Presseschau - Feedback
19.08.2010 - 09:07 Uhr
03.11.2011 - 19:45 Uhr
Zitat von Flecktier:
Seriös sollte er natürlich Rücklagen für die Rückzahlung bilden und genau darauf achten diese nicht nur bilanziell zu buchen.
Ok, deiner Rechnung kann ich soweit folgen, mit der von Stobbard erwähnten Ausnahme des Catering. Da liegen die Recht meines Wissens bei Corny oder bei der wHolz GmbH. Da gab es vor Jahren doch mal eine Gezerre und Geschiebe um diese Rechte. Keine Ahnung wer da nun was hat, aber der Verein hat definitiv nicht viel.
Ein Frage aber noch: Wenn ich als Verein Rücklagen bilde, hält dann nicht Vater Staat die Hand auf? Ist doch eigentlich bei jedem Otto-Normalbürger so. Der Steuersatz ist aber leider nirgendwo berücksichtigt. Oder hab ich da was verpasst?
Zitat von stobbard:
Im Wertpapierprospekt steht auf Seite 22, dass die Eigenmittel bei einem Verbleib in der 2. Liga nicht ausreichen werden, um die Rückzahlungsansprüche zu erfüllen. Ergo, man ist auf die erhöhten Fernsehgelder aus der 1. Liga angewiesen. Selbst dann ist gemäß Prospekt nicht sicher, ob das Geld aus Eigenmitteln zurückgezahlt werden kann.
Dann sollte man sich als potentieller Anleger die Seite 22 dick rot anstreichen. Das ist genau das Argument auf das ich oben raus wollte: Die Umsatz- und Gewinnmaximierung war nur dank der 1.Liga möglich. Das wirkt dann natürlich sehr positiv, die Anleihe im selben Atemzug mit den positiven Zahlen vorzustellen, verschweigt aber so ein bisschen, dass sich die Ausgangslage im Verein geändert hat (ist ja offensichtlich. Muss ich dann ja nicht noch extra drauf hinweisen...). Dazu kommen dann Risikofaktoren für einen Wiederaufstieg, um dann die angestrebten Zahlungsziele erreichen zu können. Eine Spirale, die sich sehr schnell nach unten drehen kann. Im übrigen bin ich eher überrascht, dass man so freimütig zugibt, dass selbst bei einem 1.Ligaaufenthalt nicht sicher ist ob man die Anleihe aus eigenen Mitteln zurückzahlen kann. Aber dann sind wir wieder bei der Umschuldung und da kenne ich mich nicht genug aus. Im realen Leben sieht es dann wohl so aus, dass Kiezi demnächst zwingend den Aufstieg fordert ;).
Abschliessend bleibt zu sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass es zu dem von Flecki angesprochenen, möglichen Totalverlust der Anleger kommen wird. Allerdings sollte man wohl auch im Hinterkopf behalten, dass das ganze eine Risikofinanzierung ist (ja, ich tue meinem Verein was gutes), die nicht unbedingt die versprochene Rendite abwerfen muss und im Gegenteil mit Verlusten gerechnet werden kann (hier: nicht muss). Kann man machen, muss man nicht.
Seriös sollte er natürlich Rücklagen für die Rückzahlung bilden und genau darauf achten diese nicht nur bilanziell zu buchen.
Ok, deiner Rechnung kann ich soweit folgen, mit der von Stobbard erwähnten Ausnahme des Catering. Da liegen die Recht meines Wissens bei Corny oder bei der wHolz GmbH. Da gab es vor Jahren doch mal eine Gezerre und Geschiebe um diese Rechte. Keine Ahnung wer da nun was hat, aber der Verein hat definitiv nicht viel.
Ein Frage aber noch: Wenn ich als Verein Rücklagen bilde, hält dann nicht Vater Staat die Hand auf? Ist doch eigentlich bei jedem Otto-Normalbürger so. Der Steuersatz ist aber leider nirgendwo berücksichtigt. Oder hab ich da was verpasst?
Zitat von stobbard:
Im Wertpapierprospekt steht auf Seite 22, dass die Eigenmittel bei einem Verbleib in der 2. Liga nicht ausreichen werden, um die Rückzahlungsansprüche zu erfüllen. Ergo, man ist auf die erhöhten Fernsehgelder aus der 1. Liga angewiesen. Selbst dann ist gemäß Prospekt nicht sicher, ob das Geld aus Eigenmitteln zurückgezahlt werden kann.
