Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
03.07.2019 - 16:35 Uhr
Für beide Formationen hätte man (theoretisch) entsprechendes/flexibles Personal:
IV: Pisot, Kobald, Gordon, Groiß (Fröde)
LV: Roßbach, Carlson (Lorenz)
RV: Thiede, Camoglu (Pisot)
Im 4-3-3:
DM: Fröde, Groiß, Kobald
ZM: Wanitzek, Stiefler, Möbius, Fink, Choi
RA: Pourie, Camoglu, Choi, Kother
LA: Djuricin, Röser, Lorenz, Kother
ST: Hofmann, Djuricin, Pourie, Batmaz, Sane
Im 4-4-2:
ZM: Fröde, Groiß, Wanitzek, Stiefler, Möbius, Kobald
RM: Stiefler, Camoglu, Choi, Kother
LM: Röser, Lorenz, Djuricin, Kother
ST: Hofmann, Djuricin, Pourie, Batmaz, Fink, Sane
Meine Gedenken hierzu:
Auf rechts herrscht der größte Bedarf, für Lorenz könnte es im 4-3-3 eng werden, für Röser als auch Choi könnte das 4-3-3 hingegen eine Chance sein. Auch für Batmaz könnte das 4-3-3 ein Chance auf mehr Einsatzzeiten sein wenn Pourie/Djuricin auf LA/RA wechseln. Für Sane wird es generell schwer.
Ich bin gespannt, ob die nächsten Testspiele noch etwas deutlicher zeigen, wen AS auf welcher Position sieht. Erste Tendenzen waren ja bereits erkennbar.
IV: Pisot, Kobald, Gordon, Groiß (Fröde)
LV: Roßbach, Carlson (Lorenz)
RV: Thiede, Camoglu (Pisot)
Im 4-3-3:
DM: Fröde, Groiß, Kobald
ZM: Wanitzek, Stiefler, Möbius, Fink, Choi
RA: Pourie, Camoglu, Choi, Kother
LA: Djuricin, Röser, Lorenz, Kother
ST: Hofmann, Djuricin, Pourie, Batmaz, Sane
Im 4-4-2:
ZM: Fröde, Groiß, Wanitzek, Stiefler, Möbius, Kobald
RM: Stiefler, Camoglu, Choi, Kother
LM: Röser, Lorenz, Djuricin, Kother
ST: Hofmann, Djuricin, Pourie, Batmaz, Fink, Sane
Meine Gedenken hierzu:
Auf rechts herrscht der größte Bedarf, für Lorenz könnte es im 4-3-3 eng werden, für Röser als auch Choi könnte das 4-3-3 hingegen eine Chance sein. Auch für Batmaz könnte das 4-3-3 ein Chance auf mehr Einsatzzeiten sein wenn Pourie/Djuricin auf LA/RA wechseln. Für Sane wird es generell schwer.
Ich bin gespannt, ob die nächsten Testspiele noch etwas deutlicher zeigen, wen AS auf welcher Position sieht. Erste Tendenzen waren ja bereits erkennbar.
04.08.2019 - 09:51 Uhr
2. Spieltag: Karlsruhe – Dresden
Alois stellte in der PK in einem Nebensatz eine Umstellung in Aussicht, kamen doch nun die Dresdner in den Wildpark, welche die Nürnberger gut unter Kontrolle hatten, sehenswert kombinierten. Doch wie gewohnt, gab es dann nur eine erzwungene Änderung - Grozurek für Burak, der KSC im 442. Alois gab an gegen die Dresdner kompakt…ach das kennt man bereits alles 1:1 aus jedem Spiel letzte Saison.
Aus der Dresdner PK gab es gemischte Signale. Fiel war mit dem Spiel gegen die Nürnberger zufrieden, haderte aber mit der Chancenverwertung. Mit der Mannschaft zeigte er sich zufrieden, stellte Änderungen in Aussicht, da „der Kader aktuell voll mitzieht und alle bereit wären von Anfang an zu spielen“. Eher wiederwillig stimmte er auf Nachfrage zu, dass in der IV auch Ballas (1,96m) aufgrund der Stärken des KSC bei Standards auflaufen könnte, ebenso Mittelstürmer Röser (1,86m). Eine 2-Mann-Spitze schien eher weniger eine Option.
Fiel wollte dann bis zum Spielbeginn Spielchen spielen, die taktische Formation auf Sky war falsch, die Spieler auf ihren Positionen ebenfalls. Kein klares 343, die Dresdner spielten wieder im 3421. Burnic nicht in der IV, sondern als 6er, Wahlqvist nicht RM sondern RIV usw.. Der Sky-Reporter war aber durchaus ein Blitzmerker, denn egal wie man die Formation und Aufstellung der Dresdner wendete, ein gelernter Mittelstürmer war darin nicht zu finden. Der Reporter fragte bei Fiel nach und verwies darauf, dass man bereits gegen Nürnberg nicht traf, in der Spitze nun Atik aufläuft, der eben ein Offensiver Mittelfeldspieler ist. Fiel attestierte den Dresdner (Atik) Torgefahr, wirklich überzeugend klang das aber nicht, war es dann letztlich auch nicht.
Damit war dann das Setting für das Spiel aufgestellt. Dresden weiterhin mit einer kleinen Truppe aufgestellt, gegen die im O-Ton des Kommentators im Durchschnitt 1,87m große KSC-Mannschaft! Verrückt. Karlsruher Ochsen.
Dresden ohne Stürmer, dafür ein weiterer Offensiver Mittelfeldspieler auf dem Feld. Damit war das Spiel bereits vor dem Anpfiff entschieden. Nein natürlich nicht, völliger Humbug.
Alois hatte das Team gut auf die Dresdner eingestellt. Mit Doppelspitze nahm man eben das Risiko in Kauf, gegen die Dresdner in der Verteidigung teils in Gleichzahl zu kommen. 2 Zentrale MF-Spieler, welche zwei Sechser vor sich haben, aber eben auch zwei Zehner im Rücken - großes Aufgabenfeld, die Möglichkeit da leicht entscheidende Fehler zu produzieren, durch unpassendes Anlaufen überspielt zu werden und dann Räume im Rücken zu öffnen. Doch der KSC setzte das „kompakt spielen“ sinnig um. Von Beginn stand der KSC tief, beide Stürmer ließen sich bis fast in die eigene Hälfte fallen und liefen nicht höherstehend die drei IV an. Diese ließ man machen und brachte sie nur mit wenig aggressives Anlaufen dazu, ohne die Zentrale zu entblößen, den Pass auf die Flügel zu wählen. Der tiefstehende Aufbausechser der Dresdner war damit gebunden, ebenso der höherschiebende Sechser. Unsre beiden zentralen MF-Leute Wani und Fröde konnten ihre Positionen halten und mussten selten nach vorne attackieren. Damit war die MF Zentrale von Anfang an kompakt dicht und im Aufbauspiel nicht zentral zu durchspielen.
