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Sandro Schwarz
Geburtsdatum 17.10.1978
Alter 47
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Dinamo Moskau

Sandro Schwarz

26.05.2022 - 18:36 Uhr
Sandro Schwarz |#711
06.01.2023 - 07:59 Uhr
Also, wenn man sich die Bilder aus dem Trainingslager anschaut, dann hat man ein gutes Gefühl, dass er bei seinen Spielern beliebt ist. Ich denke mit ihm hat FB hier einen Trainer installiert, der es durchaus hier auf langer Sicht schaffen kann, gerade auf dieser Position für Stabilität zu sorgen. Weiterhin scheint er auch genau zu wissen welche Spieler man ggf. noch braucht und er hat ja anscheinend bei Reese ja auch sehr gut gepunktet.
Daher bin ich mit Sandro voll zufrieden und hoffe sehr, dass diese Entwicklung noch weiter geht. Wer hätte das gedacht, als man ihn hier präsentierte? Vielleicht ist Sandro genau der Trainer der eben zu uns passt und das auf langer Sicht. Ich freue mich schon auf die Rückrunde und hoffe, dass er die Jungs im Trainingslager weitergebracht hat und wir noch effektiver spielen.
Sandro Schwarz |#712
07.01.2023 - 09:04 Uhr
Zitat von AbuDardai
Ich verstehe nicht, woher Schwarz so eine riesige Hypothek bei den Herthafans hat. Bisher hat er nichts bewiesen, außer, dass er sich von Bayern und co. Nicht abschießen lässt. Verlieren tun wir diese Spiele aber trotzdem. Zurzeit hat er einen Punkteschnitt von unter einem Punkt pro Spiel und wir befinden uns wieder mal mitten im Abstiegskampf. Anderen trainern ist da mit vergleichbaren Kadern ein schnellerer Turnaround gelungen. Ole Werner und Bo Svensson wären da zu nennen.

Ich will hier nicht an Schwarz' Stuhl sägen, aber hier zu tun als wäre er die Lösung für die nächsten Jahre ist mir dann doh etwas zu viel. Auch die vielgelobte Spielidee vermisse ich gerade in Spielen gegen direkte Konkurrenz sehr häufig. Nach vorne ist das weiterhin häufig unkreativ und ungefährlich, hinten oft sehr wackelig.

Diese Verpflichtung lasse ich nicht als Argument für Bobic durchgehen, dafür hat er einfach nicht genug gezeigt.


Ich möchte die Aussagen zu Schwarz und den Vergleich zu Svensson ein wenig einordnen:

Ja, die Punktausbeute ist nicht wirklich gut, keine Frage. Und die Spiele gegen die direkte Konkurrenz waren auch selten ein Augenschmaus, gerade im Vergleich zu guten Leistungen gegen Top Teams. Diese Punkte kann ich alle nachvollziehen. Ich hoffe zudem, dass Schwarz wieder auf das 4-3-3 setzen wird, da ich uns in diesem System bisher am stärksten und stabilsten fand. Die fehlende Kreativität kann man aber nicht zwingend Schwarz ankreiden, der auch das Problem hat, dass in der Offensive unsere Flügel durch Einzelaktionen meistens Chancen kreieren (müssen). Aus dem Mittelfeld kommen zu wenige Impulse, einzig Jovetic als zentraler Spieler, wenn auch kein Mittelfeldspieler, konnte hier mehr Akzente beisteuern. Von Boetius, Serdar, Tousart und Sunjic darf sehr gerne mehr kommen.

Den Quervergleich zu Ole Werner finde ich nicht angebracht. In Liga 2 lässt es sich schon deutlich leichter stabilisieren, als in der Bundesliga. Die Bremer Mannschaft hatte vorne mit Füllkrug und Duksch zwei Einzelspieler, die quasi jede schwächere Leistung des Teams trotzdem zu einem Sieg führen konnten. In Liga 1 kann zumindest Füllkrug bisher weiter brillieren. Ob man nun Ole Werner als Vergleich heranziehen muss, finde ich etwas unfair Schwarz gegenüber.