Dann sollte man sich als potentieller Anleger die Seite 22 dick rot anstreichen. Das ist genau das Argument auf das ich oben raus wollte: Die Umsatz- und Gewinnmaximierung war nur dank der 1.Liga möglich. Das wirkt dann natürlich sehr positiv, die Anleihe im selben Atemzug mit den positiven Zahlen vorzustellen, verschweigt aber so ein bisschen, dass sich die Ausgangslage im Verein geändert hat (ist ja offensichtlich. Muss ich dann ja nicht noch extra drauf hinweisen...). Dazu kommen dann Risikofaktoren für einen Wiederaufstieg, um dann die angestrebten Zahlungsziele erreichen zu können. Eine Spirale, die sich sehr schnell nach unten drehen kann. Im übrigen bin ich eher überrascht, dass man so freimütig zugibt, dass selbst bei einem 1.Ligaaufenthalt nicht sicher ist ob man die Anleihe aus eigenen Mitteln zurückzahlen kann. Aber dann sind wir wieder bei der Umschuldung und da kenne ich mich nicht genug aus. Im realen Leben sieht es dann wohl so aus, dass Kiezi demnächst zwingend den Aufstieg fordert ;).
Abschliessend bleibt zu sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass es zu dem von Flecki angesprochenen, möglichen Totalverlust der Anleger kommen wird. Allerdings sollte man wohl auch im Hinterkopf behalten, dass das ganze eine Risikofinanzierung ist (ja, ich tue meinem Verein was gutes), die nicht unbedingt die versprochene Rendite abwerfen muss und im Gegenteil mit Verlusten gerechnet werden kann (hier: nicht muss). Kann man machen, muss man nicht.
04.11.2011 - 08:44 Uhr
Zitat von Tobster:
Abschliessend bleibt zu sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass es zu dem von Flecki angesprochenen, möglichen Totalverlust der Anleger kommen wird. Allerdings sollte man wohl auch im Hinterkopf behalten, dass das ganze eine Risikofinanzierung ist (ja, ich tue meinem Verein was gutes), die nicht unbedingt die versprochene Rendite abwerfen muss und im Gegenteil mit Verlusten gerechnet werden kann (hier: nicht muss). Kann man machen, muss man nicht.
Ich habe ja aber auch nur mit Zuschauermehreinnahmen gerechnet. Mit denen allein in der zweiten Liga wird es eng, das brauchen wir nicht weiter zu rechnen. Ob meine drei Euro pro Zuschauer realistisch sind, ich habe keine Ahnung, die Zahlen kenne ich einfach nicht.Wahrscheinlich ist das tatsächlich zu viel.
Vor allem ist natürlich eine etwaige Überdeckung steuerpflichtig. Bei einem Investitionsvolumen von 21.000.000,00 und einer angenommenen linearen AfA auf 20 Jahre gerechnet, gibt es aber tatsächlich keinen steuerpflichtigen Überschuss. Dann geht sich das aus.
Rücklagen wären somit nur eine Liquiditätsreserve. Nun meine ich aber auch zu wissen, dass die Stadion GmbH und Co.KG bereits eine Liquiditätsreserve (Eigenkapital) gebildet hat. Das war ja der Grund warum wir erst die Haupt- und dann die Südtribüne gebaut haben. Müsste man mal in die Jahresabschlüsse schauen.
Abschliessend bleibt zu sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass es zu dem von Flecki angesprochenen, möglichen Totalverlust der Anleger kommen wird. Allerdings sollte man wohl auch im Hinterkopf behalten, dass das ganze eine Risikofinanzierung ist (ja, ich tue meinem Verein was gutes), die nicht unbedingt die versprochene Rendite abwerfen muss und im Gegenteil mit Verlusten gerechnet werden kann (hier: nicht muss). Kann man machen, muss man nicht.
Ich habe ja aber auch nur mit Zuschauermehreinnahmen gerechnet. Mit denen allein in der zweiten Liga wird es eng, das brauchen wir nicht weiter zu rechnen. Ob meine drei Euro pro Zuschauer realistisch sind, ich habe keine Ahnung, die Zahlen kenne ich einfach nicht.Wahrscheinlich ist das tatsächlich zu viel.