Auch die 2.Stolperfalle und Möglichkeit der Dresdner unsre Formation zu zerspielen, fing man aufmerksam auf. Ging der Ball der Dresdner auf den LM/RM , durften die niemals von Thiede oder Roschi gestellt werden, denn ansonsten wäre einer der Halbraum-Zehner auf den Flügel ausgewichen und damit frei, hätte von einem unsrer IV aufgenommen werden müssen. Insofern ließ der KSC bis zur Ballannahme von den Flügelspielern weitestgehend ab, dann wurden sie aggressiv von Lorenz oder Grozurek gestellt. Rochierte ein Halbraum-Zehner auf den Flügel, wurde der von Thiede oder Roschi aufgenommen. Die Dresdner taten sich dann schwer ins letzte Drittel zu kommen. Kam man mal dazu auf einen Sechser in der Zentrale abzulegen, musste der abbrechen. Etwas besser lief es, wenn man von den Flügelspielern ausgehend dann horizontal erst mal ohne Raumgewinn mit Kurzpässen auf die Gegenseite verlagerte. Der KSC verschob immer sofort gen Flügel und damit gab es auf der Gegenseite Raum. Anfangs baute Dresden oft über die linke Seite auf und verlagerte dann, doch Damian war aufmerksam und stellte seinen Gegenspieler schnell, ließ sich nicht im 1gg1 überspielen.
Die Dresdner kamen gegen Nürnberg beständig ins letzte Drittel und kombinierten dann sehenswert vor dem Sechzehner, das gab es gegen den KSC selten. Dresden spielte ab dem Übertritt in die Karlsruher Hälfte unsauber, weil der KSC direkt Druck aufbauen konnte und die Zuordnungen stimmten, kam man zum Ballgewinn und suchte direkt den Weg in die Spitze. Umschalten, Tempoläufe durchs MF, das gab es aber erst mal so nicht zu sehen, der KSC verlegte sich auf einfaches Kontern. Waren die Stürmer aus dem Verteidigungsspiel raus, weil überspielt, positionierten sie sich für weite Bälle. Hofmann hielt die Zentrale, Pourie suchte Anbindung zu einem der äußeren IV und dann nach weitem Ball über die aufgerückte Abwehr hinweg den Weg in die Tiefe. Eine hängende Spitze wie Fink, die Rolle gibt es nicht mehr. Pourie lauert an der Abseitskante, Hofmann gibt den Wandspieler.
Der KSC hatte also die Dresdner defensiv unter Kontrolle, nur einige schwache Abschlüsse rauschten am Tor vorbei. Gewann der KSC den Ball, ging es direkt vertikal. Wirkliche Torgefahr sprang dabei aber noch nicht heraus, gestaltete es sich im Verlauf der Ersten Hälfte dann auch so langsam zum Problem. Pourie wurde ständig steil geschickt und fing dann bereits früh zu pumpen an, weil er ständig Sprints anziehen musste. Über 90 Minuten wäre das kein effektives Mittel gegen die Dresdner gewesen, doch der KSC kam dann nach knapp 20 Minuten dazu, nun auch über das MF umzuschalten und Tempo aufzunehmen, nicht direkt weite Bälle zu spielen. Grozurek verwandelte so nach schnellem Tempogegenstoss in der 23. Minute, doch Gordon hatte davor leider Foul gespielt, der Treffer wurde zurecht nicht anerkannt.
Beim KSC sorgte das für Unmut, wurde das Spiel schlagartig hitziger in der Intensität, nicht in der Ruppigkeit, was dann zu einem recht offenen Kick führte, weil beide Teams etwas zerfahren spielten. Der KSC produzierte am Flügel Fehler, indem eben dann doch mal Roschi und Thiede den Dresdner AV anliefen und Raum hinter sich aufmachten, weil Lorenz und Grozurek in der Defensivbewegung etwas schlampten. Lorenz bekam daraufhin von Roschi und Wani direkt einen Rüffel. Dauerhaft machte man den Fehler aber nicht. Dresden schenkte dagegen im MF zu früh Bälle her, was es dem KSC dann ermöglichte wie aus Liga 3 gewohnt umzuschalten.
Torgefahr hielt sich weiter in Grenzen, gestikulierte Pourie einige Male, dass doch bitte das MF weiter auf- /nachrücken sollte. Der KSC tat dies dann teils, wenn man tief in die gegnerische Hälfte kam, Pourie die Bälle erst mal hielt, den Ball dann aber doch verlor und man hochstehend ins Gegenpressing musste. Doch wirklich überzeugend war das nicht. Wenn die Dresdner im eigenen Drittel in der Zentrale oder in den Halbräumen in Ballbesitz kamen, ließ sich der KSC meist direkt wieder fallen, obwohl es die Möglichkeit gegeben hätte nach vorne zu verteidigen. Hätten die Dresdner einen gescheiten Konterstürmer aufgeboten, die Chance wäre da gewesen dies auszunutzen. Es gab Phasen in H1, da kamen die Dresdner so schnell in den Zwischenlinienraum MF/IV und einer der Offensivspieler suchte Schnittstellen in unsrer hochstehenden Abwehr. Zum Glück spielten die Dresdner das dann aber zu behäbig aus oder war noch einer wie Roschi wach, der diese Steilpässe früh antizipierte und dann noch vor dem Angreifer am Ball war.
Ab der 40. Minute beruhigte sich das Spiel dann wieder. Der KSC verteidigte wieder aufmerksam, die Dresdner ließen den Ball wieder ruhiger laufen. In der Nachspielzeit traf Horvath noch sehenswert, nachdem Fröde dessen Rausschieben erst mal geschehen ließ und dann zu spät rausrückte. Zum Glück antwortete der KSC noch vor dem Pausenpfiff und traf nach einem Standard durch Hofmann. Unglaublich wichtig, denn so gab es für Fiel keine Möglichkeit, die Dresdner mit der Führung im Rücken in der Pause umzustellen, das Spiel stand wieder bei 0.
Umstellungen gab es in H2 nicht. Der KSC bekam die Dresdner anfangs nicht so gut in den Griff, von den AV kamen nun öfter direkt Bälle in die Zentrale rein, musste die Dresdner nicht über Seitverlagerungen den Raumgewinn suchen. Die wachsamen Pisot und Gordon stellten dann aber aufmerksam vorstoppend ihre Gegenspieler, auch fing Fröde so einige Pässe mit seinen langen Gräten ab, kamen die Dresdner dann nicht dazu in Abschlussposition zu kommen. Auf Seiten des KSC fand Hofmann besser ins Spiel, der als Wandspieler in der Luft und am Boden dazu kam Bälle weiterzuleiten, auch wenn daraus nichts herraussprang. Die Abstimmung MF und Sturm machte einen besseren Eindruck, rückte man nun mutiger auf/nach, suchten gerade Wani und Lorenz schnell Anbindung an die Spitze.
Die Dresdner schenkten dem KSC den Führungstreffer, nachdem Keeper Broll das Spiel schnell machen wollte, dabei aber Lorenz bediente, der KSC noch aufgerückt stand und Hofmann geschickt in die Schnittstelle ging, Burnic ihn nicht folgte, dieser auch noch seine Hereingabe ins eigene Tor leitete. Kurz darauf hatte Pourie die Möglichkeit zu erhöhen, die Dresdner aber auch die Möglichkeit auszugleichen. Hofmann stellte mit einem schönen Weitschuss dann die Weichen zum Sieg. Das auch Lohn für die vielfältigen Ideen bei Standards, gerade schnell ausgeführt überrumpelte man die Dresdner nicht nur einmal.
