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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#491
18.02.2025 - 02:04 Uhr
Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 18.02.2025 um 02:08 Uhr bearbeitet
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#492
18.02.2025 - 07:51 Uhr
Zitat von Borusse91
Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.


Ich glaube um den Vorwurf der „Manipulation“ komplett zu entkräften. Sonst hätte es wieder geheißen man hätte sich für die einzelnen Kandidaten die passenden Fragen rausgesucht oder schlimmstenfalls noch gecastet augen-zuhalten

Fand das, was ich gesehen habe dadurch aber auch sehr anstrengend und wenig zielführend. Wenn schon so wenig Zeit ist, dann muss man schneller und gezielter auf die Thematiken kommen.

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Bin anscheinend hardcore Jule Brandt-Supporter in diesem Forum ;)
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#493
18.02.2025 - 08:02 Uhr
Zitat von Borusse91
Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.


Was sollen die Sender denn noch ausstrahlen, wenn die Leute vorher ihr Leben ordnen?

Dann sind wir bei ausschließlich Tierdokus und dem Wetterbericht. Eigentlich gar nicht so schlecht.

Das waren noch Zeiten, als n-tv und Konsorten aus dpa Ticker, Börse, UFOs und Aliens sowie Adolfs Helfern bestand.

Sonntag kommt Schwarz-Rot auf ca. 46%. Die Linke scheint es sehr sicher reinzuschaffen. Einen aus BSW und FDP könnte diese Koalition noch kompensieren, beide nicht.

Sieht also danach aus, dass es ab Montag um Merz + Pistorius?geht. Schwarz-Grün wird eher nur eine Option, wenn BSW und FDP beide draußen bleiben.

Ist für mich persönlich eine schwer zu schluckende Koalition, die ich aber dennoch unterstützen kann, wenn beide ihre kritischen Auswüchse im Rahmen halten.

Vorteil, beide leisten den Löwenanteil des kommunalen Deutschlands.
Nachteil, beide verteilen gern mit vollen Händen, ohne dass sich jemand als Gewinner fühlt. Sie bedienen entitlement, weil bloß gefühlte Verlierer vermieden werden sollen. Etwas, das wir uns nicht leisten können.
Gesellschaftlich bin ich erstmal offen. Da war schließlich was Liberalität an geht vor allem die FDP der Hemmschuh der Ampel.
Ich hoffe einfach auf nicht zu viele dealmaker bei der Union, und nicht zu viele Putin Lover bei der SPD.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#494
18.02.2025 - 10:57 Uhr
Zitat von BVBLeo
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von BVBLeo

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBLeo

Wir sind im Zeitalter des Internets und jeder kann alles überprüfen und jegliche Zusammenhänge für sich selbst interpretieren. Trotzdem kommt dann sowas dabei heraus. Ich meine danach bringt RTL eine Umfrage und 18 Prozent haben Weidel als stärkste Person empfunden. Diese 18 Prozent müssen so festgefahren auf die Partei sein, denn ansonsten kann man das wirklich nicht mehr erklären. Bedeutet letztlich auch das wir nächste Woche keinen Einbruch mehr erwarten sollten/dürfen.


Das Problem ist, und du schreibst es ja schon, "jeder kann alles für sich selbst interpretieren".

Aber politische Maßnahmen, sagen wir über die letzten 10 Jahre, werden in der Regel von jedem Lager so interpretiert, dass es in das eigene Weltbild passt. Das ist hier nicht anders als in anderen Foren, auf dem Parteitag von CDU, SPD, Grün oder AFD oder auf Social Media.

Natürlich wird der geneigte CDU Wähler die Probleme, die wir in Deutschland haben, weniger auf die eigene Partei zurückführen und mehr auf SPD oder Grüne. Diese wiederum suchen die Verantwortung tendentiell bei CDU, FDP oder der AFD.

Wir können schlicht nicht mathematisch widerspruchsfrei errechnen, welchen Einfluss bspw. 500 Mrd Mehrausgaben für Klimawandelmaßnahmen am Ende für das Weltklima bringen. Wir können nicht errechnen, welchen Einfluss 12, 14 oder 18 Euro Mindestlohn auf Unternehmen und Angestellte haben werden. Alles was wir sehen ist der Zustand des Landes in 4 Jahren und jeder wird, gemäß seiner Parteipräferenz, diese oder jende Entwicklungen der eigenen Partei oder anderen Parteien zuordnen.
Oder wir bemühen uns um Statistiken oder Studien, die unser Weltbild stärken, um andersdenkenden zu zeigen: "Seht her, das hier beweist, dass ich Recht habe".

Neutral kann niemand sein, auch ich nicht, weil wir alle verschiedene Annahmen treffen, welche Dinge notwendig oder sogar alternativlos sind.

Für mich ist es eher ein systematisches/strukturelles Problem, das unser politisches System mit sich bringt. Parteien und Politiker wollen (wieder)gewählt werden, sie wollen an die Macht oder an der Macht bleiben. Daher können sie, selbst wenn sie gewisse Dinge anders sehen, diese in der Öffentlichkeit nicht benennen, weil die Gefahr besteht, wichtige Stammwähler zu vergraulen. Ein Grünenpolitiker könnte sich sofort von seinem erhofften Ministerposten verabschieden, wenn er sich in der Migrationsfrage auch nur ansatzweise dem Meinungsbild von Friedrich Merz annähern würde. Ein AFD-Politiker beginge politischen Selbstmord, würde er für E-Autos eintreten und die Verbrenner verteufeln.

Das beste, was ich einer politischen Partei zugestehen könnte, ist, dass sie am wenigsten konträr zu meiner eigenen Meinung steht. Denn wenn ich ehrlich bin, finde ich in JEDER Partei Punkte, die für mich Sinn ergeben, zumindest in der Theorie. Aber ich verstehe auch, dass jemand Anderes mit einem anderen sozialen/persönlichen Hintergrund, diese Dinge dann komplett anders interpretiert.