Vor allem ist natürlich eine etwaige Überdeckung steuerpflichtig. Bei einem Investitionsvolumen von 21.000.000,00 und einer angenommenen linearen AfA auf 20 Jahre gerechnet, gibt es aber tatsächlich keinen steuerpflichtigen Überschuss. Dann geht sich das aus.
Rücklagen wären somit nur eine Liquiditätsreserve. Nun meine ich aber auch zu wissen, dass die Stadion GmbH und Co.KG bereits eine Liquiditätsreserve (Eigenkapital) gebildet hat. Das war ja der Grund warum wir erst die Haupt- und dann die Südtribüne gebaut haben. Müsste man mal in die Jahresabschlüsse schauen.
17.11.2011 - 09:27 Uhr
zum Abendblatt Artikel:
Jo, ALLE.. Es fanden alle "supi dupi", dass er das gemacht hat :ugly
Das hat halt polarisiert. WEnn sie im gleichen Monat eine Umfrage zum größten Dummkopf des Monats gemacht hätten, wäre ihm ein zweiter Presi eben so sicher gewesen.
Ich fands daneben. wie ich es immer daneben finde, wenn man gegnerische Fans provoziert. Edin Dzeko wäre selbst von den lieben Mainzern mit Bechern beschmissen worden, wenn er nochmal hier her gekommen wäre.
Jo, ALLE.. Es fanden alle "supi dupi", dass er das gemacht hat :ugly
Das hat halt polarisiert. WEnn sie im gleichen Monat eine Umfrage zum größten Dummkopf des Monats gemacht hätten, wäre ihm ein zweiter Presi eben so sicher gewesen.
Ich fands daneben. wie ich es immer daneben finde, wenn man gegnerische Fans provoziert. Edin Dzeko wäre selbst von den lieben Mainzern mit Bechern beschmissen worden, wenn er nochmal hier her gekommen wäre.
17.11.2011 - 09:33 Uhr
Zitat von Kaipi82:
zum Abendblatt Artikel:
Jo, ALLE.. Es fanden alle "supi dupi", dass er das gemacht hat
Die Kopf ab Geste war natürlich voll daneben.
Aber das Einrammen der Fahne war ganz großes Kino. :)
Und schmückt heute noch als Hintergrundbild einen meiner Laptops.
Dafür habe ich ihn damals bei der Umfrage gewählt, nicht für die peinliche Geste.
zum Abendblatt Artikel:
Jo, ALLE.. Es fanden alle "supi dupi", dass er das gemacht hat
Die Kopf ab Geste war natürlich voll daneben.
Aber das Einrammen der Fahne war ganz großes Kino. :)
Und schmückt heute noch als Hintergrundbild einen meiner Laptops.
Dafür habe ich ihn damals bei der Umfrage gewählt, nicht für die peinliche Geste.
24.11.2011 - 11:07 Uhr
Zitat von Kaipi82:
Hier die Stellungnahme des Fanladens zum Tag in und um Rostock.
http://www.stpauli-fanladen.de/2011/11/stellungnahme-des-fanladen-st-pauli-zu-dem-spiel-in-rostock-am-19-11-2011/
Ich finde diese Stellungnahme ja mehr als schwierig. Mir fehlt gerade die Zeit sie im einzelnen mit meiner Erfahrung abzugleichen und es hier nieder zu schreiben, aber spontan sind mir verschiedene Dinge aufgefallen:
Das Aufregen über das Glasflaschenverbot im Sonderzug ist albern. Klar, ist der Fanladen Mieter dessen, aber ich hab nicht eine Person gesehen, die sich darüber beschwert hat, dass sie das Bier aus Dosen trinken musste (Mein Arzt sagt immer, ich soll Bier sowieso nur noch aus kleinen Dosen trinken :D). Ergo: Mücke = Elefant.
Die Hunde ohne Maulkorb waren bei Ankunft des Entlastungszugs damit beschäftigt sich unten rum selber sauber zu machen. Sprich: Lass ich sie in Ruhe, lassen sie mich in Ruhe.