Bo Svensson hatte ähnliche Vorzeichen wie Schwarz, nur dass der Däne in der Saison eingestiegen ist. Ich kann dem Vergleich daher schon folgen. Ich sehe im Vergleich jedoch, dass die positive oder negative Bewertung der Arbeit auf einem extrem schmalen Grat wandert. Svensson hat in seinen ersten 15 Spielen in der Liga nur zweimal mit 0:2 verloren. Alle Spiele waren extrem eng, es gab keinen Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied. Kann man sicherlich als Qualität auslegen, keine Frage. Das Glück war den Mainzern und Svensson jedoch auch gewogen, würde ich behaupten zwinker

Schwarz hat bisher nur ein Spiel mit mehr als einem Tor verloren. Dummerweise das Derby direkt am 1. Spieltag. Ansonsten waren die Ergebnisse in den einzelnen Spielen immer sehr knapp. Mit dem nötigen Quäntchen Glück stünden wir nicht bei 14 Punkten, sondern bei 18-20 Punkten. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir mit einem guten Start ins neue Jahr auch eine ruhige Rest-Saison spielen werden. Man sieht es immer wieder, was ein intaktes Selbstvertrauen mit einer Mannschaft macht. Das geht uns bisweilen ab, weil wir z.B. gegen Mainz und Freiburg eben nicht die letzte Überzeugung hatten, dass wir die knappe Führung über die Ziellinie retten. Dort überwog vielleicht nicht nur bei den Fans das Gefühl, dass man eher etwas zu verlieren hat, als das der Sieg im Vordergrund steht zwinker

Trotzdem ist die ganze Diskussion um hätte, wäre, wenn müßig und am Ende kann jeder zurecht darauf verweisen, dass wir nur 14 Punkte gesammelt haben. Ich sehe aber seit dem Amtsantritt von Sandro Schwarz eine Mannschaft auf dem Feld, die eine Idee hat wie man agieren möchte. Man ist logischerweise auf die inidividuelle Qualität angewiesen, aber welche Mannschaft ist das nicht? Wir haben nicht den Quell an Spielern, die durch die Bank weg Scorer garantieren. Das Problem haben die Mannschaften um uns herum aber auch. Daher ist es wichtig, dass wir vor allem in der Defensive so wenige Fehler wie möglich machen. Das ist Sandro Schwarz bisher gelungen, wenn ich mir die Defensivleistungen der letzten Jahre ansehe. Die Mannschaft gewinnt zudem im Zusammenspiel mit der Art von Sandro Schwarz die Herzen der Fans ein zurück, finde ich. Der Verein in seiner Gesamtheit wirkt in dieser Saison geschlossener und dieses Gefühl einer Einheit motiviert sowohl die Fans, als auch die Mannschaft.

•     •     •

Fahne Pur! Hertha Pur! Zeigt es endlich!

Danke für alles Lucien und Harry!
Sandro Schwarz |#713
07.01.2023 - 09:29 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Zitat von AbuDardai

Ich verstehe nicht, woher Schwarz so eine riesige Hypothek bei den Herthafans hat. Bisher hat er nichts bewiesen, außer, dass er sich von Bayern und co. Nicht abschießen lässt. Verlieren tun wir diese Spiele aber trotzdem. Zurzeit hat er einen Punkteschnitt von unter einem Punkt pro Spiel und wir befinden uns wieder mal mitten im Abstiegskampf. Anderen trainern ist da mit vergleichbaren Kadern ein schnellerer Turnaround gelungen. Ole Werner und Bo Svensson wären da zu nennen.

Ich will hier nicht an Schwarz' Stuhl sägen, aber hier zu tun als wäre er die Lösung für die nächsten Jahre ist mir dann doh etwas zu viel. Auch die vielgelobte Spielidee vermisse ich gerade in Spielen gegen direkte Konkurrenz sehr häufig. Nach vorne ist das weiterhin häufig unkreativ und ungefährlich, hinten oft sehr wackelig.

