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Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
Zeige Ergebnisse 31-40 von 399.
Michael Preetz |#31
18.01.2015 - 15:25 Uhr
Ich finde diese Bewertung der Transfers relativ fragwürdig. Man muss auch immer den Zweck der Transfers und die Rahmenbedingungen betrachten und da kommt ein z.B. van den Bergh nicht als Flop daher. Der Trainer kannte ihn, er war ablösefrei und hat eine mehr als passable Hinrunde gespielt. In Anbetracht unserer damaligen finanziellen Rahmenbedingungen war das auch schon ein sinnvoller Transfer, da man Bundesligaerfahrung suchte und die mit van den Bergh auch gefunden hat. Das er nun keine Rolle mehr spielt ist einigen anderen Faktoren geschuldet, unter anderem, dass ihn ein Nico Schulz qualiativ überholt hat und dieser z.B. auch nicht mehr planmäßig im LM spielt.

Auch einen Plattenhardt, Hegeler oder Haraguchi abzuschreiben halte ich für falsch. Die Spieler sind erst ein halbes Jahr bei uns und waren teilweise verletzt und müssen daher den Rückstand eben aufholen, da andere Spieler sich in dieser Zeit ein Standing beim Trainer erarbeiten konnten. Das ist vor allem bei Plattenhardt schwer ins Gewicht gefallen, der dann auch noch gegen Hannover einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Die Transfers, die Preetz in diesem Sommer und in den Transferperioden davor tätigte waren definitiv ein Fortschritt zu den Transfers, die wir nach dem Aufstieg mit Babbel tätigten. Was nun mit Jos passiert, wenn der Start misslingt ist relativ unklar. Preetz weiß auch, dass die letzten Trainerwechsel im Abstiegskampf nicht wirklich fruchteten, derzeit gute Alternativen rar gesät sind, der Druck der Medienlandschaft noch nicht spürbar ist und er auch gleichzeitig an seinem Stuhl sägen würde, wenn er Luhukay entließe. Er hat immer mal wieder betont, dass Luhukay der beste und wichtigste Transfer gewesen sei, den kann man nicht so einfach revidieren.

Im Sommer, wenn wir mit Luhukay die Klasse halten und eine "solide" Rückrunde spielen sollten, kann man sich über einen neuen Trainer Gedanken machen. Aufgrund des KKR Deals können wir rein theoretisch (!) im Sommer den nächsten Schritt wagen und uns etwas nach oben orientieren. Damit meine ich nicht kurzfristig die Europapokalplätze, sondern einen einstelligen Tabellenplatz. Ob Luhukay dann noch der richtige Mann ist, das muss dann entschieden werden. Mit der Hinrunde hat er jedenfalls keine Pro-Argumente gesammelt. Luhukay scheint eher ein Typ für den Abstiegskampf zu sein und benötigt dafür auch keine Stars oder großen Namen, die nicht seinem Spielerideal entsprechen. Dazu kommt die maue Einbindung der Talente, aber das wurde schon zu genüge erörtert.

Weiterer kleiner Ausblick in den Sommer, sollten wir die Klasse halten: Unser Kader hat im Grunde schon ein sehr erfahrenes Gerüst, das wir nun mit jungen Talenten füllen sollten. Ndjeng und Janker werden den Verein relativ sicher verlassen. Jankers Kaderplatz war eh die Tribüne, daher wäre ein Ersatz dort nicht unbedingt notwendig. Ndjeng ist allerdings als RV Back-up schon interessanter und dort sollte man sich vorerst mal in der eigenen Akademie/U23 umsehen. Gibt es dort einen vielversprechenden Mann auf der RV Position, Yanni Regäsel ist zumindest in der U23 Stammspieler und wäre eine Option.