Das eine Thema, was mMn alle Parteien miteinander verbinden, sind all die Ansätze und Ideen, die sich in der Theorie ganz toll und sinnvoll anhören, die in der Praxis aber entweder nicht funktionieren, oder einen Haufen von Tradeoffs mit sich bringen, die man womöglich erst dann erkennt, wenn deren Amtszeit schon lange vorbei ist.

Ich habe selbst BWL studiert und mir ist bewusst, dass theoretische Annahmen und die Praxis weit auseinanderliegen können. Wenn ich mir eine Sache wünschen dürfte, dann dass die Voraussetzung für ein hohes politisches Amt mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft geknüpft sein müsste. Jemand, der direkt von der Uni kommt, und nie die Quälerei eines kleinen Unternehmens oder Selbstständigen mitgemacht hat, kann leicht über Dinge reden, von denen er/sie schlichtweg keine Ahnung hat.


Grundsätzlich sehe ich das Problem mit der kurzfristigen Amtszeit ebenfalls und den damit verbundenen Blickwinkel auch, umso mehr sollte man einfach selber langfristig denken und schauen welche Ansätze für einen die richtigen sind und eventuell in der Welt vergleichen.

Es ist nicht entscheidend wie die Parteien es selber interpretieren, sondern was DU daraus machst. Wie ich schrieb, jeder kann sich viele Informationen ranholen. Dazu gehören auch Gesetzesanträge der einzelnen Parteien, Standpunkte der letzten Jahre und vieles mehr und dann kann man sich selbst die Glaubhaftigkeit ableiten.

Grundsätzlich wird dann jeder für sich priorisieren und wie letztens bereits geschrieben, lag deine Priorität bei Energiethemen. Dort kannst du wohl kaum in jeder Partei etwas passendes finden, dafür ist die Entwicklung zu eindeutig und dann musst dich eben entscheiden. Ich denke man hat jetzt häufig genug gelesen wo ich den größten Nutzen sehe, aber das ist natürlich auch jedem überlassen. Eine Sache kann man Habeck in der Hinsicht aber nicht vorwerfen - der zu kurzfristige Gedankengang, sondern höchstens das er nicht noch mehr durchgedrückt hat! zwinker


Man kann es eigentlich auch umdrehen.

Die Amtszeit ist zu lang. Wir werden besser, je schneller es Feedback gibt. Jeder Politiker denkt bis zur nächsten Wahl. Das Risiko, für 10 Jahre aus falsche Pferd gesetzt zu haben, ist doch viel übler, als für vier. Die langfristige Politik rettet einen zudem auch nicht, wenn einem nach ein paar Jahren alle auf's Dach steigen.

Mit zwei-Jahres-Zyklen bekommt man zumindest eine Maßnahmen Politik. Dann kann man auch bestrafen, wenn Zeit verloren wird. Man nimmt es aus irgendeinem Grund hin, dass nach jeder Bundestagswahl erstmal Ministerien umfangreich umgebaut werden.

Mach was, sonst bist du in zwei Jahren wieder draußen. Im Vergleich zur Wirtschaft schon unendlich viel Zeit.
Zwei Jahren passen auch häufiger zuletzt zur Realität. Den Käse hier, hatten wir auch 2023 abblasen können. Merkel wollte ohne COVID ja ohnehin nur, 2 Jahre, eigentlich gar nicht, wenn AKK nicht so dermaßen abgestunken hätte.

Nicht länger, schneller muss es werden.


Hmm ist ein interessanter Ansatz. Hab ich so noch nie betrachtet und müsste ich mir mal drüber Gedanken machen.

Mein erster Impuls sagt mir aber, dass sowas bei Bundesfragen falsch wäre. Es besteht dann noch mehr der Anreiz, kurzfristig beispielsweise für günstige Energiepreise oder Ähnliches zu sorgen ohne Basis und noch mehr Symbolpolitik durchzuführen. Außerdem brauchen Maßnahmen meistens auch ein wenig Zeit, weil wir einen ziemlich langsamen Staatsapparat haben.

Andersrum kann man natürlich grundsätzliche Maßnahmen auch ohne direkte Erfolge beobachten und auch bewerten, indem man sie vergleicht. Schwierig.


Der kurzfristige Anreiz besteht immer. Vor jeder Wahl wird durch die Bank Quatsch geredet und nur mit Maßnahmen Wahlkampf gemacht - gegen das, was gerade stinkt, Angst macht, und ab übermorgen besser sein soll.

Das einzige, was funktionieren kann, ist die langfristigen Ziele über kurzfristige Meilensteine "accountable" zu machen: Wenn wir 2040 da sein wollen, müssen wir morgen hier sein (und dann überprüfen, ob das stimmt und ggf. anpassen). Und einmal das morgen hier sein, und dann morgen zu überprüfen, ob man auch da ist, das geht immer.

Dafür tun längere, oder kürzere Zyklen keine Not.

2035 Ziele an sich bringen nichts, wenn daraus nicht vor allem 2026 Ziele folgen.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#495
18.02.2025 - 11:11 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von BVBLeo

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von BVBLeo

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBLeo

Wir sind im Zeitalter des Internets und jeder kann alles überprüfen und jegliche Zusammenhänge für sich selbst interpretieren. Trotzdem kommt dann sowas dabei heraus. Ich meine danach bringt RTL eine Umfrage und 18 Prozent haben Weidel als stärkste Person empfunden. Diese 18 Prozent müssen so festgefahren auf die Partei sein, denn ansonsten kann man das wirklich nicht mehr erklären. Bedeutet letztlich auch das wir nächste Woche keinen Einbruch mehr erwarten sollten/dürfen.


Das Problem ist, und du schreibst es ja schon, "jeder kann alles für sich selbst interpretieren".

Aber politische Maßnahmen, sagen wir über die letzten 10 Jahre, werden in der Regel von jedem Lager so interpretiert, dass es in das eigene Weltbild passt. Das ist hier nicht anders als in anderen Foren, auf dem Parteitag von CDU, SPD, Grün oder AFD oder auf Social Media.