Diese Verpflichtung lasse ich nicht als Argument für Bobic durchgehen, dafür hat er einfach nicht genug gezeigt.


Ich möchte die Aussagen zu Schwarz und den Vergleich zu Svensson ein wenig einordnen:

Ja, die Punktausbeute ist nicht wirklich gut, keine Frage. Und die Spiele gegen die direkte Konkurrenz waren auch selten ein Augenschmaus, gerade im Vergleich zu guten Leistungen gegen Top Teams. Diese Punkte kann ich alle nachvollziehen. Ich hoffe zudem, dass Schwarz wieder auf das 4-3-3 setzen wird, da ich uns in diesem System bisher am stärksten und stabilsten fand. Die fehlende Kreativität kann man aber nicht zwingend Schwarz ankreiden, der auch das Problem hat, dass in der Offensive unsere Flügel durch Einzelaktionen meistens Chancen kreieren (müssen). Aus dem Mittelfeld kommen zu wenige Impulse, einzig Jovetic als zentraler Spieler, wenn auch kein Mittelfeldspieler, konnte hier mehr Akzente beisteuern. Von Boetius, Serdar, Tousart und Sunjic darf sehr gerne mehr kommen.

Den Quervergleich zu Ole Werner finde ich nicht angebracht. In Liga 2 lässt es sich schon deutlich leichter stabilisieren, als in der Bundesliga. Die Bremer Mannschaft hatte vorne mit Füllkrug und Duksch zwei Einzelspieler, die quasi jede schwächere Leistung des Teams trotzdem zu einem Sieg führen konnten. In Liga 1 kann zumindest Füllkrug bisher weiter brillieren. Ob man nun Ole Werner als Vergleich heranziehen muss, finde ich etwas unfair Schwarz gegenüber.

Bo Svensson hatte ähnliche Vorzeichen wie Schwarz, nur dass der Däne in der Saison eingestiegen ist. Ich kann dem Vergleich daher schon folgen. Ich sehe im Vergleich jedoch, dass die positive oder negative Bewertung der Arbeit auf einem extrem schmalen Grat wandert. Svensson hat in seinen ersten 15 Spielen in der Liga nur zweimal mit 0:2 verloren. Alle Spiele waren extrem eng, es gab keinen Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied. Kann man sicherlich als Qualität auslegen, keine Frage. Das Glück war den Mainzern und Svensson jedoch auch gewogen, würde ich behaupten zwinker

Schwarz hat bisher nur ein Spiel mit mehr als einem Tor verloren. Dummerweise das Derby direkt am 1. Spieltag. Ansonsten waren die Ergebnisse in den einzelnen Spielen immer sehr knapp. Mit dem nötigen Quäntchen Glück stünden wir nicht bei 14 Punkten, sondern bei 18-20 Punkten. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir mit einem guten Start ins neue Jahr auch eine ruhige Rest-Saison spielen werden. Man sieht es immer wieder, was ein intaktes Selbstvertrauen mit einer Mannschaft macht. Das geht uns bisweilen ab, weil wir z.B. gegen Mainz und Freiburg eben nicht die letzte Überzeugung hatten, dass wir die knappe Führung über die Ziellinie retten. Dort überwog vielleicht nicht nur bei den Fans das Gefühl, dass man eher etwas zu verlieren hat, als das der Sieg im Vordergrund steht zwinker

Trotzdem ist die ganze Diskussion um hätte, wäre, wenn müßig und am Ende kann jeder zurecht darauf verweisen, dass wir nur 14 Punkte gesammelt haben. Ich sehe aber seit dem Amtsantritt von Sandro Schwarz eine Mannschaft auf dem Feld, die eine Idee hat wie man agieren möchte. Man ist logischerweise auf die inidividuelle Qualität angewiesen, aber welche Mannschaft ist das nicht? Wir haben nicht den Quell an Spielern, die durch die Bank weg Scorer garantieren. Das Problem haben die Mannschaften um uns herum aber auch. Daher ist es wichtig, dass wir vor allem in der Defensive so wenige Fehler wie möglich machen. Das ist Sandro Schwarz bisher gelungen, wenn ich mir die Defensivleistungen der letzten Jahre ansehe. Die Mannschaft gewinnt zudem im Zusammenspiel mit der Art von Sandro Schwarz die Herzen der Fans ein zurück, finde ich. Der Verein in seiner Gesamtheit wirkt in dieser Saison geschlossener und dieses Gefühl einer Einheit motiviert sowohl die Fans, als auch die Mannschaft.

