Mitarbeiter der SG Dynamo Dresden
22.02.2012 - 09:36 Uhr
05.02.2014 - 17:45 Uhr
Zitat von Gossenboss:
Der unterlegene Bewerber könnte doch aber theoretisch eine Befangenheit (da er schon VOR der Ausschreibung einen Favoriten hatte) bei Herrn Blümel feststellen lassen und sich auf das Interview bei Radio DD beziehen, oder? :ugly
Meinst du das jetzt in dem Sinn, dass die Einstellung des Favoriten unwirksam sei, weil ein "befangenes" AR-Mitglied mitwirkte? Also Blümel kann noch so befangen sein, es würde an der Wirksamkeit des AR-Beschlusses, den Favoriten einzustellen, nichts ändern. Befangenheit spielt bei Richtern eine Rolle oder bei Abgeordneten. Die SGD ist aber ein privater Verein und keine öffentliche Anstalt. Wenn ein Bäcker einem Kunden kein Brötchen verkauft, weil ihm die Nase des Kunden nicht passt, kann der enttäuschte Käufer selbst dann nichts machen, wenn seine Nase nachweislich schöner als bei dem Kunden ist, dem der Bäcker die Brötchen verkauft.
Keine Frage, einen faden Beigeschmack hätte die Sache allemal und es ist zumindest unproffesionell, wie sich Blümel äußerte. Juristisch wird das aber folgenlos bleiben.
Der unterlegene Bewerber könnte doch aber theoretisch eine Befangenheit (da er schon VOR der Ausschreibung einen Favoriten hatte) bei Herrn Blümel feststellen lassen und sich auf das Interview bei Radio DD beziehen, oder? :ugly
Meinst du das jetzt in dem Sinn, dass die Einstellung des Favoriten unwirksam sei, weil ein "befangenes" AR-Mitglied mitwirkte? Also Blümel kann noch so befangen sein, es würde an der Wirksamkeit des AR-Beschlusses, den Favoriten einzustellen, nichts ändern. Befangenheit spielt bei Richtern eine Rolle oder bei Abgeordneten. Die SGD ist aber ein privater Verein und keine öffentliche Anstalt. Wenn ein Bäcker einem Kunden kein Brötchen verkauft, weil ihm die Nase des Kunden nicht passt, kann der enttäuschte Käufer selbst dann nichts machen, wenn seine Nase nachweislich schöner als bei dem Kunden ist, dem der Bäcker die Brötchen verkauft.
Keine Frage, einen faden Beigeschmack hätte die Sache allemal und es ist zumindest unproffesionell, wie sich Blümel äußerte. Juristisch wird das aber folgenlos bleiben.
07.02.2014 - 06:55 Uhr
Quelle: www.bild.de
Nach Sportdirektor Minge
Kommt auch Aehlig zurück?
Von TIM SCHLEGEL .Dynamo sucht mit Hochdruck einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer, die öffentliche Ausschreibung läuft noch bis 16. Februar. Jetzt gibt‘s einen neuen Kandidaten, der aufhorchen lässt: Frank Aehlig (46)!
Der gebürtige Dresdner hat wie der neue Sportdirektor Ralf Minge (53) schon mal bei Dynamo gearbeitet, war von 1997 bis 2000 Geschäftsführer.
Kommt auch Aehlig zurück?
Fakt ist: Er würde sehr gut ins Anforderungsprofil passen, ist deshalb auch im Aufsichtsrat ein Thema. Dessen Chef Thomas Blümel (48) sagt: „Man braucht einen guten Fachmann und Strategen, der führen kann.“
Aehlig ist gelernter Bankkaufmann, bringt jede Menge Erfahrung aus dem Fußball-Geschäft mit.
So arbeitete er u.a. bei den damaligen Zweitligisten Reutlingen und Ahlen als Sportdirektor bzw. Manager, später sogar in der Bundesliga in Kaiserslautern und zuletzt beim VfL Wolfsburg.
Dort hatte er in den vergangenen zehn Jahren mit so angesehenen Fußball-Experten wie Armin Veh, Dieter Hoeneß oder Felix Magath zu tun. Hat dadurch beste Kontakte in die Bundesliga-Szene.