Natürlich wird der geneigte CDU Wähler die Probleme, die wir in Deutschland haben, weniger auf die eigene Partei zurückführen und mehr auf SPD oder Grüne. Diese wiederum suchen die Verantwortung tendentiell bei CDU, FDP oder der AFD.

Wir können schlicht nicht mathematisch widerspruchsfrei errechnen, welchen Einfluss bspw. 500 Mrd Mehrausgaben für Klimawandelmaßnahmen am Ende für das Weltklima bringen. Wir können nicht errechnen, welchen Einfluss 12, 14 oder 18 Euro Mindestlohn auf Unternehmen und Angestellte haben werden. Alles was wir sehen ist der Zustand des Landes in 4 Jahren und jeder wird, gemäß seiner Parteipräferenz, diese oder jende Entwicklungen der eigenen Partei oder anderen Parteien zuordnen.
Oder wir bemühen uns um Statistiken oder Studien, die unser Weltbild stärken, um andersdenkenden zu zeigen: "Seht her, das hier beweist, dass ich Recht habe".

Neutral kann niemand sein, auch ich nicht, weil wir alle verschiedene Annahmen treffen, welche Dinge notwendig oder sogar alternativlos sind.

Für mich ist es eher ein systematisches/strukturelles Problem, das unser politisches System mit sich bringt. Parteien und Politiker wollen (wieder)gewählt werden, sie wollen an die Macht oder an der Macht bleiben. Daher können sie, selbst wenn sie gewisse Dinge anders sehen, diese in der Öffentlichkeit nicht benennen, weil die Gefahr besteht, wichtige Stammwähler zu vergraulen. Ein Grünenpolitiker könnte sich sofort von seinem erhofften Ministerposten verabschieden, wenn er sich in der Migrationsfrage auch nur ansatzweise dem Meinungsbild von Friedrich Merz annähern würde. Ein AFD-Politiker beginge politischen Selbstmord, würde er für E-Autos eintreten und die Verbrenner verteufeln.

Das beste, was ich einer politischen Partei zugestehen könnte, ist, dass sie am wenigsten konträr zu meiner eigenen Meinung steht. Denn wenn ich ehrlich bin, finde ich in JEDER Partei Punkte, die für mich Sinn ergeben, zumindest in der Theorie. Aber ich verstehe auch, dass jemand Anderes mit einem anderen sozialen/persönlichen Hintergrund, diese Dinge dann komplett anders interpretiert.

Das eine Thema, was mMn alle Parteien miteinander verbinden, sind all die Ansätze und Ideen, die sich in der Theorie ganz toll und sinnvoll anhören, die in der Praxis aber entweder nicht funktionieren, oder einen Haufen von Tradeoffs mit sich bringen, die man womöglich erst dann erkennt, wenn deren Amtszeit schon lange vorbei ist.

Ich habe selbst BWL studiert und mir ist bewusst, dass theoretische Annahmen und die Praxis weit auseinanderliegen können. Wenn ich mir eine Sache wünschen dürfte, dann dass die Voraussetzung für ein hohes politisches Amt mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft geknüpft sein müsste. Jemand, der direkt von der Uni kommt, und nie die Quälerei eines kleinen Unternehmens oder Selbstständigen mitgemacht hat, kann leicht über Dinge reden, von denen er/sie schlichtweg keine Ahnung hat.


Grundsätzlich sehe ich das Problem mit der kurzfristigen Amtszeit ebenfalls und den damit verbundenen Blickwinkel auch, umso mehr sollte man einfach selber langfristig denken und schauen welche Ansätze für einen die richtigen sind und eventuell in der Welt vergleichen.

Es ist nicht entscheidend wie die Parteien es selber interpretieren, sondern was DU daraus machst. Wie ich schrieb, jeder kann sich viele Informationen ranholen. Dazu gehören auch Gesetzesanträge der einzelnen Parteien, Standpunkte der letzten Jahre und vieles mehr und dann kann man sich selbst die Glaubhaftigkeit ableiten.

Grundsätzlich wird dann jeder für sich priorisieren und wie letztens bereits geschrieben, lag deine Priorität bei Energiethemen. Dort kannst du wohl kaum in jeder Partei etwas passendes finden, dafür ist die Entwicklung zu eindeutig und dann musst dich eben entscheiden. Ich denke man hat jetzt häufig genug gelesen wo ich den größten Nutzen sehe, aber das ist natürlich auch jedem überlassen. Eine Sache kann man Habeck in der Hinsicht aber nicht vorwerfen - der zu kurzfristige Gedankengang, sondern höchstens das er nicht noch mehr durchgedrückt hat! zwinker


Man kann es eigentlich auch umdrehen.

Die Amtszeit ist zu lang. Wir werden besser, je schneller es Feedback gibt. Jeder Politiker denkt bis zur nächsten Wahl. Das Risiko, für 10 Jahre aus falsche Pferd gesetzt zu haben, ist doch viel übler, als für vier. Die langfristige Politik rettet einen zudem auch nicht, wenn einem nach ein paar Jahren alle auf's Dach steigen.

Mit zwei-Jahres-Zyklen bekommt man zumindest eine Maßnahmen Politik. Dann kann man auch bestrafen, wenn Zeit verloren wird. Man nimmt es aus irgendeinem Grund hin, dass nach jeder Bundestagswahl erstmal Ministerien umfangreich umgebaut werden.

Mach was, sonst bist du in zwei Jahren wieder draußen. Im Vergleich zur Wirtschaft schon unendlich viel Zeit.
Zwei Jahren passen auch häufiger zuletzt zur Realität. Den Käse hier, hatten wir auch 2023 abblasen können. Merkel wollte ohne COVID ja ohnehin nur, 2 Jahre, eigentlich gar nicht, wenn AKK nicht so dermaßen abgestunken hätte.

Nicht länger, schneller muss es werden.