Die behelmten Polizisten waren lediglich in der Unterführung des Bahnsteigs zu sehen. Dieses war die einzige Stelle wo wir direkt auf Heimfans haben treffen können (und bei der Abreise auch sind). Bei dem Konfliktpotential der Fangruppierungen und die Tatsache der Enge in der Unterführung, hätte ich nicht gewusst, was passiert wenn die Situation eskaliert, weil da z.B. jemand einen Böller schmeißt. Daher: Verständnis für jeden Polizisten der da einen Kopfschutz tragen möchte, um sich selber zu schützen. Sieht zwar agressiv aus, kann man mit einer simplen Erklärung wegwischen. Zumal die Polizisten sonst, wie bereits erwähnt, keine Helme aufhatten und eher entspannt waren.
Die Situation am Einlass (4 offene Tore für 2.400 Leute) war schlecht. Das stimmt. Aber wieso rechtfertigt das den Blocksturm und was hätte es geändert, wenn mehr Tore offen gewesen wären? Das noch mehr Leute ohne Kontrolle reinkommen?
Usw. Vielleicht finde ich heute Abend noch etwas Zeit für mehr.
Im Fazit bleibt für mich aber, dass der Fanladen sich mit dem Schreiben in vielen Punkten keinen Gefallen getan hat.
Hier die Stellungnahme des Fanladens zum Tag in und um Rostock.
http://www.stpauli-fanladen.de/2011/11/stellungnahme-des-fanladen-st-pauli-zu-dem-spiel-in-rostock-am-19-11-2011/
Ich finde diese Stellungnahme ja mehr als schwierig. Mir fehlt gerade die Zeit sie im einzelnen mit meiner Erfahrung abzugleichen und es hier nieder zu schreiben, aber spontan sind mir verschiedene Dinge aufgefallen:
Das Aufregen über das Glasflaschenverbot im Sonderzug ist albern. Klar, ist der Fanladen Mieter dessen, aber ich hab nicht eine Person gesehen, die sich darüber beschwert hat, dass sie das Bier aus Dosen trinken musste (Mein Arzt sagt immer, ich soll Bier sowieso nur noch aus kleinen Dosen trinken :D). Ergo: Mücke = Elefant.
Die Hunde ohne Maulkorb waren bei Ankunft des Entlastungszugs damit beschäftigt sich unten rum selber sauber zu machen. Sprich: Lass ich sie in Ruhe, lassen sie mich in Ruhe.
Die behelmten Polizisten waren lediglich in der Unterführung des Bahnsteigs zu sehen. Dieses war die einzige Stelle wo wir direkt auf Heimfans haben treffen können (und bei der Abreise auch sind). Bei dem Konfliktpotential der Fangruppierungen und die Tatsache der Enge in der Unterführung, hätte ich nicht gewusst, was passiert wenn die Situation eskaliert, weil da z.B. jemand einen Böller schmeißt. Daher: Verständnis für jeden Polizisten der da einen Kopfschutz tragen möchte, um sich selber zu schützen. Sieht zwar agressiv aus, kann man mit einer simplen Erklärung wegwischen. Zumal die Polizisten sonst, wie bereits erwähnt, keine Helme aufhatten und eher entspannt waren.
Die Situation am Einlass (4 offene Tore für 2.400 Leute) war schlecht. Das stimmt. Aber wieso rechtfertigt das den Blocksturm und was hätte es geändert, wenn mehr Tore offen gewesen wären? Das noch mehr Leute ohne Kontrolle reinkommen?
Usw. Vielleicht finde ich heute Abend noch etwas Zeit für mehr.
Im Fazit bleibt für mich aber, dass der Fanladen sich mit dem Schreiben in vielen Punkten keinen Gefallen getan hat.
24.11.2011 - 14:12 Uhr
Zitat von Tobster:
Zitat von Kaipi82:
Hier die Stellungnahme des Fanladens zum Tag in und um Rostock.
http://www.stpauli-fanladen.de/2011/11/stellungnahme-des-fanladen-st-pauli-zu-dem-spiel-in-rostock-am-19-11-2011/
Ich finde diese Stellungnahme ja mehr als schwierig. Mir fehlt gerade die Zeit sie im einzelnen mit meiner Erfahrung abzugleichen und es hier nieder zu schreiben, aber spontan sind mir verschiedene Dinge aufgefallen:
Das Aufregen über das Glasflaschenverbot im Sonderzug ist albern. Klar, ist der Fanladen Mieter dessen, aber ich hab nicht eine Person gesehen, die sich darüber beschwert hat, dass sie das Bier aus Dosen trinken musste (Mein Arzt sagt immer, ich soll Bier sowieso nur noch aus kleinen Dosen trinken :D). Ergo: Mücke = Elefant.