Auch wichtig: Wie für Minge ist auch für Aehlig Dynamo eine Herzensangelegenheit. Beide sehen nicht ihre persönliche Profilierung, sondern den Verein im Vordergrund. Das ist bei Dynamo leider nicht selbstverständlich...
http://www.transfermarkt.de/de/frank-aehlig/aufeinenblick/trainer_10256.html?from=direktErgebnis Kommt auch Aehlig zurück?
Von TIM SCHLEGEL .Dynamo sucht mit Hochdruck einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer, die öffentliche Ausschreibung läuft noch bis 16. Februar. Jetzt gibt‘s einen neuen Kandidaten, der aufhorchen lässt: Frank Aehlig (46)!
Der gebürtige Dresdner hat wie der neue Sportdirektor Ralf Minge (53) schon mal bei Dynamo gearbeitet, war von 1997 bis 2000 Geschäftsführer.
Kommt auch Aehlig zurück?
Fakt ist: Er würde sehr gut ins Anforderungsprofil passen, ist deshalb auch im Aufsichtsrat ein Thema. Dessen Chef Thomas Blümel (48) sagt: „Man braucht einen guten Fachmann und Strategen, der führen kann.“
Aehlig ist gelernter Bankkaufmann, bringt jede Menge Erfahrung aus dem Fußball-Geschäft mit.
So arbeitete er u.a. bei den damaligen Zweitligisten Reutlingen und Ahlen als Sportdirektor bzw. Manager, später sogar in der Bundesliga in Kaiserslautern und zuletzt beim VfL Wolfsburg.
Dort hatte er in den vergangenen zehn Jahren mit so angesehenen Fußball-Experten wie Armin Veh, Dieter Hoeneß oder Felix Magath zu tun. Hat dadurch beste Kontakte in die Bundesliga-Szene.
Auch wichtig: Wie für Minge ist auch für Aehlig Dynamo eine Herzensangelegenheit. Beide sehen nicht ihre persönliche Profilierung, sondern den Verein im Vordergrund. Das ist bei Dynamo leider nicht selbstverständlich...
07.02.2014 - 07:23 Uhr
Frank Aehlig also, aha. Kann irgendjemand was über den Herrn sagen?
Wenn ich mir die Auflistung seiner Stationen anschaue, stellt sich mir die Frage, was in dem Fall der Unterschied zwischen "Manager" und "Teammanager" ist. Meine Auffassung von Teammanager im klassischen Sinn geht eher in die Richtung Sir Alex Ferguson.
Wenn ich mir die Auflistung seiner Stationen anschaue, stellt sich mir die Frage, was in dem Fall der Unterschied zwischen "Manager" und "Teammanager" ist. Meine Auffassung von Teammanager im klassischen Sinn geht eher in die Richtung Sir Alex Ferguson.
07.02.2014 - 08:16 Uhr
Quelle: www.morgenpost.de
Doch dann fiel jener Satz, der in Reutlingen mittlerweile eine gewisse Berühmtheit besitzt. Ausgesprochen von Frank Aehlig: "Der Verein läuft auf furchtbar dünnem Eis", sagte der damalige Sportdirektor im Herbst 2001. Es war der Vorbote einer Krise, die im April im Desaster endete: Lizenzentzug durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL). Rückwirkend für die Saison 2001/2002. Begründung: "schwer wiegende Verstöße" im Lizenzierungsverfahren. Der Hintergrund: Abenteuerliche finanzielle Transaktionen unter Präsident Winko.
Veh und Aehlig hatten den Verein da schon verlassen, wenig später trat Winko zurück. Derzeit sitzt der 60-Jährige in Untersuchungshaft, die Anklage lautet auf Untreue. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Winko in den Jahren 1998 bis 2000 insgesamt 7,7 Millionen Mark vor allem zu Lasten seines früheren Arbeitsgebers veruntreut hat. Davon sollen sieben Millionen an den SSV geflossen sein. Wegen Untreue ist bereits Winkos Vorgänger im Präsidentenamt, der frühere baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Hermann Schaufler, verurteilt worden.
Zwar erhielten die Reutlinger ihre Lizenz zurück, mussten aber mit einem Sechs-Punkte-Abzug in die Spielzeit 2002/03 starten, an deren Ende der Abstieg stand. Was auch der Stadt gehörig Bauchschmerzen verursacht. Schließlich hat die Kommune den größeren Teil der 15 Millionen Euro für die neue Haupttribüne erbracht. Ein prachtvolles Bauwerk, in dem nun ein Viertligist spielt.
Zitat von Booze:Veh und Aehlig hatten den Verein da schon verlassen, wenig später trat Winko zurück. Derzeit sitzt der 60-Jährige in Untersuchungshaft, die Anklage lautet auf Untreue. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Winko in den Jahren 1998 bis 2000 insgesamt 7,7 Millionen Mark vor allem zu Lasten seines früheren Arbeitsgebers veruntreut hat. Davon sollen sieben Millionen an den SSV geflossen sein. Wegen Untreue ist bereits Winkos Vorgänger im Präsidentenamt, der frühere baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Hermann Schaufler, verurteilt worden.
Zwar erhielten die Reutlinger ihre Lizenz zurück, mussten aber mit einem Sechs-Punkte-Abzug in die Spielzeit 2002/03 starten, an deren Ende der Abstieg stand. Was auch der Stadt gehörig Bauchschmerzen verursacht. Schließlich hat die Kommune den größeren Teil der 15 Millionen Euro für die neue Haupttribüne erbracht. Ein prachtvolles Bauwerk, in dem nun ein Viertligist spielt.
Frank Aehlig also, aha. Kann irgendjemand was über den Herrn sagen?
Seine Vita liest sich gut. Er war nicht nur bei finanzstarken attraktiven Vereinen sondern kennt auch wirtschaftliche Probleme.
Ein Schelm aber, wer da Parallelen zwischen Reutlingen und Dresden sieht.... :)
Hier ein Zitat aus der Mopo
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sachsenpfeil am 07.02.2014 um 08:20 Uhr bearbeitet
07.02.2014 - 09:36 Uhr
Inwieweit war Aehlig damals für Kölmel verantwortlich?
17.02.2014 - 13:49 Uhr
Quelle: www.rp-online.de
Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer die Qual der Wahl. Nach Angaben des Vereins haben sich 70 Kandidaten für die Nachfolge des beurlaubten Christian Müller beworben. Die Bewerbungsfrist endete am vergangenen Sonntag, bereits in dieser Woche will Dynamo die ersten Gespräche führen. Anfang Februar hatte sich der abstiegsbedrohte achtmalige DDR-Meister überraschend sowohl von Müller als auch von Sportdirektor Steffen Menze getrennt. Nachfolger von Menze wurde Ralf Minge, der für den kaufmännischen Bereich zuständige Geschäftsführerposten war auf der Dresdner Homepage ausgeschrieben worden.
Na mal schauen
18.02.2014 - 07:03 Uhr
In SZ-Online ist ein Artikel zu Oppitz, seinen Beweggründen 2012 und wieso er sich nicht beworben hat. Falls einer kann.
18.02.2014 - 08:37 Uhr
"Von wegen Chaos-Klub: Dynamo Dresden hat von seiner Anziehungskraft offenbar nichts eingebüßt. Darauf lässt jedenfalls die Zahl der Bewerbungen schließen, die bei dem Fußball-Zweitligisten für die Stelle des kaufmännischen Geschäftsführers eingegangen sind. Laut Vereinsangaben gibt es 70 Kandidaten, nach einer Vorauswahl will der Aufsichtsrat in dieser Woche die Gespräche beginnen.
Zwei bekannte Namen fehlen jedoch auf der Liste. Weder Ex-Geschäftsführer Volker Oppitz noch Thomas Bohn, bis November 2013
Aufsichtsratschef, haben sich beworben. Bohn möchte sich zu den Gründen nicht äußern. „Ich denke, dass es momentan nicht passt, aber ich bleibe dem Verein in jeglicher Hinsicht verbunden“, erklärte der Unternehmer auf Nachfrage der SZ. „Wenn meine Hilfe gefragt ist, stehe ich bereit.“
Bohn musste angesichts der Mehrheitsverhältnisse fürchten, im Aufsichtsrat nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zu bekommen. Zur Neuwahl durfte er aus formalen, satzungstechnischen Gründen nicht antreten, ein von ihm unterstütztes „Team für Dynamo“ fiel mit Ausnahme von Libero-Legende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner durch. Stattdessen wurden mehrere Aufsichtsräte gewählt, die von den aktiven Fans unterstützt worden waren. Die Bohn-Befürworter sind dadurch in der Minderheit.
Bei Oppitz liegt es etwas anders, aber auch der am Sonntag 36 Jahre alt gewordene frühere Kapitän vermisste wohl die uneingeschränkte Rückendeckung. Er habe nach Gesprächen mit Vertretern des Aufsichtsrates ein gutes Gefühl gehabt, sagt Oppitz auf Nachfrage der SZ. „Wir lagen in unseren Auffassungen über die anstehenden Aufgaben ziemlich eng beieinander, also habe ich gesagt: Ich bin dabei, zumal ich die Konstellation mit Ralf Minge sehr spannend fand.“
Doch dann gab es plötzlich Bedenken, nicht bei ihm, sondern offenbar von einigen Gremienmitgliedern. Oppitz hatte es in seiner Zeit
als Geschäftsführer nicht allen recht gemacht, lag mit dem Aufsichtsrat unter Bohn regelmäßig im Clinch. Sein strikter Sparkurs, durch den Dynamo das städtische Darlehen in Höhe von 1,25 Millionen Euro vorfristig zurückzahlen und Gewinn erwirtschaften konnte, kollidierte mit dem Ansinnen, mehr Geld für die Mannschaft auszugeben. Oppitz stellte zur Mitgliederversammlung 2011 klar: Er werde keine neuen Schulden machen, um sportlichen Erfolg zu erkaufen.
Zudem lag er bei der Einstellung von Steffen Menze als Sportchef und Trainer Ralf Loose mit Teilen des Aufsichtsrates über Kreuz. Damals hatte es jeweils ein 5:4-Votum gegeben. Eine solche Zerreißprobe will Oppitz jetzt nicht riskieren. „Die Aufgaben, vor denen der Verein steht, sind so schwierig und komplex, dass man sich voll darauf konzentrieren können muss“, sagt er. „Das geht nur, wenn alle zusammenarbeiten, an einem Strang ziehen. Grundlage dafür ist gegenseitiges Vertrauen.“
Das war Oppitz auch deshalb wichtig, weil er in seiner Amtszeit andere Erfahrungen gemacht hatte. Für seinen Rücktritt am 1. Februar
2012 ließ er durch den Verein offiziell gesundheitliche Gründe angeben, woraus fälschlicherweise in der öffentlichen Darstellung ein mentales Problem bis hin zum Burn-out gemacht wurde. „Dabei war es so, dass es mir blendend ging“, stellt Oppitz noch einmal klar. „Es kamen ja auch jetzt wieder Fragen auf, ob ich überhaupt belastungsfähig und stressresistent sei. Selbstverständlich bin ich das.“
Warum er wirklich hingeschmissen hatte, erklärt der Doktor der Wirtschaftswissenschaft so: „Ich hatte die Gewissheit gewonnen, dass es keinen Sinn mehr macht, weil mir permanent Steine in den Weg gelegt wurden.“ Aktuell war im Februar 2012 gerade die Vertragsverlängerung mit Menze und Loose strittig. Die brachte der Aufsichtsrat dann jedoch schnell unter Dach und Fach, um sie am Tag nach dem Oppitz-Abschied als gute Nachricht verkaufen zu können.
Oppitz hatte die Formulierung von den gesundheitlichen Gründen selbst vorgeschlagen, um Dynamo zu schützen. Wenn er von den zerrütteten Verhältnissen zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat berichtet hätte, wäre das gerade neu aufgebaute Vertrauen unter anderem zur Stadt beschädigt worden, begründet er. „Ich wollte vermeiden, dass der Verein in Turbulenzen gerät.“
Als Makel wird ihm von einigen angeheftet, dass er den Verein später verklagt hat. „Wir hatten eine Abfindung vereinbart, aber plötzlich hieß es, der Aufsichtsrat stimme nicht zu“, berichtet Oppitz. „Ich habe trotzdem versucht, einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen, aber die Verantwortlichen wollten davon nichts wissen. Ich solle doch klagen, hieß es.“ Dynamo zog vor Gericht den Kürzeren, musste
etwa 60000 Euro zahlen. Oppitz kommentiert die Summe nicht, sagt aber: „Mit meinem Vergleichsangebot wäre der Verein wesentlich günstiger gekommen.“
Nachdem der neue Annäherungsversuch gescheitert ist, verfolgt er andere Projekte weiter. „Ich habe privatwirtschaftliche Optionen“, sagt Oppitz. Der Verein muss nun den Kandidaten finden, der sowohl die fachliche Qualifikation als auch die Identifikation mitbringt. So soll mit Frank Aehlig ein weiterer Ex-Geschäftsführer seine Unterlagen eingereicht haben. „Es sind sehr interessante Bewerber sowohl aus der Fußballbranche als auch aus der Wirtschaft dabei“, meint der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Blümel, der jedoch keine Namen nennen will.
Anders als bisher soll es keinen Hauptgeschäftsführer geben, sondern beide gleichberechtigt sein. Für den Sport ist seit einer Woche
Ralf Minge verantwortlich."
Quelle: SZ-Online
Zwei bekannte Namen fehlen jedoch auf der Liste. Weder Ex-Geschäftsführer Volker Oppitz noch Thomas Bohn, bis November 2013
Aufsichtsratschef, haben sich beworben. Bohn möchte sich zu den Gründen nicht äußern. „Ich denke, dass es momentan nicht passt, aber ich bleibe dem Verein in jeglicher Hinsicht verbunden“, erklärte der Unternehmer auf Nachfrage der SZ. „Wenn meine Hilfe gefragt ist, stehe ich bereit.“
Bohn musste angesichts der Mehrheitsverhältnisse fürchten, im Aufsichtsrat nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zu bekommen. Zur Neuwahl durfte er aus formalen, satzungstechnischen Gründen nicht antreten, ein von ihm unterstütztes „Team für Dynamo“ fiel mit Ausnahme von Libero-Legende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner durch. Stattdessen wurden mehrere Aufsichtsräte gewählt, die von den aktiven Fans unterstützt worden waren. Die Bohn-Befürworter sind dadurch in der Minderheit.
Bei Oppitz liegt es etwas anders, aber auch der am Sonntag 36 Jahre alt gewordene frühere Kapitän vermisste wohl die uneingeschränkte Rückendeckung. Er habe nach Gesprächen mit Vertretern des Aufsichtsrates ein gutes Gefühl gehabt, sagt Oppitz auf Nachfrage der SZ. „Wir lagen in unseren Auffassungen über die anstehenden Aufgaben ziemlich eng beieinander, also habe ich gesagt: Ich bin dabei, zumal ich die Konstellation mit Ralf Minge sehr spannend fand.“
Doch dann gab es plötzlich Bedenken, nicht bei ihm, sondern offenbar von einigen Gremienmitgliedern. Oppitz hatte es in seiner Zeit
als Geschäftsführer nicht allen recht gemacht, lag mit dem Aufsichtsrat unter Bohn regelmäßig im Clinch. Sein strikter Sparkurs, durch den Dynamo das städtische Darlehen in Höhe von 1,25 Millionen Euro vorfristig zurückzahlen und Gewinn erwirtschaften konnte, kollidierte mit dem Ansinnen, mehr Geld für die Mannschaft auszugeben. Oppitz stellte zur Mitgliederversammlung 2011 klar: Er werde keine neuen Schulden machen, um sportlichen Erfolg zu erkaufen.
Zudem lag er bei der Einstellung von Steffen Menze als Sportchef und Trainer Ralf Loose mit Teilen des Aufsichtsrates über Kreuz. Damals hatte es jeweils ein 5:4-Votum gegeben. Eine solche Zerreißprobe will Oppitz jetzt nicht riskieren. „Die Aufgaben, vor denen der Verein steht, sind so schwierig und komplex, dass man sich voll darauf konzentrieren können muss“, sagt er. „Das geht nur, wenn alle zusammenarbeiten, an einem Strang ziehen. Grundlage dafür ist gegenseitiges Vertrauen.“
Das war Oppitz auch deshalb wichtig, weil er in seiner Amtszeit andere Erfahrungen gemacht hatte. Für seinen Rücktritt am 1. Februar
2012 ließ er durch den Verein offiziell gesundheitliche Gründe angeben, woraus fälschlicherweise in der öffentlichen Darstellung ein mentales Problem bis hin zum Burn-out gemacht wurde. „Dabei war es so, dass es mir blendend ging“, stellt Oppitz noch einmal klar. „Es kamen ja auch jetzt wieder Fragen auf, ob ich überhaupt belastungsfähig und stressresistent sei. Selbstverständlich bin ich das.“
Warum er wirklich hingeschmissen hatte, erklärt der Doktor der Wirtschaftswissenschaft so: „Ich hatte die Gewissheit gewonnen, dass es keinen Sinn mehr macht, weil mir permanent Steine in den Weg gelegt wurden.“ Aktuell war im Februar 2012 gerade die Vertragsverlängerung mit Menze und Loose strittig. Die brachte der Aufsichtsrat dann jedoch schnell unter Dach und Fach, um sie am Tag nach dem Oppitz-Abschied als gute Nachricht verkaufen zu können.
Oppitz hatte die Formulierung von den gesundheitlichen Gründen selbst vorgeschlagen, um Dynamo zu schützen. Wenn er von den zerrütteten Verhältnissen zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat berichtet hätte, wäre das gerade neu aufgebaute Vertrauen unter anderem zur Stadt beschädigt worden, begründet er. „Ich wollte vermeiden, dass der Verein in Turbulenzen gerät.“
Als Makel wird ihm von einigen angeheftet, dass er den Verein später verklagt hat. „Wir hatten eine Abfindung vereinbart, aber plötzlich hieß es, der Aufsichtsrat stimme nicht zu“, berichtet Oppitz. „Ich habe trotzdem versucht, einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen, aber die Verantwortlichen wollten davon nichts wissen. Ich solle doch klagen, hieß es.“ Dynamo zog vor Gericht den Kürzeren, musste
etwa 60000 Euro zahlen. Oppitz kommentiert die Summe nicht, sagt aber: „Mit meinem Vergleichsangebot wäre der Verein wesentlich günstiger gekommen.“
Nachdem der neue Annäherungsversuch gescheitert ist, verfolgt er andere Projekte weiter. „Ich habe privatwirtschaftliche Optionen“, sagt Oppitz. Der Verein muss nun den Kandidaten finden, der sowohl die fachliche Qualifikation als auch die Identifikation mitbringt. So soll mit Frank Aehlig ein weiterer Ex-Geschäftsführer seine Unterlagen eingereicht haben. „Es sind sehr interessante Bewerber sowohl aus der Fußballbranche als auch aus der Wirtschaft dabei“, meint der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Blümel, der jedoch keine Namen nennen will.
Anders als bisher soll es keinen Hauptgeschäftsführer geben, sondern beide gleichberechtigt sein. Für den Sport ist seit einer Woche
Ralf Minge verantwortlich."
Quelle: SZ-Online
18.02.2014 - 12:51 Uhr
Schade um Oppitz. Habe gehofft, dass er das Rennen macht. Gerade bei der sensiblen Position des GF wäre es aus Fansicht nicht schlecht gewesen, den geliebten Volker wieder auf dieser Position zu sehen.
18.02.2014 - 13:35 Uhr
Also wenn das so alles stimmt was der Volker hier berichtet, dann kann man sich nur noch sorgen machen! Wieso wird so vehement gegen Leute gearbeitet die den Verein nach vorn gebracht haben? Wieso wird die "Dynamo-Karte" gespielt, damit Geld eingespart werden kann anstatt endlich moralisch und rechtlich zu handeln?
Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, das ein neuer GF nicht auch die selben Probleme bekommen wird..
Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, das ein neuer GF nicht auch die selben Probleme bekommen wird..
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