Hmm ist ein interessanter Ansatz. Hab ich so noch nie betrachtet und müsste ich mir mal drüber Gedanken machen.

Mein erster Impuls sagt mir aber, dass sowas bei Bundesfragen falsch wäre. Es besteht dann noch mehr der Anreiz, kurzfristig beispielsweise für günstige Energiepreise oder Ähnliches zu sorgen ohne Basis und noch mehr Symbolpolitik durchzuführen. Außerdem brauchen Maßnahmen meistens auch ein wenig Zeit, weil wir einen ziemlich langsamen Staatsapparat haben.

Andersrum kann man natürlich grundsätzliche Maßnahmen auch ohne direkte Erfolge beobachten und auch bewerten, indem man sie vergleicht. Schwierig.


Der kurzfristige Anreiz besteht immer. Vor jeder Wahl wird durch die Bank Quatsch geredet und nur mit Maßnahmen Wahlkampf gemacht - gegen das, was gerade stinkt, Angst macht, und ab übermorgen besser sein soll.

Das einzige, was funktionieren kann, ist die langfristigen Ziele über kurzfristige Meilensteine "accountable" zu machen: Wenn wir 2040 da sein wollen, müssen wir morgen hier sein (und dann überprüfen, ob das stimmt und ggf. anpassen). Und einmal das morgen hier sein, und dann morgen zu überprüfen, ob man auch da ist, das geht immer.

Dafür tun längere, oder kürzere Zyklen keine Not.

2035 Ziele an sich bringen nichts, wenn daraus nicht vor allem 2026 Ziele folgen.


Aber dafür müssten wir uns als Land auf einheitliche langfristige Ziele einigen, aber das schaffen wir doch nicht mal wirklich beim Klimaschutz, was sich sicherlich in der nächsten Regierung wieder zeigen wird. Grundsätzlich hast aber recht, letztlich würden 2 Jahre nicht super viel ändern und die Maßnahmen wären besser bewertbar + die jeweiligen Minister hätten mehr Leistungsdruck.

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Bin anscheinend hardcore Jule Brandt-Supporter in diesem Forum ;)
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#496
18.02.2025 - 11:41 Uhr
Zitat von Borusse91
Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.


Onkologie war es, aber ja, das war so eine absurde Frage. Geht es bitte noch mehr Nische. Und das heißt nicht, dass sein Anliegen nicht individuell relevant ist.

Und der Typ mit seinem Dach, dass unabhängig von einer PV saniert werden musste und offensichtlich kreditunwürdig war, hat den Vogel komplett abgeschossen. Der hat in seiner Äußerung und Argumentationsstrategie aber auch sehr gut gezeigt, was eine monatelange Kampagne von Bild, Nius, Reichelt und Co mit dem Bild von Habeck und den Grünen angerichtet haben. Da wurden die klassischen Vokabeln wie Verbote und Zwang nur so rausgeschossen.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#497
18.02.2025 - 12:31 Uhr
Zitat von BVBLeo
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von BVBLeo

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von BVBLeo

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBLeo

Wir sind im Zeitalter des Internets und jeder kann alles überprüfen und jegliche Zusammenhänge für sich selbst interpretieren. Trotzdem kommt dann sowas dabei heraus. Ich meine danach bringt RTL eine Umfrage und 18 Prozent haben Weidel als stärkste Person empfunden. Diese 18 Prozent müssen so festgefahren auf die Partei sein, denn ansonsten kann man das wirklich nicht mehr erklären. Bedeutet letztlich auch das wir nächste Woche keinen Einbruch mehr erwarten sollten/dürfen.


Das Problem ist, und du schreibst es ja schon, "jeder kann alles für sich selbst interpretieren".

Aber politische Maßnahmen, sagen wir über die letzten 10 Jahre, werden in der Regel von jedem Lager so interpretiert, dass es in das eigene Weltbild passt. Das ist hier nicht anders als in anderen Foren, auf dem Parteitag von CDU, SPD, Grün oder AFD oder auf Social Media.

Natürlich wird der geneigte CDU Wähler die Probleme, die wir in Deutschland haben, weniger auf die eigene Partei zurückführen und mehr auf SPD oder Grüne. Diese wiederum suchen die Verantwortung tendentiell bei CDU, FDP oder der AFD.

Wir können schlicht nicht mathematisch widerspruchsfrei errechnen, welchen Einfluss bspw. 500 Mrd Mehrausgaben für Klimawandelmaßnahmen am Ende für das Weltklima bringen. Wir können nicht errechnen, welchen Einfluss 12, 14 oder 18 Euro Mindestlohn auf Unternehmen und Angestellte haben werden. Alles was wir sehen ist der Zustand des Landes in 4 Jahren und jeder wird, gemäß seiner Parteipräferenz, diese oder jende Entwicklungen der eigenen Partei oder anderen Parteien zuordnen.
Oder wir bemühen uns um Statistiken oder Studien, die unser Weltbild stärken, um andersdenkenden zu zeigen: "Seht her, das hier beweist, dass ich Recht habe".

Neutral kann niemand sein, auch ich nicht, weil wir alle verschiedene Annahmen treffen, welche Dinge notwendig oder sogar alternativlos sind.

Für mich ist es eher ein systematisches/strukturelles Problem, das unser politisches System mit sich bringt. Parteien und Politiker wollen (wieder)gewählt werden, sie wollen an die Macht oder an der Macht bleiben. Daher können sie, selbst wenn sie gewisse Dinge anders sehen, diese in der Öffentlichkeit nicht benennen, weil die Gefahr besteht, wichtige Stammwähler zu vergraulen. Ein Grünenpolitiker könnte sich sofort von seinem erhofften Ministerposten verabschieden, wenn er sich in der Migrationsfrage auch nur ansatzweise dem Meinungsbild von Friedrich Merz annähern würde. Ein AFD-Politiker beginge politischen Selbstmord, würde er für E-Autos eintreten und die Verbrenner verteufeln.