Die zwei wichtigsten Punkte für mich:
1. Es sieht unter Schwarz endlich wieder wie Fußball aus der einen (wenn zukünftig auch mehr Punkte rausspringen) begeistern kann und
2. wenn alleine der glasklare Elfmeter gegen Leverkusen gepfiffen worden wäre und man in der 94. Minute gegen Mainz den langen Ball verhindert hätte, hätte man 4 Punkte mehr auf dem Konto und stände auf Platz 10
und wir hätten hier überhaupt keine Diskussionen!

Ich hoffe, dass Schwarz es schafft, das Mannschaftsgefüge noch näher zu einander zu bringen, das Zusammenspiel zu verbessern und somit in der Rückrunde diese entscheidenden Situationen für sich zu entscheiden. Dann sollte ein Mittelfeldplatz drin sein und mehr ist aktuell nicht drin.

•     •     •

Achtung: Dies spiegelt, wenn überhaupt, nur meine Meinung wieder! Sucht euch 'ne eigene! Ach ja: Sollte jemand ein Problem mit mir haben, kann er es gerne behalten. Ist ja sein Problem!
Sandro Schwarz |#714
07.01.2023 - 09:51 Uhr
Hinzu kommt u.a., dass Hertha nicht nur aus sportlichen sondern vor allem auch aus finanziellen Grünen radikal umgebaut wird und auf jeder Ebene eine unglaubliche Fluktuation erlebt hat. Unter diesen Umständen soll Schwarz ein neues sportliches System etablieren, nachdem die Spieler viele Trainer und mindestens ebenso viele Ansätze sowie etliche Kollegen im Team sowie obere Bosse kommen und gehen sehen haben. Ich würde behaupten, dass kein Bundesligist in der gleichen Zeit radikaler umgebaut wurde oder wird, ohne abzusteigen. Und selbst wenn wir jetzt noch absteigen, muss Schwarz (oder Bobic) nicht automatisch viel falsch gemacht haben. Die aktuellen, durch vorherige Entscheidungen und teils auch unplanbare Entwicklungen entstandenen, Fliehkräfte zerren gewaltig am Verein.

Ich hätte mir auch endlich mal eine deutlich entspanntere Saison und Gesamtentwicklung gewünscht. Ich habe aber nach wie vor einen positiven Gesamteindruck und hoffe wider aller Tendenzen, dass sich mit Bobic und Schwarz (sowie Bernstein und neuem Investor) hoffentlich mal eine stabilisierende Konstante im Chaos bilden kann. Im Zweifel werden Schwarz und der Rumpf der Bobic-Leute vielleicht alleine die Konstante bilden müssen. Dafür kann man ihm und uns nur eine glückliche Hand wünschen. Wir werden es dringend brauchen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 07.01.2023 um 09:53 Uhr bearbeitet
Sandro Schwarz |#715
07.01.2023 - 11:01 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Zitat von AbuDardai

Ich verstehe nicht, woher Schwarz so eine riesige Hypothek bei den Herthafans hat. Bisher hat er nichts bewiesen, außer, dass er sich von Bayern und co. Nicht abschießen lässt. Verlieren tun wir diese Spiele aber trotzdem. Zurzeit hat er einen Punkteschnitt von unter einem Punkt pro Spiel und wir befinden uns wieder mal mitten im Abstiegskampf. Anderen trainern ist da mit vergleichbaren Kadern ein schnellerer Turnaround gelungen. Ole Werner und Bo Svensson wären da zu nennen.

