationen, beständig weite Bälle zu wählen, da wähne ich uns auf gutem Wege. smile
Taktik und Spielsysteme |#1850
29.09.2019 - 10:44 Uhr
Mal eine Frage. Was erlaubt uns eigentlich eine klasse höher plötzlich erfolgreich mit einem zweiten System zu operieren, während wir in Liga 3 am 4.4.2 klebten, und das gefühlt aus gutem Grund?
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