Das beste, was ich einer politischen Partei zugestehen könnte, ist, dass sie am wenigsten konträr zu meiner eigenen Meinung steht. Denn wenn ich ehrlich bin, finde ich in JEDER Partei Punkte, die für mich Sinn ergeben, zumindest in der Theorie. Aber ich verstehe auch, dass jemand Anderes mit einem anderen sozialen/persönlichen Hintergrund, diese Dinge dann komplett anders interpretiert.

Das eine Thema, was mMn alle Parteien miteinander verbinden, sind all die Ansätze und Ideen, die sich in der Theorie ganz toll und sinnvoll anhören, die in der Praxis aber entweder nicht funktionieren, oder einen Haufen von Tradeoffs mit sich bringen, die man womöglich erst dann erkennt, wenn deren Amtszeit schon lange vorbei ist.

Ich habe selbst BWL studiert und mir ist bewusst, dass theoretische Annahmen und die Praxis weit auseinanderliegen können. Wenn ich mir eine Sache wünschen dürfte, dann dass die Voraussetzung für ein hohes politisches Amt mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft geknüpft sein müsste. Jemand, der direkt von der Uni kommt, und nie die Quälerei eines kleinen Unternehmens oder Selbstständigen mitgemacht hat, kann leicht über Dinge reden, von denen er/sie schlichtweg keine Ahnung hat.


Grundsätzlich sehe ich das Problem mit der kurzfristigen Amtszeit ebenfalls und den damit verbundenen Blickwinkel auch, umso mehr sollte man einfach selber langfristig denken und schauen welche Ansätze für einen die richtigen sind und eventuell in der Welt vergleichen.

Es ist nicht entscheidend wie die Parteien es selber interpretieren, sondern was DU daraus machst. Wie ich schrieb, jeder kann sich viele Informationen ranholen. Dazu gehören auch Gesetzesanträge der einzelnen Parteien, Standpunkte der letzten Jahre und vieles mehr und dann kann man sich selbst die Glaubhaftigkeit ableiten.

Grundsätzlich wird dann jeder für sich priorisieren und wie letztens bereits geschrieben, lag deine Priorität bei Energiethemen. Dort kannst du wohl kaum in jeder Partei etwas passendes finden, dafür ist die Entwicklung zu eindeutig und dann musst dich eben entscheiden. Ich denke man hat jetzt häufig genug gelesen wo ich den größten Nutzen sehe, aber das ist natürlich auch jedem überlassen. Eine Sache kann man Habeck in der Hinsicht aber nicht vorwerfen - der zu kurzfristige Gedankengang, sondern höchstens das er nicht noch mehr durchgedrückt hat! zwinker


Man kann es eigentlich auch umdrehen.

Die Amtszeit ist zu lang. Wir werden besser, je schneller es Feedback gibt. Jeder Politiker denkt bis zur nächsten Wahl. Das Risiko, für 10 Jahre aus falsche Pferd gesetzt zu haben, ist doch viel übler, als für vier. Die langfristige Politik rettet einen zudem auch nicht, wenn einem nach ein paar Jahren alle auf's Dach steigen.

Mit zwei-Jahres-Zyklen bekommt man zumindest eine Maßnahmen Politik. Dann kann man auch bestrafen, wenn Zeit verloren wird. Man nimmt es aus irgendeinem Grund hin, dass nach jeder Bundestagswahl erstmal Ministerien umfangreich umgebaut werden.

Mach was, sonst bist du in zwei Jahren wieder draußen. Im Vergleich zur Wirtschaft schon unendlich viel Zeit.
Zwei Jahren passen auch häufiger zuletzt zur Realität. Den Käse hier, hatten wir auch 2023 abblasen können. Merkel wollte ohne COVID ja ohnehin nur, 2 Jahre, eigentlich gar nicht, wenn AKK nicht so dermaßen abgestunken hätte.

Nicht länger, schneller muss es werden.


Hmm ist ein interessanter Ansatz. Hab ich so noch nie betrachtet und müsste ich mir mal drüber Gedanken machen.

Mein erster Impuls sagt mir aber, dass sowas bei Bundesfragen falsch wäre. Es besteht dann noch mehr der Anreiz, kurzfristig beispielsweise für günstige Energiepreise oder Ähnliches zu sorgen ohne Basis und noch mehr Symbolpolitik durchzuführen. Außerdem brauchen Maßnahmen meistens auch ein wenig Zeit, weil wir einen ziemlich langsamen Staatsapparat haben.

Andersrum kann man natürlich grundsätzliche Maßnahmen auch ohne direkte Erfolge beobachten und auch bewerten, indem man sie vergleicht. Schwierig.


Der kurzfristige Anreiz besteht immer. Vor jeder Wahl wird durch die Bank Quatsch geredet und nur mit Maßnahmen Wahlkampf gemacht - gegen das, was gerade stinkt, Angst macht, und ab übermorgen besser sein soll.

Das einzige, was funktionieren kann, ist die langfristigen Ziele über kurzfristige Meilensteine "accountable" zu machen: Wenn wir 2040 da sein wollen, müssen wir morgen hier sein (und dann überprüfen, ob das stimmt und ggf. anpassen). Und einmal das morgen hier sein, und dann morgen zu überprüfen, ob man auch da ist, das geht immer.

Dafür tun längere, oder kürzere Zyklen keine Not.

2035 Ziele an sich bringen nichts, wenn daraus nicht vor allem 2026 Ziele folgen.


Aber dafür müssten wir uns als Land auf einheitliche langfristige Ziele einigen, aber das schaffen wir doch nicht mal wirklich beim Klimaschutz, was sich sicherlich in der nächsten Regierung wieder zeigen wird. Grundsätzlich hast aber recht, letztlich würden 2 Jahre nicht super viel ändern und die Maßnahmen wären besser bewertbar + die jeweiligen Minister hätten mehr Leistungsdruck.


Ich denke nicht, dass man sich einigen müsste. Das durchaus ein Wettbewerb sein. Nebeneinander, vor allem aber will ich, dass das Ziel 2035 permanent angepasst wird.