Bei den Dresdnern riss der Faden. In der Offensivbewegung unkonzentriert, dazu war nach Ballverlust keine Struktur mehr da, direkt wieder Druck aufbauen zu können, konnte der KSC nach Ballgewinn im MF komplett frei walten. Den halbgaren Druck der Dresdner im MF ausgehebelt und dann das MF und die Spitze mit Tempo aufs Tor der Dresdner.
Alois wechselte passend durch. Zuerst musste Grozurek runter, der in wenigen Momenten sich zu langsam fallen ließ und damit Thiede nicht unterstützte, aber allgemein doch geflissentlich seine Defensivaufgaben erledigte und sich offensiv sehr ordentlich einbrachte. Gegen Ende hin war er nicht mehr so sehr im Spiel, schien dann platt. Stiefler, den Alois laut O-Ton in der PK gegen Wiesbaden für Camoglu brachte, weil er „der defensivere Spieler ist, der die Seite nicht blank macht“, kam für Grozurek. Stiefler erzielte das 4:1 und war fortan gerade darum bemüht, nur noch in der Offensive voll mitzugehen.
Für Lorenz kam Carlson, der mit einer sehenswerten Einzelleistung den Ball im eigenen Drittel eroberte, mit Dresdner Geleitschutz durchs zentrale MF marschierte und dann passend Stiefler bediente.
Nach dem 4:1 drehte der KSC dann sichtbar über. Die Dresdner wehrten sich kaum mehr, der KSC wollte weitere Treffer (teils zu Ego) und tat dann das, was Alois im Rückblick auf Wiesbaden bzgl. dem Gegentor bemängelte: „Das Spielfeld zu groß gemacht“. Das war dann wieder absolut der Fall, eben gerade in Form von Stiefler, der bei jeder sich bietenden Möglichkeit den Weg in die Spitze suchte. Dresden kam dadurch noch zum 4:2, auch weil Fröde die Zentrale aufmachen musste, nach vorne verteidigte und überspielt wurde. Fink kam noch für Hofmann.
Auf Seiten der Dresdner entschied sich Fiel seinerseits nach dem Rückstand früh einen gelernten Stürmer mit Röser zu bringen, später legte er mit Kone nochmal nach. Nach dem Spiel zeigt er sich enttäuscht, weil seine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht hätte. Wäre die Frage was man unter „gut“ verstehen soll. Ansehnliche Spielkultur zeigten sie, hatten sie eine gute Passquote und 71% Ballbesitz. Doch sie mussten aufgrund der kleinen Mannschaft und der individuellen Fehler Treffer schlucken und eine Niederlage einstecken. Die taktischen Spielchen und Ideen von Fiel gingen nicht auf.
Der KSC hat zeigen können, dass man Kompaktheit auch gegen so spielstarke Mannschaften aufrecht erhalten kann, die Stärken bei Standards nochmal weiterentwickelt hat und gerade mit Fröde da ein entscheidender Baustein hinzugekommen ist, der das Niveau merklich hebt und Wani die Möglichkeit gibt sich mehr in die Offensive einzuschalten. Schön wie gierig der KSC ist, wenn einer wie Fröde selbst nach hoher Führung, nach einem verpatzen Kopfball, der nicht beim Mitspieler sondern im Seitenaus landete, wutentbrannt auf den Rasen schlägt.
Alois stellte in der PK in einem Nebensatz eine Umstellung in Aussicht, kamen doch nun die Dresdner in den Wildpark, welche die Nürnberger gut unter Kontrolle hatten, sehenswert kombinierten. Doch wie gewohnt, gab es dann nur eine erzwungene Änderung - Grozurek für Burak, der KSC im 442. Alois gab an gegen die Dresdner kompakt…ach das kennt man bereits alles 1:1 aus jedem Spiel letzte Saison.
Aus der Dresdner PK gab es gemischte Signale. Fiel war mit dem Spiel gegen die Nürnberger zufrieden, haderte aber mit der Chancenverwertung. Mit der Mannschaft zeigte er sich zufrieden, stellte Änderungen in Aussicht, da „der Kader aktuell voll mitzieht und alle bereit wären von Anfang an zu spielen“. Eher wiederwillig stimmte er auf Nachfrage zu, dass in der IV auch Ballas (1,96m) aufgrund der Stärken des KSC bei Standards auflaufen könnte, ebenso Mittelstürmer Röser (1,86m). Eine 2-Mann-Spitze schien eher weniger eine Option.
Fiel wollte dann bis zum Spielbeginn Spielchen spielen, die taktische Formation auf Sky war falsch, die Spieler auf ihren Positionen ebenfalls. Kein klares 343, die Dresdner spielten wieder im 3421. Burnic nicht in der IV, sondern als 6er, Wahlqvist nicht RM sondern RIV usw.. Der Sky-Reporter war aber durchaus ein Blitzmerker, denn egal wie man die Formation und Aufstellung der Dresdner wendete, ein gelernter Mittelstürmer war darin nicht zu finden. Der Reporter fragte bei Fiel nach und verwies darauf, dass man bereits gegen Nürnberg nicht traf, in der Spitze nun Atik aufläuft, der eben ein Offensiver Mittelfeldspieler ist. Fiel attestierte den Dresdner (Atik) Torgefahr, wirklich überzeugend klang das aber nicht, war es dann letztlich auch nicht.
Damit war dann das Setting für das Spiel aufgestellt. Dresden weiterhin mit einer kleinen Truppe aufgestellt, gegen die im O-Ton des Kommentators im Durchschnitt 1,87m große KSC-Mannschaft! Verrückt. Karlsruher Ochsen.
Dresden ohne Stürmer, dafür ein weiterer Offensiver Mittelfeldspieler auf dem Feld. Damit war das Spiel bereits vor dem Anpfiff entschieden. Nein natürlich nicht, völliger Humbug.
Alois hatte das Team gut auf die Dresdner eingestellt. Mit Doppelspitze nahm man eben das Risiko in Kauf, gegen die Dresdner in der Verteidigung teils in Gleichzahl zu kommen. 2 Zentrale MF-Spieler, welche zwei Sechser vor sich haben, aber eben auch zwei Zehner im Rücken - großes Aufgabenfeld, die Möglichkeit da leicht entscheidende Fehler zu produzieren, durch unpassendes Anlaufen überspielt zu werden und dann Räume im Rücken zu öffnen. Doch der KSC setzte das „kompakt spielen“ sinnig um. Von Beginn stand der KSC tief, beide Stürmer ließen sich bis fast in die eigene Hälfte fallen und liefen nicht höherstehend die drei IV an. Diese ließ man machen und brachte sie nur mit wenig aggressives Anlaufen dazu, ohne die Zentrale zu entblößen, den Pass auf die Flügel zu wählen. Der tiefstehende Aufbausechser der Dresdner war damit gebunden, ebenso der höherschiebende Sechser. Unsre beiden zentralen MF-Leute Wani und Fröde konnten ihre Positionen halten und mussten selten nach vorne attackieren. Damit war die MF Zentrale von Anfang an kompakt dicht und im Aufbauspiel nicht zentral zu durchspielen.