Ich will hier nicht an Schwarz' Stuhl sägen, aber hier zu tun als wäre er die Lösung für die nächsten Jahre ist mir dann doh etwas zu viel. Auch die vielgelobte Spielidee vermisse ich gerade in Spielen gegen direkte Konkurrenz sehr häufig. Nach vorne ist das weiterhin häufig unkreativ und ungefährlich, hinten oft sehr wackelig.

Diese Verpflichtung lasse ich nicht als Argument für Bobic durchgehen, dafür hat er einfach nicht genug gezeigt.


Ich möchte die Aussagen zu Schwarz und den Vergleich zu Svensson ein wenig einordnen:

Ja, die Punktausbeute ist nicht wirklich gut, keine Frage. Und die Spiele gegen die direkte Konkurrenz waren auch selten ein Augenschmaus, gerade im Vergleich zu guten Leistungen gegen Top Teams. Diese Punkte kann ich alle nachvollziehen. Ich hoffe zudem, dass Schwarz wieder auf das 4-3-3 setzen wird, da ich uns in diesem System bisher am stärksten und stabilsten fand. Die fehlende Kreativität kann man aber nicht zwingend Schwarz ankreiden, der auch das Problem hat, dass in der Offensive unsere Flügel durch Einzelaktionen meistens Chancen kreieren (müssen). Aus dem Mittelfeld kommen zu wenige Impulse, einzig Jovetic als zentraler Spieler, wenn auch kein Mittelfeldspieler, konnte hier mehr Akzente beisteuern. Von Boetius, Serdar, Tousart und Sunjic darf sehr gerne mehr kommen.

Den Quervergleich zu Ole Werner finde ich nicht angebracht. In Liga 2 lässt es sich schon deutlich leichter stabilisieren, als in der Bundesliga. Die Bremer Mannschaft hatte vorne mit Füllkrug und Duksch zwei Einzelspieler, die quasi jede schwächere Leistung des Teams trotzdem zu einem Sieg führen konnten. In Liga 1 kann zumindest Füllkrug bisher weiter brillieren. Ob man nun Ole Werner als Vergleich heranziehen muss, finde ich etwas unfair Schwarz gegenüber.

Bo Svensson hatte ähnliche Vorzeichen wie Schwarz, nur dass der Däne in der Saison eingestiegen ist. Ich kann dem Vergleich daher schon folgen. Ich sehe im Vergleich jedoch, dass die positive oder negative Bewertung der Arbeit auf einem extrem schmalen Grat wandert. Svensson hat in seinen ersten 15 Spielen in der Liga nur zweimal mit 0:2 verloren. Alle Spiele waren extrem eng, es gab keinen Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied. Kann man sicherlich als Qualität auslegen, keine Frage. Das Glück war den Mainzern und Svensson jedoch auch gewogen, würde ich behaupten zwinker

Schwarz hat bisher nur ein Spiel mit mehr als einem Tor verloren. Dummerweise das Derby direkt am 1. Spieltag. Ansonsten waren die Ergebnisse in den einzelnen Spielen immer sehr knapp. Mit dem nötigen Quäntchen Glück stünden wir nicht bei 14 Punkten, sondern bei 18-20 Punkten. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir mit einem guten Start ins neue Jahr auch eine ruhige Rest-Saison spielen werden. Man sieht es immer wieder, was ein intaktes Selbstvertrauen mit einer Mannschaft macht. Das geht uns bisweilen ab, weil wir z.B. gegen Mainz und Freiburg eben nicht die letzte Überzeugung hatten, dass wir die knappe Führung über die Ziellinie retten. Dort überwog vielleicht nicht nur bei den Fans das Gefühl, dass man eher etwas zu verlieren hat, als das der Sieg im Vordergrund steht zwinker