Hin und her wird ggf. schmerzhaft, sollte im Ergebnis aber besser sein, als das beliebte gar nichts tun. Zumal, wie oft ändert man schon hin und her? Das würde ja ausschließen, dass Parteien und Menschen lernen, was erfolgreich ist und was funktioniert.

Ich verlange von einer Regierung, dass sie das beste aus dem macht, was da ist, wenn sie die Verantwortung bekommt. Ob das dann heißt, Ausbau erneuerbarer Energien einzustampfen, oder den Auftakt weiterzuführen: Für die Entscheidung müssen sie sich bei nächsten Wahl rechtfertigen.

Aber da stehen natürlich Wähler in der Pflicht.

Mir geht's auch gar nicht so darum, für eine Verkürzung zu plädieren. Mehr darum aufzuzeigen, dass verlängern nicht nur bekannte Gefahren birgt, sondern sogar bei den gewünschten Vorteilen nach hinten losgehen kann.

Mich persönlich interessiert vor allem, wie der Haushalt aufgeräumt wird. Durch die Bank wird gelten: die Renten werden nicht angefasst. Gut, akzeptiere ich, wobei ich glaube, dass irgendwann der Griff in die Renten erzwungen wird.
Was ich aber möchte, ist eine Maßnahme, wie man die nicht anzufassenden Renten denn bezahlt. Macht man das weiter aus Steuern, mit mehr als 120 Mrd. Zuschuss pro Jahr, mehr als jeden vierten Euro der Staatsausgaben, braucht man einen Plan, wie man darüber bald 200 Mrd. pro Jahr deckt, oder Leute aus dem Rentenempfang raushält. Wir sind jetzt schon dabei 1/3 aller Rentenzahlungen nicht aus der Rentenversicherung decken zu können. Das ist die eine Größe, die alle anderen Budgets im Würgegriff hält.

Das ist am wenigsten die Ampel gewesen, das war vor allem die Union in den 32 von 39 Jahren zwischen Schmidt und Scholz, in denen das Demografische Plateau bekannt war und jedes Jahr näher rückte.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#498
18.02.2025 - 13:00 Uhr
Zitat von BVBLeo
Zitat von Borusse91

Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.


Ich glaube um den Vorwurf der „Manipulation“ komplett zu entkräften. Sonst hätte es wieder geheißen man hätte sich für die einzelnen Kandidaten die passenden Fragen rausgesucht oder schlimmstenfalls noch gecastet augen-zuhalten

Fand das, was ich gesehen habe dadurch aber auch sehr anstrengend und wenig zielführend. Wenn schon so wenig Zeit ist, dann muss man schneller und gezielter auf die Thematiken kommen.


Was viel interessanter ist, dass die letzte Frage an Weidel von dem Mann der Moderatorin gestellt wurde grins
Der einzige, der seinen Namen nicht genannt hat und rein zufällig, früher als Sprecher für die Grünen tätig war! Hmmm, nur dumm wenn sowas sofort aufgedeckt wird.
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#499
18.02.2025 - 13:21 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von BVBLeo

Zitat von WalterFroschsErbe

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Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von BVBLeo

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBLeo

Wir sind im Zeitalter des Internets und jeder kann alles überprüfen und jegliche Zusammenhänge für sich selbst interpretieren. Trotzdem kommt dann sowas dabei heraus. Ich meine danach bringt RTL eine Umfrage und 18 Prozent haben Weidel als stärkste Person empfunden. Diese 18 Prozent müssen so festgefahren auf die Partei sein, denn ansonsten kann man das wirklich nicht mehr erklären. Bedeutet letztlich auch das wir nächste Woche keinen Einbruch mehr erwarten sollten/dürfen.


Das Problem ist, und du schreibst es ja schon, "jeder kann alles für sich selbst interpretieren".

Aber politische Maßnahmen, sagen wir über die letzten 10 Jahre, werden in der Regel von jedem Lager so interpretiert, dass es in das eigene Weltbild passt. Das ist hier nicht anders als in anderen Foren, auf dem Parteitag von CDU, SPD, Grün oder AFD oder auf Social Media.

Natürlich wird der geneigte CDU Wähler die Probleme, die wir in Deutschland haben, weniger auf die eigene Partei zurückführen und mehr auf SPD oder Grüne. Diese wiederum suchen die Verantwortung tendentiell bei CDU, FDP oder der AFD.

Wir können schlicht nicht mathematisch widerspruchsfrei errechnen, welchen Einfluss bspw. 500 Mrd Mehrausgaben für Klimawandelmaßnahmen am Ende für das Weltklima bringen. Wir können nicht errechnen, welchen Einfluss 12, 14 oder 18 Euro Mindestlohn auf Unternehmen und Angestellte haben werden. Alles was wir sehen ist der Zustand des Landes in 4 Jahren und jeder wird, gemäß seiner Parteipräferenz, diese oder jende Entwicklungen der eigenen Partei oder anderen Parteien zuordnen.
Oder wir bemühen uns um Statistiken oder Studien, die unser Weltbild stärken, um andersdenkenden zu zeigen: "Seht her, das hier beweist, dass ich Recht habe".

Neutral kann niemand sein, auch ich nicht, weil wir alle verschiedene Annahmen treffen, welche Dinge notwendig oder sogar alternativlos sind.

Für mich ist es eher ein systematisches/strukturelles Problem, das unser politisches System mit sich bringt. Parteien und Politiker wollen (wieder)gewählt werden, sie wollen an die Macht oder an der Macht bleiben. Daher können sie, selbst wenn sie gewisse Dinge anders sehen, diese in der Öffentlichkeit nicht benennen, weil die Gefahr besteht, wichtige Stammwähler zu vergraulen. Ein Grünenpolitiker könnte sich sofort von seinem erhofften Ministerposten verabschieden, wenn er sich in der Migrationsfrage auch nur ansatzweise dem Meinungsbild von Friedrich Merz annähern würde. Ein AFD-Politiker beginge politischen Selbstmord, würde er für E-Autos eintreten und die Verbrenner verteufeln.