Auch die 2.Stolperfalle und Möglichkeit der Dresdner unsre Formation zu zerspielen, fing man aufmerksam auf. Ging der Ball der Dresdner auf den LM/RM , durften die niemals von Thiede oder Roschi gestellt werden, denn ansonsten wäre einer der Halbraum-Zehner auf den Flügel ausgewichen und damit frei, hätte von einem unsrer IV aufgenommen werden müssen. Insofern ließ der KSC bis zur Ballannahme von den Flügelspielern weitestgehend ab, dann wurden sie aggressiv von Lorenz oder Grozurek gestellt. Rochierte ein Halbraum-Zehner auf den Flügel, wurde der von Thiede oder Roschi aufgenommen. Die Dresdner taten sich dann schwer ins letzte Drittel zu kommen. Kam man mal dazu auf einen Sechser in der Zentrale abzulegen, musste der abbrechen. Etwas besser lief es, wenn man von den Flügelspielern ausgehend dann horizontal erst mal ohne Raumgewinn mit Kurzpässen auf die Gegenseite verlagerte. Der KSC verschob immer sofort gen Flügel und damit gab es auf der Gegenseite Raum. Anfangs baute Dresden oft über die linke Seite auf und verlagerte dann, doch Damian war aufmerksam und stellte seinen Gegenspieler schnell, ließ sich nicht im 1gg1 überspielen.
Die Dresdner kamen gegen Nürnberg beständig ins letzte Drittel und kombinierten dann sehenswert vor dem Sechzehner, das gab es gegen den KSC selten. Dresden spielte ab dem Übertritt in die Karlsruher Hälfte unsauber, weil der KSC direkt Druck aufbauen konnte und die Zuordnungen stimmten, kam man zum Ballgewinn und suchte direkt den Weg in die Spitze. Umschalten, Tempoläufe durchs MF, das gab es aber erst mal so nicht zu sehen, der KSC verlegte sich auf einfaches Kontern. Waren die Stürmer aus dem Verteidigungsspiel raus, weil überspielt, positionierten sie sich für weite Bälle. Hofmann hielt die Zentrale, Pourie suchte Anbindung zu einem der äußeren IV und dann nach weitem Ball über die aufgerückte Abwehr hinweg den Weg in die Tiefe. Eine hängende Spitze wie Fink, die Rolle gibt es nicht mehr. Pourie lauert an der Abseitskante, Hofmann gibt den Wandspieler.
Der KSC hatte also die Dresdner defensiv unter Kontrolle, nur einige schwache Abschlüsse rauschten am Tor vorbei. Gewann der KSC den Ball, ging es direkt vertikal. Wirkliche Torgefahr sprang dabei aber noch nicht heraus, gestaltete es sich im Verlauf der Ersten Hälfte dann auch so langsam zum Problem. Pourie wurde ständig steil geschickt und fing dann bereits früh zu pumpen an, weil er ständig Sprints anziehen musste. Über 90 Minuten wäre das kein effektives Mittel gegen die Dresdner gewesen, doch der KSC kam dann nach knapp 20 Minuten dazu, nun auch über das MF umzuschalten und Tempo aufzunehmen, nicht direkt weite Bälle zu spielen. Grozurek verwandelte so nach schnellem Tempogegenstoss in der 23. Minute, doch Gordon hatte davor leider Foul gespielt, der Treffer wurde zurecht nicht anerkannt.
Beim KSC sorgte das für Unmut, wurde das Spiel schlagartig hitziger in der Intensität, nicht in der Ruppigkeit, was dann zu einem recht offenen Kick führte, weil beide Teams etwas zerfahren spielten. Der KSC produzierte am Flügel Fehler, indem eben dann doch mal Roschi und Thiede den Dresdner AV anliefen und Raum hinter sich aufmachten, weil Lorenz und Grozurek in der Defensivbewegung etwas schlampten. Lorenz bekam daraufhin von Roschi und Wani direkt einen Rüffel. Dauerhaft machte man den Fehler aber nicht. Dresden schenkte dagegen im MF zu früh Bälle her, was es dem KSC dann ermöglichte wie aus Liga 3 gewohnt umzuschalten.
Torgefahr hielt sich weiter in Grenzen, gestikulierte Pourie einige Male, dass doch bitte das MF weiter auf- /nachrücken sollte. Der KSC tat dies dann teils, wenn man tief in die gegnerische Hälfte kam, Pourie die Bälle erst mal hielt, den Ball dann aber doch verlor und man hochstehend ins Gegenpressing musste. Doch wirklich überzeugend war das nicht. Wenn die Dresdner im eigenen Drittel in der Zentrale oder in den Halbräumen in Ballbesitz kamen, ließ sich der KSC meist direkt wieder fallen, obwohl es die Möglichkeit gegeben hätte nach vorne zu verteidigen. Hätten die Dresdner einen gescheiten Konterstürmer aufgeboten, die Chance wäre da gewesen dies auszunutzen. Es gab Phasen in H1, da kamen die Dresdner so schnell in den Zwischenlinienraum MF/IV und einer der Offensivspieler suchte Schnittstellen in unsrer hochstehenden Abwehr. Zum Glück spielten die Dresdner das dann aber zu behäbig aus oder war noch einer wie Roschi wach, der diese Steilpässe früh antizipierte und dann noch vor dem Angreifer am Ball war.
Ab der 40. Minute beruhigte sich das Spiel dann wieder. Der KSC verteidigte wieder aufmerksam, die Dresdner ließen den Ball wieder ruhiger laufen. In der Nachspielzeit traf Horvath noch sehenswert, nachdem Fröde dessen Rausschieben erst mal geschehen ließ und dann zu spät rausrückte. Zum Glück antwortete der KSC noch vor dem Pausenpfiff und traf nach einem Standard durch Hofmann. Unglaublich wichtig, denn so gab es für Fiel keine Möglichkeit, die Dresdner mit der Führung im Rücken in der Pause umzustellen, das Spiel stand wieder bei 0.
Umstellungen gab es in H2 nicht. Der KSC bekam die Dresdner anfangs nicht so gut in den Griff, von den AV kamen nun öfter direkt Bälle in die Zentrale rein, musste die Dresdner nicht über Seitverlagerungen den Raumgewinn suchen. Die wachsamen Pisot und Gordon stellten dann aber aufmerksam vorstoppend ihre Gegenspieler, auch fing Fröde so einige Pässe mit seinen langen Gräten ab, kamen die Dresdner dann nicht dazu in Abschlussposition zu kommen. Auf Seiten des KSC fand Hofmann besser ins Spiel, der als Wandspieler in der Luft und am Boden dazu kam Bälle weiterzuleiten, auch wenn daraus nichts herraussprang. Die Abstimmung MF und Sturm machte einen besseren Eindruck, rückte man nun mutiger auf/nach, suchten gerade Wani und Lorenz schnell Anbindung an die Spitze.
Die Dresdner schenkten dem KSC den Führungstreffer, nachdem Keeper Broll das Spiel schnell machen wollte, dabei aber Lorenz bediente, der KSC noch aufgerückt stand und Hofmann geschickt in die Schnittstelle ging, Burnic ihn nicht folgte, dieser auch noch seine Hereingabe ins eigene Tor leitete. Kurz darauf hatte Pourie die Möglichkeit zu erhöhen, die Dresdner aber auch die Möglichkeit auszugleichen. Hofmann stellte mit einem schönen Weitschuss dann die Weichen zum Sieg. Das auch Lohn für die vielfältigen Ideen bei Standards, gerade schnell ausgeführt überrumpelte man die Dresdner nicht nur einmal.