Trotzdem ist die ganze Diskussion um hätte, wäre, wenn müßig und am Ende kann jeder zurecht darauf verweisen, dass wir nur 14 Punkte gesammelt haben. Ich sehe aber seit dem Amtsantritt von Sandro Schwarz eine Mannschaft auf dem Feld, die eine Idee hat wie man agieren möchte. Man ist logischerweise auf die inidividuelle Qualität angewiesen, aber welche Mannschaft ist das nicht? Wir haben nicht den Quell an Spielern, die durch die Bank weg Scorer garantieren. Das Problem haben die Mannschaften um uns herum aber auch. Daher ist es wichtig, dass wir vor allem in der Defensive so wenige Fehler wie möglich machen. Das ist Sandro Schwarz bisher gelungen, wenn ich mir die Defensivleistungen der letzten Jahre ansehe. Die Mannschaft gewinnt zudem im Zusammenspiel mit der Art von Sandro Schwarz die Herzen der Fans ein zurück, finde ich. Der Verein in seiner Gesamtheit wirkt in dieser Saison geschlossener und dieses Gefühl einer Einheit motiviert sowohl die Fans, als auch die Mannschaft.


Ich verstehe das Gefühl, mache dafür aber vor allem die beiden Vorgänger von Schwarz, also Magath und Korkut, verantwortlich, die fürchterlichen Fußball gespielt haben. Schwarz ist dagegen wirklich schön, aber tollen kombinationsfußball sieht man trotzdem selten. Auch gut ausgespielte Konter sind eher Mangelware. Das liegt sicherlich auch an den Spielern, aber wirklich gute Trainer holen eben mehr aus einer Mannschaft raus, als man erwarten würde.

Und ich will hier nur mal warnen, dass man sich meiner Meinung nach durch fehlendes Glück viel schönreden kann. Und gerade die Wahrnehmung von Glück und Pech ist sehr selektiv. An die Niederlage gegen Leverkusen erinnern wir uns alle, aber gegen Köln hatten wir Riesenglück, 3 Punkte mitzunehmen.

Fakt ist, dass wir auch nach xPoints, also „glückbereinigt“ soweit das möglich ist, auf Platz 15 stehen. Wie gesagt, ich würde definitiv weiter an Schwarz festhalten, eben weil man das Gefühl hat, es fehlt oft nur ein kleines bisschen. Das kann allerdings auch zum Muster werden und wenn nach Hermann Gerland „immer Glück Können ist“, was ist dann immer Pech?
Sandro Schwarz |#716
07.01.2023 - 12:50 Uhr
Zitat von Spreedampfer92

Hinzu kommt u.a., dass Hertha nicht nur aus sportlichen sondern vor allem auch aus finanziellen Grünen radikal umgebaut wird und auf jeder Ebene eine unglaubliche Fluktuation erlebt hat. Unter diesen Umständen soll Schwarz ein neues sportliches System etablieren, nachdem die Spieler viele Trainer und mindestens ebenso viele Ansätze sowie etliche Kollegen im Team sowie obere Bosse kommen und gehen sehen haben. Ich würde behaupten, dass kein Bundesligist in der gleichen Zeit radikaler umgebaut wurde oder wird, ohne abzusteigen. Und selbst wenn wir jetzt noch absteigen, muss Schwarz (oder Bobic) nicht automatisch viel falsch gemacht haben. Die aktuellen, durch vorherige Entscheidungen und teils auch unplanbare Entwicklungen entstandenen, Fliehkräfte zerren gewaltig am Verein.

Ich hätte mir auch endlich mal eine deutlich entspanntere Saison und Gesamtentwicklung gewünscht. Ich habe aber nach wie vor einen positiven Gesamteindruck und hoffe wider aller Tendenzen, dass sich mit Bobic und Schwarz (sowie Bernstein und neuem Investor) hoffentlich mal eine stabilisierende Konstante im Chaos bilden kann. Im Zweifel werden Schwarz und der Rumpf der Bobic-Leute vielleicht alleine die Konstante bilden müssen. Dafür kann man ihm und uns nur eine glückliche Hand wünschen. Wir werden es dringend brauchen.