Weiter laufen 2016 einige Verträge aus, auch von Spielern, die nicht mehr zum Stammpersonal gehören. Jarstein, Niemeyer, van den Bergh, Burchert und Wagner wären hier zu nennen. Zudem könnte Heitinga (Vertrag bis 2016) Wechselabsichten bekunden, wenn er in der Rückrunde weiterhin nicht zum Stammpersonal zählen sollte. Bei Baumjohann muss man abwarten, wie er seinen zweiten Kreuzbandriss verdaut. Schulz und Ben-Hatira sind sicherlich Kandidaten für einen längeren Verbleib. Um den Faden jedoch wieder aufzunehmen. Sollte man sich von einigen Spielern trennen können, dann wären junge Alternativen sicherlich sinnvoller, da diese eventuell einen höheren Wiederverkaufswert entwickeln könnten. Auch wäre es sinnvoll einen Haraguchi für ein Jahr zu verleihen, wenn er in der Rückrunde nicht über die Reservistenrolle und seine guten Ansätze hinauskommt. Auch könnte man so bei einigen "Juwelen" verfahren und sie nicht erst bei der U23 parken. Ein Mittelstädt (als Beispiel, weil er nun mit ins Trainingslager darf) hat auf der LV Position realistisch betrachtet keine Chance, da mit Schulz und Plattenhardt zwei junge Spieler noch vor ihm stehen. Wenn man in ihm trotzdem einen potenziellen LV sieht, dann sollte man probieren, ihn in die 2. oder 3. Liga zu verleihen, dort werden junge Talente oft gesucht und gern genommen. Wenn er dann nach der Leihzeit eine gute Entwicklung durchlaufen hat, sieht man ja, welche personelle Entwicklung es auf seiner Position gibt und ob er sich so entwickelt hat, wie man sich es vorstellte. Wenn er der Berliner Daumen dann nach unten zeigt, hat man zumindest die Möglichkeiten einen Spieler zu verkaufen, der schon Profierfahrung hat und nicht unter dem Radar in der Regionalliga kickte. Das ist in meinen Augen eine bessere Option, als den Jungs einen Profivertrag in die Hand zu drücken und sie dann drei Jahre lang bei der U23 kicken und sie dann ablösefrei ziehen zu lassen.

Letzterer Punkt geht eher in die Kaderplanung, aber es berührt auch das Arbeitsfeld unserer Managers nicht unerheblich Zwinkernd

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Fahne Pur! Hertha Pur! Zeigt es endlich!

Danke für alles Lucien und Harry!
Michael Preetz |#32
04.02.2015 - 15:39 Uhr
Wir haben es also wiedermal geschafft.....
Die Vorgänge laufen wieder in Richtung "unappetitlich".

Ich stehe dazu, Ich möchte die Ablösung von Luhukay. Besser gestern als morgen. Was er allerdings nicht verdient hat ist ihn jetzt so auf den Scheiterhaufen zu stellen indem man es noch von einzelnen Spielen abhängig macht und der Presse ein plötzliches "Go" gibt.

Die Atmosphärischen Störungen zwischen Team und Trainer werden seit geraumer Zeit von den Dächern gepfiffen. Mir kann niemand erzählen das ein Preetz das nicht mitbekam, das quellenpflegende Journalisten erst jetzt davon erfahren haben.
Alles wurde gedeckelt, der Presse vermutlich mit Informationssperre gedroht und die berühmte "heile Welt" vorgetäuscht. Jetzt wo es dann passt werden die Hunde losgelassen.

Neben dem Zwischenmenschlichen sollten die dürftigen Ergebnisse, zuweilen skurrile Aufstellungen, destruktive Taktik, Systemlosigkeit und wirre Wechsel ein freistellung des Trainers rechtfertigen. Nicht erst seit Sonntag.

Was tut man, man kneift ganz fest die Augen zu, verzichtet auf Kaderegänzungen, hofft auf den lieben Gott und ist völlig überrascht dass das ganze in Bremen in einem Fiasko endet.

Meine Meinung hat sich schon lange verfestigt, Luhukay ist nicht mehr der richtige Trainer für Hertha und muss von seinen Aufgaben entbunden werden. Er ist auch kein Röber der die Mannschaft und Fans hinter sich weiß und einen wundersamen Wandel erreichen kann.
Das darf aber nicht abhängig von irgendwelchen kommenden Einzelspielen sein sondern die Konsequenz aus einem langwierigen Niedergang ohne Aussicht auf Besserung.
Stattdessen schleift man den Trainer nochmal am Ring durch die Manege und schiebt der Mannschaft den schwarzen Peter zu (spielt weiter schlecht dann geht er).
Herr Preetz, sie führen den Verein wiedermal in die Lächerlichkeit und, im schlimmsten Fall, ins Verderben...sprich Abstieg.
Sie haben wiedermal bewiesen das sie mit Krisenmanagement überfordert sind, sie versuchen anlastbare Fehlaktionen zu vermeiden indem sie einfach nix machen, das Schicksal seinen Lauf nehmen lassen und auf eine weiße Weste hoffen. So funktioniert es aber nicht.