Bei den Dresdnern riss der Faden. In der Offensivbewegung unkonzentriert, dazu war nach Ballverlust keine Struktur mehr da, direkt wieder Druck aufbauen zu können, konnte der KSC nach Ballgewinn im MF komplett frei walten. Den halbgaren Druck der Dresdner im MF ausgehebelt und dann das MF und die Spitze mit Tempo aufs Tor der Dresdner.
Alois wechselte passend durch. Zuerst musste Grozurek runter, der in wenigen Momenten sich zu langsam fallen ließ und damit Thiede nicht unterstützte, aber allgemein doch geflissentlich seine Defensivaufgaben erledigte und sich offensiv sehr ordentlich einbrachte. Gegen Ende hin war er nicht mehr so sehr im Spiel, schien dann platt. Stiefler, den Alois laut O-Ton in der PK gegen Wiesbaden für Camoglu brachte, weil er „der defensivere Spieler ist, der die Seite nicht blank macht“, kam für Grozurek. Stiefler erzielte das 4:1 und war fortan gerade darum bemüht, nur noch in der Offensive voll mitzugehen.
Für Lorenz kam Carlson, der mit einer sehenswerten Einzelleistung den Ball im eigenen Drittel eroberte, mit Dresdner Geleitschutz durchs zentrale MF marschierte und dann passend Stiefler bediente. Nach dem 4:1 drehte der KSC dann sichtbar über. Die Dresdner wehrten sich kaum mehr, der KSC wollte weitere Treffer (teils zu Ego) und tat dann das, was Alois im Rückblick auf Wiesbaden bzgl. dem Gegentor bemängelte: „Das Spielfeld zu groß gemacht“. Das war dann wieder absolut der Fall, eben gerade in Form von Stiefler, der bei jeder sich bietenden Möglichkeit den Weg in die Spitze suchte. Dresden kam dadurch noch zum 4:2, auch weil Fröde die Zentrale aufmachen musste, nach vorne verteidigte und überspielt wurde. Fink kam noch für Hofmann.
Auf Seiten der Dresdner entschied sich Fiel seinerseits nach dem Rückstand früh einen gelernten Stürmer mit Röser zu bringen, später legte er mit Kone nochmal nach. Nach dem Spiel zeigt er sich enttäuscht, weil seine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht hätte. Wäre die Frage was man unter „gut“ verstehen soll. Ansehnliche Spielkultur zeigten sie, hatten sie eine gute Passquote und 71% Ballbesitz. Doch sie mussten aufgrund der kleinen Mannschaft und der individuellen Fehler Treffer schlucken und eine Niederlage einstecken. Die taktischen Spielchen und Ideen von Fiel gingen nicht auf.
Der KSC hat zeigen können, dass man Kompaktheit auch gegen so spielstarke Mannschaften aufrecht erhalten kann, die Stärken bei Standards nochmal weiterentwickelt hat und gerade mit Fröde da ein entscheidender Baustein hinzugekommen ist, der das Niveau merklich hebt und Wani die Möglichkeit gibt sich mehr in die Offensive einzuschalten. Schön wie gierig der KSC ist, wenn einer wie Fröde selbst nach hoher Führung, nach einem verpatzen Kopfball, der nicht beim Mitspieler sondern im Seitenaus landete, wutentbrannt auf den Rasen schlägt.
04.08.2019 - 15:28 Uhr
Zitat von RudiMentaer
2. Spieltag: Karlsruhe – Dresden
...
Damit war dann das Setting für das Spiel aufgestellt. Dresden weiterhin mit einer kleinen Truppe aufgestellt, gegen die im O-Ton des Kommentators im Durchschnitt 1,87m große KSC-Mannschaft! Verrückt. Karlsruher Ochsen.
....
2. Spieltag: Karlsruhe – Dresden
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Damit war dann das Setting für das Spiel aufgestellt. Dresden weiterhin mit einer kleinen Truppe aufgestellt, gegen die im O-Ton des Kommentators im Durchschnitt 1,87m große KSC-Mannschaft! Verrückt. Karlsruher Ochsen.
....
Büffel, Rudi, Büffel.
Edit: und schön dass Du wieder da bist. Toller Text, garniert mit Heimsieg eine perfekte Kombi.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UtzdieWutz am 04.08.2019 um 15:40 Uhr bearbeitet
05.08.2019 - 09:46 Uhr
Zitat von UtzdieWutz
Büffel, Rudi, Büffel.
Edit: und schön dass Du wieder da bist. Toller Text, garniert mit Heimsieg eine perfekte Kombi.
Büffel, Rudi, Büffel.
Edit: und schön dass Du wieder da bist. Toller Text, garniert mit Heimsieg eine perfekte Kombi.
Jetzt wo du es sagst, Ochse ist nicht so ganz passend. Das wäre dann was, wenn wir mal wieder verlieren.
05.08.2019 - 14:27 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Jetzt wo du es sagst, Ochse ist nicht so ganz passend. Das wäre dann was, wenn wir mal wieder verlieren.
Zitat von UtzdieWutz
Büffel, Rudi, Büffel.
Edit: und schön dass Du wieder da bist. Toller Text, garniert mit Heimsieg eine perfekte Kombi.
Büffel, Rudi, Büffel.
Edit: und schön dass Du wieder da bist. Toller Text, garniert mit Heimsieg eine perfekte Kombi.
Jetzt wo du es sagst, Ochse ist nicht so ganz passend. Das wäre dann was, wenn wir mal wieder verlieren.

Wobei Hofmann im Interview selbst von Ochsen spricht… (Habe ich gerade erstgesehen)
05.08.2019 - 14:41 Uhr
Alois sprach ja in der Vorbereitung von "Stärken Stärken"
Damit waren sicherlich 3 Punkte gemeint:
1) Standards: Da brauchen wir nicht drüber reden, dass passt
Damit waren sicherlich 3 Punkte gemeint:
1) Standards: Da brauchen wir nicht drüber reden, dass passt
19.08.2019 - 20:18 Uhr
3. Spieltag: Kiel-Karlsruhe
Alois stellte vor dem Spiel wieder vor allem die Mentalität heraus „…mehr Laufen, wahrscheinlich noch einen Schritt mehr wie in den letzten Spielen.“. Kiel hätte „nur eine Ergebnis Krise“, was ich als Aussage aber so eher in Frage stellen würde, eher als Wunsch von Alois, dass die Kieler eben genau so weiterspielen wie bisher, was dem KSC wie gegen Dresden eben in die Karten spielen sollte. Die Kieler mit viel Ballbesitz, aber gegen Darmstadt zumindest völlig berechtigt verloren, weil vor dem Tor jegliche Inspiration fehlte. Aber natürlich auch dadurch bedingt, dass die Darmstädter in H2 die Schotten brutal dicht machten, so dicht, dass sie selbst so gar nicht mehr kontern konnten. Alois erhoffte sich ein „geduldig spielen, keine Lücken aufmachen“. Das alles recht gewohnte Ansichten.
Interessant Roschi noch mit der Aussage, dass das Tempo in Liga 2 nicht das Problem wäre, jedoch in Liga 2 die Kicker allgemein technisch stärker sind. Hier war ja dazu ne Diskussion und die Ansicht, dass das Tempo in Liga 2 höher wäre. Lustig noch Alois´s Aussage mit „Sechser Marvin“, den er dann korrigierend „Achter“ nannte. Ja was spielen wir nun? Ein 4222 (Sechser), 442 (Achter) oder doch ein 41212 (Zehner)? Ich denke das liegt dann letztlich immer am Gegner.