Die Fluktuation soll es aber auch geben. Dazu ist hier zu differenzieren, inwieweit die Fluktuation Auswirkungen auf die 90 Min Bundesliga am Wochenende haben. Nicht das man nicht alles in Kausalketten einbauen kann, aber sicherlich hat der Präsident nicht so viel Auswirkungen, wie ein Kaderspieler. Zumal da auch vergessen wird, dass das eben nicht rein negativ ist. „Fluktuation“ ist kein magische Rechtfertigung für fehlende Ergebnisse oder guten Fußball. Ein Beispiel wäre der Präsident, der scheinbar positive Wirkung auf die Ostkurve erzielt hat und es damit für Schwarz sogar einfacher macht, als es normalerweise und erst recht in letzter Zeit war.

Zudem wird es stets Fluktuation im wichtigsten Bereich, dem Kader, geben. Die besten Spieler werden verkauft. Dazu zwingt uns unsere Lage, ist aber auch ein normaler Mechanismus bis hin zum BVB. Abseits der besten Spieler gehen immer auch noch weitere, die sonst für andere als fit gesehen werden (Bspw. Niederlechner beim FCA). Es ist daher Besserung, aber keine fundamental andere Lage in Zukunft zu erwarten. Fluktuation ist immer da und zwangsläufig an den schmerzlichsten Stellen. Schwarz wird immer wieder neu beginnen müssen, das ist gerade die Kunst bei kleinen Vereinen und bei unserem Nachbarn perfektioniert. Dass bei den kommenden Neuanfängen die Ergebnisse anders sein müssen für den Fortschritt, da wird man sich einig sein. Bisher hat Schwarz aber nicht gezeigt, dass er dafür der Richtige ist, sondern nur bewiesen, die weichen Voraussetzungen mitzubringen. Er hat aber weder kurzfristig ein in jedem Spiel funktionierendes System etablieren können, noch Ergebnisse eingefahren, obwohl er auch nicht erst seit gestern Trainer ist. Für beides sind aber sichtbare Ansätze da. Im Ergebnis stimme ich daher AbuDardai zu. Er wird mir auch zu positiv gesehen. Noch sind die entscheidenden Faktoren nicht bedient. Hoffnung dafür ist allerdings nachvollziehbar, nur wird er jetzt schon als der Richtige gesehen. Das hat er jedoch nicht gezeigt. Wir brauchen jemanden, der wie bei Union ein schnell zu vermittelndes System einführt, das weitgehend unabhängig von individueller Qualität ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JuMan am 07.01.2023 um 13:19 Uhr bearbeitet
Sandro Schwarz |#717
07.01.2023 - 13:18 Uhr
@JuMan Dortmund tauscht (fast) jede Saison u.a. einzelne Leistungsträger aus. Freiburg, Union etc betreiben das Ganze etwas umfangreicher (aber je mit Konstanz in der Führung sowie etwas kontrollierterer Fluktuation im Kader. Das haben wir selbst während unserer stabilsten Phase auch ähnlich getan und klar muss dieser Prozess auch nicht nur zum Nachteil sein. Was wir aktuell veranstalten (müssen), hat mE aber mit diesem völlig normalen Prozess nicht mehr ganz so viel zu tun. Da war/ist fast alles am Rutschen und dank DFB-Debakel könnte auch noch eine der letzten entscheidenden Konstanten der letzten paar Jahre wegbrechen. Für mich ist das eine Operation am offenen Herzen - während eines laufenden Wettbewerbs. Wenn die Anderen sich nicht blöd anstellen oder wie beispielsweise Schalke selbst im Chaos versinken, haben sie normal einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Daher sehe ich Abstiegskampf aktuell als neue Realität/Alltag und unsere Position als solide an (zumal ich uns eher etwas besser als die Ergebnisse einschätze). Wenn wir am Ende der Saison mit einem erneut deutlich abgespeckten Kader drin bleiben, müssen Schwarz und Bobic eine Menge richtig gemacht haben. Die nächste Saison wird davon aber auch nicht automatisch leichter.
Sandro Schwarz |#718
07.01.2023 - 13:28 Uhr
Zitat von Spreedampfer92