Sie haben unstrittig Verdienste um unsere Hertha und mögen auch 100%iger Herthaner sein, das reicht aber nicht um im komplexen Geschäft Profifussball zu bestehen. Sie beweisen es gerade zum wiederholten mal.
Ziehen sie sich auf ihre Kernkompetenz (Verhandlungen) zurück und holen sie sich Hilfe für den sportlichen Bereich. Können sie das nicht, dann sollten sie zurücktreten und unserer Hertha nicht den Weg in die Zukunft verbauen.

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Wir sind nicht toll, wir sind nicht reich wir haben keine Stars und auch kein geiles Stadion.
Aber wir haben was, das ihr nicht habt......wir sind Hertha.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pilleberlin am 04.02.2015 um 15:39 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#33
04.02.2015 - 22:15 Uhr
Zitat von _herthagunner_
Bei der ganzen Kritik an Luhukay muss man aber auch mal festhalten, dass der eigentlich Verantwortliche an diesem Drama Preetz heisst, weil er schlicht und einfach nicht die Eier in der Hose hat, den Holländer zu entlassen


Wäre schön, wenn das bereits alles wäre und mit der Entlassung von Luhukay alle Probleme gelöst wären. Wir werden vielleicht nun zum 3. Mal absteigen und die einzige Konstante dabei ist Preetz. Mit Preetz in einer Führungsposition wird es die Szenarien Funkel-Skibbe-Rehhagel-Babbel-Luhukay immer und immer wieder geben.

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Michael Preetz |#34
05.02.2015 - 20:47 Uhr
Zitat von physsus
Zitat von Toto-BSC
Ich schaue mir gerade die PK mit Pal und Micha an und frage mich, wie peinlich das Micha ist, schon wieder da zu sitzen und den 28. Trainer in drei jahren vorzustellen. ugly


Übung macht den Meister. Irgendwann machst du das ganz mechanisch ohne grosse Emotionen.


Warum kommt diese Kritik denn jetzt? Er hat heute doch das gemacht, was geschätzt 95% der Fans wollten. Verstehe hier den Anlass nicht ganz, euer Ärger kommt 2,5 Jahre zu spät. Solange hat Luhukay hier nämlich gearbeitet und das ist im heutigen Geschäft schon eine recht lange Zeit, weswegen ich Preetz da jetzt nicht so den ganz großen Strick draus drehen kann.

Aber mal etwas allgemeiner meine Meinung zu der Personalie. Wenn ich was zu sagen hätte, wäre Preetz hier in keiner leitenden Funktion mehr. Allerdings schon deutlich länger nicht mehr. Er hat zu Beginn seiner Tätigkeit hier diverse Schwächen bei der Auswahl der Trainer und dem Krisenmanagement gezeigt. Das man ihm das so oft hat durchgehen lassen, ist schon erstaunlich und hat wohl auch mit seiner sportlichen Vergangenheit im Verein zu tun. Nun gut, letztlich hat man ihn aber nicht entlassen.

Deswegen bewerte ich erstmal das hier und jetzt und nicht das, was 3-4 Jahre zurück liegt. Und da würde ich ihm sogar eine Entwicklung attestieren. Das Innenleben des Vereins ist deutlich ruhiger, es kommen viel weniger Internas an die Öffentlichkeit (nimmt man mal die letzten 2-3 Tage aus) und Transfers werden nahezu immer bis zum letzten Moment geheim gehalten. Zudem hat er hier im Sommer erneut bewiesen, dass er scheinbar ganz ordentlich verhandeln kann. Die erzielten Ablösen in den letzten Jahren waren wirklich ordentlich, zudem hat man hier im Sommer eine mMn immernoch absolut passable Truppe zusammengestellt. Auch finanziell ist man in deulich besserem Fahrwasser als über viele Jahre, woran er zumindest wohl kaum unbeteiligt ist.