Die Hunde ohne Maulkorb waren bei Ankunft des Entlastungszugs damit beschäftigt sich unten rum selber sauber zu machen. Sprich: Lass ich sie in Ruhe, lassen sie mich in Ruhe.
Die behelmten Polizisten waren lediglich in der Unterführung des Bahnsteigs zu sehen. Dieses war die einzige Stelle wo wir direkt auf Heimfans haben treffen können (und bei der Abreise auch sind). Bei dem Konfliktpotential der Fangruppierungen und die Tatsache der Enge in der Unterführung, hätte ich nicht gewusst, was passiert wenn die Situation eskaliert, weil da z.B. jemand einen Böller schmeißt. Daher: Verständnis für jeden Polizisten der da einen Kopfschutz tragen möchte, um sich selber zu schützen. Sieht zwar agressiv aus, kann man mit einer simplen Erklärung wegwischen. Zumal die Polizisten sonst, wie bereits erwähnt, keine Helme aufhatten und eher entspannt waren.
Die Situation am Einlass (4 offene Tore für 2.400 Leute) war schlecht. Das stimmt. Aber wieso rechtfertigt das den Blocksturm und was hätte es geändert, wenn mehr Tore offen gewesen wären? Das noch mehr Leute ohne Kontrolle reinkommen?
Usw. Vielleicht finde ich heute Abend noch etwas Zeit für mehr.
Im Fazit bleibt für mich aber, dass der Fanladen sich mit dem Schreiben in vielen Punkten keinen Gefallen getan hat.
sign
Zitat von Kaipi82:
Hier die Stellungnahme des Fanladens zum Tag in und um Rostock.
http://www.stpauli-fanladen.de/2011/11/stellungnahme-des-fanladen-st-pauli-zu-dem-spiel-in-rostock-am-19-11-2011/
Ich finde diese Stellungnahme ja mehr als schwierig. Mir fehlt gerade die Zeit sie im einzelnen mit meiner Erfahrung abzugleichen und es hier nieder zu schreiben, aber spontan sind mir verschiedene Dinge aufgefallen:
Das Aufregen über das Glasflaschenverbot im Sonderzug ist albern. Klar, ist der Fanladen Mieter dessen, aber ich hab nicht eine Person gesehen, die sich darüber beschwert hat, dass sie das Bier aus Dosen trinken musste (Mein Arzt sagt immer, ich soll Bier sowieso nur noch aus kleinen Dosen trinken :D). Ergo: Mücke = Elefant.
Die Hunde ohne Maulkorb waren bei Ankunft des Entlastungszugs damit beschäftigt sich unten rum selber sauber zu machen. Sprich: Lass ich sie in Ruhe, lassen sie mich in Ruhe.
Die behelmten Polizisten waren lediglich in der Unterführung des Bahnsteigs zu sehen. Dieses war die einzige Stelle wo wir direkt auf Heimfans haben treffen können (und bei der Abreise auch sind). Bei dem Konfliktpotential der Fangruppierungen und die Tatsache der Enge in der Unterführung, hätte ich nicht gewusst, was passiert wenn die Situation eskaliert, weil da z.B. jemand einen Böller schmeißt. Daher: Verständnis für jeden Polizisten der da einen Kopfschutz tragen möchte, um sich selber zu schützen. Sieht zwar agressiv aus, kann man mit einer simplen Erklärung wegwischen. Zumal die Polizisten sonst, wie bereits erwähnt, keine Helme aufhatten und eher entspannt waren.
Die Situation am Einlass (4 offene Tore für 2.400 Leute) war schlecht. Das stimmt. Aber wieso rechtfertigt das den Blocksturm und was hätte es geändert, wenn mehr Tore offen gewesen wären? Das noch mehr Leute ohne Kontrolle reinkommen?
Usw. Vielleicht finde ich heute Abend noch etwas Zeit für mehr.
Im Fazit bleibt für mich aber, dass der Fanladen sich mit dem Schreiben in vielen Punkten keinen Gefallen getan hat.
sign
24.11.2011 - 16:15 Uhr
Ich unterschreib mal nicht und finde die Stellungnahme eigentlich ganz in Ordnung.
In der Stellungnahme sind u.a. "andere aus unserer Sicht kommentierenswerte Aspekte des Spieltags" aufgeführt.
Ich ich finde es da sehr erwähnenswert, in welcher Art und Weise von der Polizei auf die Planungen des Fanladens Einfluss genommen worden ist. Irgendeine Wertung oder gar Aufregung über das Glasflaschenverbot kann ich der Stellungnahme nicht entnehmen.
Ich sehe auch keinen vernünftigen Grund, die Hunde ohne Maulkorb zu präsentieren. Außer den vielleicht von dir genannten.
Den Selbstschutz gönne ich den Polizisten ja. Ist aber immer die Frage, wie dabei aufgetreten wird.
Und wird der Blocksturm gerechtfertigt? Ich finde, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass dieser aus Sicht des Fanladens hätte verhindert werden können.
Für mich zeigt die Stellungnahme aber nochmal deutlich, dass von Seiten des Vereins Hansa Rostock eben nicht alles getan worden ist, um den fehlgeleiteten Teil der Fans in ihre Schranken zu weisen.
In der Stellungnahme sind u.a. "andere aus unserer Sicht kommentierenswerte Aspekte des Spieltags" aufgeführt.
Ich ich finde es da sehr erwähnenswert, in welcher Art und Weise von der Polizei auf die Planungen des Fanladens Einfluss genommen worden ist. Irgendeine Wertung oder gar Aufregung über das Glasflaschenverbot kann ich der Stellungnahme nicht entnehmen.
Ich sehe auch keinen vernünftigen Grund, die Hunde ohne Maulkorb zu präsentieren. Außer den vielleicht von dir genannten.
Den Selbstschutz gönne ich den Polizisten ja. Ist aber immer die Frage, wie dabei aufgetreten wird.
Und wird der Blocksturm gerechtfertigt? Ich finde, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass dieser aus Sicht des Fanladens hätte verhindert werden können.
Für mich zeigt die Stellungnahme aber nochmal deutlich, dass von Seiten des Vereins Hansa Rostock eben nicht alles getan worden ist, um den fehlgeleiteten Teil der Fans in ihre Schranken zu weisen.
24.11.2011 - 18:00 Uhr
Zitat von stobbard:
Irgendeine Wertung oder gar Aufregung über das Glasflaschenverbot kann ich der Stellungnahme nicht entnehmen.
Sie haben sich drüber geärgert. Sonst hätte die Erwähnung in dem Schreiben doch keinen Sinn gemacht.
Zitat von stobbard:
Ich sehe auch keinen vernünftigen Grund, die Hunde ohne Maulkorb zu präsentieren. Außer den vielleicht von dir genannten.
Ist sicherlich Geschmackssache. Ich finde den Malukorb unnütz, wenn ich trainierte Polizeihunde hab (die also erstklassig abgerichtet sind und an der Leine geführt werden) und niemanden etwas tun, wenn ich sie in Ruhe lasse.
Zitat von stobbard:
Den Selbstschutz gönne ich den Polizisten ja. Ist aber immer die Frage, wie dabei aufgetreten wird.
Wie gesagt, ich fand das Auftreten der Polizei äußerst entspannt (und deeskalierend!) an dem Tag. Deshalb hatte ich im speziellen bei der Tunnelunterführung auch keine Probleme mit den Lord Helmchens.
Zitat von stobbard:
Und wird der Blocksturm gerechtfertigt? Ich finde, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass dieser aus Sicht des Fanladens hätte verhindert werden können.
In dem man mehr Eingänge aufmacht? Das erschliesst sich mir nicht und du müsstest mir erklären, wie dadurch ein Blocksturm verhindert wird. Wir waren knapp 1:15h vorher am Block, haben zwar ca.30 Minuten angestanden aber ab 30 Minuten vor Spielbeginn waren alle Fans drinnen. Also kein Grund für mich da 2h vorher den Block zu stürmen.
Zitat von stobbard:
Für mich zeigt die Stellungnahme aber nochmal deutlich, dass von Seiten des Vereins Hansa Rostock eben nicht alles getan worden ist, um den fehlgeleiteten Teil der Fans in ihre Schranken zu weisen.
Sorry, jetzt wird es aber ganz bunt. Was hat denn das oben genannte mit dem gastgebenden Verein und den fehlgeleiteten Fans zu tun? Über welche fehlgeleiteten Fans redest du denn? Ich glaube du vermischt da ein bisschen was.
Ich sag ja nicht, dass das alles falsch ist, was der Fanladen geschrieben hat. Und in vielen Punkten teile ich auch die Eindrücke und Einschätzungen. Das Gesamtbild wird aber meiner Meinung nach dadurch getrübt, dass da vielfach überinterpretiert wird und dann am Ende noch mal die Repressionskeule geschwungen wird (was relativ amüsant ist, da, wenn man es überspitzt ausdrückt, man sich direkt davor noch über mangelnde Repression gegenüber einigen Heim-Fans beschwert).
Irgendeine Wertung oder gar Aufregung über das Glasflaschenverbot kann ich der Stellungnahme nicht entnehmen.
Sie haben sich drüber geärgert. Sonst hätte die Erwähnung in dem Schreiben doch keinen Sinn gemacht.
Zitat von stobbard:
Ich sehe auch keinen vernünftigen Grund, die Hunde ohne Maulkorb zu präsentieren. Außer den vielleicht von dir genannten.
Ist sicherlich Geschmackssache. Ich finde den Malukorb unnütz, wenn ich trainierte Polizeihunde hab (die also erstklassig abgerichtet sind und an der Leine geführt werden) und niemanden etwas tun, wenn ich sie in Ruhe lasse.
Zitat von stobbard:
Den Selbstschutz gönne ich den Polizisten ja. Ist aber immer die Frage, wie dabei aufgetreten wird.
Wie gesagt, ich fand das Auftreten der Polizei äußerst entspannt (und deeskalierend!) an dem Tag. Deshalb hatte ich im speziellen bei der Tunnelunterführung auch keine Probleme mit den Lord Helmchens.
Zitat von stobbard:
Und wird der Blocksturm gerechtfertigt? Ich finde, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass dieser aus Sicht des Fanladens hätte verhindert werden können.
In dem man mehr Eingänge aufmacht? Das erschliesst sich mir nicht und du müsstest mir erklären, wie dadurch ein Blocksturm verhindert wird. Wir waren knapp 1:15h vorher am Block, haben zwar ca.30 Minuten angestanden aber ab 30 Minuten vor Spielbeginn waren alle Fans drinnen. Also kein Grund für mich da 2h vorher den Block zu stürmen.
Zitat von stobbard:
Für mich zeigt die Stellungnahme aber nochmal deutlich, dass von Seiten des Vereins Hansa Rostock eben nicht alles getan worden ist, um den fehlgeleiteten Teil der Fans in ihre Schranken zu weisen.
Sorry, jetzt wird es aber ganz bunt. Was hat denn das oben genannte mit dem gastgebenden Verein und den fehlgeleiteten Fans zu tun? Über welche fehlgeleiteten Fans redest du denn? Ich glaube du vermischt da ein bisschen was.
Ich sag ja nicht, dass das alles falsch ist, was der Fanladen geschrieben hat. Und in vielen Punkten teile ich auch die Eindrücke und Einschätzungen. Das Gesamtbild wird aber meiner Meinung nach dadurch getrübt, dass da vielfach überinterpretiert wird und dann am Ende noch mal die Repressionskeule geschwungen wird (was relativ amüsant ist, da, wenn man es überspitzt ausdrückt, man sich direkt davor noch über mangelnde Repression gegenüber einigen Heim-Fans beschwert).
24.11.2011 - 18:36 Uhr
Quelle: www.fcstpauli.com
Turnusgemäß wird es keine gemeinsame weitere Aufarbeitung des Spieltages mit uns, der Polizei und den weiteren Beteiligten geben. Wir fordern daher auf diesem Wege ein Umdenken in der grundsätzlichen Sicherheitsstrategie! Der eingeschlagene Weg der Eskalation muss sofort beendet werden. Und hierbei sind vor allem die professionellen Akteure in der Pflicht, erste Schritte zu unternehmen!
Ich finde dass diese Darstellung des Fanladens eher ein Pamphlet ist als der Wahrheitsfindung dient. Zum Beispiel hätte ich mir erwartet dass man den Verantwortlichen von HRO zumindest zugesteht dass sie sehr viel getan haben damit dass Spiel mit Gästefans stattfinden konnte. Ich will den ganzen Wahnsinn der da abging nicht schönreden oder verniedlichen aber die leichtere Variante für HRO wäre es doch gewesen wenn sie , von mir aus mit Hilfe der Polizei, DFB oder Ordnungsamt, ein Auswärtsfanverbot gemacht hätten eine Bannmeile um das Stadion gelegt hätten und dafür gleichzeitig auf ein Kartenkontingent beim Rückspiel verzichtet hätten - das haben sie nicht gemacht und viele Auswärtsfahrer waren happy dass sie dabei waren, denn eigentlich will keiner Heimspiele ohne Gästefans. Zum anderen gestehe ich der Polizei sehr wohl zu dass sie Helme tragen und ob Hunde mit Beisskorb oder nicht herumlaufen ist mir persönlich auch schnuppe denn wenn mich ein Hund angreift dann habe ich , bei einem ausgebildeten Diensthund , schon vorher einen Fehler gemacht - es läuft eben alles auf Eigenverantwortung raus und eben nicht dass "die Anderen , Oberen etc. die ersten Schritte unternehmen sollen!
Leider haben unsere ***** en und deren ***** en wieder sehr viel dazu beigetragen dass der gemeine/wohlwollende Fußballfan wieder noch mehr Schikanen zu erdulden hat wenn er sich ein Match anschaut. Soviel kann ich prophezeien dass die meisten von uns noch personalisierte Eintrittskarten und einen gläsernen Fußballfan erleben werden , irgendwohin müssen ja die ganzen Nacktscanner, die sich auf Flugplätzen nicht durchsetzen konnten, hinverkauft werden :(
Verharmlost wurde in dieser Stellungsnahme auch wiedereinmal die eigenen Lowbrainer im besten Anhang der Welt. Die Zusammenarbeit beider Vereine im Vorfeld inklusive gemeinsamer Erklärung fand ich super , das sollte Schule machen.
Unterm Strich eine mit viel Pathos hingetippte 08-15 Erklärung die mehr einem Parteiprogramm gleicht als irgendetwas erklärt.
24.11.2011 - 21:10 Uhr
Zitat von Tobster:
Sorry, jetzt wird es aber ganz bunt. Was hat denn das oben genannte mit dem gastgebenden Verein und den fehlgeleiteten Fans zu tun? Über welche fehlgeleiteten Fans redest du denn? Ich glaube du vermischt da ein bisschen was.
Bunt? Das war nicht meine Absicht. Ich wollte das Faß nicht wieder aufmachen und habe mich daher kurz und dabei mißverständlich ausgedrückt. Das "oben genannte" und auch dein Beitrag hat gar nichts mit dem gastgebenden Verein zu tun. Die Stellungnahme des Fanladens schon. Und reden wollte ich ausschließlich über die im Stadion Anwesenden, die sich als Fans von Hansa Rostock bezeichnen, sich aber nicht so verhalten, als ob ihnen viel am Verein liegen würde.
Sorry, jetzt wird es aber ganz bunt. Was hat denn das oben genannte mit dem gastgebenden Verein und den fehlgeleiteten Fans zu tun? Über welche fehlgeleiteten Fans redest du denn? Ich glaube du vermischt da ein bisschen was.
Bunt? Das war nicht meine Absicht. Ich wollte das Faß nicht wieder aufmachen und habe mich daher kurz und dabei mißverständlich ausgedrückt. Das "oben genannte" und auch dein Beitrag hat gar nichts mit dem gastgebenden Verein zu tun. Die Stellungnahme des Fanladens schon. Und reden wollte ich ausschließlich über die im Stadion Anwesenden, die sich als Fans von Hansa Rostock bezeichnen, sich aber nicht so verhalten, als ob ihnen viel am Verein liegen würde.
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