Das beste, was ich einer politischen Partei zugestehen könnte, ist, dass sie am wenigsten konträr zu meiner eigenen Meinung steht. Denn wenn ich ehrlich bin, finde ich in JEDER Partei Punkte, die für mich Sinn ergeben, zumindest in der Theorie. Aber ich verstehe auch, dass jemand Anderes mit einem anderen sozialen/persönlichen Hintergrund, diese Dinge dann komplett anders interpretiert.

Das eine Thema, was mMn alle Parteien miteinander verbinden, sind all die Ansätze und Ideen, die sich in der Theorie ganz toll und sinnvoll anhören, die in der Praxis aber entweder nicht funktionieren, oder einen Haufen von Tradeoffs mit sich bringen, die man womöglich erst dann erkennt, wenn deren Amtszeit schon lange vorbei ist.

Ich habe selbst BWL studiert und mir ist bewusst, dass theoretische Annahmen und die Praxis weit auseinanderliegen können. Wenn ich mir eine Sache wünschen dürfte, dann dass die Voraussetzung für ein hohes politisches Amt mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft geknüpft sein müsste. Jemand, der direkt von der Uni kommt, und nie die Quälerei eines kleinen Unternehmens oder Selbstständigen mitgemacht hat, kann leicht über Dinge reden, von denen er/sie schlichtweg keine Ahnung hat.


Grundsätzlich sehe ich das Problem mit der kurzfristigen Amtszeit ebenfalls und den damit verbundenen Blickwinkel auch, umso mehr sollte man einfach selber langfristig denken und schauen welche Ansätze für einen die richtigen sind und eventuell in der Welt vergleichen.

Es ist nicht entscheidend wie die Parteien es selber interpretieren, sondern was DU daraus machst. Wie ich schrieb, jeder kann sich viele Informationen ranholen. Dazu gehören auch Gesetzesanträge der einzelnen Parteien, Standpunkte der letzten Jahre und vieles mehr und dann kann man sich selbst die Glaubhaftigkeit ableiten.

Grundsätzlich wird dann jeder für sich priorisieren und wie letztens bereits geschrieben, lag deine Priorität bei Energiethemen. Dort kannst du wohl kaum in jeder Partei etwas passendes finden, dafür ist die Entwicklung zu eindeutig und dann musst dich eben entscheiden. Ich denke man hat jetzt häufig genug gelesen wo ich den größten Nutzen sehe, aber das ist natürlich auch jedem überlassen. Eine Sache kann man Habeck in der Hinsicht aber nicht vorwerfen - der zu kurzfristige Gedankengang, sondern höchstens das er nicht noch mehr durchgedrückt hat! zwinker


Man kann es eigentlich auch umdrehen.

Die Amtszeit ist zu lang. Wir werden besser, je schneller es Feedback gibt. Jeder Politiker denkt bis zur nächsten Wahl. Das Risiko, für 10 Jahre aus falsche Pferd gesetzt zu haben, ist doch viel übler, als für vier. Die langfristige Politik rettet einen zudem auch nicht, wenn einem nach ein paar Jahren alle auf's Dach steigen.

Mit zwei-Jahres-Zyklen bekommt man zumindest eine Maßnahmen Politik. Dann kann man auch bestrafen, wenn Zeit verloren wird. Man nimmt es aus irgendeinem Grund hin, dass nach jeder Bundestagswahl erstmal Ministerien umfangreich umgebaut werden.

Mach was, sonst bist du in zwei Jahren wieder draußen. Im Vergleich zur Wirtschaft schon unendlich viel Zeit.
Zwei Jahren passen auch häufiger zuletzt zur Realität. Den Käse hier, hatten wir auch 2023 abblasen können. Merkel wollte ohne COVID ja ohnehin nur, 2 Jahre, eigentlich gar nicht, wenn AKK nicht so dermaßen abgestunken hätte.

Nicht länger, schneller muss es werden.


Hmm ist ein interessanter Ansatz. Hab ich so noch nie betrachtet und müsste ich mir mal drüber Gedanken machen.

Mein erster Impuls sagt mir aber, dass sowas bei Bundesfragen falsch wäre. Es besteht dann noch mehr der Anreiz, kurzfristig beispielsweise für günstige Energiepreise oder Ähnliches zu sorgen ohne Basis und noch mehr Symbolpolitik durchzuführen. Außerdem brauchen Maßnahmen meistens auch ein wenig Zeit, weil wir einen ziemlich langsamen Staatsapparat haben.

Andersrum kann man natürlich grundsätzliche Maßnahmen auch ohne direkte Erfolge beobachten und auch bewerten, indem man sie vergleicht. Schwierig.


Der kurzfristige Anreiz besteht immer. Vor jeder Wahl wird durch die Bank Quatsch geredet und nur mit Maßnahmen Wahlkampf gemacht - gegen das, was gerade stinkt, Angst macht, und ab übermorgen besser sein soll.

Das einzige, was funktionieren kann, ist die langfristigen Ziele über kurzfristige Meilensteine "accountable" zu machen: Wenn wir 2040 da sein wollen, müssen wir morgen hier sein (und dann überprüfen, ob das stimmt und ggf. anpassen). Und einmal das morgen hier sein, und dann morgen zu überprüfen, ob man auch da ist, das geht immer.

Dafür tun längere, oder kürzere Zyklen keine Not.

2035 Ziele an sich bringen nichts, wenn daraus nicht vor allem 2026 Ziele folgen.


Aber dafür müssten wir uns als Land auf einheitliche langfristige Ziele einigen, aber das schaffen wir doch nicht mal wirklich beim Klimaschutz, was sich sicherlich in der nächsten Regierung wieder zeigen wird. Grundsätzlich hast aber recht, letztlich würden 2 Jahre nicht super viel ändern und die Maßnahmen wären besser bewertbar + die jeweiligen Minister hätten mehr Leistungsdruck.