Ich würde jederzeit behaupten, dass Preetz seine guten Seiten hat. Ich würde sogar sagen, dass er einige davon hat. Leider ist es in seinem Amt aber hauptsächlich wichtig, sportlich kompetente Entscheidungen auf Trainerebene zu treffen und ein souveränes Krisenmanagement zu haben. Über die Trainerauswahl kann man nicht streiten, die war fast immer miserabel. Sein gerade wieder gezeigtes Krisenmanagement auch. Absoluter Treueschwur im Herbst mit sofortiger Vertragsverlängerung, 100% Überzeugung im Winter - und eine Entlassung am 2.ST der Rückrunde. Eine zumindest sehr ausbaufähige Außendarstellung.

Dementsprechend sollte man auch offen über seine Position im Verein diskutieren, spätestens im Sommer. Jetzt würde ich auch keine weitere Baustelle öffnen. Die heutige Entscheidung im sportlichen Bereich macht durchaus Hoffnung, ist aber auch riskant. Wenn sie schief geht und als Ergebniss der dritte Abstieg seiner Amtszeit darsteht, wird sich das Thema wohl erledigt haben.

Aber nochmal - ich halte ihn grundsätzlich nicht für völlig ungeeignet. Ich glaube beispielsweise, dass unser Weg mit dem Sonnenkönig nicht besser verlaufen wäre. Vielleicht wäre man sportlich nicht abgestiegen, aber finanziell wäre womöglich iwann eine deutlich größere Bombe geplatzt. Preetz hat mit seiner bescheidenen Art im fanziellen Bereich auch einiges ausgebügelt, wobei man hier sicherlich auch Schiller mit ins Boot nehmen muss. Heute war womöglich seine letzte Patrone - auch im sportlichen Sinne sollte man hoffen, dass sie sitzt.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Michael Preetz |#35
05.02.2015 - 22:08 Uhr
Ich halte Preetz für einen hervorragenden Manager in Sachen Verhandlungsgeschick und Transfers. Auch kann man ihm keine fehlende Loyalität zum Trainer vorwerfen als auch einen guten Draht zur Mannschaft Aber als Geschäftsführer bei Hertha ist er einfach fehl am Platz. Da kann man ihm natürlich einfach fehlendes Vermögen vorwerfen, aber ich glaube so einfach ist das nicht. Wir sind nämlich einer der wenigen Vereine in der Bundesliga mit einem Präsidium, wo in keinster Weise sportliche Kompetenz sitzt. Mit Schiller hat man eine Koryphäe im finanziellen Bereich, aber der Rest hat in keinster Weise in der Vergangenheit gezeigt, dass dort Kompetenz akkumuliert wurde. Ich würde mir daher wünschen, dass über ihm noch jemand steht, der bewiesenermaßen die Geschicke eines Vereins leiten kann, vom Schlage Didi beim HSV, Rettig wurde ja oft genannt. So eine Achse Trainer - Preetz - Rettig wäre strukturell und sportlich deutlich erfolgversprechender als der Geschäftsführer Preetz, der alles alleine wuppen muss und sich ehrlich gesagt auch an niemandem im Verein wenden kann, der mehr vom Metier versteht. So eine Funktion wie Sammer bei Bayern würde mir gefallen. Darf verhandeln, ist immer nah am Team dran, tauscht sich mit dem Trainer aus, aber über ihm sitzt halt noch Rummenigge, der mehr Gewicht hat (egal was für ein ekliger Typ KHR ist, von seinem Fach versteht er was). Daher hoffe ich einfach, dass wir mit einem blauen Auge die Saison beenden und uns in der Führungsetage anschliessend neu sortieren.
Michael Preetz |#36
06.02.2015 - 10:30 Uhr
Zitat von Genji1980
Es ist manchmal unerträglich sich hier einige Kommentare durchzulesen.
Erst hat Preetz keine Eier um den erfolglosen Trainer Luhukay zu entlassen.Dann macht er es endlich und einige hier ätzen gleich wieder in die Kerbe 28. Trainer in 3 Jahren.
Das er genau aus diesem Grund erst so spät reagiert hat, ist dabei wohl so klar wie Fensterglas.
Aus meiner Sicht hat Micha in der Vergangenheit sicherlich nicht das begnadetste Händchen gehabt was Trainer angeht. Auch hat er sich leider zu oft von der vermeidlichen Kompetenz erfahrener Trainer leiten lassen.
Was Transfers, Verhandlungsvermögen und strategische Ausrichtung des Vereins angeht
kann man ihm nichts vorwerfen.