Die Kieler vor dem Spiel: Funkstille, es gab überhaupt keine Pressekonferenz online zu finden. Um sich ein bisschen einzuarbeiten, was einen da erwartet, zu den letzten Spielen informiert. Gegen Darmstadt noch im 433, mit 3 Mittelstürmern auf dem Feld. Sah echt nicht gut aus, also so wie bei den Gladbachern an diesem We gegen Schalke. Liga2-online nach stellte man im Pokal gegen Salmrohr nun auf schnelle Außen um, spielte im 4231, Lee als Zehner. Der Kicker machte weiterhin daraus ein 433. Also galt es nach einem 433 oder 4231 Ausschau zu halten. Vermutung von mir ein 4231, ohne richtigen Mittelstürmer, nachdem man gegen Salmrohr in Halbzeit 2 überzeugte. Dem war aber nicht so und das war dann auch kein Dresden-Reloaded.
Pustekuchen also, Schubert richtete die Kieler voll auf uns aus. Puh, ich habe dann so knapp 20 Minuten gebraucht alles auf der Reihe zu bekommen, konnte viele Feinheiten gar nicht genau berücksichtigen, weil ich erst mal nur damit beschäftigt war, im begrenzten TV-Bild die Formation auszumachen. Vor dem Spiel vermeldete Sky ein 4231, der Kicker stellte wieder ein 433 auf (nach dem Spiel dann aber korrekt), diese Formationen waren es aber definitiv nicht.
Defensiv spielten die Kieler im 523, offensiv stellte man sich im 3133/343 Raute auf. Im 3133 hatten die Kieler einige Mechanismen drin, um die 442-Struktur des KSC auszuhebeln. Teils durchaus eine Blaupause nun für kommende Gegner. Im Aufbau die 3 IV, dabei ging der LIV, wenn er keinen Druck bekam, mit dem Ball über den linken Halbraum bis in unsre Hälfte rein, zog damit Gegenspieler auf sich. Der rechte offensive Außenverteidiger ging zuerst breit und suchte dann oft den Weg in die Zentrale rein, Zuordnungen kippen lassen, Deckungsschatten auflösen usw. . Meffert als Aufbausechser vor der IV, der Nebenmann Mühling aus dem 523 rein in unsre Hälfte. Der linke AV vdBerg gab eher nur Breite und suchte höchstens mit Ball am Fuß, im letzten Drittel, mal den Weg in die Zentrale rein, ansonsten gab er den Schienenspieler. Die 3er-Spitze spielte ebenfalls variabel. Zuerst positionierten sich die Flügelstürmer breit, da gingen Thiede und Roschi in Manndeckung. Meist rückten sie bei Übertritt der Kieler in unsre Hälfte ein und standen in den Schnittstellen der IV zu den AV, damit waren Roschi und Thiede weiter gebunden. Wenn sich Lee, der als zentrale Sturmspitze agierte, fallen ließ, in die Übersetzung ins letzte Drittel rein, also unsre Achter stören, spielte man in 1-2 Stellung, Atanaga und Baku als Sturmspitze eingerückt. Mühling, der hochschiebende Achter, der defensiv neben Meffert im 523 agierte, entzog sich ab und an der Absicherung, aus der Zentrale raus, und ließ sich auf den rechten Flügel fallen, während Sander, der offensive AV, eben einige Mal einrückte. Das sind schon viele Aufgaben für unsre beiden Sech.. äh Achter.
War erst mal Schwerstarbeit für unser Team, weil sich die Aufgaben ständig änderten. Fröde musste oft rausschieben, daraufhin wieder rein in die Zentrale, hatte teils massig Anlaufarbeit zu verrichten, die Zuordnungen kippten ständig, war gut Bewegung drin im Rücken unsrer Achter. Mal Lee zusätzlich, dann der einrückenden AV/Flügel-Achter, nennts wie ihr wollt, von rechts rein. Beim Einrücken von Lee hatte man nun auch die Stürmer direkt im Rücken, dazu das ziehen lassen von Spielern, wenn Mühling raus auf den Flügel wich usw.
Der KSC machte daraufhin die Zentrale dicht. Grozurek spielte für lange Zeit als Halbraum-Achter in die Zentrale rein, Berg ließ man rechts (also nun Ansicht drehen, von uns aus gesehen) komplett frei, während Thiede ständig den Fokus auf Baku halten musste, dessen reinschieben mitging, dadurch Berg oft komplett blank stand, weil Grozu gar keinen Zugriff auf ihn suchte. Damit bekam man das vielseitige Spiel der Kieler aber ordentlich in den Griff, denn obwohl sie ohne große Probleme unsre Stürmer im Pressing überspielten, mit dem Ball ins unsre Hälfte kamen, Berg oft frei angespielt wurde und auf Thiede zulaufen konnte, fehlten dann oft die sinnigen Anbindungsstation, wenn man an den Übertritt ins letzte Drittel kam, vor dem Tor Abnehmer suchte. Hier konnte der KSC dann Druck aufbauen und sich die Bälle erobern, entweder im Zweikampf, Pässe abfangen oder unsaubere Bälle der Kieler landeten direkt bei uns. Damit kamen wir lange in H1 ständig dazu unser Spiel aufzuziehen, eben schnell Umschalten. Pourie und Hofmann hatten fortan ebenso mächtig viel zu tun, denn sie wurden fortweg steil geschickt.
Durch das Einrücken von Grozu konnte Marvin nun grundsätzlich höher agieren. Der KSC versuchte dann im Verlauf der Ersten Hälfte die Kieler früher zu pressen, ging bis tief in die Hälfte der Kieler rein. Wani unterstützte die Spitze, während sich Grozu im Laufe der ersten Hälfte eingerückt spielend immer öfter zurückhielt, gar nicht mehr oft den Weg rechts die Flanke runter wählte, aus dem Umschaltspiel damit raus war. Fortan versuchte man auch nicht über die Zwischenstation Flügel umzuschalten, sondern direkt durch die Zentrale zu gehen. Wani lief die Angriffe nach Ballgewinn sofort mit und fand damit sehr früh Anbindung an die Spitze, wurde teils selbst direkt steil geschickt. Eben auch durch diese defensiv angepasste Struktur kam dann der KSC zum 1:0, weil Grozu eben nicht am Flügel rechts weilte, sondern als Achter in die Zentrale rein agierte, hinter Wani spielend, nachrückend den Weitschuss in die Maschen setzen konnte. Kiel zwar sehr variabel (und aufwendig) in der Spielauslösung, hatte aber eben das nicht in hochkarätige Chancen ummünzen können. Die kleine Anpassung im eigenen System brachte uns dagegen die weit besseren Möglichkeiten ein, vor der Pause hätte der KSC eigentlich höher führen müssen.
Einmal wurde man dann jedoch arg blöd überrumpelt, das auch noch kurz vor dem Pausentee. Die Kieler bauten auf, Mühling, der hochschiebende Achter, bekam Geleitschutz von Pisot, damit war die linke IV-Position verweist. Gordon stellte Lee nicht ins Abseits, Thiede hätte das in Folge eh aufgehoben. Gordon hatte dann gegen den quirligen Lee kaum eine Chance, ist der IV in solchen Situationen einfach brutal im Nachteil. Tolle Finte von Lee und Gordon war raus, aber zumindest setzte er sich nicht wie Boateng gegen Messi dabei auf den Hosenboden.
Zu seiner Verteidigung: Davor klärte aber schon ein paar Mal in letzter Sekunde, wenn Berg komplett blank auf Thiede gehen konnte, Baku dann rausschob und die Kieler drauf und dran waren an unsrem rechten Flügel durchzubrechen.
In H2 waren die Kieler dann von Beginn an so gar nicht mehr auf Ballbesitz versessen, wollten uns nicht mehr einkesseln, sie übergaben uns den Ball, pressten nicht mehr groß in unsrer Hälfte und ließen sich fallen. Der KSC musste nun diktieren. Das sah zwar spielerisch anfangs ganz ordentlich aus, konnten nun aber die Kieler Umschaltpiel aufziehen, was ihnen 7ganz gut lag, keine aufwendige Spielauslösung notwendig machte. Das Spiel kippte dann hier nochmal, der KSC kam selbst wieder dazu umzuschalten, die Kieler diktierten. Der KSC kam wieder zu ordentlichen Chancen, doch Lee machte in der Phase das 2:1, nachdem Pisot nicht nah genug dran war, kurz davor anwies und Lee´s ranrauschen nicht energisch genug mitging. Damit war der KSC nun wieder gezwungen das Spiel zu übernehmen. Alois wechselte Offensivpersonal ein, doch richtigen Spielfluss entwickelte man nicht mehr, fing man eher an etwas „motzig“ und unsauber zu spielen, erreichten einige Spieler nicht mehr ihr Niveau der Ersten Hälfte.
Diesmal war dann der Spielverlauf nicht auf unsrer Seite. Wir machten in H1 nicht den Deckel drauf, dann folgte der statistisch gesehen längst überfällige Fehler der Abwehrkette.
Im Ballbesitz das Spiel nochmal zu unsren Gunsten zu drehen, das liegt uns leider noch nicht so sehr. Problematisch meiner Meinung nach da vor allem, dass unsre Spieler nicht mehr wach genug waren, es immer weniger präzise zuging, mir schien, dass das Team, gerade Marvin, sich bereits in H1 etwas zu sehr verausgabte. War zwar im Ballbesitz dann in Ansätzen eine Steigerung zur letzten Saison, weil vor allem Grozu sich im 1gg1 geschickt und effektiv erwies, aber im 16er war es in H2 gegen Ende hin einfach zu uninspiriert. Interessant zu sehen, dass der KSC nun mal in der Rolle war zu diktieren, die Kieler uns in H2 teils unser eigenes Spiel aufbinden konnten. Deckel druff und weiter geht’s.
Alois stellte vor dem Spiel wieder vor allem die Mentalität heraus „…mehr Laufen, wahrscheinlich noch einen Schritt mehr wie in den letzten Spielen.“. Kiel hätte „nur eine Ergebnis Krise“, was ich als Aussage aber so eher in Frage stellen würde, eher als Wunsch von Alois, dass die Kieler eben genau so weiterspielen wie bisher, was dem KSC wie gegen Dresden eben in die Karten spielen sollte. Die Kieler mit viel Ballbesitz, aber gegen Darmstadt zumindest völlig berechtigt verloren, weil vor dem Tor jegliche Inspiration fehlte. Aber natürlich auch dadurch bedingt, dass die Darmstädter in H2 die Schotten brutal dicht machten, so dicht, dass sie selbst so gar nicht mehr kontern konnten. Alois erhoffte sich ein „geduldig spielen, keine Lücken aufmachen“. Das alles recht gewohnte Ansichten.
Interessant Roschi noch mit der Aussage, dass das Tempo in Liga 2 nicht das Problem wäre, jedoch in Liga 2 die Kicker allgemein technisch stärker sind. Hier war ja dazu ne Diskussion und die Ansicht, dass das Tempo in Liga 2 höher wäre. Lustig noch Alois´s Aussage mit „Sechser Marvin“, den er dann korrigierend „Achter“ nannte. Ja was spielen wir nun? Ein 4222 (Sechser), 442 (Achter) oder doch ein 41212 (Zehner)? Ich denke das liegt dann letztlich immer am Gegner. Die Kieler vor dem Spiel: Funkstille, es gab überhaupt keine Pressekonferenz online zu finden. Um sich ein bisschen einzuarbeiten, was einen da erwartet, zu den letzten Spielen informiert. Gegen Darmstadt noch im 433, mit 3 Mittelstürmern auf dem Feld. Sah echt nicht gut aus, also so wie bei den Gladbachern an diesem We gegen Schalke. Liga2-online nach stellte man im Pokal gegen Salmrohr nun auf schnelle Außen um, spielte im 4231, Lee als Zehner. Der Kicker machte weiterhin daraus ein 433. Also galt es nach einem 433 oder 4231 Ausschau zu halten. Vermutung von mir ein 4231, ohne richtigen Mittelstürmer, nachdem man gegen Salmrohr in Halbzeit 2 überzeugte. Dem war aber nicht so und das war dann auch kein Dresden-Reloaded.
Pustekuchen also, Schubert richtete die Kieler voll auf uns aus. Puh, ich habe dann so knapp 20 Minuten gebraucht alles auf der Reihe zu bekommen, konnte viele Feinheiten gar nicht genau berücksichtigen, weil ich erst mal nur damit beschäftigt war, im begrenzten TV-Bild die Formation auszumachen. Vor dem Spiel vermeldete Sky ein 4231, der Kicker stellte wieder ein 433 auf (nach dem Spiel dann aber korrekt), diese Formationen waren es aber definitiv nicht.
Defensiv spielten die Kieler im 523, offensiv stellte man sich im 3133/343 Raute auf. Im 3133 hatten die Kieler einige Mechanismen drin, um die 442-Struktur des KSC auszuhebeln. Teils durchaus eine Blaupause nun für kommende Gegner. Im Aufbau die 3 IV, dabei ging der LIV, wenn er keinen Druck bekam, mit dem Ball über den linken Halbraum bis in unsre Hälfte rein, zog damit Gegenspieler auf sich. Der rechte offensive Außenverteidiger ging zuerst breit und suchte dann oft den Weg in die Zentrale rein, Zuordnungen kippen lassen, Deckungsschatten auflösen usw. . Meffert als Aufbausechser vor der IV, der Nebenmann Mühling aus dem 523 rein in unsre Hälfte. Der linke AV vdBerg gab eher nur Breite und suchte höchstens mit Ball am Fuß, im letzten Drittel, mal den Weg in die Zentrale rein, ansonsten gab er den Schienenspieler. Die 3er-Spitze spielte ebenfalls variabel. Zuerst positionierten sich die Flügelstürmer breit, da gingen Thiede und Roschi in Manndeckung. Meist rückten sie bei Übertritt der Kieler in unsre Hälfte ein und standen in den Schnittstellen der IV zu den AV, damit waren Roschi und Thiede weiter gebunden. Wenn sich Lee, der als zentrale Sturmspitze agierte, fallen ließ, in die Übersetzung ins letzte Drittel rein, also unsre Achter stören, spielte man in 1-2 Stellung, Atanaga und Baku als Sturmspitze eingerückt. Mühling, der hochschiebende Achter, der defensiv neben Meffert im 523 agierte, entzog sich ab und an der Absicherung, aus der Zentrale raus, und ließ sich auf den rechten Flügel fallen, während Sander, der offensive AV, eben einige Mal einrückte. Das sind schon viele Aufgaben für unsre beiden Sech.. äh Achter.
War erst mal Schwerstarbeit für unser Team, weil sich die Aufgaben ständig änderten. Fröde musste oft rausschieben, daraufhin wieder rein in die Zentrale, hatte teils massig Anlaufarbeit zu verrichten, die Zuordnungen kippten ständig, war gut Bewegung drin im Rücken unsrer Achter. Mal Lee zusätzlich, dann der einrückenden AV/Flügel-Achter, nennts wie ihr wollt, von rechts rein. Beim Einrücken von Lee hatte man nun auch die Stürmer direkt im Rücken, dazu das ziehen lassen von Spielern, wenn Mühling raus auf den Flügel wich usw.
Der KSC machte daraufhin die Zentrale dicht. Grozurek spielte für lange Zeit als Halbraum-Achter in die Zentrale rein, Berg ließ man rechts (also nun Ansicht drehen, von uns aus gesehen) komplett frei, während Thiede ständig den Fokus auf Baku halten musste, dessen reinschieben mitging, dadurch Berg oft komplett blank stand, weil Grozu gar keinen Zugriff auf ihn suchte. Damit bekam man das vielseitige Spiel der Kieler aber ordentlich in den Griff, denn obwohl sie ohne große Probleme unsre Stürmer im Pressing überspielten, mit dem Ball ins unsre Hälfte kamen, Berg oft frei angespielt wurde und auf Thiede zulaufen konnte, fehlten dann oft die sinnigen Anbindungsstation, wenn man an den Übertritt ins letzte Drittel kam, vor dem Tor Abnehmer suchte. Hier konnte der KSC dann Druck aufbauen und sich die Bälle erobern, entweder im Zweikampf, Pässe abfangen oder unsaubere Bälle der Kieler landeten direkt bei uns. Damit kamen wir lange in H1 ständig dazu unser Spiel aufzuziehen, eben schnell Umschalten. Pourie und Hofmann hatten fortan ebenso mächtig viel zu tun, denn sie wurden fortweg steil geschickt.
Durch das Einrücken von Grozu konnte Marvin nun grundsätzlich höher agieren. Der KSC versuchte dann im Verlauf der Ersten Hälfte die Kieler früher zu pressen, ging bis tief in die Hälfte der Kieler rein. Wani unterstützte die Spitze, während sich Grozu im Laufe der ersten Hälfte eingerückt spielend immer öfter zurückhielt, gar nicht mehr oft den Weg rechts die Flanke runter wählte, aus dem Umschaltspiel damit raus war. Fortan versuchte man auch nicht über die Zwischenstation Flügel umzuschalten, sondern direkt durch die Zentrale zu gehen. Wani lief die Angriffe nach Ballgewinn sofort mit und fand damit sehr früh Anbindung an die Spitze, wurde teils selbst direkt steil geschickt. Eben auch durch diese defensiv angepasste Struktur kam dann der KSC zum 1:0, weil Grozu eben nicht am Flügel rechts weilte, sondern als Achter in die Zentrale rein agierte, hinter Wani spielend, nachrückend den Weitschuss in die Maschen setzen konnte. Kiel zwar sehr variabel (und aufwendig) in der Spielauslösung, hatte aber eben das nicht in hochkarätige Chancen ummünzen können. Die kleine Anpassung im eigenen System brachte uns dagegen die weit besseren Möglichkeiten ein, vor der Pause hätte der KSC eigentlich höher führen müssen.
Einmal wurde man dann jedoch arg blöd überrumpelt, das auch noch kurz vor dem Pausentee. Die Kieler bauten auf, Mühling, der hochschiebende Achter, bekam Geleitschutz von Pisot, damit war die linke IV-Position verweist. Gordon stellte Lee nicht ins Abseits, Thiede hätte das in Folge eh aufgehoben. Gordon hatte dann gegen den quirligen Lee kaum eine Chance, ist der IV in solchen Situationen einfach brutal im Nachteil. Tolle Finte von Lee und Gordon war raus, aber zumindest setzte er sich nicht wie Boateng gegen Messi dabei auf den Hosenboden.
Zu seiner Verteidigung: Davor klärte aber schon ein paar Mal in letzter Sekunde, wenn Berg komplett blank auf Thiede gehen konnte, Baku dann rausschob und die Kieler drauf und dran waren an unsrem rechten Flügel durchzubrechen. In H2 waren die Kieler dann von Beginn an so gar nicht mehr auf Ballbesitz versessen, wollten uns nicht mehr einkesseln, sie übergaben uns den Ball, pressten nicht mehr groß in unsrer Hälfte und ließen sich fallen. Der KSC musste nun diktieren. Das sah zwar spielerisch anfangs ganz ordentlich aus, konnten nun aber die Kieler Umschaltpiel aufziehen, was ihnen 7ganz gut lag, keine aufwendige Spielauslösung notwendig machte. Das Spiel kippte dann hier nochmal, der KSC kam selbst wieder dazu umzuschalten, die Kieler diktierten. Der KSC kam wieder zu ordentlichen Chancen, doch Lee machte in der Phase das 2:1, nachdem Pisot nicht nah genug dran war, kurz davor anwies und Lee´s ranrauschen nicht energisch genug mitging. Damit war der KSC nun wieder gezwungen das Spiel zu übernehmen. Alois wechselte Offensivpersonal ein, doch richtigen Spielfluss entwickelte man nicht mehr, fing man eher an etwas „motzig“ und unsauber zu spielen, erreichten einige Spieler nicht mehr ihr Niveau der Ersten Hälfte.
Diesmal war dann der Spielverlauf nicht auf unsrer Seite. Wir machten in H1 nicht den Deckel drauf, dann folgte der statistisch gesehen längst überfällige Fehler der Abwehrkette.

Im Ballbesitz das Spiel nochmal zu unsren Gunsten zu drehen, das liegt uns leider noch nicht so sehr. Problematisch meiner Meinung nach da vor allem, dass unsre Spieler nicht mehr wach genug waren, es immer weniger präzise zuging, mir schien, dass das Team, gerade Marvin, sich bereits in H1 etwas zu sehr verausgabte. War zwar im Ballbesitz dann in Ansätzen eine Steigerung zur letzten Saison, weil vor allem Grozu sich im 1gg1 geschickt und effektiv erwies, aber im 16er war es in H2 gegen Ende hin einfach zu uninspiriert. Interessant zu sehen, dass der KSC nun mal in der Rolle war zu diktieren, die Kieler uns in H2 teils unser eigenes Spiel aufbinden konnten. Deckel druff und weiter geht’s.
19.08.2019 - 21:55 Uhr
Heute gönne ich mir mal einen Longdrink dazu
Merci Rudi
Merci Rudi
20.08.2019 - 10:20 Uhr
20.08.2019 - 13:50 Uhr
rudi hat in allem recht. hätten wir in halbzeit zwei uns mit dem einem punkt begnügt, wäre dieser sicher im bereich des möglichen gewesen, vielleicht sogar mehr. dadurch, dass kiel uns gezwungen hat, das spiel zu machen, sind unsere grenzen deutlich geworden.. genauso die unbeweglichkeit unserer innenverteidigung gegen quirlige stürmertypen. auch den außenverteidigern fehlt noch einiges. gegen den hsv wird nur beton helfen und ein wenig glück.
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