Ich denke nicht, dass man sich einigen müsste. Das durchaus ein Wettbewerb sein. Nebeneinander, vor allem aber will ich, dass das Ziel 2035 permanent angepasst wird.

Hin und her wird ggf. schmerzhaft, sollte im Ergebnis aber besser sein, als das beliebte gar nichts tun. Zumal, wie oft ändert man schon hin und her? Das würde ja ausschließen, dass Parteien und Menschen lernen, was erfolgreich ist und was funktioniert.

Ich verlange von einer Regierung, dass sie das beste aus dem macht, was da ist, wenn sie die Verantwortung bekommt. Ob das dann heißt, Ausbau erneuerbarer Energien einzustampfen, oder den Auftakt weiterzuführen: Für die Entscheidung müssen sie sich bei nächsten Wahl rechtfertigen.

Aber da stehen natürlich Wähler in der Pflicht.

Mir geht's auch gar nicht so darum, für eine Verkürzung zu plädieren. Mehr darum aufzuzeigen, dass verlängern nicht nur bekannte Gefahren birgt, sondern sogar bei den gewünschten Vorteilen nach hinten losgehen kann.

Mich persönlich interessiert vor allem, wie der Haushalt aufgeräumt wird. Durch die Bank wird gelten: die Renten werden nicht angefasst. Gut, akzeptiere ich, wobei ich glaube, dass irgendwann der Griff in die Renten erzwungen wird.
Was ich aber möchte, ist eine Maßnahme, wie man die nicht anzufassenden Renten denn bezahlt. Macht man das weiter aus Steuern, mit mehr als 120 Mrd. Zuschuss pro Jahr, mehr als jeden vierten Euro der Staatsausgaben, braucht man einen Plan, wie man darüber bald 200 Mrd. pro Jahr deckt, oder Leute aus dem Rentenempfang raushält. Wir sind jetzt schon dabei 1/3 aller Rentenzahlungen nicht aus der Rentenversicherung decken zu können. Das ist die eine Größe, die alle anderen Budgets im Würgegriff hält.

Das ist am wenigsten die Ampel gewesen, das war vor allem die Union in den 32 von 39 Jahren zwischen Schmidt und Scholz, in denen das Demografische Plateau bekannt war und jedes Jahr näher rückte.


Irgendwann muss man die Pensionen umwandeln und auch Beamte in die Rentenkasse einzahlen lassen, oder wenigstens in ihre Beamtenpension. Diese Pension zahlt der Steuerzahler.
Geiles Beispiel auch, der Mann einer Ex-Kollegin war bei der Bundeswehr, irgendwas tolles mit Rang und so. Allerdings war er "nur" Dirigent oder sowas in deren Musikergruppe (wie auch immer das bei der Bundeswehr auch offiziell heißt). Der ist mit 55 in Pension gegangen, ohne Abzüge. Das ist absolut nicht fair wenn man ehrlich ist.

Übrigens:
Als Architekt zahle ich auch nicht in die Rentenkasse ein, dafür aber ins Vorsorgewerk der Architektenkammer. Dementsprechend bekomme ich später meine Rente aus diesem Pool und nicht aus der Rentenkasse. Aber ich zahle ein...

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--------------Lewandowski/Riedle&Chapuisat

---Reus/Kagawa----------------Möller/Rosicky/Ricken-----------Sancho/Kuba

--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos
Gib mich die Kirsche! Der Talkthread |#500
18.02.2025 - 13:22 Uhr
Zitat von KC-Chief
Zitat von BVBLeo

Zitat von Borusse91

Im Videotext (sic!) stand u.a., dass die ARD diese Besucher auf den Tribünen ausgewählt hat, nachdem sich von Bürgerseite beworben werden konnte. Wieso bestanden dann gefühlt 50 Prozent der Fragen aus irgendwelchen individuellen Lebensgeschichten? Der Typ, der keinen Kredit für sein sanierungsbedürftiges Dach erhält? Der wollte ja quasi, dass Robert Habeck mit ihm morgen zur Bank geht und als Bürge fungiert. Was hatte das jetzt für einen Mehrwert für das Fernsehpublikum, klär deine finanziellen Angelegenheiten bevor du ins Fernsehen gehst und stell dann eine zielführende Frage und heul hier nicht vor einem Millionenpublikum herum, dass du offensichtlich nicht kreditwürdig bist. Genauso wie diese sehr spezielle Frage an Olaf Scholz, wo es um mehr Pflegepersonal in EINER bestimmten medizinischen Fachrichtung (leider vergessen, welche, Orthopädie oder so?) ging und der Kandidat dann auch pedantisch auf seinem Punkt beharrt hat, als die Frage etwas allgemeiner für alle medizinischen Berufe beantwortet werden sollte. Also warum hat die ARD hier nicht etwas vorsortiert und nur wirklich prägnante Fragesteller eingeladen, die nicht erst noch ne halbe Stunde rührselig ihr Leben öffentlich reflektieren mussten? Da ging im Endeffekt dann auch immer soviel Zeit flöten, dass pro Kandidat ungenügend wenige Fragen gestellt werden konnten.


Ich glaube um den Vorwurf der „Manipulation“ komplett zu entkräften. Sonst hätte es wieder geheißen man hätte sich für die einzelnen Kandidaten die passenden Fragen rausgesucht oder schlimmstenfalls noch gecastet augen-zuhalten

Fand das, was ich gesehen habe dadurch aber auch sehr anstrengend und wenig zielführend. Wenn schon so wenig Zeit ist, dann muss man schneller und gezielter auf die Thematiken kommen.


Was viel interessanter ist, dass die letzte Frage an Weidel von dem Mann der Moderatorin gestellt wurde grins
Der einzige, der seinen Namen nicht genannt hat und rein zufällig, früher als Sprecher für die Grünen tätig war! Hmmm, nur dumm wenn sowas sofort aufgedeckt wird.


Oh man….

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Bin anscheinend hardcore Jule Brandt-Supporter in diesem Forum ;)
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