@JuMan Dortmund tauscht (fast) jede Saison u.a. einzelne Leistungsträger aus. Freiburg, Union etc betreiben das Ganze etwas umfangreicher (aber je mit Konstanz in der Führung sowie etwas kontrollierterer Fluktuation im Kader. Das haben wir selbst während unserer stabilsten Phase auch ähnlich getan und klar muss dieser Prozess auch nicht nur zum Nachteil sein. Was wir aktuell veranstalten (müssen), hat mE aber mit diesem völlig normalen Prozess nicht mehr ganz so viel zu tun. Da war/ist fast alles am Rutschen und dank DFB-Debakel könnte auch noch eine der letzten entscheidenden Konstanten der letzten paar Jahre wegbrechen. Für mich ist das eine Operation am offenen Herzen - während eines laufenden Wettbewerbs. Wenn die Anderen sich nicht blöd anstellen oder wie beispielsweise Schalke selbst im Chaos versinken, haben sie normal einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Daher sehe ich Abstiegskampf aktuell als neue Realität/Alltag und unsere Position als solide an (zumal ich uns eher etwas besser als die Ergebnisse einschätze). Wenn wir am Ende der Saison mit einem erneut deutlich abgespeckten Kader drin bleiben, müssen Schwarz und Bobic eine Menge richtig gemacht haben. Die nächste Saison wird davon aber auch nicht automatisch leichter.


Ganz genau so sehe ich da auch. Nur haben wir auch Chaosvereine als Konkurrenten, das sollte nicht vergessen werden. Da stellt sich nicht nur Schalke gern selbst ein Bein oder sogar drei, siehe den VfB. Bochum hat auch kaum Möglichkeiten. Schalke in der Gegenwart hat zwar einen guten Kader, aber ebenfalls Fluktuation ohne Ende, nur ist da der entscheidende Faktor für den Misserfolg - Kramer - gerade wegfluktuiert. Daher sind die Chancen jedenfalls insgesamt doch wieder nicht unausgeglichen, egal wie schwer es bei uns ist. Naja, jedenfalls liegt für mich der Schwerpunkt auf deinem letzten Satz. Habe meinen Text oben auch noch leicht bearbeitet. Die Frage ist, (selbst) wenn wir drinbleiben, ob Schwarz der Trainer für die Zukunft ist. Das steht für mich längst nicht fest und Ausgangsthema war die (zu) positive Sicht auf ihn.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JuMan am 07.01.2023 um 13:47 Uhr bearbeitet
Sandro Schwarz |#719
21.01.2023 - 16:24 Uhr
Vieles in seiner Bewertung hängt für mich von der Rückrunde ab.
Nun kommen wir nach zwei Monaten Pause ins erste Spiel und werden von Bochum kämpferisch UND spielerisch in der ersten Halbzeit vollkommen dominiert? Das darf nicht passieren, und dafür kann es auch KEINE Ausrede geben.
Kanga ist vollkommen abgemeldet und es gibt keine Idee, ihn ins Spiel einzubinden. Die Verteidigung wirkt komplett unabgestimmt. Die Passquote ist eine Katastrophe, der Spielaufbau unglaublich hektisch. WAS GENAU hat man in der Pause gemacht?

Ich hatte ja erwartet, dass es krampf wird, gerade ohne Dodi. Aber das ist soweit ein kompletter Offenbarungseid, und das lässt mich gerade absolut ratlos zurück. Mal sehen, ob die Halbzeitansprache sitzt und er sinnvoll umstellt.
Sandro Schwarz |#720
21.01.2023 - 16:25 Uhr
Trainderdiskussionen erübrigen sich naturbedingt, da man eh nichts passenderes finden dürfte, aber mir erschließt sich auch bei Betrachtung von Spiel 16 immer noch nur bedingt die Tatsache, dass Schwarz so gar nicht befragt wird.
Das is vorne nix und hinten ebenso wenig. Gibt der Kader nicht mehr her? Vielleicht...aber begeistert bin ich von seinem Arbeitsnachweis immer noch nicht.
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