Absolute Zustimmung meinerseits! So sehe ich das auch. Natürlich hat MP in der Vergangenheit einige, teilweise auch schwerwiegende Fehler gemacht. Gar keine Frage. Aber er hat eben auch positive Leistungen erbracht. Ich meine, er ist nicht nur derjenige, der JL jetzt, wo es dringend erforderlich ist, entlässt, er ist eben auch derjenige, der JL erst verpflichtet hat! Und das hat 1,5 Jahre ja auch hervorragend funktioniert. Hertha ist souverän als Zweitligameister wieder aufgestiegen und hat danach einer sehr gute Hinrunde in der 1. Liga gespielt. Dazu kommen Transfers, die man Hertha gar nicht zugetraut hätte. Einen Kalou oder Heitinga holt auch Hertha nicht mal eben im Vorbeigehen. Dazu Stocker, der wahrlich auch andere Alternativen gehabt hätte, aber auch deshalb zu Hertha gekommen ist, weil er von der Hartnäckigkeit der sportlichen Leitung von Hertha extrem angetan war. Auch die Verkäufe von PML und Ramos waren meiner Meinung nach hervorragend. Hertha hat richtig viel Kohle für Spieler gesehen, die ohnehin nur noch 1 Jahr Vertrag hatten und danach eh gewechselt wären. Und ich meine, schaut doch mal nach Hamburg und Dortmund: PML ist ständig verletzt (wie schon zu Hertha-Zeiten) und Ramos ist wieder abgetaucht wie in besten "Vor-Luhukay-Zeiten". Ergo: Alles richtig gemacht.
Versteht mich bitte nicht falsch: Auch ich bin der Meinung, der Trend unter JL war seit Monaten erkennbar und MP hätte spätestens nach dem Hoffenheim-Debakel reagieren müssen. Hat er aber nicht? Warum? Keiner weiß es! Wäre es nicht aber auch möglich, dass JL einen (zumindest theoretisch guten und schlüssigen) Plan hatte, wie er mit dem vorhandenen Personal die Wende einleiten kann und will? Es werden doch definitiv Gespräche stattgefunden haben. Und wenn JL in diesen Gesprächen überzeugend argumentiert hat, macht das MPs Festhalten an JL in meinen Augen ein wenig verständlicher. Gut, jetzt wissen wir, selbst wenn JL diesen Plan vielleicht hatte, umsetzen konnte er ihn offenbar nicht. Also hat MP doch reagiert. Und zwar in einer Weise, die ihm wieder kaum einer zugetraut hätte! Er hat 1. DEN Herthaner schlechthin zum Chef gemacht und ihm 2. einen Co an die Seite gestellt, den sich hier zwar viele gewünscht haben, bei dem man aber nicht gedacht hätte, dass auch MP auf diese Idee kommen würde. Hier haben doch alle mit einem Duo Dardai/Covic (oder umgekehrt) gerechnet. Auch das für mich eine Entscheidung, mit der ich erstmal sehr gut leben kann.
Wie gesagt: wir können hier gerne haarklein jeden Fehler und jeden Verdienst von MP einzeln aufdröseln, das hilft uns JETZT aber echt nicht weiter. Oberste Priorität hat der Klassenerhalt und den sehe ich unter einem Duo Dardai/Widmeyer als wesentlich realistischer an, als unter JL. Nein, ich bin mir SICHER, dass MP mit der Entscheidung JL zu beurlauben und dafür das o.g. Duo zu installieren, alles richtig gemacht hat und der Klassenerhalt geschafft wird.

Zitat von Santorin2001
Ein bisschen peinlich fand ich, wie Preetz sagte, es ging heute Morgen alles sehr schnell, wir haben heute reagiert. Und Dardai danach sagte, der Manager hat mich gestern angerufen und ich habe sofort zugesagt.


Würde ich nicht so auf die Goldwaage legen. In der Regel ist es so, dass VOR der Trainerentlassung bereits erste Alternativen gecheckt werden. Er wird PD nach dem Spiel lose gefragt haben, ob er grundsätzlich zur Verfügung steht, hat sich dann über Nacht seine Gedanken gemacht, dann gestern Vormittag seine Vorschläge mit den Führungsgremien abgestimmt und als er von denen das GO bekam hat er gehandelt, PD zugesagt, RW kontaktiert und auf dessen Zusage gewartet und als auch die da war, JL beurlaubt. Zudem musste er ja auch noch mit der DFL klären, ob PD überhaupt übernehmen darf, da dieser den Schein ja erst im Mai bekommt. Ich sehe da also nichts, was sich widerspricht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Malvakten am 06.02.2015 um 10:31 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#37
07.02.2015 - 14:21 Uhr
Zitat von wahrsager
Zitat von Pilleberlin
Zitat von Herthaner26
Zitat von ronne-rogi
Dem Manager des abstiegsbedrohten Bundesligisten Hertha BSC ist ein weiteres Glanzstück gelungen. Schon kurz nach der Entlassung des Trainers Jos Luhukay konnte Michael Preetz einen neuen Trainer präsentieren. Interimstrainer Pal Dardai dürfte damit schon in der nächsten Woche abgelöst werden.
Stimmt das?


Einfach mal ins Inpressum schauen ...

Zitat von usernick
Die Meldungen auf dieser Seite sind frei erfunden.


http://www.neueste-nachrichten.eu/impressum/


Und die Ironie tropft aus jeder Pore.rolleyes


Was ne Seite grins
http://www.neueste-nachrichten.eu/hertha-bsc-prinzip-hoffnung-tartanbahn-im-olympiastadion-erhaelt-neue-farbe/

btt: man kann sich ja alle Sachen schön reden... die 9 Trainer waren im Grunde ja nur 3... Dieter Hoeneß hat nen Scherbenhaufen hinterlassen und angesichts der notwendigen Konsolidierung macht MP nen Riesenjob...
wenn man sich allerdings die Fakten, Öffentlichkeitsarbeit und Tatsache vor Augen hält, dass Preetz ja alles vom Dieter gelernt hat, kann einem schon Angst und Bange werden...
Stirnrunzelnd
Also ich bin wirklich unentschossen!

Nun, ich bin derweil alles andere als überzeugt von unserem "Mädchen für alles", die Zahl der "verschlissenen Trainer", die durch die Presse geistert, gibt allerdings ein ordentlich übertriebenes Bild ab.

Nr. 1 war Favre, die vorherige Zeit seines Wirkens müsste man fairerweise einrechnen. Viele sehen es anders, ich empfand seine Freistellung als folgerichtig.
Die mitgezählten Heine, Widmayer und Tretschok waren tatsächlich reine Interimstrainer die lediglich für die Phase der Trainerfindung eingeplant waren.
Rehagel war nur für den Zeitraum der Wirkung eingeplant und eine Folgebeschäftigung ausgeschlossen. Schon von ihm aus.
Babbel ging ja nicht als Folge der Erfolglosigkeit sondern wegen der ebenso skurrilen wie geheimnisvollen Hintergrundgeschichten.
Bleiben tatsächlich nur deine "3". Funkel, Skibbe und Luhukay.

Das macht jetzt das wirken von Preetz nicht wirklich besser (außerhalb seiner Kernkompetenz "Verhandlungen), relativiert die üblen Zahlen allerdings deutlich.
Und Luhukay war 2 1/2 Jahre hier. Ind den ersten 1 1/2 war er ja auch durchaus "der Richtige".

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Wir sind nicht toll, wir sind nicht reich wir haben keine Stars und auch kein geiles Stadion.
Aber wir haben was, das ihr nicht habt......wir sind Hertha.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pilleberlin am 07.02.2015 um 14:23 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#38
08.02.2015 - 00:21 Uhr
Also dieses Interview hat nochmal die Meinung bestärkt, dass Preetz Hertha BSC gar kein richtiges Profil, keine Mentalität einimpfen kann oder will. Er spricht nur von sportlichen Zielen, die man sich steckt. Die stecken sich aber auch alle anderen Vereine, aber man verfolgt eine Philosophie wie z.B. Mainz, die eine bestimmte Art Fußball spielen wollen. Danach werden die Trainer ausgesucht und der Kader ist dementsprechend zusammengestellt worden, bzw. müsste nicht komplett umgekrempelt werden. Bei Preetz ist es möglich, dass Trainer A Umschaltfußball zelebrieren lassen möchte und Trainer B dann kommt und dann auf radikale Offensive setzt und den Kader nahezu komplett austauschen möchte. Dass sowas funktioniert ist die Ausnahme, Favre hatte damals aber auch das Glück, dass er schon gute Individualisten im Kader hatte. Schade, dass Sven Voss bei der "DNA-Frage" nicht tiefer ins Detail gehen konnte. Auch die Frage nach einer fußballerischen Ausrichtung hat Preetz gekonnt nicht beantwortet, ebenfalls sehr vielsagend. Er kann viel darüber schwadronieren, dass das Berliner Umfeld etwas verrückt ist, aber man muss die Philosophie permanent benennen, sondern einfach umsetzen.

Auch die Frage nach den vielen verlorenen Talenten wischt er locker beiseite. Unsere Akademie wurde auch wegen ihrer Durchlässigkeit zertifiziert...nur schaffen die meisten bei uns den Durchbruch nicht, weil sie damals nicht so weit waren und den Umweg 2., 3. Liga gehen müssen. Nun geht einer vielleicht den Umweg Portugal...

Die Positionierung zu Dardai fand ich leider etwas zu schwammig. Hat er sich bei Luhukay in einer schweren Phase noch für eine vorzeitige Verlängerung ausgesprochen, schwafelte er bei unserem neuen Coach etwas hin und her. Vermutlich will er darauf nicht festgenagelt werden und somit eventuell an Glaubwürdigkeit verlieren, wenn Dardai nicht funktionieren sollte.

Es wäre so schön, wenn man zur neuen Saison zumindest eine Hilfe für Preetz hätte, um Hertha BSC eine Identität zu verschaffen, die über "wir sind der Hauptstadtclub, das ist was ganz besonderes" hinausgeht. Leider kann ich mir nicht vorstellen, dass Preetz Kompetenzen abgeben will und muss, denn Gegenbauer und er vertrauen sich blind und daher müsste schon der Abstieg geschehen, damit Preetz abgesetzt wird. Und da bleibe ich lieber mit Preetz in der Liga, als das ich noch einen weiteren Abstieg miterleben muss.

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Fahne Pur! Hertha Pur! Zeigt es endlich!

Danke für alles Lucien und Harry!
Michael Preetz |#39
08.02.2015 - 00:40 Uhr
Irgendwie habe ich meine Probleme mit der Darstellung von Preetz. Er ist nun mal kein Kasperle und vielleicht etwas kühl, manchmal denke ich, dass hier manche gerne Zecke als Manager sehen würden. An unseren Verein werden andere Anforderungen gesetzt als in anderen Bundesligastädten und damit müssen wir leben. Aber ich finde den demütigen Weg durchaus in Ordnung. Jede falsche Aussage von ihm würde noch Jahre seziert werden und das ist lästig. Daher würde ich genauso antworten. Etwas mehr Enthusiasmus wäre natürlich toll, aber das haben manche Menschen in ihrer Außendarstellung und andere nicht.

Wenn wir einen Trainer haben, der konsequent Jugendspieler einsetzt und Fehler erlaubt und sie besser machen kann, dann bekommt unser Verein ganz schnell ein Profil. Wenn aber die Hälfte der Jungs nach einem gelungenen Pass schon im ganz großen Stil denken, dann hilft auch die beste Betreuung seitens des Vereins nichts. Berlin ist ein schwieriges Pflaster für einen Verein und ich denke dass wir gute Jahre vor uns haben werden, wenn wir dieses Jahr nicht absteigen.

Transfertechnisch hätte man die Pause nutzen müssen und auf die Rückkehrer alleine zu Vertrauen ist sehr riskant. Das kann man gut kritisieren und muss beim nächsten Mal besser laufen.

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Michael Preetz |#40
08.02.2015 - 13:33 Uhr
Ich gebe beiden Seiten recht und finde, man sollte die Bewertung der Leistung bzw. Fehler unter der Preetzschen Führung sicherlich etwas differenziert betrachten. Natürlich ist der Standort Berlin schwierig; schon allein aufgrund der historischen Teilung, der Bürde des Finanz-Skandals aus den 70ern und der jahrelangen Miss-Wirtschaft hat das Image schwer gelitten und Sponsoren sind schwer zu aktivieren. Darüber hinaus ist das Label "Hauptstadt" ein Risiko für junge Spieler. ABER: z.B. Köln ist nicht wesentlich kleiner und deren Jugendarbeit kommt mir besser vor als bei uns. Das ist ein Aspekt, darf aber keine Ausrede sein, die Integration der jungen Leute zu vernachlässigen. Hier kann im Osten Deutschlands ein Image aufgebaut und die Jugendarbeit verbessert werden, ein neues Image entstehen. Durch den Umgang mit Hany, Shyre, Andrich - unter JL auch Schulz und Brooks - ist das eher negativ. Für diese sportliche Darstellung ist auch ein Geschäftsführer Sport mit verantwortlich. Gehört zur Außen-Darstellung mit dazu.

Das Prädikat "Traditionsverein" oder "Arbeiterclub" oder etwas ähnliches hatte Hertha nicht - quasi noch nie. Unter DH war der Verein zwar sportlich erfolgreich, aber finanziell auf Kette genäht. Die Blase musste früher oder später platzen. Rückkehr zu alten Mustern - Klischees bestätigt, auch während der Relegation und danach - positives Profil des Vereins verloren. Dann auch unter diversen Trainern das Modell des Chaos-Clubs bestätigt und nie wirklich abgelegt. Damit musste MP und muss er auch heute noch leben. Er hat es aber auch nie geschafft, eben ein positives Image des Vereins auszubilden und Hertha attraktiv für Fans und gute Spieler zu machen. Die Chance besteht gerade jetzt, wo der letzte Versuch einer solchen Profilierung gerade erst mit Luhukay begraben wurde. Das war in der Vergangenheit sicher anders - aber zu welchem Preis?

Der Schatten der "Lichtgestalt" DH ist verdammt lang. Sein Erbe hat Hertha einen Abstieg und fast die Lizenz gekostet. Finanzielle Nöte inklusive. Sortlicher Erfolg ohne Rücksicht auf Verluste war von außen gesehen vielleicht nicht ganz so schlecht - aber das Erbe dieser Politik kann Preetzi nur bedingt angelastet werden. Er durfte es aber ausbaden. Verlust absoluter Stammspieler, Wegbrechen der Mannschafts-Hierarchie - all das war absehbar. Negativ-Spirale, falsche Trainer-Entscheidung. Der erste Abstieg geht nur bedingt auf Michas Konto.

ABER: gerade bei der Auswahl der Trainer und ihrer Haltbarkeit hat MP auch danach immer wieder eine schlechte Figur gemacht und eine erhebliche Mitschuld. Seine Teamfähigkeit in Krisen war und ist mit Favre, Babbel und jetzt JL alles andere als gut. Krisen-Management ist dem Langen wohl nicht so gegeben. Da zögert er, trifft falsche Entscheidungen, redet sich raus. Da könnte er mehr Stärke beweisen.

Wieviel Anteil er an der wirtschaftlichen Entwicklung hat (oder was davon Schiller gebührt), kann ich nicht beurteilen. Ebenso kann er für die individuelle Jugendarbeit nicht viel . Das machen operativ andere. Aber der strukturelle Aufbau, die Auswahl der Jugend-Trainer und der evtl. geregelte Übergang vom Junioren- zum Senioren-Bereich fällt mit in sein Metier. Auch da läuft es nicht gut. Es wäre an MP, hier Veränderungen vorzunehmen. Hat er mit RW ja jetzt (halbherzig?) versucht.

Unser Micha hat Stärken und Schwächen während seiner Zeit gezeigt und ich fände eine Lösung ideal, wo seine Stärken genutzt und für die Schwächen jemand anderes gesucht werden könnte. Ansonsten muss man sich Ende der Serie zusammen setzen und eine Bilanz ziehen. Schonungslos und ehrlich. Wie schwer das ist und wie differenziert das werden kann, zeigt mein Beitrag. Ich tu mich mit einem Urteil unseres Micha auch mehr als schwer...

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Hertha gewinnt Pokal-Spiele - ich pack es nicht...

Mit ganzem Herzen Exil-Herthaner aus OWL mit kopflastiger SC Paderborn-Sympathie - auch wenn DAS gerade extrem schwer fällt ;-)

Fix ist ein Transfer erst, wenn der Lange